Beiträge von Thrawn

    Okay, nachdem ich ja jetzt ein wenig länger hier nicht kommentiert habe, wollte ich das jetzt mal wieder ändern – und schließlich gibt’s ja auch gerade eine Aktion (also hi, Flocon ).


    Seit meinem letzten Kommentar sind die beiden nun also von Einall nach Hoenn und dort an einige erinnerungswürdige Orte gelangt. Hierbei hatte ich mir schon gedacht, dass der Baum in Xeneroville eine Rolle spielen würde, weil das einer von den besonderen Bäumen der Pokémonwelt ist, die einem ja angesichts der Prophezeiung in den Sinn kommen können. Diese Spur hat dann aber die Charaktere eher in die Irre geführt, womit wohl auch zu rechnen war – wäre vermutlich sonst ein wenig schnell mit der Zielfindung vorangegangen.

    Im letzten Kapitel kommt es dann also zu einer Konfrontation mit sehr vielen Wablu – ich muss sagen, dass das erst einmal ein wenig ungewohnt war, weil Wablu und Altaria gemeinhin wohl nicht aggressiv aussehen oder gelten, was dann ein bisschen die Frage nach einem Motiv für den Angriff aufwirft. Neben der Möglichkeit, dass sie in dem Kanon der Geschichte entweder revierbezogen oder aber schlicht Jäger sind, könnte man auch annehmen, dass sie vielleicht angreifen, weil sie etwas beschützen wollen oder so – das könnte man wiederum mit dem Fakt kombinieren, dass sie ja anscheinend eine Insel verborgen haben. Aber naja, da muss man wohl abwarten, was das Altaria vielleicht zu sagen hat, sofern man ihm die Gelegenheit lässt und es nicht vorher grillt.

    Ansonsten kommt in dem Kampf auch ganz gut wieder die Zusammenarbeit zwischen Gladi und Resharp zur Geltung: Während Resharp zwar mittlerweile auch selbst ein wenig gelernt hat, ist Gladi nach wie vor in der Lage, mit ein bisschen Taktischem Geschick und dem Wissen aus ihrem Unterricht zu helfen, wie zum Beispiel mit den Maronbeeren – insgesamt ist sie also der eher streetsmarte Teil des Duos, was sich hier wieder schön gezeigt hat.


    In diesem Sinne, bis zum nächsten Mal!

    Als ich das gelesen hab, musste ich fast ein bisschen lachen. Ich würde ja fragen, was du in meinem Text problematisch gefunden hast, aber für eine Bewertung in der Hinsicht bist du drei bis vier Jahrzehnte zu jung.

    Sagen wir es mal so: Die Sache ist lediglich die, dass ich allgemein historische Texte insofern kritisch beäuge, als dass meiner Ansicht nach jeweils zu prüfen ist, inwiefern die jeweilige Zeit, die für gewöhnlich durchaus ihre problematischen gesellschaftlichen Aspekte hatte, wieder herbeigesehnt wird. Was natürlich nicht heißt, dass es bei allen historischen Texten so der Fall ist und überhaupt braucht es zur Interpretation des Textes hierbei mehrere Informationen über seinen Entstehungskontext, darunter nicht selten die Identität und Ansichten des Autors, der mir bei meinem Vote natürlich nicht bekannt war. Und genau deshalb habe ich auch geschrieben, dass ich mir eine ideologiekritische Betrachtung gespart hatte, weil sie zwangsläufig nur eine unvollständige Informationsbasis gehabt hätte. Mit anderen Worten: In die Bewertung des Textes ist es nicht einmal eingeflossen, und dass ich es erwähnt habe, ist lediglich dem Umstand geschuldet, dass ich - man mag's mir ja gerne vorwerfen, auch wenn ich daran nichts Problematisches erkennen kann, im Gegenteil - einfach generell dazu anregen möchte, die eigenen Texte in der Hinsicht zu hinterfragen, was übrigens keineswegs darin enden muss, dass man hier zu einem beunruhigenden Ergebnis kommt.

    Keine Ahnung übrigens, was die Einnahme eines ideologiekritischen Standpunkts mit dem Alter zu tun haben soll.

    Auch das wurde mehrfach(und damit meine ich auch andere Wettbewerbe) bemängelt. Ich frage mich, guckte jemand bei Gnamaram darauf, wie realistisch die Rezepte sind?

    Das ist auch nicht nur dein Kommentar, das machen bei historischen Texten, wie ich sie gerne schreibe, viele Leute so. IdR haben sie selber keine Ahnung von der Materie.

    Ich finde, entweder lesen sich die Leute das nötige Wissen an und entscheiden, ob die Akuratesse wirklich so wichtig ist, oder man hält zum Thema korrekte historische Darstellung komplett die Klappe. Wir sind hier im FF-Bereich. Es wird Fiktion geschrieben. Möglicherweise haben Gelsa und Tyr nie existiert.

    Den Vergleich finde ich hier ehrlich gesagt nicht zutreffend, weil der Anspruch ein ganz anderer ist. Ein historischer Text hat für gewöhnlich notwendigerweise den Anspruch, die jeweilige Epoche korrekt darzustellen. Wenn du den nicht hattest, schön, dann kann man historische Akkuratesse halt weder bemängeln, wo sie fehlte, noch wirklich gut finden, wo sie vorhanden war. Persönlich glaube ich aber ehrlich gesagt nicht daran, dass das hier der Fall ist, weil du damit meiner Ansicht nach deine Geschichte dann einer potentiellen Stärke berauben würdest. Der wesentliche Punkt für den Leser ist der: Wenn man in ein historisches Setting abgetaucht ist, dann reißen einen Wörter wie "Schlafmütze" oder andere moderne Sprechweisen daraus nun einmal leider hervor - in diesen Punkten historisch korrekt zu bleiben, ist also durchaus entscheidend für das Leseerlebnis.

    Gmaranam ist hingegen ein Text, der aufgrund seiner eher magischen bzw. fantastischen und leicht humoristischen Art ganz andere Bewertungsmaßstäbe hat, und historisch korrekt oder realistisch in diesem starken Sinne zu sein, gehört aus meiner Sicht hier einfach nicht dazu.

    Im Übrigen meine ich auch hier, bei meiner Bewertung insofern bescheidene Zurückhaltung geübt zu haben, als ich mich vorrangig auf diesen Aspekt mit modernen Begriffen gestützt habe, weil man sich hier dann doch auch ohne großes Vorwissen relativ sicher sein kann. Ich habe etwa nicht irgendetwas dazu geschrieben, ob die jeweiligen Volksstämme zu einer Zeit, in der Rom bereits christlich war, noch alle existiert haben oder sich gegen den Feind zusammengerauft hätten etc. - einfach, weil ich dahingehend eben keine Ahnung habe und es in der Zeit jetzt sicher auch nicht in ausreichendem Maß hätte nachprüfen können. Entsprechend habe ich hierzu geschwiegen (und nur die moderneren Redewendungen bemängelt). Vielleicht kennst du dich hier ja auch besser aus und kannst voller Überzeugung und mit einem Haufen Recherche im Hintergrund sagen, dass das alles so stimmt - ich werde mich hüten, dann ohne jede Ahnung zu widersprechen. Dennoch - die Problematik der modernen Begriffe bleibt nun einmal, und warum diese ein Kritikpunkt ist, glaube ich oben ausreichend erklärt zu haben.

    Und ja, wir sind hier im FF-Bereich. Das ist für mich der wesentliche Punkt, denn so wie ich diesen Bereich sehe, geht es natürlich darum, seine Werke zu präsentieren, aber auch darum, dass andere sie, falls notwendig, kritisieren - wohlgemerkt nicht, um jemanden fertig zu machen, sich über ihn zu erheben oder gar weil man etwas gegen den Autor hat, sondern weil man dem Autor schlicht helfen will. Dinge anzumerken, die an einem Text verbesserungswürdig sind, ist einfach als ein Versuch gedacht, dem Autor Richtungen aufzuzeigen, in denen er sich vielleicht noch verbessern bzw. weiterentwickeln kann. Wenn man oft etwas von seinen Lesern als Problem aufgezeigt bekommt, dann ist es in der Regel auch ein Problem.

    Davon ab steht es natürlich aber auch jedem frei, inwiefern man sich Kritik zu eigen macht. In dem Sinne: Mach ruhig aus meiner Kritik, was du willst.



    Und weil ich gerade hier schreibe, möchte ich die Gelegenheit einfach mal nutzen, mich selbst für die Kommentare und die Punkte zu bedanken. Ich stimme eigentlich auch der geäußerten Kritik zu - der Anfang ist in der Tat sehr lang, und ich habe ihn halt nicht gestrichen, weil ich dachte, dass das Meiste aber trotzdem für die Charakterisierung der Personen und ihrer Beziehung notwendig ist. Aber wahrscheinlich war es dann doch relativ zur Länge der Geschichte zu lang - ich überlege noch, wie ich das ausbügele. Die Alternativen sind natürlich, den Anfang zu kürzen oder aber die Geschichte insgesamt länger zu machen. Letzteres ist hier nicht wirklich eine Option, fürchte ich - ein paar mehr Sachen wollte ich eigentlich noch drinhaben, aber das wird vermutlich nicht genug sein, um dem Anfang besser die Waage zu halten. Und Ersteres geht natürlich, aber wie gesagt wollte ich die Charaktere gerne so beschreiben ... Wäre es vielleicht okay, wenn die Geschichte der Auftakt zu einer Reihe von - allerdings nur lose zusammenhängenden - Kurzgeschichten mit den gleichen Charakteren wäre? Denn ich hatte eigentlich geplant, die Charaktere genau dafür zu benutzen. Weiß aber nicht, ob das das Problem im Gesamten besser macht, aber deswegen frage ich ja. Wenn jemand dazu eine Meinung hat, wäre ich dankbar dafür, sie zu hören.

    Moin. Und hallo Flocon wegen des Aktivitätsmarathons.

    Okay, Heidenstein scheint es wohl den Umständen entsprechend gut überstanden zu haben - interessant auch, dass er vielleicht demnächst Pakhets Hilfe öfter in Anspruch nehmen möchte. Anderen Menschen zu helfen würde vielleicht dazu beitragen, dass sie noch ein bisschen weiter auftaut.

    Jedenfalls - Pakhet muss also kämpfen, um zu Crash vorzudringen. Ich nehme mal an, dass das dann wohl auch Gegenstand der nächsten Kapitel sein wird, wobei ich auch damit rechne, dass es für sie vielleicht schwerer werden wird. Ihr erster Gegner schien ja eher unerfahren; eventuell hat man sie bei der Planung des Kampfes aber auch eher unterschätzt und will es nun, nachdem sie ihren Kontrahenten relativ leicht besiegt hat, ein wenig spannender machen. Könnte natürlich auch insofern zum Problem (für ihre Gegner*innen, aber auch für sie selbst) werden, als dass sie sich dann vielleicht auf eine heftigere Art wehren muss. Naja ... Ich rechne jedenfalls doch zumindest so halb mit ein paar Verletzungen, die sie davontragen wird. Es sei denn natürlich, die Leute, die da antreten, haben alle nichts drauf. Ich muss übrigens sagen, ich bin von der starken Katana-Präsenz ein wenig überrascht. Spider hat eins, Pakhets Gegner auch - sind die echt in dem Milieu so prominent? Ansonsten - meine eigenen kämpferischen Fähigkeiten, insbesondere mit Messer und Katana, sind nur sehr rudimentär, aber soweit ich es überblicken kann, wirkt der Kampf vom Verlauf her ziemlich plausibel. Nun ja ... Mal gucken, wie es dann weitergeht - hoffentlich verletzt Pakhet sich nicht allzu sehr. Ich meine, sie weiß ja, was sie tut, aber meiner Erfahrung nach kommen auch gute Kämpfer selten vollkommen ohne Blessuren aus derartigen Konfrontationen heraus, besonders wenn Waffen im Spiel sind.

    Hör zu. Du musst aus diesem Forum verschwinden. SCHNELL! VERSCHWINDE, BEVOR ES ZU SPÄT IST!!

    Okay, bevor ich kurz was zu den bisherigen Kapiteln sage, kurz etwas zu der Theorie zu Michael.

    Ich möchte sie hören, Thrawn. Sag es mir! o.o

    Äh, also, das geht leider (noch) nicht. Dazu ist mir die Theorie noch zu wenig ausgereift, zumal sie erklärungstechnisch noch ein gewisses Defizit hat. Das heißt, sie würde, soweit ich es überblicken kann, erklären, warum Michael ein besonderes Interesse an Pakhet hat, warum er es offenbar leicht wegstecken kann, wenn sie ihm eine reinhaut (und warum er das lustig findet) und warum er sie immer ein bisschen aufzuziehen wollen scheint. Das Problem ist nur, dass darüber hinaus weitere Fragen aufgeworfen werden würden, etwa warum er da sitzt und ein Söldnereiunternehmen leitet. Da müsste ich mir ein bisschen zu viel zusammenschustern, als dass ich mich hinter meine Theorie stellen könnte. Außerdem wäre es zwar eine geniale Vorhersage, wenn die Theorie wahr wäre, aber halt auch ziemlich peinlich, wenn sie falsch wäre.

    Jedenfalls ... Soweit waren die letzten Kapitel wieder interessant - Heidensteins Identität scheint ja geklärt zu sein, wobei das gecallt zu haben natürlich nicht unbedingt eine große Leistung war, bedenkt man, dass man es durch die Augen von Pakhet ja ohnehin schon stark vermuten musste und man außerdem ja auch eine gewisse frühere Geschichte noch nicht ganz vergessen hat, hust. Aber in der Tat ist die Erklärung seines älteren Aussehens wohl tatsächlich eine relativ Einfache, und hätte man nicht immer diesen lästigen, leider einzubeziehenden Faktor der Magie (bzw. würde ihn nicht immer zu schnell zur Erklärung verwenden), dann hätte man darauf wohl auch gut kommen können. Wobei hier vielleicht noch die Frage wäre, ob durch seine Verkleidung alles an Merkwürdigkeiten erklärt ist - ich meine, wenn er nicht am Ausdauertraining teilnehmen wollte, hätt's ja einfach sein können, weil seine Maskerade drunter hätte leiden können; andererseits kann man gucken, ob noch "mehr" dahinter steckt, aber das wäre dann wohl abzuwarten. Denn wie gesagt kann ja alles viel einfacher sein, als man glauben mag.

    Ansonsten war es nett zu sehen, wie sich die Beziehung zwischen Pakhet und ihm jetzt zu einer tatsächlichen Freundschaft entwickelt hat - insbesondere hat ja die Szene in der anderen Dimension gezeigt, dass sie ihn nicht einfach zurücklassen wird (hoffentlich bleiben keine allzu schlimmen Folgeschäden), selbst wenn sie sich und den Erfolg der Mission dadurch auch in Gefahr bringt; was auch insofern noch interessant ist, als dass sie wohl schon einige "Kollegen" verloren haben muss und - auch wenn sie sicher nicht einfach nur mit den Achseln zuckt, wenn einer stirbt - daran zumindest zu einem gewissen Grad schon gewöhnt sein dürfte.

    Darüber hinaus ... Nun, es wird ja angedeutet, dass Pakhet kein Problem hätte, Agent durch Hazel zu ersetzen, aber mal abwarten, ob das passiert. Ansonsten bin ich auch gespannt, was denn genau Alices besondere Fähigkeiten sein werden. Die Charakterbeschreibung im Startpost ist ja gruselig genug.

    Aber na ja, ich werd's wohl demnächst lesen können.

    Ich möchte zunächst sagen, dass ich die hohe Wortgrenze persönlich echt gut finde. Allerdings habe ich eine Frage bezüglich der Deadline: Die endet anscheinend jetzt wieder an einem Freitag, dabei war doch - korrigiert mich, wenn ich mich irren sollte - der Konsens eigentlich, dass man auch noch das ganze Wochenende mit hineinziehen sollte, weil man da eben meistens noch deutlich mehr Gelegenheit zum Schreiben hat als unter der Woche, sodass die Deadline eigentlich am Sonntag erst enden sollte. Während ich selbst damit jetzt vielleicht nicht unbedingt ein Problem habe, würde ich doch mal vorsichtig nachfragen, aus welchen Gründen die Deadline jetzt wieder am Freitag endet und ansonsten auch auf den eben erwähnten Vorteil der Verlängerung über das Wochenende hinweisen.

    Wenn ich da übrigens irgendeine Diskussion über das Thema, nach der sich die Mehrheit wieder für das Ende der Deadline am Freitag entschieden hat, verpasst haben sollte, dann tut es mir leid, aber ich habe dazu jetzt auf die Schnelle nichts gefunden.

    Finde es insgesamt nur ein wenig ironisch, dass es in so einem Kontext wieder schlecht ist, die Sexualität von anderen anzugreifen, während man es bei Frauen wieder tolerieren soll, wenn diese wahllos Sex haben und ihre Partner ebenso mehr als Objekt, als Person ansehen. Und noch was, mir persönlich ist es halt wirklich egal, wie oft und viel Leute Sex haben, solange alles einvernehmlich ist. Dann können die meinetwegen auch denken, die Person ist ein Objekt. Ich möchte nur darauf hinaus, dass wenn da zwei Baguettes nebeneinander wären und da was stehen würde wie "Stange ist Stange" wäre es wieder in 'Ordnung', weil Frauen mit Sexismus insgesamt immer besser wegkommen als Männer.

    Diesbezüglich würde ich gerne noch etwas anmerken: Zunächst einmal, ein Witz muss im Einzelfall betrachtet und bewertet werden. Das heißt, dass zwei Witze, selbst wenn sie ähnlich scheinen, dennoch anders bewertet werden können. Man misst dann natürlich mit zweierlei Maß, tut es aber weder auf unfaire noch auf unbegründete Weise, und nicht zuletzt tut man es deswegen, weil man es nun einmal machen muss, da, selbst wenn Witze inhaltlich analog scheinen, ihr jeweiliger Kontext ein ganz anderer sein kann oder sich aber der gleiche Kontext unterschiedlich auf die Witze auswirkt. Eine derartige Ansicht erweist sich als durchaus vorteilhaft für die Interpretation von Witzen: Zum einen muss man nicht zum Beispiel auf den ersten Blick rassistisch (sexistisch etc.) anmutende, tatsächlich aber Rassismus (Sexismus etc.) bekämpfende Satire auf Teufel komm raus als rassistisch (sexistisch etc.) abstempeln. Gleichzeitig hat man selbst auch den Vorteil, dass man nicht mit jeder Verleihung des Prädikats "unproblematisch" an einen Witz gleich auch alle Witze, die analog zu sein scheinen, ebenfalls als unproblematisch kennzeichnen muss.

    Wenn ich deinen Einwand nun so interpretiere, dass "Stange ist Stange" von Kritikern von "Loch ist Loch" als in Ordnung betrachtet werden würde und das widersprüchlich sei, so gibt es darauf zunächst natürlich einmal die Frage, ob das denn wirklich so wäre, also ob wirklich jeder sagen würde, das sei in Ordnung. Wenn dem nicht so ist, ergibt sich kein Widerspruch, woraus aber - und ich verstehe natürlich, dass das vielleicht erst einmal schwer zu glauben ist - sich noch lange nicht ergibt, dass sich aus der Aussage, es sei in Ordnung, oder zumindest nicht ganz so schlimm, einer ergeben müsste. Denn "Stange ist Stange" und "Loch ist Loch" existieren nun einmal in einem Kontext, in dem ein struktureller Sexismus gegenüber Frauen in Form der Profilierung männlicher Personen über die Anzahl der weiblichen Sexualpartner in Verbindung mit der bereits erwähnten Objektifizierung letzterer nun einmal de facto stattfindet und insbesondere auch begünstigt, geradezu als positiv dargestellt wird. Ein strukturelles Analogon existiert im umgekehrten Fall nicht, im Gegenteil: Es gilt nicht als positiv, wenn eine Frau mit mehreren Männern Sex hat, sondern als geradezu verpönt. Entsprechend findet auch keine strukturelle Objektifizierung von Männern im gleichen Sinne statt, und entsprechend existiert "Stange ist Stange" auch nicht einmal als ein sexistisches Klischee, dessen Lidl sich bedienen könnte. Generell wäre es übrigens natürlich richtig, da stimme ich dir zu, wenn einfach Objektifizierung generell als schlecht und Sex mit vielen verschiedenen Partnern schlicht als neutral gesehen würde, ungeachtet des Geschlechts. Das ist aber wie gesagt real nicht der Fall, und aus der Ungleichheit zwischen Männern und Frauen in diesem Punkt kann vollkommen natürlich eine ungleiche Bewertung der beiden Phrasen erfolgen.

    Wenn Lidl also "Loch ist Loch" schreibt, dann fällt es doch sehr schwer, es nicht als Ausdruck eines strukturell vorhandenen Sexismus, dessen man sich in dieser Werbung bedient, zu sehen. Ich will nicht ausschließen, dass der Ausdruck in einem Kontext gebracht werden könnte, der eine satirische Wirkung hätte - Lidl hatte aber schlicht weder einen derartigen Kontext, noch irgendeine in diese Richtung gehende Intention, sondern nur das übliche kapitalistische Gewinnstreben. Demgegenüber wäre "Stange ist Stange" tatsächlich ein Ausdruck, bei dem eine derartige satirische Wirkung sich möglicherweise in der Tat sogar leichter ergeben bzw. leichter zu sehen sein würde, weil es etwa ein Vorhalten des Spiegels sein oder aber darauf hinweisen könnte, dass so ein struktureller Sexismus gegenüber Männern nicht existiert und entsprechend Frauen gegenüber auch nicht existieren sollte oder ähnliches (wobei man Satire natürlich generell besser den Satirikern und nicht den Werbefritzen überlassen sollte). Dass Lidl etwas Derartiges nicht versucht hat, ist insofern eigentlich sogar das Bezeichnende an der ganzen Angelegenheit.

    (Im Übrigen: Wenn eine Frau wirklich Männer nur als Objekte wahrnimmt, so ist das sicher auch zu kritisieren; aber man könnte es nun einmal nur auf dieser Einzelfallebene kritisieren, da es sich hier nicht um etwas Strukturelles handelt; bei Männern hingegen ist es nicht "nur" ein Problem im Einzelfall, sondern de facto nun einmal auch ein Problem etablierter sexistischer und immer noch nicht überwundener Strukturen, und die Kritik bezieht sich hier nun einmal mehr auf die strukturelle Ebene.)

    Ganz ehrlich. Es ist einfach nur schwarzer Humor und Leute die sowas nicht verstehen sind mir ohnehin ein Rätsel. *Schulterzucken*

    Dann bleibe ich wohl ein Rätsel, wobei ich mal den Versuch unternehmen kann, zu erklären, warum man es - wie eigentlich sehr oft in solchen und ähnlichen Fällen - meines Erachtens nicht einfach mit "schwarzer Humor" abtun sollte: Die Aussage "Loch ist Loch" steht in einem bestimmten gesellschaftlichen Kontext, in dem Männer sich nun einmal damit profilieren, dass sie wahllos Sex mit irgendwem haben, und man möchte eigentlich das "irgendwem" hier schon fast mit "irgendwas" (solange besagtes "Irgendwas" halt nur weiblich ist) ersetzen, da implizit eine Objektifizierung vorgenommen bzw. eine Reduktion weiblicher Personen vorgenommen wird. Da sehe ich durchaus eine Berechtigung, das als sexistisch zu sehen (und ganz offenbar tun das ja auch viele andere). Lidl instrumentalisiert nun - und das sicherlich bewusst - sowohl den Satz als auch die dahinterstehende Einstellung für Werbezwecke, macht also keinesfalls einfach nur einen Witz. Das kann durchaus als problematisch gesehen werden und Kritik daran ist sicherlich sowohl berechtigt als auch durchaus wichtig, bedenkt man, dass die Werbeindustrie sich generell nie zu schade dafür ist, sexistische Klischees zu benutzen.

    Jedenfas behaupte ich jetzt mal ganz dreist, dass niemand bei Lidl ein so extremer Hardcore Sexist ist und wirklich der Meinung ist, Frauen sind nur für sowas gut.

    Das kannst du gerne behaupten, und ich würde es - natürlich mit einer Restunsicherheit - auch gelten lassen, zumindest würde ich selbst nicht behaupten, dass dort irgendwelche finsteren Bösewichts-Sexisten am Werk waren. Die Sache ist nur, dass damit absolut nichts gezeigt ist, weil das nun einmal erstens eine sehr niedrige Messlatte ist und dann am Ende des Tages dann eben da vielleicht keine Hardcore-Sexisten sitzen, wohl aber Leute, die sexistische Klischees instrumentalisieren und somit also trotzdem ihren Teil dazu beitragen, diese in der Gesellschaft am Laufen zu halten (und das für ein bisschen Werbung billigend in Kauf nehmen), und zweitens ist es in der Diskussion nicht unbedingt wichtig, wer diese Leute und wie fragwürdig sie als Personen sind, denn letztlich geht es mehr darum, was sie getan haben, Und warum das als problematisch betrachtet werden kann, habe ich oben bereits dargelegt.


    Nun kann man natürlich fragen, ob die Reaktion angemessen war, oder eben, wie einige scheiben, "hysterisch". Diesbezüglich habe ich eigentlich keine Ahnung, und würde also lieber meine Klappe halten, weil ich nun einmal nicht durch die sozialen Netzwerke getingelt bin, um für mich dann auszuwerten, ob das alles in einem angemessenen Rahmen ablief. Es ist mir ehrlich gesagt auch ziemlich egal, abgesehen davon, dass ich mittlerweile genug Zeit im Internet verbracht habe, um das Muster zu erkennen, feministisch motivierte Kritik, sei es an Filmen, Videospielen oder Werbung, als aggressiver darzustellen, als sie eigentlich war - aber selbst wenn sie in diesem konkreten Fall überzogen war, hält sich mein Mitleid für Lidl und die Werbeindustrie sicher in Grenzen, weil Ersteres nun einmal ohnehin eine absolute Drecksladenkette ist und Letzteres seit jeher sexistische Klischees instrumentalisiert.

    Sorry, meine Katze hatte die Kommentare gefressen. :(

    Okay, damit ist also ein Teammitglied schon mal weg - aber wer weiß, ob sich der nicht doch nochmal rächen wird. Der Rest scheint ja soweit zumindest in Bezug auf die Einstellung relativ gut zu funktionieren - wobei Agent dahingehend ja auch nicht positiv auffällt, aber mal gucken. Ansonsten behaltet ihr hier eine gute Balance zwischen Action und einigen ruhigeren Kapiteln bei, so wird es nicht langweilig, aber auch nicht überhastet. Soweit hat sich das Ganze dann ja jetzt mehr auf Heidenstein und Pakhet konzentriert, wobei Murphy noch dazukam - hoffe eigentlich, dass man von den anderen Teammitgliedern noch in naher Zukunft etwas mehr sehen kann. Ich meine, versteht mich nicht falsch, ich finde das bisher gut und alles, nur fehlen mir die anderen soweit noch ein wenig (wenn natürlich auch nicht komplett). Aber das ändert sich ja vielleicht noch.

    Ich hatte ja übrigens eine Hypothese zu Michael, aber andererseits halt keine wirklichen Indizien dafür. Mal gucken, ob sich was dran ändert, dann komme ich vielleicht drauf zurück, haha. Darüber hinaus ist ja gerade das aktuell behandelte Mysterium wohl der gute Doc - interessant finde ich hier, dass er einen Auftrag hätte, Forschungsunterlagen für den "Leiter des Krankenhauses" zu beschaffen und ironischerweise der (angebliche?) Diebstahl von Forschung damals Dr. Anderson wohl ruiniert hat. Man könnte hier natürlich eine Verbindung herstellen, wenn man möchte. Wenn man annimmt, dass Heidenstein und Anderson ein und dieselbe Person sind, könnte er ja zum Beispiel irgendetwas finden wollen, was beweist, dass er damals unschuldig war, oder so. Andererseits natürlich der Altersunterschied, aber dafür kann es ja gerade in der Welt einer Magie tausend Gründe geben. Und wenn man es recht bedenkt, könnte eigentlich ja auch die vorschnelle Alterung noch irgendwas direkt mit der Sache von damals zu tun haben, anstatt eventuell "nur" eine einfach Nebenerscheinung von damit verbundenem Stress zu sein ...

    Naja, davon ab - er macht kein Ausdauertraining, ohne dass ich dafür direkt einen Grund finden könnte - der Hacker hat einfach keine Lust, okay, aber Heidenstein ist ja eigentlich relativ "engagiert" und Schießtraining macht er ja auch. Ist es etwa nicht gut, wenn er sich zu sehr anstrengt oder sein Puls in die Höhe geht? Man gewinnt fast den Eindruck - wobei er ja auch in einer Reihe gefährlicher Situationen war, die möglicherweise ähnliche Bedingungen erzeugen würden, insofern ... Nun ja. Man wird's ja sehen.

    Abseits davon hätte ich vielleicht noch eine Anmerkung - also, ich bin mir ziemlich sicher, dass ihr euch, gerade, wenn diese Geschichte sich an einer Stelle befindet, wo sie an Fahrt aufnimmt, nicht mit umfassenden Erklärungen zu bestimmten Begriffen aufhalten wollt. Und gleichzeitig ist es ja auch nicht so, dass ich die Geschichte gar nicht verstehen würde, wenn ich mal ein Wort nicht kenne, sondern man kann sich ja immer so ungefähr und abstrakt noch aus dem Kontext erschließen, worum es geht (das macht ihr halt schon echt gut so). Dennoch ... Nun, für manche Leute kann es vielleicht manchmal schon ein wenig überfordernd sein. Ich persönlich lese halt "Boer", "Vory", "Eloko" etc. und kann mir wie gesagt ungefähr etwas zu denken, aber dann muss ich trotzdem mal googeln, weil's mich irgendwie nicht zufriedenstellt, es halt nur ungefähr zu wissen. Und ich lerne dadurch halt auch was, was ja immer nett ist, aber wie gesagt: Andere Leute könnte das eventuell etwas abschrecken, wenn es einige Wörter gibt, die sie nicht kennen. Womit ich jetzt aber nicht unbedingt sagen will, dass ihr das alles näher in der Geschichte erklären müsst - also, könntet ihr natürlich, ich nehme aber nun einmal nicht an, dass das jetzt etwas ist, was ihr machen wollt, weil es ja auch Tempo rausnimmt. Persönlich würde ich hier eventuell ein separates Glossar als Lösung vorschlagen, was zumindest Leser*innen die Arbeit abnehmen würde, selbst zu googeln. Allerdings ist das natürlich ein Mehraufwand für euch und vielleicht auch einer, der sich gerade bei einer Onlineveröffentlichung noch nicht so sehr lohnt, weil man da ja eh beim Lesen immer sein Endgerät zum Googeln bereit hat und es ein so großer Aufwand für die Lesenden dann ja doch nicht ist. Im Falle einer "gedruckten" Buchveröffentlichung wär's dann aber vielleicht noch mal eher eine Überlegung wert - einfach, weil man da beim Lesen vielleicht nicht sein Buch zur Seite legen und den Computer anschmeißen will.

    Insofern also nur als kleine Anmerkung - müsst ihr nicht unbedingt was draus mitnehmen, aber ich dachte, ich sag's mal. Ansonsten, macht ruhig weiter so, mir gefällt die Geschichte bisher echt gut.

    Ich habe mich beim Schreiben gelangweilt.

    Hallo, Narime. Wollte nur kurz etwas zu "futur II" sagen:

    Welche(r) gefällt euch am besten?

    Tatsächlich weiß ich es nicht genau. Persönlich finde ich eigentlich gerade die Gesamtheit der drei Sätze ansprechend und weiß nicht, ob ich einen Teil dieser Gesamtheit über den anderen bevorzuge. Im letzten Satz ergibt für mich intuitiv nach die Kombination aus gestern, heute und morgen in Verbindung mit dem Futur II am meisten Sinn; dann wiederum könnte man meinen, dass gerade in dem letzen Satz aus diesem Grund am "wenigsten" damit gespielt wird und die ersten beiden Sätze in der Hinsicht also dem dritten gegenüber etwas voraus haben, weil sie unüblicherer Weise das Futur II mit "gestern" bzw. "heute" verbinden und so insgesamt etwas freier wirken.


    Davon ab wollte ich noch was zu einem anderen Werk von dir sagen, dass ich zwar nicht in dem Thema hier gelesen habe, sondern bei der "Wie Wasser schmeckt ..."-Aktion, also hier. Fand es da nämlich echt gut gemacht, wie du in dem Gedicht auf die verschiedenen Zustände des Wassers eingegangen bist und sie mit sehr vielen verschiedenen Assoziationen und Wahrnehmungen verknüpft hast - das hat das Thema der Aktion echt gut umgesetzt und mir "damals" sehr gefallen.


    Ansonsten: Schönen Start in die Woche morgen und schreib so schön weiter! :)

    Habe mich ja schon gewundert, warum die Gesamtzahl der Stimmen bei den letzten Vorschlägen immer kleiner wurde ...


    Also, dann bekunde ich mal einfach Interesse daran, der Jury beizutreten. Im Zuge der Bewerbung möchte ich darauf hinweisen, dass ich über umfassende Qualifikationen verfüge, die, ich sage das ganz aus- und nachdrücklich, zur Erfüllung der mit der Position verbundenen Aufgaben nicht nur hilfreich, sondern geradezu notwendig sind.

    Na, dann verdoppeln wir mal, was? Ich wette übrigens, dass keiner diese Geschichte bis zum Ende lesen wird; und jede Person, die es tut, hat eindeutig ein riesiges Problem und zuviel Freizeit.

    Weil ich gerade rein zufällig eine ruhige Minute habe, wollte ich es verspätet noch nachholen und mich einerseits für den tollen Avatar bedanken und andererseits noch Kiri herzlich zum Saisonfinalsieg gratulieren. Du hast eine sehr gute Leistung im Finale abgeliefert und es auf jeden Fall verdient. Ach ja, und danke natürlich auch für die Ordenspixelei während des letzten Jahres, die von besonderem Engagement gezeugt hat.

    Man sollte niemals ein Kapitel mitten aus etwas Längerem schreiben. Es ist verwirrend und führt zu nichts.

    Ja gut, dann schaffe ich uns das Offensichtliche mal vom Hals.

    Vorerst will ich sagen: Sehr schöne Gestaltung des Startposts. Auch wenn's halt schade ist, dass nicht mehr Abgaben zustande kamen ...

    Hallo und einen fröhlichen Sechsjahrenacheinemangeblichenweltuntergangstag.

    Ähm, ja, wo soll ich bei dem Rest anfangen? Also, zunächst einmal: Schöner Auftakt, spannend und actionreich. Eine gewisse Professionalität seitens Pakhet lässt sich dabei auch ganz gut erkennen, zumindest scheint da dann doch gerade im Vergleich mit der lieben Kyra eine etwas ausgefeiltere Vorgehensweise zum Vorschein zu kommen. Darüber hinaus werden offenbar erst einmal die Charaktere etabliert - man bekommt da jeweils einen guten ersten Eindruck, wobei "gut" jetzt auf der Meta-Ebene zu verstehen ist, denn im Rahmen der Geschichte ist beispielsweise der Eindruck von Michael wohl eher ein schlechter.

    Und in der letzten Szene sieht man dann wohl auch, dass es mit dem Teamwork noch nicht so weit her ist - andererseits eröffnet das wohl aber auch das Potential, um zusammenzuwachsen. Der Doctor ist dabei wohl vorerst so etwas wie ein ausgleichender Faktor; einerseits scheint er schon ein Verständnis für die Wichtigkeit von Professionalität zu haben und unterstützt sie letztlich ja auch, aber dabei wirkt er gegenüber dem Rest des Teams vielleicht noch ein klein wenig "sanfter". Nebenbei fand ich es ja lustig, dass ich in dem Satz, in dem Pakhet sich gedanklich das erste Mal über seinen langen Namen beschwert, mir beim Lesen gedacht habe, dass sie ihn dann doch einfach "Doc" nennen kann und dann der nächste Satz dann effektiv genau das sagt. Ansonsten ist der Doctor auch vorerst der Auffälligste für mich - einerseits wegen der Andeutungen, wobei der Satz "Ich denke, das ist das falsche Universum" ja fast schon wieder meta wirkt, andererseits ... Naja, Alter wird im Startpost angegeben mit 38 und dann schätzt Pakhet ihn in der medizinischen Abteilung auf "um die fünfzig", insofern ... Irgendwas stimmt da doch nicht, oder?

    Davon ab ist da dann natürlich noch Punches, der halt auf der Flucht ist - was ich ein bisschen auffällig finde. Kann natürlich sein, dass er jetzt einfach Angst hat, aber andererseits ... Naja. Ich will nicht zu viel irgendwo reininterpretieren, wo vielleicht nichts ist, aber wenn der Plan mit der Explosion eben doch mehr von ihm auszugehen schien, dann wirkt das irgendwo schon verdächtig auf mich. Könnte ja sein, dass er da absichtlich sabotieren wollte, muss aber natürlich nicht. Letzten Endes wirkten die anderen Teammitglieder in der Mehrzahl ja jetzt auch nicht ganz so professionell und da kann er sich ja auch einfach dumm angestellt haben. Ansonsten - man kann ja immer ganz verschwörungstheoretisch werden und alles als einen Plan von Michael interpretieren. Ich meine, ich habe null Anhaltspunkte dafür und es wäre für ihn dumm, wenn er da eine eigene Mission sabotiert bzw. sabotieren lässt, andererseits ... Naja. Ich will's nicht zu sehr ausführen, auch wenn sich da ein paar Sachen so schön zusammenschustern ließen. Was vielleicht daran liegen kann, dass Michael generell so wirkt, als würde hinter seinen Entscheidungen mehr stecken. Und im Grunde hat er Pakhet ja schon auf die Neulinge angesprochen, bevor sie den Auftrag bekam - insofern schien er sich das zumindest schon ein bisschen so zurechtgelegt zu haben, ohne aber Pakhet gleich darüber in Kenntnis zu setzen.

    Ansonsten glaube ich ja, dass in dem Team gerade am Anfang noch ein bisschen was schief laufen wird. Aber vielleicht werden die Charaktere daraus ja etwas lernen und mit der Zeit ... Naja, wer weiß. Bin auf jeden Fall gespannt darauf zu erfahren, wie es weitergeht.

    Wenn keiner will, mach ich halt den unmöglichen Anfang. Zwingt mich nicht, eine überflüssige Fortsetzung zu schreiben.


    Gemüsesuppe

    Es war ein ziemlich anstrengender Tag. Ich hatte einen Schultag mit Nachmittagsunterricht und dummerweise vergessen, mir Geld für die Mittagspause mitzunehmen. Der Magen hing mir in die Kniekehlen, ich magerte ab, war nur noch ein wandelndes Skelett. Im Biologieunterricht bescheinigte man mir, dass mein Magen eine prächtige Imitation eines Bärenknurrens abgab. Spät nachmittags ging es endlich nach Hause und alles, was ich wollte, war ein deftiges und reichhaltiges Essen nach der 47-minütigen Busfahrt. Also schleppte ich mich mit letzter Kraft den Bürgersteig entlang, schloss erwartungsvoll die Tür auf und stellte dann fest: Es gab Gemüsesuppe. So eine verdammte Scheiße.


    Das nächste absolut ohne irgendwelche Hintergedanken ausgewählte Thema ist: Kekse.