Beiträge von Thrawn

Die Kronen-Schneelande erwartet euch!


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    Es geht mir darum, dass seine Kontaktpersonen jetzt in Quarantäne müssten. Diese sagen nun aber, sie hätten alle Schutzmaßnahmen eingehalten. Also behaupten sie so gesehen tatsächlich, dass man sich zu nahezu 100% schützen kann.

    Ich glaube, was dabei abseits der exakten tatsächlichen Vorgaben übersehen wird, ist, dass die Frage, ob eine Person in Quarantäne muss, immer auch eine Abwägungs- und keine absolute Entscheidung ist bzw. sein kann, wodurch dann eben auch kein Widerspruch entsteht - eigentlich hast du mit der Systemrelevanz hier schon ein wichtiges Stichwort gegeben, nur ist es leider durch Spott und Ironie untergegangen. Wenn die Leute sagen, dass sie weiterarbeiten werden, dann sagen sie damit dementsprechend also nicht implizit, dass man sich durch Schutzmaßnahmen zu 100% schützen kann, sie sagen maximal, dass ungefähr geschätzt das Risiko, dass sie das Virus weiterverbreiten werden, durch die Schutzmaßnahmen genug reduziert worden ist, dass die Relevanz ihrer Tätigkeiten schwerer wiegt, was erst einmal auch plausibel erscheint, weil es um das Kabinett geht.

    Man könnte das natürlich trotzdem kritisieren, indem man entweder sagt, dass solche Abwägungsentscheidungen gar nicht getroffen werden sollten oder indem man anfechtet, dass in diesem Fall die Systemrelevanz schwerer wiegt. Ich weiß nicht, ob irgendjemand wirklich für das erste argumentieren will - ich glaube, das wäre unrealistisch bzw. aus pragmatischen Gründen nicht haltbar - und was das zweite angeht, kann ich halt nur wie oben schon gesagt erwähnen, dass es eben um das Kabinett geht und wir gerade so eine klitzekleine Krisensituation haben; daher fände ich es auch hier schwer, so zu argumentieren. In anderen Fällen ließe sich das wahrscheinlich eher begründen: Ich meine, wenn ich als WHK arbeitender Idiot Kontakt mit einer infizierten Person gehabt hätte, wäre es aus meiner Sicht wahrscheinlich selbst bei Einhaltung der Schutzmaßnahmen das wenn auch geringe Risiko nicht wert, für meine Professorin in die Bibliothek zu fahren und Bücher auszuleihen und dabei eben Kontakt mit anderen Menschen zu haben.

    Wie denkt ihr über Videostreaming?

    Finde ich grundsätzlich gut und gerade in der letzten Zeit macht es das Leben doch um Einiges erträglicher - in der letzten Zeit habe ich mit meiner Mitbewohnerin und ihrem Freund öfter abends Filme geguckt, was immer ganz nett war, wenn man sich dazu auch noch was gemeinsam kocht (oder gelegentlich bestellt, weil wir alle zu faul zum Kochen sind oder halt gerade nichts mehr da ist). Aber auch davon ab ist es so, dass ich wohl auch nicht immer das Geld ausgeben wollen würde, um mir das jeweilige physische Medium zu kaufen - tatsächlich ist auch irgendwie Platz ein Problem, weshalb ich analog auch bei Büchern jetzt auf einen Reader umgestiegen bin, auch wenn ich lieber etwas Greifbares hätte (und ja, ich könnte das auch verkaufen/verschenken, aber ich schaue/lese Sachen nach einiger Zeit immer ganz gerne noch einmal sofern sie mir wirklich gut gefallen haben).


    Welche Services habt ihr abonniert?

    Netflix, Amazon und Disney+ - Netflix teile ich mir mit meiner Mitbewohnerin und Disney+ halt mit mehreren Familienmitgliedern, sodass uns das jeweils dann doch sehr billig kommt. Muss allerdings sagen, dass ich bei Disney+ irgendwie wenig im Angebot habe, was mich interessiert. Star Wars ist da natürlich und dann eben noch ein paar Filme und vielleicht auch andere Serien, aber die ganzen Marvel-Filme zum Beispiel sind (bis auf wenige Ausnahmen wie etwa Guardians of the Galaxy) oft Fälle von "Schaue ich mir einmal an, ist ganz nett, dann halt nie wieder". Ich meine, ich will nicht sagen, dass die fast alle mies seien oder so, ich habe nur meistens keine Motivation, die noch einmal zu gucken und den Großteil kenne ich halt sowieso schon. Und diverse andere Sachen von Disney interessieren mich halt nicht wirklich - viele der Realverfilmungen etwa von den alten Zeichentrickfilmen sind anscheinend eh durchwachsen, aber ich habe oftmals zu den Originalen auch keinen Bezug, weil ich wenig bis gar nichts davon als Kind gesehen habe wie so viele andere (und wenn doch, war ich zu jung, um mich daran zu erinnern), also ist es da nicht einmal wirklich was mit Nostalgie. Ähm, ja. Ich merke gerade, dass ich Disney+ wohl hauptsächlich für Star Wars habe und weil's dank einer großen Familie so teuer nicht ist, hust.


    Wie denkt ihr über die Eigenproduktionen?

    Teils, teils, würde ich sagen, wobei mir spontan jetzt gar nicht wirklich viele Eigenproduktionen einfallen, die ich gesehen habe. Die schon vielfach hier erwähnte Serie The Boys habe ich ganz gerne gemocht - vermutlich, weil das eben mal ein anderer Take auf das Superheldenthema war, das mich wie eben geschrieben bei anderen Filmen mittlerweile eher ermüdet. Spontan fällt mir gerade noch Dark ein, die ich so ab ein paar Folgen in die zweite Staffel hinein ganz gut fand, aber ehrlich gesagt musste ich mich hier doch ein wenig durch das, was davor kam, quälen.


    Wie findet ihr, das Filmpreise Streamingproduktionen teilweise ausschließen?

    Ähm ... Nicht gut, I guess? Ich meine, wenn es gut ist, ist es doch egal, ob es jetzt fürs Streaming war, und einige dieser Produktionen sind ja durchaus qualitativ auf hohem Niveau.

    Antworten darauf habe ich schon gegeben, die hast du bist auf den Merchandise-Aspekt übergangen. Die Hauptalternative zum unvernünftigen Umgang mit Sponsoring und Werbung ist der vernünftige. Hinzu kommen noch andere Alternativen wie Patreon und co.

    Nein, das habe ich nicht, denn ich habe darauf hingewiesen, dass diese Alternativen nicht frei von Werbung und somit ebenfalls anfällig für Intransparenz, mithin also nicht per se überlegen sind (zumal sie auch spezifische Probleme haben können). Denn auch die communitybasierten Finanzierungsmodelle sind eben mit Eigenwerbung verbunden, logischer- und notwendigerweise. Ich habe auch nicht gesagt, dass sie (im gleichen Maße) problematisch sind bzw. sein müssen wie intransparente Werbung.

    Aber noch einmal: Ich verteidige hier gar nicht intransparente Werbung und sage auch nicht, dass sie alternativlos ist. Ich weise lediglich darauf hin, dass die Kritik hier oft mit zweierlei Maß erfolgt. Dafür ist es eigentlich vollkommen unerheblich, ob das Modell A, dass Youtuberin X verfolgt, richtig oder falsch ist; denn die Frage ist eher, ob Youtuber Y und Youtuber Z ebenfalls kritisiert werden, wenn sie doch ebenfalls Modell A haben, und woran es liegt, wenn das bei ihnen eben nicht passiert.

    Ja und? Wobei ist dabei das Problem? Man weiß ja, dass man dafür zahlt das Produkt rumzutragen?

    Ich sage nicht, dass das ein Problem sein muss, nur glaube ich, dass eine Diskussion über intransparente Werbung und Kommerzialisierung nicht ablaufen sollte, ohne diesen Aspekt bedacht zu haben - zumal der Punkt hierbei war: Ja, die Leute wissen, dass sie dafür bezahlen Aber wie viele denken wirklich darüber nach, dass sie sich damit selbst auch zur Werbefläche machen? Ganz analog wie sicher wenige daran denken, dass sie mit ihren neuen Adidas-Schuhen effektiv beim Tragen Werbung für den Hersteller machen, dürften hier auch viele (zumindest genug, dass es relevant ist) diesen Aspekt nicht im Kopf haben. Und damit sind wir dann durchaus bei der Frage, ob das nicht problematisch ist und ich fände es merkwürdig, diese Frage komplett auszusparen und ohne Diskussion zu sagen, dass das moralisch anderen Konzepten überlegen sei, denn es ließe sich hier eigentlich das Argument machen, dass das gleich in mehrerer Hinsicht intransparent sei.

    Wie gesagt: Muss nicht darauf hinauslaufen, dass das ein Problem ist. Aber es wäre auch hier eine Überlegung wert, ob die als unproblematisch betrachteten Finanzierungsmodelle wirklich ganz so unproblematisch sind, denn wie das vermeintlich Unpolitische oftmals bei näherer Betrachtung hochpolitisch ist, ist auch das vermeintlich Nichtkommerzialisierte bzw. vermeintlich nicht auf problematische Art Kommerzialisierte in Wirklichkeit (ggf. auf problematische Art) kommerzialisiert.

    Nein das letzte mal als ich nach dem Thema geschaut habe ging es nicht um den Umgang der Kanäle, sonder neben um die Kommerzialisierung. Unabhängig ob es Schmink-Content oder Let's Plays unabhängig davon ob es männliche oder weibliche Youtuber sind. Davor ging es um Copy-Right oder Rechte Youtuber.

    Das heißt obwohl vorher schon über rechte Tendenzen geschrieben wurde, kam die Kritik das wird weggekehrt. Und es hat vor euch nie explizit jemand über Beauty- oder weibliche Youtuberinnen geredet. Das heißt wenn hier niemals jemand es explizit auf Beauty bezieht sondern Werbung egal ob männlich oder weiblich und Kommerzialisierung egal ob Beauty oder was anderes und vorher über Rechte geredet wird, dann finde ich den Verweis unangebracht, weil es die Diskussion abtötet mit einem Vorwurf der gesamtgesellschaftlich ein großes Problem ist, hier aber nicht der Fall ist. Ich finds einfach sinnlos vorzuwerfen, dass es Hate ist über Kommerz zu reden und nicht über das rechte Youtube, wenn doch auch schon darüber geredet wurde und geredet wird.

    Mir ging es bei diesem Punkt generell um den ursprünglichen Beitrag von Maneki-Neko , den du zitiert hast. Ich persönlich - kann mich dabei natürlich irren - habe aus diesem Beitrag bzw. aus dem von dir zitierten Satz (und nur auf deine Reaktion auf diesen habe ich mich bezogen) eher Kritik an dem nun bereits hinlänglich diskutierten Messen mit zweierlei Maß und einer wenig nachvollziehbaren Prioritätensetzung bei Kritik an Youtuber*innen aus Kommerzgründen herausgelesen, etwas, womit du, wenn ich deine Beiträge richtig deute, auch kein Problem zu haben scheinst. Dass indes Kritik an Kommerz in jedem Fall gleich Hate sei, scheint meines Erachtens nach hier niemand behauptet zu haben, zumindest nicht in den letzten Tagen.

    Ich frage mich momentan einfach nur, wie es bei mir an der Uni weitergehen soll. Es gab den Plan, Präsenzveranstaltungen für Erst- und Zweitsemester abzuhalten, damit diese den Uni-Alltag kennenlernen. Einerseits frage ich mich, wie gut man den Uni-Alltag wirklich kennenlernt, wenn die anderen Studierenden halt komplett fehlen, aber davon ab frage ich mich auch infektionsschutztechnisch, wie sinnvoll das ist. Gerade Erstsemesterveranstaltungen sind halt stark besucht (ein paar davon am gleichen Tag und die Anzahl der Leute, die sich überhaupt an der Uni aufhalten dürfen, wird überschritten) und die letzten Jahre hatten zumindest die Philosophiehörsäle kaum genug Sitzplätze, vom Mindestabstand jetzt mal ganz zu schweigen. Fenster, die man öffnen könnte, haben die nebenbei bemerkt auch nicht. Man könnte natürlich die Studierenden zumindest im Zweiwochentakt rotieren, aber nach allem, was ich gehört habe, fehlen überhaupt zu so etwas oder Vergleichbarem die Konzepte. Vermutlich wird's ein riesiges Organisationschaos, sofern man sich jetzt nicht auch im Angesicht steigender Zahlen wieder kurzfristig darauf einigt, doch wieder nur Online-Lehre zu machen. Aber auch davon ab: An den wenigen Tagen in den Semesterferien, an denen ich zur Uni musste, waren die öffentlichen Verkehrsmittel eigentlich auch schon zu voll. Wenn die Veranstaltungen starten, ist das noch mal etwas anderes, zumal auch an den Strecken der Verkehrsmittel noch Schulen liegen. Soweit ich gehört habe, gibt es da auch keinen Plan zum Ausbau von Kapazitäten.


    Insofern - irgendwie alles doof.

    Naja erstens gibt es ja kein Menschenrecht mit Youtube Geld zu verdienen egal ob mit Let's Plays oder mit Schminkvideos.

    Ja, aber das legt gerade den Fokus ein wenig falsch. Die Sache ist: So bald ich arbeite, will ich dafür gerne bezahlt werden. Nun macht natürlich nicht jede Person YouTube zum Beruf, aber wenn man das machen kann und es auch machen will, dann ist es vollkommen verständlich und auch notwendig, damit Geld zu verdienen. Man muss dann eben Wege finden, wie das geht, und das läuft nun einmal praktisch ausschließlich über Werbung.

    Darüber hinaus gibt es natürlich Alternativen. Wie gesagt ist Werbung und Sponsoring an sich von mir nicht kritisiert worden. Das ist an sich ja okay, ich kritisiere die exzessive und intransparente Art und Weise. Deswegen ist eben diese die Alternative. Als alternative zum kritikwürdigen Umgang mit Sponsoring und Werbung gibt es den, der es eben nicht ist.

    Als Alternative dazu gibt es übrigens auch Community-basierte Finanzierungsmöglichkeiten wie Patreon und co. Wenn sich ein Internetsender wie Rocketbeans mit einer Kombi aus Merchandise, Community-Finanzierung, Sponsoring und Werbung halten kann und über 100 Mitarbeiter beschäftigt und verschiedenste Formate mit beinahe Fernsehqualität in Studios produziert, so kann man durchaus sagen, dass eine Einzelyoutuberin es nicht nötig hat eine 250€ mit Affiliate-Link der 10% abwirft zu verlinken damit ihre Minderjährigen Käufer ihr somit hunderttausende zuscheffeln.

    Mag sein, aber: In diesem Fall ist das nicht wirklich "ohne Werbung". Es ist mit Werbung, nur dass man selbst die Marke ist, die man promotet. Das kann moralisch unproblematischer sein als etwa intransparente Werbung für irgendein Großunternehmen, muss es aber nicht. Gerade bei Merchandise müsste man sich eigentlich des Umstands bewusst sein, dass der Kauf von Produkten mit einem Logo drauf nicht nur finanzielle Unterstützung bedeutet, sondern einen oftmals auch selbst - etwa im Falle von Pullovern - zur Werbefläche für die fragliche Marke macht. Böse ausgedrückt: Jemand, der einen Hoodie mit dem Rocketbeans-Logo drauf kauft und in der Öffentlichkeit trägt, zahlt effektiv dafür, Werbung machen zu können.

    Wie nötig übrigens einzelne Personen dies und das haben, will ich hier nicht beurteilen. Ich gehe aber eigentlich davon aus, dass auch hinter (vermeintlichen) Einzelpersonen ein Management steht etc. Ohne genauere Informationen bin ich hier vorsichtig damit, zu beurteilen, was jemand dahingehend braucht und was nicht.


    Aber, in der Hinsicht und auch noch einmal allgemein: Du scheinst dich daran zu stören, dass behauptet würde, man dürfte Kommerzialisierung nicht kritisieren (bzw. du dürftest es nicht). Das ist nun, wie ich es wahrgenommen habe, nicht der eigentliche Punkt gewesen. Stattdessen wurde meiner Einschätzung nach einfach darauf hingewiesen, dass sich hinter der "Kritik" an einigen Personen selbst dann, wenn es valide Kritikpunkte geben sollte, nun einmal sehr oft etwas anderes verbirgt. Das ist ein systematisches Problem. Natürlich kannst du einzelne Kanäle trotzdem für Kommerzialisierung kritisieren, wenn du möchtest. Hindert dich keiner dran. Und wenn du selbst auch wirklich hinterfragst, weshalb du das machst und ob du dabei nicht doch bestimmte Gruppen auslässt und zu dem Schluss kommst, dass da bei dir kein Problem vorliegt, bin ich erst einmal auch nicht in der Position, daran zu zweifeln. Aber wie gesagt: Es geht hier weder um dich, noch wirklich um einzelne Kanäle, sondern um ein systematisches Problem im Umgang mit bestimmten Kanälen, das darin besteht, dass manche Leute einfach aufgrund einer Gruppenzugehörigkeit oder aber aufgrund ihres Contents gehatet werden. Und dass das passiert, ist meiner Ansicht nach absolut offensichtlich; es geht im Übrigen auch nicht mit der Behauptung einher, dass es keine berechtigte Kritik an Kommerzialisierung geben kann.1 Insofern: ich bin mir nicht sicher, ob irgendejmand hier überhaupt das behauptet hast, gegen das du gerade argumentierst.


    1Im Falle einer bestimmten Kritik an einem bestimmten Kanal könnte man natürlich eruieren, ob es sich um Hate oder berechtigte Kritik handelt. Aber darüber hinaus besteht wie in meinem vorherigen Beitrag angedeutet auch noch die Problematik der Frage, wie oft sich Kritik gegen bestimmte Personen richtet und gegen andere eben nicht. Denn wenn ich hundert berechtigte Kritiken an einer weiblichen Youtuberin lese und gleichzeitig aber merke, dass die Kritiker*innen bei einem YouTuber, dem man die gleichen Vorwürfe machen könnte, einfach nur die Achseln zucken und sagen "Ja, äh, irgendwie auch doof, aber mir eigentlich egal", dann liegt dennoch ein Sexismusproblem vor, selbst wenn die Kritik grundsätzlich berechtigt wäre. Eine Einzelfallbetrachtung der Kritiken würde dieses Problem nebenbei bemerkt natürlich niemals offenlegen.

    Jeden Tag passiert in der Welt ungeheuer viel, und es ist mitunter gar nicht so leicht, all diesen Ereignissen und Veränderungen zu folgen. Dennoch ist es wichtig, informiert zu bleiben, nicht zuletzt, weil dies als wichtig für mündige politische Teilhabe und Diskussion erachtet wird. Um diesem Ziel gerecht werden zu können, entwickelt der Mensch daher immer wieder neue Wege, um sich über das Geschehen in der Welt auf dem Laufenden zu halten.


    Dementsprechend möchten wir diese Woche von euch wissen, woher ihr eure Nachrichten bezieht. Lest ihr noch Zeitung, greift ihr lieber auf digitale Medien zurück oder verlasst ihr euch darauf, dass euer Umfeld euch schon alles Wichtige mitteilt?


    Weiterführende Diskussionen über die Wichtigkeit der Informiertheit für politische Prozesse können in diesem Thema geführt werden:

    Die Rolle der Bürger und Medien in der Demokratie

    Da erstellst du gerade eine künstlich dichotome Haltung. Als könnte man nicht sowohl das eine als auch das andere kritisieren. Auch ist die Kritik an solchen Youtube-Stars dann direkt Hate. Das heißt sobald ich Kommerzialisierung und damit verbundene Beeinflussung von Jugendlichen und Kindern auf kommerzieller Ebene kritisiere, bin ich direkt deren Hater und dann ignoriere ich automatisch die noch schlimmer Beeinflussung der neuen Rechten auf Youtube? Wieso das denn?

    Ich greife das mal auf, auch wenn ich nicht Teil der Diskussion bin, weil ich mir ehrlich gesagt nicht sicher bin, ob die dichotome Haltung - jetzt nicht unbedingt konkret auf dich bezogen, sondern allgemein - ganz so künstlich ist. Ich persönlich mag übermäßige Kommerzialisierung, insbesondere wenn sie intransparent ist, auch nicht. Aber dennoch würde ich meinen, dass es in diesem Fall durchaus sinnvoll ist, mal einen Schritt zurück zu machen und zu schauen, wer wen weshalb kritisiert bzw. eben nicht kritisiert.

    Denn es ist doch so: Kommerzialisierung und Werbung sind allgemeine Phänomene, die sich durch ganz YouTube und auch durch andere Medien, eigentlich sogar durch die gesamte Gesellschaft ziehen. Dass es sie überhaupt gibt, ist Resultat des Umstands, dass man irgendwoher halt die Mittel zum Leben bekommen muss und gerade für die Leute, die ihr Geld mit Content auf YouTube verdienen, keine Alternative zu ebendieser Werbung und Kommerzialisierung besteht. Dementsprechend könnte man die Frage eigentlich sogar wieder als Systemfrage verhandeln; wenn man das aber nicht macht, besteht eben die Grundsituation, dass alle Personen erst einmal in diesem System der Kommerzialisierung drinstecken und dementsprechend auch erst einmal gleich behandelt werden sollten, wenn sie eben gleichermaßen Werbung in ihre Videos einbauen, also gleichermaßen kritisiert werden sollten.

    Die sich daran anschließende Frage ist dann also: Werden sie das auch? Ich persönlich erlebe das nicht so. Alle scheinen sich einig zu sein, dass Schminkyoutuber*innen doof sind und intransparente Werbung machen, aber viele Let's Player, die im Grunde schon per se Werbung für das präsentierte Spiel machen, die ebenfalls nicht als solche gekennzeichnet und auch nicht unbedingt für Kinder als solche erkennbar ist, werden im Gegenzug ignoriert. Man könnte durchaus in einigen Fällen mal fragen, ob nicht einfach nur die kritisiert werden, die ein leichtes bzw. schon lange vorher erklärtes Ziel sind. Eine Youtuberin, die Schminktipps gibt, ist dahingehend in einer von lauten männlichen Gruppen geprägten Onlineszene natürlich dann eher der Stein des Anstoßes, schon allein deswegen, weil ihr Content nun einmal salopp ausgedrückt nichts für das Patriarchat und vielmehr dessen Hassobjekt ist. Es mag in dem Fall dann sein, dass die Youtuberin tatsächlich intransparente Werbung macht; aber das ist dann eigentlich nur ein Vorwand, und in Wirklichkeit geht es um Sexismus, der sich dann - ja, ganz richtig - als Hate äußert.

    Der Verweis auf die recht(sextrem)e, ultrakonservative Seite von Youtube ist vor diesem Hintergrund ebenfalls durchaus angebracht: Denn wenn ein paar Kinder von intransparenter Werbung für irgendein Scheißprodukt beeinflusst werden, ist das - insbesondere eben vor dem Hintergrund, dass so etwas ja nicht einmal nur auf YouTube, sondern überall passiert1 - noch relativ verkraftbar. Problematischer hingegen ist die gezielte Radikalisierung ebendieser Kinder - dementsprechend wäre es durchaus seltsam, wenn Zeit und Energien hauptsächlich dafür aufgewandt würden, ein paar Youtuber*innen wegen blöder Werbung von der Plattform zu ekeln als sich um die mittlerweile doch durchaus ausgeweiteten Radikalisierungsstrukturen zu kümmern.2 Dementsprechend sollte man auch immer mal sich selbst hinterfragen: Habe ich mich in der letzten Zeit eher über die Rechten auf Youtube aufgeregt oder mir mal wieder ein paar eher harmlose Youtuber*innen als Ziel ausgesucht? Und wenn die Antwort dann lautet, dass es doch die Letzteren sind, dann kann man sich weiter mal fragen, warum das so ist.


    1Man könnte vor dem Hintergrund etwa auch eher noch über die Kommerzialisierung in Filmen reden oder über die implizite Werbung für das Militär in jedem zweiten großen Actionblockbuster.

    2Ein zu geringer Fokus auf die ultrarechten Kanäle würde unter anderem gerade vor dem Hintergrund verwundern, dass diese nicht nur radikalisieren, sondern auch in der Regel selbst extrem kommerzialisiert sind mit einem Haufen Werbepausen o.ä. Tatsächlich sind solche Kanäle enorme Nutznießer der Werbung und werden effektiv auch durch die Algorithmen begünstigt, da ihre Videos nun einmal tendenziell dazu führen, dass Leute in einen immer weiteren Sog aus ähnlichen Inhalten geraten. Dementsprechend wären diese Kanäle eigentlich auch dann, wenn es wirklich nur um Kommerzialisierung ginge, die viel sinnvolleren Ziele der Kritik.

    Ich glaube, ich habe hier noch nie kommentiert, also mache ich das mal heute für das Gedicht "Beschwert".


    Das Gedicht fand ich eigentlich ziemlich witzig, insbesondere nachdem ich mir den Hintergrund durchgelesen hatte - beim Thema "Kritischer Frosch" wäre ich selbst wohl ein wenig überfordert gewesen; umso besser, dass du da spontan eine gute Idee zu hattest. Denn der an allem herummäkelnde ältere Herr passt doch irgendwie ziemlich gut zu dem Stichwort, wenn man es sich recht überlegt, auch wenn man selbst - wie ich - da jetzt nicht drauf gekommen wäre. Die Verortung dieser Person in einem Konzert ist dann ein weiterer lustiger Einfall, der für einige komische Situationen sorgt: Da ist etwa die Tatsache, dass er nach anfänglicher Kritik von den anderen Zuhörern erst einmal zum Schweigen gebracht wird, aber auch die kleine Subversion, dass er sich normalerweise durch tatsächliche Lautkundgebungen kritisch äußert, es aber im Falle des Applauses zwangsläufig durch Schweigen tun muss - ich frage mich, ob das nicht bei ihm sogar zu einem inneren Konflikt führen müsste, weil er sich lieber lautstark beschwert, was aber im Jubel auch nichts bringt und gegenteilig interpretiert werden könnte. Was ich rein formal mag, ist auch die wiederkehrende Form, in der der Anfangsvers immer ein Binnenreim und damit durchaus melodisch ist, worauf dann nur das simple "er quakt" oder "er schweigt" folgt - das kontrastiert sehr schön eine plumpe Antihaltung mit dem eigentlich komplexeren Geschehen. Wobei die Binnenreime nicht immer ganz sauber sind, wie vielleicht auch manchmal die Wortstellung in den Sätzen. Möglicherweise steckt dahinter aber auch ein wenig bewusste Überspitzung in Hinblick auf die Konzertsituation, in der vielleicht doch auch ein wenig Affektiertheit und Aufgesetztheit bei den anderen Zuhörern zu finden wäre (ich denke da jetzt gerade an einen Haufen Leute aus der Upper Class mit Monokel im Auge und Champagner in der Hand). In der Hinsicht wäre der "Frosch" vielleicht sogar ein wenig sympathischer, weil er eben genau diese Pseudo-Idylle stören und durchbrechen würde. Ob das so interpretiert werden kann/soll, weiß ich natürlich nicht, aber der Gedanke kam mir gerade spontan. So oder so gefällt mir das Gedicht jedenfalls.

    Beim Titel war ich ein wenig am Rätseln, weil ich "beschwert" zunächst als unvollständiges Verb interpretiert habe (von "er beschwert sich" oder "er hat sich beschwert") und da ein Nomen wie "Beschwerde" irgendwie eleganter, weil "vollständiger", gefunden hätte. Vielleicht steht hier "beschwert" aber auch im Gegensatz zu "unbeschwert" oder so, dann wäre das jetzt mehr ein Adjektiv, das für sich allein stehen kann und aber zugleich auch die Doppeldeutigkeit zu den oben erwähnten Verbformen hat. Ich bin nicht sicher, ich fand den Titel irgendwie auf Anhieb ein wenig ungewohnt, aber vielleicht geht das auch nur mir so.


    In diesem Sinne, schönen Sonntag noch und ich hoffe, du schreibst so schön weiter!

    Hi und schönen Sonntag!


    Ich habe mir ja schon vor ein paar Tagen mal dein letztes Gedicht #bodyshaming durchgelesen und dachte, ich könnte auch kurz dazu etwas sagen. Es ist natürlich ein bisschen schwierig, weil ich nie weiß, was ich zu humoristischen Sachen sagen soll, das sie nicht erklärt und dadurch "ruiniert". Hintergrund und Thema sind mir auf jeden Fall aber schon einmal vertraut, auch wenn ich eher der Typ bin, der seine wissenschaftlichen Arbeiten nicht aufschiebt - allerdings merke ich es dann immer doch, wenn ich davor sitze, dass ich eigentlich was anderes machen will und anfange, mich selbst von der Arbeit abzulenken, auch wenn ich am Ende des Tages was zustande gebracht habe.

    Das Gedicht deutet ja insgesamt das Wort "bodyshaming" ein wenig um, was hier eigentlich auch ganz gut passt, wenn man bedenkt, dass der Begriff "body" sich im Englischen ja auch auf Texte beziehen kann. Derartige Wortspiele ziehen sich dann ja auch durch den Text durch - etwa bei der "zarten Gliederung" oder wenn es darum geht, dass der Text zu "dünn" ist, aber eben nur "rein inhaltlich", und am Ende wird mit der Deadline geflirtet, was in dem Kontext natürlich auch zweideutig ist. Hinzu kommt dann eben, dass klischeehafte und doofe Anmachmaschen parodierend aufgegriffen werden, die darin bestehen, das Gegenüber herabzuwerten - im Grunde ist das ja ein "Beleidigungskompliment" - eben das bodyshaming -, das da gemacht wird (und nachdem das nicht zieht, geht man halt direkt zur nächsten Person über, der Deadline). Ich konnte mir das tatsächlich sogar bildlich vorstellen, als ich das gelesen habe.

    Letzten Endes ist es diese unerwartete Verknüpfung einer derartigen Aufreißmasche mit dem klassischen Prokrastinationsthema, die die Komik des Gedichts für mich ausmacht, und diese finde ich eben auch über die ganzen kleinen Zweideutigkeiten wirklich gut ausgearbeitet. Und auch wenn das jetzt nach Gedichtanalyse in der achten Klasse klingen mag, aber besonders ins Auge gestochen ist mir noch die Alliteration mit den "windigen Worten", die gibt dem Ganzen imo noch einen lustigen Dreh.


    Was ich dann auch noch gut finde, ist, dass du das Gesamtkunstwerk nicht nur im Gedicht selbst, sondern auch im Hintergrundtext noch durchziehst. ;)


    Das war's dann von mir, schönen Sonntag noch!

    Zur Information: Es gibt eine Änderung im Zeitraum, innerhalb dessen eine Medaille beantragt werden kann - bisher musste eine Beantragung immer in der gleichen Woche erfolgen, in der auch die Aktivität erbracht worden ist, mit der man sich Medaille verdient. Mit der ab dieser Woche in Kraft tretenden Änderung können Medaillen für eine Woche nun auch noch am Montag der darauffolgenden Woche beantragt werden.


    Beachtet hierbei, dass das nur eine Änderung des Kulanzzeitraums für die Beantragung der Medaille ist und nicht für die dafür erforderlichen Aktivitäten. Des Weiteren ist es auch mit dieser Änderung empfehlenswert, die Medaille möglichst in der Woche zu beantragen, in der auch die fragliche Aktivität stattgefunden hat.

    Wie bereits im allgemeinen Informationsthema zu den Medaillen angekündigt worden ist, können Medaillen ab Kalenderwoche 41 dieses Jahres auch noch am Montag der darauffolgenden Woche beantragt werden. Beachtet hierbei aber, dass das lediglich als erweiterter Kulanzzeitraum für die Beantragung zu verstehen ist - eine Aktivität muss nach wie vor in der entsprechenden Kalenderwoche erbracht werden. Da es sich zudem um eine Kulanz handelt, sollten Beantragungen weiterhin möglichst in der Kalenderwoche erfolgen, in der ihr auch die jeweiligen Verteilungsbedinungen für eine Medaille erfüllt habt.

    Ich habe gerade sowieso nicht viel zu tun, also wollte ich kurz mal dein letztes Gedicht kommentieren.


    Also, rein inhaltlich geht es offenbar darum, dass zwei Personen wieder zueinanderfinden, die sich wohl irgendwann aus den Augen verloren haben - man kann jetzt natürlich nur spekulieren, wie genau das vonstatten gegangen ist, aber das dürfte insgesamt auch nicht so wichtig sein. Ich nehme mal an, dass es auch eher um eine Beziehung romantischer Natur geht als um eine Freundschaft (wegen "ihre Herzen vereint", was ja eher Ersteres impliziert).

    Ich finde es dabei gut, wie du zunächst die beiden Personen jeweils in ihrer Aufmerksamkeit aufbaust. Die Sprache ist hier sehr stark, wenn es direkt mit dem Alleinsein im ersten Vers anfängt und dieses im zweiten Vers noch einmal durch "alles still, alles so leer" präzisiert wird; die Leere könnte man an der Stelle eigentlich auch nicht als eine äußere Leere des Raumes deuten, sondern insbesondere auch als eine innere Leere der Person selbst. Der vorletzte Vers der ersten Strophe unterstreicht das dann noch einmal besonders durch "Verlassen, einsam, allein" - die drei Synonyme sorgen hier für eine starke Betonung.

    Die Darstellung des Er ist dann ein wenig kürzer, aber ich erkenne hier als Bezug zur ersten Strophe die "Probleme" als Parallele zu den "Sorgen", woran sich auch jeweils anschließt, dass die jeweilige Person niemanden zum Reden hat. Auffällig ist dabei auch vielleicht, dass beide Personen mit ihrer Einsamkeit unterschiedlich umgehen - sie "sitzt", er "läuft". Wobei das vielleicht aber auch dem Umstand geschuldet sein könnte, dass er bereits auf der Suche nach ihr ist, das wäre grundsätzlich auch möglich - vielleicht ist sie in der dritten Strophe auch schon unterwegs, weil da im ersten Vers ihr Blick in den Himmel geht und das bietet sich vielleicht eher draußen an (aber es gibt in Räumen ja auch Fenster, also vielleicht sitzt sie noch drinnen und guckt einfach hinaus), Am Ende jedenfalls steht die Vereinigung und hier finde ich insbesondere das Spiel mit "einsam" und "gemeinsam" sehr eindrucksvoll, weil beide Wörter so unterschiedlich ja nicht sind, aber eher entgegengesetzte Bedeutungen haben.

    Was den Lesefluss angeht, bin ich ehrlich gesagt dreimal ein bisschen gestolpert. Das erste Mal ist beim Vers "gab ihr einen Stich" - ich glaube, das liegt im Wesentlichen hier aber nur daran, dass ich das nur als Redewendung "einen Stich versetzen" kenne und es daher ungewohnt zu lesen war (will jetzt aber nicht vorschlagen, dass das ausgetauscht werden sollte, zumal es dann auch einen Bruch in der Verslänge im Vergleich zum vorherigen Vers bedeuten würde).

    Die anderen zwei Male sind die Verse "Niemand da, mit dem er konnte reden" und "Sie wusst' nun, was war zu tun" - ich glaube, hier liegt das einfach ein wenig an der eher ungewöhnlichen Wortstellung, beim zweiten kommt vielleicht noch hinzu, dass es ein Binnenreim mit alternierender Länge der beiden Binnenverse ist. Ich wüsste da jetzt aber jeweils auch nicht, ob bzw. wie man das signifikant verbessern könnte,, zumal Änderungen beim zweiten Beispiel auch schnell den Binnenreim ruinieren würden.

    Insgesamt finde ich das Gedicht jedenfalls aber sehr eindrucksvoll, weil wie gesagt der Zustand der jeweiligen Einsamkeit der beiden Personen sehr eindrucksvoll dargestellt wird. Außerdem mag ich den positiven Dreh am Ende.


    Das war's dann kurz von mir - ich hoffe, es ist zumindest irgendwie hilfreich, auch wenn ich jetzt nicht wirklich viel Konstruktives beitragen konnte. Ansonsten weiterhin frohes Schreiben!

    Bitte fragt nicht, denn ich habe keine Antwort.

    Beschreibung von fünf Nasen

    Es dürfte korrekt sein, dass Merkels Hochrechnung nicht genau wiedergibt, wie sich die Zahlen entwickeln werden und dass erhebliche Abweichungen davon möglich sind. Das Ganze aber so hinzustellen, als habe Merkel eine möglichst präzise Prognose abgeben wollen, ist zugleich eine eklatante Fehlwahrnehmung der eigentlichen Situation. Nach den in den Medienberichten geschilderten Kontexten zu urteilen ging es offenbar um die Vermittlung der Anstiegsgefahr, die nun im Herbst und Winter droht. Man kann natürlich kritisieren, dass zur Illustration dessen auf eine sehr hohe Zahl zurückgegriffen wurde (ich glaube persönlich, dass vorsichtiger geschätzte Zahlen eine ähnliche Signalwirkung gehabt hätten und glaube zudem, dass Unsicherheiten generell stärker kommuniziert werden sollten), aber es wäre vermutlich falsch, es so darzustellen, als sei Merkel der Ansicht, damit eine absolut korrekte Prognose abgeliefert zu haben oder als sei das ihr Ziel gewesen; das scheint doch eher ein Strohmann zu sein, mit dem man es sich selbst leichter machen will.


    Im Zuge dieser Kritik müsste man übrigens, wenn man fair sein will (bitte nicht immer vergessen, dass "kritisch hinterfragen" auch Fairness und Selbstkritik miteinschließt), zumindest auch eingestehen, dass nun in der Tat aus verschiedenen Gründen ein Anstieg droht. Stattdessen wurde hier aber offenbar versucht, diesen Anstieg zu verneinen und mit schwachen Argumenten und Falschaussagen über die Funktionsweise des Immunsystems wegzudiskutieren, die in der darauffolgenden (eher nötigen) Diskussion zu Recht debunkt wurden.

    Na und? Nur weil es ein Videospiel ist heißt es nicht schlecht ist. Es werden auch Virologen das Spiel zocken, also weckt es allen das Interesse und dieses Spiel zeigt auch Unterschiede auf zwischen den verschiedenen Krankheiten und man Krankheiten einen Namen geben.

    Kann sein, aber darum geht es nicht. Du hast das Spiel erwähnt als Reaktion auf das Argument, dass sich Impfstofftestphasen mit Geld nicht beschleunigen lassen. Ich nehme mal an, in diesem Spiel wird es anders dargestellt, aber es sollte wohl klar sein, dass dies spielmechanische Gründe hat und nicht eine Abbildung der Realität ist. Nimm also bitte nicht ein Videospiel mit äußerst schwachem Bezug zur Realität als Beweis für die These, man müsse nur mehr Geld in die Impfstoffforschung pumpen und dann sei er nach einer Woche oder so auf dem Markt erhältlich.