Beiträge von Krissi6000

    Oh Mann! Eine Ewigkeit ist es her, dass ich hier was geschrieben habe! Bevor das alles endgültig einstaubt, kommt mal wieder was neues von mir.
    Ich versuch mich gerade an was ganz Neuem. Zumindest für mich...
    Dafür müsst ihr allerdings mitmachen. Eigentlich ganz leicht. Schreibt einfach ein Wort und beantwortet folgende Frage: Licht oder Schatten? Mag jetzt gerade keinen Sinn machen, deshalb noch ein Beispiel.


    Schmetterling -> Schatten


    Es war ein warmer Sommertag. Ein blondes Mädchen saß in einem blühenden Garten. Es hielt die Augen geschlossen und summte leise vor sich hin. So merkte es nicht, dass etwas es lautlos umkreiste. Ein Schmetterling mit schwarzem Körper und Flügeln, dunkel wie getrocknetes Blut. Rubinrote Augen blickten tückisch von den Schwingen.
    Die Vögel, die eben noch gesungen hatten, verstummten abrupt, weshalb das Mädchen die Augen aufschlug. Staunend musterte es den Schmetterling, der sich auf seinem Knie niederließ. Kurz saß er da, erhob sich, umschwirrte seinen Kopf und landete erneut. Einige Male wiederholte er dies, ehe er Richtung Wald davonflog. Wie in Trance stand das Mädchen auf und folgte dem Insekt in den nahen Wald.
    Golden schien die Sonne durch das Blätterdach und sprenkelte den Boden. Immer tiefer bewegte sich das Mädchen in den Wald , wobei es nicht zu bemerken schien, dass das strahlende Sonnenlicht zu einem nebeligen Zwielicht wurde, ehe es gänzlich verblasste. Mit dem Licht verschwand auch die Wärme und die Luft kühlte sich rasend schnell ab. Schließlich lichtete sich der Wald und das Mädchen stand auf einer kleinen Lichtung. Der Schmetterling umschwirrte ein letztes Mal seinen Kopf, ehe er im Nachthimmel verschwand.
    Zitternd erwachte das Mädchen aus seiner Trance. Ängstlich sah es sich um. Die blauen Augen füllten sich mit Tränen, als es erkennen musste, dass es sich verlaufen hatte. "Keine Angst", ertönte mit einem Mal eine sanfte Stimme. Aus der Dunkelheit löste sich eine Gestalt. Die Frau war blass, die Haare tiefschwarz mit einem rötlichen Schimmer. Ihr Kleid umfloss sie wie lebendiger Schatten. Ein Schmetterling löste sich aus der Nacht und landete anmutig auf ihren ausgestreckten Fingern. Einen Moment lang schienen die Beiden eine Art stumme Zwiesprache zu halten, dann hob sie den Blick und sah das Mädchen direkt an. Wie Rubine glommen ihre Augen in der Dunkelheit. "Es wird auch nicht lange dauern", versprach sie. Hektisch sah sich das Mädchen nach einer Fluchtmöglichkeit um, doch es war zu spät. Die Dunkle entblößte ihre schimmernden Fangzähne.
    Flatternd verklang der Herzschlag des Mädchen, flüchtig wie der Flügelschlag eines Schmetterlings...

    Oh Mann!
    Keine Antwort und auch sonst nichts.
    Hab im Moment auch nicht viel geschrieben, deshalb jetzt eine meiner ersten KGs, die ich letztens gefunden habe.




    Aufeinanderprallen der Urgewalten


    Das Land erbebte. Der Boden riss kreischend auf. Ein riesiges rotes Wesen erhob sich aus der Erdspalte: Groudon.
    Er warf einen Blick zum Meer, denn dort lauerte die Gefahr. Auch das Wasser war unruhig. Es brauste und toste. Wütend warf Groudon einen Felsblock in diese Richtung. Aus der Teife des Meeres erhob sich nun ein blaues Wesen. Sein Erzfeind: Kyogre.
    Wasser spritzte von den Flügeln diese Wesens. Groudon knurrte. Wie eingebildet Kyogre doch war. Dann warf er den Kopf zurück und brüllte herausfordernd. Der Boden erzitterte. Gewaltige Wassermassen türmten sich zu einer riesigen Wand vor Kyogre auf. Die Herausforderung war angenommen. Der Krieg hatte begonnen.
    Tagelang wüteten die Urmächte. Tsunamis, Erdbeben und Vulkanausbrüche machten sämtlichen Wesen der Umgebung das Leben zur Hölle. Tausende starben oder wurden verletzt. Nun regierte das Chaos.
    In Panik rannten die Menschen herum. Auf der Straße weinte ein kleines Mädchen. Ihre Schwester versuchte sie zu trösten. Plötzlich stürzte die Wand neben ihnen ein. Verzweifelt hob das ältere Mädchen den Kopf. Herr Arceus, betete sie stumm, rette meinen Schwester. Dann stieß sie die Kleine beiseite, schloss die Augen und wartete auf den Tod.
    Doch wie durch ein Wunder geschah nichts. Vorsichtig öffnete sie ihre Augen wieder und erschrak. Die Mauer schwebte direkt über ihr in der Luft! Und darüber, hoch am Himmel, flog Rayquaza, der König des Himmels.
    Arceus hat dich erhört, sagte die riesige grüne Schlange telepathisch. Dann wandte sie sich in Richtung des Meers.
    Euer Treiben habe ich lange genug geduldet. Ihr seid zur falschen Zeit erwacht! Schlaft weiter und hört auf, diese Welt in eurem Zorn zu vernichten!!!
    Nichts geschah. Da brüllte Rayquaza wütend auf. Urplötzlich war alles still. Die Menschen verbargen sich ängstlich und selbst Groudon und Kyogre erzitterten bei diesem Laut und hielten inne.
    Gehorcht mir!, knurrte Rayquaza. Es ist nicht die Zeit zum Kämpfen!
    Es gab einen gleißenden Lichtblitz und alle drei Pokemon waren verschwunden.


    10 Jahre später...
    Eine junge Frau spaziert mit einem vielleicht 16-jährigen Mädchen den Strand entlang. Das Meer ist ruhig, die Sonne scheint und auch in der Stadt ist nichts mehr von der großen Katastrophe zu sehen.

    Moin Leute, ich meld mich dann auch mal wieder mit nem neuen Text.




    Der Hüter des Waldes


    Es war ein schöner Sommerabend. Als die Sonne rot am Horizont verschwand, fuhren die Waldarbeiter zurück in die Stadt. Sie bemerkten nicht, dass ihnen ein kleines Wesen hinterhersah. Der Hüter des Waldes: Celebi.
    Traurig erinnerte er sich an früher. Damals hatten die Menschen ihn mit Ehrfurcht behandelt. Sie hatten manchmal ein paar Bäume gefällt, aber nur so viel, wie sie zum Leben brauchten. Doch mittlerweile zerstörten sie sein Reich ohne Gewissensbisse. Sie hatten ihn vergessen. Nur einige wenige erinnerten sich noch, während die meisten ihn verspotteten, zum Beispiel indem sie das letzte große Stück Wald "Celebis letzte Ruhe" nannten. Auch die Waldarbeiter waren nicht besser.
    "Celebi wird schon nichts dagegen haben!" sagten sie, wenn sie einen weiteren Baum fällten und lachten.
    In diesem Moment fasste Celebi einen Entschluss. Er wollte sich nicht rächen, denn schließlich waren nicht alle Menschen böse. Aber er wollte sein Reich schützen und würde es den Menschen von nun an verweigern. Kaum hatte er den Gedanken zu Ende gedacht, da war bereits eine riesige, undurchdringliche Dornenhecke um den gesamten Wald gewachsen. Niemand konnte ihn mehr betreten. Wer es versuchte, blieb in den Dornen hängen und starb.
    Die Menschen sprachen leise, im Flüsterton von der Macht Celebis. Es war genau das geschehen, was dieser nicht gewollt hatte. Die Menschen fürchteten ihn. Sie zogen sich zurück, ja sie flohen vor ihm.
    Nun wanderte Celebi bei Sonnenuntergang durch den Wald und vermisste die Menschen, die friedlich durch sein Reich gewandert waren. Er schwebte durch verlassene, von Pflanzen überwucherte Straßen, denn mitlerweile hatte die Natur sich die Stadt zurückerobert. Da hörte er plötzlich ein leises Weinen. Neugierig folgte er dem Laut in ein verlassenes Haus. Dort saß ein Mädchen auf dem Boden.
    Hallo! Was tust Du hier? fragt er.
    Erschrocken sah das Mädchen auf. Sie wich zurück und flüsterte: „Bitte tu mir nichts! Ich bin nicht mit Absicht hier" Celebi kam vorsichtig näher.
    Hab keine Angst. Ich tue Dir nichts. Ich bin Celebi, der Hüter des Waldes. Und wer bist Du?
    „Ich bin Mia", sagte das Mädchen. "Aber Du kannst nicht Celebi sein. Er bestraft die Menschen, weil sie zuviele Bäume gefällt haben!"
    Aber nein, ich wollte Euch nie bestrafen, Mia, im Gegenteil! Ich vermisse die Menschen, die friedlich durch meinen Wald wanderten. Ich wollte immer nur mein Reich schützen. Aber was tust Du eigentlich hier?
    „Ich habe mich mit meinen Eltern gestritten, weil sie mir verboten haben, hier in der Nähe zu wandern. Dann bin ich weggelaufen und durch eine Lücke in der Hecke hier reingekommen, aber jetzt finde ich nicht mehr zurück"
    Das ist okay, ich zeige Dir den Weg. Aber komm mich ruhig mal wieder besuchen. Es war sehr einsam hier in letzter Zeit.
    Mia lächelte. „Natürlich besuche ich Dich. Es ist sehr schön hier und Du bist ja auch nicht böse"
    Dann komm, ich bringe Dich nach Hause.
    Celebi schwebte voraus und führte Mia sicher zum Waldesrand. Dort verabschiedete er sich. Ihre Eltern waren sehr erstaunt, als sie Mia wohlbehalten aus dem Wald kommen sahen. Da erzählte sie ihre Geschichte und die Menschen begriffen, dass Celebi nur seine Heimat schützen wollte.


    Einige Jahre später...
    Sonnenlicht scheint durch die Kronen der Bäume. Schon lange ist die Hecke verschwunden. Viele Menschen spazieren durch den Wald. Auf einer Lichtung sitzt ein Mädchen und redet leise mit einem schwebenden grünen Pokémon. Sie lachen beide. Dann sitzen sie einfach da und erinnern sich.

    So, jetzt ist der Moment, an dem ich mich beschweren möchte! Ich fühle mich ignoriert!!! :D  
    Aber weil mir das ja nichts ausmacht, kommt hier ein Weihnachtsspecial von mir.
    Wird aber auf jeden Fall noch überarbeitet, aber iwie bin ich spät dran, deshalb kommt das später.


    Weihnachts-Special


    Hiver et Noel
    (Teil 1)


    Es war kalt. Der Wind war eisig und der scheußliche Schneeregen durchweichte ihr Fell. Eigentlich war es nicht das richtige Wetter für den vierten Advent. Drei Tage vor Heiligabend sollte die Welt unter einer hübschen weißen Schneedecke schlafen und nicht von matschigen Pfützen bedeckt sein. Sie betrachtete ihr Spiegelbild in einer dieser Pfützen. Sie sah aus wie eine ins Wasser gefallene Katze, die sie ja auch war. Ihr Name war Hiver. Vielleicht ein seltener Name für ein Eneco, doch sie war ein Dezemberkätzchen und hatte diese Jahreszeit schon immer geliebt; besonders die Weihnachtszeit.
    Doch dieses Jahr war alles anders. Im Wald hatte es noch weniger zu fressen gegeben als letztes Jahr, so dass ihr Hunger sie schließlich in die Stadt getrieben hatte. Aber auch wenn das Fest der Liebe bereits vor der Tür stand, hatte niemand Mitleid mit einem zerzausten und hungernden Kätzchen. Die meisten ignorierten sie, hasteten von einem Laden zum nächsten um noch schnell die letzten Weihnachtseinkäufe zu erledigen. Oft wurde sie auch getreten, wenn sie den vielen Beinen nicht schnell genug auswich. Nun saß sie in einem Pappkarton, der ihr aber auch kaum Schutz vor dem Regen bieten konnte. Doch dieser war ihr einziger Unterschlupf in dieser kalten Winternacht.
    Ein einsames Auto fuhr durch die kleine Gasse, die von einer Straßenlaterne schwach erleuchtet wurde. Der Kofferraum stand leicht offen, da er mit Unmengen von Geschenken gefüllt war. Ein kleines Geschenk löste sich aus dem Berg und fiel auf die Straße. Die Menschen bemerkten es nicht und fuhren weiter Richtung Stadtzentrum. Vorsichtig schlich Hiver zu dem Päckchen. Es war in rosafarbenes Papier eingewickelt und mit einer silbernen Schleife verziehrt. Daran hing ein Schild, auf dem Für Noel zusammen mit einer Adresse stand. Mit einem Mal wurde Hiver sehr traurig. Da saß nun ein kleines Mädchen, zumindest nahm sie das an, einsam unter dem Tannenbaum und wartete auf genau dieses Geschenk. Doch es würde nie ankommen. Dann wäre das Mädchen genau so unglücklich wie sie selbst. Und das wollte sie nicht. Deshalb fasste Hiver einen Entschluss: Sie würde das Mädchen finden und ihr das Geschenk bringen.




    (Teil 2)


    Die Sonne ging auf über Illumina. Ein Schwarm Dartiri flog auf und begrüßte den Morgen. Im Licht der ersten Sonnenstrahlen lief ein kleines Kätzchen durch den Schneematsch vom Vortag. Noch immer hielt es das Päckchen im Maul. Langsam wurde sie müde, da sie die ganze Nacht gelaufen war. Doch wenigstens hatte es aufgehört zu regenen und ihr rosa-orangenes Fell war mittlerweile getrocknet. Hiver sah sich am Fluss nach einem Platz zum Schlafen um.
    Hallo Kleine, ertönte mit einem Mal eine freundliche Stimme. Hinter Hiver stand ein weibliches Psiaugon.
    Hallo, erwiderte sie schüchtern.
    Ich bin Étoile und du?
    Hiver.
    Du siehst müde aus Hiver. Willst du dich nicht bei mir ausruhen und etwas essen?
    Sehr gerne.
    Hiver folgte Étoile in die Seitengasse, in der diese wohnte. Ihr Zuhause war wesentlich gemütlicher als Hivers Karton.
    Als sie sich bedankte, erwiderte Ètoile: Das ist doch nicht der Rede wert, bald ist doch Weihnachten und da sollte es jedem gut gehen. Schließlich ist es das Fest der Liebe und Freundschaft.
    Ich muss jetzt auch wirklich weiter, murmelte Hiver.
    Nichts da! Dir fallen ja schon fast die Augen zu. Ruh dich noch ein bisschen aus, bevor du weitergehst.
    Na gut, aber nur ganz kurz... und schon waren dem Katzenmädchen die Augen zugefallen.
    Als Hiver erwachte, fühlte sie sich so gut erholt wie schon lange nicht mehr. Jedoch war es bereits dunkel!
    OH NEIN!!! Ich muss ganz schnell los! Ich muss das Geschenk hier ganz schnell zu der Adresse bringen!, rief Hiver entsetzt.
    Lass mal sehen... Place Rose 5 Das ist ganz in der Nähe. Wenn du willst sind wir in einer Stunde da. Na komm, ich bring dich hin.


    (Teil 3)


    Lautlos wie die Schneeflocken zur Erde fallen, liefen Hiver und Étoile unter dem Licht des Mondes durch die Straßen der Stadt der Liebe. Hiver war sehr beeindruckt von all der Lichterpracht der winterlich geschmückten Stadt. Immer wieder erhaschte sie einen Blick auf den Prismaturm, der sogar noch heller strahlte als der Rest.
    Wunderschön, hauchte sie andächtig.
    Komm Hiver, wir müssen weiter. Morgen ist schon Weihnachten und wir haben das Haus noch nicht gefunden.
    Mühsam riss sich das Kätzchen vom Anblick des strahlenden Prismaturms los und folgte dem Psiaugon.
    Guck, hier ist der Place Rose, erkennbar an dem rosafarbenen Stein in der Mitte des Platzes. Jetzt müssen wir nur noch die Nummer 5 suchen und herausfinden, wo in dem Haus diese Noel wohnt.
    Sie hatten Glück, denn die Nummer 5 war ein hübsches kleines Einfamilienhaus in einer Seitenstraße. Hiver sprang aufs Fensterbrett. Von dort aus konnte man das Wohnzimmer sehen, in dem ein Tannenbaum stand. Er war mit silbernem Lametta, roten Kugeln und einem goldenen Stern auf der Spitze geschmückt und der schönste Weihnachtsbaum, den Hiver jemals gesehen hatte.
    Lautlos öffnete Ètoile mit ihren Psychokräften das Fenster. Hiver schlüpfte ins Haus und legte das Geschenk zu den anderen, die sich schon unter dem Baum stapelten. Dann sprang sie wieder hinaus und Ètoile schloss das Fenster. Es war, als wären sie nie hier gewesen.
    So! Mission erfüllt, sagte Ètolie lächelnd. Sie drehte sich zu Hiver um, die immer noch auf dem Fensterbrett saß und sehnsüchtig ins Zimmer blickte.
    Meine Mutter hat mir von diesen Bäumen erzählt und von dem ganzen Schmuck – sie stammt nämlich aus einer Zucht – aber ich hätte nicht gedacht, dass es so schön sein kann, sagte Hiver mit glänzenden Augen. Dann murmelte sie abwesend: Ich wünschte, ich könnte es auch miterleben.
    Wenn du möchtest, können wir uns die Feier heute Abend ja ansehen. Aber lass uns jetzt erstmal zum Prismaturm gehen. Dort ist ein Weihnachtsmarkt und wir finden bestimmt etwas zu essen.
    Langsam löste sich Hiver von der Scheibe und sprang zurück auf den Boden. Ja, gute Idee, sagte sie und klang dabei, als wäre sie mit ihren Gedanken ganz wo anders, als träume sie noch immer von einem Weihnachtsfest bei einer Familie.


    (Teil 4)


    Wieder wurde es Abend. Weihnachtsabend. Am späten Nachmittag hatte es wenigstens ein bisschen geschneit, so dass die Welt in ein pudriges weißes Kleid gehüllt war. Überall feierten Menschen. So auch in dem kleinen Haus am Place Rose. Dort packte ein kleines Mädchen von vielleicht 8 Jahren mit dunklen Haaren und ebenso dunkelbraunen Augen ihre Geschenke aus. Aber wirklich glücklich wirkte sie nicht. Genauso wenig wie die kleine Katze, die vom Fenster aus zusah.
    Wie gern wär ich dort, flüsterte diese.
    Im Haus öffnete das Mädchen ihr letztes Geschenk. Es war das Geschenk, das Hiver ihr gebracht hatte. Darin befand sich ein Plüsch-Enecoro. Doch anstatt sich zu freuen, schrie das Mädchen weinend: „Ich wollte doch ein echtes Enecoro! Und kein Plüschtier, das gar nicht lebt!“, und rannte hinaus. Hinter ihr fiel die Tür ins Schloss. Ihre Eltern sahen sich bedrückt an, folgten ihr aber nicht.
    Dafür kletterte Hiver an der Fassade des Hauses hinauf, bis sie zu Noels Zimmer gelangte. Dort klopfte sie vorsichtig mit der Pfote an die Scheibe und maunzte. Das Mädchen sah mit verheulten Augen zum Fenster. Als sie das Eneco erblickte, weiteten sich ihre Augen und sie begann zu strahlen. Schnell lief sie zum Fenster, öffnete es und hob das Kätzchen ins Zimmer. „Wo kommst du denn her? Bist du mein Weihnachtsgeschenk?“ Mit einem glücklichen Schnurren schmiegte sich Hiver in ihre Arme. „Ich glaube, ich nenne dich Hiver“, flüsterte Noel „Passt doch gut zusammen, Winter und Weihnacht“
    Mit einem glücklichen Schnurren schmiegte sich Hiver in ihre Arme. Dabei berührte sie den blauen Stein an Noels Halskette. Als die beiden gerade dabei waren einzuschlafen, begann Hiver plötzlich zu leuten. Ein so helles Licht, dass sie die Augen schließen mussten, umgiebt Hiver und Noel. Als sie die Augen wieder öffneten, hatte sich Hiver zu einem Enecoro entwickelt. Erstaunt blickten sie einander an. Dann kuschelten sie sich überglücklich wieder zusammen und waren bald darauf wirklich eingeschlafen.
    Als Noels Eltern eine gute halbe Stunde später leise die Tür öffneten und die Beiden sahen, beschlossen sie das Kätzchen zu behalten.


    Ein Wesen beobachtet die Szene vom Fensterbrett aus. Es ist Ètolie. Sie lächelt sanft. Ein leises Glöckchenklingeln lässt sie aufblicken. Neben dem Fenster hält ein Schlitten an, der von sechs Damhirplex gezogen wird. Auf dem Schlitten sitzt ein Botogel. Es streckt die Hand nach ihr aus. Komm Ètoile, deine Aufgabe als Weihnachtelfe hier ist erfüllt.
    Immernoch lächelnd ergreift sie seine Hand und steigt auf den Schlitten. Ja, antwortet sie leise, Nun werden beide glücklich. Wir haben ihnen das größte Geschenk von allen gemacht: Freundschaft und Liebe. Denn darum geht es schließlich an Weihnachten. Nach einem letzten Blick ins Zimmer fliegt der Schlitten mit leisem Glöckchengeläut davon. Kurz darauf ist alles wieder still. Die Sterne leuchten und es hat wieder begonnen zu schneien.


    In diesem Sinne wünsche ich euch allen Frohe Weihnachten!


    LG Krissi

    So, da es wieder Zeit für eine neue KG ist und niemand kommentieren wollte, wird das jetzt halt ein Dreifachpost. Macht auch nichts!




    Mitternachtsengel


    Panisch lief das Mädchen durch die nächtichen Straßen. Sie war in einem Club gewesen und hatte die Zeit vergessen. In zehn Minuten musste sie zu Hause sein, also beeilte sie sich jetzt besser. Die Straßenlaternen warfen gelbliches Licht auf die Häuser. Alles wirkte ruhig, doch das Mädchen wurde das Gefühl nicht los, verfolgt zu werden. War da nicht eine Bewegung? Nein, es war zum Glück nur ein Schatten im Licht der Laternen. Der Schrei eines Kramurx jagte ihr einen Schrecken ein.
    „Reiß Dich zusammen Mona!“, murmelte sie leise. Sie atmete tief durch und ging langsam weiter, als sie urplötzlich gepackt und in eine finstere Seitengasse gezerrt wurde. Ein dunkler Schatten fiel über ihr Gesicht, als ihr Gegenüber sie gegen die kalte Hauswand drückte.
    „Dein Geld!“, zischte der Mann. Mit einem Mal weiteten sich seine Augen und er wich entsetzt zurück. Er drehte sich um und wollte davon rennen.
    Doch er kam nicht weit. Aus dem Schatten fuhr eine Klaue, die sich in seinen Rücken bohrte. Mit einem grässlichen Knacken brach sein Rückgrat und er fiel wie eine Puppe zu Boden. Ein schwacher Lichtstrahl traf auf die Klaue und Mona erkannte, dass diese eigentlich ein Kopf war. Sie fuhr herum. Hinter ihr erhoben sich schwarze Schwingen, die bis auf ihre Farbe Engelsflügeln glichen, und sechs violette Augen blickten aus drei Köpfen auf sie herab. Ein Trikephalo! Mitten in der Stadt!
    Diese Wesen waren gefährlich. Sie töteten, ohne mit der Wimper zu zucken. Das beste Beispiel dafür war der Mann von gerade eben. Panisch wich Mona zurück und stolperte aus der Gasse. Das Wesen folgte ihr. Sie rannte los, lief die Straße hinunter und immer weiter. Sie achtete nicht auf den Weg, lief nirgendwo hin, versuchte nur dem tödlichen Trikephalo zu entkommen. Doch dann stand sie auf einmal in einer Sackgasse. Rings um sie herum ragten Häuser auf und hinter ihr war immer noch der Drache. Im Licht der Straßenlaterne sah er wie ein dunkler Racheengel aus, gekommen um die Menschheit zu vernichten. Mona wich noch weiter zurück und stieß mit dem Rücken gegen die nächste Hauswand. Sie sank zu Boden und schloss die Augen.
    „Bitte... Tu mir nichts...“, hörte sie sich selbst wimmern. Ein sanftes Stupsen ließ sie innehalten. Das Trikephalo blickte sie neugierig an. Es schien ihr keine Angst machen zu wollen. Auch das Blut war von der Schnauze verschwunden.
    Vorsichtig streckte Mona die Hand aus. „Danke“, brachte sie mühsam hervor. Einer der kleineren Köpfe stieß sanft gegen ihre Fingerspitzen. Mona konnte nicht anders. Sie musste den Drachen einfach streicheln. Dieser stieß ein Grollen aus, das vermutlich ein Schnurren sein sollte. Dann packte sie plötzlich ein Kiefer am Shirt und sie wurde in die Luft gerissen. Sie schrie entsetzt auf und wehrte sich verzweifelt gegen den Griff des Drachen, doch sie konnte sich nicht befreien. Einer der kleineren Köpfe schob sich vor ihr Gesicht. Keine Angst, schienen die Augen zu sagen. Zögernd beruhigte sie sich wieder. Das Trikephalo setzte sie scheinbar gerade noch rechtzeitig vor ihrem Haus ab. Ein Blick auf die Armbanduhr sagte ihr, dass sie noch einen Moment Zeit hatte, also wandte sie sich noch einmal dem Drachen zu
    „Woher weißt Du, dass ich hier wohne?“
    Der Drache schien zu grinsen.
    Mona wollte gerne noch mehr über ihren geheimnisvollen Retter erfahren, also begann sie mit dem naheliegensten und zog vorsichtig ihren Pokédex. „Darf ich?“
    Alle drei Köpfe nickten zustimmend. Das Trikephalo war ein Weibchen und sehr stark. Sie musste trainiert worden sein.
    Das Licht des Hauses ging an. Von drinnen rief ihr Vater nach ihr. Mona wandte sich zum Haus. „Ich komme sofort!", rief sie. Als sie sich wieder umdrehte, war der Weg leer.


    Die nächsten Wochen blieb Mona abends zu Hause. Sie hatte sich in der Dunkelheit noch nie wohl gefühlt, aber nun machte ihr die Nacht regelrecht Angst.
    Doch eines Abends war sie wieder unterwegs. Sie hatte sich von ihren Freundinnen überreden lassen und wollte sich mit ihnen auf einer Party treffen. Krampfhaft versuchte sie die Panik zu unterdrücken, die in ihr aufstieg. Als sie an der Gasse vorbei kam, in die der zwielichtige Mann sie gezerrt hatte, konnte sie kaum noch atmen und wollte schon umdrehen, da hörte sie ein leises Knurren hinter sich. Unerklärlicherweise fühlte sie sich sofort sicher und alle Angst fiel von ihr ab. Ein paar Schritte hinter ihr schwebte wie ein dunkler Schutzengel das Trikephalo. Ohne zu überlegen fiel sie ihr um den Hals. Der Drache wirkte verdutzt, ließ es sich aber gefallen. Als sich Mona von ihr löste, reckte sie den mittleren Hals. Daran hing ein Pokéball an einer hauchdünnen Silberkette.
    „Ist das Deiner?“
    Ein leichtes Nicken.
    „Und den willst Du mir schenken?“
    Mit einem leisen Grollen deutete einer der Köpfe erst auf den Pokéball, dann auf sie. Zögernd nahm Mona den schwarzen Ball. „Mitternachtsengel“ war in silbernen Lettern darauf geschrieben. Als sie den Ball am Gürtel befestigt hatte, wurde sie mit einem Mal ganz ruhig. Nie mehr müsste sie Angst haben, nie mehr müsste sie die Nacht fürchten. Denn von jetzt an hatte sie ihre Beschützerin, ihren Mitternachtsengel.

    Und noch was!




    Wie Feuer und Donner


    Als er erwachte, spürte er rein gar nichts. Nicht die Kälte des Bodens, nicht den Regen oder den eisigen Wind. Nur diese innere Leere. Genau dort, wo sein Herz sein sollte. Hatte er etwa kein Herz? Doch. Mit einem seltsam hohlen Klopfen schlug es in seiner Brust. Und dennoch fühlte es sich so an, als wäre er innerlich leer. Was war das bloß? Und wer war er?
    Eine Erinnerung blitzte auf: Wie er sich aus den Hüllen eines andern Körpers erhob. Er und noch ein zweites Wesen. Sein Gegenstück. Sein bester Freund, sein Bruder und zugleich sein Todfeind: Zekrom. Doch so sehr er sich auch anstrengte, an seinen eigenen Namen konnte er sich nicht erinnern.
    Plötzlich hörte er in seinen Gedanken eine warme, tröstliche Stimme. Ich nenne dich Reshiram. Du sollst all denen helfen, die an die Wirklichkeit glauben. Er erinnerte sich daran, dass diese Stimme zuvor seinem Bruder Zekrom die Wünsche zugeteilt hatte. Deshalb musste er ihn jagen. Ihn vernichten. Denn die Wünsche zerstörten die Wirklichkeit. In einer Welt der Träume verschloss sich jeder vor der Wahrheit. Vielleicht würde ein Sieg über seinen Bruder auch diese schreckliche Leere in ihm ausfüllen.
    Reshiram erhob sich in die Luft. Instinktiv spürte er, dass sein Bruder noch in der Nähe war. Er wusste sogar, in welcher Richtung dieser sich befand. Reshiram flog los. Der Wind, den er vorher gar nicht gespürt hatte, peitschte nun in stürmischen Böen über seinen schuppigen Körper und die Regentropfen stachen wie Eissplitter auf seinen ledrigen Schwingen. Er flog schnell, um den Gipfel des Berges, auf dem sich Zekrom befand, möglichst bald zu erreichen.
    Kurze Zeit später hatte er sein Ziel erreicht und stieg auf in höhere Luftschichten. Über den Wolken war die Luft noch eisiger, doch nun richtete er seine gesamte Aufmerksamkeit auf Zekrom. Dieser hatte anscheinen den gleichen Plan gehabt wie er selbst, denn er war bereits auf einen Kampf vorbereitet und empfing Reshiram mit einem gewaltigen Brüllen, bevor er sich auf ihn stürzte. Flammen peitschten durch die Luft, Blitz und Donner jagten einander über den Himmel. Sie waren wie Feuer und Donner. Sie wollten eins sein und schufen doch nur Zerstörung. Plötzlich spürte Reshiram einen glühenden Schmerz in der Seite, der heller war als all seine Flammen. Er brach zusammen und stürzte vom Himmel. Sofort war Zekrom an seiner Seite.
    Bruder, was habe ich getan? Das wollte ich nicht! Zekrom brüllte seinen Kummer in den Nachthimmel hinaus, während Reshiram immer schwächer wurde. Doch dann hörten sie wieder eine Stimme. Es war die Stimme aus ihren Erinnerungen.
    Ich bin der Herr der Welten. Ich habe euch geschaffen. Und wie dankt ihr mir? Indem ihr euch vernichtet! Diese Stimme, die vorher so tröstlich geklungen hatte, vibrierte nun vor Macht und Zorn. Doch eine letzte Chance sollt ihr noch bekommen! In einem gleißenden Lichtblitz erschien Arceus, der Herr der Welt, neben ihnen. Ich werde euch heilen, sprach er.
    Und dann geschah ein Wunder. Ihre Verletzungen heilten und die Leere in ihren Herzen schloss sich. Denn sie konnten nicht ohne einander existieren. Sie waren wie Feuer und Donner, gefährlich und zerstörerisch. Aber dennoch konnten sie friedlich nebeneinander leben ohne sich gegenseitig zu vernichten. Sie waren wieder verbunden, waren wieder eins. Denn auf Blitz und Donner folgt Feuer. Und es gibt keinen Wunsch ohne Wirklichkeit, wie es keinen Schatten ohne Licht gibt. Sie konnten einander nicht vernichten, da sie nicht ohne einander existieren konnten. Tief in ihrem Innersten waren sie immer nur Teile eines Ganzen gewesen.

    Halloween-Special

    Gefährten der Nacht


    Die Menschen lieben sie: die gruseligen Geschichten von Vampiren, Werwölfen und anderen Wesen, die nur an Halloween existieren. Aber in Wirklichkeit glaubt kaum einer an sie. Doch es gibt sie tatsächlich. Sie sind Verwandte der Pokémon, die auf der Schwelle zwischen Mensch und Tier stehen. Es gibt tausende von ihnen: Magnayen, die sich in Menschen verwandeln können und Fletiamos, Iksbats oder UhaFnirs, die Blut saugen; Tandraks, die Jungfrauen ins Wasser locken und ertränken, Hundemons direkt aus der Hölle, besessene Pflanzen wie Pumpdjinns und Tromborks und noch viele mehr. Sie alle nennt man "Gefährten der Nacht", denn sie alle meiden das Sonnenlicht. Normalerweise sieht man sie nicht, aber an Halloween sind die Grenzen zwischen Aberglaube und Realität so dünn, dass auch Menschen ihr wahres Wesen erkennen können. Ansonsten hält man sie für ganz normale Pokémon. Und wer weiß, vielleicht hast du selbst eines dieser Wesen in deinem Team und hast es bloß noch nicht bemerkt? Ich jedenfalls hatte ein solches Iksbat in meinem Team. Doch dies erkannte ich erst an Halloween...


    Schon das Wetter lud zum Gruseln ein: Nebelschwaden zogen durch den nächtlichen Wald, in dem ich mit ein paar Freunden um ein Lagerfeuer saß und erschufen so eine wunderbar düstere Atmosphäre. Wir hatten gemeinsam die Zelte aufgebaut und als es dunkel geworden war, hatten wir uns ans Feuer gesetzt und grillten nun. Wie es der Brauch ist, erzählten wir uns gegenseitig Gruselgeschichten.
    Als die Kirchturmuhr Mitternacht schlug, wurde mir doch ein wenig mulmig zu Mute, aber ich dachte mir nichts dabei. Unwillkürlich griff ich nach den Pokébällen an meinem Gürtel. Mir fiel jedoch erst später auf, dass einer von ihnen verschwunden war.
    Mit einem Mal legte sich eine schmale Hand auf meine Schulter! Erschrocken stieß ich einen spitzen Schrei aus und fuhr herum. Hinter mir stand eine zierliche Frau. Sie hatte pechschwarze Haare, die leicht violett schimmerten. Um den Hals trug sie einen Pokéball. Doch am auffälligsten waren ihre leuchtend gelben Augen.
    „Oh Entschuldigung, ich wollte Dich nicht erschrecken“
    „Ach schon ok“, murmelte ich. Mir war es irgendwie peinlich, dass ich mich so erschrocken hatte.
    „Darf ich mich für eine Weile zu Euch setzen?“, fragte sie.
    Wir bejahten und rückten ein wenig näher zusammen, sodass sie neben mir Platz nehmen konnte. So saßen wir eine ganze Weile da und hörten uns die Geschichten an, die sie erzählte. Sie konnte das viel besser als wir. In der tiefschwarzen Nacht, die nur vom flackernden Licht unseres Lagerfeuers durchbrochen wurde, wirkten ihre Erzählungen unglaublich real. Wir rückten noch enger zusammen und bei jedem kleinsten Laut aus der Dunkelheit um uns herum erschraken wir furchtbar aus Angst, eins der mystischen Wesen könnte uns anfallen.
    Als sie aufstand um sich zu verabschieden, fragte ich sie noch nach ihrem Namen. „Schatten“, antwortete sie. Die Kirchturmuhr schlug eins, bevor ich mich darüber wundern konnte, dass sie den selben Namen trug wie mein Iksbat. Schatten war schon fast zwischen den Bäumen verschwunden, als sie sich in etwas Fledermausartiges verwandelte und davon flog. Wir erschraken furchtbar, immerhin hatten wir knapp eine Stunde mit einer Vampirin verbracht! Erst am nächsten Morgen bemerkte ich, dass mein Iksbat samt Pokéball verschwunden war. So sehr wir auch danach suchten, der Ball blieb verschwunden...

    So, ich weiß nicht ob das hier hin muss, aber ich schreib das jetzt einfach mal.
    WARNUNG! In dieser Story wird jemand sterben! Wer das nicht abkann/nicht lesen mag lässt die hier jetzt einfach aus. (Ich persönlich find das jetzt nicht so schlimm, weil ich ja nichts wirklich beschreibe, aber man weiß ja nie...)
    Ach ja, an alle unsichtbaren Leser (Ich weiß, dass ihr da seid!!!) Bedankt euch doch einfach oder so, damit ich weiß, dass euch meine Geschichten gefallen.
    Wie immer hätt ich gern einen Kommentar.



    Sehnsucht


    Warum bist du nicht bei mir? Warum musstest du mich verlassen? Damals in dieser kalten Nacht. Nun bin ich allein. Es ist kalt und nass, ich bin müde, hungrig und einsam. Es fühlt sich so an, als wärst du bereits Jahre fort, dabei sind es erst wenige Tage. Du warst mein Grund zu leben. Nun habe ich keinen mehr.
    Sie saß auf einem Berg. Der Regen tropfte von den Bäumen und vermischte sich mit ihren Tränen. Der eisige Wind zerzauste ihr goldbraunes Fell. In ihren Augen stand tiefe Trauer. Noch einmal hob sie den Kopf und klagte laut über den Verlust ihres Geliebten. Ihr todunglückliches Heulen durchschnitt die Stille der Nacht. Sie blickte hinab in den Abgrund vor ihr und schien zu lächeln.
    Bald werde ich bei dir sein, flüsterte sie. Ein letztes Mal nahm sie sich Zeit, um sich an jeden Moment mit ihm zu erinnern. Denn diese Erinnerungen würden mit ihr gehen.


    Damals war sie noch jung. Klein, mit flauschig rotbraunem Fell. Sie war das einzige Kind ihrer Mutter, was sie meistens furchtbar langweilte. Auch an jenem Tag schlich sie sich wieder fort um den Wald zu erkunden. Das fand sie so viel spannender als zu schlafen. Sie rannte fröhlich herum, als sie plötzlich einen Abhang hinunter stolperte. Dort landete sie genau vor den Füßen eines kleinen Wesens. Es war ein Vulpix wie sie selbst auch. Sie sahen sich erstaunt an.
    Hallo, wie heißt du?, fragte sie neugierig.
    Lucas. Und du?
    Ich bin Fiona. Wollen wir was zusammen machen? Mir ist sooo langweilig!
    Na klar! Lachend rannte er los und sie folgte ihm. Das war der Beginn ihrer Freundschaft.


    Weitere Erinnerungen blitzten auf: An viele erfolglose und erfolgreiche Jagden, an Spielen im Herbstlaub und im Schnee. Der Moment, in dem sie sich beide gemeinsam zu Vulnona entwickelt hatten, stand ihr noch genauso klar vor Augen, wie die Vollmondnacht, in der ihr Lucas seine Liebe gestanden hatte.


    Die meiste Zeit waren Fiona und Lucas unzertrennlich, so auch in jener Nacht. Es regnete, Blitze zuckten vom Himmel und Donner grollte. Doch Fiona hatte keine Angst. Schließlich war Lucas bei ihr. Plötzlich schlug ein Blitz direkt neben ihnen in einen Baum ein, der sofort anfing zu brennen.
    Es hatte aufgehört zu regnen, sodass sich das Feuer rasend schnell auf die anderen Bäume ausbreiten konnte. Schon bald stand der gesamte Wald in Flammen!
    Da lang!, schrie Lucas und rannte los. Sie folgte ihm. Immer tiefer rannten sie in den Wald hinein, während ihnen das Feuer immer näher kam. Auf ein Mal stürzte direkt über ihnen ein brennender Ast herab. Lucas schmiss sich mit voller Wucht gegen Fiona und stieß sie aus der Gefahrenzone. Er selbst wurde dadurch jedoch von dem Ast erfasst.
    Lucas!!!, schrie sie entsetzt.
    Lauf weiter! Zum See! Ich komme nach! Einen kurzen Moment verharrte sie regungslos, dann rannte sie weiter zum See. Obwohl sie so gerne glauben wollte, dass er wieder kam, wusste sie tief in sich drin, dass sie ihn zum letzten Mal lebend gesehen hatte. Lange wartete sie am Rande des Sees. Doch niemand kam.
    Als der Regen wieder einsetzte und die Flammen nach und nach erloschen, lief sie zurück zur ehemaligen Lichtung. Dort lag Lucas. Mit verkohltem Fell und zertrümmerten Knochen. Sie zerrte den schweren Ast von ihm herunter und warf sich an seine Seite. Sie jaulte herzzerreißend. Da hörte sie leise seine schon brüchige Stimme.
    N-Nicht weinen Fiona. Dir geht es gut. Das ist die Hauptsache. Ich bereue nichts. Ich liebe dich! Dann schloss Lucas die Augen und starb. Sie weinte und der Regen vermischte sich mit ihren Tränen und tropfte auf sein langsam erkaltendes Fell. Lange Zeit saß sie neben ihm. Dann stand sie auf und ging fort, Richtung Berge, ohne sich noch einmal umzusehen. Sie machte sich nicht die Mühe nach ihrer Familie zu sehen und ihnen ihr Überleben mitzuteilen. Schließlich hatte sie sowieso nicht vor, noch lange zu bleiben.


    Dann war sie mit ihren Gedanken im Jetzt angekommen und sprang – ohne die Augen noch ein letztes Mal zu öffnen – in den Abgrund. Es würde nicht weh tun. Seit er gestorben war, spürte sie sowieso nichts mehr. Es war, als hätte er alle Gefühle mit sich genommen. Alle außer der Sehnsucht nach ihm.
    Nichts geschah. War sie etwa schon tot? Vorsichtig blinzelte Fiona und bemerkte, dass sie in der Luft über dem Abgrund hing. Jemand hielt sie am Nackenfell fest und hob sie vorsichtig aus der Schlucht. Erst als sie wieder im Gras lag, konnte sie das Pokémon ansehen. Es war ein Vulnona, dessen Fell golden glühte. Sie hätte ihn überall erkannt.
    Lucas? Was tust du hier? Aber du bist... bist Du nicht...
    Ich bin tot. Ja. Doch ich bin nun sowas wie dein Schutzengel. Du darfst noch nicht sterben
    , sagte er.
    Aber du bist nicht mehr bei mir. Warum soll ich dann noch leben?
    Weil du leben kannst. Du hast eine Familie. Und was ist mit unserem Kind?
    Welches Kind?!

    Das Kind, das in dir wächst, antwortete er. Du weißt es selbst noch nicht, aber vertrau mir. Du musst leben für mich und unser Kind und außerdem habe ich dich nie wirklich verlassen. Ich war die ganze Zeit bei dir. Selbst wenn du mich nicht sehen kannst, passe ich immer auf dich und das Kleine auf. Ich liebe dich! Leb wohl. Dann löste er sich auf. Nur ein goldener Schimmer blieb zurück.


    Einige Zeit später...
    Fiona liegt mit ihrer kleinen Tochter im Gras. Sie ist nach ihrem Vater benannt: Lou. Der Vollmond steht am Himmel. Fiona blickt hinauf und lächelt. Der Mond verbindet sie mit ihm und erinnert sie daran, dass er Tag und Nacht über sie wacht. Er wird für immer einen Platz in ihrem Herzen haben. Nach einer Weile wendet sie sich vom Mond ab und bringt ihre Tochter zum Schlafen in die Höhle.
    Wind kommt auf und scheint ein paar Sterne vom Himmel zu wehen. Sie schweben zur Erde und formen dort den leuchtenden Körper eines Vulnonas. Kurz steht er vor der Höhle, dann tritt er lautlos ein. Sein Licht erhellt den Raum, während er seine schlafende Familie betrachtet.
    Als das kleine Vulpix-Mädchen die Augen aufschlägt und ihn anblickt, lächelt er. Dann löst er sich langsam auf. Als auch Fiona erwacht, ist er längst verschwunden. Nur noch ein goldener Schimmer schwebt in der Luft.


    Lg Krissi

    Ich bin besonders stolz auf mein Weiß 2. Nicht nur, weil ich dort den Ovalpin habe (Am Schillerpin wird noch gearbeitet ;) ) sondern auch, weils meine Lieblingsedition ist, ich 2 Shinys darauf habe und natürlich wegen meinem Lv. 100 Trikephalo, das ich einfach nur liebe.

    Ich find Serpiroyal und Admurai sehr cool, Flambirex hingegen mag ich gar nicht. Das Design, der Typ :/
    Ist einfach nicht so meins.
    Serpiroyal fand ich eigentlich von Anfang an cool, einfach weils ne Schlange ist und ich Pflanzenpokis eigentlich gerne mag.
    In Admurai hab ich mich erst später verliebt, weil ich es in Weiß 2 gewählt habe und mir dann aufgefallen ist, dass es einfach nur super cool aussieht und außerdem auch noch recht stark ist


    LG Krissi

    Kein Ahnung, wie lange das jetzt her ist... Ich glaub das war, als HG rauskam. Das hatte dann mein kleiner Bruder, weil das alle seine Freunde hatten. Ich wollte das dann auch spielen. Denn Wunsch hab ich mir dann mit Schwarz erfüllt :)

    Wow, wieder ein sehr langer Kommentar. Danke!
    Jetzt zur neuen Geschichte



    Erinnerungen


    Es war kalt und nass. Man konnte das leicht geöffnete Fenster kaum erkennen. Oder das Zimmer dahinter. Und noch weniger konnte das Mädchen im Zimmer das Pokémon im Baum vor dem Haus gegenüber erkennen. Das Wesen beobachtete sie schon eine ganze Weile. Mal sah es traurig aus, dann wieder wütend.
    Eine Erinnerung blitzte auf: an glückliche Tage. Ein kleines sechsjähriges Mädchen wachte gähnend auf. Ihre blonden Haare standen in alle Richtungen vom Kopf ab. Ihr Blick fiel auf das Stofftier auf dem Nachttisch.
    „Guten Morgen Bianca. Hast du gut geschlafen?", fragte sie und lachte. "Ja ich hab auch gut geschlafen. Und sooo schön geträumt! Aber jetzt müssen wir zum Frühstück!" Das Mädchen nahm die Puppe und lief die Treppe hinunter.
    Bianca lächelte traurig. Obwohl sie sich damals weder bewegen, noch reden konnte, war sie glücklich gewesen. Denn das Mädchen, ihr Mädchen, war bei ihr gewesen.


    Eine weitere Erinnerung: Das Mädchen war jetzt etwas älter, vielleicht 8 Jahre. Sie lag auf dem Bett und weinte.
    Was ist denn los?
    Die Kleine sah auf. „Ach Bianca, die Jungs ärgern mich immer in der Schule! Sie schubsen mich und klauen meine Sachen", schniefte das Mädchen.
    Aber das ist doch nicht so schlimm. Du bist viel mutiger als sie! Jetzt hör auf zu weinen und zeigs ihnen!
    „Genau das mach ich! Gleich morgen!"
    An diesem Tag hatte Bianca gelernt zu sprechen. Was war das für ein schöner Tag gewesen! Nun konnte sie Lisa alles erzählen, was sie wollte.


    Ein Jahr später: Lisa machte Hausaufgaben. Bianca saß auf dem Schreibtisch.
    "Mann, ich kapier Mathe einfach nicht!", murmelte Lisa.
    Lass mich mal sehen, sagte Bianca. Das ist doch ganz einfach! Schnell hatte sie Lisa die Aufgabe erklärt.
    Diese sah sie an. "Weißt du was? Meine Mama meint, ich bin langsam zu alt, um mit Stofftieren zu reden. Aber wenn du Mathe kannst, dann kannst du wirklich reden und denken und ich glaub das nicht nur, oder? Ach Bianca, ich hab dich lieb!" Lisa umarmte die Puppe.
    Ich hab dich auch lieb!, sagte Bianca.


    Noch eine Erinnerung. Und noch eine. Immer schneller blitzten die glücklichen Momente vor ihren Augen auf. Bis sie an jenen schicksalhaften Tag gelangten.
    Es war ein Regentag wie dieser. Lisa war vor ein paar Wochen 10 geworden. Nun zogen sie um. Bianca lächelte, als sie sich daran erinnerte, wie sehr Lisa von dem neuen Haus geschwärmt und sich auf die neue Schule gefreut hatte.
    Alle Koffer waren gepackt. Alle Möbel in den Umzugswagen geräumt. Nur Bianca lag noch auf dem Boden. Sie wartete auf Lisa. Plötzlich war draußen ein Auto zu hören. Es fuhr fort. Lisa war gegangen! Ohne sie! Die Trauer wollte sie schier zerreißen. Aber noch hatte sie Hoffnung. Lisa würde nach ihr suchen. Sie würde zurückkommen.
    Erst viele Wochen später begriff Bianca, dass Lisa nie wiederkommen würde. Und von da an begann der Hass in ihr zu wachsen, bis er alles beherrschte. Irgendwann bemerkte sie, dass sie sich bewegen konnte. Von da an suchte sie nach Lisa.
    Diese war mehrfach umgezogen und mittlerweile 16. Sie lag in ihrem Zimmer und hörte Musik. Morgen würde sie zu ihrer Pokémonreise aufbrechen. Sie summte fröhlich vor sich hin und bemerkte das Pokémon nicht, dass in ihr Zimmer schwebte. Es kam lautlos wie ein Schatten, lautlos wie der Tod. Erst als es ihr die Kopfhörer ihres MP3-Players aus den Ohren zog, sah sie auf. Bianca beobachtete, wie Lisa erschrocken zusammenzuckte und zurückwich. Sie lächelte böse.
    Erinnerst du dich noch an mich?, fragte sie. Sechs lange Jahre hatte sie auf ihre Rache gewartet, doch nun konnte sie sie einfach nicht genießen. Sie wollte doch nicht, dass Lisa Angst hatte. Oder doch?
    „B-Bianca?", flüsterte Lisa.
    Das ließ den Zorn in ihr wieder auflodern. Du wagst es, mir weiterhin diesen Namen zu geben?! Bianca existiert nicht mehr. Du hast sie getötet! Du hast mich vergessen!
    „Nein!!! Meine Mutter meinte, sie kauft mir ein neues Stofftier. Ich wollte nicht. Ich wollte umdrehen. Als ob dich jemand ersetzen könnte! Jede Nacht habe ich geweint, weil du nicht bei mir warst. Ich wollte immer nur dich zurück!"
    Wirklich?, fragte Bianca unsicher.
    „Natürlich! Du warst schließlich meine beste Freundin!"
    Bianca warf sich Lisa um den Hals. Ich hab dich sooo vermisst! Ich habe immer nach dir gesucht! Nun werde ich immer bei dir bleiben!
    "Nichts wird uns mehr trennen. Versprochen!"
    Am nächsten Morgen brach Lisa wie geplant zu ihrer Pokémonreise auf.
    "Komm schon Bianca! Beeil dich!" Lachend rannte das Mädchen die Straße hinunter. Das Banette folgte ihr. Bianca war nun endlich wieder glücklich, denn sie hatte das erreicht, was sie eigentlich immer gewollt hatte. Sie hatte Lisa zurück.


    ♪Melodie
    des Lebens ♪


    Langsam verschwand die Sonne hinter den Hügeln und färbte die Stadt rot und golden. Es war eine wunderschöne, romantische Szene, doch das Pokémon sah nichts davon. Sie hielt die Augen geschlossen und lauschte der Musik des Sonnenuntergangs. Denn alles hatte eine Melodie. Wenn sie die Augen öffnete, konnte sie diese Melodien sogar sehen. Bunt zogen sie sich durch die Welt und bedeckten diese mit Farbe.
    Doch in letzter Zeit waren die wunderschönen, warmen Klänge der Natur kalten Klängen und düsteren Farben gewichen. Geräusche von Technik und Fortschritt. Und niemand hörte mehr die verzweifelten Rufe der Natur, deren Lieder wieder erklingen wollten, jedoch brutal von den Lauten des Stahls und Betons unterdrückt wurden. Niemand außer ihr. Ihr Name war Meloetta und einst war sie die Herrin der Musik gewesen. Einer Musik, die nun vergessen war. Wie sie selbst auch.
    Traurig begann Meloetta ein leises Lied zu Summen. Dunkelblau flochten sich die Töne in das schwarz und violett der Nachtmusik. Blumen begannen um sie zu blühen und Glühwürmchen flogen herbei. Rot und golden flochten sie ihre Töne in Meloettas Lied. Silbern erklang der sanfte Wind in den Bäumen. Für einen kurzen Moment war alles lebendig. Doch dann hörte Meloetta auf zu summen und die Melodie verklangen. Die Blumen verblühten und die Glühwürmchen starben. Das Klingeln des Windes verlor sich mit einem traurigen Seufzen in der Nacht.
    Mit einem Mal war eine andere Stimme zu hören. Rosafarben sang sie von der Schönheit des Lebens und vom Leben selbst. Das Lied ließ Meloetta nicht mehr los, denn es war voller Leben; ein winziger Hoffnungsschimmer in dieser kalten, toten Welt. Langsam folgte sie dem Lied bis zu dessen Sängerin. Diese war ein blondes Mädchen, das auf einer Bank saß. Sie hielt die Augen geschlossen, als wollte sie nichts von der Welt sehen und sich nur auf die Musik konzentrieren. Leise, wie um das Mädchen nicht zu erschrecken, begann auch Meloetta zu singen. Ihr Lied war nun nicht mehr so traurig. Blau und Rosa verflochten sich die Töne und erhoben sich in die Luft, als wollten sie die ganze Welt mit ihrer Melodie trösten und heilen. Das Mädchen riss erstaunt die Augen auf, als es die neue Stimme hörte. Sie schloss den Mund, öffnete ihn wieder wie um etwas zu sagen, doch kein Wort kam heraus.
    Nein, bitte hör nicht auf zu singen, sagte Meloetta leise. Es tut so gut, endlich mal wieder eine schöne Melodie zu hören.
    „Wer bist Du?“, fragte das Mädchen neugierig.
    Ich bin Meloetta, die Herrin der Musik. Doch die Lieder der Natur, meine Lieder, sind schon vor langer Zeit verklungen. Niemand hört sie mehr. Niemand achtet auf die Musik des Windes in den Bäumen oder auf die Schönheit der Blumen. Alle sind nur auf Profit und Geld aus, niemand hat Zeit, um kurz stehen zu bleiben und zu lauschen.
    „Doch! Ich bin oft hier, weil es nicht so laut ist wie in der Stadt. Dort kann ich noch nicht einmal meine eigenen Gedanken hören. Ich heiße übrigens Melody“
    Ein schöner Name, wie passend für eine Sängerin.
    „Die wahre Sängerin bist doch Du! Ich habe noch nie so schönen Musik gehört wie Deine. Du bist es doch, die bei Sonnenuntergang ihr Lied singt, oder?“
    Ja, das bin ich. Ich erinnere die Natur an ihre Lieder, versuche sie nicht vergehen zu lassen, doch es wird immer schwieriger. Der Stahl und eure neumodische Technik sind Gift für die Musik. Irgendwann wird sie einfach für immer verstummen und verschwinden, wie ich auch.
    „Nein! Du darfst nicht einfach verschwinden. Was sollte ich denn ohne die Musik tun? Ich brauche sie! Ohne Musik ist die Welt doch tot und kalt!“
    Das ist sie in der Tat. Aber daran kann ich nichts ändern. Meine Verbindung zu dieser Welt wird immer schwächer, denn zum Überleben brauche ich Menschen, die sich an die Natur erinnern, Menschen wie dich. Denn mit deinen Liedern singst du die Melodie des Lebens, meines Lebens.
    „Magst du nicht bei mir bleiben? Wir könnten Menschen suchen, die auch noch singen und tanzen und so dein Überleben und das der Musik sichern“
    Ich würde dich immer begleiten. Was soll ich denn noch hier, so nah an der Stadt? Lass uns gehen, Melodie des Lebens.
    So verließen Melody und Meloetta die Stadt. Sie drehten sich nicht um. Sie blickten nie zurück. Denn es sollte ein neues Zeitalter beginnen. Eines, in dem die Natur wieder stark sein und die Menschen ihr Rufen wieder vernehmen würden.

    Endlich hab ich auch mal Zeitgefunden, die neue Geschichte zu posten
    Tadaaa! Hier ist sie:




    Mewtus Erwachen



    Schmerz. Das war alles, was er fühlte. Langsam schlug er die Augen auf. Er lag in einer Art Wassertank. Er war gefangen! Direkt neben seinem Ohr war ein nervtötendes Piepen zu hören. Er hob die Hände an die Wand seines Gefängnisses und versuchte, nach draußen zu sehen. Der Raum war hell. Steril. Weiße Fliesen am Boden, weiße Wände und grelles weißes Licht, das in den Augen schmerzte. An der Wand stand ein Computer, der etwas aufzeichnete. Von diesem kam auch das Piepen.
    Doch das Wesen im Tank wollte mehr sehen als nur dieses Stückchen Raum. Vorsichtig streckte er die Hand vor. Der Deckel des Tanks öffnete sich und schwebte durch den Raum. Langsam erhob sich auch das Wesen aus dem Tank. Er sah sich um.
    Plötzlich begann ein rotes Licht über ihm zu blinken und ein schriller Laut gellte durch den Raum. Schon riss ein Mann die Tür auf. Ein Mensch.
    Woher wusste er das? Er war ein Wesen ohne Erinnerung, ohne Namen. Wer war er?
    Die Augen des Mannes weiteten sich entsetzt, als er ihn im Raum schweben sah. Dann zog er eine Spritze und rammte sie ihm in den Arm. Noch mehr Schmerz. Mit einer einzigen fließenden Bewegung packte er die Spritze und zog sie sich aus dem Arm. Dann schleuderte er den Deckel des Tanks gegen den Mann. Dieser wurde von den Füßen gerissen und flog gegen eine Wand. Noch mehr Menschen strömten durch die Tür, doch er schleuderte sie beiseite. Dann zerstörte er die Decke und erhob sich in die Luft.Entsetzte Schrei gellten durch die Luft. Ein Mann sprach in ein Mikrofon.
    Hilfe! Mewtu ist Erwacht! Wir können es nicht kontrollieren“
    Kurze Zeit später kamen noch mehr Menschen. Doch diese sahen anders aus. Sie zogen Maschinengewehre und feuerten auf ihn. Doch nichts konnte ihn treffen. Seine Psychokräfte hielten alle Kugeln ab. Nur eine durchbrach seine Verteidigung und traf ihn an der Schulter. Noch mehr Schmerz. So schrecklich. Er schrie gequält auf.
    Plötzlich schrien auch die Männer mit den Waffen. Mewtu war verwirrt, doch dann bemerkte er das Leuchten hinter sich. Ein kleines rosafarbenes Wesen schwebte neben ihm.
    Hallo Mewtu, ich bin Mew, sagte das kleine Wesen. Komm mit mir, ich werde dir helfen. Aber wir müssen jetzt gehen.
    Ich komme mit dir, entschied Mewtu.
    Dann griff er nach der Hand des kleinen Wesens, seiner neuen Freundin. Immer höher flogen sie, fort von den Menschen, fort von den Waffen, fort von den Schmerzen. Zum ersten Mal seit seinem Erwachen spürte Mewtu etwas anders als Schmerzen. Erleichterung. Hoffnung.



    Über ein Kommentar würde ich mich wie immer freuen.
    Und die Absätze sollen eigentlich nicht so, die kommen immer so, weil ich das nur kopiere und einfüge.
    Bild folgt später.

    Sorry, aber ihr müsst noch ein bisschen auf die neue Geschichte warten, weil ich bald Geburtstag habe und deshalb nicht an die Datei drankomme, weil die als Anhang an einer E-mail ist und ich die nicht gespeichert habe.
    Ich wollt aber auf jeden Fall den Titel verraten: Mewtus Erwachen
    Achja, könnte mir irgendwer erklären, wie die Spoiler funktionieren, ich krieg das nicht hin!!!
    Dann könnt ich nämlich auch ein Bild dazu packen.


    LG Krissi

    Hey


    Erstmal vielen, vielen Dank für den Kommentar!
    Hab mich wirklich sehr darüber gefreut.
    Ja...ich schreib schon ein bisschen länger, aber das war die erste Geschichte über Pokémon.
    Vielleicht arbeite ich die noch aus, aber wohl eher nicht. Hab grad zu viele Ideen, die ich noch aufschreiben muss.
    Mit den Beschreibungen hab ich immer so meine Probleme, aber ich arbeite dran. Außerdem lag es mir bei er Geschichte daran, die Gefühle zu beschreiben, so dass man sich eher in die Person hineinversetzen kann. Gefühle liegen mir mehr als Umgebungen... ;)
    Märchen kommen auch auf jeden FAll noch, aber dazu muss ich erst ein Märchenbuch finden und das kann noch dauern...


    Ich fänd es echt cool, wenn ihr ein Kommentar dalassen würdet. Danke!

    Der Name Mew


    Es war einmal vor langer Zeit ein hübsches junges Mädchen. Dieses Mädchen hieß Miu und sie hatte eine jüngere Schwester namens Akira. Sie lebten langezeit glücklich, doch irgendwann trennten sich ihre Wege. Akira heiratete und bekam einen Sohn. Miu aber wurde Priesterin und zog sich in die Berge zurück. Die Pokemon der Wälder wurden ihre besten Freunde. Täglich betete sie zu Arceus. Mit der Zeit erhielt sie Visionen, um die Stadt vor drohendem Unheil zu warnen. Deshalb wurde sie von vielen als Schutzengel, von andern jedoch als Unglücksbotin angesehen.
    Eines Abends erhielt sie eine schreckliche Vision. Miu sah ihre Schwester, die von Dieben überfallen und getötet wurde. Sie lief so schnell sie konnte zu ihrer Schwester, doch sie kam zu spät. Miu fand Akira tot auf einer Lichtung im Wald. Sie kniete neben ihr nieder und weinte.
    Arceus“, flehte sie, „Bitte gib ihr das Leben zurück!“ Und da erschien Arceus ihr.
    Was würdest du für sie opfern?, fragte er Miu.Alles!“, antwortete sie, „Sogar mein Leben“ So sei es! Ein Leben für ein Leben, entschied Arceus. Dann verschwand er. Im selben Moment schlug Akira die Augen auf.Schwester, was hast du getan?!“, fragt sie entsetzt.Ich habe mein Leben gegen deins getauscht“, antwortete Miu.Nein! Das darfst du nicht!“Weine nicht Akira. Du hast einen Mann und einen Sohn, ich aber bin allein. Es ist besser so“
    Ein Mondstrahl traf Mius Körper und sie wurde Richtung Himmel gehoben. Miu wusste, sie würde sterben, aber sie hatte keine Angst. Dann stand sie plötzlich auf einer Wiese vor Arceus.
    Du bist so tapfer, sagte er, Nicht einmal der Tod macht dir Angst. Du sollst der wahre Schutzengel der Stadt werden.
    Mius Körper veränderte sich, schrumpfte. Sie war wieder bei ihrer Schwester, die sie groß ansah.
    Miu?“, fragte Akira vorsichtig.
    Ja Schwester, ich bin es, antwortete Miu telepathisch. Geh nach Hause Akira, deine Familie wartet auf dich.
    Werde ich dich wiedersehen?“
    Ich weiß es nicht, aber selbst wenn nicht, ich passe immer auf dich auf.
    Akira umarmte das Pokemon, das ihre Schwester war, und ging Richtung Stadt davon.
    Traurig sah Miu ihr nach. Dann verwandelte sie sich in ein Absol, um weiterhin Visionen zu erhalten und die Stadt vor Unheil zu warnen. Akira sah sie nie wieder. Und obwohl man die Geschichte dieses Mädchens längst vergessen hat, trägt das
    Pokemon, in das sie verwandelt wurde, noch immer ihren Namen: Mew.

    Da ja die Hälfte der Leute mehr Infos zu mir haben wollte, hier noch ein bisschen:
    Ich bin weiblich, reite und spiele Querflöte.
    Am liebsten höre ich Musik von Katy Perry, besonders gerne mag ich Roar und Ghost.
    Und schon wieder fällt mir nichts mehr ein ;)  
    Achja, ich lese auch gern, im Moment am meisten Warrior Cats


    LG Krissi