Beiträge von Sadgasm

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    Natürlich gibt es Leute die sind ärmer, ich habe selbst mal dazu gehört, aber dann hätte ich mich nicht angegriffen gefühlt, wenn mir jemand gesagt hätte, „ich lebe bewusster und kaufe mir nicht alles mögliche was mir gerade in den Sinn kommt, egal ob ich es jetzt wirklich brauche oder nicht“.

    Egal ob ich Geld habe oder nicht, ist dieser Äußerung ja dafür da, um die Lebensweise des Anderen zu beurteilen und schlecht zu machen und nicht um die eigene "Philosophie" darzustellen. Denn man sagt damit, dass man bewusster als die anderen lebt und dass sie sich alles Mögliche, was ihnen gerade in den Sinn kommt, kaufen, egal ob sie es brauchen oder nicht. Das ist ne Selbsterhöhung durch Abwertung des anderen. Und das ist auch das, was du machst, wie dein unten stehender Leitsatz ja es auch zeigt.


    Mal ein Leitsatz, der gar nicht so unpassend ist, "Sie kaufen Dinge, die sie nicht brauchen, um Leute zu beeindrucken, die sie nicht mögen, mit Geld, das sie nicht haben."

    Denn dieses wirklich extrem klischeehafte Zitat, sagt ja nichts über dich als Person aus. Das, was du als Leitsatz bezeichnest, ist ja ne reine Äußerung über die anderen.


    By the way: Natürlich ist der Satz ne überspitzte Darstellung, wo im Kern natürlich auch was dran ist. Aber es ist halt einerseits überzogen. Das Zitat kommt in seinem Ursprung übrigens aus den 1920ern. In einer Zeit vor Social Media, vor TV, bevor das Radio wirkliches Massenmedium war und bevor es auch für die Normalbevölkerung auch einen großen Massenkonsum gab. Von daher zeigt auch das schon, dass es die Erhebung über den Konsum schon lange vor dem Massenkonum und der Konditionierung zum Konsum durch Massenmedien gab.


    Und das zeigt ja auch das Problem. Natürlich funktioniert unserer Wirtschaftsordnung aktuell nur durch Massenkonsum und das resultiert in eine Wegwerfgesellschaft, die einerseits extrem negative ökologische Probleme hat und auch dafür sorgt, dass Menschen auch psyschich und finanziell darunter leiden. Das zu leugnen, wäre ja naiv.

    Aber es ist auch genauso naiv, wenn man das alles so einseitig betrachtet. Denn auch wenn man rein ökologisch sowieso eigentlich ne radikale Umstellung bräuchte, ist es eben nicht so einfach ohne extreme wirtschaftliche und soziale Verwerfungen möglich das umzustellen. Darüber hinaus ist es auch erst durch den Massenkonsum möglich geworden, dass auch der Konsum in dem nicht verschwenderischen Maße überhaupt für große Teile möglich ist.


    Ich habe nämlich mit meiner Lebensweise (gerade jetzt wo ich eigentlich nicht mal mehr minimalistisch leben müsste) ordentlich negative Erfahrung gemacht, denn wie kann es sein dass ich der Geld hat, sich nicht für teure Dinge, wie Autos, Uhren, Schmuck, teure Klamotten und und und interessiert, für was habe ich das Geld denn, wenn man es nicht da rein steckt.

    Was waren denn die "ordentlich negativen Erfahrungen"? War das, dass Leute dir gesagt haben, du konsumierst so wenig, obwohl du Geld für Konsum hast oder ging es darüber hinaus?


    Und wenn es nur die negative Erfahrung ist, dass dir Leute sowas an den Kopf schmeißen, dann finde ich es mit zweierlei Maß gemessen, wenn du sagst, du hättest dich nicht angegriffen gefühlt, wenn dir jemand ins Gesicht gesagt hätte, dass er bewusster als du lebst, weil er nicht alles Mögliche kauft, was einem in den Sinn kommt. Denn die Äußerung finde ich herablassender als zu fragen, warum kaufst du dir keine teuren Klamotten, obwohl du so viel Geld hast.

    "Sie kaufen Dinge, die sie nicht brauchen, um Leute zu beeindrucken, die sie nicht mögen, mit Geld, das sie nicht haben."

    Leider trifft der unnötige Überschuss halt nicht nur auf Leute zu, die ggf. wirklich das Geld haben, sondern auch Leute, die es nicht haben und sich damit im schlimmsten Fall verschulden.

    sogar sehr oft von Leuten die nicht ansatzweise wohlhabend sind und auf den gleichen Zug aufspringen

    Ja, das gibt es sehr oft. Gerade Menschen, die kein Geld haben, die legen da oft sogar mehr Wert drauf. Aber genau deswegen. Das ist doch nachvollziehbar. Auch wenn du wohl auch "ordentliche negative Erfahrungen" gemacht hast, weil du dir, obwohl du genügend Geld hast, gewisse Konsumgüter gar nicht leisten willst, ist es so, dass wir in einer Gesellschaft leben, die Leute, die sozial schwach sind, herabwürdigt, weil sie es sich nicht leisten können.


    Das heißt auf der einen Seite wird einem vorgelebt, dass man nichts wert ist, weil man so arm ist. Ein Kind was in die Schule geht und hört, dass alle anderen Kinder in den Urlaub fahren als man selbst, das merkt, dass es ausgegrenzt ist. Ein Kind was sich die Markenschuhe nicht leisten kann auch. Wenn alle auf Klassenfahrt fahren und man selbst Zuhause, bleibt auch. Wenn alle auf der neusten Konsole spielen und man als einziger nicht mitspielen kann auch. Auch wer sich den Sportverein nicht leisten kann. Das ist auch soziale Teilhabe, die verwehrt wird. Das gilt nicht nur für Kinder. Wer als Rentner Witwe oder Witwer ist und sich den Kaffe beim Bäcker um die Ecke leisten kann, geht dorthin, um Gesellschaft zu suchen und nicht weil der Kaffee schmeckt. Hat man das Geld dafür nicht, geht das nicht. Das ist überall so. Das ist auch schon so, wenn man sich irgendwo bewirbt und der Recruiter mit einem anderen Bewerber durch den Konsum mehr auf einer Wellenlänge ist. Man merkt, dass man sozial ausgegrenzt ist, weil man in einer anderen Welt lebt. Konsum ist ein wichtiger Teil des Habitus und der ist wie eine Art Stallgeruch, der Einfluss auf die Eigen- und Fremdwahrnehmung eines Menschen hat. Dazu kann ich dir Pierre Bourdieus Hauptwerk "Die feinen Unterschiede" empfehlen.


    Und da macht es einen enormen Unterschied, ob man freiwillig oder unfreiwillig auf den Konsum verzichtet. Vor allem aber besteht der Habitus eben nicht nur aus dem Konsum. Er besteht auch aus der Bildung, dem Mindset, der Gesundheit... Und in all den Fronten merkt man, dass man eben minderwertig ist, wenn man arm ist. Vor allem, wenn man dauerhaft arm ist. Ein Student, aus gutem Hause, der aber während der Studienzeit von wenig Geld lebt und dann in einen gutbezahlten Beruf lebt, der erfährt die Armut während der Studienzeit anders als jemand, der dauernd arm ist.


    Und wenn man dazugehören will, dann versucht man sich eben anzupassen. Und man kann Bildung eben nicht einfach so vorgaukeln. Auch nicht Gesundheit, Herkunft... aber durch Konsum, durch Schulden kann man den Wohlstand imitieren. Außerdem ist Konsum ja auch spaßig und deswegen ist es auch oft eine Ersatzhandlung, weil man andere wohltuenden Dinge nicht so einfach nachholen kann wie Konsum. Es ist eine Ersatzbefriedigung.


    Der Missstand ist daher in meinen Augen eher, dass die Menschen überhaupt in der Lage sind, dass der Konsum ne Ersatzbefriedigung ist. Die Lösung is daher zu schauen, dass die anderen Dinge gelöst werden und nicht zu sagen, man soll halt sein Mindset ändern und sich einfach entsagen können. Das kommt schon sehr herablassend rüber.


    Natürlich verstärken Massenmeiden und soziale Medien diesen Druck noch. Aber dazu gehören zu wollen, das ist in der Natur des Menschen. Und dauerhaftes verstoßen werden ist schlimm. Und deswegen ist es nicht damit getan, dass die Leute das falsche Mindset haben, weil sie zum Konsum durch Massenmedien gebracht werden, obwohl sie es sich nicht leisten können. Wichtiger als die Massenmedien ist die sonstige Ausgrenzung. Und daher kann man sich auf dem Gebiet des Konsums besser entsagen, wenn man sonst mit sich in reinem ist, wenn man gefestigt ist und wenn man Halt und Struktur hat.


    Natürlich kann es nicht schaden, ne Ausgelassenheit in sich selbst zu suchen und so Genügsamkeit und Zufriedenheit zu finden. Aber Menschen funktionieren nun einmal als soziale Wesen und das ist auch gut so. Und einfach zu sagen, man soll Selbstgenügsamkeit durch Spiritualität und japanische Philosophie finden. Und dann leben wir alle als zufriedener Menschen, haben mehr Geld und überwinden auch noch die Wirtschaftsordnung, welche auf Massenkonsum ausgelegt ist, das verkennt einfach all diese Zusammenhänge.


    Natürlich kann jeder so leben wie er will und ich will mich auch nicht über Leute stellen, die mit diesem Lifestyle nichts anfangen können, umgekehrt sollte es halt auch der Fall sein, auch wenn ich natürlich verstehen kann, wenn Leute von Minimalisten genervt sind, die einem wie in anderen Bereichen auch, genau das aufs Auge drücken wollen.

    Ich glaube der negative Backlash kommt primär nicht, weil Menschen das Gefühl haben, dass Leute einem denselben Lifestyle aufs Auge drücken wüllen, sprich dass sie das auch machen wollen.


    Das kommt eher darauf, wie man es kommuniziert. Wenn man sagt, ich lebe minimalistisch, weil ich ne Ausgeglichenheit und ne innere Ruhe darin findet mich zu reduzieren, wird das wenig negative Reaktion finden.


    Wenn man aber sagt ich liebe minimalistisch, weil ich bewusster lebe, und mir nicht alles mögliche kaufe, was mir gerade in den Sinn kommt, egal ob ich es jetzt wirklich brauche oder nicht, dann wirst du jede Menge Ablehnung bekommen. Weil du jedem der deinen Kriterien und deinem Lebensstil nicht entspricht sagst, er lebt generell unbewusster (was an sich schon ne total faschistoide Auslegung von bewusstem Leben ist, als wäre jemand der minimalistisch lebt automatisch bewusster und jemand der das nicht macht automatisch unbewusster) und wenn man nicht minimalistisch lebt kauft man auch automatisch alles was einem in den Sinn kommt ohne sich zu überlegen, ob man es braucht oder nicht.



    Hat sich ja schon in der Diskussion hier gezeigt. Deinen Satz mit "Leute, die sich so sehr lenken lassen" wollte ich auch schon zitieren und das kommentieren. Weil es mich genauso gestört hat wie QueFueMejor

    oder du reimst dir nicht irgendeinen Müll zusammen, wie das gerade der Fall ist.

    Würdest du meinen ganzen Text lesen und nicht so viel Memory spielen, würdest du halt genau erkennen auf wen das abzielt.

    Aber ja ich weiß, ich böser Kerl, darf nichts einmal was zu der Thematik mit meinem Umfeld sagen, ahhh ne stimmt ich beziehe das ja grundlegend auf alle.

    Ich habe deinen Post mehrmals gelesen. Ich kann immer noch nicht verstehen, woran man genau erkennen soll, auf wen das abziehlt und habe es auch so interpretiert, dass du es als Allgemeinplatz raushaust und dann brauchst du dich auch nicht wundern, dass es auch so ankommt, dass du das wie deinen Leitsatz halt grundsätzlich auf andere Leute anwendest und nicht nur auf ne spezielle Person. Ich finde nicht, dass man sich da Müll zusammenreimt. Auch wenn es nicht deine Absicht war, ist es dennoch die Message, die du generell in deinem Post in meinen Augen sendest, mit unterschieldich abfälliger Wortwahl.


    Ich unterstelle dir aber nicht, dass du es auch so gemeint hast. Kansnt mir gerne erläutern, wen du damit gemeint hast.

    Ich sage immer scherzhaft "Heiraten nur, wenn es sich finanziell lohnt!", weil ich mit Kitsch an sich nicht so viel anfangen kann.

    Auch wenn man den ganzen romantischen bzw. generell zeremoniellen Aspekt weglässt und auf das ganze nach rein rationalen Vor- und Nachteilen schaut, gibt es auch abseits vom finanziellen jede Menge Vorteile.


    - Automatische Aufnahme als Erbe

    - Gesetzliche Vertretung: Ehepartner können einander in wichtigen Angelegenheiten vertreten, wenn der andere dazu nicht in der Lage ist. - Das ist etwas, was im Alltag super von großem Vorteil ist, weil es einem extrem viel erleichtert. Das ist was, was enorm wichtig ist.

    - Man kann in die Krankenversicherung des Partners aufgenommen werden

    - Man hat Anspruch auf andere Sozialversicherungsleistungen wie Rente und Witwenrente

    - Wenn man ein Kind bekommt, spart man sich die Anerkennung der Vaterschaft, man hat automatisch das geteilte Sorgerecht und auch hat man bei der Anmeldung vom Kind weitaus weniger bürokratischen Aufwand. BTW: Wenn eine Frau mit Mann A verheiratet ist und aber mit Mann B schwanger ist und auch wenn das allen Beteiligten bekannt ist, dann wird Mann A als der Ehemann automatisch als Vater eingetragen, obwohl er nicht der biologische Vater ist. Finde ich höchst problematisch.


    Diese Privilegien hat man, weil der Staat ja auch was zurückbekommt. Auch, wenn das Paar keine Kinder hat. Nämlich, man ist ja mehr in der Haftung. Das heißt Unterhaltspflicht. Bei Scheidung, aber auch bei Berufsunfähigkeit etc. Generell bei Sozialleistungen, die alle wegfallen, weil erstmal der Partner und dessen Vermögen ran muss. Auch Beerdigung. All das. Das sind enorme Kosten, die der Staat spart. Aber diese Kosten spart der Staat nicht nur bei verheirateten CIS-Paaren mit Kindern. Deswegen habe ich ja in meinem Post vom Dezember die Meinung geäußert, dass andere Lebensmodelle das auch bekommen sollten, wenn es nach mir geht. Egal ob es andere Partnerschaften sind, oder wenn man auf Lebenszeit mit nem platonischen Freund zusammenzieht oder mit dem Cousin 3. Grades, weil man einfach das als Lebensmodell wählt. Auch die Dreierbeziehung oder die Kommune. Denn auch das entlastet den Staat alles enorm. Und daher sollten diese Lebensmodelle die Vorteile meiner Meinung nach auch bekommen.

    Was aber nicht geht, ist das jedes Paar, das direkt bekommt. Das ist ja logisch. Weil man ja auch nicht direkt die Haftung hat und auch nicht will und das ist auch gut so. Die hat man halt erst, wenn man es vor dem Gesetz offiziell macht. Deswegen finde ich das Modell der Verantwortungsgemeinschaft so sinnvoll. Sobald man offiziell erklärt diese zu haben, hat man halt die Verpflichtungen und die Verantwortungen. So wäre es in meinen Augen fair.


    Und da sollte man wie jetzt hier gesagt auch nicht die Wichtigkeit von bürokratischen Erleichterungen nicht unterschätzen. Klar gibt es Vollmachten, Testamente, private Versicherungen. Aber das alles aufzusetzen kostet oft auch Geld und jede Menge Aufwand, weswegen viele das nicht machen. Und weil sie es nicht machen, bringen sie dem Staat die finanzielle Erleichterung, ohne dafür was zurückzubekommen. Und deswegen bin ich dafür, dass es gewisse Erleichterungen auch mit anderen (offiziell beantragten) Lebensmodellen geben sollte.


    Diesen ganzen juristischen und finanziellen Aspekt, das ist etwas, was ich zu 100% von dem zeremoniellen trenne. Wenn jemand sehr gläubig ist und in der Kirche von einem Pfarrer getraut werden will, kann er das gerne machen. Wenn jemand ne riesen Hochzeit mit 1000 Gästen will und dafür Unsummen ausgibt, steht das auch den Leuten frei. Ist ja ihre Privatsache.


    Deswegen ist das Thema Heirat ja eigentlich zwei Themen. Denn einmal die Ehe vor dem Gesetz. Da geht es bei Privilegien und Nachteile und Rechte halt in meinen Augen nur um gleiche Rechte und Pflichten, wenn man füreinander einstehen will und das auch vor dem Gesetz offiziell machen will. Da sollte der Staat auch keine Unterschiede machen und da kommen wir ja immer mehr hin.


    Der Part der Feier und Trauung ist für mich ein davon sehr losgelöstes Thema. Weil man das eine ja auch ohne das andere haben kann.


    Ich würde auch immer noch infrage stellen, ob die große Hochzeit mit Braut in Weiß und Feier, für die man mehrere Tausend Euros ausgibt, so das gängigste Modell ist. Das wird durch Social Media etc. und auch schon früher durch Filme natürlich sehr propagiert. Das auch immer mehr. Aber das betrifft nur Teile der Gesellschaft. Ich selbst hatte so ne Hochzeit (aber mit 25 Gästen, deswegen finanziell und von der Größe dennoch im kleinen Rahmen), aber in meiner Famile bin ich der einzige der das gemacht hat. In der Familie meiner Frau auch. Wir kommen eher aus der Arbeiterklasse. Meine Brüder waren einfach zum Standesamt und haben danach im Garten bzw. im örtlichen Festsaal vom Ortsverein ne Grillfeier gemacht. Mein Schwager ist aufs Standesamt und hat dann die Gäste (3 beste Freunde und ansonsten nur Eltern, Geschwister, Oma, Opas sowie deren Partner und Kinder) zum Essen in ein Restaurant eingeladen. Alle sind mit normalen Anzügen heiraten gegangen, die sie entweder schon hatten oder wieder verwenden können. Die Frauen hatten auch keine weißen Brautkleider, sondern Kleider für andere Anlässe. Auch im erweiterten Familien- und Bekanntenkreis in meiner Heimat war das das gängige Modell.


    Wer auf türkischen Hochzeit war weiß, dass das immer riesengroße Feste in sehr großen Sälen sind. Mit einer Anzahl an Gästen, die Minimum im dreistelligen, gerne aber auch im vierstelligen Bereich ist. Da ist es aber Brauch, dass alle Gäste nur Geld schenken und das üppig. Gleichzeitig wird an vielen Stellen da auf die Kosten geachtet, oft beispielsweise beim Essen. Ich selbst war in meinem Leben auf einer türkischen Hochzeit von Freunden und fand das Essen da echt bemerkenswert belanglos bis fast schon schlecht bzw. billig war. Andere Freunde mit türkischen Wurzeln haben mir dann gesagt, dass das normal ist, dass das Essen nicht so pompös ist. Damit es trotz der vielen Gäste noch bezahlbar ist und dass man nach der Hochzeit durch die Geldgeschenke mit einem Plus herausgeht.

    Früher in Deutschland als man Möbel, Küchenutensilien, Besteck, Geschirr... oft nur einmal fürs Leben gekauft hat, also vor dem Massenkonsum im 20. Jahrhundert, war es üblich, dass die Gäste halt solche Gegenstände für die Einrichtung schenkten. Das war auch eher eine Feier, wo das Paar sich den Einstieg ins Leben finanzieren könnte. Also auch hier wieder, dass es nicht so war, dass man sich für ne Social Media Hochzeit finanziell in Unkosten stürzt. Im Gegenteil das hatte ne gesellschaftliche Funktion, um den Start ins Leben zu vereinfachen. Das heißt selbst diese traditionallen Hochzeiten sind und waren oft kein finanzielles Grab für ein bischen Kitsch und Feier, sondern oft das genaue Gegenteil.


    Dieses Jahr bin ich noch auf ne lesbische Hochzeit eingeladen. Das wird wahrscheinlich ne Grill-Party sein, wo alle im 60s/Rockabilly-Look erscheinen. Auch da ne groß gefeierte Hochzeit, die sicherlich weitaus mehr Gäste haben wird, als meine vermeintlich klassische. Dennoch werden auch das keine Unsummnen sein und dennoch ist auch das ein Beispiel davon, dass die Feier und Zeremonie höchst individuell sein kann und nicht immer dem Klischee entspricht.


    Bei meiner eigenen Hochzeit war es so, dass wir schon 13 Jahre vorher ein Paar waren. Wir sind nicht religiös. Weil unser Jahrestag unserer Beziehung für uns das wichtige Datum ist, haben wir die standesamtliche Hochzeit unbedingt auf unseren Jahrestag legen wollen, weil es uns wichtig war, diesen Tag nicht zu entwerten. Obwohl wir also diese Klischee-Hochzeit hatten, ist das jetzt nicht etwas, was unsere Beziehung oder so definiert.

    Wir wollten sowieso heiraten, weil ja für den standesamtlichen Part nichts dagegenspricht, wenn man ne Familie zusammen gründen und dauerhaft zusammenbleiben will. Aber es spricht halt viel dafür. Und beim zeremoniellen Part wollten wir halt ne Feier mit ner schönen Trauung, traditionell in weiß, mit großer Torte (aber ohne Kirche, da wir beide aus der Kirche ausgetreten und konfessionsfrei sind) etc. Aber am Ende des Tages ist unsere Beziehung nicht durch die Hochzeit mehr wert oder stärker und das wissen wir auch und das verklären wir auch nicht positiv.


    Die Hochzeit in Weiß, für die man sich in Unkosten stürzt, mit ner verzerrten Verklärung und ner Überhöhung der Bedeutung, ist daher in meinen Augen eher ein Modell unter vielen der Hochzeit, welches noch nicht mal unbedingt die Mehrheit darstellen wird. Das wird medial halt auch verzerrt.

    Bastet


    Mir ist es auch egal, was wer zu seiner Hochzeit trägt und ob und wie die Person das zu anderen Anlässen ebenfalls anzieht.


    Aber de facto gibt es nun einmal dennoch einige Menschen, die Brautkleider haben, die so extravagant sind, dass man sich selbst auch unpassend vorkommen würde, wenn man sie zu anderen Anlässen anzieht. Und auch gibt es Anzüge, die in die Kategorie fallen, wenn auch die meisten Leute die davon betroffen sind, tendenziell eher die sind, die das klassische weiße Brautkleid tragen. Ich selbst kann meinen Anzug meiner Hochzeit auch zu anderen formalen Anlässen anziehen und mache das auch. Und auch finde ich überhaupt kein Problem, wenn Kleider so aussehen, dass sie auch für andere Anlässe funktionieren.

    Aber auch wenn es mich daher nicht so sehr betrifft, fand ich es einfach einen netten Hinweis, dass es eben diese extra Veranstaltungen gibt, wo auch Leute deren Hochzeitskleidung nicht für andere Anlässe unpassend ist, oder die sich einfach nicht wohlfühlen würden, die woanders zu tragen, ebenfalls ne Möglichkeit haben dies zu tun.


    Und Anti-Mottenkugeln ist natürlich ganz gut für Kleider, die man länger nicht trägt. Wenn man aber Kleidung/Stoffe genrell, die einem was bedeuten, langfristig aufbewahren will, ist es eben doch zu wenig. Viel zu wenig.

    Man sollte das auf keinen Fall aufhängen, weil das auf Dauer die Nähte zu sehr belastet. Und auch muss man halt schauen, in was man die Dinge legt. Plastikbehälter, wie beispielsweise diese Vakuumtaschen, die sehr beliebt und für kurz bzw. mittelfristige Aufbewahrung auch sehr gut sind, sind beispeilsweise problematisch. Einfach weil die zu wenig bzw. keine Luft aber dennoch Licht durchlassen. Das sorgt für Feuchtigkeitsbildung und dann auch für Schimmel. Viele Kartons widerum haben säurehaltige Inhaltsstoffe, die über die Jahre irgendwann mal abgegeben werden können und durch chemische Reaktionen kann es dann zu Verfärbungen, Brüchen, Löchern... kommen. Von daher sollt es eben ne Stoffaufbewahrung sein oder ein Karton, der keine solchen Inhaltsstoffe hat. Wenn man nichts hat, ist es daher sinnvoll so einen Brautkleiderkarton zu nehmen (auch für normale Kleidung oder andere Dinge wie Fotos o. ä.). Hat man aber einen Koffer, den man nicht mehr braucht, kann man sich das Geld sehr wohl sparen. Ich bin wieder Schneider noch habe ich ne Sammlung an Cosplay-Kostümen oder sonst irgendwelche Erfahrung bzw. Anwendungszwecke für dieses Wissen im Vorhinein gehabt. Daher war das für mich Wissen, das ich nicht ohnehin selbst wusste und wo ich froh darüber war, dass mir das jemand gesagt hat.

    Ich weiß btw nicht, was ich mit meinem Brautkleid machen soll xD Es hängt im Keller. Ich bin so'n nostalgischer Erinnerungsmensch weswegen ich es behalten will, aber es nimmt halt recht viel Platz ein und im Grunde brauche ich es nicht.

    Falls du es wieder anziehen willst: Inzwischen gibt es so einen Trend von Bällen, wo Ehepaare mit ihrer Hochzeitskleidung hinkönnen um ein Event zu haben, wo man diese wieder anziehen kann. Habe ich selbst nicht besucht, weiß aber, dass es das gibt.


    Einfach in den Keller hängen wird wohl weder langfristig besonders gut für das Kleid sein und es kostet viel Platz. Wenn du es platzsparend verpacken willst, solltest du es in eine Box machen. Es gibt extra Brautkleidkisten/-boxen, aber die sind oft unnötig überteuert. Wenn du einen großen Reisekoffer übrig hast, kannst du das Kleid darin falten. Wichtig ist, dass du Seidenpapier dazwischen legst. Also Seidenpapier in den Koffer legen, dann mit der Unterseide anfangen das Kleid in den Koffer zu legen. Dann wieder Seidenpapier und einmal rumfalten. Wieder Seidenpapier und wieder rumfalten. Bis es fertig ist. Zusätzlich kannst du noch ein paar dieser Trockenmittelbeutel in den Koffer reintun.

    Anleitungen dazu findet man zu Hauf im Internet. Wir haben damals bei der Reinigung gefragt, ob sie da Tipps haben. Die haben das mit dem Seidenpapier und dem Trockenmittel erwähnt, also dass das der Standard ist und dass mit dem Koffer als Tipp um sich die unnötig teure Brautkleidksite zu sparen.

    aber ich habe ein paar Probleme gesehen, insbesondere aus ethisch-juristischer Perspektive, die die Widerspruchslösung in einem nachvollziehbaren, schlechten Licht erscheinen lassen (Recht auf Selbstbestimmung, das teilweise auch über den Tod hinaus eine Wirkung hat). Insofern finde ich eine Lösung, die jeden Bürger zu einer konsequenten Entscheidung zwingt, fair. Momentan spenden zu wenige, weil sie nie eine Entscheidung treffen. Im Falle einer Widerspruchslösung würden wohl einige spenden, ohne je entschieden zu haben, womit das Recht auf Selbstbestimmung verletzt ist. Wenn jedoch jeder zwingend ja oder nein sagen muss, könnten all die (viel mehr) Leute, die spenden wollen, aber momentan zu faul / zu unwissend / was auch immer sind, spenden, ohne dass jemand ohne je seinen Willen zu bilden bzgl seines Körpers nach dem Tod fälschlicherweise spendet. Perfect sol

    Obwohl ich selbst einen Organspenedeausweise habe und will, dass sich die Anzahl der Spender erhöht, finde ich die Widerspruchslösung problematisch. Der Post fasst es perfekt zusammen.

    Bastet


    Ich gebe dir zu 100% recht, dass solche Bezeichnungen total misogyn sind. Denn, wenn eine Person sich entscheidet, so aufzutreten und diesen Standards und Klischees zu entsprechen, ist natürlich auch das ihre freie Entscheidung und kein Grund sie abzuwerten, was solche Bezeichnungen (auch der Begriff Püppchen) tun. Deswegen ist das kein Begriff, welchen ich verwende, um Personen und ihr Auftreten zu kategorisieren.


    An dieser Stelle habe ich es bewusst getan. Und das nicht, weil ich finde, dass es dann für Personen wie Marilyn Monroe doch angebracht ist. Das ist es nicht und Personen wie sie als Püppchen zu bezeichnen ist natürlich entwertend und misogyn. Dennoch habe ich den Begriff aus einem Grund verwendet, und zwar weil es die Rolle/Funktion/Stellung ist, in welche Frauen in Hollywood in dieser Zeit reduziert wurden. Sprich es ist ein bewusster Kommentar darüber, wie Hollywood (und auch unsere Gesellschaft, deren Ideale und Vorstellungen ja in Hollywood gespiegelt wurden) funktioniert hat. Es soll verdeutlichen wie mysogyn die Stellung der Frau in der Ära war.

    Seriva Senkalora


    Die Sache ist halt, dass auch Fiktion und auch die reine Darstellungsebene eine prägende Wirkung auf uns hat.


    Ich bringe jetzt mal die Darstellung von Homosexualität in Medien, ist zwar ein anderes Thema, damit kann ich aber anschaulicher erklären, was ich damit meine. Wenn in Filmen und Serien Homosexuelle dargestellt werden, dann kommt oft die negative Reaktion, dass einem das Thema von der Woke-Bubble aufgezwungen wird und dass einem ja auch nicht jeder Heterosexuelle seine Sexualität aufdrückt. Dann kommen immer die Forderungen "keep poltics out of our games/movies..."

    Wenn in Serien und Filmen aber heterosexuelle Paare dargestellt werden, dann ist das für viele halt normal und wird als nicht politisch aufgefasst. Nun sind aber laut Bundeszentrale für politische Bildung 5 - 10% aller Menschen homosexuell. Wenn in einem Medium nun 100% heterosexuelle dargestellt werden, wird das von vielen als unpolitische Darstellung der Realität aufgefasst. Das ist aber nicht so. Das ist eine verzerrte Darstellung. Und wenn halt in allen Medien immer und überall 99-100% aller Darstellungen von Sexualität heterosexuell ist (wie es ja Jahrzehntelang dargestellt wurde), prägt es unsere Auffassung davon, was normal ist und was nicht. Und der Mensch funktioniert halt so, dass er das unterbewusst auffasst. Und der Mensch hat auch ne Dissonanz, wenn irgendetwas nicht normal bzw. so ist wie es denn sein sollte. Deswegen auch die negative Reaktion, wenn Homosexuelle dargestellt werden. Weil es ihr empfinden stört, dass was nicht "normales" dargestellt wurde. Obwohl Homosexualität schon seit Jahrtausenden zur Menschheit dazugehört und es normal ist, dass nicht 100% heterosexuell sind. Was dargestellt wird, das prägt unsere Erwartungen.


    Und bei der Darstellung von weiblich gelesenen Personen ist das ja ein riesengroßes Problem. Nämlich, dass diese weitaus stärker einem Schönheitszwang unterlegen. Und das wird auch durch sowas geprägt. Und klar zeigen Medien (egal ob animiert oder mit Realschauspielern) ne überspitzte Darstellung. Und klar sind in Hollywood auch die meisten Männer eher welche, die viele Menschen als attraktiv bezeichnen würde als der Gesamtschnitt der Gesellschaft. Aber es gibt halt weitaus mehr Männer, auf die das nicht zutrifft und die trotz oder gerade weil sie nicht solchen Schönheitsidealen entsprechen, Karrieren machen können.

    Man muss sagen, dass wir da nicht mehr in den 50ern sind, wo es nur Püppchen unter den weiblichen Darstellern gibt. Da hat sich schon extrem viel getan. Sehr viel. Aber dennoch ist es immer noch so, dass es als nicht attraktiv geltende weibliche Schauspieler weitaus schwerer haben. Und das liegt an solchen Darstellungen. Und es hört nicht da auf. Die Darstellung in den Medien übt ja gerade auch auf Teenager einen Druck aus und propagieren ein Ideal, welches man nicht erfüllen kann.


    Und daher ist es eben doch ungemein wichtig, dass man ne Darstellung hat, die divers ist. Wie schon hier erwähnt, heißt es nicht, dass ne Darstellung von attraktiven Frauen oder auch ne sexualisierte Darstellung nicht per se verboten gehört und wir jetzt alle Medien, die das Beinhalten auf den Scheiterhaufen werfen. Auch heißt es in meinen Augen nicht, dass jeder, der diese genießt, prinzipiell zu verurteilen ist.


    In meinen Augen heißt es eben, dass wir die bekannten und wissenschaftlichen belegten Erkenntnisse, dass die Darstellung in Medien auch unsere Rezeption und Erwartung beeinflussen, halt etwas im Hinterkopf haben. Und dass wir mit diesem Wissen generell mal hinterfragen, ob es ne gute Sache ist, wenn in unseren Medien überspitzt gesagt nur heterosexuelle, junge, gut gebaute weiße CIS-Menschen auftreten (+ die Quotenminderheit, die dann auch oft noch sehr stereotypisch dargestellt wird) oder ob es nicht besser ist ne gewisse Vielfalt in der Gesamtheit der Medien (es heißt nicht, dass alles in jedem Medium abgebildet sein muss und dass jedes Medium zu verurteilen ist, was das nicht macht) auch abzubilden.

    Also ich kann absolut nichts zu Freiwilds Texten, Statements, Vergangenheit etc. sagen, da mich die Band selbst nie interessiert hat, aber was mir sofort einfiel ist das meine beste Freundin, die schwarz ist, sich auch ständig anhören darf die Band sei ja rechtsradikal und das würde ja zu ihr als Fan im Widerspruch stehen. Während sie laut eigener Aussage nie schlechte Erfahrungen auf Konzerten gemacht hat und sogar weiterhin anstrebt auf solche zu gehen. Vor allem weil dort wohl so gute Feierstimmung herrscht. Da frage ich mich ob dieses "natürlich sind viele der Fans rechtsradikal" nicht eher Vorurteile sind die eben aus den Vorwürfen bzgl. der Band resultieren. Dabei kann meine Freundin natürlich von diesen auch einfach "benutzt werden" aber woran macht man dann stattdessen deren politische Ansicht fest, wenn sie diese nicht mal äußern?

    Ich habe mich die letzten Jahre nicht mit Frei.Wild beschäftigt. Von daher kann es sein, dass ich vielleicht einen weiteren Wandel in den letzten Jahren übersehen habe.


    Die Band selbst:

    Der Sänger der Band war früher Skinhead und spielte in einer Skinhead-Band namens Kaiserjäger. Die Songs waren extrem rechts und im Booklet einer Kaiserjäger-CD gibt es ein Foto, in welchem der Sänger den Hitler-Gruß macht. Noch 2008, als die Band schon gegen die Vorwürfe Rechts zu sein kämpfte, wurde klar, dass der Sänger von Frei.Wild Mitglied in der Partei die Freiheitlichen ist. Erst nach dem Aufdecken ist er dort ausgetreten. Die Freiheitlichen sind ne Partei in Südtirol, wo die Band ja herkommt. Kurz gesagt kann man die mit der österreichischen FPÖ oder AfD vergleichen.


    Die Band hat sich immer wieder gegen Vorwürfe von Rechtsextremismus verwehrt. Auch distanzieren sie sich ja auch mal gegen explizite Parteien und Gruppierungen. Wie glaubwürdig ne Distanzierung von der AfD ist, wenn man selbst Mitglied bei den Freiheitlichen war, das sei dahingestellt.


    Unabhängig davon sieht man deren Haltung ja vor allem in den Liedern. Die sind nichts explizits rechtsextrem oder fremdenfeindlich. Dennoch zeigen die die Haltung ja sehr deutlich. Immer die gleichen Themen. Ähnlich wie bei den bösen Onkelz. Man ist stolz, man lässt sich nicht den Mund verbieten, man liebt die Heimat, man hat kein Bock auf "Gutmenschen und Moralapostel", wer die Heimat hasst, der soll sie verlassen, man ist Patriot... Das ist nicht explizit rechtsextrem. Aber deutlich rechts. Das Feiern eines Reaktionären Lebensgefühls. Ein ich bin wie ich bin, ich verbiege mich nicht, die Heimat soll so bleiben wie sie ist und alle Kritik und Veränderung wird abgelehnt.


    Das sind keine Hardcore-Neonazis. Wobei der Sänger ja auch in seiner Jugend wohl in der Szene unterwegs war. Aber dennoch zeigt es, dass schon eine gewisse Mentalität eben vorhanden ist.


    Die Fans:

    Die Spiegeln im Endeffekt genau das wieder. Einerseits hören Nazis auch Musik, die nicht super naonazistisch ist aber dennoch ebenfalls ihr Weltbild und ihre Gefühle widerspiegelt. Was sie Musik von Frei.Wild halt eindeutig macht. Aber es holt halt alle anderen ab.


    Und das sieht man in meinen Augen auch bei den Fans. Die sind natürlich nicht alle Rechtsextremisten. Aber es sind Menschen, die sich von dem was Frei.Wild besingt abgeholt fühlen. Das geht über ein sehr weites politisches Spektrum. Wenn man über Heitmatliebe, gegen "Gutmenschen"... singt, dann sind gewisse Teile der Bevölkerung explizit sicherlich abgeschreckt. Aber dennoch kann das viele erreichen.


    Und dass deine Freundin da nichts befürchten muss, das überrascht mich nicht so sehr. Nicht jeder, der irgendwie rechts ist und auch nicht jeder Rechtsextremist wird immer gewaltätig sobald sie ne ungeliebte Person sehen. Vor allem wenn sie auf ner Veranstaltung sind, wo es auch Security gibt und Leute, die sich ihnen entgegenstellen. Von daher werden die Leute, die was gegen deine Freundin dort haben, sicherlich einfach die Füße still haben.


    Dann gibt es noch andere Fans, die sind halt nicht per se rechts. Außerdem gibt es auch unter Leuten mit rechtem Weltbild, die aber nicht Rechtsextremisten oder sonst irgendwie politisch gefestigt sind, auch viele, die nichts gegen in ihren Augen "Fremde" haben, so lange die sich andienen. Die sind gegen die Masse an Flüchtlingen, aber der Mitspieler im Fussballverein mit iranischen Wurzeln ist okay und der Dönerverkäufer auch. Und die schwarze auf dem Frei.Wild-Konzert mag Frei.Wild daher ist die auch okay. Weil die dann als Einzelperson sympathisch ist. Das heißt aber nicht, dass diese Leute nicht per se dennoch fremdenfeindliche und andere Rechte Einstellungen haben.

    Wobei eben auch viele Außenseiter ihre Bücher gemocht haben, weil die Idee eines missbrauchten Kindes, dass quasi gerettet und in eine affirmative Welt gebracht wird sehr mit diesen Gruppen resoniert.

    Nicht nur, dass es das missbrauchte Kind ist. Es ist auch gegen die Idee der Blutreinheit und der Uniformität und die Gruppe der Misfits, die zusammenpasst. Die Harry Potter-Story hat ja schon viele Elemente, die ja sehr viele Leute angesprochen haben, weswegen die Harry Potter-Fans sehr viel diverser waren als Fan-Communities von so vielen anderen Franchises. Das macht es ja so schlimm. Gerade weil Harry Potter als Franchise mehr Menschen aus der Trans-Community als Fans hatte wie so viele anderen Franchises. Dass die Autorin ihrer Lieblingsfranchises nun so ist, dass ist ja der Schlag ins Gesicht.


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    ContraPoints hat wieder ein sehr gutes Video zu JKRowling gemacht:


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    Dass auch bei den waren Geschichten natürlich viel Phantasie dahinter steht ist sowieso klar und nimmt mir auch den Nostalgiespaß daran nicht. Dennoch fand ich es sehr amüsant, als ich mal bei einer wahren Geschichte nachgeforscht habe, was man darüber weiß.


    Konkret geht es um die Geschichte "Monster im Schrank". Dort geht es darum, dass ein Junge Angst vor einem Monster im Schrank hat. Es geht um diese U.S.-amerikansichen Schränke, die eher kleine Kammern sind. Sein Bruder und ein Freund sperren das Kind, um es damit zu hänseln trotz der panischen Angst in genau diesen Schrank. Daraufhin war das Kind spurlos verschwunden. Also als gäbe es wirklich ein Monster im Schrank wirklich. Die Geschichte war auch "wahr".


    Eine IMDB-Userin hat den Robert Tralins, die Person, die die "wahren" Geschichten beisteuerte auf die Geschichte angesprochen. Das war seine Antwort:


    Zitat

    The Beyond Belief: fact or fiction story about the monster in the kids closet was based on an actual event that I personally investigated in Florida many years ago. At the time it happened there was no explanation for the boys disappearanceuntil two weeks later when it was learned that he had climbed out of the closet through a ceiling panel and ran away from home. He stayed at a friends house surreptitiously until the friends mother discovered him hiding in the attic of their home and exposed the ruse. Unfortunately, the show producer responsible for checking out the truthfulness of each story was not informed until too late that the little boy had turned up at

    Investigators who had tapped the ceiling and walls in the closet did not find the panel because the boy (age 11) had wedged two pieces of wood into place over it when he was in the crawl space above the closet.

    Hallo,


    Ich habe gelesen, dass man Pokemon Go mit Home verbinden kann, um seine Pokémon von GO nach Home zu übertragen.


    Gibt es eine aktuelle Anleitung, wie das funktioniert?


    Können alle Pokémon nach Home übertragen werden? Besonders meine ich damit Event-Pokémon wie die diversen Pikachus mit Kostüm.

    Ich grabe mal wieder einen Ur-Alt-Thread von mir aus. Seit ich den Thread vor über acht Jahre geschrieben habe, hat sich gerade im Handheld-Sektor echt eine Menge getan.


    Damals gab es bis auf ein paar ehrenwerte Pionier-Geräte (die Gamepark Handheld oder die Pandora) und den leider nicht erfolgreichen Versuch von Nvidia mit dem Shield Portable einen Handheld zu etablieren, oft nur billige Geräte. Entweder Handhelds, die aussehen wie ne PSP oder ne VITA und ne Billig NES-Spiele oder noch schlechter abspielten oder Handhelds auf Android-Basis, die aber in Punkto Verarbeitung, Performance etc. wirklich nicht gut waren.


    Das sieht heutzutage ganz anders aus.


    Ich glaube jedoch, dass sich da durch Android (und jetzt wo Steam OS das Linux Gaming populär macht wohl bald auch auf Linux-Handhelds und Konsolen) eine Menge tut.

    Schaut man sich einmal an was, ich vor acht Jahren geschrieben habe und was es jetzt alles gibt, habe ich Recht behalten. Allem Voran gibt es natürlich das Steam Deck. Aber auch Logitech mit ihrem Android-Streaming-Handheld.


    Aber auch der ganze Markt in Asien hat sich komplett gewandelt. Es gibt inzwischen fast ein Dutzend Produzenten von qualitativ richtig hochwertigen Handheld-Geräten. Auf Linux-Basis, auf Android-Basis oder auch auf Windows-Basis. In allen Größen, Formen und Preiskategorien.


    Ich selbst nutze beispielsweise den Anbernic RG353M:



    Und nicht nur auf der Hardware-Seite hat sich eine Menge getan. Auch beim Spieleangebot. Handhelds auf Basis von Windows oder Steam-OS haben natürlich das Potential so ziemlich alles abzuspielen, was es so für den PC gibt. Auch hat sich beim Spieleangebot auf Android für Fans von Spielen abseits der Touch-fokussierten Minispielchen auf dem Android-Markt extrem viel getan.


    Selbst für Freunde von Emulation gibt es viel Bewegung. Abseits von Nintendo oder Sony bieten extrem viele Anbieter ihre Spiele auch als Roms frei zum Verkauf an, sodass man seine Emulatoren mit offiziell gekauften Titeln befüttern kann. SEGA und SNK sind da beispielsweise sehr positiv hervorzuheben.


    Beobachtet ihr das alles oder geht das an euch vorbei?

    Ich selbst schaue mir gerne Feuerwerk an. Mache aber selbst keines. Also weder Böller noch Feuerwerk. Seit Jahren nicht. Dafür habe ich kein Geld. Mit den Jahren stört mich das Privatfeuerwerk und die Böllerei anderer immer mehr. Gerade als Stadtbewohner. Das Verhalten vieler ist so extrem und rücksichtslos, dass das zeigt, dass man sowas nicht in die Hände der Allgemeinheit geben dürfte. Auch nicht an einem Tag im Jahr. Als Kompromiss könnte man ja ne Auflage machen, dass man einen Pyrotechniker-Fortbildung machen muss um an Silverster Feuerwerk zu verwenden.


    Die Leute, denen es dann wirklich wirklich am Herzen liegt, die müssen dann halt diese Hürde nehmen. Die sind dann besser qualifiziert und außerdem werden viele, die sich nur wenig dafür interessieren es nicht verwenden, weswegen die Sicherheit da steigen wird.


    Ansonsten haben meine Frau und ich seit Jahren schon ein Silvester-Ritual.


    Vor Jahren hatten wir ne für unsere Verhältnisse etwas große Kostumparty an Silvester veranstaltet. In der Party hat sich ein befreundetes Paar so sehr zerstritten, dass es die komplette Feier für alle ruiniert hat und jeder auch um 00:30 gegangen ist. Bis auf einen, der ungewollt bis 05:30 morgens nicht merkte, dass er hätte schon vor Stunden gehen sollen. Dann mussten wir am Tag darauf noch ohne Geschirrspüler Geschirr inklusive mehreren Raclette-Grills von Hand waschen, das war extrem viel. Wir waren zwei Tage mit sauber machen beschäftigt und das nur für ne Party die sonst schiefgegangen ist.


    Im Folgejahr sind wir einfach um 20:00 Uhr zu einem etwas schickeren Asia-Restaurant zum Silvester-Buffet gegangen und danach haben wir uns das Feuerwerk in der Stadt angeschaut. Weil das immer so extrem gefährlich und chaotisch ist, waren wir in den Folgejahren nur beim Buffet. Noch nichtmal ein Feuerwerk, weil wir in der alten Innenstadtwohnung im Innenhof das Feuerwerk aus der Wohnung nicht sehen konnten. Aber egal.

    Jetzt ist es so, dass wir nun schon seit vielen Jahren immer noch zum Buffet gehen. Danach sind wir spätestens gegen 22:00 Uhr Zuhause und ziehen unsere Pyjamas an schauen Trash-TV. Danach stoßen wir um 00:00 Uhr mit alkoholfreiem Kindersekt an und inzwischen können wir Feuerwerk vom Balkon aus beobachten, da wir nun eine Wohnung im Außenbezirk mit Balkon haben.


    Diese Art unseres persönlichen Silvesters ist jedes Jahr ein Highlight zum Abschluss das Jahres auf das ich mich sehr freue. Komplett ohne eigenes Feuerwerk, Böller und ohne große Party.

    Der Begriff "betroffen" oder "Betroffene" wurde in diesem Thread vorher schon verwendet (siehe bspw. Seite 2) und da gab es keinerlei Kritik oder einen Hinweis, dass der Begriff unangemessen sei.

    Danke für den Hinweis. Das zeigt ja, dass an alle dem was ich sage was dran ist. Nicht nur wurde auf der Seite davor mehrmals der BEgriff ohne Kritik oder Hinweis verwendet. Bastet, hat die Posts auch noch mit Likes versehen. Wieso ist es dann auf einmal problematisch, wenn ich den Begriff jetzt verwende und war es damals nicht? Genau deswegen habe ich ja in Kombination mit all den anderen Dingen die Vermutung, dass es nur darum ging mich zu diskreditieren und nicht damit auseinander zu setzen, was ich wirklich inhaltliches zu sagen habe.



    Die "beeinträchtigung", die man daraus überhaupt erfährt ergeben sich in erster Linie daraus, wie normiert unsere Gesellschaft und unserer gesellschaftlicher Ablauf ist, anstatt Möglichkeit für Leute zu lassen, die anders funktionieren.

    Ja ein ganz großer Teil ergibt sich daraus. DAs ist aber nur eine Seite der Medaille. Wenn Menschen mit ADHS vermehrt Verkehrsunfälle haben und dadurch vermehrt sterben hat das nichts mit der normierten Gesellschaft zu tun. Und das ist nur ein Extrembeispiel, welches ich gerne bringe, damit weil es allgemeingültig und statistisch belegt ist und daher nicht wegdiskutiert werden kann.


    Ich kann dir jede Menge Dinge im Alltag nennen, wo ich mich sehr wohl beeinträchtigt fühle und Leid erfahre, ohne dass es an der normierten Gesellschaft liegt.


    Da wünscht man sich noch eher beschimpft oder ignoriert zu werden, anstatt diese eklige Süßlichkeit und dieses Patronizing, dann wird man wenigstens ernstgenommen.

    Damit hast du dich ja nicht auf mich bezogen, ich wil laber dennoch was dazu sagen, was ich mir schon vorher überlegt habe zu sagen. Als es um das Thema Kriminalität und die mangelnde Sensibilisierung der Umwelt ging. Daher ist das nicht angreifend dir gegenüber gemeint. Vielmehr ist das Patronizing der Stichwortgeber warum ich das aufgreife.


    Ich empfinde es auch als extrem Patronizing, wenn man bei jedem Problem sagt, dass nur an der mangelnden Sensibilisierung der Gesellschaft liegt. Das raubt einem jede Eigentverantwortung und Selbstwirksamkeit. Auch wenn mir klar ist, dass das tatsächlich bei vielem der Fall ist. Ist es in meinen Augen auch so, dass es sich so anfühlt als würde ich nicht für voll genommen werden, wenn jedes Problem nur außen gesehen wird und alle Anforderungen nach unten geschraubt werden sollen.

    Ja, ich meine, weil du gesellschaftlich gelernt hast, dass du es als Krankheit sehen solltest. Es wird immer und immer wieder so verbreitet und wenn du es glaubst, ist es deine Sache. Widerspricht aber der modernen Forschung.

    Ich empfinde es als anmaßend, dass du meinst mir sagen zu können, dass meine Einstellung daran liegt, weil ich es gesellschaftlich erlent habe. Du kannst doch gar nicht wissen, warum ich das so sehe.


    Ich empfinde es als Krankheit, weil ich persönlich durch mein ADHS auch Leiden haben und das auch den Definitionen einer Krankheit für mich entspricht. Dass es de facto eine Neurodiversität ist mir klar. Passend dazu die Definition von Krankheit von DocCheck:


    Zitat

    Eine Krankheit bzw. Erkrankung ist eine Störung der normalen physischen oder psychischen Funktionen, die einen Grad erreicht, der die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden eines Lebewesens subjektiv oder objektiv wahrnehmbar negativ beeinflusst. Die Grenze zwischen Krankheit und Befindlichkeitsstörung ist fließend.

    Sozialversicherungsrechtlich wird unter Krankheit das Vorhandensein einer Störung verstanden, die eine Behandlung im Sinne von medizinischer Therapie und Krankenpflege erfordert und eine Arbeitsunfähigkeit zur Folge hat.

    Mir ist klar, dass auch bei dieser Definition der springende Puntk der Begriff "Störung" ist. Ich kann verstehen, warum man es problematisch findet und auch inzwischen in der modernen Fachsprache davon absieht hier von einer Störung zu sprechen. Dennoch trifft es in meinen Augen genau das, wie ich mich fühle. Für mich ist meine Neurodiversität eine Störung meiner sonstigen normalen psychischen Funktionen.


    Ich befasse mich sehr ausführlich mit dem Thema und das nicht erst seit gestern. Mir ist die Diskussion um Krankheit, Psyschiche Störung als auch Neurodiversität sehr wohl bewusst und auch weiß ich genau, warum man heutzutage den Begriff Neurodiversität verwendet. Das weiß ich alles, auch wenn du mir das scheinbar absprichst. Und genau deswegen lehne ich diese Verwendung nicht ab und verwende diese inzwischen selbst im allgemeinen Sprachgebrauch, weil es nicht nur aus guten Gründen richtiger ist, es dient ja auch dazu Stigmata abzubauen.


    Aber stell dir vor, obwohl ich das alles weiß nehme ich mir dennoch das Recht für mich selbst zu definieren, wie ich mich mit der ADHS fühle und da finde ich auch Krankheit passend. Aber deswegen ist es auch kein Begriff, mit dem ich offen hantiere und den ich nicht für andere bzw. in meinem Diskurs um ADHS allgemein verwende.

    Ob du's künstlich findest... joa, das ist nicht mein Problem. Ich hab drauf hingewiesen, dass man es auch allgemein nicht mehr so nennt.

    Es wurde der Lottogewinn genannt und nee, niemand würde sagen "Die Betroffenen wurden verständigt", natürlich heißt es so gut wie immer "die Gewinner*innen wurden verständigt". Die Haarspalterei des Begriffs ist egal, wenn wir alle wissen wie Sprache im echten Leben gebraucht wird, da Sprache eben ein Spiegel der Gesellschaft ist.

    Naja aber es ist schon selbst entlarvend, dass du dich vor zwei Wochen nicht daran gestört hast und jetzt auf einmal schon. Und das während du auch sonstige Anschuldigungen und Herabwürdigungen bezüglich meiner Äußerung verwendest.

    Das spielt sogar eine sehr große Rolle, weil es eine komplett verzerrte Sicht auf Menschen mit ADHS wirft, vor allem wenn in etwa die Hälfte der Bevölkerung bei der Betrachtung fehlt.

    Als weiblich gelesene Person wird man so gut wie diagnostiziert (und "unauffällige" cis Männer / Buben oft ebenfalls nicht), weshalb nicht das Gesamtbild aller Personen mit ADHS erstellt werden kann.


    Es wurden für eine sehr lange Zeit über nur Buben diagnostoziert, die durch Aggressivität, sehr hohe Impulsivität uä. aufgefallen sind. Dass ADHS auch ganz anders aussehen und auch weiblich sein kann, wurde nie in Betracht bezogen und wird es auch heute oftmals nicht.

    Es wurden für eine lange Zeit auch nur und fast ausschließlich Buben mit Autismus diagnostiziert, die "auffällig" waren. Dass dadurch ein Bild entsteht, das sehr biased ist, brauch ich nicht zu sagen.

    Ich stimme dem meisten, was du sagst da zu. Ja es kommt vor, dass als weiblich gelesene Personen extrem viel weniger diagnostiziert werden, weil ADHS sich bei diesen sehr oft anders manifestiert als bei Buben. Das ist ein richtiger Punkt, dem ich natürlich zustimme, weil er faktisch richtig ist und von dem ich auch begrüße, dass es von dir aufgegriffen wird.


    Aber das macht meine Aussage nicht Halbwahr. Wenn meine Aussage ist, dass unter (männlichen) Gefängnissinsassen die ADHS-Prävalenz höher ist als in der Gesamtgesellschaft, spielt dies einfach keine Rolle. Weil die Aussage ja nicht das Ziel hat zu thematisieren, wie sich ADHS bei welchen Personen manifestiert. Hätte ich den Aspelt behandelt, dann wäre meine Aussage verkürzt und halbwahr, weil es in dem Aspekt gesagt werden muss, um das Gesamtbild richtig darzustellen.

    Meine Aussage war aber dass ADHS dafür sorgt, dass Teile der Menschen mit ADHS öfters straffällig werden als der gleiche Teil der Bevölkerung ohne ADHS. Das war meine Aussage und diese Aussage ist nicht halbwahr. Sie ist immer noch wahr. Und auch wenn es nur die Hälfte der Bevölkerung betrifft, ist die Aussage auch nicht halbwahr. Denn ich habe nie behauptet, dass das alle Menschen mit ADHS betrifft.


    Und wie gesagt ist diese Aussage im Gesamtkontext mit dem gesteigerten Drogenkonsum und den Verkehrsunfällen zu sehen. Nämlich, dass Menschen mit ADHS (nicht alle und verschiedene Teilgruppen bei verschiedenen Aspekten mehr als andere) aufgrund des ADHS auch im Alltag manifeste Probleme haben, die nicht mit Stigmata in der Gesellschaft zu tun haben.

    Natürlich können Leute nehmen was sie wollen, aber wenn man ehrlich ist, werden Minderjährige, auch ältere Kinder mit 12, 13+, dazu gezwungen. Welche andere Wahl hat man denn als Kind als zu nehmen, was einem vorgelegt wird.

    Naja einerseits gilt das generell für alle Dinge. Kinder sind den Entscheidungen der Erziehungsberechtigten ausgesetzt. Das hat nichts mit ADHS oder sonst was zu tun. Wenn diese gegen das Interesse der Kinder entscheiden, ist das fatal, weil Kinder da wehrlos oft sind. Das gilt aber für die komplette Erziehung und auch medizinische Behandlung. Ich sehe nicht, warum man da das Thema ADHS besonders herausheben sollte.


    Übrigens gilt das für Kinder und nicht für alle Minderjährige. Theoretisch könnte selbst ein Zehnjähriger nicht unendlich gezwungen werden ein Medikament zu nehmen. Jedes Kind kann das Verweigern und zur Not sich in eine In Obhutnahmestelle geben lassen nund das Jugendamt einschalten. Doch in der Realität sind das Luftschlösser. Reden wir aber von Minderjährigen von 14 - 18 wird es so gut wie unmöglich sein sie ohne den Willen des Jugendlichen dazu zu bringen die Medikation einzunehmen. Aber das nur am Rande.


    Viel wichtiger ist folgendes: Wenn man darüber spricht, dass Kinder darunter Leiden, weil Eltern oder andere Erziehungsberechtigte falsch und schlecht mit dem ADHS der Kinder umgehen, dann ist der Fall, den du schildesterst ein Strohmannargumennt. Denn der extrem viel häufiger Fall wird es sein, dass Eltern die Behandlung egal ob medikamentös oder anderweitig, selbst wenn sie nötig ist, verweigern.


    Wie du schon richtig sagst, fallen die meisten ohne irgendwelchen Leidensdruck sowieso durchs Raster und werden gar nicht erst diagnostiziert. Da gibt es auch keine unnötige Medikamentenvergabe.

    Die Fälle wo man diagnostiziert ist und ohne Medikament auskommt wird und andere Maßnahmen ausreichen würden, wird es geben. In wie weit es da mit Zwang verbunden ist oder auch ohne Zwang schädlich ist und nicht einfach nur unnötig, dass steht auf einem anderen Blatt.

    Die Fälle wo das der Fall ist und das Medikament als Zwang gegen den Willen gegeben wird, das sind in meinen Augen bis auf wenige Ausnahmen theoretische Konstrukte. Die Verweigerung gegen das Wohl des Kindes wiederum ist Alltag.

    Da gibt es ein paar moderne, interessante Studien, dass das Gehirn von vielen ADHSlern in Krisensituationen gerade richtig ausgelastet ist und man gerade dann gut funktioniert. Genauso wie dass man eher eine Fight- als eine Flightreaktion zeigt, was ich uhm... so bestätigen kann.

    Das kann ich auch so bestätigen. Das kenne ich auch von mir. Meine Frau ist die totale Planerin und sorgt bei allem vor. Krisensituationen kommen bei ihr nie vor. Durch mein ADHS kommen große und kleine Krisensitationen sowieso öfter vor und generell kann ich auch da oft gut glänzen. Aber auch das hat eigentlich nichts mit dem zu tun, was ich gesagt habe.

    Versuche auch bitte nicht alles hier direkt als Angriff zu sehen, ich möchte mich nur hier austauschen.

    Ich verstehe deine Posts nicht als Angriff. Alles okay. :smile:



    Dennoch nimmst du eine starke Verteidigungshaltung ein indem du immer wieder klarstellst, dass du dich von Rowling distanzierst.

    Ich empfinde mich auch in der Verteidungshaltung. Sowohl im diesen Thread als auch in anderen. Das ist eher ne Gesamtstimmung, die ich wahrnehme, nämlich dass ich Dinge im vorhinein klarstellen muss, damit nicht automatisch davon ausgegangen wird, ich würde diese Positionen bekleiden.


    Was also möchtest du denn mit der Überlegung anregen in diesem speziellen Fall?

    Ich will damit lediglich über die Überlegung an sich diskutieren, ohne damit irgendein Ziel zu bezwecken.


    Deshalb mein Einwand, dass es schnell überschwappen kann bzw. missverstanden werden kann. Weil nicht wirklich ein Ziel ersichtlich ist (für mich zumindest nicht) ausser bei einem die Schuld zu sehen (Den Kritikern) oder bei beiden die Schuld zu sehen (Rowling und den Kritikern). Das Ergebnis bleibt aber (wie du ja selbst auch gesagt hast) dass die Eigenverantwortung von Rowling so stark wiegt, dass es dennoch vollkommen bei ihr lag, die Angelegenheit nicht auf diese Weise und in diesem Ausmaß eskalieren zu lassen.

    Das kann ich alles zu 100% verstehen und kann da im Allgemeinen auch mitgehen. Im Allgemeinen heißt, dass ich all das was ich gesagt hätte in einer Diskussion auf der Straße so nicht gebracht hätte. Denn Im Allgemeinen ist die Diskussion über das Thema nicht so detailliert und wird nicht nur von Leuten geführt, die so gut Bescheid wissen wie hier. Auch ist das Bild von Rowling ein Positives. Von Daher könnten meine Aussagen daher sehr schnell dazu dienen für sie PArtei zu ergreifen und das Pendel in eine Pro-Rowling-Richtung zu bewegen. Daher würde ich all das auch nicht sagen.


    Wenn ich mir aber einmal die Positionen hier im Thread ansehe, dann sehe ich, dass das hier nicht der Fall ist. Die Position, dass Rowling natürlich an dem Schuld ist, ist natürlich Konsens. Und von daher gehe ich davon aus, dass ich Menschen wie dich, Bastet, Alaiya, Thrawn ... nicht in Rowling-Apologethen verwandele, in dem ich das aufbringe, was ich sage. Ich gestehe den Personen zu in ihrer Position gefestigt genug zu sein, dass hier in diesem Thread keine Gefahr des Überschwappens besteht. Dafür ist die Diskussion richtigerweise schon mit dem Augenmerk darauf, dass die Schuld bei Rowling liegt. Ich bewege mich nicht in Stammtischen. Würde ich mich aber in solchen Kreisen bewegen, würde ich ganz anders argumentieren, weil dort ne Position vorherrscht, wo es wichtig ist erst einmal herauszuarbeiten, was hier schon Konsens ist.


    Wie würdest du die Punkte im Falle von Rowling nennen? Welche Prävention wäre in ihrem Falle denn möglich? Eigentlich nur eine: Dass man sie nicht ausgrenzt, isoliert und öffentlich kritisiert, damit sie nicht noch weiter in ihre Schiene geschoben wird. Aber das ist doch kein erstrebenswertes Ziel oder?

    Meine Präventionsbeispiele beziehen sich ja auch auf zukünftige Täter. Das ist ja hier nicht noch einmal möglich, weil dieser Fall schon passiert ist und es diese Konstellation ja so nicht einfach noch einmal geben kann.


    Aber in dem hypothetischen Fall, dass wir noch vor der Eskalation wären, finde ich es auch da schwierig. Weil ich es wie du auch nicht als erstrebenswert erachte, sie nicht öffentlich dafür zu kritisieren und auch sehe ich es als gerechtfertigt an sie zu isolieren und auszugrenzen.


    Wer sich mit Deskalation und Gewalttraining beschäftigt, der weiß, dass es auch für den Täter sehr oft wichtig ist das eigene Gesicht zu wahren und nicht als der Buhmann darzustehen. Man muss der Person ne Exit-Strategie geben. Das funktioniert natürlich nicht immer, aber ist oft hilfreich.

    In einem ganz theoretischen Fall wäre es daher wohl am aussichtsreisten Rowling für das Thema zu sensibilisieren bevor sie ihren allersten Post diesbezüglich gemacht hätte. Dann hätte das Umlenken nicht dafür gesorgt, dass sie ihr Gesicht verliert und sie ihre Fehler mit all der Grausamkeit zugibt, sie hätte sogar positiv dar gestanden. Aber wie gesagt nur theoretisch, weil man ja im Vorhinein nicht wissen kann, dass sie überhaupt solche Positionen hat.

    Nicht ganz so realistisch aber auch extrem weniger aussichtsreich wäre es evtl gewesen, wenn eine dritte Partei versöhnt. Aber in diesem Falle der einzelnen Person mit Übermacht vs. des Schwarms von nicht ermächtigten Individueen, die aber als Kollektiv sie ja dennoch zu Fall gebracht haben, ist das Schwer. Aber wenn müsste es sowas sein.


    Aber im Endeffekt sehe ich in dem konkreten Fall schwarz. Ich glaube nicht, dass man vor ihrem Post hätte intervenieren können und ab dann ist das Kind ja in den Brunnen gefallen. Denn am Ende des Tages ist es egal, ob es die Reaktion war, die Rowling noch hat eskalieren lassen. Rowling bleibt die Täterin und die Transcommunity ist das Opfer, die daher zu Recht einen Backlash ihr gegenüber auslöst. Aber auch wenn ich das allesso sehe, finde ich es halt dennoch spannend den Verlauf der Eskalation nachzuvollziehen, ohne das Ziel es ändern zu können.


    Mein Post bezüglich der Prävention war ja deswegen explizit nicht auf Rowling bezogen udn hat, mir ihr wenig zu tun. Das war nur eine Antwort darauf, dass es in anderen Fällen im Allgemeinen sogar wichtig ist. Weil es dort sogar einen wichtigen Nutzen hat. Hier nicht. Hier interessiert es mich einfach nur.

    Und das lässt aber auch komplett aus, dass Drogen bei Menschen mit ADHS anders wirken - und häufig zur Selbstmedikation verwendet werden, da diverse Drogen, wie bspw. Meth, effektiv einfach dazu beitragen, dass das ADHS Gehirn neurotypisch funktioniert.

    1. Verurteile ich ja nicht, warum Menschen mit ADHS Drogen nehmen. Das ist an der Stelle nur ne Beobachtung, dass es gehäuft Drogendelikte gibt, weil der Drogenkonsum gehäuft ist.


    2. Lasse ich es nicht heraus, weil ich folgendes gesagt habe:

    ADHS eine gesteigerte Tendenz zu Drogenabhängigkeit, da verschiedene Drogen als Ersatzmedikation gesehen werden.



    Nichtsdestoweniger sollte aber eben der Rahmen nicht einfach als gegeben hingenommen werden, und das ist eigentlich umso wichtiger, wenn das Leben in diesem zumindest ein wenig erträglicher gemacht wird, da dies eine stabilisierende Wirkung auf das haben kann, was im Kern immer noch ein diskriminierendes System ist.

    Dem stimme ich so natürlich zu. Aber die Sache ist die, dass jeder Mensch mit ADHS ob er es hinnimmt oder nicht, erst einmal damit Leben muss, dass die Verhältnise noch nicht verändert sind. Auch wenn und während sie dagegen geben und selbst währenddessen muss man auch das beste daraus machen und da hilft die Medikation.



    Denn die behandelnde Person existiert ja nicht im Vakuum, sondern inmitten der Gesellschaft mit all ihren Vorurteilen; wir sollten also vielleicht nicht sagen, das ist einfach eine individuelle Verfehlung, sondern durchaus auch in Betracht ziehen, dass solche Verfehlungen, die ja auch nicht im Einzelfall existieren, eine systematische Ursache haben.

    Wenn wir aber von systematischen Problemen Sprechen, dann ist nicht der Zwang zu ADHS das große systematische Problem sondern das Stigma welches die Medikation hat und dass Menschen aufgrund des Stigmas verwehrt wird. Das ist etwas was expotentiell häufiger vorkommt.




    der letzte Teil hingegen stellt eine kausale These auf, die die Ursache in den Individuen selbst sieht

    Nein das stimmt nicht. Erst einmal ist in meinem Gesamtkontext zu sehen, dass ich von einer Multikausalität ausgehe. Weil ich auch erwähnte, dass es systematische Probleme gibt. Habe ich direkt in meinem ersten Post erwähnt. Darüber hinaus habe ich auch beispielsweise erwähnt, dass der gehäufte Drogenkonsum, der wiederum nicht nur an der Impulsivität liegt, sondern selbst wiederum auch nicht monokausal erklärt werden kann, ebenfalls ein Faktor ist. Da ist mein Statement aus dem Kontext gezogen und dadurch gefälscht.


    Deswegen finde ich es ehrlich gesagt ein wenig schwierig, diesen Umstand ohne ausreichende Kontextualisierung zu thematisieren, weil dies eigentlich ein ziemlich deutliches Risiko hat, zu Stigmatisierung beizutragen. Was möglicherweise auch der Grund für die darauf erfolgende Reaktion ist.

    Erst einmal war in meinem Post schon mehr Kontext als er vorhanden ist. Darüber hinaus ging es in meinem Post darüber, dass ich sagte, dass Mensch mit ADHS auch außerhalb dessen wie Gesellschaft mit ihnen umgehrt Probleme durch ihr ADHS haben und da habe ich drei Beispiele genannt, den Drogenkonsum (und Probleme die damit einhergehen können), Verkehrsunfälle und die höhere Straffälligkeit.


    Da habe ich, damit mein Post nicht zu lange wird ja wie gesagt explizit gesagt, dass das natürlich auch mit dem Umgang der Gesellschaft zu tun hat, auch wenn du mir das absprichst.


    Aber naütrlich stimme ich dir bei dem Rest zu, dass es auch einer Hilfestellung für Menschen mit ADHS bedarf als auch einer Sensibilisierung im Umgang. Und ich stimme dir in den Dingen, die du danach sagst alles zu. Auch das mit sozialen Gründen oder das nicht richtig deeskalierende Vorgehen der Polizei. Das stimmt alles. Aber es ist ein komplexes Thema.


    Und in Situationen wo Dritte gar nicht wissen, dass das gegenüber ADHS hat und daher deeskalierend mit ihm umgegangen werden sollte, kann ja niemand was dafür, dass es nicht passiert und daher passieren solche Sachen auch und das ist auch etwas, dass ebenfalls für diese höheren Kriminalitätsraten sorgt ohne dass die Gesellschaft aktiv diskriminiert. Und das wollte ich damit sagen. Mehr nicht.


    Ich bin mir davon ab allgemein nicht sicher, wie verbreitet die Ansicht "Es liegt alles allein an der Gesellschaft" überhaupt ist und würde argumentieren, dass strukturelle Benachteiligung im Vergleich zu Leuten mit derartiger Ansicht nach wie vor das deutlich größere Problem ist.

    Dem stimme ich zu 100% zu. Deswegen würde ich in einer allgemeinen Diskussion auch ganz andere Schwerpunkte in meiner Argumentation betonen als hier im Thread. Die Stimmung hier im Thread war aber eine andere und daher wollte ich mit meinem Post das Gleichgewicht in die andere Richtung bringen. Und ich sehe immer noch nicht wo auch nur eine Sache, die ich gesagt habe problematisch, eklig oder halbwar ist.


    Um fair zu sein: Ich unterstelle wiederum auch dir eingedenk jüngerer Beiträge nicht, dem System blind zu vertrauen oder gesagt zu haben, es würde keine Fehler machen. Aber gerade deswegen verstehe ich auch nicht, warum die Thematisierung bestimmter Missstände als eine solche Bedrohung wahrgenommen zu werden scheint. Dahingehend, um damit abzuschließen: Selbst wenn es so ist, dass Menschen mit ADHS (im Schnitt) von einer Diagnose trotz Stigmata "profitieren" (ich wäre hier vorsichtiger und würde hier eher sagen: einen angemessenen Ausgleich erhalten, wobei ich mir auch nicht sicher bin, ob das überhaupt als allgemeingültig gelten kann, daher auch die Konditionalform), dann wäre nach wie vor das "trotz Stigmata" der Punkt, auf den es hier ankommt und wo sich nach wie vor etwas ändern muss. Und ich glaube eben, dass es hier eigentlich um exakt diesen Punkt geht, und keine Lobpreisung dessen, was das System auf anderer Seite schon alles geleistet hat oder leistet, sollte dem entgegenstehen bzw. als valides Gegenargument betrachtet werden können.

    Mein Problem ist ganz einfach, dass es das System nicht gibt. Mir geht es nicht darum das Bild der unbeteiligten diskriminierenden Gesellschaft zu bagatellisieren.


    Mir geht es da um die Pädagogen, Psychiater und Psychologen als auch um die Menschen mit ADHS. Ich selbst kenne die endlosen Fälle wo die Pädagogen, PSychiater und PSychologen die Hilfe sind und nicht der Feind. Und daher stößt es mir auf, wenn ich lese, dass es für Kinder besser ist, wenn sie gar nicht erst diagnostiziert werden, dass Medikamente sowieso nur Zwang zur Anpassung sind und andere Äußerungen in der Richtung.

    Alle Menschen im medizinischen und sozialem System sind chronisch überarbeitet und überlastet. Ich kenne dutzende oder gar hunderte Fälle von erheblichen Problemen im System. Ich kenne aber Tausende Menschen, die buchstäblich Ausbrennen und sich selbst verausgaben um zu Helfen und Tausende Menschen mit ADHS, vor allem Jugendliche und Kinder, die deswegen geholfen bekommen. Und daher sind diese Menschen ein Teil der Lösung und kein Teil des Problems.




    Schlimmer noch, das Beharren darauf, dass "Betroffenheit" ja nicht negativ sein muss, weist auf ein zugrundeliegendes Mindset hin: Anstatt das eigene Verhalten zu überdenken und sich zu sagen "huh, ich kann das Wort einfach nicht benutzen, finde die Begründung schlüssig also wieso nicht" will man die Personen, die sich verletzt fühlen, dazu anregen, sich doch einfach lieber nicht dadurch verletzt zu fühlen, was btw Gaslighting ist.

    Ich will nochmal diskutieren, weil es mein Recht ist. Es geht nicht um Betroffnheit, sondern um Betreffen. Sind ähnliche aber verschiedene Wörte mit unterschiedliche Konnotation.


    Darüber hinaus habe. ich obwohl den Begriff selbst für mich auch nicht als problematisch empfinde, es vermieden weiter Betroffene zu verwenden, obwohl es mir schwer fällt, weil ich das automatisch als nicht negativ schreibe. Ich habe sogar alle Posts seit der Diskussion darüber überarbeitet, um die Fälle wo es noch vorgekommen ist ebenfalls zu entfernen. Aber selbst vor der Überarbeitung habe ich dauernd Menschen mit ADHS verwendet anstatt das Wort Betroffene.


    Von daher verstehe ich nicht, was du mir hier vorwirfst. Ich habe eine andere Formulierung verwendet und auch an keiner einzigen Stelle Bastet abgesprochen bzw. vorgeschrieben wie sie sich zu fühlen hat. Niemals. Das stimmt einfach nicht.


    Ich habe mich darüber aufgeregt, dass mein gesamer Post und meine gesamte Intention bewusst negativ verzerrt wird und dazu gehört das einmal dazu.

    Und zuletzt beschwert man sich jetzt darüber, dass Bastet lieber hätte betteln sollen als zu kritisieren

    Das empfinde ich als Unsinn.


    Sich zu empören dass bei mir Sachen wie eklig und Unwahrheit fällt und dass ich sachen so darstelle, die ich nicht gemacht habe ist nicht zu fordern, dass sie bettelt. Da misst du mit zweierlei Maß, wenn du problematisierst, dass ich Betroffne gesagt habe und es nachher händere aber richtig stelel wie es gemeint war (und es dennoch ändere) aber gleichzeitig sagst ich forder sie soll betteln, wenn ich nicht will, dass meine Aussage als eklig und halbwahr und Unerstellung dargestellt wird.


    Ich unterstelle wiederum auch dir eingedenk jüngerer Beiträge nicht, dem System blind zu vertrauen oder gesagt zu haben, es würde keine Fehler machen.

    Wieso hast du das überhaupt gemacht? Wenn ich kein einziges Mal eine Äußerung gemacht habe, die zeigt, dass ich das tue, wieso gehst du nur anhand dieser Beiträge davon aus. Einerseits wäre es schon unfair nur anhand meines Posts weitere Annahmen zu treffen, die ich aber so nicht gesagt habe und zu denen ich keine Auskünfte gegeben habe.


    Wenn du schon unbedingt Annahmen über weitere Positionen von mir treffen willst, obwohl ich dazu nichts gesagt habe, gibt es auch genügend andere Posts in anderen Threads die zeigen, wie ich politisch und gesellschaftlich ticke und die sehr gut zeigen, was meine Positionen sind.


    Vor allem aber aber habe ich in meinem Ursprungspost schon direkt das hier gesagt:



    dass all diese Straftaten damit zusammenhängen, weil die Gesellschaft zu wenig auf die Neurodiversität eingeht (was sicherlich dennoch oft genug der Fall sein wird)


    Von daher gibt es in unserer Gesellschaft natürlich einen Drang zu funktionieren und die, die abweichen leiden darunter besonders. Das trifft auch Menschen mit einer oder meheren Neuridiversitäten.


    Und auf der anderen Seite gibt es sehr viele negative Stigmata.


    Ich unterstelle wiederum auch dir eingedenk jüngerer Beiträge nicht, dem System blind zu vertrauen oder gesagt zu haben, es würde keine Fehler machen.


    Und abseits des Begriffs Betroffene, um den es mir ja auch nie ging und den ich ja auch nie weggelassen habe, verstehe ich immer noch nicht, wo denn in irgendeinem meiner Posts irgendwas problematisches gesagt wurde was so nicht stimmt oder so nicht stehen gelassen werden kann.


    Der Post für sich alleine stehend ohne Kontext ist nicht problematisch. Der Fakt, dass ich selbst ADHS habe und auch darunter leide (und es aber auch an anderen Stellen nicht schlecht finde, weil es ja auch zu Charaktereeigenschaften beiträgt, die ich gut finde) zeigt noch viel mehr, dass es mir nicht geht Menschen mit ADHS zu stigmatisieren sondenr für diese zu kämpfen. Und daher äußere ich mich wie ich mich äußere. Nämlich in dem ich das sage was ich wichtig finde. Und weil meine Frau nicht 40 Stunden sondern auch gerne 60 bis 70 Stunden alles erdenkliche tut um sich für jedes einzelne Kind und jeden Jugendliche mit ADHS, einer andere Neurodiversität und/oder einer psychischen Krankheit einsetzen liegt mir das Thema so sehr am Herzen. Und das ist noch mehr ein Grund warum jede einzelne Zeile, die ich hier geschrieben habe, mit der Motivation gemacht wurde, Dinge zu schreiben, die ich im Interesse von Menschen mit ADHS wichtig finde.


    Und ich habe mich im Thread für Neurodiversitäten explizit nur über ADHS geäußert, bevor ich mich geoutet habe, weil es das ist worüber ich mich auskenne und weil ich keine Aussagen treffen wollte, wo ich aufgrund mangelnden Wissens unbeabsichtigt was Falsches sage, obwohl ich die besten Intentionen habe. Deswegen habe ich mich auf ADHS beschränkt, obwohl manche Sachen hier nicht nur für ADHS gültig sind.

    Die ganzen Überlegungen darüber, wie er dann eigentlich eine arme Sau war und dergleichen ist letzten Endes Augenwischerei, um zu entschuldigen, dass Rechtsradikalismus eine inhärent gewalttätige und mörderische Ideologie ist. Es gibt einen Grund, warum die meisten Amokläufer und Terroristen einer rechtsradikalen Ideologie verfallen sind (periodische Erinnerung, dass radikaler Islamismus ebenso rechtsradikal ist, wie Naziismus).

    Dem würde ich aus verschiedenen Gründen entschieden widersprechen.


    1. Wenn ich weiß warum jemand so geworden ist, fällt es einem auch leichter zukünftige Täter präventiv zu erkennen und ihre Taten zu verhindern, in dem man bevor diese ihre Tat ausüben schon einschreitet. Also man kann so besser den Rechsradikalen Amokläufer vom Rechtsradikalen der nicht Amok läuft unterscheiden und dann beim Amokläufer einschreiten bevor er die Tat, die er begehen will auch ausübt.


    2. Ist es auch für die Prävention extrem wichtig. Denn auch vor der Tat war die Person ein rechtsradikales Arschloch. Aber auch die Person ist so nicht auf die Welt gekommen und zukünftige Täter kommen so auch nicht auf die Welt. Und dann kann man schon einschreiten und dafür sorgen, dass die Person erst so wirkt.


    Präventation ist maßgeblich wichtig um zukünftige Opfer gar nicht erst entstehen zu lassen.


    Und generell sowohl in dem Fall des Rechtsradikalen kann ein Individuum sich infach so dfür itneressieren ohne irgendwas zu entschuldigen und Augenwischerei zu betreiben. Wie ich es auch gesagt habe, weil ich mehrmals betone, dass ich nichts was JKR macht entschuldigen will.


    Die ganze "Aber, aber sie wurde bedroht" Klamotte ist einfach albern.

    Das habe ich so nicht gesagt und gemeint.


    Morddrohungen geschickt. Es gibt welche von diesen Megachurch Pastoren, die öffentlich dazu aufgerufen haben, sie zu verbrennen. Dennoch sehe ich Rowling nicht gegen Christen hetzen. Zu sagen: "Ja, aber..." ist einfach nur eine Entschuldigung für grausiges Verhalten.

    Und obwohl ich es 1000 Mal gesagt habe. Nochmal ein Disclaimer: Ich will hier nichts entschuldigen oder Opfer-Täter Umkehr betreiben. JKR gilt in der Öffentlichkeit als Persona-Non-Grata. Jeder distanziert sich von ihr. Aufgrund der Dinge, die sie getan hat und daher ist das ihre Schuld. In Ihrem Kopf ist es aber nicht sie selbst, sondern die Trans-Community dafür verantwortlich. Das heißt bei den Äußerungen und Forderungen der Pastoren ist sie es, die den Beistand bekommt und die Pastoren sind es die ausgregrenzt werden. In ihrem Kopf ist es bei dem Backlash aufgrund ihrer transphoben Äußerungen aber nicht so. Das ist doch offensichtlich und hat nichts damit zu tun ihr grausiges Verhalten zu entschuldigen.


    Wie andere schon gesagt haben: Sehr, sehr viele queere Menschen haben hunderte Male versucht Rowling ruhig zu erklären, warum sie falsch liegt. Aber sie hat nie zugehört. Stattdessen hat sie sich die paar Ausnahmen (von denen einige fraglos False Flags sind) rausgepickt, um sich als Opfer zu stilisieren. Während ihr Verhalten aktiv dazu beiträgt, dass trans Menschen nur dafür öffentlich zu existieren, bedroht und anders als Rowling tatsächlich ermordet werden.

    Nochmal. Das habe ich nie in Abrede gestellt. Darum geht es mir aber auch nicht.

    Alice


    Ich bin ja aber an der Diskussion teilgenommen. Wenn man keine Haarspalterei betreiben will, kann mich ja einfach im Vorhinein fragen, wie ich es gemeint habe. Ob der Absender es negativ gemeint hat oder nicht, das weiß der Absender am besten. Das wurde mir aber direkt unterstellt, wie meine Intention ist.


    Und wie es bei Menschen mit ADHS ankommt, kann man pauschal nicht sagen. Ich selbst habe es nicht gesagt, um Bastet irgendwie negativ aufzustoßen und hatte keine böse Absicht dabei. Aber nur weil sie ADHS hat, hat sie nicht die Deutungshoheit wie generell darüber gesprochen werden darf. Ich selbst habe ADHS und habe absolut gar kein Problem davon, wenn die Bezeichnung Betroffener verwendet wird und ich sehe nicht, wieso eine Lesart jetzt gültiger ist als die andere.


    Und wie gesagt der Ton macht die Musik. Es ist auch was anders zu sagen "Ich finde die Verwendung problematisch unabhängig davon wie sie gemeint war und störe mich daran bzw. möchte nicht, dass das so gesagt wird (wo ich auf Rücksicht darauf eingegangen wäre, auch wenn ich nicht sehe, dass es dann das Recht der Person ist darauf zu bestehen)". Aber die Reaktion auf meine Verwendung war diese:


    Könntest du bitte aufhören Menschen mit ADHS als gewalttätig darzustellen, ist bissi eklig. Es gibt auch keine "Betroffenen", man hat einfach eine Neurodiversität. Betroffen ist man, wenn man an Krebs erkrankt oä.


    Könntest du auch bitte mit diesen Halbwahrheiten aufhören.

    1. "Könntest du bitte aufhören Menschen mit ADHS als gewalttätig darzustellen" - Mir unterstellt, ich hätte Menschen mit ADHS als gewaltätig dargestellt, was ich objektiv und nachweisbar nicht gemacht habe,

    2. "ist bissi eklig." - Gesagt, dass das was ich angeblich mache auch noch eklig betitelt

    3. "Es gibt auch keine "Betroffenen", man hat einfach eine Neurodiversität. Betroffen ist man, wenn man an Krebs erkrankt oä." - Generell gesagt, dass es faktisch falsch ist da von Betroffenen zu sprechen.

    4. "Könntest du auch bitte mit diesen Halbwahrheiten aufhören." - Mir Halbwahrheiten unterstellt.


    Das heißt mir wird innerhalb von drei Zeilen gesagt, dass mein Post Halbwahrheiten beinhaltet, meine Darstellung von Menschen mit ADHS eklig ist, ich Menschen mit ADHS als gewaltätig stigmatisiere und ich generell nicht von Betroffenen reden kann, weil das falsch ist.


    Ich finde es da krass wie sehr dargestellt wird, dass meine Verwendung des Begriffes Betroffene so schlimm ist, selbst wenn ich nachträglich betone, dass es nicht negativ gemeint war. Während mit keiner Silbe erwähnt wird, dass die Punkte 1., 3. und 4. wirklich problematisch sind, weil das eklig ne zu 100% negative Wertung ist und 1. und 4. einfach falsche Unterstellungen sind.

    nur dass ich so eine Überlegung schwierig finde.


    Finde ich aber allgemein wenn es um solch schwerwiegende Fälle geht. Klar sollte man nach einem möglichen Warum suchen. Aber sowas kann sehr schnell in Richtung „ihr habt es halt provoziert dass sie ausflippt“ schwappen und das wäre wiederum kein Zeichen was man setzen sollte. Nicht dass ich dir das hier unterstellen möchte, das sind einfach allgemein meine Gedanken zu dem Thema.

    Was heißt das genau? Was heißt es ist schwierig? Ich distanziere mich doch vorher schon und sage doch offen, dass ich damit kein Zeichen dafür setzen will, dass ihre transphobe Art die Schuld der anderen ist und sie nur reagiert. Wenn ich das alles mache, dann schwappt die Diskussion ja eben nicht in die Richtung, weil sie vorher keinen Millimeter in der Richtung war und ich durch Disclaimer im Vorhinein und durch nochmalige Betonungen im Nachhinein mehrmals betone, dass das nicht meine Intention ist. Und wenn man sieht in welcher Richtung die Diskussion hier ist, ist doch klar, dass es nicht umschwappt.


    Von daher verstehe ich es nicht, was schwierig ist diesen Gedanken anzubringen, wenn ich gleichzeitig betone, dass das nichts entschuldigt und dass ich mich dennoch distanziere. Ist kein rhetorisches Mittel. Ich frage mich wirklich, was daran schwierig ist, das so zu sagen wie ich es gemacht habe. Erklär mir das bitte.

    Wenn sich Leute von dir distanzieren, wenn du öffentlich kritisiert wirst, wenn du immer weniger Rückendeckung bekommst dann gibt es wirklich mehr als genug Momente wo man noch innehalten kann um zu überlegen wieso das passiert. Und um daran zu arbeiten. Gerade mit ihrem Vermögen hätte sie so viel tun können um zu helfen.

    Aber wenn alles was dabei rauskommt eine „jetzt Zeit ich euch es so richtig“- Einstellung ist die mit Hetze einhergeht dann ist das absolut traurig und nicht verständlich.

    Ja es ist traurig und nicht verständlich. Darüber hinaus ist es extrem verwerflich und zu verurteilen. Und daher verurteile ich das auch aufs Schärfste. Ich frage mich aber auch, warum mir das jetzt immer wieder gesagt wird. Jede an dem seit meinem Post beteiligte Person hat das vorher schon gemacht und ich mache es ja auch. Wieso muss man als Reaktion auf meinen Post nochmal betonen, dass das, was sie macht, nur abzulehnen ist. Niemand der beteiligten Personen hat was anderes gesagt. Wieso muss das dann noch so oft richtig gestellt werden.


    Wenn das ne Reaktion auf meinen Post ist, stellt es meinen Post so dar als wäre es überhaupt notwendig es nach dem Post das nochmal zu betonen. Das wiederum wirkt so, als würde ich in dem Post was anderes sagen. Aber das ist doch nicht der Fall.

    Man kann immer die Frage nach dem warum stellen aber in manchen Situationen interessiert mich das einfach nicht mehr so sehr. Weil der Part der Eigenverantwortung einfach so stark war dass es unterm Strich doch ihr Versagen bleibt.

    Ich stimme dir zu, dass ihr Part der Eigenverantwortung so stark war und auch immer noch ist, dass es unterm Strich ihr Versagen bleibt. Aber für mich schließt sich das halt nicht aus, dennoch nach den Gründen zu forschen.


    Wenn jemand mit der Axt seine Frau zerhackt. Dann ist es auch das Versagen der Person. Dennoch ist es legitiem das Warum dahinter zu erfragen und das nicht um die Person zu entschuldigen, sondern einfach, weil man den Werdegang verstehen will. Verstehen heißt in dem Fall ja nicht entschuldigen.

    Sie musste sich über sehr vieles im Leben keine Sorgen mehr machen was zum entscheidenden Teil ihrem Vermögen und ihrem Einfluss geschuldet ist und alles was sie damit anfängt ist, in eine Richtung zu schießen die beides nicht hat. Wenn sie Hater hat die auf sie losgehen dann kann sie sich abschotten und hat mehr als genug Möglichkeiten dem zu entgehen. Eine trans Person auf der offenen Straße vielleicht nicht.

    JA auch dem würde ich zu jeder Zeit zustimmen. Da gilt aber auch schon das was ich oben gesagt habe. Niemals habe ich es so dargestellt, als wäre sie genauso ausgeliefert, wie ein normaler Transperson, also jemand, der nicht durch hunderte Millionen auf dem Konto geschützt ist. Das sind natürlich ganz andere Ligen. Das kann man gar nicht miteinander vergleichen. Weil es bei der einen Person ein Angriff auf die eigene Identität und das eigene Sein ist und auch lebensbedrohend. Bei der anderen Person ist es ein Angriff (der aufgrund der schieren Masse der Reaktionen auch immer noch im hohen tausenfachen Maße zu weit drüber ist) der aufgrund eines selbstverschuldeten Verhaltens passiert ist. Und als Multimillionärin kann sie sich dem Hass auch ganz einfach entziehen. Das sehe ich selbstverständlich alles auch so.


    Aber das ändert ja nichts daran, dass auch der Hass, der ihr entgegenkommt sie sicherlich nicht beruhigt hat und in meinen Augen auch ganz bestimmt nicht kalt gelassen hat. Es wird Öl ins Feuer gegossen haben. Das soll aber natürlich keine Gleichstellung sein, das erhaltenen Hasses sein oder ein Aufruf, dass man ihr das durchgehen lassen soll.


    Und unabhängig von meinem Post möchte ich selbst noch einmal betonen, warum ich verstehe, warum sie gerade J. K. Rowling sowohl den unberechtigten als auch den natürlich viel größeren Teil des berechtigten Backlashes bekommt.


    Harry Potter ist ohnehin schon gigantisch. Und unter diesen giantischen Franchises gibt es erst einmal sehr viele, die entweder im Bezug zu Minderheiten neutral oder gar eher negativ sind. Harry Potter hat da sehr stark herausgestochen. Die Grundstory ist ja, dass Ron, Harry und Hermine drei Misfits sind, die zusammenfinden. Ihre Freundschaft siegt. Und die Diversität siegt über das faschistische Weltbild eines Voldemorts. Das ist der Grund warum sehr viele Menschen aus der diversen Queer- und Trans-commonities Harry Potter vor den Trans-Äußerungen von Rowling ja besonders gefeiert haben. Gerade weil es neben Elementen, die auch problematisch gelesen werden können auch diese Lesart zulässt. Und dass ausgerechnet diese Person mit dieser Community sich so äußert trifft natürlich besonders hart. Im Endeffekt sind die Millionen, die JKR hat auch von Transpersonen gezahlt. Transphobe Äußerungen von JKR treffen daher viel mehr als wenn jemand sowieso schon eher problematisches diese Äußerungen trifft.

    Natürlich ist Rowling hier die schuldige Person. Und natürlich sollte sie als berühmte Person in der ÖFfentlichkeit und mit Millionen auf der Bank mehr abkönnen als irgendeine zufällige Person im Internet. Und auch habe ich nie gesagt,dass die MEhrheit der Reaktionen so negativ war.


    Aber wenn sie Hundertausende oder Millionen Reaktionen hat und auch nur 5% der Reaktionen so problematisch ist, dann sind das immer noch Tausende bis Zehntausende. Und auch wenn JKR-Rowling als solch Mächtige Person mehr Schutz hat und mehr abkönnen soll geht das meines Erachtens eben nicht einfach nur so an einer Person vorbei.


    Und ich kann daher auch viele Reaktionen auf meinen Post nicht verstehen.


    Ich habe mit keinem Wort die ganzen Rowling-Verteidiger und Fans erwähnt. Ich habe ihr Verhalten explizit verurteilt mich davon distanziert und finde auch, dass nichts rechtfertigt was sie nun macht.


    Aber eine Eskalation zu beobachten ist nicht gleichzusetzen dies zu entschuldigen. Und diese Beobachtung sehe ich.


    Thrawn


    Ich werde zeitnah passende Beispiele und Forderungen posten, auf welche ich mich beziehe.


    Find allgemein so ne Überlegung dahinter schwierig. Also klar, man sollte immer auch darauf Bedacht sein die Ursachen für bestimmtes Handeln zu untersuchen. Aber in diesem Falle ist es leider nur schwer zu erklären, wie man eine Person die über so viel Macht verfügt, dazu bringt so etwas schwerwiegendes zu tun. Meiner Meinung nach reichen hetzerische Tweets und Boykott Aufrufe bei weitem nicht aus um so ein Handeln annähernd zu erklären. Und es kann schnell in die Richtung gehen zu sagen: schaut was passiert wenn man zu direkt kritisiert…dann muss man eben mit einem stärkeren Echo rechnen. Was soll das dann für ein Zeichen setzen? Beim nächsten mal lieber ruhig sein bevor man selbst zum Opfer eines „Echos“ wird?


    Schwierig…

    Das finde ich wiederum schwierig.


    Wieso sollte ich die Überlegung nicht stellen. In diesem Thread wird berechtigterweise über 6 Seiten zu 90% dargestellt und verurteilt, wo das Problem bei ihr liegt. Und ich selbst habe als Disclaimer auch noch vorher betont, dass ich alles verurteile und mich davon distanziere.


    Wenn ich untersuche warum ein rechtsradikaler Amokläufer zum Amokläufer wurde, dann entschuldige ich das auch nicht und auch ist es nicht dafür gedacht das Handeln zu Entschuldigen oder zu sagen, dass man nicht mehr so Handeln darf, dass sein "Echo" passiert.


    Und übrigens sind es nicht nur Tweets und Boykottaufrufe. Überall wo Harry Potter erwähnt wieder, wird sich erst einmal von ihr distanziert. So gut wie jeder des Casts distanziert sich von ihr. Alles zu recht. Aber natürlich isoliert das die Person massiv. So gut wie niemand, der nicht in dieser transphoben Ecke ist, in der sie sich nun selbstverschuldet befindet, will was mit ihr zu tun haben. Das macht auch sowas mit solch ner mächtigen Person. Ich halte nichts von monokausalen Erklärungen aber dennoch glaube ich, dass das schon seinen Teil dazu beigetragen hat. Eskalationsspiralen in verschiedenen Arten udn Weisen sind ja auch nichts Neues.