Beiträge von Zaty

    Schönes Thema!


    Unser erstes Haustier in der Familie war ein Wellensittich mit dem Namen "Tweety". Ich war damals noch sehr klein und die einzige Erinnerung ist, dass meine Eltern ihn mal aus dem Käfig gelassen haben und ich habe vor Angst geschrien. Ja vor einem Vogel. Er ist dann auch bald verstorben.


    Dann hat meine Mutter nach langem Betteln unseren Kater "Tiger" von einem Bauernhof geholt. Er war so ein toller Kerl und ich liebte ihn über alles. Leider hatte er von seiner Mutter einen Katzenpilz mitbekommen, der sich schließlich auch auf mich ausbreitete. Ist halt leider auf den Menschen übertragbar und ich glaub, da bilden sich so eine Art Schuppenflechte und es juckt höllisch. Es ist aber zumindest für den Menschen nicht tödlich und kann eben behandelt werden. Bei Katz sowie Mensch. Gesagt, getan, meine Mutter hat uns beide sorgfältig behandelt mit den vom Arzt verschriebenen Medikamenten und es war auch schon ziemlich abgeheilt nach einiger Zeit. Da mein Vater aber mit neurotischen Zügen, insbesondere was solche Sachen betraf, veranlagt ist, hat er die Katze eines Tages gepackt und weggebracht (ich war in der Schule und Mum beim arbeiten). Ich habe monatelang nicht mehr mit ihm geredet, meine Mutter war auch ziemlich pissed und naja, ich halte es ihm bis heute noch vor. Für mich als Kind war es der erste schreckliche Verlust. :/


    Jetzt aber mal die guten Zeiten:


    Als ich 10 geworden bin, kam unsere Beagle Dame Luzi in das Familienleben. Und nicht nur unsere Familie vergötterte diesen Hund, sondern das gesamte kleine Dorf. Jeder liebte diesen Hund, sie war immer brav und gutmütig, abgesehen davon, dass sie krasse Laute von sich gab wenn Hasen und Rehe auf unseren Spaziergängen unseren Weg gekreuzt haben (Jagdhund eben xD).

    Leider haben sie auch alle immer gefüttert, besonders die Oma, da hat alles Schimpfen und Mahnen bei den Leuten nix genützt. Dementsprechend wurde der Hund mit dem Alter sehr dick. Wir haben sämtliche Diäten probiert, sind jeden Tag mind. 3 km mit ihr gegangen bzw. ist sie selbst durch das Dorf und den Wald gelaufen, aber naja, hat nichts gebracht. Sie hatte dennoch ein glückliches, hundegerechtes Leben und ganz viel Liebe bekommen. Leider mussten wir sie dieses Jahr einschläfern. Sie ist stolze 15 Jahre geworden. Ich vermisse sie sehr.


    Als ich meinen Freund kennengelernt habe, habe ich auch seine damalige Katze Juna adoptiert. Sie war schon immer sehr eigen, aber gerade deswegen besonders. Wenn man mit ihr umzugehen wusste, war sie ein sehr anhängliches Kätzchen. Ich habe sie sehr liebgewonnen, auch wenn wir nicht immer der gleichen Meinung waren. Auch sie mussten wir wegen Darmkrebs dieses Jahr einschläfern lassen. Auch sie vermisse ich in vielen Momenten.


    Und jetzt haben wir seit Mai diesen Jahres zwei Kittens (auch vom Bauernhof) als neue Familienmitglieder. Ich war erst gar nicht begeistert als der Partner mit den zwei nach Hause gekommen ist, ich hab mich überrumpelt gefühlt. Die beiden stellen unsere Wohnung auf den Kopf und haben das flauschigste Fell, was ich je berührt habe. Sie sind wild und verschmust und jetzt nach anfänglicher Skepsis ist jede Minute mit ihnen schön. Es waren einfach zu viele tierische Verluste dieses Jahr und dann kamen einfach diese beiden Racker in unser Leben. Balou nenne ich auch gerne liebevoll Sir Stinkelot, naja er pupst sehr oft, aber es sei ihm verziehen. ;D. Und naja, Baghira ist unsere kleine Kampfkatze, niemand ist vor ihr sicher ^^".


    Hier die schönsten Fotos:

    Ich bin in meinem Leben schon des Öfteren mit dem Tod in Kontakt getreten und der Schlimmste betraf leider einen viel zu jungen Menschen. Der Tod dieser Person hat mich nachhaltig immens geprägt und auch meine Ansicht darüber.


    Sterben müssen wir alle, aber die große Frage ist halt das Wie. In einer Zeit, in der alle möglichen lebensverlängernden Maßnahmen, zumindest in Deutschland, getroffen werden halt ich das z. B. nicht bei allen Patienten für sinnvoll. Wenn da eine 100-jährige Person im Intensivbett liegt und nur noch dahinsiechen kann, halte ich es für richtig dieser Person einen würdevollen Tod zu ermöglichen, wo sie sanft der Welt entschlafen darf.


    Oder bei sehr schwer erkrankten Personen, die dies selbst für sich entscheiden. Wenn das Leben nur noch aus Schmerz, Scham etc. behaftet ist, kann ich sehr wohl nachvollziehen, dass solche Menschen den Schlussstrich ziehen wollen, auch wenn es für die Angehörigen schrecklich ist. Leider sind wir in Deutschland, soweit ich das kennen gelernt habe, ziemlich weit hinten was Sterbehilfe betrifft.


    Hier ist der Punkt, wovor ich, wie viele hier, Angst habe: am Ende alleine und dahinvegetierend mit großen Schmerzen in einem sterilen Krankenhauszimmer sterben zu müssen, ohne entscheiden zu dürfen ab wann man bei mir das Licht ausmachen darf.


    Die andere Sache ist die, dass ich als Motorradfahrer oft in brenzlige Situationen komme. Autofahren an sich kann schon tödlich sein, aber das Moped fahren ist halt mind. 10 mal so tödlich. Deswegen versuche ich so vorausschauend wie möglich zu fahren und mich nicht provozieren zu lassen. Da ist die Angst vor einer Querschnittslähmung und weiteren schlimmen Folgen groß. Mir ist die Angst haben quasi vom Vater in die Wiege gelegt worden. Aber ich steige trotzdem fast jeden Tag mit Freude auf den Bock. Ich habe mal gelesen, dass das Leben für manche Menschen schlimmer sein kann als der Tod, da viele Menschen, aus Angst vor dem Tod oder Anderem, ihr Leben nicht nach Ihren Wünschen versuchen zu gestalten und sich am Ende selbst nur zu hassen und verbittert sind.


    Meine Oma ist so Eine, die hat ihr Leben lang ihre Umwelt mit ihrer Verbitterung versucht zu vergiften, metaphorisch gesprochen. Und jetzt hat sie ein staatliches Alter erreicht und ich glaube schon, dass sie so Einiges bereut. Sie redet zwar immer davon, dass sie der Hergott endlich holen soll (gläubig ist sie natürlich auch und hat mich ja auch immer vor der Hölle gewarnt, wovor ich als Kind noch Angst hatte bei dem Gedanken an den Tod, komischerweise sind die Gläubigsten in der Gemeinde meiner Kindheit, die mit der wenigstens Nächstenliebe gewesen xD).


    Aber tatsächlich glaube ich, sie hat einfach nur dermaßen Angst vor dem Tod und klammert sich deswegen noch so an ihr Leben. Und ja, ich mag meine Oma trotzdem, zu mir war sie immer okay.


    Wenn es mich dann doch mal schlimm erwischt auf dem Motorrad, dann hoffe ich, dass ich dabei eines schnellen Todes sterben darf als im Nachhinein mich nur noch zu quälen zu müssen. Weil das macht mir wie gesagt mehr Angst.

    Vix

    Hi, Vix! Mir ist dein Post gerade ins Auge gefallen und ich kann dich sehr gut verstehen. Den ganzen Kopf voller Aufgaben und Vorsätze und am Abend dann schlechte Laune/ Gewissen weil man nix gebacken bekommen hat? Kenne ich nur zu gut.


    Früher war bei mir dieses Problem dermaßen groß, dass ich mich genauso wie du an den einfachsten bzw. schon an wenigen Aufgaben aufgehangen habe, genau wie du es beschreibst. Kann es sein, dass du immer alles so perfekt wie möglich machen willst? Ich glaube nämlich, dass so ein selbstauferlegter Perfektionismus einen Menschen eher blockiert als vorantreibt. Ich habe mir selbst mit der Zeit gelernt, eine Aufgabe zwar genau zu erledigen, aber in einem festgelegtem zeitlichen Rahmen, ohne diesen dann zu überschreiten. Und das am nächsten Tag genauso. Manche Aufgaben lassen sich schrittweise bewältigen, auch wenn es vll .eine Woche oder längert dauert (evtl. das Coden bei dir?)


    Zum Thema externe Motivation: die ist oft gar nicht schlecht, nur wenn du nur nach der externen Motivation gehst, die meist mit unliebsamen Aufgaben einhergeht, vergisst man sich ganz schnell selbst. Ich kann dir nur raten, auch mal auf das zu hören was dein Inneres gerade möchte. Ich weiß wie das ist, wenn das schlechte Gewissen an Einem die ganze Zeit nagt. Es ist wie ein Teufelskreis in seinem Inneren.


    Ich habe mir mit der Zeit folgende Taktik zugelegt um das schlechte Gewissen zu überlisten: jeden Tag eine Aufgabe/ Projekt, das mir am Herzen liegt. Und immer in kleinen Schritten anfangen. Am Anfang war es nur eine halbe bis eine Stunde: am Klavier habe ich dann eine kleine Etüde geübt oder mit einer Zeichnung angefangen oder mal ne halbe Stunde gezockt. Danach wurde was im Haushalt gemacht, gelernt oder dergleichen. Jetzt, da ich arbeite, ist das Zeitmanagment noch schwieriger, zum Glück fällt das Lernen weg.

    Da habe ich es mir angewöhnt, jeden Tag eine schöne Kleinigkeit nach der Arbeit für mich zu erledigen oder auch eine der etwas unschöneren Aufgaben zu machen.

    Wenn man die Woche über immer wieder kleinere Dinge erledigt, bleibt am Wochenende mehr Zeit für die wichtigen Sachen, evtl. räumst du dir an einem Tag an einer bestimmten Uhrzeit die Zeit mit deiner Fellnase ein. Hunde Agility ist was Tolles, das habe ich mit meinem Beagle früher ganz viel gemacht und man bereut da keine Sekunde seiner Zeit.


    Der Mensch ist halt kein Computer, aber was ich so von mir und anderen gelernt habe: man nimmt sich meist so viel vor und das ist realistisch gesehen einfach nicht möglich. Wie gesagt, kleine Schritte bei bestimmten Aufgaben, es ist nur wichtig sich Kontinuität aufzubauen und wenn es mal einen Monat dauert, dann ist das so (okay, außer für Prüfungen, aber naja, das Schulsystem oder Uni-Konzept ist für mich persönlich sowieso ein verstaubtes Konstrukt, aber das wissen wir alle).

    Ich arbeite gerade auch an mehreren Dingen und die laufen teilweise schon seit Monaten xD. Aber es geht halt in kleinen Schritten voran. Und das nimmt mit der Zeit auch den inneren Druck raus, finde ich. Ich weiß, das ist leicht gesagt, besonders was die Arbeit angeht und was ein Chef meist anders sieht. Aber man muss auch mal zu sich selbst versöhnlich sein und sich sagen: ,,Ich mache was ich kann und gut ist."



    Dabei würde ich so gerne jeden Tag lange mit meinem Hund rausgehen, mit ihr Agility machen, zeichnen, besser im Pokémon Checking werden, wieder Klavier spielen, mehr coden, mehr Fanfiktion schreiben, meine ganzen nicht einmal angefangenen Spiele spielen, mit Freunden Anime gucken...

    Und das hört sich auch so an, dass du auf viele Sachen Bock hast, aber wie gesagt, immer in kleinen Schritten anfangen zu "arbeiten", das ist tatsächlich mein Geheimrezept.

    Mit meinem Psychologen und Psychiater habe ich darüber schon gesprochen.

    Der eine will, dass ich in diesen Situationen herausfinde, welche Emotionen ich dabei habe (Hint: nicht wirklich gross welche), der Psychiater will einfach meine Sertralin Dosis erhöhen (was mir wahrscheinlich meine jetzt noch dazugekommenen Aufwachprobleme beschert....) und abgesehen davon, dass ich Leute nun mehr vollquatsche, weil ich es nun wegen der erhöhten Dosis noch schlechter unterdrücken kann, hat sich nichts geändert. Achja, Angst und Ekel kann ich auch kaum mehr empfinden, hatte heute eine Spinne auf dem Oberschenkel und kaum was gefühlt.

    Finde ich extrem schade, dass die Psychologen und Psychiater so reagieren, insbesondere das Thema mit der Dosis Erhöhung.


    Eine blöde Floskel muss ich raushauen: Der Weg ist das Ziel. Und meist ist man dann schneller am Ziel als man denkt. Solche Sprüche sind zwar alt, aber gerade der beinhaltet (zumindest für mich) ein Fünkchen Wahrheit und damit fahre ich seit einiger Zeit ziemlich gut.


    Vll. konnte ich dir ein bisschen was mitgeben und zumindest ein bisschen was von diesem inneren Druck, den man hat, wegnehmen? Weil, wie gesagt, mir ging es früher genau so und es kommt auch heute noch vor, das sind dann halt die schlechten Tage, an denen ich nix schaffe, aber so für mich akzeptiere und den nächsten Tag versuche besser anzugehen.


    Liebe Grüße,


    Zaty

    Ich mache mir seit Tagen auch wieder Gedanken um meinen "Style". Meistens bin ich recht sporty gekleidet, arbeitstechnisch und motorradtechnisch bedingt. Aber an manchen Tagen fühl ich mich halt nach Blazer und schicker Anzugshose, wobei mir die modernen Varianten für Frauen/Männer/ Divers gar nicht so gefallen. Bin da eher so auf der Schiene wie Bastet unterwegs.

    Jedenfalls hat es mich gefreut, dass ich mehr Geld als ich sonst hätte für Klamotten übrig habe und ich freue mich sehr, dass diese Dark Academia- und 1910er-Mode langsam wieder in Trend und dadurch leistbar für mich ist.

    Ja, hoffe auch, dass der Trend weiter dahin steigt. Mein Geldbeutel soll ja nicht nur Staub husten wenn ich mir sowas leiste...

    BTW! THAT'S THE GOAL TOO!


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    I LOVE. :heart:

    Sehe ich genauso, weil einfach geil, stylisch. Würde ich so tragen, wenn ich das Geld hätte. Und das entsprechende Setting. Ich kriege ja schon immer skeptische Blicke, wenn ich mal Blazer oder Overknees (sind gut gegen die Kälte im Winter!) trage, zumindest auf der Arbeit, aber ich will halt nicht jeden Tag Pulli oder den Blaumann tragen (wenn es ins Feld geht), da versuche ich an Bürotagen immer frischen Wind reinzubringen was Kleidung betrifft.


    Also, ich bin jetzt nicht die Stilikone schlechthin, weiß aber mich entsprechend zu kleiden, mit einem Hang zu dem Zeitraum von ca. 1910 bis 1930, was jetzt Anzüge, Hemden, Accessoires etc. betrifft. Ansonsten trage ich eher gedeckte Farben, meist viel schwarz in Kombination mit weiß und wenn es natürlich auf die Straße geht sportliche Sachen unter der Lederkombi. Und daheim darf es ein gemütlicher grüner Pulli mit natürlich passender Hose sein-wenn schon, denn schon. ;)

    Okay, ganz weit hergeholte Theorie: in der Folge ,,Die unschlagbaren Drei", in der Ash sich mit Silvana battelt (Bezug Waldorden), graben Jessie, James und Mauzi (Mauzis Taler auf dem Kopf=Krone?) im Untergrund und schlagen sich dann irgendwann den Bauch voll (Kekse). Jetzt, wo ich das schreibe, fällt mir selber auf wie weit hergeholt das ist. :biggrin: :biggrin:


    Also, ehm, Mauzi?

    Ich raste gerade so sehr vor Freude aus, hab das ganze Büro zusammengeschrien: JAAAAAAAAA! Endlich!!!!!

    Ich dachte der Release kommt erst Ende nächsten Jahres, deswegen bin ich gar nicht so traurig über den Mai. Und der Geldbeutel kann dann auch wieder Gold spucken. :D

    Ich spiele auch vorzugsweise alleine, zumindest je älter ich werde. Bin ja auch eher von der Rollenspiel Fraktion und mags mehr mich allein in z. B. der Welt von Zelda BOTW zu verlieren (mir reicht es schon im Alltag mich ständig mit Menschen auseinandersetzen zu müsse, höhö). Aber als Kind hab neben Pokemon fast nur Mehrspieler Spiele, da wurde Mario Kart auf dem DS nächtelang mit dem Cousin unter der Bettdecke gezockt, Mario Party beim Geburtstag oder auch in Worms sich der Schädel weggeballert. Ja, war schon ne gute Zeit damals :D

    Das tue ich nicht, tatsächlich erlebe ich quasi gar keine, weil ich sie eben bewusst vermeide. Trotzdem begegne ich ihnen immer wieder, wenn eben auch nicht auf mich gerichtet. Man fühlt sich einfach nicht wohl in der Gesellschaft, weil die Wahl miesere Behandlung oder nicht ganz sich selber sein ist.

    Nun, wie ich schon geschrieben habe, ich verallgemeinere meine Aussagen nicht und nur weil das jetzt nicht auf dich zutrifft, heißt das eben nicht, dass es bei anderen auch so ist. Wie gesagt, das sind halt meine Erfahrungen mit den betreffenden Personen, die sich dann so reinsteigern und den Menschen in ihrer Umgebung und der Allgemeinheit immer "böse" Gedanken unterstellen. Dass du dich nicht wohlfühlst, kann auch nachvollziehen, auch wenn mir Bastet unterstellt, das ich es nicht kann. Dazu gleich. Wie gesagt, ich finde schon, dass der richtige Ansatz ist, zu sich zu stehen und den Leuten das auch zu zeigen, ohne aber in Rage zu verfallen, wie ich es schon oft erlebt habe. Wie gesagt, gibt halt auch Trans, die ihr Ding machen und über den ganzen toxischen Meinungen drüberstehen. Wer mich nicht akzeptiert, muss halt gehen oder wenn es die Familie betrifft, wenn möglich mit der Zeit Abstand nehmen. Ich finde, die haben den richtigeren Ansatz, als diejenigen, die die Leute als ,,Scheiß Cis!" oder ,,Das werdet ihr nie verstehen!" beschimpfen.


    Niemand geht her und sagt sich: ich hab als Kind schon gerne Fußball gespielt, ich muss trans sein. Passt, morgen meld ich mich zur Mastektomie an." Das ist eher das, was schlechte Dokus, kitschige Coming Out-Filme und co. einem weißmachen wollen.

    Und diese Punkte, die du ansprichst, habe ich nicht behauptet.


    Es geht eben nicht um Geschlechterrollen, sondern wie du deinen Körper wahrnimmst und am liebsten wahrnehmen möchtest.

    Das ist dann halt auch nicht "der falsche Körper", es ist immer noch der eigene Körper, den man etwas anders wahrnehmen möchte.


    Das ich so Worte wie "typische Mädel" und "falscher Körper" benutze, ist vielleicht wirklich undeutlich formuliert, aber deswegen setze ich sowas auch in Anführungszeichen. Weil es hier den Ramen sprengen würde, dir bzw. dem Forum zu erzählen, wie ich jetzt in diesem Fall meinen Körper und Geschlechtsidentität wahrnehme. Das ist nämlich ne ziemlich lange Geschichte bei mir und Transidität spielte eben seit meiner Kindheit eine große Rolle, die hier online zu erklären wahrscheinlich den Umfang eines Romans beinhalten würde.


    Wenn du also cis bist, kannst du das nicht nachvollziehen.

    Falls das jetzt allgemein gemeint ist und nicht direkt auf mich bezogen: würde ich bei vermeintlichen Cis-Menschen nicht so verallgemeinern.

    Falls dies direkt auf mich bezogen ist: das ist wieder der Punkt, was ich meinte. Dieses :,,Das kannst du eh nicht nachvollziehen!". Das kannst du wohl kaum über mich behaupten, da du mich nicht kennst. Punkt.


    Sowas wie eine geschlechtsneutrale Lebensweise gibt es demnach auch nicht

    Wieso denn nicht? Wie du selbst schon sagst: es geht darum wie man sich und seinen Körper wahrnimmt. Nur weil du das behauptest, muss es nicht so sein. Ist das jetzt nicht auch eine Art, mir etwas abzusprechen? Ich habe generell das Gefühl bei dir und den Posts, die ich von dir lese, dass du, was deine Meinung betrifft, einen Tunnelblick besitzt. Aber wie gesagt, ich sehe nur das, was du online schreibst. Aber so nehme ich es bei dir wahr.



    Es geht aber ja nicht drum, ob Randoms einen beschimpfen, sondern dass die gesellschaftliche Stimmung und Aufwiegelung das politische Klima beeinflusst.

    Und das politische Klima beeinflusst direkt Entscheidungen, die im medizinischen Bereich getroffen werden, wie man beim Gutachten behandelt wird, ob die Krankenkasse grünes Licht gibt für diverse Hormontherapien und OPs etc...

    Find's übrigens sehr toll, wenn all die cis Menschen entscheiden dürfen, ob du WIRKLICH nicht cis bist. Niemand geht her und denkt: "Boah, mein Leben ist so fad. Probier ich mal geschlechtsangleichende OPs aus."

    Hier ich bin voll deiner Meinung. Das meinte ich auch in meinem ersten Post, dass betroffene Personen klein gehalten werden und ihnen große Steine in den Weg gelegt werden.

    So, ich habe lange darüber nachgedacht einen Beitrag hier zu verfassen, weil es doch ein heiß diskutiertes Thema ist und hier ein vermeintlich falsch interpretiertes Wort oder Satz einen ganzen Sturm aus Wut und Empörung losgehen lassen kann. Ich möchte hier auch nur meine Erfahrung zu dem Thema widergeben und niemanden meine Meinung aufzwingen, das vorab.


    Ich kann es wirklich sehr gut nachvollziehen, wie es ist, sich "falsch" in seinem biologischen Körper zu fühlen. Bei mir hat es sich schon als Kind abgezeichnet, dass ich nicht das "typische Mädel" bin und bis heute gehe ich eher einem geschlechtsneutralem Lebensstil nach. Ich versuche die Menschen als Personen in mein Leben zu lassen und nicht als Geschlechterrolle.


    Meine bisherigen Erfahrungen zu Transgender und Transgender-Hassern belaufen sich darauf, dass immer die Leute am lautesten schreien und sich gegenseitig anfeinden, die generell im Charakter eine schwache Toleranz und Doppelmoral gegenüber verschiedenen Lebensweisen/ Lebensansichten zeigen und das auf beiden "Seiten". Das sind meiner Erfahrung nach Menschen, die ständige Toleranz lamentieren wollen und Respekt einfordern sowie ständig beklatscht werden wollen für ihre Meinung/Lebensweise oder sich eben gerne in eine Opferrolle wie ,,Ich werde ja sowieso ständig benachteiligt, weil....", begeben. Wie gesagt, meine Erfahrung, ich möchte es nicht auf die jeweiligen Personengruppen verallgemeinern und mir ist definitiv bewusst, wie schwer es für Transgender ist in dieser Welt akzeptiert zu werden. Wie weh solche Sticheleien wie: ,,Oh weh, ist der/die transig!" tun können. Sprache ist auch eine Form von Gewalt.


    Und anscheinend bekommen leider gerade solche Menschen genug -mediale- Aufmerksamkeit, wodurch sie eben bei beeinflussbaren Individuen, denen die Fähigkeit zur Selbstreflexion, die Reflexion zu anderen und/oder Hinterfragung von konservativem Denken fehlt oder noch fehlt und sich somit radikale Positionen bilden. Und ja, ich weiß, natürlich sind wir gesellschaftlich noch ganz weit davon entfernt zu tolerieren und Mensch mensch sein zu lassen. Ich sage mal so:,, Bei alten rostigen Zahnrädern kann ja nur irgendwann Stillstand einkehren (im Denken und Veränderungen annehmen)." Das beobachte ich jeden Tag aufs Neue in meinem konservativ durchseuchten Arbeits- und Familienumfeld. Und manchmal möchte ich auch vor Wut schreien, wenn ich da Dinge höre wie:,, Es darf nur Männlein und Weiblein geben...", oder :,, die bilden sich das nur ein!". Es ist schrecklich einem Menschen sein Leid (in dem Fall meine ich das Leid nicht von einer Gesellschaft akzeptiert zu werden) abzusprechen. Genauso wie ich es verabscheue, wenn Menschen, die Toleranz für sich einfordern aber keinerlei Meinungen und Ansichten, die nicht 100 % ihren entsprechen, tolerieren können und alles in solche Schubladen wie "böse" und "gut" stecken. Wie gesagt, erlebe ich bei der Thematik auf beiden "Parteien". Ich schreibe alles in Anführungszeichen, weil ich den Menschen nach dem Charakter einteile und nicht nur nach Lebensansichten.


    Wenn du ein intolerantes und egoistisches A*-loch bist oder dich für unbelehrbar hältst oder ständig versuchst dich mit einer Opferrolle immer zurechtfertigen und eine vermeintlich moralisch höhere Position einnehmen möchtest, dann ist der Mensch halt nach einiger Zeit bei mir durch, egal ob als Transgender oder nicht. Ich sage dann immer: ,,Leben und leben lassen, aber lass mich halt mein Leben führen und führe du halt deins wie du es für richtig hälst". Damit meine ich jetzt nicht gutmütig alle transfeindlichen Meinungen zu akzeptieren und zu sagen:,, Passt scho." Es ist gut, dass die Menschen aufstehen und für sich einstehen und um die Akzeptanz kämpfen. Aber das gegenseitige Aufwiegeln und Hetzen gegeneinander und letztendlich doch wieder selbst in eine Intoleranz verfallen sehe ich halt als nicht zielführend und paradox. Eine Gesellschaft entwickelt sich in einem Prozess weiter. Das finde ich selbst ziemlich beschissen, dass Veränderung so lange braucht, aber Hauptsache ist, da tut sich was!


    Und die Erfahrungen, die ich mit Transgender und auch in anderen in ständiger Diskussion stehenden Personengruppen gemacht habe ist, dass viele irgendwann in ihrer eigenen Verbitterung und Wut sich selbst zerfleischen und andere zerfleischen wollen und dementsprechend anderen Menschen ihre Lebensweisen ebenso absprechen wollen.


    Aber ich kenne auch Personen, die einfach ihren Weg gegangen sind als Transgender oder in andere Lebenssituationen, ohne groß aufgeregt durch die Welt zu rennen und sich als "Objekt" ständiger Anfeindungen definieren zu lassen zu wollen. Die haben gesagt:,, Das ist jetzt mein Weg, so bin ich, das kannst du für dich akzeptieren oder nicht. Du kannst in meinem Leben bleiben oder nicht, wie du willst." Das hat bei uns im Umfeld gut funktioniert und ist für mich persönlich der richtige Ansatz mit der Thematik umzugehen. Einfach unaufgeregt sein Ding durchziehen, auch wenn die Steine im Weg noch so groß sind und noch so mit bösen Zungen sprechen. Bei Menschen, die mit Gewalt auf Transgender reagieren, naja, da finde ich dann schon, dass Hopfen und Malz verloren sind bzw. eher Intelligenz und Weitsicht vollkommen fehlen.


    Wie gesagt, für viele Personengruppen ist die Welt ein ziemlich toxischer Ort, gerade weil so viele Menschen in ihrem eigenen kleinen Käfig aus Angst, alten Denkweisen, Verbitterung und so weiter feststecken und einen offene Umgang (noch) verhindern. Grade im medizinischen Bereich werden die Menschen klein gehalten, manches Land ist mal fortschrittlicher oder hängt weiter zurück. Oder diese Sache mit: ,, Geschlechter sind nun mal Biologie und für den Fortbestand der Welt zwingend nötig, blablabla." Da denke ich mir immer: "Alles klar, dein Stant/ neue Hüfte/ neues Herz/ deine Brille ist eig. auch nicht natürlich, wenn du so auf der Biologie bestehst, denn wenn dein Körper irgendwann altersbedingt versagt oder "Defizite" aufweist, dann stirbst du normal in der Natur, Karen."

    Und wir formen unsere Welt doch auch technologisch, kosmetisch, machen Terraforming an unsere Bedürfnisse orientiert (die negativ Aspekte mal jetzt dahingestellt, das gehört in eine anderes Topic), warum also sind wir gesellschaftlich da noch so im Rückstand? Die Frage stellt sich mir oft. Ich finde halt, dass niemanden seine Bedürfnisse, Wünsche und Entwicklung im Leben (sofern sie nicht einem selbst und anderen schaden) abgesprochen werden dürfen von anderen. Und jemand, der eben Transgender ist oder sich im Orientierungsprozess befindet und sich einfach nur selbst finden möchte und ein zufriedenes Leben führen möchte, wie kleingeistig muss man sein, sich von so etwas "bedroht" zu fühlen.


    Um zu einem Abschluss zu kommen: Ich wünschen allen hier, die auf ihrem Lebensweg Anfeindungen, Gewalt und Diskriminierung erfahren, ein starkes Nervenkostüm und ein gutes Umfeld, das gibt es und es gibt tolle Menschen da draußen, denen es um euch als Person und nicht als Geschlecht geht. Nicht viele, aber es gibt sie. Und vor allem mit seiner Wut und auch Verletzbarkeit zur eigenen Person umgehen zu können und sie nicht gegen andere zu richten, die es vielleicht nicht besser wissen oder kein Veränderung oder gegenseitige Akzeptanz zulassen können. Die sind, glaube ich, selber in ihrer Verletzbarkeit und Angst gefangen und ändern sich nie.


    Die Welt wird, prognostiziere ich mal, nie subjektiv perfekt sein können für jeden Einzelnen und seine Bedürfnisse. Leider. Aber umso wichtiger ist es dann, sich nicht nur als Opfer zu sehen, mit geradem Rücken durchs Leben zu gehen und die bleiben zu lassen, die gut für Einen sind und die ziehen zu lassen, die es eben nicht sind, auch wenn es leider immer noch einen Großteil der Gesellschaft umfasst.


    Greets,


    Zaty.

    Ich habe mir bisher auch noch nicht so viele Gedanken darüber gemacht, da ich mittlerweile davon ausgehe, dass die Kids von heute an fast sowieso alles rankommen- auch mit FSK/ USK. Auch wenn viele Eltern glauben: ,, mein Kind schaut nur das, was ich als altersgerecht empfinde!", die Kids sind in der Hinsicht nicht auf den Kopf gefallen und konsumieren recht früh über ihrem FSK. Soweit ich das bei den Kindern/Teenies in meinem Umfeld beobachten konnte.

    Das war auch in meiner schon etwas zurückliegenden Kindheit so, dass wir Kinder in der Familie uns jegliches Material ansehen konnten, sei es im Internet oder weil wir es einfach im Geschäft gekauft haben. Da hat niemand gefragt, ob wir dem FSK entsprechen. Genauso sinnfrei finde ich auch diese Seiten, die fragen ob man denn schon 18 sei und man einfach auf Ja klicken muss. Jaja, ihr wisst schon was ich meine ( :wink: ), hat uns Kinder jetzt nicht daran gehindert, ich sage mal...Internet Recherche zu betreiben.

    Naja, back to the topic, manche FSK finde ich sehr falsch gewählt. Da hat mein Partner letztens so einen Trickfilm auf Prime geschaut und ich hab dann zwangsläufig ein paar Szenen mitbekommen. Da war alles so gewaltsam übersexualisiert (nebenbei gemerkt: die Animation war auch noch purer Augenkrebs), das es schon wehtat. Es sollte ja alles absichtlich überspitzt dargestellt und parodiert werden, aber naja für FSK 12 hielt ich es nicht.

    In diesem Sinne, FSK machen schon Sinn als Richtwert, aber da sie ja auch von Menschen mit einem meist subjektivem Beurteilungsvermögen festgelegt werden, sind nicht alle entsprechend gut gewählt.

    Ich habe für ,,Vibration" gestimmt. Ich bekommen schon gerne mit wenn mich jemand anschreibt, weil meine besten Freunde leider alle weit weg wohnen und ich mich über jedes kleine Lebenszeichen freue. Aber auf laute Klingeltöne/ Jingles oder etwaige andere Töne verzichte ich und bin froh, wenn andere Menschen auch darauf verzichten (Bus, Bahn). Mein Chef hat z.B. so ein plätscherndes Wasser als Klingelton und hat den Ton so laut eingestellt, dass es schon einem sintflutartigem Rauschen gleicht. Wir fallen dann alle fast vor Schreck ausm Stuhl im Büro :'D. Wenn das Ganze dann mehrmals am Tag abläuft, ist man abends auch leicht genervt...

    Ich habe mit 18 meinen Autoschein gemacht und bin damals 500 m vor dem TÜV wegen nem Bus durchgerasselt. ;°;. Beim zweiten Mal hat es dann zum Glück geklappt.


    [...] zumindest hätte ich da theoretisch immer ein Oberteil zu wechseln gebraucht habe, weil ich - übrigens zum Teil auch im Winter - immer komplett nass geschwitzt nach der Fahrstunde wieder aus dem Auto ausgestiegen bin. :^)

    haha, same here bei den Stunden und Prüfung. ;)


    Joa und dieses Jahr kam endlich der Motorrad Schein (der A). Da war die Motivation riesig und ich hab mich wirklich auf jede Fahrstunde gefreut (Dank geht an meine Fahrschule und Lehrer, das sind so liebe Menschen!). Und ja, das Moped hab ich im ersten Anlauf bestanden, wenn auch mit Anfangsschwierigkeiten. Ich sollte alle Lichter durchtesten und hatte plötzlich nen Black out. Eine Minute vorher konnte ich dir noch Alles zu den Technik Fragen aufzählen. Der Prüfer war aber ein entspannter Ty und meinte nur grinsend, ich solle mal durchatmen und einfach rauf auf den Bock. :D