Beiträge von Tragosso

Die Insel der Rüstung erwartet euch!


Alle Informationen zum ersten Teil des Erweiterungspasses "Die Insel der Rüstung" findet ihr bei uns auf Bisafans:

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    Erstaunlicherweise ist hier ein Thema bislang noch nicht angesprochen worden, das mich sehr beschäftigt, seitdem die ersten Ausgangsbeschränkungen erlassen wurden. Nämlich das Thema häusliche Gewalt.


    Dass die Fälle häuslicher Gewalt durch die Covid-19-Epidemie rapide ansteigen würden, hat sich in China bereits vor Wochen bestätigt. Laut der Pekinger Frauenrechtsorganisation "Weiping" melden sich Betroffene dreimal so häufig hilfesuchend wie vor der Quarantäne. Es war also abzusehen, dass dies eine Entwicklung ist, die sich auch in anderen Teilen der Welt zeigen wird, sobald der Virus dort Einfluss aufs gesellschaftliche Leben nimmt. Schon jetzt gibt es in Deutschland ca. 140.000 Fälle partnerschaftlicher Gewalt im Jahr, wobei die Polizei von einer größeren Dunkelziffer ausgeht, weil viele Straftaten nicht zur Anzeige gebracht werden. In über 80% der Fälle sind Frauen Opfer, jeden Tag versucht ein Mann in Deutschland seine Frau zu töten. (Partnerschaftsgewalt - Kriminalstatistische Auswertung) Diese Zahlen sind an sich schon erschreckend genug, nur verschärft sich die prekäre Lage vieler Menschen in den eigenen vier Wänden durch die Ausgangssperre noch mal erheblich. Viele Familien sind gezwungen, ungewohnt viel Zeit auf engstem Raum miteinander zu verbringen. Dazu kommen Faktoren, die innerfamiliäre Spannungen verstärken und den Stresspegel ansteigen lassen: Wie steht es um meinen Job? Werde ich die Miete noch bezahlen können? Ist meine Familie abgesichert? Auch die Ungewissheit, wie lange diese Ausnahmesituation anhalten wird, trägt ihren Teil bei. Opfer können sich im eigenen Zuhause der Gewalt kaum entziehen, nur selten bei Freunden oder Verwandten unterkommen und Frauenhäusern fehlen schon heute nach verschiedenen Meldungen mehr als 14.000 Plätze. Während in Städten wie Offenbach die Auswirkungen durch Corona bereits in den Frauenhäusern spürbar sind, gibt es andernorts wie in Hamburg noch keine Hinweise darauf, dass die Fälle häuslicher Gewalt wegen der Ausgangsbeschränkungen zugenommen haben. Jedoch wappnet man sich auch hier schon für den Fall und sucht nach Unterkünften, um die Kapazitäten zu erhöhen. Die Polizei geht jedenfalls davon aus, dass die Maßnahmen gegen Covid-19 zu einer "deutlichen Zunahme negativer Stressfaktoren" führen und darunter die Selbstkontrolle leide. "Mit einer Zunahme von (sexueller) Gewalt in Familien und Beziehungen sei zu rechnen". Des Weiteren sind Frauenhäuser vor eine große Herausforderung gestellt, wenn Infektionen in Einrichtungen nachgewiesen werden und einzelne Personen/Familien isoliert werden müssen.


    Bei all den Maßnahmen, die die Bundesregierung ergreift, um die Auswirkungen des Virus auf die Allgemeinheit abzufedern (u. a. unbegrenzte Kredite für Unternehmen, steuerliche Hilfsmaßnahmen, Kurzarbeitergeld, etc., eine genaue Auflistung findet sich hier), sucht man nach einem geschnürten Hilfspaket für Frauenhäuser und andere Hilfseinrichtungen, die sich vermehrt auf Opfer häuslicher Gewalt einstellen müssen, bislang vergeblich. Nicht, dass es schon vor der "Corona-Krise" genug Anlass gegeben hätte, hier zu handeln, jedoch ist der Handlungsdruck zur Zeit wohl größer als jemals zuvor. Es ist ungemein wichtig, dass dieses Thema viel mehr Aufmerksamkeit erfährt. Was macht es schon, wenn man mehrere Läden für Klopapier abklappern muss, wenn währenddessen in der Nachbarwohnung oder im Haus gegenüber gegen die eigene Familie/den eigenen Partner Gewalt ausgeübt wird? Es gibt genug Menschen, die liebend gern die Frage "Wo soll ich denn nun mein Mehl herbekommen?" als ihre größte Sorge bezeichnen wollen würden. Vielleicht erscheint unter diesen Gesichtspunkten das eine oder andere Alltagsproblem, das die Epidemie mit sich bringt, ein wenig kleiner. Abgesehen davon wird natürlich auch über andere Herausforderungen medial berichtet, die solche Probleme zur Lappalie werden lassen.


    Dass ich hier in erster Linie Frauen als Opfer häuslicher Gewalt adressiert habe, soll im Übrigen nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch andere Personengruppen betroffen sind. Häusliche Gewalt trifft sowohl Erwachsene als auch Kinder und zieht sich durch alle gesellschaftlichen Schichten. Die Politik ist in dieser Situation ganz besonders gefordert, aber jeder von uns kann seinen ganz persönlichen Beitrag leisten. Seid gegenüber eurem Umfeld aufmerksam. Meldet es, wenn ihr die Befürchtung habt, dass jemand von häuslicher Gewalt betroffen ist. Nehmt Kontakt auf, damit sich betroffene Personen des eigenen Umfelds nicht allein fühlen. Social distancing bedeutet nicht, dass wir uns von unserer Umwelt komplett abschotten sollen. Das wäre für viele Menschen, die in ihren eigenen vier Wänden gefangen sind, ein fatales Signal.


    Für den Fall, dass dies vielleicht jemand liest, der selbst von häuslicher Gewalt betroffen ist, möchte ich noch ein paar Anlaufstellen dalassen, an die man sich wenden kann: Hilfetelefon, Weißer Ring, Frauenhauskoordinierung. Außerdem möchte ich auf folgendes Video verweisen:

    Die folgende Meldung durchbricht zur Abwechslung mal die ganzen negativen Nachrichten von den tausenden an Covid-19 Verstorbenen in Italien. Dass sehr viele Menschen erfolgreich behandelt werden und irgendwann das Krankenhaus wieder verlassen können, ist Statistiken recht leicht zu entnehmen, aber so ein Einzelfall setzt dann doch ganz explizit ein Zeichen der Hoffnung, dass man auch als Teil einer Risikogruppe nicht die Zuversicht aufgeben sollte, dass man das Virus nach einer Infektion besiegen kann.

    Quelle: Newsfeed von Zeit Online

    Von meinen Nominierungen ist nur noch ein Kandidat übrig. Folgerichtig geht auch meine letzte Stimme an ihn: Macks


    Ich kopiere einfach mal das, was ich zur Nominierung geschrieben hatte:

    Zitat von Tragosso

    Macks Du hast im vergangenen Frühjahr frischen Wind in den Videospiele-Bereich gebracht und sorgst auch nach wie vor mit deinen Ideen dafür, dass nichts im Bereich anzustauben droht. Das verdient Anerkennung.

    Ergänzung: Mittlerweile hast du dich auch als wichtige Stütze im Chat etabliert und pflegst auch hier einen angenehmen Umgang mit Usern. Man kann nur hoffen, dass du dem Chat noch lange erhalten bleibst.

    Jetzt habe ich dieses Thema wie viele andere auch, auf die ich schon längst antworten wollte, schon seit dem Wochenende offen. Wird langsam Zeit, die Anzahl der Tabs zu reduzieren ...


    Es hat mich richtig gefreut, als ich direkt im Titel gesehen habe, dass hier jemand "What Remains of Edith FInch" seine Aufmerksamkeit geschenkt hat. ich habe das Spiel letztes Jahr vor den Sommerferien gespielt, als es an alle PS+-Abonnenten verteilt wurde und war hellauf begeistert. Mittlerweile ist Atmosphäre für mich mit das Wichtigste an Spielen und die wird hier in einer wunderbaren Art und Weise kreiert. Genau wie dich, hat die Geschichte des Hauses auch mich sofort in ihren Bann gezogen. Manches lässt einen traurig zurück, manches erzeugt in einem eine Gänsehaut und manches hat einfach nur Witz. Keine Geschichte gleicht der anderen, jede Erzählung hat mein Interesse geweckt. Dieses Kleinod besticht einfach durch eine kreative Umsetzung und sehr viel Charme.


    Insbesondere finde ich es schön, dass du auf die reduzierte Geräuschkulisse eingegangen bist. Ich bin selbst ein Freund von Reduziertheit und Minimalismus und finde ebenfalls, dass "What Remains of Edith Finch" dies grandios umgesetzt hat. Ganz auf musikalische Stücke wird ja aber auch nicht verzichtet. Die einzelnen eingesetzten Themes sind aber auch wirklich schön. Ansonsten muss ich sagen, dass ich mich nicht an Probleme mit der Steuerung erinnern kann. Von daher habe ich wirklich gar nichts an dem Spiel zu kritisieren. Eines der schönsten Spiele, die ich im vergangenen Jahr spielen durfte.

    Meerschweinchenlaute scheinen nicht wirklich meinen Geschmack zu treffen. Da hilft auch nicht der Klang der restlichen Töne, die anscheinend eine beruhigende Wirkung haben sollen, um die Tierrufe erträglicher zu machen. 1/10


    Für mich ist das Thema etwas komplexer, weswegen ich Psydusk möglicherweise auch besser verstehe. (Bezug im letzten Absatz.) Das Gebäck, von dem hier primär die Rede ist, nennt man bei uns seit jeher Berliner. Und damit meine ich nicht nur mich und mein Umfeld aus Deutschland, denn auch in ganz Norwegen spricht man vom Berliner ("berlinerbolle"). Ich musste hier also keine Missionarsarbeit leisten, was die Bezeichnung dieser Teigware betrifft. Für mich wird ein typischer Berliner entweder mit Zucker glasiert oder mit Puderzucker bestreut, während die Füllung aus Marmelade besteht. Jedoch bekommt man ebenfalls - zumindest im Hamburger Raum - auch eine Füllung aus Pflaumenmus als Alternative. In Norwegen hingegen kann man sich für gewöhnlich zwischen einer Marmeladenfüllung und einer Vanillecremefüllung entscheiden.

    Nun verhält es sich so, dass Krapfen für mich ein ganz anderes Gebäck ist. Meine Oma hat nämlich immer, so weit wie ich mich zurückerinnern kann, Krapfen serviert, wenn alle ihre Enkelkinder zu Besuch waren. Die sahen nicht nur ganz anders aus als Berliner, hatten weder eine Zuckerglasur noch Puderzucker drumherum, waren kleiner und schrumpeliger, ohne Marmeladenfüllung und generell vom Rezept des Teiges anders. Persönlich finde ich "meine" Krapfen auch viel leckerer als den klassischen Berliner, wie ich ihn kenne.

    Und bevor jetzt jemand auf die Idee kommt zu sagen, dass das ja Quarkbällchen seien: Nein, Quarkbällchen gab es neben "Krapfen" bei uns auch, die waren jedoch noch kleiner, runder, hatten keine Füllung und sahen wie folgt aus:

    Kommen wir nun aber zu den oben erwähnten Rosinen. Es gibt nämlich noch eine mit dem Berliner/Krapfen verwandte Variante, die ich aus den Niederlanden kenne und die sich dort Oliebol nennt. Oliebollen werden für gewöhnlich mit Puderzucker bestäubt und sind oftmals mit Rosinen gefüllt. Ansonsten ist die Rezeptur des Teiges und das Ausbacken in heißem Öl dem Berliner/Krapfen recht ähnlich.