Beiträge von MightyHonweisel

    Jo, aber durch Tests die er selber zahlt.

    Nicht durch Tests die 50 000 000 geimpfte Steuerzahler mittragen.

    Obwohl ich geimpft bin, bin ich gegen das Wegfallen der Bürgertests, falls das ein Angriff in meine Richtung sein sollte.


    Das einzige Problem, was ich habe ist aber mittlerweile ein ganz anderes:

    eine nicht geringe Risikoquelle und dass bei diversen Arbeitsplätzen die Impfung von Nöten ist, nur das ist halt dann schon etwas extrem vor allem, wenn die Leute die Tests dann selbst zahlen sollen,

    Volle Zustimmung. Nur das Problem, was sich daraus zwangsläufig entwickeln wird ist, dass auch Tests die Ungeimpften auf Dauer nicht vor einer Infektion schützen können. Es ist mittlerweile bekannt, dass trotz aller Vorsichtsmaßnahmen und Impfung Infektionen von Geimpften auf Ungeimpfte weitergegeben werden können. Das sind dann genau die, die aber das höhere Risiko eines schweren Verlaufs haben (abhängig von Alter, Kondition ...).


    Ich glaube wir regen uns gerade noch über die Testsache auf, aber die zentrale Frage, auf die übrigens auch kaum jemand gern zu sprechen kommt oder eine Antwort geben möchte, ist doch: Wie soll das auf lange Sicht weitergehen? Bei uns an der Uni ist das Wintersemester in fast vollständiger Präsenz unter Aufhebung aller Modul- und Raumkapazitäten geplant. Und gerade im Winter, wenn sich alles nach drin verlagert und selbstverständlich auch Infektionsketten unter Geimpften entstehen können bringt dir als Ungeimpfter ein Schnelltest (egal wer ihn bezahlt hat) leider nicht allzu viel, außer jeder muss ihn machen. Und genau da haben wir den Punkt - Es gibt basically zwei Möglichkeiten:


    1.) Weiter unter Einschränkungen leben, Geimpfte mittesten, Vorsicht walten lassen

    2.) Selbst bezahlte Tests verordnen, Maßnahmen für Geimpfte abbauen


    Und dahin entwickelt sich für mich die Situation. Ich kann ein Stück weit schon verstehen, dass viele sagen, sie wollen sich nicht mehr einschränken lassen, weil jetzt hat quasi jeder ein Impfangebot und die Frage des Könnens ist (zumindest in den allermeisten Fällen) zur Frage des Wollens geworden. Auf der anderen Seite möchte verständlicherweise jeder am öffentlichen Leben teilnehmen, ohne sich in Gefahr zu bringen. Das ist eine Situation, über die ich wirklich nicht im Entferntesten auch nur die kleinste Entscheidung treffen wollen würde. Die Dänen haben sich entschieden - Wer nicht will, der muss mit Durchseuchung leben, ebenso wie die Engländer. Wohin das führt? Das wird sich zeigen.

    Eine neue Satzung der Universität verpflichtet übrigens zB auch alle Studierende zum Aufzeigen des Impfpass und damit zur Offenlegung des Impfstatus. Das galt auch für mich als temporärer Mitarbeiter, als ich ein Praktikum betreut habe, dass ich meinen Pass vorlegen musste, weil ich ansonsten jeden Morgen einen Test hätte machen müssen. An der Klinik, an der ich meine Abschlussarbeit geschrieben habe und auch noch immer arbeite, wurde jetzt auch für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zutritt nach 3G geregelt - Wer nicht geimpft ist, muss jeden Morgen einen Test machen. Befreien kann man sich davon nur, wenn man nachweisen kann, dass man geimpft ist.


    Und ich finde das ein ziemlich sinnvolles Konzept. Klar 2G am Arbeitsplatz finde ich auch nicht gut, aber wer sich noch immer nicht impfen lassen möchte, muss eben die Konsequenzen tragen. In meinen Augen halt nicht durch ausgeschlossen werden, das ist immer scheiße, sondern eben durch tägliche Tests.


    Bei uns an der Klinik füllt sich btw die Covid-Intensivstation wieder. Aktuell liegen 100% Ungeimpfte mit schwerem Verlauf dort, auf der Normalstation kommen auf knapp 10 Ungeimpfte mit leichtem Verlauf 1 Ungeimpfter, der wohl aber sehr schnell wieder entlassen wird. Problematisch ist es wohl anscheinend gerade v.a für all diejenigen die sich nicht impfen lassen können (uA wird wohl Schwangeren oft davon abgeraten). Das ist halt auch wieder die andere Seite und bewegt vermutlich den ein oder anderen AG zu seiner Entscheidung.

    Ungeimpfte wären dann einfach unter diesen Inzidenz-Richtlinien geblieben. Einen ähnlichen Weg schlägt ja auch Australien ein, dass es so lange Lockdowns geben wird bis mindestens 70% geimpft sind.

    An sich unterstütze ich diese Idee auch voll und ganz ABER: Nicht jeder Ungeimpfte (leider) verhält sich so besonnen wie du und das ist ja auch genau der Grund, warum es gerade so brodelt. Ich glaube mal, dass die Regierung diese eigenartige Taktik fahren muss, damit nicht irgendwann noch ein Bürgerkrieg ausbricht (deswegen wurden auch weitere Lockdowns erstmal ausgeschlossen, weil man kann dort meines Erachtens nach immer nur einer Gruppe auf die Füße treten, sei es selbigen für Geimpfte juristisch zu rechtfertigen, ebenso umgekehrt ausschließlich für Ungeimpfte). Was mich auch interessiert ist, was du von der australischen Strategie hältst, denn die ist ja (auch wenns keiner so recht hören will) genauso ein Druck der auf die Ungeimpften ausgeübt wird, damit sie sich impfen lassen. Nichts anderes versucht unsere Regierung, nur eben mit anderen Maßnahmen. Und ich kenne die Situation in Australien nicht, nur glaube ich mal, dass das das Klima zwischen Geimpften und Ungeimpften nicht grad entspannt..


    Die Fallzahlen haben sich in NRW in 2 Wochen jetzt mindestens verdreifacht. Passiert das in 2 Wochen noch einmal sind es in NRW schon 20.000 Neuinfektionen täglich. Das kannst du doch selbst nicht als tolle Entwicklung nur aufgrund der Impfung sehen. Man nimmt billigend (jüngere) Tote/Long Covid in Kauf, weil man unbedingt die Leute zum impfen zwingen will.

    Das ist die eine Betrachtung dieser Situation, auf der anderen Seite hat das ZDF eine Statistik vom RKI veröffentlicht (20.08), dass aktuell 94% der COVID-Intensivpatienten ungeimpft sind. Erste Stichproben auf Normalstationen zeigen eine etwa 90%ige Quote an Ungeimpften auf der Normalstation, bei einer allgemein 10x so hohen Inzidenz für selbige Gruppe. Das sind natürlich nur erste Stichproben, aber sie zeigen doch einen deutlichen Trend. Und ja, ich weiß dass mit einer höheren Impfquote das Verhältnis sich verschiebt. Aber man kann es in meinen Augen drehen und wenden wie man will: Impfen ist und bleibt die einzige Möglichkeit, dem effektiv Herr zu werden (dein Lebensstil mal abgesehen). Natürlich gibt es bei Geimpften auch Durchbrüche und schwere Verläufe, aber eben zu deutlich geringeren Raten und das ist etwas, das KANN man auch gar nicht auf 0 reduzieren. Zumal eine der aktuellen Studien die ich verlinkt hatte (aus Israel) auch darauf hindeutet, dass es v.a. die vulnerablen Gruppen betrifft, denen auch eine dritte Impfung angeboten werden soll.


    Zitat von Phoenixfighter

    Die unentschlossenen Ungeimpften haben nicht einmal die Chance bekommen noch darüber nachzudenken sich vor der nächsten Welle impfen zu lassen.

    Auf der einen Seite hast du damit recht. Auf der anderen Seite stehen wir laut den Aussagen des RKI und einiger Virologen schon mit einem Bein in der nächsten Welle. Der Druck in dieser Form ist definitiv streitbar, aber wie viele Wellen sollen wir noch abwarten? Es gibt mittlerweile ziemlich viel Aufklärung über die Impfung, sie ist nicht perfekt, aber sie leistet ihren Beitrag zur Pandemiebekämpfung. Auf andere Impfstoffe/Medikamente warten ist das Recht von jedem. Nur leider muss man da auch der Realität ins Auge blicken, dass diese uU trotz verkürzter Verfahren noch lange auf ihre Zulassung warten.

    Ich finde es gar nicht schlecht. Immerhin schützt es mich auch vor anderen nervigen Erkrankungen. Im asiatischen Raum werden schon viele Jahre Masken getragen seitdem es die SARS Epidemie gab. Da ist es zum normalen Alltag geworden. Das kann ich mir zumindest über die Wintermonate hier in DE auch ganz gut vorstellen.

    Naja, es ist ja nicht nur die Maske. Auf Dauer gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Solange die Bevölkerung nicht ausreichend durchgeimpft ist (unabhängig davon, dass ich das auch irgendwo kritisch sehe) werden wir niemals auch nur annähernd in die Richtung der hochgelobten "Normalität" kommen. Und selbst dann finde ich persönlich es sehr fraglich sondern sehe eher, dass wir eben ein Stück weit in einer neuen Normalität gelandet sind, in der AHA noch einige Zeit ganz weit oben stehen wird.

    Wo kann ich das Video schauen?

    Hab leider auf YT aktuell nur die englische Version gefunden, wenn das für dich okay ist: Pokemon Presents (englisch).


    Und wie sind die Kämpfe?

    Immer noch rundenbssierend?

    Jap sind sie. Das gilt in leicht abgewandelter Form auch für Legends.


    Ansonsten fand ich den Trailer sehr schön. Ich denke, dass ich mich mit der Grafik nach den aktuellen Updates einigermaßen anfreunden kann. Denn Chibi-Style finde ich noch immer relativ hässlich, aber darüber kann ich angesichts der doch ganz liebevollen Gestaltung drüber wegsehen.


    Ich finde sie gehen einen sehr guten Weg mit dieser Erweiterung des Untergrunds. So wird er funktionaler und man kann Pokémon, die nicht auf die normalen Routen passen gut dort einbauen. Ein wenig schade fand ich, dass (korrigiert mich wenn ichs nicht richtig mitbekommen hab) keine Aussage zum gemeinsamen Untergrund mit Freunden kommt. Ansonsten bin ich weiterhin gespannt (da wir ja damit schon eine Abweichung zum eigentlich angekündigten 1:1 Remake), ob da noch mehr kommt, mit dem wir jetzt im Moment nicht rechnen. Gerade die Zerrwelt hat ja so ein wenig den Anschein gemacht, als könnte sie eventuell doch aus Platin importiert sein. Bleibt vielleicht sogar die Resthoffnung auf eine Kampfzonen(-Adaption)? Das wäre noch ein schönes Sahnehäubchen, aber ich befürchte eher, dass es das jetzt so ziemlich mit den News war. Aber mal sehen, noch ist ja etwas Zeit bis November.


    EDIT: Wenn ich mir die von Leafeon verlinkte Karte anschaue, sieht das ehemalige Areal der Kampfzone leider eher aus, als würde es wieder einen zentralen Kampfturm/Kampfeinrichtung geben. Aber gut, wir werden sehen was da noch so kommt.

    Ich muss auch sagen, dass ich hoffe, dass die Grafik aber noch einen ORDENTLICHEN Boost bekommt. Ich mein bei den DP-Remakes hat man ja gesehen, dass sich da noch einiges tut, aber einen Trailer in einer derart kantigen, pixeligen Form zu zeigen ist schon krass, wenn man bedenkt, dass das Spiel ja schon in "wenigen" Monaten auf den Markt kommen soll.


    Ansonsten bin ich noch unentschieden, ob es die Richtung ist, die ich bei Pokemon gerne sehen möchte. Ich denke aber, dass ich es auf jeden Fall spielen werde, weil gerade das Update innerhalb der Rundenbasiertheit (von der ich zB ein Fan bin) kann der Meta in späteren Generationen einen ganz neuen Boost geben. Gespannt bin ich auch, ob unsere einzige Aufgabe das Vervollständigen des Dex sein wird, oder ob sich im Laufe der Story doch sowas wie ein frühes Arenensystem oÄ bilden wird.


    Auch würde mich interessieren, wie das mit den Regionalformen und DP begründet wird. Weil die Hisui-Region ist ja die Prä-Region von Sinnoh. Das heißt Pokémon wie die Entwicklungen von Damhirplex oder Barschuft oder Hisui-Fukano müssten theoretisch auch in der aktuellen Sinnoh-Region zu finden sein. Außer man hat sie ausgerottet. Das kann ja sein, würde aber finde ich nicht so wirklich zu Pokémon passen. Und auch die Multiverse-Lores fände ich seltsam. Persönlich glaube ich aber nicht an diese Verbindung der beiden Spiele.

    Ich bleibe dabei, dass Großveranstaltungen mit Hygieneregeln für alle Beteiligte nicht zufriedenstellend sind. Der Veranstalter hat mit höheren Kosten zu tun, die Besucher sind durch die Hygieneregeln halt eingeschränkter und es gibt nunmal im Stadion Leute, die feiern nicht mit den Hygieneregeln. Die Leute kennen sich unter sich. Es sind keine Unbekannte und da sollte halt auch langsam mal Rücksicht genommen werden.

    Rücksicht auf was genau? Oh man Edex, ich will mich ja wirklich nicht zusammenreißen, aber du bist genau der Prototyp der egoistischsten Bevölkerungsgruppe die es gibt. Ich erinnere mich noch genau, als du dich nicht impfen lassen wolltest, war ja alles zu schnell. Dann hast du hier einen Terz aufgeführt, wie man überhaupt auf die Idee kommen kann nur einen Millimeter in Richtung Lockerungen zu gehen, weil du keine Impfung angeboten bekommen hast und jetzt wo du geimpft bist und dein Spielzeug wieder hast, kann dir der Rest der Bevölkerung mal gepflegt den Buckel runterrutschen. Da fehlen mir schon die Worte.


    Ich habe hier so oft über die Impfdurchbrüche gesprochen, die Gott sei Dank nur einen kleinen Teil der aktiven Infektionen ausmachen. Soweit so gut, das funktioniert aber auch nur dann, wenn die Leute vernünftig sind, die Infektionsketten kurz und sich der Vorteil des schnellen Abfalls der Viruslast zu Nutze gemacht werden kann. Und wie passiert das? Richtig, in dem sich konsequent an alle AHA-Regeln gehalten wird, völlig unabhängig vom Impfstatus.


    Und genau das Gegenteil passiert in Fußballstadien. Warst es nicht du, der schwadroniert hat wie gefährlich es ist, Geimpften mehr "Freiheiten" einzuräumen, weil durch sowas Escapevarianten entstehen? Und jetzt erdreistest du dir hier allen Ernstens eine Forderung eines Großteils der Bevölkerung (egal ob ungeimpft oder geimpft) wegen ein paar Fußballheinis eine riesige Gefährung in Kauf zu nehmen?


    Leute auf Hochzeiten sind auch keine Unbekannten. Studierende, die seit knapp 3 Semestern bzw. 1,5 Jahren zu Hause sitzen, weil man Seminarräume bis dato nichtmal mit 20 (!) Leuten füllen DURFTE, würden auch mal wieder gern auf den Campus. Firmen, die im Gegensatz zum Fußball wirklich essentielle Infrastrukturen bedienen, laufen zwangsweise nach wie vor auf Coronabetrieb.


    Unfassbar.

    Btw. Irgendwie versteh ich langsam an der Corona- und Klimakrise all die Katastrophenfilme, in denen niemand auf den Wissenschaftler hört lol.

    Du meinst, weil du hier eine Gefahr von Geimpften ausgehend prophezeist, die beispielsweise das RKI nach letztem Stand (14.07.21 und somit unter Berücksichtigung von Delta) einfach nicht so sieht, denn:

    Natürlich werden diese Erkenntnisse weiterhin evaluiert und kritisch auf den Prüfstand gestellt, gerade im Hinblick auf Virusvarianten. Aber irgendwo wird meist eine Linie gezogen. Und versteh mich nicht falsch: Ich finde es sogar richtig, dass du dich testen lässt, bevor du dich mit Leuten triffst. Ebenso die Testpflicht bei Coronasymptomatik unabhängig vom Impfstatus. Nur pauschalisiert mir deine Aussage viel zu stark und stellt die These auf, dass man als vollständig Geimpfter quasi so anfällig und ansteckend ist wie als Ungeimpfter, nur ohne Symptome. Und da gibt es eben viele Einflussfaktoren (s.o.) die eben die aktuelle Haltung und die "Freiheiten" die Geimpfte genießen, rechtfertigen.

    Da ist wohl welchen beim RKI aufgefallen, dass komplette Freiheit für Geimpfte wohl doch nicht das Richtige ist wenn dadurch die Pandemie beschleunigt wird.

    Naja, ich lehne mich mal aus dem Fenster und sage, dass selbst die im Artikel genannten 10.000 Impfdurchbrüche die Pandemie nicht beschleunigen würden, wenn sich alle weiterhin an alle Maßnahmen halten. Zudem glaube ich, dass die Erklärung ein bisschen irreführend formuliert ist, denn es heißt:

    Um eine stärkere Virusausbreitung einzudämmen, sei ein solcher PCR-Test auch bei Kindern und Geimpften mit leichten Symptomen wichtig, erklärte das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstagabend

    Es geht da in meinen Augen viel eher darum, dass man den Impfdurchbruch erkennen kann, der eben dann gegeben ist, wenn der/die Infizierte eine (bereits milde) Symptomatik entwickelt. Und das ist durchaus auch vernünftig und in meinen Augen eine Lösung, die den Geimpften auch pauschal nicht auf die Füße tritt. Tatsächlich steht in der oben aber "leicht infizierte Geimpfte und Kinder", aber wie gesagt dem Artikel würde ich eine andere Bedeutung entnehmen.

    "Ja, jetzt wo ich zweimal geimpft bin, kann mir nicht mehr viel passieren. Jetzt will ich auch bitte alle meine Rechte zurück und mich wieder mit Leuten treffen, wann und wo und mit wie vielen. Ich habe keinen Bock mehr auf Einschränkungen".

    Ich denke, dass das nach der Zeit, in der wir uns in einem Tanz aus Lockdown/Ver- und Entschärfung von Maßnahmen auch eine völlig normale Reaktion ist. Völlig unabhängig vom Impfstatus sind die Menschen einfach müde und ich kann es keinem verdenken. Dazu und auch dazu:

    Zitat von Phoenixfighter

    Das häufigste Argument von Geimpften war meiner Meinung nach auch nicht "dann bin ich geschützt vor Corona" sondern "dann kann ich endlich wieder in Urlaub fahren oder anderen Aktivitäten nachgehen"

    Ich persönlich habe mich jetzt auch nicht unbedingt impfen lassen, weil ich mich vor der Krankheit schützen wollte, sondern nunmal auch, weil ich mir schon gedacht habe, dass irgendwann Druck auf alle Ungeimpften ausgeübt werden wird. Und ich möchte auch im Herbst in keinen Lockdown mehr. Und da sind wir auch am für mich entscheidenden Punkt.


    Ja, Geimpfte können sich infizieren und auch das Virus weiterhin übertragen. Jetzt kommt das ABER und das haben nicht nur im Thread viele falsch verstanden, sondern auch Karl Lauterbach gestern Abend bei Sandra Maischberger einfach komplett falsch wiedergegeben. Die Viruslast ist in fast allen fällen niedriger. Von einem geimpften, der sich infiziert geht nicht pauschal das gleiche Risiko wie von einem Ungeimpften aus, auch nicht bei Delta. Es handelt sich laut aktueller Erkenntnisse hierbei um sog. "Impfdurchbrüche":

    Ein sogenannter Impfdurchbruch liegt vor, wenn jemand sich trotz vollständiger Immunisierung mit Sars-CoV-2 ansteckt und auch Symptome wie Fieber, Husten, Kurzatmigkeit oder Geruchs- und Geschmacksverlust entwickelt. Vollimmunisierte, also doppelt geimpfte Menschen erkranken deutlich seltener, die Infektionszahlen in dieser Gruppe steigen aber. An sich kommt das aber nicht unerwartet, denn keine Impfung bietet hundertprozentigen Schutz.

    In Österreich betraf das laut obigem Artikel (Stand 11.08.21) 1656 Personen. Und angesichts der Infektionen bis zu diesem Zeitraum eine Rate von 0,6% (266.411 Infektionen insgesamt). Außerdem legt eine aktuelle Studie aus Israel nahe, dass es gerade die vulnerablen Gruppen (Ältere, Immungeschwächte) sind, bei denen diese Impfdurchbrüche auftreten. Und da wird ja gerade auch geschaut, ob eine dritte Impfung die Immunantwort eventuell boostern kann und somit diese Rate herabgesenkt werden kann. Weiterhin sinkt die Viruslast wohl nach aktuellen Studien aus den USA und Singapur auch deutlich schneller ab, als bei Ungeimpften.


    Laut einer israelischen Studie kommt da noch dazu, dass sehr viele geimpfte Infizierte an diversen Vorerkrankungen, wie Bluthochdruck, Diabetes, Herz-/Lungenleiden, Krebs oder Demenz leiden (Quelle)


    Ich bin ein absoluter Gegner davon, dass Ungeimpfte komplett ausgeschlossen werden oder Schnelltests ab sofort selbst getragen werden müssen, speziell da gestern im ZDF berichtet wurde, dass der AG-Schnelltest Delta sehr präzise erkennt. Dennoch muss man als Ungeimpfter mit der Tragweite seiner Entscheidungen leben. Wir werden auf kurz oder lang nicht vermeiden können, dass sich diese Bevölkerungsgruppe quasi durchseucht. Und das einzig effektive Mittel, um eben eine schwere Infektion zu vermeiden ist und bleibt die Impfung. Und auch wenn wir mit Delta voraussichtlich keine vollständige Herdenimmunität erreichen können: Je mehr Leute sich impfen lassen, desto weniger Infektionsketten, die am Ende mit hoher Wahrscheinlichkeit bei Ungeimpften enden, entstehen so.


    Einige Bundesländer, inklusive BW wo ich auch lebe haben mittlerweile einen vernünftigen Weg (abgesehen von der Abschaffung der kostenfreien Tests) eingeschlagen: Die Inzidenz spielt unter Berücksichtigung der 3Gs für das öffentliche Leben keine übergeordnete Rolle mehr bei Maßnahmen. Viel eher werden Infektionsverläufe und Intensivbettenbelegung in den Fokus gerückt, ansonsten gibt es aber keine Personenbeschränkungen etc mehr (Quelle). Das einzige was mich daran ein wenig stört ist die Rolle jener, die sich wirklich nicht impfen lassen können, zwar gelten für diese Menschen Ausnahmen, was das Bezahlen von Tests angeht, aber das ist mir persönlich nicht ganz durchdacht. Ich meine, natürlich würde ich mich freuen ein Wintersemester an der Uni zu erleben, wie es "früher" war. Aber auch ich habe Komillitoninnen und Komilitonen aus vulnerablen Gruppen und vermute mal, dass Vorlesungen bspw. nicht weiterhin zweigleisig angeboten werden..

    Die werden ja meist zum Glück schon damit bestraft, dass Demos nur mit Masken stattfinden.

    Naja jein. Wie man jüngst sehen konnte hält den harten, übriggebliebenen Kern dieser Leute nichtmal ein Verbot der Demo davon ab. Ganz im Gegenteil, jetzt wird die Polizei für ihr "übergriffiges" und "aggressives" Verhalten kritisiert. Von den selben Leuten, die ihre Kinder bei Demos vor sich aufstellen, damit ihnen nichts getan werden kann. Perversion in Reinkultur.

    Die Frage muss sein, wie erreichen wir hier so schnell wie möglich eine 80% Impfquote und das ohne eine Impfpflicht?

    Vermutlich müssen wir damit zurechtkommen, dass die Antwort darauf schlichtweg "gar nicht" lautet. Weil:

    Und da sehe ich die 2G Regelung für private Einrichtungen als Schlüssel. Bei den Tests bin ich eher für eine Abschaffung, weil wir müssen lernen Infektionen zuzugelassen statt sie aufzudecken. Aber vorher brauchen wir eine hohe Impfquote, damit eben die Ungeimpften auch geschützt sind.

    Abgesehen davon, dass die 2G Regelung wohl nur sehr vage vor den Gerichten standhalten würde - Du kannst diese Leute vielleicht von Freizeitaktivitäten ausschließen, nicht aber von der Teilhabe am öffentlichen Leben an sich. Diese Gruppe wird sich immer in Innenstädten aufhalten, im Bus neben dir sitzen oder sogar mit dir auf der Arbeit in einem Raum sitzen. Und da sehe ich das viel größere Problem, weil so wird das mit der aktuellen Konzeption niemals enden, auch nicht mit 2G.


    Für dieses Problem, was wir uns da geschaffen haben, gibt es keine "einfachen" Lösungen. Und nein, eine allgemeine Impfpflicht, die ohnehin nicht durchsetzbar ist, ist auch keine, wenn man keinen Bürgerkrieg anzetteln will. Und wir sind hier auch nicht in Amerika, wo Betriebe Leuten ohne Impfung erstmal fristlos kündigen können. Der Ansatz, den man dafür treffen muss ist deutlich vielschichtiger.


    Ich habe das dumpfe Gefühl, dass wir entweder für immer mit einem Bein im Beschränkungsstaffellauf sitzen oder man irgendwann einfach dem englischen Vorbild folgt und sagt "F... it" und dann einfach alles öffnet. À la "wer sich nicht impfen will hat halt Pech gehabt".


    Das Einzige, was mich aktuell am meisten zum Schäumen bringt sind zwei Dinge: Genau die ungeimpften sind es jetzt, die sich dafür stark machen, dass doch bitte die Testpflicht für alle erhalten bleibt, da geimpfte genauso hohe Viruslasten aufweisen wie ungeimpfte. Nein Leute, sorum wird kein Schuh draus, sondern erst dann, wenn genau ihr euch impfen lasst. Weil dann kann die Viruslast so hoch sein wie sie will - Die Gesamtwahrscheinlichkeit der Übertragung über mehrere Personen sinkt und damit auch die Wahrscheinlichkeit eines schweren Verlaufs. Die andere Sache ist immer das mit den Leuten, die sich nicht impfen lassen können. Wie kann man da vorgehen? Weil ganz streng betrachtet heißt es entweder: Die Maßnahmen bleiben auf gewisse Art für immer erhalten, weil man diese Leute nicht schützen kann (auch mit hohen Impfquoten nicht) oder aber man überlässt die Leute ihrem Schicksal. Ich denke, dass da noch eine ganze Menge an Problemen auf uns zurollt, deren wir uns gar nicht bewusst sind.

    Aber welche Freiheiten? Heißt das jetzt, dass Geimpfte auch ins Kino, Fußballstadion und so weiter gehen dürfen, wo Nicht-Geimpfte nicht mal mit einem negativen Schnelltest reingehen können?

    Nein. Woher hast du das denn? In Israel wird das so praktiziert, aber nach aktuellem Kenntnisstand ist so ein Konzept in Deutschland nicht geplant. Im Gegenteil, aus dem Statement "Voll geimpft = Negativ getestet" geht hervor, dass niemand unverhältnismäßig Vorteile erfahren soll. Das interpretierst du da rein.


    https://www.google.com/amp/s/m…pfte-an-17277461.amp.html


    Es steht auch hier, dass es um zusätzliche Freiheiten geht. Also mehr Freiheiten für Geimpfte als für Nicht Geimpfte.

    Bitte zitier doch mal die Stelle, in dem Artikel, in dem das steht. Auch nach zweimaligem Durchlesen finde ich keine Passage, in der die Rede von "zusätzlichen" Freiheiten ist. Mehrfach wird gesagt, dass

    Zitat


    [...] wonach die Test- und Quarantänepflicht für vollständig Geimpfte zügig aufgehoben werden könne, berichtet das Blatt.[...]


    [...] Wer geimpft ist, kann ohne weiteren Test ins Geschäft oder zum Friseur“, sagte Spahn. Zudem müssten nach Einschätzung des RKI vollständig Geimpfte auch nicht mehr in Quarantäne. [...]


    Spahn will die Test- und Quarantänebefreiung für Geimpfte zügig in den nächsten Wochen umsetzen. „Wir werden diese Erkenntnisse nun zeitnah in Gesprächen mit den Ländern in die Praxis bringen“, sagte der Minister dem Blatt.

    Ich sehe da weder, dass demnächst nur noch Geimpfte ins Fußballstadion gehen dürfen, noch dass Ungeimpfte systematisch vom öffentlichen Leben ausgeschlossen werden sollen.

    Dazu kommt, dass es nie auszuschließen ist, dass auch Geimpfte andere anstecken können und ein kleiner Anteil der Geimpfen kann nicht mal Impfreaktionen bekommen.

    Das hast du immer. Es wird auch immer Leute geben, die sich aufgrund ihres Immunstatus nicht impfen lassen können. Aber was ist deine Schlussfolgerung daraus?


    Nach aktuellem Stand haben knapp 12% der Deutschen die Erstimpfung erhalten. Im Laufe der nächsten 4-8 Wochen werden diese wohl auch ihre Zweitimpfung erhalten haben (Quelle: Impfdashboard).


    Die Frage ist dabei für mich, ab wann es nicht mehr "ungerecht" den Ungeimpften gegenüber wird? Wenn allen ein Impfangebot gemacht werden kann? Wenn jeder die Erstimpfung erhalten hat? Wäre es für dich in Ordnung, wenn es ab morgen hieße "Jeder hat die Möglichkeit für einen Termin", obwohl das aktuell aufgrund des knappen Impfstoffs schlichtweg gar nicht viel an der Wartezeit ändern würde?

    Auch zum Tübinger Modell sehe ich es kritisch. Auch wenn man überall testet steigen auch dort die Zahlen und somit die Invidenzen.

    Und warum steigen die Zahlen? Natürlich weil es bei mehr Menschen zu mehr Infektionen kommt, aber eben auch weil man die Dunkelziffer aufhellt. Natürlich ist das System nicht perfekt, aber es bietet eine (in meinen Augen faire) Alternative zum ewigen dreiviertel-siebenachtel-dreizehn-sechzehntel-Lockdown. Am besten wäre es gewesen, man hätte das Experiment nur auf den LK Tübingen beschränkt und keine Auswärtigen reingelassen (haben Palmer und Federle auch jüngst beteuert). Aber man wollte eben nicht wieder ausgebuht und mit Ungleichbehandlungsvorwürfen konfrontiert werden.


    Das wäre sogar kein Problem wenn die Belegschaft geimpft ist. Es gibt Betriebsärzte, die könnten auch impfen. Aber trotzdem ist das kein Grund die Zahlen nicht gering zu halten.

    Aber selbstverständlich erst, wenn DU ein Impfangebot bekommen hast, vorher bleibt es ungerecht. Es gibt nicht den Masterplan, aber alles gleichzeitig geht halt schlichtweg nicht. Entweder wir sind fair und solidarisch, dann leidet die Wirtschaft. Oder wir sind "ungerecht", aber dann sinds auch wieder unfaire "Privilegien".

    Was wir brauchen ist nicht testen, testen und testen, sondern schließen, schließen und schließen. Mindestens 2 Wochen komplett alles schließen und die Invidenzen sind stark in Fallen und wir retten damit viele Menschen.

    So sehr ich die No-Covid-Strategie befürworte und auch gerne bereit bin die Zähne nochmal richtig (!) zusammenzubeißen: Wir sind mittlerweile an einem relativ kritischen Punkt: Ein zwei- oder mehrwöchiger harter Lockdown würde vielen kleinen Unternehmen, die jetzt schon am Rande des Abgrunds stehen womöglich vollends den Todesstoß versetzen. Dafür müssten effiziente und schnell vermittelbare Hilfen zugesichert werden. Und die Erfahrung hat gezeigt: Das funktioniert mit der deutschen Bürokratie nicht. Da wir eine Wirtschaftsnation sind und leider Lobbyisten sehr viel mitreden dürfen, glaube ich auch nicht, dass die Wirtschaftsverbände das wirklich zulassen würden.


    Punkt zwei, der mich an "wir machen halt ne Weile dicht, dann wirds schon werden" stört: Wir sind kein isolierter Inselstaat wie bspw. Australien oder Neuseeland, in denen das wunderbar geklappt hat - Keine Frage. Aber solange die Grenzen offen bleiben und umgebende Länder nicht mitziehen, haben wir faktisch keine Chance, die Inzidenzzahl dauerhaft niedrig zu halten. Auch beim Testen oder Impfen (wie du selbst schon richtig gesagt hast) gehen immer wieder Leute irgendwie durch und gerade beim Hinblick auf hoch-infektiöse Virusvarianten KANN das auf Dauer so nicht funktionieren. Dazu kommt noch, dass man erzwingen müsste, dass die Regionalfürsten nicht wieder ihr eigenes Ding durchziehen UND Unternehmen die Regelungen nicht umgehen (und es gab einige Reportagen, in denen AG HomeOffice-Pflicht abgelehnt haben und fadenscheinige Begründungsschreiben ausgestellt haben). Das würde wieder massive, kaum überprüfbare Kontrollen erfordern.


    Punkt drei sind die Menschen. Die Menschen sind lockdown-müde. Ja, angesichts der Tatsache, dass wir nie nen richtigen hatten finde ich das auch immer etwas seltsam, aber es ist nunmal so. Meinst du im Ernst, man kann die Menschen nochmal von nem flächendeckenden Lockdown für mehrere Wochen überzeugen? Und damit meine ich tatsächlich nichtmal nur die Querdenker-Fraktion. Die Politik hat die Menschen mit ihrem Missmanagement verloren.


    In der Theorie hört sich das ganze super an, keine Frage - Aber wie umsetzbar ist das wirklich?

    Wenn jetzt aber Geimpfte einen Freifahrschein bekommen, weil sie weniger ansteckend sind und das, obwohl der überwiegende Teil der Bevölkerung noch gar kein Impfangebot bekommen, dann ist es nur ungerecht.

    Das ist kein Freifahrtschein. Es geht darum, dass Geimpfte bspw. keine Schnelltests mehr machen oder sich nach Urlauben in Quarantäne begeben müssen.


    Gerade bzgl. ersterem sehe ich definitiv keine Benachteiligung, solange es für alle anderen die Möglichkeit des Freitestens gibt. Ich meine natürlich kann ich mich auch als zweifach Geimpfter weiterhin einen Schnelltest machen. Aber du sagst selbst, dass Geimpfte weniger ansteckend sind (lt. israelischen Erkenntnissen scheint bei 2-fach BioNTech-geimpften das Übertragungsrisiko um 90% gesenkt) - Da wäre jeder Schnelltest Ressourcenverschwendung und wenn ich als Tübinger an die Tagesticketsituation für Auswärtige denke eigentlich sogar ziemlich ungerecht, wenn vollständig Geimpfte allen anderen ihre Tickets wegschnappen.

    Ob geimpft oder noch nicht, beide wollen wieder ins Theater, Fußballstadion oder ins Urlaub fahren.

    Niemand will das ungeimpften wegnehmen. Das einzige Unterscheidungskriterium ist ein negativer Schnelltest. Spahn hat das sogar wörtlich so gesagt: Geimpfte sind mit negativ Getesteten gleichzusetzen, nicht mehr und nicht weniger. Wo du da einen kompletten Freifahrschein rausließt, ist mir schleierhaft.

    dass der Rechtsstaat uns Menschen vor Folgeschäden wegen Corona

    Da du sehr oft die Wirtschaft in deinen vorherigen Beiträgen erwähnt hast: Wäre es nicht gut, wenn man die bspw. durch Geimpfte versuchen könnte, so gut es geht am Laufen zu halten? (Könnte Spuren von Sarkasmus enthalten und nicht vollständig ernst gemeint sein)


    Nochmal: Ich möchte gar keinen Freifahrtsschein nur weil ich geimpft bin. Auch wenn ich gern in den Sommerurlaub fahren möchte - Ich bin gerne bereit darauf im Sinne der Gemeinschaft noch ein Jahr zu verzichten. Aber jetzt geht es darum, dass man als Geimpfter ohne Test (aber selbstverständlich mit Maske und AHA) in einen Laden oder ein Restaurant gehen darf, was zumindest hier in Tübingen jeder unter Vorlage eines negativen Schnelltests auch darf. Das unterscheidet ein Kitzeln in der Nase und 30 Minuten Wartezeit.


    Und zu guter letzt: Du wartest vermutlich noch einige Monate - Keine Jahre. Ich kann die Argumentation im Kern nachvollziehen, aber so wie du es aufbaust ist es nicht und das wurde auch eigentlich klar kommuniziert.

    Alle anderen "Gifte", die sich Menschen sonst so reinpumpen den ganzen Tag sind nicht der Rede wert. Wir entschließen und eben trotzdem die Pille zu nehmen oder sich literweise Redbull reinzukippen, wir essen weiter FastFood oder Rauchen.

    Die Frage ist aber in meinen Augen tatsächlich, wie rum man darauf reagiert. Sagen wir jetzt "Pah, im Vergleich zur Pille ist das doch nichts!" oder aber gehen wir eher in die Richtung "Okay, das ist echt nicht gut, man sollte dringend mehr in die Forschung von Verhütungsmitteln und der Weiterentwicklung der Pille investieren?".


    Ich finde man macht es sich sehr einfach, wenn man jetzt einfach sagt, dass wir uns genug Risiken aussetzen à la da kommt's auf die paar Prozent Hirnvenenthrombose auch nicht mehr an. Damit meine ich nicht dich im Speziellen Elize Thorne, im Grunde stimme ich dieser Aussage zu, sondern eher dass man in manchen Kreisen schon fast beleidigend angegangen wird, wenn man sagt, man würde sich nicht mit AstraZeneca/Vaxzevria impfen lassen möchte.


    Ich kann nur für mich sprechen: Ich habe mich impfen lassen - Mit BioNTech. An dieser Stelle möchte ich gerne ehrlich sein: Ja, ich habe bewusst darauf gewartet, dass AZ wieder abgesägt wird und mir dann erst die Bescheinigung meines AG geholt (Als Klinikangestellter bin ich offiziell berechtigt). Ich habe die erste Impfung super vertragen, keinerlei starke Reaktion oÄ und blicke gespannt dem zweiten Termin in knapp 5 Wochen entgegen.


    Was ich ehrlich gesagt nicht so cool finde ist, dass man bei den anderen jüngeren (habe einige ehemalige Ausbildungskollegen an der Klinik) nach der ersten AZ-Impfung jetzt sagt "joa, dann bekommst halt Biontech/Moderna als Zweitimpfung". Viele sind dahingehend sehr unsicher, welchen Schutz man aus diesem Mischmasch am Ende davonträgt und möchten sich sogar sehr bewusst auch mit AZ wieder impfen lassen.


    Ansonsten eine interessante Diskussion die jetzt geführt wird, sind die sog. Impfprivilegien. Spahn hat jüngst in Aussicht gestellt, dass vollständig geimpfte in Zukunft keine Schnelltests mehr machen oder in Quarantäne gehen müssen.

    Was denkt ihr darüber?

    Ich bin jetzt ja sozusagen etwas befangen, möchte aber dennoch gerne Stellung beziehen: Solange die Möglichkeit des "Freitestens" gegeben bleibt, sehe ich keine Zweiklassengesellschaft oÄ. Ich warte auch gerne mit dem Urlaub bis nächstes Jahr. Aber dass Leute sich aufregen, dass geimpfte künftig in ein Geschäft gehen können sollen, ohne einen vorherigen Test entzieht sich meines Verständnisses. Die aktuelle Datenlage in Israel zeigt, dass eine Übertragung mit 90% verhindert werden kann - Das ist in meinen Augen auch nicht anders, wie der potenzielle falsch-negative Schnelltest. Auch kann ich weiterhin nicht diabolisch ums Feuer tanzen und meine Masken verbrennen - AHA gilt selbstverständlich für ALLE weiterhin.

    An dieser Stelle will ich doch auch kurz einsteigen. Warum?


    Weil mir ein bisschen die Galle hochkommt, wenn ich lese, dass man im BisaBoard nicht ernsthaft über Themen diskutieren sollte, wenn man sie nicht „studiert“.


    Warum nervt mich das so? Weil ich zufällig „dieses“ Thema (Corona und Co) studiere (bzw. eine Ausbildung sowie ein Studium in diesem Feld abgeschlossen habe bzw. dabei bin das Bachelorstudium abzuschließen). Und ich kann nur sagen, dass ich sehr gerne lese, was auch „Laien“ (in „“ weil einige trotz fehlendem direkten Bezug ziemlich viel Wissen einbringen/sich angeeignet haben). Würde ich nur mit Leuten aus den gleichen Fachkreisen diskutieren, dann wäre es glaub echt traurig. Weil andere Sichtweisen (egal ob sie wissenschaftlich 100% korrekt sind, aber dazu komme ich gleich) immer Input bringen und Dialog fördern.


    Warum nicht also auch hier im BisaBoard? Ich finde das ist eine super Plattform um zu diskutieren und ich glaube, dass die meisten, die sich beteiligen Erwachsen genug sind, zu differenzieren und sich mit Dingen auseinanderzusetzen. Und sorry, aber die Argumentation, dass das ja blöd sei, weil man auf der Startseite dran erinnert wird, dass über Corona diskutiert wird, ist in meinen Augen hanebüchen. Jeder sucht sich das Thema aus, was ihm/ihr gefällt. Ich sehe mich ja auch nicht gezwungen jeden Post auf der Startseite mir anzusehen.


    Als jemand, der sich mit dem Zeug von berufswegen genauer beschäftigt, finde ich es auch gar nicht schlimm, wenn nicht alles 100%ig wissenschaftlich korrekt ist, sonst wäre meine berufliche Daseinsberechtigung ... Naja ... Obsolet? :assi:

    ABER: Ein gewisses Maß an Wissenschaftlichkeit gehört in jeden Diskurs. Niemand erwartet, dass hier jemand high-impact Nature-Artikel auspackt, um Gottes Willen.


    Aber wirklich grob falsche und unwissenschaftliche Informationen zu verbreiten und das dann noch als „Meinung“ zu tarnen und sich bockig zu stellen, wenn ebenjenes Verhalten kritisiert wird - Das sehe ich als eigentliche Gefahr für „unbeteiligte“ Außenstehende. Das hat auch mit Diskussionskultur nichts mehr zu tun. Denn warum diskutieren wir? Um verschiedene Standpunkte zu erörtern und zu besprechen. In einem Thread, in dem es um die Lieblingsjahreszeit geht, mag es da kein richtig oder falsch geben, anders ist das bei Themen wie Corona. Hier sollten Standpunkte fundiert und zumindest mal argumentativ etwas untermauert sein. Wer das nicht will, für den-/diejenige wäre es vielleicht besser einen „Meinungsthread“ zu eröffnen. Aber auch dort gilt für mich: Meinungsfreiheit schützt nicht davor, Fehlinformationen zu verbreiten und sich dann bei Kritik wegzuducken.


    PS, einfach weil ichs echt grenzwertig find, dass man wenn man 1x die Woche die Tastatur desinfiziert als garantiert in die Zwangsneurose rutschend eingestuft wird: Bei meinem alten AG gab es die Regelung alle Türklinken und Klingeln/Lichtschalter ... am Tag mindestens 1x alle 3h zu desinfizieren. Diejenigen die das entschieden haben, waren übrigens Ärzte.

    Ich hab vorhin erst die Zusammenfassung der PK im Spiegel gelesen und muss mir ans Hirn langen.


    - Schließung der Läden/Erklärung von Gründonnerstag bis Ostermontag mit Ausnahme von Karsamstag: Was genau soll diese krasse Konzentration auf den Samstag bringen? Die Leute kaufen doch schon wegen nem verlängerten Wochenende ein, als würde der nächste Krieg anstehen. D.h wir werden hier mit einer hohen Wahrscheinlichkeit eine starke Fixierung auf Mittwoch/Samstag sehen. Brechend volle Supermärkte werden sicher vieles, aber keine Infektionsherde unterbinden...



    Es gilt an fünf zusammenhängenden Tagen, also vom 1. bis 5. April, das Prinzip »Wir Bleiben zu Hause«. [...] Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit einem weiteren Haushalt möglich, jedoch auf maximal fünf Personen beschränkt. Kinder bis 14 Jahre werden dabei nicht mitgezählt.

    ... Ich habe das Gefühl, wir wollen die Welle nicht aufhalten. Die aktuelle Lage spricht dafür, dass besonders Kinder in Folge der geöffneten Schulen einen Risikofaktor für die Ansteckungen darstellen. Man geht zwar davon aus, dass sie für flächige Infektionen nicht "ansteckend genug" sind, dennoch gilt besonders der kleinere Kreis als gefährdet.


    Zitat von Der Spiegel

    Mit einer entsprechenden Bitte wollen Bund und Länder auf die Religionsgemeinschaften zugehen.

    Weil Bitten in der Vergangenheit auch so super geklappt hat. Und es ist Ostern. Auch wenn ichs persönlich nicht nachvollziehen kann, kenne ich genügend Leute, für die der Gottesdienst da essenziell ist. Dann heißts wieder "Zusammenhalt, Kraft, blabla können wir nicht lassen".

    Zitat von Der Spiegel

    Bund und Länder appellieren »eindringlich«, auf nicht zwingend notwendige Reisen im In- und Ausland zu verzichten.

    :wtf: "Hat" "ja"    "gut"    geklappt.

    Zitat von Der Spiegel

    [...] Dazu können Ausgangsbeschränkungen, verschärfte Kontaktbeschränkungen und eine Tragepflicht medizinischer Masken von Mitfahrern auch im privaten Pkw zählen

    Gestern Abend hat bei Frank Plasberg eine der Anwesenden (ich glaube eine Ärztin war das) gesagt: Wann hört die Regierung endlich auf, an irgendwelchen Symptomen rumzudoktern und packt das Übel an der Wurzel. Besonders die nächtliche Ausgangsbeschränkung oder auch das Tragen von medizinischen Masken im PKW - Wo genau soll das die Pandemie aufhalten? Hier in BW wurde die Ausgangssperre gerichtlich gekippt und die Inzidenzen sind weiter gesunken. Der einzige Weg wäre eine Ausgangssperre am Tag und die wird gerichtlich ziemlich sicher nicht haltbar sein.

    Zitat von Der Spiegel


    Bund und Länder wollen Corona-Tests für Schüler, Lehrkräfte und Kita-Beschäftigte ausweiten und streben »baldmöglichst zwei Testungen pro Woche« an.

    Angesichts der schlechten Verteilung, Uneinigkeiten über das Abnahmeprocedere und einer Aussagekraft von eigentlich nichtmal 24 Stunden.. Die Idee ist nicht schlecht, keine Frage. Aber die Umsetzung ne mittlere Katastrophe.


    Ich bin wirklich entsetzt, wie verzweifelt und unbeholfen die Regierung in diesem Fall entschieden hat. Ich bin wirklich gespannt, was uns die Ruhetage über Ostern bringen. Aktuell hege ich ein wenig die Hoffnung nicht viel, weil die Modellstädte weiterlaufen (hier in Tübingen zB) und die endlich zeigen können - Ganz oder gar nicht. Entweder man fährt einen "richtigen" harten Lockdown (und nicht den drölften um 4/7 härteren Lockdown) oder man lässts bleiben.


    So kann ich nur den Kopf schütteln und kann verstehen, dass viele, die sich akribisch an alle Regeln gehalten haben, sich mittlerweile auch ein wenig verschiffschaukelt vorkommen...

    Was erwartet/erhofft ihr euch von den Spielen?

    Schwer zu sagen. Die Rede ist von "originalgetreuen Remakes", bei denen sogar die Orte und Routen in ihren Skalierungen erhalten wurde. Vom Nostalgiefaktor her gefällt mir das sehr gut, ansonsten erwarte ich halt ... Gen 4-Remakes, die mich zurück zu der Zeit bringen, in der ich das erste Mal in Pokémon Diamant eingestiegen bin. Ansonsten denke ich halt, dass es wenig/keinen Zusatzcontent geben wird. Vielleicht weise ich dem Untertitel zu große Bedeutung zu, aber damit würden es auch viele Mons/Attacken uU es gar nicht erst ins Spiel schaffen. Bin aber mal gespannt und Überraschungen gegenüber offen.

    Zitat

    Was haltet ihr vom Chibi-Artstyle?

    Ich finde ihn schrecklich. ORAS ging grad noch so, aber das finde ich super unschön. Also die Städte sind sehr Let's Go-ähnlich und sogar sehr schön, aber mit diesem Stil mich anzufreunden.. Das wird noch dauern. Gerade die Kämpfe sehen halt echt aus wie ne Mischung aus LGPE und Harvest Moon, die Sprites wieder super glatt, das ist mir nicht so sympathisch.

    Zitat

    Glaubt ihr, dass die Wettbewerbe und die Kampfzone wieder vorhanden sind?

    Denke ich schon, halt alles auf dem Niveau von DP und nicht Platin.

    Zitat

    Welche Features aus Schwert/Schild wollt ihr in den Remakes wieder haben?

    Ich hoffe, dass alle Quality of Life-Features erhalten bleiben (keine VMs, TMs mehrfach verwendbar). Ansonsten hoffe ich zumindest bei Sachen wie dem Großmoor auf eine Art "Naturzone". Ob mit oder ohne Raids ist mir gar nicht soo wichtig.

    Zitat

    Erwartet ihr Neuerungen an der Story wie einst in Omega Rubin und Alpha Saphir?

    Nein und wenn dann nur gerinfügig. Dafür deuten sie für mich zu sehr darauf hin, dass es quasi originalgetreu ist.


    Gemischte Gefühle würde ich sagen. Klar freue ich mich auf die Remakes ABER die generelle Richtung finde ich nicht so super. Mal sehen, was INCL als "neues" Studio so aus der Reihe macht.

    Die nächtliche Ausgangsbeschränkung war eigentlich der wichtigste Punkt der gestern beschlossen werden sollte und dies hat man dann letztlich nicht gemacht weil man Angst hatte das die Gerichte das sofort einkassieren aufgrund der sinkenden Zahlen.

    Die gibt es bei uns in Baden-Württemberg seit Beginn des Lockdowns im Dezember und ich hätte nicht gehört, dass sinkende Zahlen ein Kippen selbiger bewirken könnten. Du mutmaßt sehr viel, ohne zu wissen, wie es am Ende wirklich läuft. Nach der letzten Pleite mit den Beherbungsverboten hat auch unsere Regierung dazugelernt. Meines Wissens nach sind besonders Lücken, auf deren Basis gerichtliches Kassieren bisher stattfand, mittlerweile sehr gut abgedeckt. Daher kann ich mir schon vorstellen, dass sinkende Zahlen nicht gleich die Telefone der Gerichte heißlaufen lassen. Ich lasse mich aber gern andersweitig belehren, da hab ich zugegebenermaßen auch nicht so viel Einblick.

    Wann willst du denn öffnen wenn die Mutation nicht verschwindet? Lockdown für immer? Das Unvermeidliche kann man nicht vermeiden und ein Virus kennt keine Grenzen.

    Darum geht es doch gar nicht. Wenn aber der Impfstoff gegen die Mutationen wirken kann (und das werden die folgenden Wochen leider nicht in unserem sondern anderen Ländern zeigen), dann wäre ein verfrühtes Lockern nichts anderes als fahrlässig. Sollte das nicht funktionieren, dann gilt es neue Ansätze zu finden. Ich vermute aber stark, dass der nicht heißt "Jo, pech. Dann lass mal wieder alles aufmachen und wir schauen, wer am Ende überlebt". Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Gerichte das ohne weiteres kippen, solange der Pandemiestatus aufrecht erhalten bleibt.

    Es geht da mittlerweile um ganze Existenzen und Leben die zerstört werden. Untergebildete Kinder, Pleiten, Selbstmorde, psychische Belastung und und und... Der psychologische Sektor ist auch komplett überlastet seit Corona achtet da mal jemand drauf?

    Dafür hätte ich gerne Belege. Das ist auch immer das gleiche Gewäsch mit den Suiziden. Denn zuletzt hieß es, dass dafür die Belege fehlen, die Zahlen sogar rückläufig gewesen seien (Stand 10/20). Nachzulesen im Ärzteblatt oder in der Berliner Zeitung (Stand Ende November 20). Psychologen und Psychiater sind besorgt, die Versorgung wird schlechter (das liegt aber nicht an der steigenden Zahl, sondern an der Situation an sich) (das ist hier nachzulesen) aber von einer Überlastung kann nicht die Rede sein. Ja, das kann sich ändern, tut es aber bisher (glücklicherweise) nicht. Ich war selbst betroffen von psychischen Problemen und war einige Zeit in Behandlung und sorry, aber wenn von Gegnern dieses Argument kommt, dann kommt mir das Kotzen. Weil das sind (häufig! Nicht auf dich bezogen!) genau die, die bei den Stigmatisierungen bisher in erster Reihe standen. Die Versorgungsdecke war schon vor Corona mies, die Pandemie deckt nur einmal mehr die vorhandenen Schwachstellen auf. Jetzt aber genug gerantet und zurück zum Thema:


    Auch das Wort "untergebildete Kinder" finde ich etwas hart. Bisher wäre die krasseste Maßnahme die Wiederholung eines Jahres, um dem entgegen zu wirken. Ich halte davon (das muss ich an der Stelle ganz klar betonen) nichts, aber es wird gerade alles (leider in D nicht allzuviel vorhandene) in der Macht stehende getan, um irgendwie die Lücke nicht zu groß werden zu lassen. Und ich bin auch der Meinung, dass da einiges schief läuft. Aber tu bitte nicht so, als gäbe es seit nem Jahr keinen Zugang zu Bildung für kein Kind dieses Landes.


    Und ja, ich bleibe dabei: Ich kann verstehen, dass man mit den Maßnahmen unzufrieden ist und seinem Ärger Luft machen will. Aber es ist und bleibt doch etwas simple minded sich auf die Straße zu stellen und zu fordern "Nehmt die einschränkenden Maßnahmen zurück". Gerade mit der neuen Mutation ist nicht klar, wie sich das Infektionsgeschehen verändert, da vermutet wird, dass Kinder und Jugendliche stärker von den Infektionen betroffen sind. Damit könnten sie infektiöser und gefährlicher für andere Familienmitglieder sein. Weiß man nicht, aber das gilt es in meinen Augen nicht unkontrolliert rauszufinden. Und als Naturwissenschaftler find ichs halt nicht nachvollziehbar damit eigentlich ziemlich direkt gegen das Virus zu demonstrieren. Weil diese Maßnahmen sollen uns schützen. Ja, das tun sie nicht für jeden in jeder Lebenslage, aber einen Großteil.

    Selbst wenn wir irgendwie aus Corona herauskommen sollte klar sein, dass unsere Systeme nicht so bleiben können wie sie jetzt sind.

    Das ist richtig. Und wie bewirken wir Änderungen? Nach und nach. Von heute auf morgen wird sich nichts ändern. Auch nicht, wenn die Leute auf die Straße rennen. Würdest du, wenn Restaurants öffnen würden in eins gehen? Ich kann für mich ganz klar sagen, dass ich jede Menschenansammlung versuche so gut es geht zu meiden und müsste dies verneinen. Und ich kenne eigentlich fast nur Leute, die exakt das selbe sagen. Das ist anekdotische Evidenz, aber die meisten finden die Zwischenlösung mit der Abholung gar nicht so schlecht. Würde also eine Öffnung Restaurants vielleicht sogar gar nicht die erhoffte Rettung bringen?

    Normalerweise müsste man eigentlich so langsam darüber reden die Beschränkungen zurückzufahren.

    Beschränkungen herunterfahren? Hast du mitbekommen, was in Irland passiert ist? Falls nicht: Irland hatte das Infektionsgeschehen gut im Griff, die 7-Tages-Indizenz lag etwa im November sogar bei unter 50. Die Regierung ist genau auf diese Erkenntnis aufgesprungen und hat vor Weihnachten gelockert (inklusive Öffnung von Pubs, Restaurants ...) keine vier Wochen später lag die Inzidenz bei über 900 (!!!). Weil sich die Virusmutation ausgebreitet hat wie Feuer in trockenem Gras.

    Man wird das so lange hinauszögern bis der Frühling einkehrt und mehr Leute geimpft sind. Und dann wird man hoffen, dass dieser Schutz ausreichen wird gegen die Mutation.

    Was ist dein Gegenvorschlag? Alles aufmachen, weil wir ja eh nicht sagen können, ob der Impfstoff uns gegen die Mutation schützt?

    Daher wird dieses Jahr das Jahr der Demonstrationen. Der Frust ist riesig, ja man kann ihn fast schmecken. In meinem Umfeld wollen inzwischen selbst Leute auf Demos gehen die mit sowas sonst niemals etwas zu tun hatten.

    Sind das alles Künstler, Leute die auf die Novemberhilfen angewiesen sind und (berechtigterweise) selbige einfordern wollen? Falls nicht: No Front, aber wer frustriert ist, weil ein Virus mutiert und die Leute angehalten sind, das Gesundheitssystem nicht kollabieren zu lassen ist in meinen Augen nichts anderes als ein harter Egozentriker. Wir leiden alle unter den Maßnahmen, ich glaube keiner mehr hat Bock auf den nächsten Lockdown. Aber jetzt wurden (endlich) die Schulen geschlossen, das öffentliche Leben nicht nur auf die Restaurants bezogen runtergefahren und die Leute meckern wieder.

    Wenn es sich so wie in Israel entwickelt wird trotz Impfungen im Oktober es wieder Einschränkungen über den Winter geben.

    Was meinst du damit? Israel ist gerade in erster Linie damit konfrontiert, dass der schützende Effekt nach der ersten Impfdosis nicht ausreicht. Das war bisher eine vage Vermutung der Wissenschaft anhand der ersten Paar geimpften. Israel ist jetzt aber das erste Land, was zuverlässige Studiendaten zum Thema generiert und die sagen halt, dass es in jedem Fall den Zweittermin braucht.

    https://www.real.de/product/353931735/ Sind dann 50 Cent das Stück. Vermutlich mehr als eine Person braucht. Teil dir den Preis und den Inhalt am besten mit anderen Personen, Apotheken sind da meistens Teuerer, aber inzwischen gaben auch Supermärkte was.

    Laut den 1 Sterne Bewertungen haben sie anders als abgebildet keine CE-Kennzeichnung. Aber das Angebot scheint sowieso schon ausverkauft zu sein.

    Genau das meinte ich. Die Angebote sind entweder super schnell ausverkauft oder (wie man auf dem Bild gesehen hat), hat man Lieferdaten von 2 Wochen aufwärts. Und das, obwohl es noch nichtmal eine flächendeckende Pflicht zum Tragen dieser Masken gibt. Das hat nichts mit preisgünstiger Verfügbarkeit zu tun, die auf lange Sicht gesehen haltbar wäre. Von demher empfinde ich es als Hohn zu sagen, dass Preis und Verfügbarkeit keine Argumente seien.


    Mir kann bis heute keiner erklären warum im April 2020 die Fallzahlen im Lockdown rapide gesunken sind obwohl wir nirgends eine Maskenpflicht hatten. Die kam erst Ende April 2020. Nur um das noch einmal deutlich zu machen: Wir haben KEINE Maske getragen weder beim Arzt noch im Supermarkt. Warum also klappt das selbst jetzt nicht mit Maske?

    Ich kenne keine offiziellen Daten und Statistiken, würde aber aus dem Bauch raus mal die These in den Raum stellen, dass die Leute ohne Maske deutlich achtsamer mit sich und ihrer Umwelt umgegangen sind. Schutzkleidung, auch wenn sie nur zu xy % schützt erweckt immer einen Anschein von "Sicherheit". Gepaart mit Anwenderfehlern (und damit meine ich nichtmal grob fahrlässige Fehler) halte ich das für durchaus fragwürdig. Gerade FFP2-Masken erhöhen ja im Vergleich zur normalen Baumwollmaske bei korrekter Anwedung den Schutzeffekt. Das verleitet die Leute widerum oft dazu, im Hinblick auf die anderen Regeln nachlässiger zu werden ("man schützt sich ja besser"). Gepaart mir übervollen Supermärkten oder Bus und Bahn sehe ich in dieser Hinsicht dann schon den Sinn in einer Reduktion des ÖPNVs und noch stärkeren Zugangsbeschränkungen in Supermärkten. Nur geht dadurch die eigentliche Krux daran - Nämlich die Bevölkerung aufzuklären irgendwie etwas verloren...

    Ich bin ohnehin mal gespannt. Mal angenommen, diese FFP2-Pflicht kommt flächendeckend (auch in anderen Bundesländern) bezweifle ich, dass der aktuelle Vorrat ausreichen wird und diese günstigen Preise haltbar bleiben werden.


    Den hier viel diskutierten Preis von knapp einem bis zwei Euro pro Maske finde ich (zur aktuellen Zeit) leider auch hier in keiner Apotheke in der Stadt. Da können je nach Verfügbarkeit durchaus 3-4 Euro aufwärts drin sein. In den großen Internetapotheken hab ich grad auch mal spaßeshalber geschaut, da liegen wir sogar (wenn man die reduzierten (!) Vorratspacks runterrechnet) bei 4,50 - 5,99€ pro Maske. Ich weiß gar nicht, was ich am Ende bezahlt hab, aber ich hab einen Stoß gekauft, werde sie aber nur einsetzen, wenn BW sich diese Pflicht von den Bayern abschaut.


    Ich persönlich teile auch die Befürchtung die hier schon angesprochen wurde: Wenn Leute anfangen, die Dinger weil sie teuer sind zu tragen, bis sie zerfallen, dann hat man am Ende genau den gegenteiligen Effekt erreicht. Sicherlich funktionieren Dinge wie Trocknen im Backofen etc. aber am Ende ist es nichts anderes als eine falsche Handhabung, von der von Herstellerseite abgeraten wird. Und eine Vielzahl an Leuten trägt nach wie vor die Maske falsch oder macht Fehler im Anlegen und Abnehmen. Geschweigedenn das in die Tasche wursteln mit den undesinfizierten Fingern und und und. Ob diese Pflicht den gewünschten Effekt haben wird? Ich bin da noch skeptisch. Immerhin verhindern was ich bisher gesehen hab die FFP2-Masken, dass man sich nen Nasenschniedel macht, das ist schonmal ein Fortschritt :winker: (Wobei ich die Tage auch beim Einkaufen einen älteren Mann gesehen habe, der es echt geschafft hat die so "aufzusetzen", dass selbst der Mund nicht richtig bedeckt war. Ich kann mir aber kaum vorstellen, dass das angenehm im Tragegefühl war...)


    Ansonsten möchte ich mal das Thema der noch schärferen Maßnahmen, die aktuell diskutiert werdeb in den Fokus rücken. Was haltet ihr davon?


    Ich finde es ein wenig ironisch, fast zynisch, dass man versucht hat, das Recht auf HomeOffice gesetzlich zu Verankern von der Industrie einfach "Nö, wollen wir nicht." kam. Damit meine ich nicht die Betriebe, in denen kein HO angeboten werden kann (ich arbeite ja selbst in nem Labor, das kann ich einfach nicht mit nach Hause nehmen), sondern die, die sich aus Gründen der Produktivität beharrlich weigern. Daran wird in meinen Augen auch keine Vorschrift was ändern, weil die AG im Zweifelsfall in 10 Minuten eine Bescheinigung ausgestellt haben, in der sie 1000 Gründe finden, warum Herr/Frau XY in Präsenz da sein muss. Und als zweite Konsequenz dann zu sagen "Ja, oke. ÖPNV ist n Problem - Fahren wir einfach runter" ist ein Schlag für alle, die trotzdem arbeiten müssen, ältere Leute die zum Einkaufen auf selbigen angewiesen sind (nicht jeder hat die Möglichkeit wie in Tübingen Taxis zu Buspreisen zu benutzen) oder Leute aus der Peripherie. Ich hab mich gestern selbst geärgert, weil ich ja mit dem Bus zur Arbeit fahre und die Stadtwerke jetzt ab 20:30 Uhr den Busverkehr lahmlegen. Denn Schichtarbeiter haben ja kein Interesse dran, nach Hause zu kommen bzw. fahren alle Auto. Ist halt kacke, wenn man bis 21 Uhr arbeitet und kein Auto hat..