Beiträge von MightyHonweisel

Die Insel der Rüstung erwartet euch!


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    Wir sollen Masken tragen, wenn andere Partys machen, Demos veranstalten und auf ledigliche Maßnahmen draufsch***en? Da fühlt man sich doch mehr als nur verar****. Dann kommt die 2.Welle und dann kommen auch diejenigen zur Mitleidenschaft, die sich stets an den Maßnahmen gehalten haben.. nur weil die D***heit der Menschen unendlich ist. Entweder es halten alle daran oder keiner! Was denn nun?

    Der Gedankengang scheint erstmal gar nicht so unnachvollziehbar. Nur kann ich nicht ganz verstehen, warum du da gerade andeutest, dass nur weil einige (die sich btw Argumente wie "Wir sind die zweite Welle" was meiner Meinung nach an - sorry - nackter Dummheit nicht zu überbieten ist auf die Fahnen schreiben) sich auffällig öffentlich nicht an die vorgegebenen Regeln halten wollen, wir das alle nicht mehr müssen? Dass solche Events wie zB auch die Schlauchbootparty auf der Spree nicht zu Superspreader-Events geworden sind war Glück, sonst nichts.


    Und selbst wenn eine zweite Welle kommen sollte, wäre ich extrem ungern ein Faktor, der diese Welle weiter ausbreitet. Denn jeder, der sich an die Regeln hält, trägt dazu bei, dass wir nicht doch noch im Nachgang zu Italien 2.0 werden.


    Ich verstehe auch ehrlich nicht, was diese Demonstrationen sollen (also nicht geordnete Demonstrationen unter Einhaltung der Regeln, nicht falsch verstehen, sondern es geht um den Anlass!). In Melbourne bspw. wurden die Ausgangsbeschränkungen wieder so verschärft, dass Leute nur 1x am Tag einkaufen und max. 1h Sport im Umkreis von 5km um ihren Wohnort machen dürfen. DAS ist eine Ausgangsbeschränkung und nicht "haltet Abstand und tragt beim Einkaufen eine Maske". Es ist erschreckend wie der persönliche Egoismus in unserer sich gern offen und solidarisch präsentierenden Gesellschaft verbreitet ist. Und wer wirklich keine Maske tragen KANN, dem ist freigestellt ein Attest ausstellen zu lassen. Alles andere ist nichts als der persönliche Wohlstand.


    Ich finde das auch nicht so prickelnd, aber ich trage die Maske 2x die Woche 6h beim Arbeiten an der Klinik und 2x 6-8h beim Praktikum an der Uni. Das ist anstrengend und ich bekomme davon nach knapp 5h auch leichte Kopfschmerzen, aber ich bin froh, dass ich arbeiten und ein Praktikum an der Uni absolvieren kann. Und wer sich da beschwert, beim Einkaufen nichtmal 30 min eine Stoffmaske tragen zu können, die man sich hinsichtlich Dicke des Stoffs selber aussuchen kann (wir tragen medizinische MNS, die wirken weitaus undurchlässiger als meine Community-Maske, die trotzdem aus relativ dickem Baumwollstoff ist), den kann ich einfach nicht mehr ernst nehmen.


    Nur mal angenommen, unter diesen 20000 gibt es zehn Superspreader, die jeden dritten einzelnen anwesenden infizieren.

    Das muss man sich mal vorstellen.

    Das Problem, was ich dabei auch sehe ist halt, dass wenn von diesen Leugnern jemand Corona-typische Symptome bekommt und nicht von extern erkannt wird, niemals in einer Statistik auftauchen wird. Ich glaube kaum, dass die freiwillig zum Arzt gehen, wenn sie genau wissen, was ihnen bei Verdacht auf eine Covid-Infektion blüht (angefangen bei 14 Tagen Quarantäne). Und auch wenn das dann wieder Wasser auf den Mühlen dieser Leute ist ("Man konnte sich ja offensichtlich in Scharen treffen und nix ist passiert"), so hoffe ich, dass auch diese "Großdemo" kein Superspreader-Event wird, sonst wird "Wir sind die zweite Welle" tatsächlich zur bitteren Realität. Und dafür braucht es nichtmal allzu viele der Millionen zehntausenden Teilnehmer.

    Die meisten arbeiten so ab 7/8 Uhr und haben Feierabend ab 15/16 Uhr. Würden mehr Menschen zu anderen Uhrzeiten arbeiten und auch an anderen Tagen Wochenende haben, dann gäbe es auch hier einen vermehrten verteilten Verkehr, der sich nicht auf eine bestimmte Zeit beschränkt.

    Wie stellst du dir das denn vor? Es gibt gewisse Berufsfelder, bei denen eine dauerhafte Aufrechterhaltung des Betriebs notwendig ist. Und da spreche ich nicht nur von Krankenhäusern und Supermärkten, sondern auch von der Industrie. Ohne, dass da dauerhaft eine bestimmte Anzahl an Leuten arbeitet, funktioniert da gar nichts. Man kann ja auch nicht Liefer- und Transportketten einfach flexibel umstellen, da würde am Ende der ganze Handel zusammenbrechen.


    Aber spielen wir das doch mal für einen flexibleren Beruf durch. Meinetwegen eine Anwaltskanzlei oder eine Arztpraxis. Beide entschließen sich dazu, ihre Dienste erst ab 18/19 Uhr anzubieten. Was machen dann die ganzen Leute, die das "Glück" haben, tagsüber arbeiten und zu dieser Uhrzeit einfach nicht können? Und wie weit soll dieses Fenster erweitert werden? Unser Körper unterliegt biochemisch betrachtet einem strengen Biorhythmus. Gerade Schichtarbeiter haben sowohl mit einer erhöhten Erkrankungsrate an Depressionen, wie auch einem erhöhten Krebsrisiko (die IARC hat da erst letztes Jahr was zu publiziert). Und das Fenster auf einen kleinen Rahmen bspw. 6, 7 und 8 Uhr Beginn mit entsprechendem Feierabend hätte keinen Mehrwert, weil das gibts schon. Aber da die Schichten unter Berücksichtigung verschiedener Arbeitsverträge, Wochen- und Überstunden eh schon so heterogen sind, hebt sich das am Ende wieder auf.

    Der Weg zur Arbeit wäre deutlich geringer, wenn es zerstreut überall genug Arbeitsplätze gäbe. Weil wenn es in jeder Stadt genug Arbeit gibt, dann besteht nicht der Bedarf bis in die Großstadt zu fahren.

    Der Weg zur Arbeit wäre geringer, weil? Wenn du eine Stadt flächenmäßig ausdehnst, dann ist niemand sicher näher an seiner Arbeitsstelle. Was, wenn ich dann ausgerechnet am anderen Ende der Megastadt wohne? Zumal eine Großstadt, die flächenmäßig mehr verteilt ist, immernoch eine Großstadt ist. Was du da auch nicht bedenkst ist: Eventuell ist der Weg zur Arbeit kürzer. Es gibt trotzdem "Hotspots", die einfach viele Leute anziehen. Das kann der Supermarkt, die Einkaufspassage oder die ultra beliebte Arztpraxis sein. Und dann hat man wieder den gleichen langen Weg, wie zurvor zur Arbeit UND muss erst viele Kilometer zurücklegen, bis man ankommt. D.h man ruiniert die Umwelt durch Urbanisierung UND erhöhtes Verkehrsaufkommen. Und gerade bei solch langen Wegen sinkt die Akzeptanz eines ÖPNVs, frei nach dem Motto "Ich fahr ja nicht ne Std Bahn, wenn ich mit den Auto viel schneller wär".


    Und um damit auch wieder die Brücke zur Coronaproblematik zu schaffen. Selbst wenn der ÖPNV gut organisiert wäre, es würde wieder darin enden, dass Busse und Bahnen übervoll sind, weil jeder davon abhängig ist. Außer das vorgeschlagene Zeitmodell würde funktionieren, was es aber gar nicht kann.


    Im Übrigen scheinen die neutralisierenden Antikörper nach wenigen Monaten bereits wieder deutlich abzufallen. Man muss abwarten, aber scheinbar ist eine Re-Infektion wieder möglich. Das zerstört auch die Hoffnung auf eine allzu schnelle, langfristige Impfung. Wir werden also in unseren jetzigen Verhältnissen irgendwann so gut es geht mit Corona leben müssen. Und dazu gehört mMn auch, dass Hygiene- und Abstandsregeln weiterhin mit aller Härte durchzusetzen sind (das finde ich so bedenklich, gerade im Supermarkt spüre ich nämlich nichts mehr davon). Und auch die Maske wird uns, denke ich zumindest, noch eine lange lange Zeit begleiten.

    An unserer Uni wird nun auch das Wintersemester 2020/2021 online sein.

    Komplett? Ist das bei euch schon klar? :ugly:

    Wir kämpfen gerade drum, dass es nicht so sein wird, da wir nächstes Semester unsere Module selbst wählen und die dann entsprechend kleiner ausfallen werden (und sehr praktikalastig sind).


    Für uns Studierende ist es schon ein bisschen ein Schlag ins Gesicht. Während Leute (ungeachtet der sicher sinnvollen Botschaft) zu zehntausenden mit kaum Abstand Großdemos abhalten und man überlegt, wie viele Leute man in einen Restaurant pferchen kann, werden bei uns Präsenzveranstaltungen aller Art abgelehnt, auch wenn die Gruppenstärke nur 10-20 Leute in einem großen Raum betragen würde. Ausnahme sind Praktika, die aktuell nur unter höchstem Aufwand geplant und bewilligt werden.


    Auch gibt es für uns von der Regierung gerade finanziell nur die "Wenn es nicht reicht, nimmst halt nen KfW-Kredit auf"-Keule. Wurde jüngst auch uA von MP Weil so verteidigt. Ich arbeite gerade im Krisenmanagement an der Klinik (aushilfsweise) und die Verordnung für das Bafög sah am Anfang vor, dass das Geld vollumfänglich angerechnet werden soll :rolleyes:. Erst auf Druck von vielen Stellen hin wurde es geändert und man darf jetzt anrechnungsfrei dazuverdienen. Trotzdem ist es nicht ratsam, die 450€-Grenze zu überschreiten. Man weiß ja nie so genau.


    Bei allem Verständnis was ich für die Maßnahmen habe und für die ich auch einstehe, dass eine ganze Bevölkerungsgruppe so nachlässig behandelt wird ... :pflaster:

    Thüringen will ab 6. Juni das erste Bundesland sein, dass die komplette Reglung beenden will.

    Das sendet für mich komplett die falsche Botschaft. Tatsächlich habe ich auch mehrfach erwähnt, dass für mich das Abstandsgebot über der Maskenpflicht steht. Seit Einführung dieser scheint das nämlich komplett vergessen.


    Sowas kann man meinetwegen angehen, wenn man aber weiterhin auf Abstand und Hygiene pocht. Wir sind in meinen Augen noch viele viele Monate davon entfernt, wieder zum prä-Corona-Zustand zurückzukehren. Besonders nachdem:


    https://www.fuldaerzeitung.de/…-infizierte-90001759.html


    https://www.ndr.de/nachrichten…al-Besuch,corona3202.html


    Es ist nicht so, dass ich den Unmut nicht verstehen kann. Aber wenn ich die Kommentarsektionen oder Leserbriefe, in meinem Fall unter einem Artikel, dass der Ministerpräsident von BW wehement dagegen ist, dem thüringer Vorbild zu folge lese, dann wird mir schlecht. Die Polterer, die in meinen Augen nichts über die Pandemiezeit hinweg kapiert haben, werden immer lauter.


    Klar könnte man sagen: Ich versuche mich zu schützen und dann wird eine potenzielle zweite Welle den Dampfplauderern schon zeigen, dass sie im Unrecht sind. Aber ich hoffe wirklich inständig, dass es nicht dazu kommt.

    Zitat von MightyHonweisel

    Ich glaube es kam jetzt oft genug aber nochmal: Eine Maske kann nicht vor einer Infektion schützen oder komplett verhindern, dass ein Infizierter das Virus überträgt, wenn er rausgeht. Darum geht es aber nicht. Wenn alle Leute konsequent mitziehen, wird das Risiko einer weiteren Ausbreitung verringert bzw. minimiert.

    Kann man noch nicht genau sagen, ob die Maskenpflicht jetzt die Ausbreitung verringert und sogar vergrößert. Weil die Inkubationszeit ist noch nicht erreicht seit Einführung der Maskenpflicht.

    Schön, dass du mein Zitat völlig aus dem Zusammenhang gerissen hast, um mir dann etwas zu erklären, was ich ja eigentlich erwähnt hatte, denn:

    Ungeklärter Nutzen (den kann man einfach noch nicht abschätzen, aber es gab genug Studien, die sich damit beschäftigt haben u.A "

    Leung, N.H.L., Chu, D.K.W., Shiu, E.Y.C. et al. Respiratory virus shedding in exhaled breath and efficacy of face masks. Nat Med 26, 676–680 (2020). https://doi.org/10.1038/s41591-020-0843-2 ")


    [...] und sogar vergrößert.

    Bring mir bitte die Studie, die sowas sagt. Selbst Studien, die keinen Mehrwert von Masken zu belegen scheinen, wurden von nicht beteiligten Forschern hinsichtlich ihres Versuchsaufbaus heftigst kritisiert (z.B Hier). Das Ganze mag eine kontroverse Diskussion sein, aber man sollte doch wenigstens ein bisschen versuchen, zwischen verschiedenen Fachmeinungen zu differenzieren. Ich sage nicht, dass die Maskenpflicht das Wundermittel ist, das Tragen einer Maske schadet aber in aller Regel keinem und da steht für mich nach wie vor der Ansatz, dass es helfen könnte über einer persönlichen Befindlichkeit. Wie gesagt, wenn sich deutlich abzeichnet, dass es nichts bringt, dann wird die Maßnahme ohnehin wieder fallen gelassen.

    Es gibt aber Anzeichen, dass örtlich gesehen die Infektionszahlen wieder steigen und die Reproduktionszahl liegt auch wieder über 1. Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Maskenpflicht?

    Mal weiter als über die Schlagzeile gelesen? Offensichtlich nicht, sonst wüsstest du, dass da Faktoren daran beteiligt sind wie lokale Unterschiede in Testkapazitäten oder der jüngste Vorfall in den Schlachthöfen, die zur Verbreitung des Virus beitragen. Das sind regionale Schwankungen, weshalb jetzt ja auch vermehrt darauf umgestellt werden soll, Maßnahmen auf Landkreise anzupassen und nicht mehr auf das ganze Bundesland bzw. ganz Deutschland.


    Weil es gibt auch Studien, die sagen, dass man sich nur ansteckt wenn man sich für eine längere Zeit mit der selben Person aufhält. In Geschäften, aber auch in der Bahn und Bus kann man den direkten Kontakt mit der selben Person verhindern.

    Diese Studien gibt es, das stimmt. Aber der zweite Teil ist einfach lächerlich. Ich weiß nicht, in welcher Stadt zu so verkehrst, aber selbst in unserer Kleinstadt ist es in den öffentlichen Verkehrsmitteln kaum möglich, den geforderten Abstand einzuhalten. Die Fahrgastzahlen in Bussen wurden nicht reguliert und selbst Gelenkbusse sind nach 2 Haltestellen so voll, dass ich eigentlich sagen würde, dass ab da keiner mehr zusteigen dürfte, um irgendwie noch den Abstand einzuhalten (für die 10 Haltestellen danach halt blöd). Auch in den Läden (zumindest mein subjektiver Eindruck) scheißen mittlerweile viele auf Abstandsgebote. Wo am Anfang an der Kasse noch Abstand gehalten wurde, stecken mir die Leute beim Aufladen aufs Kassenband schon wieder ihre Arme ins Gesicht. Das ist mir jetzt mehrfach passiert und habe ich auch von Familie/Freunden öfters so gehört. Und genau das ist die Krux: Wenn die Leute nicht schnallen, dass die Maske nicht heißt, dass man an der Kasse wieder den gewohnten Abstand von 0,5 cm zu meinem Hinterkopf einnehmen kann, dann steigt die Infektionsrate uU unweigerlich. Das hat dann aber nichts damit zu tun, dass die Masken nicht helfen, sondern dass die Kombination aus Maske und Hygienevorschriften (die btw. immernoch das Wichtigste sind und darauf weist wirklich JEDE offizielle Stelle hin) versagt hat. Mir ist schon klar, dass das für einige dann der Steigbügel sein könnte, die Maskenpflicht endlich lächerlich machen zu können aber Korrelation-Kausalität ist halt immernoch so ne Sache.

    Außerdem befürchte ich im Sommer mit stark steigenden Atemproblemen mit der Maskenpflicht. In den Bahnen fällt ja gerne mal die Klimaanlage aus und wenn die Fahrgäste dann umkippen..aber hauptsache jeder hat eine Maske auf.

    Die können im Sommer auch ohne Maske mit ausgefallener Klima kollabieren. Als Pendler hab ich das schon mehrfach erlebt. Das Argument zieht nicht, weil das Problem noch immer bei der Bahn und nicht bei der Maskenpflicht liegt. Und wie gesagt: Wer medizinisch Atemprobleme oder Bedenken auch wegen dem Sommer hat, kann dies bei einem Arzt bestätigen und attestieren lassen. Alles andere ist und bleibt: Persönliche Befindlichkeit und die hat in der Diskussion nichts verloren. Mir macht es doch selber keinen Spaß in heißen Bussen ne Maske zu tragen, aber ganz ehrlich: Diese Überemotionalisierung ist völlig fehl am Platz.


    Lauterbach sagte ja selbst, dass die ganzen Stoffmasken nicht viel bringen. Es würden nur die guten OP Masken was bringen und davon sollten wir alle tragen.

    "Nicht viel" ist nicht "gar nichts", um mal auf deine restliche Argumentationsstruktur einzugehen. Im Übrigen ist Lauterbach auch einer der Politiker, die sehr viel auf den Lockdown gegeben haben und Restaurants als "Brandbeschleuniger der Pandemie" bezeichnen. Und gerade du, als einer der härtesten Kritiker gefühlt aller Maßnahmen versuchst ausgerechnet ihn hier als Argument gegen irgendwas einzubringen?

    Hat da jemand einen Tipp/ähnliches Problem?

    Ich bin auch Brillenträger und fahre ganz gut damit, ein Stück des Stoffes in über den Nasenrücken hochzuziehen und dann mit den Brillennubsis zu fixieren. Hat den Nachteil, dass man die Maske wirklich hoch trägt, aber weder meine Brille beschlägt, noch schnaufe ich mir in die Augen.


    Ansonsten (bitte nimms mit Humor :p) gilt: Klick

    Aber es sollte ansonsten klar sein, dass in meinem Post auch ein bisschen Ironie dabei war, weil ich von der glorreichen Maskenpflicht nach wie vor nicht viel halte.

    Jap und genau die Leute, die einfach mal was "nicht so sinnvoll finden" bzw. noch immer nicht verstanden haben, um was es bei der Maskenpflicht eigentlich geht, sind das Problem. Darf ich fragen, was dein Problem an der Maskenpflicht ist? Bequemlichkeit? Ungeklärter Nutzen (den kann man einfach noch nicht abschätzen, aber es gab genug Studien, die sich damit beschäftigt haben u.A "

    Leung, N.H.L., Chu, D.K.W., Shiu, E.Y.C. et al. Respiratory virus shedding in exhaled breath and efficacy of face masks. Nat Med 26, 676–680 (2020). https://doi.org/10.1038/s41591-020-0843-2 ")


    Ich glaube es kam jetzt oft genug aber nochmal: Eine Maske kann nicht vor einer Infektion schützen oder komplett verhindern, dass ein Infizierter das Virus überträgt, wenn er rausgeht. Darum geht es aber nicht. Wenn alle Leute konsequent mitziehen, wird das Risiko einer weiteren Ausbreitung verringert bzw. minimiert.


    Und da gibt es für mich keine Frage der Befindlichkeit! Wer aus medizinischen Gründen keine Maske tragen kann bzw. für den es begründet unzumutbar ist, kann sich ein Attest ausstellen lassen.


    Diese ganzen Demonstrationen sind in meinen Augen auch ein Zeichen des Wohlstands. Diese Leute sind privilegiert und egoistisch genug, ohne Mundschutz auf die Straße zu gehen, Abstandsgebote zu ignorieren und sich gegen etwas einzusetzen, was die wenigsten dieser Leute überhaupt wissenschaftlich/medizinisch erfassen können (damit meine ich nicht die Grundrechte, sondern die Hygienevorschriften). Nur, weil man glaubt, dass man selbst jung/fit genug ist, das Coronavirus ohne größere Symptome rumzukriegen.. Das ist doch paradox - Man weist jegliche Statistik zur Ausbreitung von offizieller Stelle zurück und beruft sich auf eine Statistik, die zeigt, dass jüngere Menschen in aller Regel weniger schwere Symptome bekommen (:ugly:). Aber hey, da ich keinen kenne, der an Corona gestorben ist, wirds ja schon nicht so schlimm sein.


    Offizielle Studien/Statistiken, dass die vor Kurzem eingeführte Maskenpflicht oder die Hygienemaßnahmen nichts bringen, gibt es schlichtweg nicht. Der Zeitraum ist viel zu kurz und wenn es dazu kommen sollte, dass es eindeutige Studien in dieser Richtung gibt, dann wird keine Regierung dieser Welt an diesen Maßnahmen festhalten.


    Bei vielen Verschwörungstheoretikern wie den Flat-Earthern kann ich ja noch ein bisschen drüber schmunzeln. Diese Leute jetzt stellen aber eine Gefahr für die aktuelle Situation dar. Damit meine ich nicht diejenigen Demonstranten, die still im Abstand zueinander für Grundrechte demonstrieren, sondern diejenigen, die aus ihrem Elfenbeinturm und persönlicher Bequemlichkeit heraus gegen etwas demonstrieren, was für jeden einzelnen dieser Leute die Situation die letzten Monate am Ende doch angenehmer gemacht hat. Wir hatten keine Ausgangssperren wie in anderen europäischen Ländern. Wir durften zu jeder Zeit raus und uns frei bewegen. Die Kontaktbeschränkung war belastend, ja - Aber sie wird nach und nach gelockert.


    Und nein, ich wünsche mir keine zweite Welle. Ich habe ehrlich gesagt sogar Angst davor, dass so etwas passieren kann. Weil ich will mir nicht ausmalen, wie die Bestimmungen dann ausfallen, ganz zu Schweigen von dem potenziellen Leid, was sowohl menschlich wie auch wirtschaftlich entstehen könnte.

    Es gibt durchaus berechtigten Protest, sei es durch von Menschen, die in ihrer Existenz gefährdet sind, weil sie ihre Tätigkeit nicht mehr ausüben dürfen, obwohl bei all den momentanen Lockerungen kein vernünftiger Grund mehr dafür existiert oder allgemein Proteste gegen unsinnige Vorschriften.

    Es sind sicher auch Leute aus Hotellerie und Gastro dabei, deren Existenzen auf dem Spiel stehen. Die allermeisten bereiten sich aber gerade auf die Wiedereröffnungen vor und haben keine Zeit für solche Demos.


    Schaut man sich Reden an oder liest die Kommentare der Demonstraten auf den entsprechenden Veranstaltungsseiten auf Facebook, dann zeigt sich, wer dort aber sehr laut demonstriert: Verschwörungstheoretiker und Leute, die schlichtweg keine Ahnung haben. Die Maskenpflicht besteht nichtmal über einen Zeitraum, aus dem ein Nutzen oder Nichtnutzen abgewogen werden kann. Anstatt dass man aber die Füße stillhält und abwartet kommen Argumente wie "Das CO2 was unter der Maske eingeatmet wird, ist schädlich für mich!" oder "Keine Zwangsimpfung für das Volk". Ich glaube echt, dass manchen in der Quarantäne zu viel CO2 ins Hirn gestiegen ist. Sorry, das entzieht sich jeglicher Grundlage für mich.


    Das heißt nicht, dass ich es nicht wichtig finde, dass für Grundrechte eingestanden wird. Aber auch das Argument, dass das IFSG über das GG gestellt wird finde ich dermaßen hohl. Das ist, damit wir eben keine Leichen-LKWs vor den Kliniken aufstellen müssen! Anstatt dass man sieht, dass die Früchte des Lockdowns und unseres in Anführungszeichen stabileren Gesundheitssystems die vergleichsweise geringe Todeszahl sind, demonstrieren diese "aufgewachten" Hohlköpfe ohne Sinn oder Verstand. Sorry, anders kann ichs nicht mehr ausdrücken.


    Ja, unsere Krankenhäuser sind nicht überlastet - Gott sei Dank. Ja, bei uns sind keine 40.000 Leute aufwärts gestorben. Aber sicher nicht, weil Corona so harmlos ist! Manchmal habe ich das Gefühl, dass diese Leute es erst lernen, wenn uns eine zweite Welle so hart trifft, dass man auch bei uns Tote in Leichenschauhäusern stapeln muss.

    So viel wie hier auf den letzten Seiten passiert ist, kann ich gar nicht alles rezitieren. Aber zu manchen Sachen kann ich sagen: Au backe, so funktionieren Naturwissenschaften aber definitiv nicht.


    Tierversuche vs. Zellkultur

    Grundsätzlich stehe ich diesem Thema sehr kritisch gegenüber. Wenn Tierversuche schon notwendig sind, dann ist mMn oberstes Gebot, es den Tieren (im Rahmen der gegebenen Umstände) so "angenehm" wie möglich zu machen. Angenehm deshalb in "", weil Tierversuche immer Tierleid mit sich ziehen, das muss ich an der Stelle leider so sagen. Bei uns gibt bzw. gab es Arbeitsgruppen, die sich mit neuronalem Lernen beschäftig(t)en und Gene in Mäusen ausknocken, die die Koordination und das Lernverhalten beeinflussen, sodass diese Prozesse, welche uA im Kleinhirn verarbeitet/gesteuert werden, studierbar sind. Auch wenn die Mäuse schöne Ställe haben - Man sieht dennoch im Experiment Tiere, die sich kaum halten können oder von Versuchsstrecken runterfallen. Das ist hart, gehört zur Wissenschaft aber dazu.


    Warum dieser Vergleich? Weil hier das Thema Impfstofftest - Tierleid - Zellkultur aufgekommen ist. Als ich noch nicht studiert habe und TA war, dachte ich auch immer: Warum verwenden wir nicht viel mehr Zellkulturen? Das Problem an Zellkulturen ist, dass man meist nur eine Population beliebiger Zellen in seiner Flasche züchtet. Das können irgendwelche Immunzellen sein, aber auch Leber- oder Bindegewebszellen. Das Problem ist jetzt aber, dass es nicht allzu viel bringt, wenn ich meine Immunzellen mit dem Impfstoff bombardiere, diese zwar schön ihre gewünschte Reaktion zeigen, ich aber nicht weiß, wie sich das Ganze auf andere Zellen auswirkt. Die Zellen in unserem Körper kommunizieren über ganz verschiedene Signaltransduktionswege, da werden durch Enzyme/Proteine in Zellen teilweise grundverschiedener Körperregionen aktiviert, die dann widerum kaskadenartig weitere Enzyme/Proteine an zT ganz anderen Stellen aktivieren. Ein Organismus ist immer das Zusammenspiel dieser Prozesse. Deshalb, so hart es ist: Man kann nicht immer schreien: Nehmt halt Zellkultur. Bei vielen komplexen Fragestellungen reichen diese nicht aus. Und dafür gibt es keinen adäquaten Ersatz. Damit das nicht so überhand nimmt wie früher (da hat man bspw. in der MTA-Ausbildung noch mit Bruteiern gearbeitet), gibt es Ethikräte, die sehr genau prüfen, ob ein Tierversuch vertretbar ist oder nicht. Das gilt quasi für jeden Organismus. Man geht nicht einfach in den Zoohandel und kauft weiße Mäuse oder Affen vom Regal, das geht (Gott sei Dank) so nicht.

    Der Neandertaler wäre wohl noch ein besseres Laborkandidat als die Affen. Vielleicht können wir sie irgendwann zurückzüchten mit Einplanzung diverser Neandertaler DNA.

    Sorry, aber WHAT THE ACTUAL FUCK. Mal abgesehen davon, dass sich DNA nicht einfach "einpflanzen" lässt und Gentechnik schon bei Pflanzen so restriktiv ist, dass es in Deutschland bspw. fast keine Möglichkeit gibt, eine anwendungsorientierte Forschung möglich ist - Wie soll das dann erst bei tierischen Organismen sein? Wenn selbst eine "einfache" Maus einen riesen Schwanz an Ethikkram nach sich zieht - Wie stellst du dir das vor, dass selbst wenn das möglich wäre. Nach diesem Modell schaffst du einen funktionierenden Organismus, auf allen Ebenen. Der sogar uU höher entwickelt sein könnte, als andere Tiermodelle. Mal abgesehen, dass das NIEMALS von einer offiziellen Stelle genehmigt werden würde - Eine Forschung damit wäre quasi nicht möglich.


    Was in dieser Diskussion auch ein bisschen untergeht ist, dass davon ausgegangen wird, dass man einen Impfstoff oder Medikamente entwickelt und das ist gut. Was aber außer Acht gelassen wird ist, dass man sich noch gar nicht 100%ig sicher ist, ob die gebildeten Antikörper wirklich zu 100% neutralisierend sind, ob die Viruslast während der Infektion eine Rolle in der Stärke der resultierenden Immunisierung spielt und und und. Selbst ein Test an Menschen (und in GB gibt es erste Trials mit menschlichen Probanden (Quelle) ) verspricht nicht, dass man dann einen Impfstoff hat und danach alles wieder wie vorher ist. Es gibt so viele Ebenen in einer Impfstoffzulassung, das würde den Rahmen jeden Beitrages hier sprengen.


    Nur noch ein Nebensatz zu HIV, das soll hier ja nicht das Thema sein:

    Einen Menschen forschungshalber zu infizieren ist tatsächlich etwas, was zB im Rahmen der Malariaforschung (hier in Tübingen gab es vor nicht allzu langer Zeit sehr vielversprechende Studien zur Behandlung/Impfung) gemacht wird. Es gibt aber einen großen Unterschied zw. Plasmodien (den Malariaerregern) und HIV. Ersteres lässt sich behandeln im Sinne einer Heilung, während das bei HIV (noch) nicht notwendig ist.

    Warum also nicht auf die Idee kommen, dass ähnlich zu machen? An sich ist die Idee nicht doof, das Problem ist die Gefahr, die von HIV ausgeht. Wie Maneki-Neko schon gesagt hat: Ein großer Faktor ist die psychische Belastung. Sicherlich gibt es heutzutage Medikamente, die die Viruslast so weit runterdrücken, dass ein weitgehend normales Leben möglich ist. Aber kannst du dir immer sicher sein? Würdest du dir vorbehaltlos eine offene, blutende Wunde erstversorgen lassen? Nicht bei jedem Geschlechtsverkehr doch mal kurz daran denken, was wäre, wenn deine Viruslast aufgrund beginnender Medikamentenresistenz ansteigt und du deinen Partner/deine Partnerin infizierst?

    Ein weiterer Aspekt ist eben jene Medikamentenresistenz (neben der Nebenwirkungen, die dieser Cocktail auslöst). Irgendwann kommt unweigerlich der Punkt, an dem dein Immunsystem das nicht mehr mitmacht und dann wirds richtig eklig. Man erkrankt an Lungenentzündungen durch Erreger, die bei einem Immungesunden nichtmal eine großartige lokale Reaktion hervorruft. Man stirbt am Ende durch irgendwelche Begleiterkrankungen, die man als Gesunder gar nicht gespürt hätte - Und das alles, weil man sich für Studien infizieren lassen hat, die keinen nennenswerten Mehrwert gebracht haben. Ich kann da nur aus meiner Situation sprechen: Diese Art der Gesundheit lässt sich mit keinem Geld der Welt aufwerten.

    Was ist denn ein (fast) Wissenschaftler? Der Beruf ist ja nicht hauptberuflich. Gibt ja auch Pseudowissenschaftler, wovon du hoffentlich nicht dazu gehörst.

    Naja, noch will ich mir die Bezeichnung nicht anmaßen, ich studiere nämlich noch :grin:

    Aber ich habe schon einiges an wissenschaftlicher Erfahrung durch meine Berufsausbildung und meine Arbeit in der Krebsforschung.

    Dann heißt es kurz und knapp, dass Deutschland einfach zu schlecht vorbereitet war wenn es um die Beschaffenheit des Materials geht, um frühzeitige Maßnahmen wie eine Maskenpflicht einzuführen?

    Jap. Und das ist was, was ich auch stark kritisiere, besonders nachdem publik geworden ist, dass es seit 2013 ein Papier gibt, was genau dieses Szenario ausgemalt hat. Genauso gab es in meinen Augen ein starkes Versagen seitens des Gesundheitsministers (der mMn aber trotzdem einen ganz guten Job macht, seitdem er die Kurve gekriegt hat), als wir noch am Anfang dieses ganzen Spektakels standen. Man könnte meinen, wir hätten aus Sachen wie SARS gelernt.


    Ich wusste auch nicht, dass wir in Deutschland auch schon mit diversen, vergleichbaren Grippewellen wie der Hongkong-Grippe (1968/70 mit etwa 1 Mio Toten weltweit) oder der asiatischen Grippe (1957 mit ebenfalls 1-2 Mio Toten) zu kämpfen hatten. Nicht wegen des Erregers, das waren in beiden Fällen Influenzastämme, aber man hat schon damals nicht auf geeignete Maßnahmen gesetzt (bei der asiatischen Grippe war die Empfehlung mit Wasserstoffperoxidlösungen zu Gurgeln oder Formalin-freisetzende Tabletten einzunehmen - Das löst bei mir ein kleines Déjà-vu aus). Von daher kann ich nur BETEN, dass man aus dieser Pandemie etwas mehr mitnimmt. Eine Selbstverständlichkeit (auch wenn die politischen Situationen schwer vergleichbar sind) scheint es ja trotz allem nicht zu sein.

    Ich trage schon die Maske wenn es soweit ist. Aber ich befürchte nur, dass viele die Maske falsch tragen werden.

    Sorry, das sollte nicht angreifend sein, sondern eine generelle Sorge meinerseits.


    Was ich zum Thema Maske nämlich auch zu bedenken geben möchte: Selbst bei komplett korrekter Anwendung (d.h nicht ins Innere fassen, nicht die ganze Zeit dran rumziehen) muss sich jeder im Klaren darüber sein, dass die Maske kein Schutzschild ist und weiterhin auf Abstands- und Hygieneregeln geachtet werden muss. Auch auf die Hygiene der Maske selbst ist zu achten: Waschbare Masken sollten regelmäßig gereinigt, andere regelmäßig ausgetauscht werden. Das Mikromilieu was man (gerade in der warmen Zeit) darunter erzeugt, kann ein idealer Brutherd für Bakterien und Schimmelpilze darstellen. Für einen Immungesunden ist das vielleicht jetzt nicht so das riesen Problem (außer dem Ekelfaktor), aber auch dort sind Allergien/Irritationen möglich. Ich denke da aber besonders an Leute, die ohnehin geschwächt oder vorerkrankt sind. Für die können gerade Schimmelpilze bzw. deren Sporen ziemlich gefährlich sein und mitunter Entzündungen/Erkrankungen der Atemwege auslösen.

    Und warum führte man die Maskenpflicht erst jetzt ein? Corona ist ja nicht seit gestern.

    Da muss ich als (fast) Wissenschaftler mal eingrätschen. Wissenschaft lebt davon, aufgestellte Hypothesen zu prüfen und ggf. zu negieren. Fast alles, auf der die Wissenschaft fußt (Theorien, Postulate), gibt es nur, weil es bisher keiner geschafft hat, bestehendes zu widerlegen.


    Um damit den Bogen zu den Masken zu schlagen und ein für alle mal dieses dumme Argument "Aber am Anfang hieß es doch.." aus dem Weg zu schaffen: Am Anfang ist man davon ausgegangen, das Masken (im Individualgebrauch, ohne Pflicht) keinen nachweislichen Mehrwert bringen. Eine Maske schützt auch nach wie vor nicht den Träger, wenn jemand mit einer Infektion unmaskiert herumläuft. Erst das gemeinschaftliche Tragen schafft die maximale Effizienz in dieser Annahme. Dazu gab es einige Studien, die sich mit Verbreitung und Überleben des Virus auf Oberflächen/der Luft beschäftigt haben. Aus diesen hat man eben geschlussfolgert, dass die anfängliche Hypothese falsch war und wir Menschen schützen können, wenn alle mitmachen. Ein weiterer wichtiger Aspekt war (vermute ich persönlich mal), dass wenn man schon früher das mit den Masken versucht hätte, die Leute genauso durchgedreht wären, wie bei Klopapier, Mehl und Hefe. Und es gibt/gab heftige Engpässe in medizinischen Berufen, was Schutzkleidung angeht.

    [...]die paar Meter bis zum Ausgang kann ich das T Shirt hochziehen und mit einer Hand festhalten. Sobald ich draußen bin gibt es ja wieder keine Maskenpflicht.

    Und genau vor Menschen mit so einer Einstellung grausts mir. Bei uns ist es jetzt auch ohne Maskenpflicht so, dass die Leute im Laden vor Abstand am liebsten aufs Regal steigen würden, aber sich dann eng an eng durch die Gassen im Freien drängen (:ugly:). Sicher gilt die Pflicht erstmal nur im Zug/der Bahn/dem Laden. Aber man sollte dennoch nicht an der vollen Haltestelle auf der Schwelle der Bahn sich gleich alles aus dem Gesicht reißen, sondern so umsichtig sein, damit zu warten, bis auch wirklich kaum noch jemand in nächster Nähe zu einem steht. Sonst ist das ganze halt für den Popo.

    Wobei ich dazu auch sagen muss, dass durch die Orte, an denen ich meinen Nebenjob ausübe vermutlich auch die Auflagen dazu führen würden, dass ich sehr schnell geimpft werden müsste, um meine Tätigkeiten weiter ausüben zu können.

    Ok, wenns Zwang ist, dann hat man natürlich keine Wahl. :flinch:

    Weswegen mir eine neutrale Aussage auf deine Frage schwer fällt. Ich würde als Privatperson vermutlich auch nicht direkt hinrennen und den Oberarm hinhalten, so ehrlich muss ich schon sein. Aber ich würde jetzt auch nicht erstmal Monate abwarten, sondern mich um eine zügige Impfung bemühen. (Falls das im vorherigen Post nicht klar wurde)

    Aber eine Impfung gegen den aktuellen Stamm, auf dessen Grundlage dann veränderte Antigenstrukturen an der Oberfläche leichter implementiert werden können, halte ich persönlich für absolut sinnvoll.

    Natürlich wäre das sinnvoll. Aber wenn in einem halben Jahr (oder so) ein Impfstoff auf den Markt kommen würde, wärst du dann der erste, der ihn sich abholen würde? Ich würde da anderen wohl sicherlich erstmal großzügig den Vortritt lassen. :unsure:

    Wie bereits gesagt, ich stehe bspw. einer Grippeimpfung auch skeptisch gegenüber, aber eher deren Zusammensetzung, die eher statistischer Natur ist.


    Sollte eine Coronaimpfung im Herbst auf den Markt kommen, würde ich mich bemühen, dass ich schnell geimpft werde, doch. Wobei ich dazu auch sagen muss, dass durch die Orte, an denen ich meinen Nebenjob ausübe vermutlich auch die Auflagen dazu führen würden, dass ich sehr schnell geimpft werden müsste, um meine Tätigkeiten weiter ausüben zu können.

    Als gelernter medizinisch-technischer Assistent (das sind btw. übrigens die, die die ganzen Corona-PCRs durchführen und auswerten und nicht etwa der gutaussehende Laborarzt, der in den Medien dargestellt wird) und studierender Biochemiker kann ich mir bei einigen Aussagen nur an den Kopf fassen. Ich will auch nicht dieses angespannte Thema weiter aufwärmen, aber doch auf die ein oder andere These eingehen.

    Man versucht hier offensiv ein Virus zu etwas zu machen, das es nicht ist: gefährlich. 80% der Menschen zeigen schwache oder gar keine Symptome. Nur 5% erleiden einen schweren Krankheitsverlauf. Diejenigen, die DARAN tatsächlich sterben, sind NOCH weniger als diejenigen, die alt, krank, geschwächt etc. sind und MIT dem Virus sterben.

    Das ist gar nicht so falsch. Aber ist dir bewusst, auf welcher Grundlage du diese Aussage triffst? Man kann nicht die Infizierten aller Länder vergleichen, weil ein wichtiger Aspekt in der Sterblichkeit das jeweilige Gesundheitssystem des Landes ist - Dieser Vergleich scheidet also aus. Bewegen wir uns also im Zahlenspektrum von Deutschland. Diese ganzen Todesstatistiken werden auf Grundlage einer (aktuellen) Infektionszahl von knapp 135.000 Menschen (vgl: https://gisanddata.maps.arcgis…740fd40299423467b48e9ecf6) erstellt. 135.000 Menschen sind aber bei einer Einwohnerzahl in Deutschland von etwa 83,02 Millionen (Erhebung stammt von Eurostat, 2019) überhaupt nicht aussagekräftig. Klar kann man versuchen damit ein etwaiges Modell zu erstellen, aber ich denke da an meinen Statistikprof. Der meinte nämlich kürzlich noch, dass man mit dieser Stichprobengröße überhaupt keine repräsentative Aussage treffen dürfte, aber selbst renommierte Institute dies versuchen würden. In Verbindung damit auch:


    Unsere Krankenhäuser sind leer. Und kommt mir jetzt bitte nicht mit "ja, wegen der Maßnahmen". Nein. Es ist so wenig los wie sonst, wenn nicht noch weniger.

    Dazu hätte ich gerne eine Quelle. Ich bin selbst eng mit dem hier ansässigen Uniklinikum verbunden und dort auch angestellt (Nebenjob). Die Kapazitäten sind nicht ausgelastet, was aber auch daran liegt, dass "normale" Stationen aktuell Personal zur Verfügung stellen kann, da die dortigen medizinischen Maßnahmen stark reduziert wurden. Ich habe dazu leider keine aktuelle Quelle, aber halte diese Aussage für sehr gefährlich. Es mag nicht rein an den Maßnahmen, sondern auch dem Fakt geschuldet sein, dass unser Gesundheitssystem nicht ganz so marode ist, wie das italienische oder britische. Am Ende ist es aber dennoch schwierig zu sagen, ob der Rückgang der Infektionszahlen natürlichen Ursprungs oder den Maßnahmen zu verdanken ist. Muss aber aus meiner Perspektive sagen, dass ich froh bin, dass nicht ausprobiert haben zu müssen.

    Von jemandem, der alle Menschen zwangsimpfen will.

    Das stammt traditionell aus der allgemeinen Impfgegner-Ecke. Ich gebe dir Recht, dass das Überspringen wichtiger Zulassungsschritte nicht gut ist. Und auch ich stehe (obwohl ich quasi zu medizinischem Personal gehöre) einer Grippeimpfung für alle sehr zwiespältig gegenüber stehe. ABER: Es werden nicht die essentiellen Phasen (bspw. die Phase, in der die Verträglichkeit getestet wird) übersprungen, das ganze wird nur beschleunigt. Ich arbeite selbst in einer Forschungsfirma (war dort in meinem Beruf, bevor ich das Studium begonnen habe und arbeite auch dort noch weiter) und kannst du dir vorstellen, dass es nicht nur die Studien selbst, sondern auch enorme Bürokratieaufwände sind, die solche Studien massiv in die Länge ziehen? (Eine ganz interessante Seite, die die verschiedenen Impfstoffarten erklärt und auch Zusammenhänge in der Finanzierung darstellt ist zB https://www.vfa.de/de/arzneimi…vor-coronavirus-2019-ncov)


    Zwangsimpfung klingt blöd. Aber ich bin dennoch der Meinung, dass es viel zu viele Gegner gibt, die völlig kopflos alles ablehnen, nur weil sie zu viel im Internet unterwegs sind. Ich erinnere daran, dass die Pocken eradiziert wurden, weil eine flächendeckende Impfung eingeführt wurde (https://www.rki.de/DE/Content/…ion/praevention_node.html). Ebenfalls aus Industrieländern zurückgedrängt wurden Krankheiten wie die Poliomyelitis oder auch Masern, die aber dank der zahlreichen Impfverweigerer wieder auf dem Vormarsch sind.


    Sicherlich, da das Virus noch sehr unbekannt ist, kann keiner sagen, wie sich eventuelle Antigen-Drifts entwickeln werden. Aber eine Impfung gegen den aktuellen Stamm, auf dessen Grundlage dann veränderte Antigenstrukturen an der Oberfläche leichter implementiert werden können, halte ich persönlich für absolut sinnvoll.


    PS: Doch noch ein kleiner Nachtrag.


    Zitat

    Wie viele Menschen sterben wohl AN Covid-19

    Das ist auch so ein Pseudo-Dammbruchargument. Ich habe in den Kommentaren unter den betroffenen Alten- und Pflegeheimen tatsächlich Kommentare gelesen wie "Ach, die wären doch sowieso gestorben, kann ja keiner sagen, ob das nicht natürlich war". Das sind dann aber die gleichen, die mit den obigen Prozentzahlen um die Ecke kommen. Ich suche noch nach einer verlässlichen Quelle, die die Sterblichkeit in Pflegeheimen vor Corona beleuchtet und liefere die nach. Aber es ist definitiv nicht normal, dass in 2 Wochen knapp 20 Leute, die zufällig auch an Covid-19 erkrankt waren sterben. Britische Forscher sind sogar der Meinung, dass die Zahl der Toten in Pflegeeinrichtungen im Zusammenhang mit Corona unterschätzt wird (https://www.spiegel.de/panoram…68-43e7-aecc-b3065783679c). Aussagen wie diese sind Hohn für alle Mitarbeiter solcher Einrichtungen und noch viel mehr für alle Angehörigen, die Familienmitglieder so verlieren und sich anhören müssen "War es wirklich Covid oder .. wäre deine Mutter nicht eh gestorben?".

    Ich bin prinzipiell auch nicht davon begeistert, dass unsere Bewegungsdaten weitergegeben werden sollen. Bin aber auch der Meinung, dass viele jüngere Leute, die am lautesten lamentieren, genau diejenigen sind, die Facebook, Google und so Späßen wie Snapchat (korrigiert mich, ich kenne das nur vom Hörensagen) quasi eh 24/7 genaue Standortdaten zur Verfügung stellen. Und da werden die Daten eines sicher nicht: Anonymisiert. Eine genaue Aufklärung und absolute Transparenz ist hier mMn von Nöten.


    Was haltet ihr von den aktuellen Diskussionen über die Lockerungen?
    Mal Hand aufs Herz: Selbst wenn die ersten Restaurants oder auch kleine Betriebe aufmachen, würde ich aus meiner Perspektive trotzdem maximal was zum Mitnehmen holen oder derartige Geschäfte nur betreten, wenn ich wirklich dringend etwas benötige. Gerade in dieser unklaren Zeit würde ich von mir aus den Kontakt zu ner Ansammlung von anderen Menschen so gering wie möglich halten. Wie seht ihr das?


    Ein weiterer Punkt ist die schrittweise Öffnung der Schulen. Gerade die Sekundarstufe I (bis Klasse 9) soll auf Basis der Begründung, dass diese jungen Schüler am meisten darunter leiden, keinen geregelten Unterricht zu haben, wieder in kleinen Klassen zur Schule gehen dürfen. Finde ich zum Beispiel sinnvoll, man sollte da aber nicht aus den Augen verlieren, dass es auch noch Schüler gibt, die kurz vor ihren Abschlüssen stehen.


    Und am schlimmsten finde ich, dass Universitäten so komplett abgehängt wurden. Ich bin selbst Student, vllt. beschäftigt mich das deshalb mehr. Bei uns ist es so, dass die Lehrenden erst letzte Woche (am 09.) gesagt bekommen haben, dass vom 20.04 bis nach Pfingsten, also einschl. 07.06 ausschließlich online gelehrt werden soll. Die Fakultäten sind am rotieren und bekommen kein richtiges Angebot in so kurzer Zeit gestemmt. Von Praktika bspw. in naturwissenschaftlichen Studiengängen ganz zu schweigen.

    Ich komme, wie bereits mal erwähnt, aus BW und finde die Maßnahmen hier angemessen.


    Bayern in allen Ehren, aber ob man den Leuten verbietet, sich zu Hause in größeren Gruppen zu treffen oder nicht - Das wird sich in meinen Augen kaum flächendeckend kontrollieren lassen. Es geht hier um den gesunden Menschenverstand, wenn der fehlt, werden sich auch Leute heimlich in Bayern zu Hause in Gruppen treffen (und ich bin mir fast sicher, dass es dort sowas gibt). Genauso wie das "Rausgehen ohne triftigen Grund". Sorry, aber was soll das sein? (EDIT: Okay, darunter versteht man uA sowas wie Picknick draußen und Grillen.. Okay, kann ich doch nachvollziehen) Ich kann nur sagen, dass die Leute hier überwiegend auch nur rausgehen, wenn sie Lebensmittel einkaufen oder nen Spaziergang machen - Mehr kann man ohnehin nicht mehr machen (zumindest mein subjektiver Eindruck). Oder alleine/privat im Baumarkt einkaufen, da sehe ich persönlich kein Problem bei, dann kann ich mit meiner vielen Freizeit wenigstens den Balkon frühjahrsfit machen oder den Garten gestalten (solange man den persönlichen Abstand im Laden hält und ähnliche Maßnahmen wie in den Supermärkten fährt).


    Auch kontrovers finde ich die Sache mit dem einzelnen Bekannten in der Öffentlichkeit. Mir ist bewusst, dass das kritisch ist und im schlimmsten Fall eine Verbreitung des Virus über viele Ecken zur Folge haben kann. Aber auch hier gilt ein Mindestabstand (zumindest wurde das bei uns so empfohlen) und mir tun echt die Leute leid, die alleine leben und jetzt quasi niemanden mehr treffen dürfen - Für einen Zeitraum, der voraussichtlich weit über Ostern hinaus geht. Ich denke, dass sich das auch an Depressions- oder im schlimmsten Fall gar Suizidraten (was ich wirklich inständig nicht hoffe) zeigen wird.


    Ein bisschen enttäuscht bin ich allerdings von den angedrohten Strafen bei offensichtlichem Verstoß. Ich habe am Wochenende gelesen, dass ein sehr beliebter Wasserfall mit Wanderweg am Samstag übervoll war, dort waren Wandergruppen von 10-12 Leuten unterwegs, hauptsächlich Mitfünfziger. Anstatt denen mal ein saftiges Bußgeld aufs Auge zu drücken, wurden sie verwarnt und darauf hingewiesen, Abstand zu halten. Da frag ich mich halt, inwieweit solche Maßnahmen überhaupt Sinn machen, wenn sie nicht (zumindest dort, wo es auch definitiv sicht- und kontrollierbar ist) durchgesetzt werden. :verwirrt:

    Immerhin wurde der Wasserfall, samt Parkplätzen und Wanderwegen komplett gesperrt.