Beiträge von MightyHonweisel

    Aber welche Freiheiten? Heißt das jetzt, dass Geimpfte auch ins Kino, Fußballstadion und so weiter gehen dürfen, wo Nicht-Geimpfte nicht mal mit einem negativen Schnelltest reingehen können?

    Nein. Woher hast du das denn? In Israel wird das so praktiziert, aber nach aktuellem Kenntnisstand ist so ein Konzept in Deutschland nicht geplant. Im Gegenteil, aus dem Statement "Voll geimpft = Negativ getestet" geht hervor, dass niemand unverhältnismäßig Vorteile erfahren soll. Das interpretierst du da rein.


    https://www.google.com/amp/s/m…pfte-an-17277461.amp.html


    Es steht auch hier, dass es um zusätzliche Freiheiten geht. Also mehr Freiheiten für Geimpfte als für Nicht Geimpfte.

    Bitte zitier doch mal die Stelle, in dem Artikel, in dem das steht. Auch nach zweimaligem Durchlesen finde ich keine Passage, in der die Rede von "zusätzlichen" Freiheiten ist. Mehrfach wird gesagt, dass

    Zitat


    [...] wonach die Test- und Quarantänepflicht für vollständig Geimpfte zügig aufgehoben werden könne, berichtet das Blatt.[...]


    [...] Wer geimpft ist, kann ohne weiteren Test ins Geschäft oder zum Friseur“, sagte Spahn. Zudem müssten nach Einschätzung des RKI vollständig Geimpfte auch nicht mehr in Quarantäne. [...]


    Spahn will die Test- und Quarantänebefreiung für Geimpfte zügig in den nächsten Wochen umsetzen. „Wir werden diese Erkenntnisse nun zeitnah in Gesprächen mit den Ländern in die Praxis bringen“, sagte der Minister dem Blatt.

    Ich sehe da weder, dass demnächst nur noch Geimpfte ins Fußballstadion gehen dürfen, noch dass Ungeimpfte systematisch vom öffentlichen Leben ausgeschlossen werden sollen.

    Dazu kommt, dass es nie auszuschließen ist, dass auch Geimpfte andere anstecken können und ein kleiner Anteil der Geimpfen kann nicht mal Impfreaktionen bekommen.

    Das hast du immer. Es wird auch immer Leute geben, die sich aufgrund ihres Immunstatus nicht impfen lassen können. Aber was ist deine Schlussfolgerung daraus?


    Nach aktuellem Stand haben knapp 12% der Deutschen die Erstimpfung erhalten. Im Laufe der nächsten 4-8 Wochen werden diese wohl auch ihre Zweitimpfung erhalten haben (Quelle: Impfdashboard).


    Die Frage ist dabei für mich, ab wann es nicht mehr "ungerecht" den Ungeimpften gegenüber wird? Wenn allen ein Impfangebot gemacht werden kann? Wenn jeder die Erstimpfung erhalten hat? Wäre es für dich in Ordnung, wenn es ab morgen hieße "Jeder hat die Möglichkeit für einen Termin", obwohl das aktuell aufgrund des knappen Impfstoffs schlichtweg gar nicht viel an der Wartezeit ändern würde?

    Auch zum Tübinger Modell sehe ich es kritisch. Auch wenn man überall testet steigen auch dort die Zahlen und somit die Invidenzen.

    Und warum steigen die Zahlen? Natürlich weil es bei mehr Menschen zu mehr Infektionen kommt, aber eben auch weil man die Dunkelziffer aufhellt. Natürlich ist das System nicht perfekt, aber es bietet eine (in meinen Augen faire) Alternative zum ewigen dreiviertel-siebenachtel-dreizehn-sechzehntel-Lockdown. Am besten wäre es gewesen, man hätte das Experiment nur auf den LK Tübingen beschränkt und keine Auswärtigen reingelassen (haben Palmer und Federle auch jüngst beteuert). Aber man wollte eben nicht wieder ausgebuht und mit Ungleichbehandlungsvorwürfen konfrontiert werden.


    Das wäre sogar kein Problem wenn die Belegschaft geimpft ist. Es gibt Betriebsärzte, die könnten auch impfen. Aber trotzdem ist das kein Grund die Zahlen nicht gering zu halten.

    Aber selbstverständlich erst, wenn DU ein Impfangebot bekommen hast, vorher bleibt es ungerecht. Es gibt nicht den Masterplan, aber alles gleichzeitig geht halt schlichtweg nicht. Entweder wir sind fair und solidarisch, dann leidet die Wirtschaft. Oder wir sind "ungerecht", aber dann sinds auch wieder unfaire "Privilegien".

    Was wir brauchen ist nicht testen, testen und testen, sondern schließen, schließen und schließen. Mindestens 2 Wochen komplett alles schließen und die Invidenzen sind stark in Fallen und wir retten damit viele Menschen.

    So sehr ich die No-Covid-Strategie befürworte und auch gerne bereit bin die Zähne nochmal richtig (!) zusammenzubeißen: Wir sind mittlerweile an einem relativ kritischen Punkt: Ein zwei- oder mehrwöchiger harter Lockdown würde vielen kleinen Unternehmen, die jetzt schon am Rande des Abgrunds stehen womöglich vollends den Todesstoß versetzen. Dafür müssten effiziente und schnell vermittelbare Hilfen zugesichert werden. Und die Erfahrung hat gezeigt: Das funktioniert mit der deutschen Bürokratie nicht. Da wir eine Wirtschaftsnation sind und leider Lobbyisten sehr viel mitreden dürfen, glaube ich auch nicht, dass die Wirtschaftsverbände das wirklich zulassen würden.


    Punkt zwei, der mich an "wir machen halt ne Weile dicht, dann wirds schon werden" stört: Wir sind kein isolierter Inselstaat wie bspw. Australien oder Neuseeland, in denen das wunderbar geklappt hat - Keine Frage. Aber solange die Grenzen offen bleiben und umgebende Länder nicht mitziehen, haben wir faktisch keine Chance, die Inzidenzzahl dauerhaft niedrig zu halten. Auch beim Testen oder Impfen (wie du selbst schon richtig gesagt hast) gehen immer wieder Leute irgendwie durch und gerade beim Hinblick auf hoch-infektiöse Virusvarianten KANN das auf Dauer so nicht funktionieren. Dazu kommt noch, dass man erzwingen müsste, dass die Regionalfürsten nicht wieder ihr eigenes Ding durchziehen UND Unternehmen die Regelungen nicht umgehen (und es gab einige Reportagen, in denen AG HomeOffice-Pflicht abgelehnt haben und fadenscheinige Begründungsschreiben ausgestellt haben). Das würde wieder massive, kaum überprüfbare Kontrollen erfordern.


    Punkt drei sind die Menschen. Die Menschen sind lockdown-müde. Ja, angesichts der Tatsache, dass wir nie nen richtigen hatten finde ich das auch immer etwas seltsam, aber es ist nunmal so. Meinst du im Ernst, man kann die Menschen nochmal von nem flächendeckenden Lockdown für mehrere Wochen überzeugen? Und damit meine ich tatsächlich nichtmal nur die Querdenker-Fraktion. Die Politik hat die Menschen mit ihrem Missmanagement verloren.


    In der Theorie hört sich das ganze super an, keine Frage - Aber wie umsetzbar ist das wirklich?

    Wenn jetzt aber Geimpfte einen Freifahrschein bekommen, weil sie weniger ansteckend sind und das, obwohl der überwiegende Teil der Bevölkerung noch gar kein Impfangebot bekommen, dann ist es nur ungerecht.

    Das ist kein Freifahrtschein. Es geht darum, dass Geimpfte bspw. keine Schnelltests mehr machen oder sich nach Urlauben in Quarantäne begeben müssen.


    Gerade bzgl. ersterem sehe ich definitiv keine Benachteiligung, solange es für alle anderen die Möglichkeit des Freitestens gibt. Ich meine natürlich kann ich mich auch als zweifach Geimpfter weiterhin einen Schnelltest machen. Aber du sagst selbst, dass Geimpfte weniger ansteckend sind (lt. israelischen Erkenntnissen scheint bei 2-fach BioNTech-geimpften das Übertragungsrisiko um 90% gesenkt) - Da wäre jeder Schnelltest Ressourcenverschwendung und wenn ich als Tübinger an die Tagesticketsituation für Auswärtige denke eigentlich sogar ziemlich ungerecht, wenn vollständig Geimpfte allen anderen ihre Tickets wegschnappen.

    Ob geimpft oder noch nicht, beide wollen wieder ins Theater, Fußballstadion oder ins Urlaub fahren.

    Niemand will das ungeimpften wegnehmen. Das einzige Unterscheidungskriterium ist ein negativer Schnelltest. Spahn hat das sogar wörtlich so gesagt: Geimpfte sind mit negativ Getesteten gleichzusetzen, nicht mehr und nicht weniger. Wo du da einen kompletten Freifahrschein rausließt, ist mir schleierhaft.

    dass der Rechtsstaat uns Menschen vor Folgeschäden wegen Corona

    Da du sehr oft die Wirtschaft in deinen vorherigen Beiträgen erwähnt hast: Wäre es nicht gut, wenn man die bspw. durch Geimpfte versuchen könnte, so gut es geht am Laufen zu halten? (Könnte Spuren von Sarkasmus enthalten und nicht vollständig ernst gemeint sein)


    Nochmal: Ich möchte gar keinen Freifahrtsschein nur weil ich geimpft bin. Auch wenn ich gern in den Sommerurlaub fahren möchte - Ich bin gerne bereit darauf im Sinne der Gemeinschaft noch ein Jahr zu verzichten. Aber jetzt geht es darum, dass man als Geimpfter ohne Test (aber selbstverständlich mit Maske und AHA) in einen Laden oder ein Restaurant gehen darf, was zumindest hier in Tübingen jeder unter Vorlage eines negativen Schnelltests auch darf. Das unterscheidet ein Kitzeln in der Nase und 30 Minuten Wartezeit.


    Und zu guter letzt: Du wartest vermutlich noch einige Monate - Keine Jahre. Ich kann die Argumentation im Kern nachvollziehen, aber so wie du es aufbaust ist es nicht und das wurde auch eigentlich klar kommuniziert.

    Alle anderen "Gifte", die sich Menschen sonst so reinpumpen den ganzen Tag sind nicht der Rede wert. Wir entschließen und eben trotzdem die Pille zu nehmen oder sich literweise Redbull reinzukippen, wir essen weiter FastFood oder Rauchen.

    Die Frage ist aber in meinen Augen tatsächlich, wie rum man darauf reagiert. Sagen wir jetzt "Pah, im Vergleich zur Pille ist das doch nichts!" oder aber gehen wir eher in die Richtung "Okay, das ist echt nicht gut, man sollte dringend mehr in die Forschung von Verhütungsmitteln und der Weiterentwicklung der Pille investieren?".


    Ich finde man macht es sich sehr einfach, wenn man jetzt einfach sagt, dass wir uns genug Risiken aussetzen à la da kommt's auf die paar Prozent Hirnvenenthrombose auch nicht mehr an. Damit meine ich nicht dich im Speziellen Elize Targaryen, im Grunde stimme ich dieser Aussage zu, sondern eher dass man in manchen Kreisen schon fast beleidigend angegangen wird, wenn man sagt, man würde sich nicht mit AstraZeneca/Vaxzevria impfen lassen möchte.


    Ich kann nur für mich sprechen: Ich habe mich impfen lassen - Mit BioNTech. An dieser Stelle möchte ich gerne ehrlich sein: Ja, ich habe bewusst darauf gewartet, dass AZ wieder abgesägt wird und mir dann erst die Bescheinigung meines AG geholt (Als Klinikangestellter bin ich offiziell berechtigt). Ich habe die erste Impfung super vertragen, keinerlei starke Reaktion oÄ und blicke gespannt dem zweiten Termin in knapp 5 Wochen entgegen.


    Was ich ehrlich gesagt nicht so cool finde ist, dass man bei den anderen jüngeren (habe einige ehemalige Ausbildungskollegen an der Klinik) nach der ersten AZ-Impfung jetzt sagt "joa, dann bekommst halt Biontech/Moderna als Zweitimpfung". Viele sind dahingehend sehr unsicher, welchen Schutz man aus diesem Mischmasch am Ende davonträgt und möchten sich sogar sehr bewusst auch mit AZ wieder impfen lassen.


    Ansonsten eine interessante Diskussion die jetzt geführt wird, sind die sog. Impfprivilegien. Spahn hat jüngst in Aussicht gestellt, dass vollständig geimpfte in Zukunft keine Schnelltests mehr machen oder in Quarantäne gehen müssen.

    Was denkt ihr darüber?

    Ich bin jetzt ja sozusagen etwas befangen, möchte aber dennoch gerne Stellung beziehen: Solange die Möglichkeit des "Freitestens" gegeben bleibt, sehe ich keine Zweiklassengesellschaft oÄ. Ich warte auch gerne mit dem Urlaub bis nächstes Jahr. Aber dass Leute sich aufregen, dass geimpfte künftig in ein Geschäft gehen können sollen, ohne einen vorherigen Test entzieht sich meines Verständnisses. Die aktuelle Datenlage in Israel zeigt, dass eine Übertragung mit 90% verhindert werden kann - Das ist in meinen Augen auch nicht anders, wie der potenzielle falsch-negative Schnelltest. Auch kann ich weiterhin nicht diabolisch ums Feuer tanzen und meine Masken verbrennen - AHA gilt selbstverständlich für ALLE weiterhin.

    An dieser Stelle will ich doch auch kurz einsteigen. Warum?


    Weil mir ein bisschen die Galle hochkommt, wenn ich lese, dass man im BisaBoard nicht ernsthaft über Themen diskutieren sollte, wenn man sie nicht „studiert“.


    Warum nervt mich das so? Weil ich zufällig „dieses“ Thema (Corona und Co) studiere (bzw. eine Ausbildung sowie ein Studium in diesem Feld abgeschlossen habe bzw. dabei bin das Bachelorstudium abzuschließen). Und ich kann nur sagen, dass ich sehr gerne lese, was auch „Laien“ (in „“ weil einige trotz fehlendem direkten Bezug ziemlich viel Wissen einbringen/sich angeeignet haben). Würde ich nur mit Leuten aus den gleichen Fachkreisen diskutieren, dann wäre es glaub echt traurig. Weil andere Sichtweisen (egal ob sie wissenschaftlich 100% korrekt sind, aber dazu komme ich gleich) immer Input bringen und Dialog fördern.


    Warum nicht also auch hier im BisaBoard? Ich finde das ist eine super Plattform um zu diskutieren und ich glaube, dass die meisten, die sich beteiligen Erwachsen genug sind, zu differenzieren und sich mit Dingen auseinanderzusetzen. Und sorry, aber die Argumentation, dass das ja blöd sei, weil man auf der Startseite dran erinnert wird, dass über Corona diskutiert wird, ist in meinen Augen hanebüchen. Jeder sucht sich das Thema aus, was ihm/ihr gefällt. Ich sehe mich ja auch nicht gezwungen jeden Post auf der Startseite mir anzusehen.


    Als jemand, der sich mit dem Zeug von berufswegen genauer beschäftigt, finde ich es auch gar nicht schlimm, wenn nicht alles 100%ig wissenschaftlich korrekt ist, sonst wäre meine berufliche Daseinsberechtigung ... Naja ... Obsolet? :assi:

    ABER: Ein gewisses Maß an Wissenschaftlichkeit gehört in jeden Diskurs. Niemand erwartet, dass hier jemand high-impact Nature-Artikel auspackt, um Gottes Willen.


    Aber wirklich grob falsche und unwissenschaftliche Informationen zu verbreiten und das dann noch als „Meinung“ zu tarnen und sich bockig zu stellen, wenn ebenjenes Verhalten kritisiert wird - Das sehe ich als eigentliche Gefahr für „unbeteiligte“ Außenstehende. Das hat auch mit Diskussionskultur nichts mehr zu tun. Denn warum diskutieren wir? Um verschiedene Standpunkte zu erörtern und zu besprechen. In einem Thread, in dem es um die Lieblingsjahreszeit geht, mag es da kein richtig oder falsch geben, anders ist das bei Themen wie Corona. Hier sollten Standpunkte fundiert und zumindest mal argumentativ etwas untermauert sein. Wer das nicht will, für den-/diejenige wäre es vielleicht besser einen „Meinungsthread“ zu eröffnen. Aber auch dort gilt für mich: Meinungsfreiheit schützt nicht davor, Fehlinformationen zu verbreiten und sich dann bei Kritik wegzuducken.


    PS, einfach weil ichs echt grenzwertig find, dass man wenn man 1x die Woche die Tastatur desinfiziert als garantiert in die Zwangsneurose rutschend eingestuft wird: Bei meinem alten AG gab es die Regelung alle Türklinken und Klingeln/Lichtschalter ... am Tag mindestens 1x alle 3h zu desinfizieren. Diejenigen die das entschieden haben, waren übrigens Ärzte.

    Ich hab vorhin erst die Zusammenfassung der PK im Spiegel gelesen und muss mir ans Hirn langen.


    - Schließung der Läden/Erklärung von Gründonnerstag bis Ostermontag mit Ausnahme von Karsamstag: Was genau soll diese krasse Konzentration auf den Samstag bringen? Die Leute kaufen doch schon wegen nem verlängerten Wochenende ein, als würde der nächste Krieg anstehen. D.h wir werden hier mit einer hohen Wahrscheinlichkeit eine starke Fixierung auf Mittwoch/Samstag sehen. Brechend volle Supermärkte werden sicher vieles, aber keine Infektionsherde unterbinden...



    Es gilt an fünf zusammenhängenden Tagen, also vom 1. bis 5. April, das Prinzip »Wir Bleiben zu Hause«. [...] Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit einem weiteren Haushalt möglich, jedoch auf maximal fünf Personen beschränkt. Kinder bis 14 Jahre werden dabei nicht mitgezählt.

    ... Ich habe das Gefühl, wir wollen die Welle nicht aufhalten. Die aktuelle Lage spricht dafür, dass besonders Kinder in Folge der geöffneten Schulen einen Risikofaktor für die Ansteckungen darstellen. Man geht zwar davon aus, dass sie für flächige Infektionen nicht "ansteckend genug" sind, dennoch gilt besonders der kleinere Kreis als gefährdet.


    Zitat von Der Spiegel

    Mit einer entsprechenden Bitte wollen Bund und Länder auf die Religionsgemeinschaften zugehen.

    Weil Bitten in der Vergangenheit auch so super geklappt hat. Und es ist Ostern. Auch wenn ichs persönlich nicht nachvollziehen kann, kenne ich genügend Leute, für die der Gottesdienst da essenziell ist. Dann heißts wieder "Zusammenhalt, Kraft, blabla können wir nicht lassen".

    Zitat von Der Spiegel

    Bund und Länder appellieren »eindringlich«, auf nicht zwingend notwendige Reisen im In- und Ausland zu verzichten.

    :wtf: "Hat" "ja"    "gut"    geklappt.

    Zitat von Der Spiegel

    [...] Dazu können Ausgangsbeschränkungen, verschärfte Kontaktbeschränkungen und eine Tragepflicht medizinischer Masken von Mitfahrern auch im privaten Pkw zählen

    Gestern Abend hat bei Frank Plasberg eine der Anwesenden (ich glaube eine Ärztin war das) gesagt: Wann hört die Regierung endlich auf, an irgendwelchen Symptomen rumzudoktern und packt das Übel an der Wurzel. Besonders die nächtliche Ausgangsbeschränkung oder auch das Tragen von medizinischen Masken im PKW - Wo genau soll das die Pandemie aufhalten? Hier in BW wurde die Ausgangssperre gerichtlich gekippt und die Inzidenzen sind weiter gesunken. Der einzige Weg wäre eine Ausgangssperre am Tag und die wird gerichtlich ziemlich sicher nicht haltbar sein.

    Zitat von Der Spiegel


    Bund und Länder wollen Corona-Tests für Schüler, Lehrkräfte und Kita-Beschäftigte ausweiten und streben »baldmöglichst zwei Testungen pro Woche« an.

    Angesichts der schlechten Verteilung, Uneinigkeiten über das Abnahmeprocedere und einer Aussagekraft von eigentlich nichtmal 24 Stunden.. Die Idee ist nicht schlecht, keine Frage. Aber die Umsetzung ne mittlere Katastrophe.


    Ich bin wirklich entsetzt, wie verzweifelt und unbeholfen die Regierung in diesem Fall entschieden hat. Ich bin wirklich gespannt, was uns die Ruhetage über Ostern bringen. Aktuell hege ich ein wenig die Hoffnung nicht viel, weil die Modellstädte weiterlaufen (hier in Tübingen zB) und die endlich zeigen können - Ganz oder gar nicht. Entweder man fährt einen "richtigen" harten Lockdown (und nicht den drölften um 4/7 härteren Lockdown) oder man lässts bleiben.


    So kann ich nur den Kopf schütteln und kann verstehen, dass viele, die sich akribisch an alle Regeln gehalten haben, sich mittlerweile auch ein wenig verschiffschaukelt vorkommen...

    Was erwartet/erhofft ihr euch von den Spielen?

    Schwer zu sagen. Die Rede ist von "originalgetreuen Remakes", bei denen sogar die Orte und Routen in ihren Skalierungen erhalten wurde. Vom Nostalgiefaktor her gefällt mir das sehr gut, ansonsten erwarte ich halt ... Gen 4-Remakes, die mich zurück zu der Zeit bringen, in der ich das erste Mal in Pokémon Diamant eingestiegen bin. Ansonsten denke ich halt, dass es wenig/keinen Zusatzcontent geben wird. Vielleicht weise ich dem Untertitel zu große Bedeutung zu, aber damit würden es auch viele Mons/Attacken uU es gar nicht erst ins Spiel schaffen. Bin aber mal gespannt und Überraschungen gegenüber offen.

    Zitat

    Was haltet ihr vom Chibi-Artstyle?

    Ich finde ihn schrecklich. ORAS ging grad noch so, aber das finde ich super unschön. Also die Städte sind sehr Let's Go-ähnlich und sogar sehr schön, aber mit diesem Stil mich anzufreunden.. Das wird noch dauern. Gerade die Kämpfe sehen halt echt aus wie ne Mischung aus LGPE und Harvest Moon, die Sprites wieder super glatt, das ist mir nicht so sympathisch.

    Zitat

    Glaubt ihr, dass die Wettbewerbe und die Kampfzone wieder vorhanden sind?

    Denke ich schon, halt alles auf dem Niveau von DP und nicht Platin.

    Zitat

    Welche Features aus Schwert/Schild wollt ihr in den Remakes wieder haben?

    Ich hoffe, dass alle Quality of Life-Features erhalten bleiben (keine VMs, TMs mehrfach verwendbar). Ansonsten hoffe ich zumindest bei Sachen wie dem Großmoor auf eine Art "Naturzone". Ob mit oder ohne Raids ist mir gar nicht soo wichtig.

    Zitat

    Erwartet ihr Neuerungen an der Story wie einst in Omega Rubin und Alpha Saphir?

    Nein und wenn dann nur gerinfügig. Dafür deuten sie für mich zu sehr darauf hin, dass es quasi originalgetreu ist.


    Gemischte Gefühle würde ich sagen. Klar freue ich mich auf die Remakes ABER die generelle Richtung finde ich nicht so super. Mal sehen, was INCL als "neues" Studio so aus der Reihe macht.

    Die nächtliche Ausgangsbeschränkung war eigentlich der wichtigste Punkt der gestern beschlossen werden sollte und dies hat man dann letztlich nicht gemacht weil man Angst hatte das die Gerichte das sofort einkassieren aufgrund der sinkenden Zahlen.

    Die gibt es bei uns in Baden-Württemberg seit Beginn des Lockdowns im Dezember und ich hätte nicht gehört, dass sinkende Zahlen ein Kippen selbiger bewirken könnten. Du mutmaßt sehr viel, ohne zu wissen, wie es am Ende wirklich läuft. Nach der letzten Pleite mit den Beherbungsverboten hat auch unsere Regierung dazugelernt. Meines Wissens nach sind besonders Lücken, auf deren Basis gerichtliches Kassieren bisher stattfand, mittlerweile sehr gut abgedeckt. Daher kann ich mir schon vorstellen, dass sinkende Zahlen nicht gleich die Telefone der Gerichte heißlaufen lassen. Ich lasse mich aber gern andersweitig belehren, da hab ich zugegebenermaßen auch nicht so viel Einblick.

    Wann willst du denn öffnen wenn die Mutation nicht verschwindet? Lockdown für immer? Das Unvermeidliche kann man nicht vermeiden und ein Virus kennt keine Grenzen.

    Darum geht es doch gar nicht. Wenn aber der Impfstoff gegen die Mutationen wirken kann (und das werden die folgenden Wochen leider nicht in unserem sondern anderen Ländern zeigen), dann wäre ein verfrühtes Lockern nichts anderes als fahrlässig. Sollte das nicht funktionieren, dann gilt es neue Ansätze zu finden. Ich vermute aber stark, dass der nicht heißt "Jo, pech. Dann lass mal wieder alles aufmachen und wir schauen, wer am Ende überlebt". Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Gerichte das ohne weiteres kippen, solange der Pandemiestatus aufrecht erhalten bleibt.

    Es geht da mittlerweile um ganze Existenzen und Leben die zerstört werden. Untergebildete Kinder, Pleiten, Selbstmorde, psychische Belastung und und und... Der psychologische Sektor ist auch komplett überlastet seit Corona achtet da mal jemand drauf?

    Dafür hätte ich gerne Belege. Das ist auch immer das gleiche Gewäsch mit den Suiziden. Denn zuletzt hieß es, dass dafür die Belege fehlen, die Zahlen sogar rückläufig gewesen seien (Stand 10/20). Nachzulesen im Ärzteblatt oder in der Berliner Zeitung (Stand Ende November 20). Psychologen und Psychiater sind besorgt, die Versorgung wird schlechter (das liegt aber nicht an der steigenden Zahl, sondern an der Situation an sich) (das ist hier nachzulesen) aber von einer Überlastung kann nicht die Rede sein. Ja, das kann sich ändern, tut es aber bisher (glücklicherweise) nicht. Ich war selbst betroffen von psychischen Problemen und war einige Zeit in Behandlung und sorry, aber wenn von Gegnern dieses Argument kommt, dann kommt mir das Kotzen. Weil das sind (häufig! Nicht auf dich bezogen!) genau die, die bei den Stigmatisierungen bisher in erster Reihe standen. Die Versorgungsdecke war schon vor Corona mies, die Pandemie deckt nur einmal mehr die vorhandenen Schwachstellen auf. Jetzt aber genug gerantet und zurück zum Thema:


    Auch das Wort "untergebildete Kinder" finde ich etwas hart. Bisher wäre die krasseste Maßnahme die Wiederholung eines Jahres, um dem entgegen zu wirken. Ich halte davon (das muss ich an der Stelle ganz klar betonen) nichts, aber es wird gerade alles (leider in D nicht allzuviel vorhandene) in der Macht stehende getan, um irgendwie die Lücke nicht zu groß werden zu lassen. Und ich bin auch der Meinung, dass da einiges schief läuft. Aber tu bitte nicht so, als gäbe es seit nem Jahr keinen Zugang zu Bildung für kein Kind dieses Landes.


    Und ja, ich bleibe dabei: Ich kann verstehen, dass man mit den Maßnahmen unzufrieden ist und seinem Ärger Luft machen will. Aber es ist und bleibt doch etwas simple minded sich auf die Straße zu stellen und zu fordern "Nehmt die einschränkenden Maßnahmen zurück". Gerade mit der neuen Mutation ist nicht klar, wie sich das Infektionsgeschehen verändert, da vermutet wird, dass Kinder und Jugendliche stärker von den Infektionen betroffen sind. Damit könnten sie infektiöser und gefährlicher für andere Familienmitglieder sein. Weiß man nicht, aber das gilt es in meinen Augen nicht unkontrolliert rauszufinden. Und als Naturwissenschaftler find ichs halt nicht nachvollziehbar damit eigentlich ziemlich direkt gegen das Virus zu demonstrieren. Weil diese Maßnahmen sollen uns schützen. Ja, das tun sie nicht für jeden in jeder Lebenslage, aber einen Großteil.

    Selbst wenn wir irgendwie aus Corona herauskommen sollte klar sein, dass unsere Systeme nicht so bleiben können wie sie jetzt sind.

    Das ist richtig. Und wie bewirken wir Änderungen? Nach und nach. Von heute auf morgen wird sich nichts ändern. Auch nicht, wenn die Leute auf die Straße rennen. Würdest du, wenn Restaurants öffnen würden in eins gehen? Ich kann für mich ganz klar sagen, dass ich jede Menschenansammlung versuche so gut es geht zu meiden und müsste dies verneinen. Und ich kenne eigentlich fast nur Leute, die exakt das selbe sagen. Das ist anekdotische Evidenz, aber die meisten finden die Zwischenlösung mit der Abholung gar nicht so schlecht. Würde also eine Öffnung Restaurants vielleicht sogar gar nicht die erhoffte Rettung bringen?

    Normalerweise müsste man eigentlich so langsam darüber reden die Beschränkungen zurückzufahren.

    Beschränkungen herunterfahren? Hast du mitbekommen, was in Irland passiert ist? Falls nicht: Irland hatte das Infektionsgeschehen gut im Griff, die 7-Tages-Indizenz lag etwa im November sogar bei unter 50. Die Regierung ist genau auf diese Erkenntnis aufgesprungen und hat vor Weihnachten gelockert (inklusive Öffnung von Pubs, Restaurants ...) keine vier Wochen später lag die Inzidenz bei über 900 (!!!). Weil sich die Virusmutation ausgebreitet hat wie Feuer in trockenem Gras.

    Man wird das so lange hinauszögern bis der Frühling einkehrt und mehr Leute geimpft sind. Und dann wird man hoffen, dass dieser Schutz ausreichen wird gegen die Mutation.

    Was ist dein Gegenvorschlag? Alles aufmachen, weil wir ja eh nicht sagen können, ob der Impfstoff uns gegen die Mutation schützt?

    Daher wird dieses Jahr das Jahr der Demonstrationen. Der Frust ist riesig, ja man kann ihn fast schmecken. In meinem Umfeld wollen inzwischen selbst Leute auf Demos gehen die mit sowas sonst niemals etwas zu tun hatten.

    Sind das alles Künstler, Leute die auf die Novemberhilfen angewiesen sind und (berechtigterweise) selbige einfordern wollen? Falls nicht: No Front, aber wer frustriert ist, weil ein Virus mutiert und die Leute angehalten sind, das Gesundheitssystem nicht kollabieren zu lassen ist in meinen Augen nichts anderes als ein harter Egozentriker. Wir leiden alle unter den Maßnahmen, ich glaube keiner mehr hat Bock auf den nächsten Lockdown. Aber jetzt wurden (endlich) die Schulen geschlossen, das öffentliche Leben nicht nur auf die Restaurants bezogen runtergefahren und die Leute meckern wieder.

    Wenn es sich so wie in Israel entwickelt wird trotz Impfungen im Oktober es wieder Einschränkungen über den Winter geben.

    Was meinst du damit? Israel ist gerade in erster Linie damit konfrontiert, dass der schützende Effekt nach der ersten Impfdosis nicht ausreicht. Das war bisher eine vage Vermutung der Wissenschaft anhand der ersten Paar geimpften. Israel ist jetzt aber das erste Land, was zuverlässige Studiendaten zum Thema generiert und die sagen halt, dass es in jedem Fall den Zweittermin braucht.

    https://www.real.de/product/353931735/ Sind dann 50 Cent das Stück. Vermutlich mehr als eine Person braucht. Teil dir den Preis und den Inhalt am besten mit anderen Personen, Apotheken sind da meistens Teuerer, aber inzwischen gaben auch Supermärkte was.

    Laut den 1 Sterne Bewertungen haben sie anders als abgebildet keine CE-Kennzeichnung. Aber das Angebot scheint sowieso schon ausverkauft zu sein.

    Genau das meinte ich. Die Angebote sind entweder super schnell ausverkauft oder (wie man auf dem Bild gesehen hat), hat man Lieferdaten von 2 Wochen aufwärts. Und das, obwohl es noch nichtmal eine flächendeckende Pflicht zum Tragen dieser Masken gibt. Das hat nichts mit preisgünstiger Verfügbarkeit zu tun, die auf lange Sicht gesehen haltbar wäre. Von demher empfinde ich es als Hohn zu sagen, dass Preis und Verfügbarkeit keine Argumente seien.


    Mir kann bis heute keiner erklären warum im April 2020 die Fallzahlen im Lockdown rapide gesunken sind obwohl wir nirgends eine Maskenpflicht hatten. Die kam erst Ende April 2020. Nur um das noch einmal deutlich zu machen: Wir haben KEINE Maske getragen weder beim Arzt noch im Supermarkt. Warum also klappt das selbst jetzt nicht mit Maske?

    Ich kenne keine offiziellen Daten und Statistiken, würde aber aus dem Bauch raus mal die These in den Raum stellen, dass die Leute ohne Maske deutlich achtsamer mit sich und ihrer Umwelt umgegangen sind. Schutzkleidung, auch wenn sie nur zu xy % schützt erweckt immer einen Anschein von "Sicherheit". Gepaart mit Anwenderfehlern (und damit meine ich nichtmal grob fahrlässige Fehler) halte ich das für durchaus fragwürdig. Gerade FFP2-Masken erhöhen ja im Vergleich zur normalen Baumwollmaske bei korrekter Anwedung den Schutzeffekt. Das verleitet die Leute widerum oft dazu, im Hinblick auf die anderen Regeln nachlässiger zu werden ("man schützt sich ja besser"). Gepaart mir übervollen Supermärkten oder Bus und Bahn sehe ich in dieser Hinsicht dann schon den Sinn in einer Reduktion des ÖPNVs und noch stärkeren Zugangsbeschränkungen in Supermärkten. Nur geht dadurch die eigentliche Krux daran - Nämlich die Bevölkerung aufzuklären irgendwie etwas verloren...

    Ich bin ohnehin mal gespannt. Mal angenommen, diese FFP2-Pflicht kommt flächendeckend (auch in anderen Bundesländern) bezweifle ich, dass der aktuelle Vorrat ausreichen wird und diese günstigen Preise haltbar bleiben werden.


    Den hier viel diskutierten Preis von knapp einem bis zwei Euro pro Maske finde ich (zur aktuellen Zeit) leider auch hier in keiner Apotheke in der Stadt. Da können je nach Verfügbarkeit durchaus 3-4 Euro aufwärts drin sein. In den großen Internetapotheken hab ich grad auch mal spaßeshalber geschaut, da liegen wir sogar (wenn man die reduzierten (!) Vorratspacks runterrechnet) bei 4,50 - 5,99€ pro Maske. Ich weiß gar nicht, was ich am Ende bezahlt hab, aber ich hab einen Stoß gekauft, werde sie aber nur einsetzen, wenn BW sich diese Pflicht von den Bayern abschaut.


    Ich persönlich teile auch die Befürchtung die hier schon angesprochen wurde: Wenn Leute anfangen, die Dinger weil sie teuer sind zu tragen, bis sie zerfallen, dann hat man am Ende genau den gegenteiligen Effekt erreicht. Sicherlich funktionieren Dinge wie Trocknen im Backofen etc. aber am Ende ist es nichts anderes als eine falsche Handhabung, von der von Herstellerseite abgeraten wird. Und eine Vielzahl an Leuten trägt nach wie vor die Maske falsch oder macht Fehler im Anlegen und Abnehmen. Geschweigedenn das in die Tasche wursteln mit den undesinfizierten Fingern und und und. Ob diese Pflicht den gewünschten Effekt haben wird? Ich bin da noch skeptisch. Immerhin verhindern was ich bisher gesehen hab die FFP2-Masken, dass man sich nen Nasenschniedel macht, das ist schonmal ein Fortschritt :winker: (Wobei ich die Tage auch beim Einkaufen einen älteren Mann gesehen habe, der es echt geschafft hat die so "aufzusetzen", dass selbst der Mund nicht richtig bedeckt war. Ich kann mir aber kaum vorstellen, dass das angenehm im Tragegefühl war...)


    Ansonsten möchte ich mal das Thema der noch schärferen Maßnahmen, die aktuell diskutiert werdeb in den Fokus rücken. Was haltet ihr davon?


    Ich finde es ein wenig ironisch, fast zynisch, dass man versucht hat, das Recht auf HomeOffice gesetzlich zu Verankern von der Industrie einfach "Nö, wollen wir nicht." kam. Damit meine ich nicht die Betriebe, in denen kein HO angeboten werden kann (ich arbeite ja selbst in nem Labor, das kann ich einfach nicht mit nach Hause nehmen), sondern die, die sich aus Gründen der Produktivität beharrlich weigern. Daran wird in meinen Augen auch keine Vorschrift was ändern, weil die AG im Zweifelsfall in 10 Minuten eine Bescheinigung ausgestellt haben, in der sie 1000 Gründe finden, warum Herr/Frau XY in Präsenz da sein muss. Und als zweite Konsequenz dann zu sagen "Ja, oke. ÖPNV ist n Problem - Fahren wir einfach runter" ist ein Schlag für alle, die trotzdem arbeiten müssen, ältere Leute die zum Einkaufen auf selbigen angewiesen sind (nicht jeder hat die Möglichkeit wie in Tübingen Taxis zu Buspreisen zu benutzen) oder Leute aus der Peripherie. Ich hab mich gestern selbst geärgert, weil ich ja mit dem Bus zur Arbeit fahre und die Stadtwerke jetzt ab 20:30 Uhr den Busverkehr lahmlegen. Denn Schichtarbeiter haben ja kein Interesse dran, nach Hause zu kommen bzw. fahren alle Auto. Ist halt kacke, wenn man bis 21 Uhr arbeitet und kein Auto hat..

    Ich finde Tierversuche so unnötig & grausam

    Denn mit Argumenten, dass Tiere ein scheinbar einfacheres Bewusstsein haben, braucht man nicht kommen, denn das mindert den Wert des Tieres und dessen Leben auf geradezu null.

    Ihr verfehlt dahingehend beide ein wenig das Thema. Meint ihr wir forschen in den Naturwissenschaften mit und an Tieren, weil wir eine satanistische Freude daran haben, Tieren weh zu tun?


    Hier zu erklären, warum Tierversuche ein notwendiges Übel sind würde den Rahmen jeder Diskussion sprengen und ist auch kein Teil der Corona-Diskussion. Nur soviel: Modellorganismen also Tiere und in späteren Studien Menschen als (freiwillige!) Probanden können nicht ersetzt werden. In unserem Bereich der biochemischen Forschung wird sehr viel mit Zellkulturen gearbeitet, aber nur eines der Probleme ist, dass Kulturen einzelner Zellen nur punktuelle Wirkungen auf den jeweiligen Verband abbilden. Würde ich bspw. in Kultur stimulieren, dass die mRNA des Impfstoffs zur Bildung von Virusproteinen führt, dann wäre das ja schön und gut. Leider reicht das aber nicht aus, um zu untersuchen, wie das Immunsystem reagiert. Und dafür gibt es (bisher) noch keinen wirklich adäquaten Ersatz, außer auf Grundlage von Statistiken und Bioinformatik. Und wer sich jetzt schon nicht impfen lassen will, wird das ganz sicher noch weniger tun, wenn es heißt, dass man statistisch simuliert hat, dass es zu keinen Nebenwirkungen kommt.

    Ein Organismus ist die Gesamtheit aller Organ- und damit Zellverbände und schließt auch deren Kommunikation untereinander bis hin zur Signalübertragung einzelner Zellen ein. Und die Reaktion jedes noch so kleinen Rädchens in diesem Verbund kann man nur sehen, wenn man einen funktionierenden Organismus zur Betrachtung hat.


    Würdet ihr euch alle impfen lassen?

    Von mir auch ein klares JA. Wir sehen anhand der aktuellen Entwicklungen, dass nur eine ausreichende Impfrate dieses ewige Hamsterrad an (zT durchaus fraglichen) Maßnahmen unterbrechen kann.

    Ich denke mal, dass die Forschung so weit ist, dass man auch ohne bereits durchgemachte Menschen Antikörper bekommt. Indem man es im Labor "produziert". So könnte man es in einer riesigen Menge produzieren und zum Glück sind die Mutationen beim Coronavirus nicht so groß wie einer Grippe oder so.

    Nein, eben nicht. Solltest du dich ein bisschen über die "Herstellung" von Antikörpern informiert haben, müsste dir vielleicht auch aufgefallen sein, dass das gar nicht so einfach sein kann. Ich versuchs mal kurz runterzubrechen, um dir zu zeigen, dass du dir das viel zu einfach vorstellst.


    Möchte man nämlich Antikörper mit maximaler Spezifität und minimaler Kreuzreaktivität (also dem Potenzial, körpereigene Proteinstrukturen fälschlicherweise zu detektieren und zu markieren) bekommen möchte, so muss man sog. monoklonale Antikörper herstellen. Das geschieht über eine endlos lange Reihe an Vorexperimenten. Dafür werden zunächst Tiere (zB Mäuse) mit einem Antigen (in diesem Fall einem Virusprotein bspw) immunisiert und von denen die Antikörper-produzierenden Zellen (bspw. aus der Milz) entnommen und mit einer immortalisierten Myleomzellinie (also die haben quasi unendliche Teilungsfähigkeit, können selbst keine Antikörper produzieren und stammen ursprünglich aus einer Art der Leukämie) fusioniert.

    Alleine dieses Verfahren mit der Fusion und der anschließenden Selektion, sodass nach Möglichkeit (zunächst!) mal nur unsterbliche Zellen übrigbleiben, die die Antikörper der Zellen produzieren, die ursprünglich aus der Maus stammen, ist von derart vielen Fehlschlägen und Versuchen geprägt, dass alleine das ewig dauern kann. Manchmal klappt die Fusion nicht, manchmal hat die Immusierung der Maus nicht geklappt, manchmal sterben die Zellen irgendwie doch und das sind nur einige der Hürden, vor denen man dann im Labor dann steht (und leise weint :ugly:).


    Danach gilt es über viele Wochen, Monate manchmal gar Jahre hinweg, die "richtige" Zelle, welche genau den spezifischen Antikörper, der auf mein gewünschtes Virusprotein (bzw. genauer das richtige Eptiop, also die feine Molekularstruktur des Proteins) passt, zu finden. Manchmal kann es auch passieren, dass alle Antikörper-produzierenden Zellen, die man mühe- und liebevoll vereinzelt hat, alle nicht den richtigen Antikörper produzieren - Und damit alles auf Anfang.


    Hat man es mal geschafft, dann hat man quasi eine unendliche Quelle an Antikörper, der sich durchaus auf den großen Maßstab übertragen lässt. Klingt toll, aber beim Übertrag auf den großen Maßstab (der soviel ich weiß von den oben beschriebenen Schritten auch direkt in großen Kulturen geht - Aber unter enormem finanziellen Risiko, weil da gehen dann nicht die Reagenzien und die Zeit im kleinen Maßstab drauf) hat man wieder genau die gleichen Probleme.


    Und selbst dann hat man einen Antikörper produziert, der sich gegen das Virusprotein richtet - Da es sich hierbei um ein Medikament handelt, müssen dann ähnliche Studien durchgeführt werden wie bspw. beim Impfstoff. Die Verträglichkeit, die Wirksamkeit, Kreuzreaktionen, Nebenwirkungen - All das muss in aufwändigen Studien geklärt werden. Und nicht selten hat sich in den kleiner angelegten Studien bereits ergeben, dass alles nicht so wirkt, wie man sich das vorstellt (teilweise wurden in Folge solcher AK-Therapien schwerste Immunreaktionen sog. Cytokinstürme, also ein Überfluss an Botenstoffen, die Immunreaktionen und/oder Entzündungen vermitteln entdeckt, die den Leuten fast das Leben gekostet hätte). Deshalb sind Antikörper-Therapien (bspw. in der Tumorimmunologie) trotz eigentlich solidem Forschungsstand weiterhin eher auf klinisch experimentellem Niveau gehalten.


    Da ist die Entwicklung eines Impfstoffs, für den es viel mehr aussagekräftige Vorlagen gibt deutlich schneller und auch breiter anwendbar.


    Was hat man in einer lebensbedrohlichen Situation noch zu verlieren?

    Die Aussicht darauf, dass eine lebensbedrohliche Situation auch ohne eine Vervielfachung der Wahrscheinlichkeit des eintretenden Todes überlebt werden kann?

    Meiner Meinung nach hätte man den 20. Dezember als harten Lockdown wählen müssen denn so hat man mehr oder weniger 2 Tage für Superspreader Events geschaffen, da die Leute natürlich reihenweise noch die Geschäfte gestürmt haben weil sie von der Kurzfristigkeit überrascht wurden.

    Ganz deiner Meinung. Der Lockdown light war ein ziemlich absehbarer Reinfall mit Ansage. Fand es auch fast schon amüsant, als dann seitens der Politik das surprised Pikachu-Face kam, als die Leute die letzten beiden Tage wie die Irren in die Innenstädte geströmt sind. Wer hätte denn damit auch knapp 1,5 Wochen vor Weihnachten rechnen können :rolleyes:.


    Dennoch bin ich der Ansicht, dass man besonders folgende Aussage etwas differenzierter betrachten muss:

    Ich sehe die Hauptschuld bei der Regierung und nicht bei der Bevölkerung. Man hat mit diesem ganzen Maßnahmen Wirrwarr die Bevölkerung komplett Corona müde gemacht und vor allem über den Sommer den Eindruck vermittelt, dass Corona selbst bei erneutem Ausbruch unter Kontrolle bleiben wird.

    Die Regierung hat mit ihrer Taktik einige grundlegende Fehler gemacht. Es fehlen weiterhin handfeste Konzepte für Schulen, Altenheime und man fragt sich ernsthaft, ob den Sommer über gehofft wurde, dass sich (entgegen der fast einstimmig negativen Prognosen aller Statistiker) das Problem über den Herbst selbst löst.


    Aber den Bürger bzw. die Bevölkerung da raus zu nehmen und deren Anteil zu marginalisieren halte ich für vollkommen falsch, denn:


    Die Politik hat solche Entscheidungen uA von Bedenken/Panik, es den Menschen nicht recht machen zu können ständig irgendwelche Vermeidungstaktiken getroffen. Dazu kam noch die Sturheit einiger MPs, die gerade Sachsen (eines der letzten Bundesländer ohne Maskenpflicht und dort wurden ständig alle gemeinsamen Entscheidungen aufgeweicht, weil man sie nicht in ihrer "Härte" nicht verhältnismäßig fand ...) sehr sehr teuer bezahlt. Selbst die Querdenkerdemos wurden mit Samthandschuhen (zumindest zu Beginn) angefasst, obwohl da ganz klar geltende Verordnungen verletzt und Ordnungshüter zT auch nach der Demo privat bedroht wurden.


    Ein weiteres Problem, was ich ganz klar sehe ist, dass man ständig geglaubt hat, es reicht vollkommen aus nur an die Vernunft der Bürger zu appellieren. Eigentlich erwartet man ja, dass jeder seine Gehirnzellen so zusammengesteckt bekommt, dass alles, was "legal" ist, nicht auch zwangsweise der Masterplan ist. Daher finde ich es schon ironisch zu sagen "Ja, die arme Bevölkerung ist ja ganz verwirrt von den vielen verschiedenen Verordnungen, es kommen ja keine klaren Verbote von oben". Das sind nämlich auch oft dann genau die Leute, die argumentieren, dass eine Bevormundung der Regierung ja sowas von doof und unnötig ist (:verwirrt:).


    Wären die Leute nur etwas umsichtiger gewesen, dann würden wir sicher nicht dort stehen, wo wir jetzt sind. Aber nein, plötzlich wurden Fernreisen im Sommer und Herbst, Glühweintrauben in der Innenstadt und Gruppenkuscheln im Einkaufszentrum zum Grundrecht ausgerufen. Dazu das (der Regierung zuzuschreibende) mangelnde Konzept mit den Schulen und es hat sich in kürzester Zeit eine derart gefährliche Mischung entwickelt, die auch wir jetzt von den Infektionszahlen her sehr sehr teuer bezahlen. Und daran trägt auch die Bevölkerung eine Mitschuld.


    In Tübingen versucht man jetzt den Weg zu gehen, dass Risikogruppen Taxi zu Buspreisen fahren darf, alle Haushalte mit Risikogruppen haben kostenlose FFPE2-Masken erhalten und gerade Altenheime wurden und werden regelmäßig durchgetestet. Wir haben mit die niedrigste Infektionsrate in der Gruppe über 65. Ja, mittlerweile nicht mehr 0, aber Dr. Lisa Federle, die bei uns folgendes Konzept entwickelt hat (was übrigens ständige Salami-Lockdowns und vereinsamende Senioren vermeidet), hat das gestern Abend bei Maybrit Illner erklärt:


    Der Ausbruch in dem Altenheim ist darauf zurückzuführen, dass die Schnelltests, welche denen im Oktober bereits zur Verfügung gestellt worden waren, nicht angewandt wurden. Also ebenfalls ein Versagen der "Bevölkerung"?

    Und hiermit kratzen wir wieder sehr nah (trotz Teillockdown) an der 30.000er-Marke der Neuinfektionen.


    Ich bin wirklich fassungslos, wie man beim aktuellen Infektionsstand (der spiegelt ja auch nicht das tagesaktuelle Geschehen wieder, sondern den von Ende November/Anfang Dezember) nur einen Gedanken daran verschwenden kann, dass über Weihnachten auch nur einen Zipfel gelockert wird. Und dann kommt da unser MP (BW), den ich eigentlich sehr schätze und lamentiert rum, dass wir dann ja brav direkt nach Weihnachten in den Lockdown gehen.


    Sorry, aber allmählich reißt mir bei sowas nur noch die Hutschnur. Wo kommen die Menschen aktuell noch zusammen? In Restaurants? Nein. An der Uni? Nein. Sondern v.a im öffentlichen Raum. Das betrifft sämtlichen ÖPNV, wie auch sämtliche Geschäfte und Einkaufszentren. Hier bilden sich (noch gilt das Ausschankverbot nicht) jeden Abend Trauben aus Gruppen à 5 Leuten aufwärts, ohne Abstand, ohne alles. Man trinkt ja und braucht keine Maske.


    Wenn wir jetzt nicht direkt handeln und warten bis nach den (hier im BW nach wie vor gelockerten!) Feiertagen, dann können wir uns den Lockdown auch vollends getrost in die Haare schmieren. Da werden dann 2-3 Wochen niemals ausreichen, um nur ansatzweise vom Infektionsgeschehen (bis zu dieser Zeit) wegzukommen.


    Anstatt dass man kreativ wird, das Weihnachtsfest zB in den Frühling verschiebt, nein. Plötzlich kommen aus Ecken, aus denen man es nie vermutet hätte, Argumente wie die Religosität. Nicht, dass ich das verurteile oder da was gegen hab, aber ich denke immer, dass Jesus sicher auch nicht gewollt hätte, dass die Leute sich zu Weihnachten aus Versehen in Lebensgefahr bringen..

    aber andererseits werden die Menschen sich nicht daran halten, nur im Familienkreis zu feiern und es richtig schön zur Corona-Party werden lassen.

    Ich wage mal zu behaupten, dass es ein wenig kurz gedacht ist, zu schlussfolgern, dass ein Verbot von Böllern und Co. die Leute davon abhält, Partys zu feiern. Also damit beziehe ich mich nicht auf dich, aber das war ja so ein bisschen die Idee der Regierung die dahintersteckt und da muss ich mich schon fragen, wer sich das ausgedacht hat. Was die Leute an Silverster in meinen Augen zusammenbringt sind in meinen Augen Partys an sich und v.a der Alkohol. Ironischerweise hat aber niemand über ein Alkoholverbot an Silverster gesprochen :verwirrt:.


    Spaß bei Seite: Ich hab schon verstanden, dass man damit versucht, den Anlass eines Treffens (ähnlich am 11.11 zum Karnevalsbeginn in Köln zB) so unattraktiv wie möglich zu machen. Aber wenn ich mir so Kommentarspalten unter Artikeln diesbezüglich durchlese, dann sehe ich einfach, dass wenn die Leute Regeln brechen wollen, das auch tun. Dabei ist es völlig unerheblich, ob Feuerwerk im Spiel ist oder nicht.

    " Ja also die Testphase ging mir jetzt etwas schnell [...]

    Sorry aber das und dann nachfolgend

    Deepstatehacker69 hat in meiner telegramgruppe geschrieben, dass die Impfstoffe abgetriebene Affenföten enthalten ..."

    das zieht in meinen Augen berechtigte Skepsis ins Lächerliche. Man muss das differenzierter betrachten. Es gibt genügend Leute (siehe Kommentarspalten oder vielleicht sogar das eigene Umfeld), die sagen, dass sie sich sehr wohl impfen lassen möchten, nur eben nicht in die erste Reihe hechten, sobald der Impfstoff an die breite Masse verteilt wird. Dazu zähle ich mich übrigens auch und ich bin definitiv kein Impfgegner, da ich so ziemlich alle Impfungen habe/mache die man so haben kann.


    Mir gehts da auch nicht um die Angst, dass ein mRNA-Impfstoff meine DNA verändert, dafür bin ich noch genug Naturwissenschaftler. Nur habe ich in dieser Branche gearbeitet und weiß, dass zb CureVac in ihrer Firmenkarriere bisher kaum wirksame Impfstoffe zustande bekommen hat auf dieser Basis bzw. generell dieses Konzept nicht so ganz aufzugehen scheint. Ich glaube das einzige Präparat war eine Impfung gegen Tollwut, die man in unseren Breitengraden nur dort braucht, wo es viele Fledermäuse gibt.


    Das Problem aus meiner Sicht ist, dass ein mRNA-Impfstoff eine neue Technologie ist (zumindest in der Anwendung). Von der wissenschaftlichen Seite her ist es nichts als Boten-RNA, welche zu Proteinen umgeschrieben wird. Die mRNA hat dabei ne adjuvante Wirkung, sodass Stoffe wie Aluminiumhydroxyid oÄ nicht zusätzlich benötigt werden und wird dann in Virusproteine umgeschrieben. Das klingt erstmal super (und versteht mich nicht falsch: Das IST es auch), aber gerade auf Basis der bisherigen Erkenntnisse finde ich es bei neuen Technologien wichtig, dass die Langzeitwirkung nicht außer acht gelassen wird. Natürlich hat das in den bisherigen Tests kaum zu Auffälligkeiten geführt, aber erst die breite Masse wird zeigen, wie gut der Impfstoff wirklich vertragen wird. Jedes Immunsystem reagiert etwas anders auf die Impfung, wie sieht es aus mit Hypersensibilität, wie schnell wird die mRNA wieder degradiert, wie reagiert das Immunsystem langfristig auf diese translatierten Proteine bzw. was passiert im Falle eines Impfversagens (ich bin selber zB non-responder auf die Hepatitis B-Impfung). Das sind Fragen die ich mir stelle und unter diesen Umständen nehme ich gerne in Kauf, etwas länger auf die Einhaltung der AHA-Regeln Rücksicht zu nehmen. Und darauf sind die Kriterien klassischer Totimpfstoffe einfach nicht so leicht anzuwenden.


    Natürlich kann man jetzt keuleschwingend auf mich zurennen und sagen, ich sei doch so egoistisch, jetzt beeilt man sich so, damit wir wieder zu normalen Zuständen zurückkehren können. Ich bin auch sehr gerne bereit mich impfen zu lassen, nur nicht um jeden Preis.

    Ich sehe das in der aktuellen Lage so, dass kannst du gerne anders sehen aber die Testkapazitäten sind nur so weit ausgeschöpft weil die Leute sich wegen jeder Kleinigkeit testen lassen. Wir bewegen uns aktuell bei einer geringfügigen Positivrate was bedeutet das der Großteil aller Tests negativ sind.

    Das stimmt halt einfach nicht. Wie man auch hier nachlesen kann, rast die Positivenrate seit Wochen nach oben. Das mag auch an einer gezielteren Testung liegen, aber wir bewegen uns sicher nicht auf der Ebene einer geringen Positivenrate. Und der Trend von 1,2 auf 7,26% in 5 Wochen verheißt nichts gutes. Ich hab leider auf die Schnelle keine Zahlen der letzten beiden KWs gefunden. Ich sehe selbst auf der Arbeit, dass von Anfänglich einzelnen positiven Proben mittlerweile pro Batch 17 - 25+ (von 93) positiv sind. Unsere interne Laborstatistik liegt sogar etwas über diesem Schnitt bei knapp 10%.

    Und sollte man arbeitslos sein kann man sich ohne Probleme selbst isolieren.

    Ich hoffe wirklich inständig, dass das lediglich verunglückter Zynismus ist.

    Das sieht mir aber aktuell ganz anders aus. Ich kenne jemanden der hat schon 3 Corona Tests gemacht und ist auch so ein Hysteriker der beim kleinsten Nieser schon Corona vermutet und sofort zum Arzt rennt. Ich kenne da noch viel mehr Leute da reagier ich schon gar nicht mehr drauf.

    Da muss man differenzieren. Mittlerweile ist es so, dass man auf den offiziellen Abstrichstellen sogar als Kontaktperson 1 Probleme hat, einen Abstrich zu bekommen. Als K2 brauchst da gar nicht erst aufzulaufen. Die einzige Ausnahme (das bietet das Labor in dem ich arbeite auch an) sind Selbstzahlerabstriche. Dafür gibts bei uns zB direkt vor der Firma/dem Labor ein Entnahmezelt. Den Preis hab ich leider gerade nicht im Kopf, der müsste aber so knapp bei 65 - 70€ liegen. Und man bekommt das Ergebnis garantiert in unter 24h. Auch die anderen Proben arbeiten wir in aller Regel nach 24h (seltenst länger) ab. Ja, es gibt HAs die da sehr gepolt drauf sind, diese Abstriche zu machen (die rechnen sich auch super ab), aber du kannst dich nicht hier hinstellen und behaupten, dass weil jeder x Tests machen lässt wir uns auf ner niedrigen Positivenrate bewegen und die Labore keine Kapazitäten mehr haben. Was grad nämlich viel mehr reinhaut sind diese gezielten Ausbruchstestungen aus Altenheimen/Wohnheimen/Flüchtlingsheimen etc. Die kommen ganz unvermittelt und dann liegen da Abends um halb 9 nochmal 300 Röhrchen vor dir.

    Auch da hab ich kein Test gemacht weil ich da keine Notwendigkeit drin sah.

    sogar Symptomlose testen lassen weil sie zufällig mit Person X die gehustet hatte mal 2 Minuten auf übertrieben gesagt 50 Meter Entfernung zusammenstanden.

    Ja, es gibt Tests die nicht notwendig sind. Aber bei dir hab ich das Gefühl, dass du einen Test für unnötig hältst, solange dir nicht die Lunge beim Reden rausfällt. Symptomlose sind eine noch viel größere Gefahr, als jemand, den man anhand seiner Symptome identifizeren und isolieren kann. Und gerade bei Bastet sehe ich absolut die Notwendigkeit eines Testes, weil sie ihre Mutter (offensichtlich durch ihr Alter in der Risikogruppe) unterstützen muss. Und nochmal mit Nachdruck: Corona-Symptome können sehr vielfältig sein. Die einen bekommen gar kein Fieber, die anderen nicht den trockenen Reizhusten. Es gibt auch etwas seltenere Verläufe, bei denen man tatsächlich Durchfälle entwickelt. Man kann also nicht pauschal sagen "Jau, ich geh dann wenn ich Fieber hab und Huste".

    Ich koordiniere bei uns gute 200 Mitarbeiter da kriegt man diese ganzen Storys leider immer mal wieder mit obwohl mich das in dem Moment nicht so interessiert.

    Da wir auch selbstzahler testen, habe ich auch schon mehrfach mitbekommen, dass viele die Rechnung ihrem AG geben, der diesen Test angeordnet hat. Gerade hab ich im Gespräch mitbekommen, dass eine Lehrerin/Pädagogin erzählt hat, dass man sie hier mittlerweile kennt, weil ihr AG aufgrund von viel Kontakt vorschreibt, dass sie sich alle 2 Wochen testen lassen muss.


    Und no offense: Dass für dich die Pandemie kein großes Ding und alles nicht so tragisch ist, das haben wir mittlerweile mitbekommen. Dazu noch aus deinem vorherigen Post in Bezug auf meine Aussagen:

    Ich sehe das anders. Wie definiert sich eine hohe Erkranktenzahl? Zahlen sind sehr subjektiv und ich finde das 15000 Neuinfektionen auf ganz Deutschland gesehen nichts ist.

    Das kannst du anders sehen. Eine "Erkrankung" ist aber schon lange nicht mehr die fixe Definition von "Erreger - Symptom - Verlauf - Heilung". Ganz im Gegenteil, bei vielen Erkrankungen heißt es mittlerweile:

    Zitat

    Bei anderen Erkrankungen kann das Leiden zeitweise sogar gänzlich fehlen, und/oder es wird auf eine Fehlregulation des Organismus abgestellt.

    Und außerdem: Ist bei jemandem das Virus nachgewiesen, dann ist diese Person infiziert und ein Träger. Somit potenziell infektiös für die (unmittelbare) Umgebung. Und zu sagen, dass 15.000 Neuinfektionen auf Deutschland gesehen "nichts" sind, lässt mich daran zweifeln, ob du das wirklich ernst meinen kannst. Wir sprechen hier seit einigen Wochen von Infektionszahlen, die in windeseile von knapp 7k auf über 20k Neuinfektionen (pro Tag!) gestiegen sind. Geht man davon aus, dass wir die Zahlen diese Woche so halten, so haben sich binnen einer Woche über 100.000 Menschen in Summe infiziert. Und das in einer Woche. Und da sprichst du noch von "gar nichts?". Gerade unter der Tatsache, dass sich dieses Verhalten exponentiell entwickelt, d.h wenn die Kontakte nicht drastisch reduziert werden, davon auszugehen ist, dass wir auch die 20.000 Neuinfektionen pro Tag nicht stabil einstellen können? Wow ...

    Zitat von Phoenixfighter

    Ich versteh überhaupt nicht warum man das nicht akzeptieren kann. Das hat auch was mit Demokratie zu tun. Und wenn man diese Demonstrationen aufgrund von Verletzungen gegen das Infektionsschutzgesetz langsam abbricht entsteht der geringste Schaden. Du wetterst hier gerade gegen demokratische Richtlinien um das mal klarzustellen.

    Ähm. Nirgendwo habe ich gegen demokratische Richtlinien gewettert. Weder habe ich gesagt, dass man solche Demos von Grund auf verbieten sollte, noch mich irgendwo gegen das Grundgesetz oÄ positioniert. Das habe ich im Übrigen auch in der Reaktion auf vorherige Posts von dir ganz klar so vertreten.


    Ich habe mich gegen deine Argumentation positioniert, dass man große Gruppierungen wegen Unverhältnismäßigkeit und Gewaltpotenzial nicht bestrafen sollte. Das ist meines Wissens nach kein Teil der Demokratie. Die Gruppenstärke sollte nicht das Maß für Durchsetzung des geltenden Rechts sein. Und das besagt aktuell, dass wer keinen Sicherheitsabstand zu seiner Umgebung einhalten kann, eine Maske zu tragen hat. Wer dies nicht tut, begeht eine Ordnungswidrigkeit und gehört abgestraft bzw. die Veranstaltung als solche aufgelöst.

    Zitat von Phoenixfighter

    Sowas hast du immer aber das ist dann auch kontrollierbar. Das sind dann keine 20000 mehr die zusammen eine Katastrophe auslösen könnten.

    Weder wurde die Veranstaltung zügig und geordnet aufgelöst, noch waren die sich später versammelnden Gruppen einsichtig. Und auch ein paar hunderte haben das Potenzial langfristig enormen Schaden anzurichten. Aber auch die wurden dann nicht mit empfindlichen Bußgeldern wegen eines Verstoßes geahndet. Das laste ich auch nicht der Polizei an, die war schlichtweg zu unterbesetzt, der Lage Herr werden zu können. Daher zu sagen, dass

    Zitat von Phoenixfighter

    Da bin ich wirklich froh, dass wir eine vernünftige Polizei haben die diese Probleme korrekt auflöst.

    ist schon lustig, weil sich die Verantwortlichen der Polizei einschließlich der Politik eingestanden haben, dass man hier nicht von einer geordneten, angemessenen Auflösung sprechen konnte.

    Zitat von Phoenixfighter

    Hast du von offizieller Seite dazu ein Schreiben erhalten das wir in einer Pandemie sind? Solange das nicht passiert kannst du das Wort "Pandemie" in den Medien und sonst wo überall verbreiten und trotzdem kannst du immer sagen darüber nichts zu wissen.

    Wie ist denn eine Pandemie definiert? Da mops ich mal folgende Definition von Wikipedia, adaptiert von der WHO:

    Zitat

    Pandemie (von altgriechisch παν pan ‚gesamt, umfassend, alles’ und δῆμος dēmos ‚Volk‘) bezeichnet eine „neu, aber zeitlich begrenzt in Erscheinung tretende, weltweite starke Ausbreitung einer Infektionskrankheit mit hohen Erkrankungszahlen und i.d.R. auch mit schweren Krankheitsverläufen.“[1] Im Unterschied zur Epidemie ist eine Pandemie örtlich nicht beschränkt,[2] es kann aber auch bei Pandemien Gebiete geben, die nicht von der Krankheit betroffen werden.

    Da würde ich SARS-CoV-2 bzw. die aktuelle Lage durchaus drin einsortieren.

    Zitat von Phoenixfighter

    Niemand ist verpflichtet Nachrichten zu gucken oder sich darüber zu informieren. Es gibt sicherlich mehr als genug Menschen die nicht einmal wissen was diese AHA-Regeln sind. Wenn du erwartest das jeder hochinformiert ist oder sich jeder damit beschäftigt dann erwartest du definitiv zu viel. So wie sich nicht jeder die Hände nach dem Toilettengang wäscht.

    Abgesehen davon, dass ich dieses Klientel dann wirklich nicht auf einer Corona-Demonstration sehe (gibt dann ja auch keinen Anlass zu..), gilt immernoch, dass Unwissenheit nicht vor Strafe schützt. Ich habe leider keinen Beleg, aber wage dann doch sehr zu bezweifeln, dass viele Leute nicht mitbekommen haben, dass in den Innenstädten Maskenpflicht herrscht. Bei uns gibts für sowas auch extra Schilder vor Eingang in eine Fußgängerzone/die Innenstadt. Das ist also wirklich kein Argument.

    Zitat von Phoenixfighter

    Das Thema ist allerdings in vielerlei Hinsicht emotional. Wenn ich den Wirt nehme der rumpoltert wie kacke das alles ist weil seine Existenz auf dem Spiel steht dann brauche ich dem nicht mit knallharten Fakten kommen der die Schließung seines Restaurants rechtfertigt. Der steht dann auch mal schnell bei einer Demo. So einfach ist die ganze Geschichte nicht da es hier auch viel um persönliche Betroffenheit geht. Nicht jeder der auf einer Demo rumläuft ist ein Idiot weil er dagegen ist ohne wissenschaftliche Begründung.

    Das hat einfach so gar nichts damit zu tun, was ich geschrieben oder auf was ich mich bezogen hatte. Du hattest lamentiert, dass man bei Kritik schnell auf die Leugnerseite geschoben wird - Ich hatte das differenziert zwischen unfundierter und fundierter Kritik. In dem Moment, in dem Emotionalität über Rationalität steht (was ich im Übrigen nicht verurteile, ich kenne selber Leute persönlich, denen das Wasser bis zum Hals steht deswegen) rechtfertigt dies trotzdem kein unwissenschaftliches Gepoltere bzw. die anschließende Beschwerde, dass man sich mit seiner Meinung nur Feinde macht. Der Zweck heiligt auch hier (zumindest in meinen Augen) nicht die Mittel.

    Zitat von Phoenixfighter

    Was dann allerdings gerne mal zusätzlich noch erwähnt wird ist, dass sich die Intensivstationen an der Belastungsgrenze befinden und es zu Engpässen kommen kann. Das ist gelinde gesagt Hysterie die verbreitet wird. Wir haben noch zig tausend freie Intensivbetten die jederzeit aufgestellt werden könnten. Die stehen seit Monaten ungenutzt herum die wir für teures Geld eingekauft haben.

    Nein, das ist keine Hysterie sondern ein Szenario, an dem zig Forscher auf Seiten der Statistik sitzen und dies anhand verschiedener Parameter modellieren. Im Übrigen haben wie genug Intensivbetten und Beatmungsgeräte, ja. Aber a) Erstmal und nur unter der Annahme, dass sich die Zustände nicht groß verschlimmern und b) zu wenig Personal. Ein Blick nach Belgien/GB/die Schweiz zeigt, dass das keine schöne Situation ist. Und die versuchen wir so gut es geht zu verhindern.


    Nochmal: Da ist es kein Problem, wenn man sein Recht auf Demonstration wahrnimmt. Es wird erst dann zum Problem, wenn sich zum Teil provokativ gegen geltendes Recht gewehrt wird, wodurch die Gefahr einer Seuchenausbreitung unnötigerweise maximiert wird. Das hat dann auch nichts mehr mit Meinung zu tun, sondern gefährdet offen die körperliche Unversehrtheit aller Unbeteiligten, beispielsweise direkt die der anwesenden Polizisten.

    Niemand weiß ob es überhaupt zu Ansteckungen gekommen ist und ob diese überhaupt intensivmedizinisch betreut werden müssten. Dafür willst du dann eine Eskalation riskieren wodurch womöglich der Schaden viel größer ist?

    Diese Gegenüberstellung ist für mich an Hohn und Spott kaum zu begreifen. Weil die Leute potenziell gewaltbereit sind, ist es also die bessere Idee, den Duckmäuser zu spielen und sie nicht zu bestrafen für kollektives Fehlverhalten?


    Gilt das dann in deinen Augen auch für gewaltbereite Neonazi-Aufmärsche, also die, die gerne "Ausländern" gewaltbereit begegnen wollen? (Also jetzt unabhängig davon, dass von denen da ja offenbar sogar welche dabei waren..) - Die könnten im Zweifelsfall ja auch zu Gewalt neigen. Oder gilt das da dann vielleicht doch nicht, weil in diesen Gruppen eine gefährliche Ideologie gärt? Ich hoffe du merkst selber, dass du dir mit so einer Argumentationsstruktur ein ganz schönes Eigentor schießt.

    Das einzig Richtige was du dann nur tun kannst und solltest ist die Demonstration langsam aufzulösen wie es dann auch gemacht wurde.

    Die Demonstration ließ sich nur sehr schwer auflösen. Und bis spät in die Nacht haben sich immer wieder neue, zT gar nicht so kleine Gruppen an Demonstranten gebildet, die da ihr kollektives und provaktives Gruppenkuscheln durchgezogen haben.

    Man sollte auch mal ein klaren Gedanken sich bei dem Thema wieder nehmen und sich klar machen das Maskenverweigerer keine Schwerverbrecher sind. Es ist eine Ordnungswidrigkeit vergleichbar mit Falschparken.

    Wir haben eine Pandemie. Eine Pandemie, bei der noch so viele Fragezeichen in der Luft stehen (Langzeitfolgen, auch bei nicht-Risikogruppen, Mutationen, Re-Infektionen ...). Die AHA-Regeln sind nicht vom Himmel gefallen und jeder Maskenverweigerer trägt dazu bei, dass sich die Infektion (unkontrolliert) ausbreiten könnte. Das ist ein absolut vermeidbares Risiko. Und um den Vergleich mit dem Falschparker mal aufzugreifen: Falschparker werden zu Teilen abgeschleppt und empfindlich abgestraft. Außerdem mag ein Falschparker nicht wirklich schlimm sein, aber man stelle sich nun vor, dass es in einer Stadt auf einmal mehrere Hundert, gar Tausend Falschparker gibt, zentral an einer Hauptverkehrsachse der Stadt. Das kann die ganze Infrastruktur einer Stadt lahmlegen, diese "Ordnungswidrigkeit".

    Also ich habe da andere Ansichten auch durch Beobachtungen. Ich glaube es sind viel mehr Leute gegen die Einschränkungen als diese es eigentlich zugeben. Genau deshalb sagt kaum einer was.

    Anekdotische Evidenz ist ein ganz schlechter Berater in solchen Themen. Zumal es zu kurz gedacht ist, das so pauschal in den Raum zu stellen und zu verknüpfen. "Gegen die Einschränkungen zu sein", ist außerdem etwas vielschichtiger. Wer seine Kritik begründen kann und nicht nur mit Emotionen und halbgaren Fakten durch die Gegend wirft, erntet in der Regel erstaunlich viel weniger Gegenwind, als jemand der einfach poltert wie "kacke" das alles ist. Wenn du die Beiträge zB hier im Forum aufmerksam verfolgst, stellst du fest, dass sehr viele der Befürworter sich auch sehr deutlich gegen Aspekte des neuen Lockdowns positioniert haben (mich eingeschlossen).

    [...] aber an gewissen Stellen zu viel und auch zu viel Hysterie.

    Das ist doch vollkommen legitim. Nur weiß ich nicht, warum Leute aus diesem Meinungsspektrum eigentlich die einzigen sind, die von "Hysterie" sprechen. Ich finde es beispielsweise nicht hysterisch aufzuzeigen, dass sich einigerorts die Intensivstationen füllen. An anderen Orten ist das nicht so. Genauso mit dem Anstieg der Fallzahlen und der dadurch resultierenden erhöhten Ansteckungsgefahr. Das sind Trends, die sich nüchtern betrachtet einfach an den aktuellen statistischen Betrachtungen abzeichnen. Daher würde mich schon interessieren, was du da jetzt speziell als "Hysterie" ansiehst.

    Und um auch noch einmal eines hervorzuheben: Es benehmen sich ja nicht 20000 daneben sondern nur eine Handvoll.

    Mit Verlaub, aber das ist einfach Mist. Mit einer Handvoll kannst du an dieser Demonstration nichts rechtfertigen, weder die Teilnehmer von rechts außen, noch diejenigen, die sich nicht an die Abstands- und Maskenregeln gehalten haben. Im Artikel der FAZ sind einige Bilder/Videos, in denen man sieht, dass es sich hierbei um alles handelt, aber definitiv nicht um eine kleine Handvoll Querschläger, die sich daneben benommen haben. Die Medien berichten übereinstimmend, dass so gut wie kein Teilnehmer die geltenden AHA-Regeln befolgt hat.


    Recht auf Demonstration hat jeder, auch diese Leute. Ebenso wie das Recht auf freie Meinungsäußerung. Nur wurde diese Demonstration aus gutem Grund aufgelöst. Und statt sich daran zu halten, bildeten sich bis spät in die Nacht große Straßenzüge dieser Leute und die Polizei war absolut machtlos.


    Ich hoffe man merkt allmählich, wie brandgefährlich diese Menschen und ihre Ideologie sind. Da laufen nach wie vor alternative Esoteriker an der Seite von strammen Neonazis. Erstmals zeigten sich nicht nur Wortgefechte und "Peace Love and Harmony", sondern auch das Gewaltpotenzial dieser Gruppierung.