Beiträge von Ulti

Wir sammeln alle Infos der Bonusepisode von Pokémon Karmesin und Purpur für euch!

Zu der Infoseite von „Die Mo-Mo-Manie“

    Der Schatten über Petrophia – Gilian


    „Es ist WAS?!“ Gilian hatte sich auf Henris Ausruf ebenfalls vom Fenster entfernt und stand nun fassungslos neben dem in Tränen ausgebrochenen Pay. Diese Geschichte klang zu traurig, um erfunden zu sein, zu verstörend, um sich dabei trockene Augen zu bewahren. Sein Herz wurde bleischwer und er wischte sich mit dem Ärmel über das Gesicht. „Dah ihh ja fuhhbahh…“

    Während er schniefte und versuchte, auf diese Tragödie klarzukommen, entwickelte sich um ihn eine merkwürdige Diskussion. Matthew nahm einmal mehr kein Blatt vor den Mund sprach sich für eine Trennung der Gruppe aus – jedes halbwegs medienkompetente Kind wusste, dass derartige Ideen in Horrorfilmen nie zu einer Verbesserung der Situation führten, andererseits war es ja nur Matthew… Morgans (und er auch) hätte es wohl als „akzeptablen Verlust“ bezeichnet, sollte sein geplanter Alleingang in die Hose gehen. So hatte Gilian kein Problem mit diesem Vorschlag, was ihn hingegen wieder aufflammen ließ war Matthews Seitenhieb gegen ihn. Unglaublich, dass man ihn inzwischen so wahrnahm – er wischte sich die Restnässe aus dem Gesicht und den schwärenden Schrecken beiseite. „Du hast … Nerven“, schnauzte er dann den vorlauten Kollegen an, „aber nur zu!“

    Er breitete die Arme aus und beugte sich leicht nach vorne. „Von mir aus kannst du gerne alleine Batman spielen gehen. Henri passt schon auf uns auf.“ Sein letzter Satz war die pure Kleinlichkeit gewesen, natürlich erachtete auch Gilian Henri als kompetent, aber der Ärger darüber, dass dieses Großmaul ihm hingegen die Kompetenz absprach, überwog. Hätte er damals bloß die Ligue gewonnen, dann würde jetzt niemand an ihm zweifeln … redete er sich ein.


    OT: Matthew kriegt Unterstützung von unerwarteter Seite


    Banner by Akatsuki

    Verehrte Wesen!


    Kaum hat sich der Staub der letzten Gefechte der Gruppenphase gelegt, stehen auch schon die heiß erwarteten Finalrunden an! Herzlich willkommen zu den entscheidenden Matches des diesjährigen Monotyp-Turniers, wo sich die kompetitivsten Köpfe des Forums dieselben einschlagen im Kampf um Ruhm, Ehre und andere exklusive Belohnungen!

    Selbstverständlich winken auch in diesem Turnier erhabene Preise! Die ersten drei Plätze erhalten einen handgemachten Siegeravatar sowie eines der begehrten Kampf-Bänder, mit dem ihr eure Leistung dem gesamten Forum präsentieren könnt außerdem munkelt man, dass sich obendrein weitere, geheimnisvolle Prämien abstauben lassen.


    Die Kämpfe selber laufen nach dem K.O.-System ab, was bedeutet, dass ihr pro Runde ein Best-of-3-Match bestreitet und bei einer Niederlage aus dem Turnier ausscheidet. Die Regeln sowie die Banlist bleiben unverändert, hier noch einmal aufgeführt.

    Den Verlauf der Runden könnt ihr hier auf Battlefy nachsehen.


    Durch das Ausscheiden von zwei Leuten aus Gruppe A gelangten nur drei Teilnehmende aus dieser Gruppe in die Finalrunden – jedoch glich sich dies aus, da sich in Gruppe B fünf Personen per Punktezahl qualifiziert hatten. Aber kommen wir nun zu dem einen Grund, weshalb wir uns alle hier versammelt haben - jene versierten Trainer:innen, die sich mit Händen, Füßen und rohem Können erfolgreich aus der Gruppenphase gekämpft haben sowie deren Gegner, die sich ihnen mit derselben Ambition in den Weg stellen:


    BISABOARD, MACHT LÄRM FÜR UNSERE FINALISTEN!

    (Pairings erstellt von Rusalka über random.org)


    gammer (Psycho) vs. Gestaltwandler (Feuer)


    Die mysteriösen Mächte des Paranormalen gegen die geballte Feuerkraft des zerstörerischsten aller Elemente! Egal, wie diese Begegnung ausgehen wird – ein kühler Kopf wird essentiell sein, um den Sieg davonzutragen.



    -nY.Lotus (Boden) vs. Chelys (Wasser)




    Jessy92 (Stahl) vs. Rexy (Elektro)


    Es trifft stählerne Standhaftigkeit auf explosive elektrische Offensive! In diesem Viertelfinale werden Jessy92 und Rexy gehörig die Funken fliegen lassen, die Frage, die uns also unter den Nägeln brennt, lautet: Wessen Funken?



    Ulti (Stahl) vs. Azaril (Flug)


    Runde zwei für unser einziges Paar aus derselben Gruppe! Die Gruppenphase hat uns gezeigt, dass Azaril mehr als fähig ist, um das unvorteilhafte Matchup herumzuspielen – aber wird Ulti dies einfach auf sich sitzen lassen?



    GAME ON, GESCHÄTZTE TEILNEHMENDE! Bis zum Ende des 14.7.2024 habt ihr nun Zeit, euren Kampf auszutragen, wie auch zuvor teilt ihr danach eure Ergebnisse in diesem Topic mit. Für bestrittene Duelle könnt ihr wie immer eine Kampf-Medaille beantragen, vorausgesetzt, ihr habt in der entsprechenden Kalenderwoche noch keine erhalten. Diese können im Medaillentopic angefragt werden.


    In diesem Sinne: Good Luck & have Fun, auf ein unvergessliches Viertelfinale!


    Der Schatten über Petrophia - Gilian


    „Kaum. Also … vielleicht. Möglich. Wahrscheinlich.“ Gilian sprang vom Fensterbrett in das zerfallende Büro und dankte allen Heiligen der Welt für die verbesserte Federung, die Freitag ihm nach Cromlexia eingebaut hatte. Er schlug die Kapuze zurück und schob sich das Nachtsichtgerät in die Stirn, sah überhaupt nichts und setzte es wieder auf. „Obwohl… Nein, ich glaube eigentlich nicht. Die Pokémon verrotten wie normale Leichen, pas? Wenn hier auch die Menschen auferstanden sind, dann werden die kaum noch Stimmbänder haben, um Selbstgespräche zu führen.“

    Die Begegnung von eben verfolgte ihn, sie erinnerte ihn an ein ungutes Erlebnis vor der Krise: Damals hatte man ihm angeboten, seine Reha in einem gewissen Hotel Ausblick zu vollziehen und er durfte einen Tag im Hotel, das auch als Klinik funktionierte, verbringen, um sich von der Einrichtung zu überzeugen. Er war nicht überzeugt gewesen – vielmehr hatten ihn die anderen Patienten bestenfalls verstört, verkrüppelte Körper und erloschene Geister, die von den anonymen Pflegekräften wie Ware behandelt wurden; er hatte noch am Nachmittag seine Begleitung angefleht, nach Illumina zurückzukehren und es hatte seine Zeit gedauert, bis er die Vorstellung, wie er betäubt und perspektivenlos durch die Gänge des Hotel Ausblicks gekarrt wurde, aus seinem Verstand vertrieben hatte.

    „Ich war mal in einer Klinik, da waren die Leute genauso drauf. Es ist verrückt, was alles noch als Mensch zählt. Vielleicht sogar … so etwas.“

    Ein blendendes Licht stach ihm in die Augen, es kam aus dem gegenüberliegenden Gebäude. Geistesgegenwärtig hob er die Brille an, linste darunter hervor und erkannte, dass das Leuchten eigentlich ziemlich schwach war – er trat zu Pay, der ebenfalls an den Fenstern stand, wobei er darauf achtete, nicht in den Mondschein zu treten. „Da drüben ist was, da leuchtet etwas…“ Er sah zu Pay und stellte überrascht fest, dass der völlig weggetreten war. Aus irgendeinem Grund hatte er sein Servol gerufen, das nun ähnlich erstarrt neben ihm stand und auf die Straße herunterstarrte, wo der unheimliche Anwohner und sein untoter Gehilfe noch nicht besonders weit gekommen waren. Gilian zog die Augenbrauen zusammen.

    „Pay, hey, was ist mit dir – alles, äh, okay?“

    Sas vollführte irgendwelche Kommunikationsversuche, die ihm aber nichts sagten. „Der hat uns nicht gesehen, alles gut. Aber wenn du hier weiter wie angewurzelt rumstehst, könnte sich das auch schnell ändern. Komm, sonst entwischt uns der Spinner da unten noch.“

    Er warf dem Glühen einen letzten skeptischen Blick zu, wandte sich ab und fasste Pay an der Schulter, um ihm zu signalisieren, dass er dasselbe tun sollte.

    Ein Umzug und andere Probleme - Belaine


    Zaveids Einmischung hatte Belaine wie ein Mogelhieb erwischt – es tat nicht unbedingt weh und es hätte auch niemals effektiv sein können, aber unwillkommen und störend war es allemal gewesen. Sie rollte die Augen. „Zaveid, das ist“, sie hielt sich eine Hand vor den Mund und senkte die Stimme, damit ihr Praktibalk nicht auf die Spur kam, „Meta-Roleplay, okay?“

    Inwiefern ihre Vorstellung die Metabedingung erfüllte war niemandem von den Anwesenden so richtig klar, Abwesenden vielleicht schon eher – aber Belaine hatte ohnehin keine Gelegenheit, ihre Erklärungen weiter auszuführen, musste sie sich doch verteidigen gegen die ruchlosen Anschuldigungen ihres Kollegen.

    „Und derlei Anschuldigungen verbitte ich mir! Ich bin im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte, ich-“, ihr Handy informierte sie über das Eintreffen einer neuen Nachricht, es waren die ersten paar Klänge der Intromusik von Blau aus Kanto, „… ich muss kurz, pardon.“

    Sie stand auf, fischte ihr Telefon aus der Jackentasche und ihre Gesichtszüge entgleisten bemerkenswert schnell. „Oh … my … god…“

    Der letzte Rest Farbe war aus ihrem sonnenscheuen Gesicht gewichen und sie hatte, ohne es zu merken, die Zähne so hart zusammengebissen, dass ihr Kiefer zitterte. Zweimal zwang sie sich zu blinzeln um ihre aufgerissenen Augen wieder zu befeuchten und wankte dann zur nächsten Wand, um sich gegen die Effekte des unter ihren Füßen weggerissenen Bodens zu wappnen. Nicht irgendein Therapeut – ein Verhaltenstherapeut. Wegen unangebrachtem Verhalten. Ungerecht, haltlos! Was hatte sie denn getan?! Niemand konnte wissen, dass sie das Kartenzählen noch immer nicht aufgegeben hatte, was die anderen Guardians betraf, so war sie einfach ein Naturtalent in Poker und Blackjack… War Unpünktlichkeit unangebracht? War es das? Oder bezog sich die Nachricht etwa auf das Steuerschlupfloch, das ihr Vater für sie eingerichtet hatte? Nein, das betraf sie ohnehin nicht, ihre Weste war weiß, auch hatte sie seit ihrer Ankunft in Alola das Skifahren unterlassen. Oder … ihre Atmung beschleunigte sich ungesund. Das Teambuilding letzte Woche? Bekam sie nun die Quittung dafür, dass sie eine Kameradin zurückgelassen und sich überhaupt als nutzlos erwiesen hatte? Trotzdem unwahrscheinlich, da sich anscheinend niemand in echter Gefahr befunden hatte… Was war es dann?! Sie war bis vor kurzem krank gewesen, das musste denen doch klar sein – ein Licht ging ihr auf, es war blendend grell und höchst unangenehm. Bleibende Schäden uwu rotierte in Retro-Neonschrift in ihrem Kopf herum, sie sah aufgelöst zu Zaveid und seine Aussage von eben wurde ihr wieder präsent.

    „Zaveid, bin ich…“, sie schluckte, „irre?!“ Sie sprang auf ihn zu und griff ihn bei der Jacke. „Spinne ich?! Woher soll ich das denn wissen, ich kann das doch nicht wissen! Die sagen, ich sei unangebracht! Ich kann nicht spinnen, ich bin reich! Ich schlafe in einem richtigen Bett und meine Tapete ist weiß und sauber, ich liebe alle Pfandleiherinnen, bitte glaub! Die wollen mein Verhalten therapieren! Dann spannen sie mich in eine Vorrichtung und läuten Glocken, damit ich sabbere!“

    Innerhalb kürzester Zeit hatte sich Belaine in da sprichwörtliche Häuflein Elend verwandelt, weder beachtete sie Trixi noch Praktibalk. Stattdessen schüttelte sie Zaveid flehend durch, verzweifelt eine Bestätigung verlangend.


    OT: Es geht bald weiter mit der Mission ich verspreche (hoffe) es

    Der Schatten über Petrophia


    „Fluch über den Jäger…“ Die Gestalt hatte sich bisher den Rüpeln entgegengeschleppt, bog dann aber in eine Seitengasse ab und stapfte schwerfällig, aber zielstrebig den nächsten brackigen Kanal hinunter, in Richtung der verendeten Kreatur. Dass sie sich dabei nasse Füße holte, schien sie nicht zu stören. Zweierlei Dinge konnte man erkennen, als sie zwischen den Ruinen verschwand; einerseits schien sie einen wahrscheinlich leeren Sack mit sich herumzutragen, über die gebeugte Schulter geschwungen, andererseits war sie nicht alleine gewesen: Eine deutlich kleinere Figur folgte ihr auf dem Fuße, und wer in Cromlexia – oder überhaupt irgendwo abseits der sicheren Städte – gewesen war, denen dürften sogleich die Alarmglocken schrillen. Dies war ein Zombiepokémon, ein vage humanoides sogar, dessen andauernder Verfall auch nicht vor seinen markanteren Zügen halt gemacht hatte: Es sah aus, als wäre es Monate im Wasser herumgetrieben, war aufgeschwemmt, übersät von Fraßspuren und hatte nur noch an wenigen Stellen wirklich Fell, der größte Teil seiner Haut hatte sich abgelöst und musste entweder abgefallen sein oder klebte in nassen Fetzen an dem verwesenden Körper. Von seinen zwei Hörnern war nur noch eines übrig, und auch davon war nicht viel geblieben – noch wurde es von faulenden Muskeln und Sehnen am Schädel gehalten, wahrscheinlich brauchte aber nicht mehr viel zu geschehen, damit es sich ebenfalls verabschiedete. Sein Kiefer hin schlaff herunter und schwang bei jedem seiner kleinen Schritte hin und her und in seinen modrigen Pfoten hielt es ebenfalls einen Sack umklammert, den es hinter sich her schleifte. Selbst im Untod schien die seiner Art eigene Beflissenheit zu überdauern, denn dies musste einmal ein männliches Servol gewesen sein, das nun einen neuen Herrn gefunden hatte. Das Paar hatte den Trupp nicht bemerkt und schleppte sich indolent weiter durch den Regen, dem Kadaver und den anderen Kreaturen entgegen.


    Das Innere des Gebäudes, in das Matthew einzusteigen beabsichtigte, war feucht, aber nicht ganz so durchnässt wie der Rest der Stadt. Einst war hier wohl ein Büro eingerichtet gewesen, die zahlreichen Schreibtische und Trennwände wiesen zumindest darauf hin. Licht oder überhaupt Strom gab es nicht mehr, weshalb ohne den zaghaften Mondschein Finsternis herrschte und nur die verschmierten oder gesprungenen Scheiben ein Ausmachen der Umrisse von Möbeln und sonstigem Inventar erlaubten. Einmal von den zerschmetterten Lampen, kaputten Monitoren und umgestürzten Stühlen abgesehen erweckte der Raum nicht den Anschein, als wäre hier etwas nennenswert Unheimliches geschehen – die Zerstörung rührte ohne Zweifel vom Erdbeben her, ansonsten wirkte es beinahe so, als wäre die Belegschaft kurz vor dem Beben einfach aufgestanden und in den Feierabend gegangen. Neben der Tür, die aus dem Raum führte, befand sich auf einem Pult sogar noch ein schimmelüberwucherter Früchtekorb und ein umgekipptes Whiteboard gab noch immer Auskunft über den Arbeitsplan der nächsten Woche – Anatole und Ladina, die armen Schweine, hätten damals am Montag bereits um halb sieben anwesend sein müssen, nun hatten sie sich entweder einen anderen Job gesucht oder den Bedarf dafür komplett aufgegeben, freiwillig oder nicht. Hinter dem Raum befand sich ein leicht geneigter Gang, gesäumt von geschlossenen Türen und übersät von geringerem Schutt. Irgendwann endete er einfach im Freien; das Beben hatte das Gebäude auseinandergerissen und einen Teil des Fundaments absinken lassen, jetzt setzte sich der Gang über das Dach fort und dahinter, hinter der nächsten Ruine, ragte der Kadaver auf. Aus der Dunkelheit zwischen dem Büro und der Bruchstelle drang hin und wieder ein unregelmäßiges Platschen.

    Die Fenster ermöglichten einen Blick auf den Kanal darunter, wo sich das Servol und sein Meister durch den schwimmenden Abfall mühten. Sie machten keine Anstalten sich umzusehen, weshalb sich eine Beobachtung vom Büro aus als relativ ungefährlich gestalten würde. Da sie den Blick jedoch konsequent auf ihre eigenen Füße gerichtet hatten, entgingen ihnen die zwei nahe beieinander liegenden, orange glühenden Punkte, die ihnen hinter den gähnend schwarzen Fensterhöhlen des gegenüberliegenden Gebäudes folgten. Hin und wieder wurde das Glühen kurzzeitig schwächer, nur um danach wieder zu erstarken, einem Blinzeln nicht unähnlich.


    OT: Falls Pay genauer hinschauen möchte, dürfte der nächste Zusammenbruch anstehen - das Servol ist kein unbekanntes, wenn sich denn noch bekannte Merkmale ausmachen lassen.

    👁️____👁️

    Die Gruppenphase nähert sich dem Ende! Ihr habt nun noch eine Woche (bis zum 7.7.2024) um eure Kämpfe abzuschließen - good luck & have fun, lasst bis dahin nochmal die Fetzen fliegen!
    Hier noch die Zwischenstände:


    Monotyp-Turnier 2024 Gruppenphase Gruppe 1


    Monotyp-Turnier 2024 Gruppenphase Gruppe 2


    Ein Umzug und andere Probleme


    „Mhm, mhm.“ Belaine hatte eine Denkerpose eingenommen und inspizierte so den Laden. „Höchst irrational, bei solchen Gegenleistungen den Dienst zu verweigern. Ich fürchte, die bestehende Informationsgrundlage lässt demnach nur eine Schlussfolgerung zu. Dein Geschäft ist“, sie holte tief Luft und hob beschwichtigend die Arme, „haunted.“

    Um ihre Konklusion weiter auszuführen gestikulierte sie beschwingt auf die Kampfpokémon. „Diese Rohlinge sind eindeutig besessen, anders lässt sich dieses Verhalten nicht erklären. Entweder das, oder irgendwas in diesem Raum bringt sie zur Raserei - dann dürfte es bei uns auch nicht mehr lange dauern. Zaveid, wir brauchen Videomaterial davon, wenn es soweit ist. Und wenn ich es mir so überlege…“, sie führte sich die Hand zum Kinn und signalisierte, dass sie noch stärker als sonst nachdachte, „muss es definitiv an diesem Raum liegen. Diese weißen Wände! Man fühlt sich ja wie in einer Klinik. Und dann die leeren Regale und Neonleuchten … oh, simply dystopic. Kein Wunder versammeln sich hier die betrogenen Seelen der Verblichenen, um sich im Wahn des Untodes der schutzlosen Körper des Proletariats zu bemächtigen – und da wir nun um das ‚warum‘ wissen, brauchen wir nur noch das ‚wie‘ zu ermitteln.“

    Zufrieden mit ihrer Deduktion schlenderte Belaine anschließend zu Praktibalk und hockte sich vor das orientierungslose Kerlchen. „Oy. Bisschen voll da oben?“ Sie tippte sich mit den Knöcheln zweimal an die Schläfe, dreimal erklang ein Klopfen. „Keine Sorge, wir sind hier unter Genossen und ich verstehe absolut, wenn euch die seelenlose kontemporäre Kommerzkultur selbst in ihrem juvenilsten Stadium rot sehen lässt. Glaub mir, Matey, in meiner Jugend hätte ich kurzen Prozess mit dieser Franchising-Metastase gemacht, aber jetzt knarren mir die Knochen von zwanzig Jahren Schicht auf dem Bau, die Kippen werden jährlich teurer und die Revolution ist ein Traum geblieben.“ Sie seufzte aufrichtig. „Und heute … heute wird mein maroder Körper durch das Netz der Besitzenden in die Stallungen des Nine to Fives gezerrt, ich wehre mich, ich kämpfe und fluche, doch es ist nicht meine Generation, die die Fäden zerschneiden wird, so viel habe ich gesehen.“ Belaine griff zum imaginierten Bierhumpen neben sich, griff ins Leere und starrte einen Augenblick wie abgeschaltet vor sich hin. Dann besann sie sich wieder. „Darum liegt mir etwas daran, dass sich die Jungspunde aus diesem erstickenden Gewirr befreien, solange sie noch können. Wenn du dich also in letzter Zeit … ich weiß nicht, besessen, kontrolliert, fremdgesteuert gefühlt hast, dann blinzle zweimal.“


    OT: belaine wtf

    ulti hybris ist zurück holt den goldchampagner raus

    alle meine bilder sehen nach gratissoftware aus


    Mein Kopf war in der Wüste und hat mit seinen 80 Kindern Brunch genossen, gelegentlich rutschten mir einige Striche aus dem Stift:

    Und nachdem mir im Zuge der letzten Beförderung mein drittes Auge aufgesprungen ist, gibt es [SHARP STROKES] jetzt endlich auch handlich formatiert für sämtliche Schichten des Forums. Abonniert für mehr effizienzorientierte Entwicklungen.

    Ein Umzug und andere Probleme – Belaine


    „Äh, also.“ Für einen kurzen Moment nahm das Ladezeichen in Belaines Augen ihre Sicht, bis Zaveids Antwort verarbeitet war. Dann brach ein empörtes „HÄÄ?“ aus ihr heraus. „Wir können nicht einfach die Pokémon verprügeln, die hier arbeiten sollen! Am Ende müssen wir noch den Laden renovieren! Hast du denn nicht zugehört?“

    Dass Zaveid bereits eingelenkt hatte interessierte sie weniger, so, wie sie ihn kannte, brauchte sie ihre Idee alternativlos zu kommunizieren, ohne dass auch nur die geringste Chance auf Missverständnisse bestehen blieb. „Das Stichwort lautet“, sie warf den Kopf nach hinten und schwang sich die Haare aus dem Gesicht, „INCENTIVE! Niemand arbeitet gerne oder gar freiwillig, kein Wunder also, dass die Pokémon nichts tun ohne Anreiz.“

    Sie redete daher, als hätte sie sich in ihrem Leben jemals in Sichtweite von echter Arbeit befunden – tatsächlich aber hatte sie diese schönen ökonomischen Konzepte allerhöchstens von ihrem Vater aufgeschnappt, und da sie der Fiktion generell nicht abgeneigt war, befand sie auch die Wirtschaft als nicht gänzlich uninteressant.

    „Was wurde ihnen überhaupt versprochen für ihre Arbeit?“, wandte sie sich also an Trixi. „Vielleicht ist das ja ein richtiger, äh, Streik?“