Beiträge von Leviator

    Was der wettbewerb halt schon wieder für 1 farce ist wenn klassiker nicht weitergevotet werden und dafür stuff wie "das schweigen der lemmer" schon. Aber was soll man machen wenn der durchschnitt der user hier ca. 21 jahre alt ist und sie die meisten der guten filme der geschichte nicht einmal gesehen haben sondern nur mainstream. bin halt einfach mal wieder enttäuscht darin wie das hier abläuft in diesem forum vor allem weil "prinzessin mononoke" schon von vornherein disqualifiziert wurde

    Das Schweigen der Lämmer ist doch älter als Prinzessin Mononoke. :unsure:

    Andererseits... ein totkranker Mensch bekommt die Chance weiterzuleben.

    Eben. Kann nicht nachvollziehen wieso man wegen dieses "Skandals" nicht mehr bereit sein sollte Organe zu spenden. Letztlich haben die Organe trotzdem Leben gerettet und nichts wird dadurch besser, wenn Leute anfangen keine Organe mehr zu spenden. Dadurch sterben am Ende nur Menschen, die mit diesem "Skandal" überhaupt nichts zu tun hatten.

    Gruppe #01

    Memento (2000)

    Der Pate (1972)


    Gruppe #03

    Hotel Ruanda (2004)

    Hannibal (2001)

    Gran Torino (2008)

    Prisoners (2013)


    Gruppe #04

    Titanic (1997)


    Gruppe #05

    Die Verurteilten (1994)


    Gruppe #08

    Das Schweigen der Lämmer (1991)

    Der Pate 2 (1974)

    Gesetz der Rache (2009)

    Léon - Der Profi (1994)

    Ich hab mich da undeutlich ausgedrückt bzw meine Meinung nicht wirklich mit Argumenten untermauert, tut mir leid.

    Hattest dich im ersten Beitrag schon deutlich genug ausgedrückt. Was dein eigentliches Problem ist, hast du aber selbst im letzten Absatz deines zweiten Beitrags angedeutet: es sind schlechte Spieler und nicht Neulinge, die für dich ein Problem darstellen. Ich kann mich an viele Neulinge erinnern, die herausragend gespielt, die Runde dadurch aufgewertet haben und in der Nachbesprechung entsprechend gelobt wurden. Daher würde ich Neulinge auch nicht pauschal von irgendwelchen Runden ausschließen. Davon abgesehen glaube ich, dass eine wie auch immer geartete Zweiklassengesellschaft gerade für Neulinge abschreckend wäre überhaupt aktiv in dem Bereich zu werden.


    Soweit ich mich erinnere gab es diese Diskussion in der Vergangenheit schon öfter. Damals wurden auch erfahrende Spiele bevorzugt behandelt. Ausgeglichene Runden wünscht sich glaube ich jeder und mir persönlich macht Mafia auch Null Spaß, wenn das Niveau zu niedrig ist. Dann frustet das Spiel eher als dass es Spaß macht. Aber mittlerweile gibt es leider eh nur sehr wenige Neulinge. Der Bereich kann es sich gar nicht leisten sie von Runden auszuschließen. Kann mich an keine Großrunde erinnern, in der es keine Probleme mit Subs gab. Und wie gesagt sind nicht Neulinge das Problem, sondern schlechte Spieler.


    Ich finde den Lösungsvorschlag von Bällchen wesentlich konstruktiver: niemanden von irgendwelchen Runden ausschließen, sondern versuchen Neulinge mit geeigneten Maßnahmen an das Spiel heranzuführen bzw. schlechten Spielern mehr Möglichkeiten bieten ihre Fähigkeiten im Spiel zu verbessern.

    Anfänger von Closed Roles ausschließen, bis man sich ein Bild von ihnen gemacht hat und glaubt, dass sie bereit dazu sind.

    Bloß nicht. Der Bereich braucht Neulinge. Nicht nur wegen der Aktivität, sondern auch weil sie oft frischen Wind ins Spiel bringen. Es gibt erfahrene Spieler die scheiße spielen und Neulinge die sehr gut spielen. Thalfradin-Sturmsucher war ein Troll oder schlicht und ergreifend - sorry - dumm.

    Geld anlegen lohnt in der heutigen Zeit kaum mehr, wenn man sich die Zinsen ansieht... da würde ich lieber im Alter meinen Lebensstandard erhalten wollen.

    Geld anlegen heißt nicht Geld auf einem Bankkonto vergammeln zu lassen.


    Mal davon abgesehen, dass ich mir in jungen Jahren keine Gedanken über die Rente in 40 Jahren machen würde, würde ich mich auch nicht darauf verlassen, dass sich die Gesetzeslage bis dahin nicht ändert. Jedenfalls wäre es erstrebenswert auch im Alter relativ unabhängig vom Staat zu sein. Ich würde daher auch nicht auf einen Teil meines Einkommens verzichten, um später vielleicht eine höhere Rente zu bekommen. Das Geld könnte man sinnvoller, sprich sehr viel gewinnbringender, investieren, z.B. in Aktienfonds oder auch in Immobilien. Wer ein Eigenheim hat spart sich z.B. im Alter die Mietkosten für das Wohnen. Also mir würde die Entscheidung relativ leicht fallen.

    An der Stelle verweise ich dann einfach mal auf Andrea Nahles von der SPD, die mit folgendem Spruch glänzte: "Ab morgen kriegen sie in die Fresse." Gemeint war damit die neue Bundesregierung. Das müsste man ja dann sicherlich ähnlich bewerten.

    Sicherlich nicht. Die SPD tritt nicht ansatzweise so aggressiv, bösartig und hasserfüllt auf wie die AfD und viele ihrer Anhänger. Wenn man den Spruch von Gauland vollständig zitiert wird auch klar was er von Demokratie hält und auch seine völkische Gesinnung wird deutlich. Wieso muss man solchen Mist eigentlich immer relativieren?

    Und ich wiederhole es nochmal - nach deiner Argumentation dürfte sich ein Staat und eine Zivilgesellschaft nicht gegen Intoleranz wehren.

    Okay, hier steige ich aus und hier habe ich auch aufgehört zu lesen. Ich rede scheinbar gegen eine Wand. Versuch auf meine Aussagen auch einzugehen, dann können wir diese Diskussion gerne weiterführen. So hat das aber keinen Sinn. Weil:

    Ein Rechtsstaat hat Mittel und Wege sich zu wehren. Wenn eine Partei wirklich verfassungsfeindlich ist, kann sie in einem rechtsstaatlichen Verfahren verboten werden. Für Verhetzung usw. gibt es strafrechtliche Sanktionen etc. Vor allem darf sich auch jeder Bürger frei politisch betätigen und gegen die AfD auftreten, in welcher Form auch immer.

    4. Wo bitte habe ich behauptet, dass sich Staat und Gesellschaft nicht wehren dürfen? Ich habe doch genau das Gegenteil gesagt:

    Und wenn wir schon beim Thema Argumentation und Logik sind: Aus dem Umstand, dass man die AfD nicht kategorisch von Talkshows ausschließen sollte zu schließen, dass Staat und Gesellschaft sich gar nicht mehr wehren dürften ist unlogisch.

    Ja, die Zivilgesellschaft darf alles tun, was erlaubt ist. Wo habe ich Gegenteiliges behauptet? Nur zählt in dem Sinne der öffentlich-rechtliche Rundfunk nicht zur Zivilgesellschaft, weil er einen staatlichen Auftrag hat.

    Nichteinmal eine Begründung lieferst du für diesen Satz.

    Leviator, ich werde bei deinem Beitrag einfach meine Zusätze in Rot schreiben, damit man den Argumentationsstrang besser nachvollziehen kann.

    Wäre mir lieber, hättest du in gewöhnlicher Formatierung darauf geantwortet, so kann ich nichtmal die einzelen Passagen zitieren. Wir fangen ohnehin an uns im Kreis zu drehen und du fängst damit an Aussagen von mir zu ignorieren.


    1. Der Wert einer Meinung hängt vom Kontext ab. In einer Demokratie geht es, wie gesagt, um Mehrheiten. Es geht nicht um eine bestmögliche Politik. Die Politik soll den Willen einer Mehrheit abbilden. Wenn ein gewichtiger Teil der Bevölkerung eine bestimmte Meinung vertritt, dann hat diese Meinung in einem demokratischen Diskurs berücksichtigt zu werden. Wenn man das nämlich nicht tut schließt man diesen Teil der Bevölkerung vom demokratischen Willensbildungsprozess aus.


    Ich wiederhole es nochmal: deine komplette Argumentation hat autoritäre und antidemokratische Züge. Das wird umso deutlicher, je länger diese Diskussion andauert. Für die Relevanz einer Meinung in einer Demokratie kann es nicht auf die Qualität dieser Meinung ankommen. Die AfD sitzt nicht im Bundestag, weil ihre Argumentation und ihr Programm irgendwie eine besondere Qualität haben. Sie sitzt im Bundestag, weil ein Teil der Bevölkerung der gleichen unsinnigen Meinung ist, zumindest der Idee nach. In einer Demokratie entscheidet nicht ein Einzelner über den Wert einer Meinung, sondern die Mehrheit. Das ist was eine Demokratie ausmacht. Zumal es in der Politik auch viel um Ideologie und Abwägung geht und es nicht immer ein Richtig oder Falsch gibt. Streng genommen gibt es in der Politik nie ein Richtig oder Falsch, zumindest nicht in der Zielsetzung.


    Ginge es hingegen z.B. um Entscheidung innerhalb eines Unternehmens, dann wäre der Wert einer Meinung natürlich abhängig von der Qualität.


    Und ja, du kannst jeder Meinung ihren Wert absprechen. Das hat mit einer Einschränkung der Meinungsfreiheit nichts zu tun. Wenn du das aber als Argumentation nimmst, um zu fordern einfach Meinungen die dir nicht passen aus dem öffentlichen Diskurs zu verbannen, ist das eine antidemokratische Einstellung.


    2. Du kannst es natürlich gerne anders sehen, dass Talkshows der Information dienen ist aber eine Tatsache, die sich durch deine Meinung nicht beeinflussen lässt. Wie gesagt geht es hier um den Zweck für den Zuschauer. Wenn du eine Talkshow ansiehst, was kommt bei dir als Zuschauer und Adressat dieser Talkshow an? Informationen. Du nimmst Informationen auf, wenn du dir eine Talkshow ansiehst. Diese Informationen sind gerade aufgrund der Debatte differenziert, weil unterschiedliche Meinungen vertreten und argumentiert werden.


    3. Zu den Rundfunkgesetzen:


    http://www.ard.de/home/die-ard…dsaetze/554870/index.html


    Das Gesetz ist also auf "meiner" Seite. Die Formulierung in Punkt 4 ("die Pflicht, das gesellschaftliche Meinungsspektrum möglichst umfassend und fair widerzuspiegeln") umschreibt auch sehr schön, was ich weiter oben über den Wert einer Meinung geschrieben habe.


    4. Wo bitte habe ich behauptet, dass sich Staat und Gesellschaft nicht wehren dürfen? Ich habe doch genau das Gegenteil gesagt:

    Ein Rechtsstaat hat Mittel und Wege sich zu wehren. Wenn eine Partei wirklich verfassungsfeindlich ist, kann sie in einem rechtsstaatlichen Verfahren verboten werden. Für Verhetzung usw. gibt es strafrechtliche Sanktionen etc. Vor allem darf sich auch jeder Bürger frei politisch betätigen und gegen die AfD auftreten, in welcher Form auch immer.

    Und wenn wir schon beim Thema Argumentation und Logik sind: Aus dem Umstand, dass man die AfD nicht kategorisch von Talkshows ausschließen sollte zu schließen, dass Staat und Gesellschaft sich gar nicht mehr wehren dürften ist unlogisch.


    Ja, die Zivilgesellschaft darf alles tun, was erlaubt ist. Wo habe ich Gegenteiliges behauptet? Nur zählt in dem Sinne der öffentlich-rechtliche Rundfunk nicht zur Zivilgesellschaft, weil er einen staatlichen Auftrag hat.

    Wie schon gesagt: Ich sehe an sich keinen Grund, die AfD per se auszuschließen, solange sie im Bundestag sitzt. Ich habe allerdings ein deutliches Problem damit, dass man sie ständig eingeladen hat, bevor sie im Bundestag saß und sie damit legitimisiert hat.

    Dann sind wir ja fast der gleichen Meinung. Weil es mir nur darum geht keine Bundestagsfraktion kategorisch von Talkshows im öffentlich-rechtlichen Rundfunk auszuschließen. Einzelne Vertreter wie Gauland nicht einzuladen ist okay und um die nähere Ausgestaltung der Talkshows geht es mir nicht. Da teile ich auch die Kritik, insbesondere die Kritik bzgl. der Themenauswahl, die ich ja schon im ersten Beitrag geäußert habe.


    Ich halte es aber nicht für falsch, dass man die AfD eingeladen hat, bevor sie im Bundestag saß. Gerade bei Wahlkonfrontationen wäre es alles andere als unparteilich eine einzelne Partei auszuschließen, weil sie (noch) nicht im Bundestag vertreten ist. Wenn nur die etablierten Parteien eingeladen werden, dann werden sich auch keine neuen Parteien etablieren können und das ist schädlich für eine Demokratie. Wenn eine Partei laut Umfragen eine realistische Chance hat in den Bundestag einzuziehen, dann ist es richtig auch Vertreter dieser Partei einzuladen.

    Aus solchen Gründen bin ich zum jetzigen Zeitpunkt auch gegen mehr direkte Demokratie, wie sie in der Schweiz stattfindet - ein ziemlich großer Teil der Bevölkerung bildet sich ein Urteil nicht aufgrund der Faktenlage oder aufgrund von Grundgesetz, sondern aufgrund von einem eigenen, komischen, irrationalen Bauchgefühl. Das ist für politische Urteilsfindung absolut fatal.

    Genau deswegen bin auch ich gegen mehr direkte Demokratie. Wenn du in einer Demokratie aber den Wert einer Meinung daran festmachst, ob sie "empirisch" oder "wissenschaftlich" bestätigt werden kann und der Mehrheitsfähigkeit einer Meinung keine Bedeutung bemisst, dann verwechselst du die Demokratie mit einer Technokratie.


    Was die Vereinbarkeit einer Meinung mit Menschenrechten und dem Grundgesetz angeht, würde mich mal interessieren auf welche Meinungen du dich beziehst, die in Talkshows vertreten werden. Mal davon abgesehen ist das ein Paradoxon: in einem demokratischen Rechtsstaat gibt es bei der Meinungsäußerung eine strafrechtliche Grenze, die nicht überschritten werden darf (z.B. Verhetzung usw., siehe Beitrag #3.629 von Alaiya ). Alles was diese Grenze nicht überschreitet ist eine legitime Meinungsäußerung. Man darf in einer Demokratie auch äußern, dass man Menschenrechte einschränken oder das Grundgesetz ändern will. Sobald du aber solchen rechtlich legitimen Meinungsäußerungen ihre Legitimität absprichst, weil sie mit deiner Ideologie nicht vereinbar sind oder aus welchen Gründen auch immer, missachtest du selbst das Grundgesetz.


    Das ändert nichts daran, dass es dabei nicht um Information geht, sondern um den Austausch von bereits gefassten Meinungen (der Gäste) auf Grundlage verschiedener Informationen, die nicht unbedingt in der Talkshow als solcher erläutert werden. Wenn man alleinige Information will, sieht man sich Nachrichten/Berichte an.

    Adressaten einer Talkshow sind doch die Zuschauer, nicht die geladenen Gäste. Durch die Debatte soll der Zuschauer differenziert über ein Thema informiert werden, um sich eine eigene Meinung bilden zu können. Je nach Thema soll der Zuschauer auch die Positionen kennenlernen, die von den verschiedenen politischen Parteien vertreten werden. Es geht nicht um irgendeine Art von Kompromiss, weil in Talkshows keine Politik betrieben wird. Für den Zuschauer kann eine Talkshow keinen anderen Zweck haben als Informationsvermittlung.

    Die von dir genannten Aspekte sind für reine Berichte notwendig, ja. Für den Rest nicht, weil das nicht der gestellte Anspruch ist.

    Das entscheidest nicht du und auch ich entscheide das nicht. Das ist im Gesetz so festgeschrieben.

    Im Prinzip willst du der AfD die gleichen "Chancen" bei so etwas einräumen; in anderen Worten, du willst die so behandeln wie auch die anderen Parteien.

    Nein. Es geht eben nicht darum was ich will, sondern darum wie es in einer gesunden Demokratie zugehen soll. Ich will der AfD überhaupt keine Chancen geben. Sie kotzt mich einfach nur an. Daher finde ich den Gedanken ansich auch sympathisch sie zu ignorieren bzw. von Talkshows auszuschließen, ihr überhaupt nirgendwo mehr eine Bühne zu geben. Gleichzeitig halte ich diesen Gedanken aber für brandgefährlich und antidemokratisch. Dazu unten.


    in anderen Worten, du willst die so behandeln wie auch die anderen Parteien. Das finde ich von Grund auf bereits falsch. Die AfD ist keine Partei wie die anderen, "etablierten". Die AfD ist eine Gefahr für die Demokratie, für unseren Staat, wie wir ihn kennen, und widerspricht in vielerlei Hinsicht den beiden von mir oben genannten Punkten - eine Meinung hat Wert, wenn sie faktenbasiert ist oder human - daher muss sie anders behandelt werden als die anderen Parteien. [...]


    Wie gesagt, es geht ja nicht mal darum, nicht über die Partei zu berichten - nur darum, ihr keine Bühne zu bieten, die sie zugleich auch ein Stück weit als demokratische Partei legitimiert, die sie ja, wie bereits mehrfach ausgeführt, nicht ist, zumindest nicht im Rahmen der BRD. Und Pluralismus und Toleranz endet bei Parteien wie der AfD im Übrigen.

    Wie ich bereits sagte: eure Forderung hat autoritäre Züge bzw. ist sie eigentlich durch und durch autoritär. Ähnlich argumentiert z.B. ein Herr Erdogan, um die Opposition auszuschalten. Das ist eine ganz typische Argumentation eines autoritären Regimes, um gegen eine unangenehme Opposition vorzugehen.


    Die AfD ist eine demokratisch legitimierte Partei. Ob es dir passt oder nicht. Deutschland ist ein Rechtsstaat und es obliegt einzig dem Bundesverfassungsgericht zu entscheiden ob eine Partei verfassungswidrig ist. Solange das Bundesverfassungsgericht nicht erkennt, dass die AfD verfassungswidrig ist, ist sie eine demokratisch legitimierte Partei. Punkt.


    Nimm es mir bitte nicht übel, ich weiß ja auch dass es nicht so gemeint ist, in meinen Augen bringen deine Beiträge aber pure Missachtung gegenüber dem Rechtsstaat und gegenüber der Demokratie zum Ausdruck. Und genau das halte ich für gefährlich: wenn die Abneigung der AfD gegenüber und die Angst vor dieser Partei dazu führt, dass anisch demokratische Kräfte selbst die Demokratie zerstören.


    Und wie gesagt, wir haben es bisher damit versucht, sie "auszuhalten" - hat uns fast 14% bei der Bundestagswahl eingebrockt. Zeigt für mich, dass das "Einbeziehen" nicht gewirkt hat.

    Wer sind "wir"? Die öffentlich-rechtlichen Sender haben nicht den Auftrag die AfD irgendwie klein zu halten.

    Nach deiner Logik dürfte sich unser Staat gar nicht erst wehren, sondern muss allen Parteien und Meinungen die gleiche Chance geben.

    Es geht nicht um Logik, sondern um Recht. Ein Rechtsstaat hat Mittel und Wege sich zu wehren. Wenn eine Partei wirklich verfassungsfeindlich ist, kann sie in einem rechtsstaatlichen Verfahren verboten werden. Für Verhetzung usw. gibt es strafrechtliche Sanktionen etc. Vor allem darf sich auch jeder Bürger frei politisch betätigen und gegen die AfD auftreten, in welcher Form auch immer.

    Der Wert einer Meinung ergibt sich nicht daraus, wie viele Menschen hinter ihr stehen.

    Sondern? Man kann davon halten was man will, aber in einer Demokratie geht es um Mehrheiten. Und nein, in Talkshows steht definitiv eine Kompromissfindung nicht im Vordergrund, sondern die Information, die zur Meinungsbildung führen soll. Daher ist sie auch eine Art der Berichterstattung. Aber das ist gar nicht der Punkt: Objektivität und Unparteilichkeit sind ganz allgemeine Grundsätze für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, die sich nicht auf die Berichterstattung beschränken.


    Eine Talkshow ist natürlich nicht objektiv, das kann sie auch gar nicht und darum geht es nicht. Die Ausgestaltung und vor allem auch die Moderation hat objektiv und unparteilich zu sein. Das betrifft auch und insbesondere die Einladungspolitik. Da kann man nicht mit Hausrecht argumentieren, weil man dann dem öffentlich-rechtlichen Auftrag nicht nachkommt. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist kein Privater, der tun und lassen kann was er will. Bin mit der Rechtslage in Deutschland zwar nicht vertraut, nehme aber mal an, dass sie stark der österreichischen ähnelt.


    Deine Intention ist doch ganz klar: es geht dir darum die AfD zu schwächen. Ja, mich kotzt die AfD auch an, ich würde auch gerne ihren Niedergang erleben und ich kann ihren Bullshit nicht mehr hören. Aber in einer Demokratie geht es auch um Pluralismus. Die Meinung, die die AfD vertritt verschwindet nicht aus der Gesellschaft, wenn man keine Vertreter der AfD mehr zu Talkshows einlädt. Und wie ein Diskurs abzulaufen hat entscheiden weder du noch ich. Die Art wie man seine Meinung ausdrückt ist nämlich Teil derselben.


    Ihr meint es zwar gut, eure Forderung hat aber autoritäre und antidemokratische Züge. Dir passt es nicht, welche Meinung die AfD vertritt, dir passt es nicht wie die AfD auftritt und deshalb soll sie gefälligst nicht mehr in Talkshows eingeladen werden? Mit dem Argument, dass man die AfD stärkt, in dem man sie einlädt, dürften überhaupt keine Parteien mehr in Talkshows eingeladen werden.


    Wenn du ehrlich bist musst du eingestehen, dass die Meinung, die du vertrittst nichts mit Objektivität und Unparteilichkeit zu tun hat.

    Außerdem - wo ziehen wir die Grenze, wer in Talkshows einzuladen ist? Es gibt ja auch sehr viele Interessensverbände oder Forscher, die man gerne einlädt, aber wie wählt man denn nun aus? Nach deiner Logik sollte, wie ich es verstehe, jeder adäquat vertreten werden, aber das ist ja nicht möglich, schon alleine aufgrund der Menge - es sei denn, du beschränkst dich auf Bundestagsfraktionen, womit man aber die Zivilgesellschaft und die Wissenschaft ausblendet.

    Es geht um Talkshows die politische Themen behandeln. Sie dienen der Meinungsbildung und tragen zum demokratischen Diskurs bei. Natürlich kann man nicht jede einzelne Meinung berücksichtigen, wohl aber alle im öffentlichen Leben vertretenen Meinungen, die ein gewisses Gewicht haben. Der Idee nach repräsentieren die Bundestagsfraktionen einen Teil der Bevölkerung, daher hat ihre Meinung immer Gewicht.


    Eine umfassende, objektive und unparteiliche Berichterstattung, und ja, die Talkshows sind eine Art der Berichterstattung, darf einfach nicht nach ideologischen Gesichtspunkten selektieren. Vollkommen unabhängig davon, was die AfD für eine Meinung vertritt und wie sie das tut. Es geht auch nicht darum wer wann zu welcher Talkshow eingeladen wird, sondern darum keine Vertreter einer Bundestagsfraktion kategorisch auszuschließen. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat einen gesetzlichen Auftrag, dazu zählt aber nicht bestimmte Parteien zu schwächen.

    Lasst es mich anders formulieren - wie gedenkt ihr, mit der AfD umzugehen?

    Das Problem ist weniger der Umgang mit der AfD, als viel mehr der Umgang mit den typischen AfD-Themen, vor allem von Boulevard-Medien. Ich halte es auch für problematisch, wenn der öffentlich-rechtliche Rundfunk eine Bundestagsfraktion von Talkshows ausschließt. Zumindest in Österreich wäre das rechtlich auch gar nicht möglich und es würde mich schwer wundern, wenn es in Deutschland anders wäre. Eine objektive Berichterstattung darf nicht selektiv Meinungen verschweigen.


    Was man tun kann und sollte: nicht ständig über die AfD-Themen diskutieren, nicht ständig diese Themen in den Mittelpunkt der Berichterstattung stellen. Vor allem sollte man aber auch nicht jeden Bullshit, den die AfD von sich gibt, zu einem Skandal aufblasen, sondern einfach ignorieren. Dass ein Gauland jemanden wie Boateng nicht als Nachbar haben will interessiert einen Scheißdreck. Wer über so etwas berichtet der schadet der AfD nicht, er gibt ihr eine Bühne. Solange das Migrations- und Flüchtlingsthema und die AfD in den Medien dauerpräsent sind wird die AfD auch nicht schwächer werden.

    Für ihn ist es strafrechtlich nicht von Bedeutung, aber für sie auch nicht? Wenn du die Autotür offenlässt und dir etwas gestohlen wird, wird der Dieb geringer bestraft, weil du ihn zum Diebstahl verleitet hast.

    Für die strafrechtliche Verantwortlichkeit der Maurer ist das Verhalten des Herrn Lastufka vollkommen irrelevant bzw. ist nur entscheidend, ob tatsächlich er die Nachrichten verschickt hat. Die Sache mit dem Account ist allenfalls relevant für Schadenersatzansprüche, weil man ihm hier Mitverschulden vorwerfen könnte und es könnte auch ein Milderungsgrund sein. Aber an der Strafbarkeit ändert sich dadurch nichts.


    Und nein, wenn ich eine Autotür offen lasse, verleite ich niemanden zum Diebstahl. Rechtlich wäre das erstens eine Unterschlagung und kein Diebstahl und zweitens würde der Täter deswegen nicht geringer bestraft werden.


    Hier wird wieder eine Täter-Opfer-Umkehr betrieben. Weil wir Menschen uns instinktiv auf die Seite des Schwächeren schlagen, sind in solchen Fällen grundsätzlich immer die Männer Täter und die Frauen Opfer. Ist ja schon absurd, jemanden der ein rechtsstaatliches Verfahren in Anspruch nimmt als Täter hinzustellen und gleich die geltende Rechtslage in Frage zu stellen. Alles auf Grundlage einer "Vorverurteilung" für eine nicht strafbare Handlung und das obendrauf ohne die Fakten zu kennen.