Beiträge von Feuerdrache

    Tatsächlich brauchten Jan-Friedrich und Heinrich für den Weg zu dem Ort der Auseinandersetzung etwas länger als Doyle, da sie zu Fuß nicht das selbe Tempo erreichten wie der Vogel im Flug und sie zudem um ein paar Trümmer von eingestürzten Gebäuden herum laufen mussten. Als der Vogeltrainer gerade den Eindruck hatte, dass er den andauernden Kampf jederzeit sehen können müsse, bemerkte er auch schon, dass Doyle ihm geradewegs entgegen geflogen kam. Mit seinen Füßen hatte er das Ei geschnappt, welches er den grauen Typen offensichtlich abgenommen hatte.


    „Bau bauz bau bauz bauz bau“, begann der Vogel zu berichten und deutete dabei auf einen jungen Mann, der ihm offenbar gefolgt war und nun auch auf die beiden Trainer zu rannte. „Bau bauz bau ...“

    Aber an dieser Stelle unterbrach der Mentalist erst einmal diesen Bericht seines Pflanzen-Flug-Pokemons. „Das kannst du mir auch nachher alles in Ruhe erzählen“, sagte er und nahm erst einmal das Ei entgegen, welches für den Bauz auf Dauer doch etwas zu unhandlich sein mochte. Anschließend wandte er sich an den fremden jungen Mann: „Wenn ich das richtig verstanden habe, hat mein Doyle dir im Kampf gegen grau gekleidete Typen beigestanden und dabei das Ei hier erbeutet?“, fragte er.


    Off Topic:

    MRKDH93 Normalerweise habe ich es nicht so gerne, wenn andere Mitspieler die Pokemon meines Charas fremdsteuern, aber ich denke, in diesem Fall war das denke ich OK so. Wahrscheinlich hätte ich selbst den Vogel etwas anders reagieren lassen, aber um mit der Handlung voran zu kommen würde ich einfach einmal sagen, dass wir das so belassen wie es ist.

    Ein Festival im Drachenland

    – Zeitlich begrenzte offene RPG-Aktion –


    Herzlich willkommen im RPG-Bereich.


    Wir werden ab dem 1. Februar eine Aktion veranstalten, bei der jeder interessierte User des BisaBoards eingeladen ist, für eine begrenzte Zeit in die Rolle eines RPG-Charas zu schlüpfen und mit anderen Mitspielern zu interagieren - also ungefähr so, wie es auch bei der RPG-Aktion im Häuserkampf im Frühjahr letzten Jahres abgelaufen ist.

    Anders als bei dem Häuserkampf möchte ich euch aber vorweg schon einmal einen kleinen Hinweis geben, was euch erwarten wird und auch auf ein paar kleine Formalitäten eingehen: Die Aktion wird in einer mittelalter-ähnlichen Fantasywelt auf einem Festival statt finden, auf dem es zahlreiche Verkaufsstände von Händlern, eine große Tanzfläche und selbstverständlich auch Musiker gibt, die abwechselnd Gesangsbeiträge und Instrumentalmusik darbieten. Ihr könnt euch dabei aussuchen, ob ihr Besucher, Händler oder Musiker spielen wollt.


    Die Welt, in der das Ganze abläuft hat nicht zufällig große Ähnlichkeiten zu der Welt, in der das Drachenreiter-RPG abläuft: Der für die Aktion relevante Kontinent hat aus der Luft betrachtet die Form eines Drachen, und dort leben Menschen, Drachen und normale Tiere - wobei die Drachen bei der Aktion an sich nur eine geringe Rolle spielen werden, da die meisten von ihnen hoch oben in den Bergen leben und sich nicht um die Belange der Menschen kümmern. Die übrigen Drachen leben bei einer Gruppe von Drachenreitern, die wohl - wenn man alten Sagen und Legenden glauben will - vor tausend Jahren den Kontinent und seine Bewohner vor feindlichen Dämonen beschützt und diese vertrieben haben sollen. Aber heutzutage sehen die meisten Bewohner des Drachenlandes in den Drachenreitern nicht mehr als ein Relikt der Vergangenheit.

    Abgesehen von den Drachenreitern teilt sich die menschliche Gesellschaft in Fürstentümer und Handwerksgilden ein. Die meisten Menschen leben dabei in einem der Fürstentümer und werden von dem jeweiligen Fürsten regiert, aber die Handwerker und ein paar andere Berufsgruppen sind städteübergreifend in Gilden organisiert und unterstehen nur ihrem jeweiligen Gildenmeister.


    Ich denke, das sollte an Vorgaben zu der Welt ausreichen. Falls ihr noch genauere Informationen haben wollt, könnt ihr gerne in das Info-Thema des Drachenreiter-RPGs hinein gucken, aber für eine offene RPG-Aktion möchte ich euch hier nicht zu viele Vorgaben machen.



    Hinweise zur Aktion:

    • Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Es reicht aus, wenn du dir einen Namen, das Alter und Aussehen und vielleicht noch ein paar weitere Informationen zum Hintergrund überlegst. Bitte achte dabei darauf, dass dein Chara in die oben skizzierte Gesellschaft hinein passt.
    • Bei dieser Aktion ist es erlaubt, den Charakter zu wechseln, mit dem du spielst. Bitte gib deshalb immer an, welchen Charakter du verwendest. Sollte die Beschreibung zu lang werden, kannst du sie in einen Spoiler packen. Falls du einen Chara spielst, für den du eine Anmeldung in dem Drachenreiter-RPG geschrieben hast, reicht es aus, wenn du bei deinem Beiträgen darauf verweist. Letzteres gilt auch dann, wenn der Chara noch nicht für das Drachenreiter-RPG angenommen worden ist.
    • Bitte beachte, dass du keine Charaktere von anderen Mitspielern steuern darfst. Einfache NPCs (Nicht-Spieler-Charaktere) wie zum Beispiel andere Besucher des Festivals, Händler oder einfache Musiker darfst du selbständig steuern. Hochrangige NPCs wie zum Beisiel Fürsten oder hochrangige Gildenmitglieder werden von mir gesteuert - falls die überhaupt in der Aktion vorkommen.
    • Weil es bei der Aktion keine Anmeldung gibt, kannst du für den Einstiegsbeitrag leider keine Medaille beantragen. Für die anderen Medaillen-Regeln - wie zum Beispiel zwei Beiträge innerhalb von einer Woche - kannst du selbstverständlich auch Beiträge aus dieser Aktion verwenden.
    • Falls nach dem Ende der Aktion genügend Mitspieler Lust auf Mehr haben, besteht die Möglichkeit, eure Charas aus der Aktion in das Drachenreiter-RPG zu übernehmen. Dafür müsstest ihr dann noch eine Anmeldung für das Drachenreiter-RPG schreiben und vielleicht noch die eine oder andere Anpassung vornehmen, damit die Charas den Anforderungen des Drachenreiter-RPGs entsprechen.

    Mission: Die Tauros sind los!


    Zaveid stimmte Elmars Plan insofern zu, dass er meinte: „Wir können die 'Machtdemonstration' von mir aus versuchen. Falls es schief geht haben wir zumindest das Maximum an Pokémon bereit.“ Anschließend meinte er, dass er mit seinem Jungglut für den Fall, dass es zu einem Kampf kam, gerne den Alphastier übernehmen würde.

    Karl erwähnte anschließend, dass es ihm eigentlich untersagt war, in die Mission einzugreifen und dass die Rettung des Plinfas ein Reflex gewesen war. Um nicht wieder in die Versuchung zu kommen, zog er sich nun zurück.

    „Normalerweise kämpfe ich nicht allzu gerne aber hier haben wir wohl keine andere Wahl“, meinte Kaliko anschließend und begann auch schon, ihren Anteil für einen möglichen Kampf in die Planung einzubringen.


    „Na ja, wenn wir alle gemeinsam versuchen, die Tauros vor uns her zu treiben, muss es ja nicht unbedingt zu einem ernsthaften Kampf kommen, wiederholte Elmar daraufhin. Vielleicht sehen die Stiere ein, dass wir in der Überzahl sind, und wenn nicht, dann kann es immer noch sein, dass wir sie mit ein oder zwei Attacken davon überzeugen können, dass wir es ernst meinen.“ Er schwieg einen Moment und sagte dann: „Also, wollen wir dann?“


    Off Topic:

    Destiny Moon Ich glaube, du hast meinen Vorschlag, dass man versuchen könnte, die Tauros durch eine personenmäßige Überzahl in Richtung Lichtung zu treiben, übersehen. Insofern habe ich einmal versucht, deinen Beitrag irgendwie in die Handlung einzubeziehen - zumindest so, wie mein Chara das beim Hören der entsprechenden Worte einstufen würde.


    Ansonsten hatte ich zwar letztens schon beim Erreichen der Lichtung - oder war das kurz davor? - den Vorschlag gemacht, dass wir um die Tauros herum auf die andere Seite gehen, damit die, falls die von uns weg laufen sollten, in Richtung Feld laufen. Weil wir nicht explizit erwähnt haben, wo unsere Charas in Bezug auf die Lichtung sind, halte ich es für einfacher, wenn wir jetzt nicht noch eine gute Ausgangsposition einnehmen müssen.

    Kyle kam kurz nach Uschaurischuum wieder an den Tisch und meinte, dass er im Stadthaus jemanden erreicht hätte und dass dessen Aussage gewesen sei, dass der Leuchtturm jederzeit für Besucher geöffnet sein müsse. „Ergo, irgendwas ist faul an dem Typen der mich vorhin abgewimmelt hat“, fügte er gleich eine Schlussfolgerung hinzu und schlug dann auch vor, dass man in Richtung Leuchtturm marschieren und unterwegs besprechen könne, wie man mit den angeblichen Sicherheitsdienst umgehen könnte.

    Sabriel bot im Aufbrechen an dass er den Sicherheitsdienst ablenken könne, da dieser Kyle wohl schon kannte. Und Amelia meinte, dass sie ihn begleiten würde und eilte dann hinter ihm her.


    „Ich denke, wir sollten uns auch auf den Weg machen“, meinte Uschaurischuum zu den verbliebenen Kameraden, „auch wenn ich der Meinung bin, dass wir uns vielleicht als erstes die Situation beim Leuchtturm ansehen und versuchen sollten, die Situation einzuschätzen.“ Kurz wandte er sich an seine drei kleinen Freunde: „Kommt, ihr drei!“

    Anschließend machte auch er sich auf den Weg. Schon bald bemerkte er, dass Sabriel ein recht zügiges Tempo vorgab. Also wandte er sich kurz an Kassiopeia: „Ist es dir lieber, wenn ich dich trage oder willst du lieber wieder in den Pokeball?“

    „Qur qurtel“, bekam er zur Antwort, und dementsprechend bückte er sich, um die Feuerschildkröte auf den Arm zu nehmen. „Ich glaube, ihr könnt mithalten“, wandte er sich nun noch an Morla und A’Turin.

    „Chellast chel chelast“ und „Schiggy!“, antworteten diese. Und tatsächlich hatte die Wasserschildkröte kein Problem damit, mit dem Tempo mitzuhalten, während die Pflanzenschildkröte sich sichtlich beeilen musste, aber dennoch gut mithielt.


    Off Topic:

    Wenn zwischendurch jemand ein Mitnahme-Item finden will, mache ich jetzt erst einmal nur so weit.

    Mission: Die Tauros sind los!


    Zaveid schloss aus Tuxs Missgeschick, dass nun wohl nur noch ein Angriff übrig blieb. Er fing auch gleich an zu überlegen, wie man den Alphastier austricksen könnte, aber Sandrine gab zu bedenken, dass man dennoch nichts überstürzen sollte. „Das Tauros wird sicher nicht zulassen, dass du alleine mit ihm kämpfst“, sagte sie zu Zaveid, „es sei denn, du kannst genug auf sein Ego gehen, dass es keine Unterstützung ruft. Aber selbst dann ist nicht gegeben, dass die anderen einfach friedlich weiter grasen.“ Sie erwähnte noch, dass sie die anderen Tauros vielleicht mit Sandwirbel aufhalten könnte, sich aber nicht sicher war, ob das diese Pokemon nicht noch rasender machen würde. Schließlich wandte sie sich direkt an Zaveid: „Meinst du, du würdest es hinkriegen, dass nur dieses Tauros gegen dich kämpft?“


    „Also soweit ich mich an die Pokemon auf der Störtebeker-Farm erinnere, ist ein Kampf in der Regel die schlechteste aller Möglichkeiten“, mischte Elmar sich nun wieder ins Gespräch ein. „Das bringt die Pokemon in der Regel nur noch weiter gegen uns auf. Aber da ich diese Tauros nicht so genau kenne und meine Arbeit auf der Störtebeker-Farm auch schon einige Jahre her ist, fällt mir ehrlich gesagt jetzt so auf die Schnelle auch kein anderer Weg ein.“ Er zögerte kurz und wandte sich dann an seinen Cousin: „Wenn dein Vulpix den Aussetzer einsetzt, würde es dann auch den Kampf gegen den Alphastier übernehmen? Falls nicht und die Tauros mitbekommen, was du da machst, dann fürchte ich, dass die anderen Tauros auch eingreifen werden.“

    Erneut schwieg er einen Moment, bevor ihm noch ein Gedanke kam: „Wenn ich es richtig sehe, haben wir sieben Pokemon auf unserer Seite - oder acht, wenn ich Karls Xatu mitzähle. Zudem sind wir noch vier oder fünf Menschen. Falls wir uns alle zeigen und es uns gelingt, den Tauros weiszumachen, dass wir stärker wären als wir tatsächlich sind, müssen wir die vielleicht nur vor uns her treiben. Rein von der Zahl der Personen gerechnet sind wir - Menschen und Pokemon zusammengezählt - in der Überzahl. Natürlich hängt unser Erfolg bei so einer Aktion auch davon ab, wie gut die Tauros trainiert sind.“

    Kyle antwortete auf Uschaurischuums Frage, dass Schwester Joy zum Leuchtturm wollte, um dort irgendwelche Pokemon zu heilen. Er selbst war wohl auch schon nach dort unterwegs gewesen, aber dann von irgendwelchen Leuten abgewimmelt worden, die er zunächst einmal für Sicherheitspersonal gehalten hatte.

    Sabriel warf die Frage auf, ob man sich sicher sein konnte, dass das Stück Stoff tatsächlich von Kleidung kommt, woraufhin Max einwandte, dass es sich immerhin um die wahrscheinlichste Quelle des Stoffs handelte.

    Währenddessen hatte Amelia einen kleinen Wortwechsel mit Sabriel, aber dann wandte sie sich noch einmal an alle versammelten Trainer. Sie schlug vor, dass man vielleicht die Chaneiras fragen könnte, ob der Stoff zu Schwester Joy gehört.


    „Ich denke, das kann man auf jeden Fall machen“, bemerkte der Schildkrötentrainer, „aber vielleicht sollten wir aufpassen, dass wir die dadurch nicht zu sehr verunsichern. Ich habe keine Lust zu erleben, dass die in Panik verfallen.“

    Er zögerte einen Moment, aber dann ergriff er das Stück Stoff. „Komm. Morla, du darfst für mich übersetzen“, sagte er, bevor er zu dem Tresen ging und dort tatsächlich ein Chaneira fand. Er zeigte ihm das Stück Stoff, wobei er darauf achtete, dass es nur die unbeschriebene Rückseite sah und fragte: „Kannst du mir sagen, ob dieses Stück Stoff Schwester Joy gehört?“

    Das Chaneira blickte zunächst einmal etwas verunsichert drein, vielleicht hatte es nicht mit so einer Frage gerechnet. Aber dann nickte es, sagte anschließend „Cha chaneira“ und verschwand hinter einer Tür.

    Der Mentalist wollte sich schon abwenden, aber Morla hielt ihn auf. Mit den Worten „Schi schiggy schiggy ggy“ erklärte sie, dass das Chaneira den Trainer gebeten hatte, kurz zu warten. Also blieb Uschaurischuum erst einmal bei dem Tresen stehen und wartete ab.

    Es dauerte nicht lange bis das Chaneira wieder zurück kam. Es hatte ein weiteres rosanes Stück Stoff bei sich, welches es Uschaurischuum überreichte. „Chaneira neira“, sagte es dazu.

    Morla berichtete daraufhin, dass das zweite Stück Stoff wohl eindeutig Schwester Joy gehörte.

    „Darf ich mir den Stoff einmal kurz ausleihen?“, fragte der Mentalist daraufhin und deutete auf das zweite Stück Stoff.

    „Chaneira“, meinte das Pokemon und nickte dabei.


    Uschaurischuum nahm daraufhin beide Stoffe wieder mit zu dem Tisch und legte sie so hin, dass der Hilferuf wieder zu lesen war. „Das zweite Stück Stoff habe ich gerade von den Chaneiras des Centers bekommen, und zumindest das gehört Schwester Joy. Und ich würde sagen, dass die beiden bis auf den Hilferuf identisch sind.“

    Während das Stollunior los lief, um in dem Kampf mit dem Fiffyen mitzumischen, entschied es sich, gleich als erstes ein Felsgrab einzusetzen. Leider mussten sich seine Augen allerdings erst einmal an die - durch das Auslöschen der Fackeln erzeugte - Dunkelheit gewöhnen, und so bemerkte es erst einen Moment später, dass sich das Fiffyen dem auf dem Boden liegende Plinfa genähert hatte. Jetzt das Felsgrab einzusetzen wäre keine gute Idee, da es dadurch vielleicht auch das Wasserpokemon treffen würde. Also entschied sich das Stahl-Gesteins-Pokemon im letzten Moment doch noch, die Attacke zu wechseln und als erstes die Metallklaue einzusetzen.

    Leider kam es mit dieser Attacke einen kleinen Moment zu spät, so dass das Fiffyen einen Moment, bevor es die Klauen zu spüren bekam, noch eine Bissattacke auf das durch die unsanfte Landung angeschlagene Wasserpokemon einsetzen konnte.

    Das getroffene Fiffyen schien durch die Klauen durchaus Schmerzen zu verspüren, und so setzte es zunächst noch einen Jauler ein. Das Stollunior nutzte diese Gelegenheit, um seinerseits einen Härtner anzuwenden, und genau in diesem Moment hörte es, dass Jan etwas zu seinem Feuerpokemon sagte.

    Nachdem das gegnerische Pokemon mit seiner Attacke fertig war, setzte es zu einer Bissattacke auf das Stahl-Gesteins-Pokemon an, und weil letzteres erst etwas später als das Unlicht-Pokemon mit seiner Statusattacke fertig geworden war, versuchte es, der Attacke im letzten Moment noch auszuweichen, um wenigstens den größten Teil des Schadens vermeiden zu können.

    Genau in diesem Moment stürmte das Feurigel dazwischen und wandte einen Ruckzuckhieb auf den Gegner an. Das verzögerte die Bissattacke ein kleines Bisschen, so dass das Stollunior der Attacke komplett ausweichen konnte. Jan sagte erneut etwas, und das Plinfa verschwand in einem roten Lichtstrahl, so dass das Feuerpokemon und das Stahl-Gesteins-Pokemon nun keine Rücksicht mehr auf ihren angeschlagenen Kameraden nehmen mussten.

    Das Fiffyen schien sich von dem Ruckzuckhieb noch etwas erholen zu müssen, und das Stollunior nutzte die Gelegenheit, um nun das ursprünglich für die Eröffnung des Kampfes eingeplante Felsgrab einzusetzen. Aber auch das Feurigel ging nun zu seinem nächsten Angriff über und setzte seinerseits eine Glutattacke ein.

    Das gegnerische Pokemon schien von den beiden Attacken schwer getroffen zu sein, so dass das Stahl-Gesteins-Pokemon nun etwas zögerte. Gab es einen Grund, ein gegnerisches Pokemon bis zum KO zu bekämpfen? Bisher war es zufrieden gewesen, wenn sein Gegner die Flucht ergriff, und vielleicht würden die Gegner genau das machen, wenn sie merken würden, dass sie gegen die Gruppe von Trainern und ihren Pokemon nicht ankommen konnten?

    Aber offensichtlich dachten die Gegner gar nicht daran auszuweichen. Das Fiffyen setzte auf einen Befehl seines Trainers hin eine Lehmschelle auf das Stollunior ein, der diesem ordentlich zusetzte. Und Jan hatte wohl auch nicht damit gerechnet, dass die Gegner aufgeben würden. Er rief dem Feurigel etwas zu, und dieses setzte eine weitere Glutattacke ein, die dem Gegner ordentlich zusetzte, aber anscheinend war auch das noch nicht genug. Das Fiffyen griff noch einmal mit einer Lehmschelle an - die es dieses Mal auf das Feuerpokemon richtete.

    Erzürnt darüber, dass das gegnerische Pokemon sein Zögern ausgenutzt hatte, griff das Stollunior den Gegner mit einer weiteren Metallklaue an, während das Feuerpokemon noch einmal eine Glutattacke einsetzte. Das Fiffyen wich dieses Mal der Glutattacke aus, wurde dafür aber von der Metallklaue getroffen. Erstaunlicherweise schien auch das noch nicht auszureichen. Das Unlicht-Pokemon setzte noch eine weitere Lehmschelle auf das Stollunior ein, erzielte damit einen Volltreffer, und das Stahl-Gesteins-Pokemon verlor das Bewusstsein.


    Jan war entsetzt darüber, dass das Pokemon, welches er nur der Notwendigkeit halber eingefangen hatte, in diesem Kampf KO ging. Aber jetzt war nicht der Zeitpunkt, um sich darüber lange Gedanken zu machen. „Setz noch einmal eine Glutattacke ein“, rief er zu seinem Feuerpokemon und griff anschließend zu dem Pokeball, um das Stollunior darin verschwinden zu lassen. Er würde sich wohl nach dem Kampf Gedanken machen müssen, ob er es bei dem Verlassen der Höhle einfach so freilassen oder vorher noch in einem Pokemoncenter heilen lassen sollte.


    Das Feurigel griff wie befohlen ein letztes Mal das gegnerische Unlicht-Pokemon an, und nun war es das Fiffyen, welches das Bewusstsein verlor und nicht mehr weiter kämpfen konnte.



    Off Topic:

    Da sich auch bei den anderen Mitspielern noch kein Pokemon weiter entwickelt hat, lasse ich in diesem Beitrag einmal offen, ob sich das Feurigel weiter entwickelt oder nicht. Aber ich wollte zumindest schon einmal das Ende dieses Kampfes in dem Beitrag drin haben - auch wenn ich dafür für die letzten zwei Absätze den Betrachtungswinkel wechseln muss.

    Auf Uschaurischuums Nachfrage erklärte Kyle, dass sie einen Stofffetzen gefunden hatten, auf den jemand einen Hilferuf geschrieben hatte. Das Mädchen, welches das Stück Stoff bei sich hatte, legte diesen dann auch auf den Tisch. Dabei stellte sie die Vermutung an, dass der Hilferuf vielleicht von der Arenaleiterin Jasmin kommen könnte, aber dann fügte sie noch hinzu: „…oder Joy? Die Farbe passt.“

    Max stimmte dieser Vermutung zu, auch wenn er dabei erwähnte, dass er bis jetzt noch keine Schwester Joy außerhalb von Hoenn gesehen hatte.


    „Ich habe zwar noch nicht viele Schwestern Joy - sagt man das so? - gesehen“, meinte der Schildkrötentrainer, „aber die Farbe würde auf jeden Fall passen.“ Er schwieg einen Moment und fügte dann hinzu: „Nur, was soll so ein kurzer Hilferuf bringen? Ich mein, ich habe vorhin gesehen, dass Schwester Joy das Pokemoncenter verlassen hat, aber ich habe keine Ahnung, wo sie hin gegangen ist. Und auf dem Fetzen hier steht dazu nichts.“

    Mission: Die Tauros sind los!


    Zaveid und Kaliko stimmten Elmars Vorschlag zu, und nachdem auch Karl die Guardians zum Handeln aufgefordert hatte, erreichten sie unter der Leitung der Kundschafterin schon recht bald die Lichtung. Tatsächlich schlenderten vier der fünf Tauros ganz gemütlich über die Lichtung und verspeisten dabei das Gras. Das fünfte lag im Schatten eines Baumes und schien zu schlafen.

    Tux entschied sich für den von den vier grasenden Stieren, der ihm am nächsten war und ging geradewegs auf diesen zu. In einem respektvollen Anstand zu diesem blieb er stehen und ergriff das Wort. „Entschuldige bitte einen Augenblick. Darf ich euch mal etwas fragen?“, erkundigte er sich zunächst einmal.


    Das Tauros, welches von dem kleinen Pinguin angesprochen wurde, unterbrach seine Mahlzeit und starrte das Plinfa an. Es schnaubte einmal und antwortete mit einem tiefen Bass: "Was gibt es, kleiner Vogel?"


    „Normalerweise hätte ich erwartet, dass ihr auf dem Feld seid“ - das Plinfa deutete zurück in die Richtung, aus der es zusammen mit Elmar und den Kameraden gekommen war. „Wie kommt es, dass ich euch hier mitten im Wald antreffe?“


    Der Stier ließ seinen Blick zwischen dem Plinfa und der Richtung, in die dieses zeigte, kurz hin und her schweifen. Anschließend entgegnete es: „Ja da steht unser Feld, da sind wir auch meistens. Heute hat der Boss uns hier her geführt. Das Grass hier schmeckt viel besser.“


    Diese Antwort überraschte Tux ein kleines Bisschen. Soweit er es mitbekommen hatte, sollten sie die Tauros wieder einfangen, weil die Tauros von dem Feld entkommen waren. Andererseits hatten Elmar und seine Kollegen bei der Ausbruchstelle irgend etwas heraus gefunden, was die Sache wohl etwas komplizierter machte. Aber vielleicht meinte der Stier auch irgend jemand anderem mit dem Boss? „Euer Boss?“, fragte er deshalb. „Meinst du damit einen der Menschen, die eure Farm leiten?“


    Das Tauros schaute verwirrt: "Menschen? Ach du meinst unseren Fütterer. Nein den mein ich nicht. Unser Boss liegt da drüben." Der Stier deutete mit seinem Horn zu dem Tauros mit dem roten Halstuch im Schatten der Bäume. "Er hat uns zu diesem frischen Gras geführt."


    Der kleine Pinguin schaute einmal zu dem Leitstier hinüber. Wenn das der Anführer war, wie viel hatten dann die einzelnen untergebenen Herdentiere zu bestimmen? Vielleicht war es besser, wenn er sich statt dessen mit dem Leitstier unterhielt? „Ich denke, dann sollte ich mich vielleicht eher mit ihm unterhalten“, sagte er nun zu seinem aktuellen Gesprächspartner. „Lass dir das Gras schmecken, und Entschuldigung dafür, dass ich dich gestört habe.“


    „Oh danke, das Gras ist wirklich lecker, solltest du auch mal probieren. Viel Erfolg beim Boss!“ Mit den Worten wandte sich das Tauros wieder den Pflanzen zu.


    Nachdem Tux sich von seinem bisherigen Gesprächspartner verabschiedet hatte, wandte er sich ab. Er hatte nicht vor, das Gras zu probieren, da er sich viel lieber von Fischen ernährte - oder von dem Futter, welches er von Elmar bekam. Aber er war ja nicht hier, um sich über Essgewohnheiten zu unterhalten, und so näherte er sich nun auf den schlafenden Tauros, wobei er auch dieses mal in einem respektvollen Abstand stehen blieb.

    „Entschuldige bitte einen Augenblick. Darf ich euch mal etwas fragen?“, fragte er noch einmal, wobei er sich nicht sicher war, ob er überhaupt von einem schlafenden Pokemon eine Antwort bekommen würde.


    Das Alphatier der Herde riss seine Augen auf. Seine tiefschwarzen Pupillen fixierten den Pinguin. „Du störst mich während meiner wohl verdienten Ruhe und dann soll ich dir auch noch Fragen beantworten? Wer bist du, dass du dir sowas erlaubst?“ Bei seinem letzten Satz ließ das Tauros seine drei Schweife mit einem lauten Knall durch die Luft schwingen. Die vier anderen Tauros unterbrachen sofort ihre Mahlzeit und drehten sich zu dem Alphatier.


    Als Tux sah, wie der Stier reagierte, trat er erst einmal einen Schritt zurück. Er hatte überhaupt nicht vorgehabt, die Tauros so gegen sich aufzubringen. „Ich bin nur ein kleiner flugunfähiger Vogel“, erzählte er. „Und wenn du lieber deine Ruhe haben willst, würde ich sie dir auch gerne geben, nur leider haben meine Kameraden und ich den Auftrag, euch wieder auf euer Feld zurück zu bringen.“ Erst nachdem er dies gesagt hatte, fiel ihm auf, dass es vielleicht nicht so geschickt war, gleich mit der Tür ins Haus zu fallen.


    Der Stier lachte kurz auf. „Ein Vogel, der nicht fliegen kann. Hahaha!“ Als der Alphastier aber hörte, dass dieser kleine Piepmatz ihn, den Alphastier, wieder zurück zur Weide bringen wollte, verstummte er. Seine Augen fixierten den Pinguin. Er stand leider außerhalb der Reichweite seiner Hörner. „Und wo sind deine Kameraden? Immerhin stehst du hier alleine.“ Das Wildbullen-Pokémon schnaubte in die Richtung des Plinfas. „Außerdem was kannst du uns bieten? Wir hätten nichts davon, mit dir Winzling zurück zu gehen.“


    Konnte es sein, dass die Situation zwar brenzlig, aber dennoch noch zu retten war? Der kleine Pinguin überflog blitzschnell in seinen Gedanken mögliche Optionen und entschied sich dann, erst einmal nicht genauer auf die Zahl und die Art seiner Gefährten einzugehen. „Meine Kameraden haben sich um die Lichtung herum zwischen den Bäumen versteckt“, behauptete er deshalb. „Und vielleicht ist es euch lieber, wenn ihr einfach so mitkommt als wenn euch jemand dorthin zurück treibt?“


    Der Bulle kniff seine Augen zusammen. Kurz ging er die Optionen durch. Der Vogel könnte bluffen oder die Wahrheit sagen. Aber selbst, wenn er die Wahrheit sagen würde, könnten seine Kameraden nicht sonderlich gefährlich sein, wenn sie ein winzig kleines Pokémon vorausschicken. "Wenn du versuchen willst, uns zurück zu treiben, mach doch, dann werde ich dich und deine Kameraden zerstampfen!" Er schnaubte erneut. Dieses Mal so heftig, dass kleine Tröpfchen aus seinen Nüstern flogen. "Oder du könntest dich nützlich machen und mir etwas Wasser bringen. Dann lass ich auch alle deine Federn an dir. Nun geh, du Quälgeist!" Mit dem letzten Satz peitschte er erneut mit seinen drei Schweifen und schloss die Augen wieder. Die anderen Tauros begannen erneut, das Gras zu verspeisen.


    „Also mit Wasser kann ich behilflich sein“, wandte das Plinfa ein und begann, seine Wasserattacke so einzusetzen, dass etwas seitlich versetzt vor dem Alphabullen eine klitzekleine Pfütze entstand. „Und wenn du noch mehr haben willst, bin ich mir sicher, dass Elmar - das ist einer meiner Kameraden - eure Fütterer dazu überreden kann, euch auf eurem Feld welches zu geben.“ Danach wandte sich der kleine Pinguin ab und ging langsam wieder in Richtung des Feldes auf den Rand der Lichtung zu, immer bereit, sich seinem Gesprächspartner erneut zuzuwenden, falls dieser das Gespräch fortsetzen wollte.


    Als das Plinfa die Pfütze produzierte, spritzte Matsch auf das Gesicht des Alphatieres. Dieses schnaubte laut und bedrohlich, als das Plinfa sich auf den Rückweg machte. Es schrie hinterher: „OLAF! Zertrampel das Federvieh!“ Dabei knallten seine drei Schweife durch die Luft. Eines der Tauros hörte sofort mit dem Fressen auf. Starte den Vogel an. Blähte seine Nüstern auf und stürmte los. Karl reagierte ohne Verzögerung. Sein Pokéball flog aus dem Dickicht auf die Lichtung und ein grüner Vogel erschien. Dieser flog zu Tux, packte ihn mit seinen Krallen und verschwand, bevor das Tauros sie erreichen konnte.


    Das Xatu tauchte wie aus dem Nichts vor Karl und Elmar wieder auf. Das Plinfa hing dabei von seiner Kralle herab. Karl ergriff leise das Wort: „Ich denke mal, diese Idee war ein Schuss in den Ofen. Was hat dein Plinfa herausgefunden, Elmar?“


    „Ich habe leider nur das halbe Gespräch mitbekommen, da ich nur mein eigenes Pokemon, aber nicht die fremden Pokemon verstehe“, erklärte der Mentalist auf diese Frage. „Und nach dem, was das Plinfa gesagt hat, hatte ich mehr den Eindruck, als ob es versucht hat, das Leittauros dazu zu überreden, dass es zusammen mit seinen Artgenossen freiwillig wieder zu ihrem Feld zurück kehrt. Aber was die letzte Aktion sollte, erschließt sich mir nicht.“ Anschließend wandte er sich an sein Wasserpokemon: „Kannst du da Licht in die Sache bringen?“

    „Plinfa pli pli plinfa“, begann Tux zu stammeln.

    Elmar konnte bei diesen Worten klar erkennen, dass sein kleiner Freund vor Aufregung noch ganz durcheinander war. „Beruhige dich erst einmal“, schlug er deshalb vor. „Und vielleicht beginnst du erst einmal ganz am Anfang und berichtest, wie das Gespräch gelaufen ist.“

    Der kleine Pinguin atmete einige mal ein und aus und begann dann zu berichten, wie das Gespräch verlaufen war, und Elmar wiederholte dies dann anschließend für Karl und für seine Kameraden.


    Off Topic:

    Die Aktionen von den Tauros und von Karl hat selbstverständlich Kuraudo beigesteuert. Ich hoffe, dass der kleine Pinguin die Situation nicht zu sehr kaputt gemacht hat.

    Tatsächlich passierte auf dem Weg zum Pokecenter nicht mehr viel, so dass die beiden Trainer und ihre Pokemon recht zügig voran kamen und schon bald das Pokecenter erreicht hatten. Nachdem sie das Gebäude betreten hatten, ergriff A’Turin das Wort: „Chelast chel chelast?“, erkundigte er sich.

    „Keine Sorge, ich habe das nicht vergessen“, antwortete der Mentalist daraufhin und nahm nun erst einmal seinen Rucksack ab, um dort das Pokemonfutter und die Näpfe für seine drei kleinen Freunde heraus zu nehmen. Dabei merkte er allerdings, dass statt der Futternäpfe ein paar Sachen von Joyce darin waren, und ihm fiel auch wieder ein, dass sie die Sachen umgepackt hatten, nachdem der Rucksack des Mädchens auf der Überfahrt vollkommen durchnässt worden war. Um seinen kleinen Freunden aber doch noch etwas Futter zu geben, nahm er den Deckel von der Pokemonfutterdose und packte dort etwas Futter drauf. „Ich denke, ihr müsst euch jetzt erst einmal das Futter teilen. Eure Näpfe muss ich mir nachher erst wieder zurück holen“, erklärte er dabei seinen kleinen Freunden.

    „Schiggy“, „Chelast“ und „Qurtel“, bekam er als Antwort, und die drei Schildkröten begannen auch gleich, sich gemeinsam das Futter schmecken zu lassen.

    Nachdem diese fertig waren, setzte der Schildkrötentrainer wieder den Deckel auf die Futterdose und packte diese dann auch wieder zurück in seinen Rucksack.


    Eine Weile später tauchten Kyle, Amelia und ein weiteres Mädchen auf, das Uschaurischuum zuvor schon bei der Gruppe gesehen, aber dessen Name er bis jetzt noch nicht mitbekommen hatte. Kyle bat die Anwesenden, sich im Pokecenter zu versammeln, weil es wohl etwas zu besprechen gab.

    Amelia schlug daraufhin vor, dass man sich an einen Tisch setzen und sich beratschlagen könnte. „Der Hinweis kann ja von jeder Person kommen die die dir, Kyle, zu nahe gekommen war“, wandte sich sich anschließend an den Gruppenleiter. „Ich denke mir als du die erste Waffel gekauft hast oder es war schon länger her.“

    „Darf ich fragen, um was für einen Hinweis ihr da überhaupt sprecht und in was für einem Zusammenhang der steht?“, mischte sich der Schildkrötentrainer an dieser Stelle in das Gespräch ein. Nach kurzem Zögern fügte er noch hinzu: „Ich kann nur schlecht etwas beitragen, wenn ich gar nicht weiß, worum es überhaupt geht.“


    Off Topic:

    Ich hoffe, es ist OK, wenn ich annehme, dass Kyle erst einmal noch nicht genauer gesagt hat, worum es überhaupt geht. Mit der Sache bei den Futternäpfen beziehe ich mich auf Beitrag #892 und die darauf folgenden Beiträge. Ich hoffe, dass Juan Johnson nicht komplett aus dem RPG ausgestiegen ist und wir die Sachen bei Gelegenheit wieder zurück tauschen können. Vielleicht ist dafür aber der Abend geeigneter - also dann, wenn wir für die Nacht einchecken.

    Während sich die versammelten Pokemon und Menschen auf den Weg machten und dem Gang folgten, den das Stahl-Gesteins-Pokemon ihnen aufgezeigt hatte, ging letzteres zunächst einmal seinen Gedanken nach. Der Mensch hatte zwar versprochen, dass sie sich bei dem Verlassen der Insel noch einmal darüber unterhalten würden, ob es bei ihm und seinen Pokemon bleiben wollte, aber konnte es sich da sicher sein? Wollte es das überhaupt? Immerhin hatte es die Menschen und ihre Pokemon beobachtet, weil es zuvor bemerkt hatte, dass sich das Feurigel und das Taubsi hier unten etwas umgesehen hatten und vom Verhalten der beiden nicht das Gefühl gehabt, dass die beiden nur blind irgendwelchen aufgezwungenen Befehlen folgten. Neugierig darüber, ob die beiden Pokemon zu irgendwelchen Menschen gehörten, hatte es sich dann etwas später, als die Menschengruppe hier aufgetaucht war, nicht wie sonst zurück gezogen. Und das hatte dann zu der Auseinandersetzung mit dem Plinfa und darüber dazu geführt, dass dieser eine Mensch den Pokeball geworfen und es damit eingefangen hatte.

    Es wurde aus seinen Gedanken gerissen, als es auf einmal von dem Wasserpokemon angesprochen wurde: „Ich denke, ich muss mich bei dir entschuldigen“, sagte dieses. „Ich hätte dich vorhin nicht einfach so angreifen dürfen. Jan hat schon recht, dass ich überreagiert habe.“

    „Nein, ich muss mich entschuldigen“, ging das Stollunior darauf ein. „Ich hätte dich nicht als ein ‚x-beliebiges dahergelaufenes Pokemon‘ bezeichnen sollen.“ Es zögerte etwas und fragte dann: „Wer oder was ist eigentlich ein Jan?“

    „Ach ja, das hast du ja noch gar nicht mitbekommen. Jan ist der Name für den Menschen, der vorhin den Pokeball auf dich geworfen hat.“

    „Ach, so ist das.“ Irgendwie schien das Plinfa nett zu sein, und anders als das Stahl-Gesteins-Pokemon es befürchtet hatte, schien die anfängliche Auseinandersetzung mit der Beleidigung und dem Angriff nun aus der Welt geschafft zu sein. Das Stollunior wollte sich zwar noch weiter mit dem Plinfa und vielleicht auch noch etwas mit dem Taubsi und dem Feurigel unterhalten, aber einer der anderen Menschen - das Stollunior kannte sich da zwar nicht so gut aus, aber es hatte das Gefühl, dass das ein Weibchen war -, hielt nun einen Finger vor den Mund und machte: „Pst.“ Diese genaue Geste war dem Stahl-Gesteins-Pokemon zwar noch unbekannt, aber aus der Reaktion der anderen Menschen und Pokemon zu urteilen, musste das wohl bedeuten, dass man leise sein sollte.


    Später tauchten auf einmal ein paar andere Menschen auf, die mit Fackeln für ordentlich Licht sorgten, welches das Stollunior blendete. Diese machten auch gleich ein paar Bemerkungen, denen zufolge diese Menschen Jan und seinen Kameraden wohl nicht wohlgesonnen waren. Schon bald griffen diese gegnerischen Typen allerdings nach Pokebällen und ließen drei Fiffyen, ein Camaub und zwei Krebscorp erscheinen.

    „Wie geht ihr normalerweise mit so etwas um?“, erkundigte sich das Stollunior leise bei dem Feurigel. Bis jetzt hätte es sich in so einer Situation zurückgezogen, aber es war sich irgendwie sicher, dass die Menschen seiner Gruppe etwas anderes im Kopf hatten.

    „Nun, ich gehe davon aus, dass wir kämpfen“, flüsterte das Feuerpokemon zurück, „aber wir überlassen diese Entscheidung unseren Trainern.“

    „Ihr kämpft bei diesem Gegenlicht?!“

    „Nun, gegen das Gegenlicht kann ich vielleicht etwas unternehmen“, meinte das Plinfa daraufhin und wandte sich nun an das Taubsi: „Kann ich auf dich aufsteigen? Wenn du mich mitnimmst und etwas heran fliegst, kann ich mehr ausrichten.“

    „Wir können es zumindest probieren“, antwortete das Normal-Flug-Pokemon.

    Während das Wasserpokemon auf die kleine Taube aufstieg, hatte das Stollunior den Eindruck, als ob zwei der gegnerischen Menschen umgekippt waren. Aber es war sich bei dem Gegenlicht nicht sicher, ob es sich nur täuschte.

    Tatsächlich war das Plinfa doch etwas schwer für das Taubsi, so dass letzteres alle Kräfte aufwenden musste, um in die Luft zu steigen, und auch die Flugbewegungen waren etwas unbeholfen. Eines der gegnerischen Fiffyen begann zu jaulen, als es diesen Gegner sah, aber der kleine Pinguin ließ sich davon nicht beeinflussen und setzte statt dessen eine Wasserattacke auf die Fackeln ein, mit denen die Gegner für das Gegenlicht sorgten.

    Einer der beiden auf dem Boden liegenden gegnerischen Menschen hatte sich inzwischen etwas aufgerappelt und gab einen kurzen Befehl. Das Fiffyen, welches vorhin noch gejault hatte, setzte daraufhin zu einer Brüller-Attacke an. Unglücklicherweise führte das dazu, dass das Taubsi mit einem Lichtstrahl in seinem Pokeball verschwand, das Wasserpokemon herunter auf den Fußboden stürzte und das Stollunior irgendwie den Drang verspürte, um nach vorne zu stürmen und dem gegnerischen Unlicht-Pokemon Einhalt zu gebieten.



    Jan beobachtete währenddessen, wie seine kleinen Freunde mit der Situation umgingen. Es war erfrischend zu sehen, wie sie selbst die Initiative ergriffen und selbständig etwas gegen das Gegenlicht unternahmen. Dass sie dabei von einem der gegnerischen Pokemon angegriffen wurden und die gegnerische Brüllerattacke das Taubsi durch das Stollunior austauschte, gefiel ihm zwar nicht, aber er griff immerhin zu dem Pokeball und rief das Taubsi erneut hervor. Immerhin war es besser, wenn die kleine Taube bei Bedarf jederzeit in den Kampf eingreifen konnte.


    Off Topic:

    - Hauptsächlich aus dem Blickwinkel des Stolluniors geschrieben, deshalb habe ich die Aussagen der Pokemon auch im Klartext in diesen Beitrag eingebaut. Wie der Kampf gegen das Fiffyen weiter geht, habe ich mir noch nicht überlegt, und wer das Level-Up bekommt und sich dann vielleicht auch entwickeln wird, verrate ich noch nicht.

    - Ob die Fackeln mit der Aktion von dem Plinfa und dem Taubsi gelöscht sind und das Gegenlicht beseitigt ist, lasse ich einfach einmal offen. Ich denke, das könnt ihr in den nächsten Beiträgen entscheiden.

    Mission: Die Tauros sind los!


    Elmar war noch nicht weit in den Wald vorgedrungen als Sandrine hinterher kam und ihn ansprach. „Hey, Elmar!“, sagte sie. „Du kennst dich doch ganz gut mit Pokémon aus, oder? Das hier hat Rosie bei der Durchbruchstelle gefunden. Was glaubst du, von welchem Pokémon das stammen könnte?“ Mit diesen Worten zeigte sie ihm ein helles, fast durchsichtiges Haar.


    „Hmmm“, meinte der Brillentäger daraufhin und betrachtete das Haar eine kurze Zeit. „Also genau kann ich dir das nicht so genau sagen. Wie du sicher weißt, gibt es etliche helle - oder sogar weiße - Pokemon. Zaveids Vulpix zum Beispiel ist ja wie du sicher weißt eines davon. Aber ich denke, wir können das genauer einschränken. Vögel haben zum Beispiel Federn statt Haare, also fallen die schon einmal weg. Ähnliches gilt für Pokemon, die Schuppen statt Haare haben. Zudem scheint mir das Haar nicht nur hell, sondern auch noch halbtransparent zu sein. Das schränkt die Anzahl der Möglichkeiten sicherlich weiter ein, aber leider kann ich dir da nicht weiterhelfen. So gut kenne ich mich nun doch nicht mit den Pokemon aus als dass ich wüsste, welche davon halbtransparente Haare haben und welche nicht.“


    Wenig später kam auch Kaliko hinter den anderen her - was Elmar ein klein wenig verwundete: War sie nicht vor ihm in den Wald gegangen? Wieso war sie auf einmal hinter ihm? Jedenfalls rief sie: „Leute, ich habe was entdeckt. Die Tauros grasen auf einer Lichtung Richtung Osten. Lasst sie uns einfangen.“

    „Und hast du auch einen Plan, wie wir das anstellen sollen?“, wandte Sandrine ein.


    „Also, wenn wir die auf das Feld zurück treiben wollen, müssten wir versuchen, uns zunächst einmal auf die andere Seite von denen zu begeben, damit die - falls die von uns weg laufen - in die Richtung des Feldes laufen“, meinte der Mentalist daraufhin. „Aber vielleicht macht es Sinn, wenn wir vorher versuchen, mit ihnen zu reden und sehen, wie sie darauf reagieren. Ich vermute, dass ein einzelnes, kleines Pokemon wie zum Beispiel ein Plinfa sich denen leichter nähern können wird als wenn wir gleich zu mehreren Personen direkt auf sie zu marschieren.“

    „Plinfa?! Plin plinfa fa pli?“, wandte Elmars gefiederter Freund ein.

    „Ja, ich habe an dich gedacht, Tux. Du musst dich denen nur vorsichtig nähern und sie aus einer respektvollen Entfernung ansprechen, und ich bin mir sicher, dass du das hin bekommst.“

    „Pli plinfa plinfa pli?“

    „Nun, ich denke, dass meine Kollegen das Geschehen beobachten und in so einem Fall eingreifen werden“, antwortete der Mentalist. „Auch wenn es mir lieber wäre, wenn es nicht dazu kommt.“

    „Plinfa pli“, antwortete der kleine Pinguin, während Elmar weiter den von den Tauros hinterlassenen Spuren folgte.



    Off Topic:

    Um Verwirrungen zu vermeiden, möchte ich einmal darauf hinweisen, dass Zaveids Vulpix ja ein Alola-Vulpix ist und deshalb eine andere Farbgebung als normale Vulpix hat.

    Tatsächlich setzten sich Jan-Friedrich und Heinrich schon bald, nachdem Doyle begonnen hatte, ebenfalls wieder in Bewegung, und der Bauz änderte seine kreisenden Flugbewegungen nun so, dass er nahe genug in ihrer Nähe blieb, um sie schnell informieren zu können, falls ihm irgend etwas auffallen sollte.

    Einige Zeit lang passierte nichts, aber dann entdeckte der Vogel einen jungen Mann in Begleitung eines flusspferdartigen Pokemon, der es anscheinend gerade mit ein paar dieser grau gekleideten Typen zu tun bekam. Und war das eines dieser Eier, die einer der Typen da gerade in der Hand hielt? Doyle war sich nicht sicher, ob er den jungen Mann schon bei der Gruppe der überlebenden Pokemontrainer gesehen hatte, aber auf jeden Fall durfte man das Ei nicht den grauen Männern überlassen. Er war sich allerdings nicht sicher, ob der junge Mann und sein Pokemon das alleine schaffen würden. Aber sollte er den beiden jetzt sofort helfen? Nein, auch dann war der Ausgang viel zu ungewiss. Also entschied er sich, zuerst noch einen kleinen Umweg zu machen und erst einmal zu dem Mentalisten zu fliegen.


    Schon wenig später war er so nahe an den blonden Brillenträger und seine Begleitung heran geflogen, dass sie ihn hören konnten. „Bauz bau bau bauz bau bauz. Bauz bau bauz bauz bau bau, bau bau bauz!“, rief er, während er um sie herum kreiste. Nachdem er diese Meldung vollendet hatte, flog er ohne abzuwarten zurück zu der Stelle, an der sich der junge Mann und die grau gekleideten Herren befanden. Sobald er nahe genug war, richtete er ohne auf eine Einladung zu warten eine Heuler-Attacke auf das feindliche Rocara.


    Der Vogelforscher hatte natürlich die Aussage seines gefiederten Freundes verstanden. „Anscheinend hat Doyle ein weiteres Ei entdeckt, mitsamt grauen Herren, die das wohl gerade einsammeln und einem jungen Mann das Leben schwer machen“, übersetzte er die Aussage für Heinrich. „Ich denke, wir sollten dem Bauz folgen und dem jungen Mann im Kampf gegen die Typen beistehen.“


    Off Topic:

    Mit dem „jungen Mann“ ist selbstverständlich der Chara von MRKDH93 gemeint, und das „flusspferdartige Pokemon“ ist dessen Hippo. Theoretisch hätte ich auch das OK von R0ß50N gehabt, um seinen Chara bis in den Kampf mitzuziehen, aber ich denke, es reicht erst einmal, wenn ich nur rückblickend schreibe, dass Heinrich und Jan-Friedrich sich wieder auf den Weg gemacht haben.