Beiträge von Orwan

    Dein erster Satz steht da so, als wäre er in Stein gemeißelt. Es wäre schön, dazu ein paar Gedanken zu hören.


    Irgendwie kann ich dem Gedankenexperiment nicht so wirklich folgen. Erstmal finde ich die Annahme ziemlich aus der Luft gegriffen, aber gut. Es wirkt so, als ob davon ausgegangen wird, dass es einen offensichtlich schönen Lebensweg gibt, über den man sich nachher freuen kann und man sich nur zu diesem entschließen muss. Aber das Leben besteht doch eher aus unendlich vielen Entscheidungen, die man dann evtl. (zum Teil Jahre) später bereut. Da man sich nach einer Wiederholung eh nicht mehr an das letzte Leben erinnern kann, gibt es auch keine Möglichkeit vorher zu wissen, jetzt die richtige Entscheidung zu treffen. Es ist ja nicht so, dass wir mit voller Absicht das tun, was uns das Leben so schlecht wie möglich macht.

    Von der Perspektive aus, die ich als Nicht-Spieler habe, finde ich die zweite und dritte Änderung ziemlich seltsam.


    Den Regeltext einer Karte komplett zu ändern, ergibt für mich keinen Sinn. Meiner Meinung nach sollte eine Karte nur erratiert werden, damit das Wording auf eine allgemeine Regeländerung angepasst wird (zum Beispiel bei Magic: Von "Comes into play" zu "enters the battlefield"). Dinge, die eine Karte kann bzw nicht kann, die aber nicht auf dieser draufstehen, stören (mich jedenfalls) gewaltig. Wenn ich z.B. casual spiele und mir plötzlich einer sagt, dass ich aber eine Münze werfen muss, das aber nicht auf der Karte draufsteht, ist das erstmal ziemlich doof.
    Meiner Meinung nach kann man dies viel besser lösen, indem man in der nächsten Edition eine andere Karte druckt, die eben den neuen Effekt hat und Catcher rausrotieren lässt bzw. bannt, wenn es wirklich sein muss (kann ich nicht beurteilen).
    Die dritte Änderung ergibt aus ähnlichen Gründen keinen Sinn. Warum drucken sie auch die Karte, wenn sie nicht wollen, dass man sie zusammen in einem Zyklus miteinander spielen kann. Es gibt die Regel, dass man jede Karte maximal 4 mal spielen kann, daran sollte man sich (im Allgemeinen) halten.

    Moin,


    ich suche schwarz-weiße Pokémon-TCG-Hüllen, die ich in Erinnerung habe, aber die nicht diese hier sind: *klick*


    Allgemein lassen sich ziemlich schwer Hüllen mit Pkmn-Motiven finden. Nehmt ihr immer die schlichten von UltraPro?^^

    Ich verstehe es irgendwie nicht ganz.
    Das Release von FR/BG ist fast schon 10 Jahre her. Kinder, die erst seit ein paar Jahren spielen, haben doch keine so große Beziehung zu den alten Pokemon/ zur alten Region. Will man dann damit die Spieler von vor 10 Jahren erreichen? Wenn ja, wieso macht man dann noch einmal die selbe Geschichte des 10-jährigen Pkmn-Trainers? Selbst Spieler, die 6 Jahre alt waren, sind mittlerweile 16. Und denen traue ich zu, einen etwas besseren Geschmack zu haben, als sich eine einfallslose Story antun zu müssen.


    Das Pokémon-Universum ist mittlerweile so verdammt groß! Wieso kann sich dann niemand irgendeine andere Storyline ausdenken? Es gab überall in den Spielen (in den Spin Offs!)/ in der Hauptserie Eckpunkte, auf die man aufbauen könnte. Mit denen etwas neues hätte gemacht werden können.


    ( Ich möchte die Serie natürlich nicht ohne Infos komplett schlecht reden. Vielleicht ist die Story nicht ganz so eintönig und langweilig. Aber so wie es sich anhört, wird es einfach die Erzählung der Spiele, was ich als extrem unnötig empfinde.)


    PS: Ehrlich gesagt bin ich auch kein Fan von Pokemon Special. An sich ist er schon besser, als der Anime, aber etwas besonderes ist er nicht...

    Zwar OT, aber hier ein "Danke" an den Post von Capt. Pika.


    Zitat

    eine Internationale Truppe "Böser"

    Afair kam es mir bei Black/White so vor, als ob GF sein Team diesmal nicht nur als stumpf-böse, sondern etwas differenzierter als sonst präsentiert hat. Natürlich noch lange nicht die Art von Ausarbeitung, die man eigentlich von einem Rollenspiel erwarten sollte, aber nach 15 Jahren Pokémon erfahrungsgemäß.

    Nachdem die Gruppe einen etwas größeren, aber dennoch dunklen Raum betraten, der aus einem länglichen Pfad über das Wasser, dass sich in der Höhle angesammelt hatte, bestand, konnte Grey, so wie auch die anderen, einige Pokémon erkennen, die an den Seiten langsam auftauchten.
    Soweit er sie durch das künstliche Licht, dass seine Gefährten erzeugten, erkennen konnte, waren es allesamt Wesen des Wassers, die den Eindruck machten, als ob sie schon die ganze Zeit auf sie gewartet hätten.


    „Was zum?!“, murmelte Grey. Kramurx, dass ihm vorsichtig auf dem Boden gefolgt war, flatterte leicht nervös auf, versuchte aber, dies zu unterdrücken, um keine erschreckenden Bewegungen zu machen.


    Plötzlich fingen die Pokémon an, sich gemeinsam auf irgendetwas einzustimmen, indem sie gleichzeitig ihre Mäuler öffneten und daraus ein eisiger Hauch sich immer weiter ausbreitete.
    Shyreen reagierte so schnell sie konnte, rief: „Weg hier!“ und stürmte zum Ausgang. Ohne weitere Umschweife rannte Grey ihr hinterher. Er konnte sich denken: Sie waren in Gefahr! Das Herz des jungen Mannes pochte noch schneller, als er schon zuvor in dem dunklen Schacht getan hatte.


    Der Boden wurde von einer Schicht aus Eis umhüllt, die die Flucht umso schwerer machte. Grey konnte sich nur schwerlich auf seinen Beinen halten und versuchte, Bummelz so gut es ging, auf seiner Schulter festzuhalten. Der kalte Windsturm, der feinste Eis- und Schneekristalle umherwirbelte, ließen ihn nur wenige Füße weit sehen, sodass er nur schätzen konnte, wohin er rennen musste.
    Doch als sie am Ausgang angelangt waren, blockierte diesen eine dicke Eisschicht, die ein Weiterkommen unmöglich machte.


    Also ein anderer Weg! Schnell schaute er sich um. Er konnte wieder einigermaßen gut sehen, da sich der Sturm langsam wieder legte, und konnte einen einzigen weiteren Gang erkennen, der aus der Kammer hinausführte.


    „Wir haben nur die eine Chance, bewegt euch, bevor das Eis schmilzt.“, gab Shyreen erneut schreiend das Kommando und Grey sah schnell ein, dass dies wirklich die einzige Möglichkeit war.


    „Gut festhalten“, meinte er mit einem pessimistischen Ton zu Bummelz und lächelte schief.
    Er schluckte kurz und nahm danach die Beine in die Hand.


    Es kam so, wie es kommen musste. Nachdem er mit einigen anderen Shyreen gefolgt war, lief er, da er intuitiv einfach geradeaus zum Ausgang los rannte, viel zu dicht am Rand der Eisscholle entlang. Nur eine Schritte später fing es lautstark an zu Knarksen und sein linker Fuß sank urplötzlich nach unten. Er war durch das Eis hindurchgetreten...
    Keine Sekunde später folgte der Rest seines Körpers, der nach links kippte und dann in das kristallklare Wasser fiel. Ein eiskalter Schock drang durch Greys Körper, der die Zeit kurz anhalten ließ und alle Energie schlagartig in den Kopf steigen ließ. Erst jetzt bemerkte er überhaupt, was passiert war und versuchte, sich im Wasser zurechtzufinden.
    Wo war die Wasseroberfläche? Wie lang würde er es in dieser Kälte überhaupt aushalten? Wie sollte er überhaupt wieder an Land kommen? Hatte er noch mehr der Gruppe mit in das Nass gerissen? Und wo war Bummelz?

    Während sich Grey auf einen nächsten Angriff der Garados mit ihren Schwanzflossen bereitmachte, schaute er hastig nach seinem Begleiter, den er in den letzten Sekunden aus den Augen verloren und fast vergessen hatte. Das Bummelz, das durch die Geschehnisse ausnahmsweise aufgeweckt wurde, hatte sich nach dem Sturz seines Trägers stark an seiner Schulter festgehalten, indem es seine Krallen in seinen Pullover gerammt hatte.
    Nach seinem Adrenalinrausch bemerkte Grey nun, dass das Faultier ihm ziemlich große Schnittwunden verpasst hatte, da seine scharfen Finger wie durch Butter sein Oberteil aufgeschnitten und sich leicht in sein Fleisch gebohrt hatten - was nun anfing zu brennen. „Pass doch auf!“, maulte er das Bummelz an, welches als Antwort nur ein schläfriges Grummeln von sich gab.


    Da es für das Monster momentan nicht sehr günstig war, auf Greys Schulter zu liegen, da dieser sich nicht noch weitere Schnittverletzungungen wünschte, es für das Bummelz außerdem sehr gefährlich werden könnte, falls es herunterfallen sollte, legte der junge Mann es hinter den Türramen ab, wo es eingermaßen sicher war. Auf seinen Füßen stehend, versuchte das Faultier einigermaßen gerade, ohne zu stolpern unter Deck zu gehen, bis Grey es schließlich außer Augen verlor.


    Gerade als er seinen Blick von seinem Gefährten abwandt, schoss urplötzlich ein großer Wasserschwall auf ihn zu. Zum Glück konnte er schnell genug reagieren, sodass er diegewaltige Wasserdüse ausweichen konnte, indem er sich in einer hastigen Bewegung wegduckte. Das war knapp...
    Grey versuchte, die Lage erneut zu überblicken. Die Wasserdüse kam von einem der Toheido, von denen er bisher noch gar nichts mitbekommen hatte. Wo kommen die denn her?, fluchte er innerlich. Doch da wurde ihm klar, dass die Garados wohl die ganze Zeit gegen die Haie gekämpft haben könnten, das Schiff dagegen nur zur falschen Zeit am falschen Ort war.


    Er wusste nicht, was genau er in der jetzigen Situation tun sollte. Auch wenn seine Vermutung stimmte, schienen sich nun alle Wasserpokémon gegen die „Rosalie“ gewendet zu haben. Da er keinen blassen Schimmer hatte, wie er mit seinem kurzen Küchenmesser auch nur ansatzweise gegen die Angreifer vorgehen konnte. Wie sehr er sich in diesem Moment eine Pistole gewünscht hätte!


    Just in diesem Moment hörte er ein ungleichmäßiges Flattern hinter sich. Grey wusste nicht genau, wie ihm geschah, als er jedoch ein lautes Krähen hörte, konnte er sich ein Bild machen. Als er sich umdrehte, sah er Kramshef, dass energiegeladen hinter ihm flog und ihn teils nervös, teils entschlossen ansah. Scheinbar hatte sich der Vogel ohne sich irgendwie bemerkbar zu machen auf dem Kahn eingenistet.
    Die Krähe wurde Grey so einfach nicht los...
    Jedoch kam sie ihm in diesem Moment mehr als Recht. Das Kramshef machte den Anschein, als ob es seinen „Herren“ beschützen wollte, wahrscheinlich als Gegenleistung für die Hilfe, die Grey dem Vogel angeboten hatte. Die Krähe merkte man sehr gut an, dass sie Angst hatte.
    „Du musst selbst wissen, ob du dein Leben auf's Spiel setzen willst.“, meinte Grey gefühllos, jedoch erwartete das Kramshef nichts anderes von ihm. Seine Entscheidung war gefällt - es schaute den jungen Mann nur noch kurz an, danach flog es die Reling hinunter zu den Toheido, die immer noch wutentbrannt gegen die Schiffswand schlugen. Allen Mut fassend schlug es einem der Heie ihren Schnabel in den Bauch. Das Toheido fauchte laut auf, da die Krähe dem Fisch eine Wunde in den Torso gerammt hatte und tauchte aus Reflex unter Wasser. Blut floss an der Oberfläche. In dem Moment merkte auch das Kramshef ein Stechen an seinem Kopf. Allen anschein nach hat sich die Krähe bei ihrem Angriff an den scharfen Schuppen des Haies gekratzt. Es musste aufpassen, sich nicht bei jedem Angriff selbst zu verletzen, da die Haie, freiwillig oder nicht, gegen jeden Nahkampfangriff gefeit waren.
    So oder so wollte Kramshef erst wieder seine Stärke ausnutzen und auf Distanz gehen, indem es wieder nach oben flog und Abstand gewann. Mittlerweile hatten nämlich auch die anderen Toheido das Pokémon bemerkt, außerdem konnte das angegriffenen jederzeit wieder auftauchen und zum Gegenschlag ansetzen.

    Nur, um mal kurz mit der Logik zu nerven und die Kinderträume platzen zu lassen: Woher soll ein Kind von zehn Jahren lernen, wie man ein Auto/Flugzeug/U-Boot betätigt, wenn es noch nicht einmal die Genehmigung dazu hat. (Höhö, Autofahren ohne Führerschein.)


    Wieso dürfen 10 jährigen Kinder alleine ohne Aufsicht losziehen und gegen wilde Pokémon auf Leben und Tod kämpfen?
    Man sollte immer etwas vorsichtig sein, die Welt in Pokémon ist nicht das Reallife. Natürlich deuten einige Dinge darauf hin, dass ein Zehnjähriger noch kein Auto fährt (weil es in der Serie afaik noch nie jemand legal getan hat), jedoch gibt es keinen Hinweis darauf, ab wann jemand seinen Führerschein machen kann (oder überhaubt ;P), geschweige denn, wann eine Person das Erwachsenenalter erreicht hat.

    Grey dachte, dass er in seinem Versteck unerkannt bleiben würde, wurde zu seinen Ungunsten vom Kapitän entdeckt, der in dem Alkoholrausch, der ihm unzweifelhaft anzumerken war, alle Personen an Deck anpflaumte, sie sollen gefälligst in ihre Kabinen gehen, da er sie am morgigen Tag ausgeschlafen bräuchte. ‚Was will der mir erzählen...’, dachte sich Grey, da es ihm relativ egal war, was Fry von ihm wollte. Es würde, so dachte er, jedoch nichts bringen, sollte er sich jetzt mit ihm anlegen, da er erstens viel zu betrunken war und er deshalb überhaupt nicht einschätzen konnte, wie er reagiert, und Grey zweitens keine Lust hatte, zum Kartoffeln schälen verurteilt zu werden.
    Da er nun entdeckt wurde, tat er so, als ob er wie die anderen unter Deck gehen würde. Als er aus Frys eingeschränktem Sichtfeld verschwunden war, wollte Grey einen kleinen Bogen um die Eingangstür nehmen, sodass er immer noch an der Luft bleiben konnte. Dieser Plan wurde jedoch von einem heftigen Rucken unterbrochen, der durch das gesamte Schiff ging, und den jungen Mann von seinen Füßen zog. Orientierungslos flog Grey einen Meter weit nach vorne, direkt auf die Türkante zu, und stieß mit seinem Kopf dagegen. Er wusste nicht genau, wie ihm gerade geschah, merkte aber, dass er immer noch bei Bewusstsein war. Als er beide Hände auf den Boden abstützte, um wieder auch nur ein wenig Halt zu haben, merkte er, wie ein kräftiger Schmerz durch sein Auge zog. Anscheinend hatte er sich an der Kante ein blaues Auge geschlagen. Als er reflexartig mit der Hand an das Auge fasste, merkte er, wie etwas Blut an der rechten Augenbraue austrat. „Verdammt“... fluchte er und versuchte nun, wieder zum Stehen zu kommen.
    Der Seegang hatte sich nicht gebessert, weswegen es nicht leicht war, sich hoch zu rappeln. An der Türkante konnte Grey einigermaßen hochhiefen und, nachdem er wieder einigermaßen festen Grund unter seinen Füßen hatte, gut festhalten.


    „Vergesst den Schlaf, auf eure Positionen!“, brüllte er, dass alle anderen es hören konnten. Scheinbar wurde es nun ernst, da der Kapitän sich nun alle Mühe gab, sich den Alkohol nicht mehr anmerken zu lassen. „Aufwachen! Hoch mit euren faulen Hintern, ihr Landratten! Wir werden angegriffen, alle Mann an Deck! Und wehe dem Wicht, der sich drücken sollte!“


    Grey versuchte sich mit einem Seil zu fixieren, dass in seiner Nähe lag. Was nun genau zu tun war, wusste er nicht, jedoch war es in seinem Interesse, diesen so plötzlich aufgekommenen Sturm zu überstehen. Wobei er derweil grübelte, wieso Fry meinte, dass sie angegriffen werden. Alte Floskeln eines alten, besoffenen Seebären?
    Als die anderen allmählich an Deck geeilt kamen, wenn auch mit Mühe, wurde seine innere Frage urplötzlich beantwortet: Ein riesiger Schweif, der einem Seedrachen gehören musste, kam aus den Wellen empor und schwang mit voller Wucht gegen die Schiffswand. Garados?!..., kam es Grey in den Sinn, da er schon die ein oder andere Geschichte über diese gewaltigen Kreaturen gehört hatte. Doch der Ruck, der nun wieder durch das Schiff ging und ihn wieder den Halt verlieren ließ, brach seinen Gedanken kurzzeitig ab. Er plumpste mit dem Hintern auf die harten Holzdielen. Ein Fass rollte gerade so an ihm vorbei und krachte gegen die Reling. Mittlerweile war seine Kleidung und das Deck durch die hohen Wellen klitschnass geworden.


    ...


    Das schwarzhaarige Mädchen Kim war nur wenige Meter von ihm entfernt, sich an einer der Leitern festhaltend. Sie schien ziemlich verängstigt zu sein und wusste nicht, was sie tun sollte, obwohl alle gerade in höchster Not waren. Grey wusste nicht genau, was ihr gerade durch den Kopf ging, jedoch konnte er es erahnen.
    „Heute ist ein guter Tag zum sterben...“, scherzte er mit einem gespielt ironischem Lächeln. „Wenn die Garados es wollten, könnten sie das Schiff sicherlich ohne Weiteres versenken. Aber kampflos aufgeben führt zu nichts, irgendwie wird man die Schlangen schon verscheuchen können.“ Er zog sein Messer aus der Tasche und machte sich bereit, dass sich wieder eines der Biester zeigte.

    Grey, der sich aus dem Kampf mit dem Ibitak rausgehalten und aus der Ferne, ohne bemerkt zu werden, still zugesehen hatte, blieb den restlichen Tag auf Abstand und sah keine Not darin, irgendetwas zu sagen – was sowieso nicht seine Art war.


    Als dann jedoch das Essen, was zuvor von einigen der Gruppe, die der alte Kapitän zuvor in die Kombüse geordert hatte, gekocht wurde, fertig war, ging er mit in das Esszimmer und nahm seine Portion.
    Abgesehen davon, dass es für Grey sehr unangenehm war, so eingeengt zusammen zu speisen, schmeckte das Essen gar nicht mal so schlecht. Das lag jedoch wahrscheinlich eher daran, dass jeder junge Mann keinen großen Anspruch hatte, weswegen es ihm egal war, dass am auf See wohl nur Fisch, oder Eintopf erwarten durfte.
    Auf einmal holte Fry eine Werkzeugkiste hervor und übergab sie Dan und machte ihm unmissverständlich klar, dass er den Abend damit verbringen musste, die Delle wieder geradezubiegen. Was auch immer..., dachte sich Grey nur und aß weiter.


    Als er und Bummelz die Schüssel leer gegessen hatten, stand Grey so schnell es ging auf, um aus dem beengenden Zimmer entkommen zu können. An Deck angekommen suchte er sich gleich einen guten Platz, wo er es sich gemütlich machen konnte.


    Der Tag verging allmählich. Der Misanthrop beobachtete ab und zu Dan aus der Ferne, was aber nicht sonderlich spannend war, weswegen er die meiste Zeit einfach nur in den Himmel starrte. Als die Sonne irgendwann vollständig untergegangen und das Deck nur spärlich von dem durch Wolken fast vollständig verdeckten Mond leicht erhellt wurde, war Dan, noch bevor er komplett fertig war, eingeschlafen. Sein Schnarchen, welches Grey aus seinem Schatten noch leicht hören konnte, wirkte sowohl leicht hypnotisch, als auch etwas nervig auf ihn.
    Als es schon kurz vor Sonnenaufgang war, schien es plötzlich etwas heller zu werden, weswegen sich der junge Mann, der auch schon fast eingedöst war, irritiert umsah. In Richtung des Unterdecks sah er blaue Lichter, die magisch in der Luft herumkreisten. Grey hörte eine Stimme, vermutlich die von Aeon, und als er aufstand, um das Geschehen genauer beobachten zu können, sah er dieser, wie er scheinbar mit diesen Lichter zu sprechen schien. Als Grey genauer hinsah, erkannte er, dass es Flammen waren, die nun auf einmal anfingen zu lachen.
    "Du beherrscht die Gedankensprache?“, konnte er Aeon verstehen. Daraus schloss er, dass es sich wohl um ein Pokémon handeln musste, mit dem der Mentalist kommunizierte. Es war schließlich nicht das erste mal, dass dieser durch seine Gedanken mit anderen sprach, obwohl Grey nicht sonderlich viel davon verstand.
    Nun konnte er auch erkennen, worum es sich handelte: Es war ein Nebulak, welches nun von Aeon zum Kampf herausgefordert wurde, als dieser sein Kindwurm zu einer Feuerattacke animierte. Das Nebulak machte sich unsichtbar und konnte dem Angriff scheinbar ausweichen, da es kurz darauf in einem violetten Nebel gehüllt seinen Kontrahenten von hinten umwerfen wollte. Das Kindwurm konnte sich jedoch in der Luft fangen, drehte sich und konnte stehend auf dem Boden landen, woraufhin es blitzschnell auf den Ball zulief und sich in ihm festbiss. Den Schmerzensschrei, den das Nebulak von sich gab, ging Grey leicht durch seinen Körper hindurch und verursachte eine leichte Gänsehaut. Mit einem Schlecker konnte es sich gerade so aus dem Ringkampf befreien. Nach einigen Attacken von beiden Seiten, warf Aeon scheinbar im richtigen Moment einen Pokéball aus, denn das Nebulak konnte sich anschließend nicht mehr daraus befreien.
    Typisch..., schmunzelte Grey, wieso ist das Ding auch so blöd, ihm um die Nase zu tanzen...


    Nachdem Nebulak wieder aus seinem Ball gelassen wurde und Aeon ihn fragte, ob er Lust hätte, ihm zu folgen, musste Grey leicht stöhnen und sich an der Stirn kratzen. Bleibt ihm ja auch nicht viel übrig, dachte er zynisch zu sich selbst und setzte sich erneut auf den Platz, den er sich zum Schlafen ausgesucht hatte.

    Während die anderen mit vollem Eifer dem Krebscorps hinterher jagten, schaute Grey ihnen dabei zu – immer noch etwas verwirrt darüber, was sie da gerade taten. Nichtsdestotrotz war diese Sache notwendig, um dieses Schiff leihen zu dürfen.
    Diesem Käpt’n muss wohl einiges an diesem Krebs liegen, dass er dafür sein teures Boot an irgendwelche Leute abgibt..., dachte er, wobei er sich beinahe schon nicht mehr darüber wunderte, wie manche Menschen tickten.
    Ich hab’ das ungute Gefühl, dass die Sache irgendeinen Haken hat...


    Nach einiger Zeit war ein Krebscorps gefunden und eine interessante Strategie entwickelt, um dieses aus seinem Sandversteck herauszulocken. Temaris Glumanda und Ivans Vulpix erhitzten den Boden, sodass das Pokémon durch die entstandene Hitze hektisch heraussprang. Eine folgende Aquaknarre von Karnimani schoss es zu Temari, die es sofort ergriff und festhielt.


    „Wir sollten nun allmählich zurück zum Hafen gehen. Kapitän Fry wartet bestimmt schon ganz ungeduldig auf sein Pokemon.“, meinte die Koordinatorin. „Solange es das richtige ist.“, witzelte Grey, wobei auch ein Funken Wahrheit dahinter steckte, da er nicht sicher wusste, ob dies auch Frys Krebscorps war.

    Obwohl Grey in der letzten Nacht kein einziges Auge zugemacht hatte, konnte man dies kaum erkennen. Seine Augenringe waren so tief wie immer, vielleicht einen kleinen Ton schwärzer als sonst – kurzum: Er sah so beschissen aus wie immer.


    Als die „Old Lady“ nun auch noch ihre Seetauglichkeit vollkommen verloren hatte, musste der Misanthrop laut aufstöhnen. Nachdem er seine Haare wieder einigermaßen gescheitelt hatte und nachdachte, wie es denn nun weitergehen konnte, schlug Shai vor, dass sich alle auf Informationssuche begeben sollen. Irgendwie musste man ja zu den Seeschauminseln gelangen!
    Ohne langes Zögern ging der junge Mann den Steg entlang. Unauffällig wie immer beobachtete er den regen Hafenbetrieb. Es war viel zu sehen: Von kleinen Fischerbooten, die gerade ihren Fang Goldini und Krabbys, aus den Kähnen trugen, bis hin zu einem großen Kreuzfahrtschiff, über dessen Rampe gerade eine nobel gekleidete Familie einstieg.
    Was Grey jedoch besonders auffiel, war eine mittelgroße Segeljacht, deren auf dem Heck gepinselter Name „Charlotte IV“ durch einschneidende Risse verunstaltet wurde. Davor standen zwei Personen, von denen einer lautstark und wild gestikulierend dem anderen irgendetwas erzählte. Interessiert näherte sich Grey den beiden und lauschte:


    „... und du glaubst nicht, was für’n Glück ich hatte! Um ein Haar wär’ das Schiff untergegangen– bin gerade so an den Felsen vorbeigeschliffen... die Schrammen an der Seite kann man ja kaum übersehen!“
    Der andere antwortet ruhig und vernünftig: „Du hättest dich mal besser informieren sollen. Zu den Seeschauminseln hin gibt es genug Stellen, an denen das Wasser zu flach ist, oder wo eben Felsen aus dem Wasser schauen. Und gerade zu dieser Zeit stürmt es auf dieser Route ganz schön. Du hättest lieber den Wetterbereicht ansehen sollen, da regnet es jetzt eigentlich ständig. Und in so einem Sturm übersiehst du so einen Felsen auch mal.“
    Der Besitzer der Jacht atmete einmal kräftig ein und aus, um seinen Puls ein wenig auf Normal zu bekommen, wandte sich dann aber anschließend wieder zu seinem Gegenüber. „Man... ich kann echt von Glück reden, dass ich nicht frontal auf den Stein geknallt bin. Da hatte ich die Götter noch auf meiner Seite!“


    ‚Das könnte interessant sein.’, dachte sich Grey nur und verließ das Szenario. Es dauerte nur wenige Minuten, bis er wieder zu den anderen zurückgekehrt war.
    „Hm. Ihr solltet wissen, dass die Route zu den Inseln zurzeit eine raue Gegend sein soll.“, fing er ohne zu zögern an, der Gruppe zu berichten, „auf jeden Fall scheint der Wetterbericht ‚regnerisch und stürmisch’ zu lauten. Die alte Dame würde sich also entgültig ihr Rückgrad brechen...“


    Mit Holmes abgesprochen.