Beiträge von Volttackle

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    ~Timo~


    Timo schleppte einen Wassereimer nach dem anderen zu dem brennenden Turm, der noch immer in Flammen stand. Viele Helfer hatten sich schon versammelt und bildeten eine Kette vom Brunnen zum Turm, um die Wassereimer schnellstmöglich vor Ort zu bringen. Schiggy, Timos neuer Partner fegte mit seiner Rute Sand auf die kleinen Flämmchen und die Glut und trug somit seinen Teil zu den Löscharbeiten bei. Rutenschlag war bisher die einzige Attacke, die funktionierte. Das nahm Timo seinem Pokémon jedoch überhaupt nicht übel, da es ja erst vor wenigen Minuten geschlüpft war. Nachdem Timo einen weiteren Eimer Wasser über dem Feuer entleert hatte und sich die ersten Anzeichen auf Erfolg zeigten, fiel ihm etwas auf. Der Junge ließ seinen Blick über die Menge schweifen und sah kein einziges Pokémon bei den Löscharbeiten – abgesehen von denen, die vorhin mit seinem Schiggy geschlüpft waren. Das kam ihm doch merkwürdig vor, da er vorhin in der Stadt mehrere Pokémon mit ihren Trainern gesehen hatte, die hier hätten helfen können. Diesen Gedanken vertrieb er jedoch schnell, da die Löscharbeiten ihn völlig in Beschlag nahmen und seine volle Konzentration erforderten.


    Plötzlich wurde er jedoch von einem Mann bei Seite gezogen. Er erkannte, dass bei dem Mann einige der Leute standen, die sich vorhin mit ihm auf die Bühne getraut hatten. Die kleine Gruppe bewegte sich nun auf Timo zu und der Mann begann dem jungen Trainer sein Problem zu schildern. Nach einigen Worten des Mannes war Timo jedoch noch verwirrter als zuvor. Hatte er wirklich gesagt es sei ein Glück so viele Trainer mit Pokémon in der Nähe zu haben? Das machte für ihn überhaupt keinen Sinn, obwohl die Aussage mit der vorherigen Beobachtung Timos deckte. Trotzdem hing er weiter gebannt an den Lippen und den Erklärungen. „Einige der Wächter sind noch im Turm! Würdest du uns helfen?!“, schloss der Fremde und blickte Timo bittend und fordernd zugleich an, so als hätte Timo gar keine Wahl. Innerlich hatte er sich schon längst entschieden. Natürlich wollte er helfen! Er wollte Abenteuer erleben! Deswegen war er unter anderem auch auf die Bühne zu Schiggys Ei gegangen. „Und wenn das mal kein Abenteuer ist…“, murmelte der Trainer aus Azuria City. Entschlossen nickte Timo dem Hilfesuchenden zu, der erleichtert wirkte und die weitere Führung übernahm.


    Bald hatte er die Gruppe zum Fuße des Brennenden Turmes gebracht und nun war Timo gar nicht mehr so wohl mit seiner Entscheidung, nachdem ihm klar gemacht wurde, dass ihre Mission sie wirklich in die Flammenhölle führen sollte. „Am Brunnen war ich noch deutlich mutiger“, musste Timo leise zugeben. „Nur ihr allein könnt es schaffen. Denn euch wurde die Freundschaft eines Pokémon geschnäkt. Daher flehe ich euch an, helft uns.“, bat der Fremde sie nochmal inständig und zeigte damit, wie wichtig es ihm war und dass sie alle eigentlich keine andere Wahl hätten. Nachdem einige Mutige den Anfang mit ihrer Zustimmung gemacht hatten, trat nun auch Timo vor. Schiggy blieb ihm dabei dicht auf den Fersen. Nachdem die Masken, die eine sichere Atmung gewährleisten sollten gebracht wurden, nahm sich der Junge aus Azuria eine und befestigte eine andere vor Schiggys Mund. So ganz behagte es ihm jedoch nicht sein Neugeborenes mit in den Turm zu nehmen. „Viel zu gefährlich“, dachte er kurz doch er konnte Schiggy, trotz dessen sichtlicher Müdigkeit, nicht davon abbringen am Fuße des Turmes zu warten. „Na gut“, meinte Timo und hob Schiggy auf seinen Arm. „Aber zu Fuß bist du nicht unterwegs!“, fügte er noch hinzu, woraufhin Schiggy ein zustimmendes Geräusch von sich gab.


    Nacheinander betraten die Jugendlichen mit ihren jungen Pokémon und unter der Führung des alten Mannes den Turm. Schlagartig schlug Timo die Hitze entgegen und er musste feststellen, dass die Löscharbeiten nicht so weit fortgeschritten waren, wie er es erhofft und vermutet hatte. Abermal krochen in ihm die Zweifel empor, ob dieses Unterfangen von Erfolg gekrönt sein würde. Wie sollten die alten Männer in dieser Hitze und bei diesem Rauch überleben? Womöglich noch ohne die Masken, die glücklicherweise wirklich einiges abfingen. Timo sah genau, welchen Weg sich das Feuer gebahnt hatte. Die wundervollen Statuen waren voller Ruß und in der Decke hatten die Flammen Löcher gebrannt. Vereinzelt schossen noch Flammenzungen durch den Boden auf die Gruppe hinab, was nur bedeuten konnte, dass weiter oben das Feuer noch in vollem Maße tobte. Zuversicht fühlte sich anders an.


    Zu allem Übel rief nun einer ihrer Begleiter, dass sie weiter nach oben müssten. Timo fluchte laut. Worauf hatte er sich da nun schon wieder eingelassen. Das war ihm doch ein bisschen zu viel Abenteuer. „Ich hätte gerne auch mit weniger anfangen können“, murrte er. Dann betrachtete er sein Pokémon liebevoll, dass wieder putzmunter zu sein schien. Schiggy versuchte aus Timos Umklammerung zu fliehe, was ihm dank seiner mangelnden Stärke nicht gelang. „Ich lasse dich nicht los“, sagte Timo. „Ist nur zu deinem Besten, weißt du?!“


    Nun hatten sie den ersten Stock erreicht, welcher komplett in Flammen stand! Die beißende Hitze raubte den Helfern beinahe den Atem. Die alten Männer drängten sie dazu, schneller zu gehen und machten sie auf gefährliche Stellen im Boden aufmerksam, von denen es zum Leidwesen aller zu viele zu geben schien. Hier und da krachte ein Balken von der Decke und entlockte den meisten von ihnen panische Schreie. Mit Sicherheit hatten alle von ihnen die Gefahr unterschätzt, in der sie sich nun befanden.


    Endlich kam der befreiende Schrei: „Dort!“, rief einer der Männer aus und deutete auf einen Punkt, nur wenige Meter der ehemaligen Treppe entfernt. Etwas Blaues blitzte durch die Flammen. Tatsächlich waren dort hinter den brennenden Balken Menschen durch die Flammen eingesperrt. Es handelte sich um vier weitere Männer, die in sonderbare, blauweiße Roben gekleidet waren. Bevor die Gruppe aber zu den augenscheinlichen Priestern gelangen konnte, bemerkte einer ihrer Begleiter in den Trümmern der nächsten, eingestürzten Wand, ein junges Mädchen, dass die gleiche Kleidung wie die Männer trug. Sie schien unter einem schweren Balken eingeklemmt.


    Die Gruppe zögerte nicht lange und teilte sich auf! Timo überblickte kurz die Lage und kam zu dem Schluss, dass er und Schiggy den Männern helfen sollten, da das Mädchen schon gerettet schien. Also bewegte sich Timo auf die Männer zu. Einige aus seiner Gruppe waren bereits da und suchten nach Lösungen. Sofort schauten sie auf Timos Schiggy, als er bei ihnen angekommen war. „Ein Wasserpokémon!“, jubelte eine der Mädchen. Timo nickte. „Aber macht euch nicht allzu viel Hoffnung, dass wir den Balken gelöscht bekommen. Schiggy ist auch gerade erst geschlüpft!“, erklärte Timo die Situation seines Partners. „Komm Schiggy! Wir versuchen es nochmal! Kannst du noch etwas, was du mir noch nicht gezeigt hast?“, fragte er sein Pokémon. Schiggy stellte sich vor den Balken und öffnete seinen Mund. Doch leider kamen nur einige kleine Wasserblasen heraus, die nicht annähernd dazu in der Lage gewesen wären, das Feuer zu löschen. Timo streichelte Schiggy über den Kopf! „Super Versuch!“, meinte er doch Schiggy schien da anderer Meinung zu sein. „Irgendwie müssen wir den Balken da wegkriegen!“, kaum gesagt fiel Timos Blick auf einen Haufen verkohlter Balken, die noch dampften. "Versuch doch da nochmal dein Glück!", meinte Timo und Schiggy setzte sich in Bewegung. Und tatsächlich: die schwachen Wasserblasen reichten aus, um die schwarzen Balken abzukühlen. "Das müsste gehen!"

    OT: Sorry, dass ich ewig nicht mehr gepostet habe! Abi war doch etwas stressig!
    OT²: Ich hab jetzt einfach mal einen Lösungsweg eingebaut. Vielleicht will sich ja einer an den Balken bedienen? :)

    ~ Timo ~
    Timo war Teil eines Wunders geworden. Sein blaues Ei war tatsächlich in seinen Händen geschlüpft, was ihn nun wirklich zu einem Trainer machte. Auf einmal verließ in die ganze Anspannung und er beruhigte sich langsam. Liebevoll betrachtete er das Pokémon, mit dem er fortan reisen wollte. Er freute sich schon auf die vielen gemeinsamen Abenteuer und die Erfahrungen, an denen er und auch Schiggy gemeinsam wachsen sollten. Schiggy hatte sich zwischenzeitlich in seinen Panzer zurückgezogen. Die Anstrengungen des Schlupfs hatten sich bei dem kleinen Wasserpokémon doch deutlich bemerkbar gemacht. Nun ließ der angehende Pokémontrainer seinen Blick über die anderen Teenager schweifen, die sich mit ihm gemeinsam dieser Herausforderung gestellt hatten. Er sah sehr viele glückliche Gesichter und einige schienen auch einfach nur erstaunt, dass ihnen es gelungen war das Pokémon zum Ausbruch aus seinem Ei zu verhelfen.


    Dann endlich begann das lang ersehnte Feuerwerk, dass das Fest des Lebens gebührend ausleuten sollte. Timo blickte gebannt in den Himmel, wo die Feuerwerkskörper in sehr vielen verschiedenen Farben expoliderten und die Menge in ein buntes Farbenlicht einfärbte. So etwas Schönes hatte Timo lange nicht mehr gesehen. Völlig angemessen für die Geburt dieser kleinen Pokémon, dachte der Junge aus Azuria Vity und betrachtete sein schlafendes Schiggy liebevoll. Dann ließ er seinen Blick wieder in den Himmel schweifen, als plötzlich alles in grelles, weißes Licht getaucht wurde und er selbst die Hand vor Augen nicht mehr sehen konnte. Binnen eines Atemzuges hatte sich die Welt, so wie Timo sie kannte, von Grund auf verändert.


    Um ihn herum war das Chaos lebendig geworden. Schreie zerstörten die schöne Stimmung, die sich vorhin aufgebaut hatte und ein brennender Turm ließ die Szenerie noch bedrohlicher wirken! Timo wusste gar nicht, wie ihm geschah. Irgendetwas hatte sich verändert, doch was genau es war konnte der junge Trainer noch nicht definitiv bestimmen, denn das ausgebrochene Feuer zog seine komplette Aufmerksamkeit auf sich.
    Plötzlich wurde er von einer älteren Dame angerempelt, die sich mit einem Eimer voll Wasser abmühte, um so das Feuer löschen zu können. „Ich helfe ihnen!“, rief Timo ohne nachzudenken. „Schnapp dir lieber einen eigenen Eimer!“, bekam er als Antwort und ehe er sich versah war die Frau bereits verschwunden. Das Feuer ließ die Bewohner von Teak City zu Höchstleistungen auflaufen! Okay, dachte Timo und schnappte sich sofort einen Eimer. Nachdem er diesen mühsam an einem Brunnen aufgefüllt hatte, machte er sich auf den Weg zur Unfallstelle. Mit der linken Hand umklammerte er sein Schiggy, das sich von nichts aus der Ruhe bringen ließ. Aufmerksam betrachtete es das Geschehen. Dann stolperte Timo wegen einer Unachtsamkeit seinerseits und ließ deswegen seinen Wassereimer fallen. Er wollte schon zum Brunnen umkehren, als ihn ein Mann zurückhielt. "Was machst du da Junge?! Du hast doch ein Schiggy! Benutz sein Wasser!“, brüllte der Mann erstaunt und in Panik zu gleich. Sofort errötete Timo. Ein Pokémon zu besitzen war so ungewohnt für ihn, sodass er es im Rausch der Ereignisse verdrängt hatte. „Schiggy! Ich brauche dich jetzt!“, rief Timo und das kleine Babypokémon machte sich sofort bereit. „Mach irgendwas, um das Feuer zu löschen!“, befahl Timo, da er nicht wusste, welche Attacken sein Pokémon bereits beherrschte. Sofort setzte Schiggy den Befehl um und ein Stoß von Blubberblasen ergoss sich aus seinem Mund. Die Blubberblasen verpufften auf Grund der Hitze jedoch sofort wieder, ohne dass sie Wirkung zeigen konnten. So wird das nichts, dachte Timo panisch und schaute sich um. Einige Trainer ließen ihre Pokémon Wasserstrahlen auf das Feuer abfeuern, doch dazu schien Schiggy noch nicht in der Lage zu sein. „Dann versuch es doch mal mit deinem Rutenschlag! Locker den Sand auf und wirf ihn in das Feuer!“, versuchte Timo sein Glück erneut. Mit dieser Attacke hatte Schiggy mehr Erfolg!

    ~ Timo ~


    Das Ei fühlte sich wunderbar warm an und Timo merkte, wie der Herzschlag des sich im Ei befindenden Pokémons die Schale zum Pochen brachte. Noch bevor die Forderung durch Jens und das Pensionspaar, mit den Eiern zu sprechen, ausgesprochen wurde, redete Timo schon mit dem Pokémon Ei, von dem er hoffte, dass es seinen künftigen Partner beinhaltete.


    „Hallo, kleiner Freund“, begann der Junge aus der Kanto-Region flüsternd. „Du hast bestimmt Angst und weißt gar nicht, was dich in der großen Welt hier erwartet, aber ich kann dir versprechen, dass ich immer auf dich aufpassen werde! Ich werde dich beschützen und dafür sorgen, dass du so wenig Leid wie möglich erfahren musst“, fuhr Timo mit fester werdender Stimme fort. „Trau dich ruhig zu schlüpfen!“ , versuchte der angehende Pokémontrainer das Babypokémon zu ermutigen. Bei diesen Worten bewegte sich das Ei ein wenig und Timo schloss seine Hände fest um das blaue Pokémonei, das so schön mit Sternen bemalt worden war.
    „Wir zwei können gemeinsam so viel erreichen! Zusammen werden wir immer stärker und stärker, sodass uns einfach nichts stoppen kann!“, fuhr Timo fort. Langsam aber sicher hob er das Ei in die Luft und schloss es danach in die Arme. Rechts und links neben ihm waren bereits einige Pokémon aus ihren Eiern geschlüpft, doch dafür hatte Timo keinen Blick übrig. Wie gebannt und in voller Erwartung und Konzentration betrachtete er das Pokémonei in seinen Händen, dass sich immer fester bewegte.


    Mit dem ersten Riss in der Schale überkamen den Jungen jedoch auch die ersten Unsicherheiten. Hatte er aus dem Unfall vor Jahren wirklich gelernt? Konnte er sich alleine um ein Pokémon, ein lebendes Wesen kümmern? Als ihm diese Gedanken durch den Kopf schossen, bekräftigte das Pokémon seine Versuche sich aus der Schale zu befreien umso mehr. Nun war Timo sich sicher, dass er für dieses Pokémon bestimmt war. Seine kräftigen Versuche sich zu befreien, obwohl es Timos Gedanken spüren musste, zeigten dem Trainer, dass er zu diesem Pokémon gehörte. Außerdem wurde ihm klar, dass sein Partner einen starken und selbstsicheren Trainer brauchte, um zu wachsen und stärker zu werden. „Ich werde mich bemühen!“, flüsterte Timo weiter auf das Ei ein. „Du hilfst mir sicherer zu werden und ich helfe dir stärker zu werden!“, fuhr der junge Trainer, dessen Augen vor Aufregung glänzten, fort. Darauf schien das Pokémon gewartet zu haben. Timo merkte, wie sehr es sich nun anstrengte aus seinem Gefängnis aus Eischale zu entkommen. Dieses Gefühl machte ihn unglaublich stolz. Es hat sich wirklich für mich entschieden, schoss es ihm durch den Kopf. Mit dieser Erkenntnis durchfloss ihn ein Schauer der Erleichterung. Wie peinlich es gewesen wäre vor all den Menschen auf dem Podium zu versagen. Plötzlich schoss ein großer Riss über die Schale und Timo konnte seinem Pokémon nun endlich helfen. Vorsichtig nahm er den obersten Teil der Schale ab und blickte in das Innere des Pokémoneis. Viel konnte er noch nicht erkennen, doch das was er sah, berührte ihn wie nichts zuvor. So ein kleines Pokémon hatte er noch nie gesehen. Er legte das Ei wieder auf seinem Kissen ab und hob das kleine, blaue Pokémon nun aus seinem Ei heraus. „Schiggy!“, rief es völlig entkräftet ob der Anstrengung des Schlupfes. Timo fühlte sich, als wäre er der glücklichste Mensch der Welt. Sanft strich er seinem Pokémon über den Kopf, woraufhin Schiggy sich in seinen außerordentlich kleinen Panzer zurückzog und einschlief.

    ~ Timo ~


    Timo kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Teak City war wirklich sehr festlich geschmückt und gefiel ihm außergewöhnlich gut. Besonders die Lampions, die von innen heraus zu leuchten schienen und die vielen verschiedenfarbigen Kimonos faszinierten ihn. Er selbst trug einen dunkelblauen, in dem er sich sehr wohl fühlte. Seine anderen Sachen – Rucksack, Cap, Jacke – hatte er in seinem Zimmer im Pokémoncenter gelassen.


    Eigentlich war er nur auf der Durchreise nach Neuborkia gewesen, um dort endlich sein erstes Pokémon von Professor Lind zu bekommen und einen neuen Lebensabschnitt als Trainer zu beginnen. Nach seinem ereignisreichen Besuch in Sinnoh bei seinem Bruder – sein Herz raste immer noch, wenn er an dieses Erlebnis dachte – war er fest entschlossen, dass er als Pokémontrainer wirklich Gutes vollbringen konnte. Daher hatte er sich sofort ein Ticket für die MS Anne nach Oliviana City gekauft, wo er vor einigen Tagen angekommen war. Schwester Joy hatte ihn auf das „Fest des Lebens“ aufmerksam gemacht und es ihm wärmstens empfohlen, zumal es diesmal sogar ein Jubiläum zu feiern gab. Das Fest schien nun eineinhalb Jahrhunderte in jedem Herbst veranstaltet worden zu sein. Also hatte er sich kurzerhand dazu entschieden, seinen Weg nach Neuborkia über Teak City zu gehen , was - wie ihm nun bewusst war - eine sehr gute Entscheidung gewesen war.


    Der Junge aus Azuria liebte große Feste. Gemütlich schlenderte er von Stand zu Stand, genoss die Gerüche der hiesigen Spezialitäten und gönnte sich neben einer Miltank-Milch auch einen Aprikoko-Spieß, der sofort genüsslich verzehrt wurde. Sehr viel Spaß hatte Timo auch bei einem Stand, bei dem es darum ging mit einer Angel so viele der umhertreibenden Plastik-Enton wie möglich zu angeln. Dabei stellte er sich gar nicht mal so ungeschickt an. Anfangs bereitete es ihm zwar sichtlich Mühe überhaupt nur in die Nähe eines der Plastikpokémon zu gelangen, doch nach einigen Versuchen hatte Timo den Dreh raus. Ein Enton nach dem anderen wurde von ihm aus dem Pool mit der Superangel herausgefischt, sodass er am Ende eine beachtliche Menge aufweisen konnte. Er war sogar so erfolgreich gewesen, dass er eine Dose Pokémonfutter gewann, die er dankend annahm, obwohl er selbst noch kein eigenes Pokémon hatte. Das werde ich für mein erstes Pokémon aufbewahren, dachte Timo stolz und verließ den Stand.


    Als es anfing zu dunkeln machte er sich auf in Richtung des Marktplatzes, da für dort das Ende des Festes angekündigt worden war. Als er ankam hatte sich schon eine große Menschenmenge angesammelt. So viele Leute hatte er nicht erwartet! Trotzdem wollte er sich die Abschlussveranstaltung des Festes – welche in seinem Reiseführer besonders wegen des Feuerwerks angepriesen wurde – nicht entgehen lassen. Daher schob er sich relativ in die Mitte des Geschehens, von wo er am meisten überblicken konnte. Gespannt beobachtete Timo das Geschehen auf der Hauptbühne, doch anstelle der angekündigten Kimono-Girls mit ihren Pokémon trat nun ein junger Mann, den Timo als den Arenaleiter von Teak City erkannte, auf die Bühne und erhob die Stimme.


    Noch während Jens Worte über die Bedeutung des „Fest des Lebens“ verlor, erklang aufgeregtes Gemurmel, denn zwei ältere Menschen betraten nun die Bühne mit einem schwer beladenen Pokémon, welches Timo als das Feuer-Pokémon Camerupt aus der Hoenn-Region erkannte. Es handelte sich bei den beiden älteren Menschen anscheinend um das Pensionspärchen aus Dukatia City. So hatte Jens die beiden dem Publikum jedenfalls vorgestellt. Während einige Sockel auf der Bühne platziert wurden, erhob die Frau aus Dukatia City ihre Stimme. „Was könnte zu einem Fest, an dem das Leben geehrt wird, besser passen, als das Wunder der Geburt?“, fragte sie mit fester Stimme in die Runde und deutete auf das Camerupt. Timo erkannte nun, was es diese ganze Zeit auf seinem Rücken transportiert hatte: Pokémoneier. Die Stimmer der Pensionleiterin erhob sich wieder und sie erklärte, dass die Eier, die sich hier befänden in ihrer Pension liegen geblieben oder von den Trainern nicht gewollt wurden waren und dass sie nun mit Hilfe ihres Camerupts so weit ausgebrütet seien, dass sie bereit zum Schlüpfen wären. „Ihr alle seid herzlich eingeladen hier und jetzt einem der größten Wunder in der Welt der Pokémon beizuwohnen“, fuhr sie fort. „Doch dazu brauchen wir Hilfe. Die Hilfe von jungen Menschen! Wir bitten nun unter euch diejenigen hervorzutreten, die noch nicht ihre gemeinsame Reise mit einem treuen Pokémon begonnen haben. Kommt Kinder, kommt zu uns nach vorne und stellt euch neben eines der Eier. Vielleicht wird euch das darin schlafende Wesen erhören und in eurer Hand den Weg ins Leben finden“ , schloss sie ihren Vortrag ab und blickte ermunternd in das Publikum. Man sah selbst ihr die Aufregung an, obwohl sie sicher schon bei vielen Pokémongeburten dabei gewesen war.


    Der Vortrag der Pensionsfrau ließ Timo den Atem stocken. „Kann es wirklich sein, dass ich hier und jetzt mein erstes Pokémon bekomme?“, fragte Timo sich selbst und wie zur Bestätigung seiner Frage wurden nun schöne, bunt bemalte Pokémoneier auf den Sockeln der Hauptbühne abgelegt. Ohne weiter darüber nachzudenken bahnte er sich seinen Weg durch die Menschenmenge zu der Treppe, die auf die Bühne führte. Darüber, dass er kein „Kind“ mehr war machte er sich überhaupt keine Gedanken. Er sah diese Möglichkeit, die sich ihm hier offenbarte als den lang ersehnten Neuanfang an. Mit diesem Pokémon, dachte er, wird sich mein Leben endgültig verändern. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf betrat er lächelnd die Bühne. Jedes der Eier sah auf seine Weise wunderschön aus. Einige Eier hatten schon ihre neuen Besitzer gefunden. Aufgeregt ließ er den Blick über die restlichen Eier schweifen, in denen sich die Babypokémon befanden. Seine Augen stoppten und ließen den Blick auf einem hellblauen Ei ruhen, das mit Sternen bemalt worden war. „Das ist meins“, flüsterte Timo und legte eine Hand auf das warme, pochende Ei. So glücklich hatte er sich lange nicht mehr gefühlt.

    OT: Auf ein tolles RPG mit Euch
    8-)

    Heyho!


    Ich finde die Idee auch nach wie vor noch gut, dass wir unser Poki noch nicht haben und das dann von Dir erhalten =)
    Ich überarbeite meinen Charakter auch nochmal ein wenig - im Groben soll er aber so bleiben!
    PN wegen dem Starter bekommst du dann auch demnächst, da mach ich mir nochmal Gedanken :-D


    Lg Volti :pika:

    ~ Timo ~


    Nachdem sie mehr oder weniger erfolgreich angelegt hatten und ausgestiegen waren betrachteten Mau und Timo das Treiben am Strand. Alle Trainer, die bereits ausgestiegen waren, hatten sich auf den Weg zu der Ausgabestelle der Tunierbälle gemacht. "Dort sollten wir wahrscheinlich auch hin", meinte Timo und deutete auf die junge Frau, die die Bälle annahm. "Okay", antwortete Mau und gemeinsam machten sie sich auf den Weg.
    "Eigentlich würde ich das Lorblatt sehr gerne behalten", sagte Timo und hielt Lorblatts Pokéball verträumt in den Händen. "Es ist immerhin das erste Mal für mich gewesen mit einem Pokémon zu arbeiten, was meinen Befehlen folgt", baute er seine Überlegungen aus. "Ich weiß, was du meinst", erwiderte Mau. Auch sie wollte sich vorerst nicht an den Gedanken gewöhnen gleich wieder ohne Pokémon zu sein.


    "Bitte geben Sie jetzt Ihre Tunierbälle ab. In fünf Minuten können wir die gefangenen Pokémon in unsere Wertung nicht mehr einbeziehen", kam es aus den Mikrofonen, die schon die anderen Ankündigungen gemacht hatten.


    "Jetzt aber schnell", rief Timo und gemeinsam mit Mau legte er einen Endspurt zurück. "Da hat es aber einer eilig", grinste die junge Frau am Tresen. "Eure gefangenen Pokémon bitte". Mit diesen Worten streckte sie ihre Hände aus. "Hier", sagte Timo und reichte ihr den Tunierball, woraufhin die blondhaarige Teenagerin eine Nummer auf den Ball klebte. "Trag bitte in dieser Liste deinen Namen ein. Hinter der Nummer", meinte sie und gab Timo die Liste und einen Stift. "Damit wir den Sieger zurückverfolgen können", zwinkerte sie ihm zu. "Alles klar", erwiderte Timo und trug sich mit einem guten Gefühl in die Liste ein. Mau tat es ihm gleich.
    Als nächstes wollten sie ihre Ausrüstung abgeben, denn Lorblatt und Tauboga wollten sie, solange es ihnen möglich war, behalten. "Da vorne", rief Timo, als er den Angelstand entdeckt hatte. Gemeinsam schritten sie über den Sand hin zum Angelstand. Wortlos wurden ihnen die beiden Angeln abgenommen. Auch die Köder mussten sie abgeben.
    Nun hatten sie nur noch jeweils vier Tunierbälle und ihre Pokémon bei sich. Langsam schlenderten sie zu der Abgabestelle der geliehenen Pokémon. So eilig wie sie vorhin ihre Golking abgegeben hatten, hatten sie es nun gar nicht mehr. Doch nach weiteren fünf Minuten hatten sie auch den Stand erreicht. Timo versuchte es in letztes Mal. "Hallo", begann er. "Müssen wir die Pokémon wirklich abgeben?", wollte er wissen. "Denn wir haben kein eigenes", fügte er traurig hinzu. Der Mann, der um die zwanzig Jahre alt sein musste, antwortete ihm verlegen. "Leider kann ich sie euch nicht geben", sagte er. Doch dann hellte sich sein Gesicht auf. "Aber geht ihr mal hinter die Bühne", zwinkerte er ihnen zu. Also gaben er und Mau ihre Pokémon schweren Herzens ab. Mit der Information des Mannes konnten sie jedoch nicht viel anfangen. "Na was soll's", sagte Timo und schritt in Richtung Bühne, doch Mau hielt ihn zurück. "Warte!", rief sie. "Jetzt ist doch die Siegerehrung!", erinnerte sie ihn und lachte. Timo stimmte in das Gelächter ein. Das hatte er wegen Lorblatt völlig vergessen.


    "Naja, es wäre auch zu schön gewesen, um wahr zu sein", sagte Timo. Keiner von beiden war platziert gewesen. "Egal, mir hat es Spaß gemacht!", sagte Mau und zog den Jungen aus Azuria mit hinter die Bühne - wo sich schon einige Personen versammelt hatten.

    ~ Timo ~


    Nachdem Tauboga das Ruder erfolgreich zurückgeholt hatte, nahm Timo dies in die Hand und ruderte in Richtung des Sandstrandes, an den schon einige der Teilnehmer zurückgekehrt waren. Das monotone Platschen des Ruders hatte eine beruhigende Wirkung auf den Jungen aus Azuria City. Dann begann Mau ihn mit Fragen nach seiner Herkunft und seinem Anliegen zu löcher, was ihm überhaupt nichts ausmachte. "Ja, Azuria City liegt in Kanto. Es ist eine kleine Stadt, die direkt an einem Fluss liegt. Früher spielte ich oft am Ufer und hatte viel Spaß mit den wilden Pokémon. Ein Goldini hatte ich besonders ins Herz geschlossen", begann Timo mit seinen Ausführungen und Mau schaute ihn erwartungsvoll an und hörte ihm gespannt zu. "Allerdings kam es vor ein paar Jahren zu einem Zwischenfall an diesem Ufer. Ein Mauzi griff mich an", sagte Timo. "Und was ist passiert?", fragte Mau sichtlich gespannt. "Ja, es griff mich an und seitdem trage ich eine unschöne Narbe auf meinem Rücken und von da an konnte ich Pokémon nicht mehr leiden", murmelte Timo mehr zu sich selbst als zu Mau, denn es war ihm peinlich, von einem Mauzi seinen Traum nach einem Pokémon aufgegeben zu haben. "Das war sicher schlimm. Wie kommt es, dass du jetzt hier bist und an einem Wettbewerb mit Pokémon teilnimmst?", fragte Mau weiter. Timo, der froh war nicht von Mau ausgelacht worden zu sein, erzählte weiter. "Eigentlich habe ich alles meinem Bruder zu verdanken. Er lebt jetzt in Sinnoh und ist Pokémonkoordinator. Letztes Jahr habe ich ihn besucht und ich half ihm, seine Pokémon zu pflegen. Ich fasste langsam wieder Vertrauen zu den Pokémon und fortan konnte ich nicht mehr ohne sie. Ich schäme mich richtig, vor einigen Jahren meinen erstes Pokémon bei Professor Eich abgelehnt zu haben. Nunja. Und jetzt bin ich hier. Ich will hier ganz von vorne anfangen und hoffe auf ein eigenes Pokémon", schloss Timo seine Geschichte ab. Mau schien recht beeindruckt zu sein und ließ ihren Blick über die Wellen schweifen. "Timo! Ich glaub wir sind gleich da!", rief sie freudig. Timo lächelte und strengte sich noch etwas mehr an, um schnell am Ufer anzukommen. "Wie sieht es denn bei dir aus, Mau? Was treibt dich zu diesem Wettbewerb?", wollte Timo nun wissen.


    Als Mau mit ihrem Part fertig war, waren sie nur noch einige Meter vom Strand entfernt. Timo ruderte und sie liefen auf Grund. "Verdammt!", rief er. "Das muss ja jetzt nicht sein", murmelte er verdrossen. Bis zu den Oberschenkeln stand er nun im Wasser und versuchte, das Boot, was ihm nach wie vor noch wie eine Nussschale vorkam, von der Sandbank zu schieben. Doch es gelang ihm nicht. "Soll ich dir helfen?", fragte Mau ihn, doch er lehnte ab. "Nein, du musst ja nicht auch noch nass werden", sagte Timo und zückte den Pokéball von Lorblatt. "Ich brauch dich!", rief er und geräuschvoll schoss Lorblatt heraus und stand nun neben ihm im Wasser. "Kannst du mir mit deinem Rankenhieb helfen?", bat Timo seinen Gefährten. Lorblatt ließ sich das nicht zweimal sagen und so schossen aus seinen Blättern, die dicht am Hals anlagen, zwei dunkelgrüne Ranken, die sich sofort gegen das Boot drückten. Langsam aber sicher kam die Nussschale in Bewegung und nach einer weiteren Minuten und einigen Zurufen vom Strand aus hatten die beiden es geschafft. "Danke Loorblatt!", sagte Timo und ließ das Pokémon wieder in seinem Ball verschwinden.
    Kurz darauf legte Timo am Steg an und stieg gemeinsam mit Mau aus. "Mal sehen, wie wir abgeschnitten haben!", lachte Timo und betrachtete stolz den Wettbewerbsball, in dem sich das gefangene Golking befand. Timo war durchaus zufrieden mit sich.

    ~ Timo ~


    Die Wellen platschten nur so gegen das Boot, weswegen es bedrohlich sich bedrohlich von einer Seite zur anderen Seite bewegte und wieder zurück. Timo klammerte sich an die Reling und bemerkte dabei, dass das Boot recht tief im Wasser lag. Er ließ die Hand ins kühle Nass gleiten und freute sich über die Erfrischung, die ihn ein wenig von seiner Aufregung ablenkte. Nachdem das Boot sich einigermaßen wieder vom Schaukeln gefangen hatte, zog Timo die rechte Hand aus dem Wasser und rückte sein Basecap zurecht.
    Nun bemerkte er aus den Augenwinkeln ein Mädchen, dass sich am Steg befand und unentschlossen schien. Als erstes fielen dem Jungen die ausgefallenen Klamotten des Mädchens auf. Er schmunzelte, denn in ihrer Farbenpracht ähnelte sie einem Plaudagei. Außerdem hatte sie hellbraune Haare und Timo schätzte sie ungefähr auf sein Alter. Dann plötzlich sprach sie ihn an und wollte wissen, ob sie sich zu ihm in das Boot setzen könne. "Na klar", antwortete Timo überrascht und rückte verlegen zur Seite, sodass das Boot wieder anfing hin und her zu wanken. Sie lächelte ihn freundlich an und stieg ein.


    Nach fünf Minuten gab es den Startschuss und die einzelnen Boote setzten sich in Bewegung und trieben auf das offene Meer hinaus. Timo sah, dass die ersten ihre Angeln schon ausgeworfen hatte. "Ich heiße übrigens Timo", stellte er sich dem Mädchen lächelnd vor und reichte ihr seine Hand, wobei er versehentlich eines der Ruder anstupste, sodass es aus dem Boot fiel. Timo griff schnell ins Wasser und schaffte in letzte Sekunde die Rettung des Ruders, ohne dass er und die Unbekannten gleich wieder hätten aussteigen können. Das Mädchen ihm gegenüber stellte sich als Mau vor und schmunzelte. "Na dann wollen wir uns auch mal ins Getümmel werfen", meinte Timo um die Stimmung aufzulockern und griff nach den Rudern. Langsam aber wenigstens sicher bewegte sich das Boot weg von dem Steg hinaus auf das offene Meer. Eine kalte Brise umstrich sein Gesicht und ließ Timo leicht frösteln. Er war sich allerdings nicht sicher, ob das an der der aufziehenden Kälte oder an seiner Angst zu versagen lag.
    "Hast du schon Erfahrung mit Pokémon gesammelt?", wollte Timo von Mau wissen. "Ich bin noch ein richtiger Neuling auf diesem Gebiet", fügte er hinzu. Mau erzählte ihm daraufhin stolz von ihrem Seeper. So unterhielten sich die beiden jungen Menschen eine Weile miteinander bis Timo sie auf das offene Meer gefahren hatte. "So, ich denke wir sollten unsere Angeln auswerfen", meinte er und hob seine Angel vom Boden des Bootes auf. Im Umkreis hatten sich einige andere Boote versammelt, sodass Timo sich von den anderen Trainer einiges abgucken konnte. Von alleine wäre er schon am Befestigen seines Köders an der Angel gescheitert. Daher beobachtete er die Insassen der anderen Boote und auch Mau, die sich geschickter anstellte als Timo.
    Mit einem weiten Bogen warf er den Köder aus. Nun begann der längste Teil des Tuniers: das Warten. "Ich hasse es zu warten", eröffnete Timo ein weiteres Gespräch, was sich auch wirklich etwas hinzog, denn keiner von beiden hatte in der ersten halben Stunde wirklich Glück. Einmal hatte er ein Zucken an seiner Angel gespürt, doch das Pokémon hatte sich schnell von selbst befreit.


    Plötzlich riss etwas sehr stark an Timos Angel, sodass er einen Satz nach vorne macht. Der Überraschungsmoment hatte ihn getroffen und er musste seine ganze Kraft aufwenden, um nicht über Bord zu gehen. Auch Mau hatte sich zu ihm gestellt und beobachtete interessiert das Geschehen. Timo zog und zog und nach einer Minute hatte er es dann endlich geschafft. An seinem Köder hing ein recht großes Golking. Auf diesen Moment hatte er gewartet: "Ich brauche deine Hilfe, Loorblatt!", rief Timo und löste mit einer Hand den Mechanismus des Pokéballs. Mit einem geräuschvollen Knacken öffnete sich der Ball und das Pflanzenpokémon materialisierte sich. "Mach schnell!", rief Mau gespannt und Timo umklammter nun wieder mit beiden Händen die Angel. "Setz deine Rasierblattattacke ein!", befahl Timo seinem Pokémon auf Zeit. Lorblatt stieß einen Schrei aus und aus den Blättern an seinem Hals schossen viele kleine, sehr scharfe, Blätter auf den Fisch zu. "Super! Ein Volltreffer!", lobte Timo Lorblatt, doch der Kampfgeist von Golking war noch lange nicht gebrochen. Es öffnete sein Maul und schoss eine riesige Wasserfontäne auf die Insassen des Bootes. "Konter schnell mit einerm Energieball!", rief Timo. Lorblatt tat wie ihm geheißen. Es öffnete blitzschnell sein Maul und schoss mindestens ebenso schnell eine Kugel aus grün leuchtendem Licht auf die gegnerische Attacke. Die Aquaknarre wurde gestoppt und zersprang, sodass es auf Timo nur kleine Wassertropfen regnete. "Halt es jetzt mit deinem Rankenhieb fest!". befahl Timo und sofort schossen zwei Ranken auf Golking zu, welches sich nun überhaupt nicht mehr bewegen konnte. Gegen Lorblatt und die Angel konnte es nicht mehr viel tun. "Beende es mit einem Solarstrahl!", befahlt Timo. Weißes Licht schoss auf Golking und nachdem es verschwunden war trien das Wasserpokémon besiegt auf dem Meer. "Danke Lorblatt!", lobte Timo sein Pokémon und nahm mit einer Hand einen der Tunierbälle aus seiner Hosentasche. Mit einem gezielten Wurf traf er Golking, welches geräuschvoll im Pokéball verschwand. Einmal leuchtete dieser noch auf, bevor das rote Licht erlosch. "Hol mir den Ball bitte mit deinem Rankenhieb aus dem Wasser", sagte Timo und Lorblatt führte den Befehl aus.
    "Klasse, mein erstes Golking habe ich gefangen!", rief Timo stolz. "Jetzt bist du dran, Mau!", lächelte Timo sie an.

    ~ Timo ~


    Nachdem er sich für einen Pokéball hatte entscheiden können, schlenderte Timo zu den Tischen, auf denen sich die Angeln und Köder befanden. Hier fiel es ihm ebenfalls schwer, sich für das passende Werkzeug zu entscheiden, denn er wusste, dass von dieser Wahl viel abhing. Nun schämte er sich ein wenig, denn obwohl er in Azuria City aufgewachsen war und als kleiner Junge viel Zeit in der Wasserpokémonarena und am Fluss verbracht hatte, hatte er nie wirklich gelernt zu angeln. Da er einfach nicht wusste nach welchen Kriterien man sich eine Angel aussuchen sollte, griff Timo einfach zu. In den Händen hielt er danach eine recht lange Angel, die blau-rot war. Sie lag gut in der Hand und machte den Anschein, noch nicht allzu oft in Gebrauch gewesen zu sein. Das freute ihn, denn er wollte nicht, dass er einer derjenigen war, die vielleicht eine der Angeln zerstörte. Zufrieden mit sich selbst nickte Timo. "Nun such dir noch einen passenden Köder aus und dann kannst du dich in eines der Boote setzen, es geht bald los", riet ihm die junge Frau, die hinter dem Tisch stand und das Geschehen überwachte. Freundlich nickte Timo ihr zu und schnappte sich einen Köder, der wie ein Schmerbe aussah. Diesen allerdings zu befestigen war eine andere Sache und doch viel schwere, als es sich der Azuriander vorgestellt hatte. Nach ein paar Minuten glückte es ihm jedoch. Der Köder hing an der Angel und Timo fühlte sich vorbereitet. Er ließ einen Blick über die Menge schweifen, die auf dem Weg zu den Stegen war. Es hatten sich sehr viele Trainer hier versammelt und es sah ganz danach aus, als dass sie einiges an Erfahrung im Umgang mit den Pokémon mehr gesammelt hatten als Timo und so schwand sein Optimismus ein wenig.


    Nun sah Timo, dass viele der Trainer schon in den Booten saßen und mit ihnen ihre Pokémon, die sie hier erhalten hatten. "Jetzt bin ich aber gespannt, welches Pokémon sich in meinem Ball befindet", murmelte der Junge aus Kanto und ließ den Pokéball mit einer lässigen Bewegung in die Luft schnellen. Die Aufregung war ihm anzusehen. Die rot-weiße Kapsel öffnete sich geräuschvoll und vor Timo materialisierte sich aus rotem Licht ein Pokémon. "Lorblatt", rief es freudig und hastete auf Timo hinzu. Das große Blatt auf seinem Kopf wippte vergnügt hin und her. Man konnte ihm die Freude ansehen, endlich einmal wieder aus dem Ball herausgekommen zu sein. "Na da hab ich aber Glück", sagte der frischgebackene Pokémontrainer. "Mit dir hab ich hier einen Vorteil, den ich auch wirklich gut gebrauchen kann", begrüßte Timo das Lorblatt und tätschelte dessen Hals. "Komm, wir suchen uns ein Boot, mit dem wir auf Golking-Jagd gehen können", mit diesen Worten betraten die beiden den Steg.


    Viele Boote waren schon besetzt und so musste Timo dem Steg eine ganze Weile folgen. Als er so ziemlich am Ende angelangt war entdeckte der Trainer ein leeres Boot. "Na gut, dann ruh dich jetzt bitte nochmal aus", meinte Timo und ließ das Pflanzenpokémon wieder in seinem Ball verschwinden. Er kletterte behutsam in das Boot, dass ihm eher wie eine Nussschale vorkam. Bedrohlich schwankte es hin und her und Timo war nun froh, dass Lorblatt sicher in seinem Pokéball untergebracht war. Nun zückte er seine Angel und betrachtete diese. Würde es ihm möglich sein damit etwas zu fangen und dann auch noch zu siegen? Eigentlich hatte er keinerlei Erfahrung, was das Angeln anbetraf, doch mit Lorblatt an seiner Seite fühlte er sich schon gleich viel stärker. "Es stimmt also wirklich, was mein Bruder mir sagte: mit einem Pokémon an deiner Seite gibt es nicht mer viel, vor dem du dich fürchten musst", sagte Timo mehr zu sich selbst als zu jemand anderem. Frohen Mutes legte er das Angelzeug neben sich und wartete darauf, ob sich noch jemand zu ihm gesellen würde. Timo war unglaublich aufgeregt.


    OT: Ich hab das mal so wie meine Vorschreiber gemacht - wer mag kann sich gerne zu mir gesellen :)

    ~ Timo ~


    Die Sonne spendete viel Wäme und eine überdurchschnittlich warme Brise sorgte für ein angenehmes Gefühl bei dem jungen Mann, der sich an Deck der MS Johto befand. Timo schaute verträumt aufs Meer hinaus und beobachtete dabei die verschiedensten Pokémon. Darunter erkannte er die ihm aus seiner Heimatregion Kanto bekannten Pokémon Goldini und Seeper. Zudem flogen einige Wingull und Pelipper an Timo vorüber und neben dem Schiff schossen mehrer Tohaido aus dem Wasser, um kurz danach mit einigen Wasserspritzern wieder in den Fluten zu versinken. Der junge Mann war fasziniert von den Pokémon,obwohl er nicht einmal ein Trainer war. Timo besaß nicht ein einziges Pokémon, doch um das zu ändern, war er nach Johto gekommen. Er hatte diese Region ausgewählt, da sie ihm mysteriös und vertraut zugleich vorkam. Mysteriös auf Grund der Legenden, die sich um die Region ranken und vertraut, da sie nicht allzu weit entfernt von Kanto lag.
    Am heutigen Morgen hatte Timo sich von Azuria City aus auf den Weg zum Hafen nach Orania City gemacht und war dort letzlich auf das Schiff gegangen. Bald hätte er Neuborkia erreicht. Diese Erkenntnis entnahm er dem Land, dass nun am Horizont erkennbar geworden war. "Dann werde ich mich mal in meine Kajüte begeben und meine Sachen zusammenpacken", sagte Timo mehr zu sich selbst als zu jemand anderem. Nachdem er dies ausgesprochen hatte erklangen die Lautsprecher an Bord mit einem Knacken: "Die MS Johto wird in wenigen Minuten in Neuborkia anlegen. Die gesamte Besatzung wünscht ihnen einen schönen Aufenthalt in Johto.“


    Schnell war Timo in seiner kleinen Kabine angekommen und packte seine Sachen zusammen. Darunter war eine Informationsbroschüre über die Johto-Region, sowie eine Box für die Orden, die er erringen wollte und - was ihn überraschte - eine Broschüre über einen Angelwettbewerb, der in Rosalia City stattfinden sollte. "Komisch, die lag vorhin nocht nicht hier", murmelte Timo und bückte sich, um die Broschüre aufzuheben. Dabei fuhr ein Schmerz über seinen Rücken. "Verdammt! Diese Narbe nervt!", rief Timo und stöhnte kurz auf. Die Narbe, die sich auf seinem Rücken befand, erinnerter ihn wieder daran, warum er noch kein Pokémontrainer war. Einst hatte ein Mauzi ihn angegriffen und seitdem hatte er sich von Pokémon ferngehalten und hatte es auch abgelehnt, ein Pokémon von Professor Eich entgegen zu nehmen. Dieses Ereignis hatte er glücklicherweise innerhalb des letzten Jahres verwunden, als er seinen Bruder besucht hatte und er erlebt hatte, wie toll der Umgang mit Pokémon sein kann.
    Nun betrachtete er die Broschüre. "Nett", meinte Timo und nahm sich vor, daran teilzunehmen. Er schnappte sich seinen Rucksack und spurtete an Deck. Neuborkia war nur noch wenige Meter entfernt und das Schiff machte sich bereit, anzulegen.
    Er bedankte sich bei den Matrosen und verließ die MS Johto. Ohne lange zu zögern bestieg er einen Zug, der ihn in Kürze nach Rosalia City und damit zum Wettbewerb bringen würde.


    Eine Stunde später hatte er sein Ziel erreicht. Unten am Strand war die Hölle los und Timo hoffte, dass sich nicht alle anmelden wollten, denn dann sah er seine Chance als sehr gering an. Entschlossen schritt er zum Anmeldungstisch und füllte den Bogen aus. Die nette Frau machte ihn auf einen Tisch voller Pokébälle aufmerksam. "Danke", sagte Timo und schritt zu dem Tisch mit den Bällen. Er überlegte lange hin und her, denn schließlich hing viel von der Wahl des richtigen Pokémons ab, um zu gewinnen. Da er aber nicht in den Pokéball hineinschauen konnte, griff er schließlich einfach zu und hielt dann einen Pokéball in Händen. Gut fühlte sich das an, dachte Timo und lächelte zufrieden, während ihm die Sonne ins Gesicht schien.

    Name: Timo
    Geschlecht: männlich
    Alter: 18
    Aussehen:
    Timo hat dunkelbraune Haare, die er teilweise unter einer roten Cap versteckt. Für sein Alter hat er eine normale Körpergröße von ungefähr einem Meter achtzig und ist athletisch gebaut. Seine stahlgrauen Augen sind sehr ausdrucksstark und spiegeln immer das wieder, was er fühlt. Das macht es ihm schwer seine Gefühle zu verstecken, auch wenn er das manchmal gerne würde. Die Pokébälle befestigt Timo an einem schwarzen Ledergürtel, den er von seinem Vater bekam. Timo trägt eine schwarze Hose und eine blaue Jacke, die er zu seinem Aufbruch nach Johto erhielt.


    Eigenschaften:
    Timo ist auf Grund seiner Erlebnisse ein sehr verantwortungsbewusster und fürsorglicher Junge. Obwohl er sich sehr gut mit der Aufzucht und dem Training von Pokémon auskennt, überwiegt in vielen Situationen seine Unsicherheit etwas falsch machen zu können. Daher plant er gerne alles im Vorraus, was natürlich nicht immer funktioniert. Spontanität ist etwas, was ihm völlig abgeht, wobei er unbedingt lernen möchte spontaner zu werden, um auch seine Kämpfe besser bestreiten zu können.


    Seinen Mitmenschen gegenüber verhält Timo sich offen und herzlich. Er hat keine Probleme damit, auf Menschen zuzugehen und kommt schnell mit ihnen ins Gespräch. Außerdem ist er ein sehr ehrlicher Mensch, der immer seine Meinung sagt. Damit eckt er leider ab und zu bei einigen Leuten an, die mit seiner sehr direkten Art nicht zurechtkommen.


    Beschreibung/Geschichte:
    Timo wurde in Kanto geboren und wuchs in Azuria City als Kind eines Pokémonzüchters und einer Koordinatorin auf. Er liebte es die Pokémon seiner Mutter zu pflegen und ihr bei ihrem Training für neue Wettbewerbe zuzusehen. Ebenso gerne verbrachte er Zeit damit seinem Vater bei der Aufzucht der geschlüpften Pokémon zu helfen. Daher war Timo von Anfang an von den Pokémon fasziniert und wünschte sich nichts sehnlicher, als dass er endlich mit einem Partner auf Reisen gehen könnte.


    Eines rauhen Herbsttages jedoch machte der Junge eine Erfahrung, die ihn grundlegend veränderte. Timo sollte wieder einmal auf die geschlüpften Pokémon aufpassen, da sein Vater auf einer Fortbildung war und seine Mutter sich auf einen kommenden Wettbewerb vorbereiten musste. Unglücklicherweise hatte er einen Augenblick nicht aufgepasst und die Babypokémon hatten spielerisch begonnen Kämpfe ausgetragen. Dabei kippte ein Regal um und begrub ein kleines Mauzi unter sich, das erst einige Stunden zuvor unter Timos Obhut geschlüpft war. Selbst Schwester Joy konnte ihm nicht mehr helfen und so schwor sich Timo nie wieder Verantwortung für ein Pokémon zu übernehmen.


    In den folgenden Jahren fühlte Timo sich jedoch nicht vollständig. Er hatte es aufgegeben seinen Eltern mit ihren Pokémon zu helfen, um diese nicht erneut durch eine Unaufmerksamkeit seinerseits in Gefahr zu bringen, doch er merkte mehr und mehr, dass ihm dieser Umgang fehlte. Um seinen Kopf frei zu bekommen, beschloss Timo sich eine Auszeit zu nehmen und besuchte seinen Bruder in Sinnoh. Dort wird er dann Zeuge eines Überfalles, bei dem die Pokémon einer alten Dame misshandelt werden. Timo muss ohne Pokémon hilflos dabei zusehen, wie sein Bruder mit seinem Team rettend einschreitet.


    Sein Wunsch sich nie wieder so hilflos zu fühlen und Pokémon und Trainer vor Übergriffen beschützen zu können übertraf nun die Angst vor einem erneuten Scheitern. Timo möchte nun immer stärker und stärker werden, um in der Lage sein helfen zu können. Diese Motivation lässt ihn zu Höchstleistungen auflaufen, auch wenn er in manchen Situationen noch unsicher ist. Nun macht sich der Junge auf nach Johto, weil ihn die Mythologie dieser Region besonders interessiert und er sich mit den Arenaleitern dieser Region messen will, um ein starker Trainer zu werden.


    Spezialisierung: Battler
    Battler kennen sich bestens mit Pokémon-Kämpfen aus, sie wissen nicht nur über viele Strategien bescheid, sondern trainieren ihr Team auch mit besonderer Effektivität. Dadurch werden die Stärken der einzelnen Pokémon besser betont und sie schlagen sich im Kampf auch etwas besser als die Pokémon der meisten anderen Trainer.

    Bilder

    • Schwarz.png

    Hallo zusammen :)


    ich würde meinen Charakter gerne behalten - dementsprechend würd' ich die Anmeldung von vor drei Jahren auch so lassen wollen.
    Die Pokémon streich ich dann raus, will vielleicht eh andere. Ich überarbeite den Text dann einfach kurz.
    Soll ich dann trotzdem ins Anmeldetopic posten? Oder geht das so durch? ;)


    Lg Volti

    Also ich fänd's super, wenn ihr beiden das machen würdet :)
    Mit Eldeen hat ja auch alles angefangen.
    Macht ihr dann von da weiter, wo wir jetzt sind? :)

    Hallo miteinander,


    ich hab auf jeden Fall noch Interesse.. Bin immerhin schon seit Anfang an dabei und daher würde ich es favorisieren, wenn es mit dem jetzigen RPG weitergehen würde. Ich hab mir da halt schon recht viel aufgebaut und so...


    Lg Volti

    ~ Timo ~


    Timo war geschockt. Er hatte Shin nie wirklich gemocht, doch das was er jetzt abzog, hätte er nie von ihm erwartet. Timo hatte immer gedacht, dass Shin seine Rolle in der Gruppe gefiel und dass er diese nun verlassen wollte, konnte der Pokémontrainer nicht nachvollziehen. Zudem forderte er die anderen der Gruppe auf, ihm zu folgen. Timos Blick fiel auf Hera, die nun ihre Stimme erhob. "Niemand ist dazu gezwungen, hier mitzumachen", erwiderte sie lediglich. Shin verschwand mit einem überheblichen Ausdruck auf seinem Gesicht zur Tür. Timo betrachtete nun jedes einzelne Mitglied der Gruppe. Erst jetzt fiel ihm wirklich auf, dass Caty, Hera und er selbst die einzig übrig gebliebenen waren, die von Anfang an gegen Team Rocket kämpften. Aus ihrer anfänglichen Gruppe, waren nur noch sie da, die die Worte von Professor Lind kannten. Alle anderen waren im Laufe der Zeit dazugestoßen. Der Gedanke, welche Leute aus der Gruppe dem Beispiel Shins folgen würden verjagte sogar die Freude darüber, dass er das Rästel gelöst hatte, aus seinem Kopf. Timo konnte sich einfach nicht vorstellen, wer ebenfalls das Handtuch werfen sollte, nur weil es in letzter Zeit öfters mal brenzlig wurde. Natürlich hatte Shin Recht, wenn er sagte, dass das Unterfangen so gefährlich wurde, wie nie zuvor. Doch gerade das machte es für Timo so wichtig, weiterzukämpfen. "Das ist doch bescheuert", sagte er zu Caty, die bedeutungsvoll nickte.


    Nun fiel Timos Blick auf ein Mädchen, dass sich Faye genähert hatte und sich nun mit ihr unterhielt. Sollten sie vielleicht Zuwachs bekommen, fragte der junge Pokémontrainer sich selbst. Tatsächlich schien es, als würde sie sich dafür interessieren, was die Gruppe tat. Selbst in dieser dunklen Stunde gab es noch Hoffnung. Vielleicht folgten weitere Leute dem Beispiel der Unbekannten.


    Timo betrachtete liebevoll seine Pokémon. Sie waren der Grund, wegen dem er gegen Team Rocket kämpfte. Niemals wollte er eines seiner Pokémon derartig wegen Team Rocket leiden sehen, wie er es schon nun schon oft gehört und gesehen hatte. Da war Panpyro, welches ihm stets zur Seite stand. Sie hatten schon so viel zusammen erlebt. Oder auch Staravia und Phanpy, welche er kurz nach Beginn seiner Reise erhalten hatte. Er betrachtete beide. Staravia hatte sich auf einer Stange über dem Kamin niedergelassen, um sein Gefieder zu wärmen und Phanpy lag Timo zufrieden zu Füßen. Es war in letzte Zeit sehr gewachsen und stärker geworden. Evoli hatte sich auf Timos Schoß gesetzt, nachdem er es sich auf einem Stuhl bequem gemacht hatte. Verträumt schaute es in die Runde, weil Timo sein neuestes Pokémon in Gedanken versunken hinter den Ohren kraulte. Sein Blick fiel auf Bamelin, welches sich vor dem Kamin zusammen gerollt hatte. Er erinnerte sich an den letzten Arenakampf, in dem sein Wasserpokémon alles gegeben hatte.
    Sie hatten gemeinsam schon so viel erreicht. Timo führte nur ihretwegen bereits vier Orden der Johto Liga mit sich. Er würde alles tun, damit es seinen Pokémon immer gut gehen würde.


    Und nun geschah das, wovor er sich gefürchtet hatte. Einige Mitglieder der Gruppe standen auf, warfen ihm und den anderen, die bleiben würden, entschuldigende Blicke zu und folgten Shin nach draußen in den Regen. Timo schüttelte traurig den Kopf. Als diese erste Gefühlswelle hinter ihm lag, war er nur noch wütend. "Was wäre, wenn eines von deren Pokémon in Gefangenschaft von Team Rocket fiel?! Würden sie sich dann auch einfach aus dem Staub machen?!", murmelte er angriffslustig mehr zu sich selbst als zu jemand anderem. Doch Caty hörte es. "Ich kann das auch nicht verstehen!", sagte sie verächtlich und blickte wütend auf die Tür, die sich gerade hinter dem letzten geschlossen hatte.


    OT: Ich konnte doch schon früher posten - schneefrei ist was tolles! Und sorry nochmal, dass es so lange gedauert hat!