Beiträge von Dragonfire

Die Insel der Rüstung erwartet euch!


Alle Informationen zum ersten Teil des Erweiterungspasses "Die Insel der Rüstung" findet ihr bei uns auf Bisafans:

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    Als Tomomis Bandagen zerrissen wurden, wollte die Mumie schon aufschreien, um endgültig die Fassung zu verlieren.
    Da die Aktion aber von Zanza kam, war sie viel zu verwirrt und panisch als das hätte geschehen können. Während er auf sie zukam, zielte sie mit dem Finger auf ihn und zitterte weiterhin. Als wäre sie eine Bankräuberin, die die Polizei in die Enge getrieben hatte. „Keine Angst Tomomi, niemand wird dir
    wehtun, weil du getan hast, was du für das Richtige gehalten hast. Dies ist eine Situation, die niemand vorhersehen konnte und deshalb müssen wir hier erstmal entscheiden, ob das was Alicia gesagt hat noch zutritt. Komm, trockne deine Tränen und überlass es deinem Bruder“

    Alleine dieser Anfang hatte schon einen großen Einfluss auf sie. "M...m...meinem...Bruder....?", stammelte sie leise. Sie wirkte immer noch panisch, aber zumindest nicht mehr feindselig....immerhin gegenüber Zanza. Die Mumie kannte ihn schon sehr lange, weswegen sie ihm gegenüber die größte Zuneigung zeigt im Vergleich zu den anderen Erleuchteten.
    „Aber wie klar geworden ist, ist das Biest vor uns Marika, darum warte erstmal ab. Schließlich wäre es doch schadeeine Schwester so schnell zu verlieren, oder?“
    "S...Sch....Schwester.....? Ich....ich will keine Schwester.....verlieren.....Mama....sagte ich....soll meine...Geschwister..beschützen..."
    Das Stottern lies ein wenig nach und das Mädchen nahm sogar den Finger runter. Sie schien sich langsam wieder fangen zu können, doch war sie immer noch sehr angespannt. Erst Zanzas Hand auf dem Kopf hatte die Situation komplett entschärft. Schluchzend sank Tomomi auf die Knie und versuchte ihr Auge, dass schon verheult rot war, mit den Bandagen um den linken Arm zu trocknen. "Ich...hatte solche Angst...", schluchzte die Mumie und vergrub ihr Gesicht unter den bandagierten Händen.

    Als Emma sich Tomomi näherte, drehte die Mumie ihren Kopf zu ihr.
    "Marika? Paukenschläge? Wo sind die Paukenschläge? Was....bedeutet das?", fragte sie und schien sich wegen den Fragen erstmal beruhigen zu wollen, doch dann überschlugen sich die Ereignisse.
    Die Bestie sprach! Sie sprach richtige Sätze und aus dem Zusammenhang heraus schien es tatsächlich Marika zu sein. Tomomi war vollkommen verwirrt, aber vor allem verängstigt. Sie wandte sich von Emma ab und behielt Marika streng im Auge, um jederzeit eingreifen zu können. Zumindest hatte sie das vor...
    „Und du!“, hörte sie auf einmal, „Nimm das weg und lass sie reden!“
    Das bandagierte Mädchen suchte nach der Ursache, und musste mit Schrecken feststellen, dass Samuel eine Pistole auf sie gerichtet hatte. Die Öffnung des Laufes zeigte direkt auf sie drauf! Und in diesem Lauf....wartete eine Patrone auf ihren Einsatz.


    Es wurde schwarz vor Tomomis Auge.
    "Test Nummer 110-5, Verteidigung gegen Geschosse. Bereit?", ertönte es in ihrem Kopf. "Ich....ich kann das nicht. Ich...mag nicht..." Sie hörte eine ihr ähnliche Stimme, nur jünger. Vor ihrem geistlichen Auge war plötzlich ein Lauf, nur 100-mal größer als der Lauf von Samuels Pistole. Die Stimme aus dem Lautsprecher wurde aggressiver. "Hey! halt einfach die Klappe" Was war das? Die Stimme aus dem Lautsprecher....schien sich von der Tonlage her zu verändern. "lass dir Anweisungen geben! Sonst sind wir nicht so nett zu dir." "A...aber....ich...." PENG!


    Mit einem schrecklichen Krach und einem stechenden Schmerz, der eine Sekunde hielt, kam Tomomi in die Realität zurück. Oder zumindest das, was von ihr seelisch zurückgeblieben ist. Die Mumie zitterte deutlich sichtbar. Ihr Auge war vor Panik weit aufgerissen und sie fing an zu stottern: "M..m...mama....wo bist....du......hilf mir....Mama....."
    Arus Rede bekam sie nur noch in Bruchstücke mit, aber eine Stelle gewann von ihr besonderes Gehör. "Nur weil es jemand gesagt hat, sollen wir uns danach richten?"
    "J...jemand? Jemand? W...wa...warum sagst du sowas Aru? M...mama ist nicht jemand....Mama...ist....Mama..ist...meine Mama!"
    Wenn nicht vorher alle Sicherungen geplatzt waren, dann waren sie es bei der Mumie spätestens jetzt. Sie hob ihren rechten Zeigefinger und zielte auf die Erleuchteten, als könnte dieser Finger Schüsse abgeben. "Ich....ich will nicht nochmal....nein......zurück....Mama....wo bist du......ich tue....was Mama sagt.....keine Schmerzen mehr......"
    Ihr Auge wurde ganz feucht und sie schien unter der Panik zu leiden, besonders wenn sie kurz einen Blick auf die Pistole erhaschte.

    Marika also? Und sie wusste viel über diese Monster? Beklommen begann Jeff, an seinem Daumennagel zu kauen. Ihm gefiel die Situation nicht. Ihm war das alles allmählich nicht mehr geheuer, aber was blieb ihm anderes übrig? Die Neugier übermannte ihn. Also folgte er dem Marsch der Gruppe, um diese Marika wieder einzufangen. Die Spannung, die zwischen den einzelnen Personen herrschte, war kaum zu überhören. Aber er versuchte es so gut es ging auszublenden. Ein Junge namens Simon war ebenfalls dazugestoßen, er konnte die Gesuchte wohl aufspüren. Leider schien er kein besonders ausdauernder Läufer zu sein, aber Jeff kannte das nur zu gut, ihn beanspruchte dieser Weg auch so ziemlich. Nach einer Weile begann der Junge allerdings zu stammeln, dass Marikas Licht plötzlich verschwunden sei. Die Augen des Brillenträgers weiteten sich. So, wie er das darlegte, schien es beinahe unmöglich. Aber wie konnte das dann plötzlich passieren? Tomomi schien sich um den Jungen zu sorgen, jedenfalls bat sie ihn verwirrt sich zu beruhigen. Perplex ging Jeff etwas näher an die beiden heran. "I-ist alles in Ordnung...?", fragte er nervös. Nein, nichts war in Ordnung, das konnte sogar jemand sehen, der so kurzsichtig war wie er... allerdings war auch er mit dieser Situation völlig überfordert.
    Tomomi schaute besorgt und verwirrt Jeff an.
    "Ich....ich weiss es nicht. Simon...hat noch nie so reagiert. Ich verstehe das nicht. Mama hat noch nie erwähnt, dass ein Licht...verschwinden kann. Ich mache mir um ihn Sorgen....er beruhigt sich einfach nicht richtig...."
    Es war offensichtlich, dass die Mumie überfordert war.
    "Da... das ist merkwürdig..." Jeff war genauso überfordert wie Tomomi. Zuerst dieses Blutbad, dann diese urplötzliche Aufmerksamkeit auf diese Marika und jetzt... jetzt... das! Sein Kopf pochte, er wollte einfach nur noch weg. Simon tat ihm Leid. Der Brillenträger konnte sich gut vorstellen, wie die anderen nach dieser Aktion wohl auf ihn sahen. Das war einfach... grausam. Hier wurde alles allmählich grausam. Er verstand irgendwie gar nichts mehr. Wäre er doch nur im Internat geblieben, dort wüsste er zumindest noch, wo er war...
    "Entschuldigung?" Eine Stimme hinter ihm riss ihn aus seinen Gedanken. Leicht erschrocken wirbelte er herum und sah einen schwarz-haarigen Jungen in Kapuzenjacke, ebenfalls Brillenträger. Nur seine Augen, seine Augen waren irgendwie komisch... "Wa-was? Was ist?", gab der Blonde irritiert zurück, während er sein Gegenüber eingehend musterte. "Ach, nichts.", erwiderte dieses, "Ich habe nur zufällig gesehen, wie ihr hier hergelaufen seid, da wurde ich neugierig und wollte... ähm..." Er machte eine kurze Pause und schien nachzudenken, "mich eben erkundigen was los ist."
    Jeff konnte ihr also auch nicht helfen. Dies bestärkte nur Tomomis Unsicherheit. Ein Familienmitglied lag weiter hinten und könnte schwer verletzt sein. Ihr kleiner Bruder lag direkt vor ihr und beruhigte sich nicht. Dann schreckte sie hoch, als sie den Neuzugang hörte. Diese Augen....die Mumie erinnerte sich sofort an ihnen. "Sahrzad? Was....machst du hier? Es ist viel zu gefährlich hier....Simon geht es nicht gut.....und Marika liegt da hinten......was soll ich tun?"
    Sahrzad... war das der Name des Jungen. Jeff betrachtete ihn irritiert. Als Tomomi den Schwarzhaarigen fragte, warum er hier sei, lächelte dieser nur leicht und sah die Mumie freundlich an. "Tomomi, richtig? Wie gesagt, ich war eigentlich nur Neugier und wollte sehen, ob ihr hier irgendeine Wanderung auf die Klippen oder so macht... aber es scheint doch nicht so harmlos zu sein." Anschließend ließ er seinen Blick zum wohl nach wie vor aufgeregten Simon schweifen. "Aber es scheint doch nicht so harmlos zu sein.", merkte er an und wurde etwas ernster, "Da bin ich wohl rechtzeitig gekommen." Anschließend verschränkte der Junge mit den zweifarbigen Augen die Arme und seufzte. "Vielleicht sollten wir Simon zurück in die Anstalt bringen. Ich glaube, hier ist es nicht wirklich gut für ihn..." Jeff wirkte unterdessen leicht perplex und rückte einmal an seiner Brille. Der andere wirkte recht gefasst... hatte er überhaupt eine Ahnung, was hier vor sich gehen könnte?


    Die Mumie nickte kurz.
    "Ja...ich könnte Mama nie wieder in die Augen sehen, wenn Simon etwas passiert.", antwortete sie und wirkte sehr niedergeschlagen. "Aber ich kann nicht weg...ich...soll doch auf die anderen aufpassen, aber die sind dorthin gelaufen....aber Simon darf nicht hierbleiben....er braucht Hilfe..."


    Jeff bemitleidete Tomomi. Sie schien recht zwiegespalten zwischen ihrer Sorge zu Simon und der zum Rest der Gruppe zu sein. Ehe er wirklich nachdachte, entgegnete der Blonde also: "Ich... ich könnte Simon ja zurückbringen!" Kurz machte er eine Pause und wirkte leicht unsicher. Er wollte nicht nur helfen. Er wollte auch einfach weg hier. Das war alles wirklich zu viel... Der Schwarzhaarige neben ihm hob lediglich eine Augenbraue und betrachtete ihn wohl leicht besorgt. Jeff versuchte das so gut es ging zu ignorieren. Am liebsten würde er sich nur noch für den Rest seines Lebens im Bett vergraben und nichts mehr mit der Welt hier draußen zu tun haben.


    "Das....würdest du tun?", fragte Tomomi leise und schaute Jeff an. Überraschenderweise war keine Erleichterung an ihr zu sehen. Sie wirkte, als würde sie das Angebot ohne Emotionen einfach annehmen wollen. "Ich wäre dir sehr dankbar......vielleicht....findest du noch Hilfe....."


    "Ich werd sehen, was ich machen kann...", war das einzige, was der kleine Forscher wirklich noch sagen konnte. Einfach Simon in Sicherheit bringen, mehr würde er nicht mehr tun. Egal, was die Leute um diese Mar... Mary oder wie auch immer sie hieß, sogar ihren Namen hatte er inzwischen fast vergessen, taten, er würde sich nicht mehr einmischen wollen. Nein, das war wirklich zu viel für ihn geworden. Bedrückt nahm er sich also Simon, der immer noch verstört wirkte aber keinen Widerstand zu leisten schien, und machte sich auf den Weg zurück in Richtung Anstalt. Dabei sah er Sahrzad noch einmal an. Er war kleiner als er selbst, schien aber trotzdem älter zu sein. Im vorbeigehen klopfte der Schwarzhaarige ihm kurz auf die Schulter, war das etwa eine Aufmunterungsgeste? Jeff sah ihn erst überrascht an, ehe er sich jedoch wieder seiner Aufgabe entsinnte und mit Simon weiterging.
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    Nachdem der blonde Junge außer Sicht war seufzte Scheherazade und steckte seine Hände in die Taschen seiner Kapuzenjacke. Die ganze Sache hier war faul, das hatte er schon sehen können, als er gemerkt hatte, mit was für einer Stimmung diese Gruppe hier schon hochmarschiert war. Irgendwie kam ihm das lächerlich vor, doch seine Neugierde zwang ihn beinahe dazu, die Sache bis zum Grund zu erforschen. Also wandte er sich an Tomomi und sah das bandagierte Mädchen recht ernst an, versuchte aber keinesfalls so zu wirken, als würde er sie unter Druck setzen wollen. "Tomomi...", setzte er an und legte seine Hand in den Nacken, "weißt du eigentlich, was genau hier jetzt vot sich geht? Ich meine, die ganze Stimmung hier... die ist ja schon abartig tief im Keller." Allerdings schüttelte er kurz darauf seinen Kopf. "Ach... Erklärungen kann ich auch später finden, tut mir leid. Wahrscheinlich sollten wir uns erst einmal beeilen und die anderen finden?"
    Tomomi schaute noch Simon und Jeff hinterher, bevor sie sich Sahrzad zuwandte. "Du warst in letzter Zeit nicht mit uns unterwegs....Marika....eine Neue hier....ist plötzlich weggerannt. Du weisst, dass Mama nicht möchte, dass wir einfach weglaufen...uns könnte etwas zustoßen. Wir sind hinterhergelaufen und Simon sagte plötzlich, dass ihr....Licht verschwunden sei. Sie ist dort hinten...", sie zeigte in die Richtung, wo die anderen hingelaufen sind, "aber sie scheint in Schwierigkeiten zu sein. Wir müssen sie zurückholen...."


    Ah ja, also war jemand weggelaufen und steckte nun in Schwierigkeiten? Ja, Alicia würde das sicher nicht gefallen, wenn sie Wind davon bekäme. Aber das würde sie bestimmt so oder so, wenn die Aktion noch mehr Aufsehen erregte. Schließlich machte sich Scheherazade mit Tomomi auf den Weg in die Richtung, in die sie gezeigt hat. Jedoch war dort eine Art Vertiefung im Waldboden, die etwa mannstief schien. Toll. Manchmal wäre es vielleicht doch praktischer, ein paar Zentimeter größer zu sein. Allerdings überwindete der Erleuchtete dieses Hindernis recht schnell, das Hochziehen bereitete seinen etwas geprägteren Armen keine Schwierigkeiten. Etwas sorgenvoll blickte er dann jedoch zu der ihm folgenden Tomomi, sie war etwas kleiner als er und wirkte insgesamt auch etwas schwächer. Er wollte sie nun nicht bemuttern oder dergleichen, er war zwar nicht ihr Vormund, allerdings wollte er nicht einfach dabei zusehen, wie sie hier alleine hochkletterte. Also griff er sich kurzerhand bei ihrem Besteigungsversuch die Kapuze ihres Mantels, achtete jedoch darauf, es so sanft wie möglich zu tun und keine Haare zu erwischen. Auf diese Weise stützte er sie bei ihrem Aufstieg. "Ähm, geht es?", fragte er schließlich leicht verlegen, als sie oben waren und kratzte sich am Hinterkopf. Leider blieb ihnen keine Zeit, denn plötzlich hallte ein animalisches Brüllen durch den Wald. Scheherazade wirbelte erschrocken in die Richtung, aus der es zu kommen schien. "Was zur Hölle war das denn...?", murmelte er überrascht und blickte Tomomi erst mit geweiteten Augen an, ehe er sich mit ihr wieder in Bewegung setzte. Als sie zu der Quelle des Geräusches kamen, gab der Brillenträger ein überraschtes "Huch?" von sich. Nun, das sah man auch nicht alle Tage. "Was ist denn das?", murmelte er vor sich hin und besah die monströse Kreatur vor sich. Seine Augen glänzten leicht aufgeregt. "Das sieht ja so aus, als hätte die Natur alles, was gefährlich ist lieblos in einen Mixer geworfen." Kurz darauf sah er, das noch andere Personen anwesend waren, einer war auf dem Monstrum und hielt ihm eine Schusswaffe an den Kopf. Irritiert wandte sich Scheherazade an Tomomi: "Ähm... haben wir nicht eine Frau gesucht? Was ist das?"


    "G...geht schon...", antwortete Tomomi und senkte den Blick. Ihr war es immer etwas peinlich, wenn man sie helfen musste und besonders bei Wanderungen war es schwierig, da sie nie zuließ, dass man sie berührte. Mit dem Griff an der Kapuze jedoch, hatte Sahrzad eine gute Möglichkeit gefunden dies zu umgehen. Auch wenn die Mumie für einen Moment Angst hatte, dass sie aus ihrem Mantel rutschen würde. Nein, sie hatte schon einmal ihren Mantel verloren, das musste nicht nochmal passieren...
    Doch dieser Gedanke wich einer viel größeren Bedrohung. Tomomi wollte ihrem Auge nicht trauen, als sie sah, was vor den beiden lag. Dort wo Marika sein sollte...da war diese Bestie...umgeben von den anderen Erleuchteten. "Das....das....das ist ein Krouchug...eine...böse Bestie.", antwortete Tomomi Sahrzad. Plötzlich schien die Mumie sich zu verändern. Sie zog ihre Kapuze weiter nach vorne, um ihr Gesicht im Schatten zu verdecken. Ihr Blick wanderte über die Erleuchteten, wie ein Lehrer, der seine Schüler während einer Prüfung beurteilte. Anschließend ging sie mit langsamen und leisen Schritten auf die Bestie zu. Während sie das tat, schaute sie jeden anwesenden Erleuchteten an, dem sie etwas zu sagen hatte. Ihre Stimme hörte sich dabei so emotionslos an, als wäre sie eine Puppe. "Aru...warum beschützt du dieses Ding? Es...tötet und Mama hat gesagt, dass wir sie besiegen müssen...nicht schützen. Jasmin...beruhige dich...was sagst du da? Marika? Das ist nicht Marika...das ist eine der Bestien. Zanza....bleib ruhig....Mama hat doch immer gesagt...das wir einen kühlen Kopf bewahren sollen....diese Bestie gehört nicht in die Familie...du ja....das da nicht. Xaroc...das ist nicht Marika....das sieht man doch....bereite dich lieber vor. Samuel....hör nicht auf Nic....halte die Waffe genau so....diese Kreatur ist gefährlich. Aurore....tritt weg von dem Krouchug und lass Nic durch....er ist einer der wenigen hier....die wissen was zu tun ist."
    Die Mumie hatte schließlich ihr Ziel erreicht und schaute auf das Maul der Bestie herab. "Du wirst meine Familie nicht verletzen....Mama hat gesagt, dass ihr gefährlich seid und bekämpft werden müsst....ich tue....was Mama sagt."
    Mit diesen Worten hob sie ihren Arm, woraufhin einige Bandagen aus dem Ärmel schlängelten. "Du wirst niemanden....wehtun."
    Die Verbände seilten sich langsam auf die Schnauze der Kreatur zu, während Tomomis Auge auf das Monster fixiert war.


    Eine gefährliche Bestie? Ja, ja, das dieses Ding gefährlich war hatte Scheherazade auch schon lange gemerkt, man musste sich nur ihren Körperbau ansehen. Von was sich diese Dinger für gewöhnlich ernährten, das wollte er gar nicht wissen. Doch Tomomi schien sich zu verändern, ihre dunkle Ausstrahlung zeugte von reinem Tötungswillen. Der Schwarzhaarige folgte ihr und positionierte sich in ihrer Nähe, sollte etwas geschehen. Einzeln wandte sie sich an die Personen hier. Was, das sollte diese Marika sein, nach der sie die ganze Zeit über gesucht hatten? Eins war ihm klar, es gab nur zwei Arten von Frauen, die sich in Monster verwandelten: böse Hexen und verfluchte Prinzessinnen. Zu welcher Art dieses Monstrum hier vor ihm gehörte wollte er nun nicht beurteilen, dafür sah er viel zu objektiv auf die Sache. Aber Tomomis Wille zu schützen schien berechtigt. Nur schien ihn hier nicht jeder zu teilen. Sich argwöhnisch umblickend rückte der Spiegelgänger einmal an seiner Brille und sah schließlich, wie Tomomi ihren Verband einsetzte. Er wandte ihren Blick von ihr und sah den Rest der Gruppe an. Allesamt fremde Gesichter. Eins war sicher, falls einer von ihnen die kleine Mumie gewaltsam wegdrängen wollte würde er dazwischen gehen. Scheherazade mochte nicht besonders viel über die Situation wissen, aber es ließe sich sicher reden. Das letzte, was sie gebrauchen konnten war, dass sie sich nun gegenseitig an den Hals fielen.


    OT: Sooo, der Post ist zusammen mit Lau entstanden, die jetzt ihren neuen Charakter Scheherazade ins Spiel bringt. Außerdem schließe ich mich einfach der Anti-Naivität-Partei an xD.

    Zuerst war Tomomi erleichtert, als Simon auftauchte.
    Aber als er erklärte, dass Mama momentan nicht in der Anstalt war, wirkte die Mumie noch unsicherer. Solch eine Situation zu erleben...ohne Mama....das war unvorstellbar für sie. Aber da mussten sie jetzt alle durch, für Marika! "Ich bleibe bei dir Simon.", erklärte Tomomi mit leiser Stimme. Er war ihr kleiner Bruder und so wusste sie auch über seine Geschwindigkeit Bescheid und wie oft er dafür kritische Blicke bekommen hat. Deswegen blieb das Geschwisterpaar meist zusammen, wenn Mama nicht da war und sie schnell von A nach B laufen mussten.
    Auch für die kleine Mumie war der Weg nicht einfach. Sie lief generell ohne Schuhe und nur die Bandagen um ihre Füße verhinderten, dass der Schotter böse piekste oder gar Wunden verursachte. Ansonsten kam der Geist der Anstalt eigentlich immer gut voran, aber da Simon deutlich größere Schwierigkeiten hatte, blieb sie extra zurück und half so gut sie konnte.


    Insgesamt verlief trotzdem alles gut, bis Simon schockiert stehen blieb und wimmerte, dass Marikas Licht verschwunden sei. Auch Tomomi blieb überrascht und verwirrt stehen. "Verschwunden...? W...weg....plötzlich?", stammelte sie. Simon hatte tatsächlich noch nie solch einen Anfall gehabt. Da konnte etwas nicht stimmen. Schnell packte die große Schwester Simon am Oberarm und versuchte ihn vorsichtig wach zu rütteln: "Simon....Simon.....was ist passiert.....bitte.....beruhige dich."
    Dabei konnte die Mumie auch hören, dass Leira dazu aufrief sich das ganze näher anzusehen. "Vorsichtig....das ist zu gefährlich...", versuchte Tomomi die anderen zu warnen, aber sie selbst war zu verwirrt und beschäftigt als das sie eine laute Stimme benutzen konnte.

    Tomomi war immer noch verunsichert.
    Warum sollte Marika verschwinden? Nein, verschwinden war hier der falsche Ausdruck. Nach dem Zusammenfügen der bisherigen Puzzleteile, wäre der passendere Ausdruck 'flüchten'. Gefiel es hier nicht, oder hatte das einen anderen Grund.
    Als Zanza anschließend schockiert drein blickte, ahnte Tomomi, das etwas passiert sein musste. Sie kannte den Kartenleger nicht super gut, auch wenn sie schon lange zusammen in der Anstalt wohnen, aber wenn er schockiert war, war das ernst. Auch ihr Bruder Simon kam hinzu. Zumindest würde die kleine Mumie jetzt nicht mehr versuchen Alicia zu holen. Er schlug vor zum Haupttor zu gehen, um die Gruppe dann zu Marika zu führen.
    Einige weitere Erleuchtete kamen hinzu, andere machten sich bereits auf dem Weg. Auch Tomomi wollte sich auf dem Weg machen und Simon folgen, doch sie spürte ein großes Unbehagen. Es war wie ein Druck von außen, der versuchte sie zu zerquetschen. Ähnlich wie kurz vor ihrem Ausraster in der Kantine, nur weniger intensiv. Schnell realisierte sie auch weswegen sie sich fühlte....es waren die Anderen, um genauer zu sein, ihr Verhalten. Diese gereizte Stimmung und die Art und Weise wie sie miteinander sprachen...es machte Tomomi traurig und wütend zugleich. Ja, Tomomi schien tatsächlich ein wenig wütend zu sein.


    Als Nic einige Erleuchtete dazu aufrief endlich zum Haupttor zu gehen, war es ihr zu viel.
    Sie nahm die Beine in die Hand und versuchte den Mittelpunkt aller Erleuchteten zu finden, als sie den Mund aufmachte. "Hört bitte auf euch zu streiten!"
    Zur Überraschung aller, war dies nicht die typisch schüchterne Stimme der Mumie. Diesmal war die Stimme fester, ja sogar ernst. "Wir sind eine Familie....und Mama hat gesagt, wir müssen füreinander da sein und nett zueinander sein. Marika ist da draußen und braucht unsere Hilfe...und ich werde nicht zulassen, dass ihr Mamas Regel bricht und untereinander streitet! Also bitte, lasst uns vertragen und schnell Marika helfen...


    So schnell wie das Selbstbewusstsein auftauchte, verschwand dieser auch wieder. Verlegen zog Tomomi die Kapuze über ihr Gesicht und folgte Simon, ohne großes Aufsehen zu erregen.

    Tomomi schaute Jeff an.
    "Oh, hallo Jeff." Die Antwort sollte wohl erfreut klingen, doch sowohl Stimme als auch Gesichtsausdruck waren emotionslos. "Marika gehört zur Familie...sie weiß viel über diese...Monster. Sie ist etwas......schwierig, aber sie stark.......jetzt ist sie weggelaufen...."
    Die Mumie schaute daraufhin nochmal in die Runde.
    Hat Marika....Heimweh bekommen? Will sie nicht mehr bei uns sein? Ich....Ich muss das Mama erzählen, wenn niemand antworten kann...

    Einige Minuten saß Tomomi noch unter dem Baum.
    Warum wurde sie von Laverne angesprochen? Und warum war er so nett? Warum waren allgemein die Neulinge so nett zu ihr? Die Fragen beschäftigten die Mumie sehr und sie fing sogar langsam an daran zu zweifeln, ob sie wirklich alle außer Alicia abstoßen würde. Sie dachte noch weiter darüber nach, als sie plötzlich Marika vorbei laufen sah. Nicht nur sie, andere Erleuchtete schienen sie zu verfolgen. Das sah alles andere als normal aus. Deshalb stand Tomomi auf und folgte die anderen unauffällig, wie sie es als Geist der Anstalt immer tat, wenn sie verdächtige Mitbewohner ausgemacht hatte.
    Schließlich kam das Mumienkind an der Wand an. Auch die anderen Erleuchteten waren anwesend, nur Marika nicht. Aus den Blicken und Reaktionen der Anwesenden deutete Tomomi, dass Marika tatsächlich über der Mauer abgehauen ist.


    "Was ist hier los?", fragte sie die Anwesenden emotionslos und wanderte mit ihrem leeren Auge von Person zu Person. "Wo ist Marika? Soll ich Mama holen?" Der Timelimit war nun gesetzt. Wenn das bandagierte Mädchen nicht schnell eine Antwort bekam, würde sie Alicia in null Komma nix holen.

    Zuerst wirkte Tomomi etwas aufgebracht: "Mama würde niemanden ausnutzen! Sie ist die liebste Mama auf der Welt und will für uns alle nur das Beste! Sie möchte uns ihre Liebe schenken, weil es sonst niemand tut.


    Doch dann beruhigte sich die Mumie schnell und schaute verlegen auf dem Boden: "Aber wenn du es jetzt anders siehst, ist das okay... Ich...habe nur Süßigkeiten gekauft. Ich geh nur mit in die Stadt, um Süßigkeiten zu kaufen. Es ist immer etwas unangenehm, wenn die Menschen mich so angucken. Naja...dann habe noch ich die anderen Mädchen beim Kaufen von Badeanzügen beobachtet. Es war ganz schön, abgesehen von dem.....Zwischenfall.......und du? Was hast du gemacht?"



    „Oh, ich war hier und da“, entgegnete Laverne fröhlich, während eine sanfte Brise über die Obstwiese streifte. Er hatte nicht vor, mehr mit einem Freak zu teilen als nötig. Vorerst zumindest. Aber anscheinend hatte sie eine Vorliebe für Süßigkeiten, ein guter Punkt zum Fortführen des Gesprächs: „Aber, weißt du, ich hab auch ein wenig Süßzeug geholt, ein paar Muffins um genau zu sein. Ich bin manchmal so eine Naschkatze, am liebsten würde ich von morgens bis abends nur Süßes essen. Kennst du denn irgendwelche guten Läden in der Stadt? Vielleicht könntest du mir das nächste Mal ein paar zeigen.“


    Es war gut, Gemeinsamkeiten zu etablieren. Das ließ ihn vielleicht sogar noch sympathischer wirken, obwohl es hier vermutlich nicht nötig war. Auch ohne seine Fähigkeiten fiel es ihm nicht sonderlich schwer das Mumienmädchen zu manipulieren. „Über die guckenden Menschen solltest du dir keine Gedanken machen …“, fuhr er deshalb fort, sein Ton diesmal verständnisvoll und aufmunternd. „Menschen verurteilen eben gerne, dass muss dich nicht interessieren. Die wahren Werte findet man im Inneren.“


    "Muffins?, fragte Tomomi interessiert. "Muffins sind lecker, aber ich mag Lollipops viel lieber...besonders die großen und bunten. Mama sagt aber immer, ich darf nicht so viel Süßes essen, sonst kriege ich Bauchaua." Dabei reibt sie sich über dem Bauch, als hätte sie diese Erfahrung öfters gemacht.
    "Es gibt einen sehr tollen Laden in der Stadt, wo ich immer hingehe. Beim nächsten Mal kannst du ja mitkommen."

    Dann senkte sie den Block auf dem Boden und beobachtete einen Grashalm, wie er im Wind hin und her wedelte. "Die Menschen machen mir nichts aus.", antwortete sie und schüttelte leicht mit dem Kopf,"Ich bin eben nicht schön, aber solange ich Mama habe, ist mir das egal. Ich brauche nur sie und niemand anderes."


    „Oh, ich würde mich freuen, jemanden zu haben, der mich rumführt“, antwortete Laverne lächelnd, während er innerlich hoffte, dass er es schon vor dem nächsten Ausflug schaffen könnte, an Alicia heranzukommen. „Dein Angebot ist wirklich sehr nett. Ich werde sicher darauf zurückkommen.“
    Danach kam das Gespräch wieder auf die Heimleiterin zu sprechen. Zwar war dies das eigentliche Ziel des Brillenträgers, aber dennoch hatte er für einen Tag genug Informationen. Es erschien ihm als viel zu waghalsig heute noch weiter nachzubohren. Nicht etwa weil Tomomi misstrauisch werden konnte, aber diejenigen, mit denen sie regelmäßig verkehrte. Ein taktischer Rückzug war angesagt.


    „Es ist gut, wenn jemanden hat …“, sinnierte er nun, den Blick genauso wie das Mumienmädchen gen Boden gesenkt, „ … diese eine Person, die einem mehr bedeutet als alles andere. Die einen immer unterstützt. Beschützt. Immer für einen da ist. Mit anderen Worten … eine Familie.“
    Sein himmelblauer Blick fixierte nun Tomomi kalkulierend, abwägend. Sein Lächeln war warm, aber da war ein Funkeln im äußersten Winkel seiner Augen, etwas, das irgendwie kühler wirkte. Dennoch war seine Stimme weiterhin sanfter als man sie vermutlich jemals gehört hatte: „Du und Alicia, ihr seid doch eine Familie, oder? Ihr seid immer füreinander da. Das solltest du dir auf jeden Fall bewahren. Alleine schafft man es nicht. Man braucht immer jemanden der da ist … und das ist Alicia für dich …“


    Die Mumie lächelte nur kurz zurück, als sich Laverne für das Angebot bedankte.


    "Familie....unterstützt....beschützt.....immer da sein....". Tomomi sprach diese Worte so langsam aus, als wäre sie eine Tonaufnahme auf Zeitlupe gewesen. Unter ihrem Mantel verkrampfte sie die Hände um ihre Arme und das Kneifen mit ihrem Auge zeigte, dass sie Schmerzen spürte.
    Dann entspannte sie sich und schaute Laverne emotionslos an: "Mama sagt, wir sind alle eine Familie. Mama ist meine Mama, aber die anderen Kinder gehören zur Familie....auch du. Und Mama sagt, ich soll die Familie beschützen....also tue ich das auch. Wenn ich gebraucht werde...helfe ich."


    Irgendetwas veränderte sich. Von einem Moment auf den anderen konnte Laverne überhaupt nichts mehr von Tomomis Emotionen aufnehmen. Da war nur noch dieses Gefühl, wie ein hohes Piepen, ein überspanntes Gummiband. Was war das nur? Wieso hatte er es nie zuvor wahrgenommen? Und wieso war es so schmerzhaft? Wie zuvor auch schon verschwand plötzlich, ohne Vorwarnung oder Zeichen. Das Gefühlsbild Tomomis entspannte sich, die Wogen glätteten sich. Es erschien Laverne fast als wären ihre Emotionen fast vollkommen verschwunden. Langsam wurde es unheimlich. Zeit zu verschwinden.


    „Ich würde mich riesig freuen, dein großer Bruder zu sein“, meinte er freundlich lächelnd und richtete sich auf, den Blick gedankenverloren gen Westen gerichtet. „Eine Familie beschützt einander!“


    Dann, als würde er aus einer Trance erwachen, wurde seine gesamte Disposition wieder fröhlicher und er schenkte dem Mumienmädchen ein breites Grinsen: „Es hat mich wirklich sehr gefreut mit dir zu reden. Wir sollten das wiederholen. Man sieht sich.“
    Freundlich winkend verabschiedete er sich und machte sich wieder auf den Weg zu den Schlafräumen. Als er sich sicher war außerhalb von Tomomis Sichtweite zu sein, verdrehte er entnervt die Augen, konnte aber nicht umhin ein blasiertes Grinsen aufzusetzen. Das lief besser als erwartet. Sehr viel besser.


    OT: Und Teil 2^^

    "Endlich Wärme!", jubelte Ben.
    Seit die Maschine bearbeitet wurde, blieb der Drachentrainer ruhig und hörte auch im Labor von Prof. Eich nur ruhig zu. Doch jetzt lachte die Sonne und die Wärme fühlte sich nach dem Blizzard so unglaublich toll an. Blitzschnell zog er seine Jack aus und breitete seine Arme aus. Vollkommen ausgewechselt ging Ben ganz in der Nähe von Shyreen und schien alle Sonnenstrahlen für sich beanspruchen zu wollen. "Los, Freunde. Es gibt Wärme!"
    Mit diesen Worten lies er alle seine Pokemon aus den Bällen. Draschel gab fröhliche Laute von sich und schmiegte sich direkt an Bens Bein. Wablu zwitscherte wie verrückt und flog der Sonne entgegen. Knacklion beobachtete zuerst verwirrt die neue Umgebung und suchte sich sogleich einen Erdhügel, wo er sich verbuddeln konnte. Auch Kaumalat schien breit zu grinsen und hüpfte glücklich. "So Kaumalat.", sprach Ben ihn leise an und ging in die Hocke. "Da drüben spielt Saphira, nutze die Chance und lerne sie näher kennen, okay?", und streckte seinem Pokemon einen Daumen-hoch entgegen.
    Nur Dratini zeigte kaum Emotionen und beobachtete die Umgebung neugierig. "Nun zu dir Dratini. Du bist noch nicht lange im Team, aber ich bin mir sicher, dass wir gut miteinander auskommen werden. Was meinst du?"
    Draschel gab daraufhin einen Laut von sich, als wolle er Bens Ansprache unterschreiben, und schließlich nickte Dratini zufrieden und blieb an Bens Seite.
    "Jetzt haben wir wohl wieder Zugang, hm?", fragte Ben Shyreen, nachdem er sich ihr von der Seite genähert hat.

    Heyho, grüß dich^^


    Durch die momentane Inaktivität ist es durchaus möglich, dass Spieler nachrücken können. Das ist aber wirklich von RPG zu RPG und Leiter zu Leiter unterschiedlich. Es ist momentan nicht immer leicht abzuschätzen, ob ein neuer Spieler nun passt oder nicht. Generell bemühen wir uns aber Neuzugang hinzu zu holen.
    Ich persönlich rate jeden auf der Warteliste dazu, einen Leiter anzuschreiben und sei es alleine dafür den Steckbrief bewertet zu bekommen. Allein das kann schon helfen dabei zu sein und ggf. stehen dadurch ja noch Verbesserungen für den Steckbrief an.

    "Oh...ist das so?", fragt Tomomi nach und schien immer noch ein wenig verwirrt, aber das ging schnell beiseite, als Jeww zu singen anfing. Glücklich klatschte Tomomi in die Hände und versuchte die Melodie zu summen.


    Clea war die Situation zwar nicht wirklich geheuer, aber immerhin hatte sich Jeff auch überwunden. "You stand in the line just to hit a new low ...", begann sie zögerlich, erstaunt, den Text immer noch zu können. Eigentlich ging es ja. Nur Tomomi und Jeff, es würde ihr niemand etwas tun. Peinlich wurde es nur, wenn sie nicht sang, und das nicht nur für sie, sondern sogar eher für Jeff. Ihm wollte sie das lieber ersparen. Also stimmte sie auch den nächsten Vers an.
    "You're faking a smile with the coffee to go You tell me your life's been way off line ..." Ja, es machte sogar Spaß, einfach mal lauthals drauflos zu singen. "'Cause you had a bad day ..."


    "...you're takin' one down. You sing a sad song just to turn it around. You say you don't know, you tell me don't lie. You work out a smile..." Während Clea mitsang und Tomomi fröhlich klatschte und summte, fühlte sich Jeff aus irgendeinem Grund erleichtert. Nur war ihm der Rest des Textes entfallen. Mit einem leichten Seufzer ließ er sich anschließend auf die Weide fallen und saß nun da. Einfach so. Egal ob random Leuchten, gruselige Ungeheuer, oder Berge von Leic...
    Auf jeden Regen folgte ein klarer Himmel. Man durfte sich nur nicht unterkriegen und von der Dunkelheit in der eigenen Seele überwältigen lassen. So lange man noch lächeln konnte, gab es keinen Grund, nicht weiterzuleben. Schelmisch grinste er seine beiden Bekannten an. "Jaa... da war ich wohl etwas übermotiviert, jetzt ist mir glatt der Rest des Textes entfallen, tut mir leid."


    "Das macht doch nichts.", antwortete Tomomi. Ihr Gesicht wirkte wieder eher emotionslos, aber etwas Freude war aus ihrer Stimme zu hören. "Zu Festen singen wir mit Mama auch Lieder."


    Clea kratzte sich verlegen am Kopf. "Haha, ich glaube, ich kenne auch nur die erste Strophe ..." Wie lange war es wohl her, dass sie gesungen hatte? Schon ein Weilchen. Also, so wirklich gesungen hatte sie ja nur ein paar Monate. Aber egal. Gut getan hatte es auf jeden Fall. Und da auch Tomomi wieder okay wirkte, war die Gesangseinlage so oder so ein Erfolg gewesen. Sie kicherte. Wieso erinnerte sie das nur so sehr an ein gewisses Bandprojekt?


    "Es gibt hier Feste an der Anstalt?", wandte sich Jeff fragend an Tomomi. Das hatte er nicht gewusst... er musste sich definitiv noch besser einleben und sich informieren. Ansonsten würde er sicher noch mit anderen Problemen kämpfen müssen. Plötzlich wurde er schon wieder von einer Ziege angestupst. "Den Tieren hat es wohl sicher auch gefallen.", meinte er daraufhin mit einem Lächeln und streichelte das Tier. Da fiel es ihm wieder ein... die 'forever alone guys', was? Tolles erstes Konzert. Publikum: Tomomi, eine Katze und ein paar Ziegen.


    "N-natürlich.", antwortete Tomomi, "Weihnachten...Neujahr...Geburtstage...Ostern...Nikolaus....die...typischen Feste. Weil wir keine Familie sonst haben....sagt Mama, dass wir hier feiern sollen. Niemand muss alleine sein sagte sie. Ich....ich mag es nicht, wenn so viele in meiner Nähe sind....aber ich beobachte alles und das sieht immer so schön aus."


    "Oh ... ich kenne das eigentlich. Aber hier scheinen alle so nett zu sein, da könnte das sogar Spaß machen!", überlegte Clea. Sie hatte doch ... eine Familie ... oder? Nun gut, sie erinnerte sich noch daran, wie verwundert Alicia gewesen war. Jetzt war die Frage, was genau eine Familie nun darstellte. Denn wenn sie ehrlich war, wollte sie jetzt, wo sie erst einmal von ihrem Zuhause weg war, genauso ein Dach über dem Kopf, geregelte Mahlzeiten und W-LAN hatte, nicht unbedingt zurück.


    "Ja, stimmt.", bestätigte Jeff Cleas Aussage. Dann hatte man ja etwas, worauf man sich freuen konnte. Hoffentlich waren diese Feiern nicht so eintönig wie im Internat. Doch mit Leuten wie Tomomi und Clea könnte sich so etwas als richtig interessant herausstellen... die Anstalt war voller einzigartiger Leute. Doch das Wort Familie... das existierte in seinem Wortschatz nicht. Er hatte keine Ahnung, was mit seiner Mutter passiert war. Und das Aussehen seines Vaters hatte er längst vergessen. Hätten er die anderen Kinder auf dem Internat nicht beobachtet und keinen Unterricht erhalten, wäre ihm nie in den Sinn gekommen, dass es so etwas wie "Familie" gäbe. "So, ähm... was nun?", wandte er sich schließlich an die Mädchen und stand auf, "Gibt es noch etwas, das ihr tun wollt?"


    Tomomi überlegt nach. Sie unternahm eigentlich nie etwas mit Anderen, deswegen fiel ihr auf Anhieb keine Antwort ein.
    Viel zu spät bemerkte sie, dass eine Ziege ihren Mantel anknabberte. Als sie es bemerkte und versuchen wollte ihren Mantel zu befreien, gewann jedoch die Ziege mit einem kräftigen Ruck.
    "N-n-nein! Böse Ziege! Was machst du-ahhhhhhh"
    Mit ihrem Gewinn, rannte die Ziege im Kreis und Tomomi lag nackt auf dem Rücken, oder zumindest wäre sie nackt gewesen, wenn die Bandagen nicht ihren kompletten Körper bedeckt hätten. Aber auch wenn sie verdeckt war, so fand Tomomi die Szene überaus peinlich und verschränkte die Arme. "Uwwwwww....", gab sie nur murmelnd von sich, auf der Suche nach schützende Bedeckung. Sie zeigte die Vollkörperbandagen eigentlich niemandem außer ihrer Mama und jetzt das...


    "Oh!", entfuhr es Clea, während sie dem Schauspiel zusah. Tomomi war also tatsächlich ganz mit Bandagen bedeckt ... Normalerweise würde sie sich wohl wundern, warum, aber ... ihr Empfinden für Normalität hatte sich so ungefähr gestern Nachmittag außer Kraft gesetzt. Und wenn Tomomi es so mochte - Moment, jetzt gerade wirkte sie nicht glücklich! Und sie hätte sich beinahe im Gaffen verloren. Nicht sehr nett. Um dies wieder gutzumachen, schaltete sie ihr Gehirn einen Schritt höher und versuchte, einen Ausweg zu finden. Irgendwie an den Mantel herankommen ... Etwas Anderes wäre nicht sinnvoll, oder? "Jeff?", fragte sie ratlos. "Nehmen wir uns die Ziege vor? Oder was?"


    Was machte denn die Ziege da mit Tomo... oh nein! Reflexartig hielt sich Jeff die Hände vor die Brille, als der Mumie der Mantel weggerissen wurde. Er wurde knallrot. Nicht hinsehen! Das ziemte sich nicht...!
    Doch als Clea ihn ansprach, nahm der Blonde die Hände doch runter. Oh, Tomomi war also wirklich komplett in Bandagen gehüllt... trotzdem sollte sie sich wieder etwas überziehen, so dazuliegen war für sie sicher nicht schön! "Und wie vornehmen?", fragte der Brillenträger das Mädchen mit dem kupferfarbenen Haar schließlich, "Ich meine... wir versus Ziege..." Nein, Bedenken über Bord, sie mussten Tomomi helfen! "Hast du irgendeinen Plan?"

    Währenddessen lag Tomomi gekugelt auf dem Boden, damit sie so wenig von sich zeigte wie möglich.


    "Also, einer von der einen und der andere von der anderen Seite halt. Dann hält einer sie fest und der andere bekommt den Mantel irgendwie los. Wäre so meine Idee ...", erklärte sie verschwörerisch. "Na komm!", forderte sie ihm mit einem Winken auf. Je schneller sie diese 'Mission' erledigt hatten, desto besser.


    "Oh... oh... okay...!" Meinte Jeff irritiert und folgte Cleas Anweisung. Also, auf irgendeine Art und Weise die Ziege ausbremsen, oder wie? Dann könnte sich Clea den Mantel schnappen. Somit versuchte er, sich in die Nähe des Kurses der Ziege zu stellen... anschließend sprang er sie an und packte sie an der Rückenregion. Dummerweise war ein Fliegengewicht wie er nicht fürs Ziegenringen gemacht worden, so wurde er mit Leichtigkeit von dem Huftier mitgezogen. "Waah, Ziege, stoooop!", rief der Blonde schließlich verzweifelt und versuchte die Ziege irgendwie mit den Beinen auszubremsen, indem er sie über den Boden schleifen ließ. Tatsächlich wurde sie etwas langsamer...


    "B-bitte tut ihr nicht weh...", murmelte Tomomi.


    Mit einem Hechtsprung begab sich Clea genau in die Laufbahn der Ziege und rief: "Hey! Ziege! Stopp!" Dabei wedelte sie wild mit ihren Händen. So idiotisch es auch aussehen mochte, die Ziege legte eine Vollbremsung ein. Nach einer Sekunde des Triumphs bemerkte sie dann, wie das Tier in eine andere Richtung fliehen wollte. "Häh?", brachte Clea verwirrt hervor und bekam gerade noch den Mantel zu fassen. Um ihn nicht kaputt zu machen, griff sie vorsichtig um den Hals der Ziege, kniete sich hin und versuchte, das Kleidungsstück einfach aus ihrem Maul zu befreien. Zu ihrer Überraschung funktionierte dies auch sehr gut. Aber es war ja nicht, als würde die Ziege einfach aufgeben. Statt dem Mantel nahm sie sich nun Cleas Haare vor. "Bäh!"


    Die Ziege bremste. Gott sei Dank...! Mit einem Stöhnen ließ Jeff den Körper des Tieres los und glitt erschöpft auf den Boden. Bester Tag überhaupt. Kein Zweifel.
    Gerade so bekam er noch mit, wie Clea sich den Mantel wieder aneignete. Doch im Gegenzug schien die Ziege wohl ihre Haare haben zu wollen. Der junge Techniker blieb einfach liegen. Das Rodeo hatte ihn völlig durcheinander gebracht.


    "L...lass Clea los! Sei lieb und artig!", rief Tomomi der Ziege zu, traute sich aber immer noch nicht aufzustehen.


    "Alles okay!", rief sie Tomomi zu, während sie verzweifelt an ihren Haaren zerrte. Nein, bitte, bitte nicht! Sie mochte sich nicht vorstellen, wie es aussehen würde, wenn das Tier tatsächlich ein Büschel Haare abkauen würde ... "Bitte, liebe, kleine, süße Ziege, sei doch so lieb und lass mein Haar los, okay? Das wäre echt cool!", verhandelte sie leise mit der Ziege. Ja, so weit war es schon gekommen. Als auch diese Methode nichts brachte, rupfte sie ein Büschel Gras aus und hielt es der Ziege vor den Kopf. Diese zeigte sich sichtlich unbeeindruckt. Aber irgendwie leiß sie sich doch ablenken und öffnete ihr Maul. "Danke! Danke!", flüsterte Clea und atmete erleichtert aus. Dann stand sie auf und hielt Jeff wortlos ihre Hand hin.


    Clea hielt Jeff die Hand hin. Aufstehen? Jetzt?
    ...gut, warum nicht. Mit einem kurzen "Danke." nahm er sie an und zog sich mit Hilfe der Schwimmerin hoch. Sie hatte den Mantel. Ach ja, Tomomi! Sie konnten die Arme ja unmöglich so liegen lassen. "Tomomi, wir haben deine Kleidung!", rief er der Mumie schnell zu und ging zu ihr hin.


    "D-danke.....vielen Dank.", bedankte sich Tomomi und stand endlich auf. Das Mädchen hatte keine groß ausgeprägten Rundungen, was in dieser Situation sehr vorteilhaft war, denn die wären dank der Bandagen sehr gut zur Geltung gekommen....und gut sichtbar.
    Die Mumie nahm den Mantel entgegen und schlüpfte hinein. So war es schon viel besser! Jedoch sind ihre Bandagen dreckig geworden, während sie auf dem Boden lag. Also versuchte die Mumie unter ihrem Mantel den Dreck wegzuwischen. Immer wieder zuckte sie zusammen, wenn sie über ihren Verband wischte. Das Auge kniff sie dabei manchmal zu.


    "Gerne!", meinte Clea und lächelte. Und da noch nicht einmal ihre Haare zu Schaden gekommen waren ... Vielleicht etwas übermütig hielt sie Jeff die Hand zum Abklatschen hin. Ja, ihre Laune war wieder exzellent, sogar etwas überdreht. Solch eine Offenheit ihrerseits kam nicht oft vor, da war es schon verwunderlich, sie in einem solchen Zustand zu erleben.


    Gut, Tomomi hatte ihre Kleidung wieder, der Tag war gerettet! Hoffentlich ging es ihr auch gut, sie schien ab und an ein wenig zusammenzuzucken. Doch er konnte sich nicht weiter damit beschäftigen, da Clea ihm kurz darauf die Hand hinhielt. Er überlegte kurz, was das bedeutete... ach ja! Mit einem Lächeln schlug er in die Hand des Mädchens ein. Irgendwie fühlte er sich mit Clea und Tomomi fast schon wie in einer Art Team...


    Schließlich hatte Tomomi auch den letzten Dreck, ihrer Meinung nach, weg gewischt. Es hatte sich eine Träne unter ihrem Auge dabei gebildet, den sie aber wegwischte. Es sah nicht nach einer Freudenträne aus...
    "D-das habe ich noch nicht erlebt...und für heute...war das auch sehr viel...vielleicht...sollten wir essen gehen...."


    Grinsend sah sie Jeff an. 'Mission Completed!', kommentierte sie in Gedanken. Auf Tomomis Vorschlag hin wandte sie sich wieder dieser zu. Erst jetzt fiel ihr auf, dass die Mumie wohl nicht ganz so euphorisch war wie sie selbst. Der Grund mochte ihr nicht einfallen. Letztendlich entschied sie sich jedoch dagegen, weiter zu überlegen und stattdessen einfach zu antworten. "Ich war schon essen ... Von daher gehe ich eher duschen, denke ich ..." Langsam war auch ihr Bedürfnis an Gesellschaft mehr als übertroffen. So gerne sie mit diesen Beiden zusammen gewesen war, sie war es einfach nicht gewohnt, so lange unter Menschen - Verzeihung, Erleuchteten - zu sein.


    Tomomi schien wirklich nicht ganz in Ordnung. Doch Jeff wagte es nicht, sie weiterhin auszufragen, sie schien recht... labil zu sein. Eigentlich traurig, dabei war sie doch so ein süßes Mädchen. Und egal, was sie getan hatten, irgendwie schien sie kaum empfänglich für Freude oder etwas in der Richtung zu sein... "Vielleicht sollte ich dann auch essen gehen.", meinte Jeff kurz darauf und rückte sn seiner Brille. Sein Gesicht wirkte nun eher neutral und ausdruckslos, wie man es von einem Akademiker erwarten würde. Er fühlte sich plötzlich so erschöpft, warum wusste er nicht. "Also, bis dann.", meinte er kurz darauf mit einem letzten Lächeln und verabschiedete sich.


    "Bis später.", sagte Tomomi und bewegte sich wieder wie ein Schatten durch die Anstalt, Richtung Kantine.


    Und mit einem Mal war sie allein. Achselzuckend machte auch sie sich auf den Rückweg in Richtung Anstalt. Nach einigen Schritten blieb sie wie vom Blitz getroffen stehen und drehte sich um. "Sunny!", rief sie überrascht. Ja, ihre Katze sollte sie besser mitnehmen. Einige Sekunden darauf spürte sie wieder das vertraute Fell an ihre Beinen. "Na komm, wir gehen wieder rein!"


    OT: Und Teil drei^^

    Tomomi genoss die Fahrt zurück zur Anstalt, schließlich hatte sie sich neben ihrer Mama gesetzt und konnte sich endlich entspannen.
    Durch den Kampf hat die kleine Mumie einige Prellungen abbekommen, außerdem sahen ihre Verbände überaus dreckig aus und sollten dringend gewechselt werden. Auch Alicia riet ihr dazu: "Das hast du gut gemacht mein Schatz. Wenn wir zu Hause sind, machst du dich bitte aber sofort wieder frisch, okay?" "Okay Mama.", antwortete Tomomi und wurde ein wenig rot.
    Auch wenn der Kampf schrecklich war, so machte es die Mumie überaus glücklich, dass sie durch ihre Mama so aktiv unterstützt wurde. Es fühlte sich so an, als wäre eine Sonne mitten in der Dunkelheit aufgetaucht. Dieses Gefühl würde sie sehr lange mit sich tragen und nicht vergessen wollen.


    In der Akademie ging Tomomi auf ihr Zimmer und verbarrikadierte sich mit einem Stuhl. Zu dem Zeitpunkt hatte sie total vergessen, dass das Zimmer auch Aru nun gehörte, aber genau deswegen musste die Tür komplett verschlossen und unüberwindbar sein. Was Tomomi tat, durfte nämlich keiner Sehen, sie würde es niemals zulassen. Also trat sie vor dem Spiegel und wechselte ihre Verbände mit einem enttäuschten Gesichtsausdruck.


    Mit frischen Verbänden öffnete die Mumie wieder die Tür und ging auf Erkundungstour. Essen brauchte sie nicht, sie würde schon irgendwas später kriegen. Ihre erste Station war der Streichelzoo, wo sie sich immer wohlfühlte und den Tieren von ihren Erlebnissen erzählte. Diesmal waren aber auch andere Besucher da. Zuerst wollte die Mumie wieder abdrehen, aber ihr Blick fiel auf die Katze und sie konnte nicht widerstehen.
    Wie ein Wesen, dass aus den Schatten tritt, tauchte Tomomi also hinter den beiden anderen Erleuchteten auf und schaute die Katze an.
    "Wie süß...."

    Ben schüttelte den Kopf, um sein Gehirn wach zu rütteln und nickte Chris zu: "Ben, sehr erfreut."
    Nach der letzten Aktion musste der Drachentrainer sogar wieder lächeln. Er mochte diese aggressive Seite von Shy nicht immer, aber war sie einfach perfekt und wirkte sogar.....bewundernswert. "Pff, mein Gehirn muss wohl eingefroren sein.", dachte Ben sich und schaute schließlich auf die Hand des Quatschkopfs. "Nur damit das klar ist. Der erste Eindruck ist mit Abstand der Wichtigste und den hast du mit Bravur vergeigt.", merkte Ben an, nahm aber trotzdem die Hand an. Streit fortzuführen war wirklich dämlich.


    "Du brauchst Werkzeug?", fragte er dann den Techniker, wenn er denn einer war. "Ich habe hier nichts, aber meine Pokemon können gegebenenfalls helfen. Was brauchst du?"

    Endlich kam eine positive Antwort!
    Doch bevor Ben darauf eingehen konnte, kam ihn jemand zuvor. Ein Mann, gebildet wie er aussah, kam angerannt und bot eine Jacke an, nein, er forderte sie zu tragen. "Yeaaaaahhh, überhaupt nicht merkwürdig.", dachte sich der Drachentrainer und fröstelte weiter.
    "Weiter im Text...", sagte er schließlich und wandte sich an den kleinen Jungen, "Du hast Ahnung von sowas? Ich sag dir kurz und knapp was wir wollen, denn ich halte es hier draußen echt nicht mehr aus. Die Maschine soll seine Funktion verlieren, aber wir wollen nicht, dass die Besitzer das merken. Kriegst du das hin?"
    Sein Blick war nahezu durchbohrend. Er wollte eine Antwort und zwar schnell...und wehe sie war negativ.

    Ben zitterte sowohl aus Ungeduld als auch wegen der Kälte.
    "Das gibt es doch nicht...keiner mit Fachkenntnis hier?", murmelte er schon leicht verärgert und hatte die Befürchtung in der fernen Zukunft als Eismensch gefunden zu werden bevor diese Maschine sachgerecht abgeschaltet wurde. Als wäre das nicht genug Ärgernis gewesen, musste noch ein Typ auftauchen.
    Er schien dunkelbraunes Haar zu haben, eine schwarze Kappe verdeckte das meiste jedoch. "Hast du eine Ahnung von Maschinen? Ansonsten würde ich wieder gehen, bringt kein gutes Glück hier zu sein.", antwortet der Drachentrainer und starrte die Maschine mit zitterndem Gesicht an.