Beiträge von Cyndaquil

    Aber wäre es für den zehnten Wettbewerb denn denkbar, mal einen zu machen, wo alle Gattungen erlaubt sind?

    Denkbar wäre das durchaus. Auch hier kommt es vor allem auf die Bereitschaft der Community drauf an, zum einen bei so einem Wettbewerb mitzumachen und zum anderen sich dann auch an Votes zu versuchen. Ich bin da offen und ich denke Creon und Cosi haben da auch keine Probleme mit. (:

    Wer sich für die Statistik interessiert, findet einen Screenshot der Saisonstatistik im Spoiler. Ist kein Geheimnis, da hier nur öffentlich zugängliche Daten verwendet wurden. Falls eine Statistik zu den Aktionen ebenfalls für euch von Interesse ist, kann ich die gern ebenfalls herzeigen.


    éléphant

    Was die Votes betrifft gebe ich dir Recht. Allerdings war der Voteeinstieg 2017 ebenfalls einfach und ohne Hürde, weil ja auch keine großartigen Begründungen verlangt wurden. Es wurde aber trotzdem nicht mehr gevotet. Ich hab eine Menge Theorien, warum dem so ist und weiß nicht, ob es wirklich eine effektive Methode gibt, da etwas dran zu ändern.


    Ich empfand es eigentlich als recht schön, dass die Aktionen von der Community im selben Bereich sind, wie die Saison. Von Fans für Fans, gell? Eine räumliche Trennung würde ich persönlich nicht wollen und ich bezweifle, dass die von oben gewünscht ist. Die Entfernung des Wettbewerbsarchivs war schon eine Entscheidung von der Administration. Ist denn ein offizieller Look der Saison gewünscht? So als Frage in die Runde.


    Sheogorath

    Ich bin auch ein großer Fan der Orden und an mir persönlich soll es nicht scheitern, dass wir diese weiterhin haben. Solang Kiriki-chan Freude daran hat diese zu machen und die nötige Zeit, können die gern weiterhin ein besonderes Feature bei den FF-Wettbewerben und Aktionen bleiben.


    Kiriki-chan

    Es freut mich, dass dir als regelmäßige Teilnehmerin die Änderungen inzwischen zusagen! Es war mir immer wichtig einen Kompromiss zu finden, mit dem sich nach einer Weile auch die Alteingesessenen anfreunden können.

    Bei den Lyrikwettbewerben muss ich gestehen, dass die Planung da leider etwas messy war und ist. Also die Abstrakte Kunst ist ja Lyrik und die Konkrete Poesie (Wettbewerb #08) ist auch Lyrik. Von der Planung her, war es das allerdings an Lyrik-Wettbewerben auch schon. Wir könnten aus dem zehnten Wettbewerb noch einen Lyrikwettbewerb machen -- wenn eine Mehrheit sich dafür ausspricht und ein passendes Thema aus dem Vorschlagstopic gefunden wird. Der Rest ist tatsächlich eher für Epik ausgelegt.


    Das Feedback für die Aktionen nehm ich gern an und stimme dir zu. Alles etwas messy. Das Konzept braucht für nächstes Jahr tatsächlich etwas mehr Feinschliff, keine Frage.

    Aber wie ist die "offizielle" Sicht dazu?

    Wenn es in der Vergangenheit eine gab, dann weiß ich davon nichts. Ich persönlich hab da jedenfalls in den vergangenen Monaten keine offizielle Sicht dazu entwickelt. Deshalb seh ich kein Problem darin, dass innerhalb eines Topics durchaus der Autor mit dem Leser über das Werk spricht. Gibt's ja durchaus, dass ein Leser auf einen Rekommi noch mal in seinem Kommi eingeht.


    Ich würde sagen, solang es a) im Rahmen bleibt -- und ein FF-Topic nicht zu einem Plaudertopic wird -- und b) der Autor die Sache bei seinem Werk belässt und es nicht plötzlich um sonst was geht, spricht nichts dagegen. Der Dialog zwischen Leser und Autor macht die Veröffentlichung im Internet ja gerade so spannend.


    Wie seht ihr das Creon   Cosi ?

    Vany

    Danke für dein Feedback! Es freut mich zu hören, dass die Veränderungen positiv auf dich wirken. Und ja, die Orden von Kiriki-chan sind wirklich ein Highlight in diesem Jahr.


    éléphant

    Danke auch für dein Feedback, freut mich von dir zu hören! Da war ich wirklich nicht ganz bei der Sache, ich hab die Eckdaten des Konzeptes jetzt in den Startpost eingefügt. Ja, die Auflösung des Archivs wird mit gemischten Gefühlen angesehen, war aber eine Entscheidung von "ganz oben". WBB5 hat ja auch noch mal einiges verändert ...

    Dein Gefühl trügt dich nicht, es sind tatsächlich weniger Teilnehmer geworden. Ich hab da intern eine Statistik. Was man allerdings dazu sagen muss: die Teilnehmerzahl ist in dieser Saison etwas konstanter als in dem Jahr davor. Da gab es zeitweise direkte Einbrüche, die wir -- zumindest in den ersten fünf Wettbewerben -- noch nicht hatten.

    Die mangelnden Begründungen sind tatsächlich kontrovers. Ich hab da auch schon unterschiedliches dazu gelesen. Als Teilnehmer kann ich absolut verstehen, wenn die Punkte allein wenig aussagen. Und eine kurze Begründung sollte durchaus machbar sein, aber der Einstieg in das Voten soll im gesamten Fanwork-Bereich einfach sehr leicht sein. Das geht natürlich mit einigen Kompromissen einher. Man merkt aber eine kleine Tendenz dazu, dass Voter nach einer Weile ohne Begründung doch mal einen Vote mit Begründung schreiben. Die Gründe, warum kein kurzer Kommentar zu einem Vote kommt, sind ja auch vielfältig -- oftmals liest man tatsächlich Zeitmangel. Und dagegen lässt sich schwer was unternehmen ...


    Die Aktionen sind tatsächlich ein wenig messy, das kann ich dir frei heraus so sagen. Ich wollte bewusst bei den Aktionen -- da diese ja eine reine Usersache sind und ich als Moderatorin da im Grunde nichts tue außer zu organisieren -- so viele Freiheiten wie möglich geben. Einfach, um zu sehen, was dabei herauskommt und wie die Community dieses neue Angebot umsetzt. Die Erfahrungen zeigen jetzt, dass man hier noch verbessern kann. Indem man sich -- wie du vorgeschlagen hast -- auf Aktionen ohne Vote konzentriert und mögliche "Vote-Aktionen" gleich als Wettbewerb in der Saison umsetzt. Das könnte ich mir durchaus vorstellen.

    Man kann an der Saison sicherlich viel machen und ich freu mich über deine Vorschläge. Und ja, so einen Drabble-Wettbewerb fänd ich wirklich gut!


    Momentan gibt es hier noch keine wirkliche Diskussion, nur Stellungnahmen. Sheogorath hat in ihrem Post ein System vorgeschlagen. Wie stehst du dazu?

    Kapitel XVI: Die Jagd

    Teil III/III



    „Aber ich will mal nicht so sein“, fuhr die Krähe fort. „Dieser Wald ist nicht unser Revier und interessiert uns absolut gar nicht. Wir verteidigen auch nichts, sondern sind hier um euch … einzuladen.“ Der Vogel betonte das letzte Wort dabei besonders und das wissende Gelächter seiner Kameraden wurde lauter. Dem Evoli-Mädchen kribbelte dabei unangenehm das ganze Fell, als sie sich noch mehr auf den Boden drückte und ihren buschigen Schweif zwischen die Hinterbeine klemmte. Sie fühlte sich von den fremden Pokémon eingeschüchtert, die sie mit erschreckend hungrigen Augen anstarrten.

    „Einladen?“, fragte die Puppe verständnislos.

    „Ja, wir sind gekommen, um euch abzuholen, denn es gibt jemanden, der euch kennenlernen möchte“, erwiderte das Kramshef ausgesprochen freundlich.

    „Nein danke“, entgegnete Myrrh sofort. „Wir sind auf der Suche nach jemandem und können unmöglich mit wildfremden Pokémon einfach so mitgehen.“

    „Nun, es ist nicht so, als hättet ihr eine Wahl“, meinte die Krähe gespielt unschuldig. „Wir haben unsere Befehle und werden uns sicherlich nicht wegen euch Ärger einhandeln. Also entweder kommt ihr freiwillig mit oder …“ Der schwarze Vogel brach ab und schaute unter seinem breiten Hut hervor. Seine roten Augen trafen den Blick der Puppe und in diesem Moment war ihr klar, dass es keinen Ausweg mehr gab. Ohne es zu wollen, waren sie in irgendetwas herein geraten, aus dem sie nicht flüchten konnten.

    „Oder“, hob das Kramshef nun sichtlich bedrohlich an und spreizte seine schwarzen Flügel, „wir nehmen euch einfach mit!“

    Der Vogel erhob sich in die Luft, begann über den drei Pokémon zu kreisen und stieß immer wieder von oben herab bis er knapp über den Köpfen seiner Beute vorbeiflog. Der Giftfrosch und die Schlange kamen näher, zogen den Kreis enger, während der Drache nur seine Flügel bewegte und mit peitschendem Schweif die Szene beobachtete. Sie hatten den versteckten Befehl Naesalas verstanden und konnten es kaum erwarten, sich auf die unwissende Beute zu stürzen.

    Myrrhs Reißverschlussmund verzog sich zu einer ernsten, geraden Linie. Konzentriert behielt sie die Krähe im Auge, wartete auf den richtigen Moment und als diese erneut auf sie zukam, hüllte sich die Puppe innerhalb weniger Herzschläge in Funken. Zu spät erkannte der schwarze Vogel die Gefahr, denn da entlud Myrrh bereits ihren Donnerblitz auf den Gegner. Vor Schmerz kreischend flog Naesala höher, wendete in einem engen Kreis und schoss geradewegs auf die Puppe zu.

    „Na, komm her!“, rief sie der Krähe entschlossen entgegen, denn kampflos würde sie sich bestimmt nicht geschlagen geben.

    Riolu hatte bemerkt, wie sich das Toxiquak immer weiter auf ihn zubewegte und begann aus tiefster Kehle zu knurren. Den Giftfrosch beeindruckte das gar nicht, er kam näher, während violettes Gift aus seinen roten Krallen tropfte. Im Kopf des jungen Schakals überschlugen sich die Gedanken, weil er wusste, dass er Yune auf jeden Fall beschützen musste. Er wollte das seinem Gegner jedoch auf keinen Fall zeigen und zwang sich deshalb, nicht zu ihr zu sehen. Ihre Angst erreichte ihn stetig und er wusste nicht, was er tun konnte, um sie ihr zu nehmen.

    Myrrhs Kampfschrei und Riolus Knurren waren wie ein Weckruf für Yune. Sie war schon einmal in einer ähnlichen Situation gewesen. Und in diesem Moment erinnerte sie sich daran, wie sie sich den Sengo entgegengestellt hatte. Damals hatte sie auch Angst gehabt, trotzdem hatte sie sich den Angreifern gestellt, um die Gruppe zu schützen. Was hielt sie nun davon ab, dasselbe zu tun? Sie wusste es nicht, doch eines war ihr nun klar: ihre Freunde waren an ihrer Seite und stellten sich entschlossen dem Gegner. Yune fasste Mut. Sie war nicht allein und konnte auf Myrrhs und Riolus Hilfe bauen.

    Züngelnd kam das Arbok auf sie zu, in seinen Augen einen selbstsicheren Ausdruck, als hätte er bereits gewonnen. Doch da hatte sich die Schlange getäuscht und das wollte das Evoli-Mädchen auch zeigen. Ihr Nackenfell sträubte sich, als sie ihr Maul öffnete und den Gegner deutlich anfauchte. Sie erhob sich etwas aus ihrer kauernden Stellung, den aufgeplusterten Schweif von sich gestreckt und knurrte deutlich. Wie damals bei den Sengo, würde sie auch jetzt nicht aufgeben.

    Erleichtert nahm der junge Schakal Yunes Entschlossenheit wahr, auch wenn das seine Sorgen nicht zerstreute. Dafür war dieser Kampf zu unfair, denn er konnte den Gegnern ihre Erfahrung ansehen.

    „Weg!“, schrie Myrrh plötzlich und augenblicklich sprangen ihre Begleiter zur Seite. Sie selbst rollte sich nach vorne, als das Kramshef mit dunkel leuchtenden Flügeln auf sie zugeschossen kam. Verärgert krächzend, flog er eine Kurve und blieb mit heftig schlagenden Schwingen in der Luft stehen. Diesen Moment nutzte die Puppe aus und warf ihm einen Spukball an die Brust. Die dunkle Schattenkugel brachte die Krähe aber nur etwas aus dem Gleichgewicht. Aus seinen Augen funkelte der Hass, als er begann über Myrrh zu kreisen.

    Blind hatte Yune die Anweisung der Puppe ausgeführt und war diagonal nach vorn gesprungen. Das hatte sie jedoch näher an ihren Gegner herangebracht, der bedrohlich über ihr aufragte. Mit einem Zischen öffnete die Schlange das Maul und entblößte ihre spitzen Zähne. Pfeilschnell stieß ihr Kontrahent auf Yune herab, doch sie schaffte es mit einem Sprung zurück sich gerade noch zu retten. Der dreieckige Kopf der Kobra war direkt vor ihr und so nutzte sie die Chance, die sich ihr bot. Mit einem gezielten Tackle warf sie sich mit ganzem Körpergewicht gegen die Schnauze ihres Gegners. Mit einem erbosten Fauchen wich die Schlange zurück, als sich der Schmerz in ihrem Maul ausbreitete.

    Das plötzliche Ausweichmanöver des Schakals kam Jaffar gerade recht. Er nutzte den Moment und holte zu einem gezielten Gifthieb aus. Doch dieser traf ins Leere, hatte Riolu doch das selbstsichere Gefühl des Frosches wahrgenommen und war erneut zur Seite gesprungen. Dort sammelte er kurz Kraft bevor er einen blitzschnellen Ruckzuckhieb gegen das rechte Bein Jaffars ausführte. Mit einem gezielten Tritt traf er den Giftfrosch, der nur kurz quakte, als wäre nichts gewesen und im Gegenzug sein Maul öffnete, um Riolu in einer Matschbombe zu begraben. Im letzten Moment konnte der Schakal der Attacke ausweichen. Er knurrte erneut seinen Gegner an, doch dieser zeigte sich weiterhin unbeeindruckt und sammelte dagegen Energie in seinen roten Krallen. Mit einem entschlossenen Quaken begann Jaffar mit rasend schnellen Gifthieben Riolu anzugreifen. Dieser hatte keine andere Wahl als immer weiter zurück zu weichen, um nicht getroffen zu werden.

    Naesala krähte ohrenbetäubend, während er über der Puppe kreiste. Myrrh ließ ihren Gegner nicht aus den Augen, konnte bei seiner Geschwindigkeit aber nur schwer eine Attacke einsetzen. Schließlich machte sich die Krähe bereit für einen Angriff und die Puppe sah ihre Chance. Sie hüllte sich in eine dunkle Aura, bereit diese auf den Angreifer zu entladen, doch dieser hatte genau dasselbe im Sinn, als er schnell auf sie zuflog. Die beiden Finsterauren trafen mit geballter Kraft aufeinander und der Rückstoß warf beide Kämpfer einige Sprünge nach hinten. Doch sie hatten sich sofort gefangen, Naesala schlug kräftig mit den Flügeln und Myrrh schwebte sogleich wieder sicher über dem Boden. Sie formte einen Spukball zwischen ihren beiden Händen und schleuderte ihn der Krähe entgegen. Doch ihr Gegner klappte einen Flügel ein und entging so der Attacke. Er fing sich kurz über dem Boden auf, stieg mit wenigen Schwingenschlägen höher und begann wieder über der Puppe zu kreisen. Naesala krähte erneut, während er durch seine Bewegungen Myrrh dazu zwang, ihn im Auge zu behalten. Fieberhaft versuchte sie herauszufinden, wie sie ihn am besten treffen konnte.

    Kobra fauchte erneut und entblößte seine nadelspitzen Zähne. Dieses winzige Evoli hatte ihn mit dem Tackle wütend gemacht und er wollte es nur noch zwischen die Fangzähne bekommen. Er richtete sich zu seiner vollen Größe auf, während er giftige Energie in seinem Schweif sammelte. Yune erhaschte jedoch einen kurzen Blick auf den sich stetig bewegenden Schwanz der Schlange und entschloss sich für den Schaufler. Gerade als Kobra sich drehen und seinen Giftschweif in die Seite seiner Gegnerin schleudern wollte, grub sich das Evoli-Mädchen mit der Energie ihrer Attacke in den weichen Boden. Missmutig züngelte das Arbok, über seinen gescheiterten Angriff, doch sogleich verzog sich sein Maul zu einem fiesen Grinsen. Er hatte so gut wie gewonnen.

    Mit einem Ruckzuckhieb brachte sich Riolu schließlich aus dem Angriffsradius des Giftfrosches und attackierte diesen von der Seite mit einem treffsicheren Fußkick. Quakend wich Jaffar zurück, versuchte einen ernsthaften Treffer zu simulieren. Er hatte die Taktik seines Gegenübers bereits durchschaut und wusste, dass der Schakal sich immer wieder in Sicherheit bringen würde, nachdem er angegriffen hatte. Deshalb musste der Giftfrosch ein wenig schauspielern. Riolu war von der Reaktion seines Gegners sichtlich verwirrt, denn dessen körperliche Reaktion passte nicht zu den Gefühlen, die er von ihm wahrnahm. Für einen Augenblick zögerte er und das nutzte Jaffar aus, in dem er Riolu eine Schlammbombe entgegenwarf. Der Schakal war einen Herzschlag zu langsam, als ihn die Attacke im Gesicht traf. Panisch versuchte er sich von dem Schlamm zu befreien, der ihn daran hinderte die Augen zu öffnen.

    Myrrh wurde immer ungeduldiger, was Naesala mit Genugtuung aus der Luft verfolgte. Immer wieder schleuderte sie ihm Spukbälle entgegen und versuchte, ihn mit dem Donnerblitz zu treffen, doch die Krähe reagierte jedes Mal schnell genug und wich den Angriffen aus. Die Attacken zehrten sichtlich an der Puppe, was das Kramshef auszunutzen wusste. Nach einem weiteren Donnerblitz ins Leere, ging Naesala zum Gegenangriff über und stürzte sich auf die Puppe. Sie versuchte noch sich weg zu ducken, doch genau darauf hatte ihr Gegner spekuliert. Mit seinen Krallen packte er das lange Stück Stoff an ihrem Hinterkopf und riss sie in die Luft. Ein markerschütternder, panischer Schrei verließ Myrrhs geschlossenen Reißverschlussmund. In ihrem ganzen Leben hatte sie sich noch nie so hilflos und ausgeliefert gefühlt. Naesala schleuderte sie von sich weg, wo sie einige Herzschläge schwerelos in der Luft hing, bevor sie von dunklen Winden getroffen wurde. Sichtlich amüsiert krähte das Kramshef über den Erfolg seiner Unheilböen. Kraftlos fiel Myrrh gen Boden, doch so schnell wollte die Krähe noch nicht von ihr ablassen. Er flog erneut auf sie zu, packte sie am Kopf und stieg hinauf zu den höchsten Ästen der Bäume. Auf dem Weg legte sich eine dunkle Energie um seine schwarzen Schwingen. Oben angekommen, ließ er die wehrlose Puppe los. Doch der Fall aus dieser Höhe reichte Naesala nicht, denn er stürzte sich mit seinem Nachthieb hinterher.

    „Myrrh!“, entkam es dem Evoli-Mädchen in ihrem Loch unter der Erde, als sie den verängstigten Schrei der Puppe hörte. Ihr Herzschlag erhöhte sich sichtlich, als sich Panik in Yunes Brust ausbreitete. Was war bloß da oben passiert? Ob es Myrrh wohl gut ging? Was sollte sie bloß machen? Konnte sie der Puppe helfen? Die Gedanken rasten, als sich ihr Atem zu einem Keuchen steigerte. Sie wusste, dass sie nicht lang hier unten bleiben konnte, der Sauerstoff reichte nicht. Es gab keinen anderen Weg, sie musste an die Oberfläche.

    „Wenn ich das Arbok mit meinem Schaufler getroffen habe, kann ich vielleicht Myrrh helfen“, ging es ihr durch den Kopf und sie fasste Mut.

    Myrrhs panischer Schrei hatte Riolu erstarren lassen. Er konnte nicht verhindern, dass ihre Angst ihn erreichte und wie eine Welle überrollte. Mit Mühe hatte er es geschafft, sein Gesicht von dem Matsch der Schlammbombe zu befreien und öffnete schließlich seine Augen, um sich nach der Puppe umzusehen. Doch dazu kam er nicht, denn in dem Moment, als er die Welt wieder sehen konnte, attackierte ihn Jaffar mit einem Kreuzhieb. Der Angriff traf Riolu direkt auf der Brust, schleuderte ihn von den Pfoten und presste ihm sämtliche Luft aus den Lungen. Er krümmte sich am Boden vor Schmerzen, als er japsend nach Luft schnappte. Panik breitete sich in seinem Körper aus und er nutzte den Adrenalinschub dazu, sich aufzuraffen. Sein Herz flatterte in seiner Brust, während er schwer atmend vor seinem Gegner stand, dessen rote Krallen erneut bereit für einen Gifthieb waren. Jaffars blutroter Kehlsack blähte sich auf und entließ ein bedrohliches Quaken.

    Kobra legte sein Kinn auf den Boden und konnte die Bewegungen seiner Beute im Untergrund genau wahrnehmen. Eine Tatsache, die Yune nicht kannte. Sie hatte gespannt gewartet, aber unter der Erde keine Geräusche ihres Gegners wahrgenommen und ging deshalb davon aus, dass er sich noch an derselben Stelle befand. Mithilfe der Energie ihrer Attacke arbeitete sie sich entschlossen nach vorne, wo das Arbok stand und kauerte sich zusammen, bereit nach oben durch die Erde zu stoßen. Die plötzliche Ruhe im Untergrund wusste Kobra richtig zu interpretieren. Er wartete nur noch auf das Geräusch, das seine Beute auf dem Weg an die Oberfläche machen würde. Yune sammelte ihre Kraft und sprang nach oben. In diesem Moment bewegte Kobra seinen länglichen Körper, sodass er nicht getroffen wurde und öffnete sein Maul, in dem von seinen Fangzähnen bereits violettes Gift tropfte. Mit einem entschlossenen Schrei durchbrach das Evoli-Mädchen das Erdreich und die Energie des Schauflers katapultierte sie zwei Sprünge in die Luft. Doch, als sie den Kopf ihres Gegners einen Schritt von ihr entfernt sah, weiteten sich vor Schreck ihre Augen. Kobra schnellte blitzschnell nach vorne und bohrte seinen Giftzahn in das braune Fell.

    Naesalas Nachthieb traf Myrrh im Bauch und beschleunigte ihren Fall nach unten, sodass sie mit voller Wucht der Attacke auf dem Boden aufschlug. Der Schmerz explodierte in ihrem Körper und nahm ihr jegliche Kraft binnen eines Herzschlages. Alles tat ihr weh, die Pein betäubte ihr Denken. Sie war nicht in der Lage, ihren Kopf oder einen anderen Teil ihres Körpers zu bewegen, alles war taub. Über ihr schlugen die schwarzen Schwingen des Kramshef und in Myrrhs Geist manifestierte sich ein einziger Wunsch.

    „Gleich werde ich in meinen Pokéball gesaugt. Gleich wird Johannes mich zurückrufen. Gleich bin ich in Sicherheit.“

    Doch so sehr sie es sich auch wünschte, die Rettung durch ihren Trainer blieb aus. Schließlich verlor die Puppe das Bewusstsein.

    Schmerzhaft bohrten sich die nadelspitzen Zähne des Arbok in Yunes Körper. Instinktiv begann sie zu zappeln und versuchte freizukommen, doch das führte nur dazu, dass die Schlange ihren Biss verstärkte. Erfüllt mit Panik, wand sich das Evoli-Mädchen noch mehr, drückte mit ihren Pfoten gegen Kobras Maul, in dem kläglichen Versuch, ihn dazu zu bringen, es zu öffnen. Yunes rasendes Herz überschwemmte ihren Körper mit Adrenalin, sorgte aber auch dafür, dass sich das Gift der Attacke schneller ausbreitete. Vor Angst schreiend unternahm sie einen weiteren Versuch freizukommen, als sie ein stechender Schmerz durchzuckte und ihr für einen Augenblick die Luft nahm. Von einem Moment auf den anderen verließ sie sämtliche Kraft und ihre ganze Wahrnehmung konzentrierte sich auf die stetige Pein in ihrem Körper, die mit jedem Herzschlag anstieg.

    Myrrhs Schrei ging wie ein Erdbeben durch Riolu und nur mit Mühe konnte er sich auf den Gegner vor ihm konzentrieren. Es war ihm gelungen den Dreck soweit aus seinem Gesicht zu wischen, dass er wieder etwas sah, doch er konnte es sich nicht leisten sich zu der Puppe umzudrehen. Dabei war ihm klar, was passiert war: Myrrh hatte verloren. Die Vorstellung, sich neben dem Toxiquak vor ihm, auch noch dem Kramshef zu stellen, erschütterte den Mut des jungen Schakals. Das konnte er doch unmöglich schaffen! Wie sollte er sich überhaupt gegen einen fliegenden Gegner zur Wehr setzen? Der Giftfrosch vor ihm genoß es sichtlich, die aufkommende Verzweiflung in seinem Gegenüber zu sehen. Er bewegte sich nicht, sondern quakte nur höhnisch. In Riolus Kopf rasten die Gedanken und er kam kaum hinterher sie richtig zu formen, so schnell verschwanden sie wieder, während er nach einer Strategie suchte, das Toxiquak vor ihm zu überwältigen. Als jedoch Yunes Schmerzensschrei erklang, leerte sich sein Denken schlagartig. Ruckartig wandte er den Kopf zu ihr, vergaß seinen Gegner völlig und starrte mit schreckgeweiteten Augen auf die Szene einige Sprünge entfernt.

    Triumphierend richtete sich die Schlange auf und reckte den Kopf nach oben, um das Augenmuster auf ihrer Brust zu zeigen. Riolus Herz pochte so laut, dass er es beinahe deutlicher als seinen keuchenden Atem wahrnahm.

    „Yune!“, trat endlich wieder ein Gedanke in seinen Kopf, als seine Lippen stumm den Namen formten, weil kein Laut mehr aus seiner Kehle kommen wollte. Seine Pfoten zitterten, als sich immer mehr Angst in seinem Körper ausbreitete. Lieber wäre es ihm gewesen, ihn würde eine solche Wut erfüllen, dass er sich zähnefletschend auf die lilafarben geschuppte Schlange geworfen hätte, stattdessen meinte er jeden Moment, dass ihm die Beine weg knickten.

    Naesala landete und betrachtete mit Genugtuung die Szene in einiger Entfernung. Der großmäuligen Puppe hatte er es gehörig gezeigt und jetzt konnte er zu seiner Überraschung auch noch mitansehen, wie der Kampfwille des Schakals regelrecht zerbröselte. Was für eine erfüllende Jagd!

    Riolu machte einen wackeligen Schritt auf das Arbok zu. Sein Kopf war weiterhin leer, er hatte keine Idee, was er als nächstes tun sollte. Eines wusste er aber: er ertrug dieses Bild vor ihm nicht länger. Gerade wollte er einen weiteren Schritt machen, als er das kreischende Krächzen des Kramshef wahrnahm. Es klang von weit her. Danach explodierte ein plötzlicher Schmerz in seinem Rücken, ein ersticktes Jaulen kam aus seiner Kehle. Noch bevor er auf dem Waldboden aufkam, hatte er das Bewusstsein verloren.


    „Na, endlich, Jaffar!“, meinte Kobra, nachdem er das Evoli auf den Boden gelegt hatte. „Warum hast du dem Welpen bitte so lang zugesehen?“

    „Weil es zu köstlich war, diesem vorwitzigen Köter dabei zuzusehen, wie er innerlich zerbricht“, erwiderte das Toxiquak und blähte seinen roten Kehlsack auf.

    „Genug des Geplänkels!“, mischte sich sogleich Naesala ein, als er auf die Beiden zukam. „Ich bringe die zwei zum Meister. Darahan, du nimmst das Banette. Wir müssen unsere Beute immer noch zurück zur Höhle bringen. Also los!“ Mit einer Kralle umfasste er den Körper des blauen Schakals, mit der anderen das Evoli. Danach erhob er sich mit kräftigen Flügelschlägen in die Luft und flog durch das Loch im Blätterdach. Schwerfällig lief das Brutalanda auf die leblose Puppe zu und nahm sie zwischen die Fänge, um schließlich mit seinen ledernen Schwingen dem schwarzen Vogel zu folgen. Kobra züngelte kurz, bevor er sich umdrehte und den Weg zurück schlängelte, von dem sie gekommen waren. Jaffar lief ihm mit quakendem Lachen hinterher.


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    Das ist ja schon wieder ne Weile her, dass ich hier ein Update geschafft hab und noch dazu wird das hier das letzte Update überhaupt werden.

    Das bedeutet nicht, dass ich an EgA nicht weiterschreiben werde, aber ich werde mit der Veröffentlichung aufhören. Jedenfalls hier.


    Lynneth Bucherstede

    Danke für deinen Kommi! Hat mich gefreut, dass dir das Kapitel gefallen hat. Eine Übersicht aller bisher genannten Charaktere gibt es im Startpost. Ist ein Anfängerfehler dieser FF. Mit 16 wollte ich einfach zu viele Charaktere haben und jetzt im Nachhinein kann ich keinen mehr rausnehmen. In Zukunft werde ich so etwas vermeiden.




    Evolis großes Abenteuer wird dieses Jahr eigentlich schon neun Jahre alt. Ich weiß leider nicht mehr, wann ich genau angefangen hab im Jahr 2009 diese FF zu schreiben. War es April? War es Mai? Keine Ahnung. Das original Pages-Dok gibt mir leider auch keine genaue Auskunft, weil die erste Seite voller Bilder ist und die Geschichte erst danach los geht. Jedenfalls, es ist sehr lang. Mit der Überarbeitung hab ich dann Ende 2010, Anfang 2011 begonnen und dieses neue Topic für die überarbeitete Fassung gestartet. Tja, auch schon wieder sieben Jahre her.

    Ich hab weiterhin sehr viel Spaß an dieser Geschichte und mag alle meine Charaktere. Sie sind mir sehr wichtig in den letzten Jahren geworden.


    Aber auch einige Personen, die mich auf dieser Reise begleitet haben, sind mir sehr wichtig geworden und die bekommen hier einen wohlverdienten Spotlight.

    Zuerst möchte ich hier Rai nennen. Meinen Betaleser und Motivator diese FF überhaupt zu schreiben. Keine Ahnung, ob ich es jemals schaffen werde, mich bei dir zu revanchieren. Du hast eine Menge Zeit für das Betalesen dieser FF aufgewendet und warst gerade anfangs sehr geduldig mit mir und meinen Fehler. Vielen Dank, für deine Mühe und für deine Freundschaft. Einen besseren besten Kumpel kann ich mir gar nicht wünschen!


    Als nächstes möchte ich der lieben Lynn-san danken. Deine Unterstützung für mich und diese Geschichte war mir immer sehr wichtig. Ich bin dir dankbar für deine Anmerkungen, die mir oft geholfen haben, meine Sichtweise etwas zu ändern und an meinem Schreibstil zu arbeiten. Danke für deine Zeit und deine Freundschaft!


    Zu guter letzt ein sehr großes Danke an Rusalka. Du hast EgA gelesen, als ich dachte, du hättest bereits komplett das Interesse verloren und einige Zeit als einziger hier kommentiert. Das bedeutet mir sehr viel und für diese Treue möchte ich dir sehr danken. Und auch, dass du mich immer mal wieder auf die Geschichte und ihren Stand ansprichst und mir geduldig zuhörst, wie ich von meinen Plänen erzähle, bedeutet mir wirklich eine Menge. Vielen Dank für alles!


    Ein großes Dankeschön geht natürlich auch an alle Leser! Danke, dass ihr mich auf dieser Reise, ja, diesem Abenteuer so lang begleitet habt. Es tut mir leid, dass ich die Geschichte hier nicht zu Ende erzählen werde.


    Hier nun Part drei von Kapitel sechzehn. Danke für’s Lesen!

    US 2018/0078864 A1 wurde am 22. März 2018 veröffentlicht. Es handelt sich hierbei allerdings um ein US-Patent mit einem Priodatum vom 1. April 2015.

    Ein weiteres Patent ist US 2018/0114344 A1 das am 26. April 2018 veröffentlicht wurde. Auch dieses US-Patent hat ein Priodatum, dieses Mal vom 25. Oktober 2016.

    Beide Patent wurden bereits in Japan angemeldet -- darauf verweist das Priodatum -- und gelten somit als geschützt. Sie wurden in den Vereinigten Staaten erneut angemeldet, weswegen sie auf die japanische Erstanmeldung verweisen. Das passiert recht häufig, da Anmeldungen bei nationalen Patentämtern oft nur Schutz in dem angemeldeten Land bieten, nicht aber "international". Deshalb müssen erneute Patentanmeldungen getätigt werden. Und damit die Prüfung dieser Patente im anderen Land mit dem richtigen Stand der Technik vonstatten gehen kann, wird auf die Erstanmeldung verwiesen.

    Jedenfalls, soweit ich das weiß. Patentrecht ist ne ziemlich komplizierte Angelegenheit und unterscheidet sich teilweise von Land zu Land. In Europa ist es mehr oder weniger ähnlich, durch das Europäische Patentübereinkommen -- EPÜ. Trotzdem gibt es sicherlich noch nationale Unterschiede aber keine Ahnung, inwieweit das auf das japanische und amerikanische Patentsystem zutrifft.


    Also den Schutz für diese Erfindung haben sie momentan in Japan und in den USA. (Der wird meist mit Veröffentlichung des Patents erteilt.) Was sie am Ende damit machen, ist eine andere Frage. Man kann auch etwas schützen lassen, ohne es jemals zu benutzen. Wär aber irgendwie Verschwendung der ganzen Gelder, die man für so eine Patentanmeldung zahlen muss.

    Möchte mich Smaarty hier anschließen und sagen, dass ich mit Meisterdetektiv Pikachu viel Spaß hatte! Überraschend viel Spaß sogar, weil ich anfangs gar nicht wusste, was ich von diesem Spiel eigentlich halten soll. Als ich aber den ersten Trailer gesehen hab, fand ich Pikachu gleich so genial charakterisiert, dass ich es zumindest weiter verfolgt hab und schlussendlich auch gekauft. Nachdem ich mit Ultramond zu dem Zeitpunkt grad nicht so glücklich war, kam mir dieses Spiel sehr entgegen.

    Ich hab's sehr gern gespielt, sogar in meiner Mittagspause! Konnte mich einfach nicht davon losreißen und wollte schauen, ob ich es ohne weitere Lösung schaffe, die Fälle zu lösen. Hat tatsächlich funktioniert, aber ich würde das Spiel trotzdem nicht als "zu leicht" bezeichnen. Möglicherweise bin ich aber auch nicht so gut im Lösen von Rätseln, aber ich fand so manchen Twist kurz vor dem Abschluss des Falls überraschend. Manches Mal war ich mir auch sehr sicher, die Lösung zu haben, hatte aber dann doch ein Detail übersehen. Aufmerksamkeit ist schon wichtig.

    Was mir total gefallen hat, war die Welt. Die Einbindung der Pokémon in das ganze Setting war so gelungen! Die 3D-Modelle waren wunderschön und auch die von dir angesprochenen Interaktionen zwischen Pikachu und den anderen Pokémon waren immer wieder schön anzusehen. Ist für mich auch ein Grund, das Spiel zu einem späteren Zeitpunkt erneut zu spielen. Ich hab nämlich nicht alle dieser genialen Interaktionen gesehen. (Oder in vollen Zügen erleben können, weil ich in meiner Mittagspause in der Arbeit ohne Ton gespielt hab.)


    Ist für mich rundum ein gelungenes Spiel. Und selbst, wem die Rätsel zu einfach sein sollten, der hat mit all den kleinen Details sicherlich seinen Spaß. Denn eines ist das Game sicherlich nicht: seicht. Die Geschichte hat ihre Höhen und Tiefen und ihre spannenden Stellen. Ein bissl traurig kann es auch mal werden. Ich hab mich schon immer sehr für die Art und Weise interessiert, wie Pokémon ihre Umwelt wahrnehmen und mit den Menschen interagieren. Und das hat Detektiv Pikachu genau richtig gemacht.


    Sehr schönes Thema für den Meinungs-Montag und auch wieder ein gelungener Text!

    Heurepika!

    Ich finde es gut, bereits ein Meinungsbild zur Halbzeit einzuholen, weil dadurch rechtzeitig für nächstes Jahr geplant werden kann und das nicht alles am Ende des Jahres auf die Schnelle passieren muss.

    Das ist der Plan!

    Sollen möglichst hohe Beteiligungen überhaupt das Ziel sein? Oder reicht es schon, wenn ein paar wenige ihren Spaß haben?

    Das kommt drauf an, wie man es sieht. Im Grunde war das Ziel durchaus, dass die Wettbewerbe gut besucht sind, die Teilnehmer möglichst durchgemischt und die Voter zahlreicher als zuvor. Hat sich jetzt beides nicht so erfüllt. Was ja viele Gründe haben kann, auch wenn ich mir persönlich erhofft hatte, mehr Leute bei den Wettbewerben zu sehen.

    Allerdings ist dieses Personal nach aktuellem Stand nicht festgelegt, was auch bedeutet, dass irgendwann die Situation eintreten kann, dass es keine Leiter für die einzelnen Saisonwettbewerbe mehr gibt und die Saison im schlimmsten Fall abgebrochen werden muss, was für alle Beteiligten maßlos unbefriedigend wäre.

    Das ist korrekt, die Möglichkeit besteht. Ich würde die Leitung allerdings gern weiterhin den Usern überlassen, falls Interesse besteht. Das gibt den Wettbewerben für mich eine lockere Atmosphäre und ich find es auch schön zu sehen, dass die Userschaft für die Wettbewerbe auf diese Art Verantwortung übernimmt.


    Deinen Vorschlag find ich sehr schön! Der gefällt mir gut und ich halte ihn auf jeden Fall für ein Konzept, was man umsetzen kann und dem man ruhig auch mal eine Chance geben sollte. Wie du es wünschst, werd ich mich erstmal nicht näher zu diesem Konzept äußern -- ich bedanke mich aber dafür, dass du es gebracht hast. Ich bin gespannt auf weitere Stimmen dazu. (:


    Obscuritas

    Freut mich zu hören, dass die wenigen Wettbewerbe ein wenig die Hetze aus der Saison genommen haben! Das war eines meiner persönlichen Ziele. Auch sonst, danke für deine positiven Worte, freut mich wirklich, dass du so ein positives Fazit bisher ziehen konntest.

    Joa, wäre es jetzt nicht mal soweit dasThema wieder heraus zu kramen?

    Das ist tatsächlich geplant -- ich könnt ja nicht ruhig schlafen, wenn ich das vergessen würde. Bisher kann ich noch nicht sagen, wann das genau angegangen wird, aber ich hab's im Hinterkopf.

    Hallo zusammen!


    Die Fanfiction-Saison ist zur Hälfte rum und damit wurde das Konzept, was letztes Jahr erarbeitet wurde, schon fünf Mal umgesetzt. Meine Frage an der Stelle ist: gefällt euch das so? Seht ihr Schwächen oder anderen Verbesserungsbedarf? Gefällt euch etwas besonders gut? Hat das Konzept Zukunft? Oder ist die Saison allgemein weniger interessant dadurch geworden?


    In diesem Topic dürft ihr euch kritisch mit der Saison auseinandersetzen, denn die Fanfiction-Moderation ist hier dringend auf euer Feedback angewiesen!

    Setzen wir uns also zusammen und sprechen über die Halbzeit der Wettbewerbssaison.


    EDIT: nach einer Anregung von éléphant gibt es hier noch mal die Eckdaten aus dem Konzepte-Topic.

    Danke für eure zahlreichen Rückmeldungen!

    Wenn ihr mit den Highlights also weiterhin einverstanden seid und euch das -- trotz neuer Funktion, die ihr zumindest mal ausprobieren solltet, ich bin ganz dankbar dafür! -- immer noch gefällt, können wir die Liste gern beibehalten.


    Wer nicht mehr auf der Liste sein möchte, kann sich gern bei mir melden. Das Letzte was ich möchte, ist euch mit Benachrichtigungen auf die Nerven gehen.

    Hallo zusammen!


    Wir haben WBB5 jetzt seit knapp zwei Wochen und da wollte ich mit euch mal über die Highlightliste im FF-Bereich sprechen. Vor allem unter dem Aspekt, ob ihr diese noch für sinnvoll haltet und braucht.

    Mit dem Forenupdate kam die Funktion hinzu, dass Unterforen abonniert werden können. Und wenn sich etwas tut, könnt ihr das unter dem Punkt "Abonnierte Foren" sehen. Im Grunde würde das die Highlightliste in ihrer Funktion ablösen.


    Dazu hab ich deshalb folgende Fragen an euch:

    1. benutzt ihr die neue Funktion bereits?

    2. möchtet ihr zusätzlich eine Highlightliste?


    Was die Highlightliste unpraktisch macht, ist vor allem, dass ihr als User weniger Kontrolle über die Benachrichtigung habt. Ihr könnt euch jederzeit auf die Liste setzen und natürlich von dieser streichen lassen. Aber manches Mal gehen Umbenennungen unter und es kann passieren, dass verschiedene Versionen der Highlightliste verwendet werden. Ich versuche das möglichst zu vermeiden, aber Fehler passieren durchaus.

    Deshalb wollt ich einfach mal eure Meinung dazu hören und was euch am meisten zusagt. Lasst uns da einfach mal drüber reden. (:  


    Highlights gehen raus an alle, die momentan auf der Gästeliste sind:

    Alexia   Kiriki-chan   Asteria   Bastet   Bonnie   Caroit   Cassandra   Chess   Cosi   Dartiri   Dreykopff   Dusk   Evoli-Girl   Faolin   Frechdachs   leroi.   Gray Ninja   Jefi   Jiang   Vany   Kukkisa   Liu   #TotallyFelix   Isamu17   effizient   *Miro*   Saiko   Musicmelon   Naoko   Narime   Nexy   Willi   PokéExpertin   Rusalka   Sawyer   #shiprekt   Silence   Thrawn   User des Jahres   Yasuna   Lynneth Bucherstede   Obscuritas   Vynn

    Wird Zeit für ein längst überfälliges Update.

    Aber bevor's weiter geht, geh ich noch gern auf den Kommentar von Rusalka ein -- vielen Dank dafür! <(^.^<)




    Teilnahmslos starrte Hoshiko aus dem Fenster und betrachtete die herabfallenden Schneeflocken. Ab und an wirbelte der Wind sie umher , aber ansonsten rieselten sie lautlos auf den Boden. Sie kam nicht umhin an Kōun zu denken und wie es ihm wohl bei diesem Wetter ging. Ob er wohlbehalten in seiner Höhle schlief? Oder war er etwa draußen unterwegs? Vielleicht suchte er gerade nach Futter? Die Gedanken der Feuerfüchsin wirbelten in ihrem Kopf umher, ein Szenario löste das andere binnen eines Herzschlages ab und je mehr sie darüber nachdachte, desto unruhiger wurde sie.

    „Ich wünschte ich wüsste, wie es ihm geht … Ich hoffe, es geht ihm gut”, dachte sie besorgt. Ihre Machtlosigkeit riss sie von dem Fenster und ließ sie ruhelos in der Stube umher gehen.

    „Kann ich wirklich gar nichts tun?”

    Die Menschen am Küchentisch beobachteten sie dabei, reagierten jedoch nicht, zu viel Respekt hatten sie vor dem Feuer-Pokémon, welches mit nach hinten gelegten Ohren sichtlich ungehalten war. Frustriert knurrte Hoshiko und rollte sich schließlich auf ihrem Schlafplatz zusammen. Zur Untätigkeit gezwungen zu sein machte sie wahnsinnig. Sie atmete einmal tief ein und aus, um sich zu beruhigen und schloss ihre roten Augen. Trösten konnte sie niemand, also musste sie sich einfach wünschen, dass es Kōun gut ging. Mit Bildern aus ihrem gemeinsamen Sommer beruhigte sie sich schließlich und stellte sich vor, wie sie mit ihm durch die Bergwiesen streifte, den Geruch von wilden Kräuter und Blumen in der Nase.


    Der Wind schlug ihm die Schneeflocken ins Gesicht, doch das Absol ging unbeirrt weiter durch die verschneite Berglandschaft. Er konnte kaum Umrisse vor sich erkennen und seine Pfoten waren schon ein paar Mal ins Leere getreten oder tief eingesunken, sodass Kōun nur noch langsam voran kam. Je länger er unterwegs war, desto mehr ließ er sich von seiner Ahnung leiten und weniger von seinen Augen. Sein Sichelhorn schien genau zu wissen wo die Gefahr war und er vertraute darauf.

    „Schon seltsam”, ging es ihm durch den Kopf, „dass ich tatsächlich noch einmal diesem Gefühl folgen würde.”

    Als die Vorahnung ihn schließlich weiter den Berg hinauf zog, folgte er und schüttelte nur kurz den Schnee von seinem Rücken. Egal wie sehr seine Muskeln bereits schmerzten oder wie kalt ihm war, er musste unbedingt den Ort finden, an dem die Lawine hernieder gehen würde. Er musste es mit eigenen Augen sehen und versuchen etwas zu unternehmen. Auch wenn er sich fast sicher war, dass er allein nichts würde ausrichten können, so musste er sich trotzdem vergewissern.

    „Wer könnte eine Lawine wohl aufhalten?”, fragte er sich, als er auf einen völlig mit Schnee bedeckten Felsen sprang. Nur wenige Tannen wuchsen hier, etwas weiter unten wuchs ein Wald in einem Streifen an der Flanke des Berges. Er erkannte die Formation wieder — wenn seine Vorahnung sich bewahrheiten würden, würde von diesen Bäumen bald nichts mehr übrig sein. Er spürte, dass er nun ganz nah sein musste und quälte sich weiter den Berg hinauf, gegen die stärker werdende Erschöpfung ankämpfend. Schließlich erkannte er die Steigung, die Formation der steinernen Zinnen und die letzten, krummen Fichten bevor es selbst für die widerstandsfähigsten Bäume zu unwirtlich wurde.

    „Hier ist es”, hauchte er erschöpft in das Schneetreiben. Lautlos fielen die Flocken stetig vom Himmel, während Kōuns Atem in einer Wolke vor seinem Gesicht in der Luft hing. Er blickte sich um und versuchte eine Möglichkeit zu entdecken, wie man die Lawine abwenden könnte. Doch er wusste, es gab keine. Der viele Schneefall würde zu der Katastrophe führen und er war machtlos dagegen.

    „Kann ich wirklich gar nichts tun?”, ging es ihm durch den Kopf und schüttelte sich, um sich von den Schneeflocken auf seinem Fell zu befreien. Um ihn herum war es still, die Welt schien zu schweigen und ihm Zeit zu geben. Die Möglichkeit inne zu halten und sich zu entscheiden. Sein Herzschlag pochte in seinen Ohren und er keuchte immer noch von dem anstrengenden Aufstieg.

    „Ich habe die Lawine gesehen — ich kann nicht so tun als würde ich nichts davon wissen”, dachte er schließlich und sein Blick fiel ins Tal, welches durch den Schneefall kaum zu erkennen war. Trotzdem meinte er die Dächer auszumachen und den grauen Rauch zu sehen, der aus den Schornsteinen aufstieg.

    „Ich muss sie warnen. Ich muss es versuchen — wenn schon nicht für die Menschen, dann zumindest für die Pokémon die dort leben!” Plötzlich musste er an Hoshiko denken. Vielleicht war sie auch noch dort. Und wenn sie es war, so musste er sie unbedingt warnen. Sie musste sich in Sicherheit bringen!

    „Vielleicht hasst sie mich. Vielleicht will sie mich nicht wiedersehen. Aber ich kann sie unmöglich sterben lassen!”

    Entschlossen machte er kehrt und eilte so schnell er konnte den Berghang hinunter ins Tal — ins Dorf. Sein weißes Fell war vom Schnee bereits aufgeweicht und seine Beine schmerzten, aber für eine Pause hatte er keine Zeit. Mit großen Sprüngen pflügte er durch den Schnee, versank oftmals bis zum Bauch und kämpfte sich immer weiter.

    Als ihn nur noch ein kleiner Abstieg von dem Dorf trennte stoppte Kōun. Keuchend sah er hinab auf die Bauernhäuser und bekam mit einem Mal Angst. Er musste wieder an dieses schreckliche Geräusch denken, dass damals die Luft zerfetzt hatte. Dieser laute Knall, der in ihm einen so starken Fluchtreflex ausgelöst hatte, dass er Hoshiko nicht beschützen konnte. Was wenn ihn dort wieder so etwas erwartete?

    „Nein”, sagte er sich entschlossen. „Ich kann jetzt nicht mehr umkehren. Ich gehe in das Dorf, egal was dort auf mich wartet.”


    Schließlich stand er mit zitternden Beinen am Dorfrand. Sein keuchender Atem bildete eine stetige Wolke vor seiner Schnauze und unaufhörlich fiel der Schnee aus dem grauen Himmel. Mit vor Aufregung heftig schlagendem Herzen machte er den ersten Schritt auf das Dorf zu und näherte sich eine Pfote vor die andere setzend. Er ging mit eingezogenem Kopf und stetig um sich blickend durch die verschneiten Wege zwischen den Häusern. Doch nichts regte sich, je mehr sich die Gebäude um ihn herum aufbauten, desto mehr wich seine Angst einer unbekannten Neugierde. Interessiert musterte er ihre Größe, die Struktur der Türen und Fenster. Kōun hob seinen Kopf und stellte seinen Schweif auf.

    „Ich bin hier, um sie zu warnen. Als Überbringer einer Botschaft. Ich kann hier nicht herumlaufen, als würde ich mich scheu hineinschleichen wollen.”

    Unter seinen Pfoten knirschte der Schnee, aber sonst war es still. Ab und an vernahm er dumpfe Geräusche aus großen Gebäuden und er konnte den Geruch von Pokémon wahrnehmen. Aus den Glasfenstern schien Licht hinaus und manches Mal, wenn er an einem der Häuser vorbeiging, hörte er Stimmen. Helle und dunkle, hohe und tiefe. Sie klangen fröhlich und manches Mal ausgelassen.

    „Ob sie genauso unbeschwert wären, wenn sie wüssten, was auf sie zukommt?”, fragte er sich.

    Nach einer Weile, in der er durch die Wege zwischen den Häusern gewandert war, kam er an einen freien Platz an. Es erinnerte ihn an eine Lichtung im Wald; eine Stelle die bewusst von den Gebäuden freigehalten wurde. Glockengeläut erfüllte mit einem Mal die Stille und das Absol zuckte kurz zusammen, ob des plötzlich lauten Geräusches. Lange klangen die Glocken in der kalten Luft, während Kōun um sich blickte. Er überlegte wie er am besten auf sich aufmerksam machte und zögerte doch gleichzeitig selbiges zu tun. Es war eine Gefahr von den Menschen gesehen zu werden, aber wie sollte er sie warnen, wenn sie ihn nicht sahen? Wie sollte er versuchen ihnen begreiflich zu machen, dass sie von hier weg mussten und zwar so schnell wie möglich? Unschlüssig stand er auf dem Platz während der Klang der Glocken schließlich verstummte. Der Schneefall hatte nachgelassen, keine Flocke fiel mehr aus dem grauen Himmel.

    Plötzlich vernahm er ein Geräusch in der Nähe und wandte den Kopf. Einige Sprünge entfernt stand eine Frau vor ihrer geöffneten Haustür und starrte mit geweiteten Augen das Absol an. Sie rührte sich nicht, schien in der Bewegung erstarrt zu sein. Unsicher, wie er sich verhalten sollte, wartete Kōun auf eine Reaktion, die sogleich folgte. Blitzschnell trat die Frau einen Schritt zurück in das Haus, ihr langes Haar wehte ihr ins Gesicht und die hölzerne Tür knallte ins Schloss.

    „Ob das gereicht hat?”, fragte er sich verwirrt und setzte sich auf die Hinterbeine. Aufgeregtes Stimmengewirr erklang aus dem Haus, bevor sich in einem anderen Gebäude ein Fenster öffnete. Erneut starrten ihn ungläubige, menschliche Augen an und mit einem Mal ging alles ganz schnell.

    „Absol!”, erklang plötzlich eine tiefe Stimme bevor das Geräusch von geöffneten Türen und das Stampfen schwerer Stiefel durch den Schnee die Luft erfüllte. Sichtlich nervös begann Kōuns Schweif von rechts nach links zu zucken, als er spürte wie sich sein Herzschlag erhöhte. Im Ernstfall musste er fliehen, doch welcher Weg war der schnellste aus dem Dorf? Er versuchte sich nicht von dem Tumult aus der Ruhe bringen zu lassen, aber schließlich hielt er es nicht mehr aus und erhob sich. Die ersten erwachsenen Männer traten aus den Häusern und strömten aus den Wegen auf den Platz.

    „Vorsichtig, Leute, keine übereilten Bewegungen. Wer weiß wozu es fähig ist!”, mahnte einer der Männer und streckte die Arme in einer Geste weit von sich.

    „Warum bewegt es sich nicht?”, fragte eine andere, jünger klingende Stimme. Kōun stand mit allen vier Pfoten fest im Schnee. In einer geduckten Haltung behielt er die Menschen im Auge. Doch als sie sich nach mehreren Herzschlägen nicht auf ihn stürzten hob er seinen Blick und richtete sich zur vollen Größe auf. Weitere Menschen mit Pokémon erreichten die Szene, er konnte das Hecheln der Fukano und Bissbark hören. Würde es auf einen Kampf hinauslaufen? Oder würden sie verstehen?

    „Und was mach ich jetzt?”, schoss es dem Absol durch den Kopf, als er sich von allen Seiten umzingelt sah.


    Laute, hastige Geräusche weckten Hoshiko und sie hob verschlafen den Kopf. Sie sah wie der Mann hastig in seine Stiefel schlüpfte und seinen Mantel anzog.

    „Was ist auf einmal los?”, fragte sie sich, als sie von ihrem Schlafplatz aufstand und sich streckte.

    „Bist du sicher, dass es eines von denen ist?”, wollte die Frau wissen, die Arme um den Körper geschlungen.

    „Ich weiß es nicht, aber du hast doch gehört, dass sie ‚Absol’ gerufen haben”, erwiderte ihr Mann und blickte sich im Haus um als suche er etwas. Die Feuerfüchsin horchte auf und erstarrte in der Bewegung. Hatte sie das gerade richtig gehört?

    „Ab … sol?”

    „Ich werde mir das mal anschaun und dann werden wir schon sehen”, meinte der hochgewachsene Mensch und griff nach einem langen, glänzenden Stock. Hoshiko beobachtete mit klopfendem Herzen die Szene.

    „Kann es wirklich sein? Könnte das … Kōun sein?”

    „Ich komm zurück, sobald sich die Lage beruhigt hat.”

    „Ist gut”, erwiderte die Frau nickend als der Mann die Tür öffnete. Kalte Luft drang in die beheizte Stube, als der Mensch nach draußen trat. Die braunhaarige Frau wechselte einen Blick mit der Feuerfüchsin und bevor einer der Zweibeiner reagieren konnte rannte Hoshiko aus dem Haus. Sie blieb kurz vor dem Gebäude stehen, ignorierte die mahnenden Stimmen der beiden Zweibeiner und lauschte aufmerksam. In einiger Entfernung hörte sie einige Stimmen und das Gekläffe von Hunde-Pokémon. Sie rannte zur Quelle der Geräusche, denn dort musste Kōun sein!


    „Warum verschwindet es nicht?”, lärmte eine Stimme. „Los, hau ab!”

    Immer mehr Menschen scharten sich um das Absol, der für sie eine direkte Bedrohung darstellte. Nicht einen Schritt hatte Kōun getan, er hatte versucht sich so wenig wie möglich zu bewegen, denn bereits das Drehen des Kopfes ließ die Menschen ihre Knüppel, Harken und glänzenden Stöcke heben. Die Hunde-Pokémon knurrten verhalten in der Menge.

    „Sie wissen es. Sie wissen genau warum ich hier bin. Sie können nur noch nicht begreifen warum ihre Menschen es nicht sehen”, ging es dem Desaster-Pokémon durch den Kopf.

    „Was sollen wir machen, es geht einfach nicht weg!”

    „Je länger es hier ist, desto größer wird die Katastrophe sein!”

    „Warum läuft es nicht weg? Ich dachte, Absol wären so scheu?”

    „Wir müssen es los werden, sofort!”

    Die aufgebrachten Stimmen der Menschen wurden immer lauter. Ihre Angst schlug in Wut um, das konnte Kōun spüren. Mit seiner reglosen Haltung provozierte er sie, er handelte gegen ihre Vorstellung und machte sich damit für sie noch gefährlicher. Wenn er nun auch nur einen Schritt tat, irgendetwas was die Menschen als direkte Bedrohung wahrnahmen, war es vorbei. Er konnte das Klicken von Eisen hören, die ersten langen, glänzenden Stöcke wurden auf ihn gerichtet. Ein Terribark winselte irgendwo zwischen den Beinen der Menschen.

    Plötzlich schoss aus einem Seitenweg zwischen zwei Gebäuden ein silberner Streifen. Mit einem kräftigen Sprung setzte die Gestalt über die Köpfe der Menschen. Sobald ihre Pfoten den Schnee berührten, drehte sie sich in einer fließenden Bewegung zu ihnen um und spreizte alle neun Schweife fächerartig von sich. Aus tiefer Kehle knurrend und mit gefletschten Zähnen stand die Feuerfüchsin zwischen dem Absol und den Dorfbewohnern. Für einen Schlag hatte sein Herz ausgesetzt und Kōun starrte mit geweiteten Augen auf das Vulnona vor ihm.

    „Hoshiko?”


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    Let’s a go!


    Vorlesen ist ja doch eine Kunst. Da gibt es sehr viel zu beachten, das Tempo, die Betonung, allgemein die ganze Modulation, weil der Mund sich dabei bewegen muss, damit es nicht zu monoton klingt. Die Aufgabenstellung ist deshalb alles andere als leicht! Und obwohl ich ein sehr pingeliger Mensch bin, was das Vortragen von Texten betrifft, hab ich nicht vor hier absolut kritisch zu sein, denn Vorlesen ist einfach herrlich. Also, sowohl für den Vorleser, der einen Text damit zum Leben erwecken darf, als auch für den Zuhörer, der auf diese Art einen Text erleben darf. Und allein schon deshalb bin ich unglaublich gespannt, was ich hier zu hören bekommen werde.



    Ich geb euch mal die Punkte zuerst, der Rest ist dann im Spoiler. (:


    Abgabe 01 - 9/10

    Abgabe 02 - 10/10

    Abgabe 03 - 8/10

    Abgabe 04 - 8/10

    Abgabe 05 - 7/10

    Abgabe 06 - 7/10

    Abgabe 07 - 8/10

    Abgabe 08 - 7/10

    Abgabe 09 - 8/10


    So. The work is done. Hoffentlich könnt ihr aus meinem Feedback etwas mitnehmen. Mir hat das Zuhören Spaß gemacht und ich war jedes Mal wieder sehr überrascht. Großes Dankeschön an alle Teilnehmer, meinen Samstagabend hab ich auf jeden Fall sinnvoll verbracht. (:

    Joe Merrick ist zwar kein Leaker

    Ich würd sogar sagen, dass Joe Merrick über solche Sachen gerade nicht deshalb berichtet, weil es ihm fünf Minuten Aufmerksamkeit bringt, sondern weil er die Information für wichtig hält.

    Was sich hinter den Domains letztendlich versteckt, steht auf einem anderen Blatt. Auf offizielle Infos warten wir leider weiterhin ...

    Wenn man die ganze Reihe nochmal für die Switch mit allen ihren Möglichkeiten rebooten kann... WHY NOT?

    This! Ich bin ja sehr gespannt, welche Möglichkeiten, sie letztendlich nutzen werden.

    Ich find's interessant, dass sie einen Manga herausbringen, die sich mit Satoshi Tajiri beschäftigt und seinen Werdegang in der Spieleindustrie beschreibt. Ist sicherlich interessant zu lesen. Dass sie dabei sogar soweit gehen und abgelehnte Designs in dem Manga zeigen, find ich überraschend. Hätte ich für zu top secret gehalten. Deshalb bin ich auch grad unsicher, ob wir diese Designs jemals als Pokémon sehen werden. Aber wer weiß?


    Ach ja, die Newsüberschrift find ich hier etwas verwirrend. ^^" Da hätte sich etwas in die Richtung "Manga zu Satoshi Tajiri zeigt verworfene Pokémon-Designs" irgendwie besser angeboten. Vielleicht geht's mir aber auch nur so, weil ich die Tweets von James Turner schon vorher sah und deshalb mit dieser Newsmeldung rein von der Überschrift nichts anfangen konnte.

    Der Startpost hat gerade ein Update erhalten! Es gab ein paar inhaltliche Veränderungen, weswegen sich ein erneutes Durchlesen durchaus lohnt. Außerdem befinden sich die Hinweise zum Kinder- und Jugendschutz -- wer es noch nicht gesehen hat -- nun im zweiten Startpost. Dafür wurde das frühere FAQ entfernt. Für die meisten dort aufgeführten Fragen, sollte es jetzt Antworten bereits im Startpost geben.


    Feedback zu dieser Änderung könnt ihr gern geben!

    Weil ich gern die Quelle von solchen News raussuche: hier mal ein paar mehr Daten zu einer der beiden Domains pokemonletsgopikachu auf whois.com


    Eine konkrete Meinung zu der Sache hab ich noch nicht. Es kursieren eine Menge Infos und diese Puzzleteile scheinen alle gut zusammenzupassen. Ich weiß allerdings nicht, ob wir hier dasselbe Bild sehen, wie das, was uns Game Freak/Nintendo hier eigentlich zeigen möchte. Lieber nicht zu viele Vorstellungen machen, um am Ende das "imaginäre Produkt" lieber zu haben, als das, was wir letztendlich bekommen.

    Ich bin auch zu skeptisch um mich viel auf die ganzen "Leaker" zu verlassen. Ihre Infos klingen sinnvoll, gleichzeitig kann halt im Internet auch jeder alles behaupten.