Beiträge von Gray Ninja

    Ich muss gestehen, dass ich Worte wie "der Arzt" eigentlich immer als geschlechtsneutrale Form gesehen habe, so wie "der Mensch", "die Person", "die Katze" usw, wo das grammatikalische Geschlecht ja auch in vielen Fällen nicht mit dem Geschlecht des entsprechenden Lebewesens zu tun hat (oder ein gegenteiliges Beispiel wäre "das Mädchen", wo ein geschlechtsbezogener Begriff grammatikalisch sächlich ist.). So unabhängig vom grammatikalischen Geschlecht habe ich das auch lange Zeit benutzt und war eher irritiert, wenn für Frauen spezielle Formen neben der "geschlechtsneutral" Form genutzt wurden, so als könnte eine Frau nicht einfach ein normaler Arzt sein sondern wäre irgendwie besonders.

    Ich habe das in dieser Zeit nicht verstanden als "ich spreche von Männern, aber meine Frauen auch mit", sondern "ich benutze einen geschlechtsneutralen Ausdruck, der Personen ganz unabhängig von ihrem Geschlecht bezeichnet (oder eben nicht)", so wie "Arzt" für mich ein Begriff war für eine Person mit abgeschlossenem Medizinstudium, die andere Menschen oder Tiere medizinisch behandelt.


    Aber ich habe ja schon angedeutet, dass ich meine Ansicht zum grammatikalischen Geschlecht geändert habe.

    Beispiele wie dieses und auch diverse Studien zeigen, dass viele bei solchen Formen, die ich einst für geschlechtsneutral hielt, eben nur an Männer denken. Ich weiß nicht, ob das am grammatikalischen Maskulinum liegt oder daran, dass in unserer Gesellschaft leider Männlichkeit eben noch irgendwo als "Standard" liegt und man, wenn das Geschlecht nicht erwähnt wird, meist an einen Mann denkt (zeigt ja z.B. der Begriff "Fußball-Europameisterschaft", der keinen Geschlechtsbezug enthält, aber sich trotzdem nur auf Herrenfußball bezieht. Die Unterteilung in "Fußball" versus "Frauenfußball" ist btw auch etwas, das mich ärgert.) Vielleicht ist es auch eine Kombination aus beidem.

    Die genaue Ursache ist mir dabei aber nicht so wichtig. Wenn Wörter wie "der Fußballspieler" oder "der Arzt" für viele Menschen nur oder eher für Männer stehen, dann sind sie, wenn ich Menschen unabhängig vom Geschlecht damit bezeichnen will, für diesen Zweck völlig ungeeignet. Selbst wenn ich persönlich diesen Bias, bei Wörtern wie "der Arzt" eher an einen Mann zu denken, gar nicht haben sollte, auch nicht irgendwo unbewusst (was wohl eher unwahrscheinlich ist, da ich ja auch in dieser Gesellschaft aufgewachsen bin), ändert das nichts daran, dass dann bei der*dem Empfänger*in meiner Aussage wahrscheinlich ein falsches Bild entsteht, und da Sprache der Kommunikation dient, will ich das natürlich nicht. Insofern arbeite ich daran, mir eindeutig geschlechtsneutrale Begriffe und Gendersternchen anzugewöhnen. So sollte sowohl bei Personen, die Begriffe wie "der Arzt" als männlich sehen und bei Personen, die es als geschlechtsneutral empfinden, auf jeden Fall die erwünschte Botschaft ankommen, dass ich über das Geschlecht keine Aussage treffen will.


    Bei einer als rein männlich empfundenen Form Frauen "mitzumeinen", klingt für mich nach Quatsch und nicht wirklich ehrlich. Wenn ich von "Kindern und Jugendlichen" spreche - Begriffe speziell für Menschen bis ca 20 Jahre - erwarte ich ja auch nicht, dass sich 80-Jährige mit angesprochen fühlen. Das wird wohl auch niemand so sehen. Was ich dagegen öfters sehe ist z.B., dass nur von "schwangeren Frauen" die Rede ist - da braucht man mir nicht zu erzählen, dass man natürlich auch trans Männer und afab nonbinary Personen mit meint, denn diese sind keine Frauen.


    (Ich schreibe btw hier nicht deshalb so über mich, weil ich zeigen will, wie toll "woke" ich bin, sondern weil ich mir vorstellen kann, dass viele auch so denken, wie ich es lange Zeit gedacht habe, und ich hier dazu anregen möchte, es aus einer etwas anderen Sicht zu sehen.)

    Taemin Wenn du mit anderen Menschen weder Sex noch eine Liebesbeziehung willst, bist du wohl asexuell und aromantisch. Komisch oder unnormal würde ich das nicht nennen. Wenn du gut Englisch kannst, könntest du mal nach "aroace" suchen, zumindest ist mir die Kombination vor allem unter diesem abgekürzten Begriff bekannt, vielleicht findest du da was, das dir weiterhilft.

    Hier mein Tileset aus dem Häuserkampf:

    Für die Bisasam-Statue habe ich den Bisasam-Overworld-Sprite aus HGSS angepasst, den Rest habe ich komplett selbst gepixelt, aber teilweise von HGSS inspiriert. Ich freue mich über Credits, bin da aber nicht pingelig.


    Nach dem Häuserkampf habe ich es auch noch mal etwas umorganisiert, damit man erkennt, welche Schatten und Übergänge für welchen Untergrund sind (bei den Bergen, dem Wasser und dem hohen Gras ist der Untergrund immer als Hinweis darunter platziert; die Bäume sind rechts von dem entsprechenden Boden, abgesehen von der Palme, die auf das normale Gras gehört), und die restlichen Dreifach-Übergänge ergänzt, da ich für meine Map nur die gemacht habe, die ich auch wirklich gebraucht habe:


    Ist vermutlich nicht das allereinfachste Tileset zum Benutzen wegen der verschiedenen Schatten, Dreifach-Übergänge und so, aber wenn jemand es benutzen will, kann ich auf Anfrage auch gern Sachen ergänzen.


    Mit Dreifach-Übergängen meine ich übrigens Tiles für Stellen, wo nicht nur zwei, sondern drei verschiedene Bereiche zusammenlaufen, hab dafür hier mal ein simples Beispiel gemacht (geht nicht um die Map-Qualität, sondern nur darum, dass man sieht, wofür die Tiles da sind):

    Am Rand des Bergplateaus hat man einige Übergänge zwischen Berglinie, Gras und Moorboden gleichzeitig, am Ufer dagegen solche zwischen Moorboden, Gras und Wasser.

    Damit das hier nicht ganz so einstaubt:



    Falls es jemanden interessiert, wie das entstanden ist, hab ich hier noch die Skizze:

    Und die Outlines, die ich usprünglich gemacht hatte:

    Ich wollte von vornherein in Richtung Lineless gehen, weil ich das einfach mag, aber auch da find ich es praktisch, erstmal Lines zu erstellen, auch wenn die später wieder entfernt werden, einfach damit ich weiß, was wo sein muss. Ich hatte aber erst die halbe Größe geplant. Diese Lines habe ich dann deshalb auf doppelte Größe skaliert, wie man hier sieht, halbtransparent gemacht, und dann auf einer höheren Ebene direkt lineless drübergepixelt.

    Wasser, Berge und Wolken hab ich erstmal grob mit dem Trackpad hingekritzelt, dann nochmal stark überarbeitet für mehr Sauberkeit (außer die Füllung der Berge, die ist einfach gekritzelt geblieben, weil ich diesen chaotischen Effekt da gut fand) und weitere Details hinzugefügt.


    Muss mal überlegen, ob ich wieder in Pixel Art einsteigen will. Hat eigentlich schon etwas Spaß gemacht, auch wenn ich gegen Ende unter dem Zeitdruck ziemlich gelitten habe und irgendwann nur noch frustriert war. Mit dem Bild an sich bin ich zwar nicht zufrieden, aber über das Ergebnis des Wettbewerbs freue ich mich natürlich sehr. Vielleicht bin ich doch kein ganz hoffnungsloser Fall.

    Ich persönlich hab nichts gegen "Cheating", sondern es geht mir eher um die Ästhethik am Ende. Hab auch Ebenenmodi und sowas benutzt und hatte auch bei der Abgabe von cheesus christ erwartet, dass da ein Schachbrett-Brush benutzt wurde, was ich überhaupt nicht schlimm gefunden hätte. Wenn es auch bei näherer Betrachtung nach Pixelart aussieht, ist es für mich Pixelart. Man muss ja auch nicht unnötig mehr Zeit investieren, um dasselbe Ergebnis mit überwiegend demselben Anspruch zu erhalten, dafür wär mir meine Zeit dann auch zu schade. Gibt aber natürlich auch Leute, die das strenger sehen und mich vllt für Ebenenmodi in Gimp schon disqualifiziert hätten (ich erinnere mich noch an Zeiten, wo es explizit verboten war, etwas anderes als MS Paint zu benutzen), und andererseits sicher auch Leute, die es weniger streng sehen als ich und für die z.B. Zeichnungen mit harten Brushes wie die von Clawdeen noch eindeutig unter Pixelart fallen, da man da ja immer noch einzelne Pixel sieht. Da hier die Meinungen auseinandergehen, habe ich dafür auch nicht extrem viel abgezogen, sondern es nur als Teil meines persönlichen Geschmacks als eines von vielen Bewertungskriterien einbezogen.


    Was für mich aber ein fester Bestandteil von Pixelart ist und wo ich vermute, dass das für viele ein ganz wesentlicher Teil der Definition ist, ist, dass Pixelart wenige Farben hat. Wie wenige genau ist mir da nicht wichtig, das hängt auch von der Größe des Bilds und davon ab, wie viele verschiedene Farbreihen man benutzt (also ist z.B. alles schwarz-weiß oder hat man alle Farben des Regenbogens drin.) So als grobe Faustregel würde ich sagen, dass ich erwarte, dass ich mit ausreichendem Zoom und Mühe die einzelnen Farbbereiche noch nach Augenmaß unterscheiden und zählen könnte.

    (Wobei ich persönlich es auch noch tolerieren würde, wenn man am Ende einen Effekt drauflegt, der zwar viele Farben erzeugt, aber bei dem man das zugrunde liegende Pixelart noch deutlich erkennt, z.B. das Bild mit einem sanften, subtilen Farbverlauf überlagert - das ist dann zwar nicht mehr für ein Retro-Spiel brauchbar, aber sieht trotzdem noch eher wie Pixelart aus.)

    Weichzeichner, unscharfe Brushes und so erzeugen aber, wenn nicht sehr subtil eingesetzt und/oder sorgfältig nachbearbeitet, sehr offensichtlich unzählige Farben und lassen von einer vielleicht mal vorhandenen Pixelart-Ästhetik gar nichts mehr übrig. Mir geht es hier nicht darum, dass das unerlaubte Tools wären oder so oder eine unfaire Erleichterung des Arbeitswegs, sondern das das Ergebnis dann für mich einfach nichts mehr mit Pixelart zu tun hat, weil es den Kern dessen, was den Charme von Pixelart für mich ausmacht, komplett verletzt. Mir ist tatsächlich auch neu, dass es da eine Kontroverse innerhalb der Pixelart-Community gibt, ich dachte eigentlich, das sei eher so der common ground schlechthin zwischen allen Pixelart-Fans, dass intensive Weichzeichner-Effekte und weiche Brushes quasi das Gegenteil von Pixelart sind, auch wenn man sich an vielen anderen Stellen nicht einig ist. Es ist aber auch möglich, dass ich da etwas verpasst habe, da ich in den entsprechenden Communities nicht so aktiv bin und ja auch bewusst vor 4 Jahren eigentlich damit aufgehört hatte.

    Ein Problem bei deiner Abgabe Cassandra war für mich aber auch, dass sie kleiner skaliert wurde, sodass ich auch beim Feuer-Teil, bei dem ich davon ausging, dass der mal wie normales Pixelart aussah, nicht mehr wirklich erkennen konnte, wie die Pixel denn gesetzt wurden, wodurch ich die Qualität der Pixelart kaum bewerten konnte.


    Es tut mir wirklich leid, wenn ich mit meiner Einstellung Leuten eventuell den Spaß am Pixelart genommen habe.



    Habe das immer so gesehen, dass man bei so Werken "zwanghaft", weil es nicht anders geht (oder manch einer nicht kann), auf die Shading-Stile für Spriting zurückgreift.

    Es geht in 2021 natürlich anders und die meisten können das auch anders, das ist nur eine bewusste Entscheidung, die eben diese Kunstrichtung ausmacht. Der Vergleich hinkt vielleicht etwas, aber man schreibt ja z.B. auch nicht deshalb Haikus, weil man keinen Platz hat, um mehr zu schreiben oder einem nicht mehr Silben einfallen, sondern (soweit ich weiß) weil es bei der speziellen Kunstform darum geht, einen Augenblick einzufangen, und die Kürze gerade den Anspruch und den Charme ausmacht.

    Zuerst der übliche Disclaimer zu meinem Bewertungssystem. Wenn ihr das nicht schon bei einem anderen Vote von mir gelesen habt, bitte erst lesen und dann die Punkte anschauen, damit ihr euch nicht erschreckt, falls ihr eventuell wenig Punkte bekommen habt.


    Ich mache das so, dass ich die Abgaben untereinander vergleiche und ein Ranking erstelle, welche mir am besten gefallen und welche am wenigsten. Dann lege ich die komplette Skala von 10 bis 1 darüber.

    Es wird also immer eine Abgabe die vollen 10 Punkte bekommen und eine nur einen Punkt, selbst wenn keine schlecht ist. Bei mir haben die Punkte keine fixe Bedeutung wie 10=Meisterwerk und 1=grottenschlecht, sondern bei mir ist 10 = gefällt mir mehr als alle anderen und 1 = gefällt mir weniger als alle anderen, also stark abhängig von der Konkurrenz. Dabei gehe ich vor allem nach dem Gesamtbild, mehr oder weniger bewusst zusammengesetzt aus allerlei möglichen Kriterien wie Technik, Ästhetik, Aufwand oder Thema, für die ich keine bestimmte Gewichtung habe. Im Endeffekt geht es nur darum, was mir besser gefällt. Bei zwei Abgaben, die ähnlich gut aussehen, kann es sein, dass ich im Zweifel zum Beispiel die höher bewerte, die das Thema besser erfüllt. Einen direkten Abzug für "Themaverfehlung" gibt es aber nicht.

    Warum mache ich das so? Es ist für mich einfacher, zu vergleichen und ein Ranking zu erstellen, als individuell Punkte zu geben. Die Skala von 1 bis 10 nutze ich deshalb immer voll aus, damit ich möglichst viele Abstufungen zur Verfügung habe und es möglichst aussagekräftig wird.

    Bitte seht eine niedrige Punktebewertung nicht als ein Zeichen, dass ihr versagt hättet oder nie wieder mappen solltet oder so. Ich bin sehr froh, dass hier so viele teilgenommen haben, die das vielleicht zum ersten Mal gemacht haben, und ich sehe die Mühe, die guten Ideen, das Potenzial und die guten Ansätze bei der Umsetzung, die auch in den Abgaben stecken, die mir im Vergleich weniger gut gefallen haben als manche andere. Ich möchte ganz sicher niemanden demotivieren, im Gegenteil, bitte macht weiter, wenn es euch Spaß gemacht hat. Dass es vielleicht noch kein absolutes Meisterwerk geworden ist, heißt ja nicht, dass ihr mit mehr Übung nicht noch eins erschaffen könnt.

    Ich habe übrigens ein paar Jahre lang aktiv gemappt, wurde aber nie wirklich gut und habe es auch schon seit Jahren nicht mehr gemacht. Ich bin also einigermaßen erfahren, aber ziemlich eingerostet und definitiv kein Experte.

    Overworld-Pokémon sind mir übrigens ziemlich egal, da diese für mich nicht Teil von Maps sind (wenn die Pokémon überhaupt in der Overworld auftauchen, wie z.B. in der achten Generation, ist deren genaue Platzierung ja auch nicht vorbestimmt.) Verzeiht mir also bitte, dass ich die weitgehend ignoriere.



    Abgabe 13 - 2/10

    Einfach 2 Originalcharaktere nebeneinanderzulegen, stellt jetzt keine große Herausforderung dar. Hier sind weder Mühe noch Einfallsreichtum erkennbar.

    Da ich mir nicht sicher bin, wie man den Kommentar verstehen sollte: Ist das ein Vorwurf, dass die Charaktere copy-paste sind, also das Werk nicht so wirklich Pixel-art? Oder wie sonst ist das mit 'keine Mühe erkennbar' gemeint? Den Verdacht, dass es kein Pixel-art ist, hab ich zwar selbst bei manchen Werken, aber das gehört eigentlich nicht dazu, deshalb die Nachfrage. Und wenn ja, was bringt dich zu der Vermutung?

    Meines Wissens nach sind die beiden Charaktere aus Sailor Moon, was ein Anime ist und kein Videospiel mit Pixelart-Grafik, weshalb ich davon ausgehen würde, dass hier im Gegensatz zu vielen Pokémon-basierten Abgaben nicht existierende Sprites genommen und abgewandelt wurden (was natürlich auch legitim ist), sondern alles komplett selbst gepixelt/gezeichnet wurde, sowohl die Charaktere als auch der Hintergrund.

    Solche kompletten Pixelart-Szenen gehen üblicherweise weniger in Richtung GFX, wo existierende Sachen zusammengefügt werden, und mehr in die Richtung von Fanart / freien Zeichnungen, nur mit einem anderen Stil und Arbeitsweg.

    Wenn hier bereits existierende Pixelarts der beiden Charaktere 1:1 übernommen wurden oder Vorlagen komplett abgepixelt, also in exakt derselben Pose, und du dafür Quellen angeben kannst, lasse ich mich natürlich eines Besseren belehren und würde meine Punktzahl dann auch anpassen.

    Ansonsten kann man hier eigentlich nur vorwerfen, dass hier (wie auch bei vielen Fanart-Abgaben) kein eigenes Charakterdesign betrieben wurde, was aber auch bei anderen Abgaben (1, 3, 5, 9, 15, 16 und 22) so ist und ich persönlich in einem Fandom-Forum auch nicht verwerflich finde (Hintergrund, Posen und Inszenierung wurden ja vermutlich trotzdem selbst entworfen und allein das Pixeln/Zeichnen kostet schon viel Zeit und Mühe), aber da kann man natürlich anderer Meinung sein.

    Heißt nicht, dass du deinen Vote ändern musst, aber eine Erklärung würde mich auch interessieren. Vor allem, wenn du Anhaltspunkte dafür siehst, dass hier Teile jenseits des Charakterdesigns von anderen übernommen wurden.

    Hier bin ich etwas von meinem üblichen Bewertungssystem abgewichen, da ich dachte, alle Abgaben untereinander zu vergleichen und in ein Ranking zu bringen würde die kleineren Sprites gegenüber den größeren Pixelarts und Zeichnungen benachteiligen.

    Dafür habe ich zunächst alle Abgaben in verschiedenen Kategorien bewertet (Idee, Aufwand, Lineart/Anatomie, Shading, Gesamteindruck, Sauberkeit und wie sehr es meine Definition von Pixelart trifft.) Das habe ich zusammen gezählt, wobei der Gesamteindruck doppelt gewertet wurde, und dann nach Gesamtpunktzahl sortiert und darauf basierend ein Ranking erstellt, worauf ich dann wie üblich die Skala von 1 bis 10 recht gleichförmig gelegt habe. Ein paar Punktzahlen habe ich noch subjektiv angepasst, aber nicht allzu stark.

    Wie üblich wird also die Abgabe, die mich am wenigsten überzeugt hat, nur einen Punkt bekommen. Das bedeutet aber nicht, dass diese schlecht wäre oder so. Ich habe schon einige sehr schlechte Sprites gesehen, beispielsweise meine ersten Versuche. Davon ist ausnahmslos alles in diesem Wettbewerb weit entfernt. Das Niveau hier ist sehr hoch, alles ist mindestens solide und so muss leider auch etwas Solides eine niedrige Bewertung bekommen.

    Ich gehe davon aus, dass hier auch Leute mitgemacht haben, die vorher noch nie Spriting oder Pixelart gemacht haben. In der Hinsicht bin ich absolut beeindruckt, was hier alles entstanden ist. Nicht eine reine Umfärbung ist hier dabei, alle haben noch etwas Eigenes eingebracht und das sieht auch für Anfänger*innen-Werke super aus.

    Zum Vergleich meine ersten Sprites von 2006:

    Ich hätte erst nach etwa 1-2 Jahren ansatzweise eine Chance gehabt, in diesem Wettbewerb nicht Letzter zu werden. Wer hier als Anfänger*in mitgemacht hat, hat also auf jeden Fall Talent und sollte (wenn es Spaß gemacht hat) unbedingt weiter machen.

    Ich würde mich übrigens im Bezug auf Spriting recht erfahren einschätzen, wenn auch eingerostet (habe das so ca 11 Jahre lang aktiv gemacht, aber dann nach der BBO 2017 aufgehört, weil ich immer noch nicht wirklich gut war), aber ich bin nicht so der große Zeichner (beim Mauzi für FA habe ich aus meinem mittelmäßigen Skill das absolute Maximum rausgeholt und auch das hat sicher noch genug Fehler bei Anatomie und Perspektive) und kann deshalb gerade im Grenzbereich zwischen Pixelart und Zeichnung leider nicht so fundiertes Feedback geben.

    Sorry für meinen GFX-Vote, hab an ein, zwei Stellen aus Neugier was gegooglet, um die Abgaben besser zu verstehen, und dann hatte mich das gepackt und ich konnte nicht mehr damit aufhören, sodass jetzt die Hälfte der Kommentare nur aus "das habe ich bei Google rausgefunden" besteht... Ich hoffe, das stört nicht zu sehr, daneben sollten zumindest auch noch ein paar Begründungen der Punkte zu finden sein, auch wenn ich nicht so gut Tipps geben kann mangels eigenem GFX-Skill.

    Zuerst ein paar Worte zu meinem Bewertungssystem. Bitte erst lesen und dann die Punkte anschauen, damit ihr euch nicht erschreckt, falls ihr eventuell wenig Punkte bekommen habt.


    Ich mache das so, dass ich die Abgaben untereinander vergleiche und ein Ranking erstelle, welche mir am besten gefallen und welche am wenigsten. Dann lege ich die komplette Skala von 10 bis 1 darüber.

    Es wird also immer eine Abgabe die vollen 10 Punkte bekommen und eine nur einen Punkt, selbst wenn keine schlecht ist. Bei mir haben die Punkte keine fixe Bedeutung wie 10=Meisterwerk und 1=grottenschlecht, sondern bei mir ist 10 = gefällt mir mehr als alle anderen und 1 = gefällt mir weniger als alle anderen, also stark abhängig von der Konkurrenz.

    Dabei gehe ich vor allem nach dem Gesamtbild, mehr oder weniger bewusst zusammengesetzt aus allerlei möglichen Kriterien wie Technik, Ästhetik oder Aufwand, für die ich keine bestimmte Gewichtung habe. Im Endeffekt geht es nur darum, was mir besser gefällt. Das Thema lasse ich hier ausnahmsweise gar nicht einfließen, da meiner Meinung nach alle Abgaben dieses etwa gleich gut erfüllen (auch wenn ich bei manchen Abgaben den Hinweis von Trikey gebraucht habe, soll ja niemand darunter leiden, dass ich mich mit Anime und K-Pop nicht auskenne.)

    Warum mache ich das so? Es ist für mich einfacher, zu vergleichen und ein Ranking zu erstellen, als individuell Punkte zu geben. Die Skala von 1 bis 10 nutze ich deshalb immer voll aus, damit ich möglichst viele Abstufungen zur Verfügung habe und es möglichst aussagekräftig wird.

    Bitte seht eine niedrige Punktebewertung nicht als ein Zeichen, dass ihr versagt hättet oder nie wieder GFX machen solltet oder so. Ich bin froh, dass sich hier auch einige vielleicht nicht so erfahrene Künstler*innen an diese für den Einstieg sehr schwierige Kunstform getraut haben. Ich möchte ganz sicher niemanden demotivieren, im Gegenteil, bitte macht weiter, wenn es euch Spaß gemacht hat. Dass es vielleicht noch kein absolutes Meisterwerk geworden ist, heißt ja nicht, dass ihr mit mehr Übung nicht noch eins erschaffen könnt.


    Was mein Wissen über GFX angeht: Ich habe das über viele Jahre hinweg immer wieder gelegentlich gemacht, aber ich bin leider auf dem Gebiet so talentfrei, wie man nur sein kann, und deshalb immer noch auf dem Niveau eines komplett blutigen Anfängers. Insofern sollte man von mir keine allzu qualifizierten Kommentare oder Bewertungen erwarten und meine Meinung nicht zu ernst nehmen.



    Zuerst ein paar Worte zu meinem Bewertungssystem. Bitte erst lesen und dann die Punkte anschauen, damit ihr euch nicht erschreckt, falls ihr eventuell wenig Punkte bekommen habt.


    Ich mache das so, dass ich die Abgaben untereinander vergleiche und ein Ranking erstelle, welche mir am besten gefallen und welche am wenigsten. Dann lege ich die komplette Skala von 10 bis 1 darüber.

    Es wird also immer eine Abgabe die vollen 10 Punkte bekommen und eine nur einen Punkt, selbst wenn keine schlecht ist. Bei mir haben die Punkte keine fixe Bedeutung wie 10=Meisterwerk und 1=grottenschlecht, sondern bei mir ist 10 = gefällt mir mehr als alle anderen und 1 = gefällt mir weniger als alle anderen, also stark abhängig von der Konkurrenz.

    Dabei gehe ich vor allem nach dem Gesamtbild, mehr oder weniger bewusst zusammengesetzt aus allerlei möglichen Kriterien wie Technik, Ästhetik, Aufwand oder Thema, für die ich keine bestimmte Gewichtung habe. Im Endeffekt geht es nur darum, was mir besser gefällt. Bei zwei Abgaben, die ähnlich gut aussehen, kann es sein, dass ich im Zweifel zum Beispiel die höher bewerte, die das Thema besser erfüllt. Einen direkten Abzug für "Themaverfehlung" gibt es aber nicht.

    Warum mache ich das so? Es ist für mich einfacher, zu vergleichen und ein Ranking zu erstellen, als individuell Punkte zu geben. Die Skala von 1 bis 10 nutze ich deshalb immer voll aus, damit ich möglichst viele Abstufungen zur Verfügung habe und es möglichst aussagekräftig wird.

    Bitte seht eine niedrige Punktebewertung nicht als ein Zeichen, dass ihr versagt hättet oder nie wieder zeichnen/malen solltet oder so. Ich bin sehr froh, dass hier so viele teilgenommen haben, die sonst vielleicht kaum zeichnen, und ich sehe die Mühe, die guten Ideen, das Potenzial und die guten Ansätze bei der Umsetzung, die auch in den Abgaben stecken, die mir im Vergleich weniger gut gefallen haben als manche andere. Ich möchte ganz sicher niemanden demotivieren, im Gegenteil, bitte macht weiter, wenn es euch Spaß gemacht hat. Dass es vielleicht noch kein absolutes Meisterwerk geworden ist, heißt ja nicht, dass ihr mit mehr Übung nicht noch eins erschaffen könnt.

    Ich würde meine Fähigkeiten sowohl im Erstellen als auch im Bewerten von Zeichnungen übrigens als mittelmäßig bezeichnen, also kein kompletter Anfänger, aber auch weit entfernt von einem Profi. Was 3D-Modelle und Render angeht, habe ich nur Grundkenntnisse. Wie üblich also der Disclaimer, dass man auf meine Einschätzung nicht zu viel geben sollte.



    Erschwerend kommt noch hinzu, dass viele der größeren Abgaben meiner Meinung nach nicht mehr oder nur teilweise in den Bereich Pixelart fallen, sondern eher Zeichnungen mit harten Brushes sind.

    Der Unterschied ist, dass man bei einem Pixelart quasi jeden Pixel einzeln per Hand an genau die richtige Stelle setzt, während manche Abgaben eher so aussehen, als wäre man genauso wie bei einer digitalen Zeichnung vorgegangen, nur eben mit einem Stift-Brush.

    Ein Beispiel, zu dem Unterschied, das ich mal für unseren internen Pixelart-Guide gemacht hatte (in achtfacher Vergrößerung, damit es deutlich wird):

    Da weiß ich dann wirklich nicht mehr, wie ich ein Ranking erstellen soll. Werte ich 500x500-Zeichnungen besser als kleine Pokémon-Sprites, die eindeutig unter Pixelart fallen, weil erstere einfach cooler aussehen, ist das ja ein großer und etwas unfairer Vorteil für Zeichner:innen, aber andererseits sind sie halt einfach gut und ich hätte auch ein schlechtes Gewissen, für so Kleinigkeiten wie unsaubere Outlines so viel abzuziehen...

    Nachdem Stress und Zeitdruck bereits die gesamte Ausgabe bestimmen, fragen wir euch doch einfach nach eurer Meinung. Fühlt ihr das auch? Oder gehört ihr zu den ganz entspannten Typen?

    Hab letzte Woche hart an meiner Fanart-Abgabe gearbeitet und hab gestern schon echt (wörtlich) geschwitzt, ob ich noch fertig werde, und hatte es dann um kurz vor Mitternacht einigermaßen abgabefertig, und jetzt habe ich keine Ahnung, wie ich Mapping und Pixelart zusammen in einer Woche schaffen soll, zumal ich auch noch ein Studium habe, insofern: Sehr gestresst.

    Partnerpost zwischen Alola-Snobilikat Lord Roundface von mir und seiner Trainerin Vivien von Haruhi


    Lord Roundface war zutiefst beschämt. Nicht nur wurde er von einem anderen Pokémon gejagt, wo es doch eigentlich andersherum sein sollte, dazu noch wurde er für alle in der Nähe hörbar als "Miezi" gerufen. So konnte es nicht weitergehen, das war unter seiner Würde. Er blieb stehen, sammelte alles an Stolz und Erhabenheit, das ihm in dieser Lage noch bleib, drehte sich um und stolzierte erhobenen Hauptes auf seine Dosenöffnerin zu. "Gib mir Essen, Menschling", sagte er, auch wenn er wusste, dass Menschen nicht intelligent genug waren, um die Sprache der Pokémon zu verstehen.


    Vivien verstand wie erwartet kein Wort und fiel zu allem Überfluss ihrem wiedergefundenen Pokémon um den Hals, als sie dieses erreicht hatte. „Weißt du was für Sorgen ich mir gemacht habe, du dummer, alter Kater?“, flüsterte sie. Luxtra, was diese Frage auch mitbekam, wirkte sichtlich erfreut darüber und wiederholte seinem Namen mehrmals. Auch hier wusste Vivien nicht die Bedeutung der Worte, während ihr Miezi jedoch ganz genau verstand, was für spöttische Bemerkungen dieser von sich ließ.


    "Ich bin nicht abgehauen, ich bin auf geheimer Mission und ich habe mehr Intelligenz in meinen Zehen, als du in deinem kleinen ungepflegten Hohlkopf", fauchte Lord Roundface das Luxtra an. Würde er nicht gerade von einem Menschen umklammert werden, hätte er die rote Nase mit einem Kratzer traktiert. "Ich mache mir auch Sorgen, dass mir meine Beute entwischt, und wer bist du, mich alt und dumm zu nennen?", brummte er zu seiner Dienerin, genoss allerdings die Streicheleinheiten, die sie ihm gab.


    Das Verschwinden von ihrem Pokémon hatte Vivien ganz schön aus ihrem Zeitplan gebracht. Eigentlich war sie für diesen auf der Suche nach einem bestimmten gelben Nager. Nachdem andere Nieten ihres Teams dies nie geschafft hatten, wollte sie den Auftrag ein für alle Mal beenden und wenn es auch nur darum ging, endlich ihre Ruhe vor dem dauerhaften Versagen ihrer Kollegen zu haben. Was sollte so besonders an einem Pikachu sein, dass ihre Kollegen dieses jahrelang schon versuchten zu fangen? Doch bevor sie sich weiter Gedanken um den Auftrag machte, musste das Alola-Snobilikat erst mal ein paar weitere Streicheleinheiten erfahren. Und außerdem – Vivien zückte nach kurzer Suche eine Bürste aus ihrer Tasche – gab es da noch etwas anderes, was sie vorher erledigen musste.


    Lord Roundface seufzte. Damit hatte er schon gerechnet. Es war schön und gut, eine Dienerin zu haben, die ihm täglich leckeres Futter gab, aber sein Fell putzen konnte er selbst am besten und es war ohnehin viel zu makellos, als dass die Hände eines Menschen irgendetwas daran verbessern könnten. Dennoch ließ er den Prozess über sich ergehen - ein Streit würde ihn nur noch weiter davon ablenken, seine Beute zu jagen.

    Alola-Snobilikat Lord Roundface


    Während Lord Roundface darauf wartete, dass es eine Spur von Pikachu gab oder sein Boxsack zurückkehrte, stieg ihm ein Geruch in die Nase, der nicht halb so angenehm war wie der leckere Mäuseduft von Pikachu. Es stank nach Luxtra, und nach Mensch.

    Oh nein, nicht das jetzt auch noch. Die konnte er jetzt gar nicht gebrauchen.

    Das Essen, das seine lebende Dosenöffnerin ihm hinstellte, war nicht schlecht, wenn auch nicht mit einem Pikachu vergleichbar, aber wenn sie ihn jetzt in die Finger bekam, würde sie ihn davon abhalten, seine Beute zu fangen, und stattdessen versuchen, sein wunderschönes Fell mit einer Bürste zu verunstalten.

    Das durfte auf keinen Fall passieren.

    Lord Roundface stieß einen kurzen Kreideschrei aus, um sich als aufgeschrecktes wildes Pokémon auszugeben, dann trat er die Flucht an, weg vom Menschengeruch und auf die Suche nach einer brauchbaren Beute.