Beiträge von Alaiya

    Ja, es ist ein Vorurteil.

    Nein. Ist es nicht. Es ist ein strukturelles Problem. (Davon abgesehen, dass du den Hashtag falsch wiedergibst. Der Hashtag heißt nicht #allmenaretrash, sondern nur #menaretrash. Niemand, außer Männer, redet von allen Männern.)


    Vielleicht gehen wir das ganze einmal anders an.


    Ich bin selbst weiß. Dennoch unterstütze ich PoC, die Kartoffel oder Alman verwenden oder #whitepeoplearetrash nutzen. Und schließe mich dabei auch nicht zwangsläufig aus. Weil ich gelernt habe, anstatt die PoC für ihren Umgangston, wenn sie #whitepeoplearetrash schreiben, zu policen, zu hinterfragen, warum sie das schreiben und inwiefern ich selbst dazu beitrage. Dadurch habe ich gelernt, dass ich bspw. auch in einer Diskussion über Rassismus zu oft dazu neigen, deutlich zu machen, dass ich definitiv nicht rassistisch bin, obwohl ich weiß bin, anstatt mein Privileg als weiße Person (von dem ich als Enby allerdings weniger habe, als ein weißer Mann), zu nutze, um andere weiße Personen auf ihren eigenen, strukturell bedingten Alltagsrassismus aufmerksam zu machen. Ich habe gelernt, dass mir instinktiv in einer Diskussion, an der Betroffene selbst beteiligt sind, oft wichtiger ist, diesen klar zu machen, dass ich kein Rassist bin, als ihnen zuzuhören. Daher versuche ich dem aktuell aktiv entgegen zu wirken. Weil es PoCs nichts bringt, dass ich kein Rassist bin und ihnen nichts will. Denn es gibt genug andere, die Rassisten sind und ihnen sehr wohl was wollen. Es gibt genug, die ihnen dennoch jeden Tag mit Hass, Vorurteilen und Diskriminierung begegnen. Genug, die ihnen nicht zuhören und ihnen sagen, sie sollen sich nicht so anstellen, wenn sie diesen Rassismus beschreiben. Deswegen bin ich nicht länger beleidigt, obwohl ich es am Anfang war, wenn sie #whitepeoplearetrash sagen oder gar mich auch einmal selbst für vielleicht eine falsch ausgedrückte Sache anschnauzen. Weil sie diejenigen sind, die jeden Tag mit Rassismus leben müssen, nicht ich. Ich bin weiß.



    Anders gesagt: Ich bin vielleicht kein Mann, aber ich verstehe durchaus, dass man erst einmal beleidigt ist. Aber anstatt sofort auf die Palme zu gehen und beleidigte, sollte man sich vielleicht lieber fragen, inwiefern man selbst zu der Situation beiträgt, die Nicht-Männer zu solchen Aussagen treibt. Genau so, wie mein erster Instinkt so oft ist, PoCs gegenüber klar zu machen, dass ich kein Rassist bin, wird wohl auch für euch der erste Instinkt sein, zu sagen, dass ihr kein Sexist seid und nicht vergewaltigt. Aber genau wie mein Nicht-Rassismus den PoCs nicht hilft, bringt euer Dasein als Nicht-Vergewaltiger Frauen, die Opfer von sexueller Gewalt werden, wenig.


    Ich kann euch garantieren: Die Mehrheit von Frauen ist absolut gegen sexuelle Belästigung und Ausnutzung von Frauen. Wenn eine Mehrheit der Männer wirklich dagegen wäre und es ihnen wirklich ein Anliegen wäre (also genug, als dass sie da etwas gegen tun würden), dann hätten wir das Problem nicht mehr in dem Maße. Wir haben es aber noch. Wir führen heute dieselbe Diskussion, wie vor 20, vor 30, vor 40 Jahren. Nektarine hatte oben das Video aus Last Week Tonight verlinkt, dass genau das wunderbar vor Augen führt. Wir führen dieselbe Diskussion.


    Übrigens hat #menaretrash auch nichts damit zu tun, dass Menschen, die sich als Männer identifizieren oder auch nur alle cis-Männer (merke: Nicht alles, was einen Penis hat, ist ein Mann), irgendwie genetisch oder biologisch Vergewaltiger seien. Eigentlich ist genau das eben das, wogegen sich Frauen wehren. #menaretrash, weil wir in einer Gesellschaft leben, die Frauen sagt, dass Männer halt Frauen vergewaltigen und "Jungs so sind" und die Frauen das einfach so hinnehmen sollen, und Männern die Möglichkeit gibt, genau das immer wieder ungestraft zu tun, ja, teilweise Männern sogar suggeriert, dass es ihnen zusteht und sie Sex (notfalls gezwungener Maßen) haben müssen, um in ihr angesehen zu sein. Eine Gesellschaft die Frauen sagt: "Mach das und das und das, um nicht vergewaltigt zu werden. Weil Männer dich vergewaltigen wollen." Frauen wird als Kind eingeprägt, wie viel Angst sie vor Männern haben müssen.


    Mehr als genug Frauen haben Angst, wenn sie allein im Dunkeln nach Hause oder allein früh Morgens oder spät Abends joggen gehen. Mehr als genug Frauen wechseln die Straßenseite oder haben Angst, wenn sie dabei einen Mann treffen. Auch wenn sie einen von euch treffen. Weil nicht auf eurer Stirn tattoowiert steht, dass ihr keine Vergewaltiger seid. Weil sie in einer Gesellschaft lebt, in der sie weiß und von klein auf in dem Wissen erzogen wurde, dass Männer Frauen vergewaltigen. Weil sie in einer Gesellschaft lebt, in der genau das genug Frauen passiert, als dass sie es nicht riskieren will.


    Nein, es mag nicht jeder Mann ein Vergewaltiger oder Sexist sein. Ja, es gibt auch mehr als genug Männer, die Opfer von Vergewaltigungen werden. Aber jede Frau läuft Gefahr, Opfer von sexueller Gewalt zu werden. Ihre Chancen sind bei den aktuellen Statistiken sogar ausgesprochen gut.


    Wie gesagt. Es steht niemanden auf die Stirn geschrieben. Wenn euch wirklich wichtig ist, dass Frauen nicht länger Angst haben müssen, dann tut selbst etwas daran. Helft Frauen, die in Bedrängnis geraten. Sagt euren Kumpels was, wenn die anzügige Witze gegenüber von Frauen machen, diesen zu nah auf die Pelle rücken oder ein "Nein" (und damit ist auch ein: "Nein, ich will nicht mit dir einen trinken gehen" oder ein "Nein, ich möchte mich nicht mit dir rein platonisch treffen" gemeint) von einer Frau nicht akzeptieren. (Und erzählt mir bitte nicht, ihr habt solche Freunde nicht. Die meiste Zeit meines Lebens habe ich meine vorrangig Zeit vorrangig mit Typen verbracht, etwas, dass sich erst vor kurzem veändert habe, war in diversen männlichen Social Circles unterwegs und kenne keinen einzigen männlichen Freundeskreis, in dem es nicht mindestens zwei Typen gibt, die ständig solche Witze reißen, spätestens nach 1, 2 Bier Frauen auf die Pelle rücken und sofort beleidigt reagieren, wenn eine Frau sie drauf aufmerksam macht und dann, wie Nektarine es oben schon darlegte, sofort meinen "Stell dich nicht so an.")

    Ich muss mir doch als Mann nicht anhören das ich n potenzieller Vergewaltiger bin nur weil ich mit nem Penis geboren wurde?

    Ist es wirklich so schwer zu verstehen?


    Das ganze ist in etwa so zusammengekommen:


    Frau: "Hey, ich werde immer von Männern sexuell belästigt. Zwei Mal haben Männer versucht mich zu vergewaltigen." (Keine Verallgemeinerung. Reale Darstellung der Realität vieler Frauen. Sie werden nicht von anderen Frauen oder Enbys belästigt, sondern von Männern. Nur von Männern. Nicht von allen Männern, aber von niemanden, der kein Mann ist.)


    Mann: "Nicht alle Männer!!!!"


    Die Frau hat mit keinem Wort gesagt, dass alle Männer sie belästigt oder vergewaltigt haben, aber dass es ausschließlich Männer waren, die es getan haben. Anstatt dass aber ein Mann daraufhin versucht zu reflektieren, wie das zustande kommt, muss er immer und immer und immer wieder sagen, dass ER so etwas nicht sagen würde, ohne, dass die Frau das je gesagt hätte.


    Und damit hilft er der Frau nicht. Damit sorgt er dafür, dass das Problem bestehen bleibt. Damit unterstützt er die Struktur, die es anderen Männern möglich macht, ungestraft Frauen zu belästigen und zu vergewaltigen. Weil es ihm wichtiger ist zu beteuern, dass er so etwas nicht tut, als dafür zu sorgen, dass andere es nicht tun.


    #menaretrash ist ein neuer Hashtag. Er ist 2017 aufgekommen. Nachdem in einigen Ländern die Feminizid-Quoten wieder gestiegen sind, während die Aufklärungsquoten gesunken sind, während Männer auf diese News zu oft, viel zu oft mit "Aber nicht alle Männer" reagiert haben. Nachdem #metoo passiert sind und überall Männer über ihre Unsicherheit reden, dass sie nicht mehr flirten können, ohne Angst vor Anzeige zu haben (Protipp: Wenn du einen Flirtstil hast, der dir reale Angst macht, mit eine Anzeige zu bekommen, ja, dann ist dein Flirtstil wahrscheinlich übergriffig). Anstatt etwas an dem Problem zu ändern, dass ein Großteil aller Frauen im Leben irgendwann Erfahrung mit sexueller Belästigung oder gar sexualisierter Gewalt durch Männer macht.


    Und 2017 waren in Südafrika die Frauen halt leid, lieb und nett zu versuchen, die Männer zu bitten, ihnen doch vielleicht einmal zuzuhören und vielleicht, ja, vielleicht irgendwie auch mal was an der Sache zu machen. Und so kam #menaretrash zustande.


    Und noch einmal: Warum ist es schlimm, wenn Feministinnen das sagen, aber wenn die Ärzte "Männer sind Schweine" um genau dieses Thema singen, dann ist das okay? Dann ist da nichts schlimmes bei? Dann ist es lustig, obwohl es genau dasselbe sagt, einen ebenfalls abwertenden Begriff benutzt und genau so verallgemeinernd ist? Warum? Und warum ist es okay, wenn ein sexueller Übergriff/Belästigung/Gewalt an Mädchen, bzw. Frauen als "Oh, well, boys be boys", aka "So sind Jungen halt" belächelt wird (was nichts anderes sagt, als dass es normal für einen Jungen/Mann sei, sexuell übergriffig oder gewalttätig gegenüber Frauen zu sein), aber wenn Frauen genau dasselbe kritisieren, dann ist es nicht okay und verallgemeinernd? WARUM?

    Was wäre, wenn man Männern nicht zuhört? Diese diskriminiert?

    Was wäre, wenn alle Menschen blaue Haut hätten? Was wäre, wenn Aliens morgen auf der Erde landen? Was wäre, wenn Hunde sprechen könnten?


    Wir leben nicht in einer Gesellschaft, in der Männer strukturell benachteiligt sind. Würden wir in einer Gesellschaft leben, in der Männer permanent fürchten müssten vergewaltigt werden zu müssen, in der Männern gesagt wird, sie sollen halt nicht abends ausgehen, wenn sie das nicht wollen, sie sollen sich anders Kleiden, wenn sie nicht wollen, dass man ihnen an die Eier packt, in der Männern nicht zugehört würde, wenn sie über ihre Erfahrung mit sexuellen Übergriffen reden, während man ihnen garantiert, dass die Frau, die sie vergewaltigt hat, eigentlich eine ganz Liebe ist, ja, dann wäre #womenaretrash angebracht. Aber in dieser Gesellschaft leben wir nicht.


    Noch einmal: Es geht um Struktur. Es geht darum, dass es sehr vielen, zu vielen Männern wichtiger ist, wenn eine Frau davon spricht, wie oft sie schon sexuell von Männern belästigt wurde, klar zu stellen, dass ja nicht ALLE Männer so sind (ohne, dass die Frau das impliziert hätte), anstatt ihr zuzuhören und zu versuchen, etwas zu ändern. Und sei es nur dadurch, den Kumpel, wenn er besoffen die Kellnerin anbaggert, mal die Meinung zu sagen, dass er das verdammt noch mal lassen soll.


    Wisst ihr übrigens, was ich lustig finde: Dass sich niemand darüber aufregt, ja, dass ihr sogar verteidigt, wenn Mädchen und Frauen gesagt wird, dass sie sich besser anständig kleiden und nicht betrinken sollen, dass sie nicht nachts allein nach Hause gehen sollen und besser nicht allein mit einem fremden Mann in einem Raum sein sollten. Wer weiß denn, was da passiert? Aber was sagt man denn damit eigentlich? Dass sich ein Mann nicht behelfen kann, wenn er eine knapp bekleidete Frau sieht oder eine Frau da einfach im Alkoholkoma vor ihm liegt. Dass es für ausreichend viele Männer einfach zu verführerisch ist, um in der Situation die Frau nicht zu vergewaltigen, weshalb halt die Frau in der Verantwortung steht, diese Situation zu vermeiden. Aber wenn Frau dann sagt: "Hey, ich sehe hier ein Problem mit Männern, dass die sich so versucht sehen, wenn ich besoffen bin, mich zu vergewaltigen", dann hat sie irgendwie Vorurteile gegenüber Männern? What?


    In den 90ern haben die Ärzte "Männer sind Schweine" gesungen. Aber das war wohl okay, I guess, lustig sogar. Obwohl es genau dasselbe ausgesagt hat. Vielleicht auch einfach, weil niemand damit einhergehend gefordert hat, dass sich an dem System dahingehend was ändert?

    Ich kann mich darüber äußern, dass ich mich mit etwas unwohl fühle, das unter die Kategorie "Sexismus" fällt und werde dann deswegen blöd angemacht, weil es zum "guten Ton gehört" Sexismus unter Bekannten nicht anzusprechen ("Ist ja alles nur Spaß!!!!" Für wen, frage ich mich? "Sei doch nicht gleich so!!" Ab dem wie vieltem Mal darf ich dann so sein? "Sei doch nicht immer so!!!" Warum bist du dann immer so? Ich REagiere, falls dir das noch nicht aufgefallen ist).

    Genau das ist der Kernpunkt.


    Wir haben diese Diskussion nicht erst seit Vorgestern. Wir haben diese Diskussion seit Jahrzehnten. Eigentlich seit Jahrhunderten. Die marginalisierten Gruppen müssen sich jedes bisschen an Gleichberechtigung erkämpfen. Jedes. Kleine. Bisschen. Frauen mussten kämpfen, um als Person anerkannt zu werden. Frauen mussten kämpfen, um eine Vergewaltigung verklagen zu können. Frauen mussten kämpfen, um sich von tätigen Ehemännern scheiden lassen zu können. Frauen mussten kämpfen, um lernen zu dürfen. Frauen mussten kämpfen, um wählen zu dürfen. Frauen mussten kämpfen um arbeiten und studieren zu dürfen. Jedes Mal wurde ihnen gesagt: "Ach, du darfst aber doch schon [insert letzte Errungenschaft hier], jetzt stell dich nicht so an." Jedes Mal wurde ihnen gesagt, dass sie übertreiben, dass sie sich nicht so anstellen sollen, dass es immer so war.


    Diese Diskussion zum Thema sexuelle Gewalt, sexuelle Belästigung, Übergriffe, Sterblichkeit usw. haben wir nicht erst seit gestern. Auf YouTube finden sich Fernsehberichte, Aufklärungsvideos usw. aus den 80ern, aus den 90ern, aus den frühen 2000ern. Das ist keine neue Diskussion. Das ist kein neues Thema. Die Sache, die in den USA gerade mit Kavanaugh passiert ist 1991 genau so bereits passiert. Damals war es ein Demokrat und ein schwarzer Mann, aber es ist dennoch effektiv genau dieselbe Geschichte. Bevor wir #MeToo hatten, hatten wir #Aufschrei. Und was passiert jedes Mal, wenn so etwas ist? Wird über Gesetzesänderungen diskutiert? Wird etwas geändert? Kaum bis gar nicht.


    Was passiert, wenn eine Frau vergewaltigt wird und darüber redet? Ich sage euch, was passiert. Dann kommen solche Antworten: "Warst du betrunken?", "Was hast du dabei getragen?", "Bist du dir auch sicher?", "Aber du hattest doch schon einmal mit ihm Sex?", "Ach, das hat der nicht so gemeint!", "Das sagst du nur, weil der dir mal einen Korb gegeben hat!", "Das erfindest du bloß!", "Willst du das wirklich zur Anzeige bringen? Du machst ihm damit doch die ganze Karriere kaputt!" und natürlich: "Nicht alle Männer!!!"


    Anstatt Frauen zuzuhören, anstatt zu versuchen die Umstände zu verbessern, anstatt sich für mehr Schutz für Frauen einzusetzen oder beispielsweise auch selbst einmal etwas zu sagen, wenn man merkt, dass der eigene Kumpel, Arbeitskollege oder, ja, auch ein Professor oder Vorgesetzter Frauen zu sehr auf die Pelle rückt, ohne Einvernehmen irgendwie berührt, ein nein nicht akzeptiert oder permanent mit rüden Sprüchen anmacht, wird lieber sofort "NICHT ALLE MÄNNER!!!!" gerufen, sobald eine betroffene Frau etwas sagt. Aber genau dadurch sind diese Männer teil des Problems. Sie könnten etwas sagen. Wenn ihnen etwas daran liegen würde, das Problem aus der Welt zu schaffen, würden sie etwas sagen. Aber sie sagen es nicht. Sie sind lieber still, drehen metaphorisch (und manchmal nicht mal metaphorisch) gesprochen auf der Party lieber die Musik auf, wenn die Frau um Hilfe schreit, anstatt den Kumpel davon abzuhalten, sie zu vergewaltigen, nur um dann später zu sagen, dass SIE garantiert nichts damit zu tun hatten.


    Aber sie hatten etwas damit zu tun. Sie wären in einer Situation gewesen, das ganze zu unterbinden. Ja, selbst wenn ein Vorgesetzter auf der Arbeit so etwas tut, ist der männliche Kollege eher in einer Situation etwas zu unterbinden. Weil er ein Privileg hat. Er ist ein Mann. Man wird ihm eher zuhören, als der betroffenen Kollegin. Man wird ihm vor allem eher glauben.


    Wir reden nicht erst seit vorgestern darüber. Aber die Antworten haben sich nicht geändert. Seit #metoo ist ein wenig Bewegung in diese Geschichte gekommen, aber nicht genug. Zumindest sind nun mehr Opfer (Frauen und Männer) etwas sicherer darin, offen darüber zu sprechen, was ihnen passiert ist. Über sexuelle Übergriffe. Über sexuelle Belästigung. Aber die Reaktionen? Nun, siehe oben. Und dann wird sich darüber beschwert, dass die armen, armen Männer ja jetzt ständig in der Angst leben müssten, wegen sexueller Belästigung angezeigt zu werden. OH MEIN GOTT. Wie schlimm! Die armen, armen Männer.


    Ja, nein, Bullshit. Es kommt immer noch kaum zu Falschanzeigen. Stattdessen werden die wenigsten tatsächlichen Übergriffe, Vergewaltigungen und Belästigungen angezeigt. Weil Mädchen beigebracht wird, dass es ihre Schuld ist. Weil Mädchen, gesagt wird, dass man ihnen eh nicht glaubt. Weil Mädchen Angst haben müssen.


    Vor fünf Wochen wurde eine Freundin von mir in Hamburg vergewaltigt. Von einem ihrer Exfreunde. Die Polizei hat sich geweigert, die Anzeige entgegen zu nehmen, nachdem man sie ausgefragt hat und sie eingestanden hat, dass sie mit besagtem Exfreund eine Woche vorher einvernehmlichen Sex gehabt hatte. Dann könne das hier ja keine Vergewaltigung gewesen sein. Keine Pointe. Ich kenne allein in meinem Freundeskreis diverse Beispiele davon.


    Die ganze Diskussion ist einfach nur absurd. Seit Jahren sitzen wir da: "Hey, Frauen müssen ständig mit sexueller Belästigung leben. Können wir dagegen mal was machen?" - "Ach, das ist nicht so gemeint." - "Du, mir hat jemand ungefragt an die Brüste gefasst." - "Ach, jetzt mach daraus nicht so ein Drama." - "Ich wurde gerade ernsthaft von deinem Kumpel vergewaltigt." - "Aber eigentlich ist er doch ein guter Kerl!" - "Fuck, das Arsch hat eben versucht mich umzubringen!" - "Aber deswegen sind doch noch nicht alle Männer ..." - "Weißt du was? Doch! Du bist genau so ein Teil des Problems. Men are trash!" - "Wenn du mir mit Vorurteilen begegnest, musst du dich nicht wundern, wenn dir niemand zuhört! Selbst Schuld!!!!"


    Lässt sich übrigens so und ähnlich auf Rassismus und sämtliche Formen der Queerfeindlichkeit, aber auch Ableismus übertragen.


    Wir haben die Diskussion nicht erst seit gestern, aber an den Statistiken hat sich kaum etwas geändert, während viele Männer damit beschäftigt sind, Frauen zu erzählen, dass sie selbst ja keine Vergewaltiger sind (Kudos dafür, es gehört schon einiges dazu, Frauen nicht zu vergewaltigen! Seid stolz drauf!!!), während sie aber auch meinen ihnen sagen zu müssen, sich anständiger anzuziehen und weniger trinken und besser nachts nicht allein nach Hause gehen zu wollen.


    Ich wünschte, dass der Genderpaygab unser größtes Problem ist. Aber das ist nicht unser größtes Problem. Unser Problem ist, dass viele Frauen Angst haben nachts allein nach Hause zu gehen. Dass Vergewaltigungen nur sehr, sehr selten zu Verurteilungen führen. Dass Mädchen beigebracht wird, was sie alles tun müssen, um nicht vergewaltigt zu werden, als sei das ihre Verantwortung. Dass Frauen das Recht abgesagt wird, über ihren eigenen Körper zu entscheiden.


    Das Problem ist, dass es ein Machtungleichgewicht gibt. Dass mehr als genug Männer glauben, ihnen stünde ein Recht zu, mit Frauen Sex zu haben. Dass Männer meinen, rüde Witze seien okay und wer sich darüber beschwert, sei empfindlich.


    Und nein, das Problem ist nicht der einzelne Mann. Das Problem ist nicht die einzelne Vergewaltigung, die einzelne Beleidigung, der einzelne Übergriff. Das Problem ist die Gesellschaft, die sozialen Strukturen, die dahinterliegen. Das Problem ist das Muster, dass sich ergibt. Die Struktur. Deswegen ist es ein Strukturelles Problem und deswegen bringt es auch nichts, bloß die Individuen anzuklagen. Denn das vermittelt den Eindruck, dass es ein individuelles Problem sei. Und das ist es nicht. Es ist gesellschaftlich. Es betrifft jeden.


    Dieser kleine Comic fasst es sehr gut zusammen.



    Wie in dem anderen Topic gesagt, ist es einem in erster Linie die strukturelle Ebene egal. Du bist einfach als Individuum betroffen, von jemand anderen, der dich privat angreift. Alles andere, auch strukturelle Benachteilung und Sexismus, kommt erst auf der zweiten Ebene.

    Die strukturelle Ebene darf aber nicht egal sein. Solange die strukturelle Ebene nicht durchbrochen und verbessert wird, solange wird sich auch die individuelle Ebene nicht ändern.


    Ich fand am Anfang diese #menaretrash Aussage auch problematisch, aber ich habe mich mit den Hintergründen beschäftigt und ich verstehe es mittlerweile. Und unterschreibe es auch. Denn es zeigt das Problem an der Sache, genau so wie die Tatsache, weiße als Kartoffeln zu bezeichnen. Wer sich lieber über #manaretrash und Kartoffeln aufregt, versteht den Kern des Problems nicht.


    Was ist schlimmer? Im Internet lesen zu müssen #menaretrash oder jeden Tag mit der Angst vergewaltigt werden zu werden leben zu müssen? Was ist schlimmer? #menaretrash oder die Gewalt, die viele Männer jeden Tag an Frauen verüben? Was ist schlimmer? #menaretrash oder die Tatsache, dass in einigen Ländern mehr als die Hälfte aller Frauen regelmäßig sexualisierte Gewalt erfahren?


    #menaretrash hat damit zu tun, dass auch vermeintlich progressive, sich selbst links einordnende Männer, die meinen für Frauenrechte einzustehen, sich im Zweifel doch auf die Seite anderer Männer stellen. Es hat mit Himpathy zu tun. Mit Doppelstandards gegenüber Frauen, die auch diese Männer unterstützen. Es hat mit Männern zu tun, die sich zwar empathisch zeigen, am Ende aber doch meinen, dass frau besser aufpassen solle, dass sie nicht zu viel trinkt oder zu wenig trägt. Es hat mit Männern zu tun, die sagen, man würde die falschen Schwerpunkte setzen, wenn man sich über Objektivizierung von Frauen beklagt, die sagen, man sollte sich erst einmal darum kümmern, dass keine Frauen in Afrika mehr beschnitten werden und wir erst dann über das "kleine Bisschen Unterschied im Westen" reden können. Es hat damit zu tun, dass die USA einen Präsidenten haben, der öffentlich damit angegeben hat, Frauen zu vergewaltigen, dass dort ein neuer Supreme Justice erhoben wird, der wahrscheinlich mehrfach versucht hat, Frauen zu vergewaltigen, es vielleicht sogar mehrfach tatsächlich getan hat, damit, dass Deutschland einen verfickten Innenminister hat, der lange Zeit vertreten hat, dass ein Ehemann seine Ehefrau nicht vergewaltigen könnte, damit, dass die Wahrscheinlichkeit, dass eine Frau unter der Behandlung eines männlichen Arztes stirbt, um ein vielfaches steigt, damit, dass Frauen weltweit der Zugang zu Verhütung schwer gemacht, gleichzeitig aber in ihre Verantwortung gegeben wird, damit, dass Männer noch immer glauben, die Körper von Frauen kontrollieren zu müssen.


    Der individuelle Sexismus ist nicht das Problem. Mit individuellem Sexismus käme jeder klar. Manche Leute haben Vorurteile gegenüber Leute mit blauen Augen, gegenüber bestimmten Berufsgruppen, gegenüber was auch immer. Damit kommt man klar. Ja, es mag für den Moment doof sein, aber das ist es eben: Ein momentaner Zustand. Wenn dich jemand aus irgendwelchen Gründen scheiße behandelt, dann kommst du damit klar. Du kannst der Person aus dem Weg gehen. Strukturelle Probleme sind jedoch anders. Strukturelle Probleme bedeuten, dass du egal, wo du hingehst, damit rechnen musst, selbst bei Leuten, die vorgeben, sich für deine Rechte einzusetzen. Strukturelle Probleme heißen, dass Betroffene (vor allem diejenigen, die doppelt betroffen sind, wie women of color) immer wieder Angst haben müssen.


    Solche Faktoren sind vll. für manche verstärkend, aber kein Auslöser.

    Bei dir ist alles die Umwelt, Bastet. Aber a) ist das so nicht richtig und b) wird auch die Umwelt von Medien beeinflusst.


    Zuerst einmal: Bezüglich der Objektivizierung von Frauen und dem Gewaltfaktor: Es gibt zwei unabhängige Studien, eine aus den UK, eine aus Schweden, die genau das untersucht haben und zu dem Ergebnis gekommen sind, dass diese Medien JEDEN Mann beeinflussen, unabhängig davon, ob dieser für oder gegen Frauen und Frauenrechte ist.


    Beide Studien sind ähnlich vorgegangen: Sie haben Testgruppen aus verschiedenen Hintergründen und verschiedenen politischen Ansichten genommen und im Rahmen des Versuchs für mehrere Wochen deren Mediendiät verändert. Die einen haben eben Medien konsumiert, die vorrangig Frauen Objektivizieren, die anderen welche, die das eben nicht tun. Die Reaktionen waren in beiden Studien recht deutlich: Die Männer, die die objektivizierten Medien konsumiert hatten, haben am Ende weniger Empathie gegenüber Frauen gezeigt.


    Und es muss nicht einmal lang sein. Es gab ebenso eine weitere Studie in den UK, in denen Leuten (Männern, wie Frauen) Bilder von Frauen gezeigt wurden. Die einen normal, die anderen objektiviziert. Dann wurden ihnen Szenen gezeigt, in denen diese Frauen angegriffen wurden. Bei den Frauen, die vorher objektiviziert dargestellt worden waren, wurde der Angriff viel häufiger als "verdient" angesehen und hat weniger empathische Reaktion ausgelöst.


    Deswegen finde ich es auch sehr kritisch, wenn Leute, unabhängig davon, ob diese männlich oder weiblich, schwarz oder weiß sind, bevorzugt Medien konsumieren, die aus einem white-cishet-male gaze gemacht sind oder für einen solchen. Es hemmt die Empathie gegenüber anderen Gruppen. Es hemmt das Verständnis.


    Und da ist eben der Einfluss b). Auch die Umwelt konsumiert Medien. Das heißt Ideen, die von den Medien vermittelt werden, werden im Umfeld verstärkt, da oftmals ähnlich oder gleiche Medien konsumiert werden (einmal davon abgesehen, dass eben die meisten Medien von weißen Männern kontrolliert werden). Dann wird in den Medien ein bestimmter Look beworben und auch im Umfeld machen viele ihn nach. Weil jeder einzelne beeinflusst ist. Sicher, die einen mehr, die anderen weniger, aber dennoch ist jeder beeinflusst. Sicher, einige haben die eigene Stärke sich davon loszusagen, aber diese sind die Ausnahmen. Deswegen ist die Verantwortung der Medien so groß. Deswegen sind falsche Schönheitsideale in Medien so schädlich.


    Wenn du da die coolen 15-, 16jährigen "Mädchen" in der Klasse hast, die sich auf bestimmte Art Kleiden, andere Mädchen fatshamen, Make-Up tragen und darauf beharren, dass nur wer Label X trägt "cool" sein kann, glaubst du, dass haben die sich so ausgedacht? Nein, das haben sie aus den Medien. Und wenn ein etwas molliges Mädchen einer Freundin erzählt, dass sie endlich abnehmen will und die Freundin damit ihrer eigenen überflüssigen drei Kilo bewusst macht, glaubst du, dass macht sie aus böser Absicht? Nein, das macht sie, weil Gesellschaft und Medien ihr, genau so wie ihrer Freundin ein Bild, ein Ideal vermittelt haben.


    Es ist nicht so, als ob die Medien und Umwelt getrennt von einander existieren. Sie interagieren. Bewusst. Unterbewusst. Permanent. Gerade in unserer heutigen, modernen, von Medien durchsetzten Gesellschaft. Das eine geht nicht ohne das andere. Es ist eine Echokammer, ein Teufelskreislauf. Aber es ist unmöglich die eine Seite (die Umwelt) zu kontrollieren, weil sie zu weitläufig, zu facettenreich ist. Die Medien jedoch sind viel konkreter, diese lassen sich beeinflussen, um ein positiveres Bild zu formen. Deswegen haben sie die Verantwortung.


    Ja, jeder ist für sich selbst verantwortlich. Aber es ist moralisch nur angebracht, von denjenigen, die Millionen, Milliarden an der Gesellschaft verdienen, die eine riesige Reichweite und unglaublichen Einfluss haben, zu erwarten, entsprechend verantwortlich aufzutreten und zu agieren, Problemen entgegenzuwirken, anstatt diese zu verstärken.


    Ich würde ja zustimmen, wenn ich da nicht so viele cringey Dinge gesehen hätte. An sich mag da was Wahres dran sein, aber allgemeingültig ist es bestimmt nicht. ^^"

    Was für "cringey" Dinge?

    Ihr macht gerade bezüglich Female Gaze vs Male Gaze einen großen Fehler: Ihr denkt, dass diese gleich, nur geschlechtsverkehrt sind und daher dieselben Auswirkungen haben könnten. Etwas, dass allein durch die Gesellschaftsstruktur, selbst bei ähnlicher Objektivizierung nicht gegeben wäre.


    Denkt darüber einfach als Wishfullfillment. Was sind die Wishfullfillment-Fantasien, die an Frauen vermarktet werden? Was sind dagegen die Wishfullfillment-Fantasien, die an Männer vermarktet werden?


    Männer bekommen Machtfantasien serviert, in denen Frauen meist nur als Objekte der Eroberung oder um ihnen zur sexuellen Befriedigung dienen. In Filmen, die explizit an Männer gerichtet sind, gibt es nur ein paar Frauentypen: Die rehäugige Unschuldige, die gerettet wird. Die Frau, die vom Film eher als Mann dargestellt wird. Die Frau, die ebenfalls eher als Mann dargestellt wird, aber dabei über die Maßen sexualisiert ist. Die Mutter. Das Vergewaltigungsopfer, das Rache übt, dessen Vergewaltigung zuvor jedoch in jedem Detail dargestellt wird, damit sich der Zuschauer daran ergötzen kann. Wobei in den reinen Machtfantasien eher die ersten drei Typen vorkommen, vor allem Typ 1 und Typ 3, wobei Typ 3 oftmals antagonistisch ist und vom Helden "ihren Platz" gezeigt bekommt. Frauen sind selten mehr als ein Plotdevice, um den männlichen Helden anzuspornen. Gerade Typ 1 wird oft entführt und als Geisel gehalten. Wenn man ihr dabei etwas antut, tut man es nicht ihr an, sondern dem männlichen Helden, was der Film auch klar macht. (Wenn die Frau misshandelt wird, damit der Bösewicht dem Helden erzählen kann, was er ihr alles angetan hat und der Held dadurch mehr Antrieb bekommt.)



    Frauen bekommen meistens Fantasien serviert, die viel mehr auf dem emotionalen Spektrum stattfinden. Unabhängig davon, ob es Romanzen sind oder nicht (aber wenn es Wishfullfillment ist, kommen meistens zumindest romantische Aspekte mit vor). Emotionen und emotionale Entwicklung stehen im Vordergrund. Auch bei den männlichen Charaktere. Bei Filmen, die den Female Gaze bedienen (so wenige es auch sind) liegt ein deutlicher Schwerpunkt auf Gesicht und vor allem Augen. Auch der männlichen Charaktere. Das ist nicht besonders "objektivizierend".


    Dazu darf man halt nicht außer acht lassen, dass wir in einer Gesellschaft leben, wo die Macht noch immer auf der Seite der Männer liegt. Da ist wieder diese Sache mit "struktureller Sexismus" und "Warum Männer nie Sexismus auf die Art erfahren können, wir Frauen". Es gibt Studien über Studien, dass Männer, die sehr viel Medien, in denen Frauen rein objektiviziert vorkommen und vor allem auf ihre sexuellen Aspekte reduziert sind, tendenziell mehr und schneller zur Gewalt gegen Frauen neigen. Es gibt auch genug Studien, die zeigen, dass Konsumierung von solchen Medien Männer, wie Frauen weniger empathisch gegenüber Frauen werden lässt. Es führt dazu, dass sie bspw. weniger geneigt sind, Vergewaltigungsopfern zu glauben oder wenn eher die Schuld bei dem Opfer suchen (sie hätte ja nicht trinken sollen, sie hätte sich vernünftig anziehen können etc.). Bei Frauen führt der Konsum solcher Medien zudem zu einer erhöhten Neigung zu Depressionen.


    Wir leben in einer Gesellschaft, in der davon ausgegangen wird, dass 20 bis 30% aller Frauen bereits Erfahrungen mit Vergewaltigungen oder versuchten Vergewaltigungen gemacht haben, von denen nur die wenigsten zur Anzeige gebracht werden. Aus Angst vor Rache, aber vor allem auch aus Angst davor, dass ihnen nicht geglaubt wird oder sie für die Vergewaltigung geshamet werden. Wir leben in einer Gesellschaft mit dem Doppelstandard: "Sie hat getrunken. Muss sie sich nicht wundern, wenn das einer ausnutzt! Selbst Schuld. Er war betrunken? Dann konnte er doch gar nichts dafür, dass er sie vergewaltigt hat! Er hatte sich ja nicht unter Kontrolle!"


    Anders gesagt: Ich halte Objektivizierung von Menschen durch Medien für generell furchtbar, durch vorhandene, gesellschaftliche Strukturen jedoch die von Frauen als schlimmer, als die von Männern, die allerdings Frauen nicht einmal anspricht. Beim Female Gaze geht es allerdings mehr um eine Vermenschlichung, als eine Entmenschlichung.


    P.S.: Ist diese Sache mit "Male Gaze" -> Gefühlskalt, "Female Gaze" -> emotionalisierend auch eine Form von Sexismus? Ich würde sagen ja. Ich habe mir diese Begriffe und ihre Definition allerdings nicht ausgedacht. Also bitte greift jetzt nicht mich darüber an, dass sie euch nicht passen. ^^"


    P.P.S.: Zum Thema Frauen in Action Filmen hat Innuendo Studios vor ein paar Tagen eine wunderbare kleine Mini-Doku (mit 8 Teilen) gemacht unter dem Gesichtspunkt, wie Mad Max Fury Road die weiblichen Charaktere besser/Respektvoller darstellt, als man es üblicherweise sieht.


    Sunaki

    Ich habe gar nichts über meine persönliche Wertung geschrieben, sondern rein erklärt, was der Hintergrund an der Kritik ist und warum Muskelmänner nicht mit halbnackten Frauen gleichgesetzt werden können.

    Das Problem ist, dass es nicht beide "gleich" betrifft. Ja, in Spielen und Filmen laufen auch öfter Kerle mit muskulösem, freien Oberkörper herum, aber catern diese genau so wie die objektivizierten Frauen dem "Male Gaze". Während die übermäßig sexualisierten weiblichen Charaktere beim angenommen heterosexuellem männlichen Publikum die Reaktion "Geil! *sabber*" auslösen sollen, sollen die Muskelmänner beim selben Publikum ein "So cool bin ich, wenn ich den Charakter spiele" vermitteln. Es ist einer Machtfantasie, die sich an Männer richtet. In Filmen, Spielen und Comics.


    Wenn in einem Actionfilm die Workout Routine des männlichen Hauptcharakters gezeigt, bei der er schwitzt, am Ende sein verschwitztes Shirt auszieht und die Kamera dann seine Muskeln zeigt, wird das auf eine Art getan, die einem männlichen Publikum gefällt.


    Es gibt sehr wenig sexualisierte Männerdarstellung in westlichen Medien, die vor allem den "female gaze" bedienen, also das ganze umdrehen. Der erste (und ausschließlich der erste) 50 Shades Film ist so ziemlich das einzige Beispiel, was mir aus dem Stehgreif einfällt. Nein, kein guter Film, aber eben einer der sehr wenigen, die den Female Gaze bedienen. Das liegt vorrangig daran, dass am Ende auch Produzenten, die überdurchschnittlich männlich sind, ein Wort beim Finalen Schnitt mitzusprechen haben, und sie sich bei Szenen, die Männer auf eine Art darstellen, die den Female Gaze bedienen, sich genau so unwohl fühlen, wie viele Frauen eben bei der Frauendarstellung im Male Gaze. Deswegen fliegen solche Szenen oftmals auch bei Filmen, in deren Produktion ansonsten vorrangig Frauen aktiv sind (aka weibliche Autorin, weibliche Regisseurin, Kamerafrau etc.)


    Ansonsten sind Yosei-Manga so ziemlich das einzige, was mir einfällt, wo man immer mal wieder Männerdarstellungen nach Female Gaze findet. Na ja, und Mad Max Fury Road. So ein wenig. Also Miller ist immer noch ein Mann, er hatte einen Kameramann, aber er hat es wirklich, wirklich versucht.


    Lindsay Ellis hat dazu eine Reihe schöner Videos im Rahmen ihrer "Whole Plate" Reihe auf YouTube hochgeladen. Sehr zu empfehlen. (Ich kann es leider gerade nicht verlinken, da ich mobil online bin.) Wobei Foldable Humans Review zum ersten 50 Shades Film dahingehend auch ein paar sehr gute Punkte aufgreift.

    Auf was spielst du gerade an?

    Er spielt, behaupte ich einmal, über die (einmal wieder neuen) Missbrauchsvorwürfe gegen Priester und Nonnen der katholischen Kirche an, die aber dank Kirchensonderrecht nicht normal richterlich behandelt werden können.


    Die katholische Kirche macht immer wieder von diesem Sonderrecht gebrauch, um "Strafen" gegen Verbrecher aus eigenen Reihen (von Steuerhinterziehern hin zu Leuten, die Kinder misshandelt und vergewaltigt haben) auszuüben, die oftmals gering ausfallen, wenn es sie überhaupt ging. Selten kommt ein Priester für Kindesmissbrauch in Deutschland ins Gefängnis.

    Was haltet ihr von der Netflix Avatar Liveaction Ankündigung?


    Für mich sollten manche Sachen einfach in animierter Form bleiben, da ich es mir nicht vorstellen kann, dass die neue Serie der alten Serie in irgendeiner Hinsicht gerecht werden kann. Eine schöne einfache Serie, vllt im Stil von Avatar Wans Rückblick, die die Story der Comics aufgreift hätte mich sofort überzeugen können.

    Sagen wir es mal so: Etwas neues wäre mir lieber gewesen. Ich will wissen, wie die Avatar Welt sich weiter entwickelt. Ich will neue Charaktere sehen.


    Auf der anderen Seite freut es mich zu hören, eventuell noch eine reale Adaption zu sehen, die nicht white washed ist.

    Gruppe #09


    Stolz und Vorurteil (2005)

    Nói Albínói (2003)

    Ghostbusters (1984)

    Roter Drache (2002)

    Triangle - Die Angst kommt in Wellen (2009)

    Armageddon (1998)

    Mamma Mia - Here We Go Again (2018)

    Die Kinder des Monsieur Mathieu (2004)

    Citizen Kane (1941)

    Furyo – Merry Christmas, Mr. Lawrence (1983)

    The Fast and the Furious (2001)

    Harry Potter und die Heiligtümer des Todes I (2010)

    Jurassic Park (1993)

    The Lego Movie (2014)

    Alles Steht Kopf (2015)

    The Dark Knight (2008)




    Gruppe #10


    Die purpurnen Flüsse 2 - Die Engel der Apokalypse (2004)

    Harry Potter und der Orden des Phönix (2007)

    American Psycho (2000)

    Das Streben nach Glück (2008)

    Der Fuehrer's Face (1943)

    Adams Äpfel (2005)

    Elling (2001)

    Avengers: Age of Ultron (2015)

    Gefährten (2011)

    Black Panther (2018)

    Suicide Squad (2016)

    Super 8 (2011)

    Insidious (2010)

    Last Samurai (2003)

    Willkommen bei den Sh'tis (2008)

    Terminator 2 (1991)

    Zurück in die Zukunft (1985)




    Gruppe #11


    Der Club der toten Dichter (1990)

    Herr der Ringe - Die zwei Türme (2002)

    Zoomania (2016)

    Guardians of the Galaxy (2014)

    Honig im Kopf (2014)

    Adaption - Der Orchideendieb (2002)

    Crimson Peak (2015)

    No Country for Old Men (2007)

    300 (2006)

    X-Men (2000)

    Tucker and Dale vs. Evil (2011)

    2012 (2009)

    Das Leben ist schön (1997)

    ted (2012)

    Three Billboards Outside Ebbing, Missouri (2017)

    Kung Fu Panda 2 (2011)

    Inception (2010)




    Gruppe #12


    Tarzan (1999)

    Die Liebe seines Lebens – The Railway Man (2013)

    The Transporter (2002)

    The Scorpion King (2002)

    Fluch der Karibik 2 - Dead Man's Chest (2006)

    Die fabelhafte Welt der Amélie (2001)

    Crank (2006)

    Darkest Hour (2011)

    Braveheart (1995)

    Transformers (2007)

    2001: Eine Odyssee im Weltraum (1968)

    Kevin allein zu Haus (1990)

    Leg dich nicht mit Zohan an (2008)

    Es (2017)

    Harry Potter und der Stein der Weisen (2001)

    96 Hours (2008)

    Shutter Island (2010)




    Gruppe #13


    Das Beste kommt zum Schluss (2007)

    Doppelmord (1999)

    Der Soldat James Ryan (1998)

    Michael Collins (1996)

    Shining (1980)

    Robin Hood - König der Diebe (1991)

    Höhere Gewalt (Schweden, 2014)

    Die Bourne Verschwörung (2004)

    John Wick (2014)

    Oldboy (2003)

    Toy Story 2 (1999)

    Stand by Me – Das Geheimnis eines Sommers (1986)

    Zwielicht (1996)

    American Beauty (1999)

    Mad Max: Fury Road (2015)

    Der SpongeBob Schwammkopf Film (2004)

    Whiplash (2014)




    Gruppe #14


    Star Wars Episode V - Das Imperium schlägt zurück (1980)

    Die Truman Show (1998)

    Watership Down (1978)

    Mulan (1998)

    Ein kurzer Film über das Töten (1988)

    7 Minuten nach Mitternacht (2016)

    Con Air (1997)

    Creep (2014)

    Iron Man 3 (2013)

    Public Enemies (2009)

    Nightmare Before Christmas (1993)

    Spider-Man 3 (2007)

    Zwei glorreiche Halunken (1966)

    Findet Nemo (2003)

    Deadpool (2016)

    Spirit, der wilde Mustang (2002)

    Harry Potter und der Gefangene von Askaban (2004) (ist der gerade doppelt drin)




    Gruppe #15


    Die Mumie (1999)

    Aliens (1986)

    Megamind (2010)

    Cloud Atlas (2012)

    Die Tribute von Panem - Mockingjay Teil 2 (2015)

    Der Marsianer - Rettet Mark Watney (2015)

    Australia (2008)

    Hardcore (2015)

    Captain Phillips (2013)

    Sweeney Todd – Der teuflische Barbier aus der Fleet Street (2007)

    The Bone Collector (1999)

    The Hateful Eight (2015)

    Coraline (2009)

    Sieben (1995)

    Fluch der Karibik (2003)

    Harry Potter und der Halbblutprinz (2009)

    Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs (2003)




    Gruppe #16


    Blade Runner (1982)

    Mein Essen mit André (1981)

    Stirb langsam (1988)

    Valerian - Die Stadt der tausend Planeten (2017)

    REC (2007)

    Zimmer 1408 (2007)

    Logan (2017)

    I Am Legend (2007)

    Freitag der 13. (2009)

    Mrs. Doubtfire (1993)

    Pitch Perfect (2012)

    Sharknado (2013)

    Requiem for a Dream (2000)

    Matrix (1999)

    The Green Mile (1999)

    Ich kann nun endlich ein Update posten, meine Lieben!


    Das Buch ist jetzt (vor)bestellbar, bzw. wirklich bestellbar.



    Zur Erklärung: Aktuell sind ein paar Bücher aus dem Testdruck für Rezensenten bestellbar oder ihr könnt euch für die Leserunde auf Lovely Books bewerben, für die auch kostenlose Exemplare herausgegeben werden!


    (Zu den Exemplaren: Es sind Testdrucke, weshalb zwei, drei kleine Satzfehler da drin sind. Es haben sich beim Satz ein paar Leerzeilen eingeschlichen, die da nicht sollen, englische Wörter sind am Zeilenende manchmal falsch getrennt und ein Kapitelanfang hat das Programm ebenso nicht erwischt.)


    Sunaki   Thrawn und Aprikose haben ja gestern bereits eine Privatnachricht von mir dazu bekommen. Wenn sie wollen und bereit sind bei Lovely Books und später auch auf Amazon eine kurze Review von der Geschichte zu schreiben :)


    Auf Amazon und für Thalia sollten die Bücher auch relativ bald Bestellbar sein. Für alle anderen Interessierten hier die ISBN-Nummern



    • ISBN-13: 978-3-96350-011-4 (Print)
    • ISBN-13: 978-3-96350-611-6 (epub)
    • ISBN-13: 978-3-96350-311-5 (pdf)

    Gruppe #01

    Otto’s Eleven (2010)

    Die Götter müssen verrückt sein (1980)

    Paranormal Activity (2007)

    Memento (2000)

    Oben (2009)

    Emil und die Detektive (1931)

    The Rocky Horror Picture Show (1975)

    Split (2016)

    Jurassic World 2 (2018)

    Guardians of the Galaxy Vol. 2 (2017)

    Drachenzähmen leicht gemacht 2 (2014)

    Der Pate (1972)

    Mr. und Mrs. Smith (2005)

    Greatest Showman (2017)

    From Hell (2001)

    Der große Diktator (1940)

    Avengers: Infinity War (2018)


    Gruppe #02

    Die üblichen Verdächtigen (1995)

    Reservoir Dogs (1992)

    The Great Gatsby (2013)

    Master and Commander (2003)

    Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2 (2011)

    Hangover 2 (2011)

    The Conjuring 2 (2016)

    Deadpool 2 (2018)

    Tschitti Tschitti Bäng Bäng (1968)

    Her (2013)

    Der letzte Kaiser (1987)

    Taxi Driver (1976)

    Batman v Superman: Dawn of Justice (2016)

    Auf der Flucht (1993)

    Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind (2016)

    BAYMAX (2014)

    Shrek - Der tollkühne Held (2001)


    Gruppe #03

    Der Bodyguard (1992)

    The Game (1997)

    Die purpurnen Flüsse (2000)

    Hotel Ruanda (2004)

    Don't Breathe (2016)

    James Bond: Casino Royale (2006)

    Avatar - Aufbruch nach Pandora (2009)

    Der Maschinist (2004)

    Hotel Transilvanien 3 - Ein Monster Urlaub (2018)

    Hannibal (2001)

    Gran Torino (2008)

    Hachiko - Eine wunderbare Freundschaft (2009)

    The Wolf of Wallstreet (2013)

    Prisoners (2013)

    Django Unchained (2013)

    Apocalypse Now (1979)

    Der König der Löwen (1994)


    Gruppe #04

    Das Leben der Anderen (2006)

    Die Ritter der Kokosnuss (1975)

    Die Perle der Borgia (1944)

    The Sound of Music (1965)

    Spider-Man 1 (2002)

    Die Tribute von Panem - Catching Fire (2013)

    Hugo Cabret (2011)

    The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben (2014)

    Die Unglaublichen – The Incredibles (2004)

    Catch Me If You Can (2002)

    The Hobbit 2 (2013)

    11:14 (2003)

    Ich - Einfach unverbesserlich (2010)

    Der Gigant aus dem All (1999)

    Der Herr der Ringe - Die Gefährten (2001)

    Titanic (1997)

    Fight Club (1999)


    Gruppe #05

    Victoria (2015)

    The Accountant (2016)

    Lilo & Stitch (2002)

    Rogue One - A Star Wars Story (2016)

    Bambi (1942)

    Die letzte Festung (2001)

    Wall-E (2008)

    Der Untergang (2004)

    Hot Fuzz (2007) (!!!!!!!)

    Die Tribute von Panem - Mockingjay Teil 1 (2014)

    The Prestige (2006)

    Tatsächlich… Liebe (2003)

    Pans Labyrinth (2006)

    Sieben Leben (2008)

    Pulp Fiction (1994)

    Die Verurteilten (1994)


    Gruppe #06

    Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben (1964)

    The Social Network (2008)

    King Kong (2005)

    Godzilla (2014)

    Love, Simon ( 2018 )

    Rapunzel - Neu verföhnt (2010)

    Ex Machina (2015)

    Wunder (2017)

    Rush Hour 3 (2007)

    Snowpiercer (2013)

    La La Land (2016)

    Der 200 Jahre Mann (1999)

    Chronicles of the After School Wars (2018

    Das Leben des Brian (1979)

    Die Tribute von Panem - The Hunger Games (2012)

    Das letzte Einhorn (1982)

    Interstellar (2014)



    Gruppe #07

    The Conjuring (2013)

    Hass (1995)

    Jäger des verlorenen Schatzes (1981)

    Circle (2015)

    Der kleine Lord (1980)

    Pearl Harbor (2001)

    Call Me by Your Name (2017)

    Erin Brockovich (2000)

    Das Boot (1981)

    The Hobbit 1 (2012)

    Fluch der Karibik 3 - Am Ende der Welt (2007)

    Persepolis (2007)

    The Big Sick (2017)

    Doctor Strange (2016)

    Forrest Gump (1994)

    Troja (2004)

    Black Swan (2010)


    Gruppe #08

    Das Dschungelbuch (1967)

    Das Schweigen der Lämmer (1991)

    Intouchables (2011)

    Oz- eine fantastische Welt (1985)

    Uhrwerk Orange (1971)

    Blade Runner 2049 (2017)

    The Skeleton Dance (1929)

    Tanz der Teufel (1981)

    Werner Beinhart! (1990)

    Vielleicht lieber morgen (2012)

    Psycho (1960)

    Der Pate 2 (1974)

    Gesetz der Rache (2009)

    Léon - Der Profi (1994)

    Schindlers Liste (1994)

    Drachenzähmen leicht gemacht (2010)

    andererseits kann ich mir nicht vorstellen, dass man mit zehn Jahren nicht weiß, was man da tut.

    Nektarine kann mit Pädagogik sicher mehr dazu sagen. Aber die Sache ist: Das Jugendstrafrecht ist nicht ohne Grund so. In dem Alter fehlt vielen (nicht allen, aber vielen Kindern) oft noch eine Vorstellung von Konsequenzen und vor anderem von den anhaltenden Konsequenzen.


    Ich habe mich einmal ein wenig mit der Psyche von den Fällen junger Mörder beschäftigt und da ist es fast immer so, dass diesen oft ein wirkliches Verständnis fehlt, was Tod heißt. Das ist aus erwachsener Sicht sehr schwer zu verstehen und nachzuvollziehen. Ich tue mich selbst damit schwer es nachzuvollziehen, auch wenn ich faktisch weiß, dass es so ist.

    Koppel dieses mangelnde Verständnis von Langzeitfolgen mit einer gehemmten Empathie (bspw. durch eigenes Trauma oder bestimmte psychische Erkrankungen) und du hast halt Kinder, die Gewaltverbrechen begehen und nicht verstehen können, warum das schlecht ist.


    Deswegen ist das Jugendstrafrecht so aufgebaut. Diese Regelungen bauen vor allem darauf auf, ob Kinder/Jugendliche dabei die Konsequenzen verstehen können. Es geht nicht darum, dass sie wissen, dass sie was sie tun nicht dürfen, sondern darum, dass sie verstehen, was die Konsequenzen sind und warum das so ist.

    Zum Glück. Wären alle Drogen in der Schweiz legal, dann würden sich Europaweit Leute von Schweizern die Drogen abkaufen und das Zeug wird dann Europaweit weiter gegeben.

    Kann gar nicht, durch die Art, wie die Zentren funktionieren.

    Schau dir doch bitte das Video an. Es ist sehr informativ und könnte dir einiges klar machen.

    Also Kokain wieder legalisieren? Meth auch, Ecstasy und natürlich die klassische Droge Heroin. Warum ist es besser wenn man alle Drogen legalisieren würde?

    Nein. Entkriminalisieren. Das ist etwas anderes, als Legalisieren.


    Es gibt Länder, wie die Schweiz (meines Wissens), wo man Drogenbesitz, nicht aber den Verkauf entkriminalisiert hat. Drogenabhängige können ihre Drogen dort von bestimmten Zentren bekommen, wo sie diese auch in einem sicheren, betreuten Umfeld einnehmen können und zudem Ansprechpartner haben, die ihnen helfen können, von den Drogen loszukommen.


    Das ganze sorgt dafür, dass die Zahl der Drogentode, aber auch der Drogenabhängigen zurückgegangen ist und das organisierte Verbrechen ein wichtiges Standbein verloren hat.


    Ach ja, und es spart dem Staat auch noch Geld! Ganz nebenbei.


    Aber allein schon die Legalisierung von Cannabis in Europa und den USA würde den Mafias einen enormen wirtschaftlichen Schaden zufügen. Mehr, als man es mit Gewalt je tun könnte.



    Dieses Video erklärt es perfekt:



    Ich bin aus diesen Gründen auch eher gegen eine Legalisierung von Cannabis, eben weil ich denke, dass Alkohol und Tabak dahingehend schon genug sind.

    Das sehe ich weiterhin als eine sehr problematische Aussage. Aus so vielen Gründen. Zum einen hat Cannabis einen ganz anderen Effekt und weniger Gefahren beim Konsum. Zum anderen bleibt es eine Tatsache, dass man mit einer weitreichenden Legalisierung von Cannabis (nicht nur bei uns, sondern international) dem organisierten Verbrechen massiv schaden könnte. (Noch besser ginge das natürlich mit einer gesamten Entkriminalisierung (=/= Legalisierung) sämtlicher Drogen, wie bspw. in der Schweiz.)

    Natürlich wird den Besorgten Bürgern gerne zugehört. Die ganze Zeit wird über deren "Sorgen" berichtet. Medien spielen denen die ganze Zeit zu. Worüber wird denn berichtet? Über ihre Sorgen, nicht die Sorgen vom Rest von Deutschland.


    Merkt man jetzt auch. CNN, BBC, andere sind vor Ort gewesen. MDR? Hat sich nicht einrichten lassen. Der ARD hat auf Twitter vorhin verkündet, dass sie keinen Grund für einen Brennpunkt zum Naziterror sehen. Gäbe doch keinen Informationsbedarf, sagen sie. Während der G20 Ausschreitungen sah man es derweil für gegeben an, drei Tage hintereinander einen Brennpunkt zu senden. Ähnliches vor zwei Jahren bei Silvesternacht Köln.


    Den "Sorgen" der Wutbürger wird überall eine Plattform gegeben. Allen anderen Sorgen? Unwichtig. Offenbar. Sagt das öffentliche rechtliche Fernsehen und wenn wir so schauen (Pflegenotstand, Kinderarmut etc. vs Flüchtlingsfrage) die Politiker auch.