Beiträge von Alaiya

    Arrior : Stimmt, das kommt erschwerend hinzu.


    Es bleibt nur zu hoffen, dass Labour einen neuen Vorsitz wählt. Corbyn ist halt immer unbeliebter.


    Wobei ich mich langsam auch frage, ob der "United" Kram im Kingdom noch zu retten ist. Ich meine, Schottland hat mehr und mehr Freiheitsbestrebungen.

    Es steht kein einziges Termin für ein 2.Referendum oder zu Neuwahlen. Wieso also verlängern? Sie können 24 Stunden lang reden, sie werden mit nichts einig außer, dass man keinen harten Brexit möchtet. Aber da sie sich sonst nicht einig werden, kommt der harte Brexit ungewollt.

    Das habe ich dir doch schon erklärt: Termine für Neuwahlen machen erst NACH der Verlängerung Sinn, da eine Snap Election nun einmal das Parlament bis dahin auflösen würde.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass es bei einer Verlängerung Neuwahlen gibt. Gibt ja auch keine Garantie dazu. Am Ende reden sie wieder nur um die Brexit Pläne. Ich finde das schon echt lächerlich was da in Großbritannien abgeht. Kommen auf keinen gemeinsamen Nenner.

    Es wird aber irgendetwas geben, da das aktuelle Parlament dank Minderheitsregierung nicht Handelsfähig ist. Deswegen wird es sehr wahrscheinlich Neuwahlen geben - und evtl. dann ein neues Referendum. Aber zweiteres setzt beinahe zwangsweise ersteres voraus.

    Es steht kein einziges Termin für ein 2.Referendum oder zu Neuwahlen. Wieso also verlängern? Sie können 24 Stunden lang reden, sie werden mit nichts einig außer, dass man keinen harten Brexit möchtet. Aber da sie sich sonst nicht einig werden, kommt der harte Brexit ungewollt.

    Das habe ich dir doch schon erklärt: Termine für Neuwahlen machen erst NACH der Verlängerung Sinn, da eine Snap Election nun einmal das Parlament bis dahin auflösen würde.

    Ich finde dieses "Kompromisse sind so wichtig" gerade im politischen Rahmen übrigens brandgefährlich. Denn wenn man schaut wie politische Forderungen aussehen können, dann ist klar, dass Kompromisse eben schädlich sein können.


    Jetzt aktuelles Beispiel: Klimawandel. Es wird seit 40 Jahren davor gewarnt. Es wird seit 40 Jahren von der Seite der Wissenschaft gefordert, dass man Lösungen findet, dass stärker kontrolliert wird, dass mehr gemacht wird. Es wurde nicht gemacht. Warum? Weil man "Kompromisse" gesucht hat zwischen der Wissenschaft und den wirtschaftlichen Interessen von einigen großen Firmen. Aber Kompromisse halten den Klimawandel nicht auf. Bestenfalls verzögern sie ihn ein wenig.


    Und genau das ist der Aspekt: Soll man einen "Kompromiss" in einer Diskussion finden, in der es ein klares "richtig oder falsch" gibt? Soll man sich mit den "Flat Earthern" auf einen Kompromiss einigen? Mit den Leuten, die Angst vor "Chem Trails" haben? Mit Anti-Vaxxern? Bei ersten beiden wäre es albern, weil es halt eben einfach falsch ist, was sie glauben. Bei den dritten wäre es gefährlich - und bisherige Kompromisse haben eben zu vermehrten Maser-Ausbrüchen geführt.


    Und um wieder auf die Politik zurückzukkommen: Was ist den der Kompromiss, wenn die extremen Rechten Gruppen das Verbot von bestimmten Religionen oder das Ausweisen sämtlicher Flüchtlinge fordern? Ist der Kompromiss wirklich das richtige? Will man das wirklich verantworten? Was ist, wenn extreme Rechte Gruppen anfangen wollen - um bewusst zu übertreiben - alle Muslime (und wo sie schon dabei sind alle Queers und Behinderte wahrscheinlich gleich mit) in Konzentrationslager sperren zu wollen? Sollte man da einen Kompromiss finden? Sollten die Demokraten in den USA einen Kompromiss mit Donald Trump finden, wenn es um die Kinder in den Konzentrationslagern geht? Oder was ist mit denen, die für Schwangere, die Abtreiben, die Todesstrafe fordern? Brauchen wir da auch einen Kompromiss?


    Es gibt Situationen, in denen Kompromisse angebracht und sinnvoll sind. Aber im politischen Rahmen darf man nicht vergessen, dass je extremer eine Forderung ist, desto radikaler ist meist der Kompromiss.


    Und das gilt hier im Rahmen bezogen auf Sexismus und Verachtung für bestimmtes Sexualverhalten in meinen Augen übrigens auch. Denn letzten Endes liegt in einer Triade über das sexuelle Verhalten von Frauen auch eine Forderung. Und diese Forderung ist die Sexualität von Frauen kontrollieren zu wollen. Der Kompromiss wäre wohl "sie nur ein kleines bisschen zu kontrollieren" (was leider aktuell auch oft der Status Quo ist), aber auch das ist nicht richtig.

    Was das Thema Freundschaft zwischen Frauen und Männern angeht, bin ich der Meinung, dass es fast sogar nicht möglich ist. Zumindest habe ich die Erfahrung gemacht, dass Leute sich erstmal "befreunden", nach einer kurzen Zeit sich aber irgendjemand in dieser Freundschaft verliebt, was sich letztendlich zu einer Beziehung oder ein plötzlicher Kontaktabbruch entwickelt.

    Wenn du danach gehst, dürften Bisexuelle und Pansexuelle Menschen überhaupt keine Freundschaften mehr haben können - immerhin ist ja ALLES ein potentieller Partner. Geht nur irgendwie dennoch. Und was ist mit homosexuellen Menschen? Können die keine Freundschaften mit demselben Geschlecht haben?


    Ich meine, sorry, aber auch als ich mich noch als weiblich identifiziert habe, war ein Großteil meines Freundeskreises männlich. Weil ich einfach Interessen habe, bei denen ich eher mit Männern in Kontakt komme und in einem Job arbeite, der eher von Männern ausgeübt wird. Und irgendwie habe ich es geschafft nur mit einem kleinen Teil meines Freundeskreises Sex zu haben. Woah!


    Vor allem muss man nun auch sagen: Nur weil man sich ein wenig verknallt, muss man keine Beziehung haben und keinen Sex. Ich meine, als offener Mensch habe ich 0 gegen Sex, als polyamorer Mensch auch nichts gegen weitere Beziehungen. Aber ist nicht jeder. Muss nicht jeder. Mann kann auch sagen: "Jo, ich habe Gefühle für Person X, aber ich weiß, dass die Person nichts von mir will, deswegen respektiere ich sie als Freund." Gefühle verschwinden irgendwann dankbarerweise ja auch wieder.


    wieso man auch diesen Unterschied zwischen den Geschlechtern bis heute noch einlebt

    Ganz einfach. Weil von Frauen erwartet wird, sich um Haushalt und Kinder zu kümmern. Und weil Frauen daher eher Halbzeit arbeiten, eher Arbeitsausfälle haben und eher auch mal zwischendurch Elternzeit nehmen. Nicht mal, weil frau immer will, sondern weil Frau es eher gewährt wird, als Mann. Leider wahr. Dazu kommt, dass es von Frauen halt eher als aufmüpfig angesehen wird, wenn sie über das Gehalt verhandeln. Das ist nicht bewusst, sondern hängt mit Sozialisierung und Gesellschaft zusammen. Aber wenn eine Frau und ein Mann genau gleich auftreten und genau die gleichen Forderungen stellen, wird es von einer Frau als aufmüpfig, von einem Mann als Selbstbewusst empfunden. Weil wir es bspw. auch in Medien und dergleichen so erleben und auch in der Schule beobachten, dass es eben so reflektiert wird. Also ein Junge, der etwas macht in der Schule, wird anders behandelt, als ein Mädchen. Und wie gesagt: von den wenigsten aus böser Absicht, sondern weil wir unbewusst so "programmiert" sind.

    Ich meine, ähnliches Phänomen war letztes Jahr "Lady Bird", der auf ganze 94% kam, aber ähnlich wenig Aussagekraft als Film hatte und eigentlich nur sehr offensichtliche Dinge vermittelt hat. Reicht es heutzutage etwa, irgendeine Randomgeschichte zu schreiben, wenn ihre Message "Du bist gut so wie du bist" und "Wir alle haben Probleme, das ist normal" ist, um die totalen Traumkritiken abzusahnen?

    Ja.


    Nein, wirklich. Ja. Aktuell sind halt nichtssagende Geschichten über (weiße) Teenager bei bestimmten Gruppen in Hollywood wieder richtig im Trend. Das ist nicht zu kompliziert, da muss man nicht nachdenken, da muss man keine politischen Entscheidungen zu sehr hinterfragen und guck mal, die haben sogar weibliche Hauptfiguren, ohne dass die großartig was machen, da können wir sogar sagen, wir finden Frauen total toll! :D


    Sorry, ich bin gerade sehr zynisch. Aber das ist mein Eindruck. Effektiv sind diese Filme eine Mischung aus "solider Hauptcharakter + Identifikationspotential - irgendwelche Dinge, die zu große Abzüge geben könnten". Und es ist gerade irgendiwe so ein Mini-Trend, glaub lich.

    Wen es für die zuständigen Publisher aber nicht Lohnt Filme im O Ton ins Kino zu bringen, dass ist es eben so.


    Der Grund das Dorimi und Co keine o Ton haben hat Lizenz rechtliche Gründe. Kannst gerne Ksm Anime fragen, die sagen dir das sehr gerne.

    Was aber genau dir widerspricht, wenn du sagst: Synchro nimmt uns das Original nicht weg.


    Wenn es nur in Synchro ins Kino kommt, wird uns die Möglichkeit weggenommen, das Kinoerlebnis in Originalsprache zu haben.


    Und bei den Serien: Hätte es in DE nur OmU gegeben, hätten wir auch die entsprechenden Lizenzen und es würde uns nun nicht vorenthalten bleiben.


    Wir sind hier in Deutschland wo es eben anders läuft als in anderen Ländern. Synchro gehört auch schon zur Tradition wie auch Anime in Japan.

    Du bist dir dessen bewusst, wie das klingt, ja?


    Traditionsargumente sind immer mies und haben immer einen sehr reaktionär-konservativen Beigeschmack.

    Du redest jetzt aufeinmal um einige? Vorhin hieß es am bestem alles Omu. Entscheide dich mal.

    Lies mal richtig.


    Ich sage: Einige Synchros sind richtig mies. Ich sage auch: Ich fände es besser, alles in OmU zu haben (außer vielleicht Kleinkinderprogramm).


    Ist kein Widerspruch. Ich finde Synchros durchweg schlechter, als das Original. Genau so wie ich übrigens Übersetzte Bücher schlechter finde, als das Buch in Originalsprache. Einfach, weil es selbst wenn dem ganzen Zeit gegegeben wird (was selten der Fall ist!) es einfach nicht möglich ist, etwas richtig zu übersetzen, da Sprachen unterschiedlich sind und Sprachen eine jeweilige Philosophie unterliegt, die sich nicht mit Übersetzen lässt. Eine Übersetzung wird daher nie zu 100% die Intention der:s ursprünglichen Autor*in wiedergeben können.


    Und was ich bspw. in Deutschen Übersetzungen sehr oft sehe - egal ob in Anime oder Filmen - sind Freunde oder Feinde, die sich höflich wie Fremde unterhalten. Mit "Sie" und unnatürlichen Sprechformen.


    Auch wenn ich zb was zuerst im Original gucke heißt es nicht das es Dan auch besser ist. Es gibt genügend Beispiele wo man das Original übertrifft.

    Ich kenne nur keine, bei der ich es so empfinde. Egal welche Synchro, selbst die, die nicht schlecht oder gar gut waren, kommen nicht ans Original heran. Für mich. Schön, wenn es für dich anders ist. Für mich (und auch einige andere hier) ist es anders.


    Keiner nimmt euch die Japanische Synchro weg.

    Technisch gesehen ja schon. Bspw. können wir in diesem Fall hier die japanische Synchro nicht im Kino schauen, selbst wenn wir es wollten. Wir haben also die Wahl zwischen "Film gar nicht sehen" oder "Film in einer (für uns) miesen Version schauen". Und in einigen Fällen ist es tatsächlich so, dass es in Deutschland nur eine Synchronisierte Version gibt. Ich würd bspw. sehr gerne Digimon oder Doremi auf DVD kaufen ... aber leider ist es so, dass beides hier nur in den deutschen Synchros verfügbar sind.

    zumal viele Dinge sich nicht eins zu eins übersetzen lassen und man noch Einbußen auf der Sinnebene hat

    Eben das sehe ich als zentrales Problem mit Übersetzungen. Ich habe schon FIlme übersetzt gesehen (weil es halt keine Alternative in der Nähe gab), die keinen Sinn ergaben - und später dann festgestellt, dass das an einer miesen Übersetzung lag. Und gerade bei Anime passiert das IMHO oft, weil halt auch diese kleinen kulturellen Feinheiten nicht übersetzt werden können - japanisch hat als Sprache halt so viele Ebenen, die dem Deutschen fehlen.


    Und das ist eben abgesehen davon, dass einfach deutschen Synchros oft nicht das Budget und die Ruhe gegeben wird, die es braucht, um eine gute Sache abzuliefern.


    Und ja, ein Schauspieler bringt eben eine Sache zum Ausdruck und es ruiniert für mich den Film, wenn die Synchronstimme dann in eine ganz andere Richtung geht.


    All das ohne eben zu bedenken, wie mies einige Synchros sind.

    Das darf es natürlich auch weiterhin sein und ich fände es beispielsweise auch irritierend, ins Kino zu gehen und amerikanische Filme plötzlich im Original zu hören anstatt mit den gewohnten Synchronstimmen.

    Ich kriege jedes Mal einen Krampf gerade bei Realfilmen, Syncrhonstimmen zu hören, da ich nun einmal weiß, wie die Schauspieler klingen und die Übersetzungen fast immer unterirdisch sind. (Da Siezen sich dann regelmäßig Held und Bösewicht - denn man hasst sich ja schon, aber Anstand muss sein oder so. o.ô)


    Ich finde generell Synchros eigentlich unnütz und wünsche mir immer, dass es bei uns mehr gehandhabt würde, wie im skandinavischen Raum: Alles OmU.


    Was Anime und Synchros und Umsätze angeht: Finde ich nur begrenzt vergleichbar die Synchro vs Sub im Kino, sofern die beiden Versionen nicht gleich oft zu gleichen Zeiten in gleichen Städten liefen.

    Ja, man muss nicht Menschen um sich haben, um ins rechte Milieu abzurutschen

    Für die Prägung eines Menschen sind seine Umstände und die Menschen, mit denen er in der Jugend zu tun hat/te ausschlaggebend

    Nein. Nicht nur. Auch das ist eine Lüge, das sich Leute gerne einreden. Ja, Jugend ist prägend, aber gerade die Jugendliche, die nun einmal in Außenseiterpositionen sind, die speziell das Ziel der Rechten sind. Und daran können Eltern wenig ändern. Gerade weil diese ganze Sache gezielt dazu führt, Misstrauen gegen die eigenen Eltern zu schüren (und prinzipiell gegen jeden, der dies hinterfragt).

    Dennoch würde ich soweit gehen, dass das nicht auf die gesamte Gamerschaft zutrifft und vor allem nicht durchs Gaming ausgelöst wird.

    Videospiele an sich macht einem nicht zum Amokläufer und genauso wenig zu einem Sexisten/Rassisten/Frauenfeind. Es ist die reale Umgebung und die Menschen, mit denen man sich abgibt

    Es sind nicht alle Leute, die Videospiele spielen, aber die Gamingszene als solche, ist unterwandert. Deswegen nenne ich mich bspw. auch nicht mehr Gamer und kenne nur sehr wenig Leute, die das tun - weil wir sind einfach Leute, die Videospiele spielen und keine, die Gaming zum Lebensinhalt machen, so dass wir uns angegriffen fühlen, wenn da Dinge verändert werden. Das ist eben das zentrale Thema.


    Und man muss sich nicht wirklich mit Menschen abgeben, um die in Alt-Right Pipeline hineinzufallen. Um genau z usein geht das am besten ohne viele soziale Kontakte.

    Nur weil jeder auf dem Smartphone "Videospiele" spielen kann, heißt es nicht, dass Videospiele und die Leute, die da sehr viel Leidenschaft reinstecken, in der Gesellschaft angekommen sind

    Ich wurde in der Vergangenheit viel gemobbt. Für mich waren Videospiele schon immer mehr als nur ein einfaches Hobby, doch genau deswegen hab ich vor 4 Jahren, als meine Ausbildung begann, sehr viel Ablehnung und Mobbing erfahren müssen

    Die Sache ist: Niemand wird gemobbt, weil er irgendwelche Hobbys hat. Hobbys und dergleichen sind Vorwände zum Mobbing. Aber wenn es nicht Gaming, nicht Comics, nicht Anime sind, dann finden die Mobber etwas anderes. Viel eher ist es so, dass bestimmte Charaktertypen eher zum Angriff von Mobbing werden - und Mobbing stark abhängig von der Reaktion auf erste Versuche ist. (Ich wurde selbst Jahrelang gemobbt.) Zentral dabei ist halt oft, dass das eigentliche "Verhalten" als "anders" und "befremdlich" wahrgenommen wird und die Reaktion auf erste Mobbingversuche auf eine Art ausfällt, dass sie den Mobbern ein Überlegenheitsgefühl vermittelt. Wobei am Ende die Überlegenheit der Masse beinahe immer funktioniert - auch jemand, der vorher super beliebt war, kann zum Mobbing-Opfer werden und ein ehemaliges Mobbing-Opfer schnell zum Obermobber. Es kommt eben immer auf den Kontext an.


    Ich wurde gemobbt, weil ich Asperger bin, deswegen als komisch wahrgenommen wurde, und schnell massive Meltdowns (in Form von Weinkrämpfen) hatte, die sich natürlich durch Mobbing schnell auslösen ließen, was meinen Mobbern dieses Überlegenheitsgefühl gegeben hat. Ja, natürlich wurden Anime und Manga als Vorwand genommen - aber es war eben nur ein Vorwand. Genau so wie Gaming nur ein Vorwand ist. Ich war selbst auch schon Zeuge davon, wie ein ADHS Junge - angeblich weil er WoW spielte - gemobbt wurde, von Leuten die selbst alle WoW spielten.


    Damit will ich übrigens nicht sagen, dass das Opfer Schuld ist. Nein. Schuld ist immer der Täter. Aber es ist eben so, dass egal was immer nur ein Vorwand ist. Die Gründe sind andere. Und natürlich ist an sich der zentralste Punkt meist, dass derjenige, der als Katalysator (der Anführer der Mobber) agiert, meist selbst aus irgendeinem Grund sich nicht in Kontrolle über sein Leben fühlt und deswegen so versucht Kontrolle zu erlangen. Was auch ein Grund ist, warum IRL Mobbing-Opfer schnell online zum Mobber mutieren, da sich die Machtverhältnisse eben dort anders ausspielen.


    Was Videospiele angeht: Es geht nicht darum, wie viele Casual Spiele es gibt. Es ist wirklich so, dass Gaming im eigentlichen Sinne, im Hardcore-Leidenschafts-Sinne mittlerweile Mainstream ist. Bei uns wird eSport übrigens bei Pro7 MAXX übertragen und haben massive Einschaltquoten, die teilweise wohl Fußball schlagen. Deutsche User machen knapp 7% von Steams gesamter User-Schaft aus und von denen Spielen sehr viele Spiele wie DOTA, Counter Strike und dergleichen. Gaming ist Mainstream. oder vielleicht eher: Videospiele sind Mainstream. Denn viele, die Videospiele spielen, würden sich vor allem mittlerweile nicht mehr als Gamer bezeichnen wollen, weil Gamer mittlerweile für so viele negativ vorbesetzt ist.


    Was soll dieser GamerGate sein?
    Ich hab im Februar dieses Jahres mitbekommen, wie viele Menschen unter den #Gamer die gesamte Szene durch den Dreck gezogen haben, indem man uns unter Generalverdacht stellte oder uns die Menschlichkeit absprach, weil wir unsere Zeit in dieses Hobby investieren

    Hat das irgendwas damit zu tun?

    GamerGate war (und ist) eine Onlinebewegung von Gamern, die ihrerseits es sich zum Fokus gemacht haben die "Häuchlerei und Missbrauch der Gaming-Presse" aufzudecken - indem sie Frauen mit Vergewaltigung drohen. Die kürzeste Kurzfassung: Das ganze fing damit an, dass eine weibliche IndieDev ein Spiel entwickelt hat, dass extrem gute Kritiken bekam. Es stellte sich heraus, dass sie mit einem der Kritiker eine Beziehung gehabt hatte. Daraus machten einige wütende Gamer, die sich von dem Spiel wohl persönlich beleidigt fühlten, da es nicht ihre Art von Spiel war, ein "Frauen bringen es in Gaming ja nur wohin, weil sie mit den Reportern schlafen und deswegen positives Feedback bekommen!" und fingen an die IndieDev und eine Hand voll Leuten, die mit ihr zu tun hatten, online zu mobben und zu bedrohen und sie schließlich zu doxxen, bis die Dev unter Polizeischutz musste. Das hat diesen Gamern sehr viel Überlegenheitsgefühl gegeben, weshalb sie mit anderen einflussreichen Frauenstimmen in der Gaming-Sphere weitermachten. Der bekannteste Fall sollte Anita Sarkeesian sein. Dabei wurde das ganze vermehrt über 4chan organisiert und es wurde mehr und mehr dazu, sich gegen diese furchtbaren Ansprüche, die Frauen und dergleichen haben, zu unterbinden, immerhin wollen die ihnen ja die Videospiele wegnehmen.


    Während die Hauptbewegung größtenteils mittlerweile tot ist, so existieren die 4chan Boards halt noch immer und werden noch immer dafür genutzt. Gerade da mittlerweile diverse Leute in der Rechten-Bewegung erkannt haben, dass sie diesen Hass auf Frauen und Leute, die den Gamern "ihre Spiele" wegnehmen wollen nutzen können, um sie auch davon zu überzeugen andere Leute zu hassen. Also BIPoC und Queers vor allem.


    Dazu hätte ich gerne mal mehr Quellen, momentan habe ich eher das Gefühl dass man Gamer einfach gerne in sowas reinzieht, nur weil sich jemand wie ein Arsch verhalten hat und dabei ein Spielebanner drin hatte oder was auch immer.

    Nein. Das ganze hat sehr gute Gründe.

    Hier einmal eine längere Liste.

    https://www.vox.com/policy-and…white-supremacist-recruit

    https://harvardpolitics.com/cu…alt-right-counterculture/

    https://www.stuff.co.nz/nation…the-weaponisation-of-hate

    https://www.theguardian.com/co…-right-violent-misogynist

    https://www.nytimes.com/2019/0…-new-zealand-shooter.html

    https://www.vox.com/culture/20…-right-sexism-recruitment

    https://www.telegraph.co.uk/te…eo-games-extremists-play/


    Ich empfehle allerdings auch diese beiden Videos, die es aus erster Hand sehr gut erklären. Ja, es ist effektiv annekdotisch, hängt aber stark damit zusammen und ist vielleicht auch zugänglicher, als irgendwelche Wissenschaftler, die irgendwie dazu Forschen und Beobachten.

    Das Leute zu Außenseitern werden und sich dann eventuell radikalisieren lassen hat aber nichts mit Videospielen zu tun, sondern damit, dass Menschen aufgrund von Videospielen und/oder anderen Hobbys ausgeschlossen werden.

    Sorry, aber das stimmt heutzutage einfach nicht mehr. Videospiele sind kein "Nerd-Hobby" mehr, sondern unter den betreffenen Generationen ziemlich die Norm - weil die meisten halt irgendwie mit Videospielen aufgewachsen sind. Es gibt Videospiel-Turniere, bei denen Preisgelder im höheren hunderttausender, wenn nicht sogar im Millionenbereich liegen und die auf Sportskanälen im Fernsehen übertragen werden. Videospiele machen einen heutzutage genau so wenig zum Außenseiter, wie Comics und Fantasy-Bücher. (Anime und Manga sind evtl etwas anderes, da die Vorurteile bei weitem nicht soweit abgebaut wurden.)


    Die Sache ist nur gerade, dass diverse "Gamer" damit nicht klarkommen. Während einige davon sich wahrscheinlich ein Leben lang gewünscht haben, dass ihr Hobby so anerkannt wird, wie es jetzt ist, ist es eben so ein wenig "böse Fee". Ja, das Hobby ist anerkannt, aber das heißt auch, dass die Hersteller eine größere Zielgruppe dabei bedenken und nicht nur die ursprüngliche, vornehmlich männliche Kerngruppe. Und das schmeckt einigen nicht. Es schmeckt ihnen nicht, dass manche Spiele auf einmal mehr weibliche Figuren haben, deren Kleidung auch noch zureichend ist. Es schmeckt ihnen nicht, dass sich Videospiele allgemein um Diversität bemühen und damit um Zielgruppen, die nicht vornehmlich sie sind. Sie wollten dass ihre Videospiele beliebt werden, nicht, dass das Konzept Videospiele beliebt wird und andere auf einmal mitbestimmen dürfen, was ein gutes Videospiel ausmacht.


    Und aus dieser Ablehnung sind halt so Sachen wie GamerGate entstanden und so Sachen wir GamerGate haben halt mehr und mehr dazu geführt, dass Videospiele zu einem Einstieg in die rechte Szene werden können. Nicht, weil man wegen der Videospiele ausgeschlossen wird (und mal ehrlich: Ausschluss macht keinen Nazi), sondern weil bestimmte Individuen, die aus anderen Gründen Außenseiter sind, besonders anfällig sind für Narrativen, die in diversen Gaming-Communities verbreitet werden. Dazu gibt es auch genug Studien. Das ist halt einfach so. Es kleinzureden hilft, das Problem am Leben zu erhalten. Ich bin jetzt auch mit genug Leuten aus der entsprechenden Bloggosphere befreundet, um mitzubekommen, wie toxisch die Gaming-Community ist. Denn wehe, man kritisiert die Darstellung von Frauen oder Minderheiten in Gaming - oder lobt ein bestimmtes Spiel dafür, dies gut zu machen. Sofort kommen die ganzen Gaming-Kids angekrochen und senden Mord- und Vergewaltigungsdrohungen en masse.


    Die Sache ist natürlich, dass Seehofer nicht aus dieser Perspektive drangeht. Seehofer, der wahrscheinlich nicht mal wüsste, wie herum er so einen Controller halten soll, kommt immer noch mit "Videospiele sind gewalttätig und inspirieren dazu zu Gewalttaten und überhaupt werden sie genutzt, um Gewalttaten zu planen" (was größtenteils Unsinn ist), anstatt sich über dieses Problem bewusst zu werden. Denn das würde ja verlangen, dass Horst "Bald trete ich zurück" Seehofer sich einmal mit dem Thema auseinandersetzt und das ist von so einem Horst doch echt zu viel verlangt. Insofern ist das, was er sagt per se natürlich noch immer Müll.


    Aber dass es in der Gaming Szene ein Problem mit rechter Ideologie gibt, ist leider nun einmal eine Tatsache. Das heißt nicht, dass jeder Mensch, der Videospiele spielt, rechts ist. Das heißt nicht mal, dass es die Mehrheit ist. Aber es gibt eine radikale und sehr laute Minderheit in der Szene, die Videospiele nutzt, um bestimmte anfällige Individuen zu radikalisieren. Die so schön benannte "Alt-Right Pipeline". Und deren Anfang ist bei Gaming und Comics und das Ende bei Neonazis.

    Viele, die auf einer Party wen mitnehmen, sind nichtmal mehr in irgendeiner Form entscheidungsfähig, tho.

    Das ohne Frage. Aber nicht alle, die Hookups machen, machen diese besoffen auf einer Party (oder überhaupt auf einer Party). Nicht alle, die Hookups machen, machen alles mit.


    Das ist die Sache. Was mich hier stört, ist die Verallgemeinerung, die so rüberkommt. "Alle, die Hookups machen, machen dass, weil es von ihnen erwartet wird, weil es Gruppen in der Gesellschaft gibt, die das idealisieren und sie einen sozialen Druck spüren." Gibt es Leute, auf die das zutrifft? Ja. Definitiv. Ist das die Mehrheit? Uhm. Keine Ahnung. Ist schwer festzustellen. Sind das alle? Definitiv nicht.


    Es gibt viele Gründe für Anonyme Hookups und One-Night-Stands. Vielleicht hat man einen Fetisch dafür. Vielleicht möchte man Dinge ausprobieren, die man sich so eher traut. Vielleicht hat man auch einfach Angst Menschen aus einem sozialen Umfeld zu verletzen, würde man mit denen Schlafen, da es eben diese Erwartung von Sex und Liebe gibt - und Sex halt Hormone freisetzt, die ein Verliebtheitsgefühl wahrscheinlicher machen.


    Ich gebe offen zu: Ich finde Hookups mit Typen auch irgendwo gruselig, weil es einfach so viele Incels und Creeps gibt und ... Aber nicht alle, die Hook-Ups machen, machen es mit Männern.


    Ich finde auch dieses "Das geschieht alles aus gesellschaftlichen Druck heraus" auch relativ schwer, wenn man bedenkt, dass genug Leute, die online Hookups machen, das allgemein vor den meisten in ihrem Umfeld geheim halten.

    Anstatt sich auf ein Konzept einzulassen, in dem Sex nicht mit Erfol zu tun hat, haben viele Frauen einfach das gesellschaftlich maskuline Sexualverhalten, von Hypersexualität und das Objektifizieren anderer ein Teil ist, übernommen.

    Ich finde es nur so schwer das zu verallgemeinern. Denn sicher, das ist bei einigen so. Ist nicht auch so, als hätte ich das so noch nicht kennen gelernt - bei Kerlen, bei Frauen und bei Enbys. Also sowohl das Objektivizieren, als auch dieses Denken irgendetwas zu beweisen, indem man viel Sex hat. Aber es ist nun einmal auch so, dass es Leute mit einem extrem hohen Libido gibt, die einfach nur diesen Libido ausleben wollen. Was spricht dagegen es mit wechselnden Partnern zu machen, wenn alle betroffenen (die Leute, die Sex haben, etwaige Partner usw.) damit einverstanden sind? Das tut niemanden weh und wahrscheinlich würde es in einer Beziehung bspw. auch mehr weh tun, einen Partner mit geringerem Libido zum Sex zu zwingen - oder als Partner mit hohem Libido diesen zu versuchen zu unterdrücken.


    Ich sage es halt immer wieder: Ich will eine Sex-Positive Gesellschaft. Das heißt, wer keinen Sex will, soll dafür auch nicht geshamet werden. Aber wer viel Sex will (ob mit wechselnden Partnern oder nicht) ebensowenig. Solange alle Verantwortungsvoll und Einvernehmlich agieren. Es sollte einfach möglich sein, darüber zu sprechen und jedem für sich seine Erwartungen an Sex selbst definieren zu lassen - ohne sie anderen aufzuzwingen oder andere danach zu bewerten, wieweit sie mit dieser Erwartung übereinstimmen.

    Allgemein würde ich sagen, Mörder sollten mit dem Tod bestraft werden. Und damit meine ich nicht versehentlicher Totschlag oder aus dem Affekt. Nein, sondern geplanter Mord!

    Okay. Was ist, wenn das Mordopfer jemand war, der nicht direkt, aber indirekt für viele, viele Tode verantwortlich war. Sagen wir mal, dass war so jemand, der bspw. eine Fabrik betrieben hat und aus reinem Geiz dort den Leuten nciht ermöglicht hat, sich selbst zu schützen, so dass es immer wieder zu Unfällen - teilweise mit Todesfolge - gekommen ist. Nun hat eine Gruppe Leute, die ihre Geliebten in diesen Unfällen verloren haben, gegen die so gesehen aber kein Gesetz sprach, weshalb der Fabrikbetreiber nicht belangt werden kann, zur Vergeltung diesen Mann umzubringen. Das ist Mord.


    Sollte man sie dafür umbringen?


    Was ist, wenn jemand einen Mitschüler gemobbt hat, der sich deswegen selbst ermordet hat. Ein Elternteil bringt jetzt den Mobber um. Geplant. Soll die Person dafür sterben?


    Der Punkt ist: Viele Morde geschehen aus einem Rachegedanken heraus. Weil sich der Mörder selbst im ungerecht behandelt fühlt. Und in manchen Fällen ist er es auch. Und dann sollen sie dafür ermordet werden?

    Ich dachte, dass das geht. Das wäre echt Mist wenn man garnicht in der Lage ist irgendwas zu 100% festzustellen. Dann könnte auch jede andere Strafe falsch sein, weil der Falsche bestraft sein könnte. Dann dürfte man überhaupt keine Strafen aussprechen. Weshalb werden dann trotzdem Strafen ausgesprochen, wenn doch jede Tat nicht klar aufklärbar ist?

    Weil das rechtssystem nun einmal nicht vornehmlich auf Strafe, sondern auf Schutz der Gesellschaft + Rehabilisierung ausgelegt ist oder zumindest in der Theorie sein sollte. Sonst wäre es ja auch im Widerspruch mit dem schon von Que genannten Grundgesetzt. Und die Sache ist nu neinmal folgende: Wenn du falsch verurteilt wurdest und 10 oder 15 Jahre im Gefängnis gesessen hast, dann wäre das grauenvoll, aber es wäre etwas, das man zumindest in Ansätzen gutmachen kann. Du kannst finanzielle Hilfe bekommen und man kann dir auch andere Wiedergutmachungen geben. Bist du tot, dann geht das nun aber einmal nicht mehr.


    Richtig problematisch wird es halt erst, wenn du ein System wie in den USA hast, wo du zu Schuldgeständnissen oft gezwungen wirst, um die Todesstrafe zu umgehen, und wenn dann deine Unschuld bewiesen wird, du dennoch als "vorbestraft" und "schuldig" gilst. Weil du hast ja gestanden.


    Falsche Erinnerungen wie durch Ego Shooter sind ja zu unterscheiden mit tatsächlichen Morden.

    Das hat absolut nichts mit Erinnerungen durch Spiele zu tun. Unsere Gehirne sind richtig, richtig mies im Erinnern. Wir erinnern uns an Sachen, die gar nicht passiert sind. Weder IRL, noch in Spielen. Wenn man lange genug etwas eingeredet bekommt, dann glaubt man daran. Erinnerungen sind nicht unveränderlich.


    Um es einfacher verständlich zu machen: Schau dir eine Doku über Aliens an und Leute, die von Aliens entführt wurden. Denn bei diesen sind auch sehr, sehr oft falsche Erinnerungen, die ihnen eingeredet wurden oder die sie sich selbst eingeredet haben Schuld an den vermeitnlichen Aliens.