Beiträge von Alaiya

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    Wir haben ein großes Problem mit Gewalten aus der rechten Szene. Da müssen wir endlich viel deutlicher durchgreifen. Wie können wir das Problem durch Rechts lösen?

    Die Sache ist: Wir können wenig machen. Das Problem ist, dass die AfD weiterhin als eine rechtsmäßige, demokratische Partei behandelt wird. Dass ihnen überall in den Medien eine Plattform gegeben wird, wo sie - oft ohne großen Widerspruch - ihren Hass und ihre Panikmache verbreiten können. Dass nicht hinterfragt wird. Dass CDU, CSU und FDP bereit sind, mit ihnen zu kooperieren. Dass die Gesetze weiter so angezogen wird, dass die Mittel- und Unterschicht belastet wird.


    Aber das Hauptproblem ist, dass die AfD als rechtmäßige Partei behandelt wird und dass die Union dank dessen weiter und weiter rechts driftet und leider noch immer die größte Partei ist.

    Gestern Nacht lief in Amerika die nächste Demokratische Debatte. Warren war verflucht gut dabei dieses Mal!




    Warum wird dann immer wieder erzählt, dass Christoph Kolumbus im Jahre 1492 Amerika entdeckt hätte, wenn schon tausende Jahre zuvor dort Menschen wohnen?

    Weil wir Geschichte eurozentrisch erzählen. Aber auch das ist eine Form von Rassismus. Wir erzählen alles aus der Perspektive weißer Menschen und zwar genauer aus der Sicht der "Hauptkulturen", die uns bis heute beeinflussen (weswegen bspw. auch so viel über Griechen und Römer, aber kaum über die keltischen Stämme und alles in allem auch wenig über nordische und germanische Stämme und ihre Politik gesprochen wird). Und aus eurozentrischer Sicht war Amerika eben nicht da, bis Columbus dahingekommen ist. (Was halt auch die große Ironie ist, wenn wir noch mal über die Norden reden, denn die waren knappe 300 Jahre vorher schon einmal da. Aber da sie eben Nicht Teil der großen Kulturen sind, wird das meist auch überschlagen.)


    Was wären in den USA die Individuen? Die ganzen Indianer Stämme? Die Amischen? Die Weißen? Die Afroamerikaner?


    Warum hat das Individualsystem nicht funktioniert? Warum haben Parteien durchgesetzt?

    Bitte nutz das I-Wort nicht. Es wird von vielen als abwertend und Slur verstanden. Die Menschen nennen sich üblicherweise indigene Amerikaner oder First Nation People.


    Individuen sind individuelle Menschen. Donald Trump ist ein Individuum. Hillary Clinton ist ein Individuum. Bernie Sanders ist ein Individuum. Die Idee in Amerika war, dass Menschen auf einer individuellen Plattform laufen mit ihrer eigenen Politik. Darauf ist das ganze System ausgelegt.


    Aber Parteien haben es einfacher gemacht, Wähler auf sich aufmerksam zu machen und Geld zu sammeln. Je mehr Medien mitspielten, desto mehr wurde es auch notwendig, auf einer Plattform zu stehen, um wahrgenommen zu werden und die Parteien bieten eben diese Plattformen. Deswegen haben sie sich durchgesetzt.


    Es heißt ja die Vereinigten Staaten von Amerika. Inwiefern kam die deutliche Betonung von den vereinigten Staaten, wenn die Souveränität der einzelnen Staaten sehr eigenständig ist und die Unterschiede zwischen den Staaten bei der Gesetzesvorlage usw.. sehr groß ist. Texas kann man kaum mit Colorado usw.. vergleichen.


    Wenn es eine Vereinigte Staaten von Europa als Staat gäbe, wo ganz Europa ein Staat wäre. Wo wären dann die Unterschiede zu den Vereinigten Staaten von Amerika?

    Das käme halt darauf an, wie bei USE bspw. die Regeln dann setzt. In Amerika wurde es halt so gesetzt, weil die Staaten halt sonst sich nicht geeinigt hätten. Aber im Moment schadet esh alt vielen Menschen.

    Die Sache ist ja nun einmal, dass diese ganze "1000 Meter Abstand" Klamotte letzten Endes albern ist. Da meinen Leute, sie fühlen sich davon beeinträchtigt, aber vornehmlich ist es nur Vorurteil. Ich habe früher sehr nahe an einem Windpark gewohnt und habe ein gutes Gehör und was diese Lärmbeeinträchtigung sein soll, weiß ich nicht. Weiß ich auch nicht, wenn ich die Freundin besuche, die aufm Bauernhof mitten im Nirvana direkt neben Windkraftanlagen lebt. Das einzige was bei ihr stört, ist dass es halt nicht so schön aussieht - aber mein Gott.


    Worüber man wenn eher bei Windkraftanlagen sprechen sollte, wäre wirklich die Umweltbeeinträchtigung vor allem für Fledermäuse, die halt nicht nur ab und an (wie Vögel) aus versehen dareinfliegen, sondern die tatsächlich durch die Verursachten Schwingungen gestört werden. Deswegen bin ich auch ein großer Befürworter von Offshore Anlagen, die zum einen wesentlich, wesentlich effizienter sind, zum anderen das Problem nicht mit sich bringen. Und soweit wurde nachgewiesen, dass Offshore Anlagen zwar die Meeresbewohner in den ersten zwei Jahren beeinträchtigen, aber danach eine Gewöhnung eintritt, so dass nach vier bis fünf Jahren die Meerestiere sich wieder verhalten wie vorher - und Robben bspw. die Anlagen sogar als Schutz nutzen.

    Hatte gar nicht mehr dran gedacht hier zu antworten. Sorry. Bin ziemlich gestresst.


    Was eine Person am Ende als 'realistisches' Outcome für ihre Geschichte empfindet, offenbart – zumindest langfristig –, wie sie die Welt sieht.

    Ja, das sehe ich auch als einen dieser wichtigen Punkte. Ich musste gerade an einen kleinen Comic, der vor ein paar Tagen mal wieder durch meine Twitter-Timeline ging, denken, der dass eigentlich auch wunderbar auf den Punkt bringt.



    Gerade in Diskussionen über Darstellungen, Diversity und Realismus bemerke ich halt immer wieder zum einen, zu welcher Gehirngymnastik manche Leute fähig sind, zum anderen aber eben auch den Mangel an (vor allem historischer) Bildung. Da sind halt einfach immer wieder diese paar Sachen, die ich so störend finde. Zum einen diese Annahme, dass Europa immer ganz weiß war - was halt absoluter Bullshit ist. Spätestens mit der Ausbreitung des römischen Reiches nicht mehr, aber wir haben halt auch Hinweise das vorher schon dunkelhäutige Menschen bspw. auf den britischen Inseln gelebt haben und es ist auch anzunehmen, dass Leute aus Asien und dem arabischen Raum einfach rübergekommen sind. Also einmal abgesehen davon, dass "weiß" sowieso ein Konstrukt ist.


    Aber auch diese Annahme, dass Frauen immer unterdrückt werden, es nur zwei Geschlechter gibt und jede Gesellschaft sich automatisch in Richtung Patriarchat entwickeln würde ...


    Auf der anderen Seite ist es ja wirklich der Eindruck, der in der Schule schnell entsteht und ... argh, ich hasse es so.


    Uff, ja. Es gab halt mehr als einmal in der Story Momente, wo ich gelesen habe und mir dachte »Are you fucking kidding me right now?«. Hab mehrmals wirklich lange überlegt, ob ich das überhaupt weiterlesen will. Naja, vor 3-4 Monaten kam dann ein Kapitel, das in der Hinsicht zumindest irgendwo redeeming war. Aber trotzdem. Es gibt echt Phasen im Manga, da ist man nicht sicher, was der Autor einem jetzt gerade wirklich mitteilen will. Und gerade bei faschistischen Untertönen ist das halt … kein good look.

    Ja, eben das. Es ist halt wirklich die ganze Zeit in einem Gebiet, wo ich mir nicht sicher bin, was es dazu sagen will ... War auch schade. Ich hatte mich damals auf die Serie gefreut, aber sie hat mich relativ schnell abgeturnt durch diese Dinge (na ja, und dadurch dass ich sie sehr vorhersehbar fand)


    Kurzum, wenn man sich genauer damit auseinander setzt (weil Fairy-Tail zum Glück auf einige Shounen-Klischees verzichtet wie den "Ich muss trainieren, um ihn zu besiegen"), merkt man, dass es nicht "den einen" stärksten Charakter gibt. Es gibt eine große Auswahl an Magiern/Charakteren, die über eine sehr hohe Stärke verfügen, die sie mal mehr, mal weniger doll "präsentieren". Und in dieser Auswahl sind Frauen nicht unterrepräsentiert.

    Das ändert nichts daran, dass permanent die Charaktere, die als so über Mächtig dargestellt werden, männlich sind. (Und der Manga uns das auch immer wieder sagen will. Ich kann mich noch an diverse: "Übrigens, zwar hat Erza einen höheren Rang, aber Natsu ist eigentlich mächtiger als sie" Momente erinnern.)


    Davon abgesehen ist es eben auch die andere Sache, die Aprikose und ich sagen: Das ganze geht auch mit Agenda einher und damit, die Handlung zu bestimmen. Und die Agenda liegt bei Fairy Tail vor allem im späteren Verlauf eindeutig bei den Herren der Schöpfung. In den ersten zwei, drei Arcs hatten die Frauen ja auch noch Agenda, doch das wurde mit der Zeit immer und immer weniger, so dass am Ende es einfach immer eine komplett von Männern bestimmte Handlung wurde.


    Und tbh finde ich die Sache mit der Agenda sogar noch schlimmer, als die mit der Stärke. Denn Stärke ... nun, ich würde mir allgemein mehr Geschichten wünschen, in denen es nicht nur darum geht, erfolgreich auf Dinge draufzuhauen ... Aber dass eben so oft die Agenda bei Männern liegt, dass sehe ich als größeres Problem.


    Grundsätzlich funktionieren sexualisierende Posen (also dass ein Charakter nur aufs Geschlecht und was das für "schöne Ansichten" mit sich bringt) in beide Richtungen und prinzipiell sind beide gleich schlimm. Weil es nie schön ist, wenn Männer nur auf Muskeln/primäres Geschlechtsorgan und Frauen nur auf Brüste/Hintern reduziert werden.

    Die Sache ist nur: Beides ist für den Male Gaze ausgerichtet. Männer, die so dargestellt sind, sind selten auf eine Art und Weise dargestellt, die viele Frauen ansprechend finden. Stattdessen ist diese Darstellung etwas, das für Männer ein Wishfulfillment darstellen soll. Halt eine Power Fantasy, so wie auch in den entsprechenden Geschichten andere Aspekte die männliche Power Fantasy bedienen sollen (wie eben die Sexy dargestellten Frauen). Dies wird eben weiterhin verstärkt durch das Thema Agenda. Der Mann, der mit nacktem Oberkörper und Muskeln rumrennt, hat dabei meistens eine Agenda. Diverse der so dargestellten Frauen lassen sich in manch einer Geschichte durch eine Sexy Lampe ersetzen.


    Anders gesagt: Ein nackter Mann ist nicht zwangsweise sexualisiert, weil er nicht darauf ausgerichtet ist, dass der meist angenommene cishetero männliche Zuschauer ihn als "sexy" empfindet, sondern als etwas, dass der angenommene cishetero männliche Zuschauer für sich selbst erstrebenswert halten soll. Daher kann man die beiden Dinge nicht gleichsetzen.


    Dabei ist es nicht so, dass Dinge, die für den Female Gaze ausgerichtet sind, nicht auch mal nackte Haut zeigen, aber diese ist anders präsentiert und nicht auf dieselbe Art im Fokus, wie der weibliche Körper in Medien für den Male Gaze. Denn so klischeehaft es auch klingt: Meistens versuchen Medien, die für den Female Gaze ausgerichtet sind, die Charaktere erst einmal über ihren Charakter eben ansprechend zu gestalten - dass dabei eine hübsche Hülle mitkommt, ist oft eher ein Bonus.


    Ich bin ja selbst ein großer AoT-Fan und versuche, auch viel Charaktermotivation und World-Building zu verstehen/analysieren (da vor allem letzteres unserer Welt sehr nahe kommt) und daher wüsste ich an der Stelle gerne kurz, an was für Stellen im Manga/Anime Faschismus als was "gutes" dargestellt wurde

    Das einzige, was mir in den Sinn kommt, ist das Gerede von Gabi, aber ich merke relativ schnell, dass sie deswegen so denkt/redet, weil sie von Geburt an mit dieser Art von Propaganda indoktriniert wurde.

    Ich empfehle dahingehend diesen Artikel zu lesen.


    Ich finde gerade Attack on Titan ja sehr passend in diesem Sinne, weil diese Diskussion ja nicht zuletzt in Folge einer Diskussion zum Thema Japanischer Faschismus und Kolonialismus zustande kam lol


    In der DDR gab es ja auch viele (junge) Menschen, die das, was der Staat gemacht hat (Bürger überwacht, Meinungen unterdrückt) gut fanden

    Die DDR war aber nicht faschistisch. Faschistisch beschreibt speziell einen auf Rassismus und Fremdenhass aufgebauten Staat mit Mehrklassengesellschaft.


    Nun, ich bezieh mich aber nicht nur Leute, die beim Film arbeiten, sondern hab mich allgemein auf Künstler*innen bezogen.

    Ich bezog mich eigentlich auf die Buchbranche, nicht den Film. Um genau zu sein die Fantasy-Buchbranche, sowohl in Deutschland, als auch im englischsprachigen Raum. Selbst wenn es sich auf die Film- und Videospielbranche fast genau so anwenden lässt.


    True that, daran hab ich nicht gedacht.

    Finde es übrigens gerade interessant, wie wenig dahingehend Bewusstsein da ist. Ich hatte bei einer meiner Korrekturleserinnen vom Blog letztens auch die Frage zurückbekommen, warum ich beim Maori/Siedler-konflikt von "Soldaten" auf der einen und "Kämpfer*innen" auf der anderen Seite sprach - ihr kam es bzgl. der Maori abwertend vor. Da musste ich halt auch erst erklären, dass Soldaten es eben als Beruf im Rahmen eines Militärs machen, während bei den Maori halt ... einfach alle gelernt haben mit den Waffen umzugehen und dann gekämpft haben. (Und deswegen waren auch die Kämpfer*innen gegendert und die Soldaten nicht, weil das Militär eben damals keine Frauen zuließ.)


    Vielleicht sollte ich darüber mal bloggen ...

    Ich möchte hier einmal ansprechen, was aktuell in Kanada passiert.


    Wie einige vielleicht mitbekommen haben, gibt es dort aktuell große Proteste, die mittlerweile fast den gesamten Schienenfernverkehr lahm gelegt haben. Grund dafür ist die Invasion der kanadischen Regierung auf das Gebiet der Wet’suwet’en - einem der indigenen Völker Kanadas.


    Es sei dazu gesagt, dass als Kanada gegründet wurde, die Wet’suwet’en weder offiziell eingenommen wurden, noch ihrerseits je gesagt haben, dass sie jetzt Teil Kanadas sind. Es wurde halt die kanadische Grenze gezogen und das Gebiet der Wet’suwet’en lag innerhalb dieser Grenzen, weshalb - wie es so im Kolonialismus ist - einfach beschlossen wurde, dass diese nun auch Kanadier seien. Wer allerdings glaubt, dass das gerne als weit progressiver wahrgenommene Kanada besser mit den indigenen Völkern umgehen würde, als die USA, liegt falsch. Die Probleme sind exakt dieselben, wie man eben auch an diesem Fall sieht.


    Grund für die Proteste ist, dass beschlossen wurde, eine Gaspipeline über das Gebiet der Wet’suwet’en zu bauen - ohne vorher mit diesen zu verhandeln oder irgendwie nach ihrer Erlaubnis zu fragen. Dabei ist eins der größten Probleme aus Sicht der Wet’suwet’en nicht einmal die Pipeline selbst, sondern eben der Mangel an Nachfrage um ihr einvernehmen und dass die Arbeiter an der Pipeline einfach auf ihrem Gebiet untergebracht werden sollen - etwas, womit in der Vergangenheit sehr viele negative Erfahrungen gemacht wurden, da auch in Kanada das Gesetz indigene Frauen weniger vor Gewalt schützt als alle anderen. Als die Wet’suwet’en erst politisch, dann durch friedliche Blockaden versucht haben, die Arbeiter daran zu hindern, ihr Gebiet zu betreten, wurden viele von ihnen gewaltsam festgenommen.


    Dies wiederum führt zu den aktuellen Protesten, die mit einigen Mohawk-Aktivist*innen anfingen, die in Toronto Schienen blockierten, um zu zeigen, dass sie auf Seite der Wet’suwet’en stehen. Mittlerweile haben diverse Allies auch andere Zugstrecken blockiert, so dass der gesamte Fernverkehr lahm liegt. Es wird versucht die Regierung dazu zu bringen, mit den Wet’suwet’en zu reden, aber auch darauf aufmerksam zu machen, was überhaupt passiert.


    Hier könnt ihr mehr dazu lesen.


    https://www.democracynow.org/2…itory_pipeline_opposition

    Cybersix (1999)


    Eine Serie, auf die ich dank Twitter aufmerksam gemacht wurde. Es handelt sich um eine kanadisch-japanisch-argentinische Co-Produktion aus den 90er Jahren, basierend auf einem argentinischen Comic.


    In der fiktionalen Stadt Meriana treiben seltsame Kreaturen ihr Unwesen, die von dem Forscher van Richter erschaffen wurden. Allerdings sind sie nicht durch Zufall hier. Eigentlich sind sie auf der Suche nach Cybersix, einer von van Richters ersten Kreaturen, die sich gegen ihn gewandt haben. Cybersix sucht derweil nach einem Weg, van Richter - der auf lange Sicht natürlich die Weltherrschaft anstrebt - aufzuhalten. Um nicht entdeckt zu werden lebt Cybersix als Mann. Als der Lehrer Adrien geht sie arbeiten, verbringt die Nachmittage mit dem Kollegen Lucas, der durch Zufall auch in ihre Aktivitäten als Cybersix verstrickt wird.


    Wie so vieles in den 90ern ist die Serie sehr episodisch und leider nur 13 Episoden lang. Aber alles in allem ist sie auch genau meine Art von Show. Action? Check. Coole weibliche Heldin? Check. Coole weibliche Heldin, die genderfluid kodiert ist? Check. Eine absolut knuffige Romanze? Check. Heck, es gibt einen Subplot über einen mehr oder weniger adoptierten Straßenjungen, und wer meinen Kram kennt, weiß, dass auch das eine meiner Sachen ist. :P


    Einziger Abzug - der wohl auf die Comics zurückgeht - ist, wie japanische Charaktere gezeichnet sind. Denn diese sind auf eine Art gezeichnet, die halt einfach rassistisch ist und alten rassistisch stereotypisierten Karikaturen entspricht. Ich weiß irgendwie noch immer nicht, ob es dadurch besser wird, dass die Animation aus Japan kommt. Denn schließlich stammen die Charakterdesigns nicht von einem Japaner ...


    Gegenüber der Comics bin ich aber sehr dankbar, wie wenig Cybersix sexualisiert wurde. Die Comics - ich habe mal reingeschaut - sind so ein typisch "Mann schreibt Frau" oder auch: Warum schlafen Frauen, wenn Männer schreiben, ständig nackt?!


    Aber ja, der Cartoon ist sehr cool, ist für die Zeit auch ziemlich gut animiert und alles ... wenngleich das Ende sehr offen (mit einem angedeuteten Bad End) ist. Und man, ich wünschte mir Netflix würde sich die Rechte schnappen und ein Remake machen.

    https://www.google.at/amp/s/mo…rber-sanders-9101472.html


    Und Hillary Clinton so: "Mir doch wurst, ob ich den Republikanern in die Hände spiele. Hier geht's um MEIN verletztes Ego und ich bin einfach voll eifersüchtig, dass dieser Kerl beliebter ist als ich."

    Ich habe mal hierhin geschoben, da es glaub ich deutlich besser hier aufgehoben ist, als bei den News (gerade da es schon fast einen Monat alt ist).


    Aber ja, was soll man sagen? Die ganzen "mittigen" Demokraten machen sich sowieso halb in die Hose wegen Bernie. Hillary ist dahingehend auch mies drauf - wobei ich am meisten von Warren enttäuscht bin. Zumal ich bei ihr mir frage: Was erwartet sie sich? Sie lässt sich gerade weiter und weiter in die Mitte ziehen und verliert dadurch ...

    Mal eine Frage, würdet ihr Scrubs empfehlen?

    Ich hab jetzt schon sehr viel gutes über die Serie gehört und könnte sie auf Prime kaufen.

    Ja. Bis auf die letzte Staffel. Die Serie bringt viele Dinge gut auf den Punkt, gilt als eine der realistischsten (was immer noch so ironisch ist) Krankenhausshows und schafft es gleichzeitig sowohl lustig, als auch tragisch zu sein.

    Plus: Sie hat keinen Laugh Track. Das hilft xD


    Ich finde hierbei sogar die deutsche Fassung erträglich.

    Sunaki Das geht leider nicht. Weil er hat diese Ideen von seiner eigenen Datenbank ... :/ Er hat selbst eine gebaut. In den 80ern, ohne Fachwissen, durch Trial & Error. Weswegen die Datenbank eben absolut Chaotisch ist, da es eben ohne Anleitung geschah und durch "natürliches Wachstum".

    Er hat daraus effektiv mal was für Studierende zum Lernen gebastelt ... Aber es funktioniert. Nicht schön, aber selten, wie man sagt.

    Die New Hampshire Primaries sind letzte Nacht gelaufen. Für die Republikaner hat (kaum verwunderlich) Trump wieder gewonnen, bei den Demokraten war es Bernie Sanders, dicht gefolgt von Pete Buttigieg.


    Die nächsten Vorwahlen sind am 22. Februar in Nevada, wo sie allerdings über das Caucus-System laufen werden, und am 29. Februar in South Carolina. Dann folgt am 3. März der Super Thuesday, an dem gleich 15 Staaten (+ im Ausland lebende Demokraten & American Samoa) Vorwahlen haben werden.


    Naja, in seiner aktuellen Staatsform.

    Deutschland bspw würde ich sagen, dass es knapp 66 Jahre alt ist, da es in seiner aktuellen Staatsform erst seit 1954 existiert.
    Die Länder, die man davor als "Deutschland bezeichnen könnte, sind auch schon rein vom Namen her nicht "Deutschland" (Heiliges römisches Reich, Deutsches Reich, 3. Reich...)

    Die Sache ist: Ein Land muss nicht in seiner komplett jetzigen Staatsform existieren, um das Land, was es ist, zu sein. Frankreich hat seine Staatsform auch mehrfach geändert, ist aber seit über 1000 Jahren definitiv und unverkennbar Frankreich. Dasselbe gilt bspw. für Großbritannien und, ja, für Deutschland auch. Wenn wir über das dritte Reich oder die Weimarer Republik reden, reden wir von Deutscher Geschichte.


    Und wie gesagt: Die USA wurden vor 244 Jahren gegründet, aber damals waren es nur ein paar Staaten, zu denen seither eine Menge dazu gekommen ist. Und während die Amerikaner (gegen den Wunsch der Founding Fathers übrigens) die Constitution in den letzten 244 Jahren nicht neu geschrieben haben, gab es bspw. auch dahingehend diverse Ergänzungen und so weiter.


    Die Wahrscheinlichkeit, dass es dazu kommt, ist aber trotzdem gering, da die USA ein endkapitalistisches Land ist, wo Kandidaten wie Bernie Sanders extrem schwere Hindernisse in den Weg gelegt werden.

    Ja, das ist der Scheiß. an der Sache. Wobei ich sagen muss: Wenn sie am Ende Schummeln, um Bernie die Wahl zu nehmen, (und wenn ich mir die Umfragengebnisse anschaue, müssen sie heftig Schummeln) oder einen Scheiß abziehen, wie in South Carolina beim letzten Mal (Bernie hatte dort alle Deligierten Gewonnen bis auf 2, aber sie haben ihm nur die Hälfte gegeben), dann wird es wohl letzten Endes doch zur Parteispaltung kommen. Weil du kannst nur so lange gegen deine gesamte Wählerbasis agieren.


    Ich bin soweit aber echt überrascht, wie großartig Bernie abschneidet soweit - und wie abgeschlagen Joe (ist im Herzen Republikaner) Biden ist. So viel zum Thema seiner großartigen "Wählbarkeit". Hehehe. Auch wenn Buttigieg nicht so viel besser ist, der alte Rassist.


    Ich weiß nicht, ob man ein Land als "nicht alt" definieren kann, was man im Verhältnis zu den anderen Ländern erst "spät" entdeckt und besiedelt hat. Das Kontinent Amerika dagegen existierte ja schon viel länger als die Entdeckung durch den Menschen.

    Was heißt "spät" entdeckt. Du weißt schon, dass da seit über 13 000 Jahren Menschen leben, die eigene Regierungen, eigene Städte, eigene Alles hatten, ja? Kram, der halt von Europäern zerstört wurde. Die Nation der Iroquois existierte Schätzungsweise 300 bis 400 Jahre bereits als die Europäer das erste Mal Fuß auf amerikanischen Boden setzten (als Demokratie, wie ich anmerken möchte, oder zumindest etwas, dass wir als Europäer Demokratie nennen würden).


    Die USA ist ein junges Land, weil sie halt auf den Aschen zerstörter Gebiete gebaut wurde, bei denen man sich um den Begriff "Nationen" in einigen Fällen streiten kann (da das indigene Verhältnis zu Land ein anderes war, als dass der Europäer, gab es selten feste Grenzen), so war da eine Zivilisation mit Städten, Gesetzen und so weiter.


    Das Zwei-Parteien System, was ja nunmal Tatsache ist. Weil ich kenne keine anderen US Parteien als die Republikaner und Demokraten. Das Wahlsystem als Außenstehender zu kritisieren ist immer schwierig, weil man nur indirekte Erfahrungen macht.

    Es ist aber technisch gesehen kein Zwei-Parteien-System. Nur weil du dich nicht genug damit auseinander gesetzt hast, um zu wissen, dass es bspw. eine Grüne Partei gibt oder die Liberalitäre Partei, heißt es nicht, dass es sie gibt. Es ist nur so, dass das FPTP System immer dafür sorgt, dass nur 2 Parteien am Ende gewählt werden.


    Es sei auch dazu gesagt, dass die Founding Fathers kein Parteiensystem haben wollten, weshalb das Wahlsystem unter anderem ist, wie es ist. Die Founding Fathers haben eigentlich ein Individualsystem gewollt. Also wo Politik von Individuen, nicht von Parteien gemacht wird. Das ganze System der USA ist darauf ausgerichtet und fällt leider in sich zusammen, nun da Parteien Teil des Systems sind ...


    Übrigens kann man das System auch als Außenstehender wunderbar kritisieren. Zum einen weil dieselbe Kritik (und mehr) von den meisten Amerikaner*innen geteilt wird, zum anderen, weil sie Politikwissenschaftlich begründet ist.


    Also die Souveränität der Staaten dort ist anscheinend stärker als bei uns in den Bundesländern. Also dort haben die einzelnen Staaten viel Einfluss auf die Politik im Staat.

    Ja, ist sie in vielen Sachen. Deswegen sind sehr viele Sachen im großen und kleinen sehr anders, je nachdem, wo du wohnst. Heißt leider auch, dass es ein wenig eine Lotterie ist, wo du geboren wirst, die darüber entscheidet, wie dein Leben verläuft. Immerhin betrifft diese Souveranität der Staaten nicht nur die Todesstrafe und Waffengesetze, sondern bspw. auch die soziale Mobilität, wie das Schulsystem aufgebaut ist und wie die medizinische Versorgung ist. Und natürlich rassistische, sexistische und queerfeindliche Gesetzgebung.

    Ist die USA damit nicht viel eher eines der ältesten Länder? Welches Land kann von sich denn behaupten, in seiner aktuellen (Staats-)Form seit fast 350 Jahren zu existieren?

    250. Bzw. noch nicht ganz. 244 Jahre soweit. Und definiere in "jetziger Form". Denn die USA haben sich seither massiv verändert (sind nur diverse Staaten dazu gekommen, einige vor nicht zu langer Zeit). Dagegen würde ich deutlich behaupten, dass diverse Europäische Länder deutlich länger existieren - vor allem in ihrem kulturellen Teil.


    Ich persönlich finde das System nicht sehr effektiv. Die Politische Landschaft wird dadurch enorm eingeschränkt und das Land bewegt sich noch weniger vorwärts als Deutschland (imo)

    Das ist das Problem, ja.

    Aktuell herrscht in den USA wieder (Vor)Wahlkampf. Um jedoch nicht wieder dasselbe Problem, wie vor vier Jahren zu haben, dass der Thread verschwindet, wenn alles vorbei ist, gibt es hiermit ab jetzt einen Thread über die US-amerikanische Politik allgemein, in dem ihr fortan Themen, die die Politik in den USA angeht, besprechen könnt.


    Dafür einführend ein paar Informationen:


    Die USA sind, wie viele wissen, kein besonders altes Land. Europäer siedelten dort erstmals im 16. Jahrhundert und aus diesen europäischen Siedlungen ist nach einer Revolution, verschwendetem Tee und einer kriegerischen Auseinandersetzung mit Großbritannien 1776 die vereinigten Staaten von Amerika. Diese wiederum breiteten sich dann immer weiter nach Westen aus – haben ihre aktuellen Grenzen jedoch noch gar nicht so lange.


    Es handelt sich im weitesten Sinne um eine Demokratie, die – wie auch Deutschland – Legislative, Judikative und Exekutive unterteilt ist. In den USA wird die Legislative vom Kongress (bestehend in erster Linie aus dem Repräsentantenhaus und dem Senat) gestellt, die Judikative vom Supreme Court und die Exekutive natürlich vom POTUS, dem „President of the United States“.


    Anders als häufig angenommen sind die USA nicht von ihrer Konstitution aus eine „zwei Parteien“ Demokratie – diese ergibt sich stattdessen aus dem Wahlsystem.


    Deswegen eine kurze Erklärung zum Wahlsystem:


    Technisch gesehen werden die Repräsentanten und die Senatsmitglieder von den Bürgern gewählt und zudem die Wahlmänner für den Präsidenten. Die Sache (deswegen das Durchgestrichene „im weitesten Sinne“) ist, dass es einige Probleme mit dem US-amerikanischen Wahlsystem gibt, die häufig in der Kritik stehen. Auf diese möchte ich kurz eingehen, da sie sich immer einmal wieder im Thema aufkommen werden, da sie oft zentral in der Diskussion um die US-Politik sind.

    • Aufteilung in Distrikte + Gerrymandering
      Das erste Problem ist, dass häufig die Stimmen nicht auf gesamter Ebene, auf der gerade eine Wahl stattfindet, ausgewertet werden, sondern nach Distrikte. Also ein Gebiet in dem Leute wahlberechtigt sind, wird in X Distrikte aufgeteilt und dann wird ausgewertet, wer in welchem Distrikt gewonnen hat. Bestenfalls heißt es dabei, dass gewinnt, wer die meisten Distrikte gewinnt. Schlimmstenfalls gibt es noch eine Schlüsselung (dazu im nächsten Punkt). Die Distrikte werden dabei jedoch von der aktuell einen Bundesstaat regierenden Partei gezogen – wobei man durch Gerrymandering das Wahlergebnis beeinflussen kann.
    • Gewichtung der Stimmen
      Ein Thema, das dabei noch mit hineinkommt, ist, dass durch Wahlmänner/Deligierte häufig die Stimmen gewichtet werden. Also anstatt dass einfach nur gezählt wird, wer die meisten Stimmen erhalten hat, werden pro Distrikt oder (bei der Präsidentschaftswahl) pro Staat (und manchmal pro Distrikt pro Staat) Wahlmänner gewählt, die natürlich geschlüsselt sind. Da halt kein Distrikt und kein Staat leer ausgeht, sind die Stimmen von eher kleineren Distrikten (oder kleinen Dörfern) stärker gewichtet. Das sorgt dafür, dass ländlichere Gegenden oft einen höheren Einfluss auf die Wahl haben – dies gilt besonders der Ebene der Staaten.
    • Der Senat
      Das gilt besonders für den Senat, der per se automatisch stark gewichtet ist. Der Senat ist 100 Senatoren stark. Zwei pro Bundesstaat. Das heißt jedoch auch, dass Wyoming mit einer halben Millionen Einwohner genau so viele Macht im Senat hat, wie Kalifornien mit 39 Millionen. Da der Senat einige Macht hat (sie bestätigen Richter, segnen diverse Gesetze ab und sind natürlich auch für die Bestätigung des Impeachments zuständig) und tendenziell die ländlicheren Staaten eher republikanisch sind, zumal erneut auch hier innerhalb des Staates die Wahl meist über Distrikte abläuft.
    • First past the post + Winner Takes all
      Dazu kommt, dass viele der Distrikte/Staaten auf „Der mit der Mehrheit der Stimme bekommt alle Deligierten/Wahlmänner“ Wahlpolitik arbeiten. (Zur Erklärung: In Deutschland wird vieles über Verhältniswahlrecht geregelt. Sprich: Bekommt eine Partei 30% der Stimmen, bekommt sie 30% der Repräsentanten. In den USA bekommt aber meist derjenige mit den meisten Stimmen alle Wahlmänner.) Dies macht Gerrymandering noch effektiver.


    Das letzte genannte führt auch dazu, dass die USA zur Zeit mit einem effektiven Zwei-Parteien-System arbeitet. Das ist ein Nebeneffekt von FPTP-Demokratien. Wen der Effekt interessiert: Dazu gibt es hier ein Video.



    Noch kurz zu Wahlen und Amtszeiten:


    Der Präsident wird für 4 Jahre gewählt und kann maximal zwei Mal gewählt werden, also maximal eine Amtszeit von 8 Jahren haben.


    Die Repräsentanten aus dem Repräsentatenhaus werden für Amtszeiten von 2 Jahren gewählt.


    Die Senatoren haben eine Amtszeit für 6 Jahre am Stück.


    Richter des Obersten Gerichts werden vom Präsidenten auf Lebenszeit ernannt und vom Senat bestätigt.


    Die beiden vornehmlich nennenswerten Parteien sind die Demokraten und die Republikaner. Zu den Inhalten der Parteien ist es dabei schwer etwas zu sagen, außer, dass die Republikaner zur Zeit deutlich rechts sind, während die Demokraten versuchen „politisch mittig“ zu sein, selbst wenn sich das in den letzten zwei Jahren angefangen hat zu ändern.


    Mit dieser Grundlage: Dies ist ein Topic über die Politik in den USA. Hier könnt ihr euch sowohl über Wahlen in den US, als auch politische Entscheidungen und US-amerikanisch politische Themen allgemein unterhalten.

    Haben wir, aber die Arten nur in Streitereien aus. Weil der Typ mit seiner Datenbank einfach nur will, dass DIESE Datenbank umgesetzt ist, derjenige, der Entscheidungen trifft eigentlich keine Zeit und keinen Nerv für irgendetwas hat und die letzte beteiligte Person mit dem Typen von der Datenbank nicht klar kommt, weswegen der und sie sich anbrüllen, wenn er mich nicht anbrüllt, weil ich sage, dass sein "Namen sind Schlüssel" nicht funktioniert.

    Ich muss mich auch mal Auskotzen. Und zwar über meinen Job.


    Ich habe seit 3 Monaten einen neuen Job. 3 Monate von denen ich soweit nur 7 Wochen da war, was sich halt wegen Prüfungen (2 Wochen Urlaub) und dem grippalen Infekt (3,5 Wochen krank, weil er einfach nicht wegging) so ergeben hat.


    Eigentlich wurde ich angestellt, um eine App für ein Projekt zu entwickeln. Jetzt fing das schon an, dass als ich Anfing niemand genau wusste, was für eine App für welche Zielgruppe oder Endgeräte sie eigentlich haben wollen. Also sprich: Jeder sagte etwas anderes. NIcht alles machte Sinn. Einwände von mir wurden größtenteils nicht gehört. Ich wusste erst einmal nicht, was ich überhaupt tun soll. Hatte es mit Requirements Engineering probiert, was aber die zuständigen Entscheidungsträger kalt gelassen hat. Am Ende wurde sich für eine Webapp entschieden, weil alle Angst vor dem Google Play Store hatten.


    Soweit, so ungut. Also habe ich angefangen mir Gedanken über ein Frontend zu machen und wie ich das umsetze, sowie das Backend in Sachen Datenbank-Aufbau und dergleichen aussehen kann.


    Nun ist aber die Sache: Es gibt dort jemanden der für seinen eigenen Bedarf eine Datenbank mit vergleichbaren Daten entwickelt hat. Derjenige (ein alter Mann) hat 0 Ausbildung in Informatik und wenn man die Datenbank ansieht merkt man es. Effektiv sind es Tabellen, die als Tabellen schön aussehen, aber absolut nicht optimiert und zur Datenauslesung unnötig kompliziert sind. Aber der Typ macht mir Druck, dass ich SEINE Datenbank genau so wie er sie gebaut hat, umsetzen soll. Und weil an dem Projekt außer mir keine Informatiker beteiligt sind, nicken alle nur und finden die Idee gut - obwohl ich bereits eine eigene Datenbankarchitektur aufgebaut habe (nur dass die nicht realistisch irgendwo steht, weil die Firma es nicht hinbekommt einen Server zur Verfügung zu stellen, auf die ich die Datenbank aufsetzen kann).


    Und ich habe auf den Scheiß gerade echt keinen Bock mehr.

    Ach kommt, technisch gesehen sind die CDU vor allem gegen die Linke, da die Linke kapitalismus-kritisch sind, die CDU aber ihr halbes Programm auf Kapitalismus aufgebaut haben. Sämtliche andere Dinge sind günstige Vorwände, aber letzten Endes nicht die Grundlage der Ablehnung. Auch dass ihre Stammwählerschaft eine komplett andere ist, macht es natürlich nicht besser. Und die aktuelle Linke ist nicht einmal anti-kapitalistisch, sie ist nur kritisch - aber das ist schon zu viel.


    Was Spahn und Merz angeht muss ich ehrlich gesagt sagen, dass ich keinen von beiden als "kleineres Übel" empfinde. Spahn ist alles in allem so realitätsfern, was das Leben der normalen Leute im Land angeht, es hat schon "Wenn sie kein Brot haben, sollen sie halt Kuchen essen"-Level. Wobei Merz eben auch nicht besser ist. Beide erzkonservativ und anti-progressiv.

    Ich verstehe nicht, weshalb die AfD so konsequent aus dem demokratischen Diskurs ausgeschlossen wird.

    Weil sie kein Interesse daran haben an einem demokratischen Diskurs teilzuhaben. Die AfD ist durch und durch anti-demokratisch und wäre unser Verfassungsschutz nicht auf dem rechten Auge blind, wäre sie auch schon Verboten, da sie vor allem in Taten teilweise noch rechts an der NPD vorbeifährt. Die AfD ist Faschistisch. Und wer aus der Geschichte lernt, der weiß, dass es in Weimar oder in Italien genau so begonnen hatte. Damit, dass faschistischen Parteien mehr und mehr Macht gegeben wurde, um die eigene Macht zu sichern. Und wir wissen, wie das geendet ist.


    Und es hat niemand die FDP als Rechtsextremisten beschimpft (auch wenn sie sehr, sehr rechts sind), sondern als Steigbügelhalter. Wie gesagt: Die NSDAP ist auch nicht "einfach so" an die Macht gekommen. Es hat andere Parteien gebraucht, die ihre anti-demokratischen Neigungen gesehen und genickt haben.


    Anders gesagt: Eine undemokratische Partei kann sich nicht am demokratischen Diskurs beteiligen.

    Aber dann ist die Story nicht unbedingt militaristisch, wenn sie einfach das Militär, Krieg oder eine Einheit in den Mittelpunkt rückt.

    Ja, eben doch. Also gerade Captain Marvel ist explizit Militärpropaganda, da gibt es auch kein Drumherum. Der Film ist zentral vom DoD finanziert und von denen mitgeschrieben und abgesegnet wird. Und böse gesagt: Ich finde diese Art von US-Militär-Propaganda halt irgendwie böser, las das "Wir schießen jetzt anderswo Leute ab", weil es eben sauberer ist. Sicher, CoD ist für diverse Leute eine Power Fantasy und relativ sauber, aber da sieht man noch was. Bei Captain Marvel ist es mehr so ein: "Wuhu, komm zum Militär, wir machen coole Sachen hier! Guck mal! Cooler Kram! Wuhu!"


    Tatsächlich finanziert das Pentagon selten Filme, in denen das Militär wirklich Leute abschießt und hat sogar versucht Filme zu verhindern, in denen das gezeigt wird, außer es ist halt so ein ganz klassisches "WIR KÄMPFEN GEGEN TERRORISTEN UND SONST NIEMANDEN!" Aber bspw. haben sie den ersten Avengers nicht mit finanziert, weil ihnen das Militär nicht zu durchweg toll genug dargestellt war. Da hatte Whedon wohl richtig Stress mit Leuten, weil Marvel Studios eigentlich das Geld wollte, da der Film teuer war.


    Und dass hauptsächlich Filme von großen Studios rausgebracht werden können, ist keine Art von Zensur oder eine sehr große Einschränkung für Produzenten und Künstler*innen?

    Es ist ein wenig kompliziert mit Hollywood muss ich sagen: Ich bin, wie du weißt, kein Vertreter der Auteur-Theorie, aber ich denke, es ist schon problematisch, wie viel Einfluss ein paar wenige Menschen darauf haben, welche Filme gemacht werden. Nicht weil ich denke, dass diese Filme zwangsläufig schlecht sind, sondern weil es potentiell gefährlich sein kann. Und gerade den Einfluss des DoD auf den amerikanischen Filmmarkt finde ich jetzt schon bedenklich.


    Ich kann mich nicht erinnern, dass FMA jemals so richtig fixe Power Scales etabliert hätte.

    Das muss aber auch nicht für das Problem, was Aprikose bezüglich dem Zusammenhang auch mit Agency anspricht.


    Sicher, bloß sind das Themen, für die sich dann doch viele Leute interessieren und das Bedürfnis haben sie einzubauen und zu lesen.

    Und hier muss ich widersprechen. Als jemand der doch sehr in der Szene drin ist und mit einigen "Größen" der Szene schon Diskussionen geführt hat: Nein, die Leute interessiert es nicht, sie wollen sich auch nicht kritisch damit auseinandersetzen, sie schreiben es, weil es in ihrem Kopf einfach so ist und so zu sein hat und "damals halt so war". Um zu sagen, dass es sie "interessiert" würde ich voraussetzen, dass es ein kritisch reflektiertes Thema ist - aber es ist nun einmal nicht kritisch reflektiert und das macht es eben so schlecht in den meisten Geschichten. Und so problematisch und ekelig und überhaupt. Die Leute schreiben nicht Sexismus, weil das Thema sie "interessiert" und sie sich damit auseinandersetzen wollen, sondern bestenfalls weil sie 0 darüber nachgedacht haben und einfach reproduzieren, was sie woanders aufgenommen haben, schlimmstenfalls weil sie Sexismus toll finden und effektiv eine Welt wollen, in der es real ist.


    Du sprichst dafür von Kulturen, die vor allem in Stämmen zusammenlebten und 100 Leute kann man viel leichter regieren als 100.000 oder 10 oder 100(te) Millionen.

    Die Iroquois waren um die 50 000 und haben unter demokratischen Standards gelebt. Und ja, sie hatten vorher laut Überlieferung auch miteinander Konflikte - aber hier ist die Sache: Es geht auch anders hervor. Und ebenso gibt es Stämme in Afrika, die unter Standards, die wir heute als demokratisch betrachten würden, gelebt haben mit zig tausend. (Und man muss sich in Erinnerung rufen: Damals lebten allgemein noch nicht so viele Leute auf der Welt.)


    Tatsächlich ist mehr in der Satzung der USA aus den Regelungen der Iroquios genommen, als aus europäisch-demokratischen Ideen (die damals auch noch nicht soweit waren, wie viele vergessen).


    Von Südamerika weiß man, dass es Kriege von den Hochkulturen gab.

    Von Asien weiß man, dass es sehr viele Kriege gab.

    Von Afrika... kA weiß ich vor allem von Ägypten im Krieg mit afrikanischen Nachbarstaaten.

    Als ich letztes Mal geschaut habe, lagen Ägypten, Mittel/Südamerika, China, Japan etc. nicht in Europa. xD

    Kriege heißt nicht unbedingt, dass es ein Militär gab. Denn viele Kulturen hatten zwar immer mal wieder Auseinandersetzung, aber keine eigene Kriegerklasse oder Militär. Leute konnten sich halt im Notfall verteidigen. Aber es war nicht diese organisierte Art von Konflikten, die wir in Europa sehen und selten in dem Ausmaß.


    Also ich sage nicht, dass es das nicht gab, denn ja, andere Kulturen haben auch Genozide hinbekommen, aber die Menge und Beständigkeit von Konflikten in Europa oder fairerweise Eurasien ist tatsächlich extrem. Und es ist bis heute unter Historikern strittig warum wir uns hier statistisch häufiger die Köpfe eingeschlagen haben, OBWOHL wir eine Religion geteilt haben, als andere Kulturen anderswo, die unterschiedliche Religionen hatten ...


    Viele Stämme haben anscheinend auch keine gar so fixe Idee vom privaten Besitz, der nicht auch mit anderen zu teilen ist

    Das ist korrekt. Vor allem nicht, wenn es um Landbesitz geht, denn in vielen Kulturen (Stämme klingt immer so abwertend und projiziert immer ein bestimmtes Bild, dass nicht überall zutrifft) ist es eben so, dass das Land selbst eine Gottheit ist oder zumindest Spirituell. In der Cherokee-Mythologie ist das Land bspw. eine Verkörperung ihrer eigenen Vorfahren und ... sie haben eine Bindung dazu, aber sie besitzen es nicht. Und das ist wieder so etwas, wo es sehr schwer ist, sich als jemand aus unserer Kultur reinzudenken. Ich kann ich nämlich auch nicht behaupten, dass ich die Vielfältige Verbindung dieser Kulturen zum Land verstehe. Alles was ich verstehe ist, dass viele Dinge eigenständig sind und daher nicht besessen werden können. Wie du eben auch einen anderen Menschen nicht besitzen kannst. Und diese Idee ... sie ist nicht exklusiv zum proto-indoeuropäischen. Es gibt definitiv west-afrikanische Kulturen, die den Besitzbegriff auch haben, wie eben auch zumindest die Inka ... aber es ist zumindest sprachlich schon sehr im proto-indoeuropäischen verankert und hat bei uns sicher viel mit geprägt.


    Es besteht die Vermutung, dass ein wichtiger kultureller Aspekt ist, dass speziell das Christentum die Erde selbst ihres Geistes beraubt hat, indem die Erde ein "Ding" ist, dass dem Menschen gegeben wurde. Mehr noch: Während viele andere Kulturen (gerade im amerikanischen) es haben, dass die Menschen aus einer schlechteren Welt von Gottheiten in unsere geholt wurden, ist im Christentum es halt so, dass die Menschen von einem geilen Ort (Paradies) auf die Erde ausgesperrt wurden. Und das hat halt auch etwas ... unschönes mit sich. Und ... ich weiß gar nicht wohin ich genau will. Es geht um die Verbindung von Mensch zu Erde und warum wir die kaputt machen und uns darüber die Köpfe einschlagen, I guess.


    Dazu werde ich im Rahmen von der Dekolonialisierung der Phantastik auch noch was schreiben. Weil dieses ganze Thema von wegen Zusammenhang von Besitz, Erbe und Land in diesem Maße so ... spannend ist, gerade im Kontext ihrer Darstellung in der Fiktion und wie verwirrt Europäer im Kontakt mit anderen Kulturen waren, wenn sie da saßen und niemand Anspruch auf das Land erhob und es keine Erblinien gab ... die wiederum eng mit dem Patriarchat zusammenhängen.


    Und ein Teil der "Decolonization of the mind" Theorie ist halt eben auch sich von diesen Vorstellungen zu trennen. (Deswegen ist Dekolonialisierung unter Kapitalismus nicht möglich.)


    Für die Nicht-Hopepunk-Leute: Menschen sind halt "scheiße". Nicht nur, aber dennoch auch sehr. ¯\_(ツ)_/¯

    Hopepunk sagt: "Ja, Menschen sind scheiße, aber das heißt nicht, dass man sie nicht eines besseren belehren kann." Oder auch: "Ja, die Welt ist scheiße. Aber das heißt nicht, dass wir aufgeben müssen." Hoffnung macht keinen Sinn, ohne dass es Probleme gibt, bei denen man Hoffen kann, dass man sie überwindet. (Siehe eins runter)


    Danke für den Begriff. Kannte ich noch nicht, hilft aber sicher beim Suchen von Geschichten :D

    Ich verlinke dir mal den Tor-Online Artikel dazu. :D Judith und Christian Vogt hatten dazu letztens auch auf 3sat ein Interview gegeben und so. Google eventuell mal danach :D


    Yep. Das ist halt auch etwas, womit ich selbst als Autor struggle. Eigentlich will ich keine Produkte erwähnen. Ich will nichtmal Länder erwähnen. Mache aber vor allem letzteres dann doch, weil sonst halt viel zu viel Realismus flöten geht, wenn ich in der heutigen Welt schreibe.

    Für mich ist es halt schon so, dass mir Länder und sowas wichtig sind. Ich sag mal so: Kyra wäre nicht Kyra, wäre sie nicht Britin. Sean nicht Sean, wäre er nicht Schotte. Und Joanne/Pakhet wäre ohne das "Amerikanerin, die in Südafrika zum Ende der Apartheit aufgewachsen ist" auch nicht sie selbst. Gerade diese Aspekte finde ich halt auch spannend, wie sich bspw. historische Ereignisse auf die Figuren ausgewirkt haben. (Gerade Joanne war von 9/11 recht direkt betroffen.)


    Ja, der militärische Aspekt bei AoT stört mich. Aber hell, ich finde, das ist einfach unfassbares Plotwriting, was Isayama da abliefert. Ich mag mit einigen Messages der Geschichte nicht einverstanden sein, das Militär nicht mögen, finde es auch richtig …

    Was mich bei AoT mehr stört, ist dass da in der Philosophie einige stark faschistische Elemente drin sind und ich mir nie sicher bin, ob der Manga diese feiert oder kritisieren will ...

    Ich hab es jetzt in so weit richtig verstanden, dass im Mittelalter deswegen in Europa so viele Burgen (aus Stein) gebaut wurde, weil man sich die Technik von den Römern/Griechen abgeschaut haben. (und weil sie sich ständig bekriegt haben)
    Aber wieso haben die Römer große Bauten gebaut? Wegen ihres Glaubens an die Götter?

    Nun, so genau wissen wir es nicht. Es ist anzunehmen, dass zum einen halt einfach die massive Kriegerischkeit der frühen Kulturen eine Rolle spielt (wer halt Permanent mit Leuten sich die Köppe einschlägt, der baut bessere Abwehrmaßnahmen). Dennoch gibt es halt tatsächlich gute Hinweise darauf, dass die größten Fortschritte in Architektur bis ins Mittelalter mit Religion zusammenhingen. Ich meine, bei den frühsten Gebäuden, die wir gefunden haben, streitet man sich, ob die Religiös waren oder Festlagerplätze. lol


    Aber man muss eben auch sehen, dass viele Kulturen nicht gebaut oder zumindest nicht aus Stein haben und dennoch jetzt nicht irgendwie "wild" oder "zurückgeblieben" waren. Eins der großen Probleme mit der Art, wie Geschichte und Kultur die längste Zeit betrachtet wurden, ist, dass man "Zivilisation" an einem europäischen Standard (und zwar einem West- und Mitteleuropäischen) gemessen hat. Und gesagt hat: "Okay, wenn sie dies und jenes, was wir da und da hatten, hatten, müssen sie auch dies und jenes erreicht haben." Als ob die Sachen aneinander gebunden gewesen wären. Oder irgendwas von wegen Zivilisation ausgesagt hätten.


    Ich meine, eine beliebte Narrative im Kontext Kolonisation ist ja auch, dass Europa die Welt "zivilisiert" hätte. Aber eine Pazifika Aktivistin sagte es so schön: "Schaut euch an, wie wenig Krieg wir hatten. Schaut euch an, wie viel Krieg es in Europa gab. Die wollen uns was von Zivilisation erzählen?" (Und ich will damit nicht auf den "Noble Savage" hinaus - es gilt nicht für alle. Es geht nur darum, dass Europa auch nicht zwangsweise "zivilisiert" ist und nicht alle es so bezeichnen würden. Es ist bis heute nicht geklärt, wieso es ausgerechnet Europa war, das die Welt kolonialisiert hat. Aber eine Vermutung ist, dass Europas große Schwäche auch die große Stärke war. In Europa lebten viele Kulturen auf einem relativ kleinen Raum. Und die hingen sich die ganze Zeit in den Haaren. Das hat halt dafür gesorgt, dass es mehr Anreize gab, Waffen- und Kriegstechniken auszuarbeiten.)


    Und wenn ein Autor mehrere Bauweisen einbaut?
    Also dass die mit Erdmagie hauptsächlich aus Stein gebaut haben, während die mit bspw Luftmagie eher leichte Bauten aus Holz bevorzugten und die mit Wassermagie am Wasser lebten und sich dort Dörfer/Städte aus Holz bauten?

    Das wäre zum Beispiel interessant, wenn Magie anhand von kulturellen Grenzen unterschiedlich ist. :)

    Also existieren Burgen wie bspw die Kaiserburg in Nürnberg nur wegen der römischen Architektur?
    Weil ich finde jetzt nicht, dass römische Architektur viel mit "mittelalterlicher" Architektur (wie bspw die Kaiserburg) zu tun hat

    Und das Grundprinzip einer "Burg" (Steinmauer zum Schutz mit (Stein-)Gebäudekomplex im Zentrum) kann an überall auf der Welt beobachten, auch im fernen Osten

    Da sind viele Fehler drin.


    Erst mal: Bei weitem nicht alle Kulturen haben Steine zum Bauen benutzt. Ich meine, die Japaner sind wohl das beste Beispiel, die eine technisch weit entwickelte Kultur waren, die bis heute jedoch sehr viel mit Holz bauen (weswegen ihnen halt Kyoto periodisch abbrennt, but that's life). Gründe sind unterschiedlich, gehen aber nicht zuletzt darauf zurück, dass die Art und Menge von Konflikten sich massiv unterschieden haben zwischen Kulturen. Wieso eine Burg bauen, wenn man sich nicht ständig bekriegt? (Heck, das hat Tolkien schon auf die Reihe bekommen. Rohan hatte bis auf Helms Klamm keine wirkliche Festung, weil sie halt wenig Konflikte hatten, da sie mit Minas Tirith ein gutes Verhältnis hatten und die als Puffer gegen Invasion aus Osten fungiert haben. Deswegen hatten sie halt in Bezug Steinbau eine sehr simplistische Art zu bauen.)


    Auch wirst du massive Unterschiede in der Art diese Sachen zu bauen finden. Das liegt zum einen am Verfügbaren Gestein, an den Verfügbaren Werkzeugen und dafür verfügbare Materialien. Aber eben auch an kulturellen Voraussetzungen und der vorarbeit vorhergehender Kulturen. Denn Fun Fact: Einfach nur ein paar Steine aufeinander zu packen ist kein so geiler Schutz. Du brauchst irgendein System, damit diese Steine auch liegen bleiben und idealerweise das auch wenn Wind oder Feinde dagegen prallen.


    Und ja, in all diesen Aspekten findest du vornehmlich römische Einflüsse in Burgen und dergleichen und die wären ohne Christentum nicht da.


    Anders gesagt: Warum buddelt man sich nicht ein? Warum baut man seine Festungen (wenn man überhaupt permanent Konflikte hat) nicht aus Lehm und besonders starken Hölzern - wie es diverse Kulturen gemacht haben. Warum nutzt man nicht ausschließlich natürliche Sicherheit?


    Wie gesagt: Es ist ein Fehler zu glauben, dass es auf solche Fragen nur eine Lösung gibt und alle auf dieselbe Lösung kommen. Natürlcih werden Lösungsansätze auch aus Voraussetzungen (eben Ressourcen) geprägt, aber eben auch kultureller Entwicklung. Und auch wenn Burgen heute oftmals etwas heruntergekommen aussehen, darf man nicht vergessen, dass das nicht ist, wie sie gebaut wurden. Die meisten sahen ihrer Zeit wesentlich beeindruckender aus, wie man auch an Restaurierten Beispielen sieht. Und ja - dahinter steckt unter anderem römische Baukunst.


    Und genau das ist eben der Punkt. Viel Weltenbau lässt außen vor, welche Gegebenheiten dazu geführt haben, dass die Welt ist und war, wie sie ist. Diverse Fantasy-Autor*innen können dir Stundenlang erzählen, wer wen in der Welt bekriegt hat, wer wann auf welchem Thron saß, aber kulturelle Fragen? Alles wie Mittelalter (oder wie sie glauben, dass Mittelalter war) weil halt. Macht übrigens auch oft im Kontext mit ihren Sprachen wenig Sinn.


    Weil die Magie in den meisten Fantasywelten auch limitiert sind (bzw fällt mir gerade kein Fantasy-Setting ein, wo Magie unbegrenzt ist) und auch nicht jeder automatisch Magie beherrscht.

    Das ist allgemein Betrachtet scheißegal. Denn das Problem ist, dass eben diese Welten so häufig halt dasselbe Zeigen (eben ein pseudo-europäisch-mittelalterliches ALLES), auch wenn die Voraussetzungen nicht gegeben sind. Und es ist eben so, dass ich in meinem Leben genug Geschichten mit Elementar-Magie, die nicht zu selten war, gelesen habe, als dass es sich logischerweise durchgesetzt haben sollte in den Welten mit Erdmagie, dass Architektur diese nutzt. Aber genau das passiert nicht. Weil das bedeutet, dass ein*e Autor*in etwas neues erdenken müsste und das traut sich kaum jemand.