Beiträge von Quartilein

Die Kronen-Schneelande erwartet euch!


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    Bastet  Gucky Nur zur Klarstellung, da es irgendwie so wirkt, als würdet ihr mir widersprechen wollen: Ich habe nicht dafür argumentiert, dass es gut wäre, die Pille nicht mehr zuzulassen. Im Gegenteil überwiegt aus meiner Sicht auch hier heute noch der Nutzen, wenngleich man argumentieren könnte, dass es mittlerweile andere Verhütungsmethoden mit geringeren Nebenwirkungen gibt (es ist aber umstritten, dass die Pille abgelöst werden kann). Die Pille ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie viel strenger die Zulassungsverfahren in den letzten Jahrzehnten geworden sind. Dass es noch keine Pille für den Mann gibt ist unter anderem auch dem geschuldet (Studien, die aufgrund von Nebenwirkungen abgebrochen wurden, die mit denen der Pille für die Frau vergleichbar sind)(Quelle).


    Übrigens lässt sich das Argument, die Pille habe einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert, auch auf AZ anwenden. Immerhin geht es um nicht weniger als den Ausweg aus ewig andauernden Lockdowns, hohen Todeszahlen und starken Einschränkungen der Grundrechte. Mir fiele eigentlich kein besserer Grund ein, AZ trotz eines im Vergleich geringen Risikos denjenigen zur Verfügung zu stellen, die sich impfen lassen wollen.


    Warum die Pille heute nicht mehr zugelassen werden sollte, erschließt sich mir auch nicht. Einem Medikament könnte bei neuen Erkenntnissen jederzeit die Zulassung entzogen werden. Neue Pillen müssen wohl auch jeweils ein eigenes Zulassungsverfahren bestehen (hoffe ich zumindest).

    Über die Details des Zulassungsprozesses kann ich dir gerade nicht wirklich etwas sagen. Wenn ich mich richtig erinnere gibt es bei neuen Präparaten spezielle verkürzte Zulassungsverfahren, bei denen die Nebenwirkungen eher mit denen anderer zugelassener Präparate verglichen werden (don't quote me on that). Etwas am Zulassungsstatus der Pille ändern könnten wohl nur die von dir erwähnten "neuen Erkenntnisse", sprich dass man in Phase IV neue Nebenwirkungen entdeckt, die die Zulassung nochmal auf den Prüfstand stellen. Nur sind die Nebenwirkungen der Pille eben gut erforscht und lange bekannt - man hat sie damals aber trotzdem zugelassen. Dass das heute so nicht mehr passieren würde ist im Übrigen nicht nur einfach meine Meinung, sondern deckt sich mit der Ansicht von Experten (1,2).

    Die Frage ist aber in meinen Augen tatsächlich, wie rum man darauf reagiert. Sagen wir jetzt "Pah, im Vergleich zur Pille ist das doch nichts!" oder aber gehen wir eher in die Richtung "Okay, das ist echt nicht gut, man sollte dringend mehr in die Forschung von Verhütungsmitteln und der Weiterentwicklung der Pille investieren?".

    Die Pille würde nach heutigen Maßstäben wohl auch gar nicht mehr zugelassen werden. Da muss ich persönlich aber sagen, dass ich einige dieser Entscheidungen aus der Risiko-Nutzen-Perspektive nicht ganz nachvollziehen kann. Wenn eigentlich gute Medikamente aufgrund vergleichsweise geringen/seltenen Nebenwirkungen abgelehnt werden, ist der dadurch entstehende Schaden wohl um Einiges größer als der abgewendete Schaden. AZ ist da eigentlich auch ein ganz gutes Beispiel, wenngleich ich die Entscheidung der STIKO, AZ nicht mehr für Jüngere zu empfehlen, zumindest rechnerisch nachvollziehen kann. Trotzdem greift es aus meiner Sicht in einer Pandemie zu kurz, nur die Risiken für das Individuum gegeneinander abzuwägen und dabei zu ignorieren, dass sich die Impfung eben sehr wohl auch auf andere auswirkt. Ich würde mich weiterhin auch mit AZ impfen lassen, da ich regelmäßigen Kontakt zu Risikopatienten habe. Weswegen ich es auch ausgesprochen bevormundend finde, dass mir das jetzt untersagt werden soll.


    Was ich ehrlich gesagt nicht so cool finde ist, dass man bei den anderen jüngeren (habe einige ehemalige Ausbildungskollegen an der Klinik) nach der ersten AZ-Impfung jetzt sagt "joa, dann bekommst halt Biontech/Moderna als Zweitimpfung". Viele sind dahingehend sehr unsicher, welchen Schutz man aus diesem Mischmasch am Ende davonträgt und möchten sich sogar sehr bewusst auch mit AZ wieder impfen lassen.

    Erste Studien deuten bisher ja darauf hin, dass der Schutz durch eine derartige "Kombiimpfung" ja womöglich sogar höher ausfallen könnte als durch eine Zweitimpfung mit dem gleichen Impfstoff. Dennoch stimme ich dir zu. Es ist eigentlich unverantwortlich, von heute auf morgen mehrere tausend Menschen zu unfreiwilligen Versuchskaninchen für eine Behandlungsmethode zu machen, die noch gar nicht ausreichend erforscht ist. Dass es darüber keinen größeren Aufschrei gibt verwundert mich ehrlich gesagt. Was bei einer Zulassung ohne verlässliche Studiendaten passieren kann, hat ja eigentlich die Geschichte gezeigt.

    Ich denke mal jeder dürfte mitbekommen haben wie es um den Impfstoff von AstraZeneca bestellt ist. Ich frage mich warum noch niemand der positiv beteiligten Personen dort dazu etwas im Corona Thread gepostet hat? Hier wird ja auch fleißig geschrieben. Wahrscheinlich weil es wieder eine unbequeme News ist die ja so gar nicht in die Positivität des Threads passt dabei ist es eine sehr wichtige Information. Überhaupt ist es schon sehr auffallend wie still es ist wenn gewisse Personen dort mal nichts schreiben. Ich habe ganz bewusst jetzt mal gewartet damit um zu sehen was passiert. Hätte ich das gepostet wären wieder sofort alle da gewesen und hätten mir erstmal direkt gesagt, dass es ja nur 31 Fälle von 2,7 Mio. Impfdosen waren und ich ja völlig im Unrecht wäre wenn ich sage, dass es vor allem für jüngere Frauen gefährlich wäre. Oder das alle Impfstoffe ja scheinbar doch nicht so sicher sind usw. Ich finde das einfach nur absolut heuchlerisch. Das zeigt mir auch, dass dieses Unterthema absolut wertlos ist. Wenn man dann nicht einmal die Courage hat für sich auch negative News zu posten. Das soll lieber stillschweigend untergehen solange gewisse Personen (wie ich) dazu nichts posten. Impfungen waren ja ein häufiger Streitpunkt.

    Da ich davon ausgehe, dass du in diesem Absatz unter anderem mich angesprochen hast (wenn nicht sogar ausschließlich lol): Ich würde dich wirklich eindringlich darum bitten, derartige suggestive Unterstellungen wie diese hier zu unterlassen. Wenn es jetzt schon ein Indiz für irgendeine Unfairness sein soll, nichts in einem Thema zu posten, sind wir ehrlich gesagt auch an einem Punkt angekommen, an dem auch eine vermeintliche Diskussion mit dir darüber nichts mehr bringt. Ich würde dir dringend empfehlen, die Einstellung anderer User:innen anhand dessen zu beurteilen, was diese schreiben und wie sie das tun. Das sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein.


    Ich könnte mich jetzt dafür rechtfertigen, warum ich zu den neusten Nachrichten von AstraZeneca nichts gepostet habe, aber darauf habe ich ehrlich gesagt keine Lust. Nicht, weil ich das nicht könnte (um dir den Kommentar mal vorwegzunehmen), sondern, weil das komplett am Thema vorbeigehen und diese Diskussion hier auf ein viel zu unsachliches Niveau runterziehen würde. Und da mach ich nicht mit.

    Au weia.

    Es wird jeder Wortlaut haarklein zerlegt selbst bei absolut neutralen Aussagen. [...] Davon mal ab hast du scheinbar immernoch nicht verstanden worum es ging. Es ging um Maßnahmen gegen Corona wo ich beispielsweise gesagt habe, dass Masken tragen und ständiges Desinfizieren der Hände ausreichend ist damit nicht viele Viren auf den Oberflächen sind. Außerdem habe ich den Vorschlag gemacht das Büro mitten in der Woche zu desinfizieren was einen größeren Nutzen hat als vor dem Wochenende. Nur darauf war die Aussage mit "alle" bezogen.

    Hier einmal der ursprüngliche Bezug, damit sich da jeder selbst ein Bild von machen kann. Unabhängig davon, was du da genau gemeint haben willst, ist schlicht nicht ersichtlich, dass du dich dabei nur auf Corona bezogen hast. Im Gegenteil, Coolio35 spricht eindeutig von "allgemeiner Hygiene" und genau das zitierst du. Das hier ist immer noch ein Forum, also ein Textmedium. Du kannst da einfach nicht erwarten, dass du A schreibst und die Leute B verstehen. Übrigens kommt noch erschwerend hinzu, dass du in diesem Beitrag offensichtlich selbst zwischen allgemeiner Hygiene und Corona unterschieden und dennoch die genau gleiche Aussage gebracht hast. Mir hier jetzt (ungerechtfertigterweise) Cherry Picking vorzuwerfen wirkt da um ehrlich zu sein mehr wie eine Ausweichstrategie von dir.


    Genau das war es übrigens auch, was ich meinte, als ich das vermeintliche "aneinander vorbeidiskutieren" ansprach. Während dich dein Diskussionspartner in diesem Fall schon darauf hinwies, dass von A die Rede ist, interpretierst du die Aussage im Kontext von B und "widerlegst" sie dadurch ohne, dass es die Diskussion irgendwie voranbrächte.


    [...] außerdem bist du der Einzige der hier immer so massiv mit Links um sich wirft. Da ist man um ehrlich zu sein sogar chancenlos, denn wenn man dir eine Gegenstudie aufzeigt hast du meistens direkt wieder eine Studie parat die deine Aussage wieder untermauert. Ich habe da kein Spaß dran Studienschlachten zu führen und vor allem nicht hier.

    Jetzt ist es also schon etwas Schlechtes, Quellen zu verlinken? :^) Sorry, aber wir scheinen fundamental unterschiedlicher Ansichten darüber zu sein, wie eine gute Diskussion ablaufen sollte. Ich denke mal du beziehst dich da gerade auf das eine Mal, als du eine Studie in den Raum geworfen hast, die eine höhere Zahl an Corona-Infektionen in bildungsfernen Schichten festgestellt hat und du quasi impliziert hast, dass "die Dummen" schuld an den Infektionszahlen seien? Also wenn schon, dann hattest du diese "Studienschlacht" begonnen. Ich werde mich aber keinesfalls bei dir dafür entschuldigen, dass ich dich nicht ungestört irgendwelche unhaltbaren Vorurteile verbreiten lasse.


    Weil ich sie ja auch gar nicht konter Zeit und so... [...] Wenn dir dieser Bereich wichtig ist kannst du das ja machen. Mir nicht. Es ist für mich ein Unterbereich, ein Off Topic wo ich meine Meinung äußere und fertig. [...] Daher habe ich in letzter Zeit auch nicht mehr mit dir diskutiert außer du hast auf meine Texte geantwortet.

    Das Unterforum heißt "Allgemeine Diskussionen". Eine gute Diskussion lebt per Definition davon, dass Argumente zwischen verschiedenen Parteien ausgetauscht werden, man sich gegenseitig zuhört und auf die Argumente anderer Parteien eingeht. Wenn es dir nur darum geht deine Meinung öffentlich zu machen, ohne dabei mit anderen Personen zu interagieren, ist das also offensichtlich das falsche Medium. Für sowas existieren unter anderem Blogs.


    Manche schreiben in dem Thread auch nur aus Angstbewältigung vor der Situation oder um mal andere Meinungen als aus seinem privaten Umfeld zu hören. [... ] Mich macht gar nichts wütend. Mich stört es aber extrem, dass du erwartest, dass jeder in diesem Pokemon Forum eine fundierte Enzyklopädie über Corona und die Welt hat. [...] Mir ist das Niveau auf dem du diskutieren willst für diesen Bereich einfach zu hoch.

    Wo ich doch im letzten Beitrag noch über Strohmänner sprach. Ich habe selbstverständlich kein Problem damit, wenn jemand den Thread (bzw. das Forum allgemein) aus den hier beschriebenen Gründen nutzt. Ebenso wie ich kein Problem damit habe, wenn jemand von irgendeinem Thema mal keine Ahnung hat (ich bin doch in medizinischen Fragen selbst nur ein Laie). Womit ich ein Problem habe ist aber, wenn jemand so tut als ob, dabei massenhaft falsche Informationen als Argumente verwendet und selbst nach einer Korrektur dieser weiter auf seinem Standpunkt beharrt wie ein bockiges Kind. Da sind wir dann nämlich schon lange an einem Punkt angekommen, der über bloßes Nichtwissen hinausgeht.

    Glaube es ist eine falsche Annahme, dass es zu Studien Gegenstudien gibt. Studien widersprechen sich nicht, Studien haben lediglich unterschiedliche Studiendesigns. Da reicht es oft nicht, einfach nur die Überschrift zu lesen.

    Auch wenn ich es nicht "Gegenstudien" nennen würde: Klar können unterschiedliche Studien zur selben Thematik auch zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Von einem wissenschaftlichen Konsens spricht man dann, wenn ein Großteil all dieser Studien ähnliche Resultate liefern und die "Gegenstudien" in einer klaren Minderheit sind oder einfach nicht über ausreichend Gewicht verfügen (z.B. zu klein, Fehler in der Methodik, ...). Es ergibt sich also quasi automatisch über eine Art demokratischen Prozess, aus welchen Erkenntnissen sich der aktuelle Stand der Wissenschaft zusammensetzt.


    Insofern hat Phoenixfighter in der Theorie recht: Wenn man nur lange genug gräbt, findet sich zu so gut wie jedem Standpunkt eine Studie, die diesen untermauert. Das Hauptroblem dabei ist, dass der Großteil aller Menschen nicht dazu in der Lage ist, die Qualität und Aussagekraft einer Studie korrekt zu bewerten. Ergo können sich Menschen mit bösen Absichten Studien heraussuchen, die ihren eigenen Zwecken dienlich sind und diese dann in Diskussionen verwenden, um ein falsches wissenschaftliches Weltbild zu erzeugen und die Diskussion so zu kapern. Die Studie fungiert hierbei dann als reines Autoritätsargument, erzeugt also beim Lesenden einen Eindruck der Seriösität, der eigentlich gar nicht gegeben ist.


    Deswegen achte ich persönlich bei der Verlinkung von Studien darauf, dass diese möglichst repräsentativ für die hunderten anderen Studien zu der betrachteten Thematik sind. Das involviert, dass man sich im Vorfeld zumindest mit ein paar dieser Studien beschäftigt (als Laie reicht es hier oft genug schon, das Abstract zu lesen) und nach unterschiedlichen Schlagworten sucht. Im besten Fall existieren zu dem Thema bereits Meta-Studien, die die Studienlage besser analysieren, als man als Privatperson je könnte.


    Ich sehe das nicht als schlechten Stil aber als äußerst nervig an weil es eine Menge Zeit kostet nach vernünftigen Studien zu suchen und dann sich diese anzuschauen und zu verstehen. An sowas habe ich keinen Spaß. Mich nervt sowas.

    Es geht nach wie vor nicht darum, jede noch so kleine Aussage mit irgendeiner Studie belegen zu müssen. Ich will an der Stelle mal daran erinnern, was diese ganze Eskalation ausgelöst hat: Du hast behauptet, dass nach 2 Tagen "alle" Viren auf Oberflächen absterben und das Desinfizieren von Oberflächen deshalb nichts bringt. Das ist eine so offensichtliche Falschaussage, dass man sich zur Widerlegung nicht mal mit Studien auseinandersetzen muss. Das lernt man in der Schul-Biologie. Du hättest dafür wirklich nur "Viren Lebenszeit auf Oberflächen" bei Google eingeben müssen.


    Und das ist doch das eigentliche Kernproblem, um das es sich hier zu drehen scheint: Du scheinst dir keinerlei Mühe bei deinen Posts geben zu wollen, abgesehen davon, deine persönliche Meinung zu Papier zu bringen. Du gehst kaum auf die tatsächlichen Argumente der Gegenseite ein und scheinst nicht dazu fähig zu sein, dein eigenes Weltbild auch mal zu hinterfragen oder gegebenenfalls anzupassen. Man könnte hier diplomatisch davon reden, dass du und deine Diskussionspartner:innen aneinander vorbeireden, aber das ist es nicht. Denn während die meisten deiner Diskussionspartner:innen durchaus darauf eingehen was du sagst und viele deiner Aussagen sehr eindeutig widerlegen, ignorierst du dies meistens und reagierst dich lieber an irgendwelchen Strohmännern ab.


    Dabei scheint dir jedes Argument recht zu sein, so falsch es auch ist, Hauptsache, es bestärkt dich in deiner Meinung. Eine Minute Zeit in die Verifikation der eigenen Position zu investieren ist keine übetriebene Recherchearbeit. Das nennt man Sorgfalt. Eine Sorgfalt, die man an den Tag legen sollte, wenn man Beiträge in einem öffentlichen Medium verfasst. Das absichtliche Herunterspielen von Fakten und Logik mit genau den gleichen Argumenten, wie du sie hier gebracht hast, nennt man in der Rhetorik übrigens Appeal to Stupidity. Das hat üblicherweise das Ziel, die Leser:innen einer Diskussion von dem eigenen irrationalen Standpunkt zu überzeugen, obwohl dieser in der Realität nicht haltbar ist.


    Aus dieser Perspektive müsste ich dir also sogar unterstellen, dass dir die logischen Widersprüche in deinen Aussagen durchaus bewusst sind, aber so weit will ich mich dann auch nicht aus dem Fenster lehnen. Es ist nur unglaublich frustrierend, wenn man schon auf deine Posts eingeht und die Recherchearbeit quasi auch noch für dich übernimmt, am Ende aber trotzdem wieder genau das gleiche von dir zurückkommt. Was mich wütend macht sind Menschen, die trotz einer erdrückenden Beweislast nichts an ihrer eigenen Ignoranz ändern wollen. Unter all diesen Umständen ist es leider sinnlos, mit dir zu diskutieren.

    Das kannst du dir sparen. Nach dem Wochenende ist sowieso alles tot. Wenn dann musst du das mitten in der Woche machen wenn du einen wirklichen Effekt erzielen möchtest.

    Es wäre eine Wohltat, wenn du vor dem Verfassen eines Posts eine Minute recherchieren könntest.

    Das hat aber nichts mit Hygiene zu tun die du selbst betreibst. Der Effekt entsteht einmal durch die Masken und zum Anderen durch gründlichere Reinigung der Hände.

    Da hast du dir halt innerhalb eines Satzes selbst widersprochen? Wenn ich mir selbst häufiger die Hände desinfiziere hilft das selbstverständlich gegen die Verbreitung von Krankheiten. Auch verhindert es, dass ich mich selbst mit diesen anstecke. Aber wenn du da neue Erkenntnisse hast, solltest du diese schnell an alle Krankenhäuser weitergeben. Nicht, dass sich das Personal da umsonst desinfiziert.

    Die Aussage hat mich auch etwas gewundert, denn nach eigenen Angaben, lässt er sich selbst gegen die Grippe nicht impfen.

    Mal davon abgesehen, dass ich diese suggestive Aussage irgendwie unverschämt finde: "Nach eigenen Angaben" habe ich mich dieses Jahr nicht gegen die Grippe impfen lassen, weil nicht genug Impfstoff zur Verfügung stand und die STIKO daher empfohlen hat, dass sich nur die Älteren/Risikopatienten impfen lassen sollen. Wenn wir von einer jährlichen Corona-Impfung reden gehe ich selbstverständlich davon aus, dass diese für alle angeboten wird und ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht (also ungleich aktuell). Apropos:

    Wie viel Prozent der Deutschen lassen sich denn jährlich gegen die Grippe impfen? Gefühlt doch nur vorwiegend die älteren Generationen.

    Stimmt so, aber eben auch nur, weil die Sterblichkeit bei der Grippe für junge Menschen um ein Vielfaches geringer ist (so sehr, dass sie fast schon vernachlässigbar ist). Ob das bei Corona auch so sein wird, lässt sich noch nicht sagen. Es ist möglich, dass der Schutz durch eine einmalige Impfung/Infektion für junge Menschen ausreicht, es ist aber eben auch möglich (und wahrscheinlicher), dass auch Jüngere sich regelmäßig impfen lassen sollten. Worauf ich mit dem Vergleich eigentlich nur hinauswollte: Wir haben bereits eine Bevölkerungsgruppe, die sich regelmäßig impfen lässt. Ich sehe also nicht, wieso man "den Rest" dazu nicht auch "überreden" können sollte, sofern das Risiko durch das Virus entsprechend hoch ist.

    Das sehe ich anders. Wir haben jetzt seit gut 3 Monaten Impfstoffe zur Verfügung. Und schon jetzt entstehen immer mehr Varianten die den prozentualen Schutz sinken lassen. In 9 Monaten werden wir einen neuen Impfstoff brauchen. So wird ganz sicher keine Normalität einkehren. Es braucht ja schließlich auch seine Zeit bis der Impfstoff angepasst wird und dann muss er weltweit wieder verteilt werden.

    Du scheinst meine Aussage nicht verstanden zu haben. Ja, Anpassungen des Impfstoffs werden aller Voraussicht nach notwendig sein. Aber sagen wir mal, du hast dich in der Vergangenheit impfen lassen und erkrankst dann an einer neuen Mutation. Dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass dein Körper mit dieser besser klarkommt, um ein Vielfaches höher als ohne Impfung. Deswegen: Es ist eben nicht so, dass durch die Mutationen die Effekte der Impfung einfach komplett verschwinden. Die Zahl von Infektionen sinkt durch sie ebenso wie die Zahl schwerer Verläufe. Jede Impfung, egal ob angepasst oder nicht, entlastet das Gesundheitssystem ein Stück mehr.


    Nicht unerwähnt lassen will ich an der Stelle neue Ansätze für Impfstoffe, die nicht auf die Spike-Proteine, sondern andere Struktureigenschaften des Virus abzielen und dadurch ggf. resistenter gegenüber Mutationen sind. Außerdem gilt: Weniger Infektionen führen automatisch zu weniger Mutationen. Normalität herzustellen ist also definitiv möglich, sobald in der Bevölkerung eine gewisse Grundimmunität herrscht und die Logistik für regelmäßige Corona-Impfungen aufgebaut wurde. Letzteres sollte selbst Deutschland irgendwann hinbekommen, sobald der Passierschein A38 ausgefüllt ist und das föderale System durchlaufen hat.

    Da wäre ich vorsichtig mit solchen Aussagen. Das hört sich mir viel zu positiv an.

    Und das, obwohl ich nicht mal erwähnt habe, dass die Auftretenswahrscheinlichkeit halt weiterhin bei rund 1 in 1 Million liegt. Und ansonsten kannst du deinen Arzt ja möglicherweise auf diesen Brief hinweisen, der über die möglichen Symptome informiert. Ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster wenn ich sage, dass ein halbwegs kompetenter Arzt den ohnehin auf dem Schirm haben sollte.

    Spätestens wenn alle älteren und kranken Menschen geimpft sind müssen wir mit dem Virus leben.

    How about: Alle? Du tust in dem Absatz so, als könnten Erkrankungen in der "jungen" Bevölkerung nicht ernst verlaufen und nicht dafür sorgen, dass das Gesundheitssystem überlastet wird. "Mit dem Virus leben" können wir erst dann, wenn die komplette Bevölkerung eine ausreichende Immunantwort aufgebaut hat.

    Ich glaube auch nicht, dass man jedes Jahr die Bevölkerung aufs Neue überzeugen kann sich impfen zu lassen geschweige denn das genug Impfstoffe da sind. Wir rollen hier auf eine endlose Kette zu, da Corona ja nicht nur in Deutschland mutieren kann sondern auf der ganzen Welt.

    Also wenn die Alternative zur Impfung ist, sich mit einer potenziell tödlichen Krankheit zu infizieren, dann doch, da würde ich mich jedes Jahr impfen lassen. Oder wie erklärst du sonst das Verhalten der Leute, die sich jährlich gegen die Grippe impfen? Davon ab unterliegst du scheinbar dem Trugschluss, dass man für jede Mutante des Virus neu impfen muss. Dass das so nicht der Fall ist wurde hier schon zur Genüge ausgeführt, ebenso wie der Umstand, dass selbst im Fall einer Neuinfektion das Immunsystem auf diese noch immer besser vorbereitet ist als ohne. Das bedeutet nicht, dass man die Impfungen nicht anpassen und erneuern sollte. Aber dennoch trägt jede Impfung dazu bei, wieder ein Stück Normalität zu ermöglichen.

    Meine Eltern meinten zu mir, dass wir in der Familie quasi prädisponiert für Thromben sind und ich habe bereits Leiden durch meine Venen, wir bekamen aber heute eine Email, dass die Impfung nun für Studierende erfolgen kann (Astra-Zeneca) und ich habe Angst, dass ich ohne diese Impfung mein Studium nicht fortsetzen kann.

    Ohne mich zu sehr in das Thema vertieft zu haben: Mittlerweile ist wohl mehr über den Mechanismus bekannt, der die Thrombosen auslösen könnte (ob der Impfstoff das wirklich tut oder nicht ist noch immer nicht abschließend geklärt) und sofern das so zutrifft spielen genetische Veranlagungen wohl nicht wirklich eine Rolle dabei (hier für mehr Infos). Gut zu wissen ist auch, dass die ausgelösten Thrombosen sehr gut behandelbar sind, solange man sie nur früh genug erkennt. Anzeichen sind anhaltende Kopfschmerzen oder Thrombosen in den Beinen. Da aktuell jeder besonders hellhörig ist wenn es um Thrombosen nach einer AZ-Impfung geht, sollte es auch nicht schwer sein, da im Notfall Hilfe zu finden.


    Sprich da am besten mit deinem Arzt und lass dich diesbezüglich beraten. Nach wie vor gilt: Das Thrombose-Risiko im Fall einer Corona-Infektion ist gut dokumentiert und um ein Vielfaches höher (Malas et al, 2020, 21%). Auch wenn ich deine Sorgen da gut verstehen kann, in Anbetracht der stark steigenden Fallzahlen und aufkommenden Mutationen wäre ich persönlich da nicht lange zimperlich. Dass dich die Uni deswegen aussperrt halte ich aber (zumindest auf absehbare Zeit) für ziemlich unwahrscheinlich, zumindest wenn es sich um eine öffentliche Einrichtung handelt. Das käme im Endeffekt einer Impfpflicht für Studierende gleich, die von der Politik ja weitestgehend abgelehnt wird.


    Abgesehen davon meinten meine Eltern auch, dass auch geimpfte Leute bereits an den Mutationen erneut erkranken.

    Das ist je nach Mutante möglich, ja. Die erneute Erkrankung verläuft dann allerdings in so gut wie allen Fällen harmloser. Ganz los werden wir das Virus aller Voraussicht nach ohnehin nicht, das wird hier dann einfach so heimisch wie z.B. Grippeviren. Und das ist auch kaum ein Problem, solange der Großteil der Bevölkerung entweder über Impfungen oder eine Ansteckung einen entsprechenden Schutz aufgebaut hat.


    Ich verstehe um ehrlich gesagt nicht, wie weit Politik von der Lebensrealität der normalen Bevölkerung entfernt sein muss, dass man sich denkt, dass es eine gute Idee ist, am Ersten des Monats die Supermärkte für sechs Tage zu schließen mit Ausnahme eines Tages, an dem sich dann sehr viel in den Lebensmittelgeschäften konzentrieren wird. Vor allem, wenn man sich vor Augen schließt, dass Supermärkte mit Masken einen R-Wert von 1,0 haben, wirkt diese Erscheinung wohl eher wie blanker Aktionismus als wie ein Plan zum Eindämmen der Pandemie.

    Fand es an der Stelle schade, dass das von dir verlinkte Bild unten abgeschnitten war. Hier die zugehörige Studie (Preprint) und einmal die vollständige Grafik:

    Anzumerken ist, dass bei den R-Werten von durchschnittlichen Zeiten ausgegangen wurde, zu denen man sich an besagter Location aufhält (Supermarkt schon recht großzügig mit 1h, Büro 8h). Dennoch: Erinnert ihr euch an die Aussagen des Arbeitgeberverbandes, wie wenig Infektionen ja am Arbeitsplatz stattfinden würden? Das Leben schreibt die besten Geschichten. Aber Hauptsache Homeoffice nicht verpflichtend machen.

    Bei der Gegendemonstration dann aber absolut sinnlos und übertriebene Gewalt anzuwenden hatte die Polizei dann keine Hemmungen und sich lieber auf die harmlose Demo konzentriert als die wirkliche Gefahr

    Will an der Stelle nur einwenden: Die "Gegendemo" bestand aus ein paar Antifas, die mit Fahrrädern das Weiterkommen der Demonstranten behindern wollten. Die Polizei hat diese daraufhin von der Straße gedrängt (teilweise auch mit Gewalt). Auch wenn klar ist, dass die Polizei einen negativen Bias gegenüber allem hat, was nicht rechts ist, ging es hier aus meiner Sicht nicht um die Unterdrückung der Gegendemonstration. Es ging augenscheinlich eher darum, die Demonstranten auseinander zu halten, damit es nicht zu gewaltsamen Übergriffen kommt. Und da ist es eben einfacher ein paar dutzend Leute von der Straße zu schubsen, als die andere Demo, die aus mehreren 100 Leuten bestand. Auf die war die Polizei nämlich, wie du schon richtig erwähnt hast, in keinster Weise vorbereitet.


    EDIT: Der negative Nebeneffekt war natürlich, dass sich die Querdenker bestätigt gefühlt und sogar gejubelt haben. Aber bei so wenig Hirn ist auch nichts anderes zu erwarten.

    Wie oft kommt es vor, dass jemand wirklich gänzlich symptomfrei infiziert ist?

    Noch als Zusatz zu Caroit: Immer daran denken, dass man nach einer Infektion mit Covid für die Dauer der Inkubationszeit symptomfrei ist, gleichzeitig aber auch ansteckend. Regelmäßige Tests, Sicherheitsabstände und Masken sind quasi die einzigen Möglichkeiten um zu verhindern, dass asymptomatische Wirte andere Menschen infizieren.


    Und dann, wenn man sich getestet hat? Erst mal ne Woche Freifahrtschein.

    Wer behauptet, dass man nach einem Test eine Woche einen Freifahrtschein hätte? Es geht bei Tests in erster Linie darum, Infektionsketten früh zu unterbinden. Das bedeutet wie Bastet bereits sagte aber nicht, dass man sofort alles ohne Regulation aufmacht und sich auf offener Straße anhustet.


    Und wie förderlich wäre es, wenn sich Leute jetzt zuhauf anstellen zum testen lassen? Förderlich für's Infektionsgeschehen ist das sicher auch nicht. Würd ich mich da in der Schlange anstecken, würde das der Test sicher auch nicht fixieren.

    Entschuldige, aber das erinnert mich an den Spruch "Wer gegen etwas ist, der findet Gründe". Als ob es besser für den pandemischen Verlauf wäre, wenn sich die Leute nicht testen lassen würden und anstelle dessen privat Infektions-Roulette spielen. Oder denkst du wirklich, dass durch eine Schnelltestschlange, in der Maske + Sicherheitsabstand eingehalten werden und die ggf. noch an der frischen Luft ist, mehr Menschen infiziert werden würden? Dass sich in der Praxis nicht immer an diese Regeln gehalten wird ist klar, aber selbst dann verhindern Schnelltests mehr Infektionen als sie verursachen. Mitunter würden weniger aktive Corona-Fälle (was über ein umfassendes Testkonzept eben möglich wäre) auch ein geringeres Infektionsrisiko für Warteschlangen bedeuten. Wären die Fallzahlen so niedrig wie im letzten Sommer, müsste man sich auch beim Schnelltest keine großen Sorgen machen, dass da eine weitere Infektionskette entsteht.


    Die Betonung liegt auf SINNVOLL. Wenn ich etwas mache was wirklich das Infektionsgeschehen eindämmt bzw. mich schützt akzeptier ich alles.

    Ich verstehe offensichtlich nicht, was du sagen willst. Ist deine Message da gerade, dass nur weil es eine geringe Wahrscheinlichkeit gibt, dass der Test nicht anschlägt, die Tests gar nichts brächten? Falls ja, kann ich zwar wirklich nicht nachvollziehen, wie man auf den Gedanken kommen kann, aber vielleicht hilft ja eine kleine Fallunterscheidung:


    1) Du hast Corona, lässt dich testen und der Test schlägt an.

    2) Du hast Corona, lässt dich testen und der Test schlägt NICHT an.

    3) Du hast Corona und lässt dich nicht testen.


    Im Fall 1 kannst du dir zu mehr als 99% sicher sein, dass du Corona hast und kannst dich in Quarantäne begeben. Fall 2 kann passieren (worst case: 7% Wahrscheinlichkeit) und ist doof, aber im Effekt eben identisch zu Fall 3, in dem du nichts tust. In beiden Fällen gefährdest du andere so lange, bis die Infektion gefunden wird (wenn das denn passiert). Frage: Womit werden mehr Infektionen verhindert? Wenn du dich testen lässt oder wenn du dich nicht testen lässt?


    Um wieder auf dein Zitat zurückzukommen müsstest du daher eigentlich nicht nur dafür sein, dich selbst häufig zu testen sondern auch, dass sich in deinem Umfeld jeder so oft wie möglich testen lässt. Mit Ersterem schützt du andere, Letzteres schützt dich.

    Das ist für mich übertrieben und würde ich niemals machen. Das hat nichts mit Faulheit zu tun aber irgendwo reichts dann auch mal. Als ob man nicht schon genug Lebenszeit wegen Corona verschwendet.

    Ja aber.. jetzt sagen wir mal, du hast zwei Möglichkeiten: Einen Abend lang allein daheim rumzusitzen oder dich innerhalb von 15 Minuten testen zu lassen und dann etwas mit Freunden unternehmen zu können (vorausgesetzt, die haben sich auch testen lassen). Ich weiß, für Deutschland alles nur eine theoretische Überlegung, da Schnelltests hierzulande ja in etwa so verfügbar sind wie gutes Internet auf dem Land. Aber rein hypothetisch gesprochen sind Schnelltests eigentlich ein ziemlich effektiver Weg, über den man auch in der Pandemie wieder normalen Aktivitäten nachgehen könnte.


    Vor allem ist der Test auch keine garantierte Sicherheit. Der kann heute noch ok sein und morgen zeigt er Corona an. In meinen Augen bringt das gar nichts außer möglicherweise eine falsche Sicherheit. Für mich ist das definitiv nichts was ich als sinnvoll erachte.


    Das ist übrigens nur meine Meinung dazu.

    "Jeder hat das Recht auf seine eigene Meinung, aber nicht auf seine eigenen Fakten". Du verweist hier auf eine Unsicherheit bei Schnelltests, die es sicher auch gibt, aber halt nicht in dem von dir implizierten Ausmaß. Die aktuellen Schnelltests haben eine Spezifität (Prozentsatz, zu dem nicht infizierte Personen als gesund erkannt werden) von über 99% und eine Sensitivität (Erkennungsrate) von rund 93% (Abstrich von der Nasenschleimhaut) bis 98% (Rachenabstrich). Das bedeutet einmal, dass ein positives Ergebnis ziemlich sicher auf eine Corona-Infektion zurückzuführen ist. Außerdem ist klar, dass man zwar auch bei einem negativen Ergebnis noch immer eine gewisse Vorsicht walten lassen sollte, es aber in jedem Fall besser ist, einen Schnelltest zu verwenden als sich einfach so zu treffen. An der Stelle nochmal der obligatorische Verweis, dass Menschen auf soziale Kontakte angewiesen sind und man das nicht einfach wegignorieren kann.


    Dass eine solche Teststrategie funktioniert machen im Übrigen zahlreiche andere Länder vor und selbst in Deutschland findet sich ein entsprechendes Beispiel in Form von Tübingen, das es unter anderem über Schnelltests in Pflegeeinrichtungen geschafft hat, das Virus eine lange Zeit da rauszuhalten. Aber nein, der Deutsche lebt lieber in sozialer Isolation als auch nur 15 Minuten seiner kostbaren Zeit zu verschwenden. Eventuell auch noch täglich! Wo kommen wir da nur hin.

    Nur zur Klarstellung:

    Falls ich da was missverstanden hab, und die Posts nicht mitgezählt werden, dann entschuldige ich mich hiermit fürs Missverstehen.

    Parallel geführte Themen werden nicht einzeln gewertet. Push-Posts werden grundsätzlich mitgezählt, wir behalten uns allerdings das Recht vor, User:innen von der Vergabe auszuschließen, sollten wir einen wie von dir beschriebenen Missbrauchsfall feststellen. Beim Design dieses Meilensteins haben wir die letztjährigen Posts im Bereich untersucht und daraus einige Grenzwerte abgeleitet, die bei der Vergabe ungefähr erfüllt sein müssen. Aus naheliegenden Gründen können wir diese nicht preisgeben, aber: Wer nicht vorhat, das System auszunutzen, hat selbstverständlich nichts zu befürchten.


    Ansonsten nochmal ein allgemeiner Reminder, dass Meilensteine nicht mit regulären Pokémon-Medaillen vergleichbar sind und in erster Linie ein hohes Zeit-Investment oder länger anhaltende Treue belohnen sollen. Aufgrund Letzterem ist es auch wenig sinnvoll, Meilensteinbedingungen untereinander zu vergleichen. Klar macht die Teilnahme an ein paar Aktionen weniger Aufwand als 500 Posts zu schreiben. Für Erstere muss man allerdings länger am Ball bleiben und kann die Zeit nicht über mehr Aktivität verkürzen.


    Abschließend noch als Referenz: Trotz der aus deiner Sicht laschen Kriterien und einer durch Corona bedingten höheren Aktivität wurden bei uns im vergangenen Jahr pro User:in 0 - 2 Meilensteine erarbeitet, wobei 2 Meilensteine eher die Ausnahme darstellen. Abweichungen davon sind in anderen Bereichen natürlich möglich, aber bei den Zahlen empfinde ich persönlich Meilensteine schon noch als etwas Besonderes.

    Astra Zeneca wurde allerdings vorrangig jüngeren Menschen verabreicht, weil anfangs im höheren Altersbereich nicht klar genug war, wie sicher der Impfstoff ist.

    Danke, da war ich gedanklich noch bei Schottland. Bei denen ist das dann wohl sogar noch eindeutiger als ohnehin von dir schon vorgerechnet, zumindest verweist AstraZeneca auch immer auf deren Datenlage.


    Es ist im Übrigen wohl so, dass das Paul-Ehrlich-Institut diese Empfehlung explizit aufgrund der Häufung von Thrombosefällen in den Hirnvenen ausgesprochen hat (PEI). Da sind wir dann wohl bei 5-10 Erkrankungen pro 1 Million Einwohner im Jahr (Vgl. Poeck, Hacke 2001). Allerdings scheint die Datenlage hierzu sehr unsicher zu sein und es wird davon ausgegangen, dass die tatsächliche Zahl stark unterschätzt wird. Es würde mich nicht überraschen, wenn die Häufung der Fälle letztlich genau darauf zurückzuführen ist (das vermutet selbst das PEI). Da in den Medien aktuell alle Thrombosearten in einen Topf geworfen werden ist für mich aber gerade schwer abschätzbar, wie viele davon tatsächlich in den Hirnvenen waren.


    Ich als vorerkrankter Mensch und zusätzlich mit dem Hang eine Thrombose bekommen zu können werde mir jetzt garantiert kein AZ mehr impfen lassen.

    Für diese Gruppe wurde meines Wissens nach ohnehin keine uneingeschränkte Impfempfehlung mit AstraZeneca ausgesprochen. Sprich am besten mit deinem Arzt darüber (siehe Produktinformationen AstraZeneca). Davon ab: Geht die Rechnung in deinem Kopf wirklich auf? Corona verursacht selbst Thrombosen, und das um Einiges häufiger und ggf. auch schwerer. Also ich an deiner Stelle würde da schauen, so schnell wie möglich überhaupt an irgendeinen Impfstoff zu kommen.

    Finde nur ich es merkwürdig, dass man erst nach Wahlen mit gewissen Impfstoffinformationen kommt? Wahrscheinlich nur Zufall, weil immer irgendwo Wahlen sind.

    Wohl tatsächlich nur Zufall, da die Aussetzung einer Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts folgt, nachdem weitere Fälle von Thrombosen in Deutschland bekannt wurden.


    Man kann sich allerdings darüber streiten, wie sinnvoll das ist. Das waren jetzt in Deutschland 6 von 1,6 Millionen Fälle, wohlbemerkt in der Risikogruppe. Zum Vergleich: Pro Jahr erleidet einer von 100 Personen über 75 eine Thrombose. Auch wenn mir nicht alle Daten vorliegen bezweifle ich doch, dass bei der Untersuchung irgendeine statistisch relevante Abweichung festgestellt wird.


    Und selbst wenn überwiegt der Nutzen der Impfung aus meiner Sicht klar die Risiken der Impfung. Ich wollte gerade selbst das Beispiel mit der Antibabypille bringen, aber antifandre war schneller. Das Einzige was der Impfstopp bringt sind mehr Tote durch Corona und ein gesteigertes Misstrauen gegenüber AstraZeneca, um deren Ruf es ja bereits vorher schon nicht gerade rosig bestellt war.


    Der Satz "alle Impfstoffe sind gleich gut und es bestehen keine Unterschiede" fliegt ihnen schon jetzt gnadenlos um die Ohren.

    Wer hat das behauptet? Dass es Unterschiede bei Nebenwirkungen und "Wirksamkeit" gibt, wurde doch eigentlich von Beginn an kommuniziert (und zwar um einiges negativer, als es eigentlich sein müsste). Dass die Impfstoffe gleich gut vor einer schweren Erkrankung schützen ist mittlerweile aber sehr sicher.

    Boomer-Partei halt. Da kannst du, so böse es klingt, nur warten bis diese Generation ähem... sagen wir nicht mehr fähig ist zu wählen. Klingt vielleicht netter als "bis sie den Löffel abgibt". xD

    Jedenfalls wird man daran nun leider nicht viel ändern können.

    Wenn ich mir ansehe wie viele Menschen in meinem Umfeld bereits anfangen mit der CDU sympathisieren, fällt es mir irgendwie schwer das zu glauben. Also klar, die Stammwählerschaft der CDU sinkt, ich habe aber dennoch die Befürchtung, dass da auch wieder genug Leute nachkommen, wenn die CDU "halbwegs" mit der Zeit geht. Natürlich nicht zu viel, weil man will ja niemanden mit neuen Konzepten verschrecken und "uns geht's doch gut". Politisches Desinteresse ist nun einmal generationsübergreifend.


    Zum Thema:

    Wie zu erwarten war sorgen die Schul- und Kita Lockerungen für einen Anstieg der Infektionszahlen. Herr Wieler vom RKI hat heute bestätigt, dass aktuell sehr viele Kinder und Jugendliche infiziert sind. Die neue Mutation scheint also wirklich verstärkt auf sehr junge Menschen zu gehen. Spätestens jetzt sollte der Letzte verstanden haben, dass Schulen und Kitas Treiber der Pandemie sind. Ich möchte mir nicht ausmalen was passieren würde, wenn wir die Schulen und Kitas wieder komplett öffnen würden.

    Auch wenn ich das selbst ähnlich sehe, an der Stelle trotzdem Vorsicht vor einer Kausalitätsfalle: Wir sind gerade an einem Punkt, an dem die neue Mutante anfängt dominant zu werden. Ein Anstieg der Infektionszahlen wurde bereits so prognostiziert, als man noch von geschlossenen Schulen ausging. Einzig der Zeitpunkt ist etwas früher als ursprünglich angenommen, was wahrscheinlich auf die Summe aller Lockerungen zurückzuführen ist. Immerhin gibt es gleichzeitig geringere Todeszahlen, wohl aufgrund erster Effekte durch die Impfungen. Dennoch, in spätestens 3 Wochen sind wir wieder bei einer Inzidenz über 100, dann war's das auch mit dem (sehr leicht zu verstehenden) Stufenplan der Bundesregierung. Juhu.

    Bei dem Vergleich kann ich nur den Kopf schütteln. Das ist genauso reißerisch wie irgendeine Schlagzeile. Das ist so als wenn du schreiben würdest:

    Corona in Deutschland: 2,5 Millionen Fälle, bisher 72500 Tode

    Selbstmorde/Tod durch häusliche Gewalt/andere Sachen wegen Corona in Deutschland: Bisher 0 Tode

    [...]

    Ob sich jemand wegen der Corona Situation umbringt oder andere Dinge passieren kann nicht wirklich nachvollzogen werden oder es wird erst gar nicht versucht.

    Würde ich alleine deswegen schon nicht schreiben, weil das nachweislich nicht stimmt (Boserup et al, 2020).


    Wer an dem Virus stirbt kann sehr gut statistisch erfasst werden vor allem weil gerade jeder danach getestet wird. [...] Durch die Impfung wird sicher nicht direkt jemand sterben aber was genau da alles im Körper passiert kann man überhaupt nicht erfassen.

    Kleiner Faktencheck zu deinen Aussagen:

    a) Die Testrate in Deutschland ist im Vergleich zu vielen anderen Ländern eher gering. Von "jeder" kann da gar nicht die Rede sein. Unter anderem deswegen ist auch trotz möglicher Fehldiagnosen (cc Shiny Endivie) davon auszugehen, dass die tatsächlichen Todeszahlen in etwa den erfassten Toten entsprechen oder höher liegen. Das lässt sich auch anhand der Übersterblichkeit ablesen. Ansonsten siehe akashi.

    b) Stirbt jemand nach einer Impfung, wird jedes Mal eine aufwändige Obduktion durchgeführt, um festzustellen, was die Todesursache war. Das ist bei Toten durch das Virus in diesem Ausmaß nicht der Fall. Daher kommt ja auch das mit/an-Argument, dass die Todeszahlen deswegen falsch seien.


    Insofern wird bei der Impfung viel genauer hingesehen, was auch gut so ist, da man da ja auch nach extrem seltenen Nebenwirkungen sucht und diese Untersuchungen braucht, um kausale Zusammenhänge identifizieren zu können. Ist trotzdem ganz erfrischend mal zu lesen, dass die Corona-Todeszahlen ja in Wahrheit präziser seien. Ich bin mir gerade nicht sicher, ob du irgendwo in diesem Thema mal das mit/an-Argument unterstützt hast, aber falls ja würde ich an deiner Stelle den Standpunkt nochmal überprüfen.


    Es sind auch schon Menschen einfach an der Nebenwirkung gestorben weil ihr Körper zu schwach war.

    Okay, also dafür hätte ich jetzt gerne eine Quelle von dir. Tode aufgrund von anfänglichen Impfreaktionen ließen sich sogar sehr gut erfassen und doch gibt es da bisher keine, nicht mal aufgrund allergischer Reaktionen (bis jetzt die schlimmste bekannte Nebenwirkung). Siehe dazu auch Remmel, 2021.


    Zu sagen es stirbt niemand daran ist statistisch absolut nicht erfassbar weil da auch noch ganz andere Kriterien herangezogen werden. Wenn jemand als Nebenwirkung einen Herzstillstand einige Tage/Wochen/Monate danach hat dann ist er an dem Herzstillstand gestorben nicht an der Nebenwirkung weil die gar nicht festgestellt wird und selbst wenn würde das auch nicht als Impftoter gelten.

    Damit hättest du recht, wenn a) bei der darauf folgenden Obduktion nicht festgestellt werden kann, dass das Herz durch die Impfung geschwächt war und b) diese Nebenwirkung so selten ist, dass sie für keine statistisch signifikante Übersterblichkeit in der Gruppe der Geimpften sorgt. a) ist unwahrscheinlich, da Schäden an Organen durch Corona sehr gut erkennbar sind und im Fall von b) müsste sowieso infrage gestellt werden, ob einen das überhaupt kümmern sollte (bei einem von 100 Millionen Geimpften würden wir uns da dann schließlich im Bereich von 0.000001% bewegen) beziehungsweise, ob da dann tatsächlich noch von einem kausalen Zusammenhang gesprochen werden kann.


    Das die Zeitungen zu reißerisch sind stimme ich zu aber das was du geschrieben hast ist nicht wirklich besser und wirkt panisch. Gucky kann ich da nur zustimmen. Solche Abwägungen sind einfach nur unnötig.

    Zunächst einmal sehe ich nicht wo es panisch ist zu sagen, dass die Impfungen sicher sind (Ist das nicht eher beruhigend? lol). Solche Abwägungen sind im Gegenteil sehr sinnvoll um aufzuzeigen, wie viel besser Impfungen im Vergleich zur Alternative (Nämlich, sich irgendwann mit der Krankheit zu infizieren) sind. Wenn man sich bei Impfungen bereits über mögliche Nebenwirkungen Gedanken macht, die so selten sind, dass sie nicht einmal sinnvoll erfasst werden können, dann aber bei den Corona-Todeszahlen attestiert, dass die ja um den Faktor 1000 niedriger sein müssten*, dann ist das heuchlerisch. Und ebenso ist es schlechter Journalismus, sich auf jeden vermeintlichen Impftoten zu stürzen, der im Gesamtbild eigentlich gar keine Besonderheit darstellt. Das ist in keinster Weise vergleichbar mit der regulären Berichterstattung zu den Corona-Todeszahlen.


    * Nicht bezogen auf dich oder irgendeine bestimmte Person hier. Aber leider dennoch etwas, an das viele glauben.

    Gucky Bitte verzeih, aber dieses Argument löst bei mir mittlerweile Vietnam-Flashbacks aus. Na gut, gönnen wir uns den Spaß. Zum Vergleich:


    Corona in Deutschland: 2,5 Millionen Fälle, bisher 72500 Tode

    Impfungen in Deutschland: 2,4 Millionen (vollständig), bisher 0 Tode


    Was ist jetzt reißerischer? Wenn ich über 72500 Tode durch Corona berichte oder über einen Tod, bei dem kurz zuvor eine Impfung erfolgt ist? Falls du dir das nicht selbst beantworten kannst, bitte mal nach "Varianz" googeln und dir überlegen, wie viele Menschen in so einer großen Gruppe sterben müssen, ehe Todeszahlen statistisch signifikant werden. Und dann überlege dir, wie groß die Verzerrung bei den Corona-Todeszahlen sein müsste, damit dieses mit/an-Argument irgendein Gewicht hätte. Sofern das allein noch nicht reicht: Bedenke, dass die meisten Studien eher einen Bias in die andere Richtung vermuten, also dass die "tatsächlichen" Corona-Todeszahlen wahrscheinlich noch ein bisschen höher liegen.


    Du hättest aber recht mit deinem Vergleich, wenn es bei Corona andersrum wäre. Das heißt, wenn die Medien bei Corona-Toten Gerüchte über andere potenzielle Todesursachen befeuern würden. Ein Beispiel für eine solche Schlagzeile wäre: "724 weitere Menschen MIT Corona gestorben - sind Pestizide im Grundwasser schuld?". So absurd sind die Meldungen über angebliche Impftote.

    Die Berichterstattung zu Corona ist an dieser Stelle einfach grauenhaft. Sowas wäre eigentlich kaum eine Newsmeldung wert, da klar ist, dass es bei Millionen an Geimpften natürlich auch Todesfälle unter diesen wird (nur halt nicht aufgrund der Impfung). Aber nein, Hauptsache in 10 Minuten schnell einen Artikel zusammengeschrieben mit einer möglichst reißerischen Headline, damit der auch gut geklickt wird und nebenbei noch schön Angst in der Bevölkerung verbreiten, obwohl noch nicht ein einziges Mal irgendein kausaler Zusammenhang zwischen Impfung und Tod festgestellt wurde. Ich hoffe ja, dass der Presserat das ordentlich abstrafen wird - auch, wenn das bisher leider herzlich wenig gebracht hat.

    [...] und andererseits wird auch bei der geringeren Wirksamkeit einfach immer wieder in der Berichterstattung unterschlagen, dass diese nun einmal dennoch statistisch signifikant ist und somit Impfungen mit Astrazeneca eben doch einen wesentlichen Teil zur Bekämpfung des Coronavirus bzw. zur Verhinderung schwerer Krankheitsverläufe beitragen würden - es wäre angesichts der notwendigen auf breiter Front erfolgenden Impfung der Bevölkerung der blanke Wahnsinn, den Impfstoff nicht zu verwenden.

    Was vor allem sehr gerne unterschlagen wird ist, dass sich die 70% von AstraZeneca lediglich auf die komplette Verhinderung von Infektionen beziehen. Das bedeutet aber nicht, dass in den restlichen 30% der Fälle überhaupt keine Wirkung zu spüren ist. Jüngste Zahlen aus Schottland belegen wohl, dass das Risiko, wegen Corona ins Krankenhaus eingeliefert zu werden, nach einer Impfung mit AstraZeneca um 94% sinkt - quasi identisch zu den mRNA-Impfstoffen. Das gleiche Prinzip kann im Übrigen eingeschränkt auch auf die Wirksamkeit gegen Mutanten ausgeweitet werden.


    Doch damit nicht genug: Wir wissen mittlerweile, dass der AstraZeneca-Impfstoff auch bei älteren Menschen gleich gut wirkt wie der von Biontech. Und eine weitere Studie aus England (Voysey et al., 2021) kommt zu dem Ergebnis, dass eine später angesetzte zweite Impfdosis für die Schutzwirkung besser ist - diese beträgt dann 81%, um genau zu sein. Eine Impfung mit AstraZeneca ist also nicht nur einfach "besser als nichts", sondern sogar fast gleichauf mit den mRNA-Impfstoffen.


    Was ebenfalls wieder ein Problem ist wie man die Impfungen verkauft hat. Anfangs hat man behauptet alle Impfungen sind gleich gut und nun kristallisiert sich langsam etwas anderes heraus.

    Stimmt so, aber eben andersrum. Der AstraZeneca-Impfstoff ist besser als sein Ruf und es gibt immer mehr Zahlen, die das untermauern. Wobei das mit der geringeren Hospitalisierungsrate eigentlich schon von Beginn an klar war - Ein Paradebeispiel für misslungene Wissenschaftskommunikation.