Beiträge von Quartilein

    Hallo Vix


    entschuldige bitte die verspätete Antwort. Aktuell gibt es noch keine konkreten Pläne in diese Richtung, das bedeutet aber natürlich nicht, dass das Konzept für immer vom Tisch ist - Stand jetzt sind wir im Team ressourcentechnisch schlicht nur so limitiert, dass das nicht die oberste Priorität hat.


    Mit besten Grüßen

    Quartilein

    Hallo Vix


    #1 Relaxo: Legal, allerdings Warnhinweis aufgrund unsicherer Herkunft

    #2 Knacklion: Legal, allerdings Warnhinweis aufgrund unsicherer Herkunft

    #3 Celebi: Legal, allerdings Warnhinweis aufgrund unsicherer Herkunft


    Mit besten Grüßen

    Quartilein

    Hallo Black Vegeta


    #1 Entei: Legal, DVs sind durch RNG abuse erhältlich. Eine Suche nach illegalen Klonen ist aufgrund dieser Werte allerdings nicht möglich (Erhöhte Cheatgefahr aufgrund unsicherer Quelle, siehe vorangegangene Themen).

    #2 Rayquaza: Legal (Erhöhte Cheatgefahr aufgrund unsicherer Quelle, siehe vorangegangene Themen)

    #3 Groudon: Legal (Erhöhte Cheatgefahr aufgrund unsicherer Quelle, siehe vorangegangene Themen)

    #4 Genesect: Ein Cheat, GF-Pokémon können nicht schillernd sein.


    Mit besten Grüßen

    Quartilein

    Hallo Hamtaro


    #1 Endivie: Ein Hack. Die ID 993401 ist eine Standard-ID für künstlich erstellte Pokémon und befindet sich daher auch auf unserer Blacklist.

    #2 Moorabbel: Sieht legal aus. Bitte beachte, dass bei Pokémon aus der GTS, insbesondere Shiny-Pokémon und solchen mit hohen DVs, ein erhöhtes Cheatrisiko besteht.


    Mit besten Grüßen

    Quartilein

    Hallo EySkully


    #1 Viridium: Ein Hack. 6*31 DVs + Shinystatus bei 3 festen DV-Werten auf 31 unterliegt einer Wahrscheinlichkeit von lediglich 1 zu 134217728. Dies ist ohne RNG abuse (Der auf Generation 7 fast ausschließlich mit Hardware-Unterstützung durchgeführt wird) kaum zu erreichen.

    #2 Washakwil: Ein illegaler Klon, OT befindet sich auf unserer Blacklist.

    #3 Terrakium: Sieht legal aus. Die Recherche ergab ein paar Shiny-Pokémon, die von diesem OT aus dritter Quelle angeboten wurden, würde ich daher als leicht erhöhte Cheat-Gefahr einstufen.

    #4 Kobalium: Ein Hack. Die ID 993401 ist eine Standard-ID für künstlich erzeugte Pokémon und befindet sich deswegen auch auf unserer OT/ID-Blacklist.


    Mit besten Grüßen

    Quartilein

    Hallo Black Vegeta


    #1 Brutalanda: Cheat, Brutalanda oder dessen Vorentwicklungen können in HG/SS nicht im Meisterball gefangen werden.

    #2 Yveltal: Cheat, da Yveltal in Generation 6 nur mit Shinylock angetroffen werden kann (Events ausgenommen).

    #3 Vesprit: legal (Erhöhte Cheatgefahr aufgrund unsicherer Quelle, siehe vorangegangene Themen)

    #4 Jirachi: Cheat, da GF Jirachi nie schillernd sein können.


    Mit besten Grüßen

    Quartilein

    Dass der Impfschutz alle drei Monate durch eine Boosterung aufgefrischt werden soll, finde ich sehr abenteuerlich. Spricht nicht unbedingt für eine effektive Impfung, wenn man mich fragt. Ich wüsste nicht, warum ich mich alle drei Monate impfen lassen sollte. Das spricht eher dafür, dass die Imfpung einfach kaum bis gar nicht zu helfen scheint, wenn mans echt alle drei Monate machen soll, lol.

    War das jetzt Polemik oder denkst du wirklich, dass diese Entscheidung quasi impliziert, dass die Impfung nicht hilft? Falls Letzteres, spricht der Absatz eher dafür, dass du das Immunsystem und die Effekte der Impfung nicht gut zu verstehen scheinst. Die Impfung bietet einen guten und langanhaltenden Schutz gegen quasi alle Corona-Varianten, das ist messbar anhand der B- und T-Zellen-Konzentration. Es ist nur so, dass man für den Schutz vor einer Infektion mit Omikron eine ca. 10-25mal höhere Antikörperkonzentration benötigt als bei anderen Varianten. Dabei gilt außerdem, dass Antikörper ungleich Antikörper und dass insbesondere auch die Konzentration an den Schleimhäuten relevant ist. Bei weiteren Boostern oder nach einer überstandenen Infektion kann der Antikörper-Spiegel dort noch eine Zeit lang so hoch sein, dass man vor einer erneuten Ansteckung geschützt ist. Dass der Antikörper-Spiegel überhaupt absinkt ist kein Anzeichen für eine schlechte Impfung, sondern dass das Immunsystem sich - wie bei jeder anderen Krankheit auch - selbst reguliert.


    Die Hoffnung bei regelmäßigen Boostern wäre einmal, darüber den Antikörper-Spiegel wieder auf ein so hohes Niveau zu setzen bzw. konkreter noch die (relativ schlecht verstandenen) Mechanismen, die dafür sorgen, dass sich die Antikörper auch an den Schleimhäuten ansiedeln, wieder anzukurbeln. Optimal wäre es natürlich, hier auch einen langfristigen Effekt zu erreichen, also tatsächlich eine Art dauerhafte Immunität herstellen zu können. Ob das überhaupt klappt, wie groß und langanhaltend der Effekt solcher regelmäßigen Booster tatsächlich wäre und wie die Abstände zwischen den Boostern sein müssen, um eine gute Qualität der Antikörper zu gewährleisten, kann man aktuell schlicht noch nicht sagen. Die Evidenz geht nach meinem Kenntnisstand aktuell in die Richtung, dass die kurzfristigen Effekte mit voranschreitender Zahl und höherer Frequenz der Booster geringer werden, Auffrischungen in einem mit anderen Impfungen vergleichbaren Intervall aber wohl dennoch notwendig sein werden. Deswegen will ich an der Stelle auch gar nicht groß für Booster in einem kurzen Abstand argumentieren - wohl aber dafür, dass man bezüglich des Nutzens der Impfung nicht wieder ins mittelalterliche Präventionsparadoxon zurückfällt.


    Zum Nach-/Weiterlesen: Nutzen und Perspektive weiterer COVID-19-Booster | Science Media Center Germany

    Was ich allerdings überhaupt nicht verstehe und wo mein Verständnis einfach mittlerweile aufhört sind die netten "Maske und/oder Test"-Regelungen, die man umgehen kann, indem man "frisch" geimpft oder genesen ist. Warum? Das hat zwei Gründe. Erstens: Ich glaube wir haben seit Omikron verstanden, dass die Impfung nicht vor Ansteckung/Verbreitung schützt, sondern lediglich das Risiko eines schweren Verlaufs reduziert. Warum kann dann ein frisch geimpfter sich von einer Test und ggf. sogar FFP2-Pflicht in einem Restaurant ausnehmen? Dann sollten sich in meinen Augen einfach alle testen und fertig, [...]

    Zunächst zur Richtigstellung: Die Impfung schützt auch vor Ansteckung, nur treten Impfdurchbrüche bei Omikron häufiger auf. Vor Verbreitung schützt die Impfung ebenfalls, da durch diese selbst bei einer Ansteckung die Viruslast reduziert wird. Nur weil es (viele) Gegenbeispiele gibt bedeutet das nicht, dass der Effekt nicht doch statistisch messbar ist.


    Zur Testpflicht bzw. der Ausnahme für Geimpfte und Genesene: Ich persönlich fände auch eine Testpflicht für alle verhältnismäßig, der aktuelle Beschluss wirkt hier wie der Versuch eines Kompromisses mit denjenigen, die striktere Maßnahmen ablehnen würden. Dennoch kann man schon sagen, dass die drei Monate nicht willkürlich gewählt sind: Nach aktuellem Kenntnisstand ist es so, dass Reinfektionen mit dem Corona-Virus ab 80-100 Tagen seit der letzten Impfung/Infektion wieder gehäuft auftreten. Aus epidemiologischer Sicht ergibt das dann schon Sinn, diese Gruppe an Menschen dann besonders zu schützen und den Genesenen bzw. frisch Geimpften dafür ihre Freiheiten zu erhalten.


    Allerdings glaube ich um ehrlich zu sein auch nicht, dass wir lange mit den "Winterreifen" fahren werden, der Effekt dieser Maßnahmen wirkt auf mich zumindest doch schon stark limitierend. Sobald wir dann die "Schneeketten" aufziehen, ist es um die Ausnahmeregelung ohnehin geschehen. Außer in Krankenhäusern, was ich offen gesprochen schon ziemlich lachhaft finde.

    Also nur einmal zur Einordnung: Wenn die neuen Forschungen, die du zitierst, wirklich von etwa 20% Long Covid ausgehen, wird Long Covid nicht häufiger, sondern eher seltener. So vor einem Jahr, zu Delta-Zeiten, wurde regelmäßig davon berichtet, dass etwa 1/3 aller Betroffenen Long Covid entwickelt.

    Irreführende Berichterstattung bei Long Covid, wir sprechen bei Delta wohl von 10%, bei Omikron 4,5% (Alles bezogen auf Erstinfektionen).


    die Brisanz ergibt sich eher aus der Anzahl der Erkrankungen, also der pandemischen Lage. Dazu kommt natürlich auch noch, dass Impfungen angeblich das Risiko auf Long Covid verringern, man den Wert mit Selbstschutz also wohl noch unter 20% drücken kann. Zu der Häufigkeit von ME/CFS bei Long Covid habe ich jetzt noch keine belastbaren Daten, sodass ich darauf schlichtweg nicht seriös eingehen kann. Hast du da Ergebnisse zu?

    Mich hat die Aussage selbst etwas überrascht, da bis dato eigentlich Konsens war, dass Reinfektionen eigentlich sogar harmloser verlaufen. Was ich gefunden habe ist eine relativ neue Studie (Artikel, Original), die das von Alaiya gezeichnete Bild bestätigt. Ein paar Nitpicks an dieser Stelle:

    • Die Studie befindet sich noch im Peer Review. Beim ersten Überfliegen kann ich als medizinischer Laie aber zumindest keine groben methodischen Fehler feststellen. Einzig die relativ geringe Sample Size bei Drittinfektionen könnte sich negativ auf Aussagegenauigkeit ebendieser Gruppe auswirken, diese sollte aber an sich noch immer hoch genug sein.
    • Eine wichtige Limitation der Studie (die die Autoren auch selbst erwähnen) ist, dass diese (logischerweise) nur Personen umfasst, die sich auch getestet haben. Sollten also Reinfektionen eigentlich sogar harmloser verlaufen als Erstinfektionen, würde das das Bild verzerren, da sich im Falle der Reinfektion mehr Menschen asymptomatisch anstecken und dementsprechend seltener testen lassen.

    Letzterer Punkt schwächt das Bild etwas ab und erschwert so ein bisschen die Gegenrechnung, sollte sich dieses Bild durch weitere Studien allerdings erhärten, wäre das durchaus besorgniserregend. Und jetzt mal ganz unabhängig von der Aussagekraft der Studie sind auch die regulären Wahrscheinlichkeiten auf Long Covid nicht wirklich zum Lachen. Trotz dessen, dass es sich das letzte halbe Jahr so angefühlt hat, sind wir leider noch immer nicht in der Endemie und mit jeder Infektion erhöhen wir natürlich auch die Wahrscheinlichkeit auf neue Varianten, die nicht unbedingt harmloser sein müssen. Auch wenn ich Menschen, die mal keine Maske aufziehen, jetzt nicht als Menschenfeind bezeichnen würde (Ich Hooligan hatte heute in der Bahn ausversehen selbst keine auf), kann ich mir schon bildhaft vorstellen, dass es im Herbst wieder heißt: Wären wir mal vorsichtiger gewesen. Und das dann leider auch zurecht.

    Und ist es tatsächlich deine Meinung, dass sich global etwas ändert, wenn Deutschland morgen kein CO2 mehr produziert? Oder dass mittelfristig gesehen Unwetter usw. verhindert werden können?

    Gott, wie ich diese "Argumentation" bzw. eher Rechtfertigung zum Nichtstun nicht mehr hören kann. Punkt 1: Jedes Gramm eingesparte CO2 ist positiv, auch wirtschaftlich. Alle Berechnungen in die Richtung sind natürlich nur Prognosen, aber in allen mir bekannten Studien zeigt sich eindeutig, dass die Kosten, die sich aus den Folgen des Klimawandels ergeben, die Kosten zur CO2-Einsparung bei Weitem übertreffen, auch für Deutschland. Also ja, selbst wenn alle anderen Länder weiter so viel CO2 ausstoßen würden wie bisher, können wir von der Einsparung auf nationaler Ebene nur profitieren.


    Punkt 2: Wir sind zum Glück nicht die Einzigen, die den Klimawandel verhindern wollen. Im Gegenteil werden wir von einigen Ländern sogar noch dabei überholt. Der Schlüssel sind internationale Abkommen, Diplomatie und dass man sich an diese Ziele auch selber hält, wenn man will, dass die anderen mitziehen. Apropos, hast du dich schon mal gefragt, warum Wind- und Solarenergie so viel billiger geworden sind? Reiche Länder wie Deutschland entwickeln und nutzen Technologien und Produkte, die so über die Zeit erschwinglicher werden und dadurch auch in ärmeren Ländern genutzt werden können. Wir zeigen über unsere eigenen Bestrebungen den Weg zur Klimaneutralität auf und sorgen dafür, dass Entwicklungsländer gar nicht erst so viel CO2 ausstoßen müssen wie wir, um an unseren Lebensstandard ranzukommen. Das machen wir nebenbei auch nicht uneigennützig, im Gegenteil lässt sich damit ein Schweinegeld verdienen.


    Ansonsten: Wissenschaftler, die sich mit speziellen Problemen beschäftigen, haben zumeist einen Fehler, sie können weder nach links noch nach rechts sehen. Der Fachbegriff dafür lautet, ohne jemandem zu nahe zu treten, Fachidioten.

    Also lieber auf die hören, die nicht geradeaus schauen können und blindlings in den Abgrund laufen?

    Das machst du woran fest genau?

    Zum Beispiel daran, dass es in ländlichen Regionen teilweise gar nicht sinnvoll ist, den ÖPNV so auszubauen wie notwendig wäre, damit die Menschen aufs Auto verzichten könnten. Carsharing (s.u.) wäre da sinnvoller.


    Die meisten Leute, die in der Stadt mit dem Auto unterwegs sind, sind aus der Stadt selbst - und ja, meistens wäre es absolut möglich die ÖPNV zu nutzen.

    Ich würde nach wie vor behaupten, das sehen eine ganze Menge Leute in der Stadt anders. Aber bringt nichts, sich darüber zu streiten. Damit verbandelt:

    Willst du mir erzählen, dass die Öffis teurer sind als ein Auto zu besitzen, inklusive Führerschein, Anschaffung, Sprit, Reparaturen, Versicherungen ... ? ^^"

    Also je nach Wohnort kostet es dich schon ordentlich mehr, nahe einer Öffi-Anbindung zu leben. Wenn du die Wahl hast zwischen einer Bruchbude in der Innenstadt und einer guten Wohnung inklusive Auto ein bisschen weiter außerhalb für das gleiche Geld, werden die meisten Leute wohl eher Letzteres bevorzugen, insbesondere, weil man durch das Auto auch noch flexibler ist und mehr damit machen kann. Hängt natürlich stark von der individuellen Lebenssituation ab, aber irgendeinen Grund muss es ja geben, dass viele Menschen das so machen. Oder sind das deiner Meinung nach alles Poser? Das Bild kann ich zumindest so nicht spiegeln.


    Weil Elektroautos unter dem aktuellen Bedingungen letzten Endes ihre Energie nur wieder von einer anderen Form von CO2 ausstoßender Quelle stammt. Und die Sache ist nun einmal: Ich argumentiere nicht für klassische Verbrenner. Wie schon gesagt, ich argumentiere für einen Ausbau des OPNV um den Individual soweit wie möglich zu reduzieren.

    Selbst beim aktuellen Energiemix ist die CO2-Bilanz besser. Und es hat schon einen Grund, warum wir die erneuerbaren Energien ausbauen, oder? :^) Also keine Ahnung, parallel auf Elektroautos umzusteigen und den Energiemix zu verbessern, hört sich eigentlich ganz sinnvoll an, oder? Alles andere würde zu lange dauern.


    Und genau das kann nicht das Ziel sein. Der Lebensstandard des Westens wäre auch mit einer komplett veganen Ernährung auf einem Planeten nicht möglich. Wir müssen unseren eigenen Lebensstandard reduzieren und anpassen.

    Das sagt wer? Wird die aktuelle Klimapolitik so fortgeführt, würden wir höchstwahrscheinlich bei einer Erderwärmung von 3 Grad landen. Das ist zwar noch immer ernst, sind aber trotzdem ziemlich gute Nachrichten in Anbetracht dessen, dass auf politischer Ebene im Vergleich noch immer sehr wenig passiert. Von einer wirtschaftlichen Reduktion, die dafür notwendig wäre, sehe ich da nichts, auch bei 2 Grad eher nicht. Eine Anpassung der Gesellschaft (ohne, dass diese insgesamt einen Rückschritt macht) und ein Eingriff des Staats an den richtigen Stellen, geschenkt.


    Ich meine, ja genau das. Es freut mich, dass du es verstanden hast. ^^

    Ich kann auch nichts Gutes an einem System finden, das Menschen versklavt, deren Länder arm macht und das gesamte, globale Ökosystem zerstört, wodurch arme Länder in einer Abwärtsspirale landen.

    Danke, die Nachteile des Kapitalismus sind mir bekannt. Ich wollte an dieser Stelle halt genau keine Grundsatzdebatte über Wirtschaftssysteme anfangen, weil sie nun mal zu nichts führt. Fakt ist, wir haben keine Zeit für sowas. Wir müssen das Beste aus dem System machen, das wir jetzt haben.


    And yet most of our electricity is still generated by coal. Curious, isn't it? Tatsache ist nun einmal: Es gibt dennoch aktuell wenig Anreize (auch wegen der Subventionen natürlich, die allerdings aufgrund von Lobbyarbeit erhalten bleiben), in erneuerbare Energien zu investieren, weswegen dies auch kaum geschieht

    Lass mich dem entgegenhalten, dass im vergangenen Jahrzehnt der Kohleausstoß in den meisten Industrienationen und Schwellenländern zurückgegangen ist. Der Bau von zwei Dritteln aller geplanten Kohlekraftwerke wurde gestoppt und es gibt erstmals ernstzunehmende Abkommen bezüglich des Kohleausstiegs. Noch vor einem Jahrzehnt wäre das undenkbar gewesen. Meanwhile wird mittlerweile 25mal mehr Wind- und Solarkraft gebaut als noch 2010. Das reicht natürlich alles noch nicht, um auf die erhofften 2 Grad zu kommen, aber wir sehen hier zumindest erstmals einen konstant positiven Trend, auf dem man aufbauen kann.


    Ich finde es sehr interessant, dass du dich einzig und allein auf die Emissionen konzentrierst. Wie hatten hier schon das Thema Überfischung, wir hatten hier das Thema Plastik. Und gerade die Fischerei zeigt, wie wenig Regelungen bringen. Stichwort Beifang, Stichwort Abfall, Stichwort Artenschutz. Heck: Stichwort Grenzen.

    Ich konzentriere mich deswegen so stark auf Emissionen, weil diese aktuell nun mal der mit Abstand wichtigste Faktor beim Umweltschutz sind. Wenn sich das Meer so stark aufheizt, dass darin kein Fisch mehr leben kann, nützt es mir auch nichts, dass da immerhin kein Plastik mehr drin schwimmt. Und dass "Regelungen wenig bringen" ist ein ziemlich komisches Argument, weil.. was willst du sonst machen? Gibt zahlreiche Beispiele dafür, dass Umweltschutz-Abkommen (egal ob global oder national) durchaus was bringen, mit am populärsten wäre da das FCKW-Verbot.


    Besser noch: Einfach zentrale Stellen, wo sich Leute Wagen ausleihen können - zu vernünftigen Konditionen statt für 100€ + Sprit am Tag. Wir haben hier in der Stadt das sogenannte "Stadtteilauto", wo man sich eben Wagen von der Stadt ausleihen kann. Hat mein Exfreund gemacht. Hat eigentlich recht gut funktioniert.

    Gibt hier bei uns auch zahlreiche Carsharing-Dienste, die sind nur so teuer, dass sich bei halbwegs regelmäßiger Benutzung ein eigenes Auto schnell rechnet. Aber ja, wenn das wirtschaftlicher und komfortabler wird (beispielsweise wie bereits angesprochen über autonome Fahrzeuge, siehe z.B. Teslas Robotaxis) oder mehr Subventionen reinfließen, könnte die Zahl der benötigten Autos (nicht der Individualverkehr, das ist ein Unterschied) dadurch reduziert werden.


    Andererseits können wir auch nicht darauf warten, dass die Politik - auf globaler Ebene - die nötigen Rahmenbedingungen vorgibt. Das Individuum kann durch sein Konsumverhalten zumindest kurz bis mittelfristig etwas dazu beitragen und zudem das Angebot steuern. Natürlich nicht ohne Einschränkung, aber die ist ja auch durch politische Entscheidungen gegeben, die dafür bekannt sind, Verbote ohne Alternativen zu schaffen. Ohnehin, warum sollte die Politik sich um Rahmenbedingungen und Alternativen bemühen, wenn sie vom Status Quo profitieren? Wenn das Individuum sein Konsumverhalten nicht ohne die nötigen Reize ändert, warum sollten Regierungen ihre Politik ohne eben diese Anreize ändern, ebenso wie die Industrie, die sich zudem gegenseitig begünstigen?

    Selbstverständlich kann man, wenn man selbst etwas gegen den Klimawandel tun kann, seinen eigenen Konsum anpassen. Das eigene Verhalten und politisches Engagement (selbst wenn es nur die Wahl einer Partei ist, die sich für mehr Klimaschutz einsetzt) sind die zwei Hebel, die jede:r von uns bewegen kann. Und klar, die Politik handelt erst, wenn sie andernfalls vom Volk abgestraft wird und einen Willen erkennen kann.


    Ich wollte nur darauf hinaus, dass Argumente à la "Es liegt an jedem von uns, den Klimawandel zu stoppen" und das Pochen auf die individuelle Verantwortung des Einzelnen meistens gerade als Ausrede der Politik gebraucht werden, nichts zu tun. Und leider reichen die Anstrengungen des Einzelnen auch nicht, da der CO2-Verbrauch in de facto allen Sektoren zu hoch ist, auch in solchen, die nicht oder nur schwer durch das Konsumverhalten beeinflusst werden können. Politische Regelungen sind bei einem so systemischen Problem also unabdingbar. Man könnte es vielleicht so formulieren: Es braucht die Anstrengung des Einzelnen, damit sich die Klimapolitik langfristig zum Positiven verändert.

    Es stehen aber auch täglich mitten in einer Großstadt Leute im Stau und die kommen sicherlich nicht alle von außerhalb.

    Kann mir irgendwie keiner erklären, weshalb so viele mitten in einer Stadt wohnen und dennoch täglich das Auto nutzen, oder überhaupt eines besitzen? Außer eben als Statussymbol. ^^'

    Kann jetzt natürlich nicht für jede Großstadt sprechen, aber zumindest in Stuttgart und Umgebung gibt es trotz einem funktionierenden Öffi-Netz genug Orte, an denen sich ein Auto schon lohnen kann. Gerade dann, wenn du dein Geld auch noch für was anderes als die Miete ausgeben willst. Mal ganz davon abgesehen, dass selbst Stadt-Menschen auch hin und wieder mal woanders hinfahren wollen, um z.B. Freunde oder Verwandte zu besuchen. :upsidedown: Ich will damit natürlich nicht sagen, dass es nicht auch genug Deppen gibt, die ein Auto besitzen ohne es wirklich zu brauchen, aber ich würde jetzt nicht soweit gehen und behaupten, dass das die Mehrheit wäre, auch nicht in der Stadt.


    Allgemein öfters mal auf lokale Produkte zugreifen. Du musst Fleisch nicht mit Soja ersetzen oder brauchst so häufig Fleisch oder Fleischersatz am Teller.

    Ich verstehe nicht, weshalb man nicht einfach öfter mal Nudeln mit Gemüse oä. essen kann.

    Auch da: Mehr lokal erzeugte Produkte sind auf jeden Fall wünschenswert, wenn die resultierende CO2-Bilanz dadurch tatsächlich besser wird (Was tatsächlich nicht immer der Fall sein muss, gerade wenn man Gewächshäuser oder Ähnliches benötigt). Je mehr Leute ihre Gewohnheiten an der Stelle ändern, desto besser. Wie realistisch ist es, dass das flächendeckend passiert, sodass wir genug CO2 einsparen? Möchtest du da wirklich auf die Eigenverantwortung und das Pflichtbewusstsein jedes Einzelnen setzen? Sehen wir ja immer wieder, wie gut das funktioniert. Meiner Meinung nach wäre es eher an der Politik, einen entsprechenden Rahmen vorzugeben, der die Menschen von allein zum Umstieg bewegt, sei es durch Förderungen oder strengeren Gesetzen gegenüber klimaschädlichen Produkten. Und ein zentraler Baustein eines solchen Programms sind eben auch Alternativen, auf die die Leute ohne große Beschwerden umsteigen können, im Fall von Fleisch wären das eben in-vitro oder Ersatzprodukte. Meine Aussage war nicht, dass es neben Soja nicht auch klimafreundlichere Alternativen gäbe (das Beste fürs Klima wäre natürlich immer noch, nichts zu essen), sondern, dass man Soja nicht anhand von Scheinargumenten wie der Regenwaldabholzung verteufeln sollte, wo Fleisch einfach um den Faktor 25 [1] schlimmer ist als jede denkbare Alternative.


    Das ist es, was ich im anderen Thread meinte mit: Es gibt keinen Umweltschutz unter Kapitalismus. Weil die Anreize, die der Kapitalismus setzt, entgegen der Anreize des Umweltschutzes stehen.

    Jaja, Kapitalismus böse. Haben wir denn die Zeit dafür, die Weltwirtschaft über den Haufen zu werfen, ggf. noch Krieg zu führen und uns ein neues System zu überlegen, bis uns der Planet um die Ohren fliegt? Mal ganz davon abgesehen, dass die Aussage ohnehin falsch ist und erneut aus dem Argumentations-Pool der fossilen Lobby kommt [2]. Erneuerbare Energien sind bereits heute wirtschaftlicher als fossile Energieträger, die massiv subventioniert werden müssen [3] [4]. Und auch in anderen Wirtschaftszweigen scheint dies möglich zu sein, ggf. mithilfe von politischen Vorgaben [5]. Die alte Auffassung, Wirtschaftswachstum wäre an einen höheren Ressourcenverbrauch und mehr Emissionen gekoppelt, wurde von der Realität eingeholt. Eigentlich eine ziemlich gute Nachricht.