Beiträge von Sirius

    Ich habe mal eine Woche lang in der Kantine nur Vegetarisches und Veganes gegessen. Manches hat mir ganz gut geschmeckt, aber ich werde dadurch irgendwie nicht satt, obwohl es ein Menü war.

    Same, habe dann auch oft das Gefühl, dass dann irgendetwas fehlt und ich noch hungrig bin.

    Ohne Scherz und nicht böse gemeint: Lern weniger zu essen.

    Guter Tipp. Wenn du nicht satt bist, iss weniger, ok.


    man sollte anfangen, Tiere nicht als Objekte anzusehen, sondern als Individuen, denn genau das sind Tiere. Sie atmen, sie leben, sie haben Gefühle, Ängste und Bedürfnisse. Und sie wollen offensichtlich nicht auf unserem Teller landen. Wer diesen simplen Umstand einräumt, ist nicht weit entfernt von einem tierfreien Konsumverhalten.

    Schon klar. Und? Wieso bin ich deswegen "nicht weit entfernt von einem tierfreien Konsumverhalten"?

    Und Pizza ohne Käse? D: dafuq


    Ich finde die bisherigen Alternativen ganz ok, nur gibt es eben diese veganen oder vegetarischen Wurst/Käse-Alternativen nicht überall, wie eben Aufschnitt oder so für zB Brot. Wenn ich daran denke, dass ich keine Wurst, keinen Käse und auch keine Butter auf ein Brot mehr lege, dann kann ich das auch gleich sein lassen Brot zu essen. Stimmt, das ist sowieso gesünder. Aber irgendwie ist hier gerade nur vom Seinlassen die Rede. Mich würde eher interessieren, was man tun soll. Die Alternativen begeistern mich aktuell nicht. Ich bin jemand der gerne isst, und bei mir muss das Essen auch schmecken. Ich weiß, dass manche Leute nur essen, weil sie es praktisch müssen, um zu überleben und es praktisch egal ist, was sie essen, hauptsache es geht runter...

    Sahra Wagenknecht (Linke) hat sich diesbezüglich zu einer interessanten Aussage hinreißen lassen

    Zitat

    Wenn wir Menschen jenseits des hippen Großstadtmilieus erreichen wollen, müssen wir ihre Sicht der Dinge ernst nehmen, statt sie zu belehren, wie sie zu reden und zu denken haben.

    Ist das auch aus dieser Zeit, in der jeder Politiker davon redete die Sorgen der Bürger ernst zu nehmen? Das sollte wohl wie eine Beruhigungstablette wirken, nur ohne Plan, wie das denn funktionieren sollte...

    Ich hole das Thema mal nach den Landtagswahlen in Sachen und Brandenburg wieder hervor, da ich vorhin einen interessanten Artikel bei Zeit Online (Link) gelesen habe. Dort wird der Umgang der AfD in den Medien kritisert, vor allem in der ARD von den zahlreichen Journalisten, die gestern im Laufe des Abends die Chance hatten AfD-Funktionäre zu interviewen. Laut dem Autor in dem Artikel waren die Journalisten zu wenig kritisch und fast schon zu ängstlich im Umgang mit der AfD, um überhaupt kritische Fragen zu stellen oder von anderen zuzulassen.


    Mir ist das selbst gestern bei Anne Will aufgefallen, dass die Moderatorin oft sehr schnell den natürlichen Fluss des Gespräches abgebrochen und das Thema gewechselt hat, wenn sich die anderen mal kritisch mit der AfD befasst haben. Das war natürlich auch nicht Thema der Sendung. Die AfD hat zwar viele Stimmen dazu gewonnen und ist der Gewinner der Wahl (wenn man das überhaupt so bezeichnen kann), aber viele sind eben kritisch der Partei gegenüber und wollen dies auch zum Ausdruck bringen. Ich finde schon, dass man das mehr zulassen kann und die AfD sich nicht immer wieder aus den Debatten als Opfer herrausreden und mit Ausgrenzung oder "Das darf man ja nicht mehr sagen" kommen darf. Das sind Unwahrheiten und Zurechtrücken der Teils mangelden Positionen, zum Beispiel zum großen Thema Rente, oder auch zum Rechtsruck in der Partei, der offenkundig verschwiegen wird.

    Forenname: Sirius

    PnP-/Rollenspielerfahrung?: Nö

    Wie sieht es zeitlich bei dir aus?: Sollte passen

    Besitz du Discord?: Ja

    Mikrofon/Headset vorhanden?: Ja

    Andere Anmerkungen/Fragen?: Pls Highlight oder PN bei Updates hier

    Also wenn man sich heutzutage über etwas Gedanken machen sollte dann seine Ernährung. Zumal dieses "Es gibt andere Dinge, wo man sich mehr Gedanken machen sollte." doch auch ganz gut nebenher geht. Ich finde diese Aussage echt komisch in dem Kontext. Wenn du willst, dass es unserem Planeten besser geht dann kannst du gerade bei der Ernährung am meisten machen.

    Das erinnert mich etwas an diese Urlauber im Fernsehen letztens, die eine Vegan-Kreuzfahrt gebucht haben und sich superlecker, gesund und umweltfreundlich (!) ernährt haben, und gleichzeitig im schönen Urlaub in der Ostsee rumgetuckert sind. Und das waren natürlich nicht nur deutsche Urlauber, sondern auch welche aus Argentinien, Kanada und so, die selbstverständlich davor mit dem Interkontinental-Flug angereist sind und damit auch wieder zurückreisen werden. Also dann doch lieber mit einem Mettigel im Wohnwagen wegfahren...

    Ich habe gerade im Radio von einer Studie gehört in der Studenten und Studentinnen zu ihren persönlichen Vorstellungen ihres Einstellungsgehalts gefragt wurden. Die Vorstellung der männlichen Studenten lang im Durchschnitt bei etwa 39.000 Euro, während die weiblichen Studentinnen sich nur etwa 33.000 Euro vorstellen. In den späteren Jahren gehen diese Gehaltsvorstellungen noch weiter auseinander. Eine Erklärung soll sein, dass Männer härter verhandeln wollen und konkretere Vorstellungen bzw. Ziele haben als Frauen. Hier könnt ihr den Artikel dazu lesen.

    Man kann auch aktuell schon mehr auf das Klima achten und einfach weniger Fleisch essen statt gar kein Fleisch mehr, weil letzteres für manche einfach eine zu krasse Änderung ist. Da kann man das noch so ekelig finden, wenn man tote Tiere isst, wenn es halt schmeckt, dann isst man eben auch glibbeliges gelbes Zeugs, das aussieht wie Eiter aber eigentlich Vanillepudding ist. Jemanden das Fleisch verekeln bringt also nichts.


    Auch bei diesem Thema sollte man Alternativen schaffen und beispielsweise mehr vegan oder vegetarisch Essen zubereiten. Viele wissen halt nicht, was sie dann essen sollen und haben keine Ideen, wie sie ohne Fleisch leckeres Essen zubereiten sollen. Und dann wird halt zu jeder Mahlzeit Fleisch gegessen, weil man das kennt und es lecker ist.

    Ich selbst mache mir noch keine Gedanken zu meiner Rente später, da ich noch gar nicht richtig angefangen habe fest zu arbeiten. Ich frage mich sowieso ab wann man sich diesbezüglich Gedanken machen sollte. Ich kenne einige, die sich aktuell schon Sorgen machen, wie sie später über die Runden kommen werden und wie hoch die Rente letztlich wird. Dabei haben diese Leute noch Jahrzehnte Zeit bis sie in Rente gehen werden. Es ist sicher nie falsch Geld zurückzulegen und privat etwas fürs Alter zu sparen, falls man auf absehbarer Zeit Probleme mit der Rente bekommen wird.

    Ich steh auf so ziemlich jede Art von Gruppe, bevorzuge aber eben Deutsche.

    Meinst du damit jetzt vom Aussehen her den europäischen Typ, oder redest du von der Sprache Deutsch, oder meinst du Deutsche im Sinne von arisch? oo

    Klingt etwas komisch.

    Genau deswegen ist es halt wichtig, es zu hinterfragen. Denn "persönliche Präferenzen" sind nicht angeboren, sondern subtil anerzogen.

    Das kann schon sein, so als Gesellschaftskritik, was sicherlich nicht ganz unberechtigt ist.


    Auf persönlicher Ebene kann man das aber nicht als Rassismus bezeichnen, weil es nicht bewusst ist, sondern einfach nur Geschmack ist. Gibt auch Leute die sagen, dass sie Rosenkohl nicht mögen, weil die Eltern das auch sagen, aber selbst haben sie ihn nie probiert... Ist doch ok?

    Wenn es weitere "unattraktive" Faktoren gibt neben eben Haarfarbe, Augenfarbe oder dergleichen, dann zieht sowas schon viel vom "Gesamtpaket" ab. Schon klar, entweder man liebt jemanden und es passt oder eben nicht. Das ist dann aber nicht rassistisch, wenn jemand die bevorzugten Kriterien auf die man steht nicht mitbringt. Normalerweise geht halt das Aussehen vor Persönlichkeit, auch wenn viele meinen, dass das bei denen anders sein soll.

    Witzig, dass du das ansprichst, ich hab mich gestern mit einer Klassenkameradin, die im Sommer in Norwegen surfen war (ja, Norwegen) über die Modernität des Landes unterhalten, und sie meinte, dass du sogar in Kuhkäffern beim Bäcker problemlos mit Karte zahlen kannst.

    Nur gibt es eigentlich keine Bäcker mehr in Norwegen. Aber ja, man kann dort praktisch überall mit Karte bezahlen. Am Restauranttisch wird direkt zur Rechnung ein Kartenlesegerät mitgeführt. Natürlich kann man auch Bar zahlen, aber das ist eher unüblich. Gefährlich für diejenigen, die wenig Kontrolle über ihr Geld haben, aber für andere ist es so einfacher.


    Ich weiß noch als ich in Deutschland mal mit meiner Debit-Karte zahlen wollte und die Kassiererin so das Lesegerät fertig machte, die Karte sah und dann sagte "ne, die nehmen wir nicht an". Äääh?

    Meine ehemalige Mitbewohnerin wohnt in São Paulo und hat selbst Fotos gemacht wie dämmernd die Stadt mitten am Tag ist durch den Brand. Sie meint auch, dass der Präsident das Land zerstört. Echt extrem was da abgeht. Es gibt so viele Länder, die aktuell schreckliche Regierungen und Präsidenten haben, die vor allem Menschenrechte mit Füßen treten und denen Umweltschutz total egal ist. Und diese sind sogar gewählt...

    Grönland will weitgehend autonom sein, da wollen die sicher nicht noch an Trump verkauft werden. Was soll das auch für eine spontane Schnapsidee sein? Als würden die da ja sagen...

    Die Elektro-Tretroller sind meiner Meinung nach ganz okay, nur braucht es dazu gewisse Regeln. Ich glaube mit Geschwindigkeitsbegrenzung, Nummernschild, Bürgersteigverbot und dergleichen ist noch nicht alles getan. Wenn die Roller ständig überall herumstehen, dann sollte man dafür Sammelpunkte erstellen, am besten solche Ständer wie bei Leihrädern, die dort eingerastet werden müssen, wenn die Fahrsession vorbei ist. Dann kann man die Roller auf eben diesen Bereich begrenzen und sie auch direkt dort aufladen.


    Bisher sind die Elektro-Tretroller noch trendy und unbekannt. Ich selbst bin auch noch nicht damit gefahren, aber würde es gern mal testen. Die Leute müssen sich erst an dieses Transportmittel gewöhnen und lernen damit zu fahren. Und auch lernen die Regeln einzuhalten. Die Einführung ging womöglich wieder etwas zu schnell, weil die Politik wieder mal einen Trend verpennt hat und nicht rechtzeitig Regeln erstellen bzw ändern können.

    Thema Gendersternchen. Da fangen manche direkt an die Augen zu rollen. Entweder weil sie nicht verstehen können, warum jemand gegen solch eine „Kleinigkeit“ sein kann, oder weil sie eben diese „Kleinigkeit“ als unsinnig betrachten. Ich gehöre zur letzten Gruppe und habe das Gefühl diesbezüglich auf wenig Verständnis zu stoßen. Nur verstehe ich nicht, warum manche das Gendersternchen so toll finden.

    Gendersternchen oder Genderstern (auch: Gender-Sternchen, Gender Star) bezeichnet eine Methode der geschlechtergerechten Sprache in der geschriebenen Form des Deutschen. Dabei wird ein Sternchen-Zeichen zwischen dem Wortstamm und der weiblichen Endung einer Personenbezeichnung („Kolleg*innen“) oder zwischen männlicher und weiblicher Endung eingefügt („Verkäufer*in“). Um in Fließtexten die richtige Grammatik und Syntax zu gewährleisten, werden in der Regel auch Pronomen und Artikel mit Sternchen gegendert: „jede*r Leser*in“, „sein*e Mitarbeiter*in“ oder „der*die Besitzer*in“.


    Das Sternchen soll im Rahmen des Sprach-Gendering, also des geschlechterbewussten Umgangs mit der Sprache, sowohl männliche und weibliche wie auch nicht-binäre Geschlechtsidentitäten zum Ausdruck bringen.

    Auf den ersten Blick sieht das doch eigentlich nach einer guten Idee aus. Geschlechtergerechte Sprache, wow. Wer kann schon gegen Gerechtigkeit sein?

    Nun sollen damit sowohl männlich als auch weiblich, und sogar nichtbinäre Geschlechter inkludiert werden. Doch ich frage mich WARUM? Dann kommen womöglich Leute mit den Antworten „Sprache wandelt sich“, „generisches Maskulinum“ und dergleichen. Aber so ist doch unsere Sprache? Wieso erfinden wir da irgendein Zeichen, das mitten im Wort eingefügt wird, und fangen an von Inklusion zu reden?


    Geschlechte sind okay. Ich spreche niemandem das Geschlecht ab und auch nichtbinäre Geschlechter sind vollkommen in Ordnung. Aber wann müssen wir überhaupt gendern? Ich kann nicht nachvollziehen, wieso wir beispielsweise Berufsbezeichnungen jetzt gendern sollen. Und dann noch in der Mehrzahl? Wieso muss es, wie bei Wikipedia steht „Verkäufer*in“ sein. Es heißt doch „die Verkäufer“, Mehrzahl, mit „die“ als Artikel. Ich halte „Verkäufer*in“ nicht für inkludierend, ganz im Gegenteil. Wieso müssen wir eine Berufsbezeichnung in Geschlechtergruppen aufteilen? Wieso ist es dabei wichtig, was man zwischen den Beinen oder im Kopf hat?


    Und wer kommt überhaupt auf die Idee, dass ein Sternchen-Symbol inkludierend ist? Wäre ich nichtbinär, dann würde ich es eher als gemein empfinden durch ein Sternchen gekennzeichnet zu werden, wie so eine versteckte Vertragsklausel. Sollte man bei dieser Vielzahl an Geschlechtern überhaupt Rücksicht darauf nehmen? Ich finde nicht. Es ist irrelevant für eine verkaufende Person in der Mehrzahl als „die Verkäufer“ bezeichnet zu werden. Es bleibt die eine Verkäuferin und der Verkäufer. Das reicht doch?


    Ich finde Sprache sollte erleichtert und nicht erschwert werden. Gender und Identität können auch ohne Gendersternchen und sonstige Kennzeichnungen empfunden werden. Man muss akzeptieren, dass ohne Endungen einfach alle gemeint sind und nicht gewisse Geschlechter. Das ist am einfachsten.

    Ich glaube im Laufe der Zeit habe ich gelernt, dass es viele verschiedene Arten von Freundschaft gibt. Für mich war als Kind immer Ehrlichkeit, Vertrauen, Gemeinsamkeit und auch eine gewisse Art von Spontanität wichtig. Wie stark diese Begriffe in einer Freundschaft verankert sind, kommt dann wohl auf die Person an. Eigentlich ist mir das bis heute wichtig, aber es gibt heute mehr Freunde in meinem Leben, die eher als Zeitvertreib „engagiert“ sind, weil man gern zusammen mal feiert oder weil man zusammen studiert. Das sind dann diejenigen, die ich meist als pragmatische Freunde sehe, die zwar da sind und es schön ist mit ihnen die Zeit zu verbringen, aber sie sind nicht solche mit denen man beispielsweise über alles reden kann. Und dann gibt es die, mit denen man eher über alles reden kann, die aber weit weg wohnen. Mit denen kann man durch die Entfernung und durch Arbeit, Studium, Verpflichtungen und Freizeitgestaltung nicht so viel Zeit verbringen.


    Zur Spontanität gehört zum Beispiel, dass es einfach ist etwas zusammen zu machen, sei es sich zu treffen, zu telefonieren, chatten oder sonst etwas, ohne vorher im Terminkalender nachzuschauen, ob man Zeit hat. Das ist für mich eine Art Wertschätzung. Dann bekomme ich das Gefühl, dass ich anderen wichtig bin und sie gern Zeit mit mir verbringen, und umgekehrt. Zur Spontanität gehört aber auch, sich nicht anstrengen oder irgendwie verdeutlichen zu müssen, dass man befreundet ist. Früher hat es meistens irgendwie „gefunkt“, man mochte sich, man war befreundet. Heute finde ich das viel schwerer. Es ist zwar einfach gewisse Gemeinsamkeiten zu finden und ins Gespräch zu kommen, aber dass sich daraus etwas längerfristiges entwickelt, ist selten. Wahrscheinlich ist es mittlerweile normal, wenn Freundschaften eher pragmatisch sind.

    Demokratie heißt bekanntlich wortwörtlich „Herrschaft des Volkes“. Das bedeutet in Deutschland über die eigene Regierung mitzubestimmen und frei die eigene Meinung zu äußern. Doch um das tun zu können, müssen sich die Bürger über politische Vorgänge informieren. Doch wie informieren sich die Bürger heutzutage und wie treffen sie politische Entscheidungen?


    Es gibt viele Möglichkeiten, sich mehr oder weniger direkt am aktuellen politischen Geschehen zu beteiligen:

    • Wahlen. Alle paar Jahre werden die politischen Vertreter der Landes-, Bundes- und EU-Parlamente durch die Bürger gewählt. Die Bürger wählen dabei eine Partei und/oder einen Direktkandidaten.
    • Mitgliedschaft in einer Partei. Parteien bekommen durch das Grundgesetz eine besondere Rolle bei der politischen Willensbildung zugewiesen (Art. 21 GG). Sie dienen als wichtigstes Instrument zur Bündelung und Vermittlung der politischen Ziele von Einzelpersonen und Gruppen.
    • Bürgerentscheid. Auf kommunaler Ebene gibt es Bürgerentscheide, ein Mittel der direkten Demokratie. Dabei wird über einen spezifischen Politikgegenstand abgestimmt – zum Beispiel den Ausbau eines Flughafens oder die Sanierung eines Hallenbades. In manchen Ländern gibt es die Möglichkeit der Volksentscheide.
    • Bürgerinitiativen behandeln, ähnlich wie Bürgerentscheide, konkrete politische Problemstellungen, meistens auf kommunaler Ebene. Es handelt sich in der Regel bei diesen Initiativen um parteiunabhängige Interessenvertretungen, deren Hauptziel es häufig ist, Aufmerksamkeit für ihre Position oder Forderung zu erzeugen.
    • Demonstrationen. Alle Deutschen haben das „Recht sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln“. Dieses Grundrecht soll garantieren, dass sich die Bürger treffen und über politische Fragen austauschen können. Zwar legt das Versammlungsrecht Bedingungen dafür fest, grundsätzlich können Bürger aber nach einer polizeilichen Anmeldung ihre Forderungen mittels öffentlicher Demonstrationen ausdrücken.
    • Petitionen, also Eingaben oder Bittschriften, werden an die zuständigen Stellen oder sogar den Bundestag gerichtet. Im deutschen Parlament ist dazu extra ein Petitionsausschuss eingerichtet, der die Eingaben prüft und gegebenenfalls Informationen von Behörden einfordert. Er kann abschließend den Bundestag auffordern, sich der Petition anzuschließen. Ein solcher Entschluss kann helfen, einen geäußerten Missstand zu beseitigen.

    Zudem ist es möglich sich anderweitig zu engagieren, beispielsweise durch Spenden oder die Mitgliedschaft in Interessensorganisationen.


    Für die Teilnahme an Wahlen und an der politischen Meinungsbildung ist ein Mindestmaß an Information über politische Vorgänge erforderlich. Dieses Ideal nennt sich auch „der informierte Bürger“. Diese Funktion übernehmen die Medien in eine Demokratie. Artikel 5 des Grundgesetzes garantiert die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film. Die Pressefreiheit schützt die Medien vor einem Eingriff der staatlichen Gewalt und die Straffreiheit von Meinungsäußerungen. Auf diese Weise dienen die Medien als Mittler zwischen der Politik und den Bürgern. Die Medien haben dadurch eine sogenannte Wachhund-Funktion.



    Oft werden Medien auch als „vierte Gewalt“ bezeichnet. Dabei schwingt in dieser Bezeichnung einerseits ein Unbehagen darüber mit, dass Journalisten und Medien ihre Einflussmöglichkeiten missbrauchen könnten. Andererseits hebt dieser Begriff die wichtige Kontrollfunktion hervor, die Massenmedien bei der Aufdeckung von Missständen und Amtsmissbrauch haben. Durch bewusste Themensetzung (Priming) und Filterung der Informationsfülle (Framing) können Medien aber auch eine aktivierende und mobilisierende Instanz für die Bürger übernehmen. Das Herstellen von Öffentlichkeit spielt dabei eine wichtige Rolle. Dazu gehört zum Beispiel das „Agenda-Setting“, also einfach gesagt, zu bestimmen worüber aktuell geredet wird.


    Fragen:

    • Wie wichtig und wie sinnvoll ist die persönliche politische Beteiligung durch Wahlen, Diskussionen oder sonstiges?
    • Ist es essenziell für die Demokratie sich politisch zu beteiligen?
    • Wie informierst du dich über das aktuelle politische Geschehen? Wie wichtig ist es dir darüber informiert zu sein?
    • Wie zufrieden bist du mit der Arbeit der Medien? Decken die Medien deinen persönlichen Nachrichtenbedarf?
    • Welche Vor- und Nachteile können durch „alternative Medien“ und soziale Medien entstehen?
    • Was ist für dich die „Rolle der Medien“ in der Gesellschaft oder in der Demokratie? Kommen die Medien dieser Rolle nach?

    Noch mal zum Fall im Freibad in Düsseldorf. Tja, jetzt ist plötzlich alles halb so wild und keiner bekommt davon etwas mit, weil wieder nur so halb darüber berichtet wird, wenn vorher fehlerhaft berichtet wurde.

    • Nach einer Umfrage in Freibädern in den größten Städten in Deutschland, gibt es keine Zunahme von Kriminalität und auch kein Zusammenhang mit Nationalitäten.
    • Der Oberbürgermeister ist zurückgerudert und hat gesagt, dass es gar nicht so schlimm war
    • Auf Überwachungskameras lies sich keine Straftaten erkennen
    • Selbst anwesende Personen fanden die Vorfälle nicht weiter schlimm oder gefährlich, sondern wie ein „Jugendlicher Scherz“

    Aber Hauptsache die Rechten und Fremdenhasser haben wieder einen Grund zu hetzen und daraus einen riesen Wirbel zu machen...

    Aber keine zu Schwimmbädern, oder?

    Was willst du da für Statistiken haben, wenn das relativ tagesaktuell durch die Presse gegangen ist? In dem Fall hilft dir sicherlich am ehesten Google, um dir einen Überblick über alle Presseberichte zu verschaffen.

    Beispiel: https://www.morgenpost.de/verm…Duesseldorf-geraeumt.html

    Wenn man mit Statistiken argumentiert, sollte man diese auch vorweisen und nicht plötzlich auf einen tagesaktuellen Fall verweisen und meinen, weil das jetzt in letzter Zeit irgendwie häufiger vorgekommen ist, oder darüber berichtet wurde, ist das ein statistischer Beweis.

    Und warum hat die Berichterstattung von einem "Helden aus dem Irak" gesprochen, der den Täter überwältigt hatte? Was hatte die Herkunft dieses Helden damit zutun? Und was hat die Herkunft der Flüchtlinge damit zutun, dass sie verlorene Brieftaschen finden und zurückgeben? Wird ja auch immer gern betont. Entweder wir erwähnen Herkunft und Religion konsequent gar nicht, oder immer. Bei positiven und negativen Fällen.

    Wahrscheinlich ist das der Versuch des Gegenbeweises, dass eben nicht alle oder übermässig viele Iraker, Syrer, Ausländer, gewalttätige Menschen sind. Nur ziehen halt negative Meldungen immer besser als positive.

    Wenn das ganze ja gar nichts mit der Herkunft, also nichts mit Kultur und Religion zutun hat. Dann dürften Flüchtlinge und Türken nicht überrepräsentiert sein.

    Mit Kultur und Religion kann das schon etwas zu tun haben. Das gehört aber dann zum persönlichen Hintergrund, genauso wie es die Herkunft auch tut, genauso wie familiäre Bedingungen, soziales Umfeld, persönliche Erlebnisse und so weiter. Ob ich jetzt Deutscher, Iraker, Engländer oder so bin, sagt bis auf den Umschlag meines Reisepasses eigentlich nichts über meine Religion oder Kultur - also über meinen persönlichen Hintergrund aus. Alles darüber hinaus ist nur Spekulation.