Beiträge von emil14

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    Sebastian Kurz ist 33 und als Reichskanzler Bundeskanzler war er äusserst unfähig. Alter, Qualifikation und Erfahrung sind zwei (oder drei) verschiedene Paar Schuhe. Just saying.

    So lernten Dardan und ich uns kennen. :bigheart:

    emil14's Vegane Kochkünste


    Shalom,


    aufgrund mangelnder Inspiration sowie umwerfender Faulheit kommt erst jetzt mein erster Beitrag in diesem Thema. Aber freut euch, denn ihr werdet Opfer meiner vegan agenda! Wir fangen heute mit einem ganz einfachen Gericht an, das einen meh-Couch-Abend etwas schöner gestalten kann. Ihr braucht 0 (null) Kochwissen oder Erfahrung und es dauert magere 30-35 Minuten. UNMÖGLICH, schreist du gerade durch den Raum während dich Leute anstarren, aber ja, es ist machbar. Und zwar so:


    Knusprige Süßkartoffelpommes/Wedges


    Schwierigkeit: easy / Dauer: 30-35 Minuten


    Pommes Frites sind in der Regel ungesund - sie werden in siedendem und ungesundem Öl gebadet und versalzen. Und sie sind langweilig: jeder kennt sie, jeder isst sie, und jeder is(s)t sie satt. Süßkartoffelpommes jedoch sind cool, schmecken lecker und sind um einiges gesünder: erstens, weil ihr hierfür nur wenig Öl benötigen werdet und zweitens, weil die süße Kartoffel generell gesünder ist, da sie mehr Vitamine, Beta Carotin und Ballaststoffe enthält. Irgendwie ist das wie bei short king : jeder kennt ihn, jeder hat ihn satt, dabei ist sein Bruder eigentlich der coole, aber da ihn nur die wenigsten kennen, können sie das nicht wissen. Beachtet dabei nur, dass diese Pommes nie so knusprig sein können wie richtig knusprige Pommes. Having said that, oft begegne ich in Restaurants (die man eher Buden kennen kann) nur irgendwelchen labberigen Stäbchen, also ist das Resultat des heutigen Rezepts eigentlich eine Verbesserung. Hurra.


    Was ihr braucht (für zwei Personen):

    • Eine große Süßkartoffel oder zwei medium-große
    • 2 EL Maisstärke. Die findet ihr entweder bei der Polenta oder in der Kuchenabteilung
    • 3 EL Olivenöl. Sonnenblumenöl ist ungesund, weg damit. Benutzt raffiniertes Olivenöl, nicht natives (oft auch virgin genannt)
    • 1/2 EL mildes Paprikagewürz
    • bissl Pfeffer, bissl mehr Salz als bissl Pfeffer
    • 1/4 Knoblauchzehe
    • (Ofen, Backblech, Backpapier, Schüssel, Schneebesen/Esslöffel, Gabel (oder Finger))


    Schritt für Schritt:

    1. Ofen auf 220 Grad vorheizen. Wenn euer Ofen etwas schlechter oder älter ist, könnt ihr ihn auch auf 230-250 aufdrehen.
    2. Süßkartoffel schälen (schale ist etwas dicker als bei Kartoffeln) und in Fritten oder Wedges schneiden. Die Fritten sollten ungefähr 5mm breit und dick sein, Wedges ca. 1cm breit und 5mm dick sein. Beides funktioniert ähnlich gut, jedoch werden die Fritten knuspriger gebacken.
    3. Die Stäbchen in eine Schüssel hineintun und Maisstärke dazugeben. Die Schüssel gut durchschütteln und rühren bis sich die Stärke gleichmässig verteilt und sich dadurch eine leichte Schicht um die Stäbchen bildet.
    4. Für die Marinade in einer kleineren Schüssel Öl, Paprika, Salz und Pfeffer dazugeben. Knoblauch fein schneiden (alternativ geht natürlich auch Knoblauchpulver, solange es aromatisch ist) und dazugeben, umrühren. In die große Schüssel geben und wieder schütteln und rühren bis sich die Marinade schön verteilt. Dann die Pommes/Wedges aufs Blech mit Backpapier geben und sie so verteilen, dass sie genug Platz zum Backen haben. Süßkartoffeln brauchen Platz!
    5. Ab in den Ofen damit! 15 Minuten backen lassen, dann die Fritten kurz umdrehen. Ihr müsst dabei nicht genau sein, sie sollen einfach von allen Seiten gebacken werden. Danach weitere 10 Minuten backen und bei den letzten Minuten auf die Farbe achten: ihr wollt eine dunkel-orangene Farbe, beinahe schwarz, damit die Fritten umso knuspriger werden. Auf keinen Fall schwarz-schwarz, dann waren sie zu lange drinnen!
    6. Wenn sie nach diesen 25 Minuten Backzeit immer noch nicht die richtige Farbe haben, einfach den Ofen ausschalten und die Fritten weitere 5 Minuten drinnen lassen. Sonst rausnehmen.
    7. Sie kühlen überraschend schnell ab, also happa-happa!

    Jain. Zeitersparnis wächst proportional mit größerem Tempo und längerer Strecke. Staus senken diese Zeitersparnis wiederum, allerdings kann ich jetzt nicht mit Gewissheit sagen, ob sie die Zeitersparnis komplett negieren. Glücklicherweise kann man genau deine Aussage testen: Ich fahre mehrmals im Jahr eine Strecke über Deutschland, Österreich, Slowenien und Kroatien. Man könnte das zwar mit mathematischen Gleichungen lösen, jedoch kann ich aus eigener Erfahrung folgendes behaupten: Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 180 in D und 130 in Ö/SL/HR lege ich trotz häufigerem Stau in D durchschnittlich mehr Kilometer in der Stunde weg als in diesen drei Ländern. Und jemand, der 230 fährt, wird noch eher diese Erfahrungen machen - die Logik scheint mir zumindest einleuchtend, wie gesagt: mit größerem Tempo spare ich proportional mehr Zeit. Ich konnte jedoch keine Studien finden, die zeigen, wie viele Kilometer pro Stunde man praktisch pro Land weglegt. Mich würde aber nicht überraschen, wenn Deutschland dabei weit oben wäre.

    Ich versuche jetzt, bündig Gründe für und gegen ein Tempolimit zu nennen. Grundsätzlich muss ich sagen, dass ich selbst nicht 100%ig hinter einem Konzept stehe, tendiere jedoch eher, für ein Tempolimit zu sein. Gründe für und dagegen gibt es sehr wohl und es wäre absurd, die jeweiligen Argumente, die einem selbst nicht passen, einfach zu ignorieren. Wer Einwände gegen konkrete Punkte hat, darf sie gerne diskutieren. Ich beziehe mich unter anderem auf Beiträge von QueFueMejor   Alaiya   Arrior und andere, die teils über 10 Tage alt sind, da sie mir dazumal ins Auge gesprungen waren. Mit diesem Beitrag möchte ich am ehesten für etwas Ehrlichkeit sorgen, die mir in beinahe allen Beiträgen (vor allem in der Politik) aus Partisan-Gründen fehlt.


    Pro Tempolimit

    • Umweltschutztechnisch ergibt ein Tempolimit Sinn. Laut einer Untersuchung des Umweltbundesamtes würden mit einem Tempolimit von 120km/h jährlich rund 3 Millionen Tonnen CO2 "eingespart" werden (Vergleich: so viel produziert der ganze Staat Island im Jahr). Das entspricht einer Senkung der CO2-Emissionen um 9%.
    • Ein Tempolimit ist verknüpft mit mehr Sicherheit auf den Straßen. Hier muss ich diesem Beitrag von QueFueMejor widersprechen. Eine Korrelation zwischen höherem Tempo und Toten (bzw. der Nichtexistenz ebenjener Korrelation) lässt sich nicht mit Vergleichen mit anderen Ländern feststellen. Vielmehr spielen die Qualität der Straßen, die Verkehrsdichte, Die Qualität (Sicherheit) der Autos und die Schulung der Fahrer eine Rolle dabei, insofern bin ich nicht überrascht, dass Spanien bspw. mehr Tote/Unfälle pro Kilometer als Deutschland hat. Wer mir weismachen will, dass die Straßen sicherer bzw. gleich sicher sind, wenn alle 230 statt 130 fahren, der muss damit rechnen, ausgelacht zu werden.
    • Wer nach Deutschland reist, wird bei jedem Grenzübergang ein solches Schild sehen: Deutschland hat eine generelle Richtgeschwindigkeit (RG) von 130km/h. Das bedeutet erstmal nicht viel, aber beispielsweise muss man bei einem Unfall damit rechnen, mindestens eine Mitschuld zu tragen, sollte man diese Geschwindigkeit überschritten haben. Der Formalitäten, um von einer RG zum Tempolimit zu gehen, sind dann vergleichsweise eher gering, wenn es einmal beschlossen wurde.
    • Laut diesem Bericht der Bundesanstalt für Straßenwesen hat rund 30% aller Autobahnkilometer in Deutschland bereits ein Tempolimit. Die Großräume Bremen und Stuttgart dürften bekanntere Beispiele sein. Dazu kommen temporäre Limits, wie bei Nacht oder bei Nässe. Außerdem: Ich weiß nicht, wie es im Rest von Deutschland aussieht, aber Ba-Wü und Bayern sind geradezu übersät von Baustellen. Baustellen machen rund 10% aller AB-Kilometer aus und diese werden in diesem Bericht nicht gezählt. Deutschland hat also auf die eine oder andere Weise auf gut 40% der Autobahnen ein Tempolimit.
    • Höheres Tempo produziert mehr Lärm. Das schadet der Lebensqualität der Menschen und der Wildtiere in unmittelbarer Nähe der Autobahnen.
    • Zumindest bei mir steigern höhere Geschwindigkeiten die Anspannung. Sie geben vllt. mehr Adrenalin, spannen aber meinen Körper total an - ich halte das Lenkrad mit beiden Händen (ja, wtf) und muss mich zu 110% konzentrieren, wenn ich ca. 180 fahre.
    • Umstrittener Punkt: Ein Tempolimit sorgt für weniger Staus. Das liegt daran, dass es die großen Geschwindigkeitsunterschiede auf der Straße deutlich verringert und es weniger Schneiden gibt. Der ADAC jedoch widerspricht dieser These, der meint, Verkehrsabhängige Anzeigen wären ausreichend, um die optimale Geschwindigkeit bei dichtem Verkehr zu erreichen.


    Contra Tempolimit

    • Schnelleres Fahren ermöglicht es, schneller ans Ziel zu kommen. Das sollte man grundsätzlich nicht ignorieren. Gerade wer längere Strecken durch Deutschland fährt, kann sich die ein oder andere Stunde einsparen. Zeit ist immerhin Geld, was mich zum nächsten Punkt führt:
    • Kein Tempolimit ist großwirtschaftlich profitabel. Höhere Geschwindigkeiten führen zu mehr Spritverbrauch, was zu mehr Tanken führt. Man kann jetzt zwar behaupten, dass das nur Ölkonzernen (vor allem den Russischen und arabischen, die Politiker kaufen) was bringt, aber Deutschland als Staat profitiert davon einfach mehr. Das ist wohl auch einer der Hauptgründe, warum Deutschlands Politiker so sehr daran festhalten, obwohl es niemand zugeben wird.
    • Schneller fahren ist cool. Dieser Punkt aber ist absolut subjektiv, denn was für mich cool ist, muss nicht für dich cool sein. Insofern sollte dieser Punkt gerade in einer politischen Debatte keine Rolle spielen.

    Wisst ihr was!? Scheiß aufs schnell fahren. Ich fahr lieber eine Stunde früher los, als dass ich mir Stress mache, Lärm produziere, exponentiell mehr CO2 ausstoße, einen Unfall baue, mein Leben verliere und dadurch 10km Stau verursache. Diese Dinge sollten da mehr wiegen als Spaß, oder? Oder?

    Menschen zu erziehen, mit Kompromissen zu leben, ist wohl eine der härtesten Aufgaben, die man sich vorstellen kann. Das lässt das Ego kaum zu. Wir wollen nicht nachgeben, wir hassen es, nicht zu gewinnen. Egal ob es nun um einen Wettbewerb, einen Streit und ja, eine Diskussion geht. Man selbst will immer das letzte Wort haben und dem Gegenüber gegenüber (ja...) höher stehen, weil es unter anderem ja auch ein Trieb einer jeden Spezies ist, stärker, überlegener und - in unserem Fall - auch klüger zu sein. Es ist eigentlich ein faszinierender Mechanismus, denn irgendwann trifft man jemanden, wo man sich unweigerlich mit der (oft auch unterschwelligen) Erkenntnis auseinandersetzen muss, am Ende nicht der/die Beste sein zu können. Man quetscht dann eher noch das schlechteste Argümentchen aus, das man im Repertoire hat, als dass man zugibt, im unrecht zu sein. Und oft ist man erst dann bereit, Kompromisse einzugehen.


    Wer es wirklich schafft, diesem Trieb zu widerstehen, hat sich eine Runde Applaus verdient. Ich glaube, die meisten können das nicht. Ich bin selbst nicht frei davon. Insofern halte ich auch vom Sprichwort "Der Klügere gibt nach" nicht sonderlich viel - natürlich ziehe ich mich irgendwann zurück, wenn ich sehe, dass es absolut nichts bringt, weiter zu machen, da man gegen eine Wand redet. Wenn aber offensichtlich ist, dass ich im recht liege, mein Gegenüber aber einfach stur, fällt es mir schwer, nachzugeben, weil auch das einfach ein Teil von mir ist.

    Das Auge um Auge Prinzip, tötet jemand nur andere Mörder. Sind diese Morde dann gleichzusetzen wie wenn jemand Unschuldige tötet? Falls ja, warum? Und falls nein, warum?

    "Auge um Auge" ist wohl die eine Bibelstelle, deren Bedeutung von der Menschheit wie keine zweite verdreht wurde. Bei diesem verbreiteten Sprichwort handelt es sich nämlich um eine falsche Übersetzung des 2. Buches Mose 21,23-25 wo es richtig heißt: "Ein Auge gegen etwas anstelle eines Auges." Es geht also nicht um Vergeltung, sondern darum, dass das Opfer finanziell entschädigt werden soll.

    In den letzten Tagen kam vermehrt in den schweizer Nachrichten die "Idee" auf, "mein" Bundesland, Vorarlberg, zur Schweiz hinzuzufügen. Vorarlberg gehört derzeit Österreich an, grenzt (u.a.) an Liechtenstein und den schweizer Kanton St. Gallen, und ist Österreichs einzige Präsenz am Bodensee. Wegen der Nähe zur Schweiz ist Vorarlberg mittlerweile eins der wirtschaftlich stärksten Ö. Bundesländer, dafür ist aber auch alles teurer als sonst überall in Österreich. Natürlich nicht auf Schweizer Niveau, denn irgendeinen Grund für dieses Unterfangen müssen die Schweizer ja noch haben. Das witzige dabei ist, dass es diese Idee schon vor genau 100 Jahren gab: Nach dem ersten Weltkrieg war Österreich am Boden zerstört und die Vorarlberger (ab jetzt "V.") suchten eidgenössische Hilfe. Gescheitert war es letztlich an zögerlicher Politik auf beiden Seiten des Rheins. Nun wird dieser Gedanke wiederbelebt: Umfrage nach Umfrage ist eine deutliche Mehrheit der V. für den Einzug in die Schweiz. Was dafür spricht:


    Vorarlberg hat mit dem Rest Österreichs kulturell und insbesondere Sprachlich wenig zu tun. Hier wird ein Dialekt, ähnlich dem St. Gallener, gesprochen und östlich vom Arlberg wird er nicht verstanden (siehe V. Dialekt). Mit Vorarlberg verbinden die restlichen Österreicher ein sprachliches Unverständnis. Wenn wir uns dafür Gemeinsamkeiten mit den Schweizern ansehen:

    - gemeinsame sprachliche Wurzeln

    - gemeinsame alemannische Entstehungsgeschichte

    - geographisch wesentlich dichtere Anbindung (z.B. die V. fahren 6-7 Stunden nach Wien, dafür nach Zürich weniger als 2 und nach Bern weniger als 3)

    - wirtschaftlich dichtere Anbindung über Dekaden

    - ähnliche Mentalität


    Der schweizerische "Lifestyle" bringt ebenfalls positive Aspekte mit sich, wie bspw. höhere Löhne. Allerdings gibt es natürlich nicht unwesentliche Dinge, die dagegen sprechen:

    1. Vorarlberg gehört Österreich an und somit auch der EU. Dass mit einem Austritt diverse Komplikationen auftreten, muss ich nicht breit erklären - der Wechsel von Euro auf Franken wäre da eher ein harmloser.

    2. Wegen der wirtschaftlichen Anpassung an die Schweiz werden Löhne höher, dafür aber auch steuern. Außerdem wird das Land unausweichlich teurer werden und es wird vermutlich bis an die zwei Jahrzehnte dauern, bis Vorarlberg komplett wirtschaftlich angepasst ist. Milliarden an eidgenössischen Steuergeldern werden ins Ländle fließen und weitere Milliarden an Schuldgeldern gegenüber Wien werden auch bezahlt werden müssen. Wien bringt für Vorarlberg wirtschaftliche Entlastung, was beispielsweise auch einer der Gründe ist, warum Bayern noch in Deutschland verbleibt. In diesen zwei Jahrzehnten werden in erster Linie die V. wirtschaftlich leiden, auf lange Sicht sehe ich jedoch eine wesentliche Stabilität, wenn man sich an die Schweiz lehnen würde.


    Ob dieses Unterfangen (im Moment ist es halt auch keins, höchstens eine Idee) auch erfolgreich sein wird, wage ich ehrlich gesagt zu bezweifeln. Solange Wien und die EU ein Wörtchen mitzureden haben, werden sie das Ländle nicht einfach so gehen lassen. Ich würde es jedoch auf jeden Fall vorziehen.


    Hier ein Shoutout an Schweizer und Österreicher (und alle, die damit mehr zu tun haben), die ich hier kenne. Was haltet ihr von dieser Idee? short king   Dardan   ZaNe   Galladash   Grizz   Prikriven   Moxie   Narime   Panpan   Chii-chan   Chala   Hunter   Leviator   airwaves   Jiang   Jacqueline

    Was ist mit den Menschen, die bei sich zu Hause Katzen/Hunde oder andere Haustiere halten? Polizeihunde? Die werden ja laut deiner Aussage auch in irgendeiner Form nur missbraucht und ihrer Freiheit beraubt.

    Haustiere werden unter Umständen auch ihrer Freiheit beraubt, nur ist der Gesellschaftliche Konsens der, dass dies zum Wohl des Tiers geschieht. Dass oftmals Herrchen mit ihren Haustieren wie mit Dreck umgehen, muss ich dabei nicht betonen. Wie sich das mit Polizeihunden verhält, mag ich nicht sagen, da ich mich nicht sonderlich damit beschäftigt habe. Mir scheint jedoch, als wäre das Züchten auf Brutalität auch ungerecht, da das einfach nicht der Hunde Natur ist.


    Und wieso formulierst du das so, als würdest du allein bestimmen dürfen, was weniger oder mehr ungerecht ist?

    Ich bestimme nichts, das ist prinzipiell erstmal nur meine Meinung, aber hergeleitet ist sie von den etablierten ethischen Standards und aus der Frage, wie viel Würde und Freiheit dem Tier bei der jeweiligen "Abstufung" noch bleibt. Kann sein, dass das in der Art so formuliert klingt, wie es dir zu sein scheint, aber wenn ich mich in diese Lage versetze, werden mit die Antworten klar. Eine Aussage möchte ich aber korrigieren: natürlich ist es relevant, auf welche Weise man Missbrauch ausübt, ändert aber nichts daran, dass Missbrauch ungerecht ist.

    Dass Tiere über ihre Wünsche und Bedürfnisse nicht philosophieren können, heißt nicht, dass sie diese nicht haben. Und erst recht nicht, dass man sie ihnen einfach nehmen dürfen sollte. Da gibt es nichts zu romantisieren oder zu vermenschlichen: Tiere zu missbrauchen, ist ungerecht. Wie man das nun anstellt, ist nicht wirklich relevant, wobei es natürlich Abstufungen gibt - sie aus Jux und Tollerei umzubringen ist weniger gerecht, als sie für eigenes Vergnügen (Konsum) zu töten, was wiederum weniger gerecht als anderweitiges ausbeuten ist, was weniger gerecht als die Käfighaltung für das Vergnügen anderer (Zoos) ist.

    Nein, Tiere können nicht philosophieren (als ob das überhaupt eine Rolle spielen würde). Aber wir können das sehr wohl, und (das habe ich bereits mal gesagt) gerade weil wir die größte Spezies sind, sollte das vielmehr eine größere Verantwortung nach sich ziehen, anderen Lebewesen denselben Respekt zu erweisen, den wir uns von anderen auch wünschen würden und nicht etwa, über ebendiese Lebewesen nach freiem Willen verfügen zu können (bzw. dürfen).