Beiträge von Chelys

    Ich empfinde das als sogar noch einen Schritt schlimmer, dass der Preis im eshop so hoch liegt, bedenkt man, dass der Download eure SD-Karte zusätzlich verstopft und man dann irgendwann gezwungen ist, eine SD-Karte mit mehr Speicherplatz zu kaufen.


    Es ist also gleichzeitig in mehreren Punkten unsinnig, die Spiele für denselben Preis als Download zu erwerben.

    Das Argument ist an sich nicht sinnvoll. Sonst könnte man ja auch sagen, wenn ich ein Spiel im Laden kaufe müsste das billiger sein, weil es mir Platz im Regal/der Schublade/sonstwo wegnimmt und ich dann ja irgendwann mehr Platz kaufen muss, weil alles vollgestellt ist. Genau so ist es ja auch mit der SD-Karte, nur handelt es sich da eben um digitalen Speicher, nicht um realen. So oder so ist der jedoch irgendwann erschöpft.

    Entspannt schlenderte Bryce durch die von Menschen überflutete Stadt. Er war zwar noch nicht lange hier, doch so voll hatte er Illumina City noch nie gesehen - was allerdings auch zu erwarten war, schließlich war das Festival eine der größten Attraktionen überhaupt, und da er gerade zu Beginn der Vorbereitungen eingetroffen war, hatte er auch noch keine Gelegenheit, ein anderes Fest zum Vergleich ranzuziehen. Generell war die Eröffnung von Sinnohs Kampfzone wohl das einzige Mal, das er eine auch nur annähernd vergleichbare Menschenmasse erleben konnte, und er wagte stark zu bezweifeln, ob das von der Größe her wirklich an das Lichtfestival heranreichen konnte.

    Ein leises, beunruhigtes Zwitschern auf seiner Schulter riss Bryce aus seinen Gedanken. "Was ist denn los?", fragte er den kleinen blauen Vogel, der es sich dort bequem gemacht hatte. Schon bevor er die Reaktion - Wablu flog von einer Schulter auf die Andere - wahrnehmen konnte, wurde ihm klar, was passiert war. Sein Trasla hatte sich mal wieder ablenken lassen und war nun mehr oder weniger verloren gegangen, soll heißen, es begutachtete wohl irgendwo eines der schönen Lichtspiele und hatte noch nicht mal bemerkt, dass sein Trainer inzwischen weiter gegangen war. Bryce seufzte. Irgendwann müsste es doch mal lernen, dass es einfach nur bescheid sagen muss, wenn es sich etwas genauer anschauen will...


    Dank Wablus schneller Warnung dauerte die Suche nicht sonderlich lange, Keine zwei Minuten waren vergangen, da schlossen sich Bryces Hände um den schmalen Körper des Pokemon. Wie erwartet stand es bei einem der Lichtspiele auf Scheinwerfern und Lilien und versuchte allem Anschein nach, das Geheimnis hinter diesen Lichtern zu verstehen. Das würde allerdings warten müssen, denn sein Trainer hatte vorerst andere Pläne, als sich mit den Dekorationen zu beschäftigen. Die angedeutete Rötung des Horizonts deutete schließlich darauf hin, dass es langsam Zeit für ein ordentliches Abendessen werden würde. Da er inzwischen festgestellt hatte, dass die Angebote der Stände weder in Sachen Preis noch in der Menge überzeugen konnten, machte er sich also auf die Suche nach einem Restaurant, in dem er seinen eigenen und den Hunger seiner Pokemon stillen könnte.


    Nicht allzu viel später verließ er gesättigt und zufrieden einen eher unauffälligen Laden in einer der zahlreichen Gassen der Stadt. Er hatte ihn sehr kurz nach seiner Ankunft entdeckt und war in den wenigen Wochen, die er bereits in Kalos verbracht hatte, bereits sowas wie ein Stammkunde geworden. Anders als zuvor war es diesmal ein Yanma, das ihn begleitete und angesichts der ungewohnt vielen Menschen ziemlich unruhig war. An sich war das zwar nicht schlimm, doch bei seinem Problemkind war Bryce eher deoppelt vorsichtig. Es wäre nicht das erste Mal, das Yanma vor Nervosität irgendwelche kleineren Schäden anrichtete. Aus diesem Grund hielt Bryce sich lieber am Rand der Menge auf, wo es immer einen Weg gäbe, mit dem er sich in 'normalere' Situationen retten könnte. Zum Glück schien das jedoch bis auf weiteres nicht nötig zu sein, denn sein Pokemon wirkte zwar nervös, aber nicht aggressiv oder besonders verunsichert, und somit war es problemlos möglich, die letzten Sonnenstrahlen des Tages zu genießen, ohne sich auf eventuelle Notfälle einstellen zu müssen.