Beiträge von 3-Steps-Beyond

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    Inzwischen hatten sich die meisten Teilnehmer des Turniers zu kleineren Gruppen zusammengefunden, die in ihre jeweiligen Gespräche vertieft waren. Alistair selbst hatte sich etwas von den übrigen Kämpfern abgesondert und sich nahe einem der Blumenbeete auf einem plumpen Steinquader, dessen eigentlichen Zweck er nur vermuten konnte, niedergelassen. Seit einigen Minuten schon studierte er seine zukünftigen Widersacher; die meisten von ihnen stempelte er bereits nach wenigen Augenblicken als mehr oder minder ungefährlich ab, einige andere überging er direkt. Diejenigen, die er auf den ersten Blick nicht einzuschätzen vermochte, vermerkte er vorsorglich in schwarzer Tinte auf den vergilbten Seiten eines ledernen Notizbuches. Mit ihnen würde er sich zu gegebener Zeit näher auseinandersetzen, möglicherweise hatte er Glück und es gelang ihm einen dieser Kämpfer zu einer Unachtsamkeit zu verleiten, mit der er mehr über sich preisgab. Alistair hatte sich während seiner Reisen eine gewisse Menschenkenntnis angeeignet und war recht zuversichtlich, dass es ihm möglich war durch gezielte Fragen bald mehr über seine Gegner in Erfahrung zu bringen. „Warum eigentlich nicht direkt jetzt? Schließlich habe ich es nicht nötig, den unnahbaren zu spielen, das überlasse ich gerne anderen, die meinen dadurch jemanden beeindrucken zu müssen. Und ich will ihnen ja nicht die Show stehlen“


    Er trocknete die noch feuchte Tinte mit einem Papierbogen und schlug das Buch mit einem deutlich vernehmbaren Knallen zu, sodass ihm einige der anderen Turnierteilnehmer überraschte Blicke zuwarfen, ihn stirnrunzelnd musterten oder gar erschrocken zusammenzuckten. Alistair verzog die Lippen zu einem Lächeln, das so etwas wie eine Entschuldigung hätte sein können, wenn er nicht eine Spur an Spott hineingelegt hätte. Gerade ausreichend, dass seine Gegenüber unterbewusst wahrnahmen, dass es nicht nur eine freundliche Geste war, aber nicht so viel, dass sie es als offene Anfeindung oder Herausforderung verstehen konnten. Immer noch grinsend verstaute Alistair Buch und Federkiel in seinem Mantel, bevor er sich aufrappelte und suchend umsah. „Wer von meinen potentiellen Feinden interessiert mich momentan am meisten?“

    Letzten Endes war seine Wahl auf einen Vierergruppe gefallen, der sich am an anderen Ende des Burghofes zusammengefunden hatte. Unter ihnen waren gleich zwei Personen, die bereits beim Überfliegen der Menge seine Aufmerksamkeit erregt hatten. Auf der einen Seite war eine hochgewachsene Frau, deren schimmernde Haare ihr blasses Gesicht umrahmten als wäre es in tiefblaues Samt eingefasst. Der nachtschwarze Stoff eines Kimonos floss an ihrem Körper herab und war mit einer Abfolge silbriger Runen verziert, die wie eine geheimnisvolle Pflanze an ihrem Gewand empor kletterten. „Vermutlich eine Elbin. Sie hat diese gewisse Ausstrahlung, die nur ihrer Art vorbehalten ist…“ Alistair lächelte säuerlich. „ Und die spitzen Ohren tragen natürlich auch ihren Teil bei. Alles in allem sicher nicht meine favorisierte Rasse. Aber Elben sind, freundlich ausgedrückt, gerissen. Also wäre es sicher keine schlechte Idee, ihr ein wenig auf den Zahn zu fühlen. Unliebsame Überraschungen mag schließlich niemand“ Andererseits war dort der Rollstuhlfahrer, der ihm durch seine doch recht offensichtliche Beeinträchtigung aufgefallen war; sein Körper war vom Becken abwärts schlichtweg nicht mehr vorhanden. Der größten Teile seines Schädels wurde wiederum von abstrus großen Brillengläsern und einer wallenden Mähne, die seit seiner Ankunft bereits das ein oder andere Mal die Farbe gewechselt hatte. Alistairs Interesse für ihn war eher persönlicher als kompetitiver Natur. „ Schließlich ist ein Rollstuhlfahrer, der sich in einem Turnier betätigt nicht unbedingt ein alltäglicher Anblick und macht mich zugegebenermaßen neugierig. Und wenn ich dabei noch die ein oder andere nützliche Information aufgable, kann mir das nur recht sein“ Die anderen beiden im Bunde waren ein junger, hünenhafter aber zaundürrer Mann, der vor allem durch seine exzentrische Aufmachung in Form von farbenfrohen Mänteln und Hüten ins Auge stach, und ein eindeutig zu klein geratenes Wesen mit grünlicher Haut und wirr vom zierlichen Schädel abstehenden, pechschwarzen Haarborsten, das Alistair nicht genau einordnen konnte und eigentlich auch nicht wollte.


    Als er den, im wahrsten Sinne des Wortes, bunten Haufen erreichte, setzte er das undurchschaubare Lächeln auf, das wenige Minuten zuvor bereits die anderen Kämpfer gesehen hatten, und machte sich bemerkbar, indem er dem Rollstuhlfahrer die Hand auf die Schulter legte und sich hörbar räusperte. „ Also, meine Guten, was haltet ihr denn so von der ganzen Sache? Unserem wertem Herr Organisator, seinen doch recht verstörenden Handlangern“, er wies auf die geisterhaften Mantelträger, die schwarz getünchten Statuen gleichend noch immer den Hof säumten, „ und natürlich von dem heißbegehrten Preis?“ Er zwinkerte verschwörerisch. „Bleibt natürlich alles unter uns“.


    OT: Passt jetzt nicht zum Handlungsschnitt, aber da ich das ganze schon vorher angefangen habe, dachte ich mir ich poste es lieber bevor ich es verwerfe.
    Ansonsten misch ich mal in euer Gespräch ein. Hoffe, dass beides in Ordnung geht ^^.


    Als er aus den Untiefen des wirbelnden Portals heraustrat, befand Alistair sich in einem ausufernden, von hochaufragenden Wällen begrenzten Burghof. Falls in dieser Welt die gleichen Gesetzmäßigkeiten herrschten wie in seiner eigenen, musste es um die Mittagszeit herum sein, da die Sonne unbarmherzig vom Himmel stach. Eine sanfte Brise strich ihm über das Gesicht und trieb vereinzelte Blätter, die wohl von den kränklich anmutenden Bäumen stammen mussten, in einem wilden Tanz durch die Luft.


    Natürlich war er nicht allein. Der Hof wurde von einer Handvoll suspekter Wesen bevölkert: hochaufragende Gestalten, gekleidet in tiefschwarze Kutten, die Gesichter unter ausladenden Kapuzen verborgen. Das Schwarz ihrer Umhänge war so intensiv, dass es schien als würden sie das gleißende Sonnenlicht um sich herum einfach schlucken. Die gespenstischen Kreaturen glichen einander aufs Haar; die schattenhaften Mäntel tilgten jede Individualität und verwandelten die Wesen in eine uniforme Masse. Alistair vermochte sofort zu sagen, dass es keine Menschen waren. Alleine die Art und Weise, wie sie regungslos in Reih und Glied verharrten und kein Geräusch von sich gaben, aber allen voran ihre schiere Ausstrahlung; als wären sie finstere Überbleibsel vergangener Nächte, die noch nicht bereit waren den Hof an den Tag abzutreten. Selbst der Wind schien die unwirklichen Wesen zu scheuen, kein Lufthauch verfing sich in ihren Gewändern oder zerrte an ihren Kapuzen. Alistair musste schmunzeln. „Was für ein Aufmarsch, nur um die uneingeschränkte Macht der Turnierleitung hier zu demonstrieren und vielleicht den ein oder anderen meiner geschätzten Gegner zu verunsichern.“, dachte er.


    Erstmals würdigte er seine Konkurrenz, die sich zwischen den geisterhaften Wachen drängte eines Blickes. Die Anwesenheit der Kuttenträger schien ihre Wirkung nicht zu verfehlen, einige der Turnierteilnehmer betrachteten sie mit einer Mischung aus Neugier und Angst, andere beäugten sie misstrauisch oder gar feindselig. Die übrigen hatten sich zu kleinen Trauben zusammengerottet und unterhielten sich, die einen in einer Lautstärke als wären ihre Gespräche von öffentlichem Interesse, die anderen im Flüsterton. Von einigen Ausnahmen abgesehen schien das Teilnehmerfeld dem äußeren Anschein nach recht jung zu sein. „Nur nicht voreilig urteilen“, mahnte Alistair sich. Es gab genug Geschöpfe, deren wahres Alter sich nicht an ihrem Erscheinungsbild festmachen ließ, seien es nun Menschen, die sich auf wissenschaftlichem oder magischem Wege verjüngt hatten, Kreaturen, bei deren physischer Form es sich lediglich um einen Wirt handelte, in dem sie sich eingenistet hatten, oder schlichtweg Rassen, die dem Alterungsprozess nicht unterworfen waren. „Und falls möglich will ich vorbereitet sein, wenn sich einer dieser Halbstarken in einem ungünstigen Moment als Dämon entpuppt“, sinnierte er immer noch grinsend. Geistesabwesend tastete er in seiner Manteltasche, bis seine Finger sich um einen metallenen Gegenstand schlossen. Er zog die Messingschachtel aus seinem Umhang, öffnete sie und zog eine behelfsmäßig gedrehte Zigarre heraus. Hoffentlich hielt der Tabak, was der windige Händler am Basar versprochen hatte. Während er das instabile Gebilde aus gerolltem Papier und zerriebenen Blättern mit den Lippen zusammenhielt, beförderte er ein Feuerzeug aus Elfenbein zutage. Das Teil war zwar mit dem klobigen Löwenkopf, in dessen Maul zwei winzige Feuersteine fixiert waren, zwar unfassbar hässlich, jedoch besaß es einen gewissen sentimentalen Wert, ein Laster, dass sich Alistair seit kurzem zugestand. Beim dritten Zusammenschlagen der Kiefer gelang es ihm schließlich ausreichend Funken zu erzeugen um die Zigarre anzustecken.


    Im selben Moment erwachte ein Monitor am Ende des Hofes zum Leben. Die in Überlebensgröße dargestellte Fratze eines alten Mannes erschien auf dem Bildschirm; beinahe die gesamte untere Gesichtshälfte wurde von einem Grinsen eingenommen, dass gleichermaßen diabolische wie debile Züge hatte. „Wirklich ausgesprochen seriös“, dachte er spöttisch und blies eine Rauchfahne in die Luft. Dann begann der Alte zu sprechen. Größtenteils nichts, was Alistair nicht schon ohnehin gewusst hätte, der Organisator erläuterte den Ablauf des Turnieres, verwies einmal mehr auf die Allmacht des ausstehenden Wunsches und stellte seine geisterhaften Handlanger als die Schiedsrichter des Turnieres vor. Als er geendet hatte, ertönten vereinzelt die Schlachtrufe einiger besonders selbstsicherer Teilnehmer, die das totenkopfartige Grinsen des Organisators nur noch breiter werden ließen. Dann erlosch der Bildschirm, aber dennoch schien das hämische Zähneblecken des Organisators noch immer über der Szenerie zu schweben. Alistair lief ein Schauer über den Rücken, was ihm beileibe nicht oft geschah. Er zog ein letztes Mal an seiner Zigarre um die Kälte, die ihn plötzlich überfiel, zu vertreiben, dann lies er sie zu Boden fallen und trat die Glut aus. „Wieso bekomme ich auf einmal ein ungutes Gefühl“, dachte er und legte unter seinem Mantel die Hand reflexartig an den Abzug einer seiner Waffen. „Mein Instinkt hat mich noch nie getäuscht…Aber Ausnahmen bestätigen ja die Regel. Außerdem, ich habe schließlich schon deutlich mehr als ein ungutes Gefühl für einen deutlich geringeren Lohn in Kauf genommen“. Er fuhr mit einem Finger der anderen Hand über die vernarbten Striemen an seinem Hinterkopf, die sich bei genauerer Betrachtung als kryptisches Siegel offenbarten. „Und im Fall der Fälle habe ich ja noch weit mehr als nur ein Ass im Ärmel“.




    OT: Dann mal auf gutes Gelingen. Es steht jedem frei mich anzusprechen.