Beiträge von Amatsu

    Hallo Kida ~
    Bin auf deine Charaktervorstellung aufmerksam geworden, da die wohl von einem - wie von die beschrieben - Fantasy-mitteralterlichen Stil angehaucht sein soll. Solch ein Thema finde ich an sich doch sehr interessant und wollte es mir gleich darauf mal anschauen und paar kurze Worte sagen ~
    An sich finde ich deine Charaktere recht anschaulich, denn ich mag irgendwie welche, die eher ungewöhnlich oder, sagen wir einfach mal salopp, grimmiger, misstrauischer sind, als nur immer die freundlichen mainstream Sparte. Die Charaktereigenschaft finde ist wichtig, die macht schließlich jene Figur in der ganzen Geschichte aus. Was man bei einer Vorstellung erreichen sollte ist ja, dass der Leser Interesse an deinen Handelnden findet und eine - je nach dem mehr oder weniger - kleine Hintergrundgeschichte macht sich gut, um die Aufmerksamkeit zu steigern; man möchte eventuell jenen gern auch etwas kennenlernen, um zu verstehen.
    Du, Kida, hast in deinem Steckbrief eigentlich jedes Kriterium drin, welches man drin haben sollte, um sich ein Bild zu machen, da ist gut, allerdings kannst du das auch erweitern. Die Präsentation könnte nämlich meiner Meinung nach etwas ausdrucksstärker sein, meinetwegen auch etwas ausführlicher, wenn man so will. Damit sage ich nicht, dass es zu wenig ist, nein, man kann es in Stichworten verfassen - liegt ganz bei dir - , aber zum Beispiel mehr in ganzen Sätzen beschreiben und erzählen, damit es natürlicher auf den Leser wirkt. Die Hintergrundgeschichten sind in ganzen Sätzen verfasst - je nach Wunsch von dir, kannst du die sogar etwas erweitern, was aber gar kein Muss ist, da sie so schon passen und okay sind, außer bei Timar könnte etwas mehr Inhalt nicht schaden, um zu verstehen, und die kurze Geschichte mit einer Frage zu beenden mag ich 'persönlich' nicht -, aber wenn man auf die Punkte Aussehen und Charakter schaut, könnte man die ebenfalls im ganzem schreiben, anstatt die Stichpunkte quasi aufzuzählen; das ist allerdings ebenfalls nur eine Alternative, manche Leute lesen gern lieber auch nur wesentlich Stichpunkte durch.
    Worum ich dich aber bei der Aufzählung der Stichpunkte aber bitten würde, ist das Verwenden vom Semikolon und nicht nur des Kommata. Am Beispiel des Aussehens beschreibst du ja sowas wie Haare und Augen, allerdings ...

    kupferfarbenes, eher kurz gehaltenes Haar, graue, ausdruckslose Augen, [...]

    ... sieht man an dem Beispiel, dass du hier lediglich zwei Dinge aufzählst, aber die Kommata unterschiedlich einsetzt; zum einem zum trennen der Punkte, zum anderem für die Grammatik wie bei "Grauer, ausdruckslose Augen". So ist das allerdings kritisch betrachtet nicht ganz richtig und sieht etwas unübersichtlich aus. Nutze das Komma für den üblichen grammatischen Teil und das Semikolon zum Trennen der Punkte, also so:

    kupferfarbenes, eher kurz gehaltenes Haar; graue, ausdruckslose Augen; leicht kindliche Gesichtszüge

    Bedenke auch, dass nach dem Semikolon - im Gegensatz zum Doppelpunkt, wenn ein vollständiger Satz folgt - immer klein weitergeschrieben wird; du hast einmal im Text nach diesem Zeichen groß geschrieben.


    Jedenfalls, die Namenswahl finde ich toll! Vor allem da du die offenbar auch nach Bedeutung ausgewählt hast ~ Die Suche nach Namen fand ich nämlich immer äußerst schwer.
    Was ich persönlich noch erwähnen möchte sind manche Punkte unter dem Aussehen. Du verwendest Dinge wie "recht attraktiv", "angenehm feminine Gesichtszüge" (bei Dousa, wobei ich verwirrt war, da ich dachte es handelt sich um eine Sie.) oder "kommt beim anderen Geschlecht nicht allzu gut an", was allerdings nicht so leicht für den Leser zu definieren ist, wie du es dir vielleicht vorstellst. Ich meine, dass das sehr ins Subjektive wandert, denn ich stelle mir persönlich "angenehm" feminine Züge vor, oder das, was beim anderem Geschlecht weniger gut ankommen könnte. Es ist zwar mehr oder minder klar, dass sich der Leser die Charaktere am ehesten selbst vorstellen soll - sofern keine Bilder vorhanden sind - aber joa, das wollte ich mal erwähnt haben; ob es für dich einen Unterscheid macht, überlasse ich dir.


    Oh, und du erwähntest was vom Fantasy-mitteralterlichen Stil, was ich aber nicht ganz verstehe, denn es scheint sich bisher äußerst stark nach dem östlichem Stil zu richten; Schwertkampf, Karate, Ninjakunst und selbst die Bekleidung deines Casts ist sehr östlich, von daher erkenne ich hier wenig Mittelalter, oder liegt das nur an mir? Davor stellte ich mir nämlich mehr sowas wie ein Herr der Ringe vor. xD


    Insgesamt und kurz gefasst, hast du einen kurzen, übersichtlichen Steckbrief mit nötigem Inhalt für recht interessante Charaktere mit Potenzial aufgestellt ~

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    [tab='Blubb ~']

    ~

    [tab='Abgaben']
    Aquatically
    Ich bin regelrecht geflasht von den wunderbaren und harmonischen Beschreibungen, die einem die Bilder im Kopf ausmalen lässt. Wirklich ein Lob für den Autor, die oder der so schön und nahe in diesem Werk die Charaktere und vor allem Umgebung beschrieben hat. Ich mag den heiteren Start am Wasser mit den beiden Charakteren, ich konnte mich in die Handlung schnell gut einfinden und vorstellen; Ich -Perspektive und keine Dialoge zum Anfang ließen dem Leser etwas Zeit den Charakter kennenzulernen und sich somit einzufinden. Erschütternd daraufhin, dass die eine Person sie plötzlich ins Wasser runterdrückt und die schöne scheinbare Idylle somit etwas bröckeln lässt. War aber klar, dass sie dann es ihm irgendwie zurückgeben möchte (was eigentlich nur verständlich ist), aber der darauffolgende Kuss erschien von ihm etwas erzwungen, oder eher besser gesagt mehr als Entschuldung dafür. Interessant fand ich aber noch, dass sie sich zwar letzten Endes gegen die Umarmung losriss, es aber wohl nicht ganz abwegig fand un für ihn doch etwas empfindet; sie erschien etwas verzweifelt mit der Situation. Danach war auch gar nichts mehr von der schönen Situation davor zu geben, es ging zum Drama hinüber, und das ist imo der Punkt, der die Geschichte interessanter macht. Es wird klarer, dass sie Angst ihren Gefühlen hat, sie vor ihm Angst hat und sich selbst daran kaputt macht und einen inneren Zwist hat un davon am liebsten fliehen möchte, was durch den Wunsch ins jene kleine Häuschen zu gehen, verstärkt wird. Das in allem fand ich mit den schon erwähnten guten Beschreibungen äußerst gut gelungen und thematisiert das Thema Liebe genau.
    Überraschend was mir einfällt ist, dass die Geschichte beinahe nur aus Gedankengängen besteht und als Dialoge nur Namen vorkommen. Interessant also, dass es sich um Charaktere handelt, die man aus Pkmn kennt. (schien ja so, als würde es sich hier um eigens erschaffenen Charakteren handeln) So versteht man nun auch, weshalb die Angst vielleicht auch kommen könnte, da die Beiden wohlbekannt Rivalen sind.
    Dieses Werk mag ich von der Handlung, die von heiter auf dramatisch wechselt, her sehr und auch der Schreibstil tat sein übriges ~


    Göttliche Liebe
    Das hier finde ich mal äußerst interessant, muss ich sagen, zumindest wie es hier thematisiert wird. Zwar klingt die Idee, dass sich ein Gott in einen Sterblichen verliebt etwas flach, aber wie diese Geschichte mit den kleinen Details gefüllt wird, gefällt mir wirklich sehr, wenn auch das Gesamte sehr ironisch ist; die Göttin die Liebe verliebt sich in einen Sterblichen und kann nichts direkt dagegen unternehmen, will aber dies nicht tolerieren, interessante Idee. Die ganze Situation für Ilydie (tolle Namenswahl anbei *nicht recherchiert hat, ob Götternamen existent sind und in Bezug auf etwas stehen*) erscheint äußerst prekär und schmerzhaft, und das lässt man sie auch zeigen. Sie erscheint als Göttin auch nicht gehoben und dergleichen, eher etwas zerbrechlich und einfühlsam (menschlich klingt nicht ganz so richtig), was im Kontrast zu ihrem Bruder steht, denn dieser schaut wie erwartet auf die Menschen herab. Dennoch empfinde ich Measor trotz seiner Art als gewissen Sympathieträger, das was diese Geschichte noch gebraucht hat.
    Was ich wirklich schön finde ist, wie die ganze beschriebene Sache mit den Göttern in dieser fiktiven Welt funktioniert; das Menschen beispielsweise durch Taten als Gott aufsteigen können und so. Diese und solche Ideen gaben finde ich dem Ganzen durch eine schöne Note, und das du dich als Autor gewusst hast, um was du erzählst.
    Letztlich finde ich das Ende, wie es ausging, toll; das Ilydie letzten Endes durch eine List, mit Valira den Platz quasi zu tauschen und somit ihr Ziel auf eine egoistische Art, die man womöglich ihr zu Anfang nicht zugetraut hätte, zu erreichen. Liebe hat hier in dem Fall zu einer unschönen Tat geführt ~


    Was ist Liebe für dich?
    Dies hier unterscheidet sich im Vergleich zu den anderen Texten doch, es ist mal anderes ~ Den Einfall das sich die Perspektive beider Charaktere um jeden Absatz ändert, musste ich zwar erst einmal begreifen, war licht verwirrt, aber dann fand ich die Sache doch mal ganz schick. Dadurch, dass sich die Sichtweise beider Menschen für den Leser permanent ändert, weiß man, was in Beiden innen vorgeht, was sie denken und fühlen und man sich nicht zu fragen braucht. Das mag zwar das "Denken" und Spekulieren etwas abnehmen, aber ich finde es wurde in dem Fall doch ganz fein dargestellt, denn es ist interessant anzusehen, wie die Beiden persönlich aufeinander reagieren und herausfinden möchten, was der Andere denkt und will. Jeder Absatz macht die Konversation zwischen Beiden immer interessanter, da man wissen möchte, wie der Andere reagiert und sagt; alles wirkt wohl durchdacht und kein Wort will offenbar verschwendet werden, was das Ganze am Kern des Themas hält. Das Einzige, womit ich nicht auf einen Nenner komme ist, dass manche Dialoge doch etwas zu hoch sind, man spricht im normalen Fall in der Art so nicht spontan, oder zumindest sicher die Meisten. Das ist halt etwas, was mir merkwürdig auffällt. Jedenfalls, auffallend sind die Wiederholungen an fast jedem Absatz. Schätzungsweise sollen diese eine Art "Phase" des Geschehens darstellen, oder als eine Art Unterüberschrift, denke ich, kam mir zumindest zu Anfang lyrisch vor. Auf jeden Fall ein gut durchdachter Text ~


    Im Glasgarten
    Kein so leichter Text, quillt nur so vor Metaphern und ist doch recht hoch, dennoch gebe ich diesem Werk Punkte, denn er ist wunderbar aufgebaut und fasziniert mich auf seine Art.
    Für den Anfang wollte ich meinen, dass es sich um eine märchenhafte Erzählung handeln könnte, denn die Beschreibungen zu Beginn stellten den gesamten Ort als wunderschön dar, geradezu perfekt und makellos, dann ist jene Kathrin erschien und das Ganze nach und nach ins schwanken ließ, oder besser gesagt ließ es das Lyrische-Ich es schwanken. Nach und nach merkt man, dass die augenscheinliche Liebe mehr durch Lust und einer Begierde umgetauscht und ließ das scheinbar Perfekte dahingehen. Mehr habe ich das Gefühl, dass Kathrin die Meiste Zeit vom Lyrischem-Ich geflohen ist, ihn nie geliebt hat. Vielleicht will das Lyrische-Ich diese Tatsache - falls diese wahr ist - auch nicht so recht akzeptieren und wird am Ende grob und harsch, sodass es alles - wohl ihre Freundschaft, da die Beiden sich von früher zu kennen scheinen - zunichte macht und somit die Reue eintritt. Nun, das wäre zumindest eine Vermutung, wie die Sache stehen könnte, da kann man wohl sehr viel in die Abgabe interpretieren.


    Wenn ich springen würde ...
    Dieses Werk berührt mich ein wenig, ich finde es toll, in welche Richtung diese Abgabe führt. Konnte mich vom Text nicht ganz losreißen und wollte Gem's Reaktion bzw. Antwort zur jener gewagten Frage wissen und wie es zu Ende geht. Eigentlich eine komische Art zu fragen, ob man für einen wichtig ist, aber das machte die letztliche Handlung erst interessant in dieser kurzen Geschichte. Man konnte relativ früh merken, woran es Dave lag diese Frage zu stellen. Er war für sie immer da, gab Unterstützung und baute sie immer wieder auf, da sie so oft und enttäuscht wurde und somit oft gelitten hat, oder vielleicht und im Moment der Geschichte leidet. Gem ist ein wenig eigen, etwas in sich gekehrt zu sein und zeigt oberflächlich Desinteresse, was offenbar nicht stimmt, schließlich hört sie zu und macht sich Gedanken, sucht die richtigen Worte für die Antwort, oder wartet bis der andere etwas unternimmt; ich finde sie hat einen recht interessanten Charakter, nicht sehr ungewöhnlich, aber mal was anderes. Dave hingegen verzweifelt innerlich etwas, Rückblenden kommen in ihm von seiner ehemaligen Freundin auf, welche mehr Details für den Leser preisgeben, damit er weiß, worum es hier eigentlich geht. Insgesamt leidet jeder Mensch in dieser Geschichte, und das wurde meiner Meinung nach stark rübergebracht. Schockierend danach, dass Gem womöglich ernst springen würde, dachte auch kurz, dass es passieren würde, was tragisch wäre ... Frage mich weshalb sie das tun könnte. Eine Art Probe für Dave oder hatte sie etwas von ihren Gefühlen verborgen? Was auch immer es war, den Ausgang fand ich sehr zufriedenstellend ~ Liebe solche Texte einfach, die fesseln mich immer etwas. ^^  
    [tab='Punkte']
    Aquatically; 4 Punkte
    Wenn ich springen würde ...; 4 Punkte
    Göttliche Liebe; 2 Punkte
    Im Glasgarten; 2 Punkte
    Was ist Liebe für dich?; 3 Punkte
    ____________________________________
    15 Punkte ~
    [/tabmenu]

    [tabmenu]
    [tab='blubb']~
    [tab='Kurzer Vote und so']
    Feuerfee
    Kurzum, ein sehr schöner und durchdachter Text, der sich einfach nur auf einen wirken lassen kann. Besonders das Vulnona in Verbindung eines Kitsunes zu stellen hat mir äußerst gefallen, ein recht einfallsreicher Vergleich finde ich; mit den wunderbaren Beschreibungen gibt es dem Pokemon im Text nochmal ein Stück mehr Eleganz und Schönheit. Allerdings kann ich zwischen dem Titel Feuerfee und Kitsune keine große Verbindungen sehen, was mich ein wenig verunsichert hat, dennoch, I really like it ~


    Zahltag
    Ausgenommen der herausstechenden optischen Textform, finde ich größeren Gefallen am Thema des Textes. Die Vorstellung, wie sich das Leben für eine ärmliche Person auf einen Schlag durch ein Wunder zum besseren ändert, zieht mich an, solange die Umsetzung gut ist, und in dem kurzem Fall gefällt sie mir ~ Die Titelwahl in Verbindung zum Thema und dem Pkmn zu stellen finde ich dezent, auch wenn mir persönlich ein Mauzi sympathischer wäre; Snobilikat wurde wohl aufgrund des Alters genommen. Die Wortwahl ist teils ein klein wenig sonderbar, welche aber wohl mehr einem nicht alltäglichem Stil anlehnen sollen; Zahltag hört sich allerdings etwas abseits an, imo. Jedenfalls, die Idee, die hier umgesetzt wurde finde ich wunderschön ~


    Frostbrand
    Ich mag die direkte Atmosphäre in diesem Szenario sehr, denn so kommt das ehrfürchtige Wesen von Arktos noch mal stärker zum Leser rüber. Vorallem finde ich die Beschreibungen, wie das Pokemon dem Charakter gegenüber dargestellt wird, beeindruckend. Auch das Ende des Drabbles, wie die Reise vom Ich-Erzähler endet, wurde sehr elegant beendet ~


    Loreley
    Dieser Drabble erinnert mich an irgendeine Erzählung oder Legende, nur fällt mir nicht ein, was es sein könnte. >< Jedenfalls wirkt der Text auf mich äußerst sympathisch und ansprechend, konnte mir das schöne und warme Szenario allein schon im Kopf vorstellen und daran zerschmelzen ~ Wie gern ich noch mehr von solchem gelesen hätte.


    Allein
    Oh, diese mögliche Veranschaulichung eines Pokémons finde ich mal wirklich interessant. Etwas ironisch, schließlich ist dieses Pokemon wegen seinen negativen Taten dazu bestraft worden im Stein zu bleiben, doch im Drabble wird es hingegen als scheinbar freundliches Wesen dargestellt, dass einfach die Nähe sucht; vielleicht hat es aus seinen Taten gelernt, wenn es so dargestellt werden soll. Wie auch immer, die Idee Einsamkeit auf dieses Beispiel leicht zu thematisieren gefällt mir sehr ~ Lässt einem eventuell die Dinge aus einem anderem Blickwinkel schauen.


    Schneelegende
    Mag zwar etwas subjektiv sein, aber ich liebe Themen und Bezüge auf Winter und deren Eigenschaften ~ Viel lässt sich nicht drum sagen, außer dass die Art, wie diese Legende erzählt wird, spannend wirkt und sich somit positiv aufs Lesen auswirkt. Hier wird ebenfalls klar auf Arktos hingedeutet (auch wenn ich dieses Mal kurz an Kyurem gedacht habe), was hier als mächtiges Wesen, winterbringendes und meiner Ansicht nach auch als ehrfürchtiges Wesen beschrieben und dargestellt wird. Mag es trotz dem simplen Hintergrunds sehr ~



    [tab='Punkte']
    5 Punkte: Feuerfee
    5 Punkte: Zahltag
    4 Punkte: Frostbrand
    4 Punkte: Loreley
    4 Punkte: Allein
    3 Punkte: Schneelegende
    __________________________________
    25 Punkte ~
    [/tabmenu]

    [tabmenu]



    [tab='Blubb']
    Platzsparer und so ~
    [tab='Kritik, Meinung und so ~']
    Feuerwerke
    Sehr interessante Themenwahl, über die man endlos lang erzählen kann. Ich finde es doch recht eindrucksvoll, wie viel der Autor doch nur von einem Vergleich zum Leben philosophieren konnte. Es kommt mir ehrlich und persönlich rüber, wie in dieser Erzählung interpretiert wurde, vermutlich war die Erste-Person ein guter Leitträger dafür. Ich als Leser fühlte mich durch diese Abgabe fast schon persönlich angesprochen, etwas, was ich wirklich sehr mag und gern mal öfter erleben würde; gerade die Einleitung zu Beginn tat ihr Ding, auch wenn es mir persönlich ein, zwei Mal etwas sehr ausschweifte. Die Geschichte hat jedenfalls ihre Wirkung, die Abwechslung im Vergleich zu anderen Texten bietet; gefällt mir.


    Neues Leben
    Ans ich finde ich diese Geschichte insgesamt nicht schlecht, allerdings bin ich gegen Ende doch nicht ganz zufrieden damit. Mir gefiel der Ansatz doch sehr, da es vielversprechend nach einer traurigen/dramatischen Hintergrundgeschichte aussah, doch war das Alles doch sehr kurz gehalten - womöglich in Absicht vom Autor selbst - und hätte bei weitem mehr und besser ausgebaut sein können, sodass man sich in die Situation hätte reinfühlen können; das fehlte mir. Was mir leider gar nicht recht gefallen kann, ist das Ende. Ich persönlich halte es für sehr klischeehaft und schnell beendet; Mädchen fällt durch Unfall ins kalte Wasser, droht zu ertrinken, doch dann kommt der Protagonist und springt ohne zu zögern ins Wasser und rettet sie einfach, er wird belohnt und alles wird gut. Tut mir leid, aber ich kann daran kein Gefallen finden, denn der letzte Eindruck bleibt.


    Der Gelegenheitsdieb
    Ich habe mich zu Anfang dieses Textes doch zuerst etwas verloren gefühlt, da ich einfach nicht wusste, von wem oder was man erzählen wollte, allerdings glaube ich schon, dass es einfach Absicht war einen ins Geschehen zu werfen. Jedenfalls, nachdem ich mich in die Geschichte eingefunden hatte, war ich sehr positiv überrascht, was du uns - lieber Autor - aufgetischt hast. Ich mag fantasyorientierte Geschichten, auch wenn ich gern mal etwas Angst habe nicht so recht mit deren "Logik" umgehen zu können. Der Inhalt Textes war sehr interessant, hab es gern aufmerksam gelesen und versucht mich dort einzufinden. Was aber mir nur leider nicht gefällt, wie schon über mir erwähnt wurde, ist dass das alles nur ein Bruchteil eines Ganzen zu sein scheint, dabei wollte ich hier etwas abschließendes haben. Und dadurch, dass du den Leser einfach so in diese Welt reinschmeißt, kommen ihn meist auch viele Fragen in den Kopf, nur können diese hier nicht beantwortet werden, schade finde ich das.


    Der Kuss des Todes
    Oi, diese Abgabe ist mal recht interessant. Wie die erste Abgabe auch, scheint dieser Text auch gern etwas von den anderen herauszustechen. Der Stil des Textes erinnert mich mit den vielen kurzen Sätzen fast schon eher ans lyrische und mit dem Inhalt zusammen erweckt es imo ein besonderes Ganzes. Ich mag es irgendwie, wie sich manche Aussagen und Passagen widersprechen; eher schon ironisch, dass der Kerninhalt sich um den Tod dreht, welcher hier als Mann dargestellt wird, von dem Mann einst eigentlich zu fliehen versucht, aber doch letztlich liebt. Ich muss leider schon etwas zugeben, dass mir der gezielte Inhalt zunächst nicht ganz ersichtlich wurde, dennoch fand ich guten Gefallen an dem Werk, weil es sich trotz seiner Kürze gut durch seinen besonderem Thema und Stil präsentiert ~


    Rubinrote Schatten
    Ähnlich wie bei "Der Gelegenheitsdieb" fühle ich mich hier in eine bereits fortgeschrittene Handlung reingeworfen, allerdings weißt dies zumindest ein Art richtiges Ende auf. Jedenfalls, ich frage mich wirklich, welche Wesen hier die Handlung gespielt haben; Pokémon wohl nicht. Da hätte ich vielleicht etwas mehr an Infos darüber gehabt. Trotzdessen, ist der Text auch durch seine relative Kürze nicht schlecht, sprachlich scheint der Autor gut fortgeschritten zu sein und die Handlung war trotz persönlicher Unwissenheit - wodurch sich mir wieder mehrere Fragen stellen könnten - spannend zu lesen.


    Das goldene Glumanda
    Tut mir leid, aber schon allein durch die enorm vielen Leerzeichenfehler und Ähnliches sträuben sich mir die Haare hoch. Ich lese es sehr ungern, wenn ein Text so sehr von Rechtschreibung und whatever leidet, das macht allein deswegen schon einen schlechten Eindruck und lässt einen den Eindruck erwecken, dass man den Text nur so mal nebenher getippt hat. Jedenfalls, an sich eine recht süße und teils unschuldige Pokémongeschichte, was an sich nie sonderlich schlecht oder falsch ist, allerdings war es absolut unnötig das Ende mit einer "Blutlache" enden zu lassen, wenn es schon das Ganze gar nicht so danach aussieht bzw. es eher wie gesagt unschuldig wirkt; dadurch sticht die Beschreibung am Ende gerade heraus.


    Die Hoffnung stirbt zuletzt
    Ich mag die angegangene Idee hinter dieser Geschichte doch sehr, Dramatik lese ich im Grunde gern und diese Geschichte versucht sie auch fein zu schildern. An sich gefällt es mir eine Rückblende mit einzubeziehen, klärt einen als Leser um einiges auf. Eigentlich sehr tragisch, was alles in dieser Geschichte einem jungem Mädchen passiert ist, so wie sie alles zwanghaft aufgeben musste ... Überhaupt Krebs in solch einem jungem Alter ist ja mal eine Sache, wundert mich doch etwas sehr, dass man gerade dies mit in die Geschichte nahm.
    Die Idee dahinter ist gut, nur die Umsetzung gefällt mir hier und da nicht allzu sehr, leidet gern etwas durch die mangelnde Logik. Schade fand ich auch etwas, dass die Rückblende offenbar nur ein Mittel war, um die Lage deprimierende Lage der Protagonisten zu verstärken, denn diese rückte für mich doch gegen Ende sehr in den Hintergrund. Dennoch fand ich das Ende mit dem Brief doch sehr emotional.


    Sommer '97
    Ich frage mich ja, wie man denn auf solch ein Thema kommen konnte, dass ist doch mal eine dezente Überraschung für sich. Ich fand es doch recht unterhaltsam mir diese Abgabe durchzulesen, da es mal was ... neues ist, mir gefällt es sogar. Wobei ich mir schon den Hinterkopf kratzen musste, als ich las, dass Meramon - anbei ist der Name einfach gefallen. Nichtkenner der Serie könnten überrascht sein und sich Fragen stellen - begann aus irgendeinem Grund Englisch zu sprechen ... und sich auf japanisch zu bedanken; fand das doch etwas merkwürdig. Was ich auch nicht so recht verstand ist, wieso dieser brennende Typ plötzlich den Kindern die Nachricht brachte, das Lernen wichtig sei ... Hätte genauso gut sagen können "Keiner macht den Drogen", lol, Hauptsache irgendetwas moralisches sagen, so kommt mir das vor. Insgesamt eine niedliche Geschichte.


    Straßenlärm
    Hmm, ich bin dieser Geschichte etwas gespalten. Ich mag die Richtung, in die man gehen wollte, wie die Welt für einen jungen Menschen, der offenbar in sich zusammen zu brechen scheint, dargestellt wird und auch nicht mehr am besten weiß, was er aus seinem Leben machen soll; weckt ein paar persönliche Erinnerungen ... Wie auch immer, aufgrund des Themas der Geschichte kann ich die typische Jugendsprache in den Dialogen leicht verzeihen, man wollte wohl die Charaktere etwas authentischer darstellen. Nick und Luke sind eigentlich ein recht unpassendes Paar, aber wohl gerade deswegen sollten sie sich ergänzen, wobei ich sehr gern noch mehr von Nick erfahren und gesehen hätte; man hätte ihn vielleicht etwas mehr in den Vordergrund stellen können, um ihn vielleicht besser verstehen zu können. Das das Ende allerdings so endet, überrascht mich allerdings nicht wirklich, das war zu erahnen.


    Die Insel
    Das Szenario mag zwar recht gut gewählt zu sein, einsame und verlassene Insel haben meiner Meinung einiges Potenzial und alles, aber ich war letzten Endes recht enttäuscht darüber. Es scheint so, als wolle man einfach nicht die ganze Geschichte erzählen, es kurz halten und dann noch an einer Stelle beenden, an der es überhaupt mal richtig interessant wurde. Ich frage mich ja anbei auch, wie man beim lesen einschlafen konnte, obwohl man sich beobachtet fühlte bzw. man ganz einfach ständig nervös war; kann es ihm denn so langweilig sein, dass er einschläft, obwohl der Protagonist so wachsam ist, sodass jedes einzelne Geräusch ihn aufschrecken lässt? Das ist etwas, wobei ich denke das man einfach die Sache pushen wollte. Man wollte zwar vielleicht ein Cliffhanger am Ende einbauen, welcher aber doch nicht wirklich gelang.


    Gegen den Wind
    Für manch eine Person könnte die Trauer und Melancholie etwas zu "dick" sein - zumindest fallen mir da spontan welche ein, die diese Meinung vertreten würden ... -, allerdings meine ich mal, dass dieses Werk in etwa das richtige Maß getroffen hat, um zu verdeutlichen was es heißt jemanden wichtiges im Leben zu verlieren ... Solche Themen lese ich hin und wieder gern, da das nicht jeder gut erzählen kann und ich selbst manchmal wegen solche ins Denken komme. Mir gefällt das Ganze in Kombination zum Titel doch sehr ~


    Das Regenwolkenmädchen
    Ich weiß nicht so recht wieso, aber ich finde an dieser "simplen", aber schönen Geschichte etwas sehr anziehendes und inspirierendes; vielleicht liegt es unter anderen etwas, dass ich selbst Regen sehr gern hab. Wie dem auch sei, die Protagonistinnen empfand ich schnell als sympathisch und deren gemeinsame Geschichte war einfach, obwohl es auf mich einfach wirkt, als begeisternd. Beide Charaktere wirkten auf mich natürlich und nicht aufgesetzt, das mag ich wirklich sehr. Eine wunderbare letzte Abgabe ~

    [tab='Punkte']
    Die Punktevergabe fiel mir hier wirklich sehr schwer, da es viele gelungene und herausragende Texte gab, für die ich gern mehr Punkte vergeben hätte ~


    Feuerwerke - 1 Punkt
    Der Kuss des Todes - 2 Punkte
    Straßenlärm - 2 Punkte
    Gegen den Wind - 1 Punkt
    Das Regenwolkenmädchen - 2 Punkte
    _______________________________


    8 Punkte ~
    [/tabmenu]

    An sich zeigst du schon, dass du dir bei deinem Charakter was gedacht hast. Du beschreibst ihr Aussehen und ihre Charakteristik und kurzen Sätzen und Stichworten, was ja in keinstem Sinne falsch oder dergleichen ist. Auch gibst du uns einen Ansatz von Hintergrundgeschichte von ihr, dass zumindest mich persönlich doch sehr interessieren könnte als potenzieller Leser; dadurch zeigt man zusätzlich, dass du dir was dabei denkst und auch womöglich etwas Charaktertiefe erzeugst; gib den Handelnden etwas Seele bzw. mache sie interessant auf den Leser. Gut, die Tiefe zum Charakter entsteht wohl erst richtig in der Geschichte selbst, aber Steckbriefe können einen guten Leitfaden dazu bilden und Interesse erzeugen. Soweit aber nicht schlecht.

    Was mich aber jetzt an deinem Steckbrief stört sind ein paar diverse Dinge.
    Du gliederst die Vorstellung in mehrere Bereiche - so definiere ich das jetzt mal - wie "Aussehen", "Stärken" ect. ... und so. Allerdings sieht es so, so wie du es gepostet hast, wie ein gesamter Textblock aus; man erkennt vom bloßem Auge her nicht die Trennung und scheint sich nur durch Halbsätze und Stichworte durchzulesen. (Das ist jetzt aber mehr ein optischer Aspekt den ich anspreche, der mehr zu einem Startpost gehören könnte, aber ich erwähne es trotzdem.) Wenn du nun mit Formatieren, wie zum Beispiel Fett und Kursiv, versuchen würdest die Trennung kenntlich zu machen, könnte es vielleicht geordneter und übersichtlicher aussehen.


    Wie schon gesagt nutzt du gern Stichpunkte für typische Bereiche wie "Stärken", Aussehen" und "Schwächen"; auch wie gesagt nichts falsches dran. Jeder kann seinen Steckbrief so ausführlich machen, wie er möchte, was mir aber auffällt ist, dass sich manche Bereiche etwas sehr schneiden. Beispielsweise ist der Bereich "Stärken" mit "positive Charakterzüge" doch sehr ähnlich, sodass du es eigentlich es einfach als Eines zusammenfassen könntest, ohne das es redundant erscheint. Wenn du dich schon etwas kürzer fasst, ohne großen Text dazu zu schreiben, dann das es kurz und bündig ist. (Anbei gibt es Leser, die nicht wollen, dass ihnen durch Steckbriefe schon viel im voraus gespoilert wird, demnach kommt eine kürzere Fassung wie deine womöglich nicht schlecht, es sei denn sie überspringen allgemein Steckbriefe ganz.)

    Komme ich aber zu der Form, die ich persönlich am ehesten bevorzugen würde. Du gibst du grundlegenden Aspekte deiner Protagonistin an, das ist fein, aber du gibst ebenso auch etwas von der Herkunft preis, sogar etwas privates. Allerdings erzählst du sehr wenig darüber, was ich persönlich schade finde, denn man kann unglaublich viel über einen Charakter zu einer Geschichte erzählen, da du ja der Schöpfer jener Figur bist. Du kannst beispielsweise viel mehr über die Herkunft erzählen, wie dein Protagonist seine Lebenslage findet, wieso er ist, wie es ist; auch erzählen, wie sich eben manche Charakterzüge entwickelt haben; Hintergrund bieten. Oder auch bezüglich deiner Geschichte erzählen, wieso z. B. Johanna den Wunsch hatte den strengen Regeln des gesellschaftlichen Lebens zu verzichten; halt etwas philosophieren und nicht mehr sich nur auf Stichpunkte zu belassen, sondern mehr einen ganzen, gegliederten Text verfassen. Meiner Meinung nach gibt dies dem Protagonisten schon im vornherein mehr Seele und zieht so auch vielleicht Leser mit sich. Charaktere, bei denen offen erzählt wird und der Leser sich womöglich auch selbst identifizieren kann, ist meiner Meinung nach eigentlich nur gut und interessant. Damit meine ich jetzt natürlich nicht, dass man dafür einen riesigen Text verfassen muss, der jedes einzelne Details abdeckt, aber halt eben mehr für den interessierenden Leser preisgibt; mehr Transparenz erzeugen.
    Aber wie gesagt, dass bevorzuge ich zumindest, viele Andere könnten mir hingegen den Scheibenwischer zeigen. Du entscheidest selbstverständlich, wie es am Ende auszusehen hat.

    Bevor dieses Event beendet wird, bedanke ich mich für die vier Leute fürs vorschlagen ~ Zwar gab es nur vier Kurzgeschichten insgesamt, die nominiert wurden, allerdings hatten alle ihre eigenen schönen Seiten und Merkmale, was sie alle besonders macht. Natürlich konnte nur konnte letztendlich nur eines der Vorschläge gewinnen und somit auch den Sieg dieses Awards forttragen~
    An dieser Stelle beglückwünschen wir YumiLou mit ihrem Werk Elisabeth!


    Deine Kurzgeschichte regte im Komitee für viel Aufmerksamkeit an und gewann entsprechend die überlegende Anzahl an Stimmen. Elisabeth überzeugte mit ihrem überbrachten düsteren Inhalt, welches stilistisch zusätzlich sich von den anderen Geschichten abhob und dem Auge was bot. Es wird weniger direkt und konkret erzählt, was so manchen vielleicht auch zum nachdenken gebracht hatte, und das Gedicht inmitten des Werkes erledigte sein Übriges, um es besonders zu machen. Es war uns allen schnell offensichtlich, dass du, YumiLou, den Sieg davontragen wirst; nochmals herzlichen Glückwunsch dafür!


    Download-Post


    Wie gewohnt könnt ihr euch die Abgaben der Wettbewerbe hier im PDF- und ePub-Format herunterladen, um so auch unterwegs lesen zu können.
    Die PDF und das ePub wurde von Amatsu erstellt. Sollten Fragen und/oder Anregungen bestehen, dann zögert bitte nicht den Urheber deswegen anzusprechen; konstruktive Verbesserungsvorschläge sind immer willkommen.
    Für eine kurze Anleitung und noch einmal die Einführung zu den "Wettbewerben unterwegs" klicke hier.

    Wenn ich das richtig verstehe, dann suchst du also einfach das passende Genre für deine zukünftige FF? Nun, eine Art große Sammlung sämtlicher Genren für Geschichte aller Art mögen wir zwar nicht haben, allerdings wenn du daran denkst deine voraussichtliche Geschichte in dem Bereich hier zu posten, dann gibt es zwei große Unterbereiche mit weiteren anderen: Pokémon-Fanfictions (Mystery Dungeon und Ranger ; Shipping & Reise , Miscellaneous ) und Allgemeine Fanfictions (Fantasy, Sci-Fi, und Mystery , Filme, Serien und Bücher , Animes ,Spiele und Reallife ). Das wären zumindest die Genren, die wir hier haben, zur Verfügung stellen und auch versucht haben für euch alle zu erklären. Sollte ich die Frage falsch verstanden haben, dann sag Bescheid.

    [tabmenu]
    [tab=FF-Awards #5 ]


    Hallo, liebe User!
    Es gibt viele gute und schöne Geschichten in unserem Bereich - einige strotzen voll von farbenprächtigen Beschreibungen, andere überzeugen durch spannungsgeladene Kämpfe und vieles mehr. Das Fanfiction-Komitee hat sich nun dazu entschieden, dass diese Schreibkünste eine Auszeichnung wert sind. Dazu dienen die FF Awards.



    Im letzten FF-Award war es das Thema das beste Gedicht im Bisaboard zu küren. Den letzten Sieg konnte sich Cassandra mit ihrem Gedicht "Schweigen" erringen, da ihr Stil und der tiefsinnige Inhalt ihres Gedichtes sie klar die Oberhand gewinnen ließ.


    Das aktuelle Thema behandelt dieses Mal die beste Kurzgeschichte aus dem Bisaboard; dementsprechend können nur welche aus dem Kurzgeschichten-Bereich vorgeschlagen werden die eurer Meinung nach am spannendsten, aussagekräftigsten oder einfach interessantesten sind. Schlagt einfach eine vor, die euch wirklich sehr gefällt. Zusätzlich erwähnt werden sollte ist, dass dieser Award nur einmalig so kurz nach dem Vorherigem folgt, da Kurzgeschichten und Gedichte als Ganzes zusammengehören; das Fanfiction-Komitee entschloss sich einfach diese zwei Themen zu trennen.



    Wie funktioniert das Ganze?

    • In regelmäßigen Abständen von ca. 2 Monaten wird ein Topic mit einem bestimmten Thema gepostet.
    • Ihr habt 3 Wochen Zeit, eure Favoriten hier im Topic vorzuschlagen.
    • Anschließend entscheidet eine Jury aus dem FF-Komitee über den Sieger.
    • Ca. eine Woche nach Ende der Kandidatenaufnahme wird der Sieger vom Komitee bekannt gegeben und erhält eine Auszeichnung, die er in seiner FF/seinem KG/G-Topic allen präsentieren darf! Derjenige, der das gewinnende Werk vorschlug, erhält außerdem einen Avatar als Belohnung.


    Das Thema der aktuellen Auszeichnung lautet: Beste Kurzgeschichte .
    Ihr könnt die Kandidaten für die Auszeichnung bis zum 04.11. 2012 in diesem Topic vorschlagen. Am 11.11.12 wird der Sieger bekanntgegeben.


    Für den Gewinner:
    http://s1.directupload.net/images/121021/cy6kmssk.png


    Für den, der die Kurzgeschichte vorgeschlagen hat:
    Folgt ~



    Viel Spaß wünscht euch


    Das Fanfictionkomitee


    [tab=Teilnehmer (4)]
    All I know is falling von Dachs
    Elisabeth von YumiLou
    Schnell wie der Blitz von Narime
    Das Manuskript von Cyndaquil
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    [tabmenu]


    [tab='Blubb']Nun komme ich auch endlich mal endlich dazu meinen Senf in Form eines Votes abzugeben. Vorab muss ich aber auch sagen, dass Lyrik mir nie wirklich lag und womöglich liegen wird. Sei's aber drum, versuche trotzdem mal etwas zu allem was zu sagen; wie meine Meinung und Kritik zu solch einem Thema aussehen wird, wird sich dann wohl zeigen. Ich werde mir andere Votes davor nicht so schnell ansehen, damit ich möglichst meinungsneutral bin.
    Werde den Text hier später nochmal nachlesen, von daher könnte noch was geändert werden ...
    [tab='Vote']
    Am Ende
    Die erste Abgabe startet in meinen Augen mit einer traurigen, gar etwas dramatischen Geschichte an. Für mich erzählt es von einem Mensch, einen Soldaten, der am Ende seines Kampfes steht. Realisiert wie es um ihn und vor allem anderen steht, die mit ihm an seiner Seite waren. Es lässt sich daraus ausschließen oder vermuten, dass seine Freunde und/oder Kollegen - kann man nicht genau definieren, da nur von "Die anderen sind gefallen" erzählt wird - gefallen sind, und das durch die Hand einer anderen Fraktion. Spontan fällt mir dazu simpel gesagt der Krieg an sich ein, der stets immer sehr viele Leben opfert und die Welt in den Ruin treibt, und das wird hier nochmal mehr oder weniger geschildert. "Die Welt nicht mehr Heile", so könnte man es zusammenfassend sagen. Inmitten vom Ganzen steht eben jener allein, dessen Schmerz, die Realität zu erfahren, groß ist. (siehe Strophe 5) Ich verbinde hier schnell Ausdrücke wie Verzweiflung und Depression zu jenem Handelnden im Gedicht, denn eben das Ende erscheint mir makaber und verzweifelnd. In der vorletzte Strophe wird erzählt, dass er seine Waffe zog und diese auf sein Ziel richtete, was aber soviel heißt, dass das Ziel er selbst ist, wenn man sich die letzte darauffolgende Strophe ansieht. Passend zum Titel ist es das Ende, jene Person ist am Ende. Soviel zur kurzen Interpretation. Das Gedicht an sich reimt sich, allerdings missfallen mir manche Begriffe wie, "abknallen". Solche Begriffe stechen imo unangenehm aus und sind eher schon umgangssprachlich, vom stilistischem her nicht so schön. Manche Reime erscheinen mir leider auch etwas vorschnell erdacht und angebracht.
    Insgesamt finde ich aber der Werk dich ganz ansprechend. Trotz Mängel in den Reimen etc., finde ich den Inhalt, wie er hier interpretiert wird gar nicht schlecht.


    Ihr Name
    Das wohl vorerst erste Liebesgedicht in diesem Wettbewerb ... Dieses Werk scheint wohl nur von Metaphern zu sprießen. Sonne, Mond, die die Dunkelheit fernhalten und Licht spenden und einem den Weg leiten; Fleisch, das seine Tränen vergießt. Solche Mittel finde ich doch ansprechend dun verleihen dem Ganzen nochmal eine dezente Note. Zum Inhalt her hatte ich ganz leichte Probleme mit dem Verständnis, aber ich schätze mal, dass man hier von zwei Personen spricht; nach je nach Strophe könnte sich sich die Perspektive von einer zur anderen Person wechseln.(Keine Ahnung, wie sehr ich mich hier aus dem Fenster lehne aber gut.) Wenn ich mich mal den letzten beiden Strophen widme, erscheint es mir so, als das eine Person (am See [womöglich der vertraute Treffpunkt]) wartet und die Andere grob gesagt im Sterben liegen könnte und so nicht kommt. Man kann mir den Vogel zeigen, aber wenn ich mir so das Zitat "
    Eine graue Wolke schiebt sich vor den hellen Mond, raubt meiner Welt das letzte Licht." druchlese und mit dem davorigem Text etwas mit anschaue, würde ich schon davon ausgehen, dass das nur eine Metapher ist, die beschreibt, dass man das Lebenslicht verliert. Der Mond soll nach Strophe 1 die Schatten der Dunkelheit fernhalten, da die Sonne fort ist, und so "alles Gute im Leben gegangen ist", und wenn auch der Mond verschwindet, ist nichts mehr da, außer Dunkelheit. "Die Pforten des Himmels öffnen sich, wie tausend kleine Nadeln schlagen die Tropfen auf meine Schultern.", dies könnte schon sogar noch buchstäblich gemeint sein mit der 'Pforte des Himmels'; das könnte der typsch definierte Tod sein, dass man in den Himmel aufsteigt.
    Jedenfalls, ich habe so zumindest das Werk eher verstanden und definiert. Im Nachhinein fällt mir auch ein, dass es nicht unbedingt mit dem Tod handeln muss, sondern dass das Licht (Mond, Sonne etc.) beispielsweise für jene Person steht, die man liebt. Man kann's verstehen wie man möchte ~
    Jedenfalls, was mich sehr an dieser Abgabe stört ist, dass die Zeilenumbrüche, die Zeichensetzung doch sehr unschön ist. Gerade dies sollte bei einem Gedicht doch zu verhindern sein, da das doch sehr ins Auge fällt, für mich sogar sehr negativ; wegen der ungünstigen Setzung kann man den Inhalt eines Werkes wohl sicher auch schwerer verstehen, kommt aber drauf an. Ohnehin dürfen die drei Auslasspunkte (...) meines Wissens her nicht in einem Gedicht anwesend sein.


    Zur Zeit des Anstreichers
    Zugegeben, ich weiß immer noch nicht so sehr, als was der "Anstreicher" hier interpretiert wird, aber den Inhalt an sich verstehe ich ohne Mühe.
    Nach schon der ersten Strophe zu urteilen kam mir schon aus dem Nichts der Gedanke auf, dass sich die Handlung zur Zeit der deutschen Herrschaft abspielen könnte, und dem ist auch so; es speilt zur Zeit der SA. Ich mag solche Thematiken bzw. Geschichten, die von dieser Zeit erzählen. Nicht weil ich sie schön finde, sondern mir einfach interessant erscheinen, und dieses Gedicht ist sogar noch etwas mehr.
    Augenmerk in diesem Werk ist eine Schaufensterscheibe von einer Metzgerei, dessen Eigentümerin die sogenannte "Fleischerfrau" ist. Zunächst wird erzählt, dass das Schaufenster leer sei ("Die des Kriegs nicht", was eine unschöne Tatsache ist und auch eigentlich zum algemein großem Szenario passt, aber imo ein klein wenig fehl am Platz erscheint.); eigentlich eine weniger relevante Tatsache, aber in dem Fall wird es doch mit irgendeinem bestimmten Grund hervorgehoben. Vermutlich ist die Fleischerfrau zu dieser unmöglichen Zeit eher ärmlich und hat nichts zum anbieten, was sie hinters Schaufenster zur Schau stellen könnte. However fortführend heißt es, dass die SA sowohl den Sohn, als den Mann der Fleischerfrau nehmen wollen, aber nur jener Sohn da war, den man mitnehmen konnte, und ihn dann zum Soldaten macht ... ("Seine Seele und Tugend nimmt") In der letzten Strophe heißt es dann, dass das Glück geschah und das Schaufenster gefüllt sei, und zwar mit dem Fleischer am Strick; wohl jener Vater, den die SA nicht bekommen hat. Als ich das las, musste ich mich doch ernsthaft am Kopf kratzen und überlegen, was da gerade genau geschah. Es klingt so schwarz und makaber, dass ich doch überrascht bin, gerade wegen der Wortwahl wie "oh welch Glück" oder "teuren Strick". An sich schoss mir der Gedanke durch den Kopf, dass der Vater durch seine persönliche Schuld, seinen Sohn verloren zu haben, ihn zu dies verholfen hat, oder die Fleischerfrau hat direkt was zu tun ... Genau kann ich es irgendwie nicht deuten, aber ersteres erscheint mir eher wahr.
    Die Inhalt, oder das, was man hier übermitteln möchte ist in meinen Augen doch sehr kreativ und originell. Der Stil und der Hintergrund dieses Gedichtes finde ich wirklich gut, gefällt mir. Was mich aber immer noch etwas verwirrt ist,was es mit dem sogenannten Anstreicher auf sich hat, welcher nur in den ersten beiden Strophen direkt erwähnt wird; bin da noch ein wenig konfus.

    Winter

    Nennt mich wie ihr wollt, aber ich sehe hier schon wieder den Tod ...
    Was mir rien optisch schon mal auffällt ist, dass je zwei von vier Strophen immer einen gleich Vers haben; womöglich stellt man hier was entgegen.
    Ich habe hier etwas Schwierigkeiten was zu sagen, außer dass mir das alles noch Mord und Betrug erscheint. Konkreter gesagt könnte man in diese paar Zeilen Text interpretieren, dass es sich um zwei Mensch handelt, die sich eigentlich lieben sollten. (Ein Paar?) Aber einer von ihnen meint wohl, dass ihr Partner sie betrogen hat, und zwar mit jemand anderen. Die erste Strophe könnte eine Art Leugnung sein, dass man ein Geständnis oder so vom 'Schuldigen' hören möchte. Die zweite Strophe kann es sein, dass jene Betrogene (Eine Sie, was man am letzen Vers entnehmen kann) jene unreine Tat zu sehen bekam. Die ersten beiden Strophen beschreibt man auch sowas wie den Schnee " Es ist weiß", "Es knirscht", was man leicht im Zusammenhang mit "kalt" und "Winter" setzen kann; wozu genau will mir nicht ganz schlüssig werden. Die dritte und vierte Strophe stellt hingegen einen leichten Kontrast zu den ersten Beiden dar, zumindest immer jeweils die ersten beiden Verse von denen. Jedenfalls könnte die dritte Strophe das 'Überlegen', das Vorbereiten der Tat darstellen, und die vierte eben die Tat an sich; also der Mord; "Es ist alles rot. Sie wird es nicht sein, die ihn kriegt." Neid könnte die Ursache der Tat sein, und wenn ich so auch die anderen Verse anschaue, würde ich trotzdem meinen, dass jene Täterin das Opfer nicht hasst, sogar liebt. Vielleciht ist der Hintergrund einfach der, dass man jenen nicht an jemand anderes überlassen möchte, aber das sind nur wieder alles Spekulationen meinerseits.
    An sich halte ich das Thema und den textlichen Inhalt für okay, aber ich hatte da Schwierigkeiten mir erstmal ein annehmbares Bild von zu machen. Vielleicht hätte man noch etwas mehr rein nehmen können, aber das mal außen vor.


    Nacht der neuen Sterne
    Erneut ein Liebesgedicht, und das endlich mal ohne Mord und Tod.
    Diese lange Art von Liebesgedichten will bei mir nicht so klappen, da ich einerseits die ellenlangen Liebestexte nicht so mag und man auch so viel auch sicher mit weniger Zeit interpretieren hätte können, aber das ist nur meine Meinung. Jedenfalls kann ich in etwa verstehen, wie der Inhalt hier aufgebaut ist. Es handelt sich wohl um eine Frau, die nach zu urteilen der ersten Strophe bitterlich weint (Metaphern werden genutzt) und allmählich den Sinn des Lebens verliert, da sie offenbar nichts mehr findet, was für deren "Leben wertvoll sei". Augenmerk bleibe in etwa die Sterne, wie auch im Titel erwähnt. Nach der zweiten Strophe wird einem als Leser schnell klar, wieso die Person so trauert, aber ob sie jemanden dauerhaft verloren hat, weiß man noch nicht recht; ich verspüre aber eine gewisse Depression über das lyrische Ich. Gegen Mitte komme ich vom Inhalt nicht mehr mit, nur das plötzlich eine weitere Person kommt, ihre packt und sich wohl für sein "falsches" Verhalten ihr gegenüber eingesteht. Anbei erscheint es, als ob ab der vorletzten Strophe die Perspektive wechselt; es sich nicht mehr primär um jene trauernde weibliche Person handelt, sondern nun mehr um den, der dazugekommen ist.
    Jedenfalls, das Ende - also die letzten Verse - wird mir doch schlüssig. Letztenendes versöhnen sich wohl die zwei Personen miteinander. (Vielleicht gab es Streit oder einen anderen Vorfall miteinander, wer weiß.) Was noch an den letzten beiden Versen auffällig war ist, dass diese dem Titel entsprechen. "heller waren nie die Sterne, für beide als in jener Nacht.", was wohl auch soviel heißt wie "Nacht der neuen Sterne", also der Titel; zumindest kann es so in Verbindung setzen, wenn man mich fragt.
    Wie gesagt sagt mir das Gedicht nicht so zu, aber schlecht ist es auf jeden Fall nicht.


    Ungerechtfertigte Befangenheit
    Solch ein Thema habe ich ehrlich gesagt nicht so erwartet, bin leicht überrascht von der Thematik, die hier gebracht wird. Eine Gegenüberstellung - fast schon eine Aufzählung, da die Struktur bei jeder Strophe quasi gleich bleibt - von dem, wovor der allgemeine Mensch Angst haben sollte. Dabei werden aber nur die typischen - ich würde schon fast sagen klischeehaften - Ängste vor Tieren erwähnt. Ich schätze mal man möchte hier mitteilen, dass der Mensch vor unsinnigen Gründen seine Ängste hat, sich nicht zu fürchten braucht und mal die Augen öffnen sollte, um zu erkennen, wer wirklich Angst haben sollte und diese eben auch auslöst. Der Mensch soll hier wohl als der wahre Schuldige dargestellt werden. Joa, mehr möchte mir dazu nicht einfallen.
    Das Thema aufzugreifen ist schon zwar was, aber ... es will mich nicht überzeugen. Die Strophen ziehen sich für mich nur hin und ich erkenne leider auch nur sowas wie eine Aufzählung der Dinge. Für mich ist das eher nichts, da fehlt mir der passende lyrische Text.

    Wolkenfetzen
    Ein kurzes und dezentes Gedicht-chen. Hmm, aber viele kann ich dazu nicht wirklich sagen. Direkt gesagt bin ich von dem nicht so angetan. Der doch monoton, und ich habe auch größere Schwierigkeiten ihn zu interpretieren. Hauptmerkmal sind wohl Engel,Wolken und Himmel, aber wirklich mehr möchte sich mir nicht schlüssig machen, da ich hier keine grundlegende Übersicht bekomme, trotz mehrmaligem durchlesen. Ist wohl einfach nichts für mich, ich sehe dann sehr viel Wiederholung und ebenfalls auch sowas wie eine Aufzählung; zwar anders als zum vorherigem Werk, aber diverse Ähnlichkeiten.


    Wenn und dann
    Allein schon beim ersten Durchlesen konnte ich mich mit diesem Werk anfreunden ~ Das Reimen gefällt mir in dem Fall sogar wirklich sehr; es lässt sich leicht lesen und anhören, auch wenn es aber der fünften Strophe einen leichten Knick macht ~ Es ist unschwer zu erkennen, dass man hier von Strophe 1 bis 4 auf die vier Jahreszeiten verweist; angefangen vom Herbst bis zum Sommer. Jede Einzelne beschrieben eben die Jahreszeit kurzen Worten. Ab der fünften Strophe geht man über die Jahreszeiten hinaus auf die Sonne an sich; ein Körper, der immer allgegenwärtig ist und zu jeder Jahreszeit existiert. Was es sich aber mit der Qual der Sonne auf sich hat, verstehe ich leider nicht vollkommen. Da könnte ich zwar das Eine oder Andere versuchen zu interpretieren, aber das wäre sicher alles zu flach.
    Anschließend kommt man dann in der nächsten Strophe zum ewigen Kreislauf, zum Tod und Leben, welcher immer existent sein wird und nie vergehen wird. Man kann schon sagen, dass der Kreislauf auf die Jahreszeiten an sich anspielt, das alles kommt und geht, wie das Leben auch an sich. In den danach folgenden zwei Strophen wird die Sonne wieder stärker aufgegriffen und als Hoffnungssymbol bezeichnet; ein immerwährender Körper, der stets sein Licht über uns werfen wird.
    Bei der letzte Strophe muss ich leider aber wieder etwas stottern. Das Rad der Zeit und das Hier und Jetzt wird erwähnt, das scheint nochmal eine Stufe höher zu gehen (Oder mein Verständnis reicht soweit leider nicht mehr). "Entziehen ist unmöglich", vielleicht sagt man damit aus, dass man den Kreislauf akzeptieren muss und sich nicht mit so sehr mit Zukunft und Vergangenheit aufhalten sollte. Einfach das Leben leben, denke ich.
    Zusammenfassend finde ich das Gedicht, trotz ein paar persönlichen Unklarheiten, als gelungen; mir gefällt's trotzdem ~


    Glückskinder
    Oh, ein Märchen, das finde ich mal toll! ^.^ Die Geschichte von zwei Waisen, die trotz großem Unglück, welches sie auf ewig geleiten wird, auf ihr großes Glück stoßen, worauf sie aber auch nie froh/glücklich drüber sein werden. Ich weiß da nicht viel zu sagen, es gefällt mir einfach ~ Diese Gegenstellung zwischen dem eigentlichem Glück und Unglück wird hier einfach schön dargestellt. Die Wortwahl ist schön, nicht unnötig unverständlich und imo stilistisch einfach durchdacht und gelungen ~ Anbei mag ich persönlich Märchen wie diese einfach nur, weil, ist so.


    Jene Welt ...
    Diese Werk erzählt, wie sicher unschwer zu erkennen ist, von der Fantasie. Hmm, oder besser gesagt die Welt, die aus unserer Fantasie entspricht und nur für einen selbst existiert; das würde den Titel etwas schlüssiger gestalten. Wie das Gedicht die Fantasie von einem beschreibt, finde ich wirklich nicht schlecht. Es hält einem vor Augen, wie viel Freiheit wir doch in unserem Kopf haben können, wie wir eben diese Welt nach unserem belieben steuern und beeinflussen können, welche aber in Wirklichkeit nie geben wird ~ Und es wird auch im Text geschildert, dass jeder seine eigene Welt hat, die sich von anderen völlig unterscheiden könnte. Es ist unser persönlicher Spielplatz ~ Ich mag diese Thematik einfach, die hier aufgegriffen wird einfach.
    Nichtsdestotrotz gefallen mir gewisse Begriffe nicht gaaanz so recht, was aber eher schon kleinlich ist; halt nur der Ausdruck, der mir nicht immer so einwandfrei gefiel. Aber der Begriff "Brauch" irritierte mich zu Anfang aber noch, nur um es zu erwähnen. Es schien mir ein wenig fehl am Platz zu sein, aber ich schätze da käme das Problem mit dem Reimschema dazwischen ...

    Sterngucker

    Ein weiteres Liebesgedicht, aber dieses hier finde ich irgendwie süß und ein wenig bezaubernd; fast schon zu schön, um es realen Welt so aufleben zu lassen. Hier ist Liebe nicht verzweifelt oder schwer, keine Ängste und Sorgen oder Ähnliches. Hier wird die Liebe zwischen zwei Menschen einfach. Beide wollen einfach beieinander sein und die Zeit zusammen verbringen, haben Vertrauen und vergessen alles andere; nur auf das Hier und Jetzt wird sich konzentriert. Das klingt für mich so unschuldig und fast schon ein ganz klein wenig märchenhaft ~ Ohnehin, wenn ich es nicht falsch deute, dann wurde man hier zu einem bestimmten Ort eingeladen, "einen besonderen Ort", die wohl für eine Person im Werk wichtig ist; etwas persönliches. Begriffe wie "Fort und "sicherer Hafen" verstärken nur das Gefühl von Vertrauen und Geborgenheit zwischen den Beiden Ichs. Und vor allem romantisch - was ich eher fast schon etwas klischeehaft finde - ist der Punkt, dass man die Sterne beobachtet, passend zum Titel; eine geradezu perfektes Szenario insgesamt.


    Der Phönix fliegt nicht mehr
    Ein langes Gedicht ... Da hatte ich doch Probleme mit dem Nachkommen, weil es so groß ist und wohl auch viel zu erzählen hat, was ich sicher nicht richtig verstanden habe. Ich bin mir aber fast schon sicher, dass hier gern sicher mit Metaphern gearbeitet wurde, und auch die eigentliche Geschichte mehr zu bieten hat, als es den Anschein hat, aber da blicke ich nach wie vor nicht richtig durch. Ich würde sogar schon in den Raum werfen, dass selbst der Phönix nur eine Metapher ist, ein Symbol, welches man nutzt. Pauschal würde ich vielleicht sagen, dass man die Hoffnung und Opferbereitschaft als Symbol nehmen kann, um dem Gedicht ein 'Bild' zu geben, aber ansonsten bin ich etwas ratlos; das liegt sicher nicht am Autor, sondern wohl an mir.


    Sternenlicht
    Langsam sehe ich Sterne ... Interessant, wie viele Autoren dieses Mal die Sterne als Begriff nehmen. ^^
    Whatever, im Vergleich zum vorherigem Sternengedicht gefällt mir dieses hier nicht so sehr, wie das andere. Zum Einem liegt das irgendwie daran, dass ich größere Schwierigkeiten habe da richtig mitzukommen und zu verstehen. Ich bin da etwas ratlos und weiß nicht so ganz recht was richtiges zu schreiben. Ich erkenne ja leicht, dass es sich wieder in Richtung Liebe wandert, und das es sich um zwei Personen handelt, aber das Mittendrin will sich mir nicht völlig konkret schlüssig stellen. Sowas wie Sehnsucht erkenne ich in dieser Abgabe, aber, joa, wie gesagt habe ich persönlich Schwierigkeiten mit, was nicht unbedingt am Autor liegen muss, sondern an mir. x: Nichtsdestotrotz standen meine Punkte ab hier schon vorher fest ...

    [tab='Punkte']

    Ein Punkt geht an Wenn und dann und Jene Welt ...


    An "Wenn und dann" gefiel mir einfach die Art, wie die Natur (also Jahreszeiten, Sonne und so) dargestellt wurden und wie der lyrische Text an sich auf mich persönlich wirkte. Gegen Ende war ich mir nicht mehr so ganz der endgültigen Nachricht sicher, aber das hielt mich nicht davon ab für diese Abgabe einen Punkt zu geben.
    Und an "Jene Welt ..." mochte ich einfach die Definition von Fantasie. Es gab Dinge, die mir nicht vollends gefielen, aber die Thematik war doch nice und für mich ansprechend ~


    Zwei Punkte geht an Zeit des Anstreichers und Sterngucker


    "Zeit des Anstreichers" fand ich wegen dem makaberen Stil und der mir interessanten Szenarioauswahl sehr ansprechend. Ich fand die Idee dahinter bzw. das Ende schon irgendwie originell und kreativ. Ich verstehe zwar immer noch nicht so recht, was es mit dem Anstreicher auf sich hat, aber das ändert nicht wirklich was am Ergebnis für mich. (:  
    "Sterngucker" hingegen überzeugt mich ganz anders vom lieben und schönem Stil. Ein Liebesgedicht, welches ich in der Form doch sehr mögen kann ~ Andere haben mich da leider nicht so sehr überzeugt wie dieses.


    Drei Punkte geht an Glückskinder

    Warum ich diesem Gedicht gerade ganze drei Punkte gebe weiß ich nicht so ganz recht zu erklären, aber die Tatsache, dass ich solche Gedichtsformen bzw. Märchenformen doch mag, spricht für sich. Hier scheint mich der lyrische Stil sehr anzusprechen und durchdacht zu sein, und die Gesichte hinter dem Text empfinde ich als sehr schön ~
    -------------------------------------------------------
    Insgesamt also neun Punkte ~

    Danke für deine Mühe, Jens, aber den Meisten unter uns war der Unterschied zwischen den beiden Begriffen bereits bewusst. Nach wie vor bleibt man bei der gleichen Meinung dies nicht in die Liste aufzunehmen, da die beiden Begriffe an sich in der deutschen Sprache vorhanden sind bzw. sein können und keine Fehler irgendeiner Art darstellen.

    Hallo Sayi,
    wir haben uns bezüglich deines Vorschlags beraten und sind zum Schluss gekommen, dass dieser nicht angenommen wird.
    Grund dazu ist einfach, dass sowohl "Zuhause", als auch "zu Hause" richtig ist, man kann es nur unterschiedlich schreiben. Und da beides richtig ist, gehört es sinngemäß nicht in die Liste hinein, da man hier von häufigen Fehlern spricht und nicht um alternative Schreibweisen.

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    Wie gewohnt könnt ihr euch die Abgaben der Wettbewerbe hier im PDF- und ePub-Format herunterladen, um so auch unterwegs lesen zu können.
    Die PDF und das ePub wurde von Amatsu erstellt. Sollten Fragen und/oder Anregungen bestehen, dann zögert bitte nicht den Urheber deswegen anzusprechen; konstruktive Verbesserungsvorschläge sind immer willkommen.
    Für eine kurze Anleitung und noch einmal die Einführung zu den "Wettbewerben unterwegs" klicke hier. Datei neu aufsetzen


    Narime: Danke fürs entdecken und anmerken ~

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    [tabmenu]
    [tab='Information']
    [subtab='Allgemein']
    Gewinner des. 16. Wettbewerbs - Saison 2012
    Postapokalyptische Zukunft
    Informationstopic
    Votetopic
    [tab='1. Platz']
    [subtab='Misana']


    Wie die Sonne


    Die Sonne scheint mir warm in mein Gesicht und der Wind spielt mit meinen blonden Haaren. Wenn ich die Augen schließe, ist es fast, als wäre es nie passiert; wäre da nicht dieser Gestank und…
    Ein Erdbeben holt mich auf den Boden der Tatsachen zurück. Wie ein übermächtiges Gewitter donnern die Kontinentalplatten aneinander. Ich schaue mich um. Es scheint, als wolle die Sonne nicht wahrhaben, auf was für einen trostlosen Planeten sie da scheint.
    Ein Gong, lauter als jedes Beben, ertönt. „Zurück an die Arbeit, ihr faulen Säcke!“, dringt die raue Stimme an mein Ohr.
    Seufzend beende ich die kleine Pause, um weiter die Straßen frei zu räumen. Als ob das irgendetwas bringen würde – die Autos können hier doch sowieso nicht mehr fahren. Ein Gutes hat unser Weltuntergang allerdings schon, urplötzlich sind sich alle Nationen einig – na ja, immerhin ist es ja auch nur noch eine große; geographisch gesehen. Die Arbeit ist hart und schweißtreibend, aber es ist die einzige Möglichkeit, jetzt noch etwas Essbares zu kommen. So räume ich brav mit den anderen den Dreck von den Straßen, um am Ende des Tages sogar einen warme Mahlzeit zu bekommen.
    Ein weiteres Beben lässt einen großen Betonklumpen von einem Berg aus Schutt rutschen und gibt den Blick auf mehrere tote Körper frei. Auch wenn ich schon seit Tagen nichts anderes als zerfallene Häuser, verwüstete Wälder, abgemagerte oder eben tote Menschen zu Gesicht bekomme, muss ich wegsehen. Ich weiß nicht, wie man mit diesem Anblick jemals fertig werden kann.
    Als der Donner des Bebens verebbt, hört man wieder die Stimme des „Bauleiters“, eines Mannes mittleren Alters, der zwar die Aufsicht hat und uns Befehle erteilen darf, selbst aber nie einen Finger rührt: „Bewegt euch! Oder habt ihr noch nie eine Leiche gesehen?“
    Idiot.
    Ich zwinge mich, tief durchzuatmen und auf den Haufen zuzugehen. Wie oft wünsche ich mir, dass auch ich diese Qualen nicht mehr durchmachen müsste…
    „Darf ich behilflich sein, Ma’am?“
    Bei diesem Worten drehte ich mich wieder um. Schräg hinter mir steht ein Mann, den ich etwa mein Alter, also Anfang zwanzig schätzte. Er hat dunkle, verstaubte Haare und sieht mich aus strahlenden, blauen Augen an. Wenn ich bei dem ganzen Weltuntergang nicht auch meine Verlobten verloren hätte, hätte ich ihn ganz süß finden können. Aber jetzt ist ohnehin so absolut nicht die richtige Zeit, um zu flirten. Er sieht mich immer noch an und wartet auf eine Antwort. Ich nicke stumm und sehe zu, wie er sich an meiner statt auf den Berg begibt, um die Leichen wegzuräumen. Vielleicht bin ich ja zu eigennützig, aber er hatte immerhin gefragt.
    Ich beschließe, dass einfach rum zu stehen und einem fremden Typen bei der Arbeit zuzusehen, bei meinem Arbeitsgeber sicher nicht sonderlich gut ankommt, weshalb ich mich daran mache, kleinere Teile des Hauses, was dieser Schutthaufen wahrscheinlich einmal gewesen ist, wegzuräumen. Wie zufällig schweift mein Blick immer wieder zu dem dunkelhaarigen Mann, bis er irgendwann aus meinem Blickfeld verschwindet.


    Fünf Stunden später wird es dunkel und wir müssen mit unserer Arbeit für diesen Tag aufhören. Lampen bzw. Strom im Allgemeinen ist eine Rarität geworden und so sind wir wie die Menschen früher auf das Sonnenlicht angewiesen. (Uhren funktionieren allerdings noch ganz gut, weshalb wir meist noch vor Sonnenaufgang geweckt werden, um ja kein Licht zu verschwenden.)
    Während sich die anderen Arbeiter zur provisorischen und sogar einigermaßen erdbebensicheren Küche aufmachen, bleibe ich noch in der verwüsteten Landschaft stehen und sehe zu, wie die letzten Strahlen der Sonne verschwinden – eigentlich schon fast lebensmüde, da man in der Dunkelheit auf diesem Schlachtfeld viel zu leicht etwas übersehen kann. Trotzdem geben mir die Farben, die die Sonne an den Himmel malt, immer irgendeine Hoffnung. Wenn unser Stern den Planeten noch nicht aufgegeben hat, vielleicht sollten wir es dann auch nicht tun.
    „Ein toller Anblick, oder?“, schreckt mich eine Stimme aus meinen Gedanken auf und ich sehe neben mir den Mann, der mir vorhin geholfen hatte.
    „Ja“, beginne ich und mache eine Pause. Mit jeder Sekunde wird der Himmel dunkler. „Dankeschön“, setzte ich dann wieder an, „für die Hilfe…“ Ich komme mir äußerst unbeholfen vor, aber ganz theoretisch ist inzwischen auch alles egal.
    „Kein Problem, es ist ja auch nicht gerade die beliebteste Arbeit, da kann es einen schon mal überkommen.“ Er lächelt mich an und ich spüre, wie ich rot werde. Hoffentlich ist es schon so dunkel, dass man das nicht mehr erkennt. „Ich bin Robert“, stellt er sich nun vor und reicht mir die Hand, als wäre die Welt um uns nicht dunkel und zusammengefallen, als hätten wir und gerade irgendwo – vielleicht in einem Einkaufzentrum – kennengelernt. Aber geschlossene Räume sind schon seit Längerem zu lebensgefährlichen Aufenthaltsmöglichkeiten geworden.
    „Tamara“, bringe ich nach ein paar Sekunden heraus und schüttle seine Hand, „sehr erfreut.“ Fällt mir denn nichts Besseres ein?
    Er lächelt mich wieder an. Anscheinend findet er es gar nicht so seltsam, hier in den Trümmern mit mir zu flirten.
    Auch ich ringe mir ein Lächeln ab. So falsch ist es ja gar nicht: Immer das Positive sehen.
    „Wir sollten mal zur Küche gehen“, meint er dann. „Wenn wir den Hindernisparcours dahin überleben, möchte ich ungern verhungern.“
    Er lacht, wie er es wahrscheinlich auch vor einem Jahr getan hätte, und ich lasse mich anstecken. Was bringt es schon, immer nur Trübsal zu blasen, auch wenn ich den Schock immer noch nicht verdaut habe. Es kam schließlich alles viel zu plötzlich. Natürlich hatte man schon seit Jahren eine Annäherung der Kontinente aneinander feststellen können, aber dann…
    Mit einem ohrenbetäubenden Donnergrollen fängt die Erde erneut an zu beben. Ich werde direkt aus meinen Gedanken gerissen und stolpere sofort. Viel zu schnell sehe ich die dunklen, harten Trümmer näher kommen, als mich zwei Hände mit festem Druck halten und nach oben ziehen.
    „Alles in Ordnung?“, fragt Robert ernsthaft besorgt.
    Vorsichtig nicke ich. Ich kann es nicht fassen; er hat mich schon wieder gerettet – und diesmal richtig.
    Das Donnern verklingt, doch Robert greift nach meiner Hand, als hätte er Angst, dass ich noch einmal falle.
    Ich muss einfach lächeln, während wir auf den einzigen noch beleuchteten Punkt in der kargen, wüsten Landschaft zugehen. Morgen früh wird die Sonne wieder aufgehen, so wie jeden Morgen; zumindest eine Beständigkeit in dieser Welt. Und ich werde es ihr gleichtun. Ich sehe Robert ins Gesicht, als wir in das Licht der Küche treten. Endlich spüre ich wieder richtige Hoffnung in mir aufkeimen. So schnell werde ich nicht mehr aufgeben; ich werde stetig weiter gehen. Wie die Sonne.
    [tab='2. Platz']
    [subtab='Cyndaquil']
    Am Tag danach


    Im vollen Galopp fegte er durch den Schnee, der hinter ihm in einem feinen Nebel aus Eiskristallen aufgewirbelt wurde. Wie eine Fahne wehte sein heller Schweif hinter ihm her, die Mähne derselben Farbe flatterte im Wind. Er war nur ein dunkler, schwarzbrauner Punkt in der weißen Berglandschaft. Tiefe, graue Wolken bedeckten den Himmel und hüllten die Zinnen des hochaufragenden Gebirges ein. Es hatte gestern zu Schneien begonnen, ganz überraschend und mitten im Sommer. Er hatte schon den ganzen Tag ein komisches Gefühl gehabt, als man ihn nach getaner Arbeit zurück auf seine Weide geführt hatte. Aber wer erwartet Schnee im Juli?
    Am frühen Abend wurde es plötzlich sehr dunkel, schneller als die Tage zuvor und die dunklen Wolken hatten sich bald grau und schwer am Himmel aufgetürmt. Die Temperaturen waren innerhalb weniger Stunden weit unter den Gefrierpunkt gesunken und schließlich hatte die weiße Pracht das Land bedeckt. Verwirrt hatte er sich untergestellt und dieses Wetterphänomen beobachtet. Er war nun auch schon neun Sommer alt und hatte schon viel erlebt, aber das war ihm absolut neu gewesen.
    Er folgte dem Weg vor sich, den er aufgrund des hohen Schnees kaum noch erkennen konnte. Normalerweise wäre er um diese Uhrzeit schon längst unten im Dorf, vor den Karren gespannt um seinen Herren bei der Arbeit zu helfen. Aber es war heute früh niemand gekommen, um ihn zu holen. Er kannte schon lange eine Stelle auf seiner Koppel, wo er den Zaun problemlos überspringen konnte, nur bisher war das nie nötig gewesen, bis heute, denn er hielt es nicht mehr länger dort aus.
    Der spitze Schrei eines Adlers durchschnitt die Stille, die sich über die Berge gelegt hatte und er blickte nach oben, konnte ihn aber nicht erkennen. Er ging in einen leichten Trab über, immer noch wachsam die Ohren gespitzt und das Maul in die Luft geregt. Der geflügelte Jäger tauchte an seiner rechten Seite auf, überholte ihn und kam dem Boden immer näher, als würde er sich anschicken zu landen. Schnaubend stoppte er einen Meter vor dem Adler, der gerade seine mächtigen Schwingen faltete und sich zu ihm umdrehte.
    „Servus! Was treibt dich denn hierher, Pferd?”, begann der braungefiederte Vogel mit weiblicher Stimme zu sprechen.
    Pferd? Er konnte ein verärgertes Schnauben nicht unterdrücken. Er war doch nicht irgendein dahergelaufener Gaul! Er war ein Noriker, eine bekannte Rasse in dieser Gegend.
    „Grüß Gott, Frau Adler”, erwiderte er höflich und neigte seinen schweren Kopf. „Ich bin auf dem Weg ins Dorf.”
    „Ins Dorf, ha? Was willst du denn dort?”, hakte sie nach und fixierte ihn mit ihren gelben Augen. „Heute ist nicht das beste Wetter für Ausflüge.”
    „Ich weiß”, gab er zurück. Er hatte keine wirkliche Lust sich mit diesem Steinadler zu unterhalten.
    „Ich bin mir nicht sicher, ob du tatsächlich wissen willst, was da grade im Dorf so los ist”, meinte sie beiläufig, während sie kurz den Schnee vor sich musterte. „Aber mir ist das auch recht wurscht. Du als Pferd hast da bestimmt mehr Ahnung als ich.”
    „Jetzt hör mich mal zu, gell? Ich bin kein einfaches ‚Pferd’, ich bin ein Noriker und ich heiße Jona, wenn’s recht ist”, erwiderte er gereizt und mit angelegten Ohren.
    „Schön dich zu treffen, ich bin Noomi”, entgegnete die geflügelte Jägerin, nachdem sie ruckartig den Kopf gehoben hatte, mit zufriedener Stimme.
    Jona wunderte sich, beendete das Gespräch aber damit, dass er an ihr vorbei ging und weiter dem verschneiten Weg folgte.
    „Scheint als würdest du nicht wissen wollen, wie’s im Dorf zugeht”, rief Noomi ihm hinterher und erhob sich mit kräftigen Flügelschlägen.
    „Jedenfalls nicht von dir”, murmelte er und fiel in einen schnellen Galopp. Er wusste doch schon lange, wie die Wildtiere über ihn und seinesgleichen dachten. Wie oft hatte ihn schon irgendeine Gams schräg von der Seite angesprochen, nur weil er mit Menschen zusammenarbeitete. Wie oft hatte er sich von einem alten Steinbock anhören dürfen, wie gefährlich es war mit den Menschen. Was kümmerte ihn das? Er wollte wissen wie es ihnen geht.
    „Gut, dann sage ich dir eben nicht, dass es gar kein Dorf mehr gibt.”
    Abrupt stoppte er und wandte sich zu Noomi um, die gerade an ihm vorbeisegelte.
    „Was hast du gesagt?!”
    „Du hast mich schon richtig verstanden”, erwiderte sie und landete erneut vor ihm. „Es gibt kein Dorf mehr. Gestern ist eine Lawine niedergegangen. Es ging fast allen Menschensiedlungen hier so. Der Schnee gestern war zu viel und zu plötzlich. Niemand weiß, woher dieser Wetterumschwung plötzlich kam, aber das dort am Himmel, sind nicht nur Wolken. Da ist auch Asche.”
    „Asche?”, wollte Jona verwundert wissen. Noch wollte er nicht akzeptieren, dass das Dorf nicht mehr existierte. Vielleicht hatte sie ein anderes gemeint, auch wenn es hier in der Nähe nur eines gab? Es musste einfach so sein!
    „Ja, genau, Asche. Ich weiß nicht, woher sie kommt und kein anderer Jäger konnte mir diese Frage beantworten, Fakt ist jedoch, dass es die Sonne verdeckt und deshalb ist es hier so kalt geworden.”
    „Das ist mir egal, ich gehe trotzdem ins Dorf.”
    „Wenn es aber kein Dorf mehr gibt!”, sprach sie eindringlich auf ihn ein.
    „Das interessiert mich nicht! Ich muss wissen, wie es meinen Herren geht!”
    Er wartete nicht auf eine Erwiderung, sondern erhob sich auf die Hinterhufe. Mit einem entschlossenen Wiehern und in der Luft wirbelnden Vorderhufen, wurde er selbst der abgehärteten Noomi zu gefährlich und sie brachte sich kreischend mit wild flatternden Flügeln aus der Gefahrenzone, bevor Jona galoppierend seinen Weg fortsetzte.
    „Was für ein Dickkopf!”, sagte sie zu sich. „Er kann froh sein, dass ich nicht so leicht locker lasse.” Sie stieg höher und folgte ihm.
    Der Weg ins Tal war recht steil und so erhöhte sich von selbst seine Geschwindigkeit. Vor ihm war alles weiß und er dachte fast, er hätte sich verlaufen. Aber es gab doch nur einen Pfad, wie konnte er sich da verlaufen? Er müsste das Dorf jetzt eigentlich genau erkennen können , schließlich breitete sich das Tal vor ihm aus. Jona war nicht gewillt so schnell die Hoffnung zu verlieren und folgte weiter dem Weg, der sich jetzt wie eine Schlange hinabwand. In all dem Weiß was sich nun vor ihm erstreckte, erkannte er plötzlich etwas Schwarzes. Er blieb stehen und strengte seine Augen an, um zu erkennen, was es sein könnte, aber er war zu weit weg.
    „Was ist das?”
    „Die Spitze des Kirchturms; das schwarze Metallkreuz”, antwortete Noomi unvermittelt und Jona machte einen erschrockenen Satz nach vorne. Sie saß plötzlich schräg hinter ihm, genau in seinem toten Winkel.
    „Du schon wieder!”, keifte er das Adlerweibchen mit angelegten Ohren an. „Was willst du?!”
    „Dich davor bewahren, dass du dich umbringst.”
    „Pah! Was hat dich das zu interessieren?”
    „Ich interessiere mich eben dafür. Außerdem habe ich das ungute Gefühl, dass wir zusammenhalten müssen. Ich weiß nicht warum oder wieso, aber es ist da”, gab Noomi zu. „Außerdem habe ich aus der Luft etwas gefunden, was dich interessieren könnte. Möchtest du, dass ich es dir zeige, jetzt da du weißt, dass das Dorf wirklich nicht mehr so existiert, wie du es in Erinnerung hast?”
    Jona überlegte. Er war sich unsicher, ob der Absichten dieses Steinadlers und das Interesse an ihm war ihm irgendwie unheimlich. Andererseits hatte sie recht, die Dinge standen alles andere als gut. Dieser plötzliche Wetterumschwung war nicht natürlich und auf der Welt musste irgendwas passiert sein. Was, das entzog sich seinem Wissen, aber ihm war klar, dass es ungewöhnlich war.
    „Zeig’s mir, bitte.”
    Noomi nickte zufrieden und erhob sich in die Lüfte. Sie flog zu einem kleinen Waldstück in der Nähe, am Rand des Tals. Jona folgte ihr in einem schnellen Trab. Ihn fröstelte, auch wenn er nicht empfindlich gegenüber derartigen Wetterbedingungen war, so konnte er ja doch nicht so schnell sein Winterfell bekommen, wie er es sich gerade wünschen würde. Je näher sie der Ansammlung von dunklen Tannen kamen, desto mehr konnte der Noriker dort am Rande der Bäume mehrere dunkle Punkte im Schnee erkennen. Bald schon war klar, dass es sich um Menschen handeln musste. Überlebende?
    Noomi landete am Anfang des Waldes, noch ein ganzes Stück entfernt von der Stelle, wo die Gruppe von Menschen stand in einem der unteren Äste einer Tanne.
    „Es haben einige überlebt. Aber ich bin mir unsicher, ob du dich ihnen zeigen solltest.”
    „Warum?”, erwiderte Jona verständnislos.
    „Diese Leute dort haben nichts mehr, außer das was sie am Leibe tragen. Ich weiß nicht, wie sie vorhaben sich zu ernähren, ich weiß nicht, was sie als Nächstes tun werden. In meinen Augen, setzt du dein Leben auf’s Spiel, wenn du dich ihnen zeigst”, erklärte Noomi mit emotionsloser Stimme.
    „Du meinst …” Der Hengst brach ab, er wollte den Gedanken lieber nicht in Worte fassen.
    „Komm mit”, meinte das Adlerweibchen sanft, erhob sich von ihrem Ast und flog am Rand des Waldes entlang. Jona folgte ihr, unschlüssig über die Zukunft, die sich gerade vor ihm auftat. Eines war ihm jedoch klar geworden: was immer geschehen war, die Menschen würden nun nicht mehr seine Freunde sein.
    [tab='3. Platz']
    [subtab='Revie']
    Wenn der Himmel weint


    Erneut ging die Sonne über den Horizont auf, tauchte das umliegende Wasser in eine rot-goldene Farbe und verkündete den Beginn eines neuen Tages. Eines weiteren Tages, an dem ein erneuter Kampf ums nackte Überleben stattfinden würde. Wie oft hatte sich Cait bereits gewünscht, dass sie eines Morgens aufwachen würde und endlich wieder saftiges, grünes Gras erblicken könnte oder auch bloß einen kleinen Flecken Erde, welcher sie wieder daran erinnern könnte, wie sie sich früher immer darüber aufgeregt hatte, wenn ihr Shiba Inu an ihr hochgesprungen war, nachdem er sich in irgendeiner Schlammpfütze gewälzt hatte.
    Doch ihr Wunsch blieb auch heute unerhört, noch immer breitere sich der endlose Ozean vor ihr aus, genauso betrübt wie sie es war. Hoffnung war ein Fremdwort geworden, niemand an Bord ihres kleinen Schiffes hatte überhaupt noch den Mut an Hoffnung oder Besserung zu glauben. Wie sollte man auch, wenn man nun schon mehrere Monate, vielleicht war es auch bereits ein Jahr, bloß auf dem Wasser herum trieb und davon lebte, was man mit anderen Menschen tauschen konnte, die man zufällig ab und zu trag?
    Cait hätte niemals daran geglaubt, was aus ihrem Planeten einst werden konnte, wenn sie es nicht selbst miterlebt hätte. Angefangen mit kleinen Berichten in den Medien über Klimaerwärmung und Schmelzung der Polkappen, gefolgt von immer stärker werdenden Naturkatastrophen wie Hurrikans oder Tsunamis, doch nie hatte es sich wirklich so schlimm angehört, als würde das Ende der Welt vor der Tür stehen.
    Doch dann war es da, nicht über mehrere Wochen oder Monate, sondern innert Tagen, in denen sich die Welt um ganze Ecken verändert hatte. Das wenige Land, welches nicht von den tosenden Fluten ertränkt worden war, diente heute nur noch als Schauplatz von blutigen Kämpfen von Gruppierungen, die sich um das letzte noch verbliebene Fleckchen Erde bekämpften, doch einen Sieger gab es nie. Zu viele Menschen strömten jeden Tag nach, in der Hoffnung natürlich, dass sie die Letzten wären, die zurück an Land kommen würden und somit bessere Chancen hatten, dieses für sich zu gewinnen.
    Alle Menschen strömten zu den noch bekannten Plätzen, an denen sich Land befand, doch wer dort ankam, verließ es in der Regel auch nicht mehr. Doch wie er dort verweilte, war eine ganz andere Sache.


    Gähnend erhob sich Cait von ihrem Schlafplatz, der bloß aus mehreren alten Fußmatten und einer Decke bestand, und machte sich auf den Weg nach oben zum Deck, um auch von dort aus das Wasser beobachten zu können, welches sie auch sonst jeden Morgen bereits von ihrem Fenster aus sah.
    Die wenigen anderen Menschen, die mit ihr das Boot teilten, waren ebenfalls bereits auf den Beinen, arbeiteten am Schiff oder versuchten mit den verbliebenen Lebensmitteln etwas zu Essen auf den Tisch zu bringen. Insgesamt waren sie nur noch zu fünft, vor wenigen Tagen waren sie jedoch noch zehn und vor knapp 3 Wochen sogar noch das Dreifache ihrer Zahl. Doch das Essen war niemals genug für alle, auch das Trinkwasser nahm rapide ab und wer nicht verdurstete oder verhungerte, hatte meistens noch mit anderen Leiden wie Krankheit oder Verletzungen zu kämpfen, die sie schlussendlich ebenfalls noch dahin raffte. Auch Cait sah für sich keine bessere Zukunft, auch wenn sie die Jüngste an Bord war, wieso sollte sie überleben und alle anderen sterben? Sie war weder besonders stark, noch irgendwie gewandt in handwerklichen Aktivitäten und Verhandeln konnte sie erst recht nicht. Zu sehr hatte sie immer Mitleid mit anderen, die ihr Schicksal teilten und sie wusste, wenn sie alleine hier gewesen wäre, hätte sie bereits jegliche Lebensmittel an andere verloren, da sie sich niemals in ihrem Interesse durchsetzen konnte.
    Sie hatte nur überlebt, aufgrund der anderen an Bord und wurde auch nur deswegen toleriert, weil sie die einzige war, die mehrere Sprachen auf einmal fließend beherrschte und demnach für Handel mit anderen Menschen kaum eintauschbar war.
    „Cait, mach dass du dich nach oben bewegst und dich nützlich machst! Wir nehmen Kurs auf Hope“, hörte sie einer der Männer rufen, unverkennbar die Stimme von Charlie, nach neben ihr einer der jüngsten auf dem Schiff. Trotz seines Alters war er ein geborener Anführer und Kapitän, regelte jeden Tag aufs Neue wie viel sie Essen durften und wohin sie segeln mussten und übernahm auch die meisten Verhandlungen mit anderen Menschen.
    Der Film Waterworld war ein Mist im Gegensatz zu ihrem Alltag hier und anders als in diesem Spielfilm, wussten die Menschen ganz genau, wo sich Land befand. Und dieses Land, wurde von allen bloß Hope genannt, die Hoffnung auf ein besseres und vor allem überlebbares Leben.
    „Ich dachte wir halten uns vom Land fern. Du weißt doch was passiert, wenn wir in die Nähe davon kommen! In einem Kampf würden wir den Kürzeren ziehen, das weißt du doch“, protestierte Cait verwirrt und sprang auch bereits nach oben zu dem jungen Mann. „Das mag sein… doch wir haben seit Tagen keine anderen Schiffe mehr gesehen, mit denen wir hätten handeln können. Unser Wasser reich vielleicht noch für 3 Tage, danach ist Schluss. Ob wir verdursten oder versuchen uns etwas Land zu erkämpfen, kommt etwa auf das Gleiche heraus, doch wenigstens haben wir noch versucht unsere Haut zu retten. Also stell keine Fragen und tu was ich sage!“
    Solche harsche Antworten waren nicht ungewöhnlich, weswegen sie Cait auch nicht wirklich beeindruckten. Doch sie konnte auch nichts dagegen tun, sie hatten bereits Kurs auf Hope genommen und schon bald würden sie sicher die Geräusche des Gemetzels hören können, welches dort vor sich ging.


    Zwei Tage vergingen wie im Flug. Niemand sprach viel, jede Kursänderung wurde mit Sorgfalt und Bedacht getätigt, damit ja keine unnötige Aufmerksamkeit erregt wurde. Doch ihre Vorsicht war überflüssig, denn niemand war dort, als sie endlich am besagten Land ankamen. Schiffwracks, zerstörte Häuser und gefällte Bäume war alles, was sie dort fangen. Hope brachte keine Hoffnung mit sich, es gab noch nicht einmal Menschen mit denen man sich um irgendetwas bekämpfen konnte, denn es gab nichts mehr, was man hier hätte holen können. Weder Wasser, noch andere Lebensmittel waren hier zu holen, die Menschen die vor ihnen hier gewesen waren, hatten durch ihre Kämpfe noch das zerstört, was ihnen auf dieser Welt zum Überleben verholfen hätte.
    Trübselig starrte Cait auf das kahle Land und sank zu Boden, hilflos anfangend in der Erde mit ihren Fingern herumzustochern, bevor sie hoch in den Himmel starrte. Doch ein einziges, kurzes Gefühl, veränderte alles in ihr. Ein flüchtiger Hauch von Kälte auf ihrer Wange, die nichts mit dem Wind oder der Temperatur der Luft zu tun hatte. Sie führte ihre Hand zu ihrem Gesicht, zeichnete die Linie nach, welche von der Kälte vorgegeben war, nur um festzustellen, dass sie seit Monaten, den ersten Regentropfen auf ihrer Haut spüren konnte. Sie waren nun hier, sie hatten das Land erreicht, doch war es zerstört und vielleicht sogar unfruchtbar. Doch wie der Name des Landes schon sagt, es braucht nur ein kleiner Funken, der die Hoffnung neu entfalten kann. Ein kleiner Funken oder in diesem Falle, ein einzelner Tropfen, der die Botschaft von Süßwasser mit sich brachte.
    Ihre Hand gegen den Himmel streckend, spürte sie wie mehr und mehr Tropfen auf ihre Haut trafen und mit jedem weiteren, trat ein neuer Hoffnungsschimmer am Horizont auf. Wasser war da, es regnete seit Monaten zum ersten Mal wieder, also musste es irgendwo auch Pflanzen geben.
    Mit Wasser, wurde ihr altes Leben beendet… doch mit Wasser würde ein neues Leben auch wieder beginnen… und Cait’s Leben, würde von nun an vielleicht wieder neu beginnen. An dem Tag, an dem der Himmel zum ersten Mal wieder weinte.
    [subtab='Nightmares']
    the ship to eternity


    Schaum quoll aus der sündhaft teuren Sektflasche, als sich der Korken mit einem lauten Knall löste. Gläser klangen. Gelächter erfüllte die verglaste Festhalle. Ausgelassen wurden die ersten Minuten des kommenden Jahres 2115 gefeiert. Doch war die Aussicht auf weitere zwölf Monate in dieser Welt wirklich ein Segen oder doch nur die Fortsetzung eines nicht enden wollenden Alptraums. Einer neuen Epoche, die bei Weitem nicht so perfekt war, wie sie nun von Allen dargestellt wurde. Ewigkeiten, vielleicht aber auch nur wenige Jahre waren vergangen, seit sich alles geändert hatte.
    Immer weiter, immer schneller war das Wasser angestiegen. Zunächst unbedeutende Küstenregionen. Dann einzelne Länder. Und schließlich ganze Kontinente. Einfach alles verschwand in den tosenden Fluten der nicht aufzuhaltenden Wassermassen. Gewaltige Evakuierungsmaßnahmen scheiterten und gnadenlos verschlang der gewaltige Ozean nahezu die gesamte Weltbevölkerung. Unter Hochdruck wurde an einer Lösung gearbeitet, die wahrscheinlich viel zu spät sein würde. Angst. Panik. Entsetzen. Langsam zerfraßen sie die Verbliebenen. Mehr als die Hälfte beging Selbstmord. Ein, in Anbetracht des qualvollen Todes in den schäumenden Wellen des blauen Ungetüms, durchaus nachvollziehbarer Schritt. Alles deutete auf das Ende der menschlichen Ära hin und doch gelang den nur noch wenigen Tausend Erdenbewohnern in letzter Sekunde die Abwendung des vorzeitigen Untergangs. Zumindest für den Moment.
    NovaTerra, eine gewaltige schwimmende Stadt war fertiggestellt. Ausgestattet mit einem unabhängigen Ökosystem, einer sonnenbetriebenen Wasseraufbereitungsanlage sowie durchaus luxuriösen Appartments versprach es Hoffnung auf einen Neubeginn. Geschunden. Verängstigt. Von Alpträumen geplagt bezogen die Menschen ihre neue Zuflucht. Und dann geschah es, das Unglaubliche. Bereits wenige Monate, wenn nicht sogar Wochen später, war Alltag eingekehrt. All das Vergangene war wie ausgelöscht. Die zahlreichen Parties zu allen möglichen Anlässen spielten dabei sicherlich keine unbeduetende Rolle. Ausreichend alkoholische Spezialitäten halfen die Realität zu beschönigen. Und so sollte es auch bei diesem Fest wieder der Fall sein. Ein sinnloses Saufgelage anlässlich des vermeintlichen Beginns eines neuen Jahres.
    Niemand realisierte, dass es keine sorgenfreie Zukunft gab. Nein, voller Freude wurde gefeiert, um dann in letzter Sekunde aufzuwachen und die Ausweglosigkeit zu erkennen. Ein plötzlicher Defekt an der Wasseraufbereitungsanlage, eine Epidemie oder auch nur ein unbemerktes Lack. Alles könnte NovaTerra innerhalb von kurzer Zeit in eine tödliche Falle verwandeln. Das gewaltige Schiff war schließlich doch nur ein kurzfristiger Aufschub des endgültigen Endes. Eine schwimmende Stadt mit Kurs aufs Jenseits.
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    Da die Deadline nun endlich überschritten ist, kommen wir nun endlich zur Siegerehrung, aber zu allererst möchte ich mich selbst an dieser Stelle bei allen bedanken, die sich hier die Mühe gemacht haben zu voten. Vier Votes mögen zwar nicht nach viel klingen, aber dafür bekamen wir hier welche, die offensichtlich mit großer Mühe erstellt worden waren. (:

    Leider ohne Punkte bleiben die Abgaben "Ikinokoru" von Cherié und "Weg in die Zukunft" von étolie filante, welche sich zusammen den achten und somit auch den letzten Platz teilen. Gründe die genannt wurden, waren beispeilsweise das die Kurzgeschichten zwar an sich ihr eigenes dezentes Feeling hatten - auch wenn sie teils kurz waren - aber an Details fehlte es leider. Man hätte sich gewünscht, dass die Geschichten weiter ausgebaut wären und so mehr an Tiefe gewinnen würden. Auch wurde erwähnt, wie abrupt die Endungen beider Abgaben doch waren, was doch den letzten Eindruck einer Geschichte manchmal entscheiden kann. Auch wenn ihr beiden, Cherié und étoile filante, in diesem Wettbewerb keine Punkte ergattern konntet, so wünsche ich euch jetzt schon mal viel Erfolg bei den kommenden Wettbewerben. (:  

    Auf dem siebten und vorletzten Platz mit einem Punkt steht der Text "Das fehlende Stück" von Rio. Die dramatische und bedrückende Story dieser Abgabe fand in den Grundzügen guten Anklang. Das beklemmende Szenario war gegeben und wegen eines bestimmten Versprechens und des Verfolgens bekam die Sache noch mehr Atmosphäre und sogar Spannung auf. Was aber wiederum vom leider Rahmen fiel sind die Details, die man sich womöglich gern gewünscht hätte; man hätte gern mehr übers Szenario an sich erfahren, zudem mochte man das sehr offensichtliche und zufällige Zusammentreffen mit jenem Mädchen eher Kritikpunkt auffassen. Hauptkritikpunkt war aber leider das Ende der Geschichte, bei der man offenbar nie ganz schlüssig war, was es letztendlich bedeutete. Wäre die Unsicherheit wegen dem Ende nicht vorhanden, wäre es vielleicht möglich gewesen den Einen oder Anderen weiteren möglichen Punkt zu ergattern.

    Der fünfte Platz wird dieses Mal von die Texten "Pandemonium" von Foxhound´71 und "Kein Titel" von sunny aestas geteilt. Wobei noch angemerkt werden sollte, dass Pandemonium sich durch die Votepunkte etwas hochkämpfen konnte.
    Jedenfalls, während bei Pandemonium die beiden Hauptcharaktere mit ihrer Verfolgungsjagd im Vordergrund standen, spielte "Kein Titel" (Schade anbei, dass es keinen Titel gab.) in einer entfernten Epoche, die mit ihren vergangenen Rückblicken und Erfahrungen des Protagonists mehr versuchte zu glänzen. Schwächen der beiden Texte waren wie beispielsweise bei Pandemoinum erwähnt, dass das einmal das Ende mehr Drama hätte gebrauchen können, als Ezio den Tod ereilte, aber deutlich auffälliger war wohl die Namenswahl, welche womöglich etwas sonderbar erschien. Foxhounds Geschichte hatte definitiv ihren Reiz - erst recht durch das beständige Präsens -, aber leider konnte es sich nicht gegen die Konkurrenz behaupten. Sunnys Geschichte verlor leider vorab schon einen positiven Eindruck, da der Titel leider fehlte, was aber nicht sofort hieß, dass der eigentliche Inhalt nicht gelungen sei. Wie gesagt kann man vermuten, dass die Epoche nicht der unseren Modernen entspricht, viele eher dachte man an das Mittelalter zurück, was dem Ganzem etwas interessantes geben kann. Kritikpunkte, welche die Abgabe etwas einstampften war beispielsweise, dass der Plot, die Ereignisse die soweit passiert sind nicht so ganz den Erwartungen von manchen entsprechen konnte.

    Kein vierter Platz, dafür aber schon der Anfang des Treppchens, welches auch sogleich wieder geteilt wird. Die jene zwei Werke "Wenn der Himmel weint" von Revie und "the ship to eternity" von Nightmares sind die zwei Glücklichen, die sich soweit gut behaupten konnten; Glückwunsch!
    Revies Werk erzählt von einer leicht anderen als typischen postapokalyptischen Zukunft. Jenes Szenario erinnert tatsächlich an den Film "Waterworld", erzählt aber von keine künstlichen Insel, sondern ums Überleben auf einem Schiff mit hungernden Passagieren. Die traurige und scheinbar hoffnungslose Situation gibt dem Werk eine beklemmende Eigenart, welche aber gegen Ende wieder mit Hoffnung gefüllt wird und so von einem indirektem gutem Ende spricht. Die Idee Story fand allerdings geteilte Meinungen. Einerseits schien die Handlung ansprechend zu sein und mit dem Ende das Gesamte abrunden, andererseits wurde die Handlung mehr als Alltagsleben angesehen und somit leicht auch oberflächlich erschien. Es fehlte der tiefere Plot. Zudem hakte es leider an den Wortwiederholungen, was dem Lesefluss etwas schadete.
    nightmares' Werk ist im Vergleich zu anderen Werken ein Tick anders. Es zeigt nicht direkt das fatale des vergangenen Katastrophe, sondern das vermeintliche Paradies, was der Mensch selbst erschaffen hat. Der gesamte Strang zeigte eine Ironie und die Einfältigkeit des Menschen, was indirekt auch eine Art Lehre mit sich zog. Der Text war allerdings sehr kurz gehalten und hätte womöglich ein klein wenig mehr ausgebaut werden können, aber das entspricht nicht jedem Wunsch. Jedenfalls zeigte diese kurze Geschichte, dass auch ein wohl sonderbares und kurzes Thema gut Anklang finden kann.

    Stüfchen zwei, mit sieben Punkten, konnte sich Cyndaquil für sich allein mit "Am Tag danach" sichern; dir ebenso Glückwunsch zum Erreichen des Treppchens ~
    Dieser Text unterscheidet sich vollstens von der Konkurrenz, da hier von einer Fabel die Rede ist. Es wird nur aus der Sicht von Tieren erzählt, was für eine ganz eigene Note sorgt, welche an sich doch ganz positiv angekommen ist. Die Art die Apokalypse spüren zu lassen wird hier anders vermittelt als sonst; insgesamt kann man hier von Kreativität sprechen. Nichtsdestotrotz wurden Kritikpunkte erwähnt, welche dem Ganzen das Bühnenlicht etwas nahm. Beispielsweise waren die Gefühlsregungen gegen Ende ausbaufähiger gewesen. An sich überzeugte Cyndaquil hier mit ihrer etwas anderen Idee gut genug, um den zweiten Platz zu belegen.

    Doch die unumstrittene Nummer eins auf dem Treppchen, mit knappen acht Punkten - einem Punkt Vorsprung -, geht an Misana mit "Wie die Sonne".
    Diese rührende aber dennoch möglichst realistisch gehaltene Story überzeugte die Voter in Windeseile, und das auch nicht umsonst. Misana schaffte es einfach eine Geschichte zu kreieren, in der der knallharte und gefährliche Alltag herrscht, welches im Endeffekt doch nur halb so schlimm ist, wenn man jemand um sich hat, der einen immer wieder aufs Neue mehr Hoffnung macht und das Leben erleichtert. Es wird dort nichts verharmlost, es ist glaubhaft und das kam eben sehr gut an. An dieser Stelle dann herzlichen Glückwunsch zum ersten Platz, Misana. ^.^


    Ich hoffe ihr konntet im 16. Wettbewerb dieser Saison mit den eingereichten Abgaben euren Spaß haben und vielleicht auch zu was inspirieren lassen ~ Ich bedanke mich nochmals für die Voter und nicht zu vergessen natürlich auch bei den Teilnehmern; ohne euch würde hier gar nichts laufen. Demnach wünschen wir uns, das ihr weiterhin bei den Wettbewerben erhalten bleibt. ^_^
    Für jene, die nicht genug haben, können sich jetzt schon den nächsten Vote bei dem Klanggeschichten-Wettbewerb versuchen; wir würden uns immer freuen dich dort zu sehen ~

    Download-Post


    Wie gewohnt könnt ihr euch die Abgaben der Wettbewerbe hier im PDF- und ePub-Format herunterladen, um so auch unterwegs lesen zu können.
    Die PDF und das ePub wurde von Amatsu erstellt. Sollten Fragen und/oder Anregungen bestehen, dann zögert bitte nicht den Urheber deswegen anzusprechen; konstruktive Verbesserungsvorschläge sind immer willkommen.
    Für eine kurze Anleitung und noch einmal die Einführung zu den "Wettbewerben unterwegs" klicke hier.