Beiträge von Raichu-chan

Die Insel der Rüstung erwartet euch!


Alle Informationen zum ersten Teil des Erweiterungspasses "Die Insel der Rüstung" findet ihr bei uns auf Bisafans:

Zu den Rüstungsinsel-Infoseiten | Pokédex | Routendex

    Quelle


    Gemäß dieses Zitates erstelle ich doch mal auf Anraten von Cassandra ein Topic zu meinem neuesten Projekt. Ursprünglich hatte ich ein anderes Bild vorgesehen (wie hiernachzusehen ist). Ich habe sogar schon die nötigen Materialien bestellt und ein paar Stiche angefangen, aber schnell gemerkt, dass es doch sehr ambitioniert war. Daraufhin wollte ich die Anleitung noch einmal mit einem kleineren Version erstellen. Dabei habe ich festgestellt, dass ich es bisher nur mit Gitterlinien gesehen habe und es ohne echt ... grausam aussah. Vor allem im Gesicht hatte ich plötzlich zwei Farben, die keinen sanften Übergang hatten, sondern klar erkennbar und sehr verpixelt waren.


    Also habe ich die letzten Tage immer mal wieder verschiedene Einstellungen ausprobiert und ein bisschen mit Sättigung, Kontrast und Co. herumgespielt. All das hat leider nicht viel genützt, denn vor allem im Gesicht sah es recht ... suboptimal aus. Aber nun, heute bin ich auf dieses Bild dort oben gestoßen und das Vorbild gefällt mir nun viel besser. Es ist bei weitem nicht perfekt, aber vielleicht kommt man mit knapp 400 Farben und einer machbaren Breite auch nicht weiter als das.

    Jedenfalls werde ich jetzt am Wochenende noch einmal die beiden Anchor-Kästen meiner Mutter durchwühlen, ein bisschen was zurückgeben und hoffentlich auch etwas klauen. Nach etwa 100 (vergeblichen) Kreuzen kann ich auf jeden Fall sagen, dass die Zählhilfe Leben rettet. Eigentlich wollte ich auf Aida sticken, aber ich habe diesen Stoff wirklich nicht mehr so ekelhaft steif in Erinnerung... Da ist Lugana doch bei Weitem angenehmer und durch die Kästchen ist es auch nicht so schlimm, dass sie so nah beieinander liegen.


    Nun, jedenfalls ist das Bild mit 100k Kreuzen jetzt nur noch halb so groß. 280*360 Kreuze bzw. etwa 30*40 Zentimeter soll es am Ende werden. Schon eine Hausnummer, aber nun, im schlimmsten Fall habe ich nur ein weiteres gescheitertes Projekt in meiner Schublade liegen. Immerhin komme ich dann endlich mal zum Lesen Hörbücher hören xD

    Ich stand Montag im Netto beim Einkaufen und hab mir die Guthaben-Karten angeschaut, weil ich Netflix brauchte. Da waren bestimmt 30 Sorten, auch so was wie LoL, Roblux, eine Seite für Sportbekleidung... aber kein Netflix xD Weil ich schon mal da war, habe ich mir dann aber 20 Euro Steam Guthaben gekauft. Die Karten sind ja immer ganz gut, damit man ein Budget hat und nicht Augen zu und Karte durchziehen veranstaltet ;)

    (Das löst zwar nicht mein Netflix-Problem, aber für den Moment hat es geholfen xD).


    Gekauft habe ich bis jetzt noch nichts, aber das wird sich sicher ändern. Es ist ja zum Teil wirklich gruselig, wenn Spiele nur noch 25% oder so vom normalen Preis kosten... Nun, wenn man sich all die Spiele ansieht, die ich nicht einmal heruntergeladen habe, sollte ich das vielleicht nicht tun. Außerdem könnte ich sie mir im Moment sowieso nicht runterladen, weil mein Internet sich anfühlt wie limitierte mobile Daten... Aber wem mache ich etwas vor? Ich werde das Geld auf jeden Fall gut investieren - oder zu lange brauchen und alles verpassen. Ja, das klingt eher nach mir xD

    Kapitel 13


    Okabe hatte immer gedacht, dass der kleine Nudelsuppenladen um die Ecke eine Abneigung gegen alle technischen Neuheiten der letzten 20 Jahre hatte. Unzählige Male war er von der Bedienung mit diabolischen Blicken malträtiert worden. Dabei war es von größter Wichtigkeit gewesen, mit seinen Labormitgliedern wegen des Abendessens oder der Auswahl einer abendlichen Sendung zu korrespondieren.

    Augenscheinlich beschränkte sich das Verbot aber lediglich auf tragbare Mobiltelefone, denn niemand hatte Kurisu davon abgehalten, ihren mobilen Arbeitsplatz auf dem Tisch aufzubauen. Sie saß seelenruhig da, während sie in einer Fachzeitschrift blätterte und nebenbei mit ihrem Finger über das Mousepad fuhr. Okabe vermutete, dass die Gutmütigkeit der Bedienung darin begründet war, dass Kurisu in lebensbedrohlicher Nähe zum kleinen Laptop eine Schüssel mit Nudelsuppe und eine Cola stehen hatte. Innerlich schüttelte es ihn. Kapitalismus trieb wirklich die Schattenseiten der Menschheit zu Tage.

    Kurisu war so in ihre Tätigkeit vertieft, dass sie ihn nicht näher kommen sah, und er nutzte ihren Mangel an Verteidigung schamlos aus, um ihr zu zeigen, dass sie in keinem Moment ihre Deckung vernachlässigen durfte. So, wie sie da saß mit ihren abgeschweiften Gedanken und ihren Löffel auf halbem Weg zum Mund erhoben, konnte jeden Moment jemand vorbeikommen und sie angreifen - und genau das würde er ihr jetzt demonstrieren.

    "Christina!", rief er und knallte seine Handflächen auf das Holz des Tisches.

    Kurisu schrie auf wie eine Banshee, ließ den Löffel zurück in die Suppe fallen und griff nach dem Glas, das beim Aufprall tatsächlich fast übergeschwappt wäre. Als sie sah, wem sie diesen Beinahe-Herzinfarkt zu verdanken hatte, schaute sie Okabe mit noch mehr Mordlust an, als man ihr hätte entgegenbringen können.

    Okabe verschwendete keine Sekunde seines Momentums und solange der Schock die spitze Zunge seiner Assistentin noch im Zaum hielt, sprach er: "Ich bewundere deine Effizienz, dass du sogar deine Mahlzeiten nutzt, um unserem Labor durch deine Forschung zu Ruhm und Ehre zu verhelfen" - Kurisu blickte ihn an, als wäre das das Letzte, was sie hier tat - "aber ich muss dich doch sehr bitten, etwas mehr Vorsicht walten zu lassen. Du hast es hier mit etwas äußerst Sensiblem zu tun, das schon eine falsche Bewegung ins Chaos stürzen könnte, und ich bin mir nicht sicher, ob unser Computerspezialist schon über genug Magie verfügt, deinen Schaden zu beheben." Dem urbanen Mythos nach fehlten ihm auf dem Weg zu wahrer Erleuchtung noch 10 jungfräuliche Jahre, doch wenn Daru seinen Lebensstil so fortführen würde, schaffte er das mit Leichtigkeit.

    Kurisu rollte mit den Augen, sah aber nicht so aus, als hätte diese Geste auch nur einen Teil ihrer Frustration vertrieben. "Wenn hier einer einen Schaden hat, dann ja wohl du. Kommst eine halbe Stunde zu spät und spielst dich dann auch noch hier auf. Außerdem ist es ja wohl meine Sache, welchem Risiko ich meinen Laptop aussetze, oder? Wenn er kaputt geht, ist das ganz allein mein Problem."

    Okabe schüttelte den Kopf, die Hände auf Schulterhöhe nach oben gehalten wie ein Priester, der eine revolutionäre Wahrheit zu verkünden hatte. "Meine hochgeschätzte Assistentin-"

    "Nur für's Protokoll, ich fühle mich nicht angesprochen!"

    "Zu meinem größten Bedauern muss ich dir mitteilen, dass du schon wieder das große Ganze außer Acht lässt. Aber wie könnte ich das einem so naiven Wesen wie dir verdenken, das noch keine Ahnung davon hat, was für ein Schrecken sich in der Dunkelheit dieser Welt verbirgt?"

    "Du machst es schlimmer", knurrte sie, den Kopf auf ihre Hand gestützt und darauf wartend, dass diese Farce endlich ein Ende finden würde.

    "Aus diesem Grund muss ich dich noch einmal dafür sensibilisieren und appelliere an deine Mithilfe, die Geheimnisse unserer aufstrebenden Untergrundorganisation zu wahren, damit sie weiterhin aus dem Schatten heraus agieren kann."

    Kurisu sah ihn aus verengten Augen an. "Wenn du gleich gesagt hättest, dass du Angst hast, jemand könnte mitlesen, hättest du gar nicht erst so einen Aufstand machen müssen. Das hier sind weder Daten von meiner Forschung, noch aus eurem Labor - dessen Existenz mir sowieso niemand abkauft, weil man es für einen Witz halten würde. Glück für euch, schätze ich. Also dann, jetzt, wo wir den obligatorischen peinlichen Teil hinter uns haben: Setz dich und bestell dir etwas. Ich hab dich nicht umsonst eingeladen."

    "Wie überaus löblich, dass dir das Wohl deiner Freunde so sehr am Herzen liegt."

    "Wenn du glaubst, dass ich für dich bezahle, darfst du heute Teller waschen", stellte Kurisu sofort klar.

    "Ich würde doch niemals die Dreistigkeit haben, meiner Assistentin auf der Tasche zu liegen", entgegnete Okabe, dessen Blick zurück zum untersten Preissegment wanderte. Eigentlich musste er sie gar nicht erst studieren, wo dieser Ort doch ein wichtiger Grundpfeiler der leiblichen Verpflegung seiner Labormitglieder war und von ihnen so regelmäßig besucht wurde, dass es neben dem May Queen ihr zweiter Außenstützpunkt war. Also tat er, wie ihm geraten worden war, und traf seine Wahl.

    Irgendetwas an seiner Aussage brachte eine Leichtigkeit zurück, die Kurisus gereiztes Wesen zur Entspannung brachte. "So etwas Ähnliches sagt meine Senpai auch immer. Es ist ihr ja schon unangenehm, wenn ich ihr mal das Essen in der Cafeteria bezahle, weil sie sich mal wieder nicht erinnern kann, wo sie ihr Portemonnaie gelassen hat. Dabei sollte sie als Senpai eigentlich mir Sachen ausgeben - aber ich fürchte, den Teil hat sie nicht so ganz mitbekommen", erzählte Kurisu, scheinbar ganz in Gedanken verloren.

    Okabe nickte mit mehr Wissen, als er zugeben wollte. Ausgehend von dem Chaos, mit dem Maho ihr Zimmer bei Faris in eine Müllhalde verwandelt hatte, überraschte es ihn nicht, wenn ab und zu Dinge unter den Bergen von Papier und Unrat verschwanden. Selbst nach einer groß angelegten Aufräumaktion hatte es nicht mal einen Tag gedauert, dass von dem Fußboden nur noch kleine Stellen sichtbar gewesen waren.

    “Bestimmt findet sie das System einfach nur überholt, weil es die ranghöheren Mitmenschen einer gesellschaftlichen Verpflichtung unterwirft. In Wahrheit dient dies nämlich dazu, sie finanziell auszunehmen, bis sie vor dem wirtschaftlichen Ruin stehen. Aber dieses Phänomen der monetären Ausbeutung wird ja bereits professionell transkontinental betrieben.”

    “Was?”, fragte Kurisu, die seinem Gedankengang kein Stück folgen konnte. Nicht weil sie Probleme mit seinen krampfhaft hochgestochenen Wörtern hatte, sondern weil seine Hypothese einfach kein Bisschen Logik beinhaltete.

    Okabe hatte für sie nur ein müdes Lächeln übrig. “Na weil es ein Komplott der asiatischen Regierungen ist, lauter superschlaue Menschen auszubilden, um sie in die große, weite Welt zu entsenden und die Universitäten der reichen und entwickelten Länder zu infiltrieren, bis die Einheimischen keine Chance mehr für eine Aufnahme haben und vor lauter Konkurrenz von den Arbeitsmärkten vertrieben werden. Dadurch nehmen die Einwanderer ihnen die Jobs weg und schicken das Geld an ihre Familien daheim, während die gebürtigen Einwohner langsam zugrunde gehen, weil ihnen und ihrem Land die finanziellen Ressourcen schwinden.”

    Kurisu sah aus, als hätte sie irgendwann mal etwas sagen wollen, aber mittlerweile waren es so viele Einwände, dass sie nicht einmal wusste, wo sie zuerst einsetzen sollte. “Es gibt kein Komplott der asiatischen Regierungen. Nicht zu fassen, kennst dich nicht mal mit der Politik in deinem eigenen Land aus... Und ganz davon abgesehen wäre das ein ziemlich abgedrehter und nicht durchführbarer Plan. Die Forschung tendiert mittlerweile dahin, dass es nicht wirklich nur die eine Intelligenz gibt, die sich mit dem IQ-Test messen lässt. Nur weil man Menschen darauf trainiert, Logikrätsel zu lösen, bedeutet das noch nicht, dass sie wirklich erfolgreicher im Leben sind. Außerdem gibt es neben Veranlagung und Erziehung noch hunderte von Faktoren, die die Intelligenz eines Menschen beeinflussen können, wie Chancengleichheit, familiäres Umfeld, Erkrankungen - und vermutlich noch viele andere Dinge, die Menschen wie du ganz einfach als 'Glück' zusammenfassen würden, weil die Analyse im Detail sonst zu hoch für sie wären.” Kurisu stoppte ihre Erläuterungen vorerst und schaute Okabe prüfend an. Dieser schien nur darauf zu warten, dass sie weitermachen würde, als wolle er sagen “Den Triumph, dich mit so einem Basiswissen überlegen zu fühlen, gönne ich dir nicht.”

    Als sie gerade den Faden ihrer Gedanken wieder aufnehmen wollte, sagte er: “Sie klingt aber nach einer wirklich netten Person. Versteht ihr euch gut, du und Maho?", fragte er möglichst beiläufig. Zum ersten Mal fiel ihm auf, dass er bisher immer nur gehört hatte, was Maho über Kurisu gesagt hatte, aber nicht deren Sicht der Dinge. Nun, zumindest nicht persönlich. Allerdings wäre Okabe nicht überrascht, wenn Maho der KI einen digitalen Maulkorb programmiert hätte, um genau diese Informationen zurückzuhalten.

    Ein bisschen wunderte es ihn, dass Kurisu bisher nur spärlich von ihrem Leben in Amerika erzählt hatte, wenn überhaupt. Klar, sie hatte keine Gelegenheit ausgelassen, ihre ihrer Meinung nach überlegene Intelligenz in den Vordergrund zu rücken, aber ihr persönliches Ich war dabei kaum zum Vorschein gekommen.

    Kurisu runzelte die Stirn. "Woher weißt du, wie sie heißt?"

    Okabe stockte kurz der Atem, bis er sich daran erinnerte, was er jetzt zu tun hatte: Sich wie ein ganz normaler Mensch verhalten. Zugegeben, es gelang ihm nicht immer, obwohl es zum Tagewerk eines verrückten Wissenschaftlers gehörte. Es war essentiell, sich einer neuen Situation wie ein Chamäleon anzupassen, um kein unnötiges Aufsehen der falschen Leute zu erregen. Subtil war das Stichwort. Also dachte Okabe darüber nach, was für eine Antwort so jemand geben würde. "Ich denke mal, dass wir uns schon mal über sie unterhalten haben."

    Kurisu überlegte kurz, schüttelte dann aber den Kopf. "Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es schon mal zur Sprache gekommen wäre."

    Okabe war es gewohnt, dass man an seinen Worten zweifelte, aber in diesem Fall warf ihn das mehr aus der Bahn, als er es zugeben würde. Für gewöhnlich war es ein Spiel, zu sehen, wen er mit Rhetorik umstimmen konnte, und kein Verhör, das er überleben musste. “Weil du dich an alles erinnern kannst, worüber wir je geredet haben?”, fragte er mit hochgezogener Augenbraue. Es war nie verkehrt, Fragen zu stellen, damit das Gegenüber sich beim Nachdenken selbst verunsicherte.

    Kurisu schmollte. “Punkt für dich. Hast du ein Glück, dass du dich mit jemandem unterhältst, der genau weiß, wie schnell Menschen was vergessen. Du wärst überrascht, wie viel dein Gehirn in einer Sekunde wahrnimmt, und wie viel davon nicht einmal das Gedächtnis erreicht - und davon bleibt nach einer Minute nicht einmal mehr ein Bruchteil übrig. Nun, aber wo du mich gerade daran erinnerst, ist das die perfekte Überleitung.”

    Kurisu klickte kurz herum und drehte dann ihren Laptop zu Okabe, auf dessen Bildschirm das Titelbild einer PowerPoint-Präsentation angezeigt wurde.

    Okabe schaute verwirrt. “Willst du deinen nächsten Vortrag üben? Wenn ja, ist ‘Ein empirisches Beispiel des Beweises einer nicht-singulären Realität’ ein wirklich interessanter Titel.”

    Kurisu sah so unzufrieden mit ihm aus wie schon lange nicht mehr. “Nein, nicht wirklich. Obwohl es sich sicherlich wirklich gut als Thema eignen würde, sind mir die Beispiele doch etwas zu … persönlich.”

    “P-persönlich?”, wiederholte Okabe und schaute zu seiner Assistentin, die nun einen leichten Schimmer Rot um die Nase hatte, als würden ihr jetzt doch Zweifel an der Sinnhaftigkeit dieses Unterfangens kommen. Deswegen griff sie um den Laptop herum und betätigte die Enter-Taste.

    Okabe erstarrte. Vor ihm wurden Dinge angezeigt, die ihn heute in seinen Träumen verfolgen würden. Würde Daru (oder irgendjemand anderes) hier sitzen, hätte dieser vor lauter Absurdität vermutlich laut losgelacht, aber für ihn war das bitterer Ernst. Immerhin war das nichts anderes als sein Leben, detailliert aufbereitet in absurder Kleinteiligkeit. Okabe wusste, dass es verrückte Menschen auf dieser Welt gab, die jeden ausgegebenen Yen oder jedes Geschehen penibel notierten. Das war ja noch mit einem irrationalen Zwang zu erklären oder hatte zumindest einen praktischen Nutzen. Was ihm hier allerdings präsentiert wurde, galt einzig und allein dem Zweck, ihm vor Augen zu halten, dass eine obsessive Assistentin ihm auf den Fersen war und genau wusste, womit sie ihn in der Hand hatte.

    Blut rauschte durch seine Ohren, sodass ihre Erklärungen nur noch ein Rauschen im Hintergrund waren. Wie hatte er so blind sein können? Hatte er wirklich nicht gemerkt, was sie die ganze Zeit im Schatten getrieben hatte und jetzt ans Licht brachte? Es graute ihm vor dem, was sie vorbereitet hatte, und gleichzeitig konnte er seine Augen nicht abwenden. Er musste einfach wissen, was für Geschütze sie auffuhr.

    Er zuckte nicht einmal zusammen, als die Kellnerin plötzlich die dampfende Schüssel Nudelsuppe auf seinen Platz stellte. Nur ein weiteres Puzzleteil ihres perfiden Plans. Das Essen war nur ein Vorwand, um ihn mit einer moralischen Obligation zur Vermeidung der Lebensmittelverschwendung an diesen Ort zu fesseln, damit er ihr zuhörte.

    Okabe räusperte sich, obwohl er sich nicht sicher war, dass ihm dies seine Stimme zurückgeben würde. "Das ist ja wirklich ein interessantes Schaubild, das du da erstellt hast… aber hat das auch irgendeinen praktikablen Nutzen?"

    Kurisu schnaubte. "War ja klar, dass du davon keine Ahnung hast. Man sagt zwar immer, dass gut erstellte Diagramme keinerlei Erklärung bedürfen, aber nun, ich schätze, es gibt für alles eine Ausnahme."

    Okabe hob eine Augenbraue und konnte sich das Grinsen nicht unterdrücken. "Würde das in diesem Fall nicht eher den Schluss nahelegen, dass es an der Erstellerin liegt?"

    Kurisu starrte ihn an, als würde sie ihm ihre Nudelsuppe über den Kopf schütten, wenn sie doppelt so heiß und halb so lecker wäre. Trotzdem hatte Okabe schon kalkuliert, dass er entkommen würde, wenn er den Tisch umwerfen und sich in dem Chaos aus dem Staub machen konnte. Genauer betrachtet könnte er aber vermutlich auch gleich sitzen bleiben und es über sich ergehen lassen. Kurisu war so versessen, dass sie ihn vermutlich noch finden würde, wenn er wie ein tibetanischer Mönch auf irgendeinem verschneiten Berg leben würde.

    Er schaute dabei zu, wie ihre Wangen sich bewegten, als sie ihre Zähne aufeinander biss. "Eigentlich bist du es gar nicht wert, dass ich hier so einen Aufstand mache, aber was soll's. Bringen wir es hinter uns." Sie deutete zu dem Bildschirm und je länger er auf den Graphen schaute, desto unwohler fühlte er sich. Erst war der Anstieg der Kurve kaum merklich, wo sie in Bodennähe herum dümpelte. Aber je weiter er nach rechts schaute, desto steiler wurde der Anstieg, bis auf der rechten Seite fast keine Luft mehr nach oben war. Auf der unteren Achse waren als Zeitintervalle die letzten 6 Monate angegeben. Doch was ihn in tiefe Unruhe versetzte, waren die Worte am Ende der y-Achse: "Anzahl der Ereignisse, die nicht mit weltlichen Parametern erklärt werden können." Er hätte das Ganze nur müde belächelt, wäre die Zahl nicht mittlerweile dreistellig. Für einen Außenstehenden mochte die Präsentation wie ein einziger Witz wirken, aber Okabe wusste, wen er hier vor sich hatte. Christina mochte impulsiv sein und vieles zu schnell zu persönlich nehmen, aber ihren Intellekt konnte Okabe nicht verneinen, obwohl er ihn bei jeder Gelegenheit bestritt. Was ihrer Aussage für ihn aber mehr Glaubwürdigkeit als gab als nur ihr Hang zur Methodik, war eine ganz simple Tatsache: Wenn es eine Person geben würde, die hinter die unmöglichen Gesetze der Welt blicken könnte, hätte er ohne Nachzudenken ihren Namen genannt. So, wie die Weltlinien funktionierten, war es gut möglich, dass es irgendwo eine Kurisu gab, die selbst durch die Zeit gereist war, oder bei der sich der Kuss damals so unwiderruflich wie bei ihm ins Gedächtnis gebrannt hatte. Nur gut, dass keine von beiden vor ihm saß. Das hier war eine Kurisu, die selbst nicht wusste, was sie glauben sollte - und dieser Moment wohl seine letzte Chance, sie in die Richtung zu lenken, die er brauchte. Inmitten seiner verzweifelten Versuche, das Leben seiner besten Freundin zu retten, hatte er eine Sache akzeptiert: Er würde sich an all die Dinge erinnern, die seine Freunde sich von tiefstem Herzen gewünscht hatten, und die Bürde dieser Verluste für sie schultern. Endlich Reading Steiner erreicht zu haben, bedeutete, dass er endlich die Weltlinie gefunden hatte, in der niemandes Leben durch einen Wink des Schicksals beendet wurde. Er würde auf keinen Fall eine Divergenz riskieren, nur weil die Dämonen der Vergangenheit Kurisus Verstand vergifteten.

    Okabe legte den Kopf schief und tat, als hätten die Daten tatsächlich sein Interesse erregt. "Wenn du von 'unerklärlichen Ereignissen' sprichst, was verbirgt sich dahinter?"

    Kurisu blinzelte. Offensichtlich hatte sie sich schon auf ein längeres Gespräch vorbereitet, um ihn dazu zu bringen, ihr überhaupt zuzuhören. Er konnte dabei zusehen, wie ihre Körperhaltung sich veränderte. Vorher war es noch ein Spiel gewesen, befeuert durch den Drang, sich zu beweisen. Jetzt wusste auch sie, dass dies die Chance war, um sich Gehör zu verschaffen. "Das klingt jetzt vielleicht komisch…" Ihre Stimme brach ab, auf der Suche nach den richtigen Worten für diese schwierige Angelegenheit.

    'Mir ist im Moment nicht nach Späßen zumute.' Okabe schluckte den Kommentar herunter und wartete. Seine Muskeln waren so angespannt, dass sein Rücken schmerzte.

    "In letzter Zeit gibt es Dinge - Gedanken, Erinnerungen - von Erlebnissen, die bei sachlicher Betrachtung niemals passiert sein konnten. Es gibt einfach zu viele Ungereimtheiten, zu viele Abweichungen von der Realität. Und doch sind sie so stringent und in sich schlüssig, dass es kein Zufall sein kann. Es ist, als gäbe es eine zweite Realität, die mein Kopf konstruiert." Sie zögerte einen Moment. "Nein, das ist nicht das richtige Wort. Es ist nicht so, dass ich sie erschaffe. Eher, dass sie schon die ganze Zeit da war, aber mir nur langsam bewusst wird."

    Sie senkte den Blick auf die Schale, die ihre Hände umklammerten, als müsse sie sich trotz der sommerlichen Temperaturen daran wärmen. "Aber so etwas gibt es nicht. Also ließe dieses singuläre Vorkommen nur einen Schluss zu: Es ist nicht die Welt, mit der etwas nicht stimmt, sondern meine kognitive Verfassung."

    Okabe spürte, wie sein Herz sich zusammenzog, als ein Gedanke in sein Bewusstsein trat. Es wäre so einfach. Er könnte ihr einfach einreden, dass die Dinge nur in ihrem Kopf existierten. Dass sie Schwierigkeiten hatte, die Realität angemessen zu verstehen, und sich das Tatsächliche immer mehr mit dem Möglichen vermischte. Als jemand, dessen Steckenpferd die Neurologie war, konnte sie ihm vermutlich sogar mehrere Fälle nennen, die sie bei ihrer Recherche gefunden hatte.

    Und genau deswegen würde er sich vor Selbsthass am liebsten übergeben. Kurisu in diesem Glauben zu bestärken, würde bedeuten, dass sie nie wieder ihrem Verstand vertrauen könnte.

    Kurisu lächelte bitter, als hätte sie seine Gedanken gelesen. "Aber das kann nicht sein, oder? Ein Symptom von Schizophrenie ist doch gerade, dass man nicht mehr unterscheiden kann, wo die eigene Einbildung anfängt. Aber das hier…", sie unterbrach die Präsentation und wählte eine weitere Datei aus, "ist klar als Fiktion zu erkennen."

    Okabe musste sich daran erinnern, wie man atmete. Vor ihm hatte sich eine Exceltabelle aufgebaut, gefüllt mit so viel Text, dass er es unmöglich alles lesen konnte. Und doch reichten ein paar Fetzen, um ihm das Ausmaß klar zu machen. Nach Datum sortiert, beinhaltete die zweite Spalte jeweils einen Stichpunkt oder einen kurzen Satz zu all den Dingen, die Okabe im letzten Jahr erlebt hatte und nie wieder vergessen könnte - die Dinge, von denen andere Menschen keinen blassen Schimmer haben sollten.

    "Mein eigener Löffel."

    "Grüne Geleebananen."

    "Von maskierten Menschen bedroht werden."

    "Ich im Maid-Cosplay von Rim mit Katzenohren aus Aw:Null."

    Und genau daneben:

    "Mayuris Tod. Herzinfarkt bei der Comiket."

    Es waren nicht einmal schöne Erinnerungen. Es waren die Tragödien, wegen denen er in der Zeit zurück gereist war, bis er vor Verzweiflung keinen Ausweg mehr gesehen hatte. "Warum erinnerst du dich daran?", wollte er sie fragen. "Hör auf damit. Willst du, dass sie dich so kaputt machen wie mich?"

    Doch offen über seine Gefühle zu reden und endlich einen Menschen in das einzuweihen, was er für ewig unter Verschluss halten musste… Nein. Das war keine Option. Als Mayuri damals gestorben war und die Welt ihm gezeigt hatte, wie willkürlich grausam sie sein konnte, hatte er gewusst, dass er ganz allein war auf seiner Mission. Es hatte die Welt für ihm bedeutet, als Kurisu ihm beigestanden und ihn in seiner dunkelsten Stunde dazu gebracht hatte, weiterzumachen. Damals hatte es ihn zerrissen, dass diese selbstlose Geste ihm alles bedeutet hatte und er ihr das niemals sagen könnte.

    Mit diesem Gefühl war es einfach, zu lächeln. "Diese … 'Erinnerungen', wie du sie nennst… sie haben ungefähr zu der Zeit angefangen, als du im Winter hier zu Besuch warst, oder?"

    Kurisu nickte langsam. Sie hüllte sich in Schweigen, abwartend, worauf er hinaus wollte.

    "Wäre es nicht viel logischer anzunehmen, dass du nach deiner Reise einfach sehr viel über uns nachgedacht hast?"

    Für einen Moment hing Kurisu diesem Gedanken nach, doch dann schüttelte sie den Kopf. "Die Erlebnisse sind dafür zu auffällig diffus. Es wäre eine Sache, in Erinnerungen zu schwelgen und sie leicht verzerrt wahrzunehmen, oder sich zu überlegen, was man noch hätte erleben können… aber diese Breite an Thematiken findet man eher im Unterbewusstsein, wenn es durch Träume oder Ähnliches in Erscheinung tritt."

    "Kannst du denn sagen, dass es nicht so ist?"

    "Hä?", fragte sie und blickte verwirrt drein. Trotz ihrer Intelligenz und ihrer Bewandtnis in ihrem Forschungsgebiet schien sie sich keinen Reim auf seine Worte machen zu können.

    "Naja, ich weiß schon ein paar Minuten nach dem Aufstehen nicht mehr, was ich eigentlich geträumt habe. Woher willst du also wissen, dass diese 'Erinnerung' nicht neu, sondern schon mehrere Stunden alt ist, und dir nur bekannt vorkommt, weil du sie schon einmal durchlebt hast?"

    Kurisu verengte ihren Blick. "Für einen verrückten Wissenschaftler bist du ziemlich weit auf der rationalen Seite. Nicht sehr ic."

    Okabe schmunzelte über das Webjargon, doch entgegnete nur: "Die Rolle des Advokaten des Teufels hast du ja bereits besetzt. Was bleibt mir also anderes übrig, als meine Assistentin zurück auf den Weg der Vernunft zu bringen, nachdem sie sich so hoffnungslos in ihren eigenen Überzeugungen verrannt hat?"

    "Erzählt mir mehr", sagte Kurisu in einem Ton, der eigentlich skeptisch klingen sollte, aber eröffnete, dass sie nur zu gerne nach dem Strohhalm griff, den er ihr hinhielt.

    "Schauen wir uns das doch einmal an. Das mit dem Überfall kommt eindeutig aus einem Film. Grüne Geleebananen… Hattest du vor dem Schlafengehen genascht oder wie?"

    "Natürlich nicht!", protestierte sie und verschränkte die Arme. "Das waren nicht diese kleinen Dinger, sondern echte Bananen, nur wabbelig und hellgrün."

    Okabe schüttelte den Kopf. "Ein klarer Fall, dass du dir nur vorgestellt hast, wie die Dinger wortwörtlich aussehen würden. Nun, ich weiß ja nicht, was 'mein Löffel' sein soll", sagte er, während ihn die Erinnerung an das Codewort ihm die Kehle zuzuschnüren drohte, "aber das Maid-Cosplay ist zu hundert Prozent eine unterdrückte sexuelle Fantasie."

    Kurisu sprang auf und donnerte die Hände auf ihren Tisch. "Untersteh dich gefälligst, dieses Bild in deinem Kopf zu haben!", fuhr sie ihn so laut an, dass die Kellnerin ihr einen misstrauischen Blick zuwarf. Rasch setzte Kurisu sich wieder und zog den Knoten ihrer Krawatte ein Stück weit nach unten. "Mensch, du hast wirklich viel zu viel Zeit mit Daru verbracht. Es ist wirklich ein Wunder, dass ihr Mayuri noch nicht verdorben habt…" Ihre Stimme ebbte ab, als sie sich daran erinnerte, was der letzte Punkt auf der Liste war.

    "Du bist nicht die Einzige, die träumt, dass jemand stirbt", sagte er mit genug Ehrlichkeit, dass er Angst hatte, sie würde begreifen, dass er mehr mitfühlte, als er zugeben wollte.

    "Du denkst also, das ist alles, was dahinter steckt? Eine Art Déjà-vu, geboren aus meinen Träumen."

    Okabe zuckte mit den Schultern. "Entweder das oder Erinnerungen aus einem Paralleluniversum."

    Kurisu schnaubte. "Und ich dachte schon, du würdest wirklich etwas Sinnvolles von dir geben. Stattdessen kommst du mit so etwas unmöglichem an. Hast du zu viele Serien über Grenzwissenschaften und das FBI geschaut, dass du wirklich an solche Geschehnisse glaubst? Oder muss ich jetzt wirklich dazu übergehen, dir in aller Genauigkeit darzulegen, warum dies nur eine Ausgeburt der menschlichen Fantasie ist, so wie die Vorstellung, dass man sich nach dem Tod in einer anderen Welt wiederfindet. Das könnte nämlich länger dauern als nur dieses Essen.”

    Okabe fuhr sich mit einer Hand über sein Gesicht, als wäre das eine grauenhafte Vorstellung. “Oh bitte verschone mich mit dieser Darbietung. Ein Vortrag pro Tag reicht mir vollkommen.”

    "Tu mir einen Gefallen", sagte Kurisu mit einer Ernsthaftigkeit, die sie bei all der Leichtigkeit gar nicht an den Tag legen wollte. "Lass uns von jetzt an ganz offen darüber reden. Keine Lügen, keine Ausflüchte, kein Lächerlichmachen mehr."

    Okabe nickte, ohne Reue, sie bereits jetzt schon zu hintergehen. "Abgemacht."

    Sie lächelte, vielleicht das erste Mal seit ihrer Ankunft vollkommen sorglos. "Dann lass uns essen, bevor die Suppe noch kälter wird."



    Versteht ihr langsam die katastrophalen Ausmaße meiner fixen Idee? xD

    Das ist ein Mega-UFF. Ich habe mal lediglich ein Mew im Bisasam-Kostüm auf ein Kissen gestickt und ich war am Verzweifeln und mein Rücken/Nacken war fertig mit der Welt. Da hast du dir echt was großes vorgenommen. Aber wenn das fertig wird, kannst du bis ans Ende deines Lebens damit angeben. Wünsche dir auf jeden Fall viel Geduld und Erfolg. Kannst uns hier ruhig auf dem Laufenden halten :D Da lohnt sich ja sogar ein eigenes Thema!

    Ich sticke ja schon seit meiner Kindheit, von daher bin ich vermutlich daran gewöhnt^^ Da hane ich auch mal was Größeres gemacht wie das her:

    Allerdings will ich auch nichts beschwören, weil ich in letzter Zeit gerne mal nervige Kopfschmerzen bei der rechten Schläfe habe und mir nicht sicher bin, ob sie davon kommen, dass ich am Wochenende Schlaf nachhole und auch danach noch gerne Stunden im Bett chille und zocke, oder ob das von meiner doch recht ungeraden Haltung vom Bürojob kommt. Naja, schauen wir mal, wie das werden wird. Vielleicht bringt mich das ja mal dazu, endlich wieder Sport zu machen xD


    Damit das nicht zu sehr zum medizinischen OT wird: Ich habe tatsächlich die Farben abgeglichen und das Resultat war ... ernüchternd. So etwa 1/3 Farben passen noch, allerdings waren bei vielen auch nur ein oder zwei Nummern Abweichungen. Ich würde sie ja einfach tauschen, bin in dieser Hinsicht aber immer sehr unsicher und habe Angst, das Gesamtbild zu zerstören, weil sie dann nicht mehr harmonieren, wie sie sollten/könnten. Plan ist jetzt, erst mal alle Farben der ersten 4 Quadrate zusammen zu suchen und damit loszulegen. Früher oder später muss ich sowieso nachbestellen, wenn die Farben zur Neige gehen sollten, und so habe ich zumindest erst einmal einen Überblick über das Ausmaß^^


    Ich hatte tatsächlich mal überlegt, ein Topic zu machen, auch wenn die meisten meiner Projekte schon recht lange her sind. In letzter Zeit habe ich nur ein paar kleine Stoff-Tüten bestickt (die Muster sind zwar schön, aber der Boden nicht. Da sind unten nur die zwei Stoffe zusammengenäht, statt dass man eine richtige Fläche hat, wie man es von Papiertüten und dergleichen kennt. Aber nun, sie sind recht süß (auch wenn ich Angst habe, sie zu benutzen. Sollte zwar alles in Ordnung vernäht sein, aber man weiß ja nie... Das nächste Mal mache ich Knoten xD))

    Um ein bisschen aus dem Nähkästchen zu plaudern: bei uns sind die dienstälteren Azubis mit in das Auswahlverfahren involviert und "bewerten" die Bewerbungen mit, bis wir dann mit dem Zuständigen eine Entscheidung fällen. Wir hatten ein paar Vielversprechende, die wir gerne einladen wollten, und gerne im Team gehabt hätten - bis es dann von oben ganz plötzlich hieß: "Nein, wir nehmen keinen mehr." Meh. Ich war wirklich sauer und enttäuscht.

    Und wenn ich mir so ansehe, was los ist, bin ich sehr froh, dass ich nicht verkürze, auch wenn schulisch und betrieblich alles stimmt. Ist ein halbes Jahr länger arbeiten, wenn auch "nur" als Azubi.


    Falls das wem hilft, sind hier ein paar Punkte, die wir (weniger) gerne gesehen haben. Das Ganze aus der Sicht eines Azubis in einem Bürojob für so eine Stelle mit dem, worauf wir wert legen (kann stellenweise abweichen):


    Wem diese Liste jetzt kleinschrittig und zynisch vorkommt: Ich habe jeden dieser Punkte gesehen. Mehr, als mir lieb war, und mehr, als es der gesunde Menschenverstand zulassen sollte. (Obwohl, vieles ließ uns lächeln, wie ihr euch vorstellen könnt). Also versucht, ein bisschen was davon umzusetzen. Mein Vorgesetzter schlägt manchmal schon die Hände über dem Kopf zusammen, wenn er den gleichen Fehler zum 20. Mal sieht. Ich will nicht herabwertend klingen und kenne die Frustration, als ich ein Jahr trotz okayem Abi nach einer Ausbildung gesucht habe - aber viele dieser Punkte sind vermeidbar und sollten nicht der Grund für eine Absage sein.

    Aber ja, so deprimierend es ist: Manchmal braucht man einfach sehr viel Glück, weil es so viele Faktoren gibt, die man einfach nicht kontrollieren kann - und vor allem, wenn die Lage so ist wie jetzt. Ich bekomme jetzt schon Angst, wenn ich mir vor Augen führe, in der gleichen Situation wie vor 3 Jahren zu sein, als ich wirklich nicht mehr dachte, dass mich irgendjemand nimmt (und auch nicht wirklich wusste, warum er sollte). Aber ich liebe meine Ausbildung und hoffe einfach, dass es irgendwo in naher Zukunft so eine passende Stelle für mich gibt.

    Hattet ihr schon mal ein Projekt, vor dessen Ausmaß ihr Angst hattet? Ich kenne dieses Gefühl jetzt xD


    Vermutlich werde ich damit ganz derbe auf die Schnautze fallen, aber am Dienstag in der "Schule" (Prallelunterricht mit 2 Klassen und einem Lehrer ist so unglaublich sinnvoll) bin ich mit einer Freundin irgendwie auf das Thema Sticken gekommen. Ich habe ihr daraufhin ein paar Sachen gezeigt, was ich die letzten Jahre so gemacht habe, und gedacht "Hey, ich hätte mal wieder echt Lust dazu." Da sie auch Anime mag, habe ich zum Spaß nach ein paar Stickvorlagen gesucht und eine war unter anderem das hier:


    Versteht ihr langsam die katastrophalen Ausmaße meiner fixen Idee? xD


    Nun, kurzer Hand habe ich also im Internet die passenden Garne, Stoff und eine zweite Schere gekauft - nur um dann festzustellen, dass ich bei irgendeinem dieser Produkte nicht auf die Lieferzeit geachtet habe und das Paket jetzt nicht innerhalb von ein paar Tagen, sondern 2-3 Wochen kommt (Falls man das bei Corona überhaupt so richtig festlegen kann...). Naja, die erste ist ja schon um.


    Und als sei das noch nicht schlimm genug, habe ich heute noch diese Seite gefunden, die mir eine Anleitung in noch besserer/ detailierterer Qualität gemacht hat (Ich traue mich gar nicht, nachzuschauen, welche Farben ich jetzt nicht mehr brauche und welche ich nachbestellen muss... Aber nun, für ein paar Kreuze kann ich mich sicher bei meiner Mutter bedienen, ich steuere ja auch was bei xD). Ich würde euch ja die Anleitung zeigen, aber das BB meckert, dass sie zu groß ist^^°


    Ich hab mir jetzt einfach mal 20 ct Aida und 25 ct Lugana zur Probe bestellt, damit das fertige Werk nicht so groß wird. Es werden immerhin knapp 110k Kreuze. Ich bin noch am überlegen, ob ich deswegen 2x2 statt die normalen 3x3 Kreuze mache und ob es reichen würde, mit einem Faden zu sticken (bzw. ob zwei nicht zu viel sind). Fragen über Fragen, die sich vielleicht klären, wenn ich den Stoff irgendwann mal in den Händen halte (und tatsächlich die Zeit für so ein Monster finde xD). Wusstet ihr eigentlich, dass es Stoff mit einer Zählhilfe gibt, die 10x10 Kästchen markiert? Vielleicht fängt das ja die 25 ct auf, die vermutlich sehr fein und damit leicht verwirrend werden, wenn man Kästchen erst mal überspringt und nicht jedes Mal die Farbe wechselt, um nicht 1.000 Schnüre da hängen zu haben. (ich würde ja gerne zum Vergleich anbringen, was ich normalerweise benutzt habe, aber ich weiß es gar nicht^^°).


    Zusammen waren das übrigens etwa 90 Euro, was sozusagen mein Urlaubsgeld war/sein wird (und mich auch locker mehr als einen Urlaub beschäftigen dürfte xD Naja, beim Sticken draußen Sitzen und ein Hörbuch hören hat schonmal wundervoll funktioniert, das kann ich gut wiederholen)

    mortiferus93 vergiss nicht, dass der Anime mittlerweile die Animationsqualität einer PowerPoint Präsentation hat xD Gibt schon einen Grund, dass man Neulingen sagt: Genießt die Schönheit, solange ihr könnt^^


    Ich beiße mich im Moment durch Guilty Crown (16 oder so). Ich wusste schon von manchen, dass der Anime schwächer wird (fand das erste Finale so gut, dass ich überlegt habe, es einfach da zu beenden xD)

    Ich habe ich das Gefühl, dass er etwas will, aber nicht so richtig weiß, wie er es gut umsetzen muss. Der Cut zum neuen Regime ging mir zu schnell, um mich emotional abzuholen, fürchte ich (und es hat auch nicht geholfen, dass ich mir den Tod, der das auslöste, gespoilert habe^^*).

    Naja, jede Szene mit Best Girl lässt mich durchhalten (Tatsächlich nicht Inori, die mir zu farblos wirkt. Kann gut sein, dass es zu ihrem Charakter und ihrer Geschichte passt, aber ich hab das Gefühl, dass sie aktiv wenig bis gar nichts macht und nur wie ein Satellit um Shuu herumkreist... Dafür hat sich Ayase mein Herz geschnappt. Ich war so stolz auf sie und hab ich riesig für sie gefreut, als sie ihren Void bekommen hat <3)

    Und über die Musik müssen wir auch nicht reden, die ist wundervoll (allein die OPs <3).

    Ja, ich musste leider heute auch feststellen, dass die Besserung nur von kurzer Dauer war... Vielleicht auch nur ein Plazeboeffekt^^°


    Falls das geholfen hat, sag mir mal bitte Bescheid. Bis dahin werde ich vermutlich die Reserve nehmen (Aber nun, 2 1/2 Jahre Belastung mit locker 400 Stunden müssen wohl irgendwann mal ihre Spuren hinterlassen, schätze ich^^° Wobei das einzige, was ich damals bei der GC zu beklagen hatte, die abgegangene Gummiabdeckung vom Stick war... Naja, kann man nicht ändern...)

    Bei mir hat mein linker Analogstick in letzter Zeit dauern nach oben gezogen (Pfeiltasten waren aber okay, also weiß ich nicht, wie viel dir das hilft). Als erste Hilfe hat es gereicht, einfach die Gummiabdeckung darunter hochzuheben und mal durchzupusten - also das Stück unter der "Scheibe", wo sie "endet", nichts mit gewaltsam Ablösen oder so. Seitdem habe ich allerdings nicht wirklich viel gespielt, also kann ich nicht sagen, wie lange sowas hilft. Andere Lösungen aus dem Netz waren Druckluft und ein Reinigungsspray (Kontaktspray?), aber da habe ich erst mal die Finger von gelassen (ich hab meine roten Controller dafür zu lieb, nachdem ich die Switch deswegen sofort gekauft habe^^*).

    Ich hab mir daraufhin tatsächlich 2 neue Joycons gekauft, aber auch nur, weil ich noch einen 25 Euro Gutschein hatte. Ansonsten ist es glaube ich grad keine gute Zeit, weil dank Corona Nintendoartikel stark gefragt sind (Ich meine, die Switch war vorher regulär schon für 300 zu haben und momentan halt für 340, so als Vergleich). Aber mich haben diese Bewegungen so aufgeregt, dass ich nicht mehr warten wollte xD aber hey, 1 (bzw. 2) Ersatzcontroller sind nie verkehrt, vor allem, wenn man Multiplayerspiele hat.

    Den Support habe ich noch nicht ausprobiert. Ich weiß nicht, ob Nintendo die Reparaturkosten bei Joycon Drift übernimmt, aber bekannt ist das Problem auf jeden Fall und hat schon für viel Unmut gesorgt. Allerdings habe ich noch nie gehört, dass die Pfeiltasten daran beteiligt waren, also könnte auch mehr kaputt sein (oder es wirkt nur so, weil der Richtungsinput auch kommt, wenn man den Stick nicht einmal anfasst).

    Wie viel Entwicklung ein Charakter bekommt, hängt nur zum Teil davon ab, wie groß die Gruppe ist. Klar sollte es jetzt keine Ausmaße wie bei Game of Thrones annehmen, aber nicht umsonst sind 5er-Gruppen eine sehr beliebte Konstellation. 5 sind also keineswegs zu viel. Gerade FFs verzeihen einem dahingehend ja noch ein bisschen was, weil Charaktere, die man schon kennt, nicht so überfordern, als wenn man alle neu kennenlernt.

    Mehr Charaktere führen natürlich auch zu mehr Interaktionen und Konfliktpotential, wodurch die Charaktere sich automatisch voneinander abgrenzen und was auch eine Entwicklung auslösen kann. Entwicklung muss ja nicht nur durch den Plot passieren.

    Ich schätze, es kommt vor allem darauf an, wie viel Zeit du ihnen gibst. Es muss auch nicht jeder Chara am Ende wie ein völlig neuer Mensch aus der Sache herauskommen (vgl. Dynamische, statische, runde und flache Charaktere). Natürlich ist es immer cool anzusehen, einen Hauptcharakter auch eine persönliche Reise durchzumachen, was bei 5 Charakteren aber durchaus machbar sein sollte. Es muss ja keine 180 Grad-Wendung sein, sondern es können auch kleine Dinge sein, zum Beispiel wie ein Charakter immer selbstständiger auf der Reise wird oder lernt, Teil einer Gruppe zu sein. Naja, das sind zumindest meine 50 Cent dazu^^

    Kapitel 12


    “Warum ist das Leben so unfair?”, rief Kurisu, legte ihre Unterarme auf den Tisch und bettete ihren Kopf darauf, damit sie ihn nicht auf die harte Tischplatte schlagen musste. Sie wusste nicht einmal, wo sie anfangen sollte, bei dem ganzen Wirrwarr in ihrem Kopf. Stattdessen stieß sie nur einen frustrierten Laut aus und schloss die Augen. Dann drehte sie ihren Kopf zur Seite und wurde sich langsam bewusst, dass sie bereits vor ein paar Minuten von einer Kellnerin angesprochen worden war, der nun Schweißperlen über das Gesicht liefen.

    “Ähm, brauchen Sie noch etwas Zeit, um sich zu entscheiden?”, fragte sie mit dünner Stimme, als wäre dieses Szenario in all ihrer Berufserfahrung noch nie vorgekommen.

    Jetzt fühlte Kurisu sich nur noch schlechter und senkte den Kopf so weit, dass ihre Wimpern fast gegen ihren Ärmel schlugen. “Ja bitte”, murmelte sie in den Stoff hinein, doch genug Schallwellen schafften es daran vorbei, dass die Kellnerin so erleichtert aussah, als hätte man ihr gerade die Todesstrafe erspart.

    “Nicht nötig, Miaulodie, ich übernehme das.”

    Kurisu wusste nicht, ob sie erfreut oder verstimmt darüber sein sollte, als sie die pinkhaarige Katzenfreundin vor sich sah. Tatsächlich war sie zuerst erstaunt gewesen, aber dann kam ihr das vertraute Bild in den Kopf, wie Faris - oder manchmal auch Mayuri - mit Stift und Notizblock in der Hand dagestanden und ihre Bestellung aufgenommen hatten. Sie hatte den beiden Mädchen, die auf ihre eigene Art gerne in eine Fantasiewelt abzudriften schienen, gar nicht zugetraut, dass sie sich so gut in diesem Gewerbe machten. “Hallo, Faris”, begrüßte Kurisu sie und richtete sich sogar wieder auf, um etwas weniger wie das Häufchen Elend auszusehen, obwohl sie sich im Inneren weiterhin so fühlte.

    Diese grinste sie nur mit einem Katzenlächeln an, als würde ihre Freundin nicht gerade wie ein überfahrenes Wiesel vor ihr liegen. “Keine Sorge. Ich weiß genau, was du brauchst. Rühr dich nicht von der Stelle.”

    Kurisu hatte auch ohne diesen Satz nicht die Absicht, das Gebäude zu verlassen - geschweige denn die Energie, sich irgendwie zu bewegen. Also scrollte sie lediglich durch ein paar Social Media-Seiten ihrer Freunde in den USA. Sie hatte wirklich schon einiges verpasst, aber je weiter sie kam, desto klarer wurde ihr, dass es das Gleiche war wie sonst auch immer. Ein paar Fotos von Beziehungen, leckerem Essen, interessanten Orten oder einfach nur ein schnelles Selfie - jedes Mal anders, aber nicht neu genug, als dass es sie länger als ein paar Sekunden fesseln würde. Es war das Leben, das ebenso weiter ging, als wäre sie bei ihnen, während ihres sich so radikal verändert hatte, dass sie es kaum noch wiedererkannte.

    Sie war in einem Land, das sie kaum kannte, und obwohl sie die Sprache gut genug sprach, um wissenschaftliche Abhandlungen verstehen zu können, fühlte sie sich immer wie eine Außenseiterin. Dass man eine doppelte Staatsbürgerschaft hatte, half wohl nicht, wenn man nicht danach aussah. Es war, als würden die Leute nur darauf warten, dass die Ausländerin im Raum aus der Reihe tanzte, um sie für all die Dinge zu verurteilen, die sie in Amerika täglich gemacht hatte.

    Außer im Labor. Da störte es niemanden, wenn sie nach westlichem Besteck fragte oder sich zum Essen auf die Couch setzte, statt am Tisch zu knien.

    Doch auch dort hatte sie sich in letzter Zeit fehl am Platz gefühlt.

    Kurisu hob den Blick, als Faris das Getränk vor ihr abstellte. Die Tasse wurde so geräuschlos auf der Untertasse abgesetzt, dass Kurisu sie fragen wollte, ob sie vielleicht wirklich über übermenschliche Kräfte verfügte. Aber vielleicht war das noch ein Ding von Japanern, dass sie einfach nicht verstand. Immerhin schien Tee hier fast ein Grundnahrungsmittel zu sein, und da war es nur natürlich, wenn sie wussten, wie man damit hantierte.

    “Lass dir ruhig Zeit”, riet Faris ihr mit einem Katzenlächeln.

    Kurisu richtete sich auf, streckte den Rücken durch und rührte in der Tasse herum, sodass sich ein brauner Strich durch die Sahne oben zog. Vielleicht würde es nicht alle Sorgen aus der Welt schaffen, aber es würde Kurisus Zustand auf jeden Fall sehr viel erträglicher machen. “Ist das jetzt der Teil, an dem ihr Maids euch zu euren Gästen setzt und so tut, als würde euch das interessieren, was sie über ihr klägliches Leben zu sagen haben?”

    Faris’ Lächeln wurde noch breiter. “Nur bei Menschen, die wir ganz doll lieb haben”, sagte sie mit einem Augenzwinkern, das Kurisu eine Augenbraue heben ließ. “Aber ich habe etwas, das fast genauso gut ist wie meine Gesellschaft.”

    Sie machte eine Pause und wie auf Kommando klingelte die Glocke an der Tür des Cafés, die einen neuen Besucher ankündigte. Jetzt wurde es Kurisu wirklich langsam unheimlich und sie wagte es kaum, Faris aus den Augen zu lassen, als sie sich umdrehte, um in die Richtung des Katzenmädchens zu schauen.

    “H-Hallo”, begrüßte Ruka sie mit einem Lächeln, das so aussah, als wüsste er nicht mehr, warum er hergekommen war, und auf dem besten Weg war, es sich anders zu überlegen.

    Faris klatschte die Hände neben ihrem Gesicht zusammen und neigte den Kopf schief. “Wie schön, dass du vorbeikommen konntest”, sagte sie und zog den Stuhl gegenüber von Kurisu ein wenig zurück.

    “Ich war gerade in der Stadt, ein paar Besorgungen machen”, sagte er und hielt die Plastiktüte ein wenig weiter hinter seinen Körper. Kurisu reckte den Hals ein wenig und versuchte zu erspähen, was darin war, aber sie konnte noch nicht einmal das Logo erkennen. “Ich hoffe, ich störe nicht.”

    “Ganz im Gegenteil. Kurisu braucht unbedingt etwas Gesellschaft!”, erklärte Faris etwas, das Kurisu nie so ausgedrückt hätte.

    Diese war kurz davor, ihr den Unterschied zwischen Alleinsein und Einsamkeit mit so vielen wissenschaftlichen Fachbegriffen zu erläutern, wie ihr ad hoc einfallen würden, doch da hatte sich die Bedienung schon mit einem Lächeln verabschiedet und war zum nächsten Tisch geeilt. Kurisu war nur einen Gedanken davon entfernt, ihr für ihre Dreistigkeit einen gemeinen Kommentar hinterher zu schreien, doch das würde bedeuten, dass sie sich wieder vor allen rechtfertigen musste. Normalerweise war es kein Ausschlusskriterium, aber sie war mental zu erschöpft, um sich auf diese Herausforderung einzulassen. Also murmelte sie nur ein “Dummer Fellball”, bevor sie ihre Lippen in der Sahne ihres Kakaos versteckte. Ihr Blick fiel auf Ruka, der mit einem friedlichen Lächeln so tat, als hätte er das alles nicht gehört.

    Kurisu ließ sich Zeit mit ihrem Getränk, doch als es so lange dauerte, dass es selbst für einen Blinden offensichtlich war, dass sie nur Zeit schinden wollte, setzte sie die Tasse wieder ab. “Schönes Wetter”, sagte sie dann und kam sich ebenso elegant vor wie auf einer Party, bei der sie zum dritten Mal ihr Fachgebiet erklären wollte und dabei kläglich scheiterte.

    “Ja, wirklich gut zum Einkaufen. Nicht so warm und schwül wie die letzten Tage.”

    Kurisu seufzte. Nicht weil Ruka trotz dieser bedrückenden sozialen Situation immer noch mit einer so grazilen Stimme sprechen konnte, sondern weil sie seit letztem Jahr schon wieder vergessen hatte, wie ätzend es war, wenn es so oft regnete, dass die Feuchtigkeit nie aus der Luft zu weichen schien. In Kalifornien hatte sie schon fast wieder vergessen, wie es war, wenn Wasser vom Himmel fiel. “Das ist wirklich ätzend”, antwortete sie ehrlich.

    “Bist du deswegen so schlecht drauf?”

    Kurisu fühlte, wie sich ihre Augenbrauen zusammenzogen, und sah dann dabei zu, wie Ruka zurückwich und abwehrend die Hände vor seinen Körper hob. “Ich wollte dir damit wirklich nicht zu nahe treten”, sagte er und lächelte nervös, beinahe ängstlich. “Es ist nur so, dass Faris gesagt hat, dass du irgendwie niedergeschlagen wirktest und jemanden zum Reden brauchen könntest. Ich wollte mich auf keinen Fall aufdrängen. Soll ich vielleicht lieber gehen?”

    Kurisu war dankbar, dass er tatsächlich noch auf eine Antwort wartete und nicht gleich seinen Worten Taten folgen ließ. Er hatte so ohne Punkt und Komma geredet, dass Kurisu gar nicht hinterhergekommen war. Dabei war sie viel zu sehr damit beschäftigt gewesen, zu hinterfragen, wo sie ihm auf die Füße getreten war, dass sie nicht einmal in die Nähe einer Antwort gekommen war.

    “Nicht doch, nicht doch”, sagte sie schnell und deutete Ruka, sich wieder zu setzen. “Ich war nur überrascht, das ist alles. Ist es wirklich so offensichtlich?”, fragte sie verlegen. Sie hatte eigentlich nicht vorgehabt, jemand anderem damit zur Last zu fallen (ganz besonders nicht einer Person, die sie kaum kannte), aber Kurisu vermutete, dass man manche Dinge einfach nicht verstecken konnte - und nicht etwa, dass sie so einfach zu lesen war wie ein Bilderbuch!

    “Möchtest du darüber reden?”, fragte Ruka stattdessen.

    Kurisu nahm sich einen Moment Zeit, eine Antwort zu überlegen. Wollte sie? Nun, eigentlich wollte sie einfach nur, dass diese ganzen verwirrenden Gefühle verschwanden und ihr Leben einfacher wurde, aber sie schätzte, dass dies in nächster Zeit nicht der Fall sein würde. Vielleicht würde es helfen, sich bei Ruka auszusprechen. Wenn sie ehrlich war, konnte sie sich sowieso niemanden vorstellen, der besser dazu geeignet wäre. Den meisten würde sie zu viel erklären müssen. Mayuri würde ihr sicher zuhören, aber sie damit herunterzuziehen, war nichts, was Kurisu wollte. Außerdem war Ruka sowieso schon hier und Kurisu wusste nicht, wann sich wieder von selbst so eine Möglichkeit ergeben würde.

    “Also gut”, begann sie, mehr zu sich selbst als zu dem Jungen vor ihr. “Es geht um Okabe - also nicht so, wie du jetzt denken magst”, fügte sie hinzu, obwohl Ruka keinerlei Regung gezeigt hatte, die irgendeinen Hintergedanken vermuten ließ. Dafür schaute er sie jetzt so verwirrt an, dass Kurisu über sich selbst den Kopf schüttelte. Warum musste sie das alles so kompliziert machen? Sie war schon so oft um ihre Intelligenz beneidet worden - warum musste diese sie ausgerechnet heute im Stich lassen? Kurisu atmete tief durch und versuchte erneut, das zu erklären, was sie selbst nicht wirklich verstand.

    “Naja, eigentlich ist er wie immer, schätze ich… Es ist nur… Ach, ich weiß es doch auch nicht.” Sie ballte die Fäuste zusammen. “Warum regt er mich andauernd so auf? Ich habe ihm nur ein paar simple Fragen gestellt, aber er weigert sich, sie mir zu beantworten. Dabei ist das wirklich wichtig. Er kann es mir doch nicht einfach verheimlichen!”

    Ruka knetete seine Hände. “Worum ging es denn, wenn ich fragen darf?”

    Kurisu wollte ihm nicht das “Nein”, entgegenwerfen, das ihr auf der Zunge lag, also antwortete sie ausweichend: “Nun, es ist so etwas wie ein Experiment. Ich habe eine Hypothese aufgestellt, basierend auf ein paar wirklich außergewöhnliche Beobachtungen, aber ich kann sie nicht validieren, bis ich seine Analyse dazu gehört habe.” Kurisu verzog das Gesicht. Das klang, als wäre sie von ihm abhängig - was genauer betrachtet auch der Fall war, aber das wollte sie nicht hören.

    Ruka blinzelte ein paar Mal und sein Mund verzog sich zu einem entschuldigenden Lächeln, das offensichtlich machte, wie Kurisu ihn vor 2 Gedankengängen abgeschüttelt hatte. “Weiß er, wie wichtig es dir ist? Ich meine, es ist mir bewusst, dass Okab- ähm, Kyouma-san das Wohl seiner Freunde sehr am Herzen liegt.” Kurisu hätte bei diesen Worten am liebsten erneut verächtlich geschaut, aber genau hier lag das Problem. Sie konnte nicht abstreiten, dass es genauso war. Er tat das alles nicht, um sie zu verletzen. Er hatte nur die besten Absichten - und das machte es umso schlimmer, wie er nicht sah, was er anrichtete. Es war, als würde er sich für einen Heiligen halten und allein bestimmen, wie die Dinge zu laufen hatten. Nein, es war schlimmer als das: Er führte sich wie ihr Vater auf!

    Kurisu versuchte gerade, alles diese Abneigung in möglichst präzise, herabwertende Worte zu fassen, als Ruka fortfuhr: “Aber ich habe das Gefühl, dass es ihm manchmal schwerfällt, sich richtig auszudrücken. Als würde so viel in ihm vorgehen, dass er es unmöglich in Worte fassen kann. Vielleicht ist es sogar so viel, dass man es gar aussprechen kann…”, überlegte er laut. “Ich will damit nur sagen… Ich glaube, manchmal kennen Menschen ihre eigenen Überzeugungen so gut, dass sie sich gar nicht vorstellen können, wie wenig andere davon wissen. Okabe würde dir nie grundlos etwas verschweigen, wenn er dich damit so traurig macht.” Für einen Moment sah Ruka aus, als würde auch ihm diese Situation so nahe gehen, dass sie auch ihm körperlich wehtat.

    Kurisu brauchte einen Moment, um sich aus dem Gespräch zu lösen. Rukas Worte hatten ihr so zugesetzt, dass sie kaum noch einen klaren Gedanken fassen konnte. Sie wusste, dass es die Mentalität eines trotzigen Kindes war, wenn sie Okabe jetzt unterstellte, dass er sich nur so verhielt, um sie zu ärgern, aber das war der erste Impuls, den sie hatte. “Manchmal denke ich, dass er es sich einfach machen möchte”, gab sie deshalb nur einen Teil davon zu. “Es ist, als würde er den Weg gehen, von dem er sich einfache Erfolge verspricht. Ich denke, dass er funktionieren würde, aber … was ist, wenn es einen gibt, für den man etwas mehr kämpfen muss, aber bei dem es sich am Ende lohnt?”

    Diesmal war es Ruka, der einen Moment in Schweigen verfiel, bevor er mit wohl bedachten Worten antwortete: “Ich glaube, Okabe weiß, dass der Weg zu einem großen Erfolg oft auch mit einem großen Risiko verbunden ist, und dass man im Leben nicht immer zurückgehen und es so lange probieren kann, bis es klappt. Vielleicht hat er Angst, etwas anzurichten, das die Welt so kaputt macht, dass er nicht mehr in ihr leben will.” Ruka schaute von seiner Tasse hoch und für einen Moment schien er überrascht zu sein, Kurisu vor sich sitzen zu haben. “Tut mir leid, ich weiß nicht, wie ich auf so einen dunklen Gedanken gekommen bin. Ich habe da bestimmt zu viel hineininterpretiert. Ich kann mir nicht vorstellen, warum er einen Grund haben sollte, so zu denken. Er ist doch nur ein ganz normaler Student.”

    Zum ersten Mal, seit sie nach Japan gekommen war, fühlte Kurisu, dass jemand verstand, welche dunkle Ahnung sie spürte, wenn sie Okabe sah. Doch während bei ihr die Realität ihr all die Argumente vor die Füße warf, warum das nicht sein konnte, redete Ruka sich ein, dass er selbst falsch liegen musste. Es war doch viel wahrscheinlicher, dass er sich in etwas verrannt hatte. Wie anmaßend von ihm, über all diese deprimierenden Dinge zu spekulieren, während Okabe nicht einmal dort war, um sich zu verteidigen. Geradezu respektlos, sich über jemanden zu unterhalten, wenn derjenige nicht Teil des Gespräches war. “Entschuldigung”, sagte Ruka, auch wenn er nicht mehr wusste, für was er sich eigentlich entschuldigte. Für zu vieles. Oder zu wenig.

    “Schon gut”, antwortete Kurisu. Nicht diese hastige Antwort, als sie ihn schnell davon überzeugen wollte, dass alles in Ordnung war. Ihre Stimme war ruhig und fest, während sie versuchte, ihm mitzuteilen, wie sehr sie ihn verstand. “Ich denke, ich weiß, worauf du hinauswillst.” Sie hob eine Hand, als eine der Maids an ihr vorbeilief, während sie in ihrer Tasche nach ihrem Portemonnaie suchte. “Vielen Dank für das Gespräch.”

    Ruka lächelte und es wurde immer breiter, je mehr er versuchte, es einzudämmen. Schlussendlich hielt er sich sogar eine Hand vor den Mund, was sein gemurmeltes “Ich bin wirklich froh, wenn ich helfen konnte” noch weiter dämpfte. “Was wirst du jetzt tun?” Es war ihm nicht ganz wohl dabei, die Frage tatsächlich auszusprechen, aber es schien noch unmöglicher für ihn, sie zurückzuhalten.

    “Puh”, sagte Kurisu und fuhr sich durch die Haare. “Eine Nacht drüber schlafen, denke ich. Und dann überlege ich mir einen Plan, wie ich es endlich in Okabes Kopf kriege, was ich von ihm will.” Sie musste so entschlossen dreingeschaut haben, dass Ruka bereits Mitleid mit Okabe hatte, obwohl er nicht einmal wusste, worum es ging. “Keine Sorge, ich gebe ihm nur das, was er verdient”, sagte sie mit einem Zwinkern. “Aber ich will dich auch gar nicht länger aufhalten. Du hast deinen Tag sicher schon ganz anders verplant.” Kurisu nickte zu seiner Tüte und Ruka lächelte verlegen.

    “Das ist doch halb so wild. Ich habe mich gern mit dir unterhalten.” Er stand auf und verabschiedete sich mit einer kleinen Verbeugung. “Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder”, sagte Ruka, bevor er an ihr vorbei ging und das May Queen verließ.

    Kaum war er zur Tür heraus, ließ Kurisu sich wieder nach vorn über den Tisch fallen, sodass ihr Kinn fast auf der Mitte der Tischplatte auflag. Das Ganze hatte sich in der Theorie ja wirklich fabelhaft angehört - aber sie hatte nicht mal eine Ahnung, wie sie dieses schier unmögliche Vorhaben in die Tat umsetzen sollte.


    Na dann wollen wir mal. Wenn Azaril mich schon extra taggt, kann ich ja auch meine kostbare freie Zeit opfern, um mein spaßeshalber erstelltes Raster zu updaten und euch zu zeigen, was in meinem Kopf so vor sich geht. Da ich zu wenig Anime kenne, habe ich auch andere Dinge mit Anime-Grafik gelten lassen. Außerdem ist es so konzipiert, dass je ein Master und Servant aus dem gleichen Universum kommen. (Ruler braucht ja keinen Master und Shielder ist nur der Vollständigkeit halber dabei. Avenger habe ich als Klasse noch nicht kennengelernt, deswegen ist er nicht vertreten).

    Die Spoiler enthalten übrigens, entgegen ihrer Natur, keine wirklichen Spoiler, aber jede Menge Anspielungen, die Kennern hoffentlich ein Lächeln entlocken. Und jetzt entschuldigt mich, ich muss mich dagegen wehren, diesen Gralskrieg zu Papier zu bringen xD



    Ich kann dem Kommentar nur in der Hinsicht zustimmen, dass ein paar der weiblichen Blades recht ... wohlproportioniert sind (allen voran die Mains Pyra und Mythra), aber wer lieber den Frauen auf die Brüste starrt statt auf die wunderschöne Landschaft, dem kann und will man dann auch nicht helfen :shrugg:

    Ja okay, dass du diese Frauen als Frau anders siehst als Männer, sollte klar sein :yeah:

    So eine Sichtweise ist jetzt nicht nur Frauen vorbehalten.

    Ich bevorzuge eben Maße über Masse, was solche Anime-Charaktere angeht, und ich kenne tatsächlich Menschen, denen es ähnlich geht (sogar männliche. Man glaubt es kaum).

    Aber damit es nicht ganz Offtopic wird, will ich mal noch ein Video zu Sexismus in XC2 verlinken, das ich zu diesem Thema sehr informativ fand. Ich weiß nicht, wie viele Spoiler es beinhaltet, aber ich fand es auf jeden Fall sehenswert (Okay, scheinbar spoilert es alles, also wohl nur für Leute, die es gespielt haben xD)

    Macks Glaub mir, es ist egal, was du schreibst - die meisten hier haben schon viel Schlimmeres gelesen xD Ich spreche aus Erfahrung, wenn ich sage, dass das alles eine Sache der Übung ist xD Also lass dich allein von dem Gedanken von mangelnder Qualität nicht abhalten. Wenn du aber keine Lust hast, ist das aber zu akzeptieren. Wenn man sich nur zwingt, macht es ja auch keinen Spaß und ohne den hat man auch keinen Antrieb^^


    Creon meintest du mit deinen Emotionen auch spontan den Gedanken, wie gut man als Student in Prokrastination wird? xD

    Ich kann dem Kommentar nur in der Hinsicht zustimmen, dass ein paar der weiblichen Blades recht ... wohlproportioniert sind (allen voran die Mains Pyra und Mythra), aber wer lieber den Frauen auf die Brüste starrt statt auf die wunderschöne Landschaft, dem kann und will man dann auch nicht helfen :shrugg:

    Xenoblade Chronicles zeichnet sich vor allem durch seine Weitläufigkeit aus, was die Welten angeht mit verschiedenen Gebieten, Städten und Einwohnern (und Rassen). Dazu gibt es noch dutzende Quests und auch sonst viel zu entdecken, sogar ausgewiesene Geheimpunkte. Story und Charaktere fand ich bei beiden auch top. Außerdem kann man da locker dreistellige Stunden spielen.

    Zum Kampfsystem würde ich dir ein Lets Play empfehlen, weil es recht schwer zu erklären ist, wie ich finde (und jedes, sogar der Torna DLC von XC2, hat was Anderes^^) und ich wüsste ad hoc nicht mal, womit man es vergleichen sollte^^* ist auf jeden Fall Echtzeit mit Cooldowns.

    Und was XC angeht, sag ich immer gerne: das einzige, was an dem Spiel schlecht gealtert ist, ist die Grafik.

    Aber XC2 sollte es auch für 45 und drunter geben bei Aktionen. (Allerdings war es mir Vollpreis bzw. sogar Limited wert xD)

    Zu sagen, dass Adenine mit der derzeitigen Situation überfordert war, wäre noch eine nette Art und Weise, ihren derzeitigen Gemütszustand auszudrücken. Sie war noch immer nicht fertig damit, zu verarbeiten, dass sie jetzt in einem Körper steckte, der Schuppen statt Haut hatte und auf die Größe eines Zwerges zusammengeschrumpft war. Es tröstete sie allerdings, dass sie nicht die einzige war, die Probleme mit dieser Transformation hatte. Nun, immerhin hätte sie nicht den Fehler gemacht, die umliegenden Pokémon zu versehntlicher Sterbehilfe zu benutzen und war entsprechend froh, als das Schiggi dem Glumanda erklärte, dass es seinen Körper genauso akzeptieren sollte, wie Arceus ihn geschaffen hatte. In diesem Zusammenhang schätzte sie auch die Hilfsbereitschaft des Loturzels, auch wenn seine Aquaknarre eher wie Sabber ausgesehen hatte - eine Vorstellung, von der sich ihre Lachmuskeln immer noch nicht erholt hatten.

    Die Sache mit dem Sniebel und dem Trasla hatte ihr allerdings sehr aufs Gemüt geschlagen und umso erleichterter war sie, dass das kleine Pokémon nicht so hilflos war, wie sie bei seinem Heulen vermutet hatte.

    Dann bemerkte sie, wie sich immer mehr Leute mit dem Plinfa unterhielten, und fügte noch hinzu: "Ja, du bist auf jeden Fall ein Plinfa. Da, wo ich herkomme, sind sie weit verbreitet, weil die Professoren sie Trainern zum Beginn ihrer Reise mitgeben. Ich bin übrigens Adenine, falls ihr mich nicht immer nur mit "Sandan" ansprechen wollt", fügte sie hinzu. Gegen die Bezeichnung hatte sie zwar im Prinzip nichts, aber es war doch persönlicher, sich mit Namen anzureden. Scheinbar haben die anderen auch Ähnliches erlebt, dachte sie, als sie dem Sniebel zuhörte, doch bevor sie weiter darauf eingehen konnte, wurde auch ihre Ausmerksamkeit zu dem Neuankömmling gelenkt.

    "Verdammt... entschuldige Plinfa. Könntest du für mich, das Bidiza untersuchen? Mir fehlen die Arme dafür. Schau bitte einmal ob das Bidiza noch atmet und einen Puls hat", sagte das Loturzel. Um ihm aus der Misere zu helfen, entschied Adenine sich, das kurzerhand selbst zu übernehmen. Sie setzte also ihren gedrungenen Körper wieder in Gang und hoffte, dass die ungeübten Bewegungen nicht zu komisch aussahen. Als sie das Bidiza erreicht hatte, stupste sie es kurzerhand an. "Hey, du?", sagte sie, doch keine Reaktion. "Vielleicht schläft es", überlegte sie lauf und tippte eine ihrer Krallen noch tiefer in es hinein. Als sie so weit war, dass sie fürchtete, im nächsten Moment nicht nur durch Fell, sondern auch durch die Haut zu dringen, zog sie ihre Hand zurück. "Sehr tief, würde ich sagen." Einen kurzen Moment erschauderte sie. Sie stand doch hier nicht vor einer Leiche, oder? Der Gedanke war so gruselig, dass sie lieber einen Schritt zurück tat und erst einmal abwartete, was die anderen herausfinden würden.


    OT: Na dann wollen wir doch mal sehen, was es mit diesem leblosen Bidiza auf sich hat^^