Beiträge von Raichu-chan

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    ... Es läuft. Und es läuft zu gut, das macht mir Angst xD

    Ich glaube, das liegt vor allem daran, dass ich am ersten Tag ein bisschen geplottet und mir zu jedem Charakter der MMFF ein paar Sätze für deren One-Shots geschrieben habe. Die gehe ich gerade alle durch und schreibe je nach dem, welcher mich gerade am meisten inspiriert. Zwischendurch kommen mir dann auch ein paar Szenen für KD in den Kopf, die sich dann umso leichter anfühlen, weil ich nicht krampfhaft darüber nachdenken muss. Donnerstag war tatsächlich mein erster 0 Tag, aber da war ich auf einem Seminar und habe mir mal einen Tag Auszeit gegönnt.

    Abgesehen davon habe ich recht gut geschrieben und stehe im Moment bei insgesamt 22k und brauche noch etwa 1.300 pro Tag. Ich werde versuchen, den morgen noch auf 1.200 zu drücken und dann unter der Woche zu halten. (irgendwie macht es Spaß, Werte in meine Excel-Tabelle inzutippen und dann zu schauen, welche Menge welche Auswirkung hat). Leider habe ich ab jetzt die Wochenenden Programm, deswegen ist es ganz gut, dass ich etwas vorgearbeitet habe^^
    Als Soundtrack habe ich übriegens die letzten Male den OST von Ace Attorney 5 und 6 benutzt und fand es sehr angenehm, wenn man nur durch ein paar Klänge wieder in bestimmte Spielszenen versetzt wird.

    Ich um 12:20 Uhr: Geil, Anna ist endlich da, gleich mal DLC kaufen.

    Ich um 12:56 Uhr: Anna hat keinerlei Support. Lass mal nicht machen.


    Wow, in nicht mal einer Stunde so hart enttäuscht worden xD aber falls ich ihn mir doch kaufe, mache ich auf jeden Fall einen Solorun mit ihr. Wenn sie genauso viel Spaß macht wie in Awakening, dann kann ich sie in den Wald stellen, Start drücken und sie steht wie eine 1 (nur die Mutter meiner bildhübschen, rothaarigen Tochter kann sie dann nicht mehr werden :( oder meine Waifu :,( ).

    Okay, dann geht es ja nicht nur mir so.

    Erschienen ist das Spiel Ende August und das war auch so in der Info zur Bestellung vermerkt (also bevor daraus die ominösen 6 Wochen wurde, die ewig so geblieben sind). Allerdings schien es tatsächlich Lieferschwierigkeiten gegeben zu haben (mein Freund wurde zum Beispiel gefragt, ob er mit dem Eshop Guthaben, das er zu der Zeit gekauft hat, Astral Chain herunterladen wolle, weil es das im Einzelhandel wohl schwer bis gar nicht mehr gab). Aber von dieser Schwierigkeit mal abgesehen, sprechen 2 Monate natürlich für sich ;)

    Kurisu dachte nicht einmal über den Weg nach, als ihre Beine sie automatisch von der Station durch die Straßen des Bezirkes brachten. Das war auch ganz gut so, denn sie hatte keine mentalen Kapazitäten mehr, an viel anderes als ihre bevorstehende Begegnung zu denken. Vielleicht hätte sie Mayuris Angebot, sie im Hotel abzuholen, doch annehmen sollen. Das Mädchen würde es mit ihrer fröhlichen Art sofort schaffen, ihre Gedanken zu zerstreuen. Allerdings hatte Kurisu sich nicht wohl dabei gefühlt, dass sie den ganzen Weg auf sich hätte nehmen müssen, vom Labor zum Hotel und wieder zurück zu laufen. Da konnte Kurisu das auch alleine schultern.

    Das wahre Ausmaß des Problems zeigte sich allerdings erst, als sie vor der Tür zum Labor stand. Wenn jemand da war, ließ sie sich von außen jederzeit öffnen, weil die Chance, dass sich jemand an dem zwei Meter großen Mann im Untergeschoss vorbei traute, verschwindend gering war.

    Kurisu könnte die Tür also einfach aufziehen und eintreten. Allerdings schien es ihr auch nicht ganz richtig, nach einem Jahr genauso weiterzumachen, als wäre sie nur ein paar Tage weggewesen.

    Wie es drinnen wohl aussah? Bekanntlich war der Mensch ein Gewohnheitstier, aber bei den Experimenten, die dort veranstaltet wurden, würde es sie auch nicht wundern, wenn es in der Zwischenzeit abgebrannt und komplett renoviert worden wäre. Dass sie keinen Ruß an der Tür erkennen konnte, wertete sie aber schon mal als gutes Zeichen.

    Kurisu holte tief Luft und besann sich auf das Einzige, was sie bei Lampenfieber auf die Bühne trieb: Der Gedanke an Murphys Gesetz und dass alles, was schiefgehen konnte, sowieso schief laufen würde. Also schob sie die Verantwortung für das Gelingen auf die Gesetze des Universums ab und befahl ihrem Körper entgegen jeglicher Überzeugung, sich in Bewegung zu setzen.

    Die Tür quietschte so lautstark, dass Kurisu überzeugt war, beim Eintreten von allen anwesenden Augenpaaren sofort observiert zu werden. Als allerdings die Geräusche von drinnen an ihr Ohr getragen wurden, rollte sie mit den Augen. Sie hatte sich vollkommen umsonst Gedanken gemacht.

    "Ich sage dir doch, das ist komplett unmöglich. Denk doch mal nach! Wenn wir unser Kapital nicht dazu benutzen, unsere Gesundheit zu fördern, dann fehlen uns die nötigen Voraussetzungen, um wissenschaftliche Durchbrüche zu erreichen."

    "Das ist totaler BS. Wie soll uns das bitte weiterhelfen? Niemand hier trinkt das eklige Zeug!"

    "Manchmal muss man Opfer bringen, mein treuer Freund, und sich an neue Dinge gewöhnen. Wer weiß, vielleicht kommst du ja auch auf den Geschmack dieses erlesenen Getränks."

    Kurisu schritt um die beiden Streithähne herum und war fasziniert davon, dass sie so von sich eingenommen waren, dass sie keine Notiz von dem Neuankömmling nahmen. Also setzte sie sich kurzerhand zu Mayuri auf die Couch. "Worum geht es?", fragte sie nach einer Umarmung zur Begrüßung und nahm sich ein paar Chips aus der Schüssel, die ihr entgegen gehalten wurde.

    "Die Anschaffung einer Vorrichtung zur Herstellung eines lebensnotwendigen Elixiers", wiederholte diese, was ganz offensichtlich Okabes Worte gewesen waren. Niemand hier würde sich sonst so geschwollen ausdrücken, um so etwas Mondänes zu beschreiben. "Aber was genau, weiß ich nicht."

    "Das weiß doch niemand, was er will. Vermutlich nicht einmal er selbst", murmelte Kurisu zwischen zwei Bissen, während sie versuchte, die Debatte vor ihr zu verstehen. Allmählich ergab das Ganze einen Sinn, auch wenn Okabe sein Bestes gab, es mit seinen Worten drei Ebenen zu hoch klingen zu lassen. Er nahm den Spruch "Wenn du sie nicht umstimmen kannst, verwirr sie" wirklich viel zu ernst. Dabei sollte er doch wissen, dass er nicht funktionierte, seit er bei ihrem Vortrag damals so erbarmungslos gescheitert war.

    "Deshalb beantrage ich hiermit die Anschaffung dieses Geräts zur Wahrung unserer Produktivität trotz arbeitsintensiver Nächte."

    "Dafür!", rief Kurisu, bevor Daru dagegen argumentieren konnte. Zufrieden schaute sie dabei zu, wie Okabe zu ihr herumwirbelte und sie ansah, als wäre sie eben aus dem Nichts erschienen.

    "Dafür!", echote Mayuri neben ihr, die Augen wegen ihres breiten Lächelns zu Schlitzen verengt. Sie war sogar aufgestanden, um ihre Begeisterung zu zeigen, und ein Lächeln trat auf Kurisus Gesicht, weil diese wusste, dass ihre Freundin so enthusiastisch auf ihrer Seite war.

    Okabe stand noch immer wie versteinert da, bevor er sich räusperte. "Aber natürlich tut ihr beide das als Gründungsmitglied des Labors und meine treue Assistentin, Kurisutina."

    "Geht das schon wieder los!", rief sie und einen Moment später stand sie neben Mayuri, welche nur verdutzt zu ihr aufschaute. "Hast du nach einem Jahr immer noch nicht begriffen, dass ich nicht deine Assistentin bin?"

    Als Antwort setzte Okabe sein selbstgefälliges Grinsen auf und breitete theatralisch seine Arme aus. "Egal, wie viel Zeit verstreicht, sie ändert nichts an den zugrunde liegenden Kausalitäten. Es ist ein ungeschriebenes Gesetz des Universums, dass es dir vorherbestimmt ist, meine Untergebene zu sein."

    Obwohl Kurisu das leise Gefühl beschlich, dass an dieser Tatsache etwas dran war - abgesehen von dem letzten Teil natürlich - aber sie würde lieber sterben, als dies zuzugeben. "Wenn man unseren Intellekt als Messwert zu Grunde legt, kehrt sich dieses Verhältnis sofort um." Seufzend blickte sie zu Daru, der sich sogar von seinem Stuhl erhoben hatte, und auf sie zukam. "Kannst du mich daran erinnern, warum ich hier bin?", fragte sie mit einem scherzhaften Lächeln.

    "Weil Mayuri zur Feier des Anlasses Kuchen gebacken hat?"

    Kurisu schenkte Mayuri ein breites Lächeln - und schaute dann überrascht nach vorn, als sie von Daru in eine verhaltene Umarmung gezogen wurde. Na gut, dachte sie und legte ihre Arme um seinen Rücken.

    Nach ein paar Sekunden runzelte sie die Stirn. "Willst du mich nicht langsam mal wieder loslassen?"

    "Eigentlich nicht", nuschelte Daru, woraufhin ihn Kurisu sofort von sich stieß.

    "Du hast dich ja rein gar nicht verändert!", rief sie anklagend und konnte sich nicht so recht entscheiden, ob sie wegen ihrer eigenen Unachtsamkeit sauer war oder wegen seines spitzbübischen Grinsens.

    Mayuri grinste. "Ist doch toll. Fast so, als würde man wieder nach Hause kommen, oder?", fragte sie und umarmte Kurisu von der Seite. "Hach, Mayushii freut sich so, dass du wieder da bist."

    "Ich mich ja auch." Kurz wuschelte sie Mayuri durch die Haare. Dann sah sie Okabes Lächeln, fast so breit wie Mayuris, aber mit viel mehr Schadenfreude. Kurisu räusperte sich. "Mit einigen offensichtlichen Abstrichen natürlich."

    Okabe hob nur müde eine Augenbraue, doch Mayuri trat vor sie und schaute sie von unten so verwirrt an, als wäre gerade ihre kleine Welt untergegangen. "Was ist denn? Stört dich etwas? Haben wir etwas falsch gemacht?"

    Kurisu konnte förmlich den Schweiß ihren Nacken heruntertropfen fühlen. "Nicht doch", sagte sie eilig. "Das hat nichts mit dir zu tun."

    Einen Moment zog Mayuri die Stirn kraus, doch dann hüpfte sie aufgeregt auf und ab. "Alles klar, Mayushii weiß etwas. Wir machen einfach etwas ganz Tolles, damit Kurisu glücklich ist. Also, worauf hättest du Lust?" Mit erwartungsvollem Blick schaute sie die junge Forscherin an, die abermals Überforderung verspürte.

    "Wie wär's mit 'Webflix und chill' oder was bei euch da so in ist?", fragte Daru, der sogar so sozial war, sich für diesen Satz zu seinen Freunden vom Bildschirm wegzudrehen.

    "Daru, Kurisutina ist doch nicht den ganzen Weg hierhergekommen, um einer so banalen Tätigkeit wie Fernsehen nachzugehen!"

    Kurisu hätte ihm sogar fast zugestimmt - natürlich nach einer Korrektur ihres Namens - doch dann fügte er hinzu: "Schau dir lieber die Experimente an, an denen wir während deiner Abwesenheit geforscht haben."

    "Mrgh", machte Kurisu, "ich will nicht wissen, wie ihr eine Mikrowelle verschandeln könnt."

    "Ach, das Projekt ist doch Schnee von gestern."

    Kurisu meinte fast, sich verhört zu haben, doch als Okabe den Vorhang zurückzog, war dort wirklich kein solches technisches Gerät zu sehen. "Wieso das denn?", fragte sie und schaute neugierig in die Ecken des abgetrennten Raumes, ob sie nicht doch irgendwo das vertraute Schimmern des elektronischen Objektes finden konnte.

    "Weil wir uns entschieden haben, unsere Prioritäten auf die Projekte zu verteilen, die die Menschheit voranbringen und auf eine nie dagewesene Art revolutionieren können."

    Kurisu runzelte die Stirn. "Also habt ihr euch von all euren merkwürdigen Future Gadgets verabschiedet?"

    "Wo denkst du hin? Keineswegs!" Okabe schüttelte so heftig den Kopf, als wäre die bloße Andeutung schon ein Skandal sondergleichen.

    Er schien so entsetzt, dass Daru sich gezwungen fühlte, für ihn einzuspringen. "Genaugenommen ist die Telewelle das-"

    "Die Telewelle (vorläufig)", korrigierte Kurisu aus Gewohnheit, wurde aber zum Glück von Okabes inbrünstiger Deklaration übrtrumpft.

    Daru warf seinem Freund nur einen genervten Seitenblick zu und ignorierte Kurisu zu ihrer Erleichterung vollkommen, als hätte sie nie etwas gesagt. "Also dieses Mikrowellen-Gerät mit dem peinlichen Namen ist genaugenommen das einzige Projekt, das wir aufgegeben haben."

    "Aber dafür kann ich jetzt meine Chicken Karage #1 wieder problemlos aufwärmen", sagte Mayuri und sah aus, als würde ihr das Wasser dabei im Mund zusammenlaufen.

    So glücklich Mayuri auch klang, Kurisu schaute trotzdem zu Okabe in der stummen Frage, was das alles zu bedeuten hatte. Als sie damals das erste Mal das Labor betreten hatte, hatten sie die Telewelle (vorläufig) wie die größte Errungenschaft ihres Labors betrachtet. Sie selbst war damals maßgeblich daran beteiligt gewesen, das Gerät zu entwickeln und Funktionen zu ermöglichen, von denen die Menschheit nur hatte träumen können. Und all das hatten sie einfach so weggeworfen?

    Okabe zuckte mit den Schultern. "Es hat nicht sollen sein."

    Sie wartete auf weitere Erklärungen, doch Okabe schien keine Intentionen zu haben, ihr welche zu geben. "Seit wann denn?"

    "Eigentlich kurz nach ihrem Beginn", sagte Daru. "Es überrascht mich, dass du überhaupt noch von ihr weißt. Eine sich in die falsche Richtung drehende Mikrowelle war jetzt nichts Spektakuläres."

    Kurisu klappte der Mund auf. Eigentlich, weil sie etwas hatte sagen wollen, doch die Worte verließen sie. Wie konnte er das größte Projekt, das dieses pseudo-wissenschaftliche Unterfangen hervorgebracht hatte - gut, genau genommen das einzig minimal herausragende - nur so schlecht reden? Damit hatten sie sogar die Grenzen des physikalisch Möglichen gesprengt.

    … Aber womit?

    Sie erinnerte sich nicht. Obwohl sie scharf nachdachte, sah sie nur Standbilder vor ihrem inneren Auge aufblitzen, zu schnell, um sich einen Reim darauf zu machen, was die Momentaufnahmen ihr sagen wollten. Je mehr sie versuchte, sich an das davor und danach zu erinnern, desto mehr blockierten ihre Gedanken.
    Natürlich musste ihr außergewöhnliches Gehirn ihr ausgerechnet jetzt den Dienst versagen.

    Kurisu räusperte sich. "Aber die konnte doch noch viel mehr, oder?"

    Daru zuckte mit den Schultern. "Gut, die Anruf-Steuerung war nett, aber für 3 Minuten hat sich das nicht wirklich gelohnt. Mir ist das immer erst wieder eingefallen, als ich schon längst hier war."

    Mayuri kicherte. "Und dann hast du es vergessen, weil du zu beschäftigt mit deinen Freundinnen warst, und es ist wieder kalt geworden."

    Daru hatte nicht einmal genug Schamgefühl, es zu verneinen. "Natürlich. Egal ob sie virtuell sind, sie brauchen die Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Eine Freundin zu haben, ist ja schon anstrengend, aber 15 sind ein Fulltime-Job."

    "Daru, deine Errungenschaften, einen Kult um deine Person aufzubauen, in allen Ehren, aber ein Fulltime-Job, der das Labor finanziell unterstützt, wäre sehr willkommen."

    "Ich arbeite ja schon dran", sagte er augenrollend.

    Kurisu musste so sehr kichern, dass es ihre trüben Gedanken verdrängte. "Ich seh's." Sie deutete zum Desktop, wo eine Oberschülerin neugierig durch den Bildschirm zu schauen schien, als könne sie ihren Spieler dahinter erkennen.

    "Work-Life-Balance", erklärte er nur knapp, während er sich bereits auf dem Weg zum PC machte. "Und no Waifu…"

    "No Laifu", vollendete Kurisu, komplett mit dem japanischen Akzent für das englische Wort.

    Neben ihr brach Okabe in schallendes Gelächter aus. "Immer noch eine wahre @-Channelerin, wie ich sehe."

    "Ach stfu, du aufgeblasener Möchtegern-Wissenschaftler."

    Okabe stemmte die Hände auf die Hüften. "Also hör mal, das lasse ich mir von meiner Assistentin nicht bieten, Kurisuti-"

    "Ich bin nicht deine Assistentin!", schrie sie ihm entgegen.

    "Hach", machte Mayuri, während sie die Streithähne beobachtete. "Wie schön, wenn sich alle so lieb haben."

    "Mhm", murmelte Daru, vollkommen damit zufrieden, dem grünhaarigen Wesen über den Kopf zu streicheln.


    Ich arbeite noch daran, meinen Schweinehund abzuschalten, der mir dauernd sagt, wie scheiße das Geschriebene ist. :'D

    Ich kann aus der Erfahrung sagen, dass eine friedliche Koexistenz das beste ist, was du erwarten darfst ;) Aber nun, wenn man erst mal drin ist, geht das schon. Man sitzt doch sowieso viel zu oft kopfschüttelnd vor seinem Geschriebenen, auch wenn es nicht Nano ist ;)


    Ich kenne zwar die meisten Lieder aus deiner Playlist nicht, aber sie klingen nach Liedern, mit denen man sich ordentlich pushen kann (wobei ich Angst um die Charaktere hätte, wenn Magia läuft. Nicht dass dich Madoka noch auf Gedanken bringt xD Aber Miracle of Sound ist toll =) ).


    Ich versuche es im Moment mit Soundtrack, sowohl von Animes als auch Spielen (Im Moment Violet Evergarden, aber auch FE3H und ganz besonders Nier Automata, das geht immer <3). Eben so ein bisschen das, wo man nicht durch Lyrics rausgerissen wird. Aber für mich gilt sowieso, sobald ich die Musik wieder wahrnehme, merke ich, wie konzentriert ich davor war - und versuche panisch, dahin zurückzukommen xD

    Noé brauchte einen Moment, um sich bei so vielen verschiedenen Personen zurecht zu finden. Während diese sich vorstellten, begann sie, sich schon mal ein kleines Bild von ihnen zu machen. Der erste stellte sich und seine Pokémon gleich mit so vielen Spitznamen vor, dass Noé froh sein würde, wenn sie überhaupt einen der Namen behalten würde. Aber das würde sich sicher mit der Zeit geben. Je mehr man ins Gespräch kam, desto mehr erfuhr man an interessanten Anekdoten ,wordurch einem die Menschen und ihre Begleiter im Kopf blieben. Joe schien auf jeden Fall ein Faible für die Farbe Braun zu haben. Daraus schloss sie, das alle seine Pokémon dem Typ Boden angehörten. Zumindest war eines davon von einem Erdhügel umgeben, der seinen unteren Körper verschleierte.
    Als er jedoch das Wissen ansprach, konnte Noé sich nur verlegen eine Strähne hinter die Ohren streichen. "Nicht direkt. Wir haben zwar ein paar Bücher gefunden, aber dort, wo etwas über die legendären Pokémon der Region geschrieben steht, sind die Seiten rausgerissen worden. Wir haben aber beide keine Ahnung, wer das gewesen sein könnte." Sie bedauerte, dem Rothaarigen keine bessere Auskunft geben zu können, aber eine weitere Suche würde wohl auch zu keinem besseren Ergebnis führen.


    Den letzten Punkt wollte sie gerade noch weiter ausführen, als ein junger Mann zur Gruppe dazukam. Noé hatte eigentlich erwartet, dass er sich erst nur dazugesellen würde, doch er ging geradewegs auf sie zu, ignorierte die anderen und verbeugte sich mit einer ausführlichen und sprachlich sehr eleganten Vorstellung vor ihr. Noé wünschte sich in solchen Momenten, sie könnte mit der gleichen sprachlichen Gewandheit schreiben, wie er sprach - allerdings hätte sie dan wohl auch keine Leser mehr, weil man nicht nur über den Inhalt, sondern schon über den Sinn des Satzes nachdenken musste. Aus diesem Grund war sie auch sehr dankbar, dass er sich erst aufrichten musste und ihr somit Zeit zum Verarbeiten gab. Zugegeben, mit den blonden Locken und den Grübchen sah er viel zu jung aus, um irgendetwas im Leben erreicht zu haben, was seine wissenschaftlichen Titel rechtfertigte. Aber Noé war schon auf genug Menschen gestoßen, bei denen dieser Schein trügte - und die fuchsig wurden, wenn man ihnen aus diesen Gründen nicht den nötigen Respekt zollte. Es gab aber immer noch die Möglichkeit, dass er sich selbst dazu ernannt hatte, ohne einen wirklichen Abschluss vorweisen zu können. Aus diesem Grund hatte sie schon einmal einen Arikel in die virtuelle Tonne kloppen können, für den sie 3 Stunden ihres Lebens verschwendet hatte. Aber sie ging erst einmal davon aus, dass er wusste, wovon er sprach.

    "Freut mich. Ich bin Noé, meines Zeichens freischaffende Reporterin." Dass sie nicht annähernd so viel erreicht hatte, wie seine akademischen Grade vermuten ließen, ließ sie mal gekonnt unter den Tisch fallen. Allerdings war sie sich nicht sicher, über was sie sich mit ihm unterhalten sollte. "Das klingt ja sehr interessant. Was ist denn Ihr Fachgebiet?", fragte sie. Allerdings kam es ihr ein bisschen komisch vor, einen Mann zu siezen, der jünger war als sie.


    Lange musste sich zum Glück nicht mit diesem Problem aufhalten, denn genau in diesem Moment prallte etwas gegen ihren Rücken und sie stolperte einen Schritt vorwärs. Verwirrt drehte sie sich um und war überrascht. Sie wusste nicht genau, was sie erwartet hatte (vielleicht ein menschhohes Pokémon, das einer der jungen Männer vor ihr mitgebracht hatte. Wildlebende hatte sie in den letzten Stunden zumindest nicht mehr gesehen), doch das hier ganz sicher nicht. "Hi", gab sie ebenso geistreich zurück und versuchte erst einmal zu verarbeiten, das ihre Bekannte es von A nach B geschafft hatte und dann tatsächlich noch zu Noé. Die Stadt war wirklich ein Dorf. "Schön, dich wiederzusehen", sagte sie erhlich und fühlte die Schuldgefühle in ihr hochsteigen. SIe hatte wirklich vorgehabt, wieder zu Astrid zurück zu kehren, aber vorher war so einiges passiert, das ihre Aufmerksamkeit gefangen genommen hatte. Sie machte ienen Schirtt zur Seite und erweiterte den kleinen Kreis, sodass auch Astrid ein Teil davon war - nicht dass man bei ihrer Größe ein Problem gehabt hätte, sie zu sehen. "Wo hast du denn gesteckt?", fragte Noé und warf einen neugierigen Blick zu dem Rucksack. Wenn sie sich nicht täuschte, schleppte die junge Frau noch mehr mit sich herum als zuvor.


    Während sie auf eine Antwort wartete, hörte sie Schritte aus der Richtung, aus der Astrid gekommen war. Sie drehte sich um und erblickte einen weiteren jungen Mann mit blauen Haaren und bequemen Klamotten, die sich bestens in die Entwicklung des gestrigen Abends einfügten. "Gibts hier was umsonst oder hab ich durch zufall einen Evakuierungssammelpunkt gefunden?", fragte er.

    Noé schmunzelte. "Naja, strenggenommen ist hier alles umsonst, solange keiner was dagegen hat." Es war vielleicht doch etwas riskant, sich selbst als potenzielle Diebin zu outen, aber etwas sagte ihr, dass die anderen es auch nicht anders handhabten. "Willkommen im Club der Lebenden", sagte sie.


    OT: Ich hab Melchior dazwischen geschoben, weil es für mich logischer war, dass er nicht auf Astrid eingegangen ist, weil sie noch nicht da war. Wenn ich das ändern soll, einfach Bescheid geben. Aber so, jetzt kann der Betrieb weider weitergehen^^

    Dann fange ich mal mit dem ersten Statusbericht an (und hoffe, dass es nicht nur mir so erging xD).


    Ich am 30.10.: Oh, noch zwei Tage zu leben. Aber egal, der Feiertag am 1. lag noch nie besser, das läuft schon ^^

    Ich am 31.10.: Morgen geht es los =) ich sollte zwar eig noch was planen, aber ich bin zu müde...

    Ich am 01.11. um 20:12 Uhr: .-. (Im Bett) Ich hab noch nichts geschrieben und bereue gerade eine Menge Entscheidungen, die ich getroffen habe *klickt auf das nächste belanglose Youtube-Video über bürokratischen Unsinn in deutschen Städten*

    Ich jetzt: Daumen tun weh, aber ich bin happy :)


    So, ich stehe im Moment bei dringend benötigten 6k und muss für die 3 Wochenenden vorarbeiten, die ich auf Veranstaltungen bin (Ich dachte immer, die wären alle im Sommer T.T). Naja, morgen hab ich noch viel Zeit, um einen kleinen Puffer anzulegen. Erfahrungsgemäß sind die ersten Tage bei mir immer sehr wichtig, um schon mal vorzuarbeiten, bevor es hinten raus hektisch wird...


    Wie läuft es bei euch so?^^

    Meinst du damit, dass du zwei IDs auf der gleichen Konsole haben möchtest? Das wäre nämlich nicht möglich. Wenn du beide behalten wollen würdest, müsstest du dir eine zweite Konsole kaufen, und sie erst auf die andere transferieren, dann von der WW löschen und dann deine eigene draufspielen.

    Noé lachte und strich sich verlegen eine Strähne hinter ihr Ohr. "Nun, zum Glück ist in dieser Tasche nicht allzu viel Platz und der Suchradius somit sehr begrenzt. Bei meinem Koffer sähe das schon ganz anders aus. Da muss ich stellenweise den ganzen Inhalt ausräumen, um etwas zu finden." Sie fing den Blick des kleinen Vierbeiners auf, wie er sehnsüchtig auf ihre Handtasche schaute. Beim Kauf damals hatte sie extra bei der Größe darauf geachtet, dass ihre pelzigen Freunde es nicht schaffen würden, unbemerkte darin zu verschwinden und allerhand Unfug anzustellen. Jetzt tat es ihr fast schon leid, das fremde Pokémon so enttäuschen zu müssen.

    "Aber das mit dem Buch klingt auf jeden Fall gut. Man weiß ja nie, wo sich noch etwas finden lässt."

    Sie schulterte ihre Handtasche und nahm sich einen Moment, um die Tür zu finden, durch die sie hereingekommen war. Genaugenommen konnte man auch durch jeden x-beliebigen Riss in der Wand klettern, aber da sie keine Ahnung hatte, wo sie rauskommen würde, ließ sie das lieber. Außerdem war zu klettern in ihren Klamotten auch nicht die beste Idee. Also machte sie sich mit ihrem neuen Bekannten im Schlepptau auf zum Ausgang.


    Was sie dort vorfand, überraschte sie sehr. Verwirrt musterte sie die drei Neuankömmlinge und ihren Anhang. Ihre eigenen Pokémon hatte sie zuerst gar nicht wahrgenommen und erst, als Wiesor zu einem hinging und sich vor seine Beinen stellte, bemerkte sie, dass ihre Kleinen genau im Zentrum der Aufmerksamkeit waren.

    Ihre Schritte beschleunigten sich und sie näherte sich dem kleinen Kreis. "Entschuldigung", sagte wie verlegen und tat ihr Bestes, um die Situation zu entschärfen. "Die beiden gehören zu mir. Ich hoffe, sie haben euch keinen Ärger gemacht." Danach sah es zwar nicht aus, allerdings machten sie den jetzt ihrem Trainer. Wiesor machte Männchen auf seinem Schweif und streckte sich dem entgegen, was einer der jungen Männer in der Hand hielt. Noé bedachte sie dabei kaum. Auch Collin war eher abweisend, während er seine Trainerin mit einem Seitenblick bedachte, der so viel sagte wie: "Ach ja? Jetzt kommst du? Du warst Ewigkeiten weg! Uns hätte hier sonst was passieren können! Wir hätten hier einsam und allein draufgehen können und niemand hätte unsere verzweifelten Schreie gehört!"

    Bei nüchterner Betrachtung ging das Drama vielleicht etwas zu weit, aber das Picochilla neigte dazu, schnell in Panik und Hast zu verfallen. So ganz ohne Grund waren seine Bedenken allerdings nicht. Tatsächlich hatte Noé nicht das Gefühl, dass die Nager lange in einem echten Kampf überleben würde. Sie waren zwar wild gefangen worden und wussten, wie man sich in der Natur, beziehungsweise im Großstadtjungle durchschlug, aber seit Noé sie adoptiert hatte, hatten sie keinen Pokémonkampf mehr bestritten. Manchmal fragte sie sich, ob sie das ändern sollte, aber das Leben als freie Reporterin brachte das nun einmal nicht mit sich. Wenn es um Kämpfe ging, dann um die anderer Trainer.

    "Also, ähm, danke, dass ihr auf die beiden hier aufgepasst habt", sagte sie und hoffte, dass man sie bei dem eiskalten Empfang nicht für eine Pelzjägerin hielt. Sie hoffte einfach, dass die anderen ebenso glücklich waren, noch jemand Lebenden hier zu sehen und ihr einen gewissen Vertrauensvorschuss gaben. "Ich bin übrigens Noé."


    OT: So, da will ich doch mal mein Plüsch einsammeln, bevor es noch mit dem Typen mit den Süßigkeiten im fensterlosen Van mitfährt xD

    @weltenbummler-johnson (taggen am Handy hasst mich^^*). Vielen Dank für den Nostalgieflash. Wie hatten damals ein kleines Eneco in diesen Pokébällen. Allerdings hatte ich zuerst an diese PEZ-Spender im Pokémondesign gedacht, aber die Würfel sind natürlich noch passender.

    Hat hier eigentlich irgendwer schon ein Spiel von diesem billigen Thalia Angebot bekommen? Warte immer noch auf die Astral Chain CE XD

    Ditto xD (und ich habe noch mehr Angst vor dem, was das für Pokémon bedeutet, als vor allem an Halloween xD).

    Sorry, dass ich das hier noch bespreche, aber habt ihr Thalia mal geschrieben? ): Mache mir jetzt Sorgen, dass ich mein SwoSh Steelbook nicht mehr bekomme, weil das bei Mediamarkt, Saturn und Amazon bei mir nicht mehr verfügbar ist. ):

    Kein Problem. Am 25. 09. habe ich folgende Antwort erhalten, als ich darauf hingewiesen habe, dass da konstant "6 Wochen" als Liefertermin steht:


    Seitdem habe ich es einfach so gelassen und nicht weiter nachgefragt. Mein Freund meint, dass ich doch mal eine Mahnung schreiben könnte, aber da bin ich nicht der Typ für. So wichtig ist es mir im Moment nicht, das Spiel zeitnah zu bekommen, und irgendwie habe ich den Ehrgeiz entwickelt, einen traurigen Rekord in Geduld aufzustellen. :saint: Aber immerhin hat die Antwort nur etwas mehr als einen Tag gedauert, wenigstens die Auskunft des Supports funktioniert also xD


    Bei Schwert werde ich vielleicht noch ein paar Tage abwarten, aber ein wirklich anderes Ergebnis erwarte ich nicht. Bei FE3H war ich nach einem Tag auch schon zu ungeduldig^^°

    Oktober:

    Nights of Azure 2 - Bride of the New Moon

    Da ich schon vor dem Endkampf stehe und das Spiel nur geliehen habe, scheint es mir das richtige zu sein für die letzten vier Tage dieses Monats. Zählt also nicht wirklich, schätze ich^^

    Ich war leider noch einen Gegner vom Endboss entfernt und bin natürlich prompt zwei Mal gestorben, weshalb ich erst noch ein bisschen was nachgeholt habe. Aber nun, heute Mittag hab ich dann das Spiel beendet (und die ersten Minuten NG+ angefangen, aber da wäre es auch okay, den Spielstand unfertig zu lassen, auch wenn ich noch nicht bei allen 6 Herzen hatte).


    November:

    Professor Layton vs. Phoenix Wright – Ace Attorney

    Ähnlicher Grund wie oben. Ich stehe schon in der letzten Verhandlung und habe das Gefühl, auch schon meinen letzten Gegner vor mir zu haben. Leider werde ich diesen Monat mitten im Nano stecken und der ist schon knapp wie sonst was, weil ich an 3 Wochenenden Programm habe, deswegen etwas Schnelles.


    Alternativ:

    Xenoblade Chronicles 2 - Torna The Golden Country

    Da scheint auch nicht mehr viel zu fehlen, bis ich am Ende angekommen bin. Vielleicht schaffe ich es ja dann, die Story durchzuziehen, anstatt jedes Mal wieder die Harmoniediagramme zu grinden (vermutlich will ich auch gar nicht, dass dieses schöne Spiel zu Ende geht, aber nun...)


    Dezember:

    Fire Emblem Warriors Switch

    Zumindest alle Kämpfe auf den DLC-Maps einmal schaffen. Oder alles auf S bringen. Oder alle Charaktere voll ausrüsten, aber das wäre zeitlicher Selbstmord. Obwohl, zum Abreagieren über die Feiertage macht hirnloses Draufhauen bestimmt eine gute Figur :unsure:

    Kapitel 6


    Mayuri wippte so sehr auf ihren Zehenspitzen nach vorn und zurück, dass Ruka sie bereits zwei Mal vor dem Fallen hatte bewahren müssen. “Hast du sie schon gesehen?”, fragte das Mädchen, während sie wie eine übereifrige Überwachungskamera von links nach rechts und wieder zurück schwenkte, und dabei in der Menge das eine bekannte Gesicht suchte.

    “Ich bin mir sicher, dass sie jeden Moment auftauchen wird. Das ist der einzige Flug aus New York und es gibt nur diesen einen Ausgang. Also muss sie hier vorbeikommen.” Die Worte klangen logisch, doch die Quirligkeit seiner Freundin war geradezu ansteckend.

    “Aber was ist, wenn wir sie übersehen haben? Wenn sie schon vorbei ist und ein Taxi genommen hat?”

    Ruka runzelte die Stirn. “Ich dachte, sie hat gelesen, dass wir sie abholen wollen.”

    Mayuri nickte, nachdem sie die blauen Doppelhaken kontrolliert hatte. “Aber das war noch vor dem Flug. Vielleicht hat sie das ja schon vergessen…”

    Ein Lachen ließ sie erschrocken aufsehen.

    “Ach Mayuri-chan, wie könnte man jemanden wie dich verg-”

    Weiter kam Kurisu nicht, als die Oberschülerin sie in eine Umarmung zog, die ihr vor Überraschung und Intensität den Atem raubte.

    “Kurisu-chan”, rief Mayuri vergnügt und hüpfte auf ihren Zehenspitzen. “Mayushii hat dich so sehr vermisst.”

    “Ich dich auch, Mayuri-chan. Euch alle”, fügte sie hinzu, als sie Ruka einen Schritt entfernt stehen sah. Sie konnte es ihm nicht verübeln, dass er erst einmal Abstand halten wollte, bis die Phase der stürmischen Begrüßung vorüber war.

    “Kurisu-nya!”, erklang die einzige Warnung, bevor Faris’ mit ihrem ganzen Gewicht gegen ihren Rücken prallte und die Umarmung von der anderen Seite vollführte. Die junge Wissenschaftlerin wurde sogar in die Knie gezwungen, als jetzt zwei Mädchen an ihr hingen.

    “Ist ja schon gut, ihr Zwei”, versuchte Kurisu, sie zu beruhigen, bevor die beiden sie zu Boden ringen und vermutlich unter sich begraben würden. “Ihr tut ja so, als hätten wir uns ewig nicht mehr gesehen.”

    "Wenn du nicht persönlich hier bist, zählt das nicht, nya!”, stellte Faris sofort fest und klang, als würde nichts ihre durch Erfahrung gefestigte Meinung jemals umstimmen. Fast hätte Kurisu sie in der gewöhnlichen Straßenkleidung nicht erkannt.

    Mayuri nickte ernst, woraufhin ihre Stirn mehrmals Kurisus Schulter streifte, weil sie ihre lang verlorene Freundin immer noch nicht loslassen wollte. “Du warst so lange weg. Du hast Mayushii ganz doll gefehlt! Und das letzte Mal, als du hier warst, haben wir uns kaum gesehen!”

    Kurisu seufzte leicht und tätschelte Mayuris Rücken. “Ich weiß, ich habe euch auch vermisst. Und es tut mir wirklich leid, ich hätte auch gerne mehr Zeit mit euch gehabt.”

    Im Winter hatte der Professor eine kleine Tour zur Vorstellung ihres Projektes organisiert und Kurisus Herz hatte wie wild geschlagen, als sie in der Liste die eine Stadt gesehen hatte, die sie unbedingt hatte besuchen wollen. Als sie dann die Tagesplanung gefunden hatte, waren die Schmetterlinge in ihrer Brust mit einem Stein erschlagen worden. Termine reihten sich aneinander und vor ihrer Präsentation hatte sie sich gerade so etwas zu essen holen können. Kurisu hatte wirklich versucht, so viel Zeit wie möglich für ihre neuen Freunde herauszuschlagen, aber am Ende hatte es nur für ein Abendessen gereicht. Das war der einzige Tag gewesen, an dem sie nicht sofort ins Bett gefallen war, weil sie wusste, dass sie jedes bisschen Energie für den morgigen Tag brauchen würde.

    Faris hatte ihnen extra den besten Tisch in ihrem Café reserviert und sich förmlich überschlagen bei dem Versuch, die perfekte Gastgeberin zu sein, während Mayuri ihr all das erzählt hatte, was in ihren Mails und den wöchentlichen Skype-Gesprächen keinen Platz gefunden hatte. Auf die meisten von Darus Kommentaren hätte sie verzichten können, doch er hatte sie so sehr zum Lachen gebracht, dass sie sich fast an ihrem Essen verschluckt hatte. Ruka hatte die nötige Menge an Ruhe hereingebracht und Mayuri gebremst, wenn Kurisu mal eine dringend benötigte Pause von Themen um ihre Person brauchte (Nach all den Fragen, die andere Forscher über ihre Publikationen oder direkt an ihr virtuelles Ich stellten - von denen nicht alle wissenschaftlicher Natur waren - kam es ihr vor, als wäre jedes Detail ihres Lebens bereits erzählt worden).

    Nur auf Okabe hatte sie vergeblich gewartet, doch sie hatte ihre Neugier im Zaum gehalten und mit mühsam erzwungener Zurückhaltung gewartet, bis sich die Sache von selbst geklärt hatte. “Er hat eine wichtige Vorlesung”, hatte Mayuri mit ernstem Gesicht gesagt, als hätte davon seine gesamte wissenschaftliche Karriere abgehangen. Kurisu wusste, dass das quirlige Mädchen sie niemals anlügen würde, und deshalb zweifelte sie keinen Moment an der Ehrlichkeit ihrer Freundin. Sie fragte sich lediglich, ob ihr Kindheitsfreund nicht doch seine Prioritäten in Frage stellen sollte. Gründlich.

    Sie wischte den Gedanken mit all ihrer mentalen Kraft beiseite und zog ihre Mundwinkel bis zu ihren Augen hoch. Das fiel ihr um einiges leichter, als Mayuri sie endlich freigab und den Blick auf das glückliche Gesicht ihrer energetischen Freundin freigab. “Also dann, wollen wir los?”, fragte sie und tätschelte Kurisus Koffer, der dreimal so breit war wie sie selbst. Zumindest würde es kein Problem sein, ihn durch den Flughafen zu rollen, hatte sich doch die Ausgangshalle bis auf vereinzelte Grüppchen komplett gelehrt.

    “Klar”, antwortete Faris und winkte Kurisu mit sich. “Keine Sorge, du musst dich nicht lange damit abmühen. Wir haben direkt vor der Tür geparkt, nya.”

    Kurisus Augen wurden groß. “Wie?”, lag es ihr auf der Zunge, aber dann erinnerte sie sich, dass sie mit der Quasi-Besitzerin von Akihabara sprach. Vermutlich zahlte sie jedes Knöllchen so bedenkenlos wie eine Tasse Tee.

    “Der Besitzer schuldet mir etwas”, antwortete Faris verschwörerisch mit ihrem Katzenlächeln und Kurisu war sich sicher, dass es da nicht lediglich um Kleckerbeträge handelte. Die Vermutung lag nah, dass es niemanden in diesem Stadtteil gab, der Faris nicht irgendetwas schuldete (auch wenn es sich, wie in Kurisus Fall, nur um den ewigen Dank für das Mekka der japanischen Popkultur handelte).

    “Hey, willst du gleich mit ins Labor kommen? Ich muss dir unbedingt mein neues Cosplay zeigen, das ich für dich gemacht habe.”

    “Ich weiß doch nicht so recht, ob mir sowas steht”, sagte sie lapidar, während ihr Herz vor Aufregung hüpfte und ihre Gedanken voller Charaktere war, in deren Rolle sie schon immer mal schlüpfen wollte.

    “Sie will sich doch sicher erst einmal ausruhen. Der Flug war bestimmt anstrengend”, gab Ruka zu bedenken, der angeboten hatte, Kurisus Koffer zu ziehen. So, wie er sich damit abmühte, schien er nun derjenige zu sein, der eine Pause brauchte.

    Faris kicherte. “Und sich hübsch machen für einen ganz besonderen Jemand, nya?” Zwinkernd stupste sie Kurisu ihren Ellbogen in die Seite.

    “Gar nicht wahr”, protestierte diese und fühlte, wie ihr das Blut verräterisch in den Kopf fuhr. “Aber ich würde schon gerne mein Gepäck loswerden, bevor wir irgendwas machen.”

    “Kein Problem, wir bringen dich direkt zu deinem Hotel. Und wenn wir schon mal dabei sind, kann ich dir auch gleich eine Disco in der Nähe zeigen, nya.”

    “Woher weißt du, wo mein Hotel ist?”, fragte Kurisu misstrauisch, während sie sich dem Ausgang näherten.

    Faris grinste. “Weil ich dir das Zimmer reserviert habe, nya~”, sagte sie leichthin.

    Kurisus Augenbrauen zogen sich noch weiter zusammen. “Ich kann mich genau daran erinnern, wie ich selbst auf 'Buchen' geklickt habe.”

    Faris bedachte sie nur mit einem mitleidigen Blick, der Kurisu verriet, wie wenig sie davon wusste, wie diese Welt funktionierte - und wie sehr das an den Machenschaften der Besitzerin Akihabaras lag. “Nya schon, aber ich kann dich doch unmöglich in so einer Absteige hausen lassen. Eine Freundin von mir hat etwas Besseres verdient.”

    “Faris, das geht doch nicht! Außerdem will ich dir nicht auf der Tasche liegen. Mein Aufenthalt wird sowieso von meiner Uni bezahlt.” Allerdings erwartete Kurisu nicht, dass sie etwas so Extravagantes, wie Faris es ohne Zweifel ausgesucht hatte, als ‘verhältnismäßige Reisekosten’ absetzen konnte.

    Faris zuckte nur mit den Schultern. “Dann können sie das Geld sonst wo hinstecken.”

    Kurisu wurde das Gefühl nicht los, dass ein Wort weggelassen wurde, sagte aber nichts. “Trotzdem”, nuschelte sie, die Arme vor der Brust verschränkt. Es war das eine, wenn jemand so viel Geld hatte, dass es einem selbst nicht mehr viel bedeutete - aber deswegen fühlte es sich noch lange nicht richtig an, das auch anzunehmen. “Du kannst doch nicht drei Monate lang meinen Aufenthalt bezahlen!”

    Faris runzelte die Stirn. "Nyatürlich kann ich. Es nur eine Verschwendung von Kapazitäten, wenn das Zimmer leer stehen würde. Da kann ich dir auch einen Gefallen tun.”

    Kurisu legte den Kopf in den Nacken. Wieso hatte sie sich das nicht denken können? “Das Hotel gehört dir, oder?”

    Faris’ Lächeln war Bestätigung genug.

    Kurisu rollte mit den Augen. “Lass mich raten, als Nächstes kommt ein ‘Mietzhaus’?”

    Ihre Mundwinkel schoben sich noch weiter nach oben. “Hach, es ist immer schön, wenn Freunde ein Auge für Visionen haben. Sei unbesorgt, Faris sucht nur noch nach einem geeigneten Objekt und dann wird sie das hiesige Stadtbild revolutionieren, indem sie in die raue See des Immobilienmarktes springt, die Immobilien der Miethaie aufkauft und Tokyo aus den Klauen dieser Hunde befreit!” Faris lachte diabolisch auf und bei diesem Anblick konnte Kurisu den Schweißtropfen an ihrem Nacken spüren, als ihr langsam bewusst wurde, was für eine Lawine sie da losgetreten hatte.

    “Aber bis dahin ist das alles noch Zukunfts-Katzenmusik. Jetzt genießen wir erst mal Faris’ neuestes Großprojekt. Da kannst du dich schon mal auf etwas gefasst machen. Das Kuchenbuffet ist hervorragend. Ich glaube nur, dass wir dafür schon zu spät dran sind.” Sie schaute auf ihre Uhr und seufzte. “Gerade richtig für's Abendessen.”

    Kurisu streckte sich und gähnte. “In meinem Fall wohl eher Frühstück. Laut meiner inneren Uhr wäre ich gerade aufgestanden.”

    Faris nickte wissend. “Ja, Jetlags sind furchtbar. Na nya, mit etwas Glück hat sich das bis morgen wieder gelegt. Hach, und ich hatte mich schon so gefreut, mit euch um die Häuser zu ziehen.” Jetzt verstand Kurisu auch, warum Faris nicht wie sonst eines ihrer ausladenden Lolita-Kleider trug und stattdessen ein lockeres Rüschentop und einen Minirock mit Schleife gewählt hatte.

    “Wir können doch trotzdem spazieren gehen, nachdem wir Kurisu ins Hotel gebracht haben.” Niemand brachte es über's Herz, Mayuris Erwartungen zu korrigieren. Bei der Wärme sprach auch nichts dagegen. Zwar traf sie Kurisu wie eine weiche Wand, als sie aus der Schiebetür traten, doch war es viel angenehmer als die stark klimatisierte Luft in Inneren.

    “Erst mal Abendessen. Kommt, ich lade euch ein”, rief Faris vergnügt und hopste auf die schwarze Limousine zu.

    Natürlich war es eine Limousine, dachte Kurisu. ‘Unauffällig’ schien ein Begriff zu sein, der in Faris’ Weltbild nicht vorkam.

    Prompt waren sie in der Nähe des Wagens, da stieg ihr Fahrer aus und nahm Ruka den Koffer ab, wofür er wie ein lang ersehnter Retter betrachtet wurde.

    “Also nyann, worauf wartet ihr noch?” Faris hielt ihnen extra die Tür auf, komplett mit einem mädchenhaften Knicks.

    “Faris, du bist echt eine Nummer für dich”, sagte Kurisu, während sie an Faris vorbei durch die Tür ging und sich auf das bequeme Polster fallen ließ.



    Normalerweise hätte Kurisu sich beschwert, weil das Konzept der Zeit beinhaltete, dass sie, je nach Betrachter, schneller oder langsamer verging. Es konnte befreiend, ja sogar romantisch sein, aber meistens stresste es nur und konfrontierte einen mit der Vergänglichkeit des Augenblicks. Es war der Grund, warum der Moment des ersten Kusses sich minutenlang hinziehen konnte, während die Zeit mit Freunden die Zeiger der Uhr rasen ließ (nicht dass sie die erste Behauptung selbst empirisch belegen konnte. Sie griff lediglich auf Erfahrungsberichte und Beobachtungen anderer zurück. Und auf einen sehr realistischen Traum, den sie mal gehabt hatte, und der ihre Lippen zum Kribbeln brachte, wenn sie einem gewissen Jemand gegenüber stand). Heute kam es ihr aber ganz gelegen. Sie wusste nicht, ob es an den anregenden Gesprächen lag oder der Landschaft, die an den Autofenstern vorbei rauschte, die ihr Herz vor Freude höher schlagen ließ. Trotz des Sommers letzten Jahres konnte sie es nicht erwarten, endlich wieder auf eigene Faust durch die Straßen zu ziehen - nach einer ordentlichen Mütze Schlaf natürlich. Schon jetzt merkte sie, wie ihre Gedanken immer häufiger von den Worten ihrer Freunde abdrifteten und sie Mühe hatte, sich länger auf ein Thema zu konzentrieren.

    “Oh, Okabe fragt, ob ich heute noch ins Labor komme”, sagte Mayuri aus dem Nichts.

    Kurisus drehte ihren Kopf so ruckartig, dass sie Angst hatte, sich den Nacken zu verrenken. Natürlich tat sie das nur, weil sie wissen wollte, ob ihre japanische Bekannte den Abend mit ihr oder doch lieber ihrem Kindheitsfreund verbringen würde.

    Mayuri legte einen Finger an ihr Kinn. “Hm, Zeit hätten wir.”

    “Aber Kurisu ist doch gerade angekommen. Es wäre ziemlich unhöflich, sie jetzt wieder zu versetzen”, gab Ruka zu bedenken.

    Kurisu lachte nervös. “Ich wollte euch jetzt aber auch nicht in eine Zwickmühle bringen”, begann sie ihren Schlichtungsversuch, doch Faris winkte ab.

    “Ach was. Wir könnten jeden Tag bei Okabe vorbeischauen, aber das ist Kurisus erster Tag in Japan. Das muss anständig gefeiert werden! Hey, warum kommt er denn nicht einfach zu uns?”

    “Ach, der ist doch bestimmt beschäftigt mit seinen komischen Experimenten. Und überhaupt, wenn er Zeit hätte, wäre er ja wohl gleich mitgekommen”, sagte Kurisu mit verschränkten Armen.

    “Ja, das war wirklich schade”, antwortete Mayuri, als hätte sie keinen der stillen, wütenden Vorwürfe aus den Worten herausgeholt. “Wir haben ihn und Daru gefragt, aber die beiden haben wohl wichtige Vorlesungen. Aber ich habe ihm gesagt, dass wir uns gut um dich kümmern werden. Er meinte zwar, dass du bestimmt an allem, was wir tun, etwas auszusetzen hast-”

    Kurisus Blick wurde finster wie die Nacht.
    “Aber ich habe ihm versichert, dass wir das ganz prima hinbekommen werden. Ich hoffe, es war alles zu deiner Zufriedenheit?”, schloss Mayuri mit einem breiten Grinsen, das erkennen ließ, dass sie ein Nein gar nicht für möglich hielt.

    “Klar doch”, versicherte Kurisu ihrer Freundin, während sie sich fragte, worum es in dieser ach so wichtigen Vorlesung gegangen war.

    “Wir sind da, nya!”, rief Faris plötzlich. Kaum hatte der Wagen gehalten, sprang sie heraus, vollführte eine halbe Drehung, die ihr Kleid wehen ließ, und trat neben die Tür, um ihre Freundinnen aussteigen zu lassen. Die Sonne hatte sich schon hinter die Wolkenkratzer der Metropole verzogen und warf nur noch vereinzelt ihre Strahlen auf die Fassaden der Gebäude. Trotzdem hätte Kurisu das Hotel wohl auch in der Dunkelheit der Nacht erkannt und das, obwohl dieser Bereich der Stadt ihr absolut fremd war. Sie mussten sich noch in Akihabara befinden, denn es gab wohl keinen anderen Stadtteil in Tokio, vielleicht sogar auf der ganzen Welt, wo der Bau nicht wie eine Absurdität, sondern eine logische Fortführung der Umgebung wirkte.

    Kurisu drehte sich zu Faris um, die mit einem breiten Grinsen dastand. Augenscheinlich wusste sie genau, was dieses Design über sie aussagte, und war entsprechend stolz auf sich. “Drei Stockwerke, 25 Zimmer, eine durchschnittliche Miauslastung von 80%. Nicht schlecht für den Anfang, würde ich behaupten. Auf dem Dach befindet sich ein Schwimmbad und im Keller gibt es ein Parkhaus. Außerdem ist der Patissier hier ein ehemaliger Lehrling aus dem MayQueen und die Köche sind Absolventen der härtesten Kochschule der Welt, an der nur 1% bestehen. Also, wenn ihr mal eine Zeit Urlaub braucht, zögert nicht, ihr seid hier immer willkommen, nya.”

    “Ich glaube nicht, dass sich jemand von uns das leisten kann”, versuchte Kurisu, ihre abgehobene Freundin auf den Boden der Tatsachen zurück zu holen.

    Faris zuckte nur mit den Schultern. “Das müsst ihr auch nicht. Geht einfach zur Rezeption, meine Nyangestellten wissen, wer ihr seid.”

    “Ach”, sagte Kurisu nur. Datenschutz schien für ihre Freundin ja ein Fremdwort zu sein. Aber jetzt, wo sie schon mal hier waren, konnte Kurisu nicht leugnen, dass sie dieses Gebäude… faszinierend fand. Die Wände waren in der Farbe von Vanilleeis gehalten, während das Dach mit eleganten, graue Dachziegeln verkleidet war. Ein blasslila-gepflasterter Weg, gerahmt mit Petunien, führte das kurze Stück über den Vorgarten bis zur Haustür. Vor dem Eingang befanden sich zwei Bänke, deren Rückenlehnen wie die Pfoten einer Katze geformt waren. Was das Haus aber unverkennbar als Faris’ Besitz markierte, waren die beiden schräg abstehenden Katzenohren auf beiden Seiten des Daches und ein Schriftzug über der Tür, der es unverkennbar als “MayEmpress" auswies.

    “Dein Gepäck wird schon auf dein Zimmer gebracht. Was ist mit deiner Tasche?”, fragte Faris und beäugte die Umhängetasche, die von Kurisus Schulter baumelte. Mittlerweile merkte Kurisu, dass fünf Bücher für den Flug vielleicht drei zu viel gewesen waren, aber sie hatte mit dem Schlimmsten gerechnet. Dabei war die Auswahl an Filmen und Serien für den Langstreckenflug hervorragend gewesen - und auch viel leichter zu verarbeiten für ihr müdes Gehirn als Fachlektüre.

    “Ja, das wäre ganz gut. Gebt mir einen Moment”, sagte sie, stellte die Tasche auf den Boden und verstaute noch ihre Jacke und ihre Sonnenbrille darin. Dann reichte sie sie Faris, die sie gleich ihrem Butler übergab, der mit dem Koffer schon einmal auf die Tür zulief, um sie der kleinen Gruppe aufzuhalten.


    Kurisu wusste nicht genau, was sie erwartet hatte, aber wenn, wäre es wohl genau das gewesen - oder eher gesagt die.

    "Willkommen Zuhause", sagten eine Katzendame, die geradewegs Faris' Café hätte entspringen können, und ein Mann im Anzug, dem Katzenohren unter seinen wuscheligen Haaren hervor stachen. Beide sahen mit ihrer viktorianischen Bedienstetenkleidung so aus, als wären sie einem romantisierten Film entsprungen. Kaum war die kleine Gruppe durch die Tür getreten, verbeugten sie sich kurz. Der junge Mann verblieb noch länger in dieser Haltung. Verwirrt hob Kurisu unschlüssig ihre Hand und ehe sie sich versah, hatte er sie sanft mit seiner umfasst und ihren Handrücken geküsst. Mit so viel Etikette vollkommen überfordert, drehte sie sich zu der Besitzerin dieses Ensembles um. "Was soll denn das werden?", fragte sie mit einem Blick.

    Faris grinste nur, wobei sie ihren Mund zu einer nach oben offenen 3 verzog. "Nyan muss den Gast gleich beeindrucken. Immerhin gibt es keine zweite Chance für den ersten Eindruck", antwortete Faris mit einem Zwinkern und nickte an Kurisu vorbei. Diese hatte noch nicht einmal hingesehen, als schon Mayuris quietschiges Lachen erklang. Ihr war wohl die gleiche Ehre zuteil geworden und fasziniert blickte sie auf ihren Handrücken, als hätte man ihr gerade ein wunderschönes Abzieh-Tattoo verpasst. Kurisu schaute an ihr vorbei, gerade noch rechtzeitig, um Ruka feuerrot anlaufen zu sehen. Er senkte den Kopf und seine Lippen bewegten sich, aber Kurisu konnte nicht verstehen, was er sagte. Falls der Mann vor ihm das mädchenhafte Auftreten durchschaut hatte, zeigte er es mit keiner Bewegung, als er ihm in die Augen schaute und ihm ein Lächeln schenkte, bevor er sie alle fragte: "Würden die Damen mir bitte in den Speisesaal folgen? Wir haben Sie schon erwartet."

    Faris grinste, offensichtlich mehr als zufrieden mit ihrem Personal. Mit federnden Schritten lief sie neben der Katzendame her, mit der sie ein angenehmes Gespräch führte. Mayuri fiel es schwer, geradeaus zu laufen, und Ruka schien mit der Gesamtsituation so überfordert, dass er keinen klaren Gedanken fassen konnte.

    Kurisu konnte das durchaus nachvollziehen. Es kostete sie einiges an Überwindung, nicht zu den Sofas zu laufen und über deren samtig weich wirkenden Bezug zu streichen, oder sich gar auf das Polster fallen zu lassen. Sie passten perfekt zu dem hellen, freundlichen Holzfußboden, der auf dem Weg zum Saal mit einem pinken Teppich ausgelegt war. Die Farbe hätte kitschig wirken können, doch Faris schaffte es, so geschickt mit Rosa und Schwarz auf der weißen Wand Akzente zu setzen, dass der Raum nicht aussah wie der Eingang zu dem Zimmer einer durchgeknallten ewig jungen Barbie in den Wechseljahren. Stattdessen wirkte es wie in einem edlen Hotel, das einen konstant daran erinnerte, wer seinen Bau in Auftrag gegeben hatte.

    Doch das alles war kein Vergleich zu dem, was sich offenbarte, als die beiden Angestellten die Doppeltür aufhielten. Augenblicklich stiegen Kurisu so viele Düfte von Essen in die Nase, dass sie diese gar nicht auseinander halten konnte - und ihr sofort klar war, dass sie jedes Gericht davon probieren musste.

    “Ihr Tisch ist gleich da vorne”, sagte der Butler mit einer erneuten Verbeugung, als sie in ihm vorbeigingen, und der Maid in die angegebene Richtung folgten. Als Mayuri an ihm vorbeiging, verbeugte sie sich auch, kicherte beschwingt und tänzelte zu ihrem Platz. Ruka schaute ihr mit großen Augen hinterher, folgte ihr aber mit etwas Abstand. Vermutlich war er es gewohnt, ihr mit einem gleichzeitig faszinierten und verlegenen Lächeln hinterher zu gehen, dankbar dafür, dass sie die Aufmerksamkeit auf sich zog, die er nicht wollte.

    "Oh wow, das ist alles so unglaublich cool, Faris!", rief Mayuri und drehte sich kichernd um sich selbst, als könne sie mit einem Mal alles in sich aufnehmen, was dieser Raum zu bieten hatte.

    "Vielen Dank, Mayu-nyan", sagte Faris mit einem Knicks und einem Lächeln, das mehr zu einem "Ich weiß, aber ich liebe es, das zu hören" gepasst hätte.

    Tatsächlich konnte Kurisu ihr den Grund für ihr Selbstbewusstsein nicht kleinreden. Die Tische waren in kleinen Sitzecken arrangiert und auf den ersten Blick wirkte es, als hätte Faris sich ein Teetassenkarussel als Vorbild genommen und die Außenwände erhöht, bis sie blickdicht waren. Doch als sie näher traten, sah Kurisu, dass jeder der Sitzbereiche recht geräumig war und statt Bänken Stühle hatte. Statt sich hinzusetzen, blieb Kurisu allerdings wie gebannt stehen und schaute auf die Außenwände. Das Herzstück bildete die große Treppe, die in die Mitte gemalt worden war und von Kirschbäumen in voller Blüte flankiert wurde. Auf der linken Seite befand sich ein Feld bei Nacht, aus dem unzählige Lichter wie Glühwürmchen empor stiegen, und rechts erstreckte sich eine Sonnenblumenwiese, die ihr die Kehle zuschnürte und sie sich fragen ließ, warum Faris wollte, dass ihre Kunden beim Essen in Tränen ausbrachen.

    Mayuri lief sofort zu einem Tisch vor den Sonnenblumen und zog Ruka zu sich, der unbeholfen zum Stuhl stolperte und auf dessen Polster fiel. Kurisu nahm unter dem Lichterhimmel platz und fühlte sich plötzlich mehrere Jahre jünger, während sie in das alte Gedankenmuster darüber verfiel, was das Medium über Zerbrechlichkeit des Lebens und das Glück des flüchtigen Augenblickes sagen wollte.

    Neugierig blickte sie sich um und sah nicht weit entfernt am Nachbartisch das Meer mit einem Schiff, dessen Galionsfigur von einem Lammkopf geziert wurde, oder zwei jungen Männern, die sich vor einem Wasserfall bekämpften, zu dessen beiden Seiten imposante Steinstatuen thronten.

    Kurisu senkte den Kopf und konnte nicht anders, als vor sich hin zu grinsen. Sie würde heute wohl nicht mehr das Gefühl los werden, in einem Insiderwitz von Faris zu stecken, der voll und ganz auf ihre Kosten ging. Sie wusste nicht, was Okabe ihr über ihre Liebe zu japanischer Zeichentrickkultur erzählt hatte - was natürlich alles vollkommen erfunden und erlogen war! - aber Faris schien sich fast schon etwas zu sicher zu sein, dass Kurisu wissen würde, was diese Szenen abbildeten.

    "Was gibt es zu Essen?", fragte Mayuri und dem Strahlen in ihren Augen nach konnte sie es kaum noch abwarten, es vor sich zu sehen.

    Auch Kurisu knurrte der Magen, was sie allerdings nicht zugeben wollte. Natürlich hatte es im Flugzeug etwas gegeben, aber sie konnte nicht sagen, dass sie sich darauf gefreut hatte. Wie sie richtig in Erinnerung hatte, konnte man es gerade einmal als passabel einstufen und mit dem, was ihr gleich geboten werden würde, würde es sicher in den Schatten gestellt werden.

    "Bestellt euch doch erst einmal etwas zu trinken", sagte Faris und platzierte die Karte vor ihnen, genau auf der richtigen Seite aufgeschlagen und so, dass alle sie problemlos lesen konnten. Allerdings war Kurisu nicht entgangen, dass auch die Besitzerin des Lokals ungeduldig zu der großen Tür schielte, hinter der die Bedienung immer wieder verschwand.

    Nachdem die Gruppe der freundlichen Kellnerin zum dritten Mal ein entschuldigendes Lächeln geschenkt hatte, hatten sie es dann endlich geschafft, sich jeder ein Getränk zu bestellen. Faris hatte ein pinkes Himbeergetränk mit, das schmeckte, als hätte man ausprobiert, wie viel Zucker man darin auflösen konnte. Trotzdem war es nach einer Runde Probieren schon zu Hälfte leer getrunken. Mayuri hatte sich schlussendlich auf Erdbeer-Vanille festgelegt, während Kurisu sich für Limette-Minze entschieden hatte und Rukas Wahl auf einen grünen Tee gefallen war.

    Kaum hatte sich die Kellnerin wieder vom Tisch entfernt, wurden auch schon die ersten Teller vor die Gäste gestellt. Mayuri blickte verwundert auf, nachdem sie ihrer Portion einen Blick zugeworfen hatte, als würde es all ihre mentale Kraft brauchen, um nicht sofort zum Besteck zu greifen. “Aber wir haben doch nur etwas zu trinken bestellt”, griff sie die Verwunderung der anderen an diesem Tisch auf, die sich nicht gemütlich in ihrem Stuhl zurückgelehnt hatten.

    “Lass Faris das nur machen, das ist alles Teil des Plans. Ihr sollt euch doch wohlfühlen, nya. Also guten Nyappetit, haut rein.”

    Eine weitere Ansage brauchte es nicht und einen Gabelstich später probierten sie sich durch ein Gängemenü, bei dem Kurisu schon bald nicht mehr zählen konnte. Die Teller waren eine wahre Augenweide und es kostete richtig Überwindung, das Besteck zu heben und das Kunstwerk zu zerstören. Anblick und Geruch allein reichten schon aus, um vom Handwerk des Kochs zu zeugen, aber schon beim ersten Kauen breitete sich ein Geschmack im Mund aus, der die vier keuchend und voller Glücksgefühle zurückließ. Sie konnten die Zeit bis zum folgenden Gang kaum noch abwarten, obwohl sie sich nicht sicher waren, ob ihre Körper das durchstehen würden.

    "War das gut", schwärmte sie, nachdem sie mit jedem Bissen bedauert hatte, ihren Teller leer zu essen, weil es das Ende ihrer köstlichen Mahlzeit bedeutete. "Ich wünschte, ich könnte das jeden Tag essen." Dann merkte sie die Bedeutung dessen, was sie nur so daher gesagt hatte, als Faris' ihren Blick auffing und mit einem triumphierenden Lächeln quittierte. Die junge Dame machte wirklich keinen Hehl daraus, wie gerne sie ihre Pläne in aller Fülle aufgehen sah. "Dann wünsche ich dir viel Spaß dabei. Selbst am Tag des jüngsten Gericht wird diese kulinarische Oase wie die letzte Festung des guten Geschmacks stand halten und Menschen, die nach Wasser und Wissen dursten, eine Möglichkeit geben, ihre Gelüste zu befriedigen."

    Kurisu merkte, dass der Schlafmangel langsam einsetzte. An normalen Tagen hätte sie keine Probleme gehabt, Faris’ Gedankengang zu folgen (dass sie es ebenso abgedreht fand wie die an den Haaren herbei gezogenen Ausführungen eines gewissen Jemandes mal ganz beiseite gestellt).

    “Was machen wir als Nächstes, Faris?”, fragte Mayuri, die noch an ihrem Nachtisch saß. Obwohl sie die Auswahl an Pralinen bereits mit einem Foto für die Ewigkeit festgehalten hatte, konnte sie es nur schwer übers Herz bringen, die niedlichen Chibi-Tiere in ihrem Mund verschwinden zu lassen.

    “Was auch immer ihr wollt. Wir haben hier eine Sauna, ein Kino, Billard, Karaoke…” Faris stoppte ihre Ausführungen, als sie einen Blick auffing, den Kurisu lieber verheimlicht hätte. Prompt verzog sie das Gesicht. “Es ist nicht so, als würde ich Karaoke besonders mögen. Es ist nur schon sehr lange her, seit ich das letzte Mal da war. Wir können natürlich auch etwas anderes machen, das ist mir vollkommen egal!” Tatsächlich war sie bisher nur einmal im Freundeskreis dort gewesen, doch hatte sie damals lieber die sicheren Charts-Lieder gesungen, versteckt hinter den anderen Stimmen. Sie war keine schlechte Sängerin - zumindest hatte niemand protestiert, dass sie für den Rest des Abends auf der Bank sitzen sollte - aber sie hatte es dann doch lieber gehabt, nicht zu sehr aus der Menge herauszustechen. Mit Mayuri, der nichts peinlich zu sein schien, und Faris, die vermutlich auch beim Singen wie eine Katze klingen würde, sah das aber ganz anders aus. Die beiden schienen die perfekte Besetzung, um nicht negativ aufzufallen.

    “Okay, wie es aussieht, haben wir einen Favoriten gefunden. Mir nyach!”

    Faris nahm Ruka am Arm, der so ausgesehen hatte, als bräuchte er ganz dringend eine Ausrede, um den Abend an dieser Stelle sofort zu beenden. Allerdings schien ihm schnell klargeworden zu sein, dass es zwecklos war, sich gegen die Herrscherin der Stadt aufzulehnen, und so folgte er ihr gehorsam. Mayuri summte vergnügt, während sie den Teller mit den restlichen Süßspeisen einfach entführt hatte. Es war wohl noch tragischer, wenn sie im Müll landen würden, und so konnte Mayuri ihnen immerhin noch würdevoll das Ende bereiten, zu dem sie erschaffen worden waren.


    Den Zeitverlauf mit “es war bereits dunkel geworden” zu beschreiben, wäre eine Untertreibung schlechthin gewesen. Natürlich machte das höfliche japanische Personal nicht den Fehler, seine Chefin heraus zu werfen, oder sich in dem Karaoke-Raum sehen zu lassen, wenn es nicht gerufen wurde. Deswegen kam eines zum anderen und erst als die jungen Erwachsenen sich so sehr räusperten, dass sie fast husten mussten, um ihre Stimme wiederzubekommen, setzten sie sich zurück auf die Bank. Davor waren sie nur kurz dorthin gelaufen, um etwas zu trinken, doch jetzt, wo gemeinsam entschieden worden war, den Abend langsam ausklingen zu lassen, erinnerten sie sich auch wieder, wo sie ihre Handys gelassen hatten. “Ach du Schreck. Ich hätte schon längst Zuhause sein müssen!”, rief Ruka und auch Mayuri machte nicht den Eindruck, dass sie zu dieser Uhrzeit noch draußen sein sollte.

    “Keine Sorge, ich fahre euch nach Hause”, sagte Faris und streifte sich ohne jegliche Hast ihre Jacke über. Zu spät zu Hause zu sein, hatte für sie scheinbar schon lange seinen Schrecken verloren. “Was ist schon ein bisschen Ärger, wenn nyan Spaß hatte?”

    “Mayushii mag es nicht, wenn man sich Sorgen um sie macht”, murmelte sie und war schon eifrig am Tippen. Ruka tat es ihr gleich, während Kurisu ihm dabei zusehen konnte, wie viel Mut es kostete, die Nachricht abzuschicken und womöglich ein Donnerwetter auszulösen.

    “Findest du allein den Weg nyach Hause?”, fragte Faris mit einem Zwinkern und Kurisu zuckte nur mit den Schultern.

    “Solange die Rezeption besetzt ist und ich meinen Schlüssel kriege, komme ich klar.”

    “Das sollte kein Problem sein. Es ist immer jemand vor Ort, falls es einen Notfall gibt”, antwortete Faris, während sie die Tür zum Flur aufhielt, der zum Eingang führt.

    Kurisu nickte. “Alles klar.”

    “Okay, dann schlaf schön.”

    Ihr Katzenlächeln war so breit, dass in Kurisu eine sehr ungute Vorahnung aufstieg. “Faris?”, rief sie schnell durch den Gang.

    “Nya?”, fragte diese, drehte sich um und hielt ihre Hände wie Pfoten vor ihre Brust.

    Kurisu verengte bei all der gespielten Unschuld die Augen. “Ich werde aber keine unguten Überraschungen erleben, oder?”

    “Nyain, wo denkst du hin. Faris’ Freunde bekommen nur die guten Überraschungen”, antwortete diese und schloss nach einem Winken zur Verabschiedung zu ihren beiden Freunden auf.

    ‘Wenn ich Katzenminze in den Kissen finde, gibt es eine Schlacht’, dachte Kurisu, während sie den Schlüssel in Empfang nahm. Sein Schlüsselanhänger bestand aus zwei Katzenmaids mit je schokoladen- und vanillefarbenen Haaren, die in ihren Pfoten ein Schild mit der Zimmernummer hielten. Der Wegbeschreibung lauschte Kurisu dann nur noch mit einem Ohr. Wie immer stand die erste Zahl für die Etage und da das Hotel von außen recht schmal gewirkt hatte, erwartete sie auch nicht ernsthaft, sich zu verlaufen. Tatsächlich stand sie schon ein paar Minuten später vor der Tür und war dankbar, dass es einen Fahrstuhl gab. Jetzt, wo die Musik sie nicht mehr wach hielt und sie alleine im Hotelflur stand, merkte sie doch die Müdigkeit in ihren Knochen.

    Als sie eintrat, war sie überrascht, wie wenig sie überrascht war. Von all den Absurditäten, die sie sich vorgestellt hatte, traf absolut keine das, was sie vorfand. Sie stand in einem kleinen Raum mit einem Sofa und zwei Sesseln, die zu einem Fernseher gerichtet waren. Geradeaus und zu ihrer rechten befanden sich jeweils zwei Türen. Hinter der einen fand sie das Badezimmer und als sie sich im Spiegel sah, zog sie diese zu, so schnell sie konnte. Nicht zu glauben, dass sie sich in diesem Zustand ihren Freundinnen gezeigt hatte. Sie sah wirklich so aus, wie sie sich fühlte, nämlich dass sie jeden Moment ins Bett fallen könnte. Kein Wunder, dass sie genau das tat, als sie im Nebenraum das Doppelbett sah. Es war fast so etwas wie ein Ritual, dass sie diese Sache als erstes überprüfte. Die Matratze war angenehm weich und schon nach ein paar Sekunden spürte Kurisu, wie sich alles an ihr entspannte.

    Es war ein Kraftakt, sich wieder hochzustemmen und zum Türrahmen zu laufen, um den Lichtschalter zu finden. Bisher hatte sie das Licht aus dem Nebenraum genutzt und das Schlafzimmer in der einladenden Dunkelheit gehalten, derer sie sich nur schwer entziehen konnte. Dann bemerkte sie, dass es zwei Stück gab, und probierte den Unteren aus. Verwundert stellte sie fest, dass der Raum nur schummrig beleuchtet wurde, ähnlich eines Nachtlichtes. Es war angenehm für ihre an die Dunkelheit gewöhnten Augen, doch spendete genug Helligkeit, um alles zu erkennen.Und bei dem, was sie sah, konnte Kurisu kaum die Augen abwenden.

    An den dunklen Wänden zogen sich krakelige Linien in allen möglichen Farben entlang, so als hätte man Kindern ein Stück Kreide in die Hand gedrückt und malen lassen. Es zeigte einen Wasserfall mit einer Brücke, einen Kirschbaum und sogar eine Pagode so detailliert, dass Kurisu das nie im Leben geschafft hätte. Dann blickte sie nach oben und sah ein Sternenmeer in allen Formen und Farben.

    Kurisu schmunzelte. Faris hatte wirklich ein Händchen dafür, für ihre Freunde die passenden Sachen auszuwählen. Dabei hatte Kurisu extra darauf geachtet, die Anime-Endings wie zufällig darunter zu mischen, in der Hoffnung, dass beim Karaoke niemand darauf kommen würde, woher sie stammen. Die Openings gefielen ihr zwar oft besser, aber da wäre man ihr sofort auf die Schliche gekommen, während die Lieder bei den Enden viel öfter übersprungen wurden.

    Nur schwer konnte sie sich von den Bildern abwenden und freute sich schon auf den Moment, bei dem sie nach dem Zähneputzen und der Katzenwäsche auf dem Bett liegen und sie noch einmal betrachten konnte. Sie musste nicht einmal ihr Handy anmachen, um die friedliche, leicht melancholische Musik im Kopf zu haben:

    Hello, shooting-star / I'm waiting for you / Please don't stop dreaming / Even if you're crying / Even if you're smiling / Shine again

    Hat hier eigentlich irgendwer schon ein Spiel von diesem billigen Thalia Angebot bekommen? Warte immer noch auf die Astral Chain CE XD

    Ditto xD (und ich habe noch mehr Angst vor dem, was das für Pokémon bedeutet, als vor allem an Halloween xD). Hab aber heute gesehen, dass Müller das wegen der Aktion für knapp 48 Euro drin hat, also das Basisspiel. Wäre eine Versuchung wert, weil man im Handel noch einmal 3% davon für den nächsten Einkauf bekommt.

    Azaril Beim Nano geht es eher um Masse statt Klasse. Der innere Perfektionist soll ganz bewusst ausgeschaltet werden, damit man endlich mal das zu schreiben schafft, das man sonst so ewig aufschiebt. Das Ziel ist ja, dass man am Ende des Monats eine große Menge Text hat, mit der man weiterarbeiten kann. Da ist es auch vollkommen okay, wenn man beim Korrigieren merkt, dass die Szene doch nicht so ablaufen soll, wie man es geschrieben hat. Du schreibst nur für dich privat und veröffentlichen kannst du ruhig erst dann, wenn der Text bereit dafür ist - oder du legst den Mantel des Schweigens darüber und lässt ihn einfach auf der Festplatte versauern.

    Ich habe nach 4 Durchläufen und über 200 Stunden Spielzeit die Erfahrung gemacht, dass Ultimastufen nicht bei allen Charakteren sinnvoll sind.

    Die Spielleistung macht mir Angst, aber nun, ich wusste ja, dass es seine Zeit brauchen wird, bis ich mit allen 4 Routen durch bin xD

    Ich war tatsächlich ein bisschen irritiert, als ich gemerkt habe, dass man die letzten Siegel nie unendlich kaufen kann. Allerdings war ich dann auch schon kurz vom Ende, stand mit Petra und Catherine als Schwertmeister da und dachte mir nur so: Okay, ihr könnt weder reiten, noch fliegen, noch Magie benutzen... schätze, ihr habt eure Klasse bis zum Ende des Spiels gefunden. Gratulation und so. Und jetzt entschuldigt mich, ich muss noch schnell in Shamir reinkloppen, wie man reitet und eine Lanze benutzt! (Am Ende hatte ich dann mit Cyril 3 Bogenritter, aber das war es wert xD).

    Ich hab natürlich auch nicht daraus gelernt und denke mir jedes Mal, wenn ich mir die Prüfungen anschaue "Okay, so will ich meine goldenen Hirsche haben" - und am Ende stehe ich bei den Privatstunden und denke nur noch so: "Jaaa, ich hatte mal einen Plan, wer was braucht... Ach, ich lerne einfach vom Hausleiter, man kommt auch mit Spontanität ohne akademischen Erfolg durch's Leben" xD


    Zum Glück kannte ich dieses Gefühl mit Zeitlimits schon aus Persona 5 und einem Atelier Spiel, ansonsten hätte ich mich vermutlich noch mehr verrückt gemacht, weil ich beim 1. Fire Emblem vorm Boss stehe und so gleichmäßig gelevelt habe, dass es jetzt für den Drachen nicht reicht. Das brandmarkt für's Leben xD