Beiträge von Raichu-chan

    Also HF lief iirc regulär im Kino an einem einzelnen Tag, vielleicht besteht noch Hoffnung^^ war LB nicht sogar erfolgreicher/schneller gleich erfolgreich als HF? Davon ausgehend wäre ich schon sehr enttäuscht, wenn der nicht irgendwo in Deutschland über eine Leinwand flimmern würde.

    Aber wenn der Film gut wird, können sie sich gerne mehr Zeit lassen (das heilt dann mein Herz, während es in der Zwischenzeit bricht ;) ). Vielleicht ja bis AP 2021 XD

    Apocrypha habe ich letztens beendet (und die ersten 4 Folgen von Zero wiederholt. Ironischerweise wurde Kiritsugu da so was befohlen wie "erwecke die 3. Magie, Heavens Feel" und ich dachte nur so: "Ähm, Kerry, ich glaube, du hast da was zu erklären" XD

    Wir finden: Moderne Manga-Klassiker haben eine ganz besondere Verpackung verdient. Daher erscheint unsere »Fullmetal Alchemist Metal Edition« mit komplett neu bearbeiteten Texten und inklusive aller in deutscher Sprache noch nie veröffentlichten Farbseiten in neun großformatigen Sammelbänden. Und das Beste: In dieser edlen Neuausgabe mit schicker Silberfolienverpackung wird die Serie fortan insgesamt deutlich weniger kosten als die frühere deutsche Ausgabe.


    Band 1, 4 und 7 wird es zudem auch in einer einzigartigen Box-Edition geben. Jede Box bietet Platz für jeweils drei Bände und wird neben dem jeweiligen Manga auch viele großartige Extras enthalten, die das Fanherz höher schlagen lassen. Details geben wir im Laufe der nächsten Wochen Schritt für Schritt bekannt.

    Na läuft XD Hab zum Anfang meiner Ausbildung begonnen, die Mangas zu kaufen, so jeden Monat einen. Naja, zum Glück hab ich erst 10 oder so, vielleicht lohnt es sich noch zu switchen (und wofür gibt es sonst bring and buys oder ebay?^^). Aber trotzdem echt cool, dass sie das machen und so groß aufziehen. Der Manga hat das auf jeden Fall verdient.

    Detective Conan schaue ich tatsächlich auch gerne. Die liefen ja in letzter Zeit auf Pro7maxx und so konnte ich ziemlich viele nachholen ^-^ Auch wenn der bittere Nachgeschmack bleibt, dass Ai und Conan zusammen so awesome und badass sein können, wie sie wollen - am Ende muss man sie wohl in die flauschige Decke einwickeln und mit Kakao und Keksen versorgen, wenn aus den beiden nichts wird... (also so in 20 Jahren. Frühestens XD).


    A Silent Voice mochte ich auch sehr gerne, tolles Thema und realitätsnah ausgeführt. Wenn ich Your Name mit dem vergleiche, fällt letzterer leider etwas zurück (vermutlich, weil mein Verstand ab dem Reveal zu beschäftigt damit war, da Logik reinzuprügeln, und ich es nicht so sehr genießen konnte^^*).


    Und ich glaube, Ghibli muss an der Stelle gar nicht mehr genannt werden. Da ist es fast egal, welchen Film man auswählt. Jeder von ihnen hinterlässt einen Eindruck, um tragisch, nachdenklich oder wholesome - oder alles gleichzeitig^^ (Chihiro, Mononoke, die letzten Glühwürmchen, Marnie, Totoro... könnte man wohl ewig weiterführen^^).


    Mein absoluter Favorit ist seit Anfang diesen Jahres allerdings Fate/stay night: Heaven's Feel II. lost butterfly <3 (Und ja, ich habe die Schreibweise zur Sicherheit gegooglet XD) Der erste Film der Reihe hat mich damals ins Fandom gebracht (auch wenn ich keinen Plan von der Welt hatte und das wohl auch so geblieben wäre, wenn ich von der Seite nicht mit Informationen versorgt worden wäre^^*).

    Ein Jahr und zwei Animeserien (Zero & UBW) später hab ich mir also passend zu meinem Geburtstag einen sündhaft teuren Kinobesuch im Rahmen des Akiba Pass Festivals gegönnt. Und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht.


    Noé schaute belustigt dabei zu, wie Astrids Hand immer weiter in Wiesors weichem Fell verschwand. Da war es auch schon mal zu verschmerzen, dass Noé die halbe Unterhaltung von vorher mit sich selbst geführt zu haben schien. Zur Verteidigung der Fremden war es ja auch eher ein lautes Denken gewesen. Sie war fast schon überrumpelt, als plötzlich eine Antwort zurückkam. Und dann auch noch so viel.


    "Na ja, nicht direkt aus Einall. Ich hab die letzten 2 Jahre in Stratos City gewohnt, in einem dieser kleinen Apartments. Das hat mir dann aber auch gereicht. Die Stadt ist zwar wirklich schön, aber sie ist so ... kurzlebig. Um ehrlich zu sein, hab ich damals fast einen Schock bekommen, als ich wieder ein paar Wochen bei meinen Eltern vorbeigeschaut habe. Da war noch alles genau so, wie ich es verlassen habe. In unserer ganzen Straße hat sich nichts verändert! Dabei hab ich mir irgendwann nicht mal mehr die Mühe gemacht, die Namen in den Wohnungen unter mir zu lernen, weil immer neue Leute eingezogen sind." Sie lachte kurz auf, auch wenn sie über solche Leute wie sich wohl nur den Kopf geschüttelt hätte, die sich nicht einmal die Mühe machten, zu wissen, mit welchen Leuten sie in einem Haus lebten.


    Doch um ehrlich zu sein, war die Wohnung damals ihr kleinstes Problem gewesen. Es war nur eine kleine Version des Trends, der sich in der ganzen Stadt abzeichnete. Über das, was heute angesagt war, wurde morgen schon wieder die Nase gerümpft. Jedes Mal, wenn sie einen Spaziergang machte, hatte schon wieder ein Lokal seinen Stammplatz gewechselt oder war ersetzt worden. Eine Zeitlang hatte sie mal über dieses Phänomen in ihrem Blog geschrieben, doch irgendwann war sie es müde geworden, über die Veränderungen zu berichten. Besonders, wenn ihr dadurch mehr und mehr bewusst geworden war, wie sie selbst immer am gleichen Fleck zu verharren schien.


    Noé vertrieb die Gedanken mit einem Kopfschütteln. Genau deswegen war sie ja hier: Um in der Stadt voller Lichter neue Eindrücke zu sammen. Dann fiel ihr ein, was die Fremde noch gesagt hatte, und mit einem stolzen Lächeln beschaute sie sich das Fell ihres Wiesor. "Es wird ja auch jeden Tag gebürstet. Glaub mir, das ist manchmal eine Heidenarbeit, besonders wenn es durch den Wald geflitzt ist. Der Kleinen macht es eben nichts aus, wenn ihr Fell mit Baumharz verklebt und mit Kiefernadeln gespickt ist", sagte sie und knuffte Joella in ihren buschigen Schwanz. Diese störte sich wenig daran, sondern hatte sich bereit über den Oberschenkel der jungen Fau gelegt und ließ es sich einfach gut gehen. Wenn es sich noch ein bisschen mehr entspannen würde, würde es wohl zu einem flaschen Bettvorleger mutieren.


    "Collin ist da ganz anders. Bevor der sich schmutzig macht, friert eher die Hölle zu." Das angesprochene Picochilla reckte stolz seinen Hals nach oben und präsentierte sein seidiges graues Fell. "Da fällt mir ein, eigentlich könnte ich das auch gleich jetzt erledigen. Meine Füße würden sicher nicht nein sagen, wenn ich die Pause noch etwas verlänger." Sie kramte in ihrer Handtasche nach der Bürste, die sie für alle Fälle immer dabei hatte. Sie wollte gerade bei Collin anfangen - Joella in dieser Phase der vollkommenen Erholung zu stören, würde sie zu einem lebenden Kratzbaum machen - als dieser emporsprang, sich die Bürste schnappte und davon flitzte. Weit kam er nicht, weil er sich schon auf den Oberschenkeln der Sitznachbarin niederließ und ihr das Utensil entgegenstreckte. Erwartungsvoll schaute er sie aus seinen großen Augen an und wedelte mit seinem Schwanz. Noé hätte ahnen sollen, dass auch er ein Stück vom Kuchen der Zuwendung abhaben wollte. Ob Joella allerdings zu teilen bereit war, war mehr als fragwürdig. Das Wiesor hatte ein wachsames Auge auf seinen Teamkameraden geworfen, so als würde sie nicht zögern, dazwischen zu gehen, sollte sie deshalb an Streicheleinheiten einbüßen müssen.


    "Du musst das nicht machen, wenn du keine Lust hast. Ich kann den Ausreißer gerne wieder nehmen", sagte sie mit einem drohenden Seitenblick, der sagte, dass bei Gegenwehr das nächste Schaumbad einige Wochen auf sich warten lassen würde.Allerdings traute sie der apathischen Trainerin neben sich auch zu, dass sie ein Machtwort ergreifen würde, wenn es ihr zu bunt werden würde. Sie würde sich ja nicht von zwei kleinen Nagetieren überrumpeln lassen, die ihr nicht einmal bis zum Knie gingen.


    OT: Du unterschätzt Steine, #TotallyFelix , die könnten ihr den Rang ablaufen ;) Aber wohoo, sie hat angefangen, zu sprechen und flauscht Noés Pokémon. Was will man mehr? xD

    Adenine nickte langsam, als sie die Worte der Trainerin hörte. Training war nie verkehrt, und wenn es, wie es den Anschein hatte, unter der Anleitung eines Professors passierte, dann umso besser. Doch bevor sie die junge Frau näheres fragen konnte, hatte die sich schon auf den Weg gemacht und war in ihren nächsten Kampf verwickelt. Adenine beschloss, es ihr gleich zu tun - nachdem sie sich angesehen hatte, was der fremde Mann zu bieten hatte.

    Um ihn herum standen viele komplizierte elektronische Geräte, die bei ihr nur ein Fragezeichen hervorriefen. Sie hatte zwar keine Ahnung, was genau hier vor sich ging -bestimmt ein Experiment zu irgendeiner Feldstudie - nahm sich aber trotzdem drei von den Bändern, von denen sie eines um den Hals ihres Mähikels band. "Fehlt nur noch eine Kuhglocke. Na, was ist, wollen wir uns auch mal einem Kampf stellen?"

    Das kleine Ziegenpokémon ließ von seinem derzeitigen Opfer, den frischen Grashalmen ab, um seine Trainerin mit einem schiefgelegten Kopf anzusehen.

    Adenine seufzte. "Vielleicht nehme ich doch lieber eines der anderen beiden", sagte sie auffordernd, als der Vierbeiner sich noch immer nicht in Bewegung setzte. Einen Moment lang starrten sich die beiden in die Augen und Adenine war sich sicher, dass ihr Mähikel sich jeden Moment in Bewegung setzen würde. Dann senkte es seinen Kopf, wie zu einem Nicken - und fraß einfach weiter.

    "Das gibt es doch nicht!" Also schaute sie sich notgedrungen nach dem erstbesten Pokémon um, mit dem sie Mähikel zu seinem Glück zwingen konnte, als sie eine tiefe Stimme "Vorsicht!" rufen hörte. Sie wirbelte herum und schaute zum Wasser, wo aufgeregt mehrere Menschen durcheinander riefen. Sie hatte es erst für eine ausgelassene Gruppe von Jugendlichen gehalten und ihnen somit keine Aufmerksamkeit geschenkt. Beim genaueren Hinsehen konnte er den riesigen Wels erkennen, der hinter ihnen aufragte. Wie gebannt schaute sie dabei zu, wie es sich aufbäumte, um weiß Arceus was zu tun. Schneller, als sie schauen konnte, stand ihr Mähikel vor ihr und wartete nur noch auf ihren Zuruf, um sie vor der Bedrohung zu verteidigen.

    Noé zuckte mit den Schultern. "Okay, dann bleibt mehr für uns", sagte sie mit einer Bemühung um Humor, um die ungemütliche Situation doch noch irgendwie zu retten. Das Lächeln war nicht gestellt, sobald sie auf den Keks mit Himbeerfüllung biss, aber so, wie die Fremde sich nach vorne beugte, konnte sie das sowieso nicht sehen. Einen Moment überlegte sie, ob sie dem Krokodil am Boden eine der Backwaren zuwerfen sollte, entschied sich dann aber dagegen. Sie konnte ja nicht einfach ein fremdes Pokémon füttern. Die Kekse waren zwar ausdrücklich für Pokémon geeignet, aber andere Menschen konnten sehr eigen sein, wenn es um ihre Lieblinge ging, und sie wollte die Situation auf keinen Fall verschlimmern - auch wenn sie bezweifelte, dass die Laune der jungen Frau noch weiter in den Keller sinken konnte, als sowieso schon.

    Allerdings war ihr die zaghafte Handbewegung nach Wiesors Fell nicht entgangen, auch wenn Noé da schon längst Maßnahmen unternommen hatte, um die einseitige Zuneigung zu unterbinden. Vorsichtig setzte sie also das verdutzt dreinblickende Nagetier neben sich auf die Bank, sodass dessen braunes Fell gegen die mitgenommene Jogginghose drückte. Das Wiesor schaute seine Trinerin verwirrt an, doch Joella ergab sich ihrem Schicksal als Versuchsnagetier, als ihr ein neuer Keks in die Pfoten gedrückt wurde.

    Dann lehnte Noé sich gegen die Rückenlehne der Bank und ließ den Blick über das Treiben vor ihnen schweifen. Sie liebte den Anblick von Festivals. Selbst wenn man einfach nur herumsaß, konnte man das Leben um einen spüren. Jede Sekunde liefen neue Menschen vorbei, trugen Gesprächsfetzen verschiedenster Dinge an ihre Ohren und gaben unbewusst einer fremden Person einen mehr oder weniger tiefen Einblick in ihr Leben an diesem Tag. Sie war versucht, mit ihrer Handykamera das Treiben festzuhalten, aber das Fotografieren von Menschen war immer so eine Sache. Bei einer gesichtslosen Masse war das kein Problem, aber wenn man die einzelnen Personen klar erkennen konnte, fand sie es doch ein bisschen zu privat. Außerdem hatte sie keine Lust, irgendwann eine Klage wegen Rechten am eigenen Bild gegen sich laufen zu haben.

    Also tippte sie lediglich ein paar der Eindrücke in ihre Memoapp ein. Gedankenverloren betrachtete sie den blinkenden Strich am Rande ihrer kurzen Notizen. "Hm, wo könnte ich als Nächstes hingehen? Ich war noch nie hier, also habe ich auch keine Ahnung, was sich so lohnt. Erfahrungen über Essen habe ich auf jeden Fall schon viele gesammelt." Noé lachte kurz auf, bewusst nicht "genug" sagend, weil es soetwas in dieser Hinsicht nicht gab. Manche Menschen füllten ihre Blogs ja auch mit nichts anderem als gefilterten Bildern von Lebensmitteln. Nicht unbedingt ihre Art. Obwohl, wenn sie den Crepe von dem Mädchen da drüben in die Finger bekommen würde... Sie schüttelte den Kopf. Sie konnte doch das Lichterfestival nicht damit verbringen, sich durch die Verkaufsstände zu futtern. Ein bisschen Kultur musste sein!

    "Hast du irgendwas, was du empfehlen kannst? Ich habe leider Null Ahnung, wie dieses Fest hier abläuft. Eigentlich bin ich auch nur hier, weil in den Medien immer so groß darübe berichtet wird." Verlegen strich sie sich durch die kurzen Haare. "Sorry, wenn ich nerve. Ich will einfach nicht das Gefühl haben, etwas Großartiges zu verpassen, wenn ich schon mal extra den ganzen Weg aus Einall hierher gekomen bin."


    OT: Oh man, hinter diesem Cringe steckt wirklich das Beste, was ich geben konnte XD Naja, here goes nothing ist sowieso fast schon so was wie mein Motto, wenn ich was poste^^

    Absolut nicht mein Fall, weil in den meisten Fällen Avatar und Titelbild imo nicht zusammenpassen und voneinander ablenken. Ich hab meines ausgesucht, weil ich da Bild gerne mag, obwohl es von Vornherein klar kein Signaturformat hatte. Jetzt muss ich leider auch darauf achten, dass die untere Mitte Platz genug für einen Avatar lässt und sich die beiden nicht beißen, also schön suchen^^

    Noé schlenderte die Straße entlang, während Collin verzweifelt versuchte, noch den letzten Tropfen durch den Strohhalm zu saugen, aber außer einem lauten Geräusch nicht viel dabei rumkam. Enttäuscht gab das Picochilla auf und ließ den Becher wieder auf Höhe seines pelzigen Körpers sinken. "Und was machen wir jetzt damit?", fragte seine Trainerin auffordernd und nickte vorsorglich zum nächsten Mülleimer, um das Pokémon auf den richtigen Weg zu bringen. Zielstrebig ging Collin los, doch sobald es im Dunstkreis des Metallteils angelangt war, blieb es stehen, schüttelte sichso sehr, dass sein Fell abstand, und lief zu seiner Trainerin zurück. Fordernd streckte er ihr den Müll entgegen und machte klar, dass es auf keinen Fall jemals wieder in die Nähe dieses Gefäßes gehen würde.

    Noé seufzte. Sie hätte ahnen müssen, dass das kleine Fellknäul sich von allem fernhalten würde, das sein Äußeres beschmutzen könnte. "Aber nur dieses eine Mal", ließ sie es wissen, nahm ihm den Behälter ab und warf ihn in den Mülleimer. Sie drehte sich um, zu wo das Nagetier-Pokémon noch immer stand, welches sie mit einem zufriedenen Nicken bedachte, als wolle es sagen: "Du bist wirklich gut erzogen."

    Noé verdrehte die Augen. Eines Tages würde sie ihre Pokémon schon noch in den Griff kriegen und verhindern, dass sie ihr auf der Nase herumtanzten - aber dieser Tag würde nicht heute sein. Mit dem Gewicht auf ihrer Schulter, das ihren Rücken nach unten drückte, brauchte sie erst einmal eine Pause von jeglicher Anstrengung. Es reichte noch, um sich eine große Packung Galettes vom nächsten Stand zu kaufen, bevor sie entschloss, nach der nächsten Sitzgelegenheit Ausschau zu halten. Wie erwartet war alles um die Stände mit dem Essen gerammelt voll und erst ein paar Schritte weiter fand sie eine Bank, die noch nicht von Familien, Freundesgruppen oder Pärchen belagert war. Zwar saß bereits eine junge Frau darauf, aber Noé entschied kurzerhand, dass sie nicht wählerisch sein konnte. Von ihrer Seite aus hatte sie auch kein Problem, sich den Platz mit ihr zu teilen.

    Sobald sie sich gesetzt hatte und die Box sicher neben ihr auf der Bank lag, löste sie Joella sanft von ihrer Schulter und setzte das Wiesor auf ihrem Schoß ab. "Sorry, aber das war's für heute", sagte sie und massierte sich den verspannten Nacken. Zur Wiedergutmachung bot sie ihm eine der Backwaren an, an der Collin bereits genüsslich knabberte. Eilig griff Joella nach dem Essen, doch sobald es das sicher in seiner Pfote wusste, schaute es neugierig zur Seite. Noé hatte sich inzwischen selbst etwas genommen und hatte erst nur aus dem Blickwinkel wahrgenommen, dass ihr Pokémon sich bewegte. "Was machst du denn da?", fragte sie in einer belustigten Tonlage und schaute dann dabei zu, wie es seinen buschigen Schweif am Arm der Fremden rieb. Noé verzog das Gesicht und strich eilig das pelzige Körperteil zurück auf ihre Seite der Bank. "Tut mir leid", sagte sie ihrer Banknachbarin mit einem entschuldigenden Lächeln, "das tut es manchmal, um andere aufzumuntern." Regelmäßig fand sie sich deshalb in einem Plüschanriff wieder, der meistens auf ihr Gesicht zielte und sie schon das eine ums andere Mal fast erstickt hätte - aber das tat hier ja nichts zur Sache.

    Tatsächlich würde der jungen Frau etwas Aufmunterung wohl ganz gut tun. Noé hatte sich erst einmal um sich selbst und ihre Pokémon gekümmert und so war ihr gar nicht aufgefallen, dass die Fremde so aussah, als wolle sie nie wieder mit einer menschlichen Seele Kontakt haben. Noé hoffte nur, dass sie nicht im nächsten Moment das kleine Krokodil in ihren Armen zum Angriff aufrufen würde. Obwohl, der keine Aal neben ihr sah auch nicht so aus, als wäre ein intimer Kontakt mit ihm sehr förderlich für die Gesundheit... Also benutzte die Trainerin die einzige Taktik, die ihr spontan in den Sinn kam: "Ähm... Willst du einen Keks?"


    OT: Ich dachte, ich probiere mal das, wo Weltenbummler Johnson so gloreich gescheitert ist (was ich persönlich noch schlimmer vergeigt hätte, aber Noé ist nicht der Typ, der bei einem menschlichen Verkehrsunfall einfach weitergehen kann^^°). Falls #TotallyFelix sich allerdings für seinen Charakter ein tieferes Loch aus Selbstmitleid und Einsamkeit wünschen sollte, komme ich natürlich gerne auf die liebe Einladung zurück =)

    Zitat

    Raichu-chan: Mabus  danke für genau die Idee, die ich nicht wollte :P

    Mabus: Schau dir den Anime Charlotte an - und bitteschön! (:

    Raichu-chan: Das habe ich - und war größtenteils gelangweilt XD Aber ja, ich weiß, warum du das meinst ;)


    Du siehst, schieb alle Schuld auf Mabus ;) Es sei denn, du magst es irgendwie, dann bin ich dafür verantwortlich XD



    Schon von klein auf wusste Fate, dass sie eines Tages Großes vollbringen würde - nur wusste sie beim besten Willen nicht, wie sie das anstellen sollte. Sie war zu gewöhnlich, um außergewöhnlich zu sein, aber andererseits auch nicht der Inbegriff eines Cardboard-Cutouts-Klischee-Statisten. Ihre ganze Schulzeit hatte niemand versucht, ihr das Leben zur Hölle zu machen, und auch gegen keine ihrer wirklich guten Freundinnen hegte sie einen lebenslangen Groll, weil sie ihr ein (metaphorisches) Messer in den Rücken hatte stechen wollten - denn niemand hatte ihr gegenüber je etwas Gefährlicheres erhoben als das Besteck zum Schneiden des Essens.

    Ihre Familie war das typische Vorzeigemodell mit glücklich verheirateten Eltern, einem fürsorglichen Bruder und allen vier Großeltern, die sich alle bester Gesundheit erfreuten. Im Haushalt herrschte eine Harmonie, die jedes Ende eines Barbie-Filmes verblassen ließ, und Fates einziger Widerwillen bestand darin, den Spinat auf ihrem Teller zu lassen - woraufhin ihre Mutter fast in Tränen ausbrach, aus Angst, ihrem Kind schmeckte ihr Essen nicht. Überflüssig zu sagen, dass Fate natürlich trotzdem aufaß, denn der ungeschickte Versuch einer Rebellion schmeckte in Wahrheit gar nicht schlecht.

    Sie hatte auch nie Pech in der Liebe gehabt und war mit allen früheren Beziehungen freundschaftlich auseinander gegangen. Natürlich hatte niemand von ihnen ihre Unschuld beschmutzt, denn es gehörte zu den ungeschriebenen Regeln, dass die Protagonistin gefälligst eine, in Sachen Liebe und Verführung, unbeholfene Jungfrau zu sein hatte.

    In aller Kürze hätte ihr Leben nicht perfekter ablaufen können, und nichts, was sie tat, schien etwas daran ändern zu können. Also entschied Fate, ihr Schicksal in ihrem Namen selbst in die Hand zu nehmen und mit dem ultimativen Tabu zu brechen.

    Hier stand sie also, vor dem abwegigsten Café, das der Generation 30 Plus nur ein Naserümpfen entlockte und alle darunter, besonders die männlichen Exemplare, in wilde Extase inklusive Nasenbluten und gegebenenfalls Ohnmacht versetzte. Kurzum: Perfekte Voraussetzungen für ihre Zwecke.

    "Willkommen Zuhause", wurde sie von der Bedienung an der Tür begrüßt.

    Fate starrte verdutzt zurück, bis sie sich an den Zettel in ihrer Hand erinnerte und ihn geistesgegenwärtig ein Stück hob, während sie sich fragte, wie jemand so viel lächeln konnte.

    "Oh, du bist wegen der Stellenanzeige gekommen. Ich bin zufällig die Chefin dieses Cafés" - Fate nickte, natürlich war es so - "und du kannst gleich deinen Vertrag unterschreiben und anfangen zu arbeiten, wenn du magst." Fate nickte erneut. Es schien die Frau nicht zu kümmern, dass sie eine völlig Fremde war und außer dem Tischdecken Zuhause keinerlei Qualitäten hatte, die ihr bei dem Job helfen würden. Außerdem war Bedenkzeit sowieso etwas, das den Plot nur unnötig in die Länge zog. Sobald Fate den Füller in ihrer Hand spürte, hatte sie schon ihre Unterschrift unter den Vertrag gesetzt (den sie innerhalb eines Szenensprunges gelesen hatte, denn niemand wollte wirklich wissen, was in diesem Vertrag stand. Es würde nur die Szene unnötig in die Länge ziehen und vielleicht sogar das Hintertürchen verbieten, dass sich im Kleingedruckten eine Klausel verbarg, die jeden gesunden Menschenverstand dazu brachte, laut aufzuschreien. Warum also unnötig Zeit mit solchen Banalitäten wie einem Vertrag vollbringen, wenn er doch den Text nur ganz unnötig in die Länge ziehen würde, was ein guter Autor auf jeden Fall vermeiden sollte, um das Gehirn des Lesers nicht zu überfordern, wie es beispielsweise mit Informationen der Fall wäre, die nicht 3 Mal hervorgehoben und vorgekaut wurden, oder durch absurd lange Schachtelsätze, bei denen man am Ende noch einmal von vorn beginnen musste, um dein winzigen Teil an Sinn zu verstehen) und befand sich nun in der Umkleide. In ihrer Hand hielt sie ein Kleid, das einem Film für kleine Mädchen mit einem vollkommen fehlgeleiteten Verständnis für viktorianische Kleidung entstammen könnte. Es hatte so viele Rüschen, dass man sie gar nicht zählen konnte. Der Rock war doppelt so ausladend, wie sie breit war (was natürlich nicht viel war), und die Schleife an ihrem Rücken war so groß, dass Fate das Gewicht spürte. Dazu kam ein Haarreif mit Katzenohren, die perfekt zu ihren honig-gold-sonnenstrahl-blonden Haaren passten.

    Das Kleid passte selbstredend wie angegossen, als hätte ihre Chefin genau gewusst, wer durch die Tür kommen würde, und betonte natürlich ihre Rundungen an den richtigen Stellen (bei denen Fate natürlich immer mit einem leichten Schimmer Rot um die Nase verneinen würde, dass sie sie hatte. Als Protagonistin gehörte es sich nicht, sich darüber im Klaren zu sein, einzig getoppt von der Todsünde, sie bewusst zur Schau zu stellen). Natürlich hatte sie deswegen Bedenken, mit diesem Outfit vor die Leute zu ziehen, die ungefähr bis zur Türschwelle hielten, von wo aus sie mit geschwellter Brust, geradem Rücken und perfekten Haltungsnoten eines Topmodels vor die Gäste trat.

    Natürlich vergaß sie ein paar Bestellungen oder leiß tollpatschig ein paar Teller fallen, doch nach einem entschuldigenden Lächeln schien alles vergeben und vergessen. Sie bekam angemessenes Trinkgeld und keiner der Kunden verhielt sich anmaßend ihr gegenüber. Ihre Chefin war sofort mehr als zufrieden und lobte Fate, dass sie ein Naturtalent war und perfekt zu den anderen Mädchen passte.

    Und genau das war der Knackpunkt: Niemandem fiel sie auf. Sie konnte noch so zuvorkommend sein, noch so tollpatschig sein, immer wurde es von allen weggelächelt. Egal wie sehr sie sich anstrengte, sie blieb niemandem im Gedächtnis. Ständig sehnte sie sich danach, dass sie über ein Tischbein in jemandes Arme fiel oder einen Kaffee auf das teure Markenhemd verschüttete. Es war zum Verrückt werden!

    Und dann kam der große Tag. Natürlich merkte Fate davon nichts, denn für jeden Superhelden hatte DER Tag genau wie jeder andere zu sein. Natürlich konnte man hier und da etwas verstreuen wie die beinahe radioaktiv-strahlende weiße Katze oder das mutierte 6-eckige Kleeblatt, das sie zufällig unter unzähligen herauszog, aber all das durfte auf keinen Fall in ihr Gehirn vordringen und ihr irgendwie vermitteln, dass es sich wirklich um DEN Tag handelte. Denn DER Tag war etwas Besonderes, etwas Magisches. DER Tag eben.

    Als Fate durch die Tür des Cafés trat, hatte ihre Chefin nur sehnsüchtig auf sie allein gewartet. Normalerweise war die - natürlich - junge und - natürlich - attraktive Frau (die allerdings in keiner Konkurrenz zu Fate selbst stand) die Ruhe selbst, eine Führungsposition, die immer wusste, wo es langging, und ihre Mädchen durch jeden erdenklichen Sturm lotsen konnte.

    Heute schien sie allerdings bombenfest davon überzeugt zu sein, dass nur Fate sie retten konnte. "Fate, hilf mir!", rief sie und ging sogar auf die Knie, als wäre ihr Gegenüber irgendeine Heilige. Vielleicht strahlte sie auch ein bisschen, aber Fate war sich nicht sicher. Das könnte auch von der Katze kommen, die sie geknuddelt hatte. "Alle sind plötzlich krank geworden und nun müssen wir das ganz allein schaffen."

    Warum die übrigen 15 Bediensteten plötzlich ausfielen, nachdem sie sich am Vortag bester Gesundheit erfreut hatten, ob ihr das Schicksal damit etwas sagen wollte oder ob es nicht klüger war, den Laden eine zeitlang zu schließen, bevor es in einem rufschädigenden Desaster enden würde - all das ging Fate natürlich nicht durch den Kopf. Sie wusste, dass nur Fate das Schicksal zum Guten wenden konnte. Als wäre das der Moment, auf den sie immer gewartet hatte (auch wenn sie ihn natürlich keinesfalls als diesen erkannte), nickte sie und schlüpfte in ihre Dienstmädchenkleidung.

    Jeder mit einem gesunden Menschenverstand wäre bei so einer Situation rückwärts wieder aus der Tür getreten, doch weil Fate zu gutmütig war, raste sie nun zwischen den Tischen umher, die Hände voller Besteck und den Kopf voller Bestellungen - allerdings erinnerte sie sich in diesem Moment daran, dass niemand dort war, um sie zuzubereiten. Verbissen nickte sie. Dann würde sie sich opfern und diese Aufgabe übernehmen. Einen Moment später fand sie sich in der Küche wieder, eine Schürze umgebunden (die natürlich nur noch mehr ihre Taille betonte und keinesfalls irgendwas unvorteilhaft überdeckte) und starrte den Herd an, als wäre es ihr Mathebuch (natürlich war sie passabel in Mathe, aber sie musste sich dem Niveau ihrer Freundinnen anpassen, um nicht als Nerd zu gelten). Bis jetzt hatte sie noch nie ernsthaft kochen müssen!

    Sie schaute auf die Bestellzettel, die sich bereits neben dem Herd zu gefährlich hohen Türmen stapelten. Fate atmete tief durch (und brach natürlich nicht in Schweiß aus, denn dies gab nur unschöne Flecken), bevor sie eine unvorstellbare Menge an Mut aufbrachte und den ersten Zettel hob. Reisomelett stand in einer eleganten, keineswegs von Hast geprägten Handschrift darauf. Fate nickte. Das könnte machbar sein. Probehalber nahm sie den zweiten. Reisomelett. Mit einer vagen Vorahnung, die sie keinesfalls als wahrscheinlich annahm, verstreute sie die Zettel vor sich. Reisomelett. Reisomelett. Reisomelett. Sie neigte ihren Kopf immer weiter, um die schiefen Zettel zu lesen (was sie keinesfalls creepy und unnatürlich verdreht, sondern nur süß-verpeilt aussehen ließ). Sie runzelte die Stirn. Hatten die Kunden jemals etwas anderes bestellt? Gab es überhaupt etwas anderes auf der Karte eines Maid-Cafés? Fragen über Fragen, die sie trotz der Speisekarte in Reichweite nicht beantworten würde.

    Also begann Fate zu kochen. Da ihr das niemand beigebracht hatte, konnte sie nur auf ihre Erinnerung an das Gericht und ihre immense Vorstellungskraft vertrauen, während sie alles erdenklich Logische und (wortwörtlich) Naheliegende in einen Topf warf, während sie zu Jesus, Buddha, dem fliegenden Spaghetti-Monster sowie dem vielgesichtigen Gott betete (dessen Hilfe sie wohl am meisten brauchen würde, um bei Bedarf die Erinnerungen an diesen Tag "ins Jenseits zu schicken").

    Fate kam gerade so mit den Bestellungen hinterher und war sichtlich außer Atem (aber nicht so, dass sie nicht im nächsten Moment wieder so wirkte, als wäre nichts gewesen). Ein paar Strähnen hingen neben ihrem Gesicht herunter (aber nicht so, dass sie wie eine verrückte alte Hexe wirkte, sondern so, dass sie sanft ihr makelloses Gesicht umspielten).

    Mit einem erschöpften, aber glücklichen Lächeln trat sie vor die Tür - und erblickte eine Schar perfekter Jungs, die einer Teenie-Zeitung oder einem Model-Katalog entsprungen waren (und worüber die Philosophen noch immer rätselten, wie diese einmalige Abnormalität zu Stande gekommen war, und wie man denn Weihnostern gebührend feiern sollte). Selbstredend war es für Fate unmöglich, sich für einen zu entscheiden, weil sie alle auf ihre Art perfekt zu ihr passten und - Allerdings durfte niemals ihr dunkles Geheimnis auffallen: Dass ihre Omelettes den Männern aller Sinne beraubte und sie konstant anzweifeln musste, ob ihre Liebhaber wirklich Fate wollten oder nur ihre super-Kochkunst, die niemals ans Tageslicht kommen durfte!

    Perfekte Voraussetzungen für Liebes-Fünfzehnecke und unzählige Spinoffs, die es über die nächsten 50 Jahre und 4 Generationen für Fate geben würde.