Beiträge von Impergator

    Soa, hab mal die noch angesammelten Zusammenfassungen bis Session 12 fertig gemacht. Wie es weiter geht kann ich leider nicht sagen, aber da die Gruppe inzwischen ~30 Sessions hatte wird die Story hier wohl nicht in dieser Ausführlichkeit fortgesetzt. Werde aber schon irgendwann versuchen ein bisschen nen Überblick darüber zu geben was so passiert ist.


    Session 10 – Im Angesicht des Todes

    Die erste Nacht in Filbstadt verlief recht ruhig, und am nächsten Morgen machten sich die Helden auf, um die Downtown zu erkunden. Emilia sah sich eine Statue zu Ehren der Helden des Dämonenkrieges an, zu denen laut einer Stadtwache auch Großinquisitor Horace van der Filb gehörte. Scarlet kostete begeistert die Zimtschnecken der hiesigen Bäckerei, während Goldenar die Bank aufsuchte, um sein Electrum gegen Gold zu wechseln.


    Jas hingegen hatte erstmal ordentlich ausgeschlafen und dachte nun darüber nach, sich etwas dazu zu verdienen. Als sich die Vier wieder auf dem Marktplatz trafen, suchten sie noch einige Geschäfte auf, um sich beraten zu lassen und auch ein paar Kleinigkeiten zu erwerben. Schließlich fragten sie noch in der Kathedrale nach einer Audienz mit dem Großinquisitor, worauf sie ein Stück magisches Papier bekamen, auf dem ein Text erscheinen sollte, sobald ein Termin möglich würde.


    Zusammen mit den Pferden war das nächste Ziel noch einmal Prasura. Nach einem langen Ritt erreichte die Gruppe die kleine Stadt der Sumpfelfen erst spät abends. Sofort hörten sie Rufe aus Richtung des Forums, konnten aber im Nebel noch nicht erkennen, was los war. Als sie zum Ort des Geschehens eilten, mussten sie mit Schrecken feststellen, dass eine große Horde Untoter die Stadt belagerte. Ein paar fähige Krieger der Sumpfelfen - allen voran Shauni Eloomay, die Anführerin der Nebelgarde – waren bereit, Prasura zu verteidigen, doch natürlich war jede Hilfe mehr als willkommen.



    Scarlet konnte direkt mal einen Zombie erlegen, und gemeinsam mit den Sumpfelfen bildeten die vier Helden eine solide Front gegen die immer weiter anstürmenden Skelette, Zombies und Ghule, deren kleine Trupps jeweils von Wights angeführt wurden. Einige davon konnte Goldenar mit Turn Undead vertreiben, während Emilia und Scarlet ein Skelett nach dem anderen in seine Einzelknochen zerlegten.


    Einer der Sumpfelfen, der sich zuvor gegen einen Ghul sehr gut geschlagen hatte, fiel allerdings irgendwann einem Wight zum Opfer und wurde anschließend selbst als Untoter wiederbelebt. Als dann noch ein weiterer Wight auftauchte und Jas in Bedrängnis setzte, sah es schon brenzlig aus, obwohl Goldenar mit seiner Spiritual Weapon tapfer weiter Ghule zerschlug.


    Doch von diesen waren noch viele weitere da, die gerade die Tür zum Wachturm der Sumpfelfen zerbrochen hatten und nun auf die dortigen Bogenschützen losgingen. Einen der Ghule konnte Shauni immerhin festsetzen, wodurch er dann in seinem Duell mit Scarlet auf einmal sehr schlechte Karten hatte. Dann schaffte es einer der Sumpfelfenkrieger sogar, den Wight niederzustrecken, der seinen Mitstreiter getötet hatte. Unterdessen unterstütze Shauni Goldenar bei der Heilung.



    Als dann auch noch Cylara zur Hilfe eilte, sah es schon deutlich besser für die Gruppe aus. Die übrigen Skelette hatten, wie auch schon im vorigen Kampf gegen Untote, einen Narren an Emilia gefressen, doch diese konnte gut durch standhalten. Jas erging es weniger gut, denn er sank nach dem Angriff eines Ghuls erstmal zu Boden. Im Gegenzug konnte Emilia aber auch einen weiteren der fiesen Wights erlegen. Zwar war sie inzwischen auch selbst sehr verletzt, doch ein Heilzauber des Sumpfelfen Siro linderte ihre Schmerzen etwas.


    Scarlet half ihrer Freundin nun mit den Skeletten und zog ihr Langschwert mit voller Wucht durch zwei von ihnen. Als ein Ghul die Ablenkung dann nutzen und sie von hinten attackieren wollte, rettete Jas – der zwar immer noch am Boden lag, aber nun wieder bei Bewusstsein war – Scarlet mit einem Cutting Word.


    Dann endlich tauchte die Anführerin dieser Belagerung auf – eine wiedererweckte Dryade namens Corinna, bekannt als Herald der Schande. Sie begrüßte ihre Feinde direkt mit einer großen Giftwolke, welche daraufhin ihre Angriffe auf sie fokusierten. Goldenar versuchte natürlich, aus der Giftwolke zu entkommen, während er einem Wight-Pfeil durch seinen Ring der Phasenverschiebung entging. Auch Scarlet rannte so schnell sie konnte aus der Wolke, Emilia hingegen schien das Gift etwas mehr zu schaffen zu machen.


    Die Ghule um den Wachturm lieferten sich inzwischen einen Kampf mit Cylara in Wolfgestalt, die den Elfenschützen zu Hilfe gekommen war. Leider wurde sie dabei aber von einem der untoten Monster so fies getroffen, dass sie erst einmal gelähmt war. Shauni und Corinna wechselten ein paar Worte, denn anscheinend kannten sich die beiden zuvor. Einem der Sumpfelfen gelang es auch, Corinnas Konzentration zu brechen, womit sich die Giftwolke auflöste.


    Der Kampf tobte noch eine Zeit lang weiter, ein paar Untote fielen, doch auch die Helden und die Sumpfelfen erlitten immer mehr Verletzungen. Dann jedoch ließt der Herald die berüchtigte Grüne Seuche los, die sich unter den lebenden schnell fortpflanzte und damit Jas an die Schwelle des Todes brachte. Umso entschlossener wurden alle, die noch standen – Scarlet zerschlug einen Zombie, Shauni ließ ihre geballte Kraft auf einen Wight los und Goldenar heilte Emilia, damit diese sich wieder am Kampf beteiligen konnte.


    Er selbst hielt sich zusammen mit Cylara etwas nördlich vom Rest auf, wo noch immer der Schützenturm belagert wurde. Irgendwann fielen allerdings die Ghule endlich unter dem ständigen Pfeilhagel, womit Cylara und die Schützen dann auch den anderen helfen konnten. Dies war auch dringend nötig, denn die untote Dryade hatte Scarlet in ihren Bann gezogen – wie auch damals schon zu ihren Lebzeiten – und den Rest mit einem Entangle-Spell festgesetzt.


    Shauni und ihre Elfen konnten zwar ein paar Untote niederstrecken, doch die größte Bedrohung war immer noch da. Vor allem für Emilia sah es schlecht aus. Shauni konnte sie zwar eine Weile mit Heilmagie am Leben halten, doch musste sie weiter Angriffe einstecken, und ein Skelett hatte bereits ausgeholt, ihr den Rest zu geben. In letzter Sekunde warf sich Scarlet – der die Dryade ohnehin verboten hatte, irgendwen anzugreifen – dazwischen, womit sie nicht nur den Treffer für ihre Freundin einsteckte, sondern dadurch auch wieder zur Besinnung kam.


    Doch Corinna war nicht bereit, das auf sich sitzen zu lassen. Sie versuchte es mit einem Slow-Zauber, den aber zumindest die fünf Helden alle abwehren konnten. Als sie dann noch vom Wolf zu Boden geworfen wurde, wendete sich das Blatt. Wütend schlugen Emilia und Scarlet auf die Anführerin der Untoten ein, bis sie schließlich, durchbohrt von Scarlets Schwert, reglos liegen blieb.


    Die wenigen restlichen Untoten zerstreuten sich dann ziemlich schnell, und während die Verletzten versorgt wurden, bedankte sich Shauni zunächst einmal für die Hilfe bei diesem Kampf. Nachdem Cylara typischerweise direkt wieder im Wald verschwand, looteten Scarlet, Goldenar, Emilia und Jas die Untoten und fanden neben einigen brauchbaren Waffen und Rüstungen unter anderem eine verwitternde Dornenkeule, welche Corinna als Nahkampfwaffe bei sich hatte.


    Selbstverständlich versorgten die Sumpfelfen auch die Verletztungen der Helden und gaben Jas und Emilia ein Heilmittel gegen die grüne Seuche, die sie sich im Kampf zugezogen hatten. Auch wenn vor allem Jas durch seine Nahtoderfahrung noch ziemlich durch den Wind war, hatte die Situation doch insgesamt ein gutes Ende genommen, und gemeinsam mit Shauni und Siro ließ die Gruppe den Abend bei entspannender Musik in der Moraststätte ausklingen.


    Eines war auf jeden Fall sicher – durch die Erfahrungen, die sie in diesem Kampf gesammelt hatten, wurden unsere Helden deutlich stärker und würden sich künftig sicher auch an ein paar neuen Kampftechniken und Zaubern versuchen.


    (Die Party erreichte Level 5.)


    Session 11 – Von Seelen und Sagen

    Nach einer wohlverdienten Nacht des Schlafes trafen sich Goldenar, Scarlet und später auch Emilia zum obstbetonten Frühstücksbuffet der Moraststätte. Während die beiden letzteren den Tag erstmal langsam begannen, war Goldenar bereits fleißig und bereitete nicht nur neue Zauber vor, sondern stattete auch dem Forum einen Besuch ab, um nach den Pferden zu schauen und Kleidung im Elfenstil in Auftrag zu geben.


    Was ihn genau wie seine Begleiterinnen aber sorgte war, dass Jas gar nicht zum Frühstück erschienen war, und so begaben sich die drei zurücks aufs Zimmer, um nach ihm zu sehen. Körperlich schien er okay zu sein, doch er saß nur mit leerem Blick herum. Seine Nahtoderfahrung beim Kampf mit den Untoten hatte eine tiefe Depression in ihm ausgelöst, und nur mit Mühe gelang es den anderen, ihn zumindest etwas zu ermutigen.


    Scarlet konnte sich endlich mit Emilia aussprechen, und nach dem gemeinsamen Sieg über eben jene Dryade, die damals den Unmut ausgelöst hatte, war wieder alles gut zwischen den beiden. Bevor die Helden zusammen mit den Pferden die Stadt verließen, verkaufte Scarlet noch für Jas die Nebelwurzel im Kräuterladen.


    Der Weg zurück nach Bislingen verlief recht ruhig, und als sie gegen Mittag am Wachhäuschen vorbeikamen und die neblige Gegend verließen, wurden sie von strahlendem Sonnenschein begrüßt. Scarlet empfand dies jedoch aus irgendeinem Grund heute als unangenehm, und auch Jas war absolut nicht in der Stimmung, sich darüber zu freuen.


    Am Nachmittag in Bislingen angekommen, wurden die geliehenen Pferde zu Hauptmann Holger gebracht. Dann fragten Goldenar und Scarlet in der Herberge und im Wirtshaus nach Tuan und erfuhren, dass er anscheinend in ein seltsames Koma gefallen sei und ins Krankenzimmer der Kirche gebracht wurde. Zusammen mit den beiden anderen begaben sie sich direkt dort hin und wurden nach einem kurzen Gespräch auch von Küster Gunnar zu ihrem ehemaligen Begleiter gelassen.


    Goldenar konnte beim Bewusstlosen keine körperlichen Verletzungen feststellen, und für Jas brachte ein Einblick in dessen Gedanken auch nur wirre Erinnerungen hervor. Enttäuscht begaben sich die Abenteurer zurück nach draußen, und während Goldenar sich nach den Habseligkeiten von Tuan erkundigte, schlenderten Scarlet und Emilia ein wenig durch die Stadt. Jas versuchte, sich beim selbst ernannten Psychologen Dr. Dagoth beraten zu lassen, bekam aber nur seltsame Phrasen von ihm zu hören.


    Am Abend trafen sich alle in der Kneipe, wo sich Jas ziemlich schnell ins Koma soff. Auch Scarlet griff beim Alkohol ordentlich zu, während Goldenar und Emilia sich lieber ein dezentes Abendessen mit Geschnetzeltem gönnten. Beim Gespräch mit dem Wirt kam irgendwann das Thema Hexen auf, was vor allem in Scarlet das Interesse am berüchtigten Hexenturm von Filbstadt weckte.


    Nachdem sie den noch immer bewusstlosen Jas ins Herbergszimmer getragen hatten, machten sich die anderen drei noch zu einem nächtlichen Spaziergang im "Bislinger Dreieck" auf. Emilia zeigte sich besorgt über Scarlets Augen, die nicht nur lichtempfindlicher schienen als vorher, sondern auch im dunkeln leuchteten und erstaunlich gut durch die Nacht sehen konnten.


    Erschöpft begaben sich alle zu ihren Betten in der Herberge, doch Jas wurde von heftigen Alpträumen geplagt und hatte eine sehr unruhige Nacht. Erst als Scarlet auf sein Zimmer kam konnte er endlich einschlafen.


    Am nächsten Morgen schien aber alles wieder halbwegs in Ordnung zu sein. Nach einem gemeinsamen Frühstück brachen alle in Richtung Filbstadt auf, wo sie am Abend eine Audienz mit dem Großinquisitor erwartete. Jas, der sich zuvor noch neue Kleidung gekauft hatte, machte dabei dem Andenken an Tuan alle Ehre und ließ sich im Bollerwagen ziehen.



    Spät am Nachmittag erreichten die Abenteurer die Kathedrale und konnten sich dort noch ein wenig auf dem gut gepflegten Vorplatz ausruhen. Jas, früher absolut kein Fan von Religion, suchte unterdessen das Gespräch mit einem der Priester, um im Glauben Schutz vor dem Schnitter zu finden. Kurze Zeit später wurden alle zu Horace van der Filb eskortiert, mit dem sie insbesondere über den "Dämonenkrieg" sprechen wollten.



    Der Erzählung des Großinquisitors nach handelte es sich dabei um eine Invasion von seltsamen Kristallwesen, die durch Portale ins Land gelangt waren und viele Städte angriffen, wobei Filbstadt besonders stark betroffen war. Scarlet und Goldenar zeigten Horace das zerschlagene Crystal Sentinel und die Tagebuchseiten von Enirius.


    Zusammen spekulierte man darüber, wie jener damalige Bürgermeister von Bislingen zusammen mit Nithos seine Stadt von den Kristallwesen abschirmen konnte. Da diese den Wächtern in der Siegelkammer sehr ähnlich waren und sich Horace auch an etwas wie den Crystal Guardian als Wächter beim Portal damals erinnerte, lag es nahe dass die drei Reisenden Erya, Quandur und Nithos von der gleichen Welt stammten wie die Kristallwesen.


    Im weiteren Gespräch ging es unter anderem um den abgelieferten Vampir Henry, die zunehmende Untotenplage bei Prasura und den Hexenturm. Dieser sollte inzwischen verlassen sein und würde inzwischen nur noch ab und an von Jugendlichen für Mutproben besucht, während ein Großteil der dortigen Funde, inklusive dem "gelben Auge", längst in der Schatzkammer von Filbstadt sichergestellt wurden.


    Auch sprachen Goldenar und Jas im Zusammenhang mit den Untoten die Legende vom Schnitter an, welcher vor sehr langer Zeit durch das Land gezogen sein soll und dabei Leid und Tod hinterlassen hat. Insgesamt war das Gespräch zwar sehr aufschlussreich, doch wirklich konkrete Informationen blieben aus.


    Somit machten sich Scarlet, Emilia und Goldenar auf den Weg zur Filbstädter Herberge, Jas hingegen verbrachte noch ein wenig Zeit auf dem Friedhof und erkundigte sich nur wenig später im Haus des Glücks nach einem Job zur Ablenkung, bevor er dann auch schlafen ging.


    Session 12 – Im Bann des gelben Auges

    Am nächsten Morgen wurde Scarlet direkt von der blendenden Sonne und vom Baulärm im Hafenviertel geweckt, während Goldenar aus seinem Fenster das nächste Ziel der Gruppe in der Ferne sehen konnte – den Hexenturm. Nach Morgenroutine und Frückstück trug Jas dem Filbstädter Publikum den "Zauberlehrling" vor und erkundigte sich noch nach gewissen anderen Möglichkeiten, Geld zu verdienen.


    Dann ging es auch schon auf nach Nordosten, wo ein scheinbar verlassener alter Turm auf die Gruppe wartete. Um ihn herum fand sich allerlei ungewöhnliche Vegetation, die vor allem Emilia und Jas genauer untersuchten und dabei unter anderem ein paar leuchtende Pilze ausprobierten. Goldenar bereitete unterdessen sein "Detect Magic"-Ritual vor, um eventuelle Hinweise auf Magie im Turm direkt zu erkennen.



    Die Tür ließ sich ohne Probleme öffnen, doch die morschen Möbel wirkten genauso wenig einladend wie die Ratten und Spinnweben dazwischen. Obwohl alles darauf hinwies, dass dieser Ort schon lange unbewohnt sein musste, waren aus dem oberen Stockwerk Stimmen zu vernehmen. Jas konnte mit "Detect Thoughts" herausfinden, dass wohl drei halbwegs intelligente Kreaturen irgendein Experiment durchführten. Als die Gruppe sich nähere, um zu lauschen, erkannte sie, dass es wohl tatsächlich Hexen waren, die eine Art Trank zusammenmischten.



    Da es nun auf der Hand lag, dass die drei etwas mit dem Zustand des ehemaligen Kameraden Tuan zu tun hatten und dass sie sicherlich nichts Gutes im Schilde führten, entschied sich Scarlet für einen Überraschungsangriff mit ihrer Armbrust. Die anderen klinkten sich direkt mit ein und konnten auch ein paar ordentliche Treffer landen, doch es stellte sich schon bald heraus, dass die Hexen von ein paar beschworenen fliegenden Schlangen unterstützt wurden, die sich sogleich auf Scarlet stürzten.


    Eine der Hexen machte sich unsichtbar, während die Anführerin mit einem etwas größteren Zauberspruch begann, der sich schon bald als "Lightning Bolt" herausstellte und zwei der Helden zu Boden warf. Glücklicherweise war Goldenar wieder als Heiler zur Stelle. Jas und Emilia kümmerten sich erstmal erfolgreich um die Schlangen, Scarlet lieferte sich mit einer der Hexen einen erbitterten Nahkampf.


    Auch vor Goldenar tauchte plötzlich die unsichtbare Hexe auf, konnte ihn jedoch nicht treffen. Scarlet unterlag vorerst in ihrem Kampf, Emilia und Jas suchten erstmal Deckung, nachdem letzterer am "Counterspell" der Oberhexe scheiterte. Diese begann jedoch auch, sich erstmal etwas zurückzuziehen.


    Eine scheinbar harmlose Ratte sprang die Treppe hinauf, doch plötzlich wurde sie direkt hinter einer der Hexen zu einer Spinne und fügte ihr mit einem Biss ordentliche Schmerzen zu. Jas nutzte die Ablenkung, um den Hexen mit "Faerie Fire" ihre Unsichtbarkeits-Tricks zu vermasseln, die Oberhexe verschanzte sich derweil auf der Treppe zum obersten Stockwerk und feuerte mit "Magic Missiles" auf die Party.


    Nachdem die Spinne dann eine der Hexen in ihr Netz einsponn, wurde sie sofort attackiert und verwandelte sich wenig später in ihre ursprüngliche Form – Cylara – zurück. Es flogen weiter in beide Richtungen Offensivzauber durch den Turm, bis irgendwann Scarlet wieder zu Kräften kam und den nächsten Angriffen der Hexen und der verbleibenden Schlangen gekonnt auswich.


    Die Oberhexe versetzte sie daraufhin erstmal kurz in Schlaf, doch der hielt nicht lange an, und nach einem weiteren Schlagabtausch mit der Oberhexe gab sie erst einmal der Widersacherin im Spinnennetz den Rest. Die letzte Hexe schaffte es noch, vor den Augen der Helden zu verschwinden. Cylara hielt die Oberhexe mit ihrer Dornenpeitsche für kurze Zeit im Nahkampf, doch ohne ihre Tiergestalt hatte sie kaum eine Chance bei diesem Duell. Goldenar heilte derweil weiter seine Freunde und wurde inzwischen auch von Emilia dabei unterstützt.


    Jas versucht nun, die unsichtbare Hexe mittels Magie zu entdecken, und verfolgt sie bei ihrer mutmaßlichen Flucht. Ein heimtückischer Angriff von ihr schlug dabei ebenso fehl wie der Konter, und so entschied sie sich, den Turm komplett zu verlassen. Dies versuchte Jas zu verhindern, indem er Goldenar und Emilia ihre Position verriet, worauf sie die Fliehende noch angreifen konnten.


    Doch Emilia begann plötzlich, vor Angst zu zittern – die Illusion einer riesigen Spinne hatte sich durch die Magie der Oberhexe neben ihr manifestiert. Diese wurde daraufhin allerdings von Scarlet und Cylara bedrängt, während Jas und Goldenar weiterhin der übrigen Hexe ins untere Stockwerk hinterherjagten und sie letztendlich mit leuchtendem Feuer verbrutzeln konnten.


    Weiter oben im Turm lief es allerdings nicht so gut – die Oberhexe bombardierte Cylara und Scarlet weiterhin mit Magic Missiles und Emilia erlag ihrer magisch hervorgerufenen Angst. Glücklicherweise konnte Goldenar sie aber schnell wieder auf die Beine holen, stattdessen fiel nach einem geschickten Manöver von Scarlet die Oberhexe zu Boden. Noch gab sie sich zwar nicht geschlagen, aber nach ein paar weiteren Angriffen von Scarlet und Emilia und ein paar äußerst beleidigenden Worten von Jas ging sie schließlich zu Grunde.


    Während Cylara sich nach dem Kampf sofort wieder aus dem Staub machte, untersuchten die restlichen Helden die Habseligkeiten der toten Hexen. Neben ein paar Tränken und Aufzeichnungen fand Jas einen seltsamen Hexenhut, Goldenar hingegen eine schöne Perle. Alle ruhten sich kurz aus, bevor sie dann die Treppe zum obersten Stockwerk beschritten.



    Dort warteten keine Gegner mehr, stattdessen waren eine seltsame Halterung, zwei Truhen und etwas um die Ecke ein großer Spiegel mit gelblichem Rahmen zu finden. Schnell stellte die Gruppe allerdings fest, dass der Raum auch mit Fallen gespickt war. Bei den ersten konnte sie halbwegs glimpflich ausweichen, danach gingen sie auf Nummer sicher und nutzten schwere Rucksäcke, um die Bodenbereiche vor ihnen auszuloten. Unglücklicherweise warf Jas dabei aber seinen Rucksack in eine Fallgrube die direkt auf einen Folterstuhl in der Etage der Hexen führte.


    Als die vier den Spiegel betrachteten, fiel schnell auf, dass dieser nicht ganz normal sein konnte. Zwar sah Jas nur seine Reflektion, für Goldenar lagen jedoch die Spiegelbilder von Scarlet und Emilia am Boden, während die beiden Frauen sich selbst als Schwäne erkannten. Da sprach Goldenar einen möglichen Zusammenhang mit den Prüfungen beim Agenten der Verzweiflung an, und Scarlet stellte fest, dass auch die Edelsteine irgendwie auf den Spiegel reagierten.


    Nachdem Jas einige Zeit gebannt in selbigen starrte und ihn auch berührte, schien er in Ohnmacht zu fallen. Die anderen zogen ihn erstmal etwas weg, bevor sie sich dann weiter im Raum umsahen. Die zwei Truhen waren mit kleinen Giftfallen gesichert, denen sich Scarlet und Emilia konnten diese aber weitgehend vermeiden und den goldenen Inhalt bergen. Dann trugen sie Jas zusammen mit Goldenar, der seinen ohnmächtigen Begleiter weiter untersucht hatte, eine Ebene nach unten, bevor sie sich wieder dem Spiegel widmeten.


    Scarlet und Emilia hielten sich an den Händen und berührten das Artefakt mit dem violetten Stein der Verzweiflung, woraufhin beiden direkt schwindelig wurde und sie kurzerhand ebenfalls das Bewusstsein verloren. Nun war nur noch Goldenar übrig, der ratlos versuchte, seinen Freunden irgendwie zu helfen, aber der dann irgendwann auch durch die widerlichen Dämpfe des Hexenkessels zusammensackte.


    Ein wenig später sah auch Cylara nochmal nach dem Rechten und fand die anderen bewusstlos, aber lebend im Turm vor. Ihre Untersuchungen endeten allerdings abrupt, als sie – ohnehin schon sehr angeschlagen – in eine der Fallgruben stürzte und dann genauso regungslos wie der Rest der Party da lag.


    Intermezzo – Alle Wege führen nach Bislingen

    Scarlet erwachte in einem dunklen Raum, doch dank ihrer neu gewonnenen Fähigkeit, trotzdem gut sehen zu können, erkannte sie, dass es sich um den Keller der Bislinger Kirche handelte, in dem sie zusammen ihrer damaligen Party den verhexten Pfarrer Esarius besiegt hatte. Kurzerhand begab sie sich nach oben in das leere Kirchenschiff, wo sie allerdings eine Stimme in ihrem Kopf vernehmen konnte. Sie gab sich zwar nicht zu erkennen und bezeichnete sich nur als "die Stimme, die dich führt", bestätigte Scarlet aber ihre Vermutung, dass sie in einer Art Traumwelt war und erwähnte auch, dass ihre ehemalige Begleiterin Serena über irgendeinen "Schleier" vor kurzem ebenfalls hierher gefunden hatte. Auch wenn Scarlet das sicherlich interessant fand, wollte sie zunächst ihre aktuelle Gruppe wiederfinden und verließ die Kirche, um ein auffällige tristes Bislingen vorzufinden.



    Jas fand sich unterdessen in einer Art Lagerraum wieder, der sich schnell als Keller der Bislinger Taverne entpuppte. Nach lautem Klopfen öffnete der Wirt Jochen die verschlossene Tür nach oben. Im Gespräch versuchte Jas zu erklären, was er da unten gemacht hatte und wollte außerdem in Erfahrung bringen, was passiert war. Jochen gab allerdings nur kryptische Antworten, und so musste sich Jas selbst in der Stadt auf die Suche machen. Die anwesenden Bürger wirkten ungewöhnlich gleichgültig und sprachen auch in Rätseln. Noch beunruhigender waren allerdings die zwei Scheiterhaufen mit verbrannten "Hexen", die sich auf dem Marktplatz befanden und noch aus der Prüfung der Unruhe beim Agenten der Verzweiflung stammten.


    Emilia musste sich derweil durch die dunkle Kanalisation von Bislingen tasten. Schnell fiel ihr auf, dass dort Goblins lebten, die unter anderem mit Fallen gerne Ratten jagten. Nachdem sie ihnen eine Weile erfolgreich aus dem Weg gehen konnte, kam es schließlich doch zur Begegnung. Um zu beweisen, dass sie zu den guten Menschen gehört, die das "Monster" im Untergrund gejagt haben, sollte sie in dessen Höhle nachschauen, was dort passiert war. Neben einigen Spinnweben und einer mittelgroßen Riesenspinne, die sie gekonnt erlegte, entdeckte sie die Traumwelt-Versionen von Kahn und Aria, zwei ehemaligen Mitstreitern Scarlets, die dort eingesponnen waren. Sie erzählten Emilia, dass sie zusammen den Agenten der Angst getötet hatten aber später noch von einer der anderen Spinnen erwischt wurden. Die beiden verließen die Höhle, Emilia wollte jedoch noch den Goblins Bericht erstatten. Wie versprochen zeigten sie ihr einen Geheimgang nach draußen, der direkt an den Rand von Bislingen führte, und überredeten sie dazu, bei einem kleinen Goblinstreich mitzumachen.


    Goldenar erwachte an einem zunächst unbekannten Ort, an dem sich eine Werkstatt und ein altes Kampfdojo befanden. Nachdem er mit den vorhandenen Werkzeugen und ein wenig Geschick die verschlossene Außentür öffnen konnte, stellte er fest, dass es sich um den Keller des Bislinger Klosters handelte. Ein anschließendes Gespräch mit den Mönchen bestätigte ihm seine Vermutung, dass er sich gerade nicht in der realen Welt befand, und brachte ihn außerdem dazu, sich auf den Weg nach Bislingen zu machen, um die anderen zu finden. Vorbei an der Erya-Statue erreichte er schnell die Stadt, wo er sich zunächst in der Taverne erkundigte und dann auf den Marktplatz begab.


    Auch Cylara bahnte sich ihren Weg durch die Traumwelt. Aus der verlassenen Siegelkammer von Nithos heraus bewegte sie sich in den Wald, wo ihre Wölfe, die erstaunlicherweise hier sprechen konnten, etwas von einem bösartigen Wilderer mit gelb leuchtenden Augen erzählten, der sie jagte. Auf der Suche nach Spuren gelangte sie zunächst zum Friedhof von Bislingen, wo eine seltsame Axt herumlag, die dort nicht hinzugehören schien. Unschlüssig wollte sie sich in Tiergestalt auch noch in der Stadt selbst umschauen.


    Große Erleichterung überkam Jas, als er Scarlets Stimme aus Richtung der Kirche rufen hörte. Die Rothaarige wusste zumindest ein wenig mehr über diese Welt als er und konnte auch die verbrannten Hexen erklären, dennoch wussten beide nicht, wie sie hierher gekommen waren und vor allem wie sie wieder zurückfinden können. Daher suchten sie den zwielichtigen Psychologen Dr. Dagoth auf, doch der vertröstete sie auch nur mit Phrasen. Sie entschieden also, dass sie guten Rat am besten im Rathaus finden würden und konnten auch eine Audienz beim Bürgermeister Balduin erlangen. Diese wurde allerdings unterbrochen, als etwas von außen an die Fensterscheibe knallte – offenbar Kirschkerne, geworfen von frechen Goblins aus dem Untergrund.


    Dem verärgerten Bürgermeister sagten sie nur, dass sie einen Mensch mitgebracht hatten, und schnell erfuhren Scarlet und Jas, dass es sich dabei um Emilia handelte. Kurz nachdem sie das Rathaus verlassen hatten, um ihre Freundin zu treffen, begegneten sie auch Goldenar wieder und die Gruppe war wieder vereint. Cylara zog es allerdings vor, in Form einer niedlichen Katze erstmal inkognito zu bleiben. Gemeinsam suchten alle nun nach einem Weg zurück in die reale Welt.


    Credits (Session 9-12)

    Die gezeigten Maps wurden alle von mir erstellt, größtenteils mit dem Online-Tool Inkarnate, die Herbergszimmer und das Innere des Hexenturms hingegen mit dem Arkenforge Master's Toolkit. Die Charakterportraits habe ich mit Portrait Workshop erstellt.

    Gespielt wurde im System Dungeons & Dragons 5 über Roll20 und Discord.

    Props für die Liste, sollte vor allem den Anfängern hier weiterhelfen.


    Hätte aber eine Anmerkung zu Relentless Flame (Glurak/Nidoqueen), was ich neben Laserfocus selbst regelmäßig spiele:


    Deck-Out und Typenschwäche

    Disagree zu beidem, sorry. Deckout im klassischen Sinne ist ein kompletter Non-Issue da das Deck zwei Brock's Grit und keine Discard-Effekte hat. Eher kommt es vor dass die Ressourcen ausgehen bzw. man nicht mehr genug Hitter aufbauen kann wenn man Brock nicht zur richtigen Zeit zieht, einfach weil das Deck verhältnismäßig viel rausballert.


    Typenschwäche hat prinzipiell jedes Deck, Relentless Flame ist davon aber deutlich weniger betroffen als die meisten anderen. Zum einen hat es gute Hitter mit verschiedenen Schwächen, zum anderen wird Glurak eh auf Glass Cannon gespielt, und Gallopa wird auch sowieso ab dem Midgame von vielem geoneshotted wenn es Agilität nicht trifft. Bei anderen Decks wie z. B. Gortrom, die darauf setzten mindestens einen Hit zu überleben, ist so eine Schwäche viel verheerender.


    Find es btw schwerer (richtig) zu spielen als Laserfocus, weil Auswahl des Hitters, Ressourcen-Management und Energie-Attachments schon einiges ausmachen in dem Deck.

    Bevor ich zu den Bewertungen komme möchte ich sagen, dass ich wie viele hier kein Experte für Spriting bin und daher die meisten Einschätzungen eher subjektiv sind, auch wenn ich versucht habe, objektive Kriterien einfließen zu lassen. An sich fand ich hier auch keine Abgabe wirklich schlecht, daher bin ich auch wie die meisten anderen nicht komplett runter gegangen bei der Bewertung, aber einige waren doch deutlich ansprechender als andere. Hoffe dass ich halbwegs fair bewertet habe, kurze Begründungen zu allen sind im Spoiler nachzulesen.


    Haus: Kobalium

    Abgabe 1 - 10/10
    Abgabe 2 - 8/10
    Abgabe 3 - 8/10
    Abgabe 4 - 8/10
    Abgabe 5 - 6/10
    Abgabe 6 - 4/10
    Abgabe 7 - 7/10
    Abgabe 8 - 7/10
    Abgabe 9 - 5/10
    Abgabe 10 - 5/10
    Abgabe 11 - 5/10
    Abgabe 12 - 7/10
    Abgabe 13 - 8/10
    Abgabe 14 - 4/10
    Abgabe 15 - 9/10
    Abgabe 16 - 5/10
    Abgabe 17 - 5/10
    Abgabe 18 - 6/10
    Abgabe 19 - 6/10
    Abgabe 20 - 5/10
    Abgabe 21 - 8/10
    Abgabe 22 - 8/10
    Abgabe 23 - 7/10

    Haus: Kobalium
    Abgabe 1 - 7/10
    Abgabe 2 - 6/10
    Abgabe 3 - 8/10
    Abgabe 4 - 8/10
    Abgabe 5 - 5/10
    Abgabe 6 - 7/10
    Abgabe 7 - 5/10
    Abgabe 8 - 6/10
    Abgabe 9 - 4/10
    Abgabe 10 - 9/10
    Abgabe 11 - 2/10
    Abgabe 12 - 3/10
    Abgabe 13 - 7/10
    Abgabe 14 - 7/10
    Abgabe 15 - 6/10
    Abgabe 16 - 7/10



    War insgesamt schon eher kritisch, aber möchte hier dazu sagen, dass ich keine Abgabe wirklich komplett schlecht finde. Habe jetzt auch keine 1/10 oder 10/10 gegeben, einfach weil mir die Erfahrung fehlt um das so klar beurteilen zu können, sonst aber den Rahmen ausgeschöpft.

    Muss sagen dass ich das Marnie Remix kenne und auch schon mehr von Raushna gehört hab, wobei Lyrics eher unüblich für sie sind. Mag es aber generell und finde es cool dass sie passend zum Track was geschrieben haben. Passt zwar nicht immer komplett in den Flow, aber das wäre auch schwierig hinzukriegen. Würde jedenfalls 8/10 Punkten geben.




    Selbst würde ich dann was etwas älteres posten, was ich aber trotzdem ziemlich gut gelungen finde. Und zwar ist es das Main Theme aus Klassiker The Elder Scrolls III: Morrowind, aber als Boss Battle aufgelegt, ein Konzept das ich allgemein sehr mag. Das ganze stammt von OverClocked ReMix, die Seite ist schon älter als YouTube und die haben einige richtig tolle Sachen. "Battle at the Red Mountain" ist von einem User dort namens Emperor / Sleepy Emp.


    Okay dann mische ich auch mal mit, und zwar aus Sicht eines der liebenswertesten NPC-Trainer in Gold und Silber – Teenager Joey (aka Julian). Ihr wollt mehr über ihn wissen? Gebt ihm doch einfach eure Telefonnummer und er hat einiges zu erzählen.


    Sein erstes Ziel hatte Joey schon vor Jahren erreicht – er war Besitzer des stärksten Rattfratz der Welt. Perfekte Gene und ausgiebiges Training hatten es endlich zum „Top Percentage“ unter den Rattfratz gemacht. Doch sein Ehrgeiz hörte hier nicht auf, denn nun kam der nächste Schritt. Rattfratz sollte das stärkste aller kleinen und nicht voll entwickelten Pokémon sein. Auf seiner Reise hatte der motivierte junge Trainer sämtliche Konkurrenten um diesen Titel geschlagen, doch einer fehlte noch. Bevor er Joey nach seinem zwanzigsten Geburtstag kein Teenager sein würde, musste sein Rattfratz den vermutlich stärksten Widersacher in seiner Gewichtsklasse besiegen.


    Natürlich handelte es sich dabei um das legendäre Pikachu von Ash Ketchum, den Joey in dieser Nacht herausfordern würde. Warum ausgerechnet nachts? Nun, sein Rattfratz kam in der Dunkelheit prima zurecht und hatte ein paar Tricks auf Lager. Professor Lind sagte mal, dass dies daran liegen könnte, dass einer seiner Vorfahren aus Alola kam, wo Rattfratz den Unlicht-Typen hatte. Jedenfalls würde sein Pokémon gegen ein Pikachu, das sogar beim Einsatz seiner stärksten Attacken auffällig leuchtete, einen klaren Vorteil haben.


    Mit seinem Kampffahnder konnte Joey genau herausfinden, wo sein Gegner übernachtete. Immerhin war Ash dumm genug, ihm vor Jahren mal seine Telefonnummer zu geben. Nachdem Joey allerdings bei seinem ersten Anruf festgestellt hatte, dass Ash noch nerviger war als er selbst in seinen schlimmsten Jahren, ließ er den Kontakt erstmal ruhen.


    An seinem Ziel angekommen, sah Joey sich um. Aufgrund der Dunkelheit konnte er nicht viel erkennen, doch ein paar Gestalten von Menschen und Pokémon waren im Mondlicht auszumachen, und zwar definitiv nicht nur Ash und Pikachu. „Ist das etwa... Team Rocket? Diese Bande von Leuten, die zu inkompetent sind, ihre Rattfratz richtig zu trainieren und das dann auf das Pokémon schieben?“ wunderte der Teenager sich still. Es war wohl das beste, erst einmal abzuwarten. Zeugen wären für seinen unabwendbaren Sieg sicherlich nicht schlecht, aber Team Rocket war doch bekannt dafür, immer wieder Ärger zu machen.