Beiträge von Amaroq

    Ich studiere seit 10/17 Kommunikationsdesign, und finanziere mir mein Leben teilweise mit Illustrationsaufträgen (und das auch schön länger, als mein Studium bisher andauert).

    Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass in Phasen, in denen ich nicht gut drauf bin, es finanziell gerade schwierig ist, oder irgendwas anderes gerade wichtiger ist, das Zeichnen an Aufträgen von einer starken Demotivation begleitet wird. Ich muss mich phasenweise wirklich dazu zwingen, meine Deadlines einzuhalten und es ist teilweise echt kein Genuss.

    Aber so ist das leider mit der Arbeit. Mir macht Kunst Spaß und ich bin sehr froh darüber, dass ich jetzt doch eine künstlerische Laufbahn eingeschlagen habe, allerdings muss man sich darüber im Klaren sein, dass es nicht immer nur "ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht" ist. So schön diese tiefsinnigen Facebook-Bildchen auch klingen, die einem Vorgaukeln, wenn man das als Beruf macht, was man liebt, sei man immer glücklich, dem ist nach meiner Erfahrung und nach der Erfahrung derer, die schon länger im Beruf sind, nicht so.

    Irgendwas ist immer doof, seien es die Kunden, sei es der bürokratische Stuss, den man gerne mal an der Backe hat, da muss man einfach kämpfen.


    Ich empfehle niemandem eine Laufbahn in der Kunst/Design/ähnliches, der in der oben angesprochenen Facebook-Bildchen-Blase lebt. Man muss Kampfgeist haben, man muss Ambitionen haben und man muss sich selbst in den Arsch treten können. Tagtäglich.

    Tatsächlich ist das ein Thema, über das ich auch viel nachdenke.


    Ich bin inzwischen nur noch so semi-aktiv auf Instagram unterwegs, weshalb ich natürlich keine wirkliche Followerschaft und wenig Interaktion durch Leute habe, die ich nicht iRL kenne, und ansonsten poste ich meinen Kram eigentlich nur noch auf Telegram, da ich dort in einigen Zeichner-Gruppen bin, in denen man hin und wieder sogar ganz sinnvolle Kritik bekommt, sich aber sonst auch über allen möglichen kunstbezogenen Kram austauschen kann.

    Ich schildere jetzt einfach mal stichpunktartig meine Erfahrungen aus Instagram und Telegram separat, und ziehe danach ein paar Schlüsse daraus.


    Instagram:

    a) Fanart kommt immer besser an.

    b) Skizzen gehören in die Story, oder hinter ein fertiges Bild in so Mehrbilder-Posts

    c) Zeug, auf das ich stolz bin, weil es vielleicht ausnahmsweise mal technischen Anspruch hat, bekommt weniger Aufmerksamkeit, als ein 2h Speedpaint.

    d) Die Account-Insights zu analysieren und nach ihnen zu posten ist signifikant.

    e) Kommentare beschränken sich auf Lobeshymnen, aber damit ist bei schnelllebigem Social Media wie Instagram zu rechnen.


    Telegram:
    a) Feedback ist tageszeitabhängig.

    b) Viele Leute tippen am Handy, weshalb Sätze teils eher kurz und bündig gehalten werden - das kann manchmal harsch wirken.

    c) In aktiven Zeiten der Gruppen bekommt man manchmal auch gar kein Feedback ab, weil gerade bereits fünf andere Gespräche parallel am Laufen sind.

    d) Persönliche Abneigungen bestimmen viel stärker den Ton, in dem reagiert wird.


    Was entnehmen wir nun daraus? Nun, wer sein Ego pushen will, spammt Fanart auf Instagram und wird damit relativ sicher, relativ erfolgreich. Dafür muss man auch gar nicht einmal so viel können. So gerne ich eine große Followerschaft auf Instagram hätte, da sich das einfach ab einer bestimmten Größe auch als Referenz in Bewerbungen (zumindest in dem Berufsbereich, in den ich gehe) nutzen kann, sehe ich nicht ein, mich so zu verkaufen. Nur das zu machen, was andere sehen wollen, immer auf die neusten Trends aufzuspringen, das bin einfach nicht ich. So kommt es leider auch, dass ich in Phasen, in denen mein Kopf und ich uns gar nicht mal so sehr grün sind, sehr viel mehr Wert auf das Feedback lege, dass ich beispielsweise auf Instagram bekomme, da ich phasenweise einfach Bestätigung benötige. Kommt dann kein zufriedenstellendes Feedback, ist es einfach in eine Spirale abzurutschen - Bilder werden noch seltener gepostet, man geht mit weniger Elan ans Zeichnen und dementsprechend halbherziger sind die Ergebnisse (und gerade das sind meiner Erfahrung nach auch Laien in der Lage zu identifizieren), desto weniger Feedback bekommt man und desto frustrierter wird man.


    Daraus kann man schlussfolgern, dass es nicht nur die Reaktionen anderer auf die eigenen Bilder sind, die auf das Gesamtgefühl Thema Kunst/Feedback einen Effekt haben, sondern auch man selber und wie man mit den Reaktionen und dem Feedback umzugehen vermag. Hat man gerade einen schlechten Tag, nimmt man negatives Feedback auch gleich viel persönlicher ("man" entspricht natürlich "ich", aber ich denke, dass es nicht mir so geht), als wenn's einem gerade so richtig gut ist und man quasi in Euphorie baden gegangen ist.


    Ich weiß nicht, ob diese Ausführungen Sinn ergeben, tho.

    Bei der Unterstellung "zeugt von Arroganz" (oder wie auch immer es jetzt im Wortlaut formuliert wurde) möchte ich an dieser Stelle einfach mal reingrätschen.


    Gegeben ist erstens: Jemand postet ein Bild.

    Gegeben ist zweitens: Jemand schreibt einen ausführlichen, rein verbalen Kommentar zu diesem Bild, in dem die Highlights des Bildes gelobt und die Fehler ins Detail beschrieben und mit Verbesserungsvorschlägen versehen werden.

    Wir wissen: Niemand der Diskussionsteilnehmer hat damit ein Problem, niemand der Diskussionsteilnehmer würde zu dem Schluss kommen, ein Kritiker wäre auf Grund der Gegebenen arrogant, richtig?


    Gegenstand der Diskussion sind nun Redlines, die, wie Effi oben schon wunderbar ausgeführt hat, einfach nur eine nonverbale Ergänzung zu geschriebener Kritik, aber sehr viel eindeutiger und mit weniger Spielraum für Interpretation oder der Entwicklung weiterer Fehlerherde sind.

    Wo sind Redlines vom Mindset des Kritikers etwas anderes, als verbale Kritik? Inhaltlich sagen Redlines genau das gleiche wie verbale Kritik, bei der anderen auch nicht vorgeworfen wird, arrogant zu sein.


    Und nun … verschwinde ich wieder in die Versenkung. *tips fedora*

    Wenn ihr einem Pokémon eine Mega-Entwicklung geben könntet, welches wäre es und warum?


    Definitiv Sengo! Ich hab absolut keine Ahnung von CP, ich weiß nur, wie man Sengo mit Toxic Orb spielt und es ist einfach verdammt geil. Sengo ist generell verdammt geil und bekommt vom Spiel viel zu wenig Liebe und Zuwendung. Eine Megaentwicklung für Sengo (und Vipitis dann direkt auch) würde mit großer Sicherheit ziemlich cool aussehen und ich wäre endlich wieder motiviert, Pokémon Fanart zu zeichnen! Zu den Fähigkeiten und den Spielweisen dürfen sich dann kluge Köpfe Gedanken machen, ich will eigentlich nur, dass es cool aussieht!

    Ach du meine Güte, das ist ja schon wieder 3,75 Ewigkeiten her, seit ich hier was gepostet habe. Dann kommt jetzt mal das obligatorische Update!



    Und folgend ein paar neue Bilder, mal schauen, was ich da so nehme. :D






    Das ist jetzt natürlich bei Weitem nicht alles, was ich in den letzten Monaten produziert habe, nur eine kleine Auswahl, weil ich aktuell viel digital am iPad arbeite - ich bin im Dezember umgezogen und pendel jetzt jeden Tag zwischen zwei Städten. Da nutze ich die Zeit, die ich in der Bahn hocke, gerne mehr oder minder sinnvoll.
    Achso, und vielleicht relevant/interessant: Ich studier seit Oktober 2017 Kommunikationsdesign, bin jetzt im zweiten Semester und nicht mehr komplett gelangweilt. Nur noch die meiste Zeit.
    Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn auf dem Laufenden bleiben will, folgt mir am besten auf Instagram!

    Ich weiß immer nicht mal mehr, was für Bilder ich alle gemalt habe. Ich glaube, dass ich sie verdränge ist ein Schutzmechanismus.



    Moin!
    Endlich mal die Zeit gefunden, wupwupwupwup.


    Ich werd' mich mit dem Reshiram-Bild beschäftigen.
    Als erstes fällt mir sehr positiv ins Auge, dass du auf die Verwendung von Outlines verzichtet hast. Das ist absolut nicht einfach, kann aber verdammt coole Wirkungen erzielen. Gleichzeitig musst du dabei noch stärker auf Licht und Schatten achten, da diese der einzige Weg sind, Objekte bzw. Körperteile voneinander zu trennen.


    Anatomisch ist das Reshiram im Großen und Ganzen schon sehr gut gelungen, ein paar Makel hat es dennoch. Ich habe mir mal erlaubt, Redlines anzufertigen.
    https://abload.de/img/unbenannt0wx9m.png
    Am Kopf habe ich einen anderen Schnauzenvorschlag gemacht, bei dem der Nasenbereich weiter überlappt, während die Schnauzenspitze nach unten hin weiter zurück geht. Das gibt der Kopfform etwas mehr Schnitt, was bei einem Pokémon wie Reshiram wohl ganz gut passt. Außerdem sieht es auf den Artworks nach einer eher spitz zulaufenden Schnauze aus.
    Ebenfalls angedeutet habe ich den Hinterkopf, den du komplett außen vor gelassen hast. Der Fellkranz um den Kopf herum geht dem Sugimori-Artwork auch unter der Schnauze noch weiter.
    Insgesamt finde ich, wirkt der Kopf, orientiert an den originalen Artworks etwas sehr groß, im Verhältnis zum Körper. Daher habe ich mir erlaubt, den Brustbereich und Hals etwas zu verlängern, um das Verhältnis ein wenig besser anzupassen.
    Was aber wohl am ehesten ins Auge sticht, was ich am Flügel gemacht habe - Textur. Ich hab auf die Schnelle keine Infos dazu gefunden, ob Reshiram nun Federn und/oder Fell und/oder Schuppen hat, aber die Artworks sehen nach irgendwas seltsamen zwischen Federn und Fell aus.
    Mich persönlich stört bei der Coloration etwas, dass der Flügel einfach nur eine weiße Fläche mit kaum Kontrast und Sturktur ist. Es könnte so alles sein. Was ich gemacht habe, ist den Flügeln etwas Struktur zu geben, indem ich Federn angedeutet habe. Wenn du nicht weißt, wie bestimmte Strukturen aussehen, schau dir einfach haufenweise Bilder bei zB. Fell von Tieren an, und probier herum, das bewirkt häufig echt Wunder! Das ist auch das Schöne am digitalen Painting, man kann einfach Rumschmieren, bis es irgendwie passt!


    Was ebenfalls etwas ins Auge sticht, ist, dass die Hand.. Teile an den Flügeln etwas aufgesetzt wirken. Unabhängig davon, ob Reshiram nun Fell, Schuppen oder Federn hat, ganz gerade sind solche Kanten nie. Kleine Federn, die etwas über die Ansätze der Krallen hinüber ragen, können ganz viel Leben ins Bild bringen.


    Was ich dir zusätzlich noch mit auf den Weg geben möchte, auch zum Thema Coloration, ist die Empfehlung, mit Farben zu experimentieren. Klar, Reshiram ist weiß, da sind graue Schatten naheliegend.
    ABER.
    Nimm mal einen weißen Gegenstand deiner Wahl, meinetwegen eine Tasse und schau sie dir zu verschiedenen Tageszeiten und von verschiedenen Lampen angestrahlt an. Mach vielleicht auch Fotos dazu, sodass du die genauen Farbwerte später am PC mit der Pipette abnehmen kannst. Dir wird auffallen, dass das Weiß der Tasse immer unterschiedlich aussehen wird, aber niemals nur weiß. Gleiches mit den schattigen Stellen.
    Licht ist unglaublich vielseitig, und hat ganz unterschiedliche Farben, die sich natürlich auch auf die Gegenstände auswirken.
    Ich hab selbst nicht besonders viel theoretische Ahnung davon, aber durchs reine Beobachten kann man unglaublich viel über verschiedene Belichtung lernen. man muss sich nur trauen, mit den Erkenntnissen in der Praxis rumzuspielen.


    Sou. Dat war's von meiner Seite auch erstmal, ich bin augenscheinlich total aus der Übung, was das Verfassen von Kommentaren angeht, ich hoffe allerdings, dass der dir trotzdem ein wenig weiterhilft. (:


    -Ama

    Gerade nachgesehen, Fahrt kostet von HH aus derzeit via Fernbus 35€ hin und zurück. Sind zwar zusammen über 10h Fahrt, aber zu der Zeit sollte es wohl nicht mehr ganz so heiß sein, im Zweifel wäre es machbar, super motiviert bin ich aber tbh auch nicht. Ich denke ich werde abwarten, wie sich die Preise halten/verändern oder ob es bis dahin ein gutes Angebot von blablacar oder womöglich sogar der Bahn gibt (neue 10€-Coupons vielleicht) - afaik muss ich bis September auch noch ne Freifahrt einlösen. Schätze die Wahrscheinlichkeit nicht als super hoch ein, weil ich zu der Zeit gerade erst umgezogen sein werde und vermutlich gerade erst einen neuen Job begonnen haben werde, aber wenn ich meine spontane Seite entdecke und das Wetter passt, schaue ich vielleicht vorbei.

    basically this.

    Ich muss auch immer üben, alles mögliche. Ich bekomme immer Hausaufgaben auf.

    (das ist ganz normal, das kennt hier vermutlich jeder von uns. c; Ich für meinen Teil mache Musik allerdings komplett freiwillig, das heißt, jede Stunde, die ich Skalen rauf und runter spiele, auswendig lerne und mir dabei Blasen an den Fingern hole, sind komplett aus eigenem Willen)
    Ohne Übung kann man noch so viel Potential in etwas haben, man wird einfach nie richtig gut darin.



    Okay. Ich mache es so, ich kann es überhören, also mir macht es nichts aus, wenn es nicht zu schlimm ist. Wobei ich schon so einiges gehört habe.

    Auf der anderen Seite sollte man es natürlich auch mal so betrachten: Kein Live-Auftritt funktioniert perfekt. Ich steh seit inzwischen 13 Jahren auf der Bühne und ich habe noch keinen Auftritt erlebt, wo alles reibungslos abgelaufen ist, selbst wenn es nur kleine Schönheitsfehler waren. Und das ist auch vollkommen ok. Den Anspruch zu haben, dass die Performance so gut wie irgendwie möglich wird, ist natürlich immer wichtig, aber Fehler sollten sowohl von Musiker/Performer-Seite, als auch von der Zuschauerschaft akzeptiert werden.

    Okay, ich muss nichts ausprobieren.

    Ja, das ist das Schöne am angeborenen absoluten Gehör. Hätte ich auch gerne, aber ich muss dafür üben. Das wird aber mit der Zeit auch.


    Deshalb verstehe ich nicht, was an meinem Gehör so besonders sein soll.

    Ein absolutes Gehör haben halt nicht viele Menschen. Hab irgendwann mal gelesen, dass jeder angeboren eines hat, es aber während der Kindheit wieder verliert. Mit gezieltem Training in der Kindheit kann man also eines haben. Ich weiß allerdings nicht, was da dran ist.


    Da bin ich mir nicht so sicher. Ich habe nur von jemanden gehört, sie kann nicht auf Konzerte gehen, da sie jeden Fehler sofort hört.

    Ich habe genug Kontakt zu nicht-Musikern, die regelmäßig auf Konzerte gehen, dass ich sicher sagen kann, dass der Durchschnittsmensch da Fehler dennoch hören kann. Mag nicht auf alle zutreffen, auf viele aber auf jeden Fall.


    Wobei "falsche" Töne ja immer Auslegungssache sind. Wenn du du ein live gespieltes Stück nicht kennst, dann können Töne, die du als harmonisch falsch wahrnimmst, durchaus für die Stimmung beabsichtigt sein. Damit arbeite ich selbst beim komponieren gerne, das kommt im Metal generell sehr gut.

    Weil es hier mal Thema war und bei mir im Moment aktuell ist, muss keiner von euch etwas nach Gehör spielen und hört die Töne? Ich musste sogar ein Lied spielen, ohne es zu hören, also ich kenne die Melodie und musste anhand von ihr, die ich im Kopf habe, das Lied spielen. Macht das sonst keiner?

    Von "müssen" kann bei mir keine Rede sein, von "können" und "wollen" dennoch. Dadurch, dass wir in der Band selbst schreiben, ist bei uns noch mal der komplett andere Anspruch gegeben, zu wissen, welche Töne denn überhaupt genutzt werden könne, um die gewünschte Stimmung zu erzeugen.
    Wenn ich eine Stimme im Kopf habe, oder mir ein Lied anhöre, das ich gerne spielen möchte, aber auf die Schnelle keine Tabs finde, spiele ich das natürlich nach Erinnerung bzw. Gehör. Da gehört stellenweise etwas Ausprobieren dazu, aber da Intervalle ja einfach zu hören sind, ist das kein Problem.


    Zusätzlich spiel ich in einer Bigband, natürlich fällt dort auf, wenn falsche Töne gespielt werden. Und meiner Ansicht nach ist es absolut nichts besonderes, wenn einem sowas auffällt (das merken ja sogar Leute, die selbst keine Musik machen).


    Ein angeboren absolutes Gehör habe ich nicht, allerdings kann ich meine Instrumente rein nach Gehör stimmen, weil ich mir inzwischen die Töne merken kann.

    Ich spiel mal weiter Alleinunterhalter und werf 'n bisschen neuen Shit rein.




    Alles andere aus den letzten drei Monaten war scheiße, insofern war's das dann auch. Bye o/