Beiträge von Feliciá

Die Insel der Rüstung erwartet euch!


Alle Informationen zum ersten Teil des Erweiterungspasses "Die Insel der Rüstung" findet ihr bei uns auf Bisafans:

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    Ich glaube ein großes Problem, das ich persönlich mit Ecchi habe - und ja, ich bin jemand, der sich auch romantisch sexuell zu Frauen hingezogen fühlt, ich kann die Ästhetik von Frauen also durchaus wertschätzen, auch Nacktheit - ist einfach, dass es Frauen und weibliche Sexualität in einem sehr falschen Licht darstellt, und die Tatsache, dass ich persönlich mit Hardcore Weebs die Erfahrung gemacht habe, dass Frauen in der echten Welt so drauf wären. Ich sage jetzt nicht, dass jeder, der sich Anime ansieht, nicht in der Lage ist das Gesehene von der realen Welt zu differenzieren, aber es gibt halt genug Ausnahmen.

    Ich wurde schon von Leuten, deren einziges Hobby, einziger Persönlichkeitstyp "Anime und Manga" ist, gefragt, ob Frauen wirklich einander an die Brüste fassen, oder ob wir immer gefährlich kurze Röcke tragen und dann peinlich berührt sind, wenn wir "ausversehen" stolpern.


    Sexualität und besonders Sexpositivität im Bezug auf Frauen finde ich wichtig. Was ich nicht richtig oder wichtig finde, und was mich auch maximal irritiert, ist das ständige Sexualisieren von Frauen. Bisschen Ecchi ist ja okay wenn es passt und in einem reifen Kontext angebracht wird. Aber die ständige Sexualisierung von gefühlt allem in Anime missfällt mir einfach. Besonders von Minderjährigen Charakteren. Ich kriege jetzt locker bisschen Hate - Finde glaube ich kein Trope in Anime ekliger als die 5000 Jahre alte Lolita (oder Lolis generell), die wie ein Kind aussieht, wie ein Kind spricht und handelt, sich aber in hautenge und knappe Kleidung zwängt. Auch trans oder feminin gekleidete Männer werden ständig als "Traps" sexualisiert. Inklusion und Offenheit ist wichtig, Fetischisieren geht dann aber einen Schritt zu weit.

    Freundschaften laufen halt für jeden anders ab und wie gesagt ich würde nicht mehr erwarten, als ich selbst nicht "leisten" könnte.

    Einigen reicht es, wenn man sich 1mal im Jahr trifft/meldet, andere 1mal im Monat, andere 1 die Woche oder oder oder, du bist jetzt vllt. nicht die Person, die das 1mal die Woche braucht, dafür aber ggf. ein Anderer.

    Ich habe Freunde, mit denen ich jeden Tag Kontakt habe, und mit anderen Freunden rede ich 2-3 mal die Woche per Whatsapp. Ich denke, dass man in Freundschaften Kompromisse machen muss, wie in jeder anderen Beziehung auch. Es ist vollkommen in Ordnung eine gewisse Vorstellung zu haben, und es ist schön andere um sich zu haben. Aber so sehr ich meine Freunde auch liebe - ich glaube so in gewisser Weise kam eine teilweise Obsession auch dadurch, dass ich mich einsam gefühlt habe, Verlustängste habe und Bestätigung durch andere brauche. Ohne dir jetzt natürlich eines davon unterstellen zu wollen: man muss für sich persönlich auch immer evaluieren, warum man welche Bedürfnisse hat, und welche Wünsche realistisch und gesund sind, und welche eher weniger. Wenn man am liebsten jeden Tag mit all seinen Freunden reden, schreiben und chillen will, jetzt mal übertrieben gesagt, ist da vielleicht mehr dahinter.


    Meine persönliche Erfahrung ist - wenn man mit jemandem lange befreundet ist (hallo Adurna  Acario und Haina <3), dann hat man immer noch viel zu teilen, und wir schreiben auch fast jeden Tag in ner gemeinsamen Whatsappgruppe und schreiben uns unsere Wut, Meinung, Rage oder Glücklichkeit von der Seele, teilen Memes oder Katzenbilder, aber dieser Schwall an Infos, die man austauscht, wenn man sich gerade kennen lernt, ist halt weg. Du weißt dann, wann derjenige Geburtstag hat, wo derjenige in die Schule ging etc. Man informiert sich dann nur noch irgendwann über besondere Tageserlebnisse, maximal, und manchmal sind Tage echt ereignislos. Eine gute Freundschaft hält das auch aus, weil sie von der Qualität der Zeit lebt und nicht davon, dass man sich jeden Tag mit dem anderen umgibt.


    Hallo liebe Bereichsuser und alle die es werden wollen! ♥


    In diesem Diskussionstopic könnt mit Gleichgesinnten über alles sprechen, was ihr mit dem Hobby verbindet und wie ihr überhaupt zu Dungeons&Dragons, Pen&Paper oder anderen Tabletops gekommen seid. Ein paar grobe Orientierungspunkte, welche Themen hier besprochen werden können, sind beispielsweise:

    • Wie lange spielt ihr schon D&D/P&P?
    • Wie seid ihr zu dem Hobby gekommen?
    • Wie stehen eure Freunde/Familie zu dem Hobby? Konntet ihr schon Außenstehende dafür gewinnen?
    • Wie oft lebt ihr dieses Hobby aus? In wie vielen Kampagnen/Spielen seid ihr angemeldet?
    • Hat sich eure Begeisterung und eure Meinung über das Hobby über den Lauf der Zeit geändert?
    • Konntet ihr durch D&D/P&P etwas langfristig für euer Leben lernen?

    Das Bereichsteam wünscht euch viel Spaß beim Diskutieren Trikephalo

    Weil es ein Unterschied ist, ob du Pilot*in bist oder bei der Lufthansa arbeitest. Verschiedene Arbeitgeber haben teils dutzende Möglichkeiten Leute zu beschäftigen. Alle mit unterschiedlichen Bezeichnungen. Entsprechend der Umstände ist das eventuell zu ungenau und "klobig" und einfach nicht richtig genug.

    Als cis-Mann & Entwickler den es wirklich interessiert, wie problematisch sind freiwillige Geschlechtsangaben auf Websites/Apps, wenn es für non-binary keine Auswahlmöglichkeit gibt?

    Ich bin zwar eine cis Frau, moderiere aber einen Discord Server, auf dem wir keine "Geschlechtsrollen" anbieten, sondern "Pronomen", in dem Falle also "er", "sie", "sier (they/them auf English)" und "any/all (also alle Pronomen sind in Ordnung)". Die Leute haben uns Feedback dafür gegeben und fanden es super, weil das a) für andere Leute das Fettnäpfchen vermeidet falsche Pronomen zu verwenden, und b) fühlen sie sich dadurch gleichberechtigt und fair behandelt. Finde das persönlich, so von dem was ich auch bei anderen sehe, einfach nice, weil man nicht in eine "Geschlechtsschublade" gesteckt wird (= nur weil man sich als Frau angibt, empfindet man sich vielleicht nicht 100% als solche, und einfach nur vom Pronomen auszugehen ist da neutraler), sondern man quasi flexibel ist und einfach nur mitteilt "mit diesem Pronomen will ich angesprochen werden". Für viele ist Geschlechtsidentität eine deutlich komplexere Frage als "bist du Mann oder Frau"

    Sexismus hat eher weniger damit zu tun, was man attraktiv findet Windmond und spielt auch nur dann eine Rolle, wenn man aufgrund sexistischer Erziehung geprägt wurde. So nach dem Motto "Frauen müssen lange Haare haben, alles andere ist unweiblich" oder "Frauen müssen immer kleiner als der Mann sein, weil sie beschützt werden wollen". Sexismus geht aber viel eher in die Richtung, die @Bastet schon angeschnitten hat - du wirkst immer sehr weltfremd was Frauen anbelangt. Frauen müssen nicht als heilige, gottgleiche Kreaturen dargestellt werden, denen man sich nicht nähern kann, und es ist genauso schädlich wie das andere Extrem bei dem Frauen verteufelt werden. Begegne Frauen einfach mit demselben Respekt, mit dem du Männern begegnest. Gilt auch für Menschen, die nicht Mann oder Frau sind. Behandele alle Menschen einfach respektvoll. Frage keine Fragen, die dich nichts angehen. Mach keine unangemessenen Bemerkungen über ihre Kopfbedeckung und ob du das attraktiv findest oder nicht. Mach am besten keine Bemerkungen über sensibele Themen wie Brustgrößen. Das kommt ganz schnell ganz falsch rüber


    Nicht viele Männer, die ich kenne, juckt es sehr, ob man große oder kleine Brüste hat, nur mal so am Rande erwähnt. Auch Männer sind kein "Einheitsbrei" und eine erstaunliche Zahl an Männern ist schon offener und behandelt Frauen mit Respekt, völlig gleich wie sie aussehen.

    Warum testet man es nicht großflächiger? Gibt es zu wenige Freiwillige? Kann man sich irgendwo bewerben?

    Eben Zeit. Du musst das Mittel an verschiedenen Gruppen testen. Bei schwangeren in verschiedenen Stadien, bei Kindern im Wachstum und sehen, ob Schäden entstehen etc. Das kannst du nicht innerhalb von einem oder zwei Jahren sehen. Egal ob du 5, 50 oder 50000 Menschen testest.

    Dauert zu lange, ja. Wenn die ganzen Leute mal zusammenarbeiten würden, die grad dran sind, um einen Impfstoff zu entwickeln, dann hätten wir ihn schon längst. Aber auch hier geht es nur um das Geld und erst an 2. Stelle ist die Gesundheit.

    Das ist nicht der Punkt, warum es so lange dauert, Edex. Ein Impfstoff muss vielfach lang- und kurzfristig getestet werden, Nachbesserungen werden gemacht, Nebenwirkungen entstehen und müssen verhindert werden etc. Auch wenn alle schlauen Köpfe der Welt da gerade zusammen dran arbeiten - bitte stell dir keinen Cartoon Wissenschaftler in seinem Kittel vor, der ein Wunderheilmittel im Labor macht und es sofort an alle verteilen kann. So funktioniert es nicht. Keiner sagt, dass es nicht schon längst ein gutes Impfmittel gibt. Es ist nur noch nicht ausreichend getestet und ausgebessert.

    Ich denke, eine gewisse Grundskepsis ist bei sowas auch nicht unnormal oder etwas, worüber man sich lustig machen müsste. Die App an sich klingt aber sinnvoll und so sicher und simpel gehalten wie möglich, gute Arbeit vom grossen Nachbarn.

    Skepsis an sich ist ja auch okay! Aber Begründungen wie "Die wollen meine GPS Daten!!!" sind halt irgendwo heuchlerisch, wenn dieselben Leute dann umgekehrt anderen Apps, bei denen es halt keinen Sinn macht, weil sie nicht ausschließlich zum Tracken genutzt wird, keinerlei Bedenken haben. Generell ist es vielleicht einfach mal ein guter Ansatz, wenn durch die Corona-App endlich eine Diskussion zu Apps, Berechtigungen und Datenschutz losgetreten wird.

    tldr: Ich sehe keinen Grund, sich die App nicht herunterzuladen

    Hab mir in ner Sprachnachricht an dich schon den Mund wundgelästert, aber - finde es ja schon teilweise etwas arg befremdlich, dass einige Leute sich social media apps installieren und da nicht so picky sind, was den Datenschutz angeht. Wenn es aber um eine App geht, die halt irgendwo solidarisch gedacht wurde, sind die Leute schier am ausrasten. Karen und Hans laden sich Farm Valley runter und drücken einfach "alle akzeptieren", auch wenn nicht ersichtlich ist, was Farm Valley jetzt mit Telefonkontakten will, aber eine App um eine Pandemie zu tracken und Leute zu schützen, ist dann auf einmal böse? Ah ja.


    Das musst doch bald möglich sein.

    Ganz direkte Frage - weißt du, welche Prozesse ein Impfstoff durchlaufen muss, bis er auf den Markt kommt?

    Ich würde den Leuten sogar nicht mal Böswilligkeit zuschreiben, die hier einen Therapeuten erwähnt haben, ist halt auch wieder so ne Auslegungssache man kann die Aussage als "die denken ich habe einen an der Klatsche" und als "die denken, ich brauche wirklich hilfe" auslegen, gut Interpretationsspielraum im Netz ist ja bekanntlich unendlich und da eignet man sich am besten nur das negative an. ^^"

    Falls das in meinem Falle so rüberkam - war obvs nicht "böse" gemeint. Ich empfehle generell jedem, der in irgendeiner Form Probleme hat, mal über professionelle Hilfe nachzudenken, und ich finde es ehrlich gesagt echt verdammt schade, dass man das nach wie vor als "du bist verrückt" empfindet. Es ist 2020, ich kenne kaum jemanden, der nicht in irgendeiner Art und Weise Depression, Anxiety, BPD oder Burnout hat. Sich einfach mal von jemandem, der in der Richtung geschult wurde, helfen zu lassen, ist eigentlich nie der falsche Ansatz. Und wenn man mal dort war und es war auch nichts - gut, dann ist man eine Erfahrung schlauer als zuvor. Gerade weil man bei psychischen Erkrankungen nie früh genug mit Therapie beginnen kann, selbst wenn sich Symptome nur im Anfangsstadium befinden. Nur will ich halt dem vorbeugen, dass irgendwelche Dinge, die am Ende vielleicht nicht notwendig sind - Einschalten von Polizei, Anwalt, Jugendamt, Anzeigen etc - in Bewegung gesetzt werden, weil sie nur ein Symptom von einem komplett anderen Problem sind. Ich bin inzwischen auch maximal geräuschempfindlich, weil ich aber Migräne habe, was bei mir psychosomatisch bedingt ist. Sollte kein Runterspielen von LadyEndivies Problemen sein, eher ein "hast du mal einen anderen Ansatz überdacht?", eben weil sie ja schon vermehrt über Probleme sprach, die sie selbstständig auf ihre Psyche zurückgeführt hat.

    Aber in der Gamerszene und teilweise in der Anime-Szene auch, wobei sich beides auch oft überschneidet, gibt es so einige junge Männer, die in der realen Welt eben privat so nicht gerade erfolgreich sind, und weder wirklich Freunde finden noch ordentlich mit Frauen sprechen können. Und dann finden sich ein Haufen gefrustreter Kerle mit ihrem mimimimi zusammen und circlejerken sich gegenseitig hoch ... einer von denen ist oft gar nicht so schlimm, aber in der Gruppe, oder wenn er zu viel Zeit mit denen verbracht hat, eben schon.

    Die Kombination ist sowieso mit eine der problematischsten, die ich bislang im Internet - und auch in real life - getroffen habe, irgendwelche Dudes, die sichtlich noch nie normal mit Frauen gesprochen haben und feministische Werte als den "Tod" von "richtigen Frauen" ansehen, lol. Ich meine, ich finde es ab und an auch ein wenig befremdlich, wenn man das Gefühl bekommt, dass Frauen, die gerne daheim sind, Kinder betreuen und im Leben wenig Interesse an Karriere beruflicher Natur haben, gebasht werden. Solange sie es wirklich aus freien Stücken tun und weil sie wirklich gerne Hausfrau sind - kann doch anderen egal sein? Ist doch genauso valid wie eine Frau, die 60 Stunden die Woche mit ihrem Job verbringen will. Feminismus heißt ja für die Gleichberechtigung von Frauen zu kämpfen, und nur Karrierefrauen zu supporten und zu ermutigen, ist da halt der falsche Ansatz und benachteiligt wiederum eine Gruppe innerhalb des großen Ganzen.

    Aber generell ist es so wahnsinnig schwer mit solchen "nicht mehr weltverbundenen" Männern zu reden. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber man bekommt bei solchen Dudes teilweise das Gefühl, dass sie keine Ahnung von echten Frauen haben, und sich nur mit 3D Ladies und Animegirls abgeben, lol. Ich bin selbst immer wieder erstaunt, wenn ich von Dudes aus der Weeb-Szene gefragt werde, also tot ernst, ob sich Frauen WIRKLICH!!! gegenseitig an die Brüste tatschen und ob wir Busenvergleich machen. Oder ob wir manchmal auch "lewd" sind (Brudi, wenn ich das Wort schon höre sterbe ich innerlich n bisschen). Ich weiß tbh auch gar nicht, wie ich sowas begegnen soll.

    Wenn sich damit wirklich eine Lärmbelästigung nachweisen lässt, geht damit nochmal zum Vermieter. Sollte es aber ergeben, dass ihr wirklich "nur" empfindlich seid, dann müsst ihr an euch arbeiten. :/

    Allerdings habt ihr gegen Kinderlärm in jeden Fall kaum eine Chance.

    Das ist auch was, was mir aufgefallen ist - soll jetzt kein Angriff sein LadyEndivie08, aber wenn man mal häufiger im Bereich/dem Thema unterwegs ist merkt man, dass dich generell scheinbar vieles im Leben beschäftigt und aufreißt. Hast du dir jetzt inzwischen mal psychologische Hilfe genommen? Ich kann mir als jemand, der selbst Anxiety, Depressionen und andere Diagnosen, die jetzt nicht relevant sind, gut vorstellen, dass du das verstärkt wahrnimmst und vielleicht Probleme, wie deinen Schlaf, auf einen einzelnen Verursacher schiebst, anstatt das große Ganze zu betrachten.

    Ich habe alleine in diesem Topic schon so viele Beiträge geschrieben, die sich für Frauen einsetzen und gegen das klassisch-männliche-Verhalten richten.

    Das ist ne gefährliche Aussage tho. Menschen können eine x [hier bitte rassistisch, sexistisch, homophob etc einfügen] Aussage machen, auch wenn sie sich vorher immer gegenteilig geäußert haben. Es ist halt, wie gesagt, wichtig zu elaborieren woher Abneigung gegen Charaktere kommt. Kenne auch genug Leute selbst, die Charakterzug xyz an nem Dude feiern, einen Charakter weiblichen Geschlechts aber dafür hassen. Ist halt für viele nix neues. Bin durch genug Fandoms gerauscht um das zu sehen.

    Aber dennoch werde ich hier aufteufelkommraus in die Frauenfeindliche Ecke gedrängt, weil ich einen Charakter kritisiere, der von Frauenhaussern ebenfalls kritisiert wird, obwohl mir das Geschlecht des Charakters egal ist.

    Hot take - ich mochte Rey auch nicht. Finde aber den Gedanken schon irgendwo nachvollziehbar von anderen. Es ist in communities und fandoms schon oft so, dass irgendwelche Charaktere gehasst werden, für die ein ähnlicher Charakter männlichen Geschlechtes nicht so viel bullshit abbekommen würde. Ich fand die Sequels generell aber alle garbage, lol, also würde ich mich da nicht unbedingt als Kennerin bezeichnen. Mochte Jyn Erso da doch deutlich mehr. Man muss sich halt immer fragen - und das ist bei allen Meinungen so - ob man einen Charakter wirklich nicht mag, oder ob es durch Sexismus, Rassismus und Transphobie und was weiß ich geschieht, die uns anerzogen wurde.

    Würde mich an der Stelle gerne bei Cassandra für diesen wirklich guten Beitrag bedanken. Keine Ahnung, ob das Thema "Wut und Trauertopic" heißt, weil man selbst beim lesen wütend und traurig wird, aber ich würde gerne als jemand, der mal in der Situation von solchen Kindern war, meinen Teil dazu beitragen, weil anscheinend hier doch ein paar Leute ganz klar dieses "Kinder sind laut und machen nur Ärger!" Narrative schieben, was nicht wirklich der Realität entspricht. Ich hatte im Kindesalter selbst schwer unter Nachbarn wie LadyEndivie08 zu leiden, und die regelmäßigen Beschwerden von Nachbarn die sich einmischen wollten, haben meine Kindheit, und die wirklichen Auslöser von Symptomen, nur erschwert. Ich kann gar nicht genug betonen, wie scheiße die ständigen Polizeibesuche, Drohungen, bösen Blicke und kleinen Gemeinheiten waren. Nur weil wir Kinder waren, lol.


    Keiner von euch weiß, was in der Familie abgeht. Ich habe selbst zwei Geschwister, beide 1 3/4 Jahre jünger als ich. Meine Eltern haben schon immer gezofft, es flogen zwar keine Teller, aber Türen wurden geknallt, man hat die Stimme gehoben etc. Das hat sich natürlich auf den Gemütszustand von uns dreien ausgewirkt, und wir waren daher, wenn wir gemeinsam unterwegs waren, sehr laut, weil wir einfach frustriert waren und das Geschreie von unseren Eltern gewohnt waren. Und etwas ähnlich kann natürlich auch hier der Fall sein. Und nein, es ist nicht die Aufgabe von Außenstehenden einzugreifen und hier irgendwem zu sagen, wie man seine Kinder richtig erzieht. Ein Großteil - beim Rest weiß ich es obvs nicht sicher - der Leute, die sich hier bislang gemeldet haben, LadyEndivie eingeschlossen, haben selbst keine Kinder, deswegen schätzt ihr das vielleicht teilweise auch so falsch ein. Ich kann aus eigener Erfahrung als große Schwester und jemand, der schon in sozialen Berufen Praktikum gemacht hat und im Sommer als Erzieherin anfängt, versichern, dass es bei großen Mengen Kindern - selbst wenn es nur zwei sind - manchmal einfach so ist, dass man denkt, man wird eher beachtet wenn man laut ist. Hab ich auch gemacht. Haben viele Kinder mit Geschwistern in ähnlichem Alter. Ihr habt keine Schimmer, wie die Verhältnisse daheim bei den "Brüllaffen" sind. Weiterhin sind Kinder, wie Cassandra schon geschildert hat, einfach laut, sie nehmen sich selbst nicht so wahr, wie irgendwelche Erwachsenen, und da dann Stress und Konfrontation zu erzeugen, macht es langfristig nur schlimmer.


    Also selbst wenn hier nichts vorliegt, warum Kinder nachweislich laut und auffällig sind, wie meine beiden Geschwister und ich unserer Zeit, ist das halt einfach eine Art von Kindern, die man als natürlich einschätzen und akzeptieren muss. Man muss nicht tatlos rumsitzen, aber auf keinen Fall auf Konfrontationskurs gehen, das ist das dümmste was man machen kann. Sie lernen das schon noch. Aber halt nicht heute und nicht morgen. Und dauernd irgendwas aufzureißen, besonders die Eltern anzukratzen, die dann vielleicht auch mal die Beherrschung verlieren, bringt halt absolut gar nichts. Drohungen, Polizeibesuche, das Einschalten vom Jugendamt etc bringen halt in der Situation mehr Stress als irgendwas. Da ist dann ein Kind mal laut, die anderen schreien es dann an weil man jetzt panische Angst vor den Konsequenzen schiebt und fürchtet, dass jetzt Mama und Papa wieder Ärger bekommen. Gar nicht schön, wünsche ich keinem Kind, und ich habe für mich und mein Leben mitgenommen, dass ich mich nur einmischen würde, wenn ich ernsthaften Grund zur Annahme habe, dass das Wohl von Kindern gefährdet ist.


    Vor allem - habt ihr auch mal die aktuelle Situation bedacht? Mir wäre als Kind echt ne Ader geplatzt, wenn ich den ganzen Tag in der Bude eingesperrt bin. Ich kann nicht zur Schule, nicht meine Freunde sehen, nicht auf den Spielplatz, keinen Sport machen. Ganz toll.

    In dem Kontext kann ich mir dann auch nicht mehr vorstellen, dass es nicht so von ihr gemeint war wies für viele rüberkam. Ihre weiteren Tweets macht das dann ja richtig lächerlich. Sie sagt sie würde mit Transsexuellen demonstrieren, wenn diese diskriminiert werden, unterstützt aber jemanden, der Transsexualität nicht mal anerkennt und Dinge sagt wie "XY ist ein Mann, der sich gerne als Frau verkleidet, aber keine Frau".

    Eben, und genau das ist das Problem mit Rowling. Sie ist eine sogenannte Terf. Terf ist die Abkürzung für Trans Exclusionary Radical Feminist. Also, eine (radikale) Feministin die sich für die Rechte von Frauen einsetzt, dabei aber gezielt Transfrauen auslässt. Weil diese ja, laut ihren Aussagen, keine "richtigen" Frauen sind.

    Menari J. Karen Rowling ist auch in der Vergangenheit häufig mit sehr transfeindlichen Aussagen aufgefallen, wie beispielsweise dieser hier. Um mal den Hintergrund zu dem zusammenzufassen:

    - Jemand namens Maya (deswegen auch der Tag unter dem Tweet, wo sie "I stand with Maya" sagt) wurde gefeuert, weil sie am Arbeitsplatz transphob war. Den genauen Hergang finde ich aktuell nicht, es ging irgendwie um Badezimmer und Pronomen am Arbeitsplatz und das man dafür doch ne Regel einführen sollte. Nein, die Regel diente nicht dem, dass sich so Transsexuelle wohler fühlen würden, sondern weil man da ja "unterscheiden" müsste.

    - Das ganze ist eskaliert und hat sich in ner Ben Shapiro Fashion zu "oMg ThE lIbTaRdS aRe CeNsoRiNg YoU" entwickelt.

    - Das Statement von Rowling sagt gerade quasi "Hiii, ich bin auf Mayas Seite, eine Frau sollte nicht ihren Job verlieren, weil andere Menschen Biologie nicht verstehen"


    Und so ist ja auch der aktuellste Tweet - die gute alte transphobe Dame will nicht "transphob" klingen und verwendet deswegen eben nicht Begriffe wie "real females" oder so (weil das würde ja für Aufstände sorgen, oh nein!), sondern will quasi einen Begriff für "mit Vagina und XX Chromosomen geborene Frau, die in der Lage ist zu gebären und zu mensturieren". Was quasi dasselbe ist wie zu sagen "Hi, lasst mal trans Frauen aus dem Begriff Frauen exkludieren". Für sie sind trans Frauen laut eigener Aussage keine "echten" Frauen, und dieser Tweet stinkt halt gewaltig danach, dass sie einen "weniger provokativen" Begriff dafür sucht.