Beiträge von Azaril

    Der entscheidende Unterschied ist, dass die japanischen Synchronsprecher direkten Kontakt mit dem Regisseur haben und teilweise sogar mit dem Autor des Quellenmaterials. Oder dachtest du, alle Beteiligten sitzen in abgeschotteten Räumen und begegnen sich nie? Oder sie reden nicht miteinander? Der Regisseur gibt wohl keine Regieanweisungen, er sitzt nur da und starrt Löcher in die Luft?

    Danke für diesen sowohl lehrreichen als auch amüsanten Beitrag. Ich hoffe doch sehr, dass es deine Intention war mich und die anderen hier zu erheitern?!

    Natürlich weiß ich wie die Synchronisation in Japan abläuft (schließlich habe ich genügend Audiokommentare bezüglich der Synchronisation auf DVD), aber weißt du wie sie in Deutschland abläuft? Welche Funktion hat in Deutschland eigentlich die Dialogregie?

    Erstens: Sarkasmus. Schonmal davon gehört?

    Zweitens: Du sagst, Synchronsprecher könnten nicht nachvollziehen, was die Intentionen des Regisseurs und/oder Autors seien. Ich stelle klar, dass sie das zumindest in Japan eben schon können, weil sie direkten Kontakt zum Regisseur und manchmal auch zum Autor haben. Du kommst auf einmal mit der deutschen Dialogregie daher... siehst du deinen Logik-Fehler?

    Natürlich ist mir klar, dass es in Deutschland nicht ohne Regie abläuft, aber es ging ja darum, was das Werk ursprünglich nach Meinung des Autors oder des (japanischen) Regisseurs aussagen sollte. Kann das die deutsche Dialogregie komplett nachvollziehen? Setzen die sich jedes Mal mit dem Regisseur des Originals in Kontakt, um sich mit diesem ausführlich abzusprechen? Nein, natürlich nicht, das wäre auch viel zu aufwendig.

    In gewisser Weise vermittelt die Dialogregie also ihre eigene Interpratation des Stoffes. Und daran ist nicht unbedingt etwas auszusetzen, solange es gut übersetzt ist und man merkt, dass die deutsche Regie sich auch tatsächlich Gedanken gemacht und Mühe gegeben hat.


    Allerdings weiß ich nicht, warum ich mir überhaupt noch die Mühe mache, irgendetwas zu erklären oder klarzustellen, wenn sich hier sowieso keiner die Beiträge ordentlich durchliest und einem nur das Wort im Mund verdreht wird. Und sich scheinbar manche nichtmal an die eigenen vorherigen Argumente erinnern, auf die sich jemand in den Zitaten, die sie verwenden, bezieht.


    Und dann sich aus der Verantwortung ziehen wollen, indem man behauptet, es seien alles nur rhetorische Fragen. Echt geile Diskussionsvoraussetzungen.

    Ich habe an dieser Debatte jedenfalls gehörig die Lust verloren, danke dafür.


    Genießt eure Dubs, da habe ich nichts dagegen, und ich genieße meine Subs. Und dabei belasse ich es jetzt.

    Wenn man dann aber wieder so Synchrothemen und Co. anspricht, zeigt sich dann doch wieder das allgemeine Problem der Fans, wo man sich doch liebendgern permanent die Facepalm geben möchte.

    Man wird ja wohl noch darüber diskutieren dürfen, ohne gleich als aufeinander einschlagende Heulsusen oder Arschkriecher bezeichnet zu werden, oder? Zumal die Diskussion über die Synchros nichtmal wirklich ausgeartet ist, jedenfalls nicht verglichen mit einigen anderen Diskussionen, die ich hier im BB schon erlebt habe, und von denen die meisten außerhalb des A&M-Bereichs stattfanden.


    Klar, Communities können toxisch sein. Aber das beschränkt sich nicht nur auf die Anime-Community, geschweige denn nur auf die deutsche Anime-Community. Es ist heutzutage leider fast überall so. Schonmal davon gehört, was unter Star Wars Fans abgegangen ist, als Last Jedi rauskam? Dagegen erscheint alles, was in der Anime-Community passiert, wie zivilisierte Debatten unter höflichen Gentlemen. :haha:

    Solange es aber Leute gibt, denen der Dub gefällt, ist es nicht schlecht, es gefällt dir nur einfach nicht.

    Selbst der größte Trash hat ein paar Leute, die ihn mögen, das macht ihn nicht weniger trashig.

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    Überspitzt formuliert, bitte nicht getriggert werden, ich beziehe das hier nicht auf die deutschen Synchros, ich wollte nur klarstellen, wie problematisch dieses Argument ist.



    Das sind dann wieder die Momente, wo ich mich frage, ob derjenige tatsächlich der deutschen, englischen UND japansichen Sprache auf einem Niveau mächtig ist, dass er die Untertitel wirklich objektiv inhaltlich miteinander verlgeichen kann, oder ob sich, in diesem Fall, die englische Version einfach nur subjektiv schöner liest.

    Findest du die deutschen Untertitel von Fate/Zero etwa gut? Ich meine, klar, sie erfüllen ihren Zweck und man kann den Anime durch sie verstehen, von dem her erfüllen sie die minimalsten Bedingungen für Untertitel. Aber mehr auch nicht. Sie wirken ansonsten recht lieblos, und weisen sogar Fehler auf, bzw Inkonsistenzen.


    Mit Inkonsistenzen meine ich Dinge, die zwar richtig übersetzt sind, aber von Episode zu Episode anders übersetzt werden. Ein Beispiel wären magische Schaltkreise... nein warte, das sind magische Kreisläufe... oder doch magische Kreise? Im Grunde sind das alles drei korrekte Übersetzungen (wobei man da bei magischen Kreisen schon sehr optimistisch eingestellt sein muss, um es so zu sehen) des japanischen Wortes 魔術回路 (Majutsu Kairo), aber das Problem ist, dass sie auch alle drei verwendet werden. Anstatt konsequent zu sein und einen einzelnen Begriff zu verwenden, scheint es, als würde der Übersetzer sich jedes Mal etwas Neues überlegen, oder es wurde von verschiedenen Leuten übersetzt, die sich nicht miteinander abgesprochen haben. Das ist ein fester Begriff aus der Fate-Lore, den kann man nicht einfach jedes Mal je nach Laune anders übersetzen.

    Und das ist leider bei weitem nicht der einzige solche Fall.


    Schonmal von ideellen Waffen gehört? Oder waren das doch Conceptual Weapons? Hey, was macht auf einmal Englisch in den deutschen Subs?

    Noch nicht genug Beispiele? Wie wäre es mit Ghouls? Als gäbe es da kein deutsches Wort dafür... so etwas wirkt einfach, als wären die Übersetzer faul gewesen und hätten sich teilweise nicht zwischen Deutsch und Englisch entscheiden können.

    Crest Worms ist ein weiteres Beispiel. Waren die wirklich nicht in der Lage, das ordentlich ins Deutsche zu übersetzen? Siegelwürmer. Da, ich habs übersetzt, so einfach ist das. Im Übrigen wurde genau diese Übersetzung dann in den Subs von Heaven's Feel verwendet - da ging es offenbar, wieso also nicht in Zero?


    Aber das beste kommt noch: Als Natalia Kiritsugu erklärt, wie die Origin Bullets funktionieren, steht im deutschen Sub nur etwas a la "das haut jeden um" oder so, ohne jeglichen Bezug auf Magier, gegen die diese Kugeln ja effektiv sind. Was Natalia im Japanischen auch erklärt, das Wort 魔術師 (Majutsushi = Magier) ist mehrmals deutlich zu hören. Den Subs zufolge sind das aber einfach nur irgendwelche starken Kugeln ohne besondere Effektivität gegen Magier. Ja, gut, die Origin Bullets würden wahrscheinlich auch einen gewöhnlichen Menschen töten... aber das ist hier nicht der Punkt. Es ist einfach falsch übersetzt.


    Dann kommen dazu noch kleine, wirklich vermeidbare Fehler wie "Fukui" anstatt "Fuyuki" (ein simpler Ortsname, sollte nicht so schwer sein, den richtig hinzubekommen, wird sogar mehrmals richtig geschrieben in den Subs, aber leider eben nicht immer --> womit wir wieder beim Punkt Inkonsistenzen sind).


    Und so weiter und so fort...


    Hab mich damals richtig über diese Subs aufgeregt und mir einige Notizen dazu gemacht, weil ich eben vorhatte, ausführlich was dazu zu schreiben.


    Wie gesagt, grundsätzlich erfüllen die deutschen Subs von Fate/Zero ihren Zweck, das Geschehen einigermaßen zu vermitteln, aber als gute Untertitel kann man sie beim besten Willen nicht bezeichnen, dazu sind sie zu sehr mit Fehlern und Inkonsistenzen gespickt.

    Zum einen ist der "japanische Schauspieler" nichts anderes als ein Synchronsprecher, da er einer fiktiven Person seine Stimme leiht. Hierbei kann es dann auch vorkommen, dass dieser Schauspieler kein "Herzblut" in die Rolle steckt und das Ergebnis schlecht wird.

    Kann theoretisch vorkommen, kommt aber in Japan zumindest etwas seltener vor als in Deutschland.


    Des Weiteren sind deutsche Synchronsprecher teilweise auch Schauspieler oder zumindest soweit ausgebildet, dass sie ihre Sprechrolle auch "spielen" können, wodurch in die deutsche Synchro auch Herzblut fließt. Ob in der deutschen oder japanischen Fassung mehr Herzblut steckt, ist sicherlich geschmackssache und somit eine rein subjektive Wahrnehmung.

    Du wirfst hier anderen vor, dass sie mit ihren Aussagen so tun, als wäre das Gegenteilige jeweils ausgeschlossen, aber machst hier genau dasselbe: Auch wenn ich mir fast sicher bin, dass du es nicht so meinst, stellst du es doch so dar, als würden japanische Synchronsprecher nicht ordentlich ausgebildet werden. Das genaue Gegenteil ist aber der Fall. Durch den deutlich höheren Stellenwert von Synchronsprechern in Japan gibt es dort mehr Leute, die diesen Berufszweig einschlagen, und somit auch eine Vielzahl an guten Schulen fürs Voice Acting. Von demher ist es also nicht wirklich Geschmackssache, sondern Fakt, dass die Japaner im Schnitt mehr gute Synchronsprecher haben.


    Nur weil der Ruf bzw. die Stellung von Synchronsprechern in Japan eine andere als in Deutschland ist, heißt das noch lange nicht, dass deutsche Synchronisationen Müll sind. Ich sehe da schlicht keinen kausalen Zusammenhang. Es gibt gute und schlechte Synchronsprecher und das sowohl in Japan als auch in Deutschland.

    Es hat sie ja auch niemand als totalen Müll oder so bezeichnet, nur eben als schlechter als das Original. Das muss nicht in allen Fällen zutreffen, tut es aber in den allermeisten. Erneut, nur um es klarzustellen: Das heißt nicht, dass deutsche Synchros grundsätzlich schlecht sind. Es gibt durchaus einige gute. Aber das Original ist in der Regel besser.

    Und zu der Aussage, dass es in beiden Ländern gute und schlechte Synchronsprecher gibt... mag sein, aber ich müsste mich sehr anstrengen und eine Zeit lang sowohl meine Erinnerungen als auch meine Anime-Liste durchforsten, um vielleicht auf einen Anime zu stoßen, wo ich das Voice Acting tatsächlich schlecht fand, zumindest von manchen der Synchronsprecher, aber wenn es um deutsche Synchros geht, fallen mir auf Anhieb welche ein, die eher meh waren, obwohl ich deutlich weniger Anime auf deutsch als auf japanisch gesehen habe.


    Für eine "miese Übersetzung" kann der Synchronsprecher nur leider nichts. Hierfür sind die Dialogregie und die Übersetzer verantwortlich. Gleiches gilt für den Sinn und die Metaphorik in den Dialogen. Hier ist der Synchronsprecher auf die Arbeit der Übersetzer und Dialogregie angewiesen.

    Ja, es ging ja auch nicht ausschließlich um Synchronsprecher, sondern um Dubs im Gesamten, mit allem, was dazugehört. Also darf man in einer Diskussion wie dieser durchaus etwas daran aussetzen, dass nicht richtig übersetzt wird. Dass die Synchronsprecher dafür nichts können, ist denke ich jedem hier klar.


    Was mich beim Thema Übersetzungen sehr amüsiert, ist, dass hier von einigen so getan wird, als seien nur die Übersetzungen der Synchronisationen schlecht, aber die Untertitel-Übersetzungen (die ihr euch bei OmU reinzieht) sind klasse. Wollt ihr mir das ernsthaft so "verkaufen"?

    Du setzt schon wieder Dinge voraus, die niemand gesagt hat. Jedenfalls bin ich mir ziemlich sicher, dass das niemand so in dieser Diskussion gesagt hat.

    Ich für meinen Teil rege mich manchmal schon über Untertitel auf, zum Beispiel habe ich vor einiger Zeit sogar mal angefangen, eine Art Essay darüber zu schreiben, wie schlecht die Untertitel auf den offiziellen deutschen DVDs von Fate/Zero sind. Interessanterweise ist mir sowas bisher bei offiziellen englischen Unteriteln noch nicht untergekommen. Englische Fansubs sind heutzutage auch meist sehr gut.

    Was mit ein Grund ist, warum ich fast nur englische Subs schaue.


    Kann der/die japanische Synchronsprecher/in denn die Intention des Autors/Regisseurs immer zu 100 % garantieren? Jeder Synchronsprecher liefert bewusst oder unbewusst beim Sprechen seiner Rolle eine eigene Interpretation ab.

    Der entscheidende Unterschied ist, dass die japanischen Synchronsprecher direkten Kontakt mit dem Regisseur haben und teilweise sogar mit dem Autor des Quellenmaterials. Oder dachtest du, alle Beteiligten sitzen in abgeschotteten Räumen und begegnen sich nie? Oder sie reden nicht miteinander? Der Regisseur gibt wohl keine Regieanweisungen, er sitzt nur da und starrt Löcher in die Luft?

    Außerdem ist ein guter Synchronsprecher anpassungsfähig. Ich habe zum Beispiel ewig lang nicht erkannt, dass Shinji aus Fate und Levi aus AoT vom selben Synchronsprecher gesprochen werden, bis mich jemand drauf aufmerksam gemacht hat - der eine Charakter ist eben ein arrogantes Arschloch, der andere meist ruhig und cool, und der Sprecher hat das in dem Fall so perfekt rübergebracht, dass es wirklich fast wie zwei verschiedene Stimmen wirkt.

    Oder man nehme den Synchronsprecher von Kirito, dessen Stimme ist zwar sehr leicht zu erkennen, aber er hat auch eine verdammt große Bandbreite, vom typischen Helden a la Kirito oder Bell Cranel bis hin zum völlig übergeschnappten Betelgeuse in Re:Zero.

    Deutsche Synchronsprecher klingen im Vergleich dazu oft recht monoton, selbst wenn sie gute Arbeit leisten - man hat den Eindruck, dass ihre Bandbreite vergleichsweise eher gering ist. Gibt natürlich Ausnahmen, aber die bestätigen ja bekanntlich die Regel.

    Es ist bekannt, dass deutsche synchros im Kino besser laufen als im Original, siehe One Piece Gold hatte doppelt soviele Besucher als im Original, Detektiv Conan, Fairy Tail Tail Dragon Cry oder auch Dragonball Super Broly

    Ja, gut, die "mega main stream" Anime a la One Piece Dragonball und so würde ich mal als Ausnahmen zählen, weil da die meisten Fans hierzulande die wahrscheinlich von Kindesbeinen an in deutscher Synchro gesehen haben.
    Von dem her glaube ich dir das da auch sofort, dass die deutschen Fassungen besser besucht waren.

    Edit: Hibari hat das auch ganz gut auf den Punkt gebracht.


    Außerdem sind nicht selten japanische Synchros A-synchron

    Beispiele?

    Warum leider? In den Kinos gehört eine Deutsche Synchronisation.

    Weil man sich bei den deutschen Synchros nie sicher sein kann, ob die wirklich gut sind, wohingegen die japanischen so gut wie immer eine sehr gute Qualität aufweisen. Und manchmal können selbst gute deutsche Dubs nicht ganz mit dem japanischen Original mithalten.


    Abgesehen davon ist es meines Erachtens immer besser, wenn im Kino sowohl die Übersetzung als auch das Original läuft, sodass man als Zuschauer die Möglichkeit hat, selbst zu entscheiden, was davon man schauen will.

    Es ist nunmal so, dass es in der Anime-Community für viele ein Grund sein kann, sich den Film nicht im Kino anzuschauen, wenn der dort nur auf Deutsch läuft.

    So, nachdem jetzt so ziemlich alle Anime, die ich diese Season schauen will, begonnen haben, und auch noch ein paar dazu gekommen sind, die ich vorher nicht geplant hatte, ist jetzt glaube ich ein guter Zeitpunkt, mal meine ersten Eindrücke zu schildern.


    Ich fange mal wieder mit den Isekai an:


    Shinchou Yuusha

    Hier habe ich ja zur ersten Episode schon etwas geschrieben, deshalb werde ich mich kurz fassen. Die zweite Episode hat mir nicht ganz so gut gefallen, sie hat sich stellenweise irgendwie ein bisschen zu ernst genommen, und obwohl die Witze gut waren, waren sie auch nicht mehr ganz so lustig wie in Folge 1. Gerade das übervorsichtige Verhalten des MC könnte vielleicht doch schneller langweilig werden, als ich dachte.


    Hataage! Kemono Michi

    Ist vom selben Autor wie Konosuba, und ein bisschen merkt man das tatsächlich. Es ist bisher gute Comedy, sowohl der MC, der Tiere und Tierwesen auf fanatische Weise liebt, als auch das Main Girl, die sich durch ihre Geldgier auszeichnet, gefallen mir recht gut, und spätestens die mysteriöse Ameise hat mich dann vollends von diesem Anime überzeugt. :haha:


    Watashi, Nouryoku wa Heikinchi de tte Itta yo ne!

    Noch mehr Isekai-Comedy, wie es scheint mit einer guten Portion Slice of Life, und bisher macht dieser Anime sehr viel richtig. Das fängt schon mit der Hauptcharakterin an, die allein schon dafür einen Pluspunkt bekommt, dass sie kein schwarzhaariger Junge ist wie 99% aller Isekai-MCs. Ernsthaft, wir brauchen mehr Isekais mit weiblichen Protagonisten. Aber einmal davon abgesehen, hat sie bisher auch eine recht gute Persönlichkeit - in ihrem früheren Leben war sie in der Schule die totale Überfliegerin und hatte deshalb Probleme, Freunde zu finden, deshalb wollte sie in ihrem neuen Leben nur durchschnittlich sein. Zu ihrem Pech ist sie aber overpowered af, weshalb sie tunlichst versucht, ihre wahre Macht geheimzuhalten und darauf abzielt, so gewöhnlich zu sein wie nur möglich - da sind natürlich einige Fettnäpfchen vorprogrammiert.

    In der ersten Episode werden neben der Protagonistin auch die anderen drei Main Girls vorgestellt, die bisher alle recht sympathisch wirken. Die Dynamik zwischen den vier Charakterinnen hat mir jedenfalls gefallen, der Humor dieses Anime trifft auch meinen Geschmack. Freue mich auf mehr.


    Choujin Koukousei-tachi wa Isekai demo Yoyuu de Ikinuku you desu!

    Und die Isekai finden kein Ende... und obwohl es auch hier nicht an Comedy mangelt, ist es doch der "ernsteste" dieser vier Isekai, was eigentlich erstaunlich ist, wenn man bedenkt, dass er sich selbst stellenweise auch nicht ganz ernst nimmt. Man hat sieben absolute Genies, alle aus Japan, alle im High School Alter - es wirkt schon von Anfang an überzogen lächerlich, oder?

    Aber was, wenn man diese sieben Schüler auf einmal in eine Fantasy-Welt verfrachtet, wo sie ihre überragenden Fähigkeiten einsetzen können, um die mittelalterliche Gesellschaft dort ordentlich aufzurütteln? Das interessante an diesem Anime ist zum einen, dass man overpowerte Isekai-Protagonisten hat, die ausnahmsweise nicht wegen Magie overpowered sind, sondern wegen dem Wissen, das sie aus unserer Welt mitbringen, bzw waren sie schon in unserer Welt außergewöhnlich und brauchen deshalb nicht wirklich Magie. Zum anderen, dass es trotz der gezielten Übertreibung ihres "Genies" alles bisher recht bodenständig wirkt, fast schon realistisch, jedenfalls eben im Rahmen der Außergewöhnlichkeit der Protagonisten... ja, ich weiß, nicht gerade die beste Erklärung. Was ich letztlich damit sagen will, ist schlichtweg, dass dieser Anime und die Charaktere in ihm bisher sehr gut geschrieben wirken und ich tatsächlich so in den beiden bisher veröffentlichen Episoden versunken bin, dass sie mir recht kurz vorkamen, vor allem die zweite.

    Das ist auf jeden Fall für mich der vielversprechendste Kandidat für den Titel des besten Isekai dieser Season.



    So, genug von Isekai, machen wir mit neuen Staffeln weiter:


    Shokugeki no Souma 4

    Rindou ist awesome. Das ist meine Zusammenfassung der ersten Episode. Ich meine, was soll ich sonst dazu sagen? Es steigt genau da ein, wo es geendet hat, mitten im Team-Shokugeki, und ist qualitativ auch auf demselben Stand. Ich vermute, dass die Rebellen die zweite Runde komplett verlieren werden.


    Nanatsu no Taizai 3

    Ist bisher nichts besonderes passiert. Das interessanteste war wohl, wie Estarossa aufgewacht ist. Die Kämpfe waren soweit gut, aber im Grunde war die Episode nicht mehr als ein gewöhnlicher Staffelstart, bei dem nochmal gezeigt wird, was die Charaktere draufhaben, und so ein bisschen zusammengefasst wird, was in der vorherigen Staffel passiert ist. Nächste Episode scheint dann King und Diane zu folgen, darauf bin ich schon gespannt.


    Sword Art Online: Alicization - War of Underworld

    Eine sehr vielversprechende erste Episode. Alice wird für den Großteil dieser Staffel die Hauptcharakterin sein, worauf ich mich sehr freue, während Kirito stattdessen in den Hintergrund rückt. Ich finde Kirito zwar nicht so schlimm wie manch anderer, aber Alice ist einfach so toll, und von Kirito haben wir drei ganze Staffeln und einen Film, also habe ich nichts dagegen, dass der Fokus von ihm weg und etwas mehr auf Alice gerückt wird.

    Und die Story nimmt aucht bereits an Fahrt auf. Obwohl der Großteil der Episode relativ ruhig verläuft, bekommt man doch auch zu sehen, dass das Reich der Menschen einige Veränderungen durchmacht und sich die Integrity Knights auf die Invasion des Dark Territory vorbereiten. Alice's Rückkehr nach Rulid, ihr Verhältnis zu Selka sowie ihr Verhältnis zu den anderen Dörflern und ihre Fürsorge für Kirito tragen alle zur Bildung ihres Charakters bei und geben etwas tiefere Einblicke darauf, wer sie ist.

    Die letzte Szene mit dem unheilvollen Flammenschein über den Bäumem markiert dann auch schon das Ende der friedlichen Ruhe, und man ahnt, dass Alice dem Kampf nicht lange fernbleiben kann.

    Von den neuen Staffeln ist das nach BnHA wohl das, wofür ich am meisten gehypt bin, vor allem jetzt, da mir die erste Episode so gut gefallen hat. :D


    Boku no Hero Academia

    Die Folge war in gewisser Weise ein Recap, aber eines von denen, die in eine kleine Sidestory verpackt sind und deshalb nicht langweilig sind. Ich fand es sehr schön, wie der Reporter verwendet wurde, um dem Zuschauer nochmal die ganzen Quirks in Erinnerung zu rufen, zugleich aber zu zeigen, wie sich Unsicherheit und Hoffnungslosigkeit in die Gesellschaft schleichen. Letztlich hat das zu einem sehr schönen Gespräch zwischen Deku und dem Reporter geführt, der sich als aufrichtig netter Typ entpuppt hat. Durch diesen Charakter (der, wie ich vermute, wahrscheinlich anime-original ist) wurde einfach so viel vermittelt, es war der perfekte Einstieg in eine neue Staffel, auch wenn es mit der richtigen Handlung dann erst nächste Woche losgeht.



    Kommen wir zum Rest:


    Azur Lane

    Auch hier werde ich mich möglichst kurz fassen, weil ich schon etwas zur ersten Folge geschrieben habe. Die zweite hat mir auch recht gut gefallen, es wurden noch mehr Charakterinnen eingeführt, die Kämpfe sind auch nach wie vor gut. Aber bis auf "Charakterin X taucht auf und es wird gekämpft" hat der Anime eigentlich noch nicht viel geboten, weshalb ich mir immer noch nicht ganz sicher bin, ob die Handlung tatsächlich gut wird. Aber da zumindest die Charakterinnen größtenteils gut wirken, bin ich mal positiv eingestellt.


    Assassins Pride

    Mir gefallen Hauptcharaktere, die keine perfekten Moralapostel sind, sondern töten, wenn getötet werden muss, und hier haben wir einen Assassinen, der tatsächlich sehr professionell wirkt, und wir haben ein niedliches Main Girl, das dank ihm eine Chance erhält, sich zu beweisen - aber auch jederzeit von ihm umgebracht werden könnte. Na gut, er wird sie nicht umbringen, so viel kann man sich denken. Aber mir haben jedenfalls beide Charaktere gut gefallen, und auch das Worldbuilding macht bisher einen guten Eindruck, sowie die Situation, in der sich beide wiederfinden. Ich bin schon gespannt, herauszufinden, was er getan hat, damit sie Mana bekommt. Hat er sie zu einem Vampir gemacht? Das könnte sein, wäre aber etwas zu offensichtlich. Eines steht jedenfalls fest: Der Anime hat mich hervorragend geködert und sich somit einen festen Platz auf meiner Watchlist gesichert. ^^


    No Guns Life

    Nicht ganz, was ich erwartet hatte, aber es gefällt mir. Erinnert mich irgendwie ein bisschen an Alita. Der Hauptcharakter wirkt sehr sympathisch, aber es dürfte für ihn nicht ganz einfach werden, den Jungen zu befreien. Ich frage mich auch, wer die Blonde aus dem Opening und dem Promo-Poster ist, mein Gefühl sagt mir, die könnte mir gefallen.


    Babylon

    Schon unpraktisch, dass es einen Anime mit diesem Namen in derselben Season gibt wie FGO Babylonia. Aber na gut. Jedenfalls danke an Jimboom , der mich darauf aufmerksam gemacht hat. Ich zitiere mich einfach mal selbst von meiner Pinnwand, weil ich zu faul bin, was neues zu schreiben:

    Zitat von Azaril

    Mir hat es am Anfang vor allem gefallen, dass die beide so kompetent gewirkt haben, nicht nur einer. Oft ist es ja bei solchen Serien so, dass der jüngere gerade erst anfängt und quasi erstmal das meiste vom "Senpai-Detektiv" lernt, aber Zen und Fumio haben gleich wie ein eingespieltes Team gewirkt, obwohl trotzdem noch klar war, dass Fumio etwas jünger ist und einen niedrigeren Rang bekleidet.

    [...]

    Die Detektivarbeit in dem Anime wirkt jedenfalls sehr realistisch, spannend ist er auch, und man kann gut miträtseln. Mal sehen, ob mir da wieder so ausführliche Theorien einfallen wie bei Kanata. ^^

    Bin mir aber noch nicht ganz sicher, in welche Richtung der Anime nach Episode 3 gehen wird.


    Fate/ Grand Order: Zettai Majuu Sensen Babylonia

    Die ersten beiden Episoden waren sowas von genial. Ein einziges Fest für Fate-Fans, mit einer Fülle toller Charaktere in einem hervorragenden Setting mit spannender Handlung, wundervoll animiert.

    Ritsuka und Mash sind einfach ein tolles Team, und sie durften gleich mal Bekanntschaft mit der sexy badass Ishtar und der Götterwaffe Enkidu machen. Nur um sich in der zweiten Episode gleich wieder von Letzterem zu trennen und sich dafür Merlin und Ana anzuschließen. Auf Merlins Auftritt habe ich gewartet, Fous Reaktion auf ihn war zum Wegschmeißen. :haha:

    Und Ana so cute, als sie die Kekse von dem Wachmann bekommen hat. Nicht zu vergessen, dass nun letztlich auch Gilgamesh seinen großen Auftritt hatte.

    Es ist einfach so gut, und es wird noch besser, wie ich vom Spiel her weiß. Der Hype wird einfach immer größer, und ich liebe es. :D

    Und weil ich nicht anders kann, muss ich jetzt einfach noch Ishtars Spinkick verlinken: Wanna see something amazing? Then klick this link! :thumbsup:



    So, das wars. Ich schaue natürlich auch nach wie vor noch Dr. Stone, Enen no Shouboutai und Vinland Saga, aber bei denen habe ich immer noch nicht wirklich etwas neues zu sagen seit dem Ende letzter Season.

    Sind doch diese Season jetzt deutlich mehr Anime geworden als geplant, aber mal sehen, ob nicht vielleicht noch ein paar davon gedropt werden.