Beiträge von Azaril

    Bastet

    Ich habe mir den auf Pixum erstellt, dort einfach oben auf Kalender gehen. Da kannst du dann Bilder hochladen und nach Belieben im Kalender anordnen.

    Das Format bei meinem Kalender ist übrigens Din A3, gibt dort aber auch andere Größen. Hat 20€ gekostet, was für einen individuell erstellten Kalender dieser Größe denke ich ein recht vernünftiger Preis ist.


    Edit: Die Handyhülle stammt übrigens auch von Pixum.

    Zeit für ein kleines Update.


    Seit meinem letzten Post vor fast einem Jahr habe ich nicht viel an Merchandise dazubekommen, eigentlich nur eine Handyhülle, einen Schlüsselanhänger und einen neuen Wandkalender. Dieser Post soll vor allem der Präsentation des Kalenders gelten, so wie ich auch schon den vom letzten Jahr hier präsentiert habe. ^^


    Handyhülle und Schlüsselanhänger zeigen eine meiner Lieblings-Fate-Charakterinnen: Mordred.



    Den Kalender habe ich mir wie letztes Mal selbst zusammengestellt. Jeder Monat enthält jeweils ein paar aus dem Internet zusammengesuchte Bilder zu einem bestimmten Anime.
    (Benachrichtigung wie versprochen an niemand )

    So, habe jetzt noch ein paar weitere erste Episoden gesehen.


    Kaguya-sama wa Kokurasetai

    War ganz lustig, wie die beiden immer zu viel in die Worte und Handlungen des jeweils anderen hineininterprtiert haben und sich das dann immer weiter hochgesteigert hat, aber ich habe den Erzähler als etwas nervig empfunden. Vor allem, als er ein paar Mal ziemlich offensichtliche Dinge erläutert hat. An sich kann eine Stimme, die das Geschehen auf trockene Weise kommentiert, in so einem Anime sehr effektiv sein und zur Comedy beitragen, hier aber ist das nicht wirklich gelungen.

    Jedenfalls finde ich Kaguya bisher klasse, die anderen Charaktere sind auch nicht schlecht.


    Watashi ni Tenshi ga Maiorita!

    Es hat mich zwar stellenweise zum Lachen gebracht, aber ist mir zu "moe". Bin auch nicht unbedingt ein Fan von Liebe auf den ersten Blick, falls man hier überhaupt von richtiger Liebe sprechen kann. Es stört mich hier auch ein bisschen, dass das Love Interest ein kleines Kind ist.


    Domestic na Kanojo

    Hat mich positiv überrascht. Nachdem ich es von der Beschreibung her für ziemlich trashig gehalten habe, hat die erste Episode mich überzeugt, dass dieser Anime durchaus eine gewisse Tiefe hat und dabei nicht den üblichen Comedy-Ansatz wie viele Anime mit ähnlicher Prämisse verfolgt, sondern eine etwas ernstere Stimmung vermittelt. Ich habe irgendwie das Gefühl, dass diese Serie auch in Richtung Tragödie gehen könnte, aber mal sehen.


    Mahou Shoujo Tokushusen Asuka

    Das ist für mich bisher eine der größten Überraschungen der Season. Düstere Magical Girl Anime gibt es ja inzwischen einige, aber die Besonderheit hier ist, dass die große magische Gefahr bereits gebannt wurde, aber die Magical Girls trotzdem nicht überflüssig werden. Mir gefällt auch sehr gut, wie das ganze in Zusammenhang mit dem Militär gebracht wird. Natürlich können Nationen die Existenz von Magical Girls nicht einfach ignorieren und versuchen, sie ihrer eigenen militärischen Stärke hinzuzufügen.

    Darüber hinaus ist es sehr interessant, mal zu sehen, wie ein Magical Girl versucht, sich nach dem Krieg gegen die magischen Feinde wieder in die Gesellschaft einzufügen. Ein traumatisiertes Magical Girl sieht man nicht oft, um nicht zu sagen, dass das das erste Mal ist. Ist aber eine logische Konsequenz ihrer Erlebnisse im Krieg, während dem ja offenbar sogar ihre Eltern zerstückelt wurden.

    Soll heißen, ich finde die realistischere Herangehensweise dieses Anime an das Thema Magical Girls bisher extrem gut und hoffe wirklich, dass diese Qualität und dieser Realismus auch nach der ersten Folge aufrecht erhalten werden. Dann könnte es in meinen Augen vielleicht sogar einer der besten Anime dieser Season werden.

    Ah so war das das erklärts wohl, denn Typ Flug muss man bei Kraftreserve erstmal DVs mäßig hinbekommen. Da war Fliegen wohl die einzige Alternative. Die Kraftreserve HP zu bestimmten war ja ohne Cheats vor Gen 5 eher nicht möglich.

    Es gab wie gesagt auch noch Aero-Ass, man war also nicht unbedingt auf Fliegen angewiesen, selbst wenn man die Kraftreserve nicht hinbekommen hat. Und ich habe eben gelesen, dass Kraftreserve von einigen Spielern damals benutzt wurde... ob das jetzt vielleicht nur auf Simulatoren war oder sie gecheatet haben, weiß ich nicht. Da müsste man wohl noch etwas genauer recherchieren.


    Ich denke, wir können uns darauf einigen, dass Fliegen damals ein Werkzeug für Spieler war, die nicht an eine gute Kraftreserve gelangen konnten und/oder ihre Aero-Ass-TM schon aufgebraucht hatten.

    Da haste mich missverstanden, ich meinte wenn man den 1. Schutzschild vorausahnt (und das tut man bei bestimmten Pokémon) würde man diese Schutzschildrunde überbrücken und beim 2. Mal treffen da ein zweiter Schutzschild würde dann nicht treffen.

    Trotzdem lässt sich die zweite Runde problemlos ausnutzen, weil der Gegner schon weiß, was kommt. Das ist kein Argument für Fliegen, sondern eines dagegen.


    Ist ja gut, warum müssen die Diskussionen bitte so schnell hitzig werden ? Wenn du es so sieht ok, aber ich habs eben anders erlebt. Wie du schon sagtest auch die anderen beiden Flugattacken wurden selten gespielt, ist es da nicht eher wahrscheinlich das alle 3 Flugattacken vor kamen ? Generell hat Flug fürs CP leider nciht viel zu Bieten sowohl von den Attacken als von den Möglichen Pokémon her.

    Hitzig? Tut mir leid, falls es irgendwie aggressiv geklungen hat oder so, war jedenfalls nicht so gemeint. Und wie gesagt, Fliegen war nochmal deutlich seltener, weil völlig nutzlos. Du hast recht, Flug hat vor der vierten Generation ohnehin nicht viel geboten, aber wenn man eine Flug-Attacke wollte, wäre man schön dumm gewesen, sich für Fliegen über Aero-Ass zu entscheiden.


    Stimmt das hatte ich vergessen. :unsure: Allerdings waren da TMs noch aufbrauchbar und VMs nicht. Das könnte auch ein Grund gewesen sein, wieso Fliegen auch genutzt wurde. :unsure:

    Deswegen wurde wie gesagt auch Kraftreserve gespielt, weil es unendlich verfügbar war (man konnte die TM in Graphitport kaufen) und bei maximaler Stärke ebenso stark war wie Fliegen, ohne den Nachteil der Aufladerunde und mit 100% Genauigkeit. Kraftreserve und Aero-Ass übertrumpfen Fliegen nunmal haushoch.

    Nein die werden auch nicht gespielt, da es im CP darauf ankommt in einer Runde möglichst schnell und möglichst viel schaden zu drücken und das noch vor dem Gegner.


    Fliegen hat zwar seine aufladrunde, aber die konnte man auch für sich nutzen. So um eben Schutzschild für den Gegner nutzlos zu machen da es in der 2. Runde meist versagt. Ersetzt wurde Fliegen erst durch Sturzflug, was eben auch Physisch ist keine aufladrunde hat und 100% Treffsicherheit hat. (Und natürlich ne Power von satten 120 hat nicht zu vergessen :D) Aber fliegen wurde doch sehr stark gespielt, weils eben gut drückt, besonders während der Story sehr gerne da die NPCs da nicht so taktisch denken und man so unangenehmen Attacken ausweichen konnte.

    Also selbst wenns im CP nichts mehr verloren hat, fürs Spiel selber ist Fliegen immer noch genial. :) Stark wie Psychokinese und Ausweichmöglichkeit. :glasses::thumbup:

    Sie wurden nur sehr selten gespielt, aber immer noch häufiger als Fliegen. Natürlich ist mir bewusst, dass man wenn möglich Sturzflug nimmt, aber das ändert auch nichts an der Vorhersehbarkeit von Fliegen. Schutzschild umgehen? Das soll diese Attacke also machen? Glaubst du wirklich, dass irgendjemand, der sich mit dem CP auskennt, in so einer Situation ein zweites Mal Schutzschild einsetzt? Nein, Doppel-Schutzschild probieren nur Leute, die es nicht besser wissen oder die keine andere Wahl mehr haben. Jeder vernünftige CPler wechselt einfach in der zweiten Runde ein flug-resistentes Pokémon ein oder nutzt es gleich mit einer sehr effektiven Attacke aus, falls vorhanden. Yay, 90 Base Power, die in 99% der Fälle auf ein resistentes Pokémon treffen.

    Du kannst da argumentieren, wie du willst, Fliegen war niemals eine gute Attacke im CP. Nur in der Hauptstory, weil die KI zu blöd ist, darauf zu reagieren.


    Wie gesagt, ich will nicht ausschließen, dass du tatsächlich auf Spieler getroffen bist, die Fliegen benutzt haben. Aber das muss ja nicht bedeuten, dass diese Spieler Ahnung vom Fach hatten. Die Anwendung von Fliegen zeugt sogar eher vom Gegenteil.


    Abgesehen davon hatte Fliegen bis zur dritten Generation noch eine Stärke von 70, erst ab der vierten war es 90, und da gab es dann schon Sturzflug. In der dritten Generation war Fliegen also noch unnützer und es wurde erst recht Aero-Ass oder in manchen Fällen sogar Kraftreserve Flug gespielt. Selbiges gilt für Gen 1 und 2 - man spielte Flügelschlag oder Kraftreserve, niemals Fliegen.


    EDIT: Oder man spielt Bohrschnabel, wenn man Zapdos heißt.

    Ich dagegen sehr oft, wie gesagt war bis zur 5. Die beste physische Flugattacke die man nutzen konnte.

    Dann musst du wohl gegen ziemliche Noobs gekämpft haben. Fliegen lohnt sich im CP einfach nicht, weil es viel zu ausnutzbar ist. Flügelschlag und Aero-Ass sind besser, trotz geringerer Stärke, weil sie keine Aufladerunde haben.

    Bei Fliegen bekommst du diese Basisstärke von 90 über zwei Runden hinweg, in denen der Gegner gemütlich auf die Attacke reagieren kann, indem er in der Zuschlagrunde Schutzschild einsetzt oder einfach ein flug-resistentes Pokémon einwechselt. Bei Flügelschlag und Aero-Ass kannst du innerhalb derselben zwei Runden eine Basisstärke von 120 erreichen und bist, falls der Gegner sein Pokémon wechselt, nicht in eine nicht sehr effektive Attacke gebunden.

    Attacken mit Aufladerunden werden in der Regel nur gespielt, wenn sich die Aufladerunde irgendwie überbrücken lässt (z.B. Solarstrahl in der Sonne), ansonsten nie. Und den Item-Slot nur wegen Fliegen mit einem Energiekraut zu belegen, ist auch nicht gerade ratsam.

    Wenn du SAO gesehen hast findest du es wirklich so schade das wir so weit entfernt sind. Ich hab keine Lust auf Experimente in meinem Gehirn. Aber der Rest wäre schon geil. Ich glaube aber viele Spieler würden dann wirklich verdursten oder verhungern. Ist ja bei WOW auch schon passiert.

    Das mit dem Verdursten und Verhungern würde wahrscheinlich wirklich einigen passieren. Aber wenn man schon ein Gerät hat, das derart tiefgreifend aufs menschliche Gehirn zugreifen kann, sollte es auch nicht allzu schwer sein, den Energiehaushalt des Körpers zu analysieren und Notfalls einen Verbindungsabbruch zu erzwingen.

    Und ja, ich finde es schon schade, dass wir noch weit von richtiger Virtual Reality entfernt sind. Nicht nur wegen den Spielen, denn es gäbe noch zahlreiche weitere Anwendungsmöglichkeiten für VR. Stimmt schon, es könnte einiges an Schaden anrichten, aber es hat auch das Potential, der Menschheit enorm weiterzuhelfen. In SAO war es ja auch nicht die Technologie an sich, die für all die Tode gesorgt hat, sondern ein Mensch, der die Technologie für seine Zwecke missbraucht hat.


    Danke für den Hinweis. Ich bin an sich ein Felsen in der Brandung voller Sarkasmus und Gefühle zeig ich auch nur meiner Frau ^^ Aber bei SAO also so ein Gefühl hatte ich schon lange nicht mehr hab die so richtig lieb gewonnen und hatte auch das Ende von Staffel 1 in der Form gehofft.

    Wenn es dir so gut gefällt, ist das natürlich toll. SAO ist auch sehr erfolgreich, also es gibt schon viele, die es mögen. Aber auch unverhältnismäßig viele Hater, die ihren Spaß daran haben, in jeder nur erdenklichen Weise darüber herzuziehen. Davor wollte ich dich bloß warnen. ^^



    Bezüglich Empfehlungen kann im Zusammenhang mit SAO zum Beispiel Accel World genannt werden. Die Vorlage stammt vom selben Autor.

    Ansonsten könnte ich unter anderem noch Log Horizon und Overlord empfehlen. Eine gute Seite über Anime ist übrigens myanimelist.net, da findest du Informationen zu so ziemlich jedem Anime. Dort könntest du beispielsweise auch auf die Informationsseite zu Sword Art Online gehen und oben auf "Recommendations" klicken, dann werden dir einige mehr oder weniger vergleichbare Serien aufgelistet.

    Hypermodernen VR Brille

    So kann man es natürlich auch sehen. ^^

    Für mich ist es eigentlich genau umgekehrt: Ich sehe VR-Brillen in gewisser Weise als "hyperantikes NerveGear", was wohl daran liegt, dass ich SAO schon kannte, bevor dieser ganze Hype um diese Brillen aufgekommen ist. Deswegen kann ich auch immer nur den Kopf schütteln, wenn Leute bei diesen Brillen von Virtual Reality sprechen. Meines Erachtens ist das nämlich eigentlich nur eine Form von Augmented Reality, oder höchstens eine Zwischenstufe zwischen Augmented und Virtual. Richtige Virtual Reality ist eben so was, wie man es beispielweise in SAO sieht, und davon sind wir (leider) noch weit entfernt.


    Jedenfalls willkommen in der Welt der Anime. Du wirst feststellen, dass SAO in der Anime-Community nicht unbedingt sehr beliebt ist, aber lass dich davon nicht abschrecken. Ich persönlich mag es. ^^

    Momentan läuft da übrigens schon die dritte Staffel, falls du das noch nicht weißt, und die ist bisher recht gut. :)

    Beste Optik: Violet Evergarden, wobei die anderen Optionen auch allesamt zu Recht in der Abstimmung sind.


    Bestes Opening: Adamas... ist nicht dabei, also ODD FUTURE, weil es zum einen richtig gut ist, zum anderen das einzige dieser vier Openings ist, das ich kenne. XD


    Bestes Ending: hectopascal. Das ist einfach so ein richtiges Gute-Laune-Lied. Wundert mich aber ein bisschen, dass es Perfect World (aus dem Anime "B: The Beginning") nicht in die Abstimmung geschafft hat, ich dachte, ich hätte das in einigen Nominierungs-Posts gesehen.


    Bester Soundtrack: Boku no Hero Academia


    Mister Bisaboard: Sakuta Azusagawa


    Miss Bisaboard: Koito Yuu. Hier fiel mir die Entscheidung enorm schwer, da alle vier Kandidatinnen es verdient hätten. Es kam wohl letztlich auf meine aktuelle Laune an, die Entscheidung hätte genauso gut auch anders ausfallen können.


    Bester Anime-Film: Fate/Kaleid Liner Prisma Illya: Sekka no Chikai. Die anderen Optionen wären für mich No Game No Life Zero und natürlich Fate/stay night: Heaven's Feel gewesen. Letzterer war aber eher ein Prolog, bzw. eben ein Trilogie-Auftakt, und das hat man auch gemerkt.


    Größte Überraschung: Tensei shitara Slime Datta Ken


    Größte Enttäuschung: Ein gewisser Anime über Ghule, den ich bereits wieder größtenteils aus meinem Gedächtnis verdrängt habe.


    Meisterwarteter Anime 2019: BnHA Season 4


    Anime of the Year 2018: Yagate Kimi ni Naru. Wobei Slime-Isekai, Bunny Girl Senpai und Boku no Hero Academia ebenfalls berechtigten Anspruch auf den Titel anmelden dürfen. Letzteres war aber letztes Jahr schon AotY, also habe ich es nicht mit einbezogen.

    Für Isekai-Fans (gibt es sowas^^?)

    Und ob es das gibt! :woot:

    Man denke doch nur mal an Juwelen wie Log Horizon, Re:Zero, Slime, Grimgar, Overlord und... Fate/Kaleid? Das zählt doch irgendwie auch, mit Miyu als Isekai-MC (kommt in eine andere Welt, erhält mächtiges Item, wird overpowered). :biggrin:

    Neues Jahr, neue Season, und die sieht schon ziemlich gut aus.


    Mob Psycho 100 II

    Das ist ja bekanntlich vom selben Autor wie OPM, gefällt mir aber deutlich besser, da es wenigstens eine ordentliche Handlung hat. Die erste Staffel fand ich jedenfalls recht gut, und daran schließt die erste Episode der zweiten Staffel auch schon gut an. Reigen ist nach wie vor genial, und Mob hat nun scheinbar eine neue Freundin gefunden... mal sehen, wie groß ihre Rolle letztlich ausfällt. Jedenfalls ein gelungener Auftakt zur neuen Staffel.


    Fukigen na Mononokean Tsuzuki

    Ich habe irgendwie gar nicht damit gerechnet, dass das jetzt eine zweite Staffel bekommt... ich meine, die erste Staffel war schon nicht schlecht, aber halt auch nicht allzu besonders, und ist bei mir irgendwie recht schnell in Vergessenheit geraten, deshalb habe ich einfach vor der jetzigen Season nicht mehr daran gedacht, dass es diesen Anime überhaupt gibt.

    Dabei existiert mit dem unheimlich niedlichen Moja doch ein guter Grund, Fukigen na Mononokean zu schauen. Die erste Episode dieser Staffel war recht ruhig und entspannend, wie man es von Anime dieser Art gewohnt ist. Hype ist nicht wirklich vorhanden, aber das könnte wohl die wöchentliche Entspannungs-Serie dieser Season werden.


    Kakegurui xx

    Jabami Yumeko ist zurück, und mit ihr diese völlig verrückte Spiel-Schule, die mich entgegen aller Erwartungen in der ersten Staffel überzeugen konnte. Naja, es liegt eigentlich hauptsächlich an Yumeko.

    Kann die zweite Staffel daran anschließen? Bis jetzt noch nicht. Ich fand die erste Episode irgendwie ein bisschen langweilig, und das "Spiel" mit der Guillotine hat hinten und vorne keinen Sinn ergeben und sollte wohl einzig dem Zweck dienen, dem Zuschauer Yumekos Verrücktheit und Spielsucht wieder in Erinnerung zu rufen... als wäre das nötig gewesen.

    Mal sehen, ob Kakegurui es im Lauf der Season wieder nach oben auf die Qualität der ersten Staffel schafft.


    Yakusoku no Neverland

    Hier habe ich mitbekommen, dass es ziemlich gehypt wird, weil der Manga offenbar sehr gut sein soll. Ich habe auch schon einige Male gelesen, dass Leute es mit Made in Abyss verglichen haben. Gespoilert wurde ich aber glücklichweise noch nicht, Inhaltsangabe oder so habe ich mir auch nicht durchgelesen, sondern habe einfach ohne Vorwissen die erste Episode geschaut.

    Konnte die mich überzeugen? Und wie!

    In der ersten Hälfte der ersten Folge wird das Bild eines idyllischen Waisenhauses gezeichnet, lediglich begrenzt durch einen schwarzen Zaun, von dem sich die Kinder fernhalten sollen. Die Betreuerin des Waisenhauses wirkt sympathisch und liebevoll und scheint ihre Schützlinge wirklich zu mögen, von denen sie Mama genannt wird. Ja... ich habe dieser friedlichen Atmosphäre nicht einen Augenblick lang getraut. Und das lag nicht nur an dem MiA-Vergleich. Es war eigentlich schon von der Szene ganz zu Beginn an klar, dass etwas nicht stimmt. Da kam diese Frage auf "Wovor schützt uns der Zaun?", bei der ich sofort gedacht habe, dass der Zaun wahrscheinlich nicht dazu da ist, Andere vom Waisenhaus fernzuhalten, sondern eher, die Kinder darin zu behalten. Dass sie allesamt eine Nummer am Hals tatöwiert haben, ist auch ein sehr deutlicher Hinweis, dass es sich nicht um ein gewöhnliches Waisenhaus handelt.

    Und dann folgt in der zweiten Hälfte die Enthüllung über die wahre Natur dieses Ortes, was eine überaus spannende Szene war, bei der ich meinen Blick kaum vom Bildschirm abwenden konnte, um auch ja nichts zu verpassen. Schließlich kam die logische Schlussfolgerung: Die Kinder müssen fliehen. Darum wird es wohl letztlich im Großteil dieses Anime gehen, und ich gebe zu, ich kann es kaum erwarten.

    Herausragende erste Episode, definitiv Anime of the Season-Potential.


    Tate no Yuusha no Nariagari

    "Ein Schild ist keine Waffe."

    Obwohl wir hier einen Anime haben, in dem die primäre Waffe des Hauptcharakters ein Schild ist, kommt es in der ersten Episode doch so rüber, als würde dem Schild wie in so vielen Filmen und Serien nur ein enorm geringer Wert zugestanden, obwohl er die nützlichste Sekundärwaffe aller Zeiten ist. Mich hätte es ja nicht gewundert, wenn nur die vier Helden aus Japan nicht wüssten, wie praktisch ein Schild sein kann, aber die Einwohner dieser mittelalterlichen Fantasy-Welt scheinen ihn ebenfalls als nutzlos anzusehen. Ersnthaft, diese Dinger wurden aus gutem Grund in Schlachten verwendet.

    Na gut, das mal nur am Rande, ich will jetzt nicht auf all die kleinen Fehler eingehen, die schon in der ersten Episode bezügliche Schilden gemacht wurden, sondern auf den Anime an sich, und der macht durchaus einen guten Eindruck. Mir gefällt vor allem, dass der MC nach dem Betrug offenbar den Weg des Anti-Helden einschlägt und einen guten Teil seiner Skrupel ablegt - diese Art von Hauptcharakter hat einfach was, vor allem in einem Isekai, wo die meisten MCs das Gute in Person sind.

    Dass diese Frau so plötzlich ihre Meinung geändert und sich ihm doch noch angeschlossen hat, nachdem niemand sonst wollte, ohne wirklich einen Grund zu nennen, kam mir jedenfalls von Anfang an verdächtig vor. Aber hätte nicht ziemlich leicht bewiesen werden können, dass sie gelogen hat? Sie ist angeblich nach der versuchten Vergewaltigung sofort zum Speerhelden gelaufen, hatte dabei aber noch irgendwie die Zeit, die Rüstung des Schildhelden mitgehen zu lassen? Dass diese Rüstung tatsächlich seine war, hätte man problemlos beweisen können, indem man einfach den Schmied fragt, der sie ihm verkauft hat.

    Aber gut, da ist der MC in der Hitze des Moments wohl schlichtweg nicht drauf gekommen, das genügt mir eigentlich als Erklärung, da ich mich auch nicht an so einer Kleinigkeit aufhängen will. Und wie gesagt, es führt dazu, dass er zu einer Art Anti-Held wird, also stört es mich erst recht nicht.

    Ich fand es außerdem ein bisschen seltsam, dass sich die anderen drei Helden quasi binnen einer Sekunde damit abgefunden haben, dass sie in eine andere Welt beschworen wurden. Ging mir etwas zu schnell.

    Ansonsten gefällt mir die Handlung so weit, der Anime hat Potential. Es bleibt nur zu hoffen, dass noch darauf eingegangen wird, warum Schilde eigentlich richtig gut sind und dass sie auch als Waffe verwendet werden können. Aber in Anbetracht dessen, dass der MC ja der Schildheld ist und wahrscheinlich noch ziemlich stark wird, mache ich mir da nur wenige Sorgen.



    Das war es vorerst mit den Anime, bei denen ich die erste Folge schon gesehen habe. Zudem bleiben auch noch drei aus der vorherigen Season erhalten, nämlich Tensei shitara Slime Datta Ken, SAO: Alicization und Fairy Tail.


    Darüber hinaus werde ich wahrscheinlich Date A Live III und vielleicht auch Strike the Blood III schauen. Eventuell auch noch Dororo und Boogiepop. Ansonsten bleibt abzuwarten, was sonst noch so mein Interesse weckt.


    Außerdem ist heute in Japan Premiere von Fate/stay night: Heaven's Feel II - Lost Butterfly, was dann im Rahmen des Akiba Pass Festivals schon Ende Januar und Anfang Februar in deutschen Kinos zu sehen sein wird. Bin richtig gehypt dafür und habe mir schon eine Karte gekauft. :D

    Dafür machen sie Geographisch Sinn. In Kalos ist jedes Gebiet nur zufällig eingefügt, ohne Sinn für Worldbuilding.

    Es macht also geographisch Sinn, dass Kantai City sich die ganze Südküste von Akala entlangzieht?

    Abgesehen davon ist Geographie beim Worldbuilding nicht alles, und wenn man eine lange Küstenstraße mit ein paar Gebäuden nebendran als Stadt bezeichnet, ist das eben alles andere als gutes Worldbuilding.


    Allgemein ergibt vieles am Map-Design von Alola einfach keinen Sinn.

    Was sprach denn beispielsweise dagegen, aus Kantai City stattdessen zwei Städte an entgegengesetzten Enden der Insel zu machen, mit einer oder mehreren Routen dazwischen, durch welche man sich einen Weg von der ersten Stadt zur zweiten bahnen muss? So würden diese Routen schon einen Zweck erfüllen, nämlich, diese beiden Städte zu verbinden, und man hätte das Gefühl, aus eigenem Verdienst in die zweite Stadt gelangt zu sein. Stattdessen wird einem einfach der Zugang zu bestimmten "Stadtteilen" (ließ Straßenabschnitte) verwehrt, indem dort irgendein Typ rumsteht, dessen Bissbark nach Items sucht... ja, okay, warum kann ich nicht einfach an diesem Bissbark vorbeimarschieren?

    Nein, stattdessen wird man auf eine nach Norden führende Route geschickt, ohne wirklichen Grund, ohne Ziel, und wenn man dann fragt, was das Ganze eigentlich soll, lautet die Antwort bloß: "Frag Tali, der nimmt dich schon an der Hand und zeigt dir den Weg."

    "Aber wenn ich nicht zu Tali gehen will, sondern die Insel erkunden?"

    "Nein, das darfst du nicht, because reasons, also sprich jetzt mit Tali."

    "Darf ich wenigstens erfahren, wohin das alles führen soll?"

    "Sprich. Mit. Tali. Sofort!"


    Was ich damit letztlich wohl sagen will, ist, dass die Routen sich in Alola oftmals so anfühlen, als würden sie schlichtweg keinen Zweck erfüllen. Sie sind einfach da. In den anderen Regionen dienen Routen stets dazu, einen Punkt A mit einem Punkt B zu verbinden, selbst solche kurzen Routen wie Route 7 in Kanto. In Alola dagegen hat man das Gefühl, dass sich die wichtigen Orte sowieso alle direkt nebeneinander befinden, wozu braucht es also noch extra eine Route dazwischen? Zumal man auf die Hälfte dieser Routen wie gesagt nur durch an den Haaren herbeigezogene Roadblocks gedrängt wird, sonst müssten sie wahrscheinlich optional sein.


    Und um das wieder auf die Geographie zurückzuführen: Ergibt das wirklich geographisch Sinn, dass die Orte auf diese Weise angeordnet sind? Verschiedene Städte, Routen, Farmen, Berge einfach so zusammengedrängt, mit nicht zueinander passenden Größenverhältnissen? Da befindet sich ein trocken wirkendes "Westerndorf" mal eben zwischen einer Stadt mit großem Springbrunnen auf der einen und einem aktiven, dampfenden Vulkan auf der anderen Seite.

    Besonders startnager und Start-Vogel.

    Wann war das denn nicht so?

    Natürlich findet man in so gut wie jeder Edition bestimmte Pokémon immer wieder auf verschiedenen Routen, aber ich finde, dass das in Sonne und Mond nochmal um einiges auffälliger war.

    Ich hatte vorher nie das Gefühl, von derartigen Horden an Rattikarl und Ibitak überrannt zu werden, aber in SM gab es quasi nichts anderes auf den Routen. Und selbst wenn es anderes gab, hatte das vielleicht eine 10% Erscheinungsrate, wohingegen die üblichen Verdächtigen bei 30% und mehr lagen - so kam es mir jedenfalls vor.


    Außerdem: Woher haben manche Leute hier ihre Zahlen? In Alola gibt es keineswegs mehr verschiedene Pokémon als in Kalos - es sei denn, man beschränkt sich einzig auf die neuen Pokémon. Wenn man aber alle erhältlichen Pokémon betrachtet, hat Kalos laut Pokewiki sogar die größte Artenvielfalt aller Regionen.

    Und diesen Unterschied merkt man einfach - dabei hätte es mit 300 Pokémon eigentlich kein Problem sein sollen, die etwa 20 Routen in Alola auf vielfältige Weise zu "bevölkern". Früher sind sie ja auch mit deutlich weniger zurechtgekommen - die meisten Regionaldexe haben so weit ich weiß nur um die 200 Pokémon, wenn überhaupt, trotzdem wirken die jeweiligen Regionen nicht annähernd so eintönig, was die erscheinenden Spezies angeht.


    Was das schlechte Map-Design angeht, stimme ich SuperSaiyajin Gogeta ebenfalls zu. Manche Routen fühlen sich an, als wären sie nur beiläufig eingefügte Lückenfüller, und es gibt so manch einen Ort, den betritt man einmal und nie wieder. Und dass sich einige der Städte gefühlt die gesamte Küste ihrer jeweiligen Insel entlangziehen, ist schlichtweg lächerlich, zumal es meist auch nicht mehr zu tun gibt als in den gewöhnlichen Städten vorheriger Regionen. Bei den anderen Regionen hat man wenigstens das Gefühl, dass es wirklich Abstand zwischen den Städten gibt, in Alola wirkt es dagegen so, als wären die alle auf engstem Raum zusammengedrängt, mit nur Mini-Routen zwischendrin. Ja, mir ist bewusst, dass es sowas auch früher schon gab, siehe Route 7 in Kanto, aber in Alola hat es auf mich eben fast durchweg diesen Eindruck gemacht, nicht nur ein- oder zweimal.

    Natürlich hat man auf Inseln nicht so viel Platz... würde jetzt vielleicht jemand als Gegenargument bringen, aber ganz ehrlich, man muss doch nur mal einen Blick auf die Sevii Eilande in Feuerrot und Blattgrün werfen, um zu sehen, dass auf Inseln nicht alles gdrängt sein muss und man immer noch gute, lange und vor allem inhaltich volle Routen haben kann.

    Damit es hier mal weitergeht, bewerte ich den Charakter jetzt einfach, auch wenn ich ihn nicht kenne. Über die Persönlichkeit kann ich demnach nichts sagen, sein Design wirkt recht generisch auf mich, also läuft es wohl auf durchschnittliche 5/10 hinaus.


    Tsuyu Asui (Boku no Hero Academia)

    Darf man eigentlich auch neue Kategorien für die nächsten AotY-Wahlen vorschlagen?


    Ich habe nämlich heute sowohl Bunny Girl Senpai als auch Yagate Kimi ni Naru endlich fertig geschaut, und da kam mir der Gedanke, dass eine Kategorie für die besten Paare nicht schlecht wäre. Weil Sakuta x Mai und Yuu x Touko schon zwei richtig gute Paare sind. ^^


    Manchmal gibt es auch Charaktere, die sich vielleicht alleine nicht unbedingt als Best Boy/Girl eignen, die sich aber in einer sehr gut geschriebenen Beziehung befinden und eine tolle Chemie mit ihrem jeweiligen Partner haben. Das sollte meiner Meinung nach ebenfalls gewürdigt werden.


    Bei so einer Kategorie würden natürlich nur Paare gelten, die auch tatsächlich im jeweiligen Anime zusammenkommen oder zumindest aneinander interessiert sind oder Gefühle füreinander hegen. Die oben genannten Beispiele wären also selbstverständlich in Ordnung, so etwas wie beispielsweise Zero Two x Ichigo allerdings nicht, da das ein reines Fanfiction-Ship ist.


    Ist wie gesagt nur ein Vorschlag, aber ich würde mich freuen, wenn es so eine Kategorie dann bei AotY 2019 gäbe. :)


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    Aber mal was anderes: Wo sind denn die ganzen Nero-Fans abgeblieben? Nero braucht noch mehr Nominierungen als Best Girl, um es in die Abstimmung zu schaffen! I summon you, Mitsuru !


    Und an alle anderen: Sehet die Pracht von Nero Claudius Caesar Augustus Germanicus! :D


    Nominiert Nero, solange ihr noch könnt, umu.


    Dekus Mutter mag ich auch gern. Ich meine, ich würde es dem Jungen ja von Beginn ausreden wollen (will jetzt nicht unbedingt, dass mein Kind sogar in normalen Wettbewerben eins mit Superkräften auf die zwölf kriegt lol und im Ernst sogar sterben könnte), aber desto verständlicher finde ich die späteren Sorgen.

    In dieser Gesellschaft ist das ja quasi schon der Normalfall, und gehört eben zum Heldentraining dazu, deshalb haben Eltern da vielleicht etwas weniger Bedenken, zumal die Schulen sich darauf spezialisieren und es entsprechende Sicherheitsvorkehrungen gibt. Gab es ja auch beim Sports Festival, nur hat U.A. eben ein paar Ausnahmefälle, deren Kräfte teilweise auch die Lehrer überfordern (man denke an Midoriya vs Todoroki, die einfach mal die Betonmauern des Aufpassers gesprengt haben).

    Von dem her finde ich es schon nachvollziehbar, dass Dekus Mutter sich zuerst weniger Sorgen macht und sich eher für ihren Sohn freut, und erst später nach und nach erkennt, was die Ausbildung zum Helden wirklich für Folgen haben kann.


    Das ist eigentlich fast so verantwortungslos wie einen Zehnjährigen einem Feuerdrachen und anderen Biestern anzuvertrauen. xD

    Ach, was kann da schon schiefgehen? Solange das Kindchen fleißig seine Orden verdient, gehorchen ihm die Biester ja. Und wenn es mal einen Orden nicht schafft, well... if he dies, he dies. XD


    Obwohl ich sagen muss, dass sich westliche Sachen dem auch schuldig machen, nur nicht in diesen Extremen. Das liegt aber nur daran, dass man mit Zeichnungen alles machen kann und mit realen Menschen nicht.

    An Aunt May habe ich da gar nicht gedacht, obwohl mir beim ersten Schauen von Civil War sogar tatsächlich kurz der Gedanke gekommen ist, dass sie zu jung aussieht... bin mit Sam Raimis Spiderman-Filmen aufgewachsen, wo sie so uralt ist wie in den Comics.

    Und irgendwie fällt mir erst jetzt auf, dass ich mich bei westlichem Zeug ja nicht nur auf Serien beschränken muss, Filme zählen genauso. Dann habe ich natürlich doch noch deutlich mehr gesehen, als ich behauptet habe. ^^


    Und wenn du die Eltern meinst: Die auch oder die erst recht. xD

    Ich meinte beides. Citrus hat die zwischenmenschlichen Beziehungen meines Erachtens in fast sämtlichen Belangen verhauen, und wie du schon sagst, die ganze Schwestern-Sache war ohnehin nur fürs Drama und eigentlich völlig unnötig.


    Jop, das denk ich auch. Es gibt so viele tolle Sachen, auch bei diesen Beziehungen, aber gerade für Leute, die nur wenig mit der Materie vertraut sind, können Animes unter Umständen auch seltsam und abschreckend wirken.

    Ein Freund von mir dachte zuerst auch, alles sei so seltsam und sexuell angefärbt und so. Hab ihm jetzt mal Fullmetal Alchemist vorgeschlagen. x3 Classic Rec, um einen guten Eindruck zu verschaffen. xD

    Mit FMA kann man halt nicht viel falsch machen. :D

    Ein bisschen nachvollziehen kann ich diese Vorurteile schon, weil es halt doch einige Anime gibt, die tatsächlich "so seltsam und sexuell angefärbt" sind. Leider sind diese, wie du schon sagst, in den Gedanken von Leuten, die sich nicht damit auskennen, oftmals viel präsenter als die wirklich guten Anime. Was sehr schade ist, weil so wahrscheinlich einige Menschen die Finger von Anime lassen, obwohl sie tatsächlich an einigen davon richtig Spaß gehabt hätten.

    Wäre mir fast ebenfalls so ergangen, wenn nicht zwei (glücklicherweise sehr hartnäckige) Freunde mich zu einem Log Horizon-Marathon überredet hätten. Wenn ich mir nur vorstelle, dass ich nie erfahren hätte, was ich alles verpasse...

    Eigentlich eine gute Idee, einen Thread zu Familien in Anime/Manga zu machen, warum hat noch niemand geantwortet? Naja, irgendjemand muss wohl einfach den Anfang machen.


    Über Mangas kann ich nicht allzu viel sagen, weil ich erst sehr wenige gelesen habe, ich werde mich also größtenteils auf Anime beziehen.


    Dann gehe ich erstmal auf ein paar der Fragen am Ende des Startposts ein:

    Achtet ihr auf sowas?

    Jein. Hängt tatsächlich stark vom Anime ab. In manchen Serien ist das Verhältnis zu Eltern/Geschwistern einfach nicht wichtig (Beispiel Pokémon: Ashs Mutter ist zwar recht sympathisch, aber eine wirkliche Rolle spielt sie eigentlich nur im dritten Film; und wer sein Vater ist, hat mich nie interessiert), in anderen wiederum - und das ist wohl der weit häufigere Fall - stellt es eine der Hauptmotivationen des Hauptcharakters dar und lässt sich daher kaum ignorieren (Bsp. Attack on Titan: Der Tod von Erens Mutter sorgt dafür, dass er alle Titanen ausrotten will; auch für die Elric-Brüder in FMA ist der Tod der Mutter ein wichtiger Charakter-Aspekt).

    Was ich dabei auffallend finde, was ja auch schon im Startpost erwähnt wurde, ist der Umstand, dass viele Eltern von Anime-Charakteren entweder tot oder verschollen sind. Das ist quasi fast immer der Fall, solange es sich nicht gerade um Slice of Life oder Romance handelt. Das kommt einem dann manchmal so vor, als kämen die Autoren nicht damit zurecht, ordentliche Eltern zu schreiben, und erfänden deshalb einen Grund, sie nicht in der Geschichte zu haben, zumindest nicht allzu oft (ich gebe zu, dass ich mich dessen in meinen eigenen Geschichten auch schon schuldig gemacht habe).

    Umso besser ist es dann, wenn man eine gut geschriebene Eltern-Kind-Beziehung findet wie beispielsweise die zwischen Deku und seiner Mutter in Boku no Hero Academia. Dekus Mutter ist dabei nicht nur eine Randerscheinung wie in vielen anderen Anime, sondern ist eine vollwertige Charakterin, die sogar eine gewisse Entwicklung durchmacht. Am Anfang unterstützt sie ihren Sohn noch voller Überzeugung, doch je öfter er in Gefahr gerät, desto mehr Zweifel bekommt sie, bis sie ihn sogar darum bittet, auf eine "weniger gefährliche" Schule zu wechseln. Das zeigt einfach sehr deutlich, was für eine Last es auch für die Eltern sein kann, einen Anime-MC als Kind zu haben, der natürlich am laufenden Band in lebensgefährliche Situationen gerät.


    Das Beispiel von Dekus Mutter passt auch ganz gut zu diesem Satz:

    Ebenfalls ist mir in Animes aufgefallen, besonders in manchen Modernen, dass so manche Mütter viel zu jung aussehen, was imo rasch lächerlich wirken kann.

    Es ist halt wirklich so. Überall diese betont jungen, hübschen Mütter, was nicht wirklich realistisch ist. Dekus Mutter dagegen ist in der Gegenwart verglichen zu den Flashbacks deutlich gealtert und auch ein bisschen beleibter geworden, sodass man der Serie tatsächlich abkauft, dass mehrere Jahre zwischen Gegenwart und Flashbacks vergangen sind.

    Den Vogel schießt diesbezüglich übrigens "Masamune-kun no Revenge" ab:


    Welche meiner Beispiele mögt ihr?

    Was Eltern angeht, vor allem eben Deku und seine Mutter sowie Todoroki und seine Eltern, das eine als Beispiel einer guten Beziehung, das andere als Beispiel einer schlechten, wobei es in beiden Fällen sehr gut geschrieben ist und Sinn ergibt.

    Ansonsten sind wie schon gesagt natürlich Eren und die Elric-Brüder gute Beispiele, wenn auch im Gegensatz zu Deku und Todoroki eher im Bereich der toten und verschollenen Eltern. Übrigens interessant, wie in beiden Fällen die Mutter stirbt und der Vater derjenige ist, den all die Mysterien umgeben. Ich habe allgemein das Gefühl, dass die Mütter häufiger das Zeitliche segnen als die Väter, während letztere dafür häufiger den Weg der Absenz/Verschollenheit gehen.

    Shirases Mutter aus Sora yori mo Tooi Basho finde ich auch ein gutes Beispiel.

    Bezüglich Geschwister finde ich von deinen Beispielen natürlich auch wieder Edward und Alphonse gut (die beiden sind halt allgemein gute Charaktere), aber auch Yuu und Rei, welche mir natürlich noch gut in Erinnerung sind, da Yagate Kimi ni Naru ja gerade erst beendet wurde. Sonst hast du da recht viele genannt, die ich noch nicht kenne oder deren Anime ich vor Jahren gesehen habe, sodass mal wieder eine Auffrischung fällig wäre (z.B. Owari no Seraph).



    Gut, dann kommen wir mal zu eigenen Beispieln. Ich wette, das erwartet hier absolut niemand von mir, aber ich werde ausnahmsweise mal das Fate-Franchise heranziehen. :woot:


    Bei Fate gibt es jedenfalls einige interessante Eltern- oder Geschwister-Beziehungen, die meisten davon sind um Emiya Shirou zentriert. Dessen richtige Eltern sind gestorben, als er sieben war, woraufhin er von Emiya Kiritsugu adoptiert wurde (Shirous vorheriger Nachname ist nicht bekannt). Shirous Ideale und die Werte, an die er glaubt, stammen allesamt von Kiritsugu, von dem er weit mehr geprägt wird als von seinen leiblichen Eltern. Trotzdem wird in den verschiedenen Routen von Fate/stay night teils mehr, teils weniger gezeigt, dass er auch in der Lage ist, diese Ideale zu hinterfragen.

    Shirou hat zudem einen Guardian, nämlich Fujimura Taiga, die sich nach Kiritsugus Tod um ihn kümmert, die aber für ihn eher so etwas wie eine große Schwester ist, was sich unter anderem daran zeigt, dass er sie "Fuji-nee" nennt.

    Dann hat er noch eine kleine Schwester, die allerdings nur wie eine kleine Schwester wirkt und tatsächlich ein Jahr älter ist als er, nämlich Illyasviel von Einzbern. Er weiß im übrigen nicht, dass sie die leibliche Tochter von Kiritsugu ist (außer in Fate/Kaleid).

    Illya ist die nächste Fate-Charakterin mit interessanter Eltern-Beziehung: Nachdem sie die ersten acht Jahre ihres Lebens unter einem liebenden Vater (Kiritsugu) und einer liebenden Mutter (Irisviel) aufgewachsen ist, fühlt sie sich nach deren Verschwinden zur Zeit des vierten Gralskriegs von diesen verlassen und entwickelt dadurch unter anderem auch einen Hass auf Shirou, da sie denkt, er habe ihr ihren Platz als Kiritsugus Kind gestohlen.


    In Fate/Kaleid dagegen leben all diese Charaktere von Anfang an als glückliche Familie zusammen. Ich finde es auch interessant, dass Shirou und Iri sich in keiner Fate-Serie außer Kaleid je begegnen. Meistens weiß er nicht einmal von ihrer Existenz, aber in Kaleid ist sie seine Adoptivmutter (obwohl mir auch da aufgefallen ist, dass ihr Verhältnis zu ihm manchmal ziemlich distanziert wirkt, als hätte Kiritsugu die Entscheidung, ihn zu adoptieren, ohne ihre Zustimmung getroffen; genaueres darüber erfährt man nie, aber das ist eben der Eindruck, den ich da hin und wieder bekomme).


    Eine weitere Fate-Charakterin, deren Beziehung zu ihren Eltern (und ihrer Schwester) einen Blick wert ist, ist Rin, die schon in jungen Jahren den Vater und in gewisser Weise auch die Mutter verliert, sodass schließlich der ehemalige Schüler ihres Vaters ihr Guardian wird. Was, wie jeder Fate-Fan weiß, zu einigen Komplikationen führt. Ihr Verhältnis zu Kotomine ist von Anfang an sehr angespannt, von Zuneigung zwischen Guardian und Schützling kann hier jedenfalls nicht die Rede sein, nicht einmal annähernd. Das Aufwachsen in Kotomines Obhut ist natürlich auch sehr prägend für Rin, und obwohl sie ihn nicht ausstehen kann, ist es dennoch offenkundig, dass sie ihm bis zu einem gewissen Grad vertraut.

    Was Rins Schwester Sakura angeht... es gibt wohl kaum jemanden, der größeres Pech mit seinen "Eltern" und "Geschwistern" hat. Nachdem sie weggegeben wurde, verhalten sich die beiden Schwestern zwar oft eher distanziert zueinander, hängen aber insgeheim auch noch aneinander, nur will sich das zuerst keine von beiden wirklich eingestehen. Von ihrem "Großvater" Zouken und ihrem "Bruder" Shinji dagegen wird Sakura am laufenden Band misshandelt.


    Matou Shinji wird ebenfalls stark durch seinen Vater und Großvater, sowie durch seine "Schwester" beeinflusst. Erstere üben durch ihre Erwartungen Druck auf ihn aus, Letztere erfüllt ihn mit Eifersucht auf das, was er nicht haben kann (Magie).


    Dann gibt es da noch Mordred, die einen Komplex bezüglich ihres "Vaters" hat. Ja, schon irgendwie blöd, wenn man seinen eigenen "Vater" umbringt und dabei im Gegenzug auch von "ihm" umgebracht wird.


    Hm... wenn ich so darüber nachdenke, hat Fate ziemlich viele zerbrochene, nicht funktionierende Familien.



    Ein Anime, der in diesem Thread auch eine Erwähnung wert ist, ist Made in Abyss (hast du das vergessen, Bastet , MiA hätte ich nämlich in deiner Liste schon erwartet ^^).

    Rikos vorrangige Motivation, um in den Abyss hinabzusteigen, liegt immerhin in ihrer Mutter begründet, welche Mal wieder ins Schema des verschollenen (und womöglich toten) Elternteils fällt.

    Auch der Aspekt der gewählten Familie passt hier: In gewisser Weise sind nämlich Rikos Freunde im Waisenhaus so etwas wie gewählte Geschwister für sie. Was sich auch daran zeigt, wie sie alle zusammenhalten und einander unterstützen.

    Und der Junge, der dort die Aufsicht hat (wie war noch gleich sein Name?), ist im Grunde so eine Art Guardian für sie. Und kann man Ouzen als Guardian bezeichnen... wohl eher nicht. :biggrin:



    ... und eure negativen Beispiele?

    Das fällt mir ganz spontan ein Wort ein: Citrus.

    Ich denke, das ist selbsterklärend.


    Wer macht es besser (im Allgemeinen)? Westliche Medien oder Anime und Manga?

    Hm, darüber habe ich mir noch gar nicht so wirklich Gedanken gemacht, und ich bin mir auch nicht sicher, ob ich das recht gut beurteilen kann, da ich nur sehr wenige westliche Serien schaue. Es gibt bezüglich Eltern und Geschwistern schon ein paar Anime-Tropes, die auf Dauer ziemlich nervig sind, zum Beispiel die sexualisierten Imoutos (wobei ich ja bekanntlich Fate/Kaleid mag, also zählt meine Meinung diesbezüglich quasi nicht :biggrin:). Wenn ich dann aber an Serien wie FMA:B oder Boku no Hero Academia denke, kann ich schon guten Gewissens behaupten, dass einige Anime da sehr gute Arbeit leisten.

    Bei westlichen Serien schaue ich eigentlich nur GoT, Gotham und die Serien des Arrowverse. Nach kleinen Imoutos, die auf ihre großen Brüder stehen, sucht man da eher vergebens, aber wenn man mal von etwaigem trashigem Zeug absieht und einen Blick auf die ernst gemeinten Eltern-/Geschwister-Beziehungen wirft, sind die Unterschiede gar nicht mehr so groß.

    Letztlich gibt es so gut wie überall Mütter, Väter oder Geschwister, die das Leben von Charakteren maßgeblich beeinflussen.



    So, das war es vorerst von mir. Vielleicht ergänze ich bei Gelegenheit noch ein paar weitere positive und negative Beispiele.