Beiträge von Caroit

     



     


    Hymenoptera, geflügelt' Wesen

    Ohne Arbeit, das sind Drohnen

    Nur mit halben Chromosomen

    In befruchtet' Eiern gewachsen

    Gibt es Weibchen in zwei Kasten

    Bei den meisten spielt der Arbeitstone

    In der Nahrung steckt die Krone

    Ein Insekt mit Schlüsselrolle

    Nehmen Nektar und verteil'n die Polle

    Ein Produkt süß und erlesen


     


    Damit Flocon sich nicht wieder beschweren kann, dass es keine aktuelleren Sachen in meinem Topic gibt, die er nicht schon mal irgendwo kommentiert hat, hier jetzt das nächste Update, welches Dank der Inspiration durch das Gedicht von Tragosso zustande gekommen ist. Ich wollte ein wenig aus meinem Studium in ein Gedicht verpacken und da hat es sich angeboten, dass ich ein wenig von meiner Faszination von der haplodiploiden Geschlechtsbestimmung bei Honigbienen in ein Gedicht packe. Die Verse sind dann auch als erstes entstanden, die anderen wollten da eher nicht so ganz und haben ne Weile gebraucht. Eigentlich wollte ich auch noch mit einbauen, dass nur die Weibchen in der Lage sind zu stechen, weil bei ihnen der Legbohrer in einen Giftstachel umgewandelt wurde (und nur Weibchen diesen Legbohrer zur Eiablage hatten/haben), aber das habe ich leider nicht sinnvoll in Versen unterbringen können, die mit dem richtigen Anfangsbuchstaben beginnen.


     

    Als ich auf das Tutorial zu Re- und Decolor gestoßen bin dachte ich mir: "Das sieht nicht so schwierig aus, das lässt sich bestimmt mal eben schnell machen". Wie sehr man sich doch irren kann ^^" Als erstes habe ich den Recolor von dem Endivie Sprite aus der silbernen Edition gemacht und fand es gar nicht so leicht so viele verschiedene Farben so unterzubringen, dass es einigermaßen vernünftig aussieht. Besonders die Schattensetzung hat mich gefordert, da ich darin absolut nicht gut bin und der Original-Sprite da ziemlich wenig hergegeben hat, mit dem man hätte arbeiten können. Mit dem Ergebnis bin ich dafür gar nicht mal so unzufrieden ^-^

    Als nächstes war dann der Decolor von dem Endivie-Sprite aus HG/SS dran, dessen Farbpalette ich zuvor für den Recolor genutzt hatte. Im Vergleich zum Recolor viel es mir deutlich einfacher aus den vielen Farben nur zwei (plus Schwarz und Weiß) zu machen. Ich hab zwar das Gefühl, dass ich es mit dem Highlight auf dem Blatt ein wenig übertrieben habe, aber alles in allem bin ich auch hier nicht unzufrieden für den ersten Vrsuch,


    Nachdem ich nun bereits mehrfach zwei Pokémon zu einem Hybrid zusammengemixt habe, wollte ich die Schwierigkeit ein kleines bisschen steigern und die Anzahl der Pokémon erhöhen. Mehrere Evolie-Entwicklungen zu nehmen hat sich diesbezüglich dann sehr stark angeboten, da die Körperforen relativ ähnlich sind (auch wenn der Winkel in dem Aquanas Körper steht so gar nicht gut zu der Ausrichtung der anderen beiden Entwicklungen passt, weswegen es nicht ihr Schwanz geworden ist, den ich übernommen habe). Ursprünglich hatte ich noch überlegt Evolie mit seinem Fell am Hals mit einzubauen, aber das hat von der Größe her nicht so ganz gepasst und nachdem ich an dem Abend bereits müde war hatte ich keine Lust mehr da die Größe noch anzupassen und hab stattdessen einfach die Farben von Evolie genommen. Ausnahme bildet da das Fell am Hals, das ist farblich so von Blitza geblieben, da es einigermaßen zu den Farben von Evolie passt und der Sprite dadurch zumindest ein kleines bisschen weniger eintönig aussieht.


    Nachdem das Erstellen von hybriden jetzt einigermaßen klappt und auch wenn ich das noch nicht gemeistert habe, weiß ich zumindest grob, was zu tun ist. Daher wollte ich mich einer neuen Herausforderung stellen und bin beim Durchsuchen der Tutorials auf das Pattern-Tutorial gestoßen und hab darin jetzt meine neue Aufgabe gefunden. Ursprünglich wollte ich mit dem Oldschool-Pattern anfangen, aber da mir spontan keine kreative Idee eingefallen ist, um das umzusetzen und ich es für den Start einfacher fand, sich möglichst nah an Pokémon zu halten, hab ich mich an der Aufgabe zum Patterntausch versucht und das Design von Formeo auf den Sprite von Shuppet gepixelt. Da ich zusätzlich ein wenig Übung darin bekommen wollte eigene Linien, Shadings etc. zu setzen, habe ich nicht zuerst Shuppet in den Farben von Formeo umgefärbt, sondern einfarbig (bzw. mit einer einheitlichen OL-Farbe insgesamt zweifarbig) gemacht und mich dann zwar grob an dem Shuppet Sprite für Highlights und Schatten orientiert, die Linien aber selbstständig gezogen und nicht übernommen. An das erstellen einer eigenen Farbpalette habe ich mich noch nicht ganz getraut, deswegen habe ich nur mit den Original-Farben von Formeo gearbeitet, aber ich wollte zumindest noch ein wenig mehr in Richtung realistischeres Shading üben, deswegen habe ich mich bei der rechten Variante an diesem Schachbrett-Muster-Stil orientiert.

    Hey ^-^

    Ich muss gestehen, mit Isländisch als Sprache kenne ich mich so gar nicht aus, aber ich bin viele Jahre über auf Isländern geritten und bin immer wieder fasziniert, wenn ich Bilder von der Landschaft Islands sehe, und möchte daher unbedingt auch irgendwann einmal ein paar Wochen Urlaub dort verbringen, wenn das nötige Kleingeld da ist. Irgendwo fühle ich mich daher irgendwie ein Stück weit mit Island verbunden und daher gefällt es mir persönlich umso besser, dass du deinem Topic eine Verbindung zu diesem Land gibst. Ne Menge Respekt auf jeden Fall auch dafür, dass du Isländisch gelernt hast. Ich hatte mal ein Jahr lang einen Schwedisch-Kurs besucht und mein Lehrer meinte, dass er selbst gerade dabei ist Isländisch zu lernen und das wohl eine der Sprachen mit der kompliziertesten Grammatik sei.

    Abseits davon, dass ich es schön finde, dass du ein Wort aus dem Isländischen für den Titel deines Topics genommen hast, gefällt mir auch die Bedeutung dieses Wortes sehr gut und während ich hier bei mir gerade genau solch ein Wetter habe, ab und zu aus dem Fenster gucke und dabei noch dem angenehmen Klang der Regentropfen auf Blättern lausche, ist das einfach nur die perfekte Gelegenheit, deinem Topic einen Kommentar zu verpassen.


    Der Zauber der Sterne

    Vorweg muss ich auf jeden Fall sagen, ich bin absolut begeistert von deiner Idee und finde die Umsetzung auch sehr gelungen. Ich bin ein großer Fan von Wissenschaft und diese mit dem malerischen Charakter eines Gedichtes zu verbinden, finde ich einfach nur fantastisch. Gestern noch dachte ich mir, dass ich gerne mal wieder ein Gedicht schreiben würde aber aktuell nicht so ganz einen guten Ansatzpunkt für ein Thema finde. Da werde ich mich jetzt sicherlich zukünftig das ein oder andere Mal von deinem Ansatz inspirieren lassen und eine wissenschaftliche Thematik nehmen, mit der ich mich z.B. aktuell im Studium befasse. Vielen Dank daher auf jeden Fall schon mal, dass du dieses Gedicht hier in deinem Topic geteilt hast.

    Ich muss gestehen, nach dem ersten Sonett habe ich selbst einmal kurz gegooglet, wie ein Stern geboren wird. Weniger, weil ich mir dachte, dass du etwas falsch dargestellt haben könntest, sondern mehr weil mich der Punkt mit der Gravitation so erstaunt hat. Ich weiß, dass Massen sich gegenseitig anziehen, aber hätte nicht gedacht, dass Gas- und Staubteilchen da genug Gravitationskraft für die Geburt eines Sternes aufbringen könnten. Aber so kann man sich irren und es ist schön, dass das Gedicht mich dazu anregt mich auch nochmal selbstständig ein wenig zu dem Thema zu informieren.

    Ein bisschen gestolpert bin ich dann am Ende des ersten Sonetts über die beiden Terzette. Weniger über die Terzette für sich genommen, als über sie im Zusammenhang. Dadurch, dass das erste Terzett mit "während" beginnt, scheint der Satz am Ende des ersten Terzetts noch nicht abgeschlossen, weil noch nicht geklärt ist was denn während diesen Plasmawinden passiert. Gleichzeitig klingt das "derweil" als Beginn des zweiten Terzetts allerdings so, als würde ein neuer Satz beginnen, was einem im Zusammenhang mit dem ersten Terzett dann eben ein wenig ins Stolpern bringt. Spontan würde mir als Lösung einfallen, dass man "sich" anstatt "derweil" an der Stelle nehmen könnte. Dann klingt es mehr so, als wäre es eine Aufzählung im gleichen Satz mit dem ersten Terzett und gleichzeitig entsteht auch ein gewissen Gefühl von Tempo, was dann auch gut zu den "immer schneller[en] [...] Runden" im Vers danach passen würde.


    Zu Beginn des zweiten Sonetts habe ich zunächst ein wenig gestutzt, weil "Versiegt die nährende Energiequelle" für mich bereits eher nach Tod klang und nicht nach dem Ende der Geburt und dem Beginn des Lebens. Vor allem in Kombination mit dem Ausdruck "eines Tages", der nach einem längeren Zeitraum klingt und von mir deswegen eher mit dem Leben als mit der Geburt assoziiert wurde. Dann habe ich allerdings nachgeguckt, wie lange die Geburt eines Sternes eigentlich dauert, weil ich aus den beiden Versen heraus vermuten würde, dass Wasserstoff als sehr reaktives Element eventuell nur während der Geburt vorhanden ist., und was soll ich sagen, bei mindestens einer Millionen Jahre passt der Beginn des zweiten Sonetts auf jeden Fall zu den Fakten, auch wenn es meiner persönlichen Assoziation von Geburt bzw. Geburt im Vergleich zum Leben widersprochen hat.

    Den Rest vom zweiten Sonett finde ich insgesamt sehr gelungen. Er liest sich flüssig und bis auf den Ausdruck "später Eisen geworden", bei dem ich das Reimwort nicht ganz passend finde, aber mir fällt spontan auch kein besseres ein, finde ich es auch sprachlich sehr gut. Vor allem die zweite Strophe sticht da meiner Meinung nach positiv hervor und zeichnet mit den "tosenden Wellen" im Gegensatz zum "zarten Kern" ein sehr schönes Bild.


    Das erste Terzett des dritten Sonetts hat mich ein wenig stolpern lassen, weil ich mich gefragt hatte, was für "Massen" gemeint sind. Im ersten Moment habe ich unit als Atommasse gedacht, wobei das dann wirklich wenig wäre und ich nicht den Eindruck hatte, dass das stimmen könnte. Als ich dann die Masse eines Neutronensterns gegooglet hab, bin ich auf die Zahl 1,25 Sonnenmassen gestoßen (was ja einigermaßen an den 1,4 Massen aus dem Gedicht dran ist), wobei das auch davon abhängig zu sein scheint, welche Masse der Stern zuvor hatte. Allerdings bin ich nun inhaltlich ein wenig verwirrt von dem Terzett. Es klingt so, als würde die Umwandlung zu einem Neutronenstern den Kern zerreißen und als würde das passieren, wenn er dann mehr als 1,4 Sonnenmassen wiegen würde. Das passt nicht ganz dazu, dass ich bei meiner Suche gefunden habe, dass es auch bereits Neutronensterne mit unter 1,4 Sonnenmassen gibt. Oder ist es so gemeint, dass es sich bis zu einer Masse von 1,4 Sonnenmassen um einen Neutronenstern handelt und darüber hinaus der Kern dann zerreißen würde und es dann etwas anderes ist (da es ja auch erst ab 3 Sonnenmassen zum schwarzen Loch wird)? Falls du noch weißt, was dein Recherchehintergrund zu diesem Terzett war würde es mich sehr freuen, wenn du da meine offensichtlich vorhandene Wissenslücke schließen könntest.

    Insgesamt gefällt mir das dritte Sonett ebenfalls sehr gut und insbesondere, dass es mit einer Frage abschließt, finde ich sehr schön an der Stelle. Während zuvor sehr wissenschaftlich, wenn auch in malerischer Sprache, das Leben eines Sternes beschrieben wurde, ist "Zauber" nicht unbedingt ein Wort, was einem als erstes einfällt, wenn man an Wissenschaft denkt. Gleichzeitig zeigen die drei Sonette allerdings auch, welch wunderschöne Faszination der Welt um uns herum innewohnt und wie spannend es sein kann diese Welt mit Hilfe der Wissenschaft ein wenig besser zu verstehen. In dem Sinne drückt diese letzte Frage für mich auch eine gewisse Liebe zur Schönheit und Faszination der Wissenschaft aus, die dem Leser damit ein Stück weit mit auf den Weg gegeben wird.


    Ich hoffe, ich konnte dir mit diesem Kommentar eine kleine Freude machen und insbesondere hoffe ich, dass wir hier zukünftig noch mehr solch schöner Werke von dir finden werden. Dann kann ich dir auch jetzt schon mal versprechen, dass du auch wieder einen Kommentar von mir bekommen wirst ^-^

    Liebe Grüße,

    Caroit

    Hey ^-^

    Ich will ein bisschen Übung darin bekommen Kommentare zu Sprites zu schreiben und weil du mir im Zweifelsfall nicht böse sein wirst, wenn ich Unsinn erzählen sollte, wirst du jetzt einfach mein erstes Opfer sein =*


    Hubbeluff

    Die vier verschiedenen Versionen gefallen mir alle sehr gut, wobei mir insbesondere die unteren Beiden persönlich gut gefallen, weil sie durch die nach oben geworfenen Ohren so fröhlich aussehen. Die gewählte Farbkombination gefällt mir ebenfalls sehr, sehr gut (und das sogar noch bevor ich gelesen hab, dass du die Farben von Endivie verwendet hast). Das Grün ist hell und warm, aber nicht zu grell, sodass es "natürlich" aussieht. Sehr gut dazu passt dann das Orange der Blume, dass sich durch die Nähe zu Rot deutlich von dem Grün abhebt, aber zugleich keinen zu starken Kontrast darstellt, sodass es insgesamt stimmig wirkt.

    Bei den beiden oberen Varianten sind mir trotzdem zwei Kleinigkeiten aufgefallen. Die eine ist der Schatten bei der rechten Version am rechten Ohr, den ich ja schon angesprochen hatte, als du hier warst, deswegen erwähne ich es jetzt nur kurz der Vollständigkeit halber. Die zweite Sache ist bei der linken oberen Version der Schatten der Blume, der im Gegensatz zu der unteren Version nicht vorhanden ist, was ein wenig Schade ist.


    Hubbeluff-Variationen

    Zu den vier Versionen mit Hubelupfs Gesicht sag ich jetzt mal nichts, weil ich sie ehrlich gesagt ein klein wenig gruselig finde ^^"

    Was die Variante mit Flemmlis-Farben betrifft, finde ich, dass es an sich gut gelungen ist, allerdings im Vergleich zu den anderen Farb-Varianten nicht ganz mithalten kann, weil es zu eintönig wirkt. Gerade da die Blume irgendwie auch ein Stück weit selbstständig aussieht und sich Blüten ja allgemein meist von der restlichen Blume abheben, bietet es sich an da ein wenig mehr Farbvariation rein zu bringen, was du bei den anderen Versionen getan hast und dafür gesorgt hat, dass diese deutlich interessanter sind anzusehen.

    Bei der rosa-blauen Variante ist mir noch aufgefallen, dass es links oben vom linken Auge einen hellen Pixel gibt, der da ein wenig fehl am Platz wirkt. Beim Vergleich mit den grün-orangenen Hubbeluff ist mir aufgefallen, dass es dort diesen Pixel ebenfalls gibt, er da allerdings von Outlines umrandet ist, was bei der rosa-blauen Variante nicht der Fall ist. Dadurch wirkt es einfach wie eine weiße Stelle mitten in seinem Körper statt ein Teil des Hintergrunds.


    Grünes Fluffeluff

    Du weißt, ich liebe die Farbe Grün, dementsprechend finde es es natürlich auch nice, dass du Fluffeluff in Grün umgefärbt hast. Ich muss allerdings gestehen, dass mich etwas an dem Sprite ein wenig irritiert hat und ich denke ich bin inzwischen auch dahinter gekommen, was es sein könnte.

    Das rechte Auge von Fluffeluff hat ein paar sehr dunkle Outlines bekommen, während das bei dem linken nicht der Fall ist. Dadurch wirkt es ein wenig so, als würden die beiden Augen nicht so recht zusammen passen. Du meintest, du hattest am Ende zu wenig Farbabstufungen und vielleicht liegt es daran, aber so wirkt es leider etwas seltsam.

    Wenn ich mir die anderen Fluffeluff-Augen im Vergleich dazu angucke ist es zwar auch bei allen anderen Versionen so, dass das linke Auge mit nicht so dunklen Farben wie das rechte Auge eingefasst ist, allerdings hebt sich die dunklere Farbe im Vergleich zum Augeninneren immernoch einigermaßen deutlich ab, was bei dem grünen Fluffeluff einfach ein wenig fehlt.


    Ich hoffe, ich konnte dir eine Freude machen und du kannst vielleicht ein bisschen was aus dem Kommi mitnehmen. Vielleicht kommt ja demnächst auch wieder ein Update von dir, ich weiß von mindestens einem Sprite, den du noch in der Hinterhand hast. Ich würde mich auf jeden Fall freuen ^-^

     


    Oje, ich schieb dieses Update definitiv schon viel zu lange vor mir her und es ist an der Zeit, dass damit endlich Schluss ist (ursprünglich sollte es nach dem Schreibturnier letztes Jahr kommen, dementsprechend wird das jetzt etwas länger ^^"). Vielen Dank auf jeden Fall für die vielen, lieben Kommentare!!!



     


    Schöpferkraft


    Nervös klammerten sich seine Hände um einen eindrucksvollen Stab, welcher an der Spitze einen geheimnisvoll lila leuchtendend Kristall hatte und überall mit geheimnisvollen Runen geschmückt war. Der Stab der Mächtigen, so wurde er seit Generationen flüsternd genannt. Niemand wagte es, seinen Namen laut auszusprechen. Benjamin war der Name seines Besitzers, welcher sich erwartungsvoll in einen großen Torbogen aufgestellt hatte. In seinem Rücken ein uralter Hain mit allerlei verwunschenen Ecken. An einer Stelle blühten die herrlichsten und schönsten Blumen, die man sich nur erträumen konnte. An einer anderen sangen exotisch anmutende Vögel eine Symphonie, wie man sie lieblicher nie gehört hatte. Der Wald war verzaubert und konnte dadurch jeden Ort, den man sich herbeiwünschte, beinhalten. Benjamin war der mächtigste Zauberer und somit der Wächter zu diesem verwunschenen Reich. Vor sich blickte er auf weite Auen, deren Anblick in der Ferne von einem einzelnen, galoppierenden Pferd gestört wurden. Bald würde es mitsamt seinem Reiter hier sein, doch trotz der Nervosität hatte Benjamin keine Angst. Er besaß den Stab der Mächtigen, ihm würde nichts geschehen können.


    Eine Ewigkeit verging, in der Benjamin gebannt nach vorne starrte, bis er endlich aus seiner Warterei erlöst wurde. Auf einem weißen Ross thronte ein wackerer Recke in glänzender Rüstung. Benjamin stellte sich extra gerade hin und hoffte auf eine kleine Brise, die seine lange Robe etwas wehen lassen könnte, damit sie noch eindrucksvoller aussähe. Bedauerlicherweise blieb ihm dieser Wunsch jedoch verwehrt. Von dem Schimmel stieg nun der Ritter etwas unbeholfen herab, zückte sein poliertes Schwert und richtete es auf Benjamin.

    „Halte ein Schurke! Lass mich passieren und Prinzessin Mia aus deinem böswilligen Bann befreien, dann will ich, Sir Lancelot, dich auch mit dem Leben davonkommen lassen!“

    Was für ein einfallsloser Name. Von ihm musste sich Benjamin nun wirklich nichts gefallen lassen. Er reckte sein Kinn und erwiderte:

    „Die Prinzessin ist freiwillig in meinen Hain gekommen und es ist allgemein bekannt, dass niemand ihn je verlassen darf. Verschwinde, bevor ich ungemütlich werde!“

    Es breitete sich ein breites Grinsen auf dem Gesicht des Ritters aus. Mit einer solchen Antwort hatte er offensichtlich gerechnet.

    „Dann wird dich nun deine gerechte Strafe ereilen!“, rief er und rannte mir erhobenem Schwert auf Benjamin zu. Viel zu offensichtlich. Der Magier zielte mit seinem Stab nach vorne, sprach ein paar mystische Worte und aus dem Edelstein löste sich ein dunkler Strahl, der mit Wucht auf die silberne Rüstung traf und ihren Besitzer nach hinten stolpern ließ. Mit einer sichtlich unzufriedenen Miene berappelte sich dieser wieder, stieß eine Art Kampfschrei aus und sprintete erneut nach vorne. Hatte er nichts aus seinem ersten Versuch gelernt? Ein wenig irritiert zielte Benjamin erneut und ließ wieder einen Energiestoß in Richtung des Recken zischen. Doch dieses Mal war sein Kontrahent vorbereitet und hechtete im letzten Moment zur Seite. Inzwischen war er nur noch wenige Meter von Benjamin entfernt und der Magier verspürte einen Hauch von Panik. Aber er war immer noch der Besitzer vom Stab der Mächtigen. Seine arkane Energie konzentrierend hob er den Stab senkrecht in die Luft und ließ ihn mit einem Rumms auf den Erdboden krachen. Sofort manifestierte sich eine Wand aus lila Flammen in einem Umkreis von einem Meter um ihn herum. Gerade weit genug, um den Ritter den Weg ins Innere des Waldes.

    „Deine dunkle Magie wird dir auch nicht weiterhelfen“, rief der Ritter, der inzwischen vor der flammenden Wand zum Stillstand gekommen war.

    „Und was willst du dagegen tun?“, erwiderte Benjamin. Solange er den Stab in seiner Hand hielt, konnte ihm nichts was anhaben. Ein kleines, selbstzufriedenes Lächeln schlich sich auf sein Gesicht. Heute würde er als Sieger nach Hause gehen.

    „Du wirst schon sehen!“ Der Recke war sichtlich verärgert über Benjamins Lächeln und rammte trotzig sein Schwert in den Boden. Als würde er endlich aufgeben, sank er vor seinem Schwert auf die Knie, umfasste mit beiden Händen den Schwertknauf und senkte den Kopf. „Oh ihr wahren Göttern, steht mir bei. Helft mir, diesen Unhold zu vernichten und die Prinzessin, eure Auserwählte, sicher in ihr Schloss zurückzubringen. Ich flehe euch an, erhört mich!“

    Auf einmal löste sich aus dem Himmel ein leuchtender Strahl, der Benjamin in güldenes Licht tauchte. Seine schützenden Flammen versiegten und bevor er sich versah, war der Ritter bereits wieder aufgesprungen und rammte ihm das Schwert mit einem überzogenen „Hah!“ in die Brust.

    „Das ist unfair!“, empörte sich Benjamin, „Du darfst meine Magie nicht einfach außer Kraft setzen.“

    „Die Götter haben mich halt erhört, das ist überhaupt nicht unfair“, erwiderte sein Kontrahent.

    „Aber damit gewinnst du dann ja immer, also ist das sehr wohl unfair“

    „Ich bin doch auch der Held in der Geschichte und die Guten gewinnen immer. Also stell dich nicht so an“

    Das war leider kein schlechtes Argument. Egal in welcher Geschichte, am Ende gewann immer der Held in strahlender Rüstung.

    „Dann will ich aber das nächste Mal der Held sein“, gab Benjamin mürrisch als Antwort.

    „Ist ja schon gut, wenn’s denn sein muss“


    Benjamin hob noch das hölzerne Steckenpferd auf und machte sich mit einem bemalten Stock in der anderen Hand und seinem Bruder Max, welcher in einer Rüstung aus Kartons steckte und sein Papp-Schwert bei sich trug, auf den Weg nach Hause. Inzwischen hatte es bereits begonnen zu dämmern und ihre Mutter wartete sicherlich schon mit dem Abendessen auf die zwei. Dieses Mal war er zwar nicht siegreich gewesen, aber bei ihrem nächsten Abenteuer würde er der Held sein und dann beim Essen von seinem glorreichen Sieg erzählen können. Er musste sich nur noch ein klein wenig gedulden.


     


    Dieser Text ist für den Nostalgie-Wettbewerb: Sei ein Bösewicht! 2021 entstanden. Mir war relativ schnell klar, dass ich nicht aus der Sicht eines klassischen Bösewichts aus Filmen oder dergleichen schreiben und gleichzeitig eine (hoffentlich) unerwartete Pointe am Ende haben wollte. So bin ich dann auch die Idee mit zwei Kindern gekommen, die ihrer Fantasie freien Lauf lassen und sich einen Kampf liefern. Dabei habe ich besonders in den Dialogen versucht eine gewisse kindliche Einfachheit einzufangen und sie zugleich mit einem märchenhaften Charakter im übrigen Text zu verbinden und gehofft, dass es nicht bereits zu früh zu deutlich wird, dass es sich hier um zwei Kinder handelt, die miteinander spielen.


     


    Perfektion


    Dein

    Lächeln leuchtet

    mir ein Licht,

    selbst in dunklen Stunden.

    Liebe


    Viele kennen's, erinnert an Schulzeit

    Doch lieber exotischere Worte befreit


    Hell wie die Sonne

    An wolkenlosem Himmel

    Deine Anmut strahlt


    Ein wenig länger soll's schon sein

    Drum packe noch zwei Verse rein


    Deine Umarmung

    Wärm auch in kältester Stund'.

    Geborgen, sicher

    Und voller Glückseligkeit.

    Nirgends anders will ich sein


    Doch soll mein Liebster auf Reime verzichten?

    Eine andere Form muss ihren Dienst verrichten


    Du fängst an zu singen, ganz leise und zart

    welch wohlige Stimme, die an Bass nicht spart

    Einen Blick voller Liebe wirfst du mir zu

    Und prompt gesellt sich meine Stimme hinzu

    Aus zwei'n wird eins, du bist mein Gegenpart


    Eine einzige Strophe, die reicht nicht aus

    Mindestens zwei flink aus der Feder heraus


    In der Küche stehst du

    Lächelst mir liebevoll zu

    Göttlicher Duft erfüllt den Raum

    Nach langem Tag find ich zur Ruh'

    Und höre mit dir vom Känguru

    Als wäre ich in einem Traum


    Essen im Grünen unter einem Baum

    Eine Kerze brennt, nur wir zwei beim Rendezvous

    Fassen kann ich das alles noch kaum

    Doch du blickst mir aufmunternd zu


    So langsam wird's besser, doch noch nicht perfekt

    Das Wichtige darf nicht sein so versteckt


    Liebevoll' Geborgenheit

    Eine Stütze von immenser Kraft

    Vor uns eine strahlend Zeit

    Liebevoll' Geborgenheit

    Über uns ein Mistelzweig

    Lang Gespräche in der Nacht

    Liebevoll' Geborgenheit

    Eine Stütze von immenser Kraft


    Ein wenig bildhafter sollte es sein

    Und unmissverständlich, das wäre fein


    Lachen können wir zwei gut

    Immer, überall, froh'n Mut

    Ein Gefühl, gewaltig wie die Flut

    Benommen, trunken gar vor Glück

    Einsamkeit liegt nun zurück


    Was tu' ich hier, das ist doch verrückt

    Bei Liebe ist die Form doch gleich

    Wichtig ist nur welch Gefühl beglückt

    Durch dies wird alles und jeder Vers reich


     


    Dieses Gedicht ist für die erster Runde des sinnlichen Schreibturniers 2021 mit dem Thema "Liebe" entstanden. Nachdem ich in dem Jahr den NPM leider nicht so wirklich mitgenommen hatte, mich aber eigentlich an ein paar verschiedenen Gedichtformen ausprobieren wollte, dachte ich mir, dass ich das auch einfach bei diesem Wettbewerb umsetzen könnte. So ist die Idee entstanden ein Gedicht darüber zu schreiben, wie jemand versucht die perfekte Form für ein Liebesgedicht zu finden. Diese Geschichte wird dabei in den Couplets erzählt, während die Gedichte dazwischen die zahlreichen Versuche darstellen das perfekte Liebesgedicht zu schreiben. Von Den Couplets und dem Vierzeiler als Abschluss abgesehen sind es der Reihe nach folgende Formen: Elfchen, Haiku, Tanka, Limerick, Fatrasie, Triolett und Akrostichon.


     


    Extraktion


    Teblad in bunter Kleidung kommt voll beladen mit allerlei Dingen in ein völlig weißes Wohnzimmer. Vatn ebenfalls ganz in Weiß sitzt bereits auf dem Sofa.


    Vatn: Kann ich dir helfen, soll ich dir was abnehmen?

    Teblad: Nein, nein, alles gut.

    Vatn: Aber du trägst doch so schwer. Willst du nicht ein paar von diesen ganzen Sachen ablegen?

    Teblad: Eigentlich ist das alles nicht schwer.

    Vatn: Bist du dir ganz sicher?

    Teblad: Ja.


    Vatn tritt auf Teblad zu und betrachtet seine Sachen interessiert. Teblad guckt leicht unbehaglich.


    Vatn (entzückt): Ist das etwa eine Rose?

    Teblad: Ja, aber ... hey!


    Vatn nimmt die Blume und stellt sie in eine Vase auf einem Tisch. Teblad hat keine Hand frei, um etwas dagegen tun zu können.


    Vatn: Sieht sie dort nicht bezaubernd aus? Bringt ein wenig Farbe in diesen langweiligen Ort.

    Teblad: Das ist MEINE Rose. Du hattest kein Recht, sie dir einfach zu nehmen.

    Vatn: Aber du hast doch noch so viele andere Dinge. Du brauchst die Rose doch eigentlich gar nicht und hier sieht sie sowieso viel schöner aus.

    Teblad: Ich hätte sie trotzdem lieber behalten.

    Vatn (vage auf Teblad deutend): Oh, was sehen meine Augen denn da?

    Teblad (dreht sich weg): Die sehen gar nichts.

    Vatn: Doch, doch, da war doch so eine hübsche, gelbe Decke. Die würde sich bestimmt gut auf dem Sofa machen.


    Vatn greift sich die Decke und legt sie mit Begeisterung über das Sofa.


    Teblad (leicht verägert): Na schön, die zwei Sachen kannst du behalten. Aber den Rest lässt du dafür in Ruhe, abgemacht?

    Vatn: Aber, aber, wer wird denn hier gleich so sauer? Sei doch nicht so egoistisch. Geteilte Freude ist doppelte Freude!

    Teblad: Schon, aber die Sachen gehören halt nunmal zu mir. Sie sind ein Teil von dem, was mich ausmacht.

    Vatn: Also du solltest dich nun wirklich nicht über irgendwelche Dinge identifizieren, das klingt nicht gesund. Du solltest versuchen dich einzig und allein über dein Innerstes zu definieren. Komm, ich helf dir dabei.


    Vatn nimmt Teblad einige bunte Dinge ab und dekoriert damit weiter das Zimmer.


    Teblad (aufbrausend): Jetzt reicht es aber wirklich! Du hast dir mehr als genug Dinge genommen, irgendwann muss auch mal Schluss sein!


    Teblad verlässt den inzwischen bunten Raum. Vatn fischt zeitgleich noch einen farbigen Schal aus Teblads Sachen und legt ihn sich um.


    Vatn: Ich kann wirklich nicht verstehen, warum er nicht bleiben und diesen wunderschönen Raum ein wenig genießen wollte. Manchen kann man es wohl nicht recht machen.


     


    Mein erster Versuch mich an ein Drama zu wagen entstand für die zweite Runde des sehenswerten Schreibturniers 2021 zum Thema "Konflikt". Es war ehrlich gesagt Tag der Abgabe, ich hatte immernoch keine Idee, worüber ich schreiben wollte, und da musste ich dann daran denken, dass ich bei einer Drabble-Kette mal ein Drabble aus Sicht des Teebeutels geschrieben habe und mir diese ungewöhnliche Perspektive damals ziemlich gut gefallen hat. So entstand die Idee eine Abgabe über den Prozess des Tee-Kochens zu schreiben. Die Namen sollten dabei einerseits Hinweis sein, worum es geht (was von den Votes her zu urteilen auch ganz gut geklappt hat) und zugleich nicht so eindeutig sein, dass nicht noch Raum für eigene Interpretationen gegeben sind. Daher habe ich dank Google-Übersetzer geguckt, was Teeblatt und Wasser auf Schwedisch heißt und so sind die Namen entstanden. Da ich kurz zuvor noch nen Anfänger-Sprachkurs in Schwedisch hatte, hatte ich zumindest ein wenig einen Bezug zur Sprache und gleichzeitig war es zum Glück so, dass die Namen nah genug an den deutschen Wörtern als Hinweise dran sind, aber es auch nicht zu eindeutig ist.


     


    Reflexion


    Es ist dunkel. So dunkel, dass ich den Weg vor mir nur erahnen kann. Der Wald steht dicht und der fahle Mondschein schafft es kaum, die Laubdecke zu durchdringen. Hin und wieder fährt ein sanfter, kühler Wind über meine Arme und lässt die Blätter um mich herum rascheln. Ansonsten ist es still. Geradezu unheimlich still, kein Tier ist zu hören. Dort in der Schwärze, könnte dort hinter dem Baum nicht jemand versteckt sein und nur auf eine Gelegenheit warten? Ich weiß, dass das Quatsch ist. Dort im Dunkeln lungert keine Gestalt hinter einem Baum. Es ist meine Einbildung, die es mir weismachen möchte. Und doch. Ein kalter Schauer läuft mir den Rücken herunter und ich drücke die warme Hand, die ich halte, ein klein wenig fester.


    „Hey, alles in Ordnung?“

    „Ja ja, alles in Ordnung.“


    Er zieht mich ein klein wenig näher zu ihm und seine Nähe zu spüren, gibt mir ein vertrautes Gefühl der Sicherheit. Er kann offensichtlich deutlich besser bei Nacht sehen als ich, denn bisher hat er uns ohne Probleme den schmalen Pfad entlang navigiert. Eigentlich bin ich nicht gerne bei Nacht im Wald unterwegs. Es ist nicht so, dass ich die Nacht nicht mag, ganz im Gegenteil. Sie hat eine gewisse Ruhe, die ich überaus schätze. Ich sehe nur einfach gerne, wo ich entlanglaufe und auch wenn ich meinen Begleiter bedingungslos vertraue, bin ich ungern auf ihn angewiesen, wie in dieser Situation. Er wollte mir etwas Einzigartiges zeigen und dafür musste es eine Nacht wie diese sein, hatte er gemeint. Neugierig wie ich bin, konnte ich es ihm natürlich nicht abschlagen und so wandern wir nun zusammen durch den Wald.

    Es ist ein seltsames Gefühl, die Augen aufzuhaben und trotzdem absolut gar nichts sehen zu können. Wie sehr man sich sonst auf visuelle Eindrücke verlässt und wie hilflos man sich plötzlich fühlt, wenn einem dieser Sinn nicht mehr weiterhilft. Wie viel mehr man sich plötzlich darauf konzentriert, was man hört und wie sich der Boden unter den Füßen anfühlt. Was ich zuvor als Stille wahrgenommen hatte, füllt sich immer mehr mit zarten Geräuschen. Ein entferntes Rascheln, allerdings nicht der Wind, sondern bedachte Schritte auf dem Boden. Das leise Schlagen von nahezu lautlosen Schwingen über unseren Köpfen. Das Geräusch von flinken, abrupten Bewegungen im Laub und dem Klang von kleinen Zähnen auf einer harten Oberfläche. Ich weiß gar nicht mehr, warum ich mich anfangs gefürchtet hatte.

    Erde und vereinzeltes Laub unter meinen Füßen fühlen sanft und kühl, aber nicht unangenehm an. Ursprünglich hatte ich nur auf meine Schuhe verzichtet, weil mein Freund meinte, ich würde sie nicht brauchen. Aber jetzt bin ich froh über die zusätzlichen Sinneseindrücke. Überhaupt, wann bin ich eigentlich zuletzt barfuß gelaufen? Als Kind war ich ständig mit bloßen Füßen unterwegs. Mit der Zeit wurde das dann immer weniger, auch wenn ich nicht genau sagen kann, woran es liegt. Eigentlich ist es ein sehr schönes Gefühl, so eine direkte Verbindung zum Boden zu spüren. Ich sollte mir vornehmen, dies wieder öfter zu machen.


    „Wir sind gleich da, nur noch ein kleines Stück.“


    Ich nicke. Erst im nächsten Moment fällt mir ein, dass er mein Nicken aktuell vielleicht gar nicht sehen kann. Aber er scheint darauf auch keine Antwort zu erwarten. Er ist mein bester Freund, mit ihm gibt es kein peinliches Schweigen oder dergleichen. Nur angenehme Stille, wenn wir beide gerade nichts sagen möchten. Ein wenig bin ich im dankbar dafür, dass wir den Weg ohne viele Worte entlang gehen. Zu Reden hätte vermutlich einen Teil der faszinierenden Atmosphäre, die diese Nacht langsam auf mich ausübt, zerstört.

    Vor uns lichtet sich der Wald ein wenig und ich kann endlich mehr erkennen. Ich bleib verzaubert stehen, lasse die Hand meiner Begleitung los und kann nicht sagen, ob ich jemals etwas Schöneres gesehen habe. Vor uns erstreckt sich ein spiegelglatter See und es scheint, als würde sich ein Meer aus Sternen vor mir erstrecken. Der Wolkenlose Himmel glitzert im Wasser und strahlt mir entgegen. Ich könnte stundenlang hier stehen und staunen. Aber mein Freund lenkt meine Aufmerksamkeit mit einer Geste auf sich und grinst mich breit an.


    „Ich wusste, dass es dir gefallen würde. Das Wasser dürfte warm sein, lass uns schwimmen gehen.“


    Und Bewegung ins Wasser bringen und damit diesen wunderschönen Anblick zerstören? Im ersten Moment sträub ich mich gegen den Gedanken, aber letztendlich siegt der Wunsch, diesem verzauberten Funkeln noch näher sein zu können und ich nicke. Es ist eine laue Sommernacht und wir haben beide kurze Sachen an. Als wäre es das normalste der Welt, gehen wir langsam ins Wasser. Die kleinen Wellen, die von uns aus gehen, bringen die Lichter zum Tanzen, aber zu meiner Freude sind sie nach wie vor gut zu erkennen. Das Wasser ist kühler als erwartet. Sonst gehe ich nicht gerne schwimmen, wenn es nicht knalle heiß ist und mitten in der Nacht ist nur noch eine schwache Erinnerung an die Hitze des Tages verblieben. Doch in diesem Moment stört es mich nicht. Zu begeistert bin ich von dem Leuchten um mich herum und nachdem das Wasser endlich tief genug ist, dass ich schwimmen kann, fühlt es sich so an, als würde ich langsam ein Teil davon werden. Ein Teil von dieser Flut aus Sternen. Es fühlt sich friedlich an. Ruhig, geradezu himmlisch. Das muss das Paradies sein. Meine alltäglichen Sorgen fühlen sich im Anbetracht dieser Unendlichkeit unbedeutend an und mit einem leisen Seufzen lasse ich sie los. Ich fühle mich leicht und meine Muskeln fangen an sich zu entspannen, während ich mich vom Wasser tragen lasse.

    Irgendwann schwimmen wir zurück und wringen unsere nassen Klamotten aus. Ich beginne zu frösteln und mein Freund reicht mir ein Handtuch. Er muss es wohl schon vorher hier drapiert haben, ohne dass ich es mitbekommen hatte.


    „Danke.“


    Ich lächle ihn an und sehe an seinem Blick, dass er versteht. Es ist ein aufrichtiges Danke, mit dem ich ihm für diese wundervolle Erfahrung danken möchte. In ein Handtuch gewickelt ist es zwar ein wenig wärmer, aber durch die nassen Klamotten ist mir nach wie vor kalt. Er nimmt wieder meine Hand und führt mich hinein in den düsteren Wald, aus dem wir gekommen sind. Zurück auf dem Pfad, der sich meinen Augen entzieht.


    Später liege ich in meinem kuschligen Bett und starre an die Decke. Der Schein einer Straßenlaterne leuchtet schwach in mein Zimmer. Früher hätte ich es als dunkel empfunden, aber nachdem ich nun in diesem Wald wahre Dunkelheit wahrgenommen hatte, kommt mein Zimmer mir nun geradezu erleuchtet vor. Ich weiß nicht, ob ich jemals wieder solch einen Anblick wie von diesem funkelnden See bewundern werde. Aber die Erinnerung an diese magische Nacht werde ich niemals vergessen können.


     


    Dieser Text ist für die dritte Runde des saphirblauen Schreibturniers 2021 mit dem Thema "Erlebnisse in der Nacht" entstanden. Von den drei Abgaben ist dieses hier diejenige, mit der ich persönlich am unzufriedensten bin, weil ich nicht das Gefühl habe das Gefühl, welches ich vermitteln wollte, wirklich gut eingefangen zu haben. Grundlage für den Text ist dabei ein nächtlicher Besuch eines Badesees während einer LAN mitten im Nirgendwo in Brandenburg, auf der ich vor Jahren mal war. Wir waren ne Gruppe von etwa 15 Leuten und um zum See zu kommen, musste man etwa 5 min durch einen Wald laufen. Es war dabei tatsächlich so stockfinster, dass wir eine Kette gebildet und die Schuler unseres Vordermanns festgehalten haben, während der erste barfuß gelaufen ist und nur ertastet hat, wo der Weg ist und wo kein Weg mehr ist. Die eigene Hand auf der Schulter des Vordermanns konnte man dabei tatsächlich nicht mal mehr erahnen, weil man absolut nichts gesehen hat. Umso faszinierender war es dann an dem See anzukommen, durch die Sterne wieder was zu sehen und da es windstill war, sah der See wie ein Meer aus Sternen aus und auch wenn er durch das eigene Schwimmen dann nicht mehr komplett glatt war, hat es sich trotzdem so angefühlt, als würde man in diesem Meer aus Sternen und Unendlichkeit schwimmen können. Ein unglaublich faszinierendes Erlebnis, das ich wohl nie vergessen werde.


     


    Entschleunigung


    In bahnbrechender Geschwindigkeit lasse ich die Welt und alle Sorgen hinter mir. Ich spüre meinen Atem, der schwer und etwas keuchend sich bemüht, meinen Körper und besonders meine Muskeln mit Sauerstoff zu versorgen. Nach einer Weile lasse ich das Grau der Stadt hinter mir. Die lebendige Umgebung lässt meine Brust gleich viel freier werden und ich und drossle mich ein wenig, um nun mehr als zuvor von meiner Umwelt mitzubekommen. Geradezu gemütlich gleite ich dahin, als ich abrupt an einem Geländer zum Stehen komme. Der Weg vor mir ist nicht mehr geteert und meine Inliner zwingen mich wieder zurück.


     


    Dieses Drabble entstand im Rahmen der Valentins-Drabble-Aktion 2022. Zu dem Zeitpunkt bin ich sehr viel Inliner gefahren und da ich gerne Naturthematiken in meine Texte integriere, hat sich der Kontrast zwischen Stadt und Geschwindigkeit sowie Natur und Entschleunigung sehr schnell angeboten.


     

    1.4.22

    Vor einer Woche

    Sonnenwärme. Nun wieder

    kalter Winterhauch.


    2.4.22

    Erst scheinen sie zu

    siegen, doch dann die Wende,

    bitt'rer Misserfolg.


    3.4.22

    Sonnenstrahlen, Schnee,

    und wieder strahlend' Himmel.

    Willkommen April!


    4.4.22

    Semesterbeginn,

    welch Motivationswelle.

    Wird sie anhalten?


    5.4.22

    Bald ist es Freitag

    dann suche ich mir endlich

    ein weißes Kleid aus


    6.4.22

    Eulenbären sind

    wundervolle Wesen, die

    missverstanden sind.


    8.4.22

    Weberknechte sind

    Spinnentiere doch keine

    Spinnen. Erstaunlich.


    Die Zeit fliegt dahin

    Noch so vieles ist zu tun

    Fokus nicht verlier'n


    Brautkleid

    Schlicht

    Doch elegant

    Ein weißer Traum

    Bin das wirklich ich?

    Ja!


     


    Eigentlich wollte ich beim diesjährigen NPM mehr teilnehmen und auch jeden Tag ein Haiku schreiben. Zu Beginn hat das dann ganz gut geklappt, aber nachdem ich es dann einmal vergessen hatte, hatte die Motivationen nen Dämpfer und ich war dann auch mit Hochzeitvorbereitungen sehr stark zeitlich eingespannt, sodass daraus dann nicht wirklich was geworden ist. Aber wer weiß, vielleicht dann ja endlich 2023!


     


    Selbstverwirklichung


    Glück und Freude, Leid und Liebe

    Einigt und zusammen hält

    Sonst viel unerzählt doch bliebe

    Ausdruck meiner inn'ren Welt

    Niemals lasse ich's mir nehmen

    Gar zu groß wär sonst das Sehnen


     


    Es war nach 23 Uhr am Tag der Abgabe für den Bisavision Schreib Contest 2022, ich saß im Bus, hatte zum Tippen nur mein Handy und wollte unbedingt noch eine Abgabe fertig bekommen. So bin ich auf die Idee gekommen ein Akrostichon zu schreiben, da es zwar kurz ist und ich das auch auf dem Handy abtippen kann, man damit aber gleichzeitig auch viel ausdrücken kann. Da der Wettbewerb an den Eurovision Song Sontest ist, habe ich mir dabei die Frage gestellt, was Gesang für mich bedeutet und versucht das in den Versen einzufangen. Ein wenig Schade ist dabei, dass das Wort nur 6 Buchstaben hat und keine 8, so wirkt es ein wenig abrupt zu Ende und nicht ganz abgeschlossen. Eventuell hätte ich mir da lieber ein Reimschema aussuchen sollen, dass sich auf jeweils 3 Verse bezieht und nicht eines mit 4 und 2 Versen.


     


    Kühl und warm und so verschieden

    Lieb und zart liebkos' ich dich

    Eng tu' ich mich um dich biegen

    Innig kuschelst dich in mich

    Doch von Dauer ist dies nicht

    Ungefähr nach einem Tag

    Nun uns're Verbindung bricht

    Gleich den Wäschekorb ertrag


     


    Dieses Akrostichon ist im Rahmen einer Aktion entstanden, bei der man aus der Perspektive eines Gegenstandes schreiben sollte. Man merkt, so ein wenig habe ich diese Gedichtform seit dem NPM 2021 liebgewonnen. Mir gefällt das Werk insgesamt ganz gut und besonders die Wendung wollte ich unbedingt mit drin haben, auch wenn ich mit dem letzten VErs überhaupt nicht zufrieden bin, aber ich hab auch partout keine bessere Idee bekommen, wie ich den Wäschekorb ganz am Ende sonst noch mit einbringen kann.


     

    Ponk hat sich ein Enton mit Nebulak-Kopf geüwnscht, also soll er es auch haben. Eventuell könnte um den linken Arm noch etwas Nebel herum hinzugefügt werden, aber das ist etwas, was zukünftig vielleicht irgendwann nochmal umgesetzt werden kann, wenn ich besser geworden bin.


    Flocon hat sich ein Fluffeluff mit irgendwas anderem gewünscht. Da hat es sich natürlich angeboten einfach einen Hybriden aus unseren beiden Lieblingen zu machen. Die Augen finde ich zwar noch ein wenig gruselig, aber da ich sonst ein linkes Endivien-Auge selbst hätte spriten müssen, durfte Fluffeluff seine eigenen behalten ^-^


    Das hier ist mein erster Versuch einen Hybrid zu erschaffen. Die Ausgangspokémon sind dabei Fukano (wie vermutlich recht leicht zu sehen ist) und Nidorina. Insgesamt bin ich ganz zufrieden dafür, dass es mein erster Versuch war und es mich fast den letzten Nerv geraubt hat, bis ich Gimp dazu gebracht habe, dass es auch tut, was ich von ihm möchte. Das innere des Ohres könnte noch etwas flauschiger aussehen, damit es besser zu Fukano passt, aber da selbst ein wenig was hinzu zu spriten und nicht nur ausschneiden, zusammenfügen und Farben anpassen, hab ich mich noch nicht getraut. Aber vielleicht überarbeite ich ihn einfach irgendwann nochmal, wenn ich mit allem etwas vertrauter bin ^-^



    Meine Heimat im FW wird wohl immer FF bleiben, aber im Laufe meiner Zeit im BB hab ich mich auch immer mal wieder an anderen Kategorien versucht. FA, Mapping, GFX und das ein oder andere Group-Cover im Audio-Bereich aber Spriting war bisher noch nicht dabei und langsam ist es an der Zeit das zu ändern. Aktuell haben es mir Hybride besonders angetan, weil ich es faszinierend finde aus bereits bestehendem Material auf kreative Weise etwas Neues zu schaffen, und irgendwann würde ich gerne dahin kommen gut selfen zu können. Aber bis dahin sind es wohl noch viele Babysteps und zunächst versuche ich erstmal die Grundlagen über Hybride ein wenig zu lernen.


    Falls ihr Wünsche für die Kombination bestimmter Pokémon habt, nur her damit! Dann muss ich nicht immer versuchen über einen Randomizer Inspiration zu finden ^-^

    Guten Morgen Nachmittag Isamu_17 ,

    der Titel deiner FF weckt zunächst Assoziationen an die Editionen Kristall und Feuerrot. Zweite davon hab ich nie gespielt, aber die erste war meine aller erste Edition, daher konnte ich gar nicht anders als mir deine FF mal genauer anzugucken. Du schreibst zwar auch direkt, dass du deine eigene Welt entworfen hast, daher gehe ich nicht davon aus, dass die Geschichte in Johto spielen wird, aber das macht mich nur umso neugieriger, wie dann letztendlich der Titel zur Geschichte passen wird.


    Eine kleine Anmerkung noch vorab: Eine Vokabelliste bei Ausdrucken und Worten, die vielleicht eher unbekannt sind (ich denke mal, sie sind aus einer Sprache/Dialekt, die/den ich jetzt einfach nur nicht erkannt habe, sollte es was eigenes sein, gerne korrigieren), ist sinnvoll und ich finde es gut, dass du sie hast. Für den Anfang macht das jetzt auch keinen großen Unterschied, da die Kapitel und die Vokabelliste nah beieinander sind. Aber du solltest dir eventuell überlegen die Vokabeln auch einfach zusätzlich jeweils ans Ende eines Kapitels zu packen, damit man später im Zweifelsfall nicht zwischen mehreren Seiten hin und her klicken oder ewig lange scrollen muss.


    Prolog

    Der Prolog startet schon einmal sehr spannend. Die kurzen Sätze zu Beginn erzeugen bereits ein eher gehetztes, unsicheres Gefühl, das dann sehr gut zu der Verfolgungssituation passt, die kurz darauf beschrieben wird. Als die Personen erstmals für den Leser im Schein des Blitzes zu sehen sind, hättest du eventuell in einem kurzen Nebensatz noch erwähnen können, dass sich die Frau in einiger Entfernung zu den Männern befindet. So hatte ich erst das Bild einer Reisegruppe im Kopf, was dann von einer Gruppe abgelöst wurde, die die Frau umzingelt hat, als der Anführer meinte, man solle sie ergreifen, und erst danach dann tatsächlich das Bild einer noch aktiven Verfolgungsjagd. Es würde übrigens an der Stelle vermutlich auch besser passen, wenn der Hauptmann seinen Befehl schreit anstatt ihn zu flüstern, da die Beschreibungen des Waldes zuvor nahelegen, dass ein Flüstern vermutlich übertönt werden und bei seinen Männern nicht ankommen würde.

    Sehr viel Liebe übrigens für das Wort "Häscher". Ich weiß nicht, wann ich es zuletzt gelesen habe, aber ich finde an der Stelle passt es sehr gut zur Geschichte und fühlt sich nicht aufgesetzt oder dergleichen sondern sehr organisch an. Ich finde es immer schön, wenn ein breit gefächerter Wortschatz genutzt wird, allerdings ist es nicht immer ganz einfach den Spagat zwischen einem großen Wortschatz in einem Text und der Gefahr, dass es sich gestelzt anhört zu schaffen. An der Stelle ist es dir aber meiner Meinung nach gut gelungen.

    Ich finde es gut, dass du in deiner eigenen Welt der inneren Kraft/magischen Begabung auch einen eigenen Namen gibst. Die Erklärung, welche Bezeichnungen dafür bei uns äquivalent wären, hättest du allerdings weglassen können, da du es bereits zuvor gut erklärt hast und man so keine weitere Erkenntnis gewinnt, allerdings ein Stück weit aus der Immersion der Geschichte gerissen wird. Ich bin allerdings sehr gespannt, was wir noch alles über dieses Loh erfahren werden und inwiefern es eine Rolle für die Protagonisten spielen wird (vielleicht kann ja einer von ihnen es nutzen, weiß es noch nicht und findet das dann aber im Laufe der Geschichte heraus).

    Ein mysteriöser, anscheinend sehr mächtiger Mann, der die Frau und das Kind verfolgen lässt, wobei es irgendwie verständlich ist, wenn es sich um sein Kind handelt. Beim Lesen war ich sehr klar auf der Seite der Frau, die versucht sich und das Kind in Sicherheit zu bringen und sogar ihr Leben opfert, um das Kind fort zu schaffen. Der Vater des Kindes hat dabei dann wie kein unbedingt guter Mensch gewirkt. Wenn ich allerdings nochmal drüber nachdenke, ist die Lage nicht ganz so klar, wie sie mir im ersten Moment erschienen ist. Es könnte auch ebenso gut sein, dass die Frau aus irgendwelchen niederen Gründen sein Kind entführt hat und da ist es dann absolut verständlich, dass er sie verfolgen lässt und auch alles andere als glücklich darüber ist, dass seine Männer gescheitert sind und das Kind nicht zurückbringen konnten. Ich bin auf jeden Fall gespannt, was wir zu ihm und der Frau im weiteren Verlauf der Geschichte noch erfahren werden.

    Während die kurzen Hauptsätze zu Beginn des Prologs sehr dabei geholfen haben, die Atmosphäre zu unterstützen, ist dies im zweiten Abschnitt des Prologes leider nicht mehr der Fall. Dass der Bauer sich dem Krater vorsichtig nähert und das Kind aufhebt sind Aktionen, die eher ruhig als schnell ablaufen, weswegen es sich hier eher anbieten würde einige der Hauptsätze miteinander zu verbinden, damit es sich flüssiger/weicher liest und weniger abrupt/abgehackt.

    Hatte das Ehepaar schon einmal Kinder oder woher haben sie einen passenden Strampler rumliegen? Ansonsten wirkt das Bauernpaar noch etwas blass, was ein wenig Schade ist. Als zukünftige Eltern einer der Protagonisten (immerhin werden sie sie aufziehen) sind es keine unbedeutenden Charaktere, wie irgendein Händler auf dem Markt, sondern wichtiger Bestandteil der Hintergrundgeschichte von Koriki. Daher wäre es schön gewesen, wenn sie zumindest Namen bekommen hätten und ein wenig genauer beschrieben worden wären.

    Wäre es nicht sinnvoll gewesen, wenn die beiden das Kind mit zu Gadov genommen hätten? Ich meine, er hat immerhin wichtige Dokumente ausgestellt und an seiner Stelle hätte ich dafür ganz gerne gewusst, dass das Kind auch tatsächlich existiert (auch wenn er den beiden prinzipiell vertrauen sollte). Außerdem sollte ein Neugeborenes nicht einfach so alleingelassen werden, was man damit dann auch umgangen wäre.

    Ansonsten bin ich noch etwas zwiegespalten, was ich von dem Paar halten soll. Einerseits sind sie sofort bereit ein fremdes Kind als das eigene aufzuziehen und ich hab das Gefühl, dass sie Koriki liebevolle Eltern sein werden. Aber andererseits finden sie ein fremdes Kind, versuchen noch nicht mal die Eltern zu ermitteln und herauszufinden, ob diese eventuell in genau diesem Moment nach ihrer Tochter suchen, und sind sich sofort einig das Ganze zu vertuschen. Es klingt auf jeden Fall danach, als würde Koriki früher oder später selbst herausfinden, dass es sich bei dem Bauernpärchen nicht um ihre leiblichen Eltern handelt und damit ist ein großer Konflikt zwischen den drein definitiv schon vorprogrammiert.


    Kapitel 1

    Nachdem im Prolog bereits angeteasert wurde, dass Koriki Loh haben könnte (zumindest halte ich das für wahrscheinlich), geht meine erste Assoziation bei dem Titel natürlich in die Richtung, dass sie dies in diesem Kapitel herausfindet und dann vor dem Problem steht, dass sie irgendwie versuchen muss zu erlernen es zu kontrollieren. Was durchaus kniffliger sein könnte, sollte sie zuvor nicht mal gewusst haben, dass sowas überhaupt existiert. Gleichzeitig kann das dann natürlich die Frage aufwerfen, woher sie es hat und eventuell bereits den Konflikt mit ihren Adoptiveltern beginnen, wenn sie erfährt oder ahnt, dass es nicht ihre leiblichen Eltern sind, wobei ich mir da auch vorstellen könnte, dass ihr Fokus erstmal auf der Loh liegt und der soziale Konflikt vielleicht erst auftaucht, wenn sie mit dem ersten nicht mehr überfordert ist und Zeit hat, über alles in Ruhe nachzudenken und zu hinterfragen.

    Es gibt also ein Land namens Hanra, das auch noch einen König hat. Klingt ja fast danach, als könnte das Korikis leiblicher Vater sein. Ist nur noch die Frage, ob es sich bei ihm um einen guten König oder einen Tyrannen handelt (wobei natürlich auch was dazwischen möglich wäre, aber solange es kein Tyrann ist bleibt die Frage, wieso Koriki entführt wurde). Vielleicht erfährt man über Baku ja noch das ein oder andere über diesen König. Wenn es sich wirklich um Korikis Vater handeln sollte, ist es vermutlich nur ne Frage der Zeit, bis sie sich treffen werden (sobald Koriki weiß, dass sie irgendwo da draußen noch leibliche Eltern hat) und ich bin sehr gespannt, wie das ablaufen wird (und ob sie zu dem Zeitpunkt überhaupt schon von ihrem Verwandtschaftsverhältnis wissen werden).

    Bei der Beschreibung von Baku wäre es vielleicht noch hilfreich gewesen mit nein paar Worten zu erklären, was genau ein Kesa ist oder wie es aussieht, da solch ein Kleidungsstück hier bei uns ja eher ungewöhnlich ist und viele (inklusive mir) vermutlich mit dem Namen nicht so viel anfangen können und es immer ein bisschen Schade ist, wenn man einzelne Sachen googlen muss, um sie zu verstehen und sich das Verständnis nicht aus dem Text selbst ergibt.

    "Koriki konnte diesen Schlag zum ersten mal aufhalten. Sie versuchte diesen Angriff zu kontern." Die zwei Sätze sind in Kombination ein wenig verwirrend, da im ersten steht, dass sie den Schlag dieses Mal parieren konnte und im zweiten, dass sie es "versucht", was impliziert dass es nicht sicher ist, ob sie es auch schafft. Besser zusammenpassen würden beide, wenn im ersten noch so etwas wie "Koriki war entschlossen [...]" oder so stehen würde, da es dadurch nicht bereits schon fest steht, sondern nur ihre Intention ist. Ein wenig hätte ich mir an der Stelle auch gewünscht, dass etwas mehr beschrieben werden würde, was für ein besonderer Angriff es genau ist, denn Thoma da ausführt, denn so wirklich eine Idee habe ich bisher noch nicht abgesehen davon, dass er sich am Anfang schnell auf sie zu bewegt und dann am Ende irgendwann beide Schwerter gegeneinander drücken. Aber ob es ein Hieb von einer bestimmten Seite, eher ein Stich oder sonstiges ist, weiß ich nicht.

    Ich muss gestehen, ich bin ein wenig enttäuscht von Thomas Reaktion. Die beiden scheinen immerhin beste Freunde und gemeinsam aufgewachsen zu sein. Dass er dann gleich beginnt vor Koriki Angst zu bekommen, weil ich Schwert anfängt zu brennen, was ja theoretisch auch eine komplett andere Ursache haben könnte und nicht an ihr liegen muss, finde ich ein wenig Schade. Vielleicht tut ihm seine erste Reaktion aber so sehr Leid, dass er ihr zukünftig dann eher als loyaler Verbündeter zu Seite steht, was ich ihr zumindest wünschen würde.

    Was Baku anbelangt, so kann ich zwar verstehen, dass er sichergehen möchte, dass Thoma nicht erzählt, was eben passiert ist, aber er hätte zumindest zuerst kurz nach Koriki gucken können, immerhin ist sie diejenige unter Schockstarre und mit Verbrennungen. Immerhin scheint er sich mehr oder weniger mit Loh auszukennen (er weiß zumindest was es ist) und damit ist schon mal die Frage geklärt, wie Koriki lernen soll ihre Kraft zu kontrollieren. Wenn es allerdings so ist, dass nur bestimmte Leute (vielleicht nur hohe Adelige oder dergleichen) auf Loh zugreifen können, wird Baku sicherlich wissen, dass Koriki andere leibliche Eltern haben muss und irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass er ihr das auf ewig vorenthalten wird. Vielleicht ist es nicht das erste, was sie von ihm erfahren wird, aber früher oder später wird sie es wissen und dann sicherlich auch ihre Eltern damit konfrontieren. Bin gespannt, inwiefern da dann noch die Geburtsurkunde mit eingebaut wird, die ja im Prolog ausgestellt wurde.

    Ein wenig hat es mich verwundert, dass Koriki von sich aus so gar keine Fragen gestellt hat a la "Was ist hier gerade passiert?" "War ich das?" "Was ist los mit mir?" oder dergleichen sondern einfach nur sehr passiv zugehört hat. Aber vielleicht stand sie auch einfach noch zu sehr unter Schock und musste das erlebte erst noch weiter verarbeiten, bevor sie die Fragen, die sicherlich irgendwo in ihrem Kopf waren, verbalisieren konnte.

    Also, bei Thoma ist es Baku wichtig, dass dieser niemandem davon erzählt, was passiert ist, damit es erstmal ein Geheimnis bleibt, dass Koriki Loh nutzen kann. Bei Koriki allerdings ist das nicht der Fall? Zumindest legt ihre Formulierung, dass sie das Gefühl hat ihre Eltern und das Dorf in Gefahr zu bringen, wenn es sich rumspricht, nahe, dass ihr das nicht von Baku so gesagt wurde sondern von ihr selbst kommt. In dem Fall wirkt das dann ein wenig willkürlich und es wäre vielleicht noch wichtig gewesen, dass Baku auch ihr sagt, dass sie niemandem, nicht mal ihren Eltern, vorerst davon erzählen soll.

    Wenn die Nutzung von Loh und Meditation ihre Aufmerksamkeit verbessert und sie dadurch auch ihre Schulaufgaben konzentrierter angehen kann, bin ich gespannt, ob in dem Kontext vielleicht auffallen wird, dass sich irgendwas bei ihr verändert hat. Allgemein könnte ich mir vorstellen, dass wenn sie dadurch mehr in ihrer Mitte ruhen sollte als zuvor, es auch ihrem Umfeld auffallen wird, dass etwas passiert ist. Bin gespannt ob und inwiefern sich das äußern wird und ob es darüber zu einer Aussprache mit ihren Eltern kommt oder vielleicht weil diese sie irgendwann zufällig bei der Nutzung von Loh sehen.


    Ich bin auf jeden Fall schon gespannt wie es weitergehen wird und wie lange Koriki ihr Geheimnis für sich behalten kann oder auch was wir über Baku noch über ihre Herkunft erfahren werden, auch wenn sie selbst diese Informationen vielleicht noch nicht richtig einordnen kann. Ich hoffe, ich konnte dir mit diesem Kommentar eine kleine Freude machen und du konntest vielleicht das ein oder andere für dich daraus mitnehmen. Wir lesen uns dann auf jeden Fall wieder beim nächsten Kapitel ^-^

    Liebe Grüße,

    Caroit

    Hallo Lukadup,


    du kannst im gesamten Forum pro Woche nur jeweils eine Medaille beantragen. Da du diese Woche bereits eine Medaille im Bereich Fanwork-Treff bekommen hast, kannst du eine weitere Medaille erst zu Beginn der kommenden Woche (Mo. 13.6.) beantragen. Die Aktivität für die Medaille muss zudem in der gleichen Woche wie die Beantragung liegen, sodass du dann auch noch ein neues Werk bräuchtest, welches du in der kommenden Woche postest, damit du in der Woche auch eine Medaille dafür beantragen kannst.


    Außerdem können wir im Fanfiction-Bereich keine Medaillen für eine Leistung vergeben, die der Kategorie Kunst- und Handwerk zugeordnet werden kann. Hier kann man nur Medaillen für Aktivitäten bekommen, die sich mit dem Schreiben von Texten befassen. Um also für einen Beitrag zum Pokédex-Projekt eine Feen-Medaille zu bekommen, müsstest du einen Text, ein Gedicht oder sonst ein Werk der Kategorie Fanfiction verfassen.


    Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen, wenn du noch eine Frage zu Medaillen im Fanfiction-Bereich oder allgemein zum Medaillensystem hast, kannst du dich gerne jederzeit an mich wenden.

    Kühl und warm und so verschieden

    Lieb und zart liebkos' ich dich

    Eng tu' ich mich um dich biegen

    Innig kuschelst dich in mich

    Doch von Dauer ist dies nicht

    Ungefähr nach einem Tag

    Nun uns're Verbindung bricht

    Gleich den Wäschekorb ertrag

    Worauf ich hier eigentlich mit nem kleinen Post hinaus wollte; dadurch, dass ich aktuell wieder mehr lese, merke ich, wie ich auch wieder mehr Lust darauf bekomme, etwas zu schreiben, aber ich hab leider keine Ideen für irgendetwas. Da dachte ich, ich gucke mal in den Wettbewerbsbereich, ob nicht da gerade etwas ist, das mich anspricht und vielleicht wieder dazu bringt damit anzufangen, aber die Wettbewerbe laufen hier ja nicht mehr so wie früher, also bleibe ich erst mal nur dabei, dass ich Lust hätte und hoffe, dass mir irgendetwas zufliegt. Gefühlt lässt meine Grammatik, vor allem die Kommasetzung, noch mehr zu wünschen übrig, als damals schon, lol. So ist das wohl, wenn man nichts mehr schreibt. :D Also ja, ich wollte hier eigentlich nur ein bisschen jammern, dass ich gerne etwas schreiben würde, aber nichts zu schreiben habe.

    Wenn ich was schreiben möchte, aber keine Idee hab was, lass ich mir ganz gerne von Freund:innen Reizwörter oder einen Titel vorgeben, sodass ich was zur Inspiration habe, aber inhaltlich noch nicht zu sehr festgelegt bin und noch gucken kann, wohin es mich dann beim Schreiben verschlägt.