Beiträge von effizient

    Um auf die Diskussion vor den eingeschobenen Inhalten zurückzukommen...



    Ich find's ehrlich gesagt ziemlich lächerlich, überhaupt mit den 20k verlorenen Arbeitsplätzen (von denen ein erheblicher Teil nicht mal branchengebunden ist) zu argumentieren, mal ganz unabhängig von den sonstigen Gegebenheiten, ob der Verlust der Braunkohle nun schon abgefangenen werden kann oder nicht. Nur allein dieses Argument zu bringen.

    Nicht, dass es lächerlich wäre, wenn ein paar tausend Menschen ihre Arbeitsplätze verlieren, aber im Verhältnis zu dem, was auf dem Spiel steht, ist das ein lächerlich schlechter Deal. Ich wüsste jetzt nicht, wie ich der nachfolgenden Generation erklären wollen würde, dass es erstmal wichtiger war, ein paar Jobs aufrechtzuerhalten, statt die Klimaziele stärker zu verfolgen, wenn wir dann die irreversiblen Folgen zu spüren bekommen. Weil genau das steht gerade auf dem Spiel, falls es immer noch Leute gibt, denen das nicht bewusst ist. Irreversibel. Das können wir nach aktuellem Stand der Wissenschaft nicht mehr gut machen. Im schlimmsten Falle müssten wir dann drastisch auf null Emissionen gehen, um eine Katastrophe zu verhindern. Von heute auf morgen.


    Regelmäßig gibt es Entlassungen solcher Größenordnungen, die einfach aus Profitabilitätsgründen entstehen und meistens nicht mehr Aufmerksamkeit wert sind als ein paar Nachrichtenmeldungen. Warum ist das jetzt ein so großes Problem, wenn es um mehr geht als etwas Geld? Besonders weil solche Entlassungen nicht selten vergleichsweise kurzfristig geschehen, während hier nicht erst seit gestern bekannt gewesen ist, dass diese Jobs auf kurz oder lang dem Untergang geweiht sind. Und dann stellen sich Konzerne wie RWE hin und heulen wegen den so wichtigen Arbeitsplätzen, bei denen sie selbst es in der Hand gehabt hätten, es gar nicht so weit kommen zu lassen. Wäre den Unternehmen wirklich etwas an der Zukunft der betroffenen Menschen gelegen, hätten sie sich bereits seit Jahren für interne Fortbildungs- und Umschulungsmaßnahmen der kohlegebundenen Arbeitnehmer kümmern können (oder könnten es eben jetzt tun), um sie beispielsweise mit einem Umstieg in anderen Energiebereichen einsetzen zu können.

    Und ich sehe da auch ebenjene Arbeitnehmer in einer gewissen Eigenverantwortung. Wenn ich in einem Bereich arbeite, von dem bekannt ist, dass dieser in möglicherweise nicht allzu ferner Zukunft nicht mehr existieren wird, mich aber auch selbst nicht um neue Perspektiven bemühe und das alles bis zum bitteren Ende des Zwangsstopps durchziehe, dann habe ich auch einfach nicht weitsichtig und eigenverantwortlich gehandelt. Das ist kein Problem, das exklusiv die Energiebranche betrifft, sondern eben auch einige andere, die mit Fortschreiten der Technik eben abgelöst werden. Meine Eltern haben ebenfalls in damals finanziell eher weniger guter Lage Umschulungen in völlig andere Bereiche vorgenommen und sind literally ans andere Ende von Deutschland gezogen.

    Und es gab eben auch schon Regionen, die sich komplett umorientieren und die Wirtschaft mehr oder weniger neu aufbauen mussten. Das sind ebenfalls machbare Aufwände, wenn das eben nicht von heute auf morgen passieren muss.


    Und das ist dann so genau der Punkt, weshalb viele Jugendliche jetzt durchaus auch etwas gereizt reagieren. Es hätte niemals so kurzfristig passieren müssen. Man hätte so viele Jahre Zeit gehabt sich jetzt schon an einem ganz anderen Punkt der Energiewende zu befinden. Aber die vorherige(n) Generatione(n) haben sich in den Jahren des Fortschritts und Aufschwungs einen teils so verschwenderischen Luxus gegönnt, den sie sich so nie hätten leisten sollen und für den sie jetzt zu bequem sind, den Preis zu bezahlen. Extremster Fleischkonsum, komfortabelste individuelle Mobilität, keine wirtschaftlichen Opfer für Klimaziele, das werden sich die folgenden Generationen so einfach gar nicht leisten können; im Gegenteil, sie werden noch schön den Anteil der vorherigen versäumten Schritte mittragen müssen, wenn sie eine Chance haben wollen, das alles noch abzuwenden. Aber voher wurde sich einfach zu wenig bewegt und so sind wir jetzt an einem Punkt, an dem wir viel mehr reduzieren müssten als wir es jetzt mal so eben können. Klassische Prokrastination, das wird schon klappen später. Hätte man schon ein wenig früher mal nicht den Wohlstand unseres Landes über die Zukunft unseres Landes (und mal nebenbei der restlichen Welt) gestellt, dann müssten jetzt gar keine so drastischen Maßnahmen geschehen und es stünden gar nicht so viele Jobs auf dem Spiel. Btw auch unter dem Punkt, dass spätestens jetzt der Zeitpunkt gekommen sein sollte, Umschulungen oder Fortbildungen mal so irgendwie in Erwägung zu ziehen, ist das Argument noch recht lächerlich, da nicht plötzlich morgen alle Werke still stehen würden und so eine Umschulung auch normalerweise nicht etliche Jahre dauern sollte.


    Und genau aus dem Grund macht mich dieses eine Argument auch persönlich ziemlich wütend, weil es genau diese Bequemlichkeit und Stagnation widerspiegelt, die es die letzten 40 Jahren gab. Energiewende schön und gut, aber bitte nicht dafür zahlen. Das können dann die anderen machen?

    Für einige mag das sich anhören wie im Paradies, aber für mich, und vor allem für die, die nicht so schnell gefahren sind, ist das alles andere als angenehm.
    Alles wird in dem Moment zum "Feind", vor allem die Autos, die ~120 km/h fahren und dann einen LKW überholen wollen.

    Tbh, der größte Teil solcher Situationen kann aber easy durch weitsichtiges Fahren gelöst werden. Wenn du den folgenden Verkehr regelmäßig im Blick hast und weißt, wann wo frei ist und wann nicht, ist es eigentlich kein Problem, wenn du den Verkehr vor dir beobachtest und entsprechend vorausschauend langsamer wirst oder die Spur wechselst. Dass der PKW vor einem auf einen LKW zufährt, sieht man ja, sodass man damit rechnen kann, dass dieser rausfahren wird, darauf kann man ja schon reagieren bevor der plötzlich vor einem sitzt. Dann ist auch nicht alles um einen herum ein "Feind", sondern eben einfach nur andere Verkehrsteilnehmer, für die man halt mitdenken sollte. Klar, paar Idioten gibts immer, aber im Großen und Ganzen kann auch das entspannt sein.


    Das sag ich zumindest als jemand, der lange Zeit mit der Geschwindigkeit auch eher im oberen Segment unterwegs war. Mittlerweile eigentlich nicht mehr, hauptsächlich aber aus Umweltgründen. Ich habe vor einigen Jahren interessanterweise sogar Berichte gesehen, ich meine sogar vom WDR oder so, dass dahingehend angeblich gar kein relevanter Unterschied bestehe zwischen Reisen mit niedriger und hoher Geschwindigkeit auf der Autobahn, auch wegen der geringeren Reisezeit. Find ich etwas schwer zu glauben, wenn ich mir anschaue, wie mein Tank bei hohen Geschwindigkeiten quasi verdampft im Vergleich, aber okay. Und dank dem eben von Indeed. verlinkten Beitrag scheint es also tatsächlich Bullshit zu sein, wer hätte das erwartet.



    Ich habe mir doch noch einmal die parlamentarische Diskussion von vorgestern angeschaut. Dort habe ich eigentlich nichts Neues zu der Debatte gehört, allerdings war leider der Raum für das Tempolimit an sich sehr gering, da es auch um einige andere Punkte ging. Obwohl, es wurde noch Totalüberwachung durch konsequente Kontroller der Geschwindigkeit erwähnt, um das auch umzusetzen. Das war definitiv was Neues. Häufig hörte man allerdings, die Autobahnen seien die sichersten und besten Straßen, dürfte wohl der Hauptgrund sein, ein Tempolimit abzuwenden.



    Ich würde mich einer grundsätzlichen Geschwindigkeitsgrenze nicht entgegenstellen. Letzendlich läuft es halt echt drauf hinaus, dass das alles aus ein paar wirtschaftlichen und Prestigegründen nicht durchgesetzt wird, aus egoistischen Gründen wie Fahrspaß und das-war-halt-schon-immer-so-Gejammer, welches oftmals aus der gleichen Ecke wie die Beschwerden, wenn es immer mehr vegetarische Angebote gibt.

    Also selbst wenn sich tatäschlich keine Unfalltoten dadurch vermeiden ließen, sollte der Umweltaspekt in meinen Augen eigentlich Grund genug sein.

    Da das im Grunde schon gut beantwortet wurde, in aller Kürze

    Bei einer Meinung handelt es sich doch um eine subjektive Erkenntnis

    Beantwortet das die Frage schon nicht selbst? Eine Meinung ist eine Erkenntnis. Erkennisse können falsch sein. Sehe jetzt keinen Grund, warum man dann nicht eine Meinung, die einer falschen Erkenntnis entspricht, auch selbst als falsch bezeichnen sollte.


    Deine persönliche Erkenntnis bleibt deine persönliche Erkenntnis, aber wenn du daraus, dass vor deinem Haus immer röte Vögel sitzen, die Erkenntnis ziehst, dass es nur rote Vögel gibt, dann ist die Schlussfolgerung halt falsch. Es gibt eine ganze Reihe argumentativer Fehlschlüsse, die eine Erkenntnis und damit auch alle darauf basierenden Meinungen inkorrekt werden lassen können.

    Im Grunde hat short king hier ja bereits sehr ausführlich die rechtliche Lage geschildert, danke dafür :ok_hand:


    Nur eins noch:

    Gebe ich eine Zeichnung in Auftrag und bezahle dafür gehört es am Ende mir, das ist mir schon klar. Aber wie sieht das rechtlich bei Geschenken aus?

    Uff, selbst da würde ich aber sehr aufpassen. Ich zumindest räume solche Rechte auch bei privaten (digitalen) Auftragsarbeiten explizit nicht ein und das dürften die meisten Artists genauso machen, grundsätzlich ist also alles erstmal nur für den privaten Gebrauch, weitere Nutzungsrechte gibts nicht standardmäßig dabei. Nur weil du Geld bezahlt hast, hast du da nicht direkt solche Nutzungsrechte miterworben, da du erst einmal nur für die geleistete Arbeit bezahlst.

    Möchte wer damit auch kommerziell aktiv werden, braucht es extra Verträge. Ich hab nichts dagegen, wenn jemand für sich oder einen Freund einen Print davon anfertigt oder ähnliches, bei sowas sag ich auf Anfrage einfach ja und alles easy. Würde auch nie jemanden angehen, der das Bild ohne zu fragen für sich ausgedruckt und an die Wand gehängt hat. Ist zwar theoretisch schon Vervielfältigung, aber in meinen Augen definitiv privater Rahmen und das geht klar.

    Aber man sollte eben nicht davon ausgehen, dass das nie ein Problem wäre, nur weil bereits Geld geflossen ist, und sollte es am besten explizit erwähnen, wenn man sowas vor hat, damit es keine Missverständnisse gibt.


    Entsprechend, selbst wenn bei dem Fall oben also Geld für eine Auftragsarbeit geflossen wäre, hat der Empfänger nicht automatisch das Recht dies auch weiter zu vervielfältigen und zu verkaufen. Ich würde da definitiv gegen vorgehen und zumindest so etwas wie eine Gewinnbeteiligung pro Exemplar verlangen. Ich fänds grundsätzlich auch okay, wenn jemand mit meinem Kram Produkte vertreibt und vermarktet - dafür also auch so seinen Anteil bekommt - aber ohne Absprache ist das nicht nur rechtlich problematisch, sondern auch moralisch imo ne miese Numme, besonders unter Freunden lol



    Die meisten Artists haben übrigens auch in ihren Bedingungen stehen, dass Werke/Charaktere/etc. nicht für mehr Geld weiterverkauft werden dürfen als ursprünglich bezahlt wurde, nur weiß ich in der Hinsicht tatsächlich nicht, wie sicher sowas dann rechtlich wäre und ob so eine Bedingung bestand hätte.

    Allerdings reicht es ja oft, sich bei einem Verstoß dagegen innerhalb einer entsprechenden Community die Finger zu verbrennen und da einfach ein gewisses shaming zu ernten, weil man gegen den Willen des Künstlers handelt, selbst wenn man rechtlich nicht belangt werden könnte.

    Z. B. kann man doch sagen, dass man gewonnen hat, wenn man ein Kompromiss mit jemanden geschlossen hat

    Woher kommt eigentlich dieser Mythos, dass eine Diskussion erfolgreich verlaufen ist, wenn man einen Kompromiss gefunden hat? Dieser Trugschluss ist imo etwas, was viele Diskussionen schwerer macht und manchmal sogar dazu führt, dass ein objektiv vorteilhafterer Weg (ergo einer, der eigentlich die besseren Argumente hätte) nicht eingeschlagen wird, weil man sich irgendwie in der Mitte treffen muss.


    Aber das ist nicht unbedingt das wünschenswerte Ergebnis einer solchen Auseinandersetzung. Wenn die Meinung meines Gegenübers auf falschen Informationen basiert oder nicht bis zum Ende durchdacht ist, dann ist es nicht sinnvoll, wenn wir uns irgendwie in der Mitte treffen, sondern dann sollte derjenige aufgrund der neuen Informationen eher seine Position komplett überdenken. Aber weil Menschen sich idR nicht leicht tun, zu akzeptieren, dass sie vorher Fehler gemacht haben oder nicht klug gehandelt haben, ist das meistens gar nicht so einfach. Und ich denke, dass man als Kind grundsätzlich eher darauf trainiert wird, Konflikte zu vermeiden und auch mal trotz seines eigenen Rechtes nachzugeben, um den Frieden zu wahren, weshalb viele Leute wahrscheinlich eher dazu tendieren, dem aus dem Weg zu gehen und einen Mittelweg zu finden, mit dem zumindest alle irgendwie auskommen ohne aus dem Fenster zu springen.

    Ich meine, wie oft gibt es mal zwei Kinder in einer Auseinandersetzung und die Aufsichtsperson kommt einfach dazwischen mit "Ist egal wer angefangen hat, jetzt ist Schluss", was ich eigentlich sehr schade finde, weil das irgendwie so die Basis setzt für dieses Verhalten. Das vermittelt Kindern eigentlich eher, dass es egal ist, was deine Position ist, ob du Recht hattest oder nicht, Auseinandersetzungen sind grundsätzlich schlecht - was ja eigentlich nicht der Fall ist und was auch überhaupt nicht den Umgang mit Konflikten trainiert.


    Ich meine, natürlich sind Kompromisse im Alltag unabdingbar, da es nicht immer möglich ist, für alles die persönliche Präferenz durchzusetzen und man in einer größeren Gruppe an Menschen natürlich die beste übereinstimmende Basis in vielen Dingen finden muss. Das ist wichtig zu lernen. Aber oft genug wird meiner Erfahrung nach daraus gezogen, dass das für alles gelten muss und damit eben auch Meinungen, die keiner logischen Arugmentation folgen oder auf inkorrekten Informationen basieren, genauso gewichtet werden müssen wie solche, die sinnvoll begründet und belegt sind. Weil klar, jeder darf seine Meinung haben, aber Meinungen können auch schlicht und ergreifend einfach mal falsch sein. Und ich glaube, dass das oft vergessen wird, wenn wieder nach einem Komprimiss oder der Akzeptanz einer Meinung geschrien wird.

    Hm, avalanche ich würde sagen, du hast mir jetzt eher beschrieben, wie und unter welchen Umständen du deine Meinung kund tust. Allerdings beantwortest du damit nicht wirklich die Frage, was dir dieser Austausch bringt im Gegensatz zu einer Diskussion im Bisaboard. Besonders wenn du beschreibst, dass diese Leute eher deiner Weltansicht entsprechen, ist das ja eigentlich genau der entscheidende Punkt. Mit Leuten, die mehr oder weniger einer Meinung sind, kann man meistens kaum diskutieren, einfach weil der Inhalt aufgrund der Übereinstimmung so schnell abgegrast ist bzw. keine Gegenposition in die Runde kommt. Wenn alle ihre Meinung nennen, im Großen und Ganzen einander zustimmen und es gar nicht nötig ist Dinge auszuführen und zu hinterfragen, geht damit eigentlich der eintscheidende Kern verloren, weshalb man eigentlich diskutiert, denn dann ist man eben an dem Punkt, dass man sich eher "gegenseitig gut zuredet" und seine Meinung bestätigt statt ernsthaft zu diskutieren.


    Und nicht, dass ich mich da jetzt ausnehmen würde. Ich habe auch oft genug in meinem Freundeskreis eine, ich sag mal angeregte Unterhaltung, wo wir uns intensiv austauschen, generell aber einer Meinung sind und es eher in die Richtung geht " Wie können diese und diese Leute denn anders handeln" und wir uns gegenseitig in unseren Ansichten bestätigen. Ist normal und gehört dazu, aber es ist eben kein Diskurs - was auch ein guter Übergang zum Beitrag von Wenloсk Holmes ist. Denn ich würde sagen, das ist es so ein bisschen, was du in deinem Beitrag mit einbringst. Ich würde sagen, ich widerspreche deinem Beitrag so jetzt erstmal gar nicht. Es gibt überhaupt nicht den Anspruch sich an allem zu beteiligen und es steht auch jedem frei sich jederzeit aus einer Diskussion zurückzuziehen. Oder halt auch einfach mal seine Meinung in die Welt zu rufen und Reaktionen zu ignorieren. Das ist völlig legitim. Und geht mir ja auch nicht anders, natürlich hänge ich in meiner Freizeit genauso mit Leuten rum, die meine Weltansichten eher teilen. Ich habe diese Bubble völlig wertfrei erwähnt. Aber sie ist eben da.

    Genau deshalb find ich es aber wichtig, sich dessen auch bewusst zu sein. Es ging hier eben um die Essenz, warum sich jemand nicht oder doch beteiligen möchte, virtuell oder online. Und wenn jemand sagt, dass er aus virtuellen Diskussionen prinzipiell nichts mitnehmen kann, dann geht derjenige den Kern einer Diskussion an sich falsch an - zumindest wenn man davon ausgeht, dass man auch tatsächlich Meinungen austauschen und nachvollziehen möchte. Aus den vorherigen und auch aus dem neuesten Beitrag liest sich eben heraus, dass dann aber auch im RL anscheinend keinen derartigen Diskurs gibt. Und das ist ja wie gesagt nicht einmal etwas Persönliches oder in irgendeiner Form wertend gemeint. Wenn jemand aber keine Diskussionen außerhalb seines Komfortbereiches führen möchte - was sein gutes Recht ist - muss sich derjenige imo dann auch den Vorwurf gefallen lassen, dass er nur seine Meinung bestätigen möchte, indem er sich über die Themen nur mit ähnlich gesinnten austauscht. Weil das dann effektiv passiert.


    Und auch das ist eine völlig legitime Entscheidung. Sie hilft einem eben nur nicht dabei, tatsächlich den eigenen Standpunkt zu evaluieren, Menschen mit anderen Meinungen besser zu verstehen oder diesen Leuten mehr zu seiner eigenen Ansicht zu vermitteln. Das sollte einem bewusst sein, wenn man diese Art des Austausches für sich wählt.

    Ich unterscheide grundsätzlich zwischen Realem und Virtuellem. Ich hab kein Interesse daran, mich virtuell ernsthaft mit anderen auszutauschen, weil es mir letztendlich recht wenig bringt..

    Ich glaube, dieser eine Satz visualisiert das Problem hier ganz gut.


    Die Frage ist eben: wieso Meinungsaustausch? Eigentlich sind Diskussionen ja dazu da, andere Meinungen kennenzulernen, zu hinterfragen, zu verstehen und eventuell sogar etwas für sich selbst daraus mitzunehmen. Wenn ich an einem Punkt bin, an dem ich merke, dass ich die Argumente meines Gegenübers nicht entkräften kann, stelle ich mir die Frage, ob meine eigene Meinung zu dem Thema womöglich nicht die logisch richtige ist.


    Und das sollte eigentlich keinen Unterschied zwischen Realem und Virtuellem machen.

    Im Gegenteil, besonders im Internet befindet man sich viel mehr in einer bunt gemischten Community, besonders zum Beispiel in einem Pokemonforum, da der kleinste gemeinsame Nenner für alle hier mal das Interesse an Pokemon war, that's it. Politisch, regional und kulturell können ansonsten einfach totale Extrema aufeinandertreffen. Genau deshalb finde ich das BB zum Beispiel eigentlich super für ebensolche Diskussionen, denn im RL hat man doch häufiger mit Leuten zu tun, die dem eigenen Lifestyle in irgendeiner Form näher sind, und sei es durch den gleichen Job (und damit einhergehend die gleiche Lebensregion, eine ähnliche Bezahlung, ähnliche soziale Ecke und manchmal sogar ein ähnlicheres politisches Umfeld).

    Genau deshalb wundere ich mich eigentlich sehr über deinen Beitrag, denn wenn man an ernsthaften Diskussionen interessiert ist, die einen im Zweifelsfall sogar dazu bewegen können, den eigenen Standpunkt zu hinterfragen und den Horizont zu erweitern, ist es doch völlig egal, woher dieser Impuls kam. Argumente sollten in den allermeisten fällen nicht schlechter sein, wenn sie von einer fremden oder anonymen Person stammen, sonst waren es vielleicht einfach schlechte Argumente. Deshalb frage ich mich, was dir eine nicht-virtuelle Diskussion dann anscheinend bringt bzw. zu welchem Zweck zu diese führst, wenn das offenbar nicht dein erklärtes Ziel ist.

    Also ich hätte dir als Beginner im digitalen auch das von Adurna verlinkte Modell empfohlen. Wie du weiter oben wahrscheinlich gelesen hast habe ich da mal so die nächstbessere Version empfohlen, aber ich persönlich würde beim Start eher das kleinere nehmen, weil Zeichnen am Computer schlichtweg nicht für jeden was ist. Wenn man jetzt doch nicht so der Fan von digitalen Arbeiten ist, was einfach passieren könnte, ist halt doppelt so viel Geld weg (btw dachte ich aber das gäbs so ab 70/80 Euro, vllt schaust du dich mal im Internet um obs das aktuell noch woanders billiger gibt).

    Das taugt an sich genauso gut wie die teuren. Die anderen haben eher nur mehr Extras, die deinen Workflow verbessern. Würde aber mal sagen die Qualität der Arbeit beeinflusst das nur ziemlich gering. Mich hat der kleine Bildschirm übrigens nie gestört (ein Vorgängermodell dieser Art war auch mein Medium ca 5 Jahre lang), im Gegenteil ist das Zeichnen dann viel kompakter. Ein gerader Strich ist ja auch einfacher zu ziehen, wenn er nur über ein DIN A5 Papier gehen muss als über ein ganzes A4 Blatt. Und da du digital ja zoomen kannst musst du dir auch wenig Gedanken darum machen, dass du nicht genug Details abbilden kannst.


    Krita fand ich auch ziemlich spannend, es gibt da wirklich sehr viele Möglichkeiten für individuelle Pinsel. Gerade Richtung Manga (aber auch allgemein) ist Paint Tool SAI ebenfalls beliebt, das kommt aus Japan und kostet umgerechnet je nach Kurs so 40 Euro. Glaube aber mit kostenlosen kannst du nicht viel falsch machen, würde es erstmal damit probieren.


    Das ungewohnteste wird wahrscheinlich eh die Bedienung sein. Im digitalen Bereich kommt man so schnell in diese "generische" Digital Art Optik, es dauert einfach eine Weile, bis man da seinen eigenen Stil und seine optimalen Werkzeuge findet. Den Part find ich persönlich eigentlich am schwierigsten, also versuch einfach möglichst viel zu experimentieren, eigene Pinseleinstellungen und sowas auszuprobieren und Spaß dran zu haben, immer mal neue Wege zu testen 👌

    Hey Vynn , Leidensgenosse hier.

    Ich habe ebenfalls eine regelrechte Phobie vorm Zahnarzt. Ist jedes mal sehr, sehr unangenehm, aber was will man machen, man muss ja trotzdem hin. Mindestens einmal im Jahr überwinde ich mich.


    Mir hilft dabei vor allem der Zahnarzt, bei dem ich aktuell bin, der ist wirklich kein Vergleich zu meinen vorherigen. Der weiß, dass mir das sehr schwer fällt und geht sehr behutsam mit mir um. Er betäubt lieber etwas mehr als zu wenig und reagiert auf jede meiner Bewegungen, fragt direkt ob alles okay ist. Außerdem bietet er noch eine schmerzfreie Lachgasbehandlung an. Die hab ich bisher zwar nie gebraucht, aber es beruhigt mich zu wissen, dass ich drauf zurückkommen könnte, wenn es mal nötig wird.

    Vielleicht schaust du mal, was für Zahnärzte es in deiner Umgebung gibt, eventuell erwähnen ja sogar welche auf ihrer Homepage den Umgang mit Angstpatienten. Allein das wäre für mich schon beruhigend, ein früherer Zahnarzt hatte beispielsweise gar kein Verständnis für meine Angst und hat sich sogar geweigert mich für kleinere Behandlungen zu betäuben, was das Ganze eher noch schlimmer gemacht hat. Aber wie gesagt, jetzt bei dem neuen ist das alles wirklich eine andere Welt und auch wenn ich das jetzt natürlich immer noch nicht gerne tue - ich tu's wenigstens. Ich wünsche dir gute Besserung! Das wird schon.

    Hey hey,


    ich hatte vor Längerem mal zusammen mit jemandem das Wiederbeleben dieser Gruppe an uns/mich genommen und eine Zeit lang getestet, was wie funktioniert. Das damalige Thema dafür was dieses BisaArts — die DeviantArt-Gruppe für Bisafans


    Leider ist auch bei dem erneuten Anlauf die Aktivität nicht sonderlich hoch geblieben und in meinen Augen hat sich der nicht ganz geringe Aufwand diese Gruppe aktiv zu betreiben nicht gelohnt, da wir letztendlich Ressourcen für eine externe Plattform mit der gleichen Userschaft wie hier genauso gut direkt ins Forum stecken können. Und hier entsprechend auch die ganze Fanwork Userschaft erreichen, die dann nicht zwangsweise noch extern irgendwo aktiv sein muss. Daher habe ich das Projekt damals abgelegt. Es gab nicht direkt jemanden, der sich darum hätte kümmern können/wollen, was in meinen Augen aber wie gesagt auch nicht allzu sinnvoll ist, da es schlichtweg die gleichen Leute sind wie hier, die dort aktiv wären, wenn überhaupt - nur eben ein noch kleinerer Teil dieser User. Wirklich neue Leute erreicht man damit also nicht.


    Sollte jetzt trotzdem jemand Interesse daran haben, sich um die BisaArts Gruppe zu kümmern, kann man sicher mal drüber reden, ob bzw. wie da was gemacht werden kann. Ich selbst habe auch einfach kein Interesse mehr an dieser Plattform an sich.