Beiträge von QueFueMejor

    QualityLand von Marc-Uwe Kling

    Peter Arbeitsloser, ein Maschinenverschrotter in QualityLand, verspürt eine latente Unzufriedenheit. Das Fass zum überlaufen bringt ein rosa Delfinvibrator, von dem TheShop, QualityLands bester Versanddienstleister, meint, er wäre das, was Peter sich wünscht. Er ist jedoch konsequent anderer Meinung und macht sich nun auf, den Vibrator zurückzugeben.

    Man muss ehrlich sagen, subtil ist Kling nicht unbedingt. Klar, "TheShop" als Amazon-Anspielung ist immernoch subtiler als "Worauf spielen die Simpsons wohl mit 'Mapple' an?", aber eben nicht wirklich subtil. Doch subtil will Kling auch gar nicht sein, die Satire ist durchweg recht offensichtlich. Dabei ist vor allem die Trefferquote erstaunlich und sorgt dafür, dass es wirklich Spaß macht QualityLand zu lesen, auch wenn die Geschichte selbst nicht durchweg überzeugend ist.

    Ich gehe stark davon aus, dass viele der Pokémonspiele im weiteren Verlauf des Turniers, besonders, sobald die Gruppen deutlich kleiner werden, noch einiges an Stimmen einbüssen werden. Bei so einem grossen Pool an Spielen stimmt man halt eher für Spiele, die man kennt und "nicht schlecht" findet, bevor man in späteren Runden die Spiele wirklich kritischer gegeneinander abwiegt.

    Ich würde eher umgekehrt davon ausgehen, dass die Pokemonspiele am Ende eher stärker werden, weil sie den gemeinsamen Nenner darstellen. Gerade weil auch später nicht jeder jeden Titel kennen wird. Ich glaub nicht, dass sich dann jemand informiert, was die unbekannten Spiele ausmacht, wenn der Gegner Pokemon heißt.

    Gruppe 9

    Age of Empires II

    Pokémon Gold

    Grand Theft Auto: San Andreas



    Gruppe 10

    Pokémon Silberne Edition: Soul Silver

    Tetris



    Gruppe 11

    Tomb Raider 3



    Gruppe 12



    Gruppe 13

    Die Siedler II

    Heavy Rain

    Oddworld: Abe's Oddysee



    Gruppe 14

    Kerbal Space Program



    Gruppe 15

    Gran Turismo 4

    Metal Gear Solid



    Gruppe 16


    Es ist ein Unding, dass es nicht beim jeden Spiel der Europa League einen Videoschiedsrichter gibt wie es in der Champions League ist.

    Ich finds angenehm, dass es diesen dummen VAR in der Europa League nicht gibt. Ja, solche Fehlentscheidungen sind ärgerlich, einfach bitter, aber meine Güte, das gehört zum Sport. Zumal die Fehlentscheidungen, selbst oft eindeutige, nicht einfach verschwinden, weil man den VAR hat. Fragt mal Nürnberg, wie sehr die sich gefreut haben, als die ihr Tor gegen Schalke weggepfiffen bekommen haben. Weil der Schiri da vor dem Tor gepfiffen hat und somit der VAR nicht eingreifen konnte, da das Spiel vor dem Tor unterbrochen war, wurden da ernsthaft Stimmen laut, die forderten, man solle sowas doch einfach laufen lassen und den VAR abwarten. Da könnten wir dem Schiri gleich komplett die Rolle des ausführenden nach Ermessen des VAR geben. Der Schiri pfeift, wenn der VAR sagt, wie die Situation ist.

    An anderen Stellen schauen sich die Schiedsrichter minutenlang Bilder an um sich dann falsch zu entscheiden, da haben sich die Bilder echt gelohnt. In wieder anderen Szenen greift der VAR nicht ein, obwohl er müsste.

    Ich war zur Einführung der Torlinientechnologie ein klarer Gegner ebendieser Technologie, muss aber inzwischen eingestehen, dass sie schlicht sauber funktioniert und wir tatsächlich keinen Zweifel mehr haben brauchen, ob der Ball nun im Tor war oder nicht. Das sehe ich beim VAR nicht im geringsten gegeben.

    Schiedsrichter sind Menschen und auch beim Frankfurter Tor kann man problemlos das Abseits übersehen, wiel es nunmal ein Schussversuch war, bei dem die Linienrichter vielleicht nicht auf die Idee kamen, dass der als Zuspiel dienen könnte. Ärgerlich, aber solche Fehler sind menschlich, damit kann ich leben. Nicht leben kann ich damit, wenn ein Schiedsrichter nach Betrachtung der zehnten Superzeitlupe immernoch die falsche Entscheidung fällt.

    Es geht um Millionen wenn man weiterkommt.

    Das ist wohl so vielsagend. Es geht nicht darum den Sport besonders fair zu gestalten. Es geht nicht darum, dass die bessere Mannschaft weiter kommt. Am Ende sind die Fans nur Zahlemänner, es geht nur darum, welcher Millionenclub wieviel Millionen aus einem aufgeblähten Topf abgreift.

    Die Wahrheit ist doch: Ob nun Frankfurt oder Lissabon die Millionen abgreift ist völlig egal, keiner der Clubs bekommt Probleme, weil er im Viertelfinale der Europa League ausscheidet. Der Logik nach bräuchten wir den VAR in den unteren Ligen. Da, wo Vereine um ihre Existenz kämpfen, wo eine Fehlentscheidung den Unterschied zwischen Klassenerhalt und Abstieg in die Bedeutungslosigkeit und finanziellen Ruin ausmachen können. Da müsste man sich kümmern, dass das unbedingt fair abläuft. Aber hey, die Vereine könnens sich nicht leisten und DFB und DFL kümmerts halt nicht wirklich. Wenn man damit fett Kohle verdienen könnte, dann könnte man drüber nachdenken. Aber dann könnten sich die Vereine eh selbst leisten entsprechende Technik bereitzustellen.

    Wenn es einem persönlich gut tut, dann soll es jeder so machen, wie er will, aber dann gleich zu behaupten, dass es "wertlos" ist, ist insofern schon mal falsch, da es der betroffenen Person hilft, völlig egal, ob es nur ein Placebo-Effekt ist oder tatsächlich wirkt. Da spielt es letzten Endes überhaupt keine Rolle, wie wissenschaftlich der Effekt nun belegt ist oder nicht.

    Wie ich schon sagte, für dich persönlich stimme ich dir da zu. Aber in einem Forum zu schreiben "Seit ich vegan esse, gehts mir besser" ist halt selten nur ein Erfahrungsbericht, üblicherweise schwingt dabei die Handlungsempfehlung "Ernähr dich vegan" mit. Nicht immer ausgesprochen, aber vorhanden. Man postet ja eine solche Erfahrung auch mit dem Gedanken "Vielleicht hilfts ja jemandem".

    Davon abgesehen heißt Diskussion eben auch, dass niemand für eine Äußerung gestreichelt und bestätigt werden muss, sondern Meinungsäußerungen jederzeit auch kritisiert werden dürfen.

    Das kann bloß keiner nachprüfen. Menschen bilden sich viel nunmal viel ein, was dann wie ein Placeboeffekt wird, und davor ist wirklich keiner gefreit.

    Auch in Ernährungswissenschaften kann man Studien konzipieren, die placebokontrolliert sind. Ist natürlich aufwändig.

    Bei mir war es ursprünglich zB. einfach Simplizität. Ich wusste, dass es mir einfacher fallen würde, konsequent zu bleiben, wenn ich komplett verzichte.

    Demgegenüber stehen vermutlich fast alle Menschen, da Totalverzicht nur selten klappt. Die meisten Diäten scheitern ja daran, dass die Ausnahme nicht eingeplant wird und mit einer einzigen Fressattacke die Diät für gescheitert erklärt wird. Obwohl es für die meisten Menschen effektiver wäre, wenn sie sich auch mal was gönnen dürfen. Selbsterklärend, dass natürlich die Ausnahme nicht zur Regel werden sollte.

    Bei deinen Argumenten habe ich nur mehr und mehr das Gefühl, du würdest persönliche Erfahrungen herunterspielen und als gar nicht relevant betrachten, als seien sie nicht subjektiv und als gäbe es nur die eine richtige Begründung und zwar die, die nachweisbar ist und du im besten Fall noch akzeptieren kannst.

    Ganz ehrlich? So sehe ich das auch. Persönliche Erfahrungen sind völlig wertlos um zu beurteilen, ob etwas gut, richtig, sinnvoll oder whatever ist. Homöopathen berichten ständig von ihren "tollen" Erfahrungen, die beweisen sollen, dass der Zucker wirkt. Studien, selbst jene von Homöopathiebefürwortern, finden nie einen Effekt, der über den Placeboeffekt hinausgeht. Ergo ist der Quatsch einfach nur überteuerter Zucker.

    Entsprechend hat Bastet absolut recht, dass sie den Placeboeffekt als "Ursache" für ein mögliches "Ich fühl mich besser" ausmacht. Die Erwartung einer Wirkung kann eine Wirkung verursachen.

    Demnach: Ja, Erfahrungen, Gefühl und diese ganzen subjektiven Wertungen sind für eine gut begründete Entscheidung wertlos. Das heißt nicht, dass du nicht sagen darfst "Seit ich kein Fleisch mehr esse, gehts mir super". Du musst nur damit leben, dass das überhaupt keine Relevanz dafür hat, ob Fleischkonsum nun gesund ist. Selbst dann nicht, wenn alle deine Freunde das bestätigen würden, weil es dann immernoch eine nichtrepräsentative nicht placebokontrollierte Gruppe wäre.

    Gruppe 1


    Final Fantasy VI

    Grandia

    Life is Strange


    Gruppe 2


    Europa Universalis IV

    Starcraft

    Pokémon Goldene Edition Heartgold



    Gruppe 3


    Stellaris

    Fallout 3


    Gruppe 4


    Diablo II


    Gruppe 5


    Dragon Age: Origins

    Metal Gear Solid 3 - Snake Eater


    Gruppe 6


    Fussball Manager 13


    Gruppe 7


    Minecraft



    Gruppe 8


    Tomb Raider IV: The Last Revelation

    Bioshock

    Was mich nervt, ist dieses "Ich bin Veganer, ich bin ein besserer Mensch als du."

    Wobei das gerade in Diskussionen außerhalb des Internets im Kontext zu sehen ist. Ich habe bisher vor allem folgenden Verlauf erlebt:

    1: Vegetarier/Veganer (im folgenden einfach "V") isst zum Mittag ein fleischfreies Gericht.

    (Optional: V fragt bei der Bestellung nach einem Inhaltsstoff.)

    2. Nichtvegetarier fragt, warum kein Fleisch.

    3. V gibt eine entsprechende Erklärung, meist Dinge, wie Tierleid vermeiden.

    4. Nichtvegetarier fühlt sich von der Erklärung angegriffen und schimpft, faselt was von behaupteter moralischer Überlegenheit des V.

    5. Nichtvegetarier erzählt anderen, dass sich die bösen V ja immer moralisch überlegen fühlen.

    Es gibt ja den Witz "Woran erkennt man einen Veganer? Er sagts dir", aber faktisch ist mir noch nie ein Veganer oder Vegetarier untergekommen, der ohne plausiblen Grund angibt ebendas zu sein. Wenn sie irgendwo essen gehen, wird halt drauf hingewiesen, weil man halt gern etwas entsprechendes angeboten bekommen würde. Wenn sie selbst einladen, gibt es selbstverständlich passendes Essen und im Normalfall halt kein Fleisch. Im Restaurant wird sich halt erkundigt, ob gewisse übliche tierische Produkte verwendet werden. Alles plausibel. Den oben beschriebenen Diskussionsverlauf dagegen habe ich schon erlebt. Wenn ich also raten müsste, dann sind nicht diejenigen, die kein Fleisch essen, nervig, sondern diejenigen, die Fleisch essen.

    Der Geschmack ist toll und ich muss durchaus die Augen verdrehen, wenn mir quasi jeder Veganer und Vegetarier erzählt, wie ekelhaft Fleisch schmecken würde.

    Ähnlich anstrengend finde ich die Behauptung, Ersatzprodukt X würde ja eh wie Fleisch schmecken. Das stimmt halt so gut wie nie, man möchte fast bösartig behaupten, dass Veganer das offensichtlich auch nicht mehr beurteilen können.


    Wo sich offenbar beide Seiten üblicherweise einig sind, ist, dass Flexitarier ganz böse Heuchler sind. Statt dass sich Veganer und Vegetarier darüber freuen, dass sie sich Mühe geben und Fleischesser sich freuen, dass sie undogmatisch sind, werfen beide Seiten lieber Heuchelei vor. Als ob alles, was nicht perfekt und rein ausgeführt wird, überhaupt nicht mehr helfen würde.

    Solaris von Stanisław Lem

    Puh, hat mich dieses Buch lange begleitet, auch weil ich lange Zeit so meine Schwierigkeiten hatte konzentriert zu lesen. Inzwischen ist es vollendet und lässt mich nachdenklich zurück.

    Kurz zum Inhalt: Kris Kelvin landet auf einer Raumstation um den namensgebenden Planeten Solaris. Auf der Station soll der Planet, der von einem möglicherweise lebenden Ozean bedeckt ist, untersucht werden. Auf der Raumstation selbst gehen jedoch merkwürdige Dinge vor.


    Solaris enthält reichhaltige Ideen, im Kleinen werden Fragen, wie die Möglichkeit zur Erkenntnis eines Traumes behandelt, im Großen die Möglichkeit zum Erkenntnisgewinn und die Frage, was der Mensch machen würde, wenn er eine Lebensform vor sich hat, die möglicherweise viel intelligenter als er selbst ist, mit der er aber schlicht keinen Weg findet zu kommunizieren.

    So wünsch ich mir Science Fiction, fortschrittlich in den Ideen, nicht in der Technik.

    Ich kann garnicht so weit zurückdenken, wann ich letztmalig einen gegessen habe und werde wohl nie verstehen, warum nach den ganzen Fleischskandalen immernoch so viele gekauft werden...

    Solang mein Döner okay ist, er also schmeckt und mich nicht merklich krank macht, ist mir herzlich egal, ob Gammelfleisch oder Phosphat oder was weiß ich drin ist. Klar, ich bin vorsichtig, wenn mir der Döner zu günstig vorkommt, bei üblichen Preisen um 3,50 bis 4 € würd ich ne Dönerbude, die ohne Konkurrenz 1,50 € verlangt nicht unbedingt ansteuern, aber sonst seh ich da kein Problem. Muss man halt selbst wissen, ob mans riskiert. Bei den ganzen Lebensmittelskandalen, die es heutzutage so gibt, seh ich ein bisschen Gammelfleisch jedenfalls gelassen.

    Philip K. Dick's Electric Dreams

    Die Serie hat eine gewisse Ähnlichkeit zu Black Mirror, vor allem in der episodischen Erzählweise wird das deutlich. Jede Episode erzählt eine von der vorangegangenen völlig unabhängige Geschichte, basierend auf, der Name lässt es erahnen, Kurzgeschichten von Philip K. Dick.

    Die Serie erreicht zu keiner Zeit ansatzweise die Klasse von Black Mirror, den Vergleich muss sie hinnehmen, weil er sich doch sehr aufdrängt, wenn man sich beispielsweise die Folgen Das wahre Leben, Fosters neue Welt und Tötet alle anderen anschaut. Das Problem ist nur, dass die Serie selbst in den besseren Folgen viel zu zahm bleibt. Da ich bisher die Kurzgeschichten von Dick nicht gelesen habe, stellt sich zudem die Frage, ob die interessanten Geschichten nicht vielmehr auf Dicks Mist gewachsen sind oder ob das tatsächlich die Serienautoren waren. Die gleiche Frage stellt sich übrigens für die wirklich aufdringlichen Sexszenen in vielen Folgen, die mir doch oft einfach zu deplatziert wirkten, insbesondere in der Folge Autofac, die sonst die in meinen Augen beste Folge war.

    Wirklich negativ fielen die Dialoge auf. Schlimm genug, wenn sich ein Mensch mit Amnesie mit den Worten "Du bist mein Freund" erinnert, wirklich albern wird es, wenn nach einer Erinnerungsrückblende der Erinnernde nochmal zusammenfasst, was er gerade erinnert hat.

    Insgesamt macht all das die Serie nur bedingt empfehlenswert. Vielleicht lohnt es sich mehr Dicks Geschichten zu lesen als sie so in Bewegtbild umgesetzt zu schauen. Das muss wohl jeder für sich entscheiden.

    Puh, sehr schwer sich da auf fünf Spiele zu beschränken. Ein paar sind natürlich ein Muss.

    Diablo 2

    Fallout 3

    Gran Turismo 4

    Fussball Manager 13

    Tomb Raider 3


    Honorable Mentions:

    Fallout 4, Legend of Zelda: Link's Awakening, Dragon Age Origins, Europa Universalis 4, Stellaris, Grandia, Final Fantasy VI, Pokemon Heartgold, Age of Empires 2, Black Mirror (2004), Hitman: Blood Money, GTA: San Andreas, Geheimakte: Tunguska

    Zitat

    "Dass man im Jahr 2019 immer noch dafür bestraft wird, kinderlos zu sein, das finde ich schon krass."

    Hier liegt in meinen Augen das Kernmissverständnis: Ein Nachteilsausgleich ist keine Bestrafung einer Person, die den Nachteil nicht hat.

    Zumal sie sich hier nichtmal klar macht, dass die Möglichkeit einen Wunscharbeitsort beim gleichen Arbeitgeber angeben zu können, ein Privileg ist. Den meisten Menschen dürfte es wohl eher so gehen, dass ihnen vorgegeben ist, wo sie zu arbeiten haben, unabhängig davon, ob sie Kinder haben oder nicht. Daraus eine Diskriminierung zu konstruieren, ist schon ziemlich lächerlich, gerade wenn man bedenkt, dass mangels Flexibilität eine Mutter oft wesentlich schwerer überhaupt eine Anstellung findet.

    Und die weiteren Argumente? CO2-Bilanz, ernsthaft? Egoismus für den eigenen Lebensstandard? Sie weiß aber schon, was ein Kind kostet? Das ist immer eine Einbuße an Lebensstandard.

    Wann soll man sich da noch engagieren

    Zumal gerade die Arbeit von Gewerkschaften ja auch immer weiter versucht wird einzuschränken. Soweit kommts noch, dass Arbeiter sich organisieren und gemeinsam für ihre Rechte kämpfen.

    Generell ist es aber auch nicht schlimm dass es Niedrigverdiener gibt.

    Sehe ich ehrlich gesagt nicht so. Niedrigverdiener meint ja selten Leute, die nur ein, zwei Tage die Woche arbeiten. Oft genug sind Niedrigverdiener Leute, die 40+h die Woche arbeiten und dennoch so wenig Geld verdienen, dass sie mit Geld vom Amt aufstocken müssen. Soetwas darf es aber einfach nicht geben. Es kann nicht sein, dass Menschen einen Vollzeitjob haben und trotzdem nicht genug Geld in der Tasche landet um damit vernünftig zu leben.

    Das hat durchaus System. Man spricht lieber von geringfügig Beschäftigten, auch wenn geringfügig Bezahlte treffender wäre.Man spricht von sozial Schwachen, obwohl die Menschen ökonomisch schwach sind. Man spricht davon, dass Leistung sich lohnen müsse, wehrt sich aber gegen Erbschaftssteuer und Kapitalertragsteuer. Weiß man ja, dass Erben und Zinsen kassieren besonders große Leistungen sind.

    Aber ohne diese tollen Sprüche könnte man halt nicht so tun, als seien die Armen selbst Schuld daran, dass sie arm sind. Hätten ja ne teure Privatschule besuchen können.

    Gehalt wird primär nach deinem objektiven generierten Wert bemessen, das ist einfach logisch für Arbeitgeber.

    Das ist ja der Irrsinn, dass hier nur ökonomischer Wert gemeint ist. Pflegepersonal, Erzieher, Polizei, Feuerwehr etc erbringen einen gewaltigen sozialen Wert. Im Grunde reicht hier das klassische Gedankenspiel: Was wäre wohl eher problematisch: Wenn morgen alle Polizisten, Feuerwehrmenschen, Pflegekräfte und Ärzte verschwinden oder wenn morgen alle Banker, Topmanager und Fußballspieler verschwinden?

    Das sind objektive Werte, die nur zu gern übersehen und ignoriert werden. Stattdessen zählt im Wachstumswahn eben derjenige, der größere Zahlen auf dem Papier bringt, mehr als derjenige, der die tatsächlich wichtigen Leistungen für die Gesellschaft erbringt.

    Gucky

    Wenn du dich an willkürlich eingeführten Feiertagen störst, geh einfach mal nach Österreich. Dort wurde der Karfreitag zuletzt zum "persönlichen Feiertag" geändert. Den "persönlichen Feiertag" kann man natürlich auch an anderen Tagen nehmen, Geburtstag, Hochzeitstag oder so. Man muss ihn allerdings von den eigenen Urlaubstagen nehmen, also ist es im Grunde einfach nur ein Urlaubstag.

    Will sagen: Mir ist lieber, dass ein paar Feiertage eingeführt werden (gerade über Berlin sollte man sich nicht beschweren, die waren bisher die mit den wenigsten Feiertagen in Deutschland), als dass welche abgeschafft werden. Auch wenn ich die religiösen Ideen der Feiertage für gewöhnlich nicht teile, begrüße ich doch die Gelegenheit zur Erholung.

    Zumal der Verkauf und das Abbrennen von Pyrotechnik in D sowieso nur in einem sehr kurzen Zeitraum des Jahres gestattet ist.

    Wobei zu anderen Zeitpunkten lediglich eine entsprechende Genehmigung notwendig ist. Man sieht schließlich nicht nur zu Silvester Feuerwerk.

    Ich befürworte ja kontrolliertes Abbrennen von Pyrotechnik im Stadion. Kontrolliert ist hierbei entscheidend. Ich möchte gerade nicht, dass jemand alkoholisiert Pyro verwendet, ich möchte eigentlich nichtmal unbedingt, dass ein Laie das Zeug abbrennt, vor allem möchte ich aber nicht unbedingt im Gedränge Fackeln, die um 2000°C brennen, haben. Kontrolliertes Abbrennen hieße, die Vereine hätten Einfluss darauf, was wann wo und mit welchen Sicherheitsvorkehrungen abgebrannt wird. Ich mache mir natürlich nicht vor, dass dadurch niemand mehr Pyrotechnik ins Stadion schmuggeln würde. Ich erwarte allerdings weit weniger Bereitschaft dazu entsprechende Leute zu decken, wenn es legale Wege zu einer kleinen Pyroshow gibt. Wenn das dazu führt, dass weniger unkontrollierte Pyro verbrannt wird, ist das für alle besser.


    Ich erinnere mich übrigens an ein Spiel von Energie Cottbus in Babelsberg, wo sich die Anhänger der Vereine gegenseitig mit Böllern bewarfen. Obwohls verboten ist. Verbote verhindern das also nicht wirklich.

    Ich bin ja großer Freund von Pyro im Stadion und begrüße auch einen Vorstoß seitens des HSV Pyrotechnik unter entsprechenden Umständen zu erlauben. Dennoch ist völlig klar, dass Pyro im Stadion zurzeit verboten ist und entsprechend auch eine gewisse Strafandrohung sinnvoll ist. Sinnlos ist natürlich die Forderung nach Haftstrafen für Leute, die Pyro verbrennen, da in Hessen für das Gefährden von Leib und Seele mit Feuerwerkskörpern bereits bis zu fünf Jahre Haft angedroht werden. Die exakte Straffestsetzung ist nicht Aufgabe von Politikern, sondern von Richtern.


    Es ist übrigens nicht zwangsläufig Recht des Vereins Pyrotechnik zu erlauben, denn während eines Bundesligaspiels werden nicht nur Vereinsrechte berührt. Immerhin erhält der Verein auch Gelder für die TV-Vermarktung, womit auch die Übertragenden Rechte genießen. Wenn vertraglich festgelegt ist, dass während der Übertragung keine Pyrotechnik gezündet werden soll, dann kann der Verein nicht ungestraft etwas anderes festlegen.