Beiträge von QueFueMejor

    Das die Quarantäne nicht mehr bezahlt

    Schon vor Corona konnten Krankenkassen bei Selbstverschulden Krankengeld zum Teil oder komplett zurückfordern. Ob das im Falle Coronas bei unterlassener Impfung nun verhältnismäßig ist, kann ich nicht beurteilen, das sollen Gerichte tun. Ich find die Regelung grundsätzlich nicht schlimm, bin aber auch geimpft und bin mir recht sicher, dass hier Menschen, die nicht geimpft werden können, ausgenommen sind.

    2G kommt wahrscheinlich auch bald und damit verbunden muss man sich überall ausweisen samt Impfstatus.

    Eine Maßnahme, die meines Wissens nach in Berlin kommt und schlicht undurchdacht ist, weil die offensichtlichen Ausnahmen nicht bedacht wurden. Also Kinder und Menschen, die sich nicht impfen lassen können. So eine Maßnahme kann natürlich nur funktionieren, wenn eine entsprechende Maßnahme die passenden Ausnahmen hat. Zusätzlich hoffe ich, dass Kinder so früh wie möglich keine Ausnahme mehr brauchen, weil es hoffentlich auch bald für Kinder zugelassene Impfungen gibt.

    Beide Maßnahmen sehe ich nur bedingt kritisch. Ich sehe natürlich, dass hier Druck ausgeübt wird, andererseits stellen ungeimpfte Erkrankte eine Gefahr für ihre Mitmenschen dar, insbesondere eben jene, die sich nicht impfen lassen können. Wie schon oben gesagt, über Verhältnismäßigkeit dürfen andere sich den Kopf zerbrechen, ich gebe aber zu, dass ich nicht sicher bin, ob die gewahrt ist.

    Datenschutz ade.

    Ich durfte inzwischen zu mehreren Gelegenheiten den Impfnachweis vorzeigen, bisher üblicherweise ohne Perso, aber selbst mit Personalausweis ist das in meinen Augen im Sinne des Datenschutzes wesentlich besser als jedes Mal einen Zettel mit Name, Anschrift etc auszufüllen (vorausgesetzt, man tut das wahrheitsgemäß). Letzteres wurde nämlich eine ganze Weile aufbewahrt und tatsächlich in wenigen Fällen für andere Zwecke als die vorgesehene Kontaktverfolgung genutzt. Beim Vorzeigen meines Ausweises und Impfnachweises werden gar keine Daten aufbewahrt. Im Sinne des Datenschutzes eine klare Verbesserung und im Wesentlichen nichts anderes als Personalausweis beim Alkoholkauf vorzeigen. In meinen Augen völlig unproblematisch.

    Ich finde es erschreckend wie weit man geht um die Leute abzuschrecken. Wie einfach jedes Gesetz mit Füßen getreten wird und wie das Infektionsschutzgesetz missbraucht wird.

    Das wäre alles tatsächlich fragwürdig, wenn das irgendwer ernsthaft in Gesetze gießen wollen würde. Aber wie Thrawn berichtete: Es handelte sich um einzelne Ärzte, die eine Diskussion anregen wollen. Nicht einmal eine Handlungsempfehlung "Man sollte Ungeimpfte nicht zur Vorsorgeuntersuchung lassen", sondern bestenfalls die Empfehlung "Es wäre schon besser, wenn alle Beteiligten geimpft wären." Und das ist aus offenkundigen Gründen natürlich richtig. Es gibt keinen Plan Ungeimpfte nicht zuzulassen, es gibt erst recht keinen Plan das in ein Gesetz oder eine Verordnung oder eine wie immer geartete staatliche Vorschrift zu gießen. Du darfst weiterhin deine Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen, unabhängig der Frage, ob du nun geimpft bist oder nicht.

    Fazit: Niemand hat hier versucht Leute abzuschrecken, irgendwelche Gesetze mit Füßen zu treten oder das Infektionsschutz für irgendwas zu missbrauchen. Viel heiße Luft um nichts.

    Da werden die Antworten mit dem tatsächlichen Abstimmungsverhalten der Parteien im Bundestag verglichen.

    Was ich insofern unpraktisch finde, als dass das Abstimmungsverhalten ja auch unterschiedlich begründet sein kann. Ein spontanes Beispiel ist das 2% Rüstungsziel. Grüne und Linke verweigern sich dem. Während ich bei den Linken überwiegend davon ausgehen würde, dass mit Entmilitarisierung argumentiert wird, argumentierte Baerbock im Triell, dass eine schwächelnde Wirtschaft zur Verringerung der Ausgaben führen würde, weshalb ein festes 2%-Ziel nicht sinnvoll sei.

    Auch bei der Abschaltung aller Braunkohle bis 2022 kann man sicher aus pragmatischeren Gründen als "Mir ist Klima scheißegal" dagegen stimmen oder sich enthalten. Ich halte beispielsweise bis 2022 für übereilt, Kohleausstieg bis 2038 jedoch zu langsam. Das wird ließe sich im Abstimmungsverhalten aber nicht darstellen.

    Oder die Sammlung von unzähligen Bundeswehreinsätzen mit der Frage, ob die berechtigt seien. Von "Alle berechtigt" über "die meisten berechtigt" bis hin zu "manche berechtigt" und "keiner berechtigt" können da viele Positionen vertreten werden. Und selbst bei "Gerechtfertigt" könnte man noch dagegen stimmen, weil man möglicherweise den Krieg in der Sache, aber nicht in der Art und Weise für richtig hält.

    Sowas lässt sich in Programmen in meinen Augen besser ausdrücken (natürlich auch da nur bedingt, die Problematik etwa mit dem 2%-Ziel besteht im Wahl-o-mat genauso wie bei DeinWal).

    Sowieso schwierig ist natürlich, dass Parteien, die nicht im Bundestag vertreten sind, bei DeinWal gar keine Möglichkeit zur Darstellung haben.

    Und da die Union ja bekanntlich an der schwarzen Null festhält, muss das eingesparte Geld natürlich irgendwo herkommen. Wer die Union kennt, kann sich vorstellen, wo die sogenannten Entlastungen herkommen sollen. Unternehmen sollen ja nicht stärker besteuert werden, also bleiben nur Einsparungen, die angesichts der Ideologie ziemlich sicher auf Kosten der Sozialausgaben gehen werden, oder Steuererhöhungen, die "alle" treffen, Konsumsteuern, insbesondere die Mehrwertsteuer. Die Union wird in so einem Fall sicherlich erklären, dass die Reichen davon ja in besonders großem Maße betroffen sind, Wenn man nur absolute Zahlen anschaut, könnte das sogar halbwegs hinkommen, faktisch kann man sich vermutlich aber vorstellen, dass jemand, der mit seinem Gehalt geradeso über den Monat kommt, bei steigenden Preisen eher ein Problem bekommt, als jemand, der ohnehin einen großen Teil des Einkommens zurücklegen kann.

    Auffällig ist in meinen Augen, dass seitens Union immer und immer wieder auf eigene Steuersenkungen gepocht wird und gepoltert wird, dass die anderen ja Steuern erhöhen wollen. Da wird immer wieder zu gern auf Entlastungen kleiner und mittlerer Einkommen erzählt. Ich fürchte, das könnte letztlich Wirkung zeigen. Denn irgendwie scheinen Steuersenkungen immernoch bei den Wähler_innen zu ziehen, anders ist auch kaum zu erklären, dass die FDP schon wieder im Aufwind ist.

    Muss sagen, dass ich das Streikrecht generell für sinnvoll erachte, allerdings nicht bei der Bahn, und zwar aus dem Grund, dass es die Kunden sehr viel härter trifft als den Arbeitgeber, einfach weil zwei wichtige Faktoren gegeben sind.

    Man trifft die Arbeitgeber_innen über ihre Kund_innen. Das versucht man übrigens immer beim Streik. Es wäre völlig sinnlos zu streiken, wenn der Streik am Ende kein Druckmittel darstellt. Wie sollten die Lokführer_innen streiken ohne die Kund_innen zu treffen? Du meinst höchstwahrscheinlich die Kund_innen des Personenverkehrs, zu denen du dich selbst zählst. Der Güterverkehr wird aber ebenfalls bestreikt und auch dort schadet man selbstverständlich auch den Kund_innen, die auf die zu transportierenden Waren warten müssen. Jeder Streik trifft immer den Kund_innen. Ob die Arbeitskräfte im Supermarkt, Erzieher_innen in Kitas oder was auch immer: Wenn die Arbeit still steht, leiden die Arbeitgeber_innen, weil die Kund_innen leiden.

    Nach wie vor gibt es eine simple Lösung gegen Streiks bei der Bahn: Privatisierung rückgängig machen. Wenn Lokführer verbeamtet sind, können sie eben nicht streiken. Sehe ich bei einer so relevanten Infrastruktur, wie der Bahn für eine legitime Maßnahme (gern für den gesamten ÖPNV).


    Postbot_innen sind übrigens nochmal ein interessanter Fall: Dass die schlecht bezahlt sind und allen Grund zum Streiken hätten, stimmt schon. Allerdings haben die entsprechenden Dienste geschafft die Bot_innen in Subunternehmen so sehr zu zersplittern und ins Ausland zu verlagern, dass sie sich nicht wirklich ordentliche Löhne erstreiken können, weil die meisten ja gar nicht von den entsprechenden Dienstleistern (sondern eben von deren Subunternehmen) bezahlt werden.

    Was macht dich denn so sicher, dass das "blinde" Käufe waren. Wenn ich die News durchstöbere, finde ich zum Beispiel diese Grafik, die mir sagt, dass sich SwSh gerade am Anfang eher schlechter als die letzten Hauptreihenspiele verkauft haben. Trotz der Vorschusslorbeeren (von denen ich nichts mitbekommen habe, das hat aber nicht viel zu bedeuten) scheint also eher eine gewisse Skepsis seitens der Spieler vorhanden gewesen zu sein. Eine alternative Erklärung, die ich nicht verschweigen will, ist, dass die Anzahl der digitalen Käufe bedeutend höher ist als bei den früheren Spielen, als digitale Spielekäufe noch weniger verbreitet waren.

    Wenigstens verkaufen sich Schwert/Schild nicht mehr wirklich stark. Da haben die Unentschlossenen wohl erkannt, dass die Spiele nicht gut sind.

    Ganz ehrlich? Ich glaube eher, dass inzwischen jeder, der wollte, die Spiele hat. Wenn Spiele sich länger verkauft haben, dann vermutlich vor allem deshalb, weil Spieler gern noch einen Spielstand wollten und die beste Möglichkeit ohne größeren Aufwand weitere Spielstände zu starten war, weitere Module zu kaufen. Bei SwSh braucht man bloß weitere Accounts auf der Switch zu erstellen und hat Spielstände soviel der Speicherplatz hergibt.

    Angesichts dessen sind eine Dreiviertelmillion verkaufte Exemplare für ein Spiel, das nun bald zwei Jahre alt wird, eine beachtliche Zahl.

    Schon beachtlich, wie versucht wird, den Erfolg von SwSh kleinzureden, obwohl sie auf gutem Weg sind Gold und Silber als zweitmeistverkaufte Pokemonspiele abzulösen, obwohl, wie schon angemerkt, es einen Grund weniger gibt sich mehr als ein Modul pro Edition zu kaufen.

    Und wer ist in seinem Leben denn noch nicht auf inkompetente Beamte, Angestellte, Verkäufer usw. getroffen?

    Womit wir dann beim Punkt sind: Selbst fähige Leute (und ich halte Baerbock für fähig oder wenigstens fähiger als ihre Konkurrenten) kommen an sinnvolle Positionen eigentlich nur, wenn sie ein bisschen flunkern und beschönigen. Deshalb ist in meinen Augen ein geschönter Lebenslauf kein Argument, sondern lediglich schmutziger Wahlkampf.

    Ob die Moderation das heute noch hin und wieder überprüft - da bin ich überfragt,

    Und wieder einen Punkt getroffen: Aus eigener Moderationserfahrung wissen wir beide, kein einziger Beitrag geprüft wird, wenn kein irgendwie gearteter Verdachtsmoment besteht. Ich selbst kann mich an genau einen Beitrag erinnern, den ich überprüft habe, weil er verdächtig nach schlecht übersetztem Englisch klang. Ich hatte recht, der Beitrag bestand aus ein paar übersetzten Abschnitten eines englischen Artikels stammten. Ansonsten wird halt schlicht nicht geprüft.

    Der Punkt, auf den ich hinauswill ist der: Baerbocks Buch wurde im Grunde anlasslos von professionellen Plagiatsjägern geprüft. Leute, die normalerweise Plagiate in wissenschaftlichen Arbeiten suchen sollen, widmen sich einem irrelevanten Sachbuch. Abermals lediglich schmutziger Wahlkampf.


    Weil ichs gerade sehe: Armin Laschet antwortet auf eure Fragen

    "Was werden sie gegen die Vetternwirtschaft und Korruption in ihrer Partei tun?" Armin Laschet: "Ich glaube nicht, dass es in unserer Partei Vetternwirtschaft gibt." :ugly:

    Ah ok, Lebenslauf aufpolieren ist heute üblich. Da muss ich mich auch nicht mehr wundern, dass man so oft auf inkompetente Leute trifft.

    Haben eigentlich Scheuer und Spahn ihre Lebensläufe aufpoliert? Laschet ja auf jeden Fall.

    Das Problem ist übrigens mitnichten, dass alle Leute inkompetent sind, sondern dass unsere Wirtschaft für jeden Quatsch Qualifikationen jenseits von Gut und Böse verlangt. Es reicht nicht einfach die wichtigen Dinge für den Job zu können. Es müssen mit 20 schon 30 Jahre Berufserfahrung sein. Mit Technologien, die es seit 1,5 Jahren gibt, sollst die Bewerber_in bitte 5 Jahre Berufserfahrung mitbringen. Irgendwann merken junge Leute halt auch, dass die Anforderungen eh völlig Banane sind und blasen halt ein Guten Morgen an Stephen Hawking zum "inspirierenden Austausch" auf. Es reicht nicht, dass sich eine Bewerber_in für Journalismus interessiert und vielleicht sogar schon ein paar Texte formuliert hat, ohne Schülerzeitung und zahlreiche Beispielartikel im lokalen Käseblatt gibts nicht mal ein unbezahltes Volontariat und am Ende darf sie Kaffee kochen und Essen für die Redakteur_innen besorgen.

    Bei solchen Anforderungen wundert mich wenig, dass junge Menschen halt in ihren Lebensläufen Dinge aufschreiben, die ein bisschen besser klingen als die Wahrheit, weil den Kram eh normalerweise niemand mehr überprüft.

    Und bitte, selbst im BB erwarte ich, dass man Zitate entsprechend kennzeichnet. Was soll das denn für eine Rechtfertigung sein?

    Ist das so? Werden hier Beiträge darauf überprüft, ob einzelne Sätze in den Weiten des Internets vorkommen? Die Wahrheit ist doch: Wenn ich hier halbwegs unauffällig einzelne Sätze großer deutscher Tageszeitungen wörtlich ohne markiertes Zitat wiedergeben würde, würde das vermutlich niemand bemerken und selbst wenn, würde sowas wohl für Zufall gehalten werden, wenn der Rest des Beitrags nicht nachweisbar aus einem Artikel stammt.

    Im Fall des Sachbuchs gilt: Unzureichendes Zitieren ist kein Plagiat, eventuell aber ein Urheberrechtsverstoß. Das haben aber Gerichte zu entscheiden, ob die Person, die die Urheberrechte hält, vielleicht sogar den Anspruch erheben muss, weiß ich nicht. Das Buch ist aber eben kein Plagiat, weil Plagiate sich auf wissenschaftliche Arbeiten beziehen, wo extrem wichtig ist, welcher Gedanke wem zuzuordnen ist, weil die Autor_in nicht fremde Erkenntnisse zu den eigenen machen soll. Im Sachbuch ist völlig klar, dass die dargestellten Erkenntnisse nicht alle der Autor_in entsprungen sind. Es ist also völlig sinnlos ein Sachbuch mit dem Maßstab einer wissenschaftlichen Arbeit zu messen.

    Das sind halt die Wähler, die bereitwillig auf jeden Zug aufsteigen, mit dem gerade jeder fährt.

    Wenn ich mir das so anschaue, sind es Medien, die auf solche Züge aufspringen. Wenn ich an die INSM-Kampagne denke, an die gefühlten 1359235724713853 Meinungsstücke, die finden, was Annalena Baerbock tun darf, muss, soll, sollte, nicht darf und überhaupt, was sie alles falsch macht, dann ist das schon eine medial durchs Dorf getriebene Sau.

    Und wahrscheinlich ist genau das der Unterschied zu Laschet: Bei Laschet werden nicht unzählige Meinungsstücke verfasst, wie ungeeignet er ist und dass den bloß keiner wählen darf. Solche Meinungsstücke finden sich zu Laschet höchstens auf Twitter und Co, aber das tangiert die Kernwählerschaft der Union wohl kaum, was in diesem ominösen Internet zusammengeschrieben wird.

    Finde es schon erstaunlich wie Frau Baerbock noch im Sattel sitzen kann. Sie schädigt den Grünen mehr als es ein Maaßen im Stande ist bei der CDU.

    Weil bei den Grünen aber auch jeder Furz zum Skandal aufgeblasen wird, dass es weh tut. Bisher hat sie sich nichts geleistet, das irgendwie politisch relevant war. Der Lebenslauf war ein bisschen aufpoliert, wie es heut halt üblich ist. Wurde korrigiert, also was sollst. Jetzt kam ihr Buch raus und sie hat halt ein paar Sätze drin, die schonmal so gesagt wurden und nicht klar zitiert wurden.Ist zwar keine wissenschaftliche Arbeit, aber sie soll sich trotzdem bitte an Standards halten, die andere in wissenschaftlichen Arbeiten nicht einhalten (und die deshalb aber auch nicht ihren Posten räumen, wo kämen wir da hin).

    Und ganz ehrlich: Wenn diese Skandälchen den Grünen mehr schaden, als es ein mit Rechtsradikalen kuschelnder Ex-Verfassungschef tut, der Gesinnungstests für Journalisten fordert, weil ihm nicht in den Kram passt, dass Faktenfinder seine wirren Thesen als falsch darstellen, dann haben wir ein Problem, das nicht Baerbock heißt.

    Es müsste ein Skandal sein, dass Laschet sich nicht von Maaßen distanziert, dass er politische Erfolge anderer für sich verbuchen will, obwohl er selbst versucht sie zu behindern. Und da sind wir noch nicht mal beim Auswürfeln von Klausurnoten, weil Laschet Klausuren verbummelt hat. Oder (und hier sind wir definitiv im politisch relevanten Bereich) bei der Maskenaffäre, wo Laschet einen Auftrag ohne Auschreibung rausgibt, "zufällig" an einen Kontakt, den Laschets Sohn vermittelt hat. Dagegen ist fast schon irrelevant, dass auch Laschet seinen Lebenslauf geschönt hat und seinen kleinen Skandal beim Buch hatte.

    Deshalb finde ich es schon erstaunlich, dass Baerbock so mit Scheiße beworfen wird und das offenbar wirklich schadet, während Laschet fast schon ein wenig trumpesk mit allem möglichen Unsinn durchkommt und die CDU-Wähler sich offenbar nen Scheiß dafür interessieren, was dieser korrupte Haufen so anstellt.

    Ansonsten hat diesmal zumindest nicht die schlechtere Mannschaft gewonnen, am Ende wars dann aber doch nur ein geschenkter Elfmeter, der das Spiel entschieden hat.

    Sterling wird am Knie und an der Hüfte getroffen und fällt auch deswegen. Man muss den natürlich nicht geben, tendenziell eher kein Elfer. Aber eben auch keine klare Fehlentscheidung, wenn man ihn gibt, weshalb ich völlig in Ordnung finde, wenn der Videoschiedsrichter da nicht eingreift. Vor allem, wenn ich den lächerlichen Elfer für Belgien gegen Italien dagegen halte, war das einfach locker ein okayer Elfmeterpfiff.

    Was genau war denn daran unverdient? Ich habe zwei Mannschaften gesehen, die ziemlich gleichauf waren, Spanien sicherlich etwas offensiver, aber wie so oft diese EM fahrlässig mit den Chancen. Weder wurde ein irregulärer Treffer gegeben, noch ein regulärer aberkannt, ich sehe also nicht, wie die Italiener hier "unverdient" gewonnen hätten. Denn letztlich zählt genau das für mich: Wer mehr Tore erzielt ohne bevor- oder benachteiligt worden zu sein, ist verdienter Sieger eines Spiels.


    Davon ab: Mindestens Chiellini hatte doch was im Pausentee, kann das sein? :ugly:

    Ihre Schauspielerei kurz vor Spielende ist immer noch nervig, das geb ich zu.

    Dagegen war Immobile beim 1:0 fast schon unterhaltsam. Der sterbende Schwan, der aufspringt, wie ein junges Reh, als das Tor auch ohne einen geschundenen Elfer gefallen ist. Eine Wunderheilung! :winker:

    Insgesamt gefallen mir die Italiener aber auch sehr gut. Der Fußball kann sich sehen lassen, sie treten als Team auf.

    Davon abgesehen war der Elfer für Belgien schon sehr lächerlich, selbst wenn er dazu führte, dass mein Tipp richtig war.

    Für mich bleiben eigentlich nur England und Italien als Weltmeister übrig. Mit beiden könnte ich gut leben.

    Aber wer weiß, in KO-Spielen sind halt immer noch große Überraschungen möglich.

    Die Runde lief doch mal richtig gut für mich. Zwei Spiele exakt richtig, bei den anderen beiden Spielen zumindest den Sieger korrekt vorhergesehen, dazu noch immerhin zwei Halbfinalisten korrekt, mein Europameister ist einer davon.

    Bei den Gruppensiegern hab ich zwar fünf von sechs, aber die waren auch so offensichtlich, dass die meisten die gleichen Tipps haben dürften.

    Edex

    Was sportlich möglich oder nicht möglich ist, ist hier nicht der Punkt. Der Punkt ist, dass beim Fußball auf einen ausdrücklichen Verweis auf die Herren üblicherweise verzichtet wird, stattdessen wird nur bei den Frauen explizit erwähnt, dass sie gemeint sind. Frauen sollen sich also beim Fußballer des Jahres, beim Nationalspieler mit den meisten Toren und bei der Fußballeuropameisterschaft nicht mitgemeint fühlen (man vergleiche die Logos der Herren mit dem der Frauen). Aber wenn wir dann von Ärzten und Autofahrern sprechen, dann sollen sie plötzlich doch mitgemeint sein.

    Das wirft eben weiterhin die Frage auf: Wenn relativ willkürlich ist, wann Frauen "mitgemeint" sind und wann nicht, warum sollte sich Frau darauf verlassen, dass sie es ist. Im Zweifelsfall ist wohl klüger anzunehmen, dass ein Maskulinum eben nicht generisch ist, wie der Fall der Rekordtorschützen der Nationalmannschaften zeigt.

    Ich möchte noch einmal das Thema des generischen Maskulinums und des "Migemeintseins" von Frauen aufgreifen. Indirekt referenziert sei hier die Diskussion etwa auf Seite 118 darum, wie gut erkennbar ist, ob eine maskuline Form generisch ist oder nicht. Denn die EM hat uns ein wunderbares Beispiel geliefert. Cristiano Ronaldo hat Ali Daeis Torrekord der meisten Nationalmannschaftstore eingestellt und ist nun gemeinsam mit ihm der Spieler mit den meisten Toren für eine Nationalmannschaft.

    Quizfrage: Entspricht diese Formulierung einem generischen Maskulinum oder nicht?

    Nun ahnt ihr schon, ich würde nicht so blöd fragen, wenn es so wäre und tatsächlich hat Christine Sinclair nicht nur 109 Tore erzielt, wie Ali Daei und Cristiano Ronaldo, sondern 186 Tore und damit immerhin 77 Tore mehr als ihre männlichen Kollegen.

    Nun spielt hier erstmal gar keine Rolle, ob die Rekorde irgendwie vergleichbar sind. Der Punkt ist nämlich der: Während der gesamten Berichterstattung war nicht wirklich herauszuhören, dass es sich um einen Rekord des Männerfußballs handelt. Es spräche also im Sinne derer, die immer meinen Frauen seien mitgemeint, absolut plausibel davon auszugehen, es handele sich um ein generisches Maskulinum, denn sonst hätte das in der Berichterstattung ja konkretisiert werden müssen. Tatsächlich ist es aber eben, wie gesagt, kein generisches Maskulinum, obwohl eine entsprechende Konkretisierung nicht erkennbar war.

    Gerade der Sport demonstriert ganz gut, dass Frauen eben oft nicht mit gedacht werden. Nicht nur im Deutschen, wo das fürs generische Maskulinum gern behauptet wird, auch in Sprachen, in denen kein grammatisches Geschlecht vorhanden ist. Wer "Player with most goals for national team" googelt, wird in den ersten Treffern erstmal nur die Männer finden. Immerhin hat es die Liste der Frauen noch auf die erste Seite geschafft, eine gemischte Liste findet sich auf der ersten Seite nicht (Fun Fact: Ali Daei und Cristiano Ronaldo befänden sich auf Rang 9, gleichauf mit der Brasilianerin Marta).

    Langer Rede kurzer Sinn: Mir ist natürlich bewusst, dass Sportberichterstattung ohnehin seltsam ist. Dennoch zeigt das Beispiel in meinen Augen ganz gut, dass es im Zweifelsfall immer besser ist mitgenannt und nicht nur mitgemeint zu sein.