Beiträge von QueFueMejor

    Man wirkt einfach nur wie ein ziemlicher Elitist und pretentious, wenn man solche Dinge von sich gibt.

    Erst in einer so stark individualisierten Welt, wie der derzeitigen, funktioniert etwas, das ich "Elitärer Mainstream" nenne.

    Für viele Menschen sind bestimmte Medien fester und großer Bestandteil ihrer Lebens- und Alltagsgestaltung und ihnen nunmal sehr wichtig.

    Also ist sich kindisch aufführen (Rumbrüllen, sinnbildlich Stampfen, weil man die Meinung nicht teilt) völlig okay, wenn man sich mit Medien überidentifiziert? Wie soll man dann jemals zu

    Nein sorry, mir sagt eine Sache nicht zu, weil... aber ich höre mir gerne an, wieso es andere mögen.

    kommen, wenn auf "Mir sagt X nicht zu, weil..." direkt ein "Wie kannst du wagen, das ist ja wohl beste wo gibt, f*** dich, A****loch" folgt? Selbstverständlich ist das absurd. Das ist Kritikunfähigkeit.

    ... erwartest du etwa Zuspruch?

    Ist das Voraussetzung eine Position zu vertreten?

    Ist dann etwas komisch sich in einem Pokemonforum (ursprünglich und eigentlich) rumzutreiben lol.

    Das verstehe ich nicht, daher bitte ich um Erklärung, was du mir damit sagen willst.

    "Kritik" bedeutet nicht Fans einer Sache allgemein zu beleidigen, indem man sie zum Beispiel kindisch bezeichnet

    Wie gesagt, Polemik. Habe ich revidiert und korrigiert.

    So fängt "ich mache mich unbeliebt mit meiner besonderen Meinung" oft an

    Oder der Versuch überhaupt eine gegenteilige Meinung einzubringen. Ich vertrete manchmal ganz gern Positionen, die einfach nur nicht der allgemein vertretenen Meinung entspricht, weil doch in einem Diskussionsforum erst wirkliche Diskussion möglich ist, wenn jemand eine Gegenposition vertritt.


    Was mir gerade, auch aufgrund deines Einwurfs bezüglich des Pokemonforums, nochmal auffällt: Ich habe mal die Beiträge hier im Thread überflogen und immer wieder tauchen zur Frage nach dem Inneren Kind Aussagen auf, wie "Ich zocke", "Ich schau Animationsfilme", "Disneyfilme", "Cartoonserien". Es stört sich also niemand an der implizieten Aussage, solche Sachen seien kindisch. Aber wehe es wagt jemand explizit auszusprechen, etwas derartiges sei kindisch, da ist ganz schnell vergessen, dass das eben noch zur Beschreibung des inneren Kindes hergeholt wurde, dann ist es völlig erwachsen.

    Zugegeben, ich habe mich ja in meinem letzten Beitrag absichtlich etwas polemisch-provokativ ausgedrückt, denn natürlich ist es richtig, dass ein Hobby nicht kindisch oder nicht kindisch sein kann. Der Punkt, hinter dem ich selbstverständlich stehe, ist die Feststellung, dass viele Dinge, die lange als kindisch galten, Comics, Videospiele, Anime, etc, heutzutage weitesgehend akzeptiert sind. Hätte vor zwanzig Jahren ein Erwachsener ein Superhelden-T-Shirt angehabt, hätte man ihn wohl als kindisch belächelt. Heutzutage ist das in vielen Bereichen völlig okay.

    Mit kindisch aufführen verbinde ich die Leute, die jedes Mal, sobald nicht alles nach ihrem Kopf geht, schreien und (sinnbildlich oder nicht lol) stampfen oder ein sehr einfaches Weltbild von allem haben.

    Okay, hier muss ich dann doch nochmal polemisch werden: Das ist so in etwa mein Eindruck von der Reaktion, die Marvelfans an den Tag legen, wenn man ihre geheiligten Filme kritisiert, statt sie zu vergöttern.

    Etwas weniger polemisch: Es ist geradezu absurd, wie tief man Menschen heutzutage mit Kritik an ihren geliebten Werken treffen kann. Das wirkt schon arg nach Überidentifikation, die ich ziemlich kindisch finde.

    Ich werfe mal die böse These auf, dass dieser "Streit", so es ihn denn gibt, eher in die gegenteilige Richtung gekippt ist. Im Zuge der aktuellen Retro-Nostalgiewelle ist es längst völlig normal, dass sich Erwachsene wie Kinder aufführen. Mit Superheldenshirts rumrennen und sich das Regal mit Star Wars Figuren zuknallen, das ist doch heute längst nicht mehr ernsthaft verpöhnt. Eine Wand nur mit Videospielregalen ist heute für viele vermutlich weniger irritierend als eine Wand mit Bücherregalen.

    Nun, korrigiere mich wenn ich falsch liege, aber schafft nicht gerade Inzest oft Behinderungen?

    Das ist zwar an sich richtig, doch trifft das auf zahlreiche andere Möglichkeiten ebenfalls zu: Ab einem gewissen Alter der Mutter steigt die Wahrscheinlichkeit für Gendefekte deutlich über das, was bei Inzest gegeben ist, dennoch käme zum Glück niemand auf die Idee Menschen ab einem gewissen Alter den Geschlechtsverkehr zu verbieten. Auch nicht Krebspatienten oder Arbeitern im Atomkraftwerk oder generell Menschen mit klar genetisch bedingten Vorerkrankungen. Wenn man also Inzest verbietet aufgrund erhöhter Wahrscheinlichkeit von Gendefekten, dann versucht man lediglich eine moralische Vorstellung zu rationalisieren.

    Um mal von RB wegzukommen und weil Energie Cottbus zur Abwechslung mal nicht mit rechtsextremen Fans in den Schlagzeilen war:

    "Einmal vollmachen, bitte"

    Nach dem erneuten Abstieg in die Regionalliga hatte der FCE eine etwas andere Idee an Geld zu kommen: Ein fiktives Heimspiel gegen die Bedeutungslosigkeit, statt sonst üblicher Benefizspiele. Ich finde die Idee ganz witzig und habe mir Tickets besorgt.

    Man kann das natürlich sinnlos finden, immerhin kriegt man als Kartenkäufer de facto nichts für sein Geld, dennoch ist das zumindest eine kreative Idee, die allein dadurch für mich einen gewissen Charme hat.


    PS: Ja, ich weiß, ist natürlich schon etwas älter, aber was solls.

    Es ist doch klar, wie gefährlich das nicht Impfen ist.

    Nein, das ist leider nicht jedem klar. Denn zum Glück müssen nur noch die wenigsten Menschen schwere Krankheiten wirklich durchmachen und selbst dann trifft man halt nicht jedes Mal den kritischen Verlauf. Das führt dazu, dass Menschen, die nie erlebt haben, was solche Krankheiten anrichten können, glauben, der Impfschaden, von dem sie im Internet gelesen haben, wäre viel schlimmer. Da Impfen ja zudem Herdenschutz bietet, kommen sie weiterhin zur Annahme "Meine Kinder sind nicht geimpft, die werden trotzdem nicht krank", was nur deshalb funktioniert, weil die geimpften Kinder halt nicht als Wirt fungieren können. Dieser Herdenschutz ist für Kinder, die nicht geimpft werden können, unabdingbar. Je geringer die Impfquote ist, desto wahrscheinlicher werden jedoch Krankheitsausbrüche, wie man zuletzt an den Masern feststellen konnte.

    Im Kern bleibt also: Impfgegner nehmen Impfungen als schlimmer wahr, als die Krankheiten selbst, also werden sie "Impft oder sterbt!" als Propaganda wahrnehmen.

    Mich interessiert explizit eure Meinungen zur Grippeimpfung.

    Hab mich jahrelang nicht impfen lassen, würde das jedoch mit Kindern ändern.

    ich möchte allerdings durchaus anmerken, dass es zu Impfschäden kommen kann.

    In welchem Verhältnis stehen die zu den durchgeführten Impfungen und zu den Schäden, die die tatsächliche Krankheit anrichtet?

    Was ist eigentlich mit Antivax-Dads, oder ist das allgemein Momsache? xD

    Ich erinnere mich zumindest an einen Vater, der gegen die Impfgegnermutter erfolgreich zugunsten der Impfung geklagt hatte. Allerdings dürfte es auch Antivax-Dads geben, ich weiß gar nicht, woher die Annahme kommt, das wären nur die Mamas.

    Bundesverein und satte zwei Erfahrungsberichte, die natürlich emotional aufgeblasen werden. Ich verstehe ja, es ist tragisch, wenn das Kind leidet und etwas, das helfen sollte schadet, statt zu nützen. Dennoch ist klar, dass Impfungen mehrheitlich Schäden verhindern. Es liegt nun leider in der Natur von Impfungen, dass ihre Wirksamkeit ihr Fluch ist. Je besser Impfungen wirken, desto weniger treten die früher furchtbaren Krankheiten auf und desto weniger machen sich heute Menschen ein Bild davon, wie schlimm die eigentliche Krankheit wäre. Zumal viele Impfungen inzwischen den Schwellenwert überschreiten, dass trotz höherer relativer Häufigkeit von Komplikationen bei den eigentlichen Krankheiten, die Komplikationen bei den Impfungen absolut schonmal häufiger auftreten können. Sowas nährt natürlich die Annahme, dass die Impfungen schädlicher wären als die Krankheit selbst. Ändert trotzdem nichts daran, dass die Gefahr von den Krankheiten ausgeht, nicht von den Impfungen.

    Hätte ich gar nicht mit gerechnet, nach der tollen Saison.

    Bei den Red Bull Vereinen muss man halt immer damit rechnen, dass Spieler, Trainer, Funktionäre durch die Gegend geschoben werden. RB ist halt nichts anderes als ein Prestigeprojekt des Brauseherstellers. Bei anderen Vereinen kann der Wechsel eines Funktionärs vielleicht überraschen, bei RB überrascht mich eher, dass das bisher noch recht verhalten passiert. Wahrscheinlich hat sich RB nach der Causa Sabitzer erstmal etwas zurückgehalten.

    Zitat von Happily

    Ich denke daran liegt es vermutlich auch, oder würdest du als Arzt die Eltern erstmal nach einer Organspende fragen, wenn denen gerade ihr Kind weggestorben ist?

    Klingt und IST grausam, muss aber bald darauf sein. Direkt nach dem Tod beginnen augenblicklich alle Zellen zu sterben, auch wenn du das Organ richtig lagerst.

    Deshalb versucht man so ein Gespräch selbstverständlich vor den Tod des Kindes und allgemein eines Menschen zu legen. Natürlich will man Menschen, die gerade um einen verlorenen Menschen trauern, mit solchen Fragen nicht belästigen. Da muss schon ziemlich wenig Zeit sein, damit man solche Fragen erst mit dem Tod stellt. Also am ehesten noch bei Unfällen.

    Ach, und RB Leipzig stammt wohl vom Mond?!

    Bin da bei Edex , denn auch wenn Leipzig rein geografisch natürlich im Gebiet der neuen Bundesländer liegt, ist es doch kein Verein, der den Fußballosten vertritt. Union verkörpert etwas, RB ist ein Brauseclub, der mit der sich Rasenballsport ausgedacht hat, weil ihm nicht erlaubt wurde Red Bull zu heißen. Das kann man ihnen, soviel gestehe ich ihnen zu, nicht vorwerfen, hätten sie gedurft, hätten sie gedurft, hätten sie es wie Leverkusen gemacht und Firmenname und Logo übernommen. Wurde ihnen nicht erlaubt, daher müssen sie halt so tun, als hätte der Brausehersteller mit dem Verein nicht so viel zu tun, wie es offenkundig nunmal der Fall ist.

    Natürlich ist Union nicht der erste Verein aus dem Osten dort, allerhöchstens der erste Berliner Ost-Club.

    Das klingt zwar auf dem Papier gut, ignoriert aber den symbolischen Punkt

    Es ignoriert den gar nicht so symbolischen, sondern rein faktischen Punkt, dass ein Streik schlicht nicht in der Freizeit stattfinden kann, weil man ja seine Arbeitspflicht gar nicht verletzen würde. In der Freizeit "streiken" ist einfach nur demonstrieren.

    Ganz davon abgesehen wurde ja schon mehrfach gezeigt, dass die Schüler auch in den Ferien, an Feiertagen und am Wochenende demonstrieren. Die CDU zeigte sich davon genauso unbeeindruckt, wie von den Schulstreiks. Es geht also nicht darum, dass sie Schule schwänzen, sondern dass der CDU die Forderungen und Ziele einfach nicht in den Kram passen.

    Ich muss ja sagen, ich find AKK klasse. Ich war eh nie Fan der CDU, aber das ist ja wirklich grandios. Nicht Rezo hat die CDU zerstört, die CDU hat die CDU zerstört, mit einer Effektivität, die ihresgleichen sucht. Man könnte meinen, sie haben sich bei der SPD beraten lassen.

    Das ist zu großen Teilen sicher auch AKK zu verdanken. Angela Merkel hätte getan, was sie am besten kann: Einfach aussitzen. Da wäre ich mir sicher, in zwei Jahren zur Bundestagswahl hätten eh alle vergessen, was war. Dank AKK könnte sich die CDU ins Gedächtnis der Lächerlichkeit einbrennen, wie zuvor die SPD.

    Was die SPD angeht, hat es der Postillon perfekt getroffen:

    "Nach so einem Ergebnis weiterzumachen, als wäre nichts gewesen, das wäre eine Verhöhnung des Wählerwillens. Dann stünden wir bei der nächsten Wahl bei 15 Prozent."

    Entgegen der Satire hat sich die SPD eben für 15% entschieden. Und auch aktuell macht sich die SPD wohl für 10% bereit.

    "Aus irgendeinem Grund ist das Klimathema plötzlich ein weltweites Thema geworden." - Armin Laschet (CDU)

    Was erwartet man von Leuten, die die "Sorgen" von ein paar hundert Nazis ernst nehmen müssen, aber wenn Hunderttausende in ganz Deutschland demonstrieren gehen, reden sie über Schulpflicht. Oder über Bots und bezahlte Demonstranten. Inzwischen muss man wohl vermuten, dass die CDU wirklich so dumm ist, wie sie sich gibt. Ansonsten hätte man dort wohl geahnt, dass nicht erst seit Rezo die Klimapolitik ein relevantes Thema ist. Es spricht für die arrogante Ignoranz der CDU, dass sie nach wochenlangen FridaysForFuture-Demos, die sie offensichtlich bemerkt haben, nicht geahnt haben wollen, dass Klimapolitik wichtig ist.

    Whoa! Jeden AFD-Wähler als Rassisten zu bezeichnen, ist schon eine ziemlich hetzerische Aussage. Es gibt sicherlich Menschen, die sich von den AFD-Parolen "blenden" lassen und keine Rassisten sind oder sie einfach nur aus Protest wählen.

    Jaja, was erlaube linksgrünversifftes Gutmenschenfeminazipack die armen gebeutelten AfD-Wähler zu beleidigen. Ich sehe genau zwei Möglichkeiten, warum man die AfD wählt:

    1. Man ist dumm und erkennt nicht die rassistischen Aussagen, hält sie stattdessen für akzeptable Meinungen. Dann ist man rassistisch.

    2. Man erkennt die rassistischen Aussagen als solche und kann mit ihnen leben. Dann ist man rassistisch.

    Wer mit Rassisten gegen irgendwas protestieren will, der muss halt damit leben, dass er Rassist genannt wird.

    Ich finds ja sehr interessant, dass bei so ziemlich allen Umfragen, die ich bisher gesehen habe, die PARTEI ganz gut abschneidet. Könnte an meiner Filterbubble liegen, aber ich würds feiern, wenn die PARTEI mal ihre 7-8 Prozent bekommt.

    Okay, nichtmal Die Partei würde solch stolze Schätzungen abgeben. Sie sind grad in einigen Städten ganz gut im Kurs, in Berlin wohl bei knapp 4%, wenn sie das deutschlandweit erreichen würden, dann wäre das schon ein riesiger Erfolg.

    Die Schreibkunst ist besonders Wertvoll gewählt bei einer Steigung von 1,2 Prozent wird das Wort Deutliche Steigerung gewählt bei einem Defizit von 8 % das Wort Nur was meiner Meinung nach Bedeutet durch geschicktes Positives bestärken etwas zu verherrlichen und bei Negatives verharmlosen, den Leser, wenn er nicht darauf achtet zu beeinflussen.

    Wobei man ehrlich sagen muss, dass solche Prozente auch vom Bezug abhängen. Ein extrem geringes Risiko, dass sich verdoppelt ist immernoch extrem gering, ein extrem hohes Risiko, dass sich geringfügig erhöht, kann dennoch nochmal deutlich mehr ausmachen. Deshalb ist es durchaus möglich, dass 1,2% eine "deutliche Steigerung" sind und etwas anderes "nur" 8% angestiegen ist, ohne dass es sich um einen rethorischen Trick handelt.

    Wenn wir schon bei Reaktionen auf Rezo sind:

    Beim Beitrag selbst wollte ich manches Mal einfach nur den Bildschirm anschreien, dass bestimmte Kritikpunkte ins Leere laufen (insbesondere "Er sagt CDU und bringt CSU Minister als Beispiele", er sagte aber auch am Anfang, dass er ausdrücklich die CSU üblicherweise mitmeint), Wolfgang M. Schmitt schafft es dann aber durchaus einiges in ein anderes Licht zu rücken, auch abseits von Ungenauigkeiten und Fehlern.

    Ab wann "kommt es darauf an"?

    Sonneborn hat immer verlauten lassen, dass er in Abstimmungen, deren Ausgang knapp werden könnte, seine Stimme sinnvoll abgibt, andernfalls stimmt er alternierend ab. Beim besagten Antrag war völlig klar, dass er angenommen würde, auch ohne Sonneborns Stimme. Hätte Sonneborn also abweichend von seinem bisherigen Stimmverhalten eine Stimme abgegeben, die seiner Meinung entspricht, müsste man bei jeder Abstimmung annehmen, dass er seine Meinung wiedergibt. Hätte queer.de also gezeigt, dass Sonneborn entgegen seiner Ankündigung zum Beispiel nicht alternierend gestimmt hat, würde ich die Kritik und den damit verbundenen Vorwurf der Homophobie durchaus sinnvoll finden. So sehe ich, dass Sonneborn getan hat, was er angekündigt hat und er sich unglaubwürdig machen würde, würde er nun davon abweichen.

    Das fühlt sich in etwa so an, als ob dich jemand ohrfeigen würden und dir dann ins Gesicht lacht "war doch Satire, höhö."

    Deine Gefühle hast du allerdings umsonst. Ja, Satire findet jeder irgendwie nur solang okay, wie er selbst nicht betroffen ist, aber das ändert nichts daran, dass es Satire ist. Tatsächlich hat dich, auch wenn du dein Gefühl so beschreibst, niemand geohrfeigt. Für die Wahrheit, die wir übrigens beide nicht wirklich kennen, spielt dein Gefühl genausowenig eine Rolle, wie mein Gefühl. Ich revidiere also meine Meinung zu Sonneborn, wenn mir jemand plausibel nachweisen kann, dass er homophob ist, besagte Abstimmung zu Konversionstherapien ist dazu jedoch nicht geeignet.

    Man könnte natürlich auch darüber reden, dass es tatsächlich Menschen im Parlament gibt, die meinen, Konversionstherapien müssten erlaubt sein, stattdessen redet man über einen Satiriker, der offenkundige Satire gemacht hat. Ist doch absurd.

    Wieso kommt man immer wieder auf das Wort Ausrede zurück, wenn andere bloß ihre Motivation für etwas erklären?

    Das ist nichtmal unbedingt böse gemeint. Es ist halt einfach so, dass wohl die meisten, wenn sie Kleinparteien vorgeschlagen bekommen, erstmal prüfen, warum sie die nicht wählen sollten. Ich vermute, das hat auch mit der sonst üblichen Prozenthürde zu tun hat, weil der Gedanke aufkommt, man würde seine Stimme verschwenden. Und ganz ehrlich: "Man weiß nicht, wie die dann im Parlament tatsächlich agieren" ist nunmal nichts anderes als eine billige Ausrede. Lieber ein vertrautes Unglück wählen, als ein Glück, das man nicht kennt. Du kannst es gern Erklärung für deine Motivation nennen, ich nenn das eine Ausrede, weil es völlig unplausibel ist.

    Plausibler ist tatsächlich die Erklärung, dass in Österreich ziemlich wenige Parteien überhaupt antreten. Ein bisschen der krasse Gegensatz zu Deutschland, wo man geschätzte 983486 Tierschutzparteien wählen kann. Dazu noch zig Kleinstparteien. Mir sagt da die deutsche Situation mehr zu.

    Die Partei würde ich nie wählen, weil sie sich nicht für LGBTQ* Rechte einsetzen.

    Wobei Die Partei da wohl realistisch ihren Einfluss und ihre Attitüde bedenkt. Wenn Martin Sonneborn Homophobie unterstellt wird, weil er aus nachvollziehbaren Gründen gegen einen Antrag zum Verbot von Konversionstherapien stimmt, dann lässt sich erahnen, dass man dieses Feld satirisch nur schwer erschließen kann. Entsprechend halte ich es für nachvollziehbar, dass Die Partei sich Kommentare zum Thema spart, solang diese nicht notwendig sind.

    Auch wenn es natürlich Spekulation ist, glaube ich schon, dass sich Die Partei für LGBTQ* einsetzen würde, wenn es darauf ankäme.