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Die Kronen-Schneelande erwartet euch!


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    Schon allein, weil die Argumentation mit den Menschenrechten kommen wird.

    Das ist natürlich Unsinn, weil die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte keine rechtliche Verbindlichkeit besitzt. Kein Richter dieser Welt wird also mit der Allgemeine Erklärung der Menschenrechte argumentieren, sondern bestenfalls mit den nationalen Umsetzungen (soweit vorhanden). Das Grundgesetz als deutsche Umsetzung kennt jedenfalls zu fast jedem Grundrecht auch Umstände unter denen ebenjene eingeschränkt werden dürfen, meist in Abwägung von Grundrechten gegeneinander. Das ist in vielerlei Hinsicht plausibel. Beispielsweise muss natürlich die Freizügigkeit im Zuge einer Gefängnisstrafe eingeschränkt werden.

    Üblicherweise muss natürlich eine Einschränkung aufgrund eines Gesetzes begründet werden. Das Infektionsschutzgesetz beispielsweise wägt in der Hauptsache die (eigene) Freizügigkeit mit der körperlichen Unversehrtheit (anderer) ab und bestimmt unter welchen Umständen was wie wichtig ist.

    Natürlich sollen Grundrechte nicht einfach so und schon gar nicht dauerhaft einzuschränken sein. Dennoch muss es eben auch möglich sein, wenn es die die Umstände erfordern.

    Ja was soll denn sonst gemacht werden, um die Luft auszutauschen?

    Ich glaube, der größere Irrsinn des Vorschlags ist nicht, dass es im Grunde darauf hinausläuft dauerhaft zu lüften. Der große Irrsinn ist, dass wir ständig wiederholen "Abstand halten, Maske auf" und dann zwängen wir 30 Schüler in einen Klassenraum und halten Masken für unzumutbar. Nur um dann auf die Schüler zu zeigen, wenn sie sich nach der Schule irgendwo zu dritt treffen. Das ist schon irgendwie ein gewaltiger Schildbürgerstreich. Das Ergebnis ist dann auch deutlich, fast so viele Coronafälle an Schulen, wie Einzelfälle bei der Polizei.

    Man könnte sich natürlich mal Gedanken darüber machen, wie man die Digitalisierung im Klassenraum ankommen lässt, aber dann müsste man am Ende vielleicht noch ökonomisch Schwachen den Laptop bezahlen, das geht ja wohl gar nicht, das ist schließlich Raubmordkommunismus.

    Und warum sind dann keine Experten als Ministerpräsidenten?

    Man könnte durchaus behaupten, dass sie Experten ihres Fachs sind. Ministerpräsidenten und auch Minister müssen in der Hauptsache nicht unbedingt spezielle Fähigkeiten ihres Ressorts haben. Dafür gibt es die Berater. Diese Leute sind Interessenvertreter ihres Ressorts, sie sollen die Belange ihrer Abteilung vertreten und verhandeln. Die Experten, die dafür benötigt werden, sind im Endeffekt Berufspolitiker. Schaue ich mir die Liste der Ministerpräsidenten an, sehe ich eine Menge Menschen, die mehr oder weniger nie etwas anderes als Politik gemacht haben. Deshalb auch mein Verweis darauf, dass natürlich Olaf Scholz' privater Umgang mit Geld nicht wirklich etwas darüber sagt, ob er ein guter Finanzminister ist.

    Hätte er gesagt, dass er sich arm fühlt, wäre ich absolut bei dir, aber so ist das doch einfach nur populistisch.

    Populistisch ist die Aussage von Scholz. Wie ich bereits dargelegt habe, wird Olaf Scholz per Definition reich sein. Oder furchtbar mit Geld umgehen, was ich halt nicht für allzu wahrscheinlich halte. Wenn da nicht eine gewaltige kognitive Dissonanz vorliegt, ist Olaf Scholz sich auch völlig bewusst, dass er reich ist. Olaf Scholz ist also reich und weiß das mit hoher Sicherheit auch, weshalb davon auszugehen ist, dass Scholz sich mit seiner Aussage volksnah geben möchte. Reich will er nicht sein, reich sind ja schließlich die Eliten, Olaf Scholz will lieber "einer von euch" sein. Das wird übrigens in der Nachfrage nach der oberen Mittelschicht recht deutlich. Natürlich kann man den Seitenhieb auf Friedrich Merz einbauen, den Scholz gebracht hat. Was Scholz tut, ist dann aber nicht eine korrekte Einordnung, beispielsweise etwa hätte man anmerken können, dass im Armuts- und Reichtumsbericht die Mittelschicht zwischen 60 und 200% des Medianeinkommens (wenn ichs richtig im Kopf habe um die 3000€ brutto, EDIT: Sind wohl sogar fast 3500€ Netto, aus 16.000€ brutto dürfte man dennoch weit mehr als 7000€ netto rausbekommen) als Einkommen hat, sondern er bleibt lieber bei der Anspielung auf Merz, ohne zu konkretisieren, dass er zweifelsfrei mehr als deutlich drüber liegt. Er sagt also "Ich gehöre zur Mittelschicht", obwohl das offensichtlich falsch ist. Da auf "Aber die andern verdienen mehr" zu verweisen, ist dann auch nur Whataboutism, weil sich die meisten anderen (mir würde spontan nur Merz einfallen) sich nicht verortet haben.

    Ist sicherlich ein sehr gutes Gehalt, keine Frage, aber Gehälter machen allgemein niemanden reich.

    Ja und nein. Reichtum definiert sich über Vermögen, nicht über Einkommen. Das ist insofern plausibel, als dass Vermögen die Sicherheit bietet, wenn das regelmäßige Einkommen weg fällt. In Deutschland gilt man (wenn ich das auf die Schnelle richtig gegoogelt habe) je nach Berechnung ab 60.000 bis 80.000 € Vermögen als reich. Es kann also theoretisch sein, dass Olaf Scholz nicht reich ist. Das hieße aber, dass er nicht schafft bei 15.000€ Brutto im Monat ein entsprechendes Vermögen aufzubauen. Wenn dem tatsächlich so ist, dann geht Olaf Scholz verdammt schlecht mit seinem Geld um. Und auch wenn man das natürlich nicht direkt auf seine Tätigkeit als Finanzminister ummünzen sollte, würde ich dann doch hinterfragen, ob er bei einem solchen Ausgabeverhalten der Richtige für den Job ist.

    Faktisch gehe ich aber davon aus, dass Olaf Scholz problemlos möglich ist ein entsprechendes Vermögen aufzubauen, dass ihn ganz faktisch reich macht.


    Übrigens hat Reichtum nichts damit zu tun, ob man sorgenfrei lebt oder auch nur geldsorgenfrei. Reichtum heißt lediglich, dass man bedeutend mehr Vermögen hat, als die Bevölkerung im Mittel (ich habe jetzt nicht geprüft, ob hierbei das arithmetische Mittel oder beispielsweise der Median zur Berechnung herangezogen wird).

    Natürlich muss man das nicht als Reichtum empfinden, aber Empfindungen helfen da nicht weiter. Wenn sich ein Multimilliardär in Deutschland nicht als reich empfindet, dann ist er dennoch reich. Davon, dass ein Friedrich Merz sich dem Mittelstand zugehörig fühlt, ist er noch längst kein Mittelständler. Und Olaf Scholz muss sich nicht reich fühlen (wie fühlt man sich eigentich reich?), um reich zu sein.

    Darüber dass arbeitslose keine Arbeit haben?

    Sie haben zunächst mal nur keine Erwerbsarbeit. Oftmals nicht einmal das, weil Hartz4 eben oft zur Aufstockung irgendwelcher miserabelst bezahlter Jobs genutzt wird. Da haben wir noch nicht einmal von Care-Arbeit gesprochen, denn vor allem bei Frauen sind Kinder ein Punkt, der die Suche nach vernünftig bezahlter Erwerbsarbeit schonmal schwer macht. Da muss frau nicht einmal alleinerziehend sein. Dann reicht es für irgendwelche miesbezahlten Nebenjobs, am besten gleich mehrere. Aber hey, den ganzen Tag Eier geschaukelt.

    Verbote führt das in die Hinterstübchen aber in der Öffentlichkeit kann man sie mehr demaskieren.

    Das wurde in den vergangenen fünf Jahren in meinen Augen mehr als genug versucht. Erreicht haben wir einen Gewöhnungseffekt. Stefan Zweig sprach davon, dass der Nationalsozialismus sich in Dosen durchgesetzt hat. Immer eine kleine Dosis, abwarten, nächste Dosis.

    In den letzten Jahren können wir erneut sehen, was das bedeutet: AfD-Leute schlagen immer nur ein bisschen über die Stränge. Dann ein bisschen Rückzug, Gras über die Sache wachsen lassen, aber das bisher gesagte erscheint schon weniger radikal. Wie sowas den Diskurs beeinflusst? Erinnert sich noch jemand, um wie viele Menschen es 2015 ging? Millionen waren da im Gespräch, wenigstens aber einige hunderttausend Menschen. Worüber diskutieren wir heute? Sind 150 Menschen aus Moria zu viel.

    Das Verbot der Flagge sorgt nicht dafür, dass der Mensch der sie trug weniger radikalisiert ist.

    Wie oben gesagt, die Mitmenschen brauchen sich nicht zu radikalisieren. Es reicht aus, dass sie sich dran gewöhnen. Umso grandioser, dass du dieses Bild wählst.

    Würde man morgen die Hakenkreuzflagge erlauben (was ich aus oben genannten Gründen nicht befürworten würde), dann würde das doch nicht für einen stärkeren Rechtsruck sorgen.

    Das wäre sicherlich ein großer Feiertag für alle Nazis, denn dann könnte man die Menschen schonmal an die Hakenkreuzflagge gewöhnen. Was macht es dann noch für einen Unterschied, wenn sie das erste Mal seit 75 Jahren am Reichstag gehisst würde.

    Schon jetzt sind Reichsflaggen eine Machtdemonstration der Rechtsextremen. "Seht her, wir verhöhnen eure Demokratie und ihr könnt nichts dagegen tun", das ist die Botschaft, die in den Flaggen mitschwingt. Ein Verbot ist ein Aufbäumen des Staates. Ja, wir kämpfen hier mit dem Toleranzparadoxon, indem wir eben solche Bilder nicht tolerieren, hinnehmen, am besten noch als normal akzeptieren.

    Auch wenn mir bewusst ist, dass du das nicht als Vorschlag angebracht hast, sei dennoch gesagt: Die Erlaubnis Hakenkreuzflaggen zu zeigen würde von Rechtsextremen als großer Sieg gefeiert werden. Weil es auch ein Sieg ebendieser wäre.

    Da ist der Verein seit 16 (!) Spielen ohne Sieg und man denkt sich, dass es ne solide Option ist, mit dem Trainer weiter zu machen und dem Trainer ne ganze Vorbereitung durchführen zu lassen, nur um ihn dann zwei Spiele später doch zu entlassen.

    Der Gedankengang dürfte gewesen sein, dass Schalke ohnehin ziemlich knapp bei Kasse ist. Also überlegt sich der Verein, ob sie den Trainer sofort rausschmeißen oder doch noch mal mit dem bereits unter Vertrag stehenden Trainer in die neue Saison gehen. Immerhin ist der Trainer ja nicht mit einer so fürchterlichen Bilanz gestartet, sondern hat in der Hinrunde respektable Ergebnisse abgeliefert. Daher kann ich durchaus nachvollziehen, dass man mit Wagner in die neue Saison geht. Zumal man die SIeglosserie zumindest zum Teil auf die Unruhe aufgrund der Coronakrise und den finanziellen Problemen des Vereins schieben könnte. Das wird der Verein dem Trainer wohl zugute gehalten haben. Insgesamt halte ich Schalkes Handeln weitesgehend nachvollziehen. Ich hätte auch nachvollziehbar gefunden, wenn Schalke sich schon nach Saisonende vom Trainer trennt, aber wie gesagt, die finanziellen Zwänge sind ein durchaus plausibler Grund am Trainer festzuhalten.

    Nicht nachvollziehbar wäre gewesen nach Bremen noch am Trainer festzuhalten, was Schalke aber auch nicht getan hat. Daher: Der Verein hat sich entsprechend der Umstände durchaus korrekt verhalten, auch wenn man als Außenstehender die Entscheidungen belächeln mag. Ist halt einfacher hinterher zu sagen, man hätte es ja eh gewusst, als die Zwänge des Vereins nachzuvollziehen.

    Es sind sogar 18 Spiele gewesen

    Die angesprochenen 16 Spiele bezogen sich auf die Vorsaison, da hat Wagner den letzten Sieg am 18. Spieltag geholt, zählt man den DFB-Pokal mit, ist Schalke sogar "nur" 15 Pflichtspiele ohne Sieg.

    Würde man das verfilmen

    Das ist übrigens ein extrem unfairer Vergleich. Das hat mehrere Gründe.

    1. Anderes Medium, andere Vorgehensweise: Videospiel muss, anders als Film, damit rechnen, dass Plotelemente nicht in der angedachten Reihenfolge abgelaufen werden. Das mag in der Anfangszeit weniger problematisch gewesen sein, gerade in Spielen mit sehr offenen Welten muss man jederzeit damit rechnen, dass der Spieler einen späteren Plotpoint früher abläuft. Dann hat man mehrere Möglichkeiten: Man baut künstliche Barrieren, man triggert bestimmte Events erst mit entsprechenden Voraussetzungen oder man lässt dann eben Plotpoints aus. Gerade TES und Fallout bin ich gewohnt, dass man durchaus auch mal große Storyteile einfach weglassen kann, wenn man es nur schafft an bestimmten Gegnern vorbeizukommen. Ein Film hat dieses Problem normalerweise nicht. Wenn du bei nem Film vorspulst und dich hinterher beklagst, die Story sei voll scheiße gewesen, dann wird der dir geneigte Zuschauer sagen, dass du den Film wohl besser mal vollständig genießen solltest. Die bereits genannten Bethesda-Spiele sind ja zudem Paradebeispiele, wie ein Spiel neben einer größeren Rahmenhandlung auch unfassbar viele kleine Geschichten erzählen kann. Das kann FIlm zwar auch, aber Film kann zusätzlich eben wiederum steuern, wann dir warum welche Nebengeschichte erzählt wird. Spiel kann dich darauf hinlenken, doch die wenigsten Spiele zwingen den Spieler irgendwohin.

    2. Anderes Medium, andere Erzählweise: Man denke sich Buch und Film. Im Buch wird über viele Seiten eine Landschaft beschrieben, wo was ist, wie es aussieht usw. Im Film ist diese Szene eine Kamerafahrt und fertig. Was ich damit sagen will: Je nach Medium kann und muss man Dinge unterschiedlich erzählen und gestalten. Im Buch ist es quasi unmöglich adäquat ein Tischgespräch darzustellen, in dem mehrere Personen gleichzeitig reden. Aufs Videospiel bezogen kann das Vor- und Nachteil zugleich sein. Ich kann gleichzeitig die Landschaftsaufnahme zur Etablierung der Umgebung nutzen und kann den Tagebucheintrag des plotrelevanten Charakters einfach den Spieler lesen lassen. Gleichzeitig muss sich das Spiel eine Frage stellen, die bei Buch und Film eine ... andere Rolle spielt, nämlich: Ist der Spieler der Hauptcharakter? Also die Frage nach der Identifikation des Spielers mit dem Hauptcharakter. Je freier die Handlungsmöglichkeiten, desto mehr ist der Spieler die Hauptfigur und beeinflusst damit eben auch den Weg aller Figuren. Man braucht also eine Geschichte, die im Zweifelsfall mit mehreren Spielstilen funktioniert.

    3. Anderes Medium anderer Fokus: Das ist im Grunde das, was du selbst beschreibst, Spiele haben Gameplay. Das fällt in Buch und Film schlicht komplett weg. Natürlich gibt es Grenzfälle, die im Grunde interaktiver Film mit Rahmenhandlung und Scheinentscheidungen bieten, aber das ist wohl weder das, was wir üblicherweise als Film, noch das, was wir üblicherweise als Spiel bezeichnen. Gameplay ist ein enorm wichtiger Teil des Spiels, aber auch hier kann man eben gewichten, ob man kurze Gameplaystrecken mit viel Handlungserzählung unterbricht (beispielsweise in Life is Strange) oder ob man lieber lange Gameplaystrecken mit hin und wieder Handlungserzählung nutzt (beispielsweise Skyrim oder auch Zelda). Hier unterscheiden sich Film und Spiel nur durch die "Unterbrechung". Statt Gameplay sind es dann vielleicht Actionsequenzen, aber vom Prinzip läufts aufs Gleiche hinaus: Die Handlungserzählung wird erstmal unterbrochen oder zumindest nur minimal weitergeführt.

    4. Funktion von Story: Unabhängig davon, ob die Story nun gut oder schlecht ist, hat Story in Spielen üblicherweise eine gewisse Funktion, nämlich den Spieler zu steuern. Story gibt ein Spielziel aus. Natürlich kann auch ein Spiel funktionieren, das gar kein Spielziel ausgibt (Hallo Minecraft), aber im Normalfall sagt die Rahmenhandlung, wo man gerade hin muss um voranzukommen. Sei es "Dein Sohn wurde entführt, finde ihn" mit der Quest "Frag mal dort nach, ob jemand was mitbekommen hat" oder "Du bist auf dieser Insel gefangen und wenn du das magische Wesen weckst, kommst du vielleicht runter" mit der Teilquest "Sammle das Instrument, das zusammen mit anderen Instrumenten das magische Wesen weckt", Story lenkt den Spieler, wenn die Richtung nicht völlig klar durch Schlauchlevel bestimmt ist.

    5. Die Basis: Ob Zelda und GTA wirklich einen schlechten oder maximal mittelmäßigen FIlm ergäben, sei mal dahingestellt. Wahrscheinlich stimmt es sogar, aber der Grund liegt dann nicht zuletzt darin, dass beispielsweise ein GTA bereits Gangsterfilme als Basis nutzt. Spiele sind ja nicht in einem leeren Raum entstanden, sondern diverse Ideen, die in Text und Bild bereits vorhanden waren, wurden weiter in ein Spiel entwickelt. Es wurden Anpassungen getroffen, damit ein Spiel funktioniert, manchmal sogar nur Elemente entliehen und verarbeitet. Nicht zufällig erinnert Tomb Raider an Indiana Jones. Fallout 4 verarbeitet diverse Gedanken zu KI, Blade Runner und I, Robot dürften da noch offensichtlichste Beispiele sein. Und auch im Film ist niemals die Geschichte für sich das Ding. Ansonsten wären Remakes und Adaptionen völlig sinnlos. Auch im Film kann selbst eine Geschichte, die eigentlich nicht funktioniert, einen hervorragenden Film ergeben (allein wie oft Plotholes in Nolan-Filmen bemängelt werden, das macht die Filme halt trotzdem oft nicht schlecht).

    Wenn du also so tust, die Story von Spielen wäre Mist, weil man daraus keinen guten Film stricken könne, dann verkennst du, dass Story nichts ist, was man einfach herauslösen und auf ein anderes Medium übertragen muss. Natürlich muss man dem Medium entsprechend Anpassungen machen, damit alles in sich geschlossen funktioniert.

    Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten von Becky Chambers

    Rosemary Harper kommt als Verwaltungsassistentin auf ein Tunneler-Schiff, die Wayfarer. Der neueste Auftrag wird die Crew des Raumschiffs um Captain Ashby Santoso zu einem weit entfernten System führen, das von einer kriegerischen Spezies bewohnt wird. Auf dem Weg dorthin begegnen sie verschiedensten Aliens mit verschiedensten Einstellungen.

    Ich muss zugeben, ich hatte meine Schwierigkeiten das Buch zu lesen. Hauptkritikpunkt ist hierbei die enorme Spannungsarmut. Das kann durchaus so gewollt sein, ich hatte bereits durch Rezensionen mitbekommen, dass alles sich so harmonisch anfühlt. Doch für mich war das anstrengend. Mir fehlten lange Zeit nachvollziehbare Konflikte. Nachvollziehbar auch in dem Sinne, dass ich nur selten den Eindruck hatte, dass die Situation gerade für die Charaktere ein Konflikt darstellt. Gefühlt laufen die meisten Konflikte darauf hinaus, dass sich ein Charakter sich selbst einen (vermeintlichen oder tatsächlichen) Fehler vorwirft und alle anderen sind völlig okay damit. So dauert es bis zum letzten Drittel, bis sich ein Konflikt sich für mich tatsächlich nach einem Konflikt anfühlt. Zwar ist auch dort die Lösung des Konflikts völlig vorhersehbar, dennoch war der klare Konflikt für mich sehr wohltuend.

    Jetzt kann die geneigte Leserin vermuten, mir hätte dieses Buch überhaupt nicht gefallen. Doch so anstrengend das Buch auch war, sehe ich durchaus, was Becky Chambers damit zu sagen versucht. So wenig subtil, wie Charaktere sehr verschiedene Lebenswelten präsentieren, so subtil sollen eben die Konflikte stattfinden. Für mich, der das eben nicht gewohnt ist, kommt das dann eben erstmal rüber, als ob kein Konflikt da wäre.

    Ebenfalls eher subtil (zumindest bis kurz vor Schluss) werden ökonomische Aspekte betrachtet. Es klingt immer wieder ein kapitalistisches System mit wenig Beschränkung an. Zwischenzeitlich wirkt das fast wie kritikloses Hinnehmen des Status Quo, doch je weiter das Buch fortschreitet, desto stärker klingt auch Kritik an.

    Insgesamt bin ich trotz meiner Schwierigkeiten recht zufrieden und werde Becky Chambers sicherlich weiterlesen.

    Stadionsperre? Sperre für die Hinrunde? Wolln wir nicht gleich die Fans drumherum gleich mit aus dem Stadion verweisen, immerhin haben die ja nicht verhindert, dass der Typ den Spieler beleidigt? Wollen wir die beiden nicht gleich öffentlich auspeitschen? Weiß zwar nicht, was es bringen soll, aber dann eskalieren wir wenigstens komplett.

    Vielleicht sollten wir mal die Kirche im Dorf lassen. Der Spieler steigt in den Block und packt den Fan kurz am Kragen, bevor die Ordner eingreifen und er den Block wieder verlässt. Das ist selbstverständlich eine Tätlichkeit und wird mit ein paar Spielen Sperre bewertet werden. Aber mehr dann auch nicht.

    Der Fan wird bestenfalls eine Strafanzeige bekommen, aber wegen den Beleidigungen ein Stadionverbot? Wenn der Spieler da nicht hochklettert, kommt der Fan mit annähernd 100%iger Sicherheit straffrei davon. Ein Stadionverbot scheint mir da als Konsequenz völlig überzogen. Soll er halt eine Geldstrafe zahlen oder Sozialstunden leisten.

    Es muss doch nicht jedes Mal maximale Eskalation eines doch eher harmlosen Vorfalls erwirkt werden.

    Ich würde die Leute jedenfalls nicht in Sicherheit wiegen und ihnen sagen, dass sie im Bus mit ihrer Stoffmaske irgendwie sicherer sind als ohne oder andere damit schützen.

    Also keine Ahnung, was du immer so hörst, ich höre immer und immer wieder, dass die Masken zwar den Träger nicht schützen, aber andere Menschen. Wenn du also asymptomatisch erkrankt bist und demnach nicht erkennen kannst, dass du ansteckend sein könntest, dann helfen Masken das Ansteckungsrisiko deutlich zu verringern. Ich wüsste keinen Wissenschaftler, der davon spricht, die Masken schützten den Träger. Ein Selbstschutz fällt allenfalls marginal aus. Womit wir übrigens hier wären:

    und komischerweise waren sich Experten zu Beginn auch einig, dass Masken nichts bringen

    Nun ist es eine der besten Eigenschaften von Wissenschaft, dass nicht dogmatisch an "altem Wissen" festgehalten wird, sondern neue Erkenntnisse dazu führen, dass man von der bisherigen Meinung abweicht und stattdessen eine den neuen Erkenntnissen angepasste Emfpehlung abgibt. Es ist also gut, dass Experten sich damals einig waren und nun eben ihre Meinung aufgrund der neueren Erkenntnisse angepasst haben.

    Hierbei sollte man bedenken, dass am Anfang bei der Übertragung wohl der Weg der Schmierinfektion über- und der Weg der Aerosole unterschätzt wurde. Unter diesen Umständen war es völlig logisch, dass man Masken nicht empfiehlt, weil Masken bei Schmierinfektionen weniger hilfreich sein dürften. Da zudem Masken ohnehin knapp wurden, weil Nachschubwege aus China stockten, sollten Masken dem medizinischen Personal vorbehalten sein, die insbesondere die FFP2 bzw FFP3 Masken wesentlich dringender brauchten, als Hans-Otto, der ohnehin zuhause bleiben sollte.


    TL;DR: Die Vorschrift ist nicht falsch, nur weil irgendwelche Trottel die Erklärung dafür nur mit nem Halbsatz gehört und entsprechend nicht verstanden haben. Und ja, die Wissenschaft irrt sich auch mal und passt ihre Empfehlungen dann neuen Erkenntnissen an. Das ist gut, schlecht wäre an "altem Wissen" festzuhalten, weils eben das alte Wissen ist.

    Wer mit diesen Dingen nicht umgehen kann, soll halt nicht Polizist*in werden. Zumal man sich hier noch einmal vor Augen rufen soll: Es gibt NICHTS, aber auch GAR NICHTS was rechtfertigen kann, dass wie in dem einen Beispiel 8 (!!) erwachsene, bewaffnete und mit Schutzkleidung ausgerüstete Personen auf einen einzelnen Jugendlichen losgehen.

    An dieser Stelle mal eine kleine Anmerkung: Wenn es nur um Verständnis ginge, hätte ich gar kein Problem damit. Das Problem ist, dass aus Verständnis auch Straflosigkeit folgt. Ich kann natürlich Verständnis für einen Polizisten haben, der sich vom Demonstranten provoziert fühlt. Ich hab auch Verständnis dafür, dass eine Person ihren Vergewaltiger ermordet. Daraus folgere ich nur halt nicht, dass die Tat straflos bleiben muss. Würde es also wirklich nur um Verständnis für den Polizisten gehen, der halt auch nur ein Mensch ist und entsprechend menschlich reagiert, wäre das völlig unproblematisch. Das Problem tritt eben erst auf, weil Verständnis eben die angesprochene Straflosigkeit meint. Weil er provoziert wurde und halt ein Mensch ist, soll er straflos weiter machen dürfen.

    Der rbb zeigt zwar (mal wieder) kein Ligaspiel, aber zumindest das Testspiel Union-Dresden.

    Im Livestream konnte man Cottbus gegen Lichtenberg verfolgen. Bitteres Spiel für Cottbus. 70 Minuten lang klar überlegen, aber es nicht geschafft, diese Überlegenheit auch in Tore umzumünzen. Das dicke Ende kam dann mit dem Ausgleich kurz vor Ende der regulären Spielzeit und dem Siegtreffer der Lichtenberger in der Nachspielzeit. Vor allem der zweite Treffer war dabei einfach nur furchtbar verteidigt. Ein Spiel zum vergessen.

    Wenn man die Storyumsetzungen von Gen 1 - 6 betrachtet und mit Gen 8 vergleicht, wird man erst lachen und dann traurig wimmernd in der Ecke sitzen und fragen was ist nur passiert...

    Fairerweise sollte man sagen, dass die Story insbesondere der ersten Generation quasi nicht vorhanden war. Ich mein, die Story beschränkt sich auf: Protagonist geht los, irgendwann taucht Team Rocket auf, will böse Dinge tun, die man verhindert. Hier wird besonders deutlich, wie leer die Geschichte ist. Team Rocket tut im Mondberg nichts. Team Rocket tut im Geisterturm in Lavandia nichts. Auch warum der Protagonist in die Spielhalle eindringt, erschließt sich nicht wirklich. Einzig der Schritt der Befreiung der Silph Co ist irgendwie nachvollziehbar. Der größte Storyanteil ist wohl die Geschichte um Mew und Mewtu im verbrannten Gebäude. Aber das ist genau genommen Lore und nicht Story.

    Oder anders gesagt: Eine sinnvolle Story ist nicht vorhanden. Der kleine Junge aus Alabastia will halt Pokemonmeister werden, dabei acht Orden gewinnen, nebenbei trifft er auf Team Rocket, von dem jeder sagt, es sei böse. Der Rivale Blau ist zwar herrlich arschig, aber eine Charakterentwicklung findet nicht statt.

    Wer mir erklären will, die Story sei besser als Gen8, der hasst Story offenbar. Denn definitiv hat allein Hop, mit seinem Bruch vom enthusiastischen Trainer, der in die Fußstapfen seines Bruders treten will, aber auf dem Weg dahin immer wieder Rückschläge erlebt und feststellen muss, dass er nicht der Pokemonmeister ist, sondern vielleicht doch eher Pokemon studieren will, hat mehr Tiefe als die gesamte Story von Rot und Blau.

    Ich frage mich, wo genau eigentlich das Problem ist. Es bekommen offenbar zu schwache Pokemon (Pikachu, Evoli), zu starke (Rayquaza) und zu beliebte Pokemon (Glurak) Sonderformen. Wenn jetzt noch jemand sich über Deponitox als zu unbeliebtes Pokemon beschwert, haben wir alles voll und brauchen keine Sonderformen für kein Pokemon mehr machen.

    Fakt ist doch: Gerade Pikachu bekommt seine Sonderformen und Spezialattacken schon allein aus dem Grund, dass es quasi die Signatur von Pokemon ist. Pikachu ist ein Meme, Pikachu ist DER Anknüpfungspunkt zur Serie. Eigentlich ist überraschend, dass bis zur 6. Generation Pikachu so wenig zur Geltung kam.
    Generation 1 ist sicherlich auch deshalb besonders von diversen Versuchen betroffen, weil zum einen die Fans der ersten Generation offenbar auch die treuesten sind, wenn sie immernoch dabei sind, zum andern weil die Designs auch in die Jahre gekommen sind und man vielleicht mal etwas herumprobieren möchte.

    Das ist übrigens ganz allgemein der Eindruck, den ich seit Gen6 habe, dass rumprobiert wird, weil das Konzept Pokemon in die Jahre gekommen ist. Manche Ideen sind dann gelungen (ich mag zum Beispiel die Regionalformen), andere werden eben überarbeitet und neu ausprobiert (Mega-Entwicklungen, Z-Attacken und auch Gigadynamax wirkt nicht, als würde uns das Konzept länger begleiten). Auch die Idee vom Arenakonzept abzuweichen in Gen 7 war ein solcher Versuch, der für mich zwar nicht funktioniert hat, den ich aber respektiere. Nach inzwischen acht Generationen steht Game Freak eben immer im Zwiespalt das Spiel neu erfinden zu müssen und dabei bloß nicht die alte Fanbasis zu verlieren. Und nie werden sies jedem Recht machen. Dass es in den aktuellen Spielen von Gen1-Pokemon nur so wimmelt, liegt nicht zuletzt an Spielern, wie ich einer war. Als in Gen5 zunächst nur neue Pokemon zu bekommen waren, fand ich das doof. Ich wollte die Helden meiner Kindheit auch haben. Inzwischen seh ich das nicht mehr so eng, die Denke wird aber nicht nur meine gewesen sein und das wird auch bei Game Freak nachgehallt haben. Entsprechend geht Game Freak mit ein bisschen Gen1 Fanservice auf Nummer sicher.

    Game Freak ist das aber egal was nach dem Kauf passiert. Das Geld haben sie.

    Man könnte glatt meinen, Game Freak sei ein Wirtschaftsunternehmen, dem es darum geht Geld zu verdienen. Wer konnte damit rechnen?

    Und ja, wahrscheinlich geht es Game Freak darum die Casualspieler abzuholen, die das Spiel einmal durchspielen und dann die Spiele bis zum DLC beiseite legen. Die bringen das Geld ein, das man braucht, um auch die nächste Generation sicherstellen zu können. Man kann natürlich versuchen auf die vielleicht eine Million CP-Spieler und Shinyhunter zu setzen. Aber sein wir ehrlich, in Zeiten, in denen Leute sich ernsthaft darüber aufregen, dass die dämlichen Bäume in Pokemon nicht schön genug sind, würde ich auf die nicht setzen.

    Vor 20 Jahren war das Leben auch nicht leichter und trotzdem mussten wir unsere Pokemon trainieren.

    Wir "mussten" weder früher noch heute Pokemon trainieren. Das war und ist optional. Übrigens komplett. Ich shinyhunte nur noch und lasse den Rest links liegen. Denn schon früher, als ich noch wesentlich mehr Zeit hatte, hatte ich weder Zeit noch Lust mich in Competetive einzulesen. Die Vereinfachungen finde ich daher an sich gut, weil man sich auf den strategischen Aspekt konzentrieren kann, den ich für wesentlich interessanter halte, als ewig lange Wege zum Training des richtigen Pokemon. Aber auch hier kann man wohl sagen: Wenn du Zeit und Lust hast, dann trainiere deine Pokemon eben ohne die ganzen Hilfsmittel. Gibt ja auch Shinyhunter, die auf Schillerpin und Masudamethode verzichten und lieber Full Odds hunten. Wenn es dir also Spaß macht, schränk dich ein.

    Es gab vor 20 Jahren schon DV, VFs und EVs?

    Bis auf die VFs ja. Sie funktionierten teilweise etwas anders als heute, aber DVs und EVs gibt es seit der ersten Generation.

    VIelleicht mal der Versuch die Relegation aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten:

    DFB und DFL hatten über die Jahre immer wieder ein Problem mit den Emotionen, die die Relegation selbstverständlich auslöst. Genannt seien hier insbesondere die Relegation Nürnbergs gegen Ingolstadt zuletzt, die mit eher wenig erfreulichen Bildern endete, aber auch die Relegation Düsseldorf gegen Hertha vor einigen Jahren, die mit, aus Sicht der Funktionäre, unerfreulichen Szenen und juristischem Nachspiel einher ging.

    Solche Spiele und Szenen sind natürlich kein Zufall, denn Relegation wird fast immer bedeuten, dass Mannschaften hart versuchen den Platz zu erreichen oder nicht zu erreichen (je nachdem, aus welcher Richtung man kommt). Entsprechend wird oftmals eine ohnehin nervenaufreibende Saison in zwei Spielen nochmals zugespitzt. Dass es also hochemotional wird, ist völlig erwartbar. Will man diese Emotionen haben, auch mit ihren Schattenseiten, wie dem Platzsturm in Düsseldorf und der Beinaheprügelei in Ingolstadt, dann kann man mit der Relegation durchaus zufrieden sein. Will man solche Sachen verhindern, muss die Relegation eben weg.


    Man stelle sich nur mal vor, was in Ingolstadt los gewesen wäre, wenn das 3:1 nicht ohne Zuschauer stattgefunden hätte. Da brennt die Hütte. Da kochen die Emotionen mal so richtig hoch.

    Im Normalfall kommt eben diese seltsame Erklärung, man wolle ja Emotionen, aber diese Emotionen sind dann halt doch irgendwie unerwünscht. Daher müsste man eben entscheiden: Zuspitzung der Emotionen oder lieber nicht?