Beiträge von Furanty

    Nun, die AfD muss sich entscheiden, ob sie den Weg Meuthens und Petrys geht oder den Weg Höckes und Gaulands. Es muss ein Richtungsentscheid geben. Wenn beim nächsten Bundesparteitag Gauland oder einer von seinen Anhänger zum Spitzenkandidat gewählt wird, wähle ich die AfD nicht. Dann ist die AfD wirklich eine 2.NPD. Aber ich weiß dann nicht was ich dann wählen soll.

    Die AfD hat sich bereits entschieden, keinen Spitzenkandidaten zu nominieren, sondern stattdessen auf ein Spitzenteam zu setzen. Petry wird da sicher einen Platz drin haben und manche der berüchtigten Landesvorsitzenden (dazu zähle ich mal Pretzell, Meuthen (der ja auch Bundesvorsitzender ist), Gauland, Höcke, teilweise würde ich auch Poggenburg dazu zählen) auch. Wer davon dann aber wirklich in den Bundestag geht oder doch in den Ländern bleibt, das ist schwer abzuschätzen, immerhin fehlt es der AfD an präsentierbarem Personal.
    Dass die Partei sich dazu entschieden hat, ein Spitzenteam aufzustellen, zeigt aber auch, dass sie keine klare Kante zeigen will, sondern von konservativ über rechtspopulistisch bis zu faschistisch das ganze Spektrum rechts der Mitte abdecken will.

    Na, Volksentscheide sind nun nichts, was der AfD exklusiv ist. Alle im Bundestag vertretenen Parteien wollen Volksentscheide, mit Ausnahme der CDU, was in den Koalitionsverhandlungen 2013 sogar dazuführte, dass CDU gegen SPD+CSU verhandeln musste. Aber natürlich, die AfD ist die einzige Partei die hört, was das Volk will!

    Du polarisierst und puscht Dinge auf. Wenn vom Volk geredet wird, dann alle Deutsche, die hier leben. Alle, die die deutsche Bürgerschaft haben. Hartz IV Empfänger bekommen weiterhin Geld. Um Anreize zu machen, dass wieder vermehrt Menschen arbeiten gehen müssen die Löhne steigen und auch die Arbeitsbedingungen.

    Lol. Wenn Höcke vom Volk spricht betont er zu allererst mal, dass es für ihn nur 60 Millionen Deutsche gibt. So viel dazu. Dass Petry dann völkisch positiv besetzen will und sagt, dass es zwischen ihr und Höcke keine inhaltlichen Differenzen gibt, lässt dann auch noch mal einen neuen Schluss zu. Wenn man sich mit der AfD auseinandersetzen will, dann sollte man das nicht selektiv machen :|

    @Furanty Ich halte es für einen Fehler, dass man Begriffe von damals noch mit dem Damaligen gleichsetzt. Stattdessen sollten die Wörter reformiert werden. Es gibt sicherlich Wörter, die sofort auf das Damalige zeigen. Aber "völkisch" erstmal nicht, es sagt mir, dass es was mit dem Volk zu tun hat.

    Völkisch ist aber heute nicht mehr das Adjektiv zu Volk, sondern hat eine eigene Bedeutung erlangt, genauso wie Mädchen nicht mehr der Diminutiv zu Magd ist. Eine völkische Regierung ist keine Regierung des Volks sondern eine Regierung, die nationalistische Politik durchsetzt. Völkisch war vielleicht mal ein Synonym zu national (aber auch zu ethnisch), heute ist es das aber nicht mehr und das kann man nicht einfach zurücksetzen. Es gibt tatsächlich aber ein anderes Wort, das als Adjektiv zu Volk gebraucht werden kann, aber nur sehr selten verwendet wird: volklich.
    Natürlich kann man ziemlich viel mit Worten machen, man kann sie für sich gewinnen und so entmachten wie das die Schwulen- und Lesbenbewegung mit damaligen Schimpfwörtern wie "schwul" gemacht hat, das heute Grundwortschatz ist (aber selbst jetzt noch auch eine negative Konnotation trägt, je nachdem wie man es verwendet). Das wird mit völkisch aber nicht gelingen, denn an diesem Begriff haftet ein Jahrtausendverbrechen.

    Was ist an völkisch spontan negativ. Für mich bedeutet es mehr Nähe zum Volk oder mehr Mitbestimmung des Volkes. Auch das Hakenkreuz sollte lieber nicht mehr verboten sein. Rechtsextremismus bekämpft man nicht dadurch wenn man Symbole verbietet, das führt nur zu einen weiteren Anreiz Illegales zu tun. Das Wirksamste ist das Gegenstellen. Klar machen, dass das Verwenden des Hakenkreuzes unnötig und falsch ist und warum.

    Völkisch bedeutet aber nicht Nähe zum Volk oder Mitbestimmung des Volkes. Die Bedeutung von völkisch ist seit vielen Jahrzehnten klar nationalistisch und rassistisch konnotiert. Und man kann die Bedeutung eines Wortes nicht einfach so ändern, der Beigeschmack bleibt dran kleben. Das Wort trägt ganz bestimmte Gefühle in sich und mit sich und es kommt ja nicht von ungefähr, dass gerade jene, die den Machthabern des Dritten Reiches politisch und ideologisch nahe stehen genau diesen Begriff wieder positiv besetzen wollen.
    Und ich denke es ist nur gut so, dass man verfassungsfeindliche Symbolik verbietet. Ich will keine Flaggen oder Symbole der NSDAP, des IS oder anderer Tötungs- und Hassgruppierungen und -Organisationen sehen und noch weniger will ich dass ein freiheitlich-demokratischer Rechtsstaat diese unter falscher Toleranz duldet.

    Es ist halt illegal wenn man in Deutschland Asyl beansprucht, obwohl man vorher noch ein anderes sicheres Land betreten hat, unabhängig davon ob die einem Asyl gewähren. Also sind das obwohl sie nichts falsch gemacht haben Verbrecher und als Zeichen für ihren schlechten Charakter, das sollte als Argument reichen.
    Alle Verbrecher abschieben.
    Das zeigt eigentlich sehr klar, dass die Menschen einfach ein Problem mit ihrem Unrechtsbewusstsein haben.

    Meines Wissens nach ist das keineswegs illegal. Anträge kannst du stellen wie du lustig bist, du hast allerdings keine Möglichkeit auch wirklich Asyl zu erhalten. Das ist aber bei weitem keine Straftat oder ähnliches.

    Natürlich ist das Problem bei denen, die diskriminieren und nicht bei jenen, die diskriminiert werden. Das ist doch wohl klar. Klar ist in meinen Augen aber auch, das jene, die diskriminiert werden darunter zu leiden haben. Deshalb sind Zwangsoutings immer ein Problem. Das ist natürlich kein Argument eine ELP Ehe zu nennen, aber Argumente wurden hier ja ohnehin nie erbracht und mir gings jetzt auch nicht um eine Legitimierung der Eheöffnung, auch wenn ich diese befürworte, sondern um die Schutzbedürftigkeit von Minderheiten, und da helfen sprachliche Unterscheidungen auch niemandem.


    Ähm, ich finde es auch nicht gut, Maßnahmen zu fördern, die Nicht-Heterosexualität aus der Gesellschaft drängen. Aber da geht der Schutz des Einzelnen einfach vor. Niemand muss sich zum Märtyrer machen...


    Es ist überhaupt kein Problem, wenn aus einer Urkunde hervorgeht, dass jemand homosexuell ist. Ein Problem ist es, wenn derjenige deswegen diskriminiert wird.

    Das ist aber sehr naiv. Denn gerade weil Diskriminierung weiterhin besteht und auch weiterhin bestehen wird, wenn auch nicht unbedingt von staatlicher Seite, ist es sehr wohl ein Problem, dass man, sobald man in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft lebt, zwangsgeoutet wird. Denn damit hat man selber keine Kontrolle mehr über ein paar wenige Schutzmöglichkeiten, die einem bleiben.


    Ich meine, ich bin schwul und ich will mich nicht verstecken. Aber ich bin auch kein Idiot, der mitternachts scharf darauf ist durch ein bekannterweise eher homophobes Milieu zu gehen und dabei die Hand des Partners zu halten. Ist das feige? Vielleicht. Aber ein bisschen Vorsicht schadet eben auch nicht. Und so ähnlich verhält es sich mit dem Familienstand "in eingetragener Lebenspartnerschaft". Ich kann bei einem künftigen Arbeitgeber nicht irgendwie umherkommen mich als schwul zu outen, denn allein durch den Familienstand wird das ersichtlich. Krieg ich dann die Stelle nicht, heißt das natürlich nicht, dass es an meiner sexuellen Orientierung lag, aber wenn es daran lag, also Diskriminierung vorlag, findet man es eben auch nicht heraus. Und genau deshalb ist es ein Problem. Alle Gleichstellungsgesetze können nicht zu hundert Prozent vor Diskriminierung schützen, also muss man eben andere Möglichkeiten bieten. Aus dem gleichen Grund ist es schwangeren Frauen zum Beispiel erlaubt im Bewerbungsverfahren ihre Schwangerschaft zu verheimlichen ohne Konsequenzen zu fürchten.

    Eine Frage, ich hatte da eine Diskussion: Findet ihr, dass sich Steampunk an die soziale Normen Ende des 19. Jahrhundert / Anfang 20. halten muss? Schließlich hat meine Welt ja auch seine eigene Geschichte und eine Monarchie gibt es nicht mehr. Trotzdem in allen Belangen das viktorianische England hernehmen?
    Kleine Erklärung: ca. 2/3 meiner Psibegabten sind Frauen. Bei Elementarmagie, die sich verstecken müssen, hält es sich die Waage, da sich ein Naturgeist aka Tiergeist an sie binden muss.
    Menschen mit Psikräften müssen sich im Gegensatz zu Elementarmagiern aus verschiedenen Gründe nicht verstecken.
    Da diese eben meist Frauen sind, will ich eig. gar nicht so strikte viktorianische Normen für Frauen und auch Homosexualität einführen. In abgeschwächter Form, ja, aber nicht so strikt. Das bedeutet auch, dass ich die Kleider etwas abändere.
    Steampunk in einer anderen Welt kann das doch?

    Also, Steampunk darf schon abweichen, finde ich. Allerdings sollte man bedenken dass man, umso weiter man abweicht, auch die Steampunk-Atmosphäre schnell vergeht. Dennoch, gerade ein paar gesellschaftliche Normen kann man meines Erachtens nach abändern. Konservativ muss ja nicht heißen, dass Frauen, Homosexuelle und Andersgläubige sich verstecken müssen.

    Es wurde meines Wissens nach nur bestätigt, dass Seraphimon in tri das Ultimate für Patamon ist. Nicht aber, dass es im nächsten Teil auftaucht. Vikemon und Rosemon waren beide auf dem Ketsui Cover. Warum ist beim dritten Film dann nur Heracles Kabuterimon drauf und Takeru nur mit Patamon? Daher... Ich meine, ich habe ja immer noch die Hoffnung, dass es so aussieht:
    Teil 3: Herakles Kabuterimon + Seraphimon
    Teil 4: Hououmon + Holydramon
    Teil 5: Ultimates für 02 Kids
    Teil 6: Uh, dunno? Ultimate für Maicoomon und Huckmon?

    Oh nein. Das fände ich ziemlich blöd. Ich muss mich hier ja als Fan des overpowerten Angemon outen. Takeru und Patamon waren für mich immer ganz besondere Mitglieder im ersten Team und ich wünsche mir auch, dass das bleibt. Von daher fände ich Seraphimon im dritten Teil, mitten drin und nicht wie sonst immer am Ende, etwas enttäuschend.


    Ansonsten hab ich hier ja noch überhaupt nichts gesagt, aber bin euren Diskussionen sehr begierig gefolgt. Was das Digivice von Mei angeht sah das für mich auch erst nach einer Chou Shinka aus, aber nachdem ich es mir genauer angeguckt habe war es schon ein wenig anders. Bei den bisherigen Digitationen auf das Perfect Level vibrierte das Digivice und färbte sich auf einen Schlag, bei Meis sieht es dagegen schon so aus, als breite sich da ein Virus aus. Ich bin da also noch ganz unsicher, da heißt es wohl abwarten.

    Kann ich das so auffassen wie etwa eine Art Dialekt, nur dass es als eigene Sprache akzeptiert wird? So hört sich das nämlich gerade für mich an, finde die Art und Weise, wie du dazu kamst, aber sehr interessant. Das zeigt wieder mal, dass man nur einen kleinen Anstoß für solche Dinge benötigt. Generell gibt es so viele Sprachen auf der Welt, dass theoretisch jede einzelne davon interessant zu lernen wäre. Vor einigen Jahren habe ich auch einmal Finnisch für mich entdeckt, aber das zu lernen würde wohl an die Unmöglichkeit grenzen, weil die Sprache wie Ungarisch ziemlich kompliziert ist. Aber ich mag den Sprachlaut und die exotisch klingenden Begriffe sehr gern und das macht viel aus!

    Ich dachte auch erst, dass es einfach nur ein Dialekt mit einem sehr hohen Prestige ist, der deshalb dann in der Schriftsprache Verwendung findet. Heute weiß ich aber, auch weil ich Sprachwissenschaft mit romanischem Schwerpunkt studiere, dass Katalanisch zwar mit dem Spanischen verwandt ist, allerdings mindestens so alt ist wie Spanisch und Strukturen aufweist, die es definitiv zu einer eigenen Sprache machen. Katalanisch hat in gewisser Weise das Pech, in keinem Staat außer Andorra Amtssprache zu sein, weshalb man es gern einfach als spanischen Dialekt abtut, während Portugiesisch, was ähnlich verwandt ist mit Spanisch, eben auf jeder politischen Karte eindeutig Portugal zugeordnet werden kann. Da kommt dann niemand auf die Idee es einen Dialekt zu nennen.
    Ich habe es halt sehr oft bei mir erlebt, dass mich die großen Sprachen gar nicht so sehr reizen. Ich bin zwar froh Englisch in der Schule gelernt zu haben und damals, als ich noch nicht so wirklich Interesse an Sprachen hatte, gefiel mir Englisch auch noch wesentlich besser, heute würde ich es aber eher nicht mehr lernen, da ich die Sprache doch recht langweilig finde. Exotischere Sprachen sprechen mich da mehr an, darunter auch Finnisch. Und wenn man mal eine auf dem ersten Blick kompliziertere Sprache lernt, hilft es meiner Meinung nach sich vor allem Ähnlichkeiten zur Muttersprache zu suchen und sich dann einzureden, dass die Sprache doch recht ähnlich funktioniert. Das wirkt nicht so demotivierend ;)  

    Das Lesen von Rechts nach links ist eigentlich nur Gewöhnungssache. Im Japanischen wird in Medien normalerweise auch von oben nach unten geschrieben (man sieht es ja an Mangas, die für uns von hinten nach vorne gelesen werden), aber es geht auch gewöhnlich von links nach rechts. So, wie es dann eben am besten passt. Das einzige Problem, dass sich dann womöglich noch in den Weg stellt, ist die Schrift auch entziffern zu können, was bei Hebräisch bedeutend einfacher sein dürfte, wenn man einmal die Regeln kennt.
    Hast du auch schon Erfahrungen mit der Grammatik oder vorerst nur mit einzelnen Wörtern gesammelt?

    Klar ist das eine Gewöhnungssache, aber wenn man sein ganzes Leben in lateinischer Schrift verbracht und immer schön von links nach rechts gelesen hat, dann ist das doch schon ziemlich anstrengend sich an was neues zu gewöhnen. Anfangs fühlte sich das auch richtig unbequem an, so als würde ich mit meiner rechten Hand zeichnen (ich bin Linkshänder)... Aber mittlerweile hab ich es verinnerlicht.
    Ich habe auch schon ein bisschen hebräische Grammatik in mich hineingesogen, aber ich muss ehrlich sagen, dass ich da eher enttäuscht wurde. Die Grammatik ist schon sehr europäisch und nicht so exotisch wie ich mir erhofft habe.

    http://www.faz.net/aktuell/feu…rgenmagazin-14130306.html
    http://www.zeit.de/politik/deu…-morgenmagazin-aktivismus


    Nachdem Frauke Petry Montag nicht im Morgenmagazin des ZDF erschien und es hieß, sie habe den Termin vergessen (was ich bei der Vorstellung die Wahlsiege entsprechend gefeiert zu haben sogar irgendwo sympathisch fand, weil es sehr menschlich wirkte), lud das ZDF sie für den Dienstag ein. Auch diesmal erschien Petry trotz Zusage nicht, da jemand ihr E-Mail-Konto gehackt habe, auch wenn das ZDF telefonisch eingeladen hatte. Erneut wurde sie eingeladen und wieder kam sie trotz Zusage nicht. Absagen sollte ja nun nicht so schwer sein, sollte man meinen, aber für Petry ist das alles wohl ein Statement gewesen: weil Moderatorin Hayali sich gegen Rassismus engagiert möchte Petry nicht mit ihr reden. Was soll man davon nur halten?

    Darf ich fragen, wie du eigentlich zu Katalanisch kamst? Zumindest ist das jetzt keine Sprache, die man sofort auf dem Schirm hätte; außer man lernt gerade Spanisch, was durchaus naheliegend ist, haha.Und du hast mich jetzt wirklich dazu gebracht, mich über das Hebräische Alphabet zu informieren. Das ist ja eine richtige Odyssee, bis man als Nichtkenner mal rausfindet, wie sich die Schrift bildet! Ich hatte aber auch nicht damit gerechnet, dass es keine direkten Vokale gibt.

    Fragen ist kostenlos :)


    Erstmal schön, dass es Leute gibt, die wissen was Katalanisch ist. Damals, als ich anfing Spanisch zu lernen, hat mir Spanisch schon ganz gut gefallen und weil eine Klassenfahrt nach Barcelona anstand, gab ich mir besonders viel Mühe mit Spanisch, um mich dann in Spanien auch ein bisschen unterhalten zu können. Nun ja, in Barcelona angekommen musste ich dann feststellen, dass Spanisch dort zwar Amtssprache ist und auch gesprochen wird, es aber auch noch eine zweite Sprache gab, die dem Spanischen in der Schrift zumindest ähnlich sah, aus der gesprochenen Sprache jedoch verstand ich nicht viel.
    Jetzt ist es so, dass mich Sprache schon immer interessierte und ich schon immer Sprachen lernen wollte. Mein Aufenthalt in Barcelona brachte mich aber erst dazu, mich intensiv mit kleineren, regionalen und Minderheitensprachen auseinanderzusetzen. Und irgendwann fing ich dann an Katalanisch zu lernen, da mich diese Sprache einfach nicht mehr losließ. Und nun sprech ich einigermaßen gut Katalanisch, lese derzeit einen Roman auf Katalanisch und interessiere mich für die Situation der kleineren Sprachen insbesondere in Europa.


    Als ich damit begann Hebräisch zu lernen hat mich die Schrift auch ziemlich umgehauen. Optisch ist die Schrift, wie ich finde, sehr schön und das hat mich auch immer gereizt. Aber sich anfangs darauf einzulassen von rechts nach links zu lesen hat mir wirklich Kopfschmerzen gemacht, bis ich es denn dann mal einigermaßen intuitiv konnte.
    Die Sache mit den Vokalen legt sich aber ganz schnell. O, U und I werden gerade in den nicht sehr häufig geutzten Wörtern durch w und j dargestellt, sodass man eigentlich nur bei E und A Probleme hat.

    Bon dia, hola und שלום!


    Auf Englisch habe ich nie literarisch schreiben wollen. Ich denke zwar, dass ich ganz gut Englisch beherrsche und mit dem wissenschaftlichen Schreibgebrauch komme ich auch gut zurecht, literarisches Schreiben ist aber doch noch mal was anderes. Englisch ist für mich aber hauptsächlich ein Werkzeug zur internationalen Verständigung, wenngleich ich auch ein paar moderne englischsprachige Bücher gern lese und gelesen habe. Dennoch, selbst auf Englisch schreiben, das steht nicht in meiner To-Do-Liste.
    Spanisch, Katalanisch und Hebräisch sind aber die Sprachen, auf denen ich gern irgendwann ein Level erreichen würde, das es mir ermöglicht ordentliche, schöne und vor allem grammatikalisch standardsprachlich korrekte Sätze zu produzieren. Spanisch beherrsch ich zwar schon ganz anständig und habe sogar schon eine kleine Hausarbeit auf Spanisch verfasst, aber das ist wie oben gesagt doch was anderes. Meine Kenntnisse im Katalanischen und/oder Hebräischen sind bei weitem nicht ausreichend... Warum gerade die Sprachen? Na ja, schwer zu sagen. Die drei Sprachen gefallen mir recht gut, wobei Spanisch mir oft zu technisch erscheint (das gilt aber für romanische Sprachen im Allgemeinen). Katalanisch ist weniger technisch und scheint mir eine wunderbare Sprache für Literatur zu sein.


    Aber meine Muttersprache und die Sprache, die ich am kreativsten und sichersten nutzen kann, ist eben Deutsch, deshalb ist es auch derzeit und wohl auch dauerhaft die Sprache, die ich hauptsächlich nutzen werde.

    Dein Argument ist: "Der Staat darf nicht in die Kindeerziehung eingreifen, falls die Eltern Religiös motiviert ihre Kinder beschneiden wollen". Meine Meinung ist: "Religionsfreiheit darf nicht erlauben, dass ein Unmündiger Mensch eine Entscheidung abgenommen wird, die er nicht wieder zurückdrehen kann". Und jetzt verrate mir mal, wieso mein Argument schlecht ist. Und solange du nachdenkst, bin ich damit beschäftigt deine Argumente zu entkräftigen. :thumbsup:

    Weil du mit deiner Argumentation ebenso eine Entscheidung gibst, die so schnell nicht rückgängig zu machen ist. Ein nicht beschnittener Jude wird es im liberalen, konservativen oder orthodoxen Judentum nicht leicht haben, evtl. nicht als Jude anerkannt werden oder anderen Diskriminierungen ausgesetzt sein.

    Entweder willst du den Vergleich nicht verstehen oder du kannst es einfach nicht. Ich werde es dir erklären.
    Laut eurer Definition von Religionsfrieheit wäre es quasi Inordnung alles seinem Kind zu machen, was man will. Habe ich das richtig verstanden?

    Nein, das hat niemand behauptet. Aber solange das Kindeswohl nicht gefährdet ist, und das ist es medizinisch einfach nicht, spricht nichts gegen die Religionsfreiheit in diesem Fall.

    Ja, die AfD hat noch mehr Punkte. Die sind aber kaum bekannt, denn die AfD hat mit ihrer Hetzkampagne nur die Flüchtlingssituation aufgegriffen. 24 % für die AfD kann man nur durch die Flüchtlingssituation erklären, das ergibt sich auch aus den bisherigen Wahlbefragungen, bei denen AfD-Wähler sagten, sie haben die AfD nicht wegen ihren Überzeugungen gewählt.

    Stimmt schon, aber man muss dazu sagen, dass nicht nur die CDU Merkels Flüchtlingspolitik trägt, sondern auch CDU, Grüne und irgendwo auch die Linke. Letztlich ist Sachsen-Anhalt aber auch ein kleines Bundesland. Trotzdem ist es tragisch und dramatisch.

    Mir ist es bewusst, dass die Muslime und Juden beschnitten werden. Aber was genau hat das jetzt mit den Glauben zu tun, bzw kann mir das jemand erklären? Also abgesehen davon, dass es ein "Einstiegsritus" ist und sich alle freuen? Irgendwie ist es ja auch ein Widerspruch. Wenn Gott unfehlbar ist und alle Wesen so erschaffen hat, wie er sich das wünscht, woher nehmen sich die Menschen dann die Dreistigkeigt, Gottes Werk verbessern zu wollen? Ich finde, da ist auch der Islam etwas inkonsequent, wenn schon Piercings, Tattoos usw verpöhnt sind. Sind ja sozusagen alles "Eingriffe".

    Ich kenne mich mit islamischer Beschneidung nicht aus, da kann ich deshalb nichts sagen.


    Im Judentum ist Gott mit Abraham und all seinen Nachkommen einen Bund eingegangen und Abraham und seine Familie (oder sein Volk, wie man will) und Zeichen dieses Bundes ist es, einen männlichen Säugling am achten Tag nach der Geburt beschneiden zu lassen. Das ist, woraus das Judentum entstanden ist. Natürlich kann das Kind nichts dafür, wenn die Eltern sich weigern, es beschneiden zu lassen, deshalb kann das religionsmündige Kind (im Judentum gilt man ab 13 Jahren als religionsmündig) dann immer noch entscheiden sich beschneiden zu lassen, aber die meisten Eltern entscheiden sich natürlich schon nach der Geburt für die Beschneidung. Auch jeder nicht gebürtige Jude, der dem Judentum beitritt, muss sich beschneiden lassen.


    Mit Dreistigkeit hat das aber nichts zu tun. Gott hat den Menschen erschaffen, den Mann mit Vorhaut. Aber Gott hat eben eine kleine Gruppe auserwählt, die Juden. Und von diesen verlangt er die Beschneidung. Ich kenne mich mit der Bibel nicht aus, aber bin mir sicher, dass die dort auch explizit drinsteht.