Beiträge von Silverchen

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    Assassin's Creed Syndicate
    Nachdem ich nach buchstäblich jahrelanger Quälerei endlich Unity beendet habe, konnte ich guten Gewissens den Nachfolger in die PS4 einlegen. Und er macht mir unendlich mal mehr Spaß. \o/ London ist awesome, Evie ist knorke und die neuen Funktionen machen das Spiel erheblich runder und spaßiger.
    Man muss allerdings die erheblich offenere Gestaltung mögen, man wird halt nicht so engmaschig durch die Story geschleust wie noch in den Vorgängern. Im Vergleich zu Unity wurde aber die Karte sinnvoll "entmüllt", und nicht mehr gar so viel abstrus-sinnlose Sammeleien eingebaut. Bin jetzt bei 25% Synchronisation - gefühlt (und wohl auch tatsächlich) ist der Single-Player kleiner als noch in Unity, aber das macht mir nichts.

    Pokémon - Weiße Edition
    Ich bin mittlerweile in Stratos City angekommen und trainiere derzeit, um gegen Artie anzukommen. Hab aber das Gefühl, dass ich das Spiel vor Erscheinen von Sun/Moon nicht mehr durchbekomme... Immerhin fällt mir jetzt mit dem großen Abstand zu S2/W2 nicht mehr so auf, was alles "fehlt". Und ich mag die fünfte Generation immer noch sehr gerne, könnt ihr sagen, was ihr wollt :X



    Zelda Tri Force Heroes
    Tja, ich weiß schon, warum sie den Namen "Zelda" draufgepappt haben, ohne hätte sich das nämlich wohl kein Mensch gekauft. Es ist ein süßes Spin-Off, ich spiele aber nur den Einzelspielermodus, wo es zum Teil etwas nervig wird mit den Doppelgängern. Aber immer noch ganz schöne Rätsel dabei. Vielleicht wird das mein neues Einschlafspiel. Was mir allerdings sauer aufstößt, ist dieses Mode-Theater in diesem Nicht-Zelda-like-Königreich. :( Das ist gar nicht meine Welt.

    Dune von Frank Herbert


    Ein ganz großer Klassiker der Sci-Fi-Literatur. "Dune" (auf Deutsch "Der Wüstenplanet") erzählt vom jungen Paul Atreides, Spross einer Adelsfamilie, der gemeinsam mit seinen Eltern vom Heimatplaneten Caladan nach Arrakis, den Wüstenplaneten, übersiedelt. Paul ist von seiner Mutter in der Kunst der Bene Gesserit ausgebildet worden - stellt es euch vor wie ein weiblicher Ninja-Orden ... - und wird von den Einwohnern von Arrakis, den Fremen, für einen lang prophezeiten Heilsbringer gehalten.
    Ob er es ist? Das stellt sich erst heraus in dieser Geschichte großer politischer Verräter, eigenwilliger Kaiser, mächtiger Gegenspieler und undurchsichtiger Bandenführer ... und vergesst die gigantischen Sandwürmer nicht, die Arrakis dauernd durchstreifen und offenbar eng verbunden sind mit der wertvollen Droge, die dort abgebaut wird.


    Das Buch ist Mitte der 60er Jahre erschienen, und das merkt man der Geschichte auch teilweise an. Ein paar Elemente sind mittlerweile ein alter Hut, doch die Geschichte hat nichts von ihrer Raffinesse verloren. Spannend erzählt und im Gegensatz zu seinem Zeitgenossen Tolkien quasselt Herbert hier nicht ewig um den heißen Brei herum. Die weiteren Bände sollen allerdings erheblich schlechter sein, deswegen lasse ich die erst einmal links liegen.

    Carolin Emcke - Von den Kriegen / Briefe an Freunde


    Die Autorin ist eine durchaus nicht unbekannte Publizistin und Journalistin, in der Süddeutschen Zeitung lese ich beispielsweise ihre Kolumnen sehr gerne. Weil sie aber nicht nur Philosophie studiert, sondern auch Auslandsreportagen gemacht hat, habe ich mir jetzt einmal diesen Band zugelegt. Die darin enthaltenen "Briefe an Freunde" bilden gewissermaßen die eigenständigen "Rückseiten" der Reportagen aus den Jahren zwischen 1999 und 2004, lesen sich aber ähnlich. Es ist ein persönlicherer Ton, nicht in erster Linie zur Information, sondern zur Übermittlung von Eindrücken aus den Krisengebieten dieser Welt.
    Das Kosovo, Nicaragua, Pakistan, Afghanistan, Kolumbien - es sind, anders als der Titel des Bandes suggeriert, nicht immer offene Kriege. Zum Teil ist es auch die scheinbar "friedliche" Machtübernahme taiwanesischer Textilfabriken in Nicaragua, die in der Bevölkerung unsagbaren Schaden anrichtet. Emcke schreibt wirklich anschaulich, kleinere historische Ungenauigkeiten sind wohl auch im Band enthalten - eben weil die Briefe direkt unter den Eindrücken entstanden, aber der Band unterstützt dadurch die Geschichtsschreibung um den wichtigen, menschlichen Faktor.


    Wenn ihr gerne Reportagen aus Krisengebieten lest, ist der Band auf jeden Fall etwas für euch. Aber ich will ihn eigentlich generell jedem empfehlen: Man merkt doch sehr, sehr schnell wieder, wie gut es einem selbst geht und was für ein Desaster der Krieg ist. Oder auch nur die Entscheidung für Mode aus menschenunwürdigen Produktionsverhältnissen.

    Pokémon Weiße Edition


    Nach Jahren habe ich das Modul mal wieder eingelegt. Hach, das war damals meine Rückkehr in die Pokémon-Welt, mitten im Studium, wo ich irgendeinen guten Ausgleich brauchte ... Ich bin gerade in Septerna City und päppele mein Team für den Kampf in der zweiten Arena auf. Nach dauerhaftem Spielen von X/Y und ORAS ist das so ungewohnt, dass die Routen nicht völlig überfüllt sind. :D Das Zweierkampf-Gras vermisse ich tatsächlich in den neuen Editionen, das hätten sie eigentlich reinnehmen können. (Bitte keine Spoiler, sollte dem in den neuen Spielen so sein, ich versuche, mir die Überraschung zu bewahren). Hab natürlich mit meinem Lieblingspokémon Serpifeu begonnen :love:

    Stephen King - Glas (Der Dunkle Turm 4)


    Das Buch hat ein Problem. Das Problem ist nicht, dass es knapp 1000 Seiten umfasst. Das Problem ist, dass man locker 300 davon hätte streichen können (ich höre schon die ersten Steine der King-Fans fliegen). Ich bin ziemlich exakt bei der Hälfte und will Roland und Susan nur noch entgegenschreien "Jetzt reißt euch halt endlich mal die blöden Kleider vom Leib, damit die ganze Chose hier endlich mal vorankommt!!!" :cursing: Himmel, wie kann man nur so rumsülzen. Wenn man wenigstens mehr Passagen mit Cuthbert hätte, das wär wenigstens lustig, aber nein ... Und Wolfmond ist auch schon wieder ein so dicker Schinken, ich ahne Schlimmes.



    Anne Wizorek - Weil ein #Aufschrei nicht reicht


    Weiter geht's durch die weite Welt der feministischen Literatur. Hier habe ich mal auf einen Band zurückgegriffen, mit dem ich mich am meisten identifiziere, weil ich wie Wizorek selbst aus der netzfeministischen Ecke komme und mich auch online "radikalisiert" habe. Sie hätte das Buch vielleicht noch in einem etwas ruhigeren Ton schreiben können, dann hätte ich es uneingeschränkt als Einstieg in die Materie empfohlen. Es deckt viel ab (nicht alles), kann manche Aspekte leider nur streifen (nicht-heterosexuelle Bewegungen in all ihrer Vielfalt), aber ist im Grunde genommen eine gute Grundlage. Also, wer mal reinschnuppern möchte: Hier seid ihr recht gut bedient. Wenn es mal anstrengend vom Ton her wird - haltet durch, man gewöhnt sich dran und es sind auch immer nur Spitzen, die Wizorek austeilt.

    Hanns Heinz Ewers - Lustmord einer Schildkröte (Sammelband aus Erzählungen)


    Tja - was schreibt man zu einem Autor wie Hanns Heinz Ewers? Der Herr lebte von 1871 bis 1943 und schuf, vor allem in der Zeit um die Jahrhundertwende, viele Geschichten in bester phantastischer, blutrünstiger und/oder erotischer Tradition. Was man heutzutage unter Gore oder Dark Phantasy verkauft, schrieb Ewers schon vor mehr als 100 Jahren. Er war Lebemann, Globetrotter und Filmemacher, sollte aber einen Teufelspakt bitter bereuen: Obwohl er sich für Gleichberechtigung für Juden einsetzte, kooperierte er doch mit der NSDAP, bis seine Schriften verboten wurden und er bis zu seinem Tod 1943 untertauchen musste.


    Der Band (aus "Die Andere Bibliothek", ein Verlag für Sonderauflagen) vereint ausgewählte Kurzgeschichten, die einen guten Querschnitt durch seine Werke bis zum ersten Weltkrieg geben. Die Titelgebende Geschichte "Der Lustmord [an] einer Schildkröte" zählt dabei noch zu den harmlosen, denn es gibt überhaupt gar nicht einen solchen Mord. ;-) Freilich sind gerade seine Schriften, in denen indigene Völker auftauchen, rassistisch und von der Einstellung unter aller Kanone - allerdings kann man von einem Menschen aus dem Zeitalter auch ncht sonderlich viel erwarten. Dennoch schreibt Ewers mit soviel Witz, Erfahrung und einem guten Auge für das Abgründige; hätte er dieses Niveau auch nach dem ersten Weltkrieg aufrechterhalten, man hätte ihn vielleicht als deutschen H. P. Lovecraft oder Marquis de Sade in Erinnerung behalten.


    So ist Ewers in der heutigen Zeit fast vergessen. Schade, eigentlich.

    No Man's Sky (PS4)


    Ja ... nach so ca. 10 Spielstunden stellt sich doch irgendwie eine gewisse Eintönigkeit ein ^^ Ich habe mich für den Weg des Atlas entschieden und hüpfe den Schnittstellen hinterher, aber ich muss mich fast schon zwingen, in den besuchten Sonnensystemen alle Planeten zu bereisen. Das Spielprinzip an sich wäre ja schon episch, wenn die Planeten bzw. Alien mehr Abwechslung böten. So sind die Planeten in ihrer Optik zwar sehr verschieden, aber durch die immergleichen Monolithen, Alien-Außenposten und auf Dauer doch sehr ähnlichen Pflanzen und Tiere austauschbar. Schade. Der arg begrenzte Stauraum ist im Rahmen des Spiels durchaus realistisch - das will ich gar nicht bemängeln - aber wenn man auf den sehr minimalistisch gehaltenen Raumstationen einfach Stauraum zum Mieten anbieten könnte, wäre man nicht dauernd am Abwägen, welches wichtige, seltene Mineral man denn nun jetzt auf dem Planeten zurücklassen muss. Ein schönes Erlebnis ist es, wenn man so viele Vokabeln einer Aliensprache gesammelt hat, dass man fast alles versteht, was die einem erzählen.
    Also das Spiel an sich finde ich ein tolles Experiment und für wirklich grundentspannendes Zocken nach Feierabend ist es auch gut, aber ich kann die negativen Reviews gut nachvollziehen. Ich hoffe, dass da zukünftig noch mit Updates nachgearbeitet wird.



    Pokémon Blaue Edition (N3DS VC)


    Ich spiele das Spiel immer zum Einschlafen, deswegen hänge ich da schon vier Wochen dran und habe es trotzdem erst zum ersten Orden geschafft ^^" Ich bin mittlerweile so gut auf die Verbindung 3DS-Einschlafen konditioniert, dass mir nach 20 Minuten die Äuglein zuklappen. Das wird noch spaßig, wenn erst Sonne und Mond draußen sind. :D Derzeit trainiere ich mein Pikachu. Als Starter habe ich Glumanda gewählt, für den ersten Orden war meine Rettung das Smettbo mit Konfusion. Ich denke, dank Pikachu wird es bei Misty dann einfacher. Aber das dauert ja dann locker nochmal 4 Wochen :D



    Pokémon Uranium (PC)


    Hier hänge ich vor der Stahlarena fest. Man merkt, dass die Macher doch den Schwierigkeitsgrad angezogen haben - solch fiese Typenkombinationen wie Stahl/Geist hätte ich eigentlich erst bei den Top4 erwartet. Blöd, wenn man nicht den Feuerstarter gewählt hat ^^" Ich trainiere jetzt erst einmal mein Team, damit es zumindest vom Level her den Arenaleiter in die Tasche stecken kann und probiere es dann nochmal.

    No Man's Sky (PS4)
    Aus Gründen, die ich selbst nicht mehr ganz nachvollziehen kann, habe ich mir das Spiel nach vielem Zögern doch gekauft. Die Reviews durchmischt, ich habe eigentlich gar keine Zeit zum Zocken,... Nun, aber da saß ich plötzlich, auf diesem hochgiftigen Planeten mit Felsformationen, die aussahen wie Katzenohren. Nach vielem, vielen Herumlaufen hatte ich dann endlich mein Schiff wieder flugfähig gemacht und konnte den Nachbarplaneten besuchen - der im Übrigen eine grün-violette Augenweide ohne Strahlung, toxischem Regen oder sonstwas war *-*
    Es macht mir Spaß, aber ich verstehe die gemischten Reviews. Ob mich das Spielprinzip wirklich 50 Stunden beschäftigen kann, wage ich zu bezweifeln. Es wird halt alles ein wenig repetitiv, und gerade jemand wie ich leidet dann doppelt. Zum einen, weil ich immer alles Entdecken, Betreten, Sammeln muss (was dazu führen würde, dass ich überhaupt nie von einem Planeten runterkäme) und zum anderen, weil ich zu kompliziert denke. Das blöde Spiel hat mich eigentlich dezent darauf hingewiesen, dass ich auf die Raumstation muss, das habe ich aber gepflegt ignoriert und dachte, ich müsste so lange Alien-Außenposten abklappern, bis ich die Baupläne für die Hyperantriebs-Komponenten bekomme. Well, nach 3 Stunden hatte es dann doch "Klick" gemacht... *hüstel* Jetzt bin ich aber immerhin doch in einem neuen Sternensystem gelandet. Mal sehen, wie es weitergeht.

    The Night Manager


    Ok, ich hab's ursprünglich nur wegen des Tom-Hiddleston-Fanservices angefangen. Ich meine - kurze Staffel, 8 Folgen, wenns ganz furchtbar ist, macht man halt wieder aus. Und dann hat's mich wirklich gepackt. Der Thriller ist spannend erzählt, hat mit Waffenhandel ein immer aktuelles Thema und mit Hugh Laurie natürlich einen Schauspieler, dem wohl schon bei der Geburt "Darsteller für Bösewichter" auf die Stirn tätowiert wurde. Es ist nicht 100-prozentig rund, nein - ein paar Aspekte werden doch arg verkürzt und die zeitlichen Sprünge, die die Serie machen muss, fallen irgendwie recht unauffällig aus. Wo man nichts zu meckern hat, sind die Protagonisten - durch die Bank gut gecastet (Tom Hiddleston, Hugh Laurie, Olivia Colman und Tom Hollander seien hier genannt), nur Elizabeth Debicki kann da nicht ganz mithalten; liefert aber auch keine schlechte Leistung ab.
    Durchaus sehenswert - für Thrillerfans auf jeden Fall!

    Pokémon Uranium


    Ein Fanprojekt, was nach 9 Jahren Entwicklungszeit endlich fertiggestellt wurde - also vorbehaltlich der Updates, weil's natürlich auch in der Vollversion nicht ganz rund läuft ;) Das Spiel ist in der neuen Region "Tandor" angesiedelt, in der wir als Hauptcharakter bei unserem Großtantchen aufwachsen. In Tandor leben knapp 200 Pokémon, ein Großteil davon ist von den Spieleentwicklern neu designt worden. Überrascht hat es mich, dass wirklich noch der neue Typ Fee miteingebaut wurde, was wahrscheinlich viele graue Haare gekostet hat.
    Der Name verrät ja schon, dass es etwas mit Atomkraft zu tun hat ... aber mehr weiß ich bis jetzt auch nicht.


    Für ein Fanprojekt ist das Spiel bis jetzt wirklich sehr stabil und gut ausbalanciert. Ich glaube, die Schwierigkeit hält sich mit den GF-Spielen ungefähr die Waage, auch wenn sich hier die Fans ein paar Extravaganzen erlauben (die Starter haben nur eine Entwicklung und sehr interessante Typenkombinationen - Pflanze/Stahl zum Beispiel). Die Pokémon Ranger wurden ebenfalls ins Spiel integriert. Vom Design der Pokémon her merkt man schon, dass da ein anderes Team dran saß, einige finde ich auch nicht sooo gelungen, aber man gewöhnt sich schon dran. ^^ Ich habe jetzt den ersten Orden erworben und bin gespannt, wohin mich meine Reise noch führt.
    Also, wer es so gar nicht abwarten kann, wieder eine neue Region zu erkunden, ist mit Pokémon Uranium wirklich nicht schlecht beraten - zumal es eben ein kostenfreies Erlebnis ist.

    tot. von Stephen King

    ._. Früher hat es mich ja nicht interessiert, ob ein Buch 400 oder 800 Seiten hat, aber seit ich berufstätig bin, habe ich doch wieder Respekt gewonnen vor allem, was mehr als 600 Seiten hat. Man sitzt dann halt doch eine ganze Weile dran. Was mir bei tot. sehr gut gefallen hat, ist, dass man die steigende Erfahrung Kings beim Schreiben jetzt merkt. Der erste Band ... war nicht schlecht, aber man konnte sehr leicht erkennen, dass King da noch blutjung war (und eindeutig ein paar pubertäre Alptraumfantasien noch verarbeiten musste). Gerade die Geschehnisse um Bane den Mono/Charlie Tschuff-Tschuff haben mir gefallen. Jetzt mache ich aber erst einmal eine kleine Pause vom Dunklen Turm.


    Feministische Theorien zur Einführung von Regina Becker-Schmidt/Gudrun-Axeli Knapp


    (Warum unter Feministinnen so überproportional viele Doppelnamen-Trägerinnen vertreten sind, muss mir auch nochmal jemand erklären). Ich mach mal "Grundlagenforschung", zwar habe ich mich im Studium schon mit feministischer Geschichte beschäftigt, dabei aber weniger mit der Theorie. Das wollte ich mit dieser kurzen Einführung mal nachholen. Und direkt gemerkt, dass ich seit 2,5 Jahren keine akademische Lektüre mehr angefasst habe. So. viel. Nominalstil. Aber man erfährt auf 150 Seiten zumindest das wichtigste und hat durch das Personenregister schnell alle wichtigen feministischen Theoretikerinnen greifbar, um sich dann später vertiefend damit beschäftigen zu können.



    Lyra von Christoph Marzi


    Vom Autor kennt man noch am ehesten die London-Fantasy-Reihe Lycidas, Lumen und Lilith. Hier hat sich Marzi ein ganz bestimmtes Setting ausgesucht: Die Südstaaten der USA und besonders die weitläufigen Sümpfe von Louisiana. Worum es geht? Der Sänger und Songwriter Danny Darcy ist eine Sherazade (nein, kein Tippfehler, das "her" fehlt wirklich). Das bedeutet, mit seinen Erzählungen kann er die Menschen so beeinflussen, dass sie glauben, es selbst zu erleben. Leider hat er dieses Talent von seiner bösartigen Mutter geerbt, die aus nicht näher genannten Gründen ihre Kunst direkt bei seiner Frau anwendet, die so glaubt, ihn mit einem Groupie beobachtet zu haben. Danny will die Lügengeschichte aus dem Kopf seiner Frau heraushaben - und fliegt in den Süden der USA, um die Sirenen um Hilfe zu bitten.


    Es ist solide, reißt mich jetzt aber auch nicht so mega mit. Liegt vor allem daran, dass dauernd irgendwelche Songs laufen oder darauf angespielt wird, was halt blöderweise bei Lesern nicht funktioniert, die wenig Jazz, Funk oder älteren Rock konsumieren. Wie z. B. ich. =.= Man muss aber auch sagen, dass ich den ersten Band - Fabula - nicht gelesen habe, deswegen sind mir einige Motive auch eher verschlossen geblieben.