Beiträge von -Galoppa_-_

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    Anna zuckte zusammen, als jemand sie antippte. Ein Mädchen hockte neben ihr, und ihre Worte ließen Annas Kopf peinlich berührt heiß werden.

    Das hätte ich wissen sollen. Aber... ich kann nicht klar denken, wenn andere um mich herum sind. Mit meinen anderen Pokémon konnte ich doch auch schnell Freundschaft schließen. Was denken die anderen jetzt wohl von mir?


    Sie schluckte den Kloß im Hals herunter. "D-danke... Du hast recht, ich... ich wollte nur, ich meine, ich habe nicht... und halt... ja..." Anna, schimpfte sie sich selbst. Am besten, ich sage nie wieder irgendetwas. Kommt ja doch nichts Gescheites bei raus!


    Langsam streckte sie erst ihre Hand dem Wuffels entgegen, dann die Gartenschere. Und wartete gespannt auf dessen Reaktion.



    OT: Kurze Frage (weil sich das bei mir so in die Länge zieht) : Darf Anna das Wuffels befreien oder erst "reagieren lassen"?

    So schnell konnte Anna gar nicht ausweichen, wie eine junge Frau mit strahlend weißen Haaren sich an ihr vorbei drängelte, um das Wuffels als Erste berühren zu können. Aber in ihrer leicht gebückten Haltung war es ihr nicht möglich gewesen, irgendwie das Gleichgewicht zu behalten und landete auf ihren vier Buchstaben. Vorsichtig! Erschreck das Wuffels nicht! hätte sie die Frau am liebsten ermahnt, und fügte stumm noch hinzu. Mir ist nichts passiert, danke der Nachfrage. Oh Arceus, ist das peinlich... Mit wahrscheinlich hochrotem Kopf kämpfte sie sich wieder auf, in dem Moment als die Frau mit einem schmerzvollen "Au!" zurückwich. Anna verkniff sich die Nachfrage, was passiert sei, denn da die Hand der Frau nicht blutete (und anscheinend nur ein paar Kratzer hatte) konnte es ja nicht so schlimm sein. Außerdem war Anna immer noch verstimmt, weil sie wegen ihr vor den Augen der versammelten Mannschaft so blöd hingefallen ist.
    Die Weißhaarige widmete sich ihrem Hunduster, und Anna war zugegeben erleichtert, als diese einen Schritt zurückgetreten war. Aber ich werde das ganz bestimmt nicht sagen. Diese Frau ist größer als ich und... generell... Mit einem unauffälligen Blick musterte Anna kurz den Körperbau der Weißhaarigen. Ich würde ungern mit ihr in einen Streit geraten.
    Sie wandte den Kopf wieder dem Pokémon zu. "Keiner tut dir was, oder? Du bist ein Wuffels, habe ich gehört?" Sie redete einfach drauflos, oder besser: sie flüsterte, den sie kam sich in der Gegenwart der anderen ausgesprochen seltsam vor. Egal. Hauptsache, ich kann es aus den Dornen befreien. Langsam öffnete sie ihren Rucksack, um das Wuffels nicht zu erschrecken, und suchte nach ihren Handschuhen. Es sind zwar keine Gartenhandschuhe, aber besser als nichts... Und jetzt... die Schere... Wo ist sie denn? So kam es, dass Anna den Inhalt ihres Rucksacks teilweise auf dem Boden ausbreiten musste. Ihre Kleidung natürlich nicht, aber ihr Proviant, ihre Taschenlampe und anderes Zeug musste sie erst einmal herausholen, bevor sie an die Schere kommen konnte, die wahrscheinlich ziemlich weit unten war. Wo ist denn... Argh... Hie- nein, doch nicht. Ah! Ich habe sie! Wobei - nein, mit der geht das nicht. Aber habe ich nicht auch irgendwo eine Gartenschere? Die habe ich doch aus unserer Garage mitgehen lassen. Moment... Ah! Endlich!
    Erleichtert, dass diese Kramerei nun ein Ende hatte, ließ sie sich vor dem Wuffels nieder und fing an, die Ranken durchzuschneiden.


    Mal gucken, wie das Wuffels reagiert - und ob es sich das gefallen lässt :3

    So ist das Leben..., dachte Anna, und redete sich ein, dass das alles völlig normal war. Zumindest versuchte sie es. Soll ich mich ärgern? Wäre ich auch hier gelandet, wenn ich den Rückweg zu der Truppe später angetreten wäre? Ach, man!
    Sei's drum: Ehe sie sich versah, stand sie mit den anderen an einem fremden Ort. Mittlerweile fühlte sie sich wie im Traum, alles fühlte sich unwirklich an. Misstrauisch beäugte sie den Urwald. Gibt es hier viele Käferpokémon?
    Als sich die Gruppe auf Serenas Vorschlag einen Weg durch das Gestrüpp bahnte, hätte Anna am liebsten gerufen: Und wie, bitte schön? Plötzlich fiel ihr ihr Ponita ein.
    "Ponita, komm raus!" Den Moment, an dem ich Ponita das erste Mal aus dem Ball lasse, habe ich mir auch anders vorgestellt. Mit Pichu und Dratini auf den Schultern blickte sie das neue Mitglied an. Gegen Käferpokémon ist ein Feuerpokémon eine gute Verteidigung. "Ponita... Meinst du, du kommst da durch?" Anna senkte die Stimme. "Und... kannst du die Käferpokémon hier auf Abstand halten?" Ponita schnaubte leise, schüttelte den Kopf und trottete einfach den anderen hinterher. Anna wurde es gleichzeitig heiß und kalt. Ich kann nicht klar denken. Ich fühle mich so seltsam... hohl, aber irgendwie auch... aufgeregt.
    Ein Klagelaut ertönte. Es klang wie ein Pokémon, auch wenn sie es keinem, ihr bekannten hätte zuordnen können.
    Sie folgte den anderen. Wie auf Kommando stoppte die Gruppe. Von ihrer eigenen Neugier überrascht, versuchte Anna an eine Stelle zu kommen, von wo aus sie einem Blick auf dieses Etwas erhaschen könnte, was auch immer es war. Doch auch bei dem Blick auf das kleine Pokémon, wenige Meter vor ihr, wusste sie nicht, um welches es sich handelte. Auf Serenas Frage hin, die sie - im Gegensatz zu Anna - laut ausgesprochen hatte, antwortete Kyle: "Das ist ein Wuffels."
    Es ist so süß... Doch... soll ich?
    Anna graute der Gedanke, vorzutreten und danach wohl im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen. Andererseits wollte sie das Pokémon auch nicht in diesem Zustand länger ansehen. Also ließ sie sich, plötzlich von einer inneren Ruhe erfüllt, von Ponitas Rücken gleiten. Langsam und leicht gebückt näherte sie sich dem... wie hieß es noch? Wuffel? Nein, Wuffels!
    "Ganz ruhig. Alles ist gut. Keiner tut dir etwas, du kleines süßes, armes Kerlchen... Wie hast du dich nur so verfangen können?" Jetzt stand sie vor ihm, und streckte langsam die Hand nach ihm aus.


    OT: Wäre das für alle so ok? Sorry fürs Vordrängeln, zumal ich ja nicht so aktiv hier schreibe wie viele andere . Natürlich kommt es auf darauf an, wie Wuffels reagiert. ^^

    Dratini und Pichu blickten sich suchend um, und halfen Anna bei der Suche.
    Als beide wie auf Kommando inne hielten, verharrte Anna. "Habt ihr was bemerkt?", flüsterte sie. Da sah sie es. Ein Ponita stand auf der grünen Ebene, und nahm überhaupt keine Notiz von den dreien. Vielleicht hatte es sie aber auch einfach noch nicht bemerkt.
    Plötzlich war sie nervös, und in ihrem Kopf herrschte gähnende Leere. Was macht man, wenn man einem Pokémon in der Safarizone begegnet? Vorsichtig näherte sie sich dem Wesen. Man kann die Pokémon mit Steinen bewerfen... Aber das möchte ich nicht.
    Da hob das Ponita plötzlich den Kopf und blickte sie direkt an. Ohne Vorwarnung erhob es sich auf die Hinterbeine, stieß ein lautes Wiehern aus und stürmte auf sie los. Anna erstarrte, Dratini quiekte und sogar mit Pichus Mut war jetzt Schluss. Es stieß förmlich einen lauten Schrei aus, und Anna nahm beide Beine in die Hand - eigentlich die beiden Pokémon - und rannte davon. So schnell sie konnte. Doch wie sollte sie einem Ponita entkommen können? Rasch näherte es sich, und Anna glaubte schon, ihr letztes Stündlein hätte geschlagen - bis hinter ihr plötzlich Stille einkehrte. Langsam drehte sie sich um. Das Ponita stand wenige Meter hinter ihr, und blickte sie jetzt neugierig an. Nicht mehr feindselig oder aggressiv. "Äh..." Anna hatte keine Ahnung, wie sie reagieren sollte. "Hallo.", murmelte sie. Ihr Gegenüber schnaubte freundlich, doch Anna zuckte trotzdem zusammen. Jetzt senkte es den Kopf, hob ihn wieder, wieherte leise. "Was ist los? Was... hat das zu bedeuten?", fragte Anna, ohne eine wirkliche Antwort zu erwarten. Das Ponita schüttelte den Kopf und musterte danach Pichu, Dratini und Anna unverwandt. Nach einigen Herzschlägen kam es vorsichtig, aber mit neugierigem Blick näher.
    "Hallo.", murmelte Anna leise. Das Ponita sah sie an, ging nicht weiter auf sie zu, aber lief auch nicht weg. Anna machte zwei Schritte auf es zu, dann ließ sie sich auf die Knie sinken. Was Besseres fällt mir nicht ein. "Es tut mir leid, wenn ich dich erschreckt habe. Das wollte ich nicht.", murmelte sie. Ponita reckte den Kopf vor, und schnupperte. Langsam kam es näher. Anna, die sich fragte, ob alle Safaripokémon so zutraulich seien, wartete. Und wenige Momente später spürte die die samtweiche Nase eines Pokémon in ihrem Gesicht. "Du bist aber süß." Sie ließ das Ponita gründlich ihre Hand beschnuppern, dann ihren Arm, ihren Oberkörper, ihre Haare. Es kitzelte, doch Anna zwang sich, sich nicht zu bewegen. Schließlich streckte sie vorsichtig eine Hand vor und berührte Ponitas Stirn, kraulte es. Und Ponita prustete zufrieden.
    Dann schnupperte es an dem Safariball, den Anna bei sich trug, und wieherte leise. "Möchtest du mit uns kommen?", wagte Anna zu fragen. Ponita blickte ihr in die Augen.
    Verstehst du, was das bedeutet?
    Noch immer blickte das Wesen sie so intensiv an, dass Anna eine Gänsehaut bekam. Nun presste es ihre Stirn an Annas, und Anna war vor Freude und Glück fast überwältigt. Das war ein Ja. Eindeutig.
    Überglücklich fing Anna das Ponita mit ihrem Safariball. Dieser wackelte kurz, dann bewegte er sich nicht mehr. Und Anna wusste, dass sie es tatsächlich geschafft hatten. Sie hatten ein neues Teammitglied gewonnen!

    Mit offenem Mund blickte Anna sich um: sie hatte schon vieles über die Safarizone gehört, über die Vielfalt an Lebensräumen, die den unterschiedlichsten Pokémon ein Zuhause waren. Doch das, was sie hier sah, übertraf ihre Vorstellungskraft. Wiesen, Hügel, Wälder, und ein regelrechtes Meer aus Blumen und Gräsern. Trampelpfade zogen sich durch die Landschaft, doch sie harmonierten so mit der Natur, als wären sie von Anfang an da gewesen.
    Die Gruppe bewegte sich auf einen der Wälder zu, und Anna folgte ihnen etwas langsamer. Tief sog sie die frische Luft ein, der salzige Geruch des Meeres hatte dem Geruch nach Gras und Laub Platz gemacht.


    Während Kyle sich als waschechter Experte der Safarizone entpuppte, folgte Anna einer Abzweigung des Trampelpfades.
    Zwar überlegte sie, ob es nicht doch besser gewesen wäre, bei der Gruppe zu bleiben - Schließlich habe ich keine Ahnung, wo ich suchen soll - aber andererseits hatte sie auch keine Ahnung, nach welchem Pokémon sie eigentlich hätte suchen wollen.
    Pichu hüpfte von ihrer Schulter und lief zu einem Hochsitz, etwa zehn Gallopasprünge weit entfernt.
    Resigniert schüttelte sie den Kopf und folgte dem Babypokémon, das trotz seiner Größe unglaublich flink war. Als Anna mit Dratini am Fuß des Hochsitzes stand, war Pichu bereits oben und winkte seiner Trainerin und dem Drachenpokémon zu. "Pichu, Pichuuu!"
    Anna zögerte. Das ist hoch... Nicht sehr hoch... aber trotzdem zu hoch.
    Ihr wurde schon alleine vom Hochschauen schwindelig. Doch sie konnte Pichu nicht da oben lassen. Wenn das übermütige Elektropokémon versuchen würde, alleine wieder herunter zu laufen, könnte es vielleicht ausrutschen. Und die Sprossen war der Größe von Menschen angepasst, sodass Pichu locker durch die Lücken rutschen könnte. Hochklettern ist ja bekanntlich immer leichter als herunter zu klettern...
    Sie schluckte und kniff die Augen zusammen. "Warte, Pichu."
    "Pi-pichu! Pi!" In seiner Stimme schwang ein Hauch von Belustigung.
    Er hat das geplant. Er will, dass ich meine Angst überwinde. Aber was mache ich mit Dratini? Ein Pokémon in Lebensgefahr reicht mir im Moment...
    Doch Dratini stieß ein leises, protestierendes Quieken aus. Arceus, bitte, lass es nicht abrutschen. Zögernd krallte sie sich mit der linken Hand an einer Sprosse fest, mit der rechten hielt sie sicherheitshalber Dratini fest. Ihre Beine zitterten, und ihre Fingerknöchel traten hervor, so sehr klammerte sie sich fest. Das Holz unter ihren Füßen knarrte, gab aber nicht nach. Dratinis warmer Atem bließ ihr ins Ohr, und langsam gewann sie an Sicherheit.
    Anna zwang sich, nicht nach unten zu sehen, blickte starr immer nur auf die nächste Stufe. Endlich stand sie auf dem Hochsitz. Vorsichtig blinzelnd schielte sie aus dem Guck-Fenster - doch der Gedanke, dass sie hier oben war, gab ihr das Gefühl, aus dieser kleinen Öffnung herausfallen zu können. So unmöglich das auch war, selbst wenn sie gewollt hätte wäre es ihr nie gelungen.


    Schließlich zückte sie ihre Pokébälle. Obwohl sie die beiden gerne auf ihren Schultern trug, war es ihr für den Abstieg doch lieber, wenn sie sich nur darauf konzentrieren musste.
    Dratini rieb liebevoll den Kopf an ihrer Hand, und sogar Pichu ließ sich ohne Probleme in seinen Ball zurück rufen.
    Nun stand Anna vor der Art Leiter, mit einem unangenehmen Kribbeln im Bauch. In Gebäuden bereitete ihr so was eigentlich nie Probleme, aber bei den schmalen Sprossen und den großen Lücken dazwischen fühlte sie sich unwohl.
    Hoffentlich sieht das jetzt keiner...
    Langsamer als ein Lahmus ohne Beine, stieg sie hinunter. Ihre Beine zitterten so, dass sie mehrmals tatsächlich beinahe abgerutscht wäre. Anna wagte nicht aufzublicken um zu gucken, ob jemand ihrem Abstieg zusah.
    Nach einer gefühlten Ewigkeit hatte sie endlich den Erdboden erreicht und rappelte sich auf. Dann rief sie Dratini und Pichu aus ihren Bällen. Endlich konnten sie die Safarizone erkunden- und zwar am Boden der Tatsachen.
    Und damit auch keines ihrer Pokémon in Versuchung geriet, noch einmal irgendwo hochzuklettern, machte sie sich auf den "Rückweg" - in der Nähe des Eingangs, wo sie sie flachen Wiesen gesehen hatten.

    Annas Vermutung, dass sie nun nichts mehr aufhalten würde, endlich die Safarizone kennen zu lernen, zerplatzte wie eine Seifenblase. Nach Philips Frage, was ein Abell sei - das war mir auch nicht klar - gab Slim eine ziemlich unverschämte Antwort und Anna riss die Augen auf. Was soll das denn? Doch sie wagte es nicht, die Frage laut zu stellen. Ihre Augen wurden noch größer, als sich Serena einschaltete und Slim buchstäblich den Wind aus den Segeln nahm. Dieser schien plötzlich unsicher zu sein, und fast hätte er Anna leid getan. Wirklich nur fast? Aber... er wirkt wie ein Spoink, dem man die Perle geklaut hatte.


    Bevor ihr etwas einfiel, was sie zu Slim sagen könnte, ohne die Tatsache zu überspielen, dass er Philip so dermaßen vor den Kopf gestoßen hatte, legte Serena Slim ihre Hand auf die Schulter und Anna sah, dass sie Mitleid mit ihm hatte.



    OT: Sorry, nur ein kurzer Post. P.S.: Das mit dem Spoink ist nicht böse gemeint ^^

    Erleichtert atmete Anna auf. "Okay, dann ist ja alles gut. Und hier geht es ja auch wirklich etwas wuselig zu, da verliert man schnell den Überblick." Das Wattzapf entschuldigte sich derweil bei Pichu und war froh, dass ihr kleines Pokémon die Entschuldigung auch gleich annahm. Was es auch anstellen mag - seine unbekümmerte und fröhliche Art wird es wohl immer beibehalten. Und das ist gut so.
    Der Junge stellte sich als Kyle vor, wurde aber von Serena mehr oder weniger unterbrochen. Außerdem kam Bewegung in die Gruppe, und bevor Anna fragen konnte, wohin sie denn jetzt schon wieder alle gehen würden - der Ruf eines Legendären Pokémon ? - erklärte Kyle ihr, dass es nun zur Safarizone gehen würde. Sehr gut. Und ein Gespräch auf dem Weg dorthin hört sich doch gut an.
    "Gerne, danke. Ich heiße übrigens Anna. Das sind... Pichu und Dratini. Hat dein Wattzapf einen Spitznamen? Kommt ihr aus Johto?"


    "Natürlich hat meine kleine einen Spitznamen. Ich habe sie Citrin genannt, abgekürzt von... ach sagen wir einfach weil sie die Farbe Gelb repräsentiert und ich dich nicht mit langen Erklärungen Langweilen will. Und nein, meine Partner und ich kommen nicht aus Johto. Wir kommen aus Kanto, obwohl Einall es ja eigentlich eher trifft. Ich bin, aus diversen Gründen, mit meinen Eltern erst vor ein paar Tagen von Einall nach Kanto gezogen und hab diesen Neuanfang als Vorwand für meine eigene Trainerreise genutzt. Ich hatte zwar vor gehabt es mit dem Fest in Teak City einzuläuten, kam dafür aber leider einen Tag zu spät und wandere seit Oliviana City mit diesem bunten Haufen herum von dem ich selbst noch nicht alle kenne. Auch wenn das Gefühl nicht los werde Serena schon damals mal irgendwo gesehen zu haben", antwortete Kyle während er gemütlich dem Weg zur Safarizone entlang schlenderte.


    Anna stand auf dem Schlauch. "Wovon abgekürzt?", fragte sie, und fügte dann etwas verlegen hinzu: "Also, ähm... langweilen kann man mich eigentlich nicht so schnell." Irgendwie klingt mein Versuch, mir mein Unwissen nicht anmerken zu lassen, etwas schwammig. Citrin?
    Außerdem wollte sie mehr über die Gründe in Erfahrung bringen, warum Kyle mit seinen Eltern umgezogen ist. "Darf ich fragen, was für Gründe das waren? Also hinsichtlich dem Umzug? Und warum brauchtest du einen Vorwand, um mit deiner Reise beginnen zu können? Kommt Serena vielleicht auch aus Einall - oder wo hast du sie schon mal gesehen?"


    Anna bombardierte Kyle fast mit anschlussfragen aber hielt diese dabei kurz und einprägsam genug damit er auf alle eingehen konnte. "Fangen wir mal von hinten mit den leichten kurzen Antworten an. Aber beschwer dich nicht über zu lange Antworten, du hattest es nicht anders gewollt. Fangen wir mal mit Serena an; Ich weis noch nicht genau woher Sie kommt aber ich hab halt irgendwie das Gefühl sie oder jemand der ihr ähnlich sah schon mal irgendwo gesehen zu haben in Einall. Dann haben wir die Pokemonreise; die mache ich nur aus dem Grund weil ich bisher noch nie eine gemacht hatte und sowas ewig mal auf meiner Liste von Dingen steht die ich unbedingt mal machen wollte. Außerdem, was könnte spannender sein als ein Land zu erkunden in dem man vorher noch nie war? Ich hätte ja auch in Kanto anfangen können aber es gab einfach zu viele Interessante Flyer über die Johto Region die ja nur eine Kurze Seereise von unserem neuen Zuhause entfernt liegt. Hmm, was war noch? Ach ja unsere Umzugsgründe. Wir wollten einfach mal raus aus der Großstadt und die Tatsache das sich so ein komischer Vollpfosten mit Manguniorfrisur und zweifelhaften Beweggründen kurz davor stand zum neuen Präsidenten gewählt zu werden hat diese Tatsache noch ein wenig beschleunigt und ein neues Zuhause außerhalb von Einall wirkte ungemein attraktiver. Ich glaub die Wahl müsste mittlerweile schon vorbei sein. Ich hoffe zwar das der Typ im Endeffekt nicht gewonnen hat aber die letzten Umfrageergebnisse vor unserer abreise haben einen schon an der Intelligenz meiner Landsleute zweifeln lassen. Und jetzt zum wohl langweiligsten für die meisten, die Spitznamen meiner Partner. Ich habe eine gewisse Faszination für für die Antike Alchemie und versuche meine Partner nach Alchemistischen Vorgängen oder sonstigen Elementen mit bestimmten Farben zu benennen soweit es möglich ist. Citrin ist dabei die Abkürzung von Citrinitas, einem Alchemistischen Vorgang der Gelbung, den meisten besser bekannt als der Versuch Silber in Gold zu verwandeln. Außerdem war es einer der meist vier Vorgänge die nötig waren den Lapis Philosophorum oder auch Stein der Weisen zu erschaffen. Daher kommt auch der Name meines Galapaflos, Lapis. Sonst noch fragen oder hab ich dich doch noch erfolgreich gelangweilt?"
    Kyle konnte nicht anders als sich am Ende seiner Erklärungen verlegen am Hinterkopf zu kratzen und Anna lächend anzuschauen.


    Kyle schaffte es, auf alle Fragen zu antworten, und jetzt war Anna dran, ihr Kurzzeitgedächtnis zu benutzen. "Das klingt ja..." Mhm, ja, wie eigentlich? Eigentlich ist das ja gar nicht so abwegig, dass man sich zwei Mal im Leben über den Weg läuft. Aber so, wie Kyle das gesagt hat, klang das irgendwie... "äh, interessant.", beendete sie ziemlich lahm den Satz, weil sie nicht wusste, was sie sonst sagen sollte. "Und, ja, ich stimme dir zu. Auf einer Reise kann man viel erleben, und vor allem auch einiges lernen." Dinge, die man in der Schule nicht lernt. "Äh... ich bin ungerne die Überbringerin von schlechten Nachrichten, aber der Maguniortyp hat die Wahl tatsächlich gewonnen. Hat mich auch aufgeregt, ich hoffe einfach, dass die Leute daraus lernen und er bei der nächsten Gelegenheit seinen Posten verliert." Der Vollpfosten...
    Die Erklärung des Nicknamens hatte sie sich wesentlich einfacher vorgestellt. Ich komme gar nicht hinterher. Aber Anna wollte auch nicht zugeben, dass sie bei seinen Erklärungen von der Antiken Alchemie und eine Verwandlung von Gold in Silber nichts verstanden hatte. Moment... War es nicht Silber in Gold? Oder... äh...
    Kyle fragte sie, ob er sie gelangweilt hätte, kratzte sich am Kopf und lächelte Anna an. Sie lächelte zurück. "Nein, du hast mich nicht gelangweilt. Ich, äh, finde Chemie sehr interessant. Chemieunterricht hatten wir auch in der Schule, da haben wir auch..." Los, komm, zwei oder drei Fachbegriffe werden dir wohl doch einfallen, Anna! "...über Oxidation und Redoxreaktion gesprochen." Auch wenn mir nur der eine der beiden Begriffe noch was sagt.


    "Ouch, soviel zu: immer an das gute im menschen glauben" ging es durch Kyles Kopf als er hörte das die Kombination aus Manguniorhaar und Trickfilmenton Vorname die Wahl zum Präsidenten von Einall gewonnen hatte.
    "Äh, Sorry. Mit richtiger Chemie kannst du mich jagen. Ist mir viel zu trocken und langweilig. Ich bleib lieber bei der Fantasy Chemie. Aber schön mal jemanden zu treffen der nicht sofort von dieser etwas ausschweifenden Erklärung gelangweilt ist oder sich zumindest nichts anmerken lässt."
    Da es schon lange her war das sich jemand mal nicht über seinen Faible für Alchemie lustig gemacht hatte, nachdem er ihn offenbahrte beschloss Kyle sich für seinen Gesprächspartner ein wenig mehr anzustrengen sobald er in der Safarizone sein Talent nutzen würde.
    "Sag mal, hast du schon ne Idee was für einen Elementtyp du am liebsten in der Safari fangen wollen würdest?"


    Kyle sah nicht sonderlich begeistert aus, als er von dem unheilvollen Ausgang der Präsidentenwahl hörte.
    Insgeheim atmete Anna erleichtert auf, als sie hörte, dass Kyle sich nicht sonderlich für die Chemie, die sie in der Schule gelernt hatte, interessierte. Oder: die ich hätte lernen sollen!
    Als er aber das Stichwort des Sich-Nichts-Anmerken-Lassens aussprach, sah sie kurz zu Boden. Äh, nein, das war jetzt nicht schlau von dir, schimpfte sie sich selbst. Schnell schaute Anna wieder hoch und hoffte, dass er ihre Verlegenheit nicht bemerkt hatte.
    "Äh, ehrlich gesagt habe ich da noch nicht drüber nachgedacht...", antwortete sie auf seine Frage hinsichtlich der Safarizone. "Jetzt spontan würde mich, glaube ich, ein Feuerpokémon reizen... Oder ein Wasserpokémon... Wobei... ein Psychopokémon hätte auch was. Oder Unlicht, oder doch lieber ein Pokémon vom Typ Eis? Obwohl... ich finde auch viele Pflanzenpokémon entweder richtig niedlich oder cool. Aber wenn man sich verläuft, wäre dann nicht ein fliegendes Pokémon am besten?" Sie tat einen langen Atemzug - sie hatte während ihrem Redeschwall kaum Luft geholt. "Und du?", fragte sie.


    So wie es aussah wäre Anna wohl fast alles recht in der Safarizone, was es für Kyle natürlich etwas schwerer machte ihr was gutes zu tun. Fürs erste nahm er sich vor nur die beiden Typen Feuer und Wasser im Hinterkopf zu behalten da sie diese als erstes erwähnt hatte. Wenn davon noch etwas fliegendes auftauchen würde wäre es wohl ausreichend genug für sie.
    "Also bisher hab ich noch nicht soviel geplant. Ich lass mich überraschen und versuche nichts zu erwischen was seinen Spitznamen bei einer Entwicklung nicht mehr gerecht wird oder was ich bereits vom Element her abgedeckt habe", antwortete Kyle wahrheitsgemäß.


    Eine gute Idee, ein ausgeglichenes Team zu haben, dachte Anna. Und in null-komma-nichts hatten sie die Safarizone erreicht.

    OT: GP von @Cy-Res und mir

    :party: Liebe Dragun :party:
    Wir wünschen dir alles Gute zu deinem Ehrentag
    und möchten uns mit ein paar Texten bei dir bedanken,
    dass es dich gibt.





    :loveyou::love::love::loveyou:

    In der Nähe des frechen Pokémons, das sich nun an der Beere gütlich tat, stand ein Junge, dessen Namen Anna nicht wusste oder - was auch nicht so unwahrscheinlich wäre - dessen Name ihr nicht einfallen wollte. Ansonsten konnte sie nur erkennen, dass er scheinbar etwas von sich zupfte- und keinen Herzschlag später ertönte ein hoher Ruf: "Pichuu!"
    Oh nein! Was auch immer eben passiert war, irgendetwas hatte Pichu beim Fressen gestört. Und bei einem so jungen und temperamentvollen Pokémon, welches seine Stromstöße nicht immer unter Kontrolle hatte, könnte das in einer blöden Situation enden. Sie zog die Kaputze ihrer Jacke über ihr Gesicht, in der Hoffnung, dass man sie so nicht erkennen würde (was natürlich ziemlicher Unfug ist- ihre Jacke würde sie genauso verraten) und zwängte sich durch die Menschentraube.
    Als sie bei Pichu ankam, blickte es wütend um sich, aus seinen Wangen zuckten kleine Blitze. "Pichu, was ist los, was soll das?", fragte sie leise und ging gebückt auf ihr Pokémon zu. "Pichu, Pichuuu!" Es fuchtelte wild mit seinen kurzen Armen. Jetzt sah Anna es: auf seinem Kopf hing ein weißer und offensichtlich klebriger Faden. Seufzend ging sie in die Hocke und zog den Faden hinunter. Peinlich berührt blickte sie um sich und ihr Blick fiel auf den Jungen. Sie vermutete, dass der Faden von seinem Wattzapf stammte, trotzdem war ihr Pichus Reaktion unangenehm, obwohl sie sich sicher war, dass Pichu nicht wusste, dass das wohl keine Absicht gewesen war.
    "Entschuldige.", flüsterte sie an den Jungen gewandt. "Ich hoffe, Pichu hat dir keinen Schock versetzt?"


    OT: Hallo Cy-Res :) Ich hoffe, es ist in Ordnung, wenn Kyle von Anna angequatscht wird ^^

    @Namine


    Ich glaube nicht, es heilt auch alles wieder.
    Nein, bei Privatpatienten gilt auch die Schweigepflicht, aber kriegt man nach einer Behandlung im Krankenhaus nicht auch noch den Betrag der Rechnung nach Hause? Oder meldet sich eine Krankenkasse sonst irgendwie per Post oder so? (Sorry für die blöden Fragen) Und kann ich auch sagen, dass mein Vater als mein Hausarzt nicht informiert werden soll?


    Mein Vater reagiert eher wütend, besonders, wenn meine Mutter- wie gesagt- selbst rückfällig wird. Meine Mutter ist bereits in Therapie, weil sie noch andere psychische Erkrankungen hat.


    Danke für die Tipps :) , ich werde die ausprobieren, vielleicht klappt es ja.

    @Strangiii
    Du hast natürlich recht, aber ich bin über meine Eltern (bzw meinen Vater) privatversichert, heißt die würden es früher oder später erfahren. Und wenn meine Mutter das herausfindet, wird sie sich auch wieder ritzen. (Ist nicht nur einmal vorgekommen, dass meine Mutter sich wegen mir verletzt hat.)


    Edit: ich war mal in Therapie, bin es aber derzeit nicht mehr (also seit etwa 2 Jahren nicht mehr).

    Guten Abend,
    (Ich bin mir ehrlich gesagt unsicher, ob ich das hier posten sollte oder im W&T-Topic, hoffe das ist so in Ordnung... Aber vielleicht hat hier jemand einen Tipp, eventuell...)
    Obwohl es mir in letzter Zeit gut ging, bin ich letzte Woche wieder in die alten Verhaltensweisen geraten. (Im Grunde kann man sagen, dass ich etwa drei Jahre "clean" war (Kratzer, die nach ein paar Wochen fast wieder verblasst waren, zähle ich nicht dazu), aber am Samstag, Dienstag und Mittwoch hatte ich wieder Rückfälle.) Ich gehe heimlich los, um Verbandsmaterial etc zu kaufen, und komme mir dabei extrem dämlich vor, weil ich ja selber diese Sch***e gebaut habe. (Ich habe NICHT vor mich irgendwie schlimmer zu verletzen, wirklich nicht, aber bei mir kommt dann immer das "eine Wunde mehr oder weniger macht auch nichts aus."-Denken hoch. (Entschuldigt bitte, dass ich so wirr schreibe, bin wie gesagt noch etwas durcheinander.)
    Mir ist bewusst, dass ich mit jemandem darüber reden sollte (Lehrer, Eltern, Arzt...), aber es ist mir unangenehm. (Etwa so, als würde ich nie zur Schule gehen und mich dann beschweren, dass ich die Klausuren nicht schaffe.)

    Es kann nicht noch verrückter werden. Ab jetzt überrascht mich gar nichts mehr. Diese Gedanken waren Anna unablässig durch den Kopf gegangen, als sie in der Höhle gestanden und dem Geschehen aus einiger Entfernung stillschweigend und mit weit aufgerissenen Augen verfolgt hatte.
    Ein legendäres Pokémon, das Hilfe brauchte? Obwohl sie den Gedanken nie ausgesprochen hätte, kam es ihr seltsam vor. Suicune wirkt so mächtig, so stark, so edel. Und Celebi auch, obwohl es so klein ist. Ich meine, es kann durch die Zeit reisen. Wer hat denn so viel Macht?
    Und dann hatte Suicune noch gebeten, dass die Gruppe ihre Brüder finden und aufwecken sollen.
    Wie soll man die finden, wenn sie es schon nicht schafft?
    Anna hatte sich fehl am Platz gefühlt, und fragte sich, ob sie sich heimlich raus schleichen sollte. Das geht mich, glaube ich, nichts an.
    Andererseits war sie von der Mystik zu gebannt, Suicunes Worte fesselten sie, zogen sie in einen Bann, den sie nicht widerstehen konnte.


    Erleichtert stellte Anna fest, dass sich die Gruppe langsam zum Gehen wandte. Ich werde versuchen, das hier einfach zu verdrängen. Was gar nicht so leicht werden würde, denn Celebi schloss sich der Gruppe an. Ein legendäres Pokémon? Wird das nicht zu gefährlich? Sie dachte an die Typen, die mit einigen aus der Gruppe vor einigen Stunden noch so erbittert gekämpft haben. Und wie viele werden versuchen wollen, Celebi an sich zu reißen?

    Wäre Anna eine Katze, wäre sie mit gesträubtem Fell aus der Höhle getrottet. Als Mensch konnte man ihr das aber glücklicherweise nicht ansehen.
    Als die Gruppe anhielt, blieb Anna ebenfalls stehen und sah, dass sich um Serena plötzlich mehrere Trainer gescharrt hatten. Ihr Ei schlüpft! Da Anna in der Höhle aus ihrem Winkel leider nicht gesehen hatte, wie Delvins schlüpft, wollte sie jetzt unbedingt dabei sein. Mit hochgerecktem Kopf, auf den im Nu Pichu kletterte, und Dratini sich auf ihren Schultern aufrichtete, um ebenfalls etwas zu sehen, spähte sie im Wechsel zwischen oder - wenn es irgendwie möglich war - über die Köpfe der anderen hinweg.
    Ein Panflam! Es war furchbar niedlich, und Anna beschloss, Serena zu fragen, ob sie es einmal streicheln könnte. Aber erst, wenn sich der Tumult etwas gelegt hat.
    Sie nutzte die Gelegenheit und kramte ihre Wasserflasche aus dem Rucksack. Sie wollte ihren Pokémon ebenfalls etwas anbieten, doch nur Dratini war da. Pichu war nirgends zu sehen. Nicht dein Ernst! Peinlich berührt rief sie nach der kleinen Elektromaus, und hatte das Gefühl, als würden alle über sie tuscheln. Wahrscheinlich bilde ich mir das auch nur ein. Die sind alle viel zu abgelenkt. Ihr Blick glitt suchend umher- und blieb bei dem frisch geschlüpften Panflam stehen. Es hatte eine Beere in der Hand, und bot den umstehenden Pokémon ebenfalls etwas an. Und eines davon war... gelb. Mit einer Mischung aus Ärger und Erleichterung behielt Anna ihr Pokémon fest im Blick. Eigentlich müsste ich mich jetzt zu ihm durchkämpfen...
    Und einen Kampf gab es tatsächlich. Aber nicht zwischen der Menschenmenge und ihr- nein: zwischen einem Frizelbliz und - was sie nicht glauben konnte, obwohl sie es doch sah - dem jungen Panflam! Das Frizelbliz war auf ein Kontra nicht vorbereitet und zog sich so schnell wieder zurück, wie es angegriffen hatte.

    !


    Wie bin ich hierher gekommen?
    Eben noch war ich draußen… Bin an den Menschenhäusern vorbei gelaufen…
    Mit einem Mal war da diese Schlinge. Sie hatte sich um meinen Hals gelegt.
    Dann war plötzlich alles dunkel und hart. Ich war eingesperrt gewesen. Und… es hat so laut gedonnert, der Boden hat sich geschüttelt, alles schien zu beben und zu wackeln.
    Doch jetzt… bin ich hier.
    Das Bodenrütteln hat aufgehört, auch das unablässige Dröhnen und Rumpeln. Die Luft riecht… fremd. Sauer… und bitter. Ein durchdringender Gestank nach Angst, Schmerzen, Krankheit… und nach einer kalten Leere, die ich nicht benennen kann.
    Vom Boden bis zur Decke sind Käfige. Mit anderen Katzen, Hunden und Tieren, die ein wenig wie Menschen aussehen, allerdings mit Fell bedeckt sind.
    Die Furcht um mich herum wirft mich fast von den Pfoten, das Kläffen und Jaulen der Hunde, das Kreischen der menschenähnlichen Wesen und… Wimmern und Schreien meiner Artgenossen lässt mich am ganzen Körper zittern.


    Ein Hund wird aus seinem Käfig gezerrt. Er verschwindet aus meinem Blickfeld, als er aus dem Raum gebracht wird. Wenige Herzschläge später höre ich Schreie. Ich kann ihn nicht verstehen, aber es klingt so verzweifelt, als hätte er furchtbare Schmerzen.
    Ein paar Käfige weiter dreht sich ein Hund immer wieder um seine eigene Achse. Seine Flanken und Beine bluten. Sind das… Bisswunden? Hat er die sich selbst zugefügt?
    Neben mir liegt ein junger Kater auf der Seite. Seine Pfoten zucken, scharren matt in seinem eigenen Unrat. Der Kot ist flüssig, rot, füllt fast den ganzen Käfigboden aus.


    Ruckartig wird mein Käfig aufgerissen. Eine Menschenpfote langt hinein, packt mich grob im Genick. Was hat er mit mir vor? Verzweifelt versuche ich, mich mit meinen Krallen am Boden festzuhalten, doch der Mensch reißt mich so stark zurück, dass ein blitzartiger Schmerz durch meine Pfoten schießt. Eine warme Flüssigkeit strömt aus meinen Krallen und tropft auf den Boden. Oder… von dort, wo sie hätten sein sollen. Ich spüre es, ganz deutlich. Zwei meiner Krallen sind nicht mehr da.
    Der Mensch, der mich noch immer gepackt hält, schüttelt mich. Hilflos wirbeln meine Beine durch die Luft, so heftig werden sie hin- und hergeschleudert.
    Endlich hört der Mensch auf, und meine Beine hängen schlaff an mir herunter. Es fühlt sich an, als wäre alle Kraft aus meinen Beinen geschüttelt worden.
    Dann- holt er wieder aus. - … - Ein Aufprall auf einem Tisch. Meine Brust zieht sich krampfartig zusammen. Mein Körper ist wie gelähmt, doch die Schmerzen spüre ich dafür umso deutlicher.
    Mehrere Menschenpfoten pressen mich auf den Tisch, so fest, dass ich keine Luft mehr bekomme. Verzweifelt versuche ich, auf die Pfoten zu kommen, doch ich kann mich nicht bewegen.
    Etwas bohrt sich in meine Nackenfalte. Etwas… dünnes, spitzes. Irgendeine heiße Flüssigkeit dringt in mich ein. Es brennt, ich möchte atmen, in der Hoffnung, dass das Brennen nachlassen würde.
    Die Griffe lockern sich, und ich werde zurück in den Käfig gestoßen.
    Ich muss hier weg!
    Mit einer Pfote habe ich es bereits aus dem Käfig geschafft, jetzt…
    Mein Bein!
    Es pocht, mein Kopf dröhnt, es ist kaum auszuhalten.
    Meine Pfote ist von der zuschlagenden Käfigtür eingeklemmt worden.
    Instinktiv scheue ich zurück, als die Tür erneut zufällt- und mit einem lauten Knall geschlossen bleibt.
    Ich lecke meine Pfote, und langsam ebbt der Schmerz ab. Doch innerlich scheint mein Körper zu glühen.
    Ich bin... müde. Meine Beine gleiten unter mir weg, und ich stürze mit einem dumpfen Aufprall auf die Seite.


    Wie lange... liege ich schon hier? Alles ist seltsam, undeutlich. Ich bin benommen, immer wieder entgleiten mir meine Gedanken. Mühsam versuche ich, wieder einigermaßen klar im Kopf zu werden. Meine Umgebung scheint hinter einem Nebelschleier verborgen zu sein. Und doch... - nein...
    Da kommt etwas.
    Ein langer, silberner Stock nähert sich. Mit zwei, nach innen gebogenen Dingern, die wie dicke Krallen aussehen. Sie graben sich in meine Flanke, dann eine ruckartige Bewegung... Ein entsetzlicher Schmerz schüttelt meinen Körper. So stark, dass ich aufschreie. Meine Flanke fühlt sich an, als würde sie in Flammen stehen. Gleichzeitig fühlt sie sich kühl und schutzlos an, und dann... warm, als Blut aus der Verletzung strömt. Ich drehe den Kopf- aus meiner Flanke ist ein großes Stück Fell heraus gerissen worden. Keuchend schnappe ich nach Luft, und...
    Plötzlich ebbt der Schmerz ab.
    Bevor ich weiß, was geschieht, krampft sich in diesem Moment jeder Muskel meines Körpers zusammen. Wimmernd wälze ich mich hin und her, mein Körper krümmt sich, mein Magen bäumt sich auf, etwas bahnt sich nach oben... Ich öffne das Maul, und sofort strömt saures, bitteres Zeug aus mir. Alles um mich herum dreht sich, mit jedem Herzschlag erbreche ich mehr von der widerlichen, dickflüssigen Säure.
    Es hört nicht auf.
    Mein Bauch fühlt sich hohl an, und plötzlich nimmt die grünlich-gelbe Flüssigkeit eine rote Farbe an. Ich will das nicht sehen!
    Meine Pfoten kribbeln, meine Beine... Sie werden kalt, und dann... taub. Ich kann sie nicht mehr spüren?
    Wo sind meine Beine?
    Blinzelnd öffne ich meine Augen, ich habe Angst, dass meine Beine nicht mehr da sein könnten.
    Doch... sie sind noch da. Aber ich habe keine Kontrolle über sie. Ohne dass ich es verhindern kann zucken sie, immer wieder, wirbeln unkontrolliert herum.
    Die Farben meiner Umgebung verblassen, in meinen Ohren rauscht und dröhnt es.
    Ein dumpfer Knall- eine Pfote stieß heftig gegen die Käfigstäbe. Ich habe es gesehen, aber nicht gespürt. Die Pfote steht unnatürlich nach außen ab.
    Noch immer fühle ich die Schmerzen nicht. Nur in meinem Bauch, meinem Kopf, meinem Hals...
    Die Taubheit hat sich in meinem Schwanz ausgebreitet, jetzt kann ich ihn auch nicht mehr spüren.


    Ganz langsam lässt auch das unangenehme Rauschen in meinen Ohren nach.
    Ein Gefühl... Es fühlt sich so an, als würde ich langsam einschlafen. Ich schließe die Augen.
    Ich möchte nicht mehr die verdrehte Pfote sehen, nicht mehr die einst grün-gelbe Flüssigkeit angucken müssen, die sich fast vollständig mit dem Blut vermischt hat.
    Das Kribbeln...
    Ich spüre meine Ohren nicht mehr.
    Die Kälte kriecht immer weiter...


    Irgendwas... etwas Schwarzes.
    Eine warme Ruhe.
    Wie... eine Wolke hüllt mich die dunkle Finsternis ein.
    Wie eine... warme... weiche...
    Woge...
    Meine Sinne... alles wird still...
    ...
    warm und ru

    Re-Kommis (heute mal etwas kürzer ^^, sorry)


    @Rusalka
    Danke für dein Feedback und für das Lob. :)
    :danke:
    MfG :)



    @Foxhound
    Auch bei dir bedanke ich mich natürlich für dein Feedback und für das Lob. :)


    Zu der Sache mit dem Doping:
    Ich muss gestehen, dass ich mich in dem Thema nicht so gut auskenne, deshalb weiß ich nicht, ob es ein Mittel gibt, was so auf ein Pferd wirkt wie hier. Letztlich sollte es hier „nur“ dazu dienen, die Schmerzen zu betäuben, damit das Pferd dadurch nicht behindert wird.
    Danke jedenfalls für den Hinweis :)
    MfG ;)

    Sunlight <3


    Obwohl ich kein Profi im kommentieren von Fotos bin, möchte ich mich trotzdem zu vier deiner Fotos äußern :)


    Hunger:


    Hunger 2:



    Vogeljagd:



    Maja:



    Das war’s erst einmal… Entschuldige bitte, dass hier jetzt keine brauchbaren Tipps oder so zu finden sind, aber ich finde nichts zu „bemäkeln“ und freue mich auf weitere Fotos :blush:


    :love:

    Obwohl nach der Aufregung bereits etwas Zeit ins Land gegangen war- hielt sich Anna immer noch etwas abseits von der Gruppe.
    Es war ihr unangenehm, dass die bei dem Kampf das Weite gesucht hatte, außerdem hätte sie nicht gewusst, wie sie sich ihnen gegenüber verhalten solle.


    Der Kontakt mit Pokémon ist wesentlich einfacher als mit Menschen, dachte sie und betrachtete Pichu und Dratini. Während Pichus Wangen von der Hektik leichte Funken versprühten, hielt Dratini sich noch immer seine Augen zu.
    „Es ist vorbei, Dratini. Alles in Ordnung.“
    Vorsichtig hob Dratini den Kopf und blickte Anna fragend an.


    Plötzlich ertönte ein heller Klang, und Anna konnte erkennen, dass die Gruppe es ebenfalls gehört haben musste.
    War es etwas… aus Glas? Oder Kristall?
    Serena holte etwas hervor, was offenbar dieses Geräusch verursachte. Mehr konnte Anna jedoch nicht erkennen.
    Ein unsichtbares Band schien sie aus ihrem Versteck hervor zu ziehen, und mit Pichu und Dratini auf den Schultern folgte sie der Gruppe.
    An die Safarizone dachte sie nicht mehr.
    Das hier war zu seltsam. Geheimnisvoll… unheimlich… beruhigend… alles zugleich!
    Sie folgte der Gruppe zu einem eher wenig vertrauenswürdigen Gelände, doch sie zwang sich, nicht darüber nachzudenken, wie es sei, Klippen hinunter zu stürzen, von den Wellen mitgerissen zu werden und an den Felsen zu zerschellen...
    In einigem Abstand zu den anderen, mit der Hoffnung, jemanden ansprechen zu können um zu fragen, was denn hier los sei und zum anderen mit der Furcht, das Wort zu ergreifen, fand sie sich schließlich in einer Höhle wieder.
    Draußen war immer wieder das Donnern der Wellen zu hören, die gleichmäßig gegen die Höhle rollten und sich mit einem leiseren Rauschen wieder zurück zogen.
    Anna hatte jedes Zeitgefühl verloren, als sie plötzlich hinter den anderen Trainern in eine Kammer trat. Sie kniff die Augen zusammen, um bei der Dunkelheit besser sehen zu können und nicht irgendwo anzustoßen. Oder... gegen jemanden zu stoßen.
    Was ist das für ein Ort? Annas Herz schlug ihr bis zum Hals, doch das Rauschen in ihren Ohren, was nicht nur durch die Wellen, sondern auch durch die Anspannung gekommen war, ließ endlich etwas nach. Angespannt hielt Anna den Atem an, wartete auf etwas, was gleich Geschehen würde.
    Würde überhaupt etwas passieren?
    Was mache ich überhaupt hier? Vielleicht sollte ich doch lieber zur Safariz...
    Sie konnte den Gedanken nicht zuende denken, denn plötzlich wurde die Höhle von einem grellen Licht erleuchtet. Eine Sekunde lang vermutete Anna, Pichu könnte sich irgendwie selbst eine neue Attacke beigebracht haben, verpasste sich aber im Geiste eine Ohrfeige.
    Das war kein gewöhnlicher Blitz...
    Sie blinzelte und versuchte, die tanzenden bunten Punkte vor ihren Augen zu verscheuchen. In ihrer Aufregung verschluckte sie sich und versuchte krampfhaft, ihr Husten zu unterdrücken.
    Träume ich oder...?
    Automatisch blieb ihr Blick an der Wasseroberfläche einige Gallopasprünge entfernt haften. Vor Überraschung klappte Anna der Unterkiefer runter, und auch ohne sich selbst zu sehen wusste sie, dass ihre Augen groß und rund wie Vollmonde geworden sein mussten, denn...
    Was... was ist das?
    Eine unbekannte Gestalt stand auf der Wasseroberfläche und sah die Gruppe unverwandt an. Eisige Schauder liefen Anna den Rücken hinab, gleichzeitig wurde ihr heiß, als würde sie ihn Flammen stehen. Noch die hatte sie sich so gefühlt, zerrissen in ihren Empfindungen, ängstlich, beschützt, ruhig, alles auf einmal. Von dem Wesen ging trotz seines schmalen Erscheinens eine ungeheure Kraft aus.
    Annas Kopf fühlte sich leer an, während ihre Gedanken umher wirbelten. Sie konnte nicht einmal sagen, an was sie dachte.
    So plötzlich wie das Wesen erschienen war, so überraschend begann es zu sprechen. Es hieß sie in seiner Kammer willkommen, erzählte etwas von der "Reinglocke", und dass diese ein Schlüssel sei.
    Ein Schlüssel wofür? Für diese Kammer? Oder... für etwas anderes?
    Dann blickte es vier aus der Gruppe einzeln an. "Übrigens, Freunde, ihr habt euch in den letzten hundertfünfzig Jahren wirklich kein Stück verändert!"
    Was?! Mühsam unterdrücke Anna ein erschrockenes Aufstöhnen.
    Kneift mich mal jemand? Ich glaube, ich träume... Oder ich spinne. Hundertfünfzig Jahre? Kein Stück verändert? Freunde? Bedeutete das, einer der vier hatte eine Erklärung für das hier? Oder sogar alle?



    Andächtig hörte Anna zu, saugte jedes Wort, das hier in dieser Kammer gesagt wurde, gierig in sich auf, egal, ob es von dem fremden Wesen oder einem aus der Gruppe kam. Jeder Sinn von ihr arbeitete auf Hochtouren, als müsste sie jede Sekunde voll auskosten.
    Sie hörte zu, wie Serena die Geschichte erzählte. Eine Geschichte, die Anna vermutlich nie geglaubt hätte, würde sie nicht hier an diesem Ort sein.
    Dieses Suicune... war ein Aquana?
    Ja, gut... Aber... wie hat das mit dem Zeitreisen geklappt?

    Als Suicune wieder die Stimme erhob, sollte diese Frage beantwortet werden.
    "Zeig dich schon, Celebi! Ich weiß, dass du da bist."



    Irgendwie überraschte Anna nach Suicunes Begegnung und dem Hintergrund des Geschehens überhaupt nichts mehr. Zumindest nahm sie es sich vor, sich nicht mehr aus der Ruhe bringen zu lassen.
    Ein elfenartiges Pokémon erschien- das musste Celebi sein.
    Anna hatte Geschichten über das Pokémon gehört, dass es durch die Zeit reisen kann.
    Und anscheinend kann es auch andere in die Zukunft- oder in die Vergangenheit- schicken.



    Als sie jedoch von einer sonderbaren Krankheit hörte, warf Anna das Vorhaben, sich nicht mehr schocken zu lassen, unfreiwillig sofort wieder über den Haufen.
    Sind... Ist meine Familie auch gefährdet?
    Angst überkam sie, und am liebsten wäre sie gleich heute noch zurück nach Hause gereist.
    Und... was wird jetzt passieren?

    Ich freue mich auf das Spiel :)
    Werde denke ich (erst einmal? :D ) Pokémon Sonne kaufen, wegen dem Legi. (Sieht ein bisschen aus wie Saberleomon :D )
    Die Starter... Auch wenn mir jetzt vermutlich einige gerne eine scheuern würden, aber...
    Okay, der Pflanzenstarter geht auch, werde vermutlich den Wasserstarter nehmen, aber der Feuerstarter...
    Sorry, doch der sieht ziemlich...
    Ich habe nichts gegen eine Feuerkatze, aber warum musste man die Augen so darstellen? Wenn so ein Pokémon vor mir stehen würde, hätte ich den Eindruck, dass es stets folgendes denkt: "Öhhhh... Wuat'n losch? Häää?" oder so ähnlich ._.
    Ich tippe (ebenfalls), dass diese Katze zu Feuer/ Unlicht wird (Geist würde ich auch nicht ganz ausschließen), vielleicht wird die letzte Entwicklungsstufe ja besser aussehen, aber im Moment habe ich da wenig Hoffnung.


    Trotzdem : tolle Grafik, tolle Landschaften, die Protagonisten sehen älter und größer aus als in den Vorgängern...
    Also ich bin gespannt :)