Wertlos - Season 2

Die Insel der Rüstung erwartet euch!


Alle Informationen zum ersten Teil des Erweiterungspasses "Die Insel der Rüstung" findet ihr bei uns auf Bisafans:

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  • Wertlos
    Season 2


    Noname Ember Nova war die Erste, in der Geschichte dieser Spiele, die sich zwei der Titel, der zehn Antiken angeeignet hatte.
    Man erzählt sich, dass sie noch keinen einzigen Kampf verloren hat und selbst von den Schöpfern wegen ihrer Macht gefürchtet wird.
    Aber für mich ist sie nur ein weiterer Grund, um aus diesem Drecksloch zu verschwinden.


    http://i.imgur.com/YmUQm5c.jpg
    Quelle




    Season 2
    Diese Geschichte ist eine Fortsetzung von Wertlos.
    Die Story schließt an das Ende von Season 1 an und es ist daher zu empfehlen, erst Season 1 zu lesen, bevor ihr hier beginnt.
    Ich habe den Header von Wertlos übernommen, da sich am Inhalt nichts geändert hat.


    Genre
    Fantasy/Sci-Fi


    Inhalt/Warnung
    Schriftliche Darstellung von Gewalt (hier und da werden Körperteile abgetrennt, etc.)
    Leichte anzügliche Sprache (ab und an verwende ich Schimpfwörter)
    Leichter sexueller Inhalt (nackte Haut wird öfters umschrieben, kein Sex)
    Verwirrender Inhalt (die Geschichte ergibt nicht immer Sinn)
    Altersempfehlung: 16 (muss jeder für sich selbst entscheiden)


    Idee
    Ich habe sehr viel aus meinem Leben in diese Geschichte gesteckt, daher werdet ihr des öfteren Namen, Zitate
    oder Ähnlichkeiten zu Dingen erkennen, von denen ihr vielleicht schon einmal etwas gehört habt.
    Durch die Vielzahl an Charakteren in meiner Geschichte, habe ich einige Persönlichkeien aus meinem Freundeskreis in die Figuren gesteckt.
    Einige Charaktere wurden auch von Freunden oder Familienmitgliedern kreiert.


    Danksagung
    Danke an alle, die diese Geschichte gelesen haben, sie lesen und/oder sie verfolgen.
    Danke an alle, die Figuren oder Teile der Story beigetragen haben.
    Ich freue mich über jeden Beitrag und über jede Kritik, denn dadurch wird diese Geschichte immer länger.
    (Ich bin offen für neue Ideen, da das Ende noch in Planung ist.)


    PS:
    Ich übernehme keine Verantwortung für Augenkrebs, Hirnblutungen, Übelkeit oder sonstige Symptome die diese Geschichte eventuell verursachen könnte. Ihr wurdet gewarnt.
    Weiteres entschuldige ich mich für sämtliche Rechtschreib-, Gramatik- oder Satzstellungsfehler.



    Kapitel:
    Season 1.


    Season 2.
    Prolog - Aufstieg der Flamme
    Kapitel 1. - Märchen
    Kapitel 2. - Hexe
    Kapitel 3. - Kinderspiel - Teil 1
    Kapitel 3. - Kinderspiel - Teil 2
    Kapitel 4. - Zwickmühle - Teil 1
    Kapitel 4. - Zwickmühle - Teil 2



    Jason

    Krieg: I'll never forget the way her holes cried... The way she screamed in agony as she pushed the knife slowly into my sternum...
    Such a beautiful symphony of feelings, and at the end of it, she was so much greater! My operatic diva of flesh and steel!!

    7 Mal editiert, zuletzt von JaySun ()

  • Aufstieg der Flamme nannten sie es. Novas Aufstieg in den 33. Rang brachte einige Veränderungen mit sich. Die Regeln ändern sich zwar laufend, aber noch nie so zum Wohle des Teams. Teams durften nun auch außerhalb der strukturierten Kämpfe gegründet oder erweitert werden. Dazu musste sich der Leiter des Teams in einem offiziellem Kampf dafür als würdig erweisen. Töten war nach wie vor außerhalb der Arena verboten und es wurden nun neben den Trainingshallen spezielle Duell-Arenen zur Verfügung gestellt. Die Schöpfer leckten sich die Finger, da sie dadurch mehr Kämpfe verkaufen konnten und sie keine Spieler verloren.


    Weiteres wurde die Regel der Wahl hinzugefügt, welche besagt, dass jeder ein freies Zeitfenster hat, indem er mindestens einen Kampf absolvieren muss. Damit war die Chance gegeben, den Kampf auf einen fixen Termin, der beiden Teilnehmern recht war, festzulegen. Man konnte nun sogar mehrere Kämpfe an einem und dem selben Tag haben. Für die Wahnsinnigen die darauf stehen...


    Ich? Nein. Ich nutzte den letztmöglichen Termin. So gerne ich auch ein paar Schädel einschlage, aber ich blieb lieber ungesehen. Wer ich bin? Spielt das überhaupt eine Rolle? Hat meine Existenz überhaupt einen Sinn? Vielleicht früher einmal, doch jetzt war es mir ein Rätsel. Aber eine Sache weiß ich. Ich verlasse dieses Loch auf meine Art und zwar lebend.

    Krieg: I'll never forget the way her holes cried... The way she screamed in agony as she pushed the knife slowly into my sternum...
    Such a beautiful symphony of feelings, and at the end of it, she was so much greater! My operatic diva of flesh and steel!!

  • Märchen


    "Kennst du die Geschichte vom Aufstieg der Flamme? Kra!" fragte die kleine Gestalt, der ein großer Schnabel aus der Kapuze ragte. "Mhh! Die Geschichte ist toll! Du musst sie dir anhören! Kra war am Ort des Geschehens!" sagte der zweite Mann der am Tisch in der Lobby saß. Er hatte kurzes braunes Haar und trug ein einfaches Hemd und einen Schal. Die Haut in seinem Gesicht und auf seinen Händen war rau und rissig. Der dritte Mann saß schweigend daneben und schien nicht den Eindruck zu machen, sich die Geschichte anhören zu wollen. Er trug eine weiße Mütze, die fast seine Augen verdeckte und einen grauen Anzug, den ich aus meiner Position kaum erkannte. Unter der Mütze standen ein paar blonde Haarschipfel heraus. Ein Piercing schmückte seine Unterlippe und eine Narbe seine Wange. "Hör sie dir einfach an." sagte der braun-haarige als er nicht antwortete. "Nun gut. Kra. Ich stand da, Auge in Auge mit einem riesigen Monster. Kra. Es hatte hunderte, wenn nicht tausende Arme die aus seinem Rücken ragten, kra, und alle besetzt waren mit vergifteten Klingen. Ich schlug das grässliche Monster mit meiner Hand zur Seite und musste feststellen, kra, dass das Monster nicht alleine gekommen war. Eine gigantischer Koloss, mit einer Rüstung aus geschwärzten Knochen baute sich vor mir auf. Kra!" erzählte Kra und hob seine, mit schwarzen Federn besetzten Hände in die Höhe. "Äh, ich glaube ich werde den Rest erzählen." sagte der zweite Kerl. "Was?! Unterbrich mich nicht! Kraa!" beschwerte sich Kra. "Sorry, aber dein ständiges 'Kra! Kra!' macht die ganze Geschichte kaputt." sagte der zweite wieder. Ich musste grinsen und legte meinen Kopf nach hinten auf das kalte Rohr auf dem ich saß. "Und ich wollte euch etwas von den zehn Antiken erzählen, aber wie es aussieht hab ihr ja kein Interesse an etwas Geschichte." beschwerte sich die Krähe weiter. Meine Ohren zuckten und ich blickte wieder hinunter auf die drei Leute. "Die zehn Antiken? Ich dachte das sei bloß ein Märchen, eine Geschichte, nichts weiter. Hast du das gewusst, Imp?" sagte der zweite verwundert und stieß den dritten an, der ihn weiter nur anschwieg aber etwas konzentrierter wirkte. "Ja! Ich möchte auch gerne mehr darüber wissen!" meinte der braun-haarige. "Gut. Kra! Dachte ich es mir doch. Aber ihr wisst: Information hat seinen Preis. Kraa!" sagte die Krähe und hielt eine Hand offen hin. Der Mann mit dem Schal zögerte kurz, doch dann legte er Kra eine kleine Karte in die Hand. "Sehr gut. Kra! Die zehn Antiken, sie waren die ersten zehn von uns. Jeder von ihnen bekam einen Titel, den er nur durch seinen Tod ablegen konnte. Kra! Vier der Antiken weilten bis vor nicht all zu langer Zeit noch unter uns, doch die Flamme eignete sich gleich zwei der Titel an, kra, wie ihr wisst. Ember und Noname. Doch die zwei anderen sind nicht so bekannt wie diese. Kra!Man erzählt sich, dass sie ein junges Liebespärchen waren und durch einen tragischen Unfall beide nun lebendig ein einem großen, kra, Kristallblock an einem verbotenem Ort eingeschlossen sind. Kra! Und man erzählt sich, selbst die Schöpfer konnten sie nicht aus dem Kristall befreien. Kra!" erzählte Kra.


    "Wow! Und wo ist dieser verbotene Ort?" fragte der zweite. "Der genaue Standort ist unbekannt und wird auch von jedem, der es weiß verschwiegen. Kra. Aber so viel ich weiß, ist es ein großer Flügel einer Halle. Kra. Angeblich soll man ihre Schreie durch die Wände der Halle hören, wenn man daran vorbei geht. Kra!" erzählte Kra weiter. "Das ist ja richtig unheimlich..." sagte der zweite und sah Imp an. "Unheimlicher ist die Geschichte von Terrakotta." sagte Imp plötzlich mit leiser gelangweilter Stimme. „Er redet. Kra!“ krähte Kra. „Was meinst du?“ fragte der braun-haarige. „Terrakotta ist auch einer der zehn Antiken. Er hat eine ähnliche Fähigkeit wie du, Troll. Doch sein Körper regeneriert sich immer wieder nach und dadurch ist er von den Schöpfern eingesperrt worden, die ihn ernten wie eine Pflanze. Sie betreiben ihre Maschinen, wie die Wächter mit ihm.“ berichtete Imp. „Hmm...“ brummte Kra. „Woher wisst ihr so etwas?“ fragte Troll und richtete seinen Schal. „Ich habe meine Quellen. Kra!“ sagte Kra und stand auf. „Ich würde noch gerne weiter mit euch plaudern, aber ich werde noch wo anders gebraucht. Kra!“ sagte Kra und ging aus der Lobby. „Mutter Erde wird dich schützen.“ sagte Troll und winkte Kra hinterher. Das war meine Chance. Ich sprang von dem Rohr herunter, auf dem ich saß.


    „Hast du das gehört?“ fragte Troll als ich auf dem Boden landete. Imp gab keine Antwort und ich verschwand in dem Gang in den auch Kra gegangen war. Ich folgte der kleinen verhüllten Krähe unauffällig einige Meter. „Ich kann dich spüren! Kra!“ sagte er und blieb stehen. „Ich wäre enttäuscht, wenn dem nicht so wäre.“ sagte ich und setzte meine Kapuze ab. „Ich habe einen Auftrag für dich, Kra.“ sagte ich. „Mein Name ist Fall! Kra! Fall der Dritte! Und wie kommst du darauf, dass ich einem daher gelaufenem Weib wie dir helfe? Kra!“ beschwerte er sich. „Erstens: Dir wird gar keine andere Möglichkeit geboten. Zweitens: Ich bezahle gut und ich weiß, dass du die Punkte gebrauchen kannst.“ sagte ich und zückte eine kleine Karte auf der man Punkte speichern konnte. „Um was für einen Auftrag handelt es sich? Kra. Und von wie viele Punkte reden wir hier.“ klapperte er mit seinem Schnabel. „Zweihundert Punkte.“ antwortete ich. Er blieb stocksteif stehen und sein Schnabel wippte kurz nach oben. „Kra! Und über was für eine Aufgabe sprechen wir hier eigentlich?“ fragte er misstrauisch. „Du sollst mir eine Karte, der Gänge und Räume erstellen.“ sagte ich. „Nein. Vergiss es! Kra! Weißt du nicht was passiert wenn du dich gegen das System auflehnst? Wächter passieren! Kra! Oder noch schlimmer. Sucher. Nein!“ krächzte Kra. „Das ist mir egal. Ich will diese Karte! Und glaub mir, ich kann dir mehr Schmerzen zufügen als so ein lausiger Wächter.“ sagte ich und ließ zwischen meinem Zeige- und Mittelfinger einen knisternden Blitz entstehen. „Andere zu verletzten ist verboten und wird mit dem Tod bestraft, kra, dass weißt du hoffentlich.“ sagte Kra kalt. Bei dieser Aussage musste ich grinsen. Ich zog ein verziertes Springmesser aus meinem gebundenen Stiefel. Kras Augen blitzten unter seiner Kapuze hervor, als er den gedrehten Griff des Messers sah. Ich entlud die elektrische Energie, die sich in meiner Hand angestaut hatte über den Griff des Messers und eine hellblaue Klinge aus Strom schoss aus dem Griff. „Ein Messer ohne physikalische Klinge. Spannende Sache, nicht wahr? Willst du herausfinden ob sie sich trotzdem anfühlt wie eine echte Klinge?“ fragte ich ihn und lächelte ihn finster an. „Du bist ein wahres Monster, Weib!“ antwortete die kleine Krähe und willigte damit ein. „Mein Name ist Raven. Merk dir das!“ sagte ich und steckte das Messer wieder in meinen Stiefel zurück. „Wenn ich dich das nächste Mal aufsuche, hast du die Karte besser fertig.“ sagte ich und kehrte Kra den Rücken zu. Kra murmelte noch irgendetwas und klapperte mit seinem Schnabel als ich wieder zurück in die Lobby ging.


    In der Lobby angekommen, schaute ich noch einen Sprung bei dem Nahrungsmittel-Verkaufsstand vorbei. Troll und Imp saßen noch immer an dem gleichen Tisch und Imp ließ sich von Troll bereden. Imps Augen folgten mir aufmerksam, unter dem Rand seiner Mütze hervor. „Hast du noch dieses eine Fleisch? Du weißt schon. Das vom letzten Mal, das mit dem großen Gemüsespieß.“ fragte ich die Drohne als ich beim Verkaufsstand angekommen war. „Aber natürlich.“ sagte die Drohne freundlich. „Ist es noch immer so teuer, oder bekomme ich heute vielleicht einen Stammkundenrabatt?“ fragte ich die Drohne weiter. „Der Preis hat sich auch für dich nicht verändert.“ antwortete die Drohne mit ihrer künstlich-freundlichen Stimme wieder. „Schade.“ sagte ich und drehte mich leicht auf die Seite. Da ertönte hinter mir plötzlich die Stimme eines kleinen Kindes. „Gibt es hier noch Sandfrüchte? Uff!“ fragte die Stimme und etwas rempelte mich gegen meinen Hintern. „Hey! Pass doch auf du Trampel!“ sagte ich und drehte mich um. Ich blickte hinunter auf einen roten zerzausten Haarschopf.


    „Pass auf wo du hin fasst!“ sagte ich zu dem Kind. Ein sehr junges Mädchen starrte mich mit einem schwarzen und einem roten Auge, aus dem hohen Kragen ihres Rollkragenpullovers an. Ihre langen roten Haare standen fast in alle Richtungen ab und der Pulli war ihr viel zu groß, so dass er ihr bis zu den Knien herunter hing und ihre Hände nicht das Ende des Ärmels erreichten. Eine einzelne schwarze Strähne hing ihr ins Gesicht und sie war ständig damit beschäftigt sie wieder weg zu wischen. „Oh! Entschuldigung. Ich habe dich nicht gesehen.“ sagte sie und sah an mir hoch. „Dann mach deine Augen auf und schneide dir mal den Mob, den du da auf deinem Kopf hast, Rotkäppchen!“ sagte ich genervt. Plötzlich stand da ein großer weißer Wolf, der wie aus dem Nichts erschienen war. „Jo! Pass auf wie du mit Ihr sprichst! Weißt du nicht wer das ist?“ fing der Wolf an, sich zu beschweren. Er stand auf zwei Beinen und hatte breite Schultern. Er war gewiss zwei Köpfe größer als ich und das mit meiner Größe von 1,79 Meter. Der Wolf hatte eine graue Jogginghose an und eine grelle gelbe Neon-Kappe auf dem Kopf. „Und da ist auch schon der große böse Wolf, witzig...“ sagte ich gelangweilt und gab dem Wolf einen kalten Blick. „Ey! Machst du dich über uns lustig? Ich werde dir...“ sagte der Wolf doch er wurde vom Rotkäppchen an der Hose gezogen. „Lass es gut sein...“ sagte sie und widmete sich wieder der Drohne die gerade mein Lieblingsfleisch einpackte. „Habt ihr hier nun noch Sandfrüchte?“ fragte sie die Drohne wieder. „Hmm. Sandfrüchte? Weißt du, ich verkaufe hier hauptsächlich Fleisch. Sind Sandfrüchte nicht eine Spezialität der Rang 5 Lobby?“ fragte die Drohne. „Ja, aber dort waren wir schon und dort waren sie ausverkauft. Man hat uns gesagt, dass wir hier eventuell welche bekommen könnten.“ erzählte Rotkäppchen. „Hmm. Das ist in der Tat merkwürdig. Ich werde im Lager nachsehen.“ sagte die Drohne und reichte mir mein eingepacktes Fleisch. „Nein. Selbst im Lager sind keine vorrätig.“ sagte die Drohne nach einer kurzen Zeit. „Verdammt! Sind wir etwa den ganzen Weg hier her umsonst gekommen? So ein Scheiß! Was machen wir jetzt? Du brauchst doch etwas zu essen!“ regte sich der Wolf auf. „Uns wird schon etwas einfallen, keine Sorge.“ sagte das Mädchen und streichelte das Knie des Wolfs. „Vielen Dank!“ sagte die Drohne als ich den Stand verließ. Ich hatte etwas Mitleid mit dem kleinen Mädchen da ich auch schon einmal hungern musste und ihr Leid etwas verstehen konnte. Doch ich konnte meinen Gefühlen nicht nachgeben, immerhin gab es diese 'tollen' Nahrungspillen...


    Ich genoss das gute Steak, als wäre es meine letzte Mahlzeit und das aus gutem Grund. Ich wurde ohne mein Zustimmen, an einem Turnier angemeldet und das, obwohl ich kein Team hatte. Ich war etwas nervös und Nervosität zeigte sich bei mir etwas anders, als bei anderen. Ich wartete nun in meinem Zimmer auf die Drohne, die mich immer zu meinen Kämpfen abholen würde. Mein ganzer Körper kribbelte und ich konnte kaum still sitzen. Ich überprüfte meine Armreifen, doch sie blockierten den Strom, der sich in meinen Händen sammelte so wie sie sollten. Ich hatte mein Springmesser dabei, Meine Peitsche hing an meinem Gürtel und mein Gewand war in Ordnung. Die schwarzen, hohen geschnürten Stiefel waren bequem und boten einen sicheren Halt. Die kurzen schwarzen Shorts und die braunen Ledergürtel die um meine Hüfte und und Beine gewickelt waren, betonten meine Hüften, doch sie waren kein guter Schutz vor Messern oder ähnlichem. Meine weiße Bluse bedeckte meine Arme und ein schwarzes Lederkorsett stützte meinen Rücken und drückte meine Brüste nach oben. Das Korsett war etwas zu klein für meine Oberweite, aber ich hatte noch nicht die Zeit um es anpassen zu lassen. Meine Haare hatten die selbe Farbe wie meine Blitze. Blitz-blau. Sie waren etwas kürzer und durch den Reststrom der in meinem Körper war, bildeten sie natürliche Zacken und Spitzen die immer ein bisschen von meinem Kopf abstanden. Ich starrte auf mein grinsendes Abbild im Spiegel. Ich konnte dieses Grinsen nicht unterdrücken. Meine grauen Augen funkelten und der Druck in meiner Brust drohte mich zu zerreißen, wenn ich ihn nicht durch einen lauten Schrei heraus ließ. „Turnier wird gestartet.“ sagte plötzlich die Stimme einer Drohne die aus dem Boden fuhr. Die Drohnen gab es seid der neuen Regel, sie sorgten dafür, dass die Teilnehmer der Kämpfe auch zum Kampf erschienen. Da ich Bee schon vor einiger Zeit verloren hatte, tauchte diese Drohe vor jedem Kampf in meinem Zimmer auf. Eine Türe öffnete sich und ich ging hindurch. Ich betrat einen kleinen gemütlichen Raum mit einer Couch, einem Tisch und einem großen Bildschirm. In dem Raum waren schon zwei Personen und ich wunderte mich warum.


    „Hi.“ sagte der Mann in Grau. Er hatte längere graue Haare die zu einem Pferdeschwanz gebunden waren und er trug eine runde Brille. Weiteres trug er eine graue Stoffhose und ein einfaches graues T-Shirt. Selbst seine Haut und seine Augen waren grau. Die zweite Person saß auf der Couch. Neben ihr lehnte ein großer Bogen aus Holz und Metall. Der ganze Körper der Person war in hell-braune Mullbinden gewickelt, so, dass nur seine spitzen Ohren und ein rötliches Auge heraus schauten. Auf seinem Kopf schaute ein großer Schopf von blassen blonden Haaren heraus und auch seine Ohren sahen etwas blass aus. Der Typ, der aussah als ob er aus einem schwarz-weiß Film gerissen wurde, sah mich an und lächelte. „Wer bist du und warum bist du hier? Und warum sitzt da eine Mumie?“ fragte ich. „Mein Name ist Vector und das da ist Frisco.“ sagte der graue und zeigte auf die Mumie. „Also bekomme ich jetzt ein zufälliges Team? Ist ja super!“ sagte ich sarkastisch. „Mmh, ja. Hör zu Mädchen...“ fing Vector an zu reden. „Ich heiße Raven. R. A. V. E. N.“ buchstabierte ich meinen Namen. „Ok. Hör zu, Raven. Wir sind noch nicht vollständig. Uns fehlt noch...“ wurde er erneut unterbrochen, als sich die Türe gegenüber öffnete. Ein Mädchen schwebte zur Tür herein. Sie hatte längere, gewellte blonde Haare und ihre Augen leuchteten gelb. Ein großer Umhang verdeckte den Rest ihres Körpers. „Jetzt sind wir komplett.“ sagte Vector. „Willkommen im Irrenhaus!“ rief ich ihr zu. „Was hat das zu bedeuten?“ fragte sie. Ihre Stimme war merkwürdig, sie hatte ein Echo ihrer eigenen Stimme, das von ihr hallte. „Ich nehme an, dass hier alle kein Team haben so wie ich. Ich weiß nicht warum wir hier zusammen sind, aber lasst uns doch einfach abwarten.“ sagte Vector. „Ich bin übrigens Raven, das ist Vector und die Mumie da ist Fresscode.“ sagte ich. „Sein Name ist Frisco.“ sagte Vector. „Woher willst du das wissen? Er spricht doch nicht ein Mal!“ sagte ich. „Beruhige dich doch! Was ist los mit dir?“ fragte Vector. „Ok, toll. Toll super toll.“ sagte ich und legte mich quer auf die Couch. „Oh Gott. Das kann ja was werden.“ seufzte das schwebende Mädchen. „Ich bin Lullaby.“ sagte sie. „Wenn wir jetzt alle versammelt sind, weiß einer von euch was uns hier erwartet?“ fragte Vector. „Nope.“ antwortete ich und überkreuzte meine Beine auf dem Schoß von Frisco. Friscos eiskalter Blick durchbohrte mich, aber um sie nun wieder runter zu geben, war es jetzt auch schon zu spät.


    „Ich sehe so etwas hier auch zum ersten Mal.“ sagte Lullaby. „Ich nehme an, dass wir Wohl oder Übel zusammenarbeiten müssen um hier wieder raus zu kommen.“ sagte Vector und sah mich bei diesen Worten an. „Oh! Du meinst mich? Ich werde euch schon nicht im Weg herumstehen, versprochen!“ sagte ich. „Wir alle müssen zusammenarbeiten. Ich würde vorschlagen, dass wir uns Anhand unserer Fähigkeiten und unserem Können eine Strategie ausdenken.“ sprach Vector weiter. „Ja das ist eine super Idee! Und dann bemalen wir uns gegenseitig unsere Fingernägel und ich backe für uns alle meinen speziellen Schokokuchen!“ sagte ich. „Ich meine das ernst!“ sagte Vector etwas verärgert. „Ich finde das gar keine so schlechte Idee.“ sagte Lullaby. „Was? Echt?“ fragte ich und sah sie fragend an. „Nicht deine! Seine!“ sagte sie und platzierte sich neben Vector. „Aww... Neija, wenigstens haltet Frisbee zu mir. Stimmt's?“ sagte ich und stupste Frisco mit meinem Stiefel in die Rippen. Sie gaben nach und mein Stiefel versank leicht in seinem Körper. Die Gänsehaut lief mir über den Rücken. „Sag mal. Bist du dir sicher, dass der Kerl noch am Leben ist?“ fragte ich Vector, da ertönte plötzlich ein Signalton und auf der Wand erschien ein Bild.


    „Willkommen Teilnehmer!“ sprach eine weiche weibliche Stimme aus versteckten Lautsprechern. „Ihr Vier wurdet für die Rolle der Maulwürfe auserkoren, um an dem heutigen Wettstreit teilzunehmen. 'Der Ruf des Maulwurfs' ist ein Turnier bei dem zwei verschiedene Gruppen von Teilnehmern versuchen, unterschiedliche Ziele zu erreichen. Die Gruppen bestehen aus den Maulwürfen die aus vier Jägern gebildet werden und vier Teams, dessen Anzahl variieren kann, die die Regenwürmer sind. Das Ziel der Regenwürmer ist es, die Höhle, welches als Turnierumgebung dient, zu verlassen. Das Ziel der Maulwürfe ist es die Regenwürmer daran zu hindern. Sieg der Würmer kann nur erlangt werden, wenn zwei oder mehr Mitglieder aus dem selben Team den Ausgang erreicht haben und mindestens vier Mitstreiter, unabhängig welcher Gruppe sie angehören. Sieg der Maulwürfe kann nur erlangt werden, wenn sie die Personenanzahl der Regenwürmer auf Drei oder weniger reduziert haben, oder wenn sie die Anzahl der Würmer außerhalb der Höhle, drei Tage lang unter Drei halten können.“ erklärte die Stimme und auf dem Bildschirm wurden die Regeln aufgezählt. „Was?! Wir müssen zu viert gegen vier ganze Teams kämpfen!?!“ rief Vector entsetzt.


    „Um den Maulwürfen einen Ausgleich zu geben, da sie Zahlenmäßig im Nachteil liegen, werden für dieses Turnier vier einzigartige und mächtige Gegenstände vergeben, die zugleich Teil der Belohnung im Falle des Siegs sind. Weiteres werden beim Sieg über die Regenwürmer 300 Punkte auf das Konto jedes Maulwurfs gutgeschrieben. Das Turnier startet in zehn Minuten.“ somit verabschiedete sich die Stimme und ein kleines Regal fuhr aus der Wand heraus. Auf dem Regal lagen vier farbige Steine, die Symbole aufgedruckt hatten. Ein Schild, eine Faust, ein Blitz und ein Auge. Ich hatte kaum Zeit nachzudenken, da bewegte sich plötzlich Frisco und griff nach einem der Steine. Der Stein verschwand unter den Bandagen in seiner Hand. „Hey! Was ist, wenn ich den nehmen wollte?!“ rief ich und trat nach ihm. Frisco allerdings blieb wieder teilnahmslos sitzen und starrte weiter in den Raum hinein. „Was sind das für Steine?“ fragte Lullaby. „Offenbar etwas wichtiges, sonst hätte er sich hier nicht bewegt...“ sagte Vector und ging zu dem Regal. „Ein Schild, ein Auge und eine Faust.“ sagte er. „Den Blitz hat er sich anscheinend genommen. Dabei wollte ich den haben! Blitze sind so was wie mein Markenzeichen! Das ist echt gemein!“ fing ich an herum zu jammern. „Dann nimm dir einfach einen anderen! Ich werde den hier nehmen.“ sagte Vector und nahm sich auch einen der Steine. Ich stand nun auch auf und ging zu dem Regal, welches aus meiner Reichweite war. „Bleiben noch Faust und Auge. Ich bin sicher nicht das Auge!“ sagte ich und schnappte mir den schimmernden Stein mit der Faust. Der Stein mit der Faust war kreisrund und die Oberseite war leicht gewölbt. Ich steckte ihn unter den Gürtel an meinem Bein und sah zu den Anderen. Lullaby betrachtete den Stein mit dem Auge in ihrer Hand und war anscheinend genauso ratlos wie ich. „Wir werden sehen was die Dinger können, aber jetzt zurück zu unserer Strategie.“ sagte Vector und griff sich nachdenklich ans Kinn.


    Lullaby hob ihre Hand und sie fing an leicht zu flackern. Eine kleine Topfpflanze aus einer Ecke des Raums hob plötzlich vom Boden ab flog über Vectors Kopf hinweg und landete wieder auf dem Glastisch. „Woah! Kann das mein Stein auch?!“ rief ich und griff aufgeregt nach meinem Stein. „Nein, das ist meine Fähigkeit. Aber ich weiß jetzt was mein Stein kann.“ sagte Lullaby und hatte ein unheimliches Grinsen im Gesicht. Vector sah sie an und hob nun auch seine Hand. Ein grauer Pfeil erschien wenige Millimeter von seinem Arm entfernt. Es war ein Pfeil wie ein Wegweiser-Schild oder wie eine Verkehrszeichen-Tafel. Vectors Stein hatte eine ovale Form und passte genau in einen Ring am Ärmel seines Anzugoberteils. Die Pfeilplatte, dessen Spitze in die Richtung seiner flachen Hand zeigte wurde plötzlich breiter. „,Ha, ein Schild!“ sagte er und betrachtete den Pfeil. Frisco blieb weiter regungslos sitzen. Nun wollte ich auch wissen was es mit meinem Stein auf sich hatte, aber mir konnte nichts einfallen wie eine Faust meinem Strom helfen konnte. „Du musst deine Fähigkeit schon ausprobieren um heraus zu finden was dein Stein kann.“ sagte Lullaby. „Pff! Eine Faust macht mich wohl stärker, wenn bei ihm ein Schild das bewirkt.“ sagte ich und zeigte auf den großen Pfeil auf Vectors Arm. „Wenn du das sagst...“ sagte Lullaby und wendete sich der Tafel mit den Regeln zu. „Also. Die einzige Taktik die mir momentan in den Sinn kommt, ist die, dass wir zusammen losgehen und uns die Teams vornehmen die an uns vorbei wollen.“ sagte Vector und lies seinen Pfeil wieder verschwinden. „Wie wär's wenn wir sie einfach anzünden?“ fragte ich. „Mach das. Solange du das Team nicht behinderst, mach was du für richtig hältst.“ sagte Vector und rieb sich genervt die Stirn. „Was soll das jetzt wieder heißen?“ fragte ich. „Das soll heißen, dass du mir auf die Nerven gehst.“ sagte Vector. „Achso? Ja gut. Weißt du was? Du gehst mir auf die Nerven! Du mit deinen, mit deinen komischen Plänen und Taktiken. Was brauchen wir denn bitte für einen großartigen Plan? Wir zertreten einfach die paar Würmer und gehen. Die kennen meine Fähigkeit noch nicht.“ sagte ich trotzig. „Frau Mächtig kann gerne die Heldin spielen, aber ich gehe lieber auf Nummer sicher.“ sagte Vector. „Könnt ihr euch bitte wieder beruhigen?“ fragte Lullaby, doch keiner beachtete sie. „Du benimmst dich hier wie ein kleines Kind. Ich weiß nicht wie wichtig dir dein eigenes Leben ist, aber hier wird dein Leben durch vier geteilt. Wir sitzen alle im selben Boot.“ sagte Vector. „Dann fang' schon Mal besser an zu rudern!“ sagte ich. „RUHE!“ schrie Lullaby plötzlich und alle verstummten. Meine eigene Zunge drehte sich in meinem Mund um. Ein sehr erschreckendes Gefühl. „Ähhüü!“ rief ich mit dem Knoten in meiner Zunge. „Ich habe die Nase voll von euren hirnverbrannten Diskussionen. Können wir uns bitte auf den anstehenden Kampf konzentrieren?“ fragte Lullaby und senkte wieder ihre Hände. Der Knoten in meiner Zunge löste sich wieder und ich streckte sie heraus um sie zu betrachten. Ich konnte zwar nur die Spitze sehen, doch sie sah unverändert aus. Ich berührte sie mit meinem Finger, da stand Frisco plötzlich auf und griff nach seinem Bogen.


    Die Wand hinter mir war komplett verschwunden und gab den Eingang zu einer Höhle frei. Frisco war bereits draußen und stand in einem großen Raum. „Das sieht nicht wie der Eingang aus.“ sagte Vector als er auch ins Freie ging. „12, 13, 14, 15. Hier sind 15 verschiedene Gänge die in alle möglichen Richtungen führen! Woher sollen wir jetzt wissen wo hier der Ausgang ist?“ fragte Lullaby. Als wir alle aus der Teamlobby gegangen waren und die Höhle betreten hatten, schloss sich hinter uns die Tür und wir wurden in absolute Dunkelheit gehüllt. „Großartig.“ sagte Vector. „Hier kommt nicht ein Mal Licht durch die Gänge herein. Wie sollen wir hier etwas sehen?“ fragte Lullaby weiter. Ich ließ einen kleinen Funken zwischen meinen Fingerspitzen hin und her springen um eine kleine Lichtquelle zu erzeugen und da glimmte plötzlich der Stein an meiner Hüfte auf. Ich erschrak als meine Umgebung plötzlich wieder sichtbar wurde und ich die anderen vor mir stehen sehen konnte. „Ihr seht nichts?“ fragte ich. „Was? Kannst du etwas sehen?“ fragte Lullaby. „Ja. Anscheinend durch den Stein. Ihr habt ihn doch schon vor mir benutzt.“ sagte ich weiter. Vector ließ auf seiner Handfläche einen kleinen Pfeil entstehen und seine Augen veränderten sich. „Wow! Du hast plötzlich Katzenaugen bekommen!“ rief ich und starrte Vector ins Gesicht. „Du auch.“ sagte er und sah zu Lullaby hinüber die nun auch ihre Fähigkeit benutzte. „Die Steine lassen uns im Dunkeln sehen, praktisch. Glaubt ihr die anderen haben auch solche Steine bekommen?“ fragte sie wieder. „Das wäre dann aber unfair.“ sagte ich und blickte neugierig zu Frisco. „Hey was machst du da?“ fragte ich ihn. Frisco spannte seinen Bogen und zielte auf die Decke der Höhle. Ein hauchdünner weißer und leicht schimmernder Kristallpfeil flog einige Meter in die Höhe und blieb mitten in der Luft stehen. Er gab ein fahles Licht ab und wackelte merkwürdig hin und her. „Äh, siehst du nichts? Ich glaube das mickrige Ding wird dir da auch nicht helfen. Funktioniert dein Stein nicht?“ fragte Vector. Frisco spannte seinen Bogen erneut, doch dieses Mal zielte er auf eine der Höhlenabzweigungen. Ein mächtiger dunkelblauer Pfeil entstand durch die Bewegung des Spannens. Der Pfeil strahlte hell und brummte wie ein ganzes Kraftwerk und mir kam diese Energie nur all zu bekannt vor. „Das sieht doch gleich viel besser aus.“ sagte Vector und verschränkte seine Arme. „Wie kannst du die Spannung so hoch anlegen? Oder ist das deine Fähigkeit?“ fragte ich und betrachtete den surrenden gespannten Pfeil von der Seite. Keine Antwort. Ich hob meinen Finger in die Nähe des Pfeils und sofort sprangen die Funken. „Was Machst du da!?“ rief Lullaby. „Überbrücken.“ sagte ich und grinste sie an. Ich änderte die Stromrichtung und schickte nun auch noch meine Energie in den Pfeil. Der Pfeil fing an mit Blitzen um sich zu schlagen und Friscos und meine Haare standen zu Berge. Da blieb der kleine Kristallpfeil in der Luft plötzlich stocksteif stehen, wie ein Jagdhund der seien Beute gewittert hatte und zeigte in die Richtung einer der Höhlengänge. Frisco passte sich der Richtung des kleinen Pfeils an und da schoss der betrunkene Pfeil auch schon los. Der kleine Kristallpfeil flog wackelnd in den ausgewählten Gang. Frisco spannte den Bogen bis zum Anschlag, wodurch das Brummen und das Leuchten noch intensiver wurden und ließ los.


    Mit einem ohrenbetäubenden Donnern preschte der Pfeil von dannen und folgte seinem kleinen Wegweiser. Die Druckwelle die dabei entstand riss mich zu Boden und setzte mir ein Pfeifen in meine Ohren. „Wuiiii!“ schrie ich und streckte meine Arme in die Höhe. „Was zum...?!“ rief Lullaby, als sich das Pfeifen in meinen Ohren wieder legte. „Haha! Ich glaube der Blitzstein passt genau zu ihm.“ sagte ich lachend. Die ganze Höhle fing zu beben an als der Pfeil detonierte und die Schallwelle der Explosion durch die Gänge zurück kam. „Glaubt ihr, dass er wen erwischt hat?“ fragte ich. „Alles was in dem Gang da war, schätze ich.“ sagte Vector als wir den einstürzenden Höhlengang betrachteten. „What a noise! Did you hear that? How could you possibly not.“ rief eine junge Stimme aus einer anderen Richtung und im Schein einer Laterne betrat eine Gruppe den Zentralpunkt der Höhle. „Do you think the moles hunted down some of the other turnament members?“ sprach der Junge aus der Ferne weiter. „Schweig! Junger Mitstreiter! Der Feind wird uns hören wenn wir nicht behutsam sind.“ sprach eine männliche Stimme die anscheinend zu dem Mann in der prachtvollen Rüstung gehörte. „Könnt ihr zwei Pappnasen endlich eure Klappe halten! Wir sind hier schließlich nicht alleine und solange uns diese Leuchte folgt, werden sie uns schon Kilometerweit sehen können... wartet Mal. Die Höhle wird hier breiter. Vielleicht ist hier bald der Ausgang!“ rief die dritte Person, ein großer schlaksiger Junge, aus dem Schein der Laterne. „You are right! That must be some sort of checkpoint! I bet the way will split up here.“ sagte der kleine Junge mit dem großen Hut, doch ich konnte kein Wort verstehen von dem was er sagte. „Jimmy. Wir verstehen kein einziges Wort von dem was du da von dir gibst. Ich weiß nicht ob dir das bewusst ist, aber lass doch einfach deine Begleiter-Einheit reparieren.“ sagte der große zu dem kleinen als sie immer näher zu uns kamen. Da ertönte plötzlich ein lautes „Hicks!“ aus dem Mund des Jungen.

    Krieg: I'll never forget the way her holes cried... The way she screamed in agony as she pushed the knife slowly into my sternum...
    Such a beautiful symphony of feelings, and at the end of it, she was so much greater! My operatic diva of flesh and steel!!

  • Hexe


    „Oh, for Junipers sake. Where did I land this time?“ hörte ich Jimmys Stimme neben mir und aus der Richtung des anderen Teams, klirrendes Metall. Vector lag neben dem Ritter auf dem Boden und bekam so gleich sein Schwert zu spüren, welches er im letzten Moment noch mit einer seiner Pfeil-Platten abgewehren konnte. „Hello? Is there someone? It’s too dark I can’t see a… Oh! Fellows! I landed here! Who’s that guy?“ rief Jimmy den anderen zu. Ich sah kurz zu Lullaby hinüber, die ihren Finger auf ihre Lippen presste und mir damit deutete, leise zu sein. „Jonny!? Wohin bist du?.. Hat er gerade mit dem Kerl da aus der Dunkelheit Platz getauscht?“ fragte der lange. „Eure graue Magie wird euch nicht helfen! Mein Schwert wird euch nieder strecken, wie die unzähligen Gegner vor euch!“ rief der Ritter und hob sein Schwert. „Spar dir deine Worte.“ sagte Vector und legte seine Hand auf den Boden. Unter den Füßen des Ritters tauchte eine große graue Pfeil-Platte auf, die von Vector weg zeigte. „Beim Barte des… Uwoa!“ rief der Ritter als es ihm die Beine weg riss und er auf die Platte stürzte. Er krachte mit seiner schweren Rüstung auf den Boden und wurde sofort weiter in die Richtung des Pfeils geschoben. Er rutschte in die Beine von dem langen Typen und riss ihn mit um. Vector stand langsam auf, er war von einer rotbraunen Schicht überzogen die anscheinend seine Bewegung einschränkte. „Bäh! Was ist das für ein Zeug!?“ sagte er und wischte sich über seine Arme. Ein raues Kratzen ertönte und er hörte sofort auf damit. „Verdammt! Das ist ja rostiges Metall!“ rief er und versuchte aus dem Lichtkegel der Laterne zu entkommen.


    Jimmy oder Jonny, wie auch immer sein Name war, hatte uns nicht bemerkt und lief zu seinen zwei Teamkameraden. „Machen wir sie fertig?“ flüsterte ich zu Lullaby und Frisco. „Hey. Wo ist Frisco überhaupt?“ flüsterte ich weiter. Wir sahen uns kurz um, doch er war wie vom Erdboden verschluckt. „Er war doch eben noch hier! Wo hin ist er bitte gegangen?“ fragte Lullaby. „Keine Ahnung. Er wird schon wieder auftauchen, oder auch nicht…“ sagte ich. „Bloody hell! That guy looks dangerous. Why didn’t you finish him off?“ fragte der Junge mit dem Hut als er in den Lichtkegel trat. „Gott! Jasper! Hast du mich erschreckt! Wo warst du?“ fragte der große als er wieder aufgestanden war. „Well I switched places with this man here. He must’ve had been waiting here and lurked for us in the shadows.“ sagte Jasper. Währenddessen starrte der große aufmerksam in die Richtung aus der Jasper eben kam, in unsere Richtung. „Shut your trap, midget. I just arived here. It was coincidence that this happened.“ sprach Vector plötzlich in der gleichen Sprache wie Jasper. „Aha! Ihr versteht also die fremde Zunge dieses Knappen!“ sagte der Ritter und richtete sein Schwert wider auf Vector der es nicht aus dem Lichtkreis geschafft hatte. Vector seufzte. „Ja. Ich kann ihn verstehen. Das ist meine Fähigkeit.“ sagte er als langsam die braune Schicht von seiner Haut bröckelte. „Dreckige Lügen! Ihr habt mir eure Fähigkeit eben demonstriert! Versucht nicht mich zu täuschen!“ sagte der Ritter verärgert. „Nein, nein. Das habe ich mit diesem Stein hier gemacht, den habe ich für dieses Turnier bekommen.“ sage Vector und zeigte auf seinen Stein. „We got this flying lightball.“ sagte Jasper. „Ah!“ stöhnte Lullaby neben mir plötzlich. „Hab ich dich!“ sagte der große laut und hielt seine Hände, als ob er jemanden halten wurde. Lullaby war erschrocken als etwas Unsichtbares ihren Umhang packte und ihn festhielt. Sie befreite sich geschwind mit einer Drehung aus ihrem Umhang, doch er blieb einfach in der Luft hängen. „Mist! Stolz, da ist noch wer!“ rief er dem Ritter zu. „Keine Panik! Die Erde ist meine Waffe!“ rief Stolz und machte eine Schlagbewegung in unsere Richtung.


    Einige Meter vor uns riss der Boden auf und eine Steinsäule schoss heraus. Ein steinerner Rammbock ragte schräg zwischen mir und Lullaby aus der Erde. Er hatte uns zwar verfehlt, aber ein Treffer hätte fatale Folgen mit sich gezogen. „Zeig dich, Kreatur der Dunkelheit!“ schrie der Ritter und richtete die Spitze seines Schwertes in unserer Richtung, bereit zum Kampf. Ich sah wieder zu Lullaby hinüber und musste feststellen, dass sie unter ihrem Mantel nichts an hatte. Bei näherer Betrachtung konnte ich allerdings doch erkennen, dass sie Leggings trug und ihr Oberkörper und ein Teil ihrer Arme von blauen Ziffern bedeckt waren. Es waren keine Tattoos, sie sahen aus wie aufgeklebt. In einigen Lücken, die die Ziffern nicht bedeckten, konnte ich Narben erkennen, die auch ihre Arme und ihren Oberkörper bedeckten. Sie sah fast abgemagert aus, aber sie hatte einige Muskeln die das Bild wieder umkehrten.


    Vector ergriff die Chance der kurzen Ablenkung und sprang auf den Ritter zu. Die rote Schicht auf Vectors Körper brach und bröckelte ab als er mit einer Pfeilplatte auf seiner ausgestreckten Hand, mit den Fingerspitzen auf die Rüstend des Ritters schlug. Die Spitze des Pfeils drang einige Millimeter in die Rüstung ein und hinterließ einen kleinen Schnitt, doch richtig beschädigt war sie nicht. „Wie könnt ihr es wagen, die heilige Rüstung meines Königs mit euren dreckigen Händen zu beschmutzen! Diesen Schaden werdet ihr mit eurem Leben bezahlen! Whraa!“ schrie Stolz und schwang sein großes Schwert nach Vector. Vector blockte und wich aus, mit einer Kombination aus Pfeil auf seiner Schulter, welcher die Klinge seinen Arm entlang zu Boden gleiten ließ und mit einer Platte auf dem Boden die Vector selbst einen kleinen Schritt zur Seite beförderte. „Haltet still, damit ich euch zerschmettern kann!“ rief der Ritter und holte erneut aus. „Ah!“ rief Lullaby erschrocken. Ich sah zu ihr hinüber und wieder wurde sie von unsichtbaren Kräften gepackt. Sie hatte Handabdrücke auf ihren Oberarmen und fing an sich zu wehren. „Wen haben wir denn da!? So weich, vernarbt, zerbrechlich... Haha! Ein Mädchen! Jacky, ich hab ein Mädchen gefangen!“ rief der große und grinste hämisch. Ein Schalter legte sich in meinem Kopf um.


    Ein Funke und ich stand vor dem großen schleimigen Typen. „Death approaches.“ flüsterte Jacky als er mich sah und ich blickte seinem Partner von unten ins Gesicht. „Du fängst gleich noch was.“ sagte ich und der Strom in meiner Hand suchte einen Weg zu entweichen. Ich rammte ihm meine geballte und geladene Faust tief in die Magengrube. Der Strom jagte durch seinen Körper und seine Muskeln verkrampften sich. Der Stein in meiner Hand verstärkte die Wirkung meines Schlages in der Wucht und in der Stärke des Stroms. Der lange Körper des jungen Mannes rollte sich lautlos zusammen, wie eine Kellerassel und blieb zuckend auf dem Boden liegen, nur ein leichtes winselndes Stöhnen entwich seinen Lungen „Gefällt es dir was du da spürst? Ich hab noch mehr davon!“ sagte ich angewidert zu ihm und trat ihn mit meinem Stiefel in den Hintern. „HOLY FUCKING CHRIST!“ rief der kleine Jacky der rückwärts stolperte und Angst-erfüllt vor mir weg kroch. „Bei allem was heilig ist! Weib! Ihr seid dem Tode geweiht. Ihr alle seid dem Tode geweiht! Die Kraft der Erde, Mutter alles Lebens. Steh mir bei um diesen Kampf zu bestehen!“ rief der Ritter und rammte sein Schwert in den Boden. Die Erde bebte, Risse entstanden und der steinerne Grund auf dem wir standen türmte sich auf. Weiße Steinsäulen schossen aus dem Boden und drohten alle zu zerquetschen. Sie waren so weiß wie die Rüstung des Ritters und so blank wie das Schild, welches er auf seinem Rücken trug. „GENUG!“ schrie eine dämonische Stimme von hinten und alle Säulen samt Steinbrocken wurden in die Luft gerissen. Die rot glühenden und Tonnen-schweren Steine schwebten über unseren Köpfen und ich sah mit einem Blick der Neugier zu Lullaby. Sie hatte wieder ihren Umhang an und aus der Kapuze strahlten zwei gelbe Zorn-erfüllte Augen. Die Buchstaben und Zahlen auf ihrem Körper leuchteten blau und ihre Hände glühten so rot wie die Steine über uns. „Du kleiner, hässlicher, dreckiger Wurm! Mein Körper ist ein Juwel! Du hast ihn mit deinen widerlichen Händen verunreinigt! Mein Körper ist für eine einzige Person vorbestimmt!“ schrie sie wutentbrannt und mit jedem Wort sammelte sich ein Stein mehr in der Luft und formte eine riesige Statue. Die Statue hob ihren Fuß und nun stand ich, Jacky und der am Boden kauernde lange in ihrem Schatten. „STIRB!“ kam aus ihrem Mund und aus dem Mund der Steinstatue gleichzeitig.


    Mein Strom war noch nicht wieder aufgeladen und ich versuchte zu entkommen als der Fuß der Statue auf uns zu kam. „Hicks!“ ertönte es in der Sekunde neben mir und Vector tauchte plötzlich, kopfüber neben mir auf. Er war erneut in eine Rostschicht gehüllt und griff mit seiner Hand auf den Boden der unter ihm war. Sofort tauchte eine Pfeilplatte auf, die in meine Richtung zeigte und sein fallender Körper wurde gegen mich geschleudert. Vector und ich prallten zusammen und flogen aus dem Schatten der Steinstatue. Eine mächtige Staubwolke entstand, als der Fuß der Statue auf den Boden aufstampfte und den Körper darunter zertrümmerte.


    „No! Please! Spare me! I don't want to fight.“ rief der kleine Junge und zog sich seinen Hut über die Augen. „Fürchtet euch nicht! Ich werde diese Ketzer reinigen.“ rief der Ritter in seiner strahlenden weißen Rüstung und packte sein Schwert wieder mit beiden Händen. „Überlasst ihn mir.“ sagte Vector plötzlich, als der Rost wieder von seiner Haut und Kleidung bröckelte. „Aber du musst nicht alleine...“ sagte ich, doch ich wurde von ihm unterbrochen. „Das ist eine Sache zwischen ihm und mir, er ist mein!“ sagte Vector. „Dann seid ihr nun mein Gegner.“ sagte der Ritter. „Das ist eine spezielle Rüstung, nicht wahr? Mein Name ist Vector.“ sagte Vector und verbeugte sich vor dem weißen Ritter. „Ich bin bekannt unter dem Namen Sir Edmund Stolz. Für wahr, dies ist keine gewöhnliche Rüstung.“ sprach Edmund aus den kleinen Schlitzen in seinem Helm. „Drachenaugenschuppen?“ fragte Vector. „Versiegelt mit Elfentalg.“ fügte Edmund hinzu. „Sind wir jetzt in einem Rollenspiel?“ fragte ich spöttisch, doch mir wurde keine Beachtung geschenkt. Die Steinstatue neben uns brach in sich zusammen und bildete einen Steinhaufen. Lullaby fiel auf ihre Knie und schien erschöpft zu sein. Als sich die Staubwolke, die die einstürzenden Felsen aufwirbelten sich legte, standen Vector und Edmund schon in Stellung. Der Ritter hielt sein Schwert zur Decke der Höhle. „Mutter Erde, Vater Himmel, Tochter Meer und Sohn der Sonne. Ich rufe euch! Steht mir bei und leiht mir eure Kraft!“ rief Edmund in den Raum hinein und Plötzlich ging sein Schwert in Flammen auf.


    Das Schild in seiner Hand fing an zu schimmern und die schützende Fläche sah so aus, als ob sie von einem dünnen Wasserfilm überzogen war. Scharfer Wind wehte um die Rüstung des Ritters und bildete eine schützende Hülle. „Du hast also diese Rüstung an die Elemente gebunden? Nur ein wahrhaft außerordentlicher Schmied ist dazu in der Lage.“ sagte Vector und zog sich eine Haarnadel aus seinem Zopf.
    Er stach sich mit der spitzen Haarnadel in den Unterarm und schnitt sich die Pulsader auf. Meine Augenbrauen zuckten hoch und in meinem Kopf war Vector schon für Tod erklärt, doch da fing er plötzlich an zu reden.


    „Flatternd und mit Flügelschlagen Trat ein Rabe ein, als ob er aus den Tagen Noahs wär. Ist dein Helmbusch auch geschoren, scheinst du doch als Held geboren, Von der Düsternis erkoren, flogst Du weit vom Nachtland her, Sag, welch ist dein edler Name von des Pluto Nachtland her?“ sprach Vector und hob seinen Arm in die Luft. Während er diese Worte sprach, quoll aus seiner Wunde dickes grause Blut und als der erste Tropfen am Boden ankam, beschwor Vector eine Pfeilplatte auf der Rückseite seines Arms. Das Blut griff sofort nach dem Pfeil und der ganze Pfeil umschloss seine Hand, bis nur noch ein schwarzer langer Pfeil zu sehen war. „Nimmermehr!“ kam eine dunkle Stimme aus dem Arm von Vector und zwei weiße leere Augen öffneten sich auf der Spitze des Pfeils. Das Wesen auf Vectors Arm öffnete sein Maul und schwarze dicke Tropfen liefen von den schattenhaften Zähnen der Kreatur und tropften auf den Boden. Vector streckte seinen verwandelten Arm Edmund entgegen und Nimmermehr brüllte ihn an. „Scheusal!“ schrie Edmund und rannte so schnell es ging, mit seiner schweren Rüstung auf Vector zu. Die Waffen schmetterten aufeinander, Feuer und schwarze Blitze sprangen umher als sie sich von einander wieder weg drückten. Vector beschwor unter sich eine Pfeilplatte die ihn wieder zurück zu Edmund beförderte und schlug mit seiner Pfeilhand auf ihn ein. Vectors Arm versank im Schild des Ritters, als er damit blockte. Bis zum Ellenbogen war Vectors Arm im Schild versunken, doch es kam nicht wieder auf der anderen Seite heraus. „Ein Schild, so tief wie das Meer. Ein Schwert, so hoch wie die Sonne.“ sagte Edmund und hob sein Schwert. Eine Flammensäule erstreckte sich von dem Schwert und schnitt wie ein endloser Strahl in die Decke der Höhle. Er lies das Schwert herab gleiten und schlug damit auf Vector ein. Erneut konnte er sich mit einer seiner Pfeilplatten im letzten Moment retten. Vector zog seinen Arm aus dem Schild des Ritters und eine Woge aus klarem Wasser schwappte mit aus dem Schild. Im Rücken des Ritterst setzte Vector zum Angriff und schlug mit dem spitzen Maul der Kreatur auf seinem Arm, auf Edmund ein. Der Wind der um seine Rüstung wehte, ergriff sofort Vectors Arm und drückte ihn weg von Edmunds Körper. „Eine Rüstung, so leicht wie der Wind. Der Wille, so hart wie Stein.“ sagte der Ritter und schlug mit seinem Handschuh nach Vector. Er wich aus, doch der Boden unter seinen Füßen sprang auf und eine Steinsäule traf Vector genau auf der Brust und beförderte ihn einige Meter durch die Luft nach hinten. Als Vector wieder auf den Beinen stand, rammte er sich das scharfe Maul des Pfeils in seinen anderen Arm und schnitt sich nun auch den zweiten Arm auf.


    „Prophet des Teufels, Kreatur des bösen Zweifels, ob ein Sturm dich hierher sandte oder dich der Luzifer hier in dieser Höhle voll Schrecken hat geheißen, mich zu wecken, um sein Urteil zu vollstrecken - ich beschwöre dich, sag es mir, wird man mich in Gilead trösten, ich beschwöre dich, sag es mir!“ rief Vector und erneut verschmolz sein Blut mit dem Pfeil. Eine weitere Kreatur nahm Besitz von Vectors Arm und öffnete seine Augen. „Nimmermehr!“ antwortete die zweite Kreatur mit der selben Stimme wie zuvor. Die beiden schwarzen Pfeile zuckten unaufhörlich, als ob sie ihre gegenseitige Existenz nicht ertragen könnten. „Damit werdet ihr nicht weit kommen! Meine Verteidigung ist undurchdringlich und mein Angriff ist unblockbar!“ reif Edmund und fing an mit dem Flammenstrahl des Schwertes auf Vector ein zu hacken. Vector blockte die Schläge mit seinen verwandelten Armen und wich ihnen zum Teil aus. Ich war erstaunt, auf welchem Niveau Vector und Edmund kämpften. Sie hatten anscheinend beide ihre letzten Karten aus dem Ärmel gezogen. Vector stand plötzlich vor dem Ritter und schlug ihm das Schild zur Seite, Edmunds Schwert war zu langsam, er konnte nicht mehr rechtzeitig abwehren. Beide Hände zu einer Spitze gefaltet, rammte Vector seine beiden Pfeile in Edmunds Brustpanzer. Die Pfeile schrien als der Wind gegen sie peitschte und sie von ihrer Bahn abbringen wollte, doch Vector blieb hartnäckig. Der Boden brach auf und eine Säule schoss zwischen den beiden hervor. Die Rüstung des Ritters hatte ein großes X mitten auf der Brust. „Eure schwarze Magie... Ihr könnt nicht gewinnen!“ sagte Edmund als er keuchend wieder aufstand. Edmund zögerte und ich sah, das Vector etwas vorhatte. Er legte seine beiden Arme zusammen und die Kreaturen fingen an wie schwarzes Feuer zu tanzen.


    „Dies Wort als Zeichen Unsrer Trennung! Scher dich wieder in die Nacht, flieh übers Meer! Lass als Lügenzeugnis keinen Tropfen hier! Stör mir nicht meine Einsamkeit! Und nie erscheine wieder über meiner Tür! Aus dem Herz mir nimm den Schnabel und entfern' dich von dem Körper der ist mir!“ sprach Vector und seine Arme erstarrten zu Eis. „Nimmermehr!“ riefen die beiden Pfeile gleichzeitig und brüllten auf. Wie eine Harpune schoss der schwarze Strahl, den die beide Kreaturen formten auf Edmund zu. Er hob sein Schild vor seinen Körper und die zwei Pfeile versanken darin. Edmund wurde einige Schritte zurückgedrängt, aber er konnte die Attacke abwehren. „Nun ist es mein Zug!“ rief Edmund und richtete sein Schwert auf Vector. „Ich habe mein Ziel noch nicht erreicht.“ sagte Vector und senkte seinen Blick auf den Boden. „Was?!“ rief der Ritter verwundert als er bemerkte, dass der Strahl der von Vectors Armen kam, noch immer weiter und weiter in das Schild eindrang. Der Ritter ließ sein Schwert zu Boden fallen als er sah wie sein Schild in seiner Hand brach und der schwarze Pfeil durch seinen Arm in seine Brust fuhr. Die Kreaturen lösten sich von Vectors Armen und er sank auf seine Knie. Auch Sir Edmund sank auf seine Knie, sein linker Arm zerstückelt, seine Brust mit einem großen X gezeichnet und durchbohrt. Die Flammen auf dem Schwert erloschen, der Wind der um die Rüstung wehte, verging und das Schild lag in zwei geteilt auf dem Boden.


    Der Ritter blieb regungslos in dieser Position hocken, weil seine Rüstung es anscheinend verhinderte, dass er sich weiter bewegte. „Ha!“ schrie Vector vor Schmerz und riss sich sein Anzugoberteil vom Körper. Er wickelte die Fetzen um seine Arme aus denen unaufhörlich Blut strömte. „Glückwunsch!“ rief ich ihm zu. „Noch einer weniger. Bleiben nur noch...“ sagte ich und fing an meine Finger ab zu zählen. „Wir wissen nicht wie viele Teilnehmer es gibt.“ sagte Lullaby die neben mir auftauchte. Aus ihrer Kapuze hingen glatte schwarze Haare und ich wunderte mich, da ich dachte, dass sie blond war. „Hey. Hattest du nicht noch eben blonde Haare? Mit etwas mehr Volumen?“ fragte ich sie. „Jeder hat sein Opfer.“ antwortete sie und ging zu Jimmy. „Du! Eine falsche Bewegung und du endest so wie deine Kameraden!“ drohte Lullaby. „No! I mean yes! I, Rost, won't do anything, just sitting here.“ stammelte der Junge und blieb kauernd sitzen. „Was hat er gesagt?“ fragte ich. „Dass er Rost heißt und, dass er nicht kämpfen will.“ antwortete Vector schwer atmend. Ich wollte gerade antworten, da hörte ich Schritte und eine weitere Gruppe trat im Schein ihrer Laterne in die Höhle. „Oh. Hey! Endlich haben wir wen gefunden. Hallo!“ rief ein braun haariger junger Mann in einer Schuluniform und winkte Vector und Rost zu, da sie im Licht der Laterne sichtbar waren. Der junge Mann wollte gerade los laufen, da wurde er von einer Hand auf der Schulter gepackt. Eine weiße Frau in einem langen weißen Kleid, mit einem weißen Kopfschmuck, weißen, langen geflochtenen Haaren und weißen langen Seidenhandschuhen hielt ihn davon ab, näher zu kommen.

    Krieg: I'll never forget the way her holes cried... The way she screamed in agony as she pushed the knife slowly into my sternum...
    Such a beautiful symphony of feelings, and at the end of it, she was so much greater! My operatic diva of flesh and steel!!

  • Kinderspiel


    Ich sah Lullaby an, denn wir waren noch immer in der Dunkelheit verborgen. Wir blieben still und betrachteten die Lage der Situation. Vector gab Rost einen Blick, der ihn verstummen lies. „Seid ihr alleine?“ fragte die Frau in weiß. „Definiere alleine.“ sagte Vector. „Seid ihr zwei die einzigen in dieser Höhle?“ fragte sie präziser. Vector sah sich um und blickte auf Edmunds Körper. „Ja und nein.“ antwortete er. „Gehört der Ritter hier zu dir?“ fragte ich und trat in den Lichtkegel ein. „Also doch nicht alleine... Nein. Zu euch anscheinend auch nicht.“ stellte die Frau fest. „Seid ihr die Jäger? Also die Maulwürfe?“ fragte ich weiter. Schweigen. Die weiße Frau blickte kurz nach hinten, in den dunklen Gang hinter ihr und sah dann den Mann neben ihr an. „Nein. Ihr?“ fragte sie. Nun sah ich Vector an und danach Rost. Rost wurde durch meinen Blick zum schweigen gebracht, er würde es nicht wagen etwas zu sagen, da er die Konsequenzen kannte. „Wie können wir sichergehen, dass ihr die Wahrheit von euch gebt?“ fragte Vector plötzlich. „Von unserer Lage aus gesehen, wissen wir, dass wir keine Maulwürfe sind. Aber für uns sieht es so aus als ob entweder der Ritter da hinten, einer von ihnen war oder aber eben ihr. Denn warum solltet ihr sonst kämpfen?“ sprach die Frau. „Dann haben wir ja das selbe Ziel. Nicht wahr?“ stellte ich fest und lächelte. „Hmm... Wir bleiben vorerst auf Distanz. Nichts für Ungut, aber jeder von uns möchte hier gerne lebend wieder raus. Mein Name ist übrigens Chess.“ sagte die Frau und ging leicht in die Knie. „Ich heiße Mec.“ sagte der Teenager in der Schuluniform. „Vector. Schön mit euch Bekanntschaft zu schließen.“ sagte Vector und winkte mit seiner Hand formal. „Ich bin Raven und der kleine da ist Rost.“ sagte ich und zeigte auf Rost. Rost blickte mit seinem steifen Gesichtsausdruck zu den zwei und brachte kein Wort heraus.


    Eine Weile verging und wir bewegten uns nicht weiter, genau so wenig wie Chess und Mec. „Seid ihr schon anderen Jägern vor dem da begegnet?“ fragte Mac plötzlich. „Nein. Nur der hier.“ antwortete ich und deutete auf Edmund. „Findet ihr es nicht etwas merkwürdig, dass er alleine kam?“ fragte Mec weiter. „Habt ihr etwa Informationen über die Maulwürfe erhalten?“ stellte Vector als Gegenfrage. „Ähh nein.“ antwortete Mec. „Wer weiß ob sie nicht einzeln losgegangen sind. Ist zwar, finde ich, nicht die beste Lösung wie man hier sieht, aber uns wurde nicht gesagt wie sie vorgehen.“ sagte ich und zuckte mit den Schultern. Eine unbehagliche Aura legte sich über unsere Gruppe und plötzlich trat eine Gestalt hinter dem Lichtkegel der anderen Gruppe hervor. Im Schatten verborgen nahm er an, wir würden ihn nicht sehen. Er nutzte das Licht um ungesehen zu bleiben, doch nun sahen wir ihn. Es war eine Drohne, aber keine gewöhnliche. Das sterile Design der Drohnen war verändert, ihre Form war robuster, größer, stämmiger und mehr auf den Kampf ausgelegt. Sie war beschädigt und rau, die weiße Farbe war an einigen Stellen abgegangen und ihr Display zeigte kein Bild an. Sie kam auf uns zu, doch wir sahen sie. Vector und ich ließen uns nichts anmerken und Rost konnte so-wie-so nichts sehen. Lullaby wartete geduldig ab, als die Drohne still und langsam, Schritt für Schritt auf uns zu kam. In unmittelbarer Reichweite klappte die Drohne von ihrem Arm ein langes dünnes Schwert aus und als der Stahl einschnappte, brachte er die lange Klinge zum singen. Der klare Klang des schwingenden Metalls hallte in der Höhle und trieb mir die Gänsehaut in den Nacken. „Läufer.“ sagte Chess plötzlich und ihre Augen öffneten sich weit als sie mit einem Satz aus ihrem Lichtkegel in die Finsternis zwischen uns sprang und dachte darin zu verschwinden. Meine beiden Hände konnten die Spannung nicht mehr halten und ich entlud eine Ladung in meine Beine. Die Drohne stieß sich vom Boden ab und auf dem Bildschirm tauchte plötzlich ein Gesicht auf, dass ein Fünfjähriger besser hätte zeichnen können. „Springer.“ hörte ich die Stimme von Chess und da stand sie plötzlich vor mir. Chess hatte eine lange weiße Lanze in den Händen und rammte sie an die Stelle von der ich gerade aufgesprungen war. Die lange Klinge der Drohne kam von der Seite angeflogen und drohte mich mitten in der Luft zu zerstückeln. Meine zweite Stromladung, die ich mir aufgehoben hatte, ging direkt in mein Herz. Der Strom schoss durch meine Venen und löste meinen Körper, für einen kurzen Augenblick von der elementaren Ebene. In Gestalt eines Blitzes bewegte ich mich durch den Raum und alles um mich herum erstarrte mitten in der Luft. Ohne physikalische Bindung landete ich wieder auf dem Boden und der Strom entwich aus meinem Körper.


    Das Licht, welches ich als Blitz erzeugt hatte, ließ die ganze Höhle kurz aufleuchten und gab somit auch unseren Gegnern Sicht. Weiteres konnte ich noch eine vierte Person des anderen Teams erspähen, die bis jetzt im Dunklen geblieben war. Ein weiterer Junge der mich mit seinen leeren Augen unter seinen wilden schwarzen Haaren genau beobachtet hatte. Er trug ein Ärmelloses rotes Oberteil und eine schwarze lange Hose. Um seinen Hals war ein Strick gebunden, dessen Seil bis zu seinen Hüften hing. An seinen Handgelenken war jeweils ein weiterer Strick befestigt, von denen sie Seile auf den Boden hingen. Das Licht verschwand, mein Körper kam wieder zu Ruhe und der Angriff der Drohne traf genau so den Boden, wie der von Chess. „Jesus Christ!“ rief Rost als aus dem nichts die zwei vor ihm standen. „Wau!“ gab Mec von sich da er anscheinend auch nicht damit gerechnet hatte, dass sein Team einen Angriff starten würde. „Ehh... Das wars wohl mit der Ruhe.“ seufzte Vector und stand auf. „Bauer.“ sage Chess und zeigte mit ihrem Finger auf Vector. Wie aus dem Nichts erschien eine große Bauern-Schachfigur. Sie raste geradewegs auf Vector zu, doch er machte einen kleinen Schritt auf die Seite und die Figur fuhr einfach an ihm vorbei und verschwand wieder. „Bauer, Läufer, Springer, Turm, König und Königin?“ fragte Vector und wandte sich Chess zu. „Oh. Du hast mich durchschaut.“ sagte sie gleichgültig. „Das macht deine Bewegungen etwas vorhersehbarer.“ sagte Vector und schnürte sich die Stofffetzen um seine Arme fester zu. Sie waren dunkelgrau gefärbt von seinem Blut und ich wusste nicht wie lange er noch kämpfen konnte, oder ob er nur etwas vor spielte. „Hicks!“ hörte ich Rost und er war verschwunden. An seiner Stelle neben Vector tauchte plötzlich der vierte aus ihrer Gruppe auf. Er fiel mit dem Kopf nach unten, mitten aus der Luft und krachte auf den Boden. Er stöhnte, stand wieder auf und starrte verwundert auf seine Hände, die mit einer Rostschicht überzogen waren. „Ich weiß nicht! Sag du mir doch wie ich das wieder los werde...“ sprach er mit sich selbst. „Ein Grufti, die weiße Schachkönigin, ein Schüler und was bist du? Eine Drohne mit Fehlfunktion?“ zählte Vector die Leute auf. „Ich bin keine Drohne! Ich bin Niemel! Niemel der XIII Dämon und Herrscher der Maschinen!“ antwortete die Drohne protzig. „Hahahaha! Niemel! Pffff...! Ist der Name putzig! Huhuhu!!!“ rief ich und fing an mich vor Lachen im Dreck zu wälzen. „Hör auf zu lachen! Mein Name ist ein Zeichen meiner Stärke!“ schrie Niemel. „Bwahaha! Ha Ha! Das hört sich an wie ein Name für ein Kaninchen! Name als Zeichen deiner Stärke? Hör auf, ich platze gleich! Ohhh Hua huaaa!“ schrie ich vor Lachen und mir trieb es die Tränen in die Augen. „Du wagst es! Zeig dich und ich werde dir deine Knochen alle einzeln herausreißen!“ rief Niemel wutentbrannt. „Oh nein! Bitte nicht, du mächtiges Kaninchen. Verschone mich! Hahhh urk!“ ich musste so stark lachen, dass mir die Luft weg blieb. „NRAAAAAA! Stirb! Brenne! Gaaaahhhr!“ rief die Drohne und kam in die Dunkelheit auf mich zu gestürmt. Scheinwerfer auf der Drohne deckten mich auf und geblendet von ihrem Licht konnte ich Niemels Angriff kaum erkennen.


    Der Boden brach auf als der Schlag von Niemel in das Erdreich eindrang. Ich konnte mich noch rechtzeitig zur Seite Rollen. Ich stand auf und fing lachend an zu laufen, mit der Drohne im Rücken. „Was ist das für ein Zirkus?“ fragte Chess und starrte auf mich, wie ich im Scheinwerferlicht dämlich im Kreis rannte und mich Niemels Schwerthiebe immerzu verfehlten. „Wenn ich es nur wüsste...“ antwortete Vector und fasste sich an die Stirn. Lullaby stand am anderen Ende der Höhle und starrte uns einfach nur mit offenem Mund an. Sie hatte ihre Kapuze abgenommen, dadurch konnte ich ihre Haare sehen. Sie waren bis zu ihrem Mund schwarz gefärbt und glatt, vom Ansatz weg waren sie allerdings noch Blond und wellig. Rost stand nun an der Stelle wo zuvor der Grufti stand. Die Laterne, die zu seinem Team gehörte folgte ihm und flog langsam auf Mec zu. Er sah ratlos aus, genau so wie Mec. Da spürte ich das Kribbeln in meinen Händen wieder. Ich blieb stehen und duckte mich. Niemels Klinge sauste Millimeter über meinen Kopf hinweg. Ich konnte spüren, wie er meine Haare streifte. Ich drehte mich um und drückte ihn meine Handflächen auf den Oberkörper der Drohne. Ein Knall. Durch die Kraft des Steins hob es die Drohne vom Boden und beförderte sie nach hinten. Der Strom den ich durch die Drohne schickte, ließ Niemel mit seiner Dämonen- und zugleich Roboterhaften Stimme aufschreien. Er krachte auf den Boden und fing an vor Überlastung zu dampfen. „Er quietscht sogar wie ein kleines Kätzchen wenn man ihn sch...!“ sagte ich, da schoss auf ein Mal ein grüner Lichtstrahl so knapp an meiner Nase vorbei, dass ihn schon fast riechen konnte. Ich drehte meinen Kopf zur Seite und sah in der Dunkelheit stehend, den schwer atmenden Grufti dessen Hand noch einen leichten grünen Schimmer hatte und leicht rauchte. . „Sei...still. HALT DEINEN MUND!“ rief er und hielt sich seinen Kopf.


    „Du hättest mich fast getroffen!“ rief ich aber der Grufti hielt nur seinen Kopf und sank auf die Knie. „Mec. Bring das Licht her!“ rief Chess plötzlich. „Ok. Bewege dich nicht.“ sagte Mac und ging zu Chess, Vector und dem Grufti. „Geht's ihm gut? Das Stöhnen hört sich nicht gesund an.“ fragte Vector. „Das muss Numb selber regeln. Da können wir ihm nicht helfen.“ antwortete Chess. Die Dunkelheit zu seinem Vorteil nutzend, zog sich Vector etwas zurück und baute Distanz zu Chess auf. „Warum dauert das so lange?“ fragte Chess als Mec endlich bei ihr ankam. Doch Mec sah sie nur mit seinem unschuldigen Lächeln an. „Verliert euch nicht aus den Augen. Es hat den Anschein, dass sie auch ohne Licht gut zurecht kommen. Wo ist eigentlich der Junge mit dem Hut?“ fragte Chess und sah in die Richtung aus der Mec kam. Rost hatte sich aus dem Staub gemacht. Er war mit seiner Lampe in einen der Gänge geflohen. „Den sehen wir wohl nicht wieder.“ sagte ich und hielt meinen Kopf in das Licht der Scheinwerfer die von Niemels Körper an die Decke leuchteten. Ich zog meinen Dolch aus meinem Stiefel und hielt ihn auch in das Licht des Scheinwerfers. „Wie wäre es mit einem kleinen elektrischen Eingriff? Wenn du etwas dagegen hast, dann sag einfach etwas. Ok? Niemel?“ fragte ich und trat mit meinem Stiefel auf den Scheinwerfer. „Da waren's nur noch drei.“ fing ich an leise zu singen als ich die mit Strom durchtränkte Klinge in den metallenen Körper von Niemel stieß.


    Die Spannung erzeugte kleine Funken und Blitze und die Drohne blieb Energielos liegen. Keiner der Angehörigem schien sich um Niemel zu scheren. Sie zeigten kein Mitleid, keine Trauer. Nur Numb schien zu verzweifeln, er hielt sich noch immer seinen Kopf und kniete auf dem Boden. „Numb! Reiß dich zusammen! Klär das ein anderes Mal!“ rief Chess zu Numb. „Halte dich da raus du wertlose..“ „Nein! Sie ist auf unserer Seite.“ „Oh! Sei still!“ „Nein! Du bist still! Ich habe die Kontrolle!“ „Haha! Du könntest nicht ein Mal die einfachsten Sprüche ausführen, wenn ich sie dir nicht vorbereite. Du bist Nichts ohne mich!“ „Nraaa!“ rief Numb mit abwechselnden Stimmen. Er stand auf, seine Augen fingen an grün zu leuchten und ich musste sofort an Lullaby denken. Numb hob seine Hand und deutete in die Richtung in der Niemel lag. Ein grüner Kreis aus leuchtenden Symbolen tauchte über seiner Schulter auf und seine Hand fing nun auch an zu leuchten. Aus der Rune über seiner Schulter fuhr ein greller Lichtstrahl der direkt in Numbs Handrücken endete. Das Leuchten auf seiner Handfläche wurde stärker bis es einen breiten grünen Strahl abgab. Eine grüne helle Säule schoss durch die Höhle und traf Niemel. Numb hatte ein großes Loch in die Drohne geschossen, die ich bereits besiegt hatte. Er hielt seine glühende Hand fest, als die Rune über ihm verschwand und stöhnte vor Schmerz. „Hatte das irgend einen Sinn? Warum... Ich meine, was?“ fragte ich ohne einen blassen Schimmer. „Numb! Denk nach bevor du zufällig deinen Laser verschießt! Wir müssen hier zusammenarbeiten. Mec, du kümmerst dich um den grauen, ich knöpfe mir die Verrückte vor.“ sagte Chess. „Das habe ich gehört!“ rief ich ihr zu. „Hab ich dich...“ nuschelte sie. „Und du, komm wieder zu dir.“ sagte sie noch zu Numb und drehte sich in meine Richtung. „Ich werde das Licht mitnehmen, du kommst eh auch ohne klar, oder?“ fragte sie Mec. „Nimm nur. Ohne ist es viel spannender und außerdem war der andere verletzt. Also ist es nur fair wenn ich auch einen Nachteil habe.“ sagte Mec. „Das ist hier vollkommen egal, aber mach wie du meinst.“ sagte Chess noch als sie mit der Laterne auf mich zu kam.


    Vector saß neben Lullaby auf dem Boden und war sichtlich erschöpft. Würde er Lullaby gegen Mec kämpfen lassen oder würde er selbst, trotz seiner Lage weitermachen? Egal. Mein Ziel war Chess. „Komm raus, komm raus. Ich weiß, dass du spielen willst.“ lockte mich Chess. „Stört dich das Kleid nicht?“ fragte ich sie aus dem Dunkeln. „Nein. Mich würden eher die Gurte um die Beine stören. Reiben die nicht deine ganzen Oberschenkel wund?“ fragte sie und versuchte meine Position zu lokalisieren. „Überhaupt nicht. Die sind super. Da kann ich alle möglichen Dinge dranhängen. Mich würde eher die fehlende Beinfreiheit nerven.“ antwortete ich. „Willst du nicht endlich ein mal zur Sache kommen? Mich angreifen oder so?“ fragte Chess provokant. „Nein, warum? Lass uns doch noch etwas über Klamotten quatschen! Sag, warum bist du ganz weiß gekleidet?“ fragte ich. „Ich bin die weiße Königin. Was erwartest du?“ antwortete sie. Ich sah sie nur komisch an und kam dann drauf, dass sie mein Gesicht nicht sehen konnte. „Springer.“ sagte Chess und die lange weiße Lanze von zuvor erschien wieder in ihrer Hand.


    Chess wirbelte die weiße Lanze im Kreis um sich herum um mich zu treffen aber ich stand nicht in ihrer Reichweite. „Nun zeig dich endlich du morbide Hexe!“ rief sie in die Schatten als ihre Lanze sich wieder auflöste. „Morbid? Pha! Du hast kein Recht mich so zu nennen!“ rief ich gereizt und trat in den Lichtkegel. „Naiv...“ sagte Chess und drehte sich mit einem Grinsen auf ihren weißen Lippen zu mir um. „König.“ sprach sie mit kräftiger Stimme und fletschte ihre Zähne. Als über ihrem Kopf eine Krone aus Licht erschien, kam mir ihre Faust schon entgegen geflogen. Mit meinem Stein in der Hand, schlug ich mit meinem Ellenbogen auf ihre Faust. Mit explosionsartiger Kraft schlug Chess meinen Arm zurück und kugelte meine Schulter aus.

    Krieg: I'll never forget the way her holes cried... The way she screamed in agony as she pushed the knife slowly into my sternum...
    Such a beautiful symphony of feelings, and at the end of it, she was so much greater! My operatic diva of flesh and steel!!

  • Kinderspiel-2


    Ich biss meine Zähne zusammen und schlug mit meiner Handfläche auf ihren Arm, bevor sie ihn wieder zurückziehen konnte. Chess wich zurück und schüttelte ihren Arm. Mein rechter Arm hing an mir herab. Die Nerven in meinerSchulter schlugen Alarm und gaben wellen-weise Schmerzen an mein Hirn ab. „Du kannst machen was du willst. 120 Kilo ist zu viel für die meisten untrainierten Arme.“ sagte Chess und ging wieder in Stellung. Mir blieb keine Zeit. Mein Arm war ein Hindernis, ich musste ihn behandeln bevor ich weiter kämpfen konnte. Meine Hand zuckte kurz nach meinem Messer in meinem Stiefel. Schlechte Idee. Mein Schädel pochte mit jedem Herzschlag. Ich überlegte, doch da kam Chess erneut auf mich zu. Ein weiterer Schlag mit ihrer Rechten. Ich ließ meinen Körper unter ihren Arm fallen und schockte meine Beinmuskeln mit meinem Strom. Ich drückte meine ausgekugelte Schulter nach vorne und meine Beine stießen mich krampfartig vom Boden ab.


    Ich rammte Chess mit meiner Schulter genau in die Magengrube. Der Schmerz ließ es mich sofort bereuen, dass ich nicht meinen Arm betäubt hatte. Ich schrie als mein Armknochen zurück in das Schultergelenk gedrückt wurde und dabei ein knackendes Geräusch von sich gab. Aus dem Augenwinkel konnte ich sehen wie Chess mit weit aufgerissenen Augen stöhnte. Ihr Arm prallte auf meinen Rücken, während sie nach hinten stürzte. Plötzlich hallte ein lautes Bärengebrüll durch die Höhle. Ich erschrak leicht und wich in den Schatten zurück. „Königin“ sagte Chess nachdem sie wieder aufgestanden war. Ihre leuchtende Krone verschwand und sie hielt sich ihren Bauch mit ihrer Hand. Sie hatte mich aus den Augen verloren und sah nun an eine Abzweigung der Höhle, aus der ein weiterer Lichtkegel auftauchte. „Noch mehr Gegner, großartig...“ entwich es meinem Mund während ich mir meine Schulter massierte. Ein langer Schatten war zu sehen, er gab eine zweiköpfige Gestalt mit Hörnern preis. „Endlich können wir hier aufräumen. Hey! Ihr da! Alle die nicht in unserem Laternenlicht stehen sind Maulwürfe!“ rief Chess. „Was? Aber ich bin hier im Dunkeln!“ beschwerte sich Mec. „Dann komm hier her wenn du Angst hast.“ antwortete Chess. „Ich habe keine Angst. Ich folge nur deinen Anweisungen.“ sagte Mec. „Dann folge ihnen wie bisher.“ gab Chess zurück. „Aber...“ fing Mec erneut an. „Nichts aber! Wenn....Oh!“ brach Chess mitten im Satz ab, als die Gestalt nun endlich zu sehen war.


    Ein kleines Mädchen mit schwarzen Haaren erschien. Sie hatte zwei kleine Zöpfe die von ihrem Kopf ab standen. Mit ihrem blauen geblümten Sommerkleid und ihren knallroten Wangen fehlte ihr nur noch ein Luftballon in der Hand und das Klischee wäre komplett. Auf ihrer Schulter hockte ein Tukan, der durch seinen großen gelben Schnabel mit einer schwarzen Spitze auffiel. Unauffällig hoppelte auch noch ein kleiner hell-brauner Hase neben dem Mädchen her, außer, dass er lange Schlappohren hatte, gab es zu dem Hasen nichts zu sagen, er sah völlig harmlos aus. Chess hatte einen leicht enttäuschten Gesichtsausdruck, sagte aber nichts. „Hallo junge Dame! Seid ihr auch Teilnehmer an diesem Wettstreit?“ rief Mec dem Mädchen und ihren Tieren zu. „Mein Name ist Gomorrha du Schwachkopf! Erwartet nicht, dass ich euch helfe. Ich bin nur hier weil wir glücklicher weise das selbe Ziel teilen.“ sagte Gomorrha und schwenkte einen kleinen Stecken als sie auf uns zu kam. „Die kleine gefällt mir.“ sagte Chess mit einem Grinsen im Gesicht. „Hmm. Du riechst es, nicht wahr? Schnapp ihn dir!“ sagte Gomorrha und zeigte in den Raum. Klauen wetzten über den Boden. Lautes Getrampel und Bärengebrüll war zu hören, als aus dem toten Winkel des Lichtkegels plötzlich ein mächtiger Bär auf allen Vieren auf Vector zu rannte und mit seinen riesigen Pranken nach ihm ausholte.


    Ein heller Pfeil rauschte durch die Höhle und durchbohrte den Bären, der gerade auf Vector einschlug. Der Pfeil ging in einer glühenden Kugel aus blendendem Licht auf und verschluckte den Bären. Als sich der Raum wieder verdunkelte, war der Bär verschwunden. Nur noch seine Pranke hing an ein Paar Fäden von Vectors Körper herab. Vector hatte große Knöpfe auf seinem Schulterblatt, aus denen die Fäden kamen an denen die Pranke hing. „Mister Plüsch!?“ kreischte das kleine Mädchen und war kurz davor in Tränen auszubrechen. Sie senkte ihren Kopf und eine leichte Aura legte sich über ihren Körper. Ein unheimliches Kichern ertönte von dem Mädchen, allerdings nicht mit der Stimme des Mädchens. Das Mädchen hob ihr Gesicht, ihr Körper hatte sich verändert. Ein kleiner Junge mit ungekämmten schwarzen Haaren und kurzen Shorts stand da. Er hielt ein Jojo in der Hand und grinste breit. „Habt ihr diesen nutzlosen Bären beseitigt? Gomorrha ist anscheinend nicht gerade glücklich darüber. Nabel, dein Zug.“ sagte der Junge und blickte zu dem Hasen. „Was ist mit dem Bären eben geschehen? Und was hast du mit dem Mädchen gemacht?“ fragte Chess. „Mein Name ist Sodom. Gomorrha und ich teilen uns diesen Körper. Mehr habe ich dazu nicht zu sagen.“ antwortete der Junge. Der Hase neben Sodom fing an sich zu winden und zu wachsen. Aus dem kleinen Hasen wuchs ein gewaltiges Monster heran. Auf zwei Beinen stehend, blieb Nabel stehen und sah mit seinen blutunterlaufenen Augen seitlich in den Raum hinein. Seine langen Schlappohren hingen auf seinen breiten Rücken und seine Vorderpfoten hatten sich in kräftige mit Klauen besetzte Hände verwandelt.
    „Welch herrliches Festmahl. Ich werde es genießen jeden Einzelnen von ihnen zu brechen.“ knurrte der Hase mit einer kratzigen Stimme die seinem Körper angemessen war.


    Die Hasenbestie türmte sich auf, das struppige braune Fell stand von Nabels Armen und Rücken ab und lange gelbe Schneidezähne ragten aus seinem Maul. Durch das ständige auf und ab gewippe der Stupsnase im Rhythmus seiner Atemzüge, hatte er selbst jetzt noch eine niedliche Seite. „Sag mir, wen darf ich als erstes zerstören?“ fragte Nabel mit seiner rauen, kratzigen tiefen Stimme. „Die, die das Licht meiden.“ antwortete Sodom. Daraufhin streckte Nabel seinen Kopf in die Höhe und fing an zu schnüffeln. „Bluuut!“ gab Nabel von sich, als er seinen Kopf wieder senkte. „Der Geruch von frischem Blut liegt in der Luft. Er ist überall und bald werden sie ihn alle riechen können.“ sagte Nabel und grub seine Klauen in den harten Boden. „Suchen und Zerstören.“ sagte Sodom und mit diesen Worten rauschte der Hase auch schon los. „Was hast du denn mit dem armen Mümmler angestellt?“ fragte Mec als er den vertrauten Schein seiner Laterne betrat und sich neben Chess und Numb stellte. „Er ist ein Werkaninchen, es liegt in seinem Blut.“ antwortete Sodom. „Das hört sich amüsanter an als es aussieht.“ fügte Chess hinzu. „Jetzt funkt's!“ rief ich und ging auf den mutierten Hasen zu. Ich zog mein Springmesser aus meinem Stiefel und lies die hellblau leuchtende Klinge aus dem gedrehtem Griff fahren. „SHINEEE! Gaaah! ...huh?! Wo bin ich?“ schrie die Klinge in meiner Hand. Vor Schreck warf ich das Ding aus meiner Hand und der Dolch schlitterte einige Meter über den Boden. „Was hat das zu bedeuten?! Was ist das für ein Körper!“ kam die knisterne Stimme eines gewissen Dämonen aus meiner Klinge. Mit diesem Ereignis riss der dünne Faden, der meinen Verstand noch zusammen hielt. „Sag mal, wer hat dir eigentlich erlaubt, dich in meiner Klinge einzunisten?“ fragte ich genervt. „Niemel?“ fragte Chess verwirrt in den Raum. Der Strom der die Klinge meines Messers bildete, hatte sich in eine Grimasse verwandelt und stellte nun Niemel da. „Ich bin Herr der Maschinen! Befreit mich aus diesem lächerlichem Gefängnis!“ kam Niemels Stimme von meinem Dolch der auf dem Boden lag. Ich ging darauf zu und nahm ihn wieder in meine Hand. „Du hast Nerven! Du bist doch da rein gekrochen! Nimm deinen Geist und stirb gefälligst wenn ich dich absteche!“ reif ich genervt und versuchte ihn aus dem Griff zu schütteln. „Einfältiger Mensch! Ich bin ein Dämon, kein Geist! Ich würde mich niemals freiwillig dazu bewegen in einen derartigen nutzlosen und ungebräuchlichen Gegenstand einzudringen. Und hör auf mich zu schütteln!“ entgegnete er. „Und warum bist du dann bitteschön in in MEINEM Dolch?“ fragte ich. Das Geschehen um mich herum ist zum Stillstand gekommen. Alle starrten auf meine Silhouette als ich mit der blass leuchtenden Grimasse des Dämons herum wedelte. „Ehh... Das war dein Werk, Hexe!“ beschuldigte mich Niemel. „Hexe?! Ich bin ein Assassine! Keine Hexe! Frechheit!“ schimpfte ich. „Wie auch immer. Jetzt bring mich in meinen alten Körper zurück, damit ich euch Fleischlinge zertreten kann!“ kam von dem Dämon in meiner Hand in einem Befehlston. „Ha! Bullshit! Als ob ich deinen Dämonenarsch wieder zurück in die Kiste da stecken würde. Ein Problem weniger!“ sagte ich und steckte den Dolch zurück in meinen Stiefel. „Wage es nicht!“ rief Niemel noch bevor er zwischen dem Leder und meiner Haut verschwand.


    Fassungslos durchbohrten mich dutzende Blicke, deren Aufmerksamkeit ich mit meiner kleinen Szene auf mich gezogen hatte. Unklar ob ich nun wieder in der Dunkelheit verschwunden war oder nicht, wagte ich einen Schritt zur Seite. Die starren Blicke lösten sich und fokussierten sich alle wieder auf ihre eigenen Ziele. Chess, Mec und Numb standen Rücken an Rücken in ihrem Lichtkegel und warteten darauf, dass etwas geschehen würde. Obwohl Numb in einer gebückten Haltung da hing und Mec einen recht gelassenen Eindruck hinterließ, wirkten sie wie ein starkes Team auf mich. Zusammen mit Vector, stand Lullaby in sicherer Entfernung zu allen Lichtquellen. Vector hatte die Fäden samt Bärenpranke entfernen können, doch die großen Knöpfe auf seiner bloßen Schulter waren dennoch sichtbar. Sodom und der Tukan auf seiner Schulter waren auch im Licht ihrer Laterne für alle sichtbar, aber woher kam der Pfeil der den Bären ausgeschlaten hatte? Eindeutig Friscos Werk. Unverkennbar. Hatte er den Pfeil aus langer Distanz geschossen? Ich konnte ihn nirgendwo sehen. Ein Gedanke ploppte auf. Ich konnte noch jemanden nicht sehen. Jemanden den ich im Moment unter keinen Umständen aus den Augen hätte verlieren dürfen. Mein Blick huschte durch die Höhle, aber mein Ziel war verschwunden.


    Keine Sekunde war vergangen und ich fand mich selbst kopfüber in der Luft baumeln. Eine große behaarte Hand kam aus dem harten Erdboden unter mir geschossen und packte mich an meinem Bein. Das Werkaninchen brach aus einem Tunnel unter der Erde hervor und riss mich in die Höhe. „Das Knacken beim Ersten Biss ist immer das Beste.“ knurrte Nabel und öffnete seinen Schlund. Armlange gelbe Schneidezähne ragten aus dem Kiefer des überdimensionalen Hasen. Das Adrenalin in meinem Körper ließ mich über meine Ängste hinweg sehen und ich hob meinen Arm und richtete meine Hand auf das Gesicht des Kaninchens.


    Chomp! Die langen Schneidezähne fuhren durch meine Knochen wie ein heißes Messer durch Butter. Die Schmerzen nicht beachtend, starrte ich auf den Stumpf am Ende meines Arms. Anstelle von Blut, Fleisch und Knochen war es nur hell leuchtender blauer Strom, der in der Wunde zu erkennen war. Durch meine silbernen Armreifen konnte der Strom von meinen Händen nicht in den Arm entweichen. Der Armreif saß fest, knapp unter dem Stummel an meinem Handgelenk und erst jetzt wurde mir klar, wo sich meine Hand befand. „Wohl bekomm's.“ sagte ich nüchtern und starrte dem Werkaninchen tief in die Augen.


    Ein gewaltiger Blitz ergoss sich über mich und Nabel. Er schlug in die Decke ein und ließ den Raum erneut in hellem Licht aufleuchten. Auf das Licht folgte auch sogleich der Donner. Mit einem Rauschen in den Ohren schlug ich auf den Boden auf und wurde fast von dem Kaninchen erschlagen, als es rauchend vorne über fiel. Aus dem ebenfalls rauchendem Maul des Monsters, entnahm ich meine abgetrennte Hand. Ich starrte auf meinen Stumpf der nun endlich anfing zu bluten. „AAAAAAHHH!!!“ fing ich an zu schreien als der Schmerz endlich in meinem Hirn ankam. „Hnnn! Fffff... gnhhhaaa! Das war sogar die Hand mit dem Tattoo! Schhhhh... mrrrrr... Kann man das nähen?“ fragte ich und sah auf meine Hand in meiner Hand herab. Ich wusste nicht was ich mit ihr machen sollte, aber ich wusste wie ich meine Wunde zu behandeln hatte. Ich spannte meine abgetrennte Hand unter einen meiner Gürteln an mein Bein und nahm einen anderen ab um ihn um meinen Arm zu wickeln. Leichter gesagt als getan. Mit nur einer Hand voll Finger konnte ich den Gürtel halbherzig um meinen Arm wickeln und festschnallen. Die Wunde hörte langsam auf zu bluten, aber ich hatte keinen Verband oder ähnliches. Ich riss am Ärmel meiner Bluse und wollte den Stoff damit um den Stumpf wickeln. Etwas mehr Stoff als erwartet kam ab und entblößte etwas mehr als nur meine Schulter. Mit einer Hand und meinen Zähnen band ich einen Knoten hinter meinem Armreif, der sehr dicht an der Wunde war. Ich konnte ihn nicht abnehmen da er mit meiner Haut verschmolzen war.


    Abgesehen von den Schmerzen war ich zufrieden mit meinen Bandagen. Mein Outfit war im Eimer. Zerfetzte und blutverschmierte Bluse. Vollgeblutete Shorts und das schwarze Blut meiner abgetrennten Hand kroch langsam an meinem Bein herab und verschwand in meinem Stiefel. So sehr habe ich mich schon lange nicht mehr gehen lassen. Mit etwas Glück könnte ich es so managen, dass mich keiner meiner weiteren Gegner überhaupt zu Gesicht bekommt, dann bleibt mir die Blamage erspart. Ich blickte zu den anderen um herauszufinden was ich in den letzten Minuten verpasst hatte. Erstaunt musste ich feststellen, dass mehr geschehen war als ich vermutet hatte. Numb hatte ein bemerkenswertes Loch im Kopf, der schief auf seinen Schultern hing.

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  • Zwickmühle


    „Ahh... Dieser zweidomensionale Schwachkopf. Dachte er, er kann mich loswerden und all dem hier entfliehen, indem er sein Leben beendet?“ kam eine besessene Stimme aus Numbs, sich nicht bewegendem Mund. Hinter ihm erschienen drei große grüne magische Runen. Auf seiner Haut erschienen leuchtende Zeichen der selben Farbe und seine Hände fingen an zu dampfen. „So sehr ich ihn auch hasse, leider brauche ich seinen Körper... noch...“ sprach die Quelle in Numbs Körper weiter und fing an etwas zu murmeln. Es hörte sich an als würde er sehr schnell rückwärts in einer anderen Sprache reden. Die Zeichen in den Runen bewegten sich und wurden verschoben. Schlussendlich glimmten sie kurz auf und Numbs Körper saugte sie auf. „Ich lasse dich erst sterben, wenn ich mit dir fertig bin!“ hörte man die Stimme noch zuletzt rufen. Die grünen Symbole auf seinem Körper und seiner Kleidung verschwanden und er hob langsam den Kopf. „Hhhhaa... Wieso lässt du mich nicht einfach sterben? Was habe ich falsch gemacht..?“ fragte Numb mit seiner normalen Stimme. Das Loch in seinem Kopf war geheilt und er fiel auf seine Knie. Dicke Tränen strömten aus den Blut unterlaufenen Augen und er schlug sich die Hände vor's Gesicht. Nett gemeint versuchte ihn Mac zu trösten und legte eine Hand auf Numbs Schulter. „Ist doch halb so-“ „FASS MICH NICHT AN!“ schrie Numb. Grünes Licht blitzte auf. Blut spritze auf den Boden. Das dumpfe Geräusch mehrerer Fleischklumpen, die auf den Boden aufschlagen, hallte durch die Höhle.


    „Schhhh... Heh.. Hehe... Hahahaaa!“ schallendes Gelächter. Mecs Augen waren aufgerissen und ein breites Grinsen zeichnete sein Gesicht. „Nhuhuhu! Darauf habe ich gewartet!“ sagte Mec. Ein langer Schrottarm ragte aus Mecs Schulter. Ein blutverschmierter Arm aus Schrauben, Muttern, Federn, Zahnrädern und kleinen Stangen ragte aus der Wunde auf Mecs Oberarm. Er bewegte seine Hand und betrachtete sie kurz. „Darf ich jetzt auch mit den Anderen spielen?“ fragte er Chess und sah sie fragend an. Chess griff sich an die Stirn und hob abweisend ihre andere Hand. „Ich habe nie gesagt, dass du nicht darfst. Mach was du willst, ich brauche eine Pause.“ sagte sie und drehte sich um. „Wer möchte mit mir spielen?“ fragte Mec in den Raum hinein, doch bevor er eine Antwort bekam, ertönte ein Signalton. „Der erste Wettstreiter hat den Ausgang erreicht! Die Regeln wurden der Situation neu angepasst. Die nun verbleibende Zeit beträgt sechs Stunden. Ich wiederhole: Der erste Wettstreiter hat den Ausgang erreicht! Die Regeln wurden der Situation neu angepasst. Die nun verbleibende Zeit beträgt sechs Stunden. Ende der Durchsage.“


    Sechs Stunden? Wie lange waren wir schon hier? Ohne mögliche Anhaltspunkte war mein Zeitgefühl ratlos aufgeschmissen. Und wer hatte es geschafft aus der Höhle zu entkommen? Frisco ist doch losgegangen um sich um eines der Teams zu kümmern, oder? Mit was für Freaks wurde ich hier zusammen in diese Höhle geworfen? Allesamt Geisteskranke mit gespaltenen Persönlichkeiten. Mein Arm schmerzte, aber ich durfte die eine Ladung die mir nun blieb nicht dafür verschwenden. Es dauerte einfach zu lang bis sie sich wieder auflädt. Sollten wir unsere Taktik wechseln? Wir waren leicht in der Unterzahl. Auch wenn einige unserer Gegner nicht danach aussehen je einen Kampf ausgetragen zu haben, durften wir sie nicht unterschätzen. Chess war der Beweis.


    Ich ging zu Lullaby und Vector die sich noch immer nicht bewegt hatten. „Was hast du mit dem Mümmler angestellt?“ fragte Vector als ich ankam. „Er hat mir die Hand abgebissen. Hätte er besser lassen sollen.“ antwortete ich. „Ist er tot?“ fragte Lullaby. Gute Frage. „Ich nehme es an...“ zögerte ich mit meiner Antwort. „Also nein.“ sagte Vector. „Ich musste mich um meine Hand...“ fing ich den Satz an und starrte auf Vectors Arme. „...vergiss es.“ beendete ich den Satz. „Hat einer einen Plan wo der Ausgang ist?“ fragte ich. „Nein und warum?“ antwortete Lullaby. „Ich dachte wir könnten uns dorthin zurückziehen und den Weg blockieren, da wir ja nur abwarten müssen.“ sagte ich. „Ich bin erstaunt. Das ist keine schlechte Idee. Wir sind nicht gezwungen zu kämpfen. Wir können auch einfach nur warten. Sechs Stunden... Aber wie finden wir den Richtigen Weg?“ fragte Vector. „Was heißt hier erstaunt? Ich habe nur gute Ideen.“ meinte ich. „Sie sehen uns nicht. Wir können ihnen einfach den Weg abschneiden, wenn sie weiter möchten.“ sagte Lullaby. „Ich kann noch kämpfen. Eine fehlende Hand hindert mich nicht daran ein paar Ärsche zu treten. Ich muss nur meine Ladungen gut einteilen...“ sagte ich. „Gleiches gilt für mich. Ich werde zwar meine Hände etwas schonen, aber ich bin nicht auf sie angewiesen.“ fügte Vector hinzu. „Gut zu hören. Mein Vigor sollte noch für ein paar Angriffe ausreichen. Ihr könnt auf mich zählen!“ sagte Lullaby.


    „Was ist ein Vigor?“ fragte ich. „Meine Energie. Allerdings... Ich warne euch besser gleich vor. Wenn mein Vigor seine Grenzen erreicht, werde ich euch einige Zeit lang nicht helfen können...“ antwortete Lullaby etwas traurig. „Faustkampf ist wohl nicht deine Stärke, hmm?“ meinte ich. „Das meinte ich nicht. Mhmm... Ihr werdet es dann schon sehen...“ sagte sie und setzte sich ihre Kapuze auf.


    „Ok. Dann los!“ sagte Chess. Wie wir, haben sich auch die Anderen kurz versammelt und einen neuen Plan ausgedacht. Chess, Sodom und der Tukan versammelten sich unter einer Laterne. Sie gingen gemeinsam auf einen der vielen Gänge zu. Mec und Numb blieben mit der zweiten Laterne zurück. „Geht.“ sagte Lullaby. Vector stand auf ohne ein Wort zu sagen und marschierte los. Lullaby fing an zu leuchten und zog so die Aufmerksamkeit auf sich. Dadurch konnten wir unbemerkt an Mec und Numb vorbei. „Wie geht’s deinen Armen? War es unbedingt nötig dir die Pulsader aufzureißen?“ fragte ich etwas skeptisch. „Besser. Das war ein Blutritus.“ antwortete Vector. „Lass mich raten. Durch den Text den du vor dich hingeblabbert hast, konntest du diese zwei... Was-auch-immer-Viehcher beschwören, die aus deinem Blut entstanden sind.“ bewarf ich Vector mit meiner wilden These. „Fast.“ meinte er. „Du wirst es mir nicht erklären?“ fragte ich etwas enttäuscht. „Was für einen Grund hätte ich?“ fragte er als wir den Gang betraten, in dem Sodom und Chess verschwunden waren. „Ähh... Wir sind Teamkameraden.“ sagte ich. „Das glaubst du doch selbst nicht ein Mal...“ gab er zurück. Erwischt. Ich musste zugeben, ich hatte besseres zu erledigen als mich mit ihm über seine Fähigkeit zu unterhalten. Wie zum Beispiel: Wo kam dieser Nebel her? Meine linke Hand kribbelte und meine Nase fing an zu jucken. Ich blickte auf meine Hand und sah wie sie sich langsam grau färbte. „Ist das gut?“ fragte ich und drehte mich zu Vector um. Er merkte es nicht. Er stand zwar auch in diesem Nebel, aber durch seine Hautfarbe konnte man das kriechende Grau nicht erkennen. Ich wollte ihn gerade darauf ansprechen, doch er kam auf mich zu und stieß mich um. „Hey! Spinnst du? Wir haben keine Zeit für...“ ein Flügelschlag ließ mich verstummen. Etwas schoss knapp über meinen Kopf hinweg und schlug gegen Vector.


    „Was sollte das?“ fragte ich Vector. Keine Antwort. „Genau in mei Foin tappt. Ihr seids a wirklich zu depat um auf solche Dinge zu achten, ha?“ die spöttische Stimme höhnte über uns. Der Tukan landete auf Vectors Kopf und blieb dort sitzen. „Vector?“ fragte ich. „Der wird di nimma hören.“ der Dialekt des Vogels war furchtbar, ich verstand nur jedes zweite Wort. „Was hast du mit ihm gemacht?“ fragte ich weiter. „Des gleiche was ih gleich mit dir ah machen werd.“ sprach der Vogel. Langsam glaubte ich, dass es an mir lag, dass ich einige nicht verstehen konnte, aber warum konnten sie alle mich verstehen? Der versteckte Teil von Bee war für die Sprache verantwortlich. War meiner beschädigt? Oder waren es die der Anderen? Keine Zeit zum Denken. Der Vogel war bereits hinter mir her und versuchte mich mit seinem Schnabel zu erwischen. Ich wollte es nicht riskieren, getroffen zu werden. „Versteinere wen anderen! Verschwinde!“ rief ich dem Vogel zu. „Kommst du woi her!“ reif der Vogel und aus seinem Schnabel kam noch mehr des Nebels als ich mich zur Seite rollte. Instinktiv griff ich nach meinem Messer und musste genervt feststellen, dass ich es 1. nicht mit meinem Stummel greifen konnte und 2. wäre es nicht von großem Nutzen wenn ich mir erneut das Geschwafel des Herrn der Maschinen anhören müsste. Meine linke Hand griff nach hinten an meinen Gürtel und erreichte mit etwas Mühe die aufgerollte Peitsche, die ich glücklicher Weise doch noch mitgenommen hatte.


    Schnalzen und Knistern war zu hören als ich mit der Strom-geladenen Peitsche nach dem Vogel schlug. Er war schnell und wendig. Seine geringe Größe machte es nicht gerade leichter ihn zu treffen und als Rechtshändlerin hatte ich schon so Probleme die Peitsche ordentlich zu schwingen. Ich war genervt. Der Tukan versuchte eindeutig nur Zeit zu schinden, damit die anderen Zwei den Ausgang erreichen konnten. Aber wenn ich ihn nicht aufhalten würde, wären es zusammen mit dem Ersten der den Ausgang erreicht hatte, insgesamt vier Personen. Also waren wir damit beschäftigt uns gegenseitig davon abzuhalten, weiter zugehen. Tolle Entstehung der Ereignisse. Glücklicher Weise konnte meine Peitsche den Strom lange genug speichern, bis sich meine Hand wieder Aufgeladen hatte. Ich ging immer einige Schritte zurück und entfernte mich damit von dem versteinerten Vector und versuchte aus dem Nebel zu kommen. Doch der Tukan war beharrlich. Er konnte diesen Nebel anscheinen unerschöpflich ausstoßen.


    Die Energie die meine Peitsche versorgte, erlosch. Der Vogel erkannte seine Chanze und setzte zum Sturzflug an. Ich warf die Peitsche aus der Hand schlug dem Tukan, mit geladener Faust von oben auf den Schnabel. Er war härter als erwartet und obwohl ich mich außerhalb des Nebels befand, erstarrte meine Hand sofort zu Stein. Der Prozess breitete sich rasend schnell über meinen ganzen Körper aus und ich konnte nichts dagegen unternehmen. Wenigstens hatte ich den blöden Vogel noch ausgeschaltet, der bewusstlos auf meinem Oberschenkel aufprallte.


    Für einen Augenblick wurde alles dunkel. Ich meine so dunkel, dass ich selbst mit dem Faust-Stein nichts mehr sehen konnte. Ich konnte noch denken und atmen, ich spürte auch noch mein Herz schlagen und den Schmerz meiner Wunde. Ein dumpfes 'tunk' war zu hören und kurz darauf das leise Rieseln von Sand.
    Ich sah die Wand der Höhle vor mir. Ich sah meine linke Hand und bewegte meine Finger. Ich sah auf meine Füße und machte einen Schritt zurück. Unter mir lag der bewusstlose oder tote Tukan. Sein Schnapel war angeknackst und blutete leicht. Habe ich durch das brechen des Schnabels den 'Fluch' gebrochen? Vectors regloser Körper stand noch immer versteinert in einiger Ferne. Anscheinend nicht. Ich griff nach dem Vogel. Die grauen Markierungen auf meiner Haut waren verschwunden und der Rauch den der Tukan zuvor ausgeatmet hatte, hatte sich gelegt. Er passte mit angelegten Flügeln genau in meine Hand. Der Schnabel hing nach unten, er war leichter als erwartet. Ich ging zu Vector und klopfte ihm leicht mit dem Schnabel des Vogels auf die Stirn. Vector stöhnte und sank auf den Boden. „Ich dachte das war das Ende. Danke.“ sagte er dankbar und wischte sich eine Strähne aus dem Gesicht. „Wir sind wieder quitt. Und richte dir den den dämlichen Zopf. Wer hat dir je gesagt, dass das gut aussehen soll?“ ärgerte ich ihn ein wenig. Ich war dankbar dafür, dass er mich gerettet hat, aber er hat sich dadurch selber in eine missliche Lage gebracht. „Ist er tot?“ fragte Vector während er sich seinen Zopf neu band. „Nope. Nur bewusstlos. Aber er dürfte schwere innere Verbrennungen haben.“ antwortete ich. „Hmm.“ kam von Vector als Kommentar. Ich legte den Vogel auf den Boden, schnappte meine Peitsche und wir gingen weiter. Chess und Sodom hatten nun einen großen Vorsprung. „Bist du gut in Sport?“ fragte ich Vector. Er sah mich fragend an. „Ich schlage vor, wir laufen um die Zwei einzuholen.“ fuhr ich fort als von Vector keine Antwort kam. Ich fing an zu laufen. Man sah es mir zwar nicht sofort an, aber ich hatte eine ziemlich gute Ausdauer wenn es ums Laufen ging. „Ah. Ich kann mit dir mithalten.“ antwortete er endlich. Vector beschleunigte etwas, doch nicht auf mein Tempo. Ich sah aus den Augenwinkeln wie er nun doch schneller auf mich zu kam. Er rutschte über seine Pfeilplatten. „Wie einfallsreich...“ sagte ich etwas genervt und legte noch einen Zahn zu.


    Meine Brust schmerzte. Ich hatte kein Seitenstechen, noch hatte der Schmerz etwas mit meinen Muskeln zu tun. Ein Sport-BH wäre in dieser Situation echt nicht schlecht. Mein Korsett drückte meine Brüste nach oben und durch die gerissene Bluse und den billigen BH hüpften sie mit jedem Schritt auf und ab. Ich sah zu Vector. Konnte ich nicht auch mit ihm auf den Pfeilen mitfahren? Ich wollte ihn gerade fragen, da sah ich sein Gesicht. Er starrte mir wie hypnotisiert in den Ausschnitt. Er war sichtlich errötet obwohl er keine Farben hatte. „Du starrts...“ sagte ich zu ihm und blickte ihm finster in die Augen. Als er meinen Blick sah, schaute er beschämt weg. „Kann ich nicht mit auf den Platten fahren? Dann ersparen wir uns das Ganze.“ fragte ich ihn. „Ähhh...“ fing er an und sah mich noch immer nicht an. „Du hast wohl nicht so viel Erfahrung mit Mädchen, hmm? Wie alt bist du 16? Hat dich bei dir daheim nie eine ran gelassen?“ stocherte ich in der Wunde. „Was?! Ich hatte schon viele Freundinnen! Was kann ich dafür, wenn...“ er schaute wieder zu mir und sein Blick blieb sofort in meinem Ausschnitt hängen. „Gah... Starren macht es nicht unbedingt besser.“ seufzte ich. Ich legte noch einen Zahn zu und lies Vector hinter mir. Plötzlich sah ich ein Licht. Ich bremste ab. Chess und Sodom rannten vor mir, wobei Chess ähnlich wie Vector, nur über den Boden rutschte. Ihre Beine verdeckt von ihrem langem Kleid, man sah kaum eine Bewegung. Ich hielt Abstand bis mich Vector endlich wieder eingeholt hatte. Ich sah ihm in die Augen. Er hatte wieder einen ernsten Gesichtsausdruck und war bereit. Auf Vectors Hand erschien ein Pfeil und er schoss über die Platten am Boden auf Chess zu.

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  • Zwickmühle-2


    „Turm!“ rief Chess und drehte sich um. Eine weiße Wand erschien vor ihr und fing Vectors Schlag ab. Der 'Turm' verschwand wieder und Chess blieb stehen. Sodom war auch stehen geblieben und wirbelte nun sein Jojo im Kreis um seinen Finger. „Wie ich sehe bist du an Mr. Pick vorbeigekommen. Ich dachte mit einem wird er fertig...“ sagte Sodom und spähte an Vector vorbei in meine Richtung. „Nette Falle,aber-“ „Bauer! Springer!“ rief Chess und unterbrach damit Vector. Die 'Bauer' Figur flog auf Vector zu und zwang in dadurch auszuweichen, gleichzeitig sah ich, wie Sodoms Jojo von oben herab auf Vector einschlug. Chess bewegte sich blitzschnell mit einem Satz hinter Vector und kam auf mich zu, wie auch die Male zuvor, hatte sie wieder eine lange weiße Lanze in der Hand. „Alles Lügen. Ich habe es gehört! Aus deinem Mund kommen nur Lügen. Schwesterherz, weißt du noch was Mutter immer mit dir gemacht hat, wenn du sie angelogen hast?“ sprach Sodom und verschwand fast in einer düsteren rosaroten Aura die sich um ihn legte.


    „Komm raus! Ich weiß, dass du hier bist!“ rief Chess als die Laterne zu ihr flog und ihre Umgebung in Licht tauchte. Die Wände reflektierten das Licht und ließen den schmalen Gang erstrahlen. Um weiterhin im Dunkeln zu bleiben, hätte ich zurück laufen müssen, aber wir wollten sie aufhalten, nicht uns verstecken. „Ich bin erstaunt wie schnell du dich in diesem Kleid bewegen kannst. Ich könnte das nicht.“ sagte ich. „Danke. Ich muss dazu sagen, es ist ein Kampfkleid.“ sagte Chess. „Ich habe noch nie von einem Kampfkleid gehört. In wie fern unterscheidet sich das bitte von einem normalen Kleid?“ fragte ich neugierig. „Für die Stoffmenge ist es sehr leicht und meine Beine verfangen sich nicht darin.“ antwortete Chess. Ich betrachtete das Kleid etwas genauer. Es lag nicht an ihren Beinen an und es hing auch nicht einfach nur nach unten. Es stand etwas ab, aber nicht wie ein Ballkleid. Doch bequem konnte ich es mir trotzdem nicht vorstellen. „Du! Du hast Mr. Plüsch auf dem Gewissen! Und nun auch noch Mr Pick?!“ schrie Gomorrha die nun wieder Anstelle von Sodom anwesend war. Sie hielt ein pinkes Gymnastikband in der Hand. „Ahh... Eigentlich hatte ich mit beiden nichts zu tun.“ sagte Vector und hielt seinen rechten Arm. Nach Sodoms Angriff dürfte die Wunde seines Arms wieder aufgegangen sein, denn der Stofffetzen den Vector um seinen Unterarm gewickelt hatte, war durchnässt von seinem Blut. „Lügen! Ich werde dir deine faule Zunge herausschneiden!“ schrie Gomorrha verärgert. Ihr Band fing nun an zu leuchten und hüllte sie dadurch in ein pinkes Licht. Sie schnalzte einmal mit dem Band und es wurde steif. Es sah aus wie ein langes, dünnes rosarotes Schwert. „Was ist mit deiner Hand geschehen? Das kann aber nicht von mir gewesen sein, oder?“ fragte Chess als sie meine fehlende rechte Hand bemerkte. „Neh... Kleines Missgeschick mit einer übergroßen Ratte.“ sagte ich und zuckte mit den Schultern. Im Hintergrund ging Gomorrha auf Vector los. „Denkst du, du hast mit nur einer Hand überhaupt eine Chance gegen mich?“ fragte Chess mich herausfordernd. „'Handicap' hin oder her, ich kann's mir nicht leisten euch gewinnen zu lassen.“ antwortete ich. „Hmpf. Deine Chancen stehen schlecht, kleine Hexe. 'König'“ sagte Chess. Die Lanze in ihrer Hand verschwand und die hell strahlende Krone erschien wieder über ihrem Kopf.


    In dieser Haltung durfte ich mich auf keinen Fall treffen lassen. Die übermenschliche Stärke dürfte sie nur haben, solange sie die Krone über ihrem Kopf hatte. Chess zögerte nicht lange und startete direkt einen Angriff. Ihre Faust kam angeflogen, aber es wäre sehr dämlich, mich davon treffen zu lassen. Mit Leichtigkeit wich ich nach hinten und ihr Schlag ging ins Nichts. Ich war in Versuchung ihren Arm zu schlagen, der in der Luft hing und einige Zeit brauchte, um den Schwung zu kompensieren. Doch auf welche Art und Weise sollte ich sie angreifen? Eine Schockladung wird kaum ausreichen, um sie auszuschalten, wenn ich sie nur auf dem Arm treffe. Vector bot sich mit Gomorrha einen harten Kampf und ich war dazu gezwungen, Chess immer wieder auszuweichen, nur weil ich mir keine Strategie zurecht gelegt hatte.


    „Schlägst duauch irgendwann zu, oder hast du vor die ganze Zeit den Kopf einzuziehen? Ich kann auch anders.“ fragte Chess. „Denken und schlagen gleichzeitig, ist nicht meine Stärke. Ich bevorzuge das Element der Überraschung.“ antwortete ich. „Lautlos und ungesehen? Das Motto eines Assassinen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass das hier funktioniert. Wie hast du deine Kämpfe bisher bewältigt?“ fragte Chess weiter. „So.“ antwortete ich und schlug mit meiner Faust auf Chess ein. Ich wusste, dass sie nicht ausweichen würde. Sie blockte meinen Schlag mit ihren Armen, deshalb gab ich ihr eine kleine Überraschung. Mein Schlag war eher schmächtig, aber der Strom der mit ihm kam, war mein Gedanke dahinter. Beide Arme von Chess streckten sich, als der Strom durch sie schoss. Ihr Gesichtsausdruck war unbezahlbar. Mein Stiefel hatte freie Bahn und flog ungebremst von unten gegen ihren Kiefer.


    Chess torkelte zwei Schritte zurück und öffnete ihren Mund. Rotes Blut lief über ihre Lippen und sie rieb sich ihr Kinn. „Doch nicht alles weiß an der weißen Königin.“ sagte ich zu ihr. Chess funkelte mich böse an. Ich glaube, mein Spruch hatte sie mehr verletzt als mein Tritt. „Rotes Blut zeigt, dass wir auch nur Menschen sind.“ antwortete sie und wischte sich das Blut, mit einem Taschentuch von den Lippen. „Wie hast du es überhaupt geschafft, dass sonst alles an dir weiß ist? Ich meine, selbst deine Iris und deine Wimpern sind weiß. Bis tdu als kleines Kind in ein Fass mit Bleichmittel gefallen?“ fragte ich. „Ich bin die weiße Königin, warum sollte ich nicht weiß sein?“ gab sie mir als Antwort. „Das beantwortet nicht meine Fragen. Sind auch deine Achselhaare weiß? Und was ist mit deinen Schamh-“ eine Faust war die Antwort. Ich war weiterhin gezwungen auszuweichen. Mein Strom musste sich erst wieder aufladen und was Stärke anging, war sie mir weit überlegen. „Wow! Hey! Behandeltman so eine Freundin?“ fragte ich weiter. „Wie kommst du zu derAnnahme, dass wir Freunde sind?“ fragte sie und blickte mich leicht verwirrt an. „Neija, ich dachte weil du mich geschlagen hast und ich dich getreten habe...“ versuchte ich einen vernünftigen Satz zu formulieren. Heh, ich und vernünftige Sätze, alleine der Gedanke daran ist paradox. „Wie hast du bis jetzt Freundschaften geschlossen? Du bist so eigenartig, wenn ich dich jemanden vorstellen müsste, würden mir die Worte fehlen. Etwas anderes als 'morbide Hexe' fällt mir im Moment nicht ein.“ sagte Chess. „Hör auf mich so zu nennen! Ich dachte, gewisse Umstände machen Leute zu Freunden...“ sagte ich. „Wie etwa, sich gegenseitig zu verprügeln? Dann hattest du wohl bis jetzt nur ein paar lausige Freunde.“ entgegnete sie mir. „Ich hatte nie wirklich Freunde. Ich habe mich immer alleine durchgeschlagen und das nicht nur wegen meinen Blitzhänden. Ich bin auf der Straße aufgewachsen und habe alles was ich zum Leben brauchte von anderen gestohlen.“ sagte ich. „Das erklärt so einiges..“ sagte sie und senkte etwas ihre Deckung. Sie jetzt zu hintergehen, wäre normalerweise meine erste Wahl, aber komischer Weise hinderte mich etwas in meiner Brust daran. „Also macht uns das jetzt zu Freunden?“ fragte ich und hoffte insgeheim auf ein 'Ja'. Chess seufzte. Sie öffnete ihren Mund um etwas zu sagen, aber ihr Blick schweifte an mir vorbei und sie verzog leicht das Gesicht.


    Mein Blick wanderte an die Decke, da mir der Boden unter den Füßen weggezogen wurde. Silbernes Licht schoss über meinen Kopf hinweg, während ich unsanft auf dem Boden landete, natürlich versuchte ich den Fall mit meiner fehlenden Hand zu bremsen. Es geschah so schnell und ohne Vorwarnung. Ich krachte unter Schmerzen auf den harten Boden, ein silberner Pfeil aus Licht schlug in den 'Turm' von Chess ein und sprengte diesen, mit einer hellen Explosion. Vector hatte Gomorrha besiegt, sie lag bewusstlos oder leblos auf dem Boden. Er war dafür verantwortlich, dass ich auf dem Boden gelandet bin und nicht von dem Pfeil getroffen wurde. Chess wurde an die Wand geschmettert und sackte in sich zusammen. Ich blickte nach hinten, in den Gang und sah den Schützen, von dem der Pfeil stammte. „Presto?“ fragte ich die Mumie. Er trug eine Person auf der Schulter und stand nun fast hinter mir. „Sein Name ist-“ „Frisco.“ beendete Frisco den Satz von Vector. „Schön, dass du dich auch mal wieder... Warte. Hast du gerade geredet?“ fragte ich und blickte ihn misstrauisch an. Die Person, die über seiner Schulter hing, war Lullaby. Ihr langer Umhang und ihre kleinen bloßen Füße waren unverkennbar. Mir schwirrten einige Fragen im Kopf herum, zu denen ich aber leider nie kam. „Also war alles nur ein Trick... Wer würde schon mit jemanden wie dir befreundet sein wollen.“ hörte ich Chess's wehleidige Stimme und da war diese Gefühl in meiner Brust wider. Ich drehte mich zu ihr um und mir blieben die Worte im Hals stecken. Ihr lief Blut übers Gesicht, aber die Verletzung auf ihrem Kopf war nicht die schlimmste. Ihr weißen Kleid war blutrot um ihren Bauch herum. Ein spitzer Stein hatte sich in ihre Seite gebohrt und ihr schönes Kleid zerrissen. „Ich hätte es kommen sehen müssen.“ sprach sie weiter und hustete etwas Blut hoch. Ich ging zu ihr hin und drückte sie auf den Boden, ihre Krone war verschwunden. „Hmpf. Beendest du es jetzt? Hast du etwa Mitleid?...“ fragte sie ohne sich stark zu wehren und vermied meinen Blick. Ihre Wunde war tiefer als ich dachte, sie würde verbluten, wenn man die Wunde nicht gleich behandelt. Ich nahm mein Korsett ab und riss ihr das Kleid vom Leib. Ich nahm das, was von meiner Bluse noch über war und band es um ihren Bauch. Sie stöhnte als ich den Knoten fest zog, aber ich konnte jetzt auf das keine Rücksicht nehmen und schon gar nicht nur mit einer Hand. Ich legte ihr mein Korsett an und rollte sie auf die Seite. Mit meinen Zähnen und meiner Hand schnürte ich es so fest ich konnte. Zuletzt nahm ich noch einen meiner langen Gürtel und zog auch noch den um ihren Bauch. Wenn sie die Wunde überstehen sollte, würde sie ersticken, so fest wie ich den Gürtel zugezogen hatte. Ich rollte sie wieder auf ihren Rücken und beugte mich zu ihrem Ohr. „Wenn ich meinen Gürtel holen komme, hast du die Blutflecken besser beseitigt.“ flüsterte ich drohend und ließ sie auf dem Boden liegen.


    „Ich werde das nicht hinterfragen.“ sagte Vector und sah mich mit verschränkten Armen an. Sein Arm blutete. Die Fetzen seines blutgetränkten Oberteils konnten die Blutung nicht mehr stoppen, lange würde auch er nicht mehr durchstehen. Ich reichte ihm meinen zweiten Gürtel, hängte mir die Peitsche über die Schulter und steckte den Faust-Stein in meine Hosentasche. Meine Hand fiel dabei fast auf den Boden. Ich spannte sie zwischen den Bund meiner kurzen Hose und meiner Haut. „Nimm.“ sagte ich als Vector den Gürtel nicht nahm. Er starrte wieder. Mein ganzer Körper zitterte, mir war eiskalt und ich hatte eine Gänsehaut. Ich warf ihm den Gürtel ins Gesicht und verschränkte nun auch die Arme vor der Brust. Das drückte meinen Ausschnitt noch weiter nach ober, aber das war mir egal, mir war einfach nur kalt. „Starr ich dir etwa die ganze Zeit auf die Brust? Nein! Reiß dich zusammen und kümmre dich um deine Wunde, oder willst du verbluten?“ sagte ich zu ihm als er den Gürtel endlich um seinen Oberarm schnürte. Ich drehte mich nun zu... 'der Mumie' um. Ich konnte mir seinen Namen nicht merken. „Meisterschütze. Was ist geschehen? Was ist mit ihr und wo warst du?“ fragte ich ihn. Seinem glühenden Blick nach zu urteilen, war er nicht sehr erfreut mich zu sehen. „Ich habe mich nicht zu rechtfertigen.“ sagte er mit einer rauen aber doch jungen Stimme. Er legte mir Lullaby unsanft in die Arme und ging an mir vorbei. „Arsch...“ sagte ich zu ihm. Er durchbohrte mich mit seinem freien Auge, sagte aber nichts weiter. Er ging einige Schritte voran und blieb dann stehen. „Warum endet es nicht?“ fragte er. „Was?“ fragte ich. Keine Antwort. „Das Turnier? Haben wir alle Gegner besiegt?“ fragte Vector. „Einer hat den Ausgang erreicht. Liegt es vielleicht daran?“ frage ich. Der Blick der Mumie traf mich erneut, als ob es meine Schuld wäre und dann ging er weiter.


    Wir folgten ihm, anscheinend wusste er wohin er ging. Ich trug Lullaby in meinen Armen. Sie war schön warm und ich beobachtete wie sich ihre Haare veränderten. Bei unserer ersten Begegnung waren sie noch blond und wellig, danach waren die Spitzen schwarz und glatt, aber jetzt waren sie bis zum Ansatz schwarz und glatt. Doch je weiter wir gingen desto mehr Farbe kam in ihre Haare zurück. Vom Ansatz an weg, wurden sie wieder blond. Ändern sich ihre Haare immer? Macht sie das bewusst oder ändern sie sich einfach mit der Zeit? Ich hatte keine Antwort auf meine Fragen. Ich blickte zu Vector der vor mir und hinter der Mumie ging. Unter anderen Umständen hätte ich ihn Lullaby tragen lassen, aber so wie es war, war es am Besten. Langsam konnten wir das Licht am Ende des Gangs erkennen und als wir endlich die Höhle verlassen hatten, konnte ich denjenigen sehen, der es geschafft hatte uns durch die Finger zu gleiten.


    „Rost! Du?“ rief ich erstaunt. „Oh! Hello...“ sagte er vorsichtig. Ich blickte mich um. Wir standen am Fuße eines Berges auf einer Lichtung. Vor uns war ein Wald und die Bäume versperrten die Sicht. Rost saß auf einem sehr kleinen Hügel, welcher von einem Kreis eingezogen war. Auf der Spitze des Hügels war eine kleine ordinäre rote Fahne auf einer kurzen Stange, die aus dem Boden ragte. „Und das ist der Dank dafür, dass wir dich nicht getötet haben? Ich hätte etwas mehr erwartet.“ sagte ich mit gespielter Enttäuschung. Rost sah etwas betrübt aus und versteckte sein Gesicht unter seinem Hut. „Mhmmm...“ kam eine Stimme aus meinen Armen. Lullaby öffnete ihre Augen. Sie hatte keine Katzenaugen mehr und sie gaben ein leicht blendendes gelbes Licht ab. Sie schaute mir kurz ins Gesicht aber ihr Blick wanderte sofort auf meinen Vorbau, der fast ihre ganze Brust und ihren Bauch bedeckte. „Das erklärt meinen Traum...“ sagte sie etwas verschlafen. „Guten Morgen Schlafmütze.“ sagte ich zuihr. Sie hob ihre Hand und ich dachte sie wollte sich an mirabstützen und aufstehen, aber sie drückte nur ihren Finger gegen meinen BH. „Die sind ja echt!“ sagte sie verblüfft und ich ließ sie auf die Wiese fallen. „Du könntest dich auch bedanken. Die Mumie hat dich zu uns gebracht und ich habe dich den ganzen Weg hier her getragen. Und was meinst du mit 'Die sind ja echt'?! Natürlich sind die echt!“ sagte ich trotzig. Eine kalte Brise wehte über meine Haut und ich bekam sofort wieder eine Gänsehaut. „Brrr...“schauderte ich. „Ich dachte nur, so groß wie die sind.“ sagte sie und blieb in der Wiese liegen. „Na hör mal! So groß sind die auch wieder nicht. Da wo ich herkomme, ist das oberer Durchschnitt. Aber im Vergleich zu deinen sind sie groß, da hast du Recht.“ sagte ich grinsend. Sie schmollte mich verärgert an und brachte mich damit zum Lachen. Vector hatte die Szene beobachtet und hatte auch ein leichtes Grinsen im Gesicht. Nur die Mumie war noch ganz bei der Sache. Er stand vor dem Kreis und starrte auf Rost. Die Hand der Mumie lag auf einer unsichtbaren Wand, die Rost umgab. Ein Kraftfeld um die, die den Ausgang erreicht hatten zu schützen? Vector stellte sich neben die Mumie an die Wand. „Erwarten wir noch Gegner? Wir haben einige ausgeschalten, aber was hast du gemacht, Frisco?“ fragte Vector. Frisco war sein Name. Ich hatte ihn vergessen. Frisco drehte sich um und sah zum Ausgang der Höhle. Er hob seinen Bogen und spannte die Sehne. Ein großer silberner Pfeil entstand aus dem Nichts und fing an zu leuchten.

    Krieg: I'll never forget the way her holes cried... The way she screamed in agony as she pushed the knife slowly into my sternum...
    Such a beautiful symphony of feelings, and at the end of it, she was so much greater! My operatic diva of flesh and steel!!

    2 Mal editiert, zuletzt von JaySun ()

  • Nachdem ich bereits zu Season 1 einen Kommentar geschrieben habe, möchte ich dir nun auch zu dem Anfang der Fortsetzung etwas Feedback geben - und zwar weil die Geschichte bis jetzt noch nicht so weit fortgeschritten ist etwas ausführlicher als das Feedback zum ersten Teil.


    [tabmenu][tab='Startpost']
    Bevor ich auf die einzelnen Kapitel eingehe, möchte ich einmal ein paar Worte zum Startpost sagen. Dass du die wesentlichen Inhalte von dem voraus gehenden Teil übernommen hast, finde ich eigentlich ganz passend, allerdings denke ich, dass speziell für die Fortsetzung ein paar weitere Anpassungen sinnvoll sind:

    • Die drei Zeilen über dem Bild könnte man mit etwas Wohlwollen als eine Art Klappentext für den vorliegenden zweiten Teil auffassen. Allerdings gehen diese meiner Meinung nach nicht gut genug auf den geplanten Inhalt der Geschichte ein, und potentielle Leser werden ohne Season 1 zu kennen, damit auch nicht viel anfangen können.
    • Die Bemerkung „Die Story schließt an das Ende von Season 1 an und es ist daher zu empfehlen, erst Season 1 zu lesen, bevor ihr hier beginnt“ ist meiner Meinung nach missverständlich, weil sie irgendwie andeutet, dass man die Geschichte ohne das Vorwissen durchaus lesen und verstehen kann. Allerdings ist die Geschichte selbst so aufgebaut, dass dem Leser ohne dieses Vorwissen wichtige Informationen fehlen.
    • Vielleicht wäre es eine Überlegung wert, für diejenigen, die Season 1 nicht gelesen haben, eine Zusammenfassung der voraus gehenden Geschichte zu erstellen. Dann könntest du in dem oben genannten Hinweis auch sagen, dass der Leser wahlweise Season 1 lesen oder sich die Zusammenfassung ansehen soll.
    • Was den Titel angeht, schreckst du durch den Zusatz „Season 2“ potentielle Leser ab - nämlich genau diejenigen, die Season 1 nicht (oder nicht komplett) gelesen haben. Falls du eine Zusammenfassung der Vorgeschichte hinzufügst oder auf andere Weise dafür sorgst, dass man das Vorwissen nicht unbedingt braucht, wäre es vielleicht eine Überlegung wert, auch den Titel abzuändern - zum Beispiel in „Wertlos - Der Ruf des Maulwurfs“, falls das jetzt schon über alle vier Kapitel gehende Turnier den kompletten Inhalt von Season 2 ausmachen sollte.



    [tab='Prolog']
    In dem Prolog machst du meiner Meinung recht geschickt einen Perspektivwechsel von der in Season 1 geschilderten Handlung rund um Nova zu dem Ich-Erzähler. Leider holst du neue Leser dabei nicht dort ab, wo sie sich ohne ein durch die Lektüre der Vorgeschichte vorhandenes Wissen befinden. Ganz im Gegenteil: Du machst dem Leser gleich bei dem ersten Satz deutlich, dass du nicht gewillt bist, zusätzliche Erklärungen einzufügen. Ich finde das schade, denn durch den Wechsel des Protagonisten hätte es eine gute Gelegenheit gegeben, die wichtigsten Eigenschaften der Welt so zu erzählen, dass neue Leser den Inhalt verstehen und alte Hasen (also diejenigen, die auch Season 1 schon gelesen haben) zwar an an die Details aus der voraus gehenden Geschichte erinnert, aber nicht gelangweilt werden.
    Was die Zeiten im Prolog angeht, bin ich mir nicht sicher, ob die gelegentlich verwendete Gegenwart gerechtfertigt ist. Diese deutet meiner Meinung nach irgendwie an, dass das System mit den für die Kämpfe entführten Leuten auch jetzt noch (also zum Zeitpunkt des Erzählens) aktiv fortgeführt wird. Falls du dir allerdings eher vorstellst, dass die komplette Geschichte weit in der Vergangenheit spielt, müsstest du die Zeiten entsprechend anpassen.


    [tab='Kapitel 1']
    Bei Kapitel 1 fehlen mir gleich am Anfang irgendwie ein paar einleitende Worte, wo das geschilderte Gespräch statt findet und in was für eine Situation sich die auftretenden Personen derzeit befinden. Dieser Anfang klingt für mich eher nach einer Kurzgeschichte, einem Prolog oder einem Kapitel irgendwo in der Mitte einer Geschichte, falls bei Letzterem die genannten Informationen schon durch das voraus gehende Kapitel bekannt sind. Für den Fall eines Prologs wäre es allerdings erforderlich, dass direkt nach dem Gespräch Informationen folgen, aus denen der Leser die Situation einordnen und dann ordentlich in die Geschichte einsteigen kann.
    Das Auftreten des rothaarigen Mädchen, welches am Schalter der Lobby nach Sandfrüchten fragt, ist eine gute Erinnerung an die Vorgeschichte, aber ob diese Begegnung davon abgesehen noch irgendeine Bewandtnis hat, kann ich im Moment nicht beurteilen.
    Das Turnier, welches danach anfängt, ist - wenn ich einmal davon absehe, dass das hier das erste Kapitel ist und es immer noch keine ordentliche Einleitung in die Geschichte gegeben hat - gut gelungen.



    [tab='Kapitel 2']
    In Kapitel 2 beginnen nun die Kampfhandlungen des Turniers. Dem Kampf gegen das erste auftretende Team konnte ich gut folgen, allerdings habe ich keine Ahnung, worauf sich der Name des Kapitels („Hexe“) beziehen soll.



    [tab='Kapitel 3']
    In Kapitel 3 geht das Turnier weiter - zunächst einmal mit dem Kampf gegen das zweite Team. Allerdings zieht sich dieser Kampf etwas in die Länge, und am Anfang des zweiten Teils von dem Kapitel taucht dann auf einmal noch ein weiteres Team auf. Im Folgenden beteiligt sich der Ich-Erzähler ein für paar Absätze lang nicht aktiv am Geschehen, sondern im Text wird nur in der dritten Person beschrieben, wie sich die beiden gegnerischen Teams mit einander verständigen und gegen die Kameraden des Ich-Erzählers kämpfen. Danach folgt ein Abschnitt wo der Ich-Erzähler aktiv ist und dafür andere Personen aus dem Geschehen ausgeblendet werden. An der Stelle, an der der erlegte Bär erneut erwähnt wird, hatte ich zunächst einmal das Gefühl, dass ich den Überblick verloren hätte - weil ich vergessen hatte, dass dieser bereits an der Stelle, an der der Ich-Erzähler nur zusieht, von dem Pfeil getroffen worden war.
    Insgesamt hätte man das Kapitel auch gut in zwei Kapitel aufteilen können - eines bis zu der Stelle, an der das zusätzliche Team auftaucht und eines für den darauf folgenden Inhalt. Genau wie beim zweiten Kapitel ist mir übrigens auch bei Kapitel 3 nicht klar, wie du auf den Titel gekommen ist, denn der Kampf gegen die gegnerischen Teams ist für den Ich-Erzähler und seine Kameraden alles Andere als ein Kinderspiel.



    [tab='Kapitel 4']
    In Kapitel 4 geht das Turnier immer noch weiter. Immerhin kommt der Kampf gegen die beiden gegnerischen Teams zu Ende - und zwar indem der Ich-Erzähler und seine Kameraden die Taktik wechseln und nun versuchen, den Höhlenausgang zu finden und zu verhindern, dass die bereits geschwächten Gegner entweder einzeln oder gar nicht dort ankommen. Diese neue Taktik funktioniert soweit auch, aber falls ich mich nicht erzählt habe, müsste irgendwo in dem Höhlensystem noch ein viertes Team unterwegs sein. Vielleicht ist auch genau das der Grund, warum das Turnier am Ende des vierten Kapitels noch nicht beendet ist. Andererseits habe ich keine Ahnung, was die Durchsage mit der Regeländerung für die sechs Stunden bedeuten soll. Im ersten Kapitel hieß es ja, dass die Maulwürfe unter Anderem dann gewonnen haben, wenn sie dafür sorgen, dass von den Teams drei Tage lang nicht mehr als drei Personen die Höhle verlassen - aber nach meinem Gefühl können diese drei Tage unmöglich schon fast vorbei sein.
    Auch das vierte Kapitel hätte man inhaltlich gut in zwei Kapitel aufteilen können - und zwar genau so wie du es ja auch schon in die beiden Teile aufgeteilt hast.



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    Insgesamt betrachtet sehe ich bei der Fortsetzung keinen guten Anfang der Geschichte und das recht schnell anfangende Turnier zieht sich für meinen Geschmack etwas zu weit in die Länge. Letzteres könnte aber vielleicht auch daran liegen, dass ich nicht wirklich zu der Zielgruppe für diese Geschichte gehöre. Aber wie dem auch sei, meine durch die Vorgeschichte geweckten Erwartungen hat diese Fortsetzung bis hier hin leider nicht erfüllt.