Deicida

  • Deicida


    Vorworte:


    Willkommen, liebe Leser und Leserinnen, zu meiner ersten Fanfiction! Durch das Lesen der Fanfiction von Sheogorath habe ich selbst Lust darauf bekommen eine zu schreiben! Dazu danke ich ihr auch dafür, dass sie mir mit Rat und Tat zur Seite stand, als ich mal Fragen hatte :3

    Ich freue mich über jeden Kommentar und bin für konstruktive Kritik offen!

    Im Startpost wird von mir noch eine Kapitelübersicht zu finden sein, sowie eine Charakterübersicht. Die Charakterübersicht wird mit jedem neuen Kapitel aktualisiert.

    Sonst bleibt nix weiter zu sagen außer: Viel Spaß beim Lesen!


    (Der Startpost wird noch schöner gemacht, wenn ich eine gute Idee habe :x )





  • 1. Kapitel: It's just begun


    Titus stand auf einem großen, unbewachsenen Feld. Er schaute zum Horizont und sah die Sonne langsam in einem schönen Abendrot untergehen. „Wenn es doch immer so friedlich wäre", sagte Titus zu sich selbst und seufzte leise auf.

    Er drehte sich um und sah die Ruinen einer Stadt. ,Diese Stadt stand gestern noch in seiner vollen Pracht und heute sind nur noch Ruinen übrig.‘, dachte sich Titus. Diese Stadt trug den Namen Novitas und war eine Stadt des Wissens. Hier lebten viele Gelehrte und Professoren, doch davon ist jetzt nichts mehr zu sehen.

    Titus machte sich auf zu der Stadtruine. Er machte sich keine Hoffnung Überlebende zu finden oder irgendwelche Bücher mit wichtigem Wissen retten zu können.

    ,Aber man weiß ja nie' und mit diesen Gedanken lief Titus durch die ehemalige Straße und schaute in die Überreste der einzelnen Häuser.

    Bei einem Haus blieb er stehen. ,Bilde ich mir das ein oder habe ich gerade was gehört?' Er ging dem Geräusch entgegen und sah eine Falltür. Auf dieser lag ein umgefallenes Regal. Titus hörte nochmal genauer hin. Er wartete einen Moment, doch hörte er diesmal nix. Als er sich entschied, dass er sich das nur eingebildet hatte und weiter gehen wollte, hörte Titus es diesmal deutlicher.

    Die Laute kam von der Falltür. Er macht sich dran das Regal zur Seite zu schieben und öffnete sie. Titus schaute in das Loch hinein und sieht weit unten ein Licht. ,Gibt es etwa doch Überlebende?', fragte er sich. Am Überlegen, wie er weiter verfahren sollte, ertönte wieder das Geräusch und diesmal war es deutlicher zu verstehen. Es war ein leises Schluchzen und es kam von unten.

    Titus nahm seinen Mut zusammen und entschied sich, herunter zu klettern. Beim Klettern achtete er darauf, dass er keine Geräusche machte oder abrutschte.

    Unten angekommen stand Titus im Dunkeln und schaute in die Richtung, wo das Licht herkam. Er sah eine Frau, die von jemanden umarmt wurde. Als Titus sich in die Richtung der Frau bewegte, knallte er gegen etwas, das ein ziemlich lautes Geräusch von sich gab.

    Die Frau drehte sich langsam um und schaute in seine Richtung. Da Titus noch im Dunkeln war, konnte die Frau ihn nicht erkennen. „Wer ist da?", fragte die Frau mit knapper Stimme. „Ein Ritter von Adsensio."

    Titus wartete auf eine Reaktion von der Frau. ,Ich traue ihm nicht.', dachte sie. ,Doch hätte ich eh keine Chance. Ich bin unbewaffnet und mein Sohn ist noch zu jung, um mich zu beschützen‘. Die Frau überlegte und sagte: „Wenn du wirklich ein Ritter bist, dann komm mit erhobenen Händen ins Licht. Aber keinen Schritt weiter!".

    Titus seufzte und ging mit erhobenen Händen so weit, dass er komplett im Licht stand und schaute in ihre Richtung.

    Der Frau stockte kurz der Atem. Titus war von Verletzungen am ganzen Körper übersät, doch erkannte sie am Wappenrock, dass er wirklich ein Ritter aus Adsensio war. Da die Frau nichts sagte, fragte er: „Glauben Sie mir jetzt?“, sagte er und fügte hinzu: „Darf ich meine Arme wieder runternehmen? Sie tun langsam weh."

    Die Frau kam von ihren Gedanken los und schaute Titus ins Gesicht. „Ja, Sie können Ihre Hände wieder runternehmen. Tut mir leid, ich war gerade von Ihren Verletzungen schockiert."

    Hinter dem Rücken der Frau schaute vorsichtig ein Junge hervor. Dieser sah die Verletzungen und versteckte sich wieder hinter dem Rücken seiner Mutter.

    Titus trat etwas näher an die Frau heran und setzte sich auf einen freien Stuhl. Er betrachtete den Raum etwas genauer.

    In dem Raum befanden sich zwei Stühle, ein Bett, ein Regal mit Büchern und eine Tür zu einem weiteren Raum. Titus vermutete, dass sich im anderen Raum Essensvorräte befinden.

    „Habt ihr euch hier unten versteckt, bevor oben das Chaos ausgebrochen ist?", fragte er in die Richtung der Frau.

    Sie schüttelt den Kopf: „Ich habe hier unten meinen Sohn unterrichtet, wie ich es jeden Tag tue. Hier sind keine störenden Geräusche, die ihn ablenken." Die Frau legte eine kurze Pause ein und erzählte dann weiter: „Als ich von oben Lärm hörte, wollte ich die Leiter hochklettern und nachschauen, was den Lärm verursacht. Aber scheinbar hat irgendwas die Falltür blockiert und wir waren hier unten gefangen. Ich hatte schon die Hoffnung aufgegeben, dass wir gerettet werden, bis Sie, edler Ritter, hier unten erschienen sind."

    Titus nickte und dachte darüber nach, was er den Beiden alles erzählen sollte. Die Frau merkte, dass der Ritter am überlegen war. ,Vielleicht weiß er ja, was die Geräusche verursacht hat‘ dachte sie sich und fragte auch sogleich: „Herr Ritter wissen Sie vielleicht, was das oben für ein Lärm war?". Titus war noch in Gedanken, als die Frage ausgesprochen wurde. Er brauchte einen Moment, um sie voll und ganz zu verstehen. „Nennen sie mich einfach Titus. Mein Rang soll hier nicht von Belang sein und ja, ich weiß was oben den Krach verursacht hat."

    „Mein Name ist Aurora und mein Sohn heißt Arthur. Nun Titus würdest du uns erzählen, was es denn genau war, was den Lärm erzeugt hat?" Aurora schaute Titus fragend an.

    Dieser atmete einmal tief durch und fing an zu erzählen: „Eure Stadt gibt es nicht mehr. Sie wurde angegriffen und jetzt stehen nur noch Ruinen."

    Sie hielt sich die Hand vor den Mund und schaute ihn mit einem entsetzten Gesichtsausdruck an. Aurora konnte es nicht glauben, dass es ihre Stadt, die sie so liebte, einfach nicht mehr gibt. „A-a-aber warum sollte wer Novitas angreifen? Wir hatten nie Feinde." Angst und Entsetzen war in ihrer Stimme zu hören.

    Arthur umarmte seine Mutter von hinten. Titus konnte ihre Reaktion voll und ganz nachvollziehen.

    Seine Heimat wurde auch aus dem Nichts angegriffen und in kürzester Zeit dem Erdboden gleichgemacht.

    Er war zu dem Zeitpunkt gerade im Wald gewesen und hatte dort mit seinem besten Freund, Gregorius, den Schwertkampf mit Holzschwertern geübt.

    Für Titus ist eine Welt zusammengebrochen, als er seine Heimat in Schutt und Asche sah. Dieses Ereignis liegt nun sieben Jahre zurück. Da war er noch 14 Jahre alt gewesen und sein bester Freund war zwei Jahre älter als Titus.

    Nach dem Ereignis hatten sich Titus und Gregorius entschieden zusammen weiter zu trainieren und den Rittern von Adsensio beizutreten. Die beiden wollten nicht, dass anderen Städten dasselbe Schicksal widerfährt.

    Als Titus 19 Jahre alt wurde, war er alt genug um den Rittern beizutreten. Sein bester Freund war zu der Zeit schon ein Jahr dabei.

    So verging die Zeit und die beiden Freunde wurden voneinander getrennt. Titus weiß nicht mal, wo sie seinen Freund hin versetzt haben oder wie es ihm geht. Als er weiter in Gedanken schwelgen wollte, wurde er zurück ins Jetzt geholt.

    „Alles gut bei dir?" Aurora hatte ihre Hand auf seine Schulter gelegt und schaute ihn leicht besorgt an. "Ja, alles ist gut. Ich war gerade in Gedanken versunken. Wie war die Frage nochmal?" ‚Was ihm wohl durch den Kopf ging?‘

    „Novitas war eine sehr friedliche Stadt und wir hatten nie Feinde. Wer sollte also unsere Stadt angegriffen haben?" fragte sie ihn und setzte sich wieder zurück aufs Bett.

    „Du weißt ja, dass die Engel und Dämonen sich nicht leiden können. Die meiste Zeit versuchen sie sich aus dem Weg zu gehen. Wenn sie mal aneinandergeraten, versuchen sie die Konfrontation an einem abgelegenen Ort zu klären, da es nicht untypisch ist, dass ihre Begegnung in einem Kampf endet."

    Titus wartete kurz und holte Luft. Aurora nickte und so fuhr er fort: „Selten passiert es aber auch, dass die beiden Fronten aneinander Stoßen und es sofort in einen Kampf ausartet."

    Ein Schweigen breitete sich aus. Titus und Aurora wussten, dass sowohl die Engel als auch die Dämonen sehr eigensinnige Völker sind. Die Leute von Atlas, die Welt der Menschen, leiden unter deren Einfluss. Das Reich der Engel wird Caelum genannt und das der Dämonen heißt Baratrum. Zwischen diesen beiden liegt Atlas.

    „Du bist dir sicher, dass es einen Kampf zwischen den Beiden war?“ Aurora durchbrach die Stille mit dieser Frage.

  • Hoothoot, Onel , und willkommen in diesem wundervollen Bereich des Forums! :D Schön, dass du hergefunden und den Entschluss gefasst hast, auch mal etwas zu veröffentlichen! Da ich noch nichts von dir gelesen habe, bin ich besonders gespannt auf dein Werk.


    Zuerst aber zum Startpost. Ja, ich weiß, du überlegst noch und so, aber das eine oder andere hilft dir vielleicht auch weiter.

    Das mit der verlinkten Kapitelübersicht ist klasse, für mich persönlich sogar ein Muss, damit man gut durch die Geschichte navigieren kann. Andere Punkte, die du noch unterbringen kannst, sind ein Klappentext (um potentiellen Lesern eine grobe Vorstellung deiner Geschichte zu vermitteln), Trennlinien oder andere optische Gestaltungsmöglichkeiten liegen ja ganz in deiner Hand. Wenn du später Bilder verwenden möchtest, solltest du sicher gehen, dass du sie verwenden kannst und zumindest genau angeben, wo du sie her hast, damit man die Quelle nachvollziehen kann.

    Was auch sehr schön ist und ich von der guten Cyndaquil gelernt habe (ja, meine liebe, ich tagge dich immer noch sehr gern deswegen), ist das "Blättern"-Prinzip. Dabei kannst du unterhalb eines Kapitels zum nächsten und vorigen Kapitel verlinken, um ein weiteres Navigationselement einzubauen. Das kann z.B. so aussehen:


    ... zum Prolog <-- ♥ --> zu Kapitel 2 ...


    Beispiel für das "Blättern" unterhalb eines ersten Kapitels, Prolog und Kapitel zwei wären jeweils verlinkt.

    Noch etwas Cooles kann das Erstellen von Mitnahmedateien sein, PDFs, ePubs o.Ä., damit deine Leser dein Werk auch unterwegs genießen können. Du kannst auch eine kurze Zusammenfassung am Anfang des nächsten Kapitels anbringen, ähnlich einem "Was bisher geschah" bei Serien, um den späteren Einstieg in die Geschichte zu erleichtern. Das verdrängt zwar ein wenig das Buch-Feeling und ich kann auch noch nicht überblicken, ob das bei Alea iacta est so klappt, wie ich mir das vorgestellt habe, aber du kannst ja überlegen, ob du das ausprobieren möchtest. Überhaupt sind das nur Vorschläge - du entscheidest selbst, wie du deine Geschichte gestaltest, es gibt da keinerlei Vorgaben oder "Muss" (ein Klappentext ist aber schon sehr empfehlenswert)!




    SO, nun aber zur Geschichte selbst!

    Das Ganze geht schonmal sehr dramatisch los - eine Stadt in Trümmern, kaum Chancen, noch etwas oder jemanden retten zu können und ein müder, sehr abgekämpft wirkender Ritter, der es dennoch versuchen will. Titus erscheint mir wie jemand, der einmal große Hoffnung und ideale gehabt hat, aber er wirkt wie gesagt auch irgendwie müde, abgekämpft, als hätte er in der Zwischenzeit zu viel gesehen und erlebt und wäre nun desillusioniert und resigniert und schleppe sich nur noch von einer Aufgabe zur nächsten. Wenn ich das so richtig gesehen habe, wird es besonders interessant sein, zu sehen, ob es etwas gibt, das seinen Lebensmut wieder erwachen und ihn sich aufrichten lässt!

    Über die Frau und den Jungen kann man noch nicht viel sagen, aber dass sie so gar nichts von dem Kampf über ihnen mitbekommen haben, ist ein guter Einfall. Das stellt sie heraus und macht sie gewissermaßen zu etwas Besonderem unter den ganzen Menschen in Nöten in allen Formen von Geschichten, finde ich.

    Das Kapitel endet relativ unvermittelt und man fragt sich, was da wohl noch auf uns zukommt ... besonders interessiert bin ich daran, wie du dir diese beiden Völker der Engel und Dämonen genauer vorstellst, was passiert, wenn der Held zuerst direkt auf sie trifft.

    Interessantes Setting, lass uns davon mehr lesen!


    lg


    ~ Sheo

  • Heyho, Sheogorath !

    Danke für deinen Kommentar, dann werde ich mal auf die einzelnen Punkte eingehen :3

    sind ein Klappentext (um potentiellen Lesern eine grobe Vorstellung deiner Geschichte zu vermitteln)

    Da muss ich mir was überlegen. Ist aber ein guter Punkt!


    "Blättern"-Prinzip.

    Mal sehen. Es hat was, wenn du reintheoretisch eigentlich "nur" nach unten scrollen musst für den nächsten Teil, weiß ich nicht so recht, ob das einen wirklichen Sinn hat oder einfach nur schick aussieht :D


    Mitnahmedateien sein, PDFs, ePubs o.Ä

    Wenn mein Werk so gut wird und die Leute sowas haben wollen, würde ich das natürlich machen. So sehe ich bisher noch keinen Sinn dahintern (aber man kann mich gerne besseren belehren!)


    eine kurze Zusammenfassung

    Das wird für mich schwierig. Ich fasse mich gerne mal zu lang, als zu kurz und dann wird aus der "kurzen" Zusammenfassung vielleicht schon ein kleiner Roman xD


    Das Ganze geht schonmal sehr dramatisch los - eine Stadt in Trümmern, kaum Chancen, noch etwas oder jemanden retten zu können und ein müder, sehr abgekämpft wirkender Ritter, der es dennoch versuchen will. Titus erscheint mir wie jemand, der einmal große Hoffnung und ideale gehabt hat, aber er wirkt wie gesagt auch irgendwie müde, abgekämpft, als hätte er in der Zwischenzeit zu viel gesehen und erlebt und wäre nun desillusioniert und resigniert und schleppe sich nur noch von einer Aufgabe zur nächsten. Wenn ich das so richtig gesehen habe, wird es besonders interessant sein, zu sehen, ob es etwas gibt, das seinen Lebensmut wieder erwachen und ihn sich aufrichten lässt!

    Ich finde es immer wieder interessant zu sehen, was Leute aus einem Text an den Charakteren sehen. Bisher ist zu Titus erst ein kleiner Teil bekannt und zu Aurora und Arthur (der Frau und dem Sohn) ist natürlich noch weniger bekannt. Ich habe ja schon ein paar Interessante Ideen im Kopf für das nächste Kapitel, also sei gespannt!


    diese beiden Völker der Engel und Dämonen genauer vorstellst,

    Tot und verderben! Dazu kann ich was lustiges sagen. Ich wollte von Anfang an die beiden "Völker" drinnen haben und hatte auch schon x Ideen, was ich wie mit den machen, aber bisher habe ich 90% davon wieder verworfen. Also es bleibt spannend, sowohl für euch, als auch für mich :D