Beiträge von drsnake

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    Declan legte die Stirn tief in Falten. Also war es wichtig, wie man in dieser Welt ankam? Die Falten wurden noch tiefer. Und war nicht ‚gestolpert‘ ein akkurater Ausdruck? So war er durch die Pforte gekommen. Natürlich konnten seine Erinnerungen auch trügen. Wer wusste scho im Moment was richtig und falsch war. Seine Hände tasteten über seinen Körper. Er fühlte sich so real an, wie er sein sollte. Auch das hieß natürlich nicht vil, aber zumindest war er immer noch auf eine Art ‚lebendig‘. Sollten seine Erinnerungen richtig sein und er wäre ‚Tod‘, so hätte er wenigstens das. Es war eigenartig. Da er immer noch ‚hier‘ war, war die Vorstellung ‚Tod‘ zu sein gar nicht so schrecklich. Irgendwo fühlte er sich ein wenig schuldig für seine Eltern und ein paar wenige Freunde, aber er konnte nichts dagegen tun. Dies waren anscheinend die Regeln der Welt. Und es ist nur ‚gut‘, sich den Regeln zu unterwerfen…


    Das Grübeln des Braunhaarigen wurde unterbrochen, als der Anführer klar machte, dass selbst wenn man in diese Welt entführt wurde, die Gefahr des Todes immer noch nah war. Quasi mussten sie selbst zu Traumbewohnern werden, um zu überleben. ‚Ich denke man kann es eher mit einem Raumanzug oder sowas vergleichen‘, überlegte Declan. Er hätte gern gefragt wie es funktionieren würde, wenn man keinen Körper mehr zum Zwischenlagern hatte, aber im Moment war es noch nicht zu 100% sicher. Also wollte er noch ein wenig darüber nachdenken.


    Das Zwischenspiel des Schiffes mit dem Alien/Kroko-Hybriden ignorierte er gekonnt. Vielleicht sollte man genauer überprüfen, wer auf eine Mission mitkam, selbst wenn die Auswahl gering war.


    Man innerstes Selbst? Das ist leicht gesagt, Mister Anführer. Viele Menschen haben Probleme das zu finden...oder es sich einzugestehen.‘ Declan ignorierte gekonnt das Aufblitzen der Zufriedenheit zusammen mit einem Bild, wo seine Faust einem älteren Mann die Nase brach. Aber einfach eine Phantasy anzunehmen wäre eine Lüge, also ‚böse‘. Wäre eine Mischung okay? Der wahre Kern, mit ausgeschmückten Lücken. Er hat gesagt hier gelten keine Regeln, aber das ist nicht wahr. Es gelten immer Regeln.

    Vielleicht fange ich dann mit dem Kern an. Nun, ich würde gern ‚Ehre‘ und ‚Gerechtigkeit‘ sagen, wie die edlen Samurai. Aber ich glaube dieses Level hab ich nicht. Noch nicht. ‚Regeln‘ vielleicht. Davon haben meine Eltern schließlich immer gesprochen. Ein guter erster Schritt zu meinem Ideal, denke ich. Dann...‘Einsamkeit‘. Ich bevorzuge es ‚leer‘, wodurch ich in Ruhe den Nachthimmel betrachten kann. Huch, das widerspricht sich aber. Was bringen ‚Regeln‘ für eine Person ‚allein‘? Ah ich weiß. Der ultimative Willenstest. Kann ich Regeln einhalten, selbst nur für mich. Das ist das ultimative ‚Gut‘.

    Was sonst noch? Alles, was wir uns vorstellen können sagt er. Und was wir uns nicht vorstellen können? ‚That is not dead which can eternal lie...‘ Wie gern hätte ich das Buch zu Ende gelesen. Nun, zur Abrundung...‘


    Declan wollte erst noch gut nachdenken. Er hatte nur eine Chance, aber er würde es akzeptieren was kam. Mit geschlossenen Augen und verschränkten Armen konzentrierte er sich stark. So entging es ih, dass ein fahles Leuchten entstand. Unter seinen Armen hervor, ausgehend vor seinem Herzen. Immer stärker wurde der Glanz, der aus seinem Körper heraus strahlte. Im hellen Licht zerbarst sein Körper und es wurde noch heller. Doch lange hielt es nicht an.


    Verschwunden war der Mensch und zurückgeblieben war eine Gestalt, deren Form zwar menschlich war, aber man konnte nicht sagen wie menschlich. Denn von Kopf bis Fuß war die Gestalt verdeckt. Den rostrot-braunen Grundton bildete eine verschachtelte Samurairüstung. Verdeckt wurde sie von einem Tunika-ähnlichen schwarzen Gewand, dessen Stoff seine linke Körperhälfte größtenteils verdeckte. Rechts fehlte über Arm und Schulter der Ärmel und ließ an besten silberne Verzierungen erkennen. Auch die Beine der Rüstung waren frei, sowie die länglichen und gekrümmten Schnabelschuhe. Der Blick auf das Gesicht wurde durch einen großen kegelförmigen Strohhut erschwert. Und selbst dann verdeckten weiße Tücher das Gesicht und nur um die Augen war ein Streifen Haut frei. Allerdings war trotzdem keine zu sehen, unnatürlich vor Blicken in Finsternis gehüllt. Hier und da schauten ein paar silberne Strähnen Haar unter den Tüchern hervor.


    Declan nickte, endlich zufrieden mit seinem inneren Bild und streckte seine Hand aus. Es verging eine Weile, bevor er ein Auge öffnete. Er war nicht ungeduldig, aber die Aufregung der Situation zog ihn doch mit. Eine Sekunde später öffnete er jedoch auch sein zweites weiß leuchtendes Auge, als er anstatt seiner blassen Haut einen roten Panzerhandschuh mit spitzen Fingern und silbernen Dornen über den Knöcheln erblickte. Fasziniert drehte er seine Hände hin und her, erfasste jeden Zentimeter. Mit weiten Augen zog er sich den Strohhut vom Kopf und tastete sein verdecktes Gesicht ab, bevor er ihn wieder aufsetzte und den Rest seines Körpers begutachtete. Schließlich hob er auch den Kragen seiner Rüstung ein Stück an. Er lachte. „Scheint als sei meine Konzentration etwas abgerutscht. Aber ansonsten kann ich nicht klagen.“


    Er ließ die Rüstung zurückschnappen und begann sämtliche Gelenke zu dehnen und rotieren, sowie Muskelgruppen zu erfühlen. „Oh, ich fühl mich gut. Wortwörtlich wie neu geboren. Aber ich hab gar nicht mitgekriegt, wie Sie mir den Kristall in die Hand gelegt haben, Mister Anführer.“

    Etwas hatte sich geändert. Soviel war offensichtlich, wenn auch nicht ersichtlich. Die Situation war so außerirdisch, dass das Wort ‚bizarr‘ nicht mal ansatzweise genug war. Drachen, Piraten, Hook, die Aussicht in irgendeinem wachen Traum zu sein...was wohl noch hinzukommen würde? Vielleicht sollte man nicht darüber nachdenken. Schließlich war die Phantasy meist schlimmer als jede Realität. Sofern diese Regel noch Substanz hatte.
    Aber dies waren nicht ‚Declan‘‘s Sorgen. Diese lagen eher in seinem Inneren. Obwohl ‚Sorgen‘ auch nicht wirklich stimmte. Kuriosität vielleicht eher. So oder so, ‚Declan‘ war bisher immer Declan. Egal welches Verhalten, Persönlichkeit sich untypisch änderte. ‚Declan‘ war immer Declan. Bis jetzt. Eine Wand war gebrochen, eine Grenze errichtet. Singular, Plural? Nicht ganz klar, aber ja etwas hatte sich geändert. Denn ‚Declan‘ fühlte sich….. ‚frei‘.


    Der Braunhaarige wurde aus seiner inneren Inspektion gerissen, als Gemüse und Ungeziefer ihre üblen Visagen blicken ließen. Declan legte den Kopf schief und beobachtete das folgende Handgemenge mit halb geöffneten Augen. „Verwirrend und ermüdend. Ich lethargisch“, murmelte er und gähnte. Es war entgegen seiner Natur, einfach nur am Rand zu stehen, besonders wenn sich etwas so bizarres zum Ketschen anbot. Andererseits tat er auch nicht, wonach ihm nicht war. Die beiden Piraten erledigten ihren Job nicht gerade gut, da selbst das wilde Herumgefuchtel ein paar Gefangener mit verrosteten Müll, keinen Waffen, neben einigen wirklichen Kämpfern, ziemlich viel Probleme machte. Der Blauäugige duckte sich mit einem Aufschrei, als ein Fangarm ihm dicht über den Schädel sauste. Nach dem schnellen Verrecken der Kanalratte, ließ der Oktopus jeglichen Ansatz einer Strategie fallen und wedelte nur noch wild mit seinen Extraarmen hin und her. Auch die Tintenfischringe auf Beinen ließ sie bald in Frieden, mehr durch Glück als Verstand. Obwohl man auch hätten meinen können, sie hätten einen unsichtbaren Verbündeten. Declan klopfe sich imaginären Staub von der Schulter und schüttelte den Kopf. „Wer hat den Knoblauch vergessen. Ich kommentiere.“


    Der Blauäugige rieb sich fasziniert das Kinn. Sei diese Situation nun Halluzination, Illusion, wie Tony anscheinend dachte ein Virtual Reality Game, oder doch ein Traum, eine solch bizarre Truppe hatte man wohl nur selten unter dem Himmel gesehen. Er wusste auch nicht, was er so wirklich glauben sollte. Der Braunhaarige wollte wirklich glauben, dass das hier die oder eine Realität war, denn das wäre äußerst interessant, aber er wollte auch nicht in eine blöde Kamerafalle tappen, wenn er diesen Glauben aussprach. Aber Eins Plus für die Leistung, sollte dies der Fall sein.
    Allerdings musste eine geheime Regierungstechnologie mitspielen, wenn die fünf Sinne so getäuscht wurden. Declan war sich nicht sicher, ob der Verstand für sich selbst solch überzeugende Träume erzeugen konnte. Aber wie gesagt, ein geheime/alternative-Fantasy-Welt-Szenario wäre sehr interessant. Und dabei hatte er bisher nur das Innere eines Schiffes und ein paar Einwohner gesehen. Oder war das Schiff auch ein Einwohner? Den Beschimpfungen des Kalamaris und den Planken-Ranken zufolge, schien es ihnen geholfen zu haben...Na ja, mal sehen wie es auf dem Deck aussah. Vielleicht konnte man einen ersten Blick auf die Welt werfen.


    Der wundervolle Nachthimmel breitete sich über ihnen aus. Allerdings mit zwei Monden. Normalerweise wäre Declan immer für mehr astronomische Objekte, aber bestätigte er immerhin das ja, Fantasy-Welt. Real oder nicht.
    Der junge Mann bevorzugte den schönen Anblick gegenüber dem Trauerspiel auf dem Schiff, wo sich nur der Anführer der sogenannten Befreier gegen Hook behauptete. Er hätte sich vielleicht hilflos, frustriert oder verängstigt fühlen sollen. Denn sein Leben (in dieser Welt) hing von diesen Kreaturen wohl ab. Doch der glitzernde Himmel füllte ihn mit einer Gelassenheit, wie er selten gefühlt hatte. Selbst sein Bedürfnis die Fäuste fliegen zu lassen schwand dahin. Eine Resonanz wie noch nie. Etwas hatte sich geändert.


    Das spürte Declan sofort, denn ihn ergriff eine starke Übelkeit und so brauchte es die Schwankungen des Schiffes nicht, um ihn auf den Boden zu befördern, aber es machte alles noch schlimmer. Nachdem Hook zu einem Skelett verfault war (kam das im Märchen vor?) hatte sich der Anführer ihrer Befreier sowie das Schiff vorgestellt (sollte er noch überrascht sein?). Und endlich hatten sie etwas an Info über ihre Situation erfahren. ‚War es irgendwann schonmal so schlimm?‘, wunderte sich der Braunhaarige, während er ein weiteres Mal trocken aufstieß. Solche Anfälle hatte er leider öfter. Schrecklich, ihm wurde übel, sein Kopf füllte sich voll mit Nebelschwaden und seine jüngsten Erinnerung fühlten sich fern, als hätte er sie nie selbst durchlebt. Er war schon öfter beim Arzt gewesen, aber niemand konnte ihm helfen und so konnte er nur Medizin schlucken und auf Besserung hoffen. ‚So schlimm war es aber noch nie‘, dachte er keuchend, als er aufsaß. Stöhnend horchte er dem Löwenmenschen, um sich abzulenken. Seltsamerweise war aber die Übelkeit das Einzige, was ihn leiden ließ. Der Nervenzusammenbruch, der sich angebahnt hatte war vergangen und er war komplett gelassen. ‚Heh. Ich wusste gar nicht, dass der Sternenhimmel so stark auf mich wirkte.‘


    „So, was du sagst ist, dass wir in einer anderen Welt sind?“. Fragte Declan verblüfft. Auch wenn er es im Kopf bereit formuliert hatte, es ausgesprochen zu hören war nochmal was anderes. „ Eine Welt der Fantasy, geformt aus unseren Träumen?“ Er taumelte ein wenig, als der Braunhaarige zum Stehen kam. Er legte beide Hände an den Kopf, tiefe Verwirrung griff ihn. „Ich hätte es schon bei diesem Tor wissen müssen, durch das wir alle anscheinend mehr oder weniger gestolpert sind, dass es kein normaler Traum sein konnte. Und nun endet es in einer anderen Welt..oder einer Virtual Reality Version von einer.“ Ein tiefer Seufzer. „Es spielt aber keine Rolle. Laut unserer Sinne ist dies die Realität und so müssen wir uns den hiesigen Regeln beugen. In diesem Sinne: müssen wir außer dem bereits Gesagtem noch etwas Grundlegendes oder Wichtiges wissen?"

    Declan schlug die Hände vor das Gesicht, als die Situation die Leute um ihn herum verrückt werden ließ (aus seiner Sicht). Das Mädchen namens 'Toni', Spitzname, hatte den Drachen (*klirr* Ooooh…) adoptiert, schien sich immer darin zu verlaufen, dass dies alles ein Spiel sei (er wusste nicht, ob sie wirklich glaubte in einem Videogame zu sein oder es einfach ein Spiel für sie war) und fand heraus, dass die Tür offen war.
    Dabei musste er kurz innehalten. „Wer checkt schon, ob bei einer Entführung die Tür offen ist. Man glaubt ja nicht, dass jemand so blöd sein könnte“, rechtfertigte er sich im Stillen mürrisch.


    Logan (Lednar) stritt sich mit dem Drachen (*klirr* Oooh…). Schwer einzuschätzen, wenn man nur eine Seite hörte. Die Reaktionen des Reptils gaben aber genug Auskunft. Außerdem erkannte er Toni als Mitspielerin in einem MMO, würde sie bei der Flucht behindern und musste mit dem Mädchen flirten, dass ihm anbot beim Laufen zu helfen. Ach, und der Drache versagte daran, die Tür nieder zu strecken. Hinzu kam noch, dass offenbar eine Gruppe auf dem Weg war sie zu retten.


    „Okay, okay“, murmelte der Blauäugige und begann mit den Händen zu gestikulieren. „Die Situation ist durchgeknallt bis zum geht nicht mehr. Wir haben zwei hier, die sich durch ein MMO kennen, ein mythologisches Wesen, zwei Jackie Chans, eine Gruppe von Unbekannten und ein erbärmlichen Haufen, mich selbst eingeschlossen. Was ist jetzt zu tun?“
    „Nun, den Raum verlassen klingt für den Anfang ganz gut“
    , murmelte er verlegen, als die Mitgefangenen den Raum verließen, von der er ganz vergessen hatte, dass sie offen war. Nur war der Gang dahinter auch fast wieder leer, da die Gruppe sich in einer anderen Kammer zu schaffen machte. Declan kratzte sich am Kopf, als er die verbogene, zerbrochene und dysfunktionale/ haalb funktionierende Innenausstattung betrachtete. „Putzig, und damit sollen wir uns durch eine fiktionale Piratenbande schlagen, die bis an die Zähne bewaffnet ist und je nachdem, ob dies tatsächlich ein lebender Traum ist, auch noch sowas wie magische Fähigkeiten haben“, seufzte er und verschränkte die Arme. Und es gefiel ihm gar nicht, wie aufgeregt Toni über die ganze Situation war. Er machte sich beinahe soviel Sorgen um ihren Verstand, wie um seinen eigenen. Jetzt drängelten sich alle an einem Bullauge nach einem aufgeregten Ausruf. Der Blauäugiege schüttelte nur den Kopf. So ungeziemt musste man nun wirklich nicht sein. Viel mehr Sinn machte es, in diesem Müllhaufen nach etwas halbwegs Anständigem zu suchen. Das lag nicht daran, dass er befürchtete, dass hinter dem Fenster Dinge lagen, die seinem Verstand den Rest geben würden.


    Alles war verrostet, kaputt, stumpf oder sonst mit irgendeinem Adjektiv behaftet, dass es nutzlos machte. Hinsichtlich der Tatsache, dass der Braunhaarige keinerlei Erfahrung mit Schlagwaf… dem Kämpfen hatte, fingerte er an einer Art Steinschloss-Pistole herum. Natürlich war neben der Tatsache, dass sie beinahe auseinanderfiel, keinerlei Munition vorhanden. Oder Schwarzpulver. Aber wenn die da oben weiterhin sich zusammendreschten, gab es vielleicht Gelegenheit dies zu ändern. Außerdem nutzte er lieber einen improvisierten Knüppel, als unerfahren mit einem Schwert oder Dolch herum zu fuchteln und sich dabei ein Auge aus zu stechen.


    Neben dem Tumult am Bullauge wurden im Gang Stimmen hörbar. Neugierig steckte Declan seinen Kopf mit einer Hand am Türrahmen hinaus. Wieder musste er stocken, als er etwas sah, dass wie zwei kleine Mädchen aussah. Weitere Entführungsopfer schienen sie nicht zu sein, da sie nicht bei ihnen im Raum gewesen waren. Sie sahen halbwegs normal aus im Vergleich zu dem bereits erlebten. Problem: was hatten zwei kleine Mädchen hier zu suchen. Wenn sie nicht zu ihnen gehörten, gehörten sie entweder zu den Piraten oder dem Rettungstrupp. Das ging gegen jeden gesunden Menschenverstand. Welcher Rettungstrupp und erst recht Piratenbande schickte Kinder los? Waren sie wirklich außerhalb ihrer Logik? Sein Kopf schmerzte wie noch nie.


    Er zuckte zusammen. Dann lösten sich seine Sorgen. Sein verkrampfte Hand wurde locker, sein wild schlagendes Herz beruhigte sich und seine Grimasse glättete sich. „Solch eine Freiheit“, murmelte eine Stimme, die leicht anders schien, als Declan seine Hand betrachtete. „Ich glücklich.“
    Nun, trat er vollends in den Gang und betrachtete nicht nur die Neuankömmlinge, sondern auch die beiden, die sie begrüßt hatten. Natürlich war wieder Logan darunter.
    „Ihr müsst vorsichtig sein. Ich rate seufzend“, sagte er beinahe emotionslos und fixierte die kleine Blonde mit seinem Blick, ungerührt von der lebendig gewordenen Niedlichkeit. „Zur Sicherheit müssen wir davon ausgehen, dass wir tatsächlich in einer Situation sind, in der Realität nichts mehr bedeutet. Daher können unsere Entführer jede Art von Form haben. Ich misstrauisch.“ Er legte den Kopf schief, hielt die Hände mit den Handflächen nach oben und zuckte mit den Schultern. Die Pistole immer noch locker in einer Hand. „Andererseits haben wir nicht viele Möglichkeiten. Ich hoffnungsvoll.“ Er sah über seine Schulter in den Raum zurück und schlug dann gegen den Türrahmen. „Hab ihr euch satt gesehen? Wir sollten doch wieder los. Ich frage genervt.“


    OT: Ich lebe! Und schäme mich so sehr.

    „Nun, wenn das keine Halluzination ist, dann sollte ich in Erwägung ziehen, mich in die nächste Anstalt einweisen zu lassen, sobald ich aufwache“, erwiderte Declan schulterzuckend (soweit es ging). „Ich habe zwar nur von Gehirnwäsche Experimenten gehört, aber vielleicht gibt es auch andere Versuche um das Gehirn zu manipulieren. Im Bereich des Sprachzentrums eingeschlossen. Bosheit kennt eben keine Grenzen.“ Weiterhin blieb seine Stimme ruhig, während er eine in den Raum warf. Kompletter Kurzschluss. Das konnte rein gar nicht gesund sein. 'Ich sollte wohl Medizin gegen Nervenzusammenbrüche besorgen.' Der Braunhaarige ruckelte an seinen Fesseln. 'Zumindest sollte ich die Chance dazu bekommen…'


    Milde überrascht, als die Tür mit Wucht aufschwang, wurde der Blauäugige aus seinen Gedanken gerissen. Leider war die Tür in seinem Rücken und er war nicht in der Lage festzustellen, was die anderen davon abhielt, Fragen zu stellen. Der Wärter, zumindest war die wahrscheinlichste Möglichkeit, blieb komplett still, zumindest sagte er oder sie nichts. Allerdings wurde er schnell abgelöst und ein neuere nahm seinen Platz ein. Der Käpten namens Hook. Nach ein paar spöttischen Bemerkungen verschwand er wieder durch die Tür. So langsam kroch doch etwas Sorge durch den Kurzschluss, den es innerhalb von Declan's Hirn gegeben hatte. „Ernsthaft, ist die Realität zerbrochen? Das ist doch lächerlich!“
    Was konnte man in dieser Situation tun, um seinen Verstand zu retten? Der Braunhaarige machte sich jetzt wirklich Sorgen, in welchem Zustand sein Kopf später sein würde. Ein bisschen mehr und kein Psychologe konnte ihm mehr helfen. Ein kleinerer Tumult in seinem Rücken lenkte ihn ab. Jemand sprach wie mit einem Kleinkind ('Haben diese Ungeheuer denn keine einzige Tugend?') und ein anderer schien ebenfalls kurz vorm Überschnappen, da ihr Gespräch relativ unlogisch in der Situation war. Dann wurde es noch bizarrer, als die weibliche Stimme weitersprach, als ob sie weiterhin Antworten bekommen würde, obwohl er nicht mal ein Flüstern hören konnte. Bevor der Blauäugige den Gedanken nachgehen konnte, ob er einen Rabatt bekommen würde, wenn er gleich mehrere Personen mitbrachte, hörte er ein Jubeln und Knarren, als ob jemand auf den Planken aufstand. Gespannt hielt Declan den Atem an, da jemand es offenbar geschafft hatte, sich zu befreien und nun stieg die Hoffnung, dass sie zumindest Fessel-frei würden. Doch mehrere Sekunden vergingen und er seufzte. Er wollte gerade anmerken, wie schön es wäre frei zu kommen, da spürte er wie die Seile endlich locker wurden. Auch genervt, verlangte es die Tugend, dass er sich bedankte, doch er stutzte als er das kleine Geschöpf erspähte, welches nacheinander die Fesseln durchbiss. Die Erklärung des Mädchens war nur der letzte Schlag auf den Nagel. „Sooo, keine Gnade, huh?“, murmelte er mit einem nervösen Lächeln, welches die Instabilität seines momentanen Weltbildes gut ausdrückte.


    Der Blauäugige hatte das Gefühl durch das Unterholz zu wandern, als er sich unter dem Knacken seiner Knochen und Gelenke aufrichtete. Neben den gefühlt drei dutzend Malen, in denen er wieder umknickte, weil alles an ihm steif war. Mit einem finalen Knacken als er sich streckte, stand er endlich wieder gerade und nutzte die Chance den Raum endlich in Gänze zu sehen. Sein Blick fiel zur Tür und es war sein erstes Ziel. Anstatt jedoch zu versuchen sie zu öffnen, sei es mit der Schulter oder dem Griff, legte er zunächst ein Ohr an das Holz und hielt sich das andere zu. Er versuchte über das Gerede der Anderen fest zu stellen, ob irgendjemand auf der anderen Seite war, leises Atmen oder durch Schritte auf den Dielen. Declan meinte etwas in der Ferne zu hören, aber das konnte genauso seine Fantasie sein. Wenn die Möglichkeit eines Fleisch gewordenen Traums bestand, wer wusste schon was möglich war?
    Sicher, dass nicht plötzlich jemand herein stürmte und sie wieder in ihre Ausgangslage brachte, schnalzte der Braunhaarige mit der Zunge und hob eine Augenbraue, als er sich umdrehte. Ein Junge lag am Boden vor dem Mädchen, welches sich wohl als Erstes gemeldet hatte, und anstatt ihm zu helfen sprach ein anderer sie an. Nochmal schnalzte er mit der Zunge und gesellte sich zu ihnen. Er kniete zu dem Gefallenen hinunter, um seine Hand an zu bieten.
    Er zuckte zusammen, als er wieder 'Drache' und 'Feuer speien' vernahm. 'Da hat eindeutig eine Scheibe geklirrt' dachte er verzweifelt. „Wir könnten uns definitiv irgendwie einen Weg durch Gewalt schaffen. Die Frage ist, wie schnell es die Piraten alarmiert und sie sich hier einfinden“, waren seine lauten Gedanken. „Andererseits, was für eine Fluchtmöglichkeit haben wir schon auf dem Meer? Der idealste Fall, wäre, wenn wir es lautlos schaffen würden und Land in der Nähe ist. Aber das könnte reines Wunschdenken sein und dann ist es egal, ob wir das Überraschungsmoment haben oder nicht. Wer weiß schon, wie viele da oben sind? Und die alle zu überwältigen, mit Waffe oder ohne, stehen doch sehr schlecht. Unsere Zeit mag sehr begrenzt sein, aber ich denke das allerwichtigste ist erstmal, sehr sehr gut nach zu denken. Zumindest scheinen sie es für absolut unmöglich zu halten, dass wir uns von den Fesseln befreien, ansonsten würde ein Aufpasser direkt hier drinnen positioniert und man hätte wahrscheinlich versucht uns weiter einzuschüchtern.“ Die Wärme, die in seinem Herzen aufkam bei dem Gedanken an Gewalt schluckte er mit jahrelanger Übung herunter.

    Rollo halb zu, Tür abgeschlossen Telefon und Handy aus, Buch in der Hand, Körper im Bett. Kein schlechtes Ende eines Tages, wenn es nach Declan ging. Der junge Mann hatte einen recht ereignisreichen Tag hinter sich, auch wenn es nur eine simple Warenverräumung war, so hatte es eine Katastrophe nach der anderen gegeben. Der Stapler hatte gestreikt, etwas stimmte mit der Lieferung nicht, die Ware war beschädigt und die Liste setzte sich fort. Und die ganze Zeit über hatte der Braunhaarige keine Miene verzogen, als ein freundschaftliches Lächeln. Es war allerdings weniger 'gute Miene zum bösen Spiel' als einfach Gewohnheit. Schließlich machte er seit drei Jahren, seit dem Ende seines Abiturs, solche Gelegenheitsarbeiten. Fleißig hatte er dreizehn Jahre Schule hinter sich gebracht, doch selbst nach drei weiteren Jahren hatte er keine Ahnung wie es weitergehen sollte. Wie konnte er der Gesellschaft am besten dienen? Wie sollte er den Menschen helfen? Was WOLLTE er tun? Bisher keine Antwort. Daher hatte er sich ein wenig Abstand genommen und mithilfe der finanziellen Hilfe seiner Eltern eine kleine Wohnung gemietet, während er mit seiner Arbeit die andere Hälfte bezahlte. Es war nichts Großartiges, aber genug fürs Erste.
    Es stimmte ihn zufrieden für die Zeit, genug um sich einen ruhigen Abend zu gönnen.


    Dunkel umgab ihn. Doch er fürchtete sich nicht. Es war nicht 'sein' Alptraum, denn diese Dunkelheit war nicht schwer. Dick, undurchdringbar und unendlich, aber nicht schwer. Für ihn war es Ruhe, Gelassenheit. Der Sand, der unter seinen Schlappen knirschte, verstärkte diese Gefühle nur. Ein unendliches Meer aus Sand breitete sich in die Weite aus. Es konnte nicht 'Wüste' genannt werden, denn außer dem Meer gab es keine anderen Merkmale wie Dünen oder Kakteen Nur eine flache staubige Ebene. Auch die Luft schien viel zu leicht. Als Declan so langsam in den Sinn kam, seufzte er. Er hatte bereits ein paar Mal luzid geträumt, aber es war wirklich so selten, dass er es niemals erwarten würde können. „Morgen werde ich es ganz schön im Nacken haben. Und das Buch wollte ich eigentlich auch beendet haben...“, murrte der Blauäugige und schnalzte mit der Zunge. „Hmm, wie mach ich jetzt weiter? Übernehmen oder laufen lassen?“ Er zuckte die Schultern. „Ach was solls. Go with the flow.“ Als ob der Traum auf seinen Beschluss antworten würde, tränkte ein Gefühl der Dringlichkeit und Sehnsucht seinen Geist. Der nicht vorhandene Wind trug ein Wispern an sein Ohr. Mit seinem unsichtbaren Führer an seiner Seite began Declan seinen Weg.


    War die Möglichkeit gegeben sich gleichzeitig zu langweilen und nicht zu langweilen? Es war ein höchst eigenartiges Gefühl, welches die Brust des jungen Mannes hielt. Auf einer Seite gab es an diesem seltsamen Ort nicht viel mehr zu tun, als einfach weiter zu gehen und obwohl er die Atmosphäre mochte, so wurde das Sandmeer doch schnell eintönig. Schon mehrmals war er stehen geblieben und hatte die Frage im Kopf herum geworfen, ob er etwas anderes versuchen sollte, wie umkehren oder den Traum zu verändern. Doch konnte er sich niemals den letzten Ruck geben und ging stattdessen immer weiter. Langsam wurde die Eintönigkeit allerdings wirklich langsam fade.


    Doch...nein, er hatte sich geirrt. Es war nicht nur Finsternis und Sand hier. Ein Tor. Ein großer steinerner Bogen mit vielen Verzierungen in Form von Sternen auf den beiden gewaltigen Türen lag vor ihm. Obwohl die Luft, wenn es in diesem Reich denn Luft gab, komplett still stand, meinte er zu hören, wie der Wind ihm geflüsterte Worte zuwehte. Sie lockten ihn mit Versprechen, die eine Instinkte verzückten, aber warnten ihn auch so ernsthaft, dass er hin und her gerissen war. Deshalb rührte er sich nicht von der Stelle. Mit dem ersten Schritt würde es kein Zurück mehr geben. Schließlich tat er eben diesen. Die Stimmen wurden lauter, ihre Warnungen eindringlicher, baten ihn zu warten, doch er konnte nicht zurück. Mit Quietschen und Krächzen öffneten sich die Türen, als er gegen sie drückte, doch ließen sie sich leicht bewegen. Ein lautes Lachen ertönte, als Spiegelungen und Farbschleier den Blick verdeckten und das hinter ihm nicht erkennbar machten. Wieder ertönte das Lachen, diesmal lauter und er stolperte nach vorn als er ein Klopfen auf dem Rücken spürte. Im letztem Moment, bevor er durch das Tor stolperte, drückte jemand etwas in seine Hand, was sich lang und nach Holz anfühlte. Er warf noch einen letzten Blick zurück, doch nur der Schemen einer Person war sichtbar. „Lass uns viel Spaß haben“, landete noch bei seinen Ohren, bevor das Letzte was er hörte das Krachen der zusammenschlagenden Türen war. Währendessen war sein letzter Gedanke wie sehr das nach seiner eigenen Stimme geklungen hat und dann verlor er das Bewusstsein.


    Wenn die Fanfare von 100 lauten Posaunen physische Gestalt annehmen konnte, so musste sie gerade auf dem Schädel des Braunhaarigen einschlagen. Und die nervenden Stimmen in der Umgebung machten seine Kopfschmerzen nicht besser! Declan wollte sich aufsetzen und höflicher aber eindringlich um verdammte Ruhe bitten, doch sein Vorhaben wurde gleich im Ansatz getilgt. Zuerst mal war die Oberfläche viel zu hart, wie ihm sein schmerzender Körper sagte. Dann merkte er, dass er sich kaum bewegen konnte. Arme und Beine waren unangenehm gefesselt. Schließlich erkannt er was ihm als erstes aufgefallen war, nämlich dass er nicht alleine war. Nähere Betrachtng enthüllte einen Raum aus Holz, der leicht schwankte. Wenn er nicht gerade auf einem Turm gelandet war, der komplett aus Holz gemacht war und im Wind schwankte, dann hätte der Blauäugige vermutet, dass er auf einem Boot war.
    Declan hätte sich gern die Stirn gerieben. Wie ließ sich so eine Situation beschreiben. Sollte er überhaupt weiter darüber nachdenken. Nein, wahrscheinlich nicht. Also lenkte er sich ab, indem er in das Gespräch reinhörte, oder zumindest den letzten Fetzen. „Interessant. Darf man also davon ausgehen, dass wir alle den gleichen Trau hatten“, fragte er in die Runde. „Ob unsere Entführer wohl irgendwie eine ganz bestimmte Halluzination ausgelöst haben.“ Hm, er wunderte sich warum seine Stimme so ruhig blieb. Musste wohl der Schock sein.


    OT: So, dann endlich auch von mir. Gutes Spiel.

    "Ich muss widersprechen. Irgendwie müssen wir ja verhindern, dass unsere Panik uns überwältigt. Zumindest geht es mir so", erwiderte der der Marionettenspieler und unterdrückte den Reiz der Neugier, den einige Körper von Unglücklichen auslösten. Auch die zweite Frage blieb negativ. Die Trümmer und weggebrochener Boden machten vorankommen nicht die leichteste aller Aufgabe und die Sicht war nicht viel besser durch Feuer und Rauch. "Nein, leider nicht. Nur das Selbstverständliche. Feuer, Rauch und Zerstörung", antwortete der Rothaarige frustriert. "Ob wir den Ausgang wohl ausgraben müssen?" Ringo hustete, als Rauch in seine Lungen gelangte und er kurz stoppen musste. Nachdem sein Hals wieder frei geworden war, rückte er die Kurze auf seinem Rücken zurecht und ging wieder los.


    Panik? Nein. Kyuki konnte sich noch weit aus schlimmere Szenarien vorstellen. Auch wenn sie es im Moment zu vermeiden versuchte, nicht das ihr Wahnsinn wieder die Oberhand gewinnt. Insofern war das hier noch relativ normal für sie... Von einem Ausgang schienen außerdem ihre beiden Begleiter nichts zu wissen, was das Mädchen nicht so sonderlich erfreute. Wenn die beiden schon nicht wusste, wie man hier heraus kommen könnte, wie sollte sie es dann? Die Verrückte konnte sich ja noch nicht einmal mehr daran erinnern, wie sie in das Gebäude gekommen war.
    Ohne Vorwarnung musste ihr Träger husten, vermutlich hatte er beim Sprechen Rauch eingeatmet, was das sich verzweifelt an seinen Rücken klammernde Mädchen in Bedrängnis brachte, fast herunter zu fallen. Irgendwie schaffte sie es aber, sich zu halten, und wurde dann wieder den dem Mann auf seinem Rücken in eine bessere Position gebracht. Nicht gerade der sanfteste Umgang, aber er konnte ja nichts dafür, dass er wegen dem Rauch husten musste. Und wirklich einfühlsame Behandlungen war sie auch nicht gewohnt. Daher sah die Rothaarige für den Moment von Beschwerden ab.
    Unerwarteterweise war dann plötzlich eine Stimme zu hören. Von wo genau sie kam, konnte das Mädchen auf die schnelle nicht ausmachen, allerdings schien sie ihnen eine Fluchtoption bieten zu wollen... "Also da hätten wir einen Fluchtweg... sollen wir versuchen über den zu entkommen? Wirklich viele andere Möglichkeiten gibt es ja nicht..."


    Ringo musterte frustriert die brennende Landschaft. Wenn sich nicht bald ein weg nach unten öffnete, würde er wohl das Mädchen absetzen und eine Marionette sich durch den Boden boxen lassen. Dies wäre zumindest im Moment die einzige Alternative, die ihm im Moment einfiele. Leider war er aber Biologe und kein Architekt, daher kannte er nicht die Zahlen, die dafür sprachen, dass das Gelände dadurch nochmehr in Stabilität verlieren würde. Ein Fenster oder Loch in der Wand wäre vielleicht eine weitere Möglichkeit, aber je nachdem wie weit sie über dem Boden waren, konnten sie sich etwas brechen oder Schlimmeres. Er war sich auch nicht sicher, ob et auf die Entfernung eine Marionette lang genug halten konnte, die sie auffangen könnte. Und das alles setzte voraus, dass so ein Weg existierte.


    Alles kam aber anders, denn eine Durchsage kam aus den Lautsprechern, die wohl irgendwie noch zu funktionieren schienen. Irgendjemand riet ihnen einen Lastenaufzug auf zu suchen. Das Mädchen auf seinem Rücken schlug vor dem Rat zu folgen.
    Darauf konnte nur eine Reaktion vom Rothaarigen folgen. Er blieb stocksteif stehen. Zorn spiegelte sich in den goldenen Augen, die Unsichtbares sahen. "So blatant", zischte er voller Wut und Verachtung. "Der einzige Weg? Unser Tun in Stein gemeißelt? Soll uns das sagen, dass wir keine Wahl haben, dass wir Marionetten sind? Es ist wie ich dachte, ich muss sie durchtrennen. Die Fäden uns auf erzwungen, gesponnen vom Rad des Schicksals." Der Marionettenspieler bis sich hart auf die Lippe, bis Blut an seinem Kinn hinunterlief. In seinen Augen lagen die Spiegelbilder von den Fäden, sie ihn und alles andere gefangen hielten. "Wo ist nur das Schwert, mit dem ich die Fäden des Schicksals durchtrennen kann?"


    Teil 2 mit prime und Isqzark

    Umbral sah dem Kristallmädchen hinterher, als sie sich Kerr anschloss und doch in der Vorhut unterkam. Mehrere Schlangen krochen seinem linken Arm hinab und zischten den Beiden hinterher. Seine eigene Zunge kam mehrmals unbewusst hervor. Er wünschte er könnte eine Zigarre an die Lippen legen. 'So viele ungewollte Erinnerungen' dachte der Maskenträger schmerzhaft. 'Du bist ihr einfach viel zu ähnlich, Sera. Wenn du dir nicht helfen lassen willst, dann wird es umso schwerer dir zu helfen.' Eine weitere Schlange kroch über seinen Rücken, schnaubte und schmolz wieder in seinen Körper. 'Was für ein Ärgernis. Ich töte nicht gern umsonst.'


    Der Himmel war angenehm dunkel durch Wolken verdeckt. Kein gutes Zeichen, da vorhin noch blauer Himmel gewesen war. Umbral musste sich zusammenreißen, denn jedes Mal, wenn sich eine Schlange von ihm abspaltete, durchfuhr ihn der Drang in einer Nische Schutz zu suchen. Da war er dann doch froh mit der Vorhut mitgegangen zu sein. Unter den Zivilisten hätte er wahrscheinlich den Verstand verloren. Außerdem waren keine Soldaten anwesend. Ein noch viel übleres Zeichen. Mehreren seiner Zungen schmeckten Feuchtigkeit in der Luft, die beinahe die Hitze der entfernten Flammen überdeckte. Ob es wohl kurz vorm Regen war? Das wäre zumindest ein positiver Punkt. Regen verschlechterte die Sicht und verwischte ale möglichen Spuren. Es machte allen Problemen, die ihre Sicht nicht mit Grubenorganen ergänzen konnten. Leider war es kein Regen. Sondern Hagel. Sehr, sehr großer Hagel. 'Der Vergleich mit einem Bombardement ist nicht allzu falsch' ging es dem Braunhaarigen durch den Kopf. 'Ob ich wohl ein gutes Loch finde, in dem ich mich verkrieche kann?' Leider half der Sarkasmus nur wenig, die Geschwindigkeit mit der sie rannten zu erhöhen, weshalb er sich eher darauf konzentrierte nicht den Tot von oben zu erleiden. 'Welcher Idiot hat gesagt 'Alles gute kommt von oben?'....Und da geht ein Teil der Menge hin' kommentierte er weiter, als ein Brocken nicht unweit von ihm mehrere Leute begrub.


    Ihre Flucht kam in einem Gebiet zum Ende, welches nicht unter der Gefahr stand unter Eis begraben zu werden. Allerdings stand ihnen eine Reihe von Soldaten im Weg. Gut, ein überwindbares Hindernis. Ein Seitenblick zu Sera erledigte allerdings jegliche Fluchtpläne, solange noch keine Lebensgefahr bestand.


    Beide Stangenwaffen krachten aufeinander und Umbral's Shakujo verkeilte sich an der Klinge der Lanze. Der Schlangenmagier ließ sich von der Kraft des Soldaten mitziehen, bis die Verbindung sich wieder löste. Mit ein wenig Abstand nahm sich der Braunhaarige Zeit das Gesicht seines Gegners, welches unter dem Helm erkennbar war zu mustern. Es war verzogen vor Frustration. Verständlich, war er doch schon eine ganze Weile dabei zu versuchen, den Assassinen zu erwischen.
    Die Kämpfe waren zwischen den 'Rebellen' und den Soldaten nach wenigen Sekunden ausgebrochen und oh Freude, jeder hatte einen Spielkameraden. Und sie waren so dünn angesiedelt, dass Umbral niemanden hatte, der den Gegner vor ihm frontal angreifen könnte, während er zu Schleichangriffen übergehen würde. Gleichzeitig wollte der Braunhaarige seine Magie vor den Soldaten nicht offen zeigen. So war er gezwungen defensiv zu bleiben und nun ab und zu seinen Körper unter Sichtschutz zu verwandeln. Hier bog sich der Arm oder sein Bein mehr, als es eigentlich durfte, die Wirbelsäule brach nicht unter Manövern, die nichtmal der gelenkigste Mensch hinbekommen hätte. Sein Gegner hatte wahrscheinlich nein sicherlich gemerkt, dass die Bewegungen nicht menschlich waren, aber konnte nicht viel dagegen tun. Er hatte den Vorteil in Kraft und kam auch in der Geschwindigkeit gut mit, aber Umbral war einfach viel beweglicher und hatte mit seinen längeren Armen auch eine höhere Reichweite. Wieder schlug der Soldat zu, eine Finte diesmal, von vertikal unten zu diagonal rechts hoch. Doch bevor der Schlag überhaupt wechselte, war der Schlangemagier bereits entgangen, seine Wirbelsäule in einer seitlichen 'U'-Form. Der Shakujo schnellte hervor und schlug auf den Ellenbogen. Der Soldat zuckte. Mehrere wunde Stellen überdeckten seinen Körper an den ungeschützten Stellen und setzen ihm in ihrer Gesamtheit zu. Auch der Magier wies Zeichen auf, wo er der Klinge nicht ganz entkommen war. Der braune Umhang der Rebellen hatte ein paar Schnitte und zeigte seinen eigentlichen schwarzen, seine Handschuhe und Beinschienen wiesen ein paar Kratzer auf, an seiner Maske fehlte links ein Stück, ein paar leichte Schnitte zierten seine Gliedmaßen. Insgesamt war er besser dran, aber es konnte sich mit einem guten Treffer ändern. Auf das Durchhaltevermögen kam es an. Zollten die vielen Treffer ihren Tribut oder wurde Umbral als Erster langsamer durch Erschöpfung, um einen Treffer zu kassieren. Der Speer stieß nach vorne vor und der Maskenträger bückte sich. Sein Stach nach vorne und schlug gegen den Helm des Soldaten. Dieser taumelte, holte aber nochmal aus und kassierte ein weiteres Stück von der Maske und Kapuze ein. Er fluchte.
    Ein Feuerball knallte gegen den Brustpanzer und warf ihn ein weiteres Stück zurück. Umbral warf einen Blick über die Schulter auf einen Rebellen, der in seinen leeren Händen einen weiteren Feuerball erschuf. Doch diesmal konnte der Soldat voraussehen und ausweichen, allerdings rettete ihn das nicht. Mit der Ablenkung schnellte gleichzeitig der Arm des Schlangenmagiers hervor und wandte sich um seinen Hals. Anstatt jedoch Finger legten sich zwei Kiefer mit einer Reihe spitzer Zähne um seine Kehle. Für einen Moment spürte er einen leichten Schmerz, als sich etwas in seine Haut bohrte. Nach einem kurzen Druck verschwand das Gefühl und der Assassine sprang zurück. Der Soldat rieb sich den Hals und spürte eine Reihe von kleinen Löchern. Es dauerte nicht lang, bis ein heißes Stechen von der Stelle ausging.
    Der Schlangenmagier sah mit kaltem Blick zu, wie sein Gegner begann an seinem Hals zu klauen und nach Luft rang. „Es ist schon so kaum in den Griff zu kriegen. In der Halsschlagader wirst du niemals siegen“, kommentierte der Braunhaarige, während der Speerträger langsamer in seinen Bewegungen wurde. Schließlich ließ er seine Waffe fallen und sackte zusammen.
    Als er sich umdrehte war der Rebell bereits verschwunden und hatte sich einem anderen Kampf zu gewandt. Die Zahl der Soldaten war deutlich geschrumpft, spürbar da der Maskenträger einen Moment der Ruhe genießen konnte. Der Bulle der Gegnerfront zog in Richtung Kerr, der sich als eine Art großer General aufspielte. Seine Augen verengten sich, als er Sera neben der Flammenkatze entdeckte, auf der sich das Sinnbild eines Idioten zur Schau stellte. Das zierliche Mädchen zitterte wie Espenlaub und machte den Eindruck, sie würde gleich verschwinden. Umbral zerquetschte den Drang zu ihr zu eilen. Ein 1 gegen 1 war eine Sache, gegen den Anführer und sechs von der Sorte glatter Selbstmord. Er drehte sich weg und betrachtete das Kampffeld, um sich einen Weg von hier weg zu machen. Allerdings holten ein paar kuriose Geräusche seine Aufmerksamkeit zurück. Schwärze war aber alles was er sah. Eine schwarze Kuppel verdeckte den Bereich mit vier der Soldaten. 'Was zur Hölle?' ging den Schwarzäugige durch den Kopf. Das Phänomen hielt jedoch nicht lange an und ließ nur die Rüstungen und eine der Frauen von vorhin zurück. „Was für eine zerstörerische Magie das ist. Vernichtend für Mensch, Pflanz und Biest“, murmelte Umbral hinter seiner Maske. Da fiel ihm aber noch ein anderes Detail auf. Sera war weg! Hastig wandte er sich von einer Seite zur anderen. 'Ist sie auch von der Schwärze erfasst worden? Nein, Kerr und seine Katze sind auch noch ganz und sie stand direkt daneben. Ihr Funkeln ist zwar verdeckt, aber sie schien nicht so fit in der Zeit, in der wir uns nicht gesehen haben, geworden zu sein, sodass sie so schnell hätte verschwinden können. Es ist nicht genug Raum da. Also ist sie irgendwo versteckt?'
    Vorsichtig hob er seine freie Hand und formte eine Schlange aus ihr. Das Grubenorgan an den Seiten ihres Kopfes enthüllte ein neues Bild, die Körper von Lebewesen klar von der kalten Luft hervorstechend. Der Schlangemensch suchte nach einem kleinen zierlichen Punkt, der den Kristallmädchen entsprechend könnte. Doch der Kampfplatz enthüllte nichts. Dann machte er eine interessante Entdeckung. Für normale Augen unsichtbar, aber seinem Schlangensinn vollkommen klar (Nun, nicht ganz. Die Lavamieze war mit ihrer Körpertemperatur schon etwas im Weg. Doch zum Glück war Sera noch erkennbar), dass seine alte Bekannte ihren Platz nie verlassen hatte.


    Der Anführer war deutlich ungehalten vom Tod(?) seiner Männer und brach die Erde in seiner Wut auf. Umbral verwandelte seine Hand zurück und duckte sich weiter in den Schatten seines Umhangs. Langsam zog er sich weiter zurück, um von dem Kampf weiter weg zu kommen. Leider konnte der Braunhaarige nichts für das Kristallmädchen tun. Er war sich nicht 100% sicher, warum sie nicht rannte. Es könnte zum Beispiel Schock sein, aber viel wahrscheinlicher war es, dass ihr 'Meister' ihr einen Befehl in der Art 'Bleib in meiner Nähe' gegeben hatte und wenn er versuchte, sie da weg zu holen, würde er ihr nur schaden, da es diesem Befehl entgegenstand, und Aufmerksamkeit auf sich selbst ziehen. Also tat er das, was er am besten konnte: sich soweit wie möglich in die Schatten zurückziehen und seine eigene Haut schützen.

    Name: Zodan (Declan Millers)


    Geschlecht: Männlich


    Alter: 22


    Rasse: Traumgeist


    Aussehen (Traumkörper): Sein eigentlicher Körper ist recht schwer zu beschreiben, denn er wird komplett von seiner Kleidung bedeckt. Selbst seine Größe und Statur sind nicht vollkommen einzuschätzen, da er sosehr verdeckt wird. Mit allem steht er etwa bei 1,84 m und scheint recht stämmig, aber wie gesagt kann es sein, dass die nur wegen seiner Kleidung so wirkt. Das Einzige was von ihm sichtbar ist, sind ein paar Stränen silbernen Haares und der Bereich um seine Augen, doch auch der ist in Schatten gehüllt und der Blick zieht sich auf seine rein weißen und glühenden Augen.
    Seine Kleidung lässt sich am besten Beschreiben mit der Kreuzung der Rüstung eines Samurai und den Gewändern eines Wüstenbewohners. Auf dem Kopf trägt er einen kegelförmigen Strohhut, sein Hinterkopf und unteres Gesicht ist weiterhin mit Tüchern verhüllt. Sein kompletter Körper steckt in einer rostbraunen Samurairüstung, allerdings wird diese zum größten Teil von einem Tunika ähnlichen schwarzen Gewand verdeckt, welches bis knapp unter die Hüfte geht. Über dem linken Arm liegt ein weiter und länger Ärmel, er selbst über seine Hand reicht, während sein rechter Arm ärmellos ist. Verzierungen der Rüstung sind in einem silbernen Ton gehalten. Sein Schuhwerk besteht aus orientalischen Schnabelschuhen im sandbraunen Ton.


    Aussehen (realer Körper): Zodan fällt in die klasse Mensch, die komplett 'gewöhnlich' scheint und keinerlei bleibenden Eindruck hinterlässt. Weder ist er unansehnlich noch jemand, der andere beeindruckt. Sein Antlitz wird einmal angesehen und sofort wieder vergessen. Sein Körper ist dürr aber fit, sportlich aber unauffällig, ohne fett aber unmuskolös. Er ragt über den ein oder anderen 1-2 cm hinüber, würde aber nicht in die Kategorie 'groß' fallen.
    Sein Gesicht es ebenso gewöhnlich, mit unauffälligen Gesichtszügen. Sein Haar ist braun und gepflegt, aber er schaut nur selten beim Friseur vorbei, weshalb es fast immer ziemlich lang ist und vorne über seine Augen fällt. Wie er etwas sieht weiß wohl nur er. Das einzig Auffällige sind kristallklare blaue Augen, die einen Anflug von Ehrgeiz in sich tragen.
    Seine Kleidung bleibt in den meisten Fällen einfach und ordentlich mit Hemd und Jeans in farbenreich unterschiedlichen Varianten. Schuhwerk unterscheidet sich je nach Anlass, ob er bequem bleiben darf oder nicht.


    Eigenschaften: Der Begriff, um Zodan zu beschreiben wäre wohl 'Musterschüler'. Von Klein auf haben seine Eltern darauf hin gearbeitet, dem Jungen einzubläuen, wie man sich seinen Mitmenschen gegenüber zu verhalten hat und hatten damit auch ziemlichen Erfolg.
    Das Ergebnis ist ein sehr hilfsbereiter, höflicher und moralischer junger Mann, der auch einen sehr starken Sinn für Gerechtigkeit hat.
    Allerdings wäre es nicht richtig ihn einen 'guten' Menschen zu nennen, denn er tut 'gute' Taten und behandelt andere freundlich nicht, weil vom Herzen kommt, sondern weil es ihm eingearbeitet wurde. Er kennt es nicht anders und glaubt es sei einfach notwendig, um mit anderen Menschen zu leben. Er spürt tatsächlich nichts dabei und fühlt auch anderen Menschen sich größtenteils gleichgültig gegenüber. Wenn er fragt, ob er helfen kann, ist es am besten mit einem Reflex zu vergleichen, den er angewöhnt hat.
    Für sich selbst bevorzugt Zodan Einsamkeit und Ruhe, heißt er bleibt größtenteils für sich. Andere verstehen ihn zumeist falsch, da sie nur den freundlichen Menschen kennenlernen und und nicht den kühlen jungen Erwachsenen unten drunter.
    Seine Gerechtigkeit ist recht paradox, da sie zwar die Tugenden und Sünden eines normalen Menschen umfassen, aber zumeist aus abnormalen Gründen. Böse Menschen sind für ihn nicht böse, weil sie Böses tun, sondern weil sie die Ruhe der Gruppe stören und meint, sie müssten entfernt werden, um sie wieder her zu stellen.
    Dadurch ist es wahrscheinlich gar keine so groß Verwunderung, dass er ein Faible für die Samurai mit ihrem Weg des Schwertes hat, die selbst erkannten, wenn sie das Gesamtbild störten und sich daraus wortwörtlich herausschnitten.
    Seine anderen beiden Vorlieben hängen vor allem mit seinem Wunsch nach Ruhe und Einsamkeit zusammen. So hält er die Wüste als Sinnbild dieser und gleichzeitig als Symbol der Stärke, durch die harten Tests, die den hier Lebenden gestellt werden. Die Andere ist das Bild des Nachthimmels, obwohl es eher für die unendlichen Möglichkeiten geht, die man erkennen kann, wenn man mal alles andere hinter sich lässt und in sich geht. Dies steigert seinen Ehrgeiz.


    Geschichte: In früheren Zeit mussten die Menschen schnell stark werden, da es wesentlich gefährlicher war. Nicht nur die, die später als Helden gefeiert und in Legenden niedergeschrieben wurden, sondern dies galt für jedes Kind. Doch die wenigsten erleben solche großen und gefährlichen Geschichten in diesem Jahrhundert. Klar, es gibt viele, die später mal berühmt und bekannt werden und dadurch sind auch deren Nachwuchs ein Ding der Gesellschaft, doch welcher Mensch würde heutzutage schon als Legende gelten?
    Zodan definitiv nicht. Nun, vielleicht wäre er mit seiner Persönlichkeit Material für einen alten Helden, zumindest auf den ersten Blick. Schon immer haben seine Eltern nämlich versucht mit strenger aber liebender Haltung ihn zu einem herzensguten Jungen zu erziehen, der seinen Mitmenschen ohne Gegenleistung zu erwarten hilft, niemanden willentlich verletzt, demütig und tugendhaft ist und immer freundlich sowie höflich bleibt. Von einem Standpunkt aus hatten sie Erfolg, von einem anderen haben sie versagt. Tatsächlich verkörpert Zodan diese Dinge, jedoch nicht weil es die 'richtigen' Dinge sind. Trotz dieser Front blieb sein Herz recht kühl und Tugenden sowie Moral sind für ihn eher Regeln der Gesellschaft, die eingehalten werden müssen und die die dies nicht tun, also 'böse' Menschen, haben zu verschwinden.
    Sein Leben blieb von Kindheit an eher unauffällig, Fleiß und harte Arbeit wurden vor ihm ebenso gepriesen, was er schulterzuckend annahm. Solange er seine Ruhe nach dem Lernen hatte, konnte er sich Mühe geben. Bücher waren ihm soviel lieber als andere Menschen. Besonders Geschichten über die noblen Samurai oder die über die Einsamkeit der Wüste berichteten.
    Dennoch blieb immer eine gewisse Verbindung zu anderen Menschen. Es wird niemals unüblich, dass Kinder sich mal raufen und mit seiner vorgesetzten Moral, war es selbstverständlich für Zodan einzuspringen, wenn es nötig wurde. Und immer schon spürte er eine Euphorie, die nichts damit zu tun hatte der Held zu sein. Doch widerte es ihn an und er verachtete diese Seite an sich. Er schloss es weg, versuchte es zu ignorieren und herunter zu schlucken, doch es immer fühlte es sich immer so gut an, wenn er mit jemand anderen aneinander geriet. Tiefer und tiefer schob er es, aber alles in allem ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis es noch schlimmere Folgen hat.


    Primärfähigkeit: Star light, Star bright
    Zodans Fähigkeit ist ein wenig schwer zu charaktererisieren. Allerdings kommen Begriffe wie Sternenlicht oder Kosmos in den Sinn, da seine Magie hauptsächlich in Energieangriffen ausartet, die die Form von astronomischen Objekten wie Galaxien oder Nebeln annehmen.


    Sekundärfähigkeit: „Seelenwaffe“
    Trotz seiner Fähigkeit bevorzug Zodan den Nahkampf und greift auf sie zurück, wenn sein Gegner ihm körperlich zusehr überlegen ist.
    Sein Hauptmittel im Nahkampf ist seine Seelenwaffe: ein etwa 70cm langes Uchigatana (etwa ein längeres Katana). Dieses ruft er herbei, in dem er es mit der rechten Hand aus dem Ärmel zieht. Das Schwert befindet sich in einer einfachen Holzscheide, die durch ein fehlendes Stichblatt wie ein einziges Stück aussieht. Die Klinge an sich ist aber wieder viel auffälliger, denn sie wirkt wie aus dem Nachthimmel gegossen. Sterne, allein und in Konstellationen sprechen von fernen Galaxien und beim Schwingen verändern sie sich, als würde man den Blick über den Himmel schweifen lassen.
    Zodan bevorzugt bzw. setzt auf eine Art 'Blitzschnitt', heißt Zug. Schnitt und Wegstecken sind schneller, als das Auge folgen kann. Das macht blocken und ausweichen ziemlich schwierig und gleicht seine im besten Falle nur durchschnittliche Kraft aus. Muss er sein Schwert doch normal ziehen, verschwindet die Scheide und er trägt seine Sichelklinge in der anderen Hand.


    Waffe: Eine bizarre schwarze Klinge, die einer Sichel oder der Klinge einer Sense ähnelt. Die Schneide ist blutrot. Zodan kann sich nicht daran erinnern, sich diese Waffe angeeignet zu haben bzw wäre seine Wahl eigentlich anders ausgefallen. Vielmehr fand seine zweite Natur sie ansprechend und hat sie mitgehen lassen.


    Besonderheiten: Zodan ist beidhändig und hat kein Problem damit, im Kampf mal die Hand zu wechseln, um seinen Gegner zu überrumpeln.
    Auch hat er einen höheren Temperaturbereich, mit dem er zurecht kommt (trotzdem passende Kleidung). Heißt, es dauert länger, bevor er richtig anfängt zu frieren oder schwitzen. Wahrscheinlich hängt es mit seiner Fähigkeit zusammen. Es gibt ihm keinerlei Immunität, aber schützt ihn vor ein paar Unannehmlichkeiten.


    Persönlicher Albtraum:*Badumm**Badumm**Badumm* Sein Herzschlag ist das Einzige, was in der komplett schwarzen Ebene zu hören ist. Ansonsten regt sich nichts. Kein Geräusch, nichts fühlbar, nichts ist zu sehen. Alleine in völliger Dunkelheit, so fühlt es sich an. Unter normalen Umständen nichts Unangenehmes, doch ist ein unbekannter Druck da. Komischerweise fühlt er sich nicht nur nervös, sondern auch...euphorisch.
    Mit einem Klacken springt ein Licht wie von einem Scheinwerfer an und enthüllt eine Gestalt. Blutüberströmt liegt sie am Boden, tiefe Schnitte überziehen den Körper. Ein weiteres Klacken, ein weiteres Licht, ein weiterer Leichnam. Ein dritter, ein vierter. Zodan ist von Toten umgeben und immer noch fühlt er neben dem Entsetzten Euphorie. Ein weiteres Mal klackt es und er selbst wird sichtbar. Das Blut der am Boden Liegenden überdeckt ihn und in seiner rechten Hand befindet sich ein Katana, dessen Klinge so lange im Blut Unschuldiger gebadet wurde, dass sie selbst einen rötlichen Ton angenommen hat. Er betrachtet seine freie Hand und ungewollt und ohne sein Tun heben sich seine Mundwinkel. Ein kreischendes Lachen ist aus der restlichen Dunkelheit zu hören und ein schneller Schatten springt gerade so von den Lichtern unberührt herum. Schützend legt sich Zodan eine Hand vor die Augen, als der Schatten direkt vor ihm zu stehen kommt und spürt eine Berührung auf seiner Schulter. Als er die Augen wieder öffnet blickt er in sein eigenes Gesicht, welches ein wildes Grinsen trägt, dass beinahe das Gesicht spaltet. „Komm, lass uns noch mehr Spaß haben“, lacht sein Doppelgänger und sie beide sprinten in die Dunkelheit, euphorisch den nächsten Kampf suchend.

    Saiko wünschte sich manchmal, seine Sünde wäre eine andere. Dann wiederum zerstampfte er diesen Wunsch sofort wieder. Schließlich wäre damit auch seine Persönlichkeit komplett eine andere. Aber zumindest würde der Schlangenmensch sich dann während der Vorstellungsrunde nicht so langweilen. Leider war dem aber nicht so und er konnte nicht einen Funken Interesse ind die Vorstellungen der Anderen legen, außer klinisch ihre Fähigkeiten zu notieren. Und auch das war eher gleich einem Inventar, anstatt Anerkennung.
    Als die Probe endlich vorbei war, wurde wie am Vortag ein Plan für Nachtwachen aufgestellt. Gerade nach der Überraschung der Echsen sollte allgemein klar geworden sein, warum es nötig war. Wenigstens in dieser Nacht fand der Schwarzhaarige seinen Schlaf. Ob es wohl die Leichen gewesen waren, die ihn wach gehalten hatten, oder hatte der Vollmond ihn mal wieder überaktiv gemacht? 'Gut, dass Atlas wenigstens nicht hier ist. Sie wird bei Vollmond immer so geschwätzig. Und das bei ihrer normalen Persönlichkeit heißt schon was' seufzte er innerlich.
    Nach einer, für manche, geruhsamen Nacht, verlor man am nächsten Tag keine Zeit. Das Frühstück wurde möglichst zeitsparend zu sich genommen, Lager schnell abgebaut und Gespräche auf das Notwendigste beschränkt. Der Drang im Dorf anzukommen war bei allen unterschiedlich stark ausgeprägt, doch lange an einem Ort verbleiben wollte keiner.


    Dieser Rhythmus blieb vorhanden mehr oder weniger die darauffolgenden Tage. Mit den ersten Sonnenstrahlen, die durch das Blätterdach glänzten nahm man ein Frühstück ein, welches möglichst viel Energie gab, aber schnell ein genommen werden konnte. Das Lager wurde abgebaut und der Marsch angesetzt. Sobald Mittagssonne zu Abendrot wurde, stellte man das Lager wieder auf. Es wurde bereits nach dem zweiten Tag eintönig. Der Lichtmagier hätte es sich nicht anders wünschen können. Wenn er daran dachte, was teilweise in den Wäldern lauerte kam ihm die Eintönigkeit eher idyllisch vor. Es war wesentlich angenehmer als das, was sie hätte unterbrechen können. So war das Einzige, was von der Fauna in ihren Weg kam, Fliegen und Käfer, die ihren Nerven stimmten und Moskitos. Erläuterung zu letzterem und was sie für die Situation taten, war vollkommen überflüssig.
    Im Falle der Flora gab es aber nur mehr als einmal ein Ärgernis. Ständig mussten sie von ihrem Weg abkommen und Umwege machen, wenn sie einem Gewächs gegenüber kamen, welches mit einer unerwünschten Nebenwirkung wartete, sollten sie versuchen sich durchzuschlagen. Der Sinner bekam jedes Mal Phantomschmerzen, als er an die Zeit erinnert wurde, wo er sich noch nicht in diesen Wäldern auskannte. Selbst in ihm rührte sich Mitleid mit denen, die nicht auf seine Warnungen hörten. So vergingen der, dann der Zweite...etc bis schließlich in den abendlichen Sonnenstrahlen des siebten Tages ihr Ziel endlich in Sichtweite kam.


    Was Dranga definitiv gleich hatte mit Mischara waren die großen Schatten, in denen es unter den Baumtitanen lag. Der große Unterschied war die steinerne Steilwand, an deren Fuß es lag. Diese war durchlöchert mit Stolleneingängen, verstärkt durch Holzbalken und dekoriert mit Laternen, die die Arbeiter wohl mit Licht in den Minen versorgen sollten.
    Von der Fläche her ähnelte das Dorf Mischara in der Große, doch das meiste Stück davon beanspruchten Eisenhütten, sowie verschiedene Gebäude, die zur deren Nutzung nötig waren. Beispielsweise Holzfäller, die Holz zum Antrieb der Öfen besorgten. Im Gegensatz zu ihrem Namen, der sich seit der alten Zeit nicht verändert hat, suchen sie nur nach gefallenen und kranken Bäumen als Rohstoff und selbst dann ist ein Gebet Teil ihres Berufes, bevor sie das Holz mithilfe magisch bestückter Werkzeuge bearbeiten.
    Der Rest der Gebäude gehörte zu den Arbeitern und ihren Familien. Wesentlich einfacher und kleiner als die mächtigen Hütten und auch nicht ganz auf dem Niveau von Nischara. Die einzigen beiden etwas größeren Gebäude waren das Haus des Verwalters des Dorfes und der Minen, sowie ein Gasthaus, in der sich die Arbeiter an der Bar nach der Schicht mit Freunden treffen, sowie gelegentlich Durchreisende einquartieren konnten. Ein Zimmer war jedoch ständig verbucht und zwar für den Fall, sollte der Graf mal auf Untersuchung vorbei kommen.


    Ein Schleier lag über der Stadt. Nichts Sichtbares wie Nebel, aber ein Schleier dunkler Gefühle. Die wenigen Menschen, die von der Arbeit kamen oder ihre Schicht antreten wollten blickten missmutig drein und hatten einen extrem eiligen Schritt. Kinder waren gezwungen drinnen zu spielen und die Türen wurden nur leicht geöffnet und schnell wieder geschlossen, sowie zusammen mit den Fenstern verriegelt. Haus-und Nutztiere waren unruhig und leicht verschreckbar. Einzig das Gasthaus schien ein wenig freundlicher, als Alkoholiker ihre Angst ertränkten.


    Nach dem langen Marsch war es sicherlich eine Erleichterung, das Dorf zu sehen. Selbst der Echsenmann gab einen Seufzer der Erleichterung. Er verschränkte die Arme vor der Brust und blickte zu den rötlichen Licht, welches durch das Blätterdach schien. Sie waren in Dranga angekommen und der erste Eindruck sprach von einer enormen Anspannung, aber ansonsten lief alles seinen gewohnten Gang. „Die Frage ist, wo wir jetzt anfangen“, murmelte der Schwarzhaarige in Gedanken. Er war noch nicht allzu häufig in dem Dorf gewesen und kannte niemanden, den er als Informationsquelle befragen konnte, die einseitige Freundschaft mit dem Gastwirt zählte er nicht. Sie könnten sich aufteilen und die Einwohner befragen. Allerdings konnte der Schlangenmensch sich bereits zusammenreimen, was groß dabei rauskommen würde. Er seufzte. „Wir können uns auch genauso gut erstmal im Gasthaus umhören. Vielleicht macht der Alkohol die Leute etwas gesprächiger“, gestand er schulterzuckend.


    Auf dem Weg im Gasthaus kam die allgemeine Unsicherheit und Nervosität der Leute erst richtig zur Geltung. Die Leute von Dranga blieben seither lieber unter sich, doch wo früher es Blicke mit brummiger Akzeptanz waren, folgte der Gruppe nun reges Misstrauen, wenn sie überhaupt angesehen wurden.


    Das Gasthaus war wirklich randvoll mit Leuten. Arbeiter, Freunde...sie alle kamen, um sich ihre Sorgen von der Seele zu trinken. Doch auf den ersten Eindruck war nichts weiter Spannendes dabei. Mit dem Knarzen, Quietschen und anschließenden erleichterten Seufzen sammelten sich die Teilnehmer um einen runden Tisch. Für eine Weile blieben sie erstmal im Stillen sitzen, um zu lauschen, ob nicht doch etwas Interessantes aufkam und wenn redete man nur leise miteinander. Gleichzeitig erholte man sich von der täglichen Strecke. Für Saiko wurde die Pause von einem Knurren unterbrochen. Er seufzte und erhob sich. „Ich werde mir etwas zu essen besorgen“, verkündete er in die Runde. „Wer es mir gleichtun will: Wenn ihr eure Würde behalten wollte, bestellt nicht die Spezialität des Hauses.“
    Der Schwarzhaarige stellte sich an den Tresen und wartete ab, bis ein paar andere Gäste lallend ihre Bestellung abgegeben hatten und er die Aufmerksamkeit des Wirtes auf sich ziehen konnte. „Ah Herr Schlangenmensch“, grüßte der beleibte Mann freundlich und mit entfernter Erleichterung. „Hat der Fürst endlich auf unsere Bitte um Hilfe gehört? Seit Langem eine gute Nachricht.“ Der Sinner zuckte mit den Schultern, ungerührt von dem Gedanken an die Angst der Dorfbewohner. Allerdings merkte er dennoch sofort interessiert auf. „Hm? Man hat uns gesagt, es wären bereits Soldaten geschickt worden? Wieso sollen wir also die Ersten sein?“, fragte er überrascht. Der Wirt seufzte unglücklich und winkte gleichzeitig einen Gast ab, der sich wohl einmischen wollte, aber vor Trunkenheit kein vernünftigen Satz herausbrachte. „Das hat man uns auch versprochen“, stimmte er zu, wandte den Kopf allerdings verächtlich ab und musterte die Wand, wobei er wahrscheinlich eine Karikatur des Fürsten im Gedanken hatte. „Allerdings ist nie jemand angekommen und die Fälle gehen weiter ungeklärt vor sich hin.“ Der Schwarzhaarige hob eine Augenbraue und senkte den Blick nachdenklich. 'Die Anzahl an Informationsquellen wird immer kleiner. Anscheinend sind die Soldaten wirklich nur ein Teil der Opfer geworden' dachte der Echsenmensch. „Wie viele Menschen sind denn bereits verschwunden?“, fragte er in einem Ton, als würde man sich über den Inhalte eines Buches informieren. Wenn der Wirt den Tonfall bemerkte, lies er es sich nicht anmerken als er traurig den Kopf schüttelte. „Niemand kann das mit Sicherheit mehr sagen. Alle sind viel zu sehr mit sich selbst und ihren Familien beschäftigt, um noch die verbleibenden Nachbarn zu zählen“, erzählte er niedergeschlagen. Er griff hinter sich in das Regal mit den Flaschen und zog einen Hochprozentigen hervor. Der Lichtmagier schüttelte den Kopf, als der Mann ihm die Flasche vorhielt. Er zuckte mit den Schultern und zog sich ein Glas heran. „Es fing alles mit zwei, drei Familien an, die plötzlich jemanden hatten, den sie nicht finden konnten. Und von da ging alles den Bach runter.“ Er nahm einen tiefen Schluck aus dem Glas. „Immer mehr Leute wurden aus den Augen verloren, die Minen wurden leerer, die Eisenhütten haben Probleme mit den Arbeitern, Leute trauen sich nicht mehr aus ihren Häusern, Streitereien finden immer öfter statt, immer mehr Anspannung sammelt sich...“ „Was ist mit den Wölfen“, unterbrach Saiko den Wirt, bevor er richtig mit dem Abschweifen anfing. „Den was?“, fragte dieser verwirrt, bevor ihm eine Sekunde später die Erleuchtung kam. „Achso das.“ Er winkte ab. „Irgendjemand hat sie außerhalb des Dorfes entdeckt und sie sofort mit dem Verschwinden in Verbindung gebracht. Es ist wahrscheinlich nur eine neue Art, auf die keiner so richtig vorher geachtet hat. Sie verhalten sich viel zu sehr wie normale Wölfe, um die Leute angegriffen zu haben, zumindest nicht alle.“ Der Echsenmensch runzelte die Stirn. Das war doch eine recht spezielle Art einzuwenden. Würde der Wirt nicht so in einem überzeugtem Ton sprechen, hätte er gedacht, man würde ihn belügen. 'Ein Punkt für später' dachte der Schwarzhaarige. „Eine Idee, wo meine Kollegen und ich anfangen können?“ Der Wirt legte die Stirn in Falten und dachte für einen Moment nach. „Nein, leider fällt mir nichts ein“, erwiderte er und der Lichtmagier seufzte enttäuscht. „Ausser dem Verschwinden ist nichts wirklich vorgefallen und die Leute sind viel zu aufgewühlt, um auf Fragen zu antworten. Wenn sie sich überhaupt bereit erklären zu reden.“ Saiko knurrte frustriert. Er beschloss für den Moment genug gefragt zu haben und ließ sich eine Pilzsuppe aushändigen. Mit einem müden Seufzer setzte er sich zurück an den Tisch der Gruppe.


    Wenn man erwartete, dass der Schwarzhaarige etwas von sich gab, wurde man enttäuscht. Denn er wandte sich seiner Suppe zu und löffelte diese wortlos. Erst nachdem der letzte Tropfen aus dem Teller verschwunden war und er sich den Mund mit einem bereits etwas befleckten Taschentuch abgewischt hatte, klopfte er mit einem Fingerknöchel auf den Tisch, um Aufmerksamkeit zu erregen. „Also, wenn ich unsere Situation zusammenfasse: Wir haben keinerlei Anhaltspunkte, die Soldaten vom Fürsten sind der Teil der Verschwundenen, die betroffenen Bewohner sind zu angespannt und vertrauen uns wahrscheinlich zu wenig um zu sprechen, der Rest des Dorfes weiß nichts und die Wölfe wurden anscheinend nur flüchtig gesichtet. Kurz gesagt: kein wirklicher Anfang vorhanden“, zählte der Sinner auf. Er seufzte und verschränkte die Hände. „Auf die Gefahr hin, noch mehr Unmut zu generieren, sehe ich die einzige Chance darin, ein wenig...eindringlicher mit den Familien zu reden, um Anhaltspunkte zu bekommen. Falls niemand einen besseren Vorschlag hat?“


    OT: So, nach langer und anstrengender, aber ereignisloser Wanderung (die wir durch praktischen Zeitsprung überbrückt haben) kommen unsere Charas in Dranga an und stehen vor einem Problem. Wie gehen sie das ganze jetzt an.
    Keine Scheu, ihr könnt euren Chara gerne einen Vorschlag machen lassen, wenn ihr meint einen sinnvolleren zu haben. Dafür ist RPG schließlich da, um gemeinsam eine Story zu bilden.
    Ich weiß nicht, was da mit WhitGhoul passiert ist, aber ich glaub es gibt nicht großartig etwas darüber zu sagen, dass sich diese Angelegenheit erledigt hat.


    @Philip98: Du kannst es dir jetzt aussuchen, wie es dir lieber ist. Entweder findet dein Chara die Gruppe und meint es wäre gut sich anzuschließen, oder wenn du es lieber hättest, kannst du dich auch mit einem Mitspieler zusammentun, wenn du lieber von jemand bestimmten in die Gruppe eingeladen werden möchtest (du kannst natürlich auch gerne mich ansprechen).

    Der Weißhaarige bemühte sich gar nicht erst um eine Antwort für den Magier, da dieser sowieso nicht auf eine wartete. Sein Hirn war immer noch ziemlich schläfrig, daher würde er wohl selbst wenn er etwas auf ein paar Fremde setzen würde nicht bei dieser Aktion mit machen. Er legte auch jegliche Schuld auf diese Müdigkeit. Wenn er vollkommen wach gewesen wäre, dann hätte er niemals so überreagiert. 'Mal ehrlich, wer gibt schon einen Scheiß darauf, wasein Eismagier für sch denkt, der genauso viel Emotion wie sein Element zeigt' waren die gegrunzten Gedanken von Senshi. Und doch konnte er sich trotz dieser Gedanken nicht helfen. Wenn er daran dachte wie jemand glaubt, dass Mai etwas viel Näheres als eine Art Rivalin war kam die Röte wie durch Zauberhand.
    'Besser als wenn du einfach verschwunden wärst und mich mit der dummen Situation allein gelassen hättest' grunzte er in sich hinein und kommentierte ihren Dank nicht. Der Söldner löschte seine Pfeife und wandte sich seinem Schwert zu, welches gerade erwachte, um es zu säubern und zu schleifen. „Jede Aktion hat Konsequenzen. Positive sowie negative. Keiner kann all die negativen Wellen aufhalten, die er verursacht hat“, erwiderte Senshi abweisend. Er betrachtete die Rothaarige kurz über seine Schulter, wandte sich aber schnell wiede rKage Chisio zu. „Tu was du nicht lassen kannst, aber übernimm dich nicht. Tot kannst du keine Verantwortung übernehmen. Außerdem brauch ich dich noch.“ Er sagte nicht weiter als Mai ging.„Gogigigigigi“, gab Kage Chisio von sich. Irgendetwas fand die Klinge unglaublich lustig. Was, konnte der Weißhaarige nicht erkennen, aber er hatte auch keine Lust nach zu fragen.


    Für eine Weile blieb es bei der Stille. Der Söldner wandte sich vollkommen der Pflege seiner Waffe und selbige lies von seinem Lachen über Dinge die nur er wusste ab, um die Behandlung zu genießen. Plötzlich ließ der Schwertkämpfer alles fallen und fasste sich mit der Hand an die Stirn. „Ach Mist. Egal wie sehr ich es versuche, ich bekomme die gestrige Situation einfach nicht aus dem Kopf“, grummelte er säuerlich. Kage Chisio machte ein fragendes Geräusch. „Ich bin niemand, der auf der Vergangenheit verharrt. Warum kann ich es nicht einfach vergessen? Warum kann ich es nicht verdrängen? Was passiert ist, ist passiert. Was getan wurde, ist getan. Ich werde schon etwas finden, um diesen Bund null und nichtig zu machen. Mensch, verdränge es einfach!“ Frustration machte sich in dem Weißhaarigen breit, als seine Selbstermahnungen keine Wirkung zeigten. Sein Schwert lachte nur über seine Misere.
    Mit dem Gedanken an den vorherigen Tag fragte sich der Schwertkämpfer, wie es der Maskierten in diesem Hinblick wohl ging. Ob es ihr wohl auch im Kopf herumspukte oder ihr dummer Heldendrang es wohl verdrängt. Ob sie es wohl sehr lange hinaus zögerte, sich von ihrer aussichtslosen Situation zu vergewissern... Mit einem Schrecken und Wut fuhr Senshi auf, wobei er fast das ganze Zelt mit einriss. „Das Ass. Sie würde es nicht wagen, einfach so zu verschwinden...oder?“, fragte er in die Luft. Eine Erinnerung flüsterte leise über das Eingeständnis der Rothaarigen, zumindest für eine Zeit verschwunden zu wären. Einen Augenblick später hatte er seine blaue Klinge geschultert und folgt Magier und Schwertkämpferin.

    „[i]Da scheint jemand unsere Hilfe zu brauchen“, überlegte sich Jan,als er oben in der Krone eines Baumes saß und den Kampf der beiden Fremden gegen die Wölfe beobachtete. Nachdem die Gruppe gestern ineinen Hinterhalt geraten war und man nicht sagen konnte, ob sich nochweitere Feinde in der Gegend versteckt hatten, hatte er sich bereiterklärt, heute früh die Wachschicht zu übernehmen. Aber beim genaueren Hinsehen schienen die beiden Fremden gut mit den Wildtierenklar zu kommen, so dass der Nachfahre der Grafen von Zauberbrück esfür sinnvoller hielt, das Geschehen nur zu beobachten und den Fremden gegenüber die Existenz der Gruppe von Rebellen nicht zuverraten.
    Die Situation änderte sich jedoch schlagartig, als auf einmal aus mehreren Richtung erneut Wolfsheulen zu hören war undeine große Menge dieser wilden Kreaturen auf dem Kampfplatz auftauchte. Das können die nicht alleine schaffen“,schoss es dem Brillenträger durch den Kopf. Aber um den beiden helfen zu können, waren sie einfach zu weit weg. Sollte er sich jetzt auf das Schlachtfeld wagen und ihnen helfen? Nein, dann wäre das Lager ungeschützt. Also drehte er sich in die Richtung des Lagers um und rief: „Achtung, Aufstehen!Gefahr durch Wölfe!“


    Dass sich tatsächlich zwei Menschenleben in Gefahr befanden, verkündete er erst einmal nicht. Für den Fall, dass das wider Erwarten Feinde sein sollten, wollte er als ehemaliger Angehöriger der 12. Armee erst einmal mit seinem Vorgesetzten sprechen. Also erschuf er danach mit seiner eigenen Kombination aus Raum- und Eismagie eine zierlich wirkende Leiter und kletterte darüber hinunter. Unten angekommen ließ er die Leiter wieder verschwinden und ging geradewegs zu dem Zelt, in dem eigentlich der Maskierte schlafen müsste. Ohne sich um Formalitäten zu kümmern, steckte er seinen Kopf hinein und sagte: „Draußen werden zwei fremde Leute gerade von ...“, aber weiter kam er nicht. Anders als erwartet sah er im Inneren des Zeltes nur Senshi und eine fremde, junge Frau mit einem durch Narben reichlich verunstalteten Gesicht. Nachdem sich der Raum- und Eismagier von der Überraschung erholt hatte, wandte er sich an den männlichen Zeltbewohner. „Wo ist eigentlich unser Anführer?“, fragte er.


    Senshi grunzte, als sein Nacken zufriedenstellend knackte. Er reckte seinen Kopf und musterte ihren hiesigen Eismagier mit einem genervten Blickaus einem Auge. Für einen Moment kam ihm der Gedanke etwas nach demEindringling zu werfen, vorzugsweise etwas Schweres und/oder Hartes.„Warum sollte uns zwei Idioten interessieren, die sich von Wölfen auffressen lassen?“, fragte er gähnend. Ausruf nach Wölfen und nun etwas über zwei Fremde? Nicht schwer zusammen zu reimen. Der Assassine saß auf und streckte seine steifen Schultern. „Hast dumal den Stand der Sonne überprüft? Es ist selbst für jemanden wie mich viel zu früh. Und wen meinst du mit 'Anführer'? Den Maskenmann? Wenn der sich nicht verdrückt hat, müsste er doch...gleich...hier...sein?“ Die Worte des Weißhaarigen verloren sich in Gemurmel, als er das vernarbte Gesicht der Rothaarigen erblickte. Maiwyan's UNMASKIERTES Gesicht. Sofort zählte sein Hirn wieder 2 und 2 zusammen und Röte begann sein Gesicht zuerfassen. Für die Augen eines Uneingeweihten sah das ganze doch ziemlich anders aus, als es eigentlich der Fall war. Doch bevor sie über sein komplettes Gesicht wandern konnte, verschwand sie wieder und wurde ersetzt. Der Schwertkämpfer lächelte. Ein freundliches Lächeln. Ein Lächeln, dass im kompletten Gegensatz zu dem dunklen Miasma stand, welches von unaussprechlichen Schmerzen sprach. Langsam und bedrohlich stand er auf, so gut es eben ging, und schnappte sich den Brillenträer beim Kragen. „Weißt du, es ist nicht besonders höflich, einfach so in das Zelt eines anderen herein zu brechen. Dabei kann man Leute in unglücklichen Situationen erwischen, die in dummen Missverständnissen enden können“, erklärte erfreundlich-drohend. „Es mag etwas schwer zu glauben sein, aber unser 'Anführer' ist gleich hier neben uns, aber krieg hier nichts in den falschen Hals und erzähl nichts herum, dass nicht der Wahrheit entspricht. Am besten halt gleich die Klappe über das hier. Deal?“ Er ballte seine freie Hand seine freie Hand zur Faust und knackte mit den Knöcheln. Die Dunkelheit um ihn herum vertiefte sichnur.


    „Was meinst du mit‚ gleich hier neben uns‘?“, fragte Gustav etwas irritiert. Er hatte nicht erwartet, so zurecht gewiesen zuwerden - zumal er normalerweise nicht einfach so in das Privatleben anderer Leute eindrang. Um sich zu rechtfertigen, fügte er noch hinzu: „Entschuldigung übrigens, dass ich einfach so in euer Zelt eingedrungen bin. Wie gesagt kämpfen draußen gerade zwei Fremde gegen Wölfe, die wohl von den Leichen von unserem Kampf gestern angelockt worden sind. Bevor ich ihnen zur Hilfe eile, wollte ich einmal kurz mit Maiwyan reden - schließlich könnten das ja auch Feinde sein, auch wenn sie für mich nicht so aussehen.“ Nach etwas Zögern fügte er noch hinzu: „Ach ja, mir ist es egal, ob du heute Nacht Besuch von einer Geliebten hattest oder nicht. Wenn es euch lieber ist, werde ich mich jetzt auf den Weg auf das Schlachtfeld machen und die Sache hier im Zelt für mich behalten.“


    Senshi's Blick war platt und das Lächeln sowie die Dunkelheit fielen augenblicklich von ihm ab. Er hätte fast einen Kommentar und eine Berichtigung abgegeben, jedoch überlegte er es sich zweimal. „Ja,klar, was auch immer“, meinte der Söldner abweisend und ließ vondem Magier ab. Er holte murmelnd seine Pfeife hervor und setzte sich gähnend neben sein Schwert. 'Der Mist hier oder später Mai's Gemecker, beides der gleiche Scheiß' dachte er grummelnd und zündete die Sündenstange an. „Dann verschwinde auch und hilf den Beiden, wenn du so scharf darauf bist. Erwarte aber keine Hilfe von mir, wenn nicht die Chance besteht, dass die Wölfe hier her kommen oder sowas“, grunzte er Gustav an. „Und wenn ich nur ein Wort von den anderen mitkriege setzt es was.“


    Maiwyan, die für gewöhnlich einen sehr leichten Schlaf hatte und schon beim kleinsten Geräusch erwachte, schreckte dennoch auf, als Gustav plötzlich in das Zelt platzte. Es war sehr ungewöhnlich, dass sie nicht schon bei seinem Ruf zu den Wölfen wachgeworden war auch, wenn es sie irgendwo in ihrem seichten Schlaf doch erreicht hatte. So starrte sie den Eindringlich ein bis zwei Sekunden etwas verdutzt an, ehe nun auch ihr Geist vollständig erwachte. Der letzte Abend und das bizarre Treffen mit Senshis Schwester hatte ihr doch mehr Kraft gekostet, als gedacht.


    Mit einem Schlag war sie voll da und das Entsetzen stand in ihre verunstalteten Züge geschrieben, ehe sie ruckartig den Kopf zur Seite abwandte, damit Gustav nicht mehr ihr volles Gesicht sehen konnte und presste ihren Umhang, welchen sie in der Nacht als Decke benutzt hatte, enger an sich. Natürlich, sie lag in einem Zelt mit Senshi und war unmaskiert, da der Söldner ihr die Maske abgenommen hatte. Und der Eismagier der Vorhut hatte sie ausgerechnet in diesem Moment erwischt. Innerlich verfluchte sie sich selbst. Wie hatte sie nur, gerade in dieser Situation, so unvorsichtig sein können? Wenigstens verdeckte ihre improvisierte Decke die Klingenschweife, welche sie noch immer um die Taille geschlungen hatte, um sie des Nachts am unkontrollierten Zucken zu hindern. Wenn sie einfach still blieb und nichts sagen würde, könnte Gustav unter Umständen sie einfach nur für irgendeine von Senshis Bekanntschaften halten, wenn man sich seine Schwester so ansah, die einfach mal eben so aufgetaucht war, sicher durchaus denkbar.


    OT: Partnerpost zwischen @Sheewa, @Feuerdrache und mir. Teil 1.

    Schweiß tropfte dem Marionettenspieler von der Stirn. 'Soweit so gut' ging es ihm durch den Kopf, als seine Marionette aus Beton und Stahl sich dem Biest gegenüber stellte und dessen Aufmerksamkeit gewann. 'Jetzt eine falsche Bewegung und wir sind Toast.' So viele Variablen waren Ringo unbekannt. Wie stark und schnell war der Wolf? Würde seine Marionette etwas ausrichten können? Konnten die Mädchen und er selbst schnell genug laufen? Wie intelligent war der Daemon? Vielleicht sogar genug um Motive zu haben? Wollte er überhaupt Überlebende angreifen? Wie würde er auf einen Angriff, wie auf einen Kommunikationsversuch reagieren? 'Zu viele Fragen, zu wenig Informationen.' Der Rothaarige zögerte, während ihm die Gedanken mit 1000 Sachen durch den Kopf rasten. Der Wolf hatte beim Anblick der golemartigen Gestalt nicht angegriffen. Das könnte auf Vorsicht oder im glücklichen Fall auf keine Feindseligkeit deuten. Sollte er vielleicht erstmal versuchen zu 'reden'? 'Viel zu viele Optionen, was tue ich nur?'
    Doch er brauchte sich keine Gedanken mehr darum zu machen. Der Daemon hatte wohl irgendeinen internen Schluss gefasst, denn er wandte sich von der Marionette ab und sprang einer Stimme hinterher. Eines jungen Mannes, wenn Ringo richtig vernommen hatte.
    'Okay, sprechen bleibt also aussen vor' ging es dem Biologen durch den Kof, als er zusah, wie der Wolf verschwand. 'Nun es ist zwar normalerweise nicht meine Art aber...' Ringo kappte die Schicksalsfäden, die ihn und seinen Golem verbanden und die Marionette zerfiel in die Teile, aus denen er sie geschaffen hatte. Er wandte sich um, um den beiden Mädchen zu signalesieren, dass der Vordereingang zumindest zeitweise wieder frei war. Dabei fiel ihm eine leichte Blutspur die Kyuki hinterher sich ließ. Offenbar war sie barfuß. Wieder räkelte sich die Frage, was eigentlich mit ihr passiert war, aber er erdrückte diese und folgte ihr kurzerhand. Mit ein paar schnellen Handgriffen bugsierte der Marionettenspieler auf seinen Rücken. Dabei merkte er erst richtig, wie mager sie wirklich war. „Gut festhalten“, ermahnte er die Kleine. „Es kann sein, dass ich eine freie Hand brauche, wenn ich eine neue Marionette erschaffen muss.“ Er zeigte an Leone gewand mit dem Kopf Richtung Eingang/Ausgang. „Verschwinden wir und bringen erstmal soviel Distanz zwischen uns und dem Biest wie möglich.“ Im schnellen Tempo und langen Sätzen machte sich der Root-Nutzer daran, seine Aussage zu befolgen.

    „Dank mir bitte nicht“, murmelte Zanza und fühlte sich schuldig. „Ich fühle mich sowieso schon schlecht, dass ich Marika das antue.“ Der Wahrsager blickte entschuldigend in ihre Richtung.


    Grunzend verschränkte der Teufel die Arme, erleichtert darüber endlich mal eine Antwort bekommen zu haben, ohne dass jemand eine dumme Frage dazwischen warf. „War das jetzt wirklich so schwer mir eine klare Antwort zu geben?!“, knurrte er zwischen zusammengebissenen Zähnen, während er sich abwandte und auf seinen Beschwörer zu stapfte. Seine Gedanken zwang er auf das schmackhafte Fleisch auf dem Grill. Zwar konnte er wie der Wahrsager ihn bereits ermahnt hatte nicht schmecken, aber die Konsistenz erweckte Echos von Erinnerungen, die bereits seit langer Zeit vergangen waren.


    „Weißt du, wenn ich nicht schon längst durch meinen Tod und all die Zeit als herumschwirrende Seele verrückt geworden wäre, dann wäre ich heute in ernster Gefahr den Verstand zu verlieren“, beschwerte sich das Phantom schmatzend, die Reste einer Rippe im Mund. Sein Beschwörer hielt einen Teller mit weiteren Rippchen und Gemüse in den Händen (überstrichen mit neongrün-leuchtender Tinktur). Er schluckte und warf dem Teufel ein schiefes Lächeln zu. „Jup. Nicht ein sondern zwei Monster sind plötzlich hier, wo eigentlich unser Heiligtum gegen sie sein sollte und scheinen nun auch noch Verbündete von uns zu sein“, stimmte er halb amüsiert, halb ermüdet zu. Der Geist grummelte, immer noch nicht überzeugt. „Überlassen wir es am besten Alicia, den Rest aus zu handeln. Wer weiß, was noch passiert, wenn einem hier noch der Kragen platzt“, schlug Zanza nervös vor. Er sorgte sich wirklich um die geistige Gesundheit (oder was davon übrig war) von seinem Freund. Der Geflügelte besah ihn nur mit einem Seitenblick, bevor er mit einem imaginären Puffen verschwand. „Kein Grund zu schmollen“, murmelte der Kartenleger betrübt, während er seine Bitte an das Rad stellte und die goldene Spinne sich auf seinem Kopf platzierte.

    Die Welt taumelte als Ringo das Gleichgewicht verlor. Das Gebäude wackelte, erschüttert von einer Explosion in den untersten Stockwerken und verlor seine erdachte Strukur, als die oberen Beiden einkrachten. Hitze und Druck zogen über den Biologen, als er sich zu Boden warf, die Hände über dem Kopf. Trümmerstücke und Schutt krachten herunter, der Boden gab nach und Glas splitterte. Was fehlte waren die menschlichen Schreie. Doch der Grund kam schnell zu dem Rothaarigen, als es langsam ruhiger wurde und er aufblickte. Mit Entsetzen erkannte er, dass nicht viele überlebt hatten. Zu schnell verschieden, um zu schreien. Vorsichtig erhob er sich und tastete nach Verletzungen. Zwar zuckte der Root-Nutzer immer mal wieder zusammen, als er auf Prellungen stieß, aber fand nichts Schlimmes. Auch einer Gehirnerschütterung schien er entkommen zu sein.
    Neben ihm schienen auch die beiden Mädchen mit dem Schrecken davon gekommen zu sein. Und ein weiterer Schrecken sorgte dafür, dass er beide zu Boden drückte und hinter einem herabgefallenen Brocken Decke Schutz suchte. Denn gerade zog die lebende Explosion am Laden vorbei. Ein Rootdaemon in Form eines großen Wolfes mit flammenden Pelz war der offensichtliche Auslöser für das Chaos und schien immer noch nicht ganz fertig mit dem Ort zu sein. Vielleicht hatte er auch einfach nur Hunger. Leider hatte er wahrscheinlich Hunger.
    Ringo fluchte. Er befeuchtete seine vor Nervosität trockenen Lippen und legte eine Hand auf den Boden. „Hört zu, wir müssen hier weg. Ich sehe mal, ob ich es ablenken kann und dann versuchen wir so schnell wie möglich von hier weg zu kommen.“ Der Rothaarige hob die Hand wieder und zog damit Schicksalsfäden mit jedem seiner Finger. Mit einer Geste wie beim Marionettenspiel manipulierte er das Schicksal des Bodens und vor ihnen erhob sich langsam eine humanoide Gestalt. Bei etwas über 2m Größe stoppte der Vorgang und die Figur nahm etwas menschliche Züge an. 'Etwas' war das Stichwort hier, denn am Ende ähnelte das Ding eher einer Art Golem, dessen drei-fingrigen Hände und säulenartigen Beine ihn ganz schön plump wirken ließen. Auch der Kopf war nur angedeutet und bestand aus einer Erhebung, aus der zwei schwarze Augenhöhlen hervorstachen. Keine Schönheit, aber es würde hoffentlich genügen. Wieder bewegte Ringo die Finger und die Marionette hob die Arme in einer Kampfhaltung, bevor sie auf die Flammenbestie zu stapfte, um den ersten Schlag zu vollführen. „Jetzt ihr Beiden! Haut ab! Wer weiß wie lange ich für Ablenkung sorgen kann?! Sorgt euch nicht um mich, ich komme so schnell wie möglich nach.“

    "Es fühlt sich aber an, als hätte sich alles um mich verändert“, flüsterte Sera leise, dass keiner Außer Umbral ihre Worte verstehen konnte und selbst er musste sich vermutlich zu ihr herunterbeugen. Auf den Boden starrend sah sie, dass Kerrs Füße sich inzwischen entfernt hatten. Erneut ballte sie unter dem Mantel die schmalen Hände auf ihren Oberschenkeln zur Faust, dann begannen ihre Schultern leicht zu beben in dem verzweifelten Versuch, die Tränen zurückzuhalten, die ihr schon still die Wangen hinunter rannen. „Wenn mehr Zeit vergangen wäre… ich glaube dann wäre ich gestorben“, wisperte sie leise schluchzend, „Nachdem du gegangen bist Umbral…“ Sie schüttelte stumm den Kopf und erneut schüttelte ein stummes Schluchzen ihren kleinen Körper. „Es.. es wurde noch viel schlimmer… Am Ende fühlte ich mich nicht mehr, als wäre ich am Leben, sondern eine wandelnde Tote... die einfach keine Ruhe finden kann. Er… ich … ich glaube, wenn Kerr mich nicht gefunden hätte, dann… Ich war für Vater nutzlos geworden.“


    Umbral senkte den Kopf, sowohl um Sera besser zu verstehen, als auch wegen ihrer Worte. Er drückte ihre Schulter ein wenig fester, um sein Mitgefühl auszudrücken. Mitgefühl, aber keine Reue. Er hatte zu der Zeit genug eigene Probleme in seinen Gedanken, sodass er nicht einfach in der Stadt hätte bleiben können, um ihr beizustehen. Auch wenn diese Entscheidung einen Anteil am Leid de Kristallsmädchens hatte, bereute er sie nicht. Allerdings war es eine Ironie, dass ihrer beider Schmerz durch ihr väterliches Elternteil verursacht wurde. „Vater? Ist es ein Brauch? Also du auch?“, murmelte der Schlangenmensch sardonisch. „Ob es das Schicksal witzig fand, so eine Gemeinsamkeit zwischen uns zu werfen? Nun, so etwas zu sagen, wie `es wird alles wieder gut` würde wohl anhand der momentanen Situation die Ungläubigkeit schärfen.“ Der Magier hielt inne und schluckte den Schwall von Gefühlen herunter, die in ihm bei der Erinnerung an seinen eigenen Vater hochkamen. Genauso wie den gereizten Ton, der mit ihnen mitschwang. Sachlich und ruhig fuhr er fort. „Aber im Moment spielt die Vergangenheit keine Rolle, denn wenn wir nicht aufpassen, sind wir Geschichte. Keine Sorge, Bodyguard zu spielen ist zwar nicht mein stärkster Punkt aber habe dabei auch nicht die schwächsten Testberichte. Soweit es mir möglich ist, bleibt eins meiner Augen auf dir dreist.“


    Das Mädchen nickte leicht und zog etwas die Schultern hoch. „Ja er ist mein Vater, auch, wenn er mir strickt verboten hatte, dies auszusprechen“, flüsterte sie leise, während sie sich anschickte ihre Gefühle wieder unter Kontrolle zu bringen. Es würde alles nur viel schlimmer machen, wenn sie jetzt von ihrer Vergangenheit übermannt werden würde, auch, wenn es gut tat, mit jemanden reden zu können. So leerte sie ihren Kopf, verdrängte ihren Schmerz. Als sie die Augen unter der langen Kapuze wieder öffnete, lag das sanfte, maskenhafte Lächeln, welches sie Jahrelang getragen hatte, wieder auf ihrem Gesicht. Dies hörte man auch ihrer Stimme an, als sie Umbral antwortete: „Du hast recht, wir haben jetzt keine Zeit für Vergangenes. Verzeih, dass ich dich damit belangt habe.“ Sein Versprechen, sie zu beschützen, ließ sie jedoch kurz schaudern. „Ich will niemanden eine Last sein“, meinte sie etwas leiser und senkte den Kopf etwas weiter, „Bitte, bring dich nicht in Gefahr, weil du auf mich achten willst.“ Der Rebellenanführer verkündete inzwischen den baldigen Aufbruch und das Kristallmädchen zuckte zusammen. Sie wusste nicht, welcher Gruppe sie sich anschließen würde, da sie einfach Kerr folgen würde, aber ihr war nicht entgangen, dass Rac sie indirekt dazu aufgefordert hatte, als nicht Rebellen alle die Vorhut zu bilden.


    „Nutze nicht dieses Verhalten mit mir, oder ich muss einen über die Rübe ziehen dir“, mahnte der Schlangenmagier ernst, als Sera die Züge einer lebendigen Puppe annahm, heißt ihr Verhalten unter der Aufsicht ihres Vaters, wie er nun gelernt hatte. „Gewohnheiten sind nur schwer abzulegen und Verhaltensweisen nur schwer beiseite zu fegen. Aber hier in Beisein eines Freundes und ohne falschen Vormund, tue deine eigene Persönlichkeit ruhig kund. Angst und Furcht sind nur normal. Sich von ihnen beherrschen zu lassen ist allerdings fatal. Sie aber einfach nur zu verdrängen ist genauso schlecht. Vergrabe sie daher nicht zu tief im emotionalen Geflecht.“
    Umbral kicherte bitter. Offenbar hatte das Kristallmädchen eine kleinere falsche Vorstellung. „Ein Missverständnis so erscheint es mir. Ein zu nobles Bild von mir ist in dir“, meinte er sardonisch. „Sera, ich werde kein Blatt vor den Mund nehmen und die eine ehrliche Antwort geben: ich bin kein Held, der sich für andere opfert, kein Märtyrer dessen Tod das Schicksal töpfert. Dein Wohl liegt mir am Herzen, dass ist war, aber die Grenze ist ebenfalls ganz klar. Mein eigenes Ergehen ist mir das Wichtigste, dass sag ich ohne Scham. Kein Heldentum, keine Selbstlosigkeit, kein großes Denken an Fremde, kümmere ich mich lieber um meines eigenen Leben's Farm.“ Nachdem er diese Worte ausgesprochen hatte, zuckte eine Grimasse über seine Züge, als er eine Beobachtung machte. „Das scheine ich mit deinem Gefährten gleich zu haben. Ein Gedanke, der mir verdirbt den Magen.“ Umbral schüttelte den Kopf. Wie Seraphine an den geraten war, war ihm ein Rätsel. Er schien nicht der Typ, einfach anderen zu helfen. An den einen Grund wollte er lieber nicht denken. Hm, wie er es wohl geschafft hatte, das Kristallmädchen von ihrem Vater weg zu bekommen. Eigentlich hätte er doch als ihr Meister... Die Augen des Schlangenmenschen schossen weit auf. Er musste sich davon abhalten, seinen Griff auf ihrer Schulter nicht scherzhaft werden zu lassen. „Sera...“, begann er todernst. „...ist dieser widerliche Schleimball, diese Insekt Kerr, dein neuer Meister seit diesem Fall? Antwort bitte ehrlich, so sehr es dir ist möglich.“


    Sie zuckte zusammen und zog erneut die Schultern hoch, als würde sie versuchen den Kopf zwischen ihnen zu verstecken, während sie gleichzeitig den Blick abwand. Umbrals Schelte auf ihren maskenhaften Blick hatte sie nicht kommen sehen. Also versteckte sie das Gesicht noch mehr unter der Kapuze. Das Lächeln des Kristallmädchen zeigte aber deutlich etwas Erleichterung, als der Schlangenmann verkündete, er wäre zu eigennützig, um wegen ihr sich selbst in Gefahr zu bringen. Tatsächlich beruhigte es sie etwas, da sie ihm glaubte. Jemanden zu verletzen und sei es nur indirekt, weil dieser sie beschützt hatte, war wohl das schlimmste, was sie sich vorstellen konnte zu tun. Es lastete ja noch immer auf ihr, dass Krähe und Kata bei ihrer Suche nach Freyr verletzt worden waren.


    Als die Stimme des Schlangenmenschens erneut erklang, dieses Mal aber in einem Ton, der ihr einen kalten Schauer über den rücken jagte, zuckte sie erneut zusammen. Doch, was er sagte, versetzte sie regelrecht in Panik und ihr Puls beschleunigte sich. Erneut verkrampfte sich unter dem Umhang versteckt ihr zierlicher Körper und ihre Händchen ballten sich zu Fäusten. „Umbral…“ murmelte sie stockend und mit kaum verständlicher Lautstärke, „Was ..? Was redest ... du da? … Ich … weiß gar nicht, … was du meinst.“ Sonderlich überzeugend klang dies definitiv nicht und ihr Gesicht spiegelte blanke Angst wieder. Sie war nun über den Umhang mit der weiten Kapuze zu tiefst dankbar und hoffte, Umbral würde sich nicht zu ihr herunterbeugen. Woher? Woher wusste der Schlangenmann davon, was sie noch bis vor kurzem für ihren eigenen Vater gewesen war? Und wenn er je davon erfuhr, er würde sie umbringen, oder ihr schlimme Dinge antun, dessen war sie sich sicher. Niemand, absolut niemand durfte davon erfahren.


    Der Schlangenmagier grunzte und zog eine Grimasse. So wie das Kristallmädchen unter seinen Fingern zuckte und verkrampfte war Antwort genug. Innerlich fluchte er, dass er es nicht schon früher darauf gekommen war. Sera ohne ihren besitzergreifenden Vater, in Begleitung eines anderen Mannes, mit einer so offensichtlichen Persönlichkeit? Ja, da gab es nur wenige Möglichkeiten und keine davon wirklich vor zu ziehen. „Falls deine Frage eher ist 'Woher?', dann versuch es nicht zu verstecken mehr“, erwiderte Umbral nebenher, während sich bereits Abläufe in seinem Kopf abbildeten. „Es war nicht allzu schwer mit mehreren Anzeichen, zum Beispiel wenn Lügen aus Willen und Lügen aus magischen Zwang abzeichnen. Dann war der Blick deines alten Meisters, mit dem er mich musterte, die paar Male die wir uns trafen. Den zu interpretieren und zu den Maßnahmen für Sicherung zu springen war nicht schwer zu entlarven. Und mittlerweile gehört das Verhalten von Menschen zu lesen zu meinem Beruf, wenn ich das nicht könnt schlägt es mir auf den Ruf. So noch einmal für das Protokoll einerlei. Sag Sera: Bist du frei?“


    Sie zitterte. Ihr kleiner Körper zitterte wie Espenlaub und Kalter Schweiß lief ihr über Gesicht und Rücken. Wieso? Wieso musste Umbral das unbedingt aussprechen? Ihr war es klar gewesen, dass er damals von ihrer Situation gewusst hatte, doch warum konnte er sich nicht einfach seinen Teil denken? Tränen rannen ihr über das zarte Porzelangesicht und sie war froh, dass der lange Umhang alles verdeckte. „Umbral…“, flüsterte sie schwach, ohne ihm direkt zu antworten, jedoch konnte sie nicht verhindern, dass man die Tränen in ihrer Stimme hören konnte, „bitte, hör auf.“ Antworten konnte sie ihm nicht. Wieso nur…? Wieso musste er so etwas nur sagen?
    „Kerr hat mich gerettet, als mein Vater mich im Wald aus Eis ausgesetzt hat. Ohne ihn wäre ich erfroren“, widerholte sie erneut und versuchte vergeblich die nasse Flut unter Kontrolle zu bringen.


    Schrecken durchfuhr sie, als sie plötzlich eine weitere Hand auf die Schulter gelegt bekam. Kurz nur, wie im Vorbeigehen und doch Besitz ergreifend und eindeutig. Sie brauchte seine Stimme gar nicht, die sie anwies, mit ihm zu kommen, um zu wissen, dass er es war. Panik wallte in ihr auf. Wie viel hatte er mitbekommen? Innerlich wand sie sich und hätte am liebsten Umbral einen hilfesuchenden Blick zugeworfen, doch sie entwich nur schnell dem Griff des Schlangenmenschen und eilte artig mit gesenktem Kopf dem Rothaarigen hinterher, darauf hoffend, dass niemand ihre Tränen sehen und die lange Kapuze ihr Gesicht genug verbergen würde.


    OT: 2.Teil des Partnerposts mit @Sheewa.

    Sie meinte es wäre alles in Ordnung, aber das konnte Ringo nur schwer glauben. Gerade ihr Aufzug sollte dann eine klare Aussage geben. Der Biologe runzelte die Stirn. Was dem Mädchen wohl widerfahren war? 'Ihr geistiger Zustand könnte durchaus durcheinander sein. Kommt sie vielleicht tatsächlich aus einer entsprechenden Institution? Möglicherweise ist das auch der Grund für die Verwechslung. Allerdings hat sie auch schnell eingesehen, dass sie unrecht hatte, also hat sie immer noch Teil an der Realität' überlegte er und strich sich über seine Bartstoppeln am Kinn. Mit einem entschlossenen Ausdruck machte er einen Schritt auf sie zu und legte ihr erneut eine Hand auf die Schulter. „Ich möchte wirklich nicht aufdringlich sein, aber ich kann das wirklich nicht...“
    Erschrocken wich der Rothaarige zurück und blickte überrascht auf seine rechte Hand hinunter, die sein Stigma weit sichtbar zeigte. In einem unbewussten Versuch das Mädchen vom Weglaufen zu hindern, hatte er wohl seinen Root durch seine rechte Hand wirken lassen. Allerdings ohne Wirkung, wie er dann realisiert. „Cruel Strings...funktioniert nicht?“, murmelte er durch den Wind. Sofort verschwand der entgeisterte Ausdruck von seinem Gesicht und ein tief nachdenklicher nahm seinen Platz ein. Das wahnsinnige Funkeln war deutlich sichtbar in seinen Augen. „Könnte sie die Schicksalsfäden vor der Bildung durcheinander gebracht haben? Nein, so schnell sollte man keinen Root einsetzen können und gerade mit direktem Kontakt wäre es nicht möglich. Ist ihr Schicksal zu flüchtig? Nein, auch nicht. Es fühlt sich falsch an. Nicht wie Pudding oder Gelatine, sondern eher...eine Wand. Aber das heißt......Immunität?!“, war das wilde Gemurmel des Biologen, während er den Vorfall im Kopf durchging. Mit seiner Erkenntnis sah er das Mädchen mit weiten Augen an. „Unglaublich. Eine Layer 0 Root-Nutzerin. Eine menschliche Nutzerin... “ Tausend und ein Gedanke flogen in seinem Kopf umher. Er musste forschen, untersuchen...Schneiden...Referenzen....Er brauchte etwas zum notieren...Ihr Innenleben untersuchen. „Nein, nein, nein. Vollkommen falscher Ansatz. Das könnte den Root gefährden. Eine einmalige Gelegenheit, nichts überstürzen, nichts überstürzen. Beobachtung. Beobachtung kommt zuerst“, murmelte er vor sich hin, während er in seine Tasche grif, um dem Mädchen mit dem CDs eine leere zu reichen.

    Ringo setzte ein nervöses Lächeln auf, als genau das passierte, was er eigentlich hatte verhindern wollen. Ihrem Kommentar nach passierte dies auch öfter. 'Ahm?' war das Einzige, was er dazu denken konnte. Dieses Phänomen war selbst für einen Root-Nutzer wie ihm bizarr. Nichtmal Neugier sprang auf bei der Möglichkeit, dass jemand wirklich so ungeschikct war. Also ignorierte der Rothaarige jegliche Gedanken in dieser Richtung und stellte einfach seine zwei Taschen ab, um dem Mädchen zu helfen die verteilten CDs auf zu sammeln. Dies erwies sich jedoch als Herausforderung, da sich ein kleiner Zusatz um seine Hüfte wickelte. Dank jahrelang geschultem Instinkt, entwickelt dank seiner Schwestern, erwiderte der Biologe die Umarmung, bevor er überhaupt irgendetwas verarbeitet hatte. Als sein Hirn mit einem beinahe physischen Klicken endlich nachkam, blickt er auf einen zweiten Rotschopf nieder. Sein erster Gedanke war, wie dürr der Körper in seinen Armen war. Mit dem Zweiten blitze es in seinen Augen auf, als er überlegte, wie er die Situation nutzen konnte. Schließlich verpufften beide dieser Gedanken, als ihm der Dritte kam. Mit einem sorgenvollen Lächeln löste der Root-Nutzer sich aus der Umarmung und legte ihr die Hände auf die Schultern. „Ich fürchte du verwechselst mich“, sagte er und versuchte tröstend zu klingen. „Ist alles in Ordnung? Brauchst du Hilfe?“

    Sasami aus Schatten der Zwietracht


    Sasami hielt in der Betrachtung ihrer neuen Gestalt inne und blickte zu dem jungen Mann hinunter, den sie mehr oder weniger indirekt angesprochen hatte. „In der Tat und ich versteh nicht so ganz, warum sich alle hier so aufregen“, kicherte die Magierin leise. „Es ist doch alles nur temporär. Eine neue Erfahrung, die zum Lernen einlädt. Während es ziemlich überraschend ist, warum soll es eine so schreckliche Situation sein?“ Doch anscheinend hat sie die Aufmerksamkeit bereits verloren. Genervt mit in Falten gezogener Stirn blickte sie den jungen Mann namens Serena, wie er sich vorher einem anderen Kerl vorgestellt hatte. Die Gedankenfresserin hasste es, wenn man sie unterbrach, oder man ihr nicht zuhörte. Für einen Moment ging sie die Runen durch, die sie zur Verfügung hatte, um ihm eine Lektion zu erteilen, während er gerade offenbar jemand Bekannten entdeckt hatte.
    'Moment' stoppte sie sich, bei dem Gedanken. 'Kann ich überhaupt Magie in dieser Gestalt verwenden?' Nun, es war eigentlich nicht ihr Stil, aber in diesem Fall half wohl nur probieren über studieren. Sie betrachtete ihre Knochenhand und konzentrierte sich. Zumindest fühlte es sich so an, als wäre alles in Ordnung, als sich mehr Energie in ihren Muskeln ansammelte, als eigentlich möglich sein sollte. Da regnende Galssplitter ziemlich ungemütlich waren, ging sie stattdessen auf ein Knie nieder, atmete tief ein und aus und schlug dann hart auf den Boden. Mit einem lauten Krachen gab der Marmor nach und neben zahlreichen Rissen entstand ein kleiner Krater. Mit einem zufriedenen Lächeln erhob sich Sasami und schüttelte ihre rechte keinen Deut schmerzende Hand. „Hoh, anscheinend ist alles mit meiner Magie in Ordnung“, bestätigte sie sich nochmal verbal. „Das ist gut. Hätte vielleicht ungemütlich werden können, wenn ich hungrig geworden wäre und...Hm?“ Die Blonde wurde abgelenkt, als der beschädigte Boden sich in Sekundenbruchteilen von selbst reparierte. „Oh, wie interessant. Eine Art von Magie? Wäre nützlich herauszufinden, wie sie funktioniert.“

    Sasami aus Schatten der Zwietracht


    Es knackte mehrmals laut, als er seine überzähligen Knochen mit seinen Bewegungen mitzog. Sasami stöhnte, als das helle Licht der Umgebung ihn aus seiner ungewollten Bewusstlosigkeit riss. Eine knöchernde Hand rieb sein freies Auge, bis Gold und Silber sich an die Helligkeit gewöhnt hatten. Leider war dies mit dem andern nicht möglich, aber auch nicht nötig, da ein Knochenstück vor diesem die grellsten Strahlen abhielt. Kratzend traf Knochen auf Mauer, als er sich vom Boden aufsetzte und schließlich sich zu seiner beachtlichen Größe von etwa 2, 30m aufrichtete. Der Gaikotsu hielt sich eine Hand an die schmerzende Stirn und versuchte einen Gedanken zu fassen, der sich nicht um das Pochen drehte, oder eine Erinnerung, die ihm Aufschluss gab, was eigentlich passiert war. Währenddessen versuchte sein Körper sein Gleichgewicht zu finden, welches merkwürdig verschoben schien. 'Sind wir angegriffen worden? Hat ein Zauber uns niedergerungen?' waren zwei der ersten Fragen, die der Gedankenmagier sich stellte, als die Schmerzen sich klärten. Dies war auch der Moment, in dem er die Umgebung genauer unter die Lupe nahm. Es war eine Art seltsamer Raum mit einem Boden aus Marmor und einer Decke zu weit oben, um sie zu erkennen. Wenn sie überhaupt vorhanden war. Die Wände schienen aus großen Spiegeln zu bestehen, auch wenn er zu weit weg war, um sein Spiegelbild zu sehen. 'Ob dieser Raum wohl mit einer besonderen Magie errichtet wurde? Es scheint offensichtlich' ging es ihm durch de Kopf. Auf dem Boden um ihn herum lagen andere Opfer derselben Umstände wie er selbst, die meisten wohl Menschen. Sasami legte eine Hand an sein Kinn und versuchte noch einmal sich daran zu erinnern, was eigentlich passiert war, musste aber seufzend aufgeben. „Was für eine Ironie, dass ausgerechnet ich mich nicht erinnern kann“, kam es als Reaktion auf seine Gedanken. Der Blonde merkte auf. Das waren die Worte, die er gedacht hatte, aber nichts seine Stimme. Doch bevor er seine Stimmbänder erneut einem Test unterstellen konnte, hallte ein Schrei durch den Raum. Genervt blickte der Gaikotsu zu einem jungen Mann hinüber, der vor einem Spiegel zusammengesunken war, wobei er sich die schmerzenden Ohren rieb. Sonstige Aufmerksamkeit ging jedoch an die Säule, an der eine Art Schild befestigt war.
    Nachdem Sasami den Inhalt gelesen hatte, hob er eine Augenbraue, als sich eine Ahnung in ihm breit machte. „Kann es sein?“, fragte der Gaikotsu niemanden und sah sich zu dem Mann um, der gebrüllt hatte. Wieder war ihm seine eigene Stimme fremd. Ein sarkastisches Lächeln machte sich auf dem Gesicht des Gedankenmagiers breit. Und es wurde immer breiter, je näher er der Spiegelwand kam und je mehr er von seinem Spiegelbild sah. Schließlich lache er, als er direkt davor stand und stemmte eine Hand in seine neue Hüfte.



    Ein silbernes Auge blickte ihm entgegen. Das andere wurde von einer weißen Knochenplatte verdeckt, die aussah als wäre eine Substanz bei dem Versuch sein Gesicht zu bedecken bei der Hälfte festgefroren. Das blonde Haar hatte ein wenig an Länge gewonnen, bleib aber dennoch recht kurz, wie es für seine Rasse üblich war. Die schmale Nase und die vollen Lippen waren nur halb zu sehen, dennoch verliehen sie dadurch dem herzförmigen Gesicht einen merkwürdig mysteriösen Charme. Ihr Körper war noch zierlicher als der sowieso schon schlanke Sasami, aber mit drahtigen Muskeln, die gerade am Oberkörper gut zu sehen waren, da sie nur eine Weste trug. Eine Knochenstruktur zog sich über ihre Wirbelsäule vom Anfang der Rippen bis zum oberen Ende ihres Halses, sowie über ihre Arme. Von diesen 'externen Wirbelsäulen' zogen sich rippenartige Gebilde um Brustkorb und Extremitäten . Selbst ihre Knochenhände waren eleganter und....weiblicher. Im Gegensatz zu Sasami verdeckte ihre Knochenstruktur ihre Brust, sie bildete eine Art BH für ihre Oberweite, die zwar kein Modelstandard war, aber dennoch ein paar Blicke nach sich ziehen dürfte. Die Kette des Gedankenmagiers war um ihre Hüfte gewickelt wie ein Gürtel um eine braune weite Hose , während am Ende dieser zwei schwarze Stiefel mit Stahlkappen den Look beendeten. Woran sich überhaupt nichts verändert hatte war ihre Größe, mit der sie die meisten Menschen überragte.



    Die Magierin legte den Kopf schief, als sie ihre Gestalt betrachtete. „Yare, yare. Ich kann den Grund für diese Situation nicht ganz nachvollziehen, aber es sollten interessante Erinnerungen dabei rauskommen“, dachte sie laut und begann, sich eingehender zu betrachten. Ihr Blick wanderte zu dem zusammengesackten jungen Mann. Kopfschüttelnd zuckte sie mit den Schultern. „Menschen. Immer so empfindlich. Regt euch doch nicht so auf.“



    OT: Oh je, oh je, ich hoffe ich gelte jetzt nicht als Spielverderber. Aber als ich darüber nachgedacht hatte, schien mir einfach keiner meiner Charas so wirklich wie jemand, der in dieser Situation wirklich ausflippt. Außer vielleicht Aeon (ehem. Kanto) oder Zanza (Erleuchtet). Allerdings würde mir das für letzteren einfach viel zu Leid tun und bei ersteren gibt es schon ein paar Pkmn-Trainer. Auch denke ich, ein wenig Abwechslung ist nicht schlecht.