Rockys erster Fall - Legends of Dark [nicht löschen]

  • Sodala, hier bin ich wieder. Mit einer neuen FS, versteht sich...


    Die Story
    Diese Geschichte spielt eigendlich in allen Pokèmon-Regionen, plus ein paar, die ich selbst erfunden habe...


    Es steht schlecht um die Pokèmon-Welt: Es gibt immer weniger Trainer, die sich allesamt in Sinnoh versammeln, dafür gibt es immer mehr Kriminelle. Umweltverschmutzug wurde ein immer größeres Problem, die ersten Pokemon-Arten fangen an, auszusterben und überfälle durch Organisationen, die die Welt erobern wollen, sind quasi an der Tagesordnung...
    Eines Herbstes kommt dann ein neues Problem hinzu: Immer mehr wichtige Personen der Pokemon-Welt verschwinden - besser gesagt, werden sie entführt. Die Chefin der Polizei muss handeln, sie stellt ein Team von Polizisten auf, die sich auf die Suche nach den Vermissten begeben...


    Weitere Informationen
    Die Geschichte spielt in der Pokemonwelt, wie wir sie kennen - mit ein paar änderungen:
    -Team Aqua und Magma gibt es wieder
    -dafür aber Ash nicht - naja, jedenfalls hat er bis jetzt noch nichts weiter wichtiges vollbracht
    -Das Team Rocket (Jessie, James, Mauzi) verfolgt demnach nicht Ash sondern quasi jeden mit vielversprechenden Pokemon...
    -Da es unklar ist, ob "Rocky" eigendlich Rockys (*lach*) vor oder Nachname ist, ist er jetzt einfach mal ihr Nachname. Ihr glaubt ja gar nicht, wie ätzend es sonst ist, wenn 2 Rockys Telefonieren...


    Die Charas












    Die Städte
    LaRoo: Metropole in der Hoenn-Region. Größte Stadt der Hoenn-Region: Über 1 Mio. Einwohner
    Lavendia City: Ehemals eine blühende Stadt in Kanto, jetzt eine Geisterstadt mit 17 Einwohnern
    Midnight Town: Eine sehr kleine Stadt (jah, eher ein Dorf) in der Imana-Region. c.a. 1.000 Einwohner.


    Die Regionen
    Kanto: Region mit Starken Bevölkerungsabgang. Pokèmonliga existiert.
    Johto: Region mit recht wenig Einwohnern. Pokemonliga existiert.
    Hoenn: Die Region, die vom Bevölkerungsabgang am wenigsten betroffen ist. Pokemonliga existiert.
    Sinoh: Region mit starker überbevölkerung. Pokemonliga existiert.
    Fiore: recht kleine Region, in der es sehr wenige Trainer gibt. Keine Pokemonliga.
    Almia: etwas größer als Fiore, fast keine Trainer, wenige Einwohner. Keine Pokemonliga.
    Imana: große, sehr bevölkerungsarme Region, die von Bergen geprägt ist. Pokemonliga existiert.


    Und noch was: Wer per PN benachrichtigt werden will, braucht das nur zu sagen!



    Chapter one: Lavendia – die Geisterstadt



    ~Lavendia City, Kanto, Vier Uhr Morgens~


    Es war ein düsterer, kalter Morgen in Lavendia. Der Wind pfiff um die verlassenen Häuser.
    Die kaputte Kirchenglocke schepperte 4 Uhr.
    Auf der Polizeistation, in Jennifer Rockys Schlafzimmer, klingelte ein Wecker.
    „Noch 5 Minuten…“, murmelte die junge Polizistin verschlafen, doch ihr Fukano sprang auf ihren Bauch und leckte ihr Gesicht ab. „Guten Morgen, du alte Nervensäge…“, gähnte Jenny.
    Fukano hechelte vergnügt und schob mit seiner Pfote eine leicht angebissene Zeitung zu ihr hin.
    „Oh, danke mein kleines, gut gemacht. Braves Fukano.“, lachend wuschelte die Polizistin ihrem kleinen Freund durchs Fell.
    Dann stutzte sie. „Du, Fukano… Du wolltest doch heute eigentlich Schwester Joy helfen, oder?“
    Fukano schien sich an etwas zu erinnern, bellte kurz auf und zog Jenny anschließend am Ärmel ihres Nachthemdes aus dem Bett.
    „Fukano, was hastdu denn? Ist was passiert?“, fragte diese erschrocken. Fukano bellte wieder undschleifte sein Frauchen quer durch die Polizeistation, hinaus auf die Straße.
    Nun ja, falls man dieses, kaum noch befahrbare, irgendwas überhaupt noch Straßenennen konnte: Das Ding war schlaglochübersät, die größeren Löcher waren zuriesigen Pfützen geworden.
    Fukano ließ endlich Jennys Ärmel los und rannte weiter, Jenny hinterher, immer noch im Nachthemd und mit Hausschuhen. Als ihr kleiner Freund schließlich das Pokemoncenter ansteuerte, befiel sie eine böse Vorahnung.
    Die sich bald auch bestätigen sollte: Als sie das Gebäude betrat, wurde sie zuallererst von einem total hektischen Chaneira umgerannt. Keine Schwester Joy war zu sehen… Komisch, die war um diese Zeit normalerweise schon hellwach…
    Langsam machte sich Officer Rocky wirklich sorgen… „Schwester Joy?“, rief sie. „Hey! Irgendwer hier?“ Chaneira schüttelte traurig den Kopf. „Chachacha… neichra cha…“, machte es. „Fuuu!“, fügte Fukano hinzu. „Ist Schwester Joy weg?“, fragte Rocky. Chaneira nickte. „Wurde sie entführt?“, fragte sie nach kurzem überlegen weiter.
    Chaneira nickte wieder. Kurz stieg Panik in Jenny hoch, sie schloss kurz die Augen und atmete tief durch.
    „Na schön“, sagte sie anschließend, „war der Entführer jemand aus dem Dorf?“ Chaneira sagte bedauernd „Neiraneira.“ „Ah ja. Du hast also keine Ahnung.“, folgerte Rocky. „Neira…“, nickte das Pokemon bedauernd.


    ~8 Stunden später, Lavendia, Kanto~
    Officer Rocky saß an ihrem Schreibtisch, sie war total verzweifelt. Stunde um Stunde hatte sie nach Zeugen, Fingerabdrücken, DNA-Spuren und ähnlichem gesucht – und auch noch alleine, da sie die einzige Polizistin in Lavendia war… Nur… Es waren kaum Spuren einer Entführung zu sehen gewesen, nur Joys Büro war verwüstet, ein Stuhl umgekippt und sämtliche Papiere durcheinandergewirbelt worden.
    Aber nirgendwo DNA-Spuren oder Fingerabdrücke… Seufzend erkannte sie, dass in diesem Fall wohl ein Anruf bei der Chefin ratsam wäre… Und nun saß sie da, vor dem altmodischen, dunkelgrünen Bildtelefon mit Wählscheibe, die zu allem Überfluss auch noch klemmte, und wünschte sich, sie wäre Stewardess geworden…
    Aber da half nichts, sie war nun mal keine Stewardess und deshalb musste sie sich auch endlich dazu durchringen, diesen Telefonhörer abzuheben, diese Nummer zu wählen und mit der Chefin über die Entführung zu sprechen… Gesagt, getan…


    ~selbe Zeit, LaRoo City, Hoenn~
    Das Telefon klingelte. ‚Oh nein, nicht schon wieder…‘, dachte sich die Chefin der Polizei entnervt. Für einen kurzen
    Moment war sie nahe dran, das Telefon einfach klingeln zu lassen, aber das durfte sie nicht. Was, wenn es ein Notfall wäre? Entnervt nahm sie den Hörer ab. „Hier Officer Rocky aus LaRoo City…“, seufzte sie. „Hallo, hier ist Officer Rocky aus Lavendia City!“, ertönte es knackend aus dem Telefonhörer, dann schaltete sich auch das Bild ein, ruckelnd zwar, aber immerhin etwas. „Momentchen …“, nuschelte die Chefin und kramte eine Landkarte hervor, auf der sie erst mal Lavendia suchte. Und fand… „Okay! Also, was gibt’s?“ Jenny war ernsthaft beleidigt, was ihrer
    Chefin nicht entging. „Also bitte!“, verteidigte sie sich, „sie können von mir nicht erwarten, dass ich jedes 15-Einwohner-Dorf auf der Erde kenne…“
    „Siebzehn Einwohner… „, verbesserte Rocky leise.
    „Nun… Haben Sie auch einen Grund, warum Sie anrufen?“, fragte die Polizeichefin.
    Jenny nickte. „Ja, es gibt Probleme und zwar ganz massive… Schwester Joy, aus Lavendia, wurde entführt. Und das schlimme daran: Es gibt… nichts! Keine Verdächtigen, keine Zeugen. Und erst recht keine Fingerabdrücke, DNA-Spuren, Kleidungsfusseln oder ähnliches…
    Nur ein Zimmer wies Spuren einer Entführung auf. Um mal ganz ehrlich zu sein: ich bin völlig ratlos! Und jetzt wollte ich eben mal wissen, ob Sie in der letzten Zeit irgendetwas Außergewöhnliches bemerkt haben, was irgendwie nützlich sein könnte.“ „Oh, ich nicht, aber vielleicht kann Justina helfen… Kennen Sie sie?“
    „Justina? Bei der hab ich meine Ausbildung absolviert…“ „Na dann… Ich schalte Sie auf Konferenzschaltung…“, die Polizeichefin lächelte
    matt, diese Polizistin war eine von 15 Leuten, die die Ausbildung bei Justina überstanden hatten, ohne vorher entnervt zu kündigen. Warum? Nun ja… Der Bildschirm teilte sich, auf der anderen Bildschirmhälfte erschien eine schlanke
    junge Frau mit mittellangen, glatten, bonbonrosa Haaren und hellbraunen Augen. Sie hatte die Füße auf ihren Schreibtisch gelegt, das Telefon auf
    Freisprechfunktion geschaltet, futterte Kekse und spielte Minesweeper. „Hi Chefin! Hi, Jenny!“, grinste sie. „Guten Morgen Justina…“, seufzten
    die beiden Polizistinnen im Chor. Die Polizeichefin bereute es schon jetzt, jemals Justinas Nummer gewählt zu haben… „Justina, wir brauchen Deine Hilfe…“
    „Immer gern doch! Worum geht’s? Gibt’s Probleme?“ „Ja.“, sagte die Chefin knapp, „Eine Entführung. Die Vorgehensweise legt nahe, dass der Entführer kein normaler Verbrecher war. Haben Sie in der letzten Zeit irgendwelche Hinweise auf ein unbekanntes Verbrecherteam oder so etwas aufgeschnappt?“ Justina überlegte. „Hm… ja“, sagte sie anschließed. Die beiden Rockys starrten
    verblüfft den Bildschirm an. „Echt? Was denn?“, fragte Rocky.
    „Nun, auf einem Kontrollflug gestern Abend habe ich etwas recht interessantes entdeckt. Überm Neheva-Gebirge, Imana-Region haben meine Sensoren eine Anomalie registriert.“
    „Und wie äußerte sich besagte Anomalie?“, fragte die Polizeichefin. „In… Nichts!“, entgegnete Justina. „Nichts???“, fragten ihre Kolleginen verblüfft.
    Justina grinste. „In vollkommenen Nichts, jedenfalls den Sensoren nach zu Urteilen. Ich hielt das für einen Fehler, also habe ich mein Iksbat mit einem externen Sensorensysthem ausgerüstet und runtergeschickt. Es ist nicht bis zum Boden gekommen, starke Winde haben es daran gehindert, sie umschließen diese Stelle wie eine Kuppel. Aber die Daten, die die Sensoren gesendet haben, waren auch so interessant genug: Sie ließen auf eine starke Raum-Zeit-Anomalie schließen, die für eine Auskopplung des betroffenen Gebietes aus dem Raum-zeit-Kontinuum sorgte, was für die entstehung eines neues Kontinuums gesorgt hat, in dem vermutlich sogar eigene Physikalische Gesetze herrschen.“
    „Und was heißt das?“, fragten Justinas Kolleginnen im Chor. Justina seufzte. „das heißt, dass sich vermutlich ein paralelluniversum im kleinformat gebildet hat. Der perfekte Ort, um sachen zu verstecken… Aber eine solche verzerrung von Raum und Zeit zu erreichen ist beinahe unmöglich, also müsste der verursacher dieser Anomalie über enorm hochentwickelte technik verfügen oder übernatürliche Fähigkeiten haben…“, erklärte sie, genervt vom Unwissen ihrer Kolleginnen. „Und sie sind sich sicher, dass das was mit Schwester Joys verschwinden zu tun hat?“, fragte die Polizeichefin. „Ziemlich. Um ganz sicher zu sein, müsste ich ein paar Messungen in diesem Pokemoncenter vornehmen und mir die Sache mal anschauen, aber nach fast einem halben Tag bringts das nicht mehr, fürchte ich…“ Plötzlich klingelte ein Handy, woraufhin die beiden Rockys ihre Taschen durchwühlten. „Ein bisschen mehr Individualität was den Handyklingelton angeht, wäre vielleicht auch nicht schlecht“, lachte Justina, woraufhin sie von ihren Kolleginnen böse angefunkelt wurde. Die Polizeichefin wühlte schließlich ihr Handy hervor und hob ab. Es folgte ein kurzes telefongespräch, während dem die Polizeichefin immer blasser wurde. „O… okay, ich werde mich umgehend darum kümmern…“, stammelte sie schließlich. „Was ist denn los?“, fragte Justina.
    „Professor Eich wurde entführt…“, sagte die Polizeichefin tonlos.

    ~Coming soon~

    10 Mal editiert, zuletzt von Guardevoir () aus folgendem Grund: Personenbeschreibungen updaten, Tags hinzufügen... /Was bei der Charabeschreibung vergessen

  • also ich bin dannn ja wohl der erste.... :)


    ich finde du hast dir eine sehr gute umgebung überlegt...also ich meine damit du hast dir die entwicklung unserer pokemonregionen sehr gut überlegt und auch reell und glaubhaft dargestellt...mir gefällt die Idee mit dem Raum-Zeit-kontinuum sehr...doch es könnte auch etwas übertrieben und aufgesetzt wirken...deine geschichte klingt spannend und viel versprechend...dein schreibstil ist gut und du kannst die gefühle der personen sehr genau darstellen...
    rechtschreibfehler konnte ich nicht entdecken...nur hast du ab und zu leerzeichen vergessen und wörter klein geschrieben obwohl diese groß geschrieben hätten sein müssen...

    _.~°~._
    Manchmal im Leben, passieren Dinge, die man später bereut, doch führen sie alle früher oder später
    zu der Erkenntnis, dass wir nur die Marionetten des Schicksals sind.

    °~._.~°
    -~°Kinder des Olymp°~-

  • So, hier bin ich mal wieder... Sry, hatte einigen Stress in der letzten Zeit. (Freund, Kreuzbandriss, Operation plus Klinikaufenthalt im wohl langweiligesten Kurort Deutschlands, Schule, Schule, Schule...)



    So. Weiter im Text.






    Chapter two: Ach, wer braucht schon Titel!
    „Der Professor? Entführt? Kaum zu glauben…“, spöttelte Justina und angelte nach dem letzten Keks.
    „Justina, lassen Sie mich bitte ausreden und hören Sie endlich auf, Ihre Keksvorräte zu plündern, die Situation ist nämlich extrem ernst!“, giftete die Chefin. Gehorsam schob Justina die leere Keksdose auf die andere Seite ihres Tisches und sah ihre Chefin schief an. „Besser?“, fragte sie, bevor sie fortfuhr: „Davon mal abgesehen: Eine ‚extrem ernste Situation‘ sieht für mich ganz anders aus. Ja, Professor Eich wurde mal wieder entführt. Ist ja nicht das erste Mal. Morgen wird bei Ihnen eine Lösegeldforderung auf dem Schreibtisch liegen, vermutlich mit Giovannis Unterschrift, und übermorgen haben wir den Professor wieder. Kein Problem.“ „Wenn das doch nur so einfach wäre… Diesmal ist das was ganz anderes, Justina. Wirklich.“ Eine düstere Vorahnung beschlich Jenny.
    Konnte es sein, dass… „Und zwar?“, fragte Justina. „Nun… Es gab keine Zeugen bei der Tat, keine Verdächtigen, keine Fingerabdrücke, keine organischen oder anorganischen Rückstände des Täters… einfach gar nichts. Nur das Schlafzimmer des Professors war verwüstet. Sonst nichts. Genau wie bei dieser seltsamen Krankenschwester.“ „Langsam kommt mir das alles ein wenig wie eine schlechte Gruselgeschichte vor…“, seufzte Jenny erschöpft. „Schön wär’s“, sagte die Polizeichefin nur. „Hä?“, fragte Justina verdutzt. „Nun… jeder, der in einer Gruselgeschichte verschwindet, ist so gut wie tot. Wäre dies also eine Gruselgeschichte, könnten wir uns das ganze Theater sparen, so werden wir wohl suchen müssen. Nun denn. Officer, ich erwarte Sie um achtzehn Uhr in LaRoo, vor dem Polizeigebäude. Justina, Sie eine Stunde früher. Bis später.“
    Eine Hälfte des Bildtelefon-Bildschirms wurde wieder schwarz. „Meine Güte, haben wir ne kaltherzige Chefin…“, Jenny schüttelte den Kopf. „Die tut nur so“, grinste Justina. „Sicher?“, Jenny war skeptisch, „davon mal abgesehen: ich muss mich jetzt schnellstens auf den Weg machen, es ist ein weiter Weg bis Hoenn. Bis später!“ Schnell legte sie auf, bevor Justina zu einer halbstündigen Verabschiedung ansetzen konnte.
    Fukano rannte in Jennys Büro. „Ach, Fukano, gut dass du da bist. Wir werden gleich nach Hoenn reisen.“, seufzte die Polizistin. „Fuuuu?“, fragte Fukano verblüfft. „Hm. Die Chefin hat’s befohlen.“ Fukano bellte verächtlich. „Fufu…“, grummelte er vorwurfsvoll. „Ich weiß, dass wir heute noch im Wald joggen gehen wollten. Müssen wir halt verschieben.“ Fukano jaulte. Sein Frauchen kraulte ihn tröstend hinter den Ohren. Anschließend zog sie eine Reisetasche hervor und begann, das wichtigste hineinzustopfen.


    ~LaRoo City, selbe Zeit, Büro der Chefin~
    Grübelnd nippte die Polizeichefin an ihrem Kaffee. „So viele Verbrechen und dann auch das noch…“, murmelte sie, „wie soll das denn nur weitergehen…“ Es klopfte. Eine Frau, in etwa so alt wie Jenny, betrat den Raum. Sie hatte rabenschwarze, hüftlange, glatte Haare, smaragdgrüne Augen und schleppte einen riesigen Papierstapel mit sich herum. „Oh, Officer Lindenberg… Was gibt’s?“, fragte die Polizeichefin, obwohl… dem Papierstapel nach zu urteilen einen ganzen Haufen Arbeit. „Einen ganzen Haufen Arbeit“, seufzte die Polizistin. „Worum geht’s?“, die Chefin seufzte. „Ein paar Berichte über diverse Straftaten, die Verluste in der letzten Zeit wurden noch einmal aufgelistet… Sie glauben ja gar nicht, wie viele Streifenwägen in den letzten Wochen demoliert wurden…“ „Oh doch, das glaube ich…“, mit Schaudern dachte die Polizeichefin an das Projektil, das seit einer Schießerei vor drei Tagen in der Türe ihres Dienstwagens steckte. „Glauben Sie mir, Sie werden trotzdem aus den Schuhen kippen“, stellte Officer Lindenberg fest und lächelte schief. Sie schmiss den Papierberg auf den Schreibtisch der Polizeichefin, ohne dass auch nur ein Blatt verrutschte. Rein Physikalisch gesehen ein Ding der Unmöglichkeit. Als die Polizeichefin die Blätter näher unter die Lupe nahm, waren sie auch nicht aneinander befestigt. „Und wie haben Sie das jetzt wieder angestellt?“, die Chefin sah ihre Kollegin fragend an. „Well…“, entgegnete Officer Lindenberg, „... A secret makes a woman woman…“ Geheimnisvoll lächelnd verließ sie den Raum.


    ~Geisterstadt, kurz darauf, im Taxi~
    „Nun Jenny, wohin soll’s denn heute gehen?“, fragte der Taxifahrer, ein schlanker Mann Mitte fünfzig, neugierig. Er kannte die Polizistin ziemlich gut, da er der einzige Taxifahrer war, der sich freiwillig so weit ins Niemandsland begab und Jenny recht oft auf Taxis angewiesen war, da ihr Dienstwagen mit Vorliebe kaputt ging. „Saffronia, Bahnhof.“, sagte Jenny nur. Der Taxifahrer gab Gas. „schlechte Laune?“, fragte er anschließend, „Du bist doch sonst nicht so wortkarg…“ „Hm… Schwester Joy wurde entführt, Professor Eich wurde entführt, die Chefin zitiert mich einfach so nach Hoenn… Und da soll ich noch gute Laune haben?“ „Hört sich arbeitsintensiv an“, bemerkte der Fahrer, „Aber immerhin hast Du mal einen vollständigen Satz von dir gegeben. Das ist doch schon mal etwas.“ Schweigen. „Wie willst Du eigentlich nach
    Hoenn kommen, Jenny?“ „Von Saffronia aus fahre ich mit dem Bus nach Orania. Von dort aus kann man ein Schnellboot nehmen und ist quasi sofort in Hoenn. Danach werde ich mich wohl per Bus, Bahn und Taxi durchschlagen müssen…“
    „Ach, weißt Du was? Ich lasse dich in Orania am Hafen raus, wollte eh noch mal nen alten Freund aus Studienzeiten besuchen, der dort wohnt. Und die Fahrtkosten erlasse ich dir außerdem…“ „Das kannst Du nicht machen. Du musst doch auch von irgendwas leben!“, empörte sich Jenny. „Schon gut“, entgegnete der Taxifahrer lächelnd, „Ich brauch nicht viel zum Leben… das habe ich noch nie getan. Sonst wäre ich kein Taxifahrer geworden, ich habe immerhin Chemie und Biologie studiert, ich hätte genauso gut Lehrer werden können. Aber ich mag meinen Job… Das solltest doch gerade Du nachempfinden können, nicht wahr?“ Jenny nickte und dachte an einen Brief, der seit Jahren, seit ihrem Abitur, an ihrer Pinnwand hing: Eine Einladung einer berühmten Sportakademie. „Du hättest die Möglichkeit
    gehabt, die berühmteste Sportakademie des Landes zu besuchen! Du hättest Athletin werden können! Turnerin!“, begann der Taxifahrer „Ja… ja, das stimmt wohl…“, Jenny stutzte. „Mo… Moment! Woher weißt Du das?“ Der Fahrer lachte. „Als ich studiert habe, lebte ich mit ein paar anderen Studenten in einer WG. Der eine war ein Sportstudent, er ist schon seit längerem Lehrer an dieser Sportakademie. Er war es, der dich entdeckt hat. Hat gemeint, er hätte noch nie eine so gute Turnerin gesehen, aber naja, was soll‘s… Jenny, wir sind da.“
    ~Ente für heute xD~



    Diesmal also ein etwas kürzeres Kappi... Hoffe, es gefällt!
    Fall jemand eine Idee für einen Kapitel-Titel hat, sagts mir, ich hatte nämlich ganz offensichtlich keinen xD

    Nun denn, bis zum nächsten Mal!