Ungebrochen


  • Ungebrochen
    Die Chroniken der Wächter


    http://s7.directupload.net/images/130322/spxg2qat.jpg
    Quelle: Bilder4Ever


    Denn was das Feuer lebendig erfaßt
    Bleibt nicht mehr Unform und Erdenlast.
    Verflüchtigt wird es und unsichtbar,
    Eilt hinauf, wo erst sein Anfang war.


    Johann Wolfgang von Goethe


    Vorwort:
    Herzlich Willkommen bei meiner Story: Ungebrochen. Ich würde lügen, würde ich sagen dies sei mein erster Versuch eine eigene Geschichte zu schreiben, doch Ungebrochen erzählt eine Geschichte, die mir viele Jahre im Kopf rumschwirrte. Nach vielen Wochen der simplen Überlegung über diese Story habe ich schließlich begonnen sie zu Papier zu bringen. Und ich bin stolz auf die Entwicklung, die sie gemacht hat.
    Mit Ungebrochen erwartet Euch, liebe Leser, eine fantastische Geschichte über Gut und Böse.


    Warnung:
    Ich werde diese Geschichte in ihrer Ganzheit möglichst realistisch schreiben.
    Es wird also Blut fließen, viele Kampfhandlungen sind Bestandteil dieser Story, Charaktere könnten dabei sterben und selbst die Andeutung von sexuellen Handlungen ist möglich.
    Ich werde dabei nicht detailreicher sein, als unbedingt notwendig, und ich werde auch keine Altersbeschränkung angeben, dennoch mag diese Geschichte für die jüngeren unter Euch nichts sein.


    Genre:
    Auch wenn diese Story grundsätzlich in der Welt spielt, in der wir selbst alle leben, so ist das Genre unverkennbar im Fantasy-Bereich einzuordnen. Früh wird deutlich werden, dass in dieser Welt etwas existiert, das gemeinhin als Magie bezeichnet wird, und später mag deutlich werden, dass auch nicht alle intelligenten Wesen unverkennbar menschlich sind.


    Inhalt:
    „Dein Vater opferte sich, um die Menschheit zu schützen. Steckt kein bisschen von diesem großartigen Mann in dir?"
    In wenigen Augenblicken ändert sich die Sicht von Liam auf die Welt komplett. Er wird hineingezogen in den seit Jahrhunderten währenden Krieg zwischen Gut und Böse, zwischen den Wächtern als Hüter von Gerechtigkeit und Freiheit und dem Orden, der diese Welt vom Guten befreien und sie damit beherrschen will.
    Doch der Kampf der Wächter scheint schon lange aussichtslos. Wird Liam sich seiner Bestimmung und seinem Schicksal stellen können, um das Ruder doch noch herum zu reißen? Dennoch steht Liam nicht alleine. Sein Wille und der der anderen Wächter ist ungebrochen.

    Inspiration:
    Inspiration ist bei mir ein sehr wichtiger Punkt. Beim Schreiben selbst fördert Musik immer meine Kreativität, und daher sind auch die Meisten der Kapitelüberschriften von Musikstücken inspiriert. Ich bin gespannt, ob ihr alle erkennt.


    Charaktere:
    [tabmenu]
    [tab='Hinweis']
    Meine Charakterübersicht soll keine vollständige Entschlüsselung der Charaktere sein, sondern jeweils ein kurzer Überblick über bereits bekannte Fakten. Ich werde daher versuchen sie immer wieder um Punkte und Wissen zu ergänzen.
    [tab='Hauptcharaktere']
    [subtab='Liam Sky']
    Name: Liam Thomas Sky
    Alter: 18 Jahre (17.11.1994)
    Aussehen:
    ~folgt~
    Kampfstatistik:

    ---
    Wichtige Ereignisse seines Lebens:


    [subtab='Zak']
    Name: Zak
    Alter: 18 Jahre
    Aussehen:
    ~folgt~
    Kampfstatistik:
    ---
    Wichtige Ereignisse seines Lebens:


    [subtab='Chris']
    Name: Chris
    Alter: 18 Jahre
    Aussehen:
    ~folgt~
    Kampfstatistik:
    ---
    Wichtige Ereignisse seines Lebens:


    [subtab='Connor']
    Name: Connor
    Alter: Mitte 40
    Aussehen:
    ~folgt~
    Kampfstatistik:
    ---
    Wichtige Ereignisse seines Lebens:


    [tab='Nebencharaktere']
    [subtab='Isabelle Sky']
    Name: Isabelle Sky
    Alter: 40 Jahre
    Aussehen:
    ~folgt~
    Kampfstatistik:
    ---
    Wichtige Ereignisse ihresLebens:


    [subtab='Jonathan Sky']
    Name: Jonathan Sky
    Alter: 46 Jahre (verstorben)
    Aussehen:
    ~folgt~
    Kampfstatistik:
    ---
    Wichtige Ereignisse seines Lebens:
    16.10.2012: Tod


    [/tabmenu]


    Lexikon:
    [tabmenu]
    [tab='Vorwort']
    Auch wenn alle fremdartigen Begriffe in der Geschichte erklärt werden, soll in diesem kurzen Lexikon eine kurze Übersicht zum Nachschlagen gegeben werden. Die Kategorien werden dabei ständig erweitert, je nachdem, wo und wie es notwendig wird.
    [tab='Wächter']
    [subtab='Organisation']
    ~folgt~
    [subtab='Tripolis']
    ~folgt~
    [subtab='Wichtige Personen']
    ~folgt~
    [tab='Innere Energie']
    ~folgt~
    [/tabmenu]


    Copyright:
    Sofern nicht anders gekennzeichnet, liegt das Copyright für Zitate, Sprüche und Bilder bei mir (in der Geschichte selbst auch mit Manuel gekennzeichnet). Sollte dies eben nicht der Fall sein, wird die Quelle immer sofort kenntlich gemacht.


    Kapitelübersicht:


    Benachrichtungen:
    Wer bei neuen Kapiteln per PN oder im Gästebuch benachrichtigt werden will, kann mich gerne darum bitten. Diese Personen werden dann hier aufgeführt.


    [tabmenu]
    [tab='Private Nachricht']
    Gin Black
    [tab='Gästebuch']
    Carus Lux
    [/tabmenu]

  • Prolog


    „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.“
    Joh 1,1


    Im Anfang war das Chaos. Und Gott.
    Und um die Welt zu schaffen, ordnete Gott das Chaos und schuf die Welt. Und er bereitete die Welt darauf vor die Krönung seiner Schöpfung zu tragen. Er schuf den Menschen, doch nicht einfach in wenigen Augenblicken. Gott schuf die Voraussetzungen und es dauerte unvorstellbar viele Jahre lang, bis der Mensch endlich auf der Erde wandelte.
    Und Gott liebte den Menschen. Doch nicht alle Menschen liebten Gott. Und so verfielen sie der Sünde und damit dem Bösen.
    Und dennoch liebte Gott den Menschen; so sehr, dass er selbst auf die Erde kam, um die Menschen zu befreien, auf das sie für immer dem Bösen widerstehen könnten und in sein Reich kämen.
    Gott verlieh den Menschen einen Teil seiner eigenen Allmacht. Er schenkte den Menschen die Fähigkeit ihre eigene innere Energie zu beherrschen, um so das Böse zu unterdrücken.
    Das war die Geburtsstunde der Wächter. Eine Gruppierung, die sich zum Ziel setzte das Gleichgewicht zwischen Licht und Dunkel, Gut und Böse zu bewahren.
    Doch der schwache Mensch begann diese Kraft nicht nur für das Gute zu benutzen. Der Mensch, die Krone der Schöpfung, verkam.
    Trotzdem gaben die Wächter nicht auf. Über Generationen hinweg gaben sie ihr Wissen und ihre Macht immer weiter, um das Böse zu bekämpfen.
    Wächter um Wächter fiel, bis schließlich nur noch eine kleine Hand voll von ihnen übrig blieb.
    Diejenigen, die ihr volles Potenzial nutzen, um Gutes oder Böses zu tun, handeln verdeckt. Versteckt vor der Gesellschaft offenbaren sie dieser nicht ihre wahre Natur, um sich zu schützen.
    Doch die Zeit ist gekommen, in der das Böse diese Welt beherrschen will. Es ist Zeit für eine Offenbarung.
    „Du bist also wirklich gekommen, John.“, sprach eine dunkle, aber dennoch melodische Stimme. „Ich hoffe, dass du weißt, wie hoffnungslos es ist. Nachdem ich deine Freunde erledigt habe, bist heute du dran. Mein Gott, immerhin bist du ja schon 46 Jahre alt! Deine Zeit ist vorbei.“
    Noch konnte John den Ursprung der Stimme nicht sehen, doch er spürte die Aura der Energie. Eine solch mächtige Quelle ließ sich nicht einfach verstecken.
    „Alt genug, um dich zu töten.“, erwiderte der schwarzhaarige, hochgewachsene Mann schließlich. Er warf seinen schwarzen Mantel nach hinten und gab den Blick frei auf seinen muskulösen Körper, der sich unter dem ärmellosen Shirt abzeichnete.
    „Bringen wir es zu Ende.“, forderte John mit einem überlegenen Grinsen, als sich ein schlankes Langschwert in seiner Hand materialisierte.
    Die Stimme im Halbdunkeln lachte, und sprang aus ihrem Versteck. Wie immer konnte John kein bisschen erkennen, mit wem er es zu tun hatte – sein Kontrahent trug seinen Mantel und die Kapuze.
    Sofort sprang John auf ihn zu. In wenigen Augenblicken legte er die Strecke von mehreren Metern zurück und ließ sein Schwert auf den Kapuzenmann niederfahren.
    Dieser hob nur den Arm, öffnete seine Hand und hielt den Angriff mit den blanken Fingern auf. Der Druck des Angriffes erzeugte einen kleinen Windstoß, doch mehr Wirkung erzeugte er nicht.
    „War das alles?“, fragte die vermummte Gestalt.
    Von John ausgehend bildete sich ein silbriges Licht. Der ganze Körper begann zu leuchten.
    „DU HUND!“, schrie die Kapuzengestalt.

  • Kapitel 1 Death And All His Friends


    „Du sagtest: "Kennst du nicht das Sprichwort: Gib 'nem Menschen nur genügend Seil, dann hängt er sich auf?"“
    Oomph - Unendlich


    Es war noch früh an diesem kalten Herbstmorgen. Der Regen prasselte unaufhörlich auf die Gräber des Friedhofes nieder. Eine einsame Gestalt stand an einem der Gedenksteine. Trotz des Regens trug die Gestalt weder eine Kapuze auf dem Kopf oder einen Schirm. Die schwarzen Haare klebten am Gesicht, und bedeckten Nacken, Ohren und die Stirn. Einzelne Strähnen fielen ihm über die Augen. Die silbernen Augen verstärkten nur den Eindruck der großen Traurigkeit des jungen Mannes. Wenigstens verbarg der Regen die Tränen in den Augen des Jungen.
    Auf dem grauen Gedenkstein vor ihm standen in verschnörkelter Schrift die Worte.
    „Zum Gedenken an Jonathan Sky, geliebter Ehemann und Vater, verstorben am 16.10.2012.“
    Der Junge, der regungslos im Regen stand, hieß Liam, ungefähr 1,88 m groß und 17 Jahre alt. Liam Sky. Dort war der Gedenkstein für seinen Vater. Das Kranke daran war, dass dieses Grab leer war.
    Eine Leiche hatte man nie gefunden, nur das Wrack von John’s Auto, welches von der Autobahn von der Brücke gefahren war. Vom Auto war auch nicht mehr wirklich viel übrig. Trotz Explosionsanzeichen konnte man sich das Verschwinden der Leiche nicht erklären, aber da er nie wieder auftauchte, wurde er als Opfer dieses Unfalles deklariert.
    Liam konnte das nicht glauben und glaubte es auch heute nicht. Es war so unlogisch.
    Es blieb ihm nichts anderes übrig, als zu akzeptieren und dennoch zu zweifeln. Inzwischen war genau ein Monat vergangen, seit das Auto gefunden worden war.
    „Hallo, Papa…“, flüsterte Liam leise. „Du bist jetzt schon einen Monat tot. Mama geht es soweit ganz gut. Sie weint viel. Mehr als ich.“
    Die Stimme des 17-Jährigen war schwach, gebrochen und brach immer wieder leise ab.
    „Morgen ist mein Geburtstag. Weißt du noch? Du hast mich an meinen Geburtstagen immer zu Schule gebracht, und abgeholt. Weil ich mich immer beschwert habe, dass es an meinen Geburtstagen immer regnet.“
    So wie heute, fügte er gedanklich hinzu, weil er es nicht aussprechen konnte.
    Den Blick nach unten auf den Stein gerichtet, verharrte Liam vor dem leeren Grab. Dann sah er auf seine Armbanduhr. Sie war recht edel, aus irgendeinem silbernen Metall. Die Uhr war ein Geschenk seines Großvaters zu Liam’s 15. Geburtstag gewesen. Dementsprechend waren leichte Kratzer auf der Oberfläche zu erkennen, eben die üblichen Verschleißerscheinungen an Uhren, die häufiger getragen werden.
    Es war Zeit für die Schule. Liam drehte sich um und schritt in Richtung des Ausganges. Durch die großen Türen aus Eisengittern verließ Liam den Friedhof. Sein Wohnort war nur einige Straßen weiter. Bevor er zur Schule ging, würde er sich nochmals die Haare föhnen müssen, außerdem seine Tasche schnappen.


    „Liam!“, ertönte eine fordernde Frauenstimme aus dem Haus, als Liam die Tür aufschloss. Es lag in einer dieser Wohnsiedlungen, wo Einfamilienhäuser aneinander gereiht waren, die sich ähnlich sahen, aber nicht völlig gleich waren.
    „Ja, Mutter?“, erwiderte Liam seufzend. Immer, wenn seine Mutter ihn in solch einem Ton ansprach, wusste er, dass irgendetwas los war, und dann nannte er sie nicht Mama, sondern Mutter.
    „Warst du schon wieder auf dem Friedhof? Sag mir verdammt noch mal Bescheid, wenn du vor der Schule gehst; ich mache mir Sorgen, wenn du nicht im Bett liegst, wenn ich dich wecken will.“
    Wortlos schritt Liam durch den kleinen Hausflur, nachdem er die Schuhe ausgezogen hatte, an seiner Mutter vorbei. Auf halbem Wege die Treppe hoch erhob sie wieder die Stimme:
    „Liam Thomas Sky! Ich rede mit dir!“
    Liam stieß Luft aus. Seine Mutter war nicht gut drauf, wenn sie seinen kompletten Namen verwendete.
    „Isabelle Sky.“, erwiderte Liam mit gleichgültiger Stimme. „Mein Zweitname wird deutsch ausgesprochen, nicht englisch.“
    Seine Mutter tat auch das immer, wenn sie seinen Zweitnamen nannte. Liam hatte diesen von seinem Urgroßvater väterlicherseits, Thomas Freier. Seine Mutter war jedoch gebürtige Irin, und sprach daher fließend irisch und englisch. Jonathan Freier, den alle nur John nannten, hatte nach der Heirat den Namen von Isabelle angenommen, Sky.
    Liam mochte seine Herkunft. Halber Ire, halber Deutscher. Sowohl einen irischen, als auch einen deutschen Namen. Auch wenn ihm Liam als Name lieber war, war er nicht eines dieser Kinder, die sich über einen peinlichen Zweitnamen beschwerten.
    Sein eigenes Temperament hatte Liam von seiner Mutter, und deshalb gerieten sie hin und wieder aneinander. Auch jetzt sah ihn seine Mutter mit finsterem Blick an.
    „Ja, ich sag beim nächsten Mal Bescheid.“, seufzte Liam schließlich. Er wollte nicht zu spät zur Schule kommen, und sich immerhin noch die Haare föhnen.
    Nachdem die Haare wieder trocken waren, griff Liam sich seinen Rucksack. Mit einem kurzen Blick aus dem Fenster registrierte er, dass der Regen aufgehört hatte.
    „Bin weg.“, rief er durch das Haus, als er sich die Schuhe anzog. Seine Mutter trat in den Flur.
    „Gehst du schon wieder ohne Jacke?“, fragte sie vorwurfsvoll, wenn auch freundlicher als zuvor.
    „Mir ist nicht kalt!“, erwiderte Liam.
    „Schon gut, schon gut, ich sage nichts mehr.“, gab sie mit einem warmen Lächeln zurück. Liam grinste zurück, küsste sie auf die Wange und verschwand hinaus durch die Haustür.
    Liam sah auf die Uhr.
    7:35 Uhr. Er benötigte bei normalem Tempo acht Minuten zur Bahnhaltestelle. Seine Bahn kam jedoch schon um 7:40 Uhr.
    Dann wollen wir doch mal ein etwas zügigeres Tempo einlegen, beschloss der Schüler für sich selbst, setzte sich den Rucksack mit den Schulsachen richtig auf den Rücken und sprintete los.
    Körperlich war Liam äußerst fit. Sowohl in Sachen Geschwindigkeit, als auch im Punkt Körperkraft, war Liam fit. Sein größtes Problem dabei war jedoch seine Ausdauer. Schon immer war Liam etwas kurzatmig gewesen, was ihn daran hinderte richtig Sport zu treiben, da er nach einigen Minuten schon außer Atem war. Eine solche Strecke bis zum Bahnhof war jedoch kein Problem für ihn.
    Vier Minuten später erreichte er – schwer atmend – den Bahnhof. Als er den Bahnsteig erreichte, fuhr die Bahn gerade ein. Glück gehabt.
    Er sprang hinein, kramte nach seinen Kopfhörern und stöpselte sie in sein Handy, um in die Welt der Musik einzutauchen.
    Nach kurzer Wegstrecke vom Hauptbahnhof aus hatte er seine Schule erreicht. Seit einem guten Monat besuchte er dort die 12. Klasse eines Gymnasiums, und hatte seitdem Leistungskurse in den Fächern Mathe und Musik. Nächstes Jahr hoffte er Abitur zu machen. Was er danach machen wollte, wusste Liam jedoch noch nicht.
    Seine Uhr verriet ihm, dass es jetzt 7:55 Uhr war, also hatte er noch 10 Minuten Zeit, bevor seine erste Doppelstunde Mathe begann.
    An den großen Eingangstüren erkannte er aufgrund der muskulösen Gestalt und der kurzen, stoppeligen blonden Haare Kevin. Sein Name war Programm.
    Liam stöhnte innerlich, er hatte jetzt keine Lust auf diesen Schwachkopf.
    Kevin war umringt von den üblichen Leuten, die es wohl nicht besser wussten, gleichermaßen männlich und weiblich.
    Gerade, als Liam an der kleinen Gruppe vorbei schritt, löste sich Kevin aus der Gruppe und baute sich vor Liam auf.
    „Na, Ire, willst du mir nicht hallo sagen?“, fragte die tiefe Stimme ihn. Liam blickte hoch in das Paar braune Augen. Liam war zwar nicht klein, aber Kevin war einfach noch ein Stück größer.
    „Nein, will ich nicht, mach Platz.“, forderte Liam ihn harsch auf. Er versuchte an Liam vorbei zu kommen, doch der hob die Faust und schlug in Richtung von Liam’s linker Gesichtshälfte. Das Ziel riss die linke Hand hoch und fing den Schlag mit der Handfläche ab. Schmerz durchfuhr Liam’s Hand, doch sein Gesicht blieb regungslos.
    „Dein wievielter Versuch ist das eigentlich bei mir einen Treffer zu landen? Mag ja sein, dass andere vor deiner Kraft Respekt haben, aber zu diesen Personen gehöre ich leider nicht.“
    Es schien, als wollte sein Gegenüber etwas sagen, oder einfach wieder zu schlagen, doch sein Blick fiel auf etwas hinter Liam.
    „Komm schon, Kevin, bei einer Prügelei hast du gegen uns drei keine Chance.“, ertönte eine ihm nur allzu bekannte Stimme. Liam drehte seinen Kopf jedoch erst herum, als Kevin einen Schritt zurück gemacht hatte.
    „Hab mich schon gefragt, wo meine persönliche Leibwache bleibt.“, grinste Liam. Ein Stück hinter ihm standen Zak und Chris, seine besten Freunde an dieser Anstalt.
    Und wie Kevin auch, waren sie beide größer als Liam. Zak war schlank, und dennoch kräftig. Seine Haare waren blond und er trug sie stets in einer Stachelfrisur. Liam mochte sie gar nicht vorstellen, wie selbstverliebt Zak morgens vor dem Spiegel stehen musste, um diese immer so perfekt anzuordnen. Gepaart mit dem selbstsicheren Grinsen, das er an den Tag legte, war er bei den meisten weiblichen und männlichen Mitschülern beliebt.
    Chris passte schon eher in Liam’s Kategorie. Er hatte ähnliche dunkle Haare, jedoch eine Kurzhaarfrisur, die fast ein kürzeres Abbild von Liam’s Vorhang zu sein schien. Im Gegensatz zu Liam jedoch trug er eine Brille, und war auch etwas schlaksiger als sein Freund. Und ruhiger.
    „Leute, ich hab keinen Bock auf Mathe-LK. Ich hab das nur gewählt, weil ihr das genommen habt.“, meinte Zak urplötzlich, mit einer gekünstelt weinerlichen Stimme.
    Liam grinste.
    „Selbst Schuld.“

  • So,ich geb mal eine Bewertung ab :


    Also deine Fanfiction finde ich verdammt gut. Der Prolog war sehr gut, es ist immer spannender wenn das erste Kapitel keine Fortsetzung des Prologs ist, sondern eine Situation aus einer anderen Sicht zeigt.
    Ich finde du hast viele Details verwendet, das finde ich auch sehr gut. Man kann sich auch besonders in Liam reinversetzen, wie er sich fühlt und was er für einer ist.
    Die Friedshofsszene finde ich sehr gut und auch die Geschichte von Liam´s Vater finde ich sehr gut erklärt. Auch, dass Liam dem ich nenn´s mal 'Geist seines Vaters' sagt, was im Moment so los ist. Das fand ich sehr respektvoll


    Eins ist mir aufgefallen, hat zwar nicht mit der Kritik zu tun,aber...


    Zitat

    „Zum Gedenken an Jonathan Sky, geliebter Ehemann und Vater, verstorben am 16.10.2012.“


    Ich hab am 16.10. Geburtag :D


    Aber weiter, auch, dass du die Beziehung zwischen Liam und seiner Mutter beschreibst finde ich gut, so kann man sich noch mehr in ihn hineinversetzen, man kann ja nicht sagen, dass man mit Familienstreit glücklich wäre.


    Auch Eigenschaften wie die Kurzatmigkeit oder, dass er fit ist, bringt Leben rein. Dass man merkt, dass er in manchen Punkten schon eingeschränkt ist, also finde ich gut, dass du ihn nicht perfekt gemacht hast, als jemand der auch seine Einschränkungen hat und nicht so ein Übermensch ist. Auch, dass du über Liam´s Bildungswege/-Ziele berichtest, finde ich sehr lebenfüllend.


    Die Szene in der Schule fand ich sehr gut. Wenn so gehasste Typen einen auf ganz stark macht und dann selbst den kürzeren zieht, das finde ich spitze.
    Du hast Liam, Zak und Chris sehr gut beschrieben, so kann man sich gut vorstellen was sie für welche sind und wie sie aussehen.


    Also die ganze Fanfiction mittlerweile finde ich verdammt gut und ich sag nur "Weiter so"


    LG Gin Serpiroyal

  • Hallo Gin!
    Ich bin sehr erfreut zu hören, dass dir Prolog und Kapitel 1 gut gefallen, und ich offensichtlich ansprechend geschrieben.
    Es ist schön einen Kommentar unter seiner eigenen Story zu sehen, daher danke ;D Ich werde mich sicherlich einmal angemessen bei dir revanchieren, wenn ich dazu komme.


    Ich hab am 16.10. Geburtag :D


    Zufälle gibt's D: Ich kann dir aber sagen, dass es für John dennoch ein ehrenvoller Tag war, vielleicht beruhigt dich das. Natürlich wollte ich dich nicht absichtlich mit dem Datum ärgern, aber bei einer solch großen Community wird man bei Daten immer jemanden antreffen, der mit diesem etwas Besonderes verbindet ;) Ich weiß ja auch, dass du das nicht wirklich schlimm findest, hm?
    Jedenfalls nochmal danke für deinen Kommentar, ich würde mich freuen, wenn du meine Story weiter verfolgst ;)
    LG

  • Ach,passiert
    Du kennst mich ja nicht und die Wahl des Datums ist ja meist spontan oder wenn nicht, dann musst du ja nicht jeden mit diesem Geburtsdatum kennen.


    Ich werde deine Fanfiction weiter verfolgen und auch dementsprechend kommentieren, nimm es mir nicht böse, wenn ich manchmal komisches schreibe, ich kommentiere noch nicht lange, weil ich eher Fanfictions schreibe.


    Aber kannst du mir Bescheid sagen,wenn das nächste Kapitel da ist?

  • Kapitel 2 - Calling


    „Das Schicksal klopft nur selten an unsere Tür und wartet freundlich, bis wir aufmachen. Meist schlägt es uns einfach gezielt mit der Faust in unser Gesicht.“
    Manuel


    „So, Liam, morgen ist der große Tag: Du wirst volljährig. Wie sieht’s aus? Was hast du geplant? Wo steigt die große Party?“, fragte Zak auf dem Weg zum Hauptbahnhof.
    „Party?“, erwiderte der Angesprochene nur fragend. „Ich habe nichts geplant. Vielleicht lad ich ein paar Freunde ein, mehr nicht.“
    Zak sah ihn entgeistert an.
    „Nein, nein, nein! Du wirst 18, du musst eine ordentliche Party schmeißen! Alkohol, Musik und Frauen, man. Lady‘s, Chica‘s, du weißt schon!“, forderte er dann energisch.
    Chris verdrehte die Augen und setzte an:
    „Damit das so endet wie bei deiner Party? Wie lange hattest du Hausarrest wegen der zerstörten Möbel? Wegen des Pools im Wohnzimmer? Oder war das, weil deine Eltern am nächsten Morgen nicht nur uns in deinem Zimmer gefunden haben, wie verabredet, sondern auch noch Sophia?“
    Liam begann laut zu lachen.
    „DAS war ein Abend. Chris‘ Gesicht war göttlich, als er realisiert hatte, dass du Sophia offensichtlich klar gemacht hattest, während er schon auf seiner Matratze lag.“
    Chris warf Liam einen bösen Blick zu, unterlegt mit einem unterdrückten Grinsen.
    „Und du? Wir wissen immer noch nicht, was du gemacht hast, während die beiden es gemacht haben.“
    „Hey! Ich hab nie bestätigt, dass das passiert ist.“
    Zwei vorwurfsvolle Blicke trafen Zak.
    „Okay, egal. Fakt ist, dass du was machen musst. Du hast doch noch genug Zeit. Heute ist Montag, morgen ist Dienstag. Wenn du alle für Freitag einlädst, läuft das doch.“, schlug Zak beschwichtigend vor.
    „Ich kenne kaum jemanden, den ich einladen sollte, und ich wüsste nicht einmal, wohin mit den Leuten. Meine Mutter kriegt einen Anfall, wenn die alle zu uns kommen.“
    Zak schien einen Moment nach zu denken.
    „Pass auf, wenn du für Essen und Trinken sorgst, organisier ich Ort und Leute, klar?“
    Chris warf Liam einen Blick zu, der wohl so etwas sagen wollte wie: Überlasse die Verantwortung für deine Geburtstagsfeier niemals Zak. Und letztlich stimmte das irgendwo.
    Liam war überhaupt nicht in der Stimmung zu feiern. Sowohl Zak als auch Chris wussten das, nur beide gingen anders damit um. Während Chris durchaus in der Lage war Liam einfach in Ruhe zu lassen, wollte Zak seinen Freund dadurch aufheitern. Beide Wege hatten durchaus ihre Existenzberechtigung. Und möglicherweise brauchte er diese Ablenkung, immerhin wurde er 18 Jahre alt und damit volljährig.
    „Ich wollte auch Katelyn einladen.“, fügte Zak mit einem verheißungsvollen Blick in Liam’s Richtung an. Dieser seufzte kurz.
    Katelyn war eine gute Freundin der drei, und besonders gut mit Liam befreundet. Sie war eine blonde Schönheit mit einem warmen Lächeln. Katelyn hatte eine ähnliche Abstammung wie Liam. Ihr Vater kam aus England, die Mutter aus Deutschland. Sie war also ebenfalls zweisprachig aufgewachsen, sodass die beiden bei ihrem ersten Treffen in der 5. Klasse ständig englisch miteinander gesprochen hatten. Lange war Katelyn einfach nur eine gute Freundin gewesen. Und irgendwann an einem Abend in einer Diskothek wusste Liam, dass er mehr von ihr wollte.
    Ihr das zu sagen war jedoch keine Option.
    „Okay, meinetwegen. Freitag dann.“
    Als Liam die Haustür mit seinem Schlüssel öffnete, merkte er, dass nicht abgeschlossen war. Das musste bedeuten, dass seine Mutter wider Erwarten zu Hause war.
    „Hallo?!“, rief Liam erwartungsvoll, und seine Mutter trat vom Wohnzimmer aus in den Hausflur.
    „Hallo, Schatz. Wie war es in der Schule?“, erkundigte sie sich.
    „Wie immer.“, erwiderte Liam schlicht. „Warum bist du zu Hause?“, fragte dann ganz direkt.
    Statt einer Antwort gesellte sich ein Mann hinter seine Mutter.
    „Liam, ich möchte dir Connor vorstellen. Er…“
    Weiter kam sie nicht, als Liam sie unvermittelt unterbrach:
    „Oh Gott, das ist aber nicht dein Neuer, oder?“
    Erschrocken sah ihn seine Mutter an.
    „Um Himmels willen, nein, Liam, keine Sorge.“
    Der Fremde erhob selbst die Stimme:
    „Lass nur, Isabelle. Liam, mein Name ist Connor und ich bin ein Freund deines Vaters. Jedenfalls bis er… Auf jeden Fall würde ich dir gerne dieses Tagebuch von ihm überreichen und dich bitten es zu lesen. Deine Mutter hat mir schon gesagt, dass du heute noch Klavierunterricht hast, aber danach würde ich mich gerne mit dir treffen, sofern du das Tagebuch bis dahin lesen könntest. Es ist nicht viel, aber es ist wichtig.“
    Liam musterte Connor. Er schien im Alter von John zu sein, ungefähr Mitte 40. Er hatte braune Haare, dessen Pony er vorne hochgegelt hatte, und eine recht kantige Gesichtsform. Aus der Entfernung schien er in etwa dieselbe Größe wie Liam zu haben.
    Exotisch war die Kleidung: Er trug so etwas wie einen Umhang, der seinen kompletten Körper verbarg, und offensichtlich besaß dieser Umhang sogar eine Kapuze, um den Kopf zu verdecken.
    Mehrmals sah Liam zwischen Connor und seiner Mutter hin und her.
    „Wenn’s sein muss…“, stimmte Liam dann zu. Einerseits war er wild darauf zu erfahren, was in diesem offensichtlich wichtigen Tagebuch stand, andererseits fand er die ganze Szenerie seltsam.
    „Ausgezeichnet.“, meinte Connor dann und ging weiter in den Hausflur. Er drückte Liam einen kleinen Zettel mit einer Adresse in die Hand.
    „Weißt du, wo das ist?“, fragte er dann sicherheitshalber und Liam nickte nur.
    Dann verschwand der Fremde zur Tür hinaus.
    „Ich muss auch los, Liam. Etwas zu Essen steht in der Küche. Bis heute Abend.“ Seine Mutter verabschiedete sich mit einem Kuss, dann war sie ebenfalls verschwunden.
    Ist das gerade wirklich passiert, fragte Liam etwas ungläubig. Er betrachtete das Tagebuch, welches Connor auf dem Schrank im Flur liegen gelassen hatte.
    Es wirkte eine seltsame Anziehungskraft auf den Jugendlichen aus. Langsam ging er auf den Schrank zu und betrachtete das Buch. Es hatte einen schwarzen Umschlag und ansonsten keinerlei Aufschriften.
    Nachdem Liam gegessen und Klavier geübt hatte, saß er auf dem Stuhl an seinem Schreibtisch und schlug das Tagebuch seines Vaters auf. Die ersten Seiten waren vergilbt und schienen älter.

    Ich bin jetzt schon viele Jahre ein Wächter, aber mir wird erst jetzt klar, wie gefährlich das hier wird. Während meiner Ausbildung und lange danach hatten wir nicht wirklich etwas zu tun, aber jetzt erhebt sich das Böse, nachdem es von uns erfahren hat.
    Sie wollen uns tot sehen, und ich zweifle nicht an ihrem Erfolg.


    Mit großen Augen starrte Liam auf die Seiten des Buches. Er verstand kein Wort von dem, was dort stand. Hin und wieder überprang er einige Seiten, wenn er nur gewöhnliche Einträge las. Diejenigen, die die ihm unbekannten Wörter enthielten, studierte er.

    Ich habe vieles gelernt, viel über die innere Energie. Offensichtlich steckt in mir mehr, als ich zunächst gedacht habe. Zusammen haben wir jemanden erledigt, der uns an den Kragen wollte. Es war ein berauschendes Gefühl. Ich weiß jetzt, dass mir das Kämpfen im Blut liegt, und dass es das ist, was ich tun möchte und tun kann.
    Jetzt habe ich schon lange nicht mehr hier hineingeschrieben. Ich habe eine Frau kennen gelernt, als ich jemanden in Irland verfolgte. Sie heißt Isabelle, und ich glaube, dass sie der Grund ist, dass ich mein Dasein als Wächter beenden werde. Nur noch ein Auftrag, ein Kampf, dann kann ich Berge für das Gute auf dieser Welt versetzen.


    Die Einträge wurden tatsächlich rarer. Liam erkannte das allein an Schriftart und Schriftfarbe.
    Dennoch war es ihm ein Rätsel. Von was für Wächtern sprach sein Vater da, was für Kämpfen, und was war innere Energie?
    Liam hatte die starke Vermutung, dass sein Gespräch mit Connor darauf abzielte ihm das zu erklären. Doch das Ganze klang so surreal. Es war die Handschrift und Schreibart seines Vaters, aber die Worte klangen ihm fremd.

    Mein Sohn ist jetzt schon fünf Jahre alt, und trotzdem spüre ich in ihm die innere Energie. Ich habe das Gefühl, dass er meine Stärke bei Weitem übersteigen wird. Möglicherweise wird er irgendwann mein Werk vollenden müssen.


    Als Liam diese Zeilen gelesen hatte, schlug er das Buch zu. Seine Hände zitterten, was nicht nur an der geringen Wärme in seinem Zimmer lag, sondern auch an den Worten, die in diesem Buch standen.
    „Was für ein Schwachsinn soll das sein?“, rief Liam und warf das Buch gegen die Zimmerwand.
    Und warum gerade heute? Warum nicht schon viel früher?
    Gedankenversunken schnappte er sich seine Klaviernoten und machte sich auf zum Klavierunterricht und zum danach erfolgenden Treffen mit Connor. Und das war auch definitiv der Tagespunkt, den er jetzt erwartete. Er glaubte kein Wort von dem, was in dem Buch stand, oder verstand es nicht wirklich. Und daher wollte er Antworten und eine Erklärung.
    Liam war sich sicher, dass Connor diese Antworten liefern konnte. Er hatte gleich einen zwielichtigen Eindruck gemacht. Vielleicht war sein Vater ja Geheimagent gewesen, oder irgendetwas Ähnliches.
    Für diese seltsamen Texte gab es sicherlich eine vernünftige Erklärung.

  • So, dann kommt die Bewertung für Kapitel 2 :


    Die finde ich auch verdammt gut geschrieben, du gehst auf Dinge ein, die man im normalen Leben macht und das bringt auch nicht das Gefühl von so einer Person, die in ihrem Leben nichts aufregendes oder so macht. Party bedeutet Spaß und ich finde das passt gut.
    Auch, dass sie über die Party diskutieren, finde ich bringt Leben rein. Nicht, dass immer jedem mit allem zufrieden ist, sondern, dass man auch an die Wünsche von anderen denkt. Auch, neue Personen werden erwähnt und beschrieben, da hatte ich schon das Gefühl, dass die Fanfiction was erfüllender wird. Irgendwann tauchen neue Personen auf, die dann auch was damit zu tun haben.


    Dann die Szene mit Connor fand ich sehr interessant. Da taucht plötzlich ein Mann auf, der Hinweise zu seinem Vater hat und Liam ist erstmal, ich sag mal 'sprachlos' und er weiß noch nicht was er von der Situation halten soll. Natürlich interessiert es ihn dann und er guckt rein. Das was in dem Tagebuch stand, fand ich sehr interessant, ich freu mich schon auf das Gespräch mit Connor :D


    Ich finde es auch gut, dass Liam so ein ganz alltägliches Leben hat, also mit Schule, Klavierunterricht. so wirkt Liam nicht wie so ein "Ich hab alle Zeit der Welt"-Typ.
    Liam würde gern mehr wissen über seinen verstorbenen Vater, aber er weiß nicht genau, ob er Connor vertrauen kann (Schien mir zumindest so). Diese Skepsis ist nur verständlich und gut. Connor kann ja jetzt irgend so ein Typ sein, der nur so sagt er wüsste was und hat keine Ahnung das Tagebuch gefunden.


    Ich finde auch noch sehr gut, dass du auch Humor in die Story gebracht hast :


    Zitat

    Chris warf Liam einen Blick zu, der wohl so etwas sagen wollte wie: Überlasse die Verantwortung für deine Geburtstagsfeier niemals Zak. Und letztlich stimmte das irgendwo.


    Das bringt für mich auch Leben in die Story.


    Ein paar Fehler sind mir aufgefallen :


    Zitat

    [fragte Zak auf dem Weg zum Hauptbahnhof.


    Zitat

    Das musste bedeuten, dass seine Mutter wider Erwarten zu Hause war.


    Den Satz versteh ich nicht,sollte das nicht dann so sein?


    Zitat

    Das musste bedeuten, dass seine Mutter wie erwartet zu Hause war.


    Oder versteh ich das falsch?


    Also ansonsten finde ich das Kapitel wieder sehr gut, es wird auf das Privatleben eingegangen und das macht die Story lebendiger.
    Also das Kapitel ist der auch sehr gut gelungen. Weiter so :D


    LG Gin Serpiroyal

  • Hey Gin,
    abermals danke für das Lesen und Kommentieren meiner Story. Ich finde es schön zu hören, dass doch das rübergekommen ist, was ich versucht habe zu vermitteln.
    Und ich gebe dir Recht: Diese Darstellung von Liam macht ihn viel menschlicher, und es vereinfacht die Identifizierung mit ihm.
    Der erste Fehler wurde direkt ausgebessert, danke dafür ;)
    Die zweite Entdeckung hast du tatsächlich falsch verstanden. Liam stellt durch die nicht zugeschlossene Haustür fest, dass jemand zu Hause ist. Erwartet hat er aber eigentlich, dass seine Mutter nicht da ist, also dass die Tür verschlossen wäre.
    Das "wider Erwarten" stellt genau das da: Liam erwartet etwas, aber es erfüllt sich nicht.


    Ich hoffe für die Zukunft, dass dir auch die Kapitel gefallen, in denen es etwas mehr zur Sache geht ;) Bin gespannt.
    Danke und LG