Wertlos

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  • Wertlos


    Nach was strebst du?
    Freiheit?
    Macht?
    Verbündete?
    Familie?
    Wie lange wirst du überleben?
    Triff die richtige Entscheidung, ein falscher Schritt
    und du verlierst alles was dir lieb und selig war.


    http://i.imgur.com/cKqfKUm.jpg
    Quelle: zerozerouno




    Vorwort
    Dies Geschichte schwirrt seit Jahren in meinem Kopf herum und ich möchte sie gerne mit denen teilen, die daran Gefallen finden.


    Genre
    Fantasy/Sci-Fi


    Inhalt/Warnung
    Schriftliche Darstellung von Gewalt (hier und da werden Körperteile abgetrennt, etc.)
    Leichte anzügliche Sprache (ab und an verwende ich Schimpfwörter)
    Leichter sexueller Inhalt (nackte Haut wird öfters umschrieben, kein Sex)
    Verwirrender Inhalt (die Geschichte ergibt nicht immer Sinn)
    Altersempfehlung: 16 (muss jeder für sich selbst entscheiden)


    Idee
    Ich habe sehr viel aus meinem Leben in diese Geschichte gesteckt, daher werdet ihr des öfteren Namen, Zitate
    oder Ähnlichkeiten zu Dingen erkennen, von denen ihr vielleicht schon einmal etwas gehört habt.
    Durch die Vielzahl an Charakteren in meiner Geschichte, habe ich einige Persönlichkeien aus meinem Freundeskreis in die Figuren gesteckt.
    Einige Charaktere wurden auch von Freunden oder Familienmitgliedern kreiert.


    Danksagung
    Danke an alle, die diese Geschichte gelesen haben, sie lesen und/oder sie verfolgen.
    Danke an alle, die Figuren oder Teile der Story beigetragen haben.
    Ich freue mich über jeden Beitrag und über jede Kritik, denn dadurch wird diese Geschichte immer länger.
    (Ich bin offen für neue Ideen, da das Ende noch in Planung ist.)


    PS:
    Ich übernehme keine Verantwortung für Augenkrebs, Hirnblutungen, Übelkeit oder sonstige Symptome die diese Geschichte eventuell verursachen könnte. Ihr wurdet gewarnt.
    Weiteres entschuldige ich mich für sämtliche Rechtschreib-, Grammatik- oder Satzstellungsfehler.


    Kapitel:
    Season 1.
    Kapitel 1. - Wahrnehmung
    Kapitel 2. - Rang 5
    Kapitel 3. - Teams
    Kapitel 4. - Neue Nova
    Kapitel 5. - Dämon
    Kapitel 6. - Aufstieg
    Kapitel 7. - Im Auge des Betrachters - Teil 1
    Kapitel 7. - Im Auge des Betrachters - Teil 2
    Kapitel 7. - Im Auge des Betrachters - Teil 3
    Kapitel 7. - Im Auge des Betrachters - Teil 4
    Kapitel 8. - Réunion
    Kapitel 9. - Ember
    Kapitel 10. - Gleichgewicht - Teil 1
    Kapitel 10. - Gleichgewicht - Teil 2
    Kapitel 11. - Gebrechen - Teil 1
    Kapitel 11. - Gebrechen - Teil 2
    Kapitel 12. - Sturz des Chaos - Teil 1 [Finale]
    Kapitel 12. - Sturz des Chaos - Teil 2 [Finale]
    Kapitel 13. - Band


    Season 2.



    Jason

    Krieg: I'll never forget the way her holes cried... The way she screamed in agony as she pushed the knife slowly into my sternum...
    Such a beautiful symphony of feelings, and at the end of it, she was so much greater! My operatic diva of flesh and steel!!

    23 Mal editiert, zuletzt von JaySun ()

  • Wahrnehmung


    „……formationen um 0900 Ihrer Zeitrechnung.“ Das war das Erste, was ich hörte als ich aufwachte. Ich setzte mich auf und stellte fest, dass ich eindeutig nicht in meinem Gemach war. Es war sehr dunkel in diesem Zimmer und ich konnte nur leuchtende Ziffern an der Wand wahrnehmen. Als ich meine Haare aufflammen lassen wollte um besser sehen zu können, bekam ich einen Peitschenhieb auf meinen Nacken. Vor Schmerz stöhnend, drehte ich mich um und rieb mir meinen Nacken. Zu meinem Erstaunen war hinter mir weder Jemand oder Etwas, das mir diesen Schlag hätte versetzen können. Allerdings fühlte ich mit meiner Hand eine Narbe und eine leichte Beule an meinem Genick. „Bitte bewahren Sie Ruhe. Über Ihre derzeitige Situation erhalten Sie alle Informationen um 0900 Ihrer Zeitrechnung.“ „Wer ist da?“ rief ich in den Raum. Aber es kam keine Antwort. Die Stimme nicht ganz verstanden aber ahnend, sah ich auf die leuchtenden Ziffern an der Wand. Ich dachte mir, dass es sich um die Sonnenzeit handeln dürfte. Die Zahlenuhr zeigte 08:55 Uhr an. Durch das fahle Licht der Zahlenuhr erkannte ich einen Tisch und einen Stuhl an der Wand unter der Uhr gegenüber.


    Ich stand auf. Nicht wissend was ich machen sollte tastete ich die Wände ab und ging anschließend zu dem kleinen Tisch. Er war vollkommen leer und als ich erkannte, dass ich nicht aus diesem Zimmer konnte, wollte ich am liebsten das ganze Zimmer niederbrennen.
    Plötzlich öffnete sich die Wand neben mir und in einem merkwürdigen Licht, gleich der Zahlenuhr, wurde ein zweites Zimmer sichtbar. „ Sie befinden sich in unsere Obhut und wir raten Ihnen Sich nicht gegen unser System zu lehnen. Unsere Organisation bereitet Sie in den folgenden Stunden auf Ihren fortwährenden Aufenthalt vor.“ Ich ging in das zweite Zimmer und sah dass es genauso leer war wie das andere. Hinter mir schloss sich die Wand und die Decke fing wieder an zu sprechen. „Wie Sie eventuell schon bemerkt haben, können Sie Ihre Fähigkeiten außerhalb unserer Arena nicht ohne Konsequenzen einsetzen.“ Bei diesem Satz blieb mir das Herz im Hals stecken. „Arena“ was sollte das bedeuten und warum sollte ich meine Gabe nicht nutzen. „ Sie erhalten nun Ihre persönliche Begleitereinheit. Alle weiteren Informationen können Sie von kurz B.E. abrufen.“ Damit verstummte die Stimme aus der Decke und die Wand öffnete sich ein weiteres Mal. Diesmal war es allerdings der Weg in einen längeren Gang.


    „Hallo“ sprach ein handgroßer fliegender Halbkreis in Augenhöhe zu mir. Schneller als ich reagieren konnte legte sich der Halbkreis auf meinen Nacken. „Was zum…!? Lass los! Nhnnnn!“ kreischte ich und versuchte vergeblich den Halbkreis wieder abzunehmen. „Ich bin Bee. Ich bin dein Beschützer. Ich bin deine Karte. Ich bin dein Kommunikationsmittel. Ich bin dein Schlüssel. Ich bin dein Manager.“ hörte ich Bee in meinem Kopf reden. „Was soll das!? Wo bin ich!?“ rief ich. „Diese Frage wird nicht beantwortet.“ erwiderte Bee. „ Name: Nova. Alter: Ohne Angabe. Geschlecht: Weiblich. Herkunft: Kier. Rasse: Volk der Sonne. Fähigkeit: Kann durch Brennstoff im Körper Feuer erzeugen. Sind diese Angaben korrekt?“ dröhnte Bee in meinem Kopf und ich sah eine Liste mit meinen Angaben vor meinem inneren Auge. „Ja. Aber was soll…“ „Angaben bestätigt. Starte „Eröffnungskampf“.“ Unterbrach mich Bee.
    „Was?! Kampf?! Nein! Ich will doch nur nach Hause. Hey!...“ Auf einmal öffnete sich die Wand am Ende des Ganges und der Boden unter mir schob mich in diese Richtung.


    Ich stand in einem gigantischem Raum mit Steinboden und von allen Seiten strahlte grelles Licht herab.
    „ Und in der weißen Hälfte, NOVA die tanzende Flamme! Ihre Flammen sind so heiß sie lassen selbst Steine zerrinnen wie Butter. Ich werde nicht lange rumfackeln ich sag nur eins, DAS WIRD EIN RICHTIG HEISSER KAMPF!“ hallte es aus sämtlichen Richtungen.
    Ich sah mich in der Arena um und entdeckte eine merkwürdig lang gezogene Person auf der anderen Seite. Als ich verstanden hatte worum es ging war es schon zu spät. Mein Gegenüber verlängerte seinen Arm blitzschnell und traf mich mit voller Wucht auf der Schulter. Ich schrie auf und wurde auf den Boden geschmettert. Sein Arm fiel auf den Boden und er griff nach einem kleinen Felsen. Ich versuchte aufzustehen komplett verwirrt was gerade passiert sei, als er seinen Arm wieder verkürzte und sich somit an den Felsen neben mir heranzog. Vor mir stand nun eine knapp vier Meter hohe aber doch dünne Kreatur. Mit einem scharfen Grinsen im Gesicht starrte er auf mich herab. „Eine Rarität ein Mädchen deiner Statur hier anzutreffen.“ Und mit diesen Worten packte er mich mit seiner langen Hand um meine Brust und hob mich hoch. In dem Moment fiel mir auf dass ich nicht meine übliche Robe anhatte sondern eine enge aber doch bequeme zweite Haut die meinen ganzen Körper bis zum Hals bedeckte.
    Ich starrte in sein schmales Gesicht und winselte ihn an. „Lass mich runter. Bitte! Was soll das alles hier.“ „Oh ja richtig! Wie unhöflich von mir. Wenn ich mich vorstellen darf mein Name ist Joker, Rang 3. Ich schätze du weißt noch nicht dass du nicht auf deinem Heimatplaneten bist, nicht wahr?“ „Was soll das heißen?“ entgegnete ich entsetzt. „Nun ja du bist einer von 33 Pechvögeln die hier, auf diesem „Schiff“ um das Wohl ihrer „Geliebten“ kämpfen dürfen.“ „Was für Geliebte?“ fragte ich. Mit dieser Frage wurde das Grinsen in Jokers Gesicht noch breiter. Er hob seinen anderen Arm und zeigte an eine Stelle über der Mauer die die Arena umrandet. Das Bild welches sich dort erblicken lässt brachte mich an den Rand der Verzweiflung. Auf einem kleinen Podest standen vier Behälter und in jedem war eine Person eingeschlossen. „Meine Familie…“ hauchte ich. „Familien, Lebenspartner beste Freunde. Alle für die du deine Hand ins Feuer legen würdest. Nur du kannst sie retten. Indem du… deinen Gegner hier in der Arena besiegst und dadurch Punkte sammelst, mit denen du sie freikaufen kannst.“ sagte Joker und drehte sich mit mir in der Hand. „Ich kann sie retten?“ fragte ich mit letzter Hoffnung. „Aber nicht doch. Ich werde dir ein schnelles Ende bereiten. Du wirst gar nicht merken dass alle vier von ihnen hingerichtet werden weil du gescheitert bist.“ lachend hob er mich gen Himmel, bereit mich in den Boden zu rammen.
    „NEIN!“ schrie ich und entzündete meinen ganzen Körper. Von Flammen eingehüllt zuckte Joker zusammen und fiel auf den Boden. Ich landete hart und merkte dass ich meine Gabe benutzen konnte und dass die Flammen meine Kleidung weggebrannt hatten. Dem Feuer entkommen aber leicht angeschwärzt, türmte sich mein Gegenüber wieder vor mir auf. Das Grinsen in seinem Gesicht war verschwunden, ersetzt durch ein zorniges Zähne fletschen. „Jetzt weiß ich warum sie einen mit Rang 3 gegen einen Neuling kämpfen lassen. HA! Scheiß verdammte Elementartypen! Aber glaub bloß nicht nur weil du hier n‘ kleines nettes Feuerchen machen kannst dass du mir gewachsen bist!“ schrie Joker.


    Nun hatte ich es verstanden. Hier ging es um Leben und Tod und zwar nicht nur um mein Leben, sondern auch um das meiner Familie. Meine Mutter, mein Vater, mein Bruder und mein Pate der sich mit mir von klein auf mit meiner Gabe beschäftigt hatte. Alles hing nun von mir ab. Aber mein Gegner, hat er nicht auch eine Familie die auf dem Spiel steht?
    „Hey! Warum müssen wir uns töten? Gibt es nicht auch noch einen anderen Weg diese Sache hier zu klären? Ich meine eine friedliche Lösung oder so etwas.“ fragte ich. „Friedliche Lösung? Ich glaube du hast es noch nicht ganz verstanden worum es hier geht? Ehh? Das hier ist ein Koloseum! Wir kämpfen hier für die Unterhaltung der Zuschauer! Glaubst du die wollen uns für ihr Geld das sie zahlen hier Brot backen sehen oder was?! Hier geht es um Leben und Tod. Der Gewinner bekommt alles dem Verlierer wird alles genommen. Du hast hier nur drei Möglichkeiten. Du kannst einfach aufgeben und nichts machen. Dafür aber werden du und deine Geliebten hier in aller Öffentlichkeit zu Tode gefoltert und ich bekomme keine Punkte. Oder ich besiege dich und töte dich. Oder was nicht meine Wahl wäre, ich besiege dich verschone dein Leben und nehme dich in mein Team auf damit du noch eine zweite Chance hast. Aber in meinem Fall werde ich dich einfach nur vernichten!“


    Diese Worte waren klar. Die Regeln die in dieser Arena herrschten. „Warum wir? Warum ich? Was haben wir davon?“ fragte ich. „Warum? Zur Unterhaltung! Du und ich, wir sind mit diesen Fähigkeiten ausgestattet um hier kämpfen zu dürfen. Es gibt keinen anderen Grund, keinen Sinn. Und jetzt hör auf hier den Kampf in die Länge zu ziehen und kämpfe! Denn darum sind wir hier!“ schrie Joker und schoss seine Arme in meine Richtung.
    Der Kampf war unausweichlich. Ich schoss eine große Feuerkugel auf die näherkommenden Arme. Doch durch ihre Geschwindigkeit fingen sie nicht Feuer. Joker traf mich direkt mit seiner Attacke aber das war genau das was ich wollte. Ich packte seine Hände die nun so lang waren dass er sie nicht heben konnte weil sie zu schwer waren. Seine Arme gingen in Flammen auf und er schrie vor Schmerzen. Er zog seine Arme wieder zu sich ein mit mir an ihnen hängend. Ich erhöhte die Hitze meiner Flammen und spürte wie meine Brust pochte durch die Hiebe von Joker und durch den starken verbrauch meiner Energie. Joker hatte jetzt wieder für seine Größe normal lange Arme die allerdings in Flammen standen. Noch immer an seinen Händen hängend schickte ich eine Stichflamme direkt auf seine Brust. Er wirbelte mich schreiend herum und schmetterte mich schließlich auf den Boden. Als ich wieder zu mir kam stand etwas weiter weg der rauchende und verrußte Joker keuchend vor Schmerz. Er starrte mich hasserfüllt und gleichzeitig gierig an und kicherte verschmähend. „Ich dachte du hattest etwas mehr „Fülle““. Erschrocken stellte ich fest dass meine Flammen ausgegangen waren und ich nun völlig entblöß da stand.


    Vor Scharm erzürnt flammte mein Körper auf in einem glühendem rot auf und meine Haare färbten sich durch die etwas andere Hitze stechend weiß. „Meiner Gabe habe ich zu verdanken dass meine Öltanks schrumpfen wenn ich meine Flammen benutze!“ entgegnete ich. „Hehe…Das heißt dann wohl auch dass wenn sie nichtmehr da sind deine flammen ausgehen, was?“. Damit brachte er das Fass zum überlaufen. „Willst du es herausfinden?“ höhnte ich.


    Ich nutze meine Flammen um über meinen Arm eine Stichflammenklinge entstehen zu lassen und um mich wie eine Rakete vom Boden abzustoßen. Beim Versuch Jokers Arm abzutrennen wich er aus und verpasste mir einen verlängerten Fersenbrecher der mich zu Boden schlug. „Was ist los Flämmchen? Nicht mehr genug Energie für deine Reflexe? Hahahaaa!“. Ich rollte mich auf den Rücken und merkte mein Körper war steif und kalt. Meine Ölreserven waren komplett verbraucht aber ich konnte nicht aufgeben. Ich durfte einfach nicht. Nur noch ein leichtes Flackern war von meiner Kraft über. „Na gut. Ich glaube du hast genug, nicht wahr? Komm, lass es mich für dich beenden. Ich werde deine Leiche auch zerfetzen, damit die Schande deiner Familie nicht so groß ist wenn sie dich aus der Arena kehren müssen.“. Er griff nach meinem Kopf und hob mich hoch. Dann holte er zum letzten Schlag aus mit dem er meinen Kopf auf den Boden zerschmettern würde. Ich hatte nur noch ein Ass im Ärmel welches allerding starke Nebenwirkungen mit sich brachte. Ich konnte meine Lebensenergie verbrennen um meine Flammen weiter erhellen zu lassen. Was zufolge hätte das mein Körper sehr schnell jünger werden würde bis ich einfach nichts mehr als eine sich selbst verschlingende Flamme wäre.


    Mit meinen Augen geschlossen, griff ich nach Jokers Arm und schnitt ihn ab. Sein Kreischen in den Ohren, mein Körper vollkommen taub, schlug ich ein weiteres Mal auf den Boden auf. Den Schmerz nicht mehr spürend, torkelte ich auf den sich windenden Joker zu. Mit einer Feuerlanze in der Hand durchbohrte ich seinen Rumpf. Er brach in sich zusammen und fiel auf den Rücken. Ich ging zu seinem Kopf und steckte meine Hand in seinen Mund. „Ich brenne gerade von innen nach außen… Ich möchte dir gerne dieses Gefühl zeigen.“. Ich schickte eine letzte Flamme in seinen Rachen und kippte um. Das letzte was ich hörte waren Jokers Todesschreie da er das Feuer in seinem Inneren nicht löschen konnte.

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  • Rang 5


    Als ich aufwachte, dachte ich erst das Ganze war nur ein schlimmer Traum, aber ich stellte schnell fest, dass die Schmerzen und mein jüngeres Erscheinungsbild die harten Folgen eines Kampfes wahren.
    „Herzlichen Glückwunsch! Du hast soeben Rang 5 erreicht. Damit sind dir höhere Belohnungen für diene Kämpfe gewährt. Durch aufsteigen in Rang 4 hast du nun visuellen Zugriff auf aktuelle Kämpfe um deine Gegner besser studieren zu können. Weiteres wird dir nun gewährt die Rang 5 Lobby in deiner Freizeit zu nutzen um dir beispielsweise nützliche Gegenstände im Gegentausch für deine Punkte anzueignen oder du kannst dich einfach mit anderen Aufenthaltsbestätigten unterhalten.“ jubelte Bee in meinem Kopf. Mit dieser Information im Sinne, ging ich in die Lobby wo zwei Verkaufsstände mit ihren Verkäufern warnen. In den Auslagen waren Gegenstände und Waffen gelagert mit denen ich derzeit noch nichts anfangen konnte. „Bee? Wie viele Punkte habe ich?“ fragte ich und stellte fest, dass meine Stimme der einer Siebenjährigen gleich klang. „Drei.“ antwortete Bee kurz. „Was?! Nur drei? Aber ich sehe, dass hier einige Dinge 150 Punkte kosten. Wie werden denn diese Punkte verteilt?“ „In jedem Kampf in dem du siegreich bist, erhältst du die Anzahl an Punkten die dem Rang deines Gegenübers entsprechen. Das heißt in einem Kampf ist es dir möglich bis zu 33 Punkte zu erhalten.“ antwortete Bee. „Das heißt dann wohl, 33ist der höchste Rang, oder?“ „Korrekt.“ „Und wie viele Punkte soll es kosten um einen Gefangenen frei zukaufen?“ fragte ich. „333 Punkte.“ Diese Worte sitzen tief, ich fühlte mich als ob ich in ein tiefes Loch fallen würde. Mir fehlte die Sprache. 333 Punkte. Das bedeutete ich müsste über 100-mal gegen jemanden wie Joker gewinnen um nur eins meiner Familienmitglieder zu retten. Ein Joker war schon genug für mich um mich in den Körper einer Siebenjährigen zu befördern und meine Brüste waren auch noch ziemlich klein. Ich hoffte nur, dass ich die nächsten paar Tage meine Ruhe hatte.


    Plötzlich stand vor mir ein junger Mann mit einer elfischen Erscheinung, wie ich sie mir aus Fabelgeschichten erträumt hatte. Er kniete sich vor mir nieder und war nun auf meiner Augenhöhe. „Darf ich fragen was ein so junges Kind wie du hier zu suchen hat? Das ist doch sicher nur ein Missverständnis, nicht wahr?“ sprach er mit einer sanften Stimme zu mir. Geblendet von seiner Erscheinung verschlug es mir die Sprache und ich brachte es nicht zustande ein vernünftiges Wort zu sprechen. „Du bist anscheinend nicht so gesprächig hmm? Aber ich nehme an, dass du bereits einen Kampf hinter dir hast, sonst wärst du ja nicht hier…“. Wieder bei Sinnen versuchte ich ihm die Situation zu erklären. „Nein nein. Du verstehst nicht. Ich bin nicht immer so klein, das liegt an meiner Gabe.“ „Also kannst du ewig jung bleiben? Dann wird dir diese Gabe hier aber nicht so viel nützen.“ meinte er mit hochgezogenen Augenbrauen. Ich kicherte „So funktioniert das leider nicht. Es ist nur eine Nebenwirkung wenn ich meine Gabe benutze. In ein paar Tagen habe ich wieder meine normale Größe zurück. Ich bin übrigens Nova.“. „Wie unhöflich von mir, ich habe mich noch gar nicht vorgestellt. Mein Name ist Blink. Sehr erfreut dich kennen zu lernen.“ entgegnete er mit einem Knicks. „Freut mich auch. Schön hier nicht nur auf Monster zu treffen. Ich dachte schon hier sind nur abartige Kreaturen, aber du siehst halbwegs normal aus, aus meiner Perspektive.“ „Sei vorsichtig mit deinen voreiligen Schlüssen, der Schein trügt. Hier landen alle möglichen Kreaturen wenn sie Träger einer Fähigkeit sind. Ob es jetzt kultivierte Humanoiden sind wie wir oder ob es sich um eine mordende Bestie handelt spielt hier keine Rolle.“ warnte mich Blink. „Ja. Das habe ich leider schon selbst feststellen müssen.“ antwortete ich halbherzig. „Die Zeit hier verändert uns nach und nach.“ sagte Blink mit einem traurigem Gesichtsausdruck.
    An einer leeren Wand öffnete sich ein Fenster mit einem bewegten Bild dahinter. „Oh! Ein hochrangiger Kampf startet. Möchtest du ihn dir mit mir gemeinsam ansehen?“ wechselte Blink plötzlich das Thema. „Du meinst hinter dieser Wand?“ fragte ich und deutete auf das Fenster. „Nein nicht ganz. Wir sind nicht bei der Arena, das ist nur ein Bild vom Geschehen.“ Noch nicht ganz verstanden was er damit meinte, gingen wir zu dem Fenster und setzten uns auf dort platzierte Stühle. „Das könnte spannend werden.“ meinte Blink. Neben uns setzte sich noch ein gut trainierter grüner Mann nieder um den Kampf zu sehen.


    Aus dem Fenster dröhnte die gleiche Stimme die ich zuvor auch schon in der Arena gehört hatte, als ich gegen Joker gekämpft habe. „In unserem heutigen Kampf darf ich Ihnen in der schwarzen Hälfte MANTIS den Sensenmeister vorstellen. Er tritt gegen unseren mysteriösen stummen NAMENLOSEN an. Seht ihn euch an! Wie er ein seiner weisen Hälfte steht als ob ihn das ganze hier nicht jucken würde. Aber vielleicht wird er ja heute sein Ende finden, denn Mantis weiß wie man einen guten Salat macht. Seine Sensen sind schärfer wie noch nie zuvor also lasst sie ihn auch benutzen. LOOOS GEHT’S!“ Das Bild war nun direkt in der Arena und zeigte Mantis der bereits auf den Namenlosen zustürmte. Er sprang in die Luft und klappte aus seinen Armen und Beinen rote Sensen aus. Er flog genau auf Kuro zu, der sich noch immer nicht bewegt hatte. Ich gab dem Namenlosen den Namen Kuro da er recht lange schwarze Haare hatte und sein Anzug pechschwarz war. Ein Arm von ihm war in weise Bandagen gewickelt und es sah so aus als ob darunter nur dünne Stangen wären. Als Mantis auf Kuro aufschlug, drangen seine Sensen nicht in Kuros Körper ein. Es sah eher so aus als würden sie einfach abrutschen. Mantis fluchte und machte einen Schritt zur Seite. Kuro hob seinen Kopf und nun wurde sein Gesicht sichtbar. Ein leeres weises Auge blitzte zwischen den Haarsträhnen hervor. Er legte den Kopf spöttisch schief, was Mantis noch wütender machte. Mantis streckte seinen Arm und klappte nun eine lange rote Sense aus, stürmte erneut auf Kuro zu und zielte genau auf seinen Hals. In dem Moment als der Schlag landen würde, packte Kuro die Sense mit bloßer Hand und hielt so seinen Gegner in Position. Ohne durch die scharfe Kante der Klinge verletzt zu werden, glitt Kuros Hand bis zum Ansatz der Sense. „Was zum…“ hörte man Mantis erstaunt rufen als ihm plötzlich die gesamte Sense ausgerissen wurde. Schreiend und fluchend stürzte Mantis auf den Boden und ich musste feststellen, dass die Sense ein Teil seines Körpers war weil jetzt Blut aus der Stelle floss an der die Sense war.
    „Aus was ist denn dein Körper gemacht?! Das ist doch kein Fleisch! Als ob man versuchen würde einen Diamanten zu schneiden.“ krächzte Mantis. Kuro gab nur eine Art leises Knurren von sich und streckte seine nicht bandagierte Hand in Richtung Mantis. Bereit seinem Angriff auszuweichen wartete Mantis aber es folgte keine Attacke. „Fick dich! Was soll die Scheiße?! Ehh? Glaubst du, du kannst mit mir spielen? Ich werde dich zerfetzen! Ich habe nicht nur eine Sense in diesem Körper!“ schrie Mantis und klappte unzählige Sensen aus seinem Körper aus. Das was seinen Körper noch zusammenhielt waren nur noch ein paar dünne Sensen.


    Er sah nun aus wie ein Skelettvogel bestehend aus nichts weiter als Sensen. Auf dünnen Sensenbeinen schritt er zu Kuro und schlug ihm mit seinem Sensenfächer der ihn am ganzen Körper traf. Komplett unbeeindruckt stelle sich Kuro auf seine Hand und trat Mantis mit seinen Füßen zu Boden. Wie ein Häcksler fegte Mantis von unten nach oben über Kuro hinweg. Sein Anzug war nun zerfetzt und unter den sich lösenden Bandagen kam ein schwarzer Knochenarm zum Vorschein. Ohne Reaktion über das was geschehen war, packte Kuro Mantis am mit Sensen besetzten Kopf. Alle Klingen von Mantis wurden zurück in seinen Körper gedrückt deutlich gegen seinen Willen. Langsam steckte Kuro seinen Knochenarm in den Brustkorb von Mantis und riss ihm sämtliche Rippen heraus.
    Bei diesen Szenen musste ich mich fast übergeben. Das Brechen der Knochen, das Reißen des Fleisches, Mantis Schreie. All dies trieb mich fast in den Wahnsinn. Aber als ob das nicht schon genug wäre, riss Kuro auch noch einen Arm von Mantis aus und fing an ihn vor seinen Augen zu essen. Dem mentalen Druck dieser Grausamkeit nicht mehr gewachsen, übergab ich mich auf den Boden.


    Blink welcher auch bleich vor Entsetzen war legte mir eine Hand auf den Rücken. „Das ist auch für mich das erste Mal, dass ich so etwas zu Gesicht bekomme. Ich hoffe nur, dass wir dieser Kreatur niemals begegnen müssen.“ sagte Blink. „Ha! Das werdet ihr auch nie.“ spottete der grüne Mann. „Mit Geckos wie euch wird hier der Fußboden aufgewischt.“ beleidigte er uns weiter. „Komm, lass uns gehen. Wir haben genug gesehen. In diesem Loch gibt es wirklich nur Monster.“ Blink brachte mich zu einem Laden an dem man sich besseres Essen per Punkte kaufen konnte. Die Nahrungspillen die man nämlich umsonst bekam, waren weder nahrhaft noch schmackhaft. Sie hielten einen nur am Leben. „Sag mal…wie kommt es, dass hier alle meine Sprache sprechen? Soweit ich mitbekommen habe, stammen wir alle von unterschiedlichen Planeten ab.“ fragte ich. „Hier spricht jeder seine eigene Sprache. Ich übersetze sie dir nur in deine, ohne Verzögerung.“ antwortete Bee plötzlich in meinem Kopf. „Bee hat dir gerade geantwortet oder?“ fragte Blink. „Ja. Woher weißt du das?“ fragte ich erstaunt. „Du hast dein Gesicht verzogen.“ antwortete er mit einem Grinsen. Ich merkte wie meine Übelkeit langsam schwächer wurde und auch Blink bekam wieder Farbe im Gesicht.
    Blink und ich bestellten uns etwas zu essen, nachdem Bee mir erklärt hatte, dass man für einen Arenapunk 15 Essensgutscheine als Tausch erhält. Ich löste gleich zwei Gutscheine ein damit mein Körper schneller wieder in den Normalzustand kommt. Wir redeten noch einige Zeit und stellten beide fest, dass wir beide gleich wenig von der Organisation hinter diesen Kämpfen wussten. Blink erzählte mir von seinem Planeten und seiner Kultur die sehr fortgeschritten war. Er erzählte von Maschinen und fliegenden Häusern und von seiner Ehefrau, seinen zwei Kindern und seinem Bruder die hier gefangen waren. Ich erzählte ihm von meinem Planeten Kier und meinem Volk in dem ich als Priesterin galt, geschickt von der Sonnengöttin um mein Volk zu führen. Wir lebten in einfachen Häusern und hatten unsere Gärten aus denen wir uns ernährten. Im Vergleich zu seiner Welt war meine eher altertümlich. „Was ist denn deine Gabe?“ fragte ich Blink spontan.


    Blink zögerte „Nun ja. So gut ich dich auch leiden kann, ich möchte meine Chance für einen gut möglichen Kampf nicht verspielen… Ich hoffe du verstehst das. Was ich dir allerdings sagen kann ist, dass falls wir gegeneinander antreten müssen, würde es mich freuen mich mit dir in einem Team wiederzufinden.“ antwortete Blink mit einem Lächeln. „Willst du damit sagen du schon weißt schon, dass du mich schlagen wirst? Ich habe zwar erst einen Kampf hinter mir aber den habe ich mit Leichtigkeit gewonnen.“ log ich. „Na wenn das so ist werde ich mich nicht zurückhalten. Es wäre mir eine Ehre gegen dich kämpfen zu dürfen Nova vom Planeten Kirr, Geheiligte vom Volk der Sonne.“ Er sprach den Namen meines Planeten falsch aus, aber das kümmerte mich wenig.

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  • Teams


    In den folgenden Tagen habe ich Blink nicht mehr gesehen. Hoffend, dass er einfach nur weitergekommen ist, bereitete ich mich auf meinen nächsten Kampf vor. Ich fand auf der Karte von Bee eine Trainingshalle in der, wie sich herausstellte jeder einen eigenen Trainingsraum betreten musste. Im Trainingsraum war nichts zu sehen. „Ich werde in dieser Trainingseinheit dein Gegner sein.“ sprach Bee zu mir und löste sich von meinem Genick. Aus dem Boden wuchs eine Metallstange auf welche sich Bee setzte. Die Stange klappte nun Arme und Beine aus. Um die Stange hüllte sich eine Substanz die sich wie Öl verhielt aber rein und durchsichtig war. „Vorbereitungen abgeschlossen. Injiziere Kampf.“ gurgelte die Maschine. Ein Strahl der Substanz schoss auf mich zu und ich richtete instinktiv meine Flammen darauf. Der Strahl zischte und die Luft im Raum wurde schwer und stickig. „Was ist das?“ fragte ich. „Das ist ein Trainingsdroide zur Eistufung deiner Fähigkeiten.“ antwortete Bee. „Nein nein. Das Zeug mit dem du hier nach mir wirfst!“. „Dabei handelt es sich um Dihydrogenoxid oder auch Wasser genannt. Eine Wärme- und Strom-leitende Flüssigkeit die die Grundbasis vieler Lebensformen ist.“ blubberte Bee weiter. „Also eine Verbindung aus Wasserstoff und Sauerstoff? So etwas hört man auch nicht alle Tage.“ entgegnete ich verblüfft. In meinem Kopf drehten sich die Zahnräder. Sauerstoff und Wasserstoff waren zwei wichtige Stoffe mit denen ich meine Flammen verstärken konnte aber diese, mir bis dahin unbekannte Verbindung hatte genau den gegenteiligen Effekt. „Ok. Fahren wir fort.“ sagte ich und zündete meine Hände und Haare an. Bee schoss zwei weiter Strahlen auf mich, aber dieses Mal setzte ich eine Technik meiner Flammen ein mit der ich bei mir Zuhause Kohlesteine zu Öl brennen konnte. Ich streckte meine Hand den Strahlen entgegen und formte eine kleine Zwiespalt-Flamme auf meinem Finger. Als ein Strahl meinen Finger berührte verschwand er wieder, wie bei meinem ersten Konter aber dieses Mal löste ich die Verbindung die die zwei Elemente zusammen hielt.


    Ein tobendes Inferno breitete sich im Raum aus als meine Flammen den Wasserstoff in der Luft entzündeten und sie gleichzeitig durch den Sauerstoff verstärkt wurden. Alles im Raum fing Feuer, die Wände, der Boden, die Decke und selbst der Droide barst durch die Flammen. „Beeindruckend!“ sprach Bee zu mir. Plötzlich wurde aus dem ganzen Trainingsraum die Luft gesaugt und meine Flammen erstickten. Als nur noch die Flammen an meinem Körper brannten wurde wieder Luft in den Raum gelassen und ein Bild der Zerstörung machte wurde sichtbar. Die Platten die die Wände auskleideten waren verkohlt, zersprungen und verbogen. „Notiz an mich selbst: Keine entzündbaren Elemente im Kampf gegen Nova.“ piepte der verrußte Bee, als er sich wieder an meinen Nacken heftete. Ich grinste und kicherte zufrieden. „PS: Flammenfeste Kleidung für Nova bestellen.“ fügte Bee hinzu. Ich musste genervt stöhnen als ich an mir herabsah und bemerkte, dass ich schon wieder meinen Anzug verbrannt hatte. „So gehe ich hier aber nicht raus!“ meckerte ich. „Ersatz ist bereits unterwegs.“ und mit diesen Worten öffnete sich eine der Platten an der Wand und gab eine kleine Box preis. In der Box lag eine runde Scheibe „Dies ist nun deine Persönlicher feuerfeste Kleidungseinheit. Bitte berühre die Beschichtung.“ sagte Bee. Ich griff nach der Scheibe und als ich sie berührte kroch der Anzug langsam meinen Arm hinauf und legte sich um meinen ganzen Körper bis zum Hals. „So bekommt ihr also alle Leute in diese Dinger.“ sagte ich erstaunt. Bee lies mich mit einem Schweigen stehen und ich ging zurück in mein Zimmer und legte mich schlafen.


    „Aufwachen! Du wurdest für den nächsten Kampf eingetragen.“ weckte mich Bee unsanft. Ich gähnte, streckte mich und setzte mich auf. Es fühlte sich so an als hätte mein Körper noch immer nicht seinen Normalzustand angenommen. Der Grund dafür war höchst wahrscheinlich das Training mit Bee. Ich schnappte mir eine Frucht die ich gekauft hatte und ging aus meinem Zimmer. Überraschender Weise fand ich mich selbst in dem Gang zur Arena wieder. Ich ging in Richtung Arena und konnte schon die Stimme hören die mich ankündigte. Die Stimme ignorierend, ging ich in die Mitte der Arena die dieses Mal eine grüne Wiese als Boden hatte. Aus der schwarzen Hälfte kam mir eine merkwürdige Gestalt entgegen. Sie sah echsenhaft aus und hatte einen Schwanz der hinter ihr her wedelte. Als mein Gegner nun ganz sichtbar war erkannte ich, dass er sechs Beine hatte, wobei ein Bein zwischen seinen Schultern am Rücken war und es sich bei seinem Schwanz auch um ein Bein handelte. Er stand auf zwei seiner Beine die alle nur drei Krallen artige Zehen hatten. Auf seiner Haut die nicht vom Anzug bedeckt war, waren kleine blaugrüne Schuppen zu erkennen.


    Bei mir angekommen blieb er stehen. „Hey!“ grüßte mich mein Gegner. „Ja. So kann man einen Kampf auch starten. Hi.“ grüßte ich zurück. „Kaltblut mein Name“ sprach er weiter. „Nova.“ antwortete ich. „Einen interessanten Körper hast du da.“ sprach ich weiter. „Eh…Und du eine…weichen…“ erwiderte er. „Ähh…Ja. Ok danke?“ gab ich zurück. „Das kann dir noch zum Verhängnis werden!“ sagte er und stützte sich mit den Händen am Boden ab und sprang in meine Richtung. Reflexartig rollte ich mich zur Seite und sah wie Kaltblut neben mir landete. In dieser Haltung sah er genauso aus wie ein großes Reptil. Plötzlich streckte sich der Arm auf seinem Rücken in meine Richtung. Ich entzündete meine Flammen und warf einen Feuerball nach seinem Arm. Blitzschnell rollte er sich auf die Seite und stand nun schief aber noch immer auf vier Beine. Er griff nun mit seinem Bein welches in der Luft war nach dem Boden und richtete sich auf und stand nun wieder mit nur zwei Beinen auf dem Boden. „Feuer, hmpf.“ gab Kaltblut von sich.
    Auf einmal riss sich Kaltblut mit einer seiner Klauen die kleine Fläche zwischen seinen Fingern auf und aus der Wunde kam eine dunkelblaue Flüssigkeit. Sein Blut formte eine lange spitze Klinge die aus seinem Arm ragte. Kaltblut holte aus und wollte mich durchbohren, doch ich schleuderte eine Flammenwelle in seine Richtung. Mitten in der Bewegung sprang er über die Welle und schlug mit der Blutklinge nach mir aber ich konnte mich in letzter Sekunde noch retten indem ich mich mit meinen Flammen vom Boden ab stieß. Kaltblut landete auf seinen Armen und fing an sich auf ihnen zu drehen. Er wirbelte mir entgegen und erst jetzt sah ich, dass aus seinen Füßen Blutäxte gewachsen waren. Ich wusste nicht wie ich dieser Attacke ausweichen sollte und zündete deswegen eine Drucknova mit brachialer Kraft die meinen Gegner meterweit zurück schleuderte. Der Energieverbrauch dieses Angriffes war enorm und ich sackte kurz zusammen. Um mich herum war das ganze Gras verbrannt und es wurde die Erde darunter sichtbar. Ich schaute in die Richtung in die Kaltblut geflogen war und sah, dass überall kleine dunkelblaue Flecken waren. Der schwer keuchende Kaltblut stand auf und hielt kurz inne. „Verdammt. Mit so einem Gegenangriff habe ich nicht gerechnet, nicht schlecht…“ rief er mir zu. „Das Zeug was da aus dir raus kommt... Ist das dein Blut?“ fragte ich. „Gut erkannt.“ antwortete Kaltblut. „Heh. Dann hat es dich wohl schlimmer getroffen als mich.“ sagte ich. „Glaub nicht, dass ich schon am Ende bin.“ entgegnete er. „Wäre auch zu langweilig.“ beendete ich das Gespräch.


    Ich formte aus meinem Feuer eine Flammenklinge und ging auf Kaltblut los. Er hatte jetzt Schnitte an seinen Armen aus welchen jeweils eine große gezahnte Klinge ragte. Aus dem Arm auf seinem Rücken schaute ein Stachel der über seinem Kopf hing, wie der Stachel eines Skorpions. Ich holte zu einem Schlag mit meiner Klinge aus, doch Kaltblut reagierte blitzschnell und wich zur Seite. Mein Schlag ging ins Leere aber Kaltbluts Schweif schlug mir in die Magengrube und warf mich zurück. Kaltblut setzte direkt zum Gegenangriff an und ich wollte gerade ausweichen als ich einen stechenden Schmerz an meinem Bauch fühlte. Ich schaute an mir runter und sah einen Schnitt an meinem Bauch aus dem Blut strömte. Starr vor Schock merkte ich nicht, dass Kaltblut bereits zum nächsten Angriff setzte. Im letzten Moment zog ich meine Flammenklinge und blockte einen Hieb. Alles um mich herum wurde unscharf und flimmerte. Ich sah alles in Zeitlupe, mein Körper war wie versteinert. Langsam sah ich den zweiten Arm von Kaltblut auf mich zufliegen, dessen Klinge meinen Körper zerteilen würde. Meine Ölreserven waren noch nicht erschöpft aber die Kraft zu kämpfen hat mich verlassen.


    Mein Körper handelte ohne mein beisteuern. In der einen Hand die Flammenklinge mit welcher ich eben einen Angriff abgewehrt hatte, die andere zu einer Stichflamme geformt, bewegte sich meine Hand der meines Gegenübers entgegen. Kaltblut veränderte die Form seiner Klinge und es entstand ein dickes Schild aus seinem harten Blut. Meine Stichflamme drang in das Schild ein und lies es zerbarsten. Unter dem splitternden Blutschild schnellte eine Hand hervor und packte meinen noch immer in Feuer gehüllten Arm. Von oben herab schoss nun der dritte Arm von Kaltblut und er rammte die Lanze aus seiner Hand genau in meine Schulter. Ich spürte wie die Lanze sich durch meinen Knochen bohrte und das Fleisch riss. Ich schrie als mein Arm von meinem Körper getrennt auf den Boden aufschlug. Die Schmerzen waren unbeschreiblich. Ich spürte wie mein heißes Blut aus meinen Wunden strömte und Feuer fing. Mein Kopf war leer. Ich packte Kaltblut am Hals und schickte all mein restliches Öl auf einmal aus meinem Körper. Alles in meinem Umkreis fing Feuer, selbst die Luft brannte. Kaltbluts Atem, sein Blut sein Körper alles stand in Flammen. Seine Schuppen gaben ein Pfeifen von sich als sie alle, eine nach der anderen verbrannten. Er schrie aber es kam nur Feuer aus seinem Rachen. Kaltblut drückte mich weg, versuchte dem Inferno zu entkommen doch es gab keinen Ausweg. Ich sah wie sich meine Flammen purpurrot färbten und mein Anzug sich erneut auflöste. Meine Haut glühte in einem dunklen Rot und meine roten Haare färbten sich weiß.
    Ich brannte nun nicht mehr mit dem Öl in meinem Körper sondern mein Körper selbst brannte. Ich saß am Boden unfähig aufzustehen. Mein Körper war taub und ich spürte keine Schmerzen mehr. Ich formte eine letzte Feuerlanze und warf sie auf den noch immer in meinen Flammen gefangenen Kaltblut. Die Lanze traf ihn genau auf seiner schmalen Brust und pfählte ihn auf den Erdboden.


    „Du gehörst jetzt mir!“ schrie ich. „Du wirst meinen Arm ersetzen den du mir genommen hast! Hörst du!?“ schrie ich weiter. Doch Kaltblut konnte mich nicht mehr hören. Er hat aufgehört zu schreien und sich zu bewegen.
    Meine Flammen gingen aus und ich fiel auf den Rücken. Mit verbranntem Anzug und ohne Arm lag ich da und sah an die Decke der Kuppel die die Arena umschloss. „Wir haben einen Sieger! Und so wie es sich angehört hat, wollte unsere glorreiche Nova den besiegten Kaltblut zu ihrem Gefährten machen! Diesen Wunsch können wir ihr natürlich nicht abschlagen, deshalb werden unsere Drohnen sie jetzt schnellstmöglich vom Feld tragen und sie wieder zusammenflicken. Die Aufzeichnungen des Kampfes werden am Ausgang verteilt.“ hörte ich wieder die Stimme des Sprechers als ich von den Drohnen vom Feld getragen wurde.


    Die Drohne brachte mich in einen dunklen Raum in dem ein großes Becken stand. Das Becken war gefüllt mit einer dunkelroten Flüssigkeit welche leicht schimmerte. Die Drohne tauchte einen Körper in die Flüssigkeit und meine ganze Haut fing an zu kribbeln. Als die Flüssigkeit meine Wunde am Bauch und am Arm berührte, fühlte ich wie sich tausende Messer in mein Fleisch rammten. Ich fing an zu schreien weil der Schmerz immer stärker wurde und nicht aufhörte. Als sich das Stechen auf meine Ganze Haut ausbreitete verlor ich mein Bewusstsein.
    Mein Oberarm brannte. Aber nicht durch meine Flammen sondern vor Schmerz. Ich lag auf meinem Bett in meinem Zimmer. Ich griff an meinen Bauch und fühlte, dass meine Wunde sich geschlossen hatte und nicht mehr schmerzte. Ich schaute auf meinen Arm und stellte entsetzt fest, dass an meinem Stumpf ein bleicher Arm aus Fleisch hing. Deutlich getrennt von meinem restlichen Körper mit einer großen Narbe, war an meinem Stumpf ein Arm gewachsen. Er war taub und ich könnte ihn nicht bewegen. Außerdem war meine Haut gebräunt und der Arm war blass und weiß. Ich tippte mit meinem Finger auf den Arm aber ich fühlte nichts. Ich stand auf und holte mir etwas zu essen. Ich versuchte die nächsten Stunden meinen Arm zu bewegen. Allerdings erfolglos.
    Plötzlich klopfte es an meiner Tür. „Nova? Bist du da? Ich bin’s. Blink.“ hörte ich seine Stimme durch die Tür. Ich öffnete die Tür und da stand Blink. Er lächelte mich an und kam in mein Zimmer. Erst jetzt merkte ich, dass ihm eine Person gefolgt war. Eine schlanke Frau mit blauer Haut auf der einige Narben oder Runen waren. Ihr Anzug bedeckte im Gegensatz zu meinem nur ihre Brust und ihre Hüften, der Rest war nicht bedeckt. „Hi.“ sagte sie mit einem breiten Grinsen im Gesicht und streckte mit ihre Hand hin. Ich streckte ihr meine Hand entgegen doch mein neuer Arm schlug einfach nur gegen ihren. Sie sah mich verwundert an. „Oh! Tut mir Leid ich kann meinen Arm nicht kontrollierten.“ sagte ich erschrocken und streckte ihr meine andere Hand entgegen. Als wir Hände schüttelten. biss mich etwas in die Hand. Ich zuckte zurück. „Mhmm. Du schmeckst gut.“ sagte die Frau. Ich wusste nicht was ich darauf sagen sollte. „Wegen der Hand. Ich hatte einen Kampf und...„ fing ich an zu erzählen, doch Blink unterbrach mich. „Wissen wir schon. Er wurde in der Lobby gezeigt. Übrigens, das ist meine Teampatnerin, Maw.“ er zeigte auf die blaue Frau. „Sie hat mich in meinem letzten Kampf besiegt. Nimm dich in Acht vor ihr, sie ist sehr neugierig.“ sprach Blink weiter. „Was? Was?! WAS!?!“ sagte ich von Information überrumpelt. „Ja ja. Hast schon richtig gehört. Aber gehen wir lieber in die Lobby, hier ist es echt zu eng für 3 Leute.“ sagte Blink und ging wieder zur Tür und wir folgten ihm.


    „Feuer-Element…hmm. Die Elementarfähigkeiten bringen immer Nachteile mit sich. In welchem Rang bist du jetzt?“ fragte Blink auf dem Weg zur Lobby. „Nova ist jetzt auf Rang 8.“ antwortete Bee bevor ich überhaupt nachdenken konnte. „Uh! Das ist Maw auch!“ rief Maw und grinste breit. „…Ah. Ich bin noch immer Rang 5.“ seufzte Blink. „Hey! Ohne Maw wärst du jetzt Garnichts mehr!“ entgegnete Maw. „Wohl war.“ sagte Blink. „Aber sag mal. Wo ist denn dein Teammitglied? Ich meine diesen Kaltblut.“ fragte Blink. „Kaltblut ist zur Zeit auf seinem Zimmer in Erholung.“ antwortete Bee wieder. „Dem hast du auch ordentlich zugesetzt. Kein Wunder dass…“ stoppte Blink mitten im Satz und blieb stehen. Seine Haare stellten sich auf. „Hier stimmt etwas nicht. Ich habe ein ganz schlechtes Gefühl.“ sprach Blink mit gesenkter Stimme. Da spürte ich es auch. Eine dunkle Aura lag auf der Lobby. Sie strahlte Verzweiflung und Hass aus.


    In der Lobby war niemand zu sehen bis auf eine kleine dunkle Gestalt in der Ecke. „Oh nein. Lass uns wieder gehen. Das ist nicht gut.“ sagte Blink und fing an sich nervös zu bewegen. Maw hatte ihr Grinsen abgelegt und machte nun einen ernsten Gesichtsausdruck. „Was ist hier los?“ fragte ich und drehte mich zu Blink um. „Das ist ER! Der Namenlose. Was macht er hier in der Rang 5 Lobby?“ fragte Blink nervös. Ich drehte mich wieder um und sah wie der Namenlose langsam in unsere Richtung schritt.
    Blink und Maw gingen ein paar Schritte zurück. „Was ist so schlimm daran? Wir können unsere Fähigkeiten hier doch eh nicht einsetzen.“ sagte ich. „Du verstehst nicht. Ich habe mich etwas über ihn erkundigt. Er ist derjenige mit dem Höchsten Rang, er dürfte gar nicht hier sein. Er ist einer ganz anderen Lobby zugewiesen und er wird normalerweise nie außerhalb eines Kampfes gesehen. Du hast doch gesehen was er mit seinen Gegnern gemacht hat!“ sagte Blink zu mir. Ich wollte gerade auch weggehen doch da hatte er mich schon erreicht. Kuro stand nun vor mir er war einen Kopf größer als ich und aus der Nähe erkannte man sein Gesicht. Ein bleiches Gesicht über dessen eine Helfe seine schwarzen Haare hingen und es somit verdeckten. Nur ein weißes Auge ohne Pupille oder Iris war sichtbar. Sein Auge war leer. Es sah so aus als würde sein Gesicht unter seinen Haaren verschwinden. Er reichte mir eine kleine Box aber sah mich nicht dabei an. „Für mich?“ fragte ich, aber ich bekam keine Antwort. Ich griff nach der Box und als sich meine Hand um sie legte spürte ich, dass die Box vibrierte. Kuro ließ die Box los und das Vibrieren verschwand. Erst jetzt merkte ich, dass Kuro am ganzen Körper zitterte. Kuro drehte sich um und ging in Richtung eines Ausgangs. Ich starrte ihm so lange hinterher bis er im Schatten des Ganges verschwand. „Das war echt gruselig.“ sagte Maw. „Was zur Hölle war das?“ fragte Blink völlig Fassungslos. „Ich hab keine Ahnung.“ antwortete ich und starrte nun auf die kleine Box.

    Krieg: I'll never forget the way her holes cried... The way she screamed in agony as she pushed the knife slowly into my sternum...
    Such a beautiful symphony of feelings, and at the end of it, she was so much greater! My operatic diva of flesh and steel!!

  • Der Einstieg in die Welt der 33 (Un)Glückspilze ist geschafft!


    Freut euch nicht zu früh, das waren nur eine Hand voll Figuren.
    Es werden noch bedeutend mehr.


    An diesem Punkt: Danke an alle Leser!
    Ich werde damit fortfahren, in kleinen Abständen einzelne Kapitel hochzuladen.
    Season 1. hat 13 Kapitel (habe nachgezählt) die alle in der Länge variieren.
    Sobald die ersten 13 Kapitel hochgeladen sind, werde ich mir das Ergebnis ansehen und danach entscheiden,
    ob ich Season 2. (wenn ich sie fertig habe, oder ev. auch sogar schon davor) hochladen werde.


    Nun noch ein kleines Geheimnis über Nova:
    Durch ihre Fähigkeit wurde sie auf ihrem Heimatplaneten als Geschenk der Göttin der Sonnen gesehen.
    Der Planet Kier hat 3 Sonnen, was dazu führt, dass dort niemals Nacht ist.
    Novas Eltern wurden durch ihre Tochter auf einen Art königlichen Status angehoben.
    Ihr Parte hat sich ihr Leben lang mit ihrer Fähigkeit beschäftigt, diese studiert und mit ihr trainiert.
    Nova war zwar auf der Position der Hohepriesterin, hatte aber aufgrund ihrer jungen Jahre keine Macht über "Ihr" Volk.
    Sie hat sich nie an die förmlichen Vorschriften gehalten und wollte immer ihr eigenes Ding durchziehen.
    Dennoch war ihr ihre Rolle bewusst und sie hat sie mit Ernst behandelt.


    Ich hoffe dieser kleine Einblick in Novas Vergangenheit hat euch gefallen und ich hoffe auch, dass ich damit das Band zwischen Leser und Haupcharakter etwas verstärken konnte.
    Ev. werde ich wieder zwischen den Kapiteln kleine Einblicke zu verschiedenen Figuren geben.


    Damit setzte ich den Chihuahua in eure Tasche und wünsche euch allen noch viel Spaß beim lesen.


    Jason

    Krieg: I'll never forget the way her holes cried... The way she screamed in agony as she pushed the knife slowly into my sternum...
    Such a beautiful symphony of feelings, and at the end of it, she was so much greater! My operatic diva of flesh and steel!!

  • Neue Nova


    Ich drehte die Box in meinen Händen, aber sie war weder beschriftet noch gab es einen Hinweis wie man sie öffnen konnte. „Was ist das für ein Ding?“ fragte ich die zwei. „Bestimmt etwas zum essen.“ meinte Maw. Sie sah mich fragend an und wollte anscheinen, dass ich die Box in den Mund stecke. „Wohl eher kaum.“ sagte Blink und zeigte nun auf einen Waffenladen in der Lobby. „Alles was es hier gibt ist auch von hier. Wenn einer weiß was das ist, dann die Händler oder Bee.“ sprach er weiter. „Informationen über Waffen oder Waffengebrauch sind nicht in meinem Modul vorhanden.“ schaltete sich Bee ein. „Also ist es eine Waffe?“ fragte Maw. „Sieht nicht wie eine aus. Ich meine ich kenne von hier nur Messer und Schwerter.“ sagte Blink. Wir gingen zu dem Laden und fragten den Besitzer was es mit dieser Waffe auf sich hatte. „Waffe? Das ist nur eine Personenbox. Du musst sie einfach nur in den Boden drücken.“ antwortete uns der Händler. „In den Boden?“ fragte ich verwundert. „Ja. Mach einfach.“ sagte der Händler.


    Ich stellte die Box auf den Boden und drückte mit meiner Hand auf die obere Seite. Die Box gab nach und versank im Boden. Völlig erstaunt zog ich meine Hand weg und aus dem Boden erhob sich ein kleiner Schrank in Hüfthöhe. Der Schrank hatte eine Tür mit einem Griff. Ich öffnete den Schrank aber es war weniger drinnen als erwartet. Ich hielt jetzt einen kleinen Stab oder einen Griff und einen Brief in der Hand. „Bitte mach mir mal den Brief auf.“ sagte ich zu Blink und reichte ihn den Brief. Während Blink den Brief öffnete betrachtete ich den Stab. Er passte genau in meine Hand und hatte eine grifffeste Oberfläche. Er hatte weder Knöpfe oder versteckte Schalter noch etwas wie eine ausfahrbare Klinge. „Nova das ist eine Einladung.“ sagte Blink. „Einladung für was?“ fragte ich und sah auf den Brief.


    „Einladung zu einem Duell um den beigelegten Elementarpuffer.„


    „Das ist alles? Mehr steht da nicht“ fragte ich und drehte den Brief in meiner Hand, doch außer dem kleinen Text und einem Kästchen zum ankreuzen, war nichts zu erkennen. „Nova. Das ist eine Einladung zu einem Kampf gegen den Namenlosen. Verstehst du das? Wenn du annimmst wird der Kampf direkt eingeleitet, wenn beide Teilnehmer kampffähig sind. Diesen Elementarpuffer darfst du nur solange behalten bis die Frist für den Kampf abgelaufen ist oder du gewonnen hast.“ erklärte mir Blink. „Ist das dann ein normaler Kampf oder nur ein Kampf um einen Gegenstand?“ fragte ich. „Keine Ahnung. Ich habe noch nie ein Duell gemacht aber gegen diesen Gegner glaube ich nicht, dass es nur um den Puffer geht.“ antwortete Blink. „Wie fit bist du? Kannst du kämpfen?“ fragte er mich. „Mit dem Arm? Das kannst du vergessen. Ich kann den ja nicht mal bewegen.“ sagte ich und schwenkte meinen tauben Arm hin und her. „Du warst im Pool oder? Dann solltest du ihn eigentlich wieder bewegen können.“ sagte Maw. „Pool?“ fragte ich. „Ja. Das rote Heilbecken. Maw hat eine Hand verloren im ersten Kampf. Danach war Maw im Pool und dann hatte Maw wieder eine Hand.“ erzählte Maw. „Warum war ich dort nicht? Du hast mich fast in zwei Teile gebissen!“ fing Blink an zu meckern. „Awww.“ bemitleidete ihn Maw und tätschelte seinen Kopf. „Nova. Ich gehe mit dir Trainieren. Komm nachher um 1500 zum Trainingsraum. Testen wir mal diesen Elementarpuffer. Ich muss noch etwas mit Maw bereden, wir treffen uns dann dort. Sei pünktlich!“ sagte Blink zu mir. „Hey! Aber mein Arm...“ „Das macht nichts. Der wird schon wider.“ unterbrach mich Blink und ging mit Maw davon. Ich packte meine Box wieder zusammen und ging noch etwas essen. Danach machte ich mich auf den Weg zum Trainingsraum.


    „Du bist spät dran.“ sagte Blink als ich in der Trainingshalle ankam. Wir gingen zusammen in einen Trainingsraum und als Blink den Raum betrat sah ich, dass er mehrere Messer bei sich hatte. „Versuch jetzt mal den Puffer zu aktivieren.“ sagte Blink und drehte sich zu mir um. Ich sah auf den kleinen Griff in meiner Hand. „Und wie?“ fragte ich planlos. „Zünde das Ding einfach mal an. Es wird nicht ohne Grund Elementarpuffer heißen.“ antwortete Blink. Ich tat was er sagte und der Puffer übernahm meine Flammen und stieß sie an beiden Enden wieder aus. „Wau!“ sagte ich erstaunt und hielt den Puffer mit ausgestreckter Hand von mir weg. „Das sieht doch gut aus, oder? Und jetzt greif mich mal damit an.“ sagte Blink. „Eh... Bist du dir da sicher? Ich meine ich weiß nicht wie stark das Ding ist.“ warnte ich Blink. „Ja ja mach schon. Versuch mich zu treffen, ich halte das schon aus.“ sagte Blink selbst überzeugt. Ich richtete ein Ende des Puffers auf Blink und konzentrierte mich darauf einen einfachen Feuerball zu schießen. Der Feuerball kam aus dem Puffer geschossen und flog in Richtung Blink. Mein Bauch kribbelte aufgeregt einerseits weil der Gebrauch des Puffers spannend war und andererseits weil ich Blink nicht verletzen wollte. Blink zögerte recht lange und wich im letzten Moment dem Feuerball mit einer kleinen Bewegung aus. „Das kannst du doch auch ohne dem Elementarpuffer. Versuch mal was Neues.“ sagte Blink. Ich hatte sogar schon eine Idee die mit meinen Flammen nie richtig funktioniert hat. Ich konzentrierte mich wieder aber jetzt auf eine Peitschenbewegung. Die Flammen die aus dem Puffer kamen wurden dünner und länger und nahmen die Form einer Peitsche an. Ich holte zu einem Peitschenhieb aus und die Flammen folgten dem Puffer. Es sah so aus als würde ich ein brennendes Seil schwingen doch es war nur Feuer das durch den Puffer in Form gehalten wurde. Ich richtete den Angriff auf Blink der jedoch wieder gekonnt auswich. Doch dieses Mal blieb an der Stelle an der mein Angriff nieder ging ein zweiter Blink stehen der sich allerdings nicht bewegte und auch nicht von meiner Attacke getroffen wurde. Bevor ich verstand was das eigentlich war, verblasste sein Abbild und verschwand einfach.


    „Was war das?“ fragte ich. „Nennen wir es meine zweite Ausweichmöglichkeit.“ antwortet er. Ohne weiter Fragen zu stellen startete ich eine Welle aus leichten Angriffen mit dem Puffer aber ich konnte Blink nicht treffen. Er bewegte sich so präzise und schnell und lies bei seinen Bewegungen immer mehr von seinen Abbildern stehen die kurz darauf wieder verschwanden. Frustriert darüber, dass ich ihn nicht treffen konnte ging ich in den Nahkampf und versuchte da mein Glück. Der Puffer mit zwei Feuerklingen bestückt, mein Körper brennend merkte ich, dass mein neuer Arm nicht brannte. Ich ignorierte es und fokussierte mich auf meine und Blinks Bewegungen. Ich schickte eine kleine Flammenwelle mit meinem Fuß in seine Laufrichtung und zwang ihn damit zu einem Sprung. Nun hatte ich eine freie Bahn für meine Klinge. Doch in dem Moment in dem ich Blink hätte treffen sollen verschwand er plötzlich einfach so. Ich bemerkte ihn erst wieder als er mir eines seiner Schwerter an die Kehle hielt. „Nicht schlecht.“ sagte er. „Ohne meine Fähigkeit hättest du mich eben getroffen.“ sprach er weiter. Nun verstand ich endlich seine Fähigkeit. „Du kannst dich also zu diesen Standbildern Teleportieren?“ fragte ich. „Du hast es erfasst.“ antwortete er. „Der einzige Nachteil ist, dass ich meine gesamte Bewegungsenergie verliere und, dass die anderen Kopien beim „shiften“ verschwinden. Oh. Sind dann doch wohl zwei Nachteile.“ sagte er und grinste mich an. Blink ging ein paar Schritte zurück und fing an in eine Richtung zu laufen. Er schlug einen plötzlichen Haken und teleportierte sich wieder direkt vor meine Nase wo er gestartet war. Er machte das noch ein paar Mal und bewegte sich dabei so schnell, dass ich seinen momentanen Aufenthalt immer wieder aus den Augen verlor und einige Zeit brauchte ihn wieder zu finden. „Ich war der schnellste Scout in meiner Truppe. In Einsätzen wurde ich nie besiegt oder auch nur getroffen. Diese Erfahrung ist hier sehr nützlich da mein Fähigkeit meine schnellen Bewegungen noch schneller macht.“ sagte er und blieb vor mir stehen.


    „Schnelligkeit kann auch dir weiterhelfen.“ sagte Blink. Er griff nach meinem nicht brennenden und tauben Arm und sagte „Jetzt ist es für dich aber wichtig, dass du deinen Arm wieder unter Kontrolle bringst.“
    Blink verschwand wieder weil er mir mit meinem Arm nicht helfen konnte. Ich übte noch einige Stunden meinen Arm in Gang zu bringen. Ich schaffte es auch ihn in Brand zu setzten allerdings konnte ich das Feuer auf Befehl erst nicht ausmachen. Ich brachte meinen Arm dazu sich schlaksig zu bewegen aber ich konnte nicht greifen oder eine Faust machen und meine Flammen konnte ich auch nicht kontrollieren.


    Müde vom Training verließ ich den Trainingsraum und machte mich wieder auf den Weg zu meinem Zimmer. Da bemerkte ich einen Spiegel an der Wand. Vor mir stand eine kleine magere Nova. Mein rotes Haar war hüft- lang und völlig zerzaust. Mein Körper hatte noch immer die Größe eines Kleinkindes weshalb meine Haare auch im Vergleich zu lang waren. Ein bleicher Arm, der nicht vom dunkelgrauen Anzug verdeckt war hing an meiner Schulter. „Es sah so falsch aus.“ dachte ich mir. Auch meine Öltanks waren so gut wie aufgebraucht. „Bee? Gibt es hier so etwas wie einen Pflege- oder Erholungsbereich?“ fragte ich. Bee blendete mir im inneren Auge eine Karte ein. „Ja. Du kannst die Wellnes-Einrichtung für ein paar wenige Punkte besuchen und dich dort anmelden.“ antwortete Bee. „So bekomme ich doch nie nur ansatzweise 333 Punkte zusammen.“ seufzte ich und trottete den Weg zur Wellness-Einrichtung entlang.


    Ich kaufte mir eine Mitgliedskarte und folgte dem Wellness-Droiden. Diese Erholung war dringend nötig. Ich wurde von oben bis unten behandelt. Meine Haare wurden gebändigt, die Farbe meines Armes wurde an meine Hautfarbe angepasst und die Narbe wurde behandelt und war nun nur noch leicht sichtbar. Ich durfte mir meinen eigenen Anzug designen und es wurde mir sogar ein Sandbad vorbereitet. Der Sand war schön heiß und klein gemahlen. Das war perfekt für meine Haut und ich konnte endlich einmal abschalten. Als ich eingebettet in meinem Sand lag gingen mir tausend Dinge durch den Kopf. Eltern, Punkte, Ränge, Kuro, Blink, der Elementarpuffer, mein Arm. Doch da öffnete sich plötzlich die Tür zu meinem Wellness Raum. Mein Kopf steckte im Sand deshalb konnte ich nur aus den Augenwinkeln erkennen, dass es keine Drohen war. Mein Herz pochte wie verrückt in meinem Körper da ich dachte der Raum wäre für mich alleine. Die Gestalt hatte einen langen Mantel an und trug eine Waffe bei sich. Die Person ging hinter mir vorbei und an meinem Becken entlang zu einem Tisch. Als sie ihren Mantel ablegte, erkannte ich, dass es ein Frauenkörper war der vollkommen in ihren normalen Anzug gehüllt war. Nur bei den Augen waren türkise ovale Steine angebracht. Sie legte sich auf den Tisch und blieb regungslos liegen. Einige stille Minuten vergingen als endlich eine Drohne erschien und nun unzählige Nadeln in den Körper der vermummten Frau steckte. Ich sah mit weit geöffneten Augen zu wie ihre gesamte Rückseite mit Nadeln besteckt wurde. Als die Drohen fertig war verließ sie wieder den Raum und es herrschte erneut Totenstille im Raum. Ich wusste nicht ob ich etwas sagen sollte und was ich sagen sollte, also sagte ich nichts und entspannte mich weiter.


    Nach einer langen stillen Zeit kam eine Drohne und befreite mich aus dem Sandbad. Mein Arm kribbelte und juckte stark und ich fühlte mich so erholt wie schon lange nicht mehr. Ich zog mich wieder an und ging aus dem Raum. Die Frau mit den Nadeln im Rücken hatte die ganze Zeit nichts gesagt und sagte auch jetzt nichts. Ich stellte mich vor einen Spiegel und betrachtete mein Spiegelbild. Endlich, ich sah wieder schön aus und fühlte mich auch so. Meine Haare waren wieder glatt und strahlten förmlich vor Glanz. Ich band sie mir zu einem hohen Zopf und fixierte sie mit einem feuerfesten Haarband. Mein Arm sah endlich so aus als ob er zu meinem Körper gehörte. Die Narbe war kaum noch sichtbar und ich konnte ihn auch schon recht gut bewegen, allerdings fühlte er sich noch immer wie eingeschlafen an. Mein Körper ist in der kurzen Zeit um einige Zentimeter gewachsen und hatte fast meine Originalgröße erreicht. Mein Neuer Anzug war nun nicht mehr ein Anzug sondern bestand aus einer kurzen Hose, einem T-Shirt und einem gestreiften Rollkragen Pullover in denen ich mich wohl fühlte. Ich ging zurück auf mein Zimmer und machte mir etwas zu essen als es gerade an der Tür klopfte.


    „Wer ist da?“ fragte ich und ging zur Tür. „Dein Arm“ bekam ich als Antwort. Ich wunderte mich und öffnete die Tür. Vor mir stand eine Echse mit schwarzen, abstehenden, zerfetzten Schuppen und einer Box unter dem Arm. „Kaltblut? Bei der Sonne. Ich hätte dich jetzt fast gar nicht mehr erkannt.“ sagte ich erstaunt. „Ja. Der Kampf mit dir hat erheblichen Schaden angerichtet. Darf ich herein kommen?“ fragte Kaltblut. „Ja. Komm nur. Ich habe mir gerade etwas zu essen gemacht. Möchtest du auch etwas?“ fragte ich. „Danke aber ich schätze, dass was ich esse und das was du isst unterscheidet sich etwas. Hier. Ich habe dir etwas mitgebracht.“ sagte Kaltblut und reichte mir den verpackten Behälter. „Du siehst auch etwas anders aus als wie ich dich das letzte Mal gesehen habe, irgendwie schöner. Und mit Arm.“ sprach er weiter. „Danke. Ja ich war in diesem Heil-Pool. Langsam komm ich mit dem neuem Arm zurecht.“ sagte ich. Ich entfernte die Verpackung von dem Behälter und darunter wurde eine durchsichtige Vitrine sichtbar in der auf Sockeln ein abgerissener Arm platziert war.
    „Was soll das?“ fragte ich verstört. „Das ist eine Trophäe. Nimm sie einfach an. Mein Brauch verlangt es so.“ antwortete Kaltblut. „Ehhh. Ich weiß nicht was ich davon halten soll.“ sagte ich und wusste wirklich nicht ob ich mich ärgern oder freuen sollte. „Das ist ein sehr eigenartiger Brauch.“ murmelte ich. Nun saßen wir beide an meinem kleinen Tisch. „Du weißt, dass ich jetzt nicht mehr von deiner Seite weiche?“ fragte mich Kaltblut. „So etwas in der Art ja. Ich habe das mit dem Team schon gesehen.“ sagte ich und dachte dabei an Blink.
    Kaltblut und ich unterhielten uns über unsere Heimatplaneten. Ich erzählte ihm von meinem Volk und unserem Glauben und er erzählte von seinem Planeten auf dem jeder auf sich selbst gestellt war. Er erzählte von kannibalischen Eltern und wie sich alles nur ums fressen und gefressen werden drehte. Dank seiner Fähigkeit kam er recht einfach zurecht da er seine Blutreserven mit dem Blut anderer seines eigenen Volkes wieder auffüllen konnte und so, nicht wie hier auf das in seinem Körper begrenzt wahr. Kaltblut lebte anscheinend in freier Wildbahn, ohne ein Haus oder ähnliches und streifte ohne Ziel durch die Lande. Er sagte, dass sich hier nicht viel für ihn verändert hätte bis auf das, dass er nicht von hier weg konnte. Ich erzählte ihm von meinem bevorstehenden Kampf gegen den Namenlosen den er nicht kannte, als eine Übertragung eines Kampfes angekündigt wurde. Wir gingen in die Lobby und trafen dort auf Maw und Blink die auch wegen des Kampfes gekommen waren.


    „Wau! Nova! Du siehst hübsch aus.“ sprach Maw mich direkt an. „Ja. Du siehst wirklich erholt aus.“ fügte Blink bei. „Danke. Ich fühle mich auch so.“ antwortete ich mit einem Lächeln. „Das ist übrigens mein Partner Kaltblut.“ sagte ich und deutete auf ihn. „Sehr erfreut. Mein Name ist Blink.“ sagte Blink. „Die Freude ist ganz meinerseits.“ antwortete Kaltblut und machte eine Geste mit der Hand. „Du siehst knusprig aus. Darf Maw kosten?“ fragte Maw. „Das ist Maws Art „Hallo“ zu sagen.“ fügte Blink hinzu als Kaltblut Maw fragend anstarrte. „Wenn ich mich häute, kannst du meine Haut gerne haben.“ antwortete Kaltblut unerwartet und Maw setzte ein zufriedenes Grinsen auf. Wir vier setzten uns auf die Bänke vor der Wand an der man die Kämpfe ansehen konnten und ich merkte, dass wir nicht allein waren. Auf den Bänken saßen noch ein paar andere Gestalten die ich noch nie gesehen hatte. Als der Kampf startete saßen neun Leute im Raum.


    „Willkommen verehrte Zuseher!“ hallte die Stimme des Sprechers aus der Wand. „Ich bin geschockt ihnen mitteilen zu müssen, dass dieser Kampf nur in eine Richtung gehen wird. Denn unsere heutigen Kandidaten wissen genau was auf sie zukommt. Begrüßen wir gemeinsam unseren pfeilschnellen und zielsicheren Wegweiser VECTOR! Aber wer wird nun der Gegner eines Mannes sein dessen Weg geradewegs zur Ziellinie führt, fragen sie sich vielleicht. Nun ja. Eines kann ich ihnen verraten. Es wird mit Sicherheit kein leichter Gegner.“ beendete der Sprecher seine Ansprache und das Bild zeigte nun die Arena.


    Man sah einen jungen farblosen Mann. Seine Haut war grau und er hatte einen dunkelgrauen Ponny und einen hohen kurzen Zopf. Sein gesamtes Auftreten wirkte irgendwie traurig. Nun schwenkte das Bild auf die andere Seite des Raumes. Gerade in die Arena gekommen sah man nun Vectors Gegner. Ein Teenager mit weißen Haaren die in alle Richtungen abstanden und weißem Anzug, kaum älter als 15 war nun zu erkennen. Er hatte ein schiefes Grinsen im Gesicht und seine Augen waren weit aufgerissen. Er bewegte sich sehr merkwürdig und nicht flüssig. Das Erste was aus seinem Mund kam war „Ist dein Blut auch so grau wie du? Wenn ja, blute für mich!“. „Zucker… Du… Ich kenne dich.“ sagte Vector mit einer weinerlichen Stimme. „Was?! Aber ich hasse Leute die mich kennen!“ schrie Zucker herum. Er machte einen Geisteskranken Eindruck und zuckte andauern. Ihm bei seinen Bewegungen zuzusehen reichte, damit ich mich unwohl fühlte. „Komm her und probiere meine Faust! Sie schmeckt nach Blut und Zähnen!“ schrie Zucker weiter und stürmte auf Vector zu. „Nur zu. Du wirst schon sehen wo du landest.“ erwiderte Vector und stellte sich in eine Kampfpose. Man sah wie vor Vector auf dem Boden ein schwarzer großer Pfeil entstand der weg von ihm zeigte. Zucker setzte nun zu einem Schlag an, doch als er die Pfeilplatte sah, brach er mitten in der Bewegung ab. Seine Bewegungen waren völlig zufällig. Es sah nicht so aus als ob er wüsste was er gerade macht, sondern eher wie ein Fisch auf dem Trockenen, der wild um sich zappelte. Mit einer ruckartigen Bewegung manövrierte sich Zucker um die Platte vor seinen Füßen herum und griff Vector von der Seite an. Vector blockte den Angriff ab indem er eine Pfeilplatte auf seinem Arm erschienen lies. Als der Arm von Zucker auf die Platte aufschlug, gab es einige elektrische Funken. Zuckers Arm wurde nach oben geschleudert und er machte einen Salto rückwärts. Vector wurden vom Aufprall auf den Boden geworfen, stand aber gleich wieder auf. Er wartete erst nicht bis sich Zucker wieder aufgerichtet hatte und schoss nun mit einer hohen Geschwindigkeit über die Pfeilplatten die vor ihm am Boden auftauchten auf Zucker zu. Er machte eine flache Hand und auf beiden Seiten seiner Hand wurden Pfeilplatten die zu den Fingerspitzen hin zeigten sichtbar. Vector zielte genau auf die Brust von Zucker, welcher reflexartig zur Seite wich. Der Schlag streifte nur leicht aber Zucker hatte dennoch einen Schnitt quer über seine Brust. Der Schnitt fing leicht zu bluten an und Zucker schrie nun nur noch mehr herum . „Ich werde meinen Kanarienvogel mit deinen Lungen schminken!“.


    Zuckers Bewegungen wurden noch schneller, noch geladener, noch unberechenbarer, er bewegte sich wie betrunken und doch präzise. Sein ganzer Körper knisterte und es schlugen immer wieder Funken in den Boden ein die von seinem Körper kamen. Vector studierte jeden Schritt von Zucker, doch es ließ sich kein Muster erschließen. Er versuchte immer wieder Pfeilplatten unter die Füße von Zucker zu legen und ihn damit zum Fall zu bringen aber Zucker stoppte einfach mitten in der Bewegung und schlug eine andere Richtung ein oder wich einfach über die Platte hinweg ohne auf sie zu treten. Plötzlich startete Vector eine Kette von Angriffen. Er rutschte über mehrere Pfeillatten in verschiedene Richtungen und wich so gleichzeitig den Hieben und Tritten von Zucker aus. Da erwischte es Zucker, Vector schob eine Platte unter Zucker. Seine Beine bewegten sich sofort in die Richtung des Pfeils. In dem Moment in dem Zucker aufschlug, änderte Vector die Richtung des Pfeils und Zucker wurde nun genau in die Hand von seinem Gegner geschleudert. Doch Zucker war schneller. Er packte mit seinen Beinen den Kopf von Vector und umklammerte ihn. Gleichzeitig griff er nach Vectors Arm welcher allerdings mit Pfeilen versehen waren. Er rutschte den Pfeil entlang und als er die Spitze erreichte, fuhr die Schneide tief in seine Hand ein und schnitt ihm den Daumen ab.


    Zucker schrie auf und stieß sich wieder von Vector ab. Als seine Beine den Kontakt verloren schlug ein großer Blitz in Vector ein. Es gab einen Knall und Vector wurde von den Füßen gerissen. Er schlug auf den Boden auf und blieb liegen. Er zuckte und stöhnte und schaffte es nicht aufzustehen. Währenddessen hielt Zucker seinen Hand und schreite wild herum „Ich werde dich zu Hackfleisch verarbeiten du elendiger Kartoffelschäler! Akt Drei handelt davon wie ich dir diene Knochen alle einzeln aus dem Laib ziehe! Und in Akt Vier werden dann in einer Rückblende deine traurigsten und schmerzhaftesten Erinnerungen eingeblendet!“. Die Sätze von Zucker ergaben nun noch weniger Sinn. Langsam rappelte sich Vector wieder auf und ging zu Zucker hinüber. Er holte zu einem letzten Schlag aus und sagte zu Zucker „Tut mir Leid aber… Du gehst mir auf die Nerven!“.


    Stille kehrte in der Arena ein als Zucker aufhörte zu schreien. „Nun, das war wohl ein sehr unerwartetes Ende. Wer hätte gedacht, dass der Kampf so ausgehen würde? Ich glaube keiner.“ hörte man den Sprecher wieder reden. „Warum ist er nicht ausgewichen?“ fragte ich. „Vielleicht hatte er keine Kraft mehr und war zu geschwächt.“ meine Kaltblut. „Ach komm schon! Ich habe dich doch auch noch besiegt nachdem du mir den ganzen Arm abgerissen hast, ja!“ gab ich zurück. „Ich glaube, dass er mit seinem letzten Blitz seine Energie verbraucht hat. Denn umso mehr er sich bewegt hat umso mehr Funken kamen aus ihm raus und umso schneller war er auch.“ sagte Blink. „Sag ich doch!“ meinte Kaltblut.


    Unsere Gruppe trennte sich wieder. Ich ging alleine auf mein Zimmer zurück und holte die Einladung zum Kampf gegen Kuro und den Elementarpuffer und begab mich zu der Trainingshalle.

    Krieg: I'll never forget the way her holes cried... The way she screamed in agony as she pushed the knife slowly into my sternum...
    Such a beautiful symphony of feelings, and at the end of it, she was so much greater! My operatic diva of flesh and steel!!

  • Vector:


    Einige werden diese Fähigkeit erkannt haben. Ja, ich habe mich von einer gewissen Person mit einer zwiegespaltenen Zunge inspirieren lassen.
    Etwas abgeändert natürlich. Vectors Körper und auch seine Welt ist schwarz-weiß, er kann aber dennoch die Farben der Anderen sehen.
    Vector ist extrem aufnahmefähig und kann blitzschnell Entscheidungen trefen. Er ist sehr ruihg und versucht immer einen guten Überblick zu behalten.
    Er ist in der in der Lage, auch ohne Bee, die Sprachen der anderen Wettstreiter, durch hören weniger Sätze zu lernen.
    Als geborener Bücherwurm kann er sich gaze Seiten auswendig merken.
    Wenn er allerdings in Situationen gerät oder Personen trifft, mit denen er nicht klar kommt, verliert er schnell die Geduld.
    Ich würde fast behaupten, dass er sich mehr Wissen, über alles was auf dem Schiff geschiet, angeeignet hat, als die Schöpfer selbs.
    Selbstverständlich kann er nicht über alle Personen bescheid wissen, aber über Gegenstände, Ereignisse und Regeln könnte er mehrere Bücher schreiben.


    Jason

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  • Dämon


    Ich musste die Einladung bei einem Schalter zu einem Trainingsraum abgeben um hinein zu dürfen. Drinnen angekommen blickte ich mich um und sah, dass dieser Raum um einiges größer war als mein Trainingsraum. Als Kuro den Raum betrat stellte ich ihm erst einmal ein paar Fragen. „Warum möchtest du gegen mich kämpfen? Bei diesem Kampf geht es aber nur um Sieg oder Niederlage und nicht um Leben und Tod, oder?“ fragte ich doch Kuro gab keine Antwort. Als wir uns näherten, merkte ich, dass ich jetzt ein kleines Stück größer war als er. Er war in der Tat sehr klein und sah zerbrechlich aus. Nichtsdestotrotz habe ich gesehen was er mit seinem Gegner gemacht hatte. Er hatte noch immer diesen starren leeren Blick und zitterte am ganzen Körper. Als er anfing ein klickendes Geräusch zu machen, wusste ich, dass ich den Kampf starten sollte. Ich erwartete einen Angriff von ihm, doch er stand nur herum und wartete. Ich warf einen kleinen Feuerball auf ihn. Der Feuerball traf ihn zwar aber er zeigte keine Wirkung. Nur sein Anzug war leicht angesengt. Ich entschied mich vorerst auf Distanz zu bleiben und abzuwarten aber Kuro ließ sich einfach nur von allen Angriffen treffen.


    Sein Oberkörper war nun frei sichtbar da ich den Anzug weggebrannt hatte. Auf der rechten Seite seines Oberkörpers waren alle Knochen sichtbar. Sie waren schwarz wie die seines Arms und sahen rau aus. Unter seinen Rippen sah man das rote Fleisch pochen. Sein Bauch war noch mit seiner bleichen Haut überzogen aber es sah auch nicht normal aus. Seine Haare verdeckten noch immer die Hälfte seines Gesichts und ich fragte mich ob er da auch keine Haut hatte. Als ich aufhörte ihn mit meinem Feuer anzugreifen gab er wieder dieses knurrende Klicken von sich. „Jaja, ist ja schon gut! Kannst du nicht reden oder was?“ fragte ich. Er knurrte als Antwort und ich fasste das als ja auf.


    Ich ging nun in den Nahkampf und benutzte den Elementarpuffer. Doch jedes Mal wenn meine Flammen seinen Körper berührten, lösten sie sich einfach auf. Ich wusste nicht weiter. Wie sollte ich jemanden besiegen den ich nicht angreifen kann? Plötzlich packte mich Kuro völlig unerwartet mit seiner Knochenhand am Kopf aber bevor ich reagieren konnte war ich ganz wo anders. Ich sah eine Kreatur mit unvorstellbarer Kraft gefangen im Körper von Kuro. Er sprach nun zu mir in meinen Gedanken und versuchte mir zu sagen, dass ich das Ding in ihm aufhalten muss und er glaubt, dass ich die Richtige dafür sei. Er nahm seine Hand wieder von meinem Kopf und ich war wieder im Trainingsraum. Kuro starrte mich an und sah mir nun auf meine Brüste. Ich sah auch an mir runter. Meine Öltanks waren noch gut gefüllt aber ich verstand was er mir sagen wollte. Ich musste es probieren ihn mit meiner Lebensflamme anzugreifen da sie sich anders verhielt als meine normale Flamme. Durch das auf Kämpfe ausgelegte Training hatte ich meine Flammen nun gut unter Kontrolle und sie verbrauchten nur noch sehr wenig meines Öls, wenn ich sparsam war. Ich ließ meine Flammen das ganze Öl aufbrauchen und merkte wie mir kalt wurde. Als endlich meine Lebensflamme anging färbten sich meine Haare wieder weiß und meine Haut glühte rot. Meine Kleidung hielt der Hitze nur schwach stand, wie ich merkte und wollte sich wieder auflösen. Ich nahm den Elementarpuffen und griff Kuro mit einer verstärkten Flammenklinge an. Unerwartet traf ich ihn sogar und sein Körper fing zu brennen an. Er heulte laut auf und sein Zittern wurde stärker. Er versuchte nun mich anzugreifen aber er war recht langsam. Er schlug mit seiner Knochenhand nach mir aber ich wich aus, doch in der Luft entstand ein Riss der mich auf den Boden schmetterte. Kuro konnte anscheinend mit seinen Vibrationen seine Umgebung beeinflussen. Ich stand schnell wieder auf und griff ihn weiter an und da sah ich es. Seine verdeckte Gesichtshälfte wurde sichtbar.


    Sein Kiefer, sein Nasenknochen. Schwarz und offen. Er starrte mich mit seinem zweiten Auge an. Es war pechschwarz. So schwarz wie seine Knochen. Das Auge starrte mir in die Seele und ich sah die Bestie in ihm, die mich aus seinem Auge anschrie und ich spürte ihren Hass und ihren Zorn.


    Ich war starr vor Angst. Doch Kuro beruhigte sich wieder. Es war unbeschreiblich. Alleine die Präsenz dieses Monsters war erdrückend. Ich verstand nun auch was Kuro von mir wollte. Er wollte, dass ich die Bestie in ihm zerstöre. Sollte das nun heißen, dass ich ihn töten müsste? Als ich meine Flammen ausmachte, legte mir Kuro erneut die Hand auf meinen Kopf. Ich tauchte wieder in seine Gedanken ein. Ich sah die Schemen der Kreatur in Kuro die in einem Art Käfig eingeschlossen war. Er zeigte mir wie die Kreatur ausbrach und alles zerstörte und dann kam ich und besiegte die Kreatur. Ich sah Ausschnitte aus seiner Vergangenheit, wie die Bestie durch Beschwörungen in den Körper eines Menschen gezogen wurde und wie der Mensch daraufhin seinen eigenen Körper verlor. Ich sah wie das Monster in seinem Gefängnis wütete und versuchte sich zu befreien. Kuros Körper hatte kein Herz mehr zum Fühlen, keine Zunge zum Sprechen, keine Augen um zu sehen. Kuro bekam einen Teil der Kraft der Kreatur und konnte diese benutzen. Doch die Kraft die Kuro hatte war nur ein Sandkorn in der Wüste zum Vergleich gegenüber der Kraft des Dämons.


    Kuro nahm seine Hand wieder weg und ich war wieder in meinem eigenen Kopf. Kuro drückte mich auf den Boden und stach mir mit seiner Knochenhand in den Rücken. Ich schrie auf und versuchte mich zu befreien aber sein Griff war zu stark. Er schnitt mir verschiedene Striche in den Rücken doch vom Schmerz überwältigt verlor ich mein Bewusstsein.


    Ich wachte in meinem Zimmer auf. Ich fühlte die frische Wunde auf meinem Rücken und sah den Elementarpuffer neben mir auf dem kleinen Tisch liegen. Ich stand auf und ging zurück zur Trainingshalle um mir meinen Rücken im Spiegel anzusehen. Auf meinem Rücken war eine Art Rune eingeschnitten. Sollte das das Zeichen sein, dass ich die Auserwählte war um den Dämon in Kuro zu besiegen? Ich hatte keine Ahnung. Ich war wieder geschwächt da ich meine Lebensflamme benutzt hatte und holte mir etwas zu essen. In meinem Zimmer angekommen hörte ich Bee in meinem Kopf „Kampf Nummer Drei wird gestartet.“ „Das ist doch jetzt wohl ein schlechter Scherz, oder?“ fluchte ich. „So kann ich doch nicht kämpfen!“ aber da wurde ich schon in die Arena geschoben.


    Ich ignorierte den Sprecher und versuchte mich zu konzentrieren. Ich spürte wie mein Rücken bei jedem Herzschlag pochte. Ich hatte kaum Öl und ich wollte meinen Körper nicht weiter mit meiner Lebensflamme belasten. Ich sah mich in der Arena um, doch ich konnte niemanden erblicken. Da schoss auf einmal eine kleine orangefarbene Kugel an mir vorbei. Sie streifte mich leicht an meiner Schulter und ich hatte dort ein paar kleine Schnitte. Ich sah mich wieder in der Arena um, doch ich konnte noch immer Niemanden sehen der die Kugel auf mich geschossen hatte. Da kam die Kugel wieder geflogen. Dieses Mal blockte ich sie mit meinem Arm. Die Kugel fiel vor mir auf den Boden und ich hatte drei tiefe Schnitte auf dem Arm. Ich drückte die Wunden zu, machte ein paar Schritte zurück und betrachtete die Kugel. Es war eine kleine orangene Katze mit blauen Streifen die da vor mir stand und mich anfauchte. Sie sah etwas anders aus als die Katzen die ich kannte, denn sie hatte vier Vorderbeine und mehrere Fühler die aus ihrem Rücken ragten. „Bist du mein Gegner?“ fragte ich die Katze. „Hey, ich bin auch nicht glücklich darüber gegen einen so großen Gegner zu kämpfen.“ antwortete die Katze mit einer tiefen männlichen Stimme.


    „Oh! Du bist also gar keine Katze?“ fragte ich überrascht von der tiefen Stimme. „Nein. Ich bin ein Aare und mein Name ist Toni.“ antwortete der Kater. „Wie jetzt? Toni? Was ist das denn für ein Name?“ fragte ich belustigt. „Hmpf! Zumindest kann ich mich an meinen echten Namen erinnern und laufe hier nicht mit irgendeinem Fakenamen herum.“ sagte Toni hochnäsig. „Was meinst du mit Fakenamen?“ fragte ich. „Ha! Glaubst du, dass der Name den du hier bekommen hast, der Name ist den dir deine Eltern gegeben haben?“ fragte er und ich versuchte mich daran zu erinnern, doch ich konnte es nicht. „Wir alle haben hier diese Fakenamen bekommen. Das sind nur nicht unsere richtigen Namen. Mich nennen sie Stalker, aber das lass ich mir nicht gefallen! Ich bin stolz auf meinen Namen und den möchte ich auch behalten.“ sprach Toni weiter. „Nova…ist nicht mein richtiger Name…? Aber ich kann mich an keinen anderen erinnern...“ sagte ich. „Tja ich schon.“ sagte Toni und setzte zum Sprung an.


    Verwirrt wegen meinem Namen versuchte ich mich trotzdem auf meinen Kampf zu konzentrieren. Ich versuchte Toni in einer Flammensäule zu fangen, doch er drehte sich so schnell um seinen eigenen Körper, dass die Flammen sich um ihn herum bewegten. Ich wurde ein weiteres Mal von seinen Klauen erwischt. Wieder meine Schulter, knapp am Hals vorbei drei große Schnitte. Ich bemerkte, dass Toni auf jeder Pfote nur drei Zehen hatte. „Hör mir bitte zu! Ich will nicht gegen dich kämpfen und ich kann auch nicht. Ich habe gerade erst gekämpft.“ sagte ich. „Daran kann ich nichts ändern. Du kennst die Regeln.“ sagte er und startete einen weiteren Angriff. „Aber was ist wenn wir uns beide dazu entschließen ein Team zu gründen?“ fragte ich und wich seinem Angriff aus. „Ich glaube kaum, dass die das zulassen werden. Aber wenn du willst nehme ich dich in mein Team auf.“ sagte Toni und versuchte auf meinen Rücken zu springen. „Aber ich hab schon ein Team…!“ stoppte ich als Toni auf meinem Rücken landete und sich festkrallte. Ich zündete Instinktiv meinen Körper an. Der Kater fauchte laut und sprang wieder von meinem Rücken. „Nun gut. Wenn ich dich nicht überreden kann dann zwinge ich dich dazu!“ sagte ich und zückte meinen Elementarpuffer. Ich schickte ein großes Drachenodem in Tonis Richtung mit meinen letzten Ölvorräten. Toni wurde vom Feuer erfasst und mitgerissen. Sein Fell ging in Flammen auf und er wälzte sich auf dem Erdboden. Endlich von den Flammen befreit stand er wieder mit versengtem Fell auf. „Keine Kraft mehr? Und was war das dann bitte?“ fragte er. „Das letzte Bisschen Öl in meinem Körper.“ antwortete ich. „Hmpf!“ gab Toni von sich aber er wollte nicht aufgeben.


    Ich sah wie seine Krallen aufleuchteten als er auf mich zu flog und sich wieder schnell zu drehen begann. Mir blieb keine andere Wahl ich musste meine Lebensflamme einsetzen wenn ich nicht verlieren wollte. Als ich sie anmachte überkam mich eine Welle an Hitze anstatt von Kälte. Ich spürte wie aus der Rune auf meinem Rücken zwei Stichflammen kamen. Die Rune hatte irgendwie meine Lebensflamme verändert. Ich spürte wie die Flamme nicht mehr so viel meiner Energie fraß aber dennoch mit gleicher Stärke brannte. Was hat Kuro da mit mir gemacht? Warum hatte diese Rune so einen starken Einfluss auf meine Fähigkeit? Ich konnte mir diese Fragen leider nicht selbst beantworten. Ich musste mich jetzt aber weiter auf den Kampf konzentrieren. Mit meiner neuen Kraft bewegte ich mich auch schneller als sonst. Es kam mir so vor als ob alles um mich herum etwas langsamer geworden war. Ich konnte den Angriffen von Toni problemlos ausweichen und meine Attacken platzieren aber ich wollt ihn nicht töten.


    „Was ist das? Ich glaube ich sehe nicht recht! Ist denn das möglich? Ich glaube unsere geliebte Nova unterschätzt die Lage in der sie sich befindet.“ fing der Sprecher empört zu reden an. „Ein solches Verhalten wird nicht geduldet! Machtaneignung durch jemand anderes muss bestraft werden!“


    Einer der Behälter in denen meine Familie war wurde in die Mitte der Arena gehoben und schwebte dort in der Luft. In dem Behälter war mein Pate mit Ketten gefesselt. „Nein! Nein! Aufhören!“ schrie ich und rannte unter den Behälter, doch Bee versetzte mir einen Schlag und ich fiel auf meine Knie. „Bitte…Nicht.“ sagte ich und fing zum Weinen an. „Nehmt mich…aber bitte…lasst meine Familie frei!“ schluchzte ich. „Nova! Du kannst nichts machen…“ sagte der halb verbrannte Toni. „Nein! Hört auf damit! Lasst ihn frei!“ schrie ich. Ich sah meinen Paten durch das Glas des Behälters an und er versuchte mir etwas zu sagen aber ich konnte ihn nicht hören. Langsam füllte sich der Behälter mit einer Flüssigkeit. Die Flüssigkeit löste langsam die Kleidung und die Haut von meinem Paten auf. Ich sah ihn vor Schmerz aufschreien aber er konnte sich nicht bewegen. Ich konnte nichts machen, ich konnte nur zusehen wie er sich langsam in der Flüssigkeit auflöste.


    In mir staute sich Zorn und Wut auf. Meine Flammen gingen an und ich bekam mehrere Schläge von Bee, doch das war mir egal. Der Cocktail aus Stromschlägen, meiner Lebensflamme und dem Zorn über den Tod meines Paten war zu viel für mich. Ich entfachte ein riesiges Inferno und brannte alles in meinem Umkreis nieder. Mir war egal ob ich Toni dabei treffen würde oder nicht, ich wollte nur, dass alle die für das verantwortlich waren dafür büßen. Toni schrie als ihn meine Flammen erwischten und der Behälter barst in der Hitze meines Feuers, die Flüssigkeit platschte auf den Boden und versickerte. Es war keine Leiche mehr zu sehen und auch die Ketten hatten sich aufgelöst. Ich spürte wie meine Flammen an meinem Körper zehrten und ich wusste, dass ich jetzt die kritische Grenze erreicht hatte. Meine Flammen gingen aus und ich fiel auf den Boden. Bee hatte es aufgegeben mich zu schocken und es kamen wieder die Drohnen in die Arena. „Ich... nehme Stalker in... mein Team... auf.“ sagte ich noch mit letzter Kraft. Ich wurde direkt auf mein Zimmer gebracht und schlief dort ein.


    Mein Wutanfall hatte schwere Schäden an mir selbst hinterlassen. Ich hatte nun den Körper einer Fünfjährigen. So tief bin ich noch nie gekommen. Meine roten Haare hingen mir nun bis zu den Füßen und meine Brüste waren schwer, da sie sich wieder mit Öl gefüllt hatten. Es sah sehr merkwürdig aus und es fühlte sich auch so an. Auch meine Kleidung war mir viel zu groß und schliff am Boden. Ich schloss mich die nächsten Tage in meinem Zimmer ein und versuchte den Schmerz über den Verlust meines Paten irgendwie zu lindern. Ich aß sehr viel und heulte Tag und Nacht. Kaltblut und Blink klopften jeweils kurz an der Tür aber da ich nicht öffnete gingen sie wieder. Ich wollte einfach nur alleine sein. Ohne die Rune von Kuro wäre das nie passiert. Ich hätte gar nicht erst gegen ihn kämpfen dürfen. Ich griff nach dem Elementarpuffer und betrachtete ihn kurz in meiner Hand. „Das bringt ihn auch nicht wieder zurück!“ schluchzte ich und schleuderte ihn in die Ecke. Ich griff mir auf den Rücken und tastete die Rune ab. Die Linien waren hart und verheilten nicht wie die Schnitte die ich von Toni hatte. Warum ich? Warum kann das nicht alles nur ein schrecklicher Traum sein? Ich wünschte ich hätte diese Gabe nicht.


    Plötzlich öffnete sich eine kleine Lade in der Wand und Bee flog aus ihr heraus. Ich griff mir an den Nacken und merkte erst jetzt, dass Bee die ganze Zeit nicht da war.

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  • Bee:


    Bee ist die Begleiter-Einheit (kurz: B.E.) die jeder Wettstreiter zur Verfügung gestellt bekommt.
    Ob das jetzt etwas Gutes oder etwas Schlechtes ist, lässt sich nicht genau sagen.
    Es ist beides zugleich, für manche mehr das Eine für andere mehr das Andere. Bee besteht aus zwei Teilen.
    Teil 1.: Der deutlich sichtbare weiße Halbkreis der den meisten Wettstreitern im Nacken sitzt.
    Teil 2.: Der unsichtbare Teil der am Nervenstrang der Wirbelseule unter der Haut befestigt ist.
    Bee verwandelt deine Sprache die du sprichst in eine Datei, die von dem "Mark-Chip" empfangen wird.
    Er kann dir Dinge in deinem inneren Auge anzeigen und in deinem Kopf mit dir sprechen.
    All das und noch mehr ist nur durch den äußeren Teil von Bee verfügbar.
    Er dient mehr als Hilfe, wohingegen der Mark-Chip haupsächlich zur Absicherung der Organisation dient.
    Bee ist ein wichtiges Gerät, durch den das Leben auf dem Schiff um einiges erleichtert wird.

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  • Aufstieg


    „Wo kommst du her?“ fragte ich Bee. „Meine Außenhülle wurde schwer beschädigt und wurde gewartet.“ antwortete Bee und setzte sich wieder auf meinen Nacken. „Herzlichen Glückwunsch! Du hast nun Rang 18 erreicht! Dir ist es nun gestattet die Rang 15 Lobby zu betreten. Weiteres ist es dir nun möglich, auch mit deinem Team an Kämpfen teilzunehmen. Das Gewinner-Team derartiger Turniere erhält mehr Punkte und wertvolle Kampfartefakte.“ fing Bee sofort an zu erzählen. „Was?! Rang 18? Wie ist das möglich? Warum bin ich mit nur einem Kampf 10 Ränge aufgestiegen?“ fragte ich geschockt. „Dein Rang wird durch deine Leistung in einem Kampf festgelegt. Umso besser du abschneidest, desto mehr Ränge kannst du aufsteigen.“ antwortete Bee. „Kaltblut... Was ist mit Blink und Kaltblut? Kann ich die noch sehen? Und kann ich noch in die 5er Lobby?“ fragte ich weiter. „Ja. Du kannst andere Teilnehmer noch treffen aber um die Rang 5 Lobby betreten zu können, musst du in Begleitung mindestens eines Teammitglieds sein welches dieser Lobby zugewiesen ist.“ antwortete Bee wieder. „Zum Glück.“ seufzte ich. Ich war nun neugierig und wollte die neue Lobby erkunden.


    Als ich aus meinem Zimmer ging bemerkte ich, dass ich nun auf einem anderen Gang stand. Ich ging den Gang entlang und landete in der Lobby. Die Lobby sah anders aus und es waren viel mehr Leute zu sehen. Die Verkaufsstände sahen anders aus und es waren viel mehr Sitzplätze. Plötzlich stand ich vor einer großen Puppe. Sie hatte keine Kleidung an aber eine neonpinke Perücke auf dem Kopf. Es war eine Schaufensterpuppe doch sie hatte Gelenke damit man ihre Arme und Beine bewegen konnte. Ihr Gesicht sah nicht sehr freundlich aus. Sie hatte keine Augen und ihre Mundwinkel waren eingerissen. Ich schenkte ihr nicht weiter Beachtung und drehte mich um. Auf einmal hörte ich ein krachendes Brechen hinter mir. Ich drehte mich erschrocken um sah wie die Schaufensterpuppe ihr Maul aufgerissen hatte und sich in meine Richtung bückte. Vor Angst erstarrt stolperte ich zu Boden doch jemand ging dazwischen. Es war die vermummte Frau mit den türkisen Steinen auf dem Kopf. Sie hielt ihren Stab vor die Puppe die sich daraufhin wieder in ihre Position zurück bewegte. „Nimm dich in Acht. Der Schein trügt. Naivität bringt dich ins Grab.“ sagte die vermummte Frau mit einer zarten jungen Stimme. „Danke…“ piepste ich. „Es ist wirklich grauenhaft, dass jetzt auch schon kleine Kinder kämpfen müssen.“ sprach sie weiter und beugte sich zu mir herunter und ich konnte spüren wie sie mich musterte. „Komm mit und bleib in meiner Nähe.“ sagte die Frau plötzlich und nahm mich an der Hand. „Halt warte! Wer bist du eigentlich und wohin bringst du mich?“ fragte ich als sie mich hinter ihr herzog. „Ich bin Moon und ich möchte dir gerne mein Team zeigen.“ antwortete sie. Wir verließen die Lobby und gingen einen Gang entlang. „Aber warum?“ fragte ich weiter. „Komm einfach.“ antwortete Moon kurz. Sie ging mit mir in ihr Zimmer. Zu meinem Erstaunen war ihr Zimmer um einiges größer als meines. „Seht mal was ich mitgebracht habe!“ sagte Moon und ging hinter mir in die Knie. „Hey! Moon du kannst doch nicht andauernd irgendwelche fremden Leute anschleppen, nur weil du sie 'süß' findest.“ sagte ein Mann dem lauter Blätter aus dem Kopf wuchsen und Wurzeln von seinem Kinn hingen, und kam dabei auf mich zu. „Aber seht sie doch nur mal an. Ich konnte nicht anders.“ meinte Moon. „Ist ja mal wieder typisch!“ fing der Mann mit den Blättern an laut zu schimpfen. Ein anderer Mann kam auf mich zu, sein Gesicht sah aus wie das eines Hasen. Er stand aufrecht und hatte einen schickes Hemd an und einen Zylinder auf dem Kopf. Er beugte sich nun auch zu mir hinunter. „Hallo junge Dame. Darf ich fragen wie du heißt?“ fragte der Hase mit einer beruhigenden höflichen Stimme. Sein Auftreten machte mich ganz wuschig. „Mein Name ist Nova.“ sagte ich.


    „Nova? Die Feuertante? Meine Fresse. Im Fernsehen hast du viel größer ausgesehen.“ schrie der Mann mit den Blättern aus der Mitte des Raums. „Ich heiße Loop. Sehr erfreut dich kennen zu lernen.“ sagte der Hase. „Ich bin Root. Und das da hinten ist Boom.“ sagte Root und zeigte auf eine Hängematte. „Aber jetzt in Ernst. Warum bist du so winzig?“ fragte Root. „Das geht dich Garnichts an!“ sagte ich schnippisch zu Root und zeigte ihm meine Zunge. „Hey du kleine…“ fing Root an doch er wurde von Loop unterbrochen. „Beruhig dich. Es gibt keinen Grund dich so aufzuregen.“ sagte er. Man hörte nur noch ein „Hmpf!“ von Root der sich genervt an den Tisch setzte. „Was hast du jetzt weiter mit ihr vor, Moon?“ fragte Loop und richtete sich wieder auf. „Ich – ich weiß nicht. Vielleicht kann sie ja mit uns essen.“ sagte Moon. „Wir haben erst gegessen. Ich glaube es wäre das Beste wenn du sie wieder gehen lässt.“ sagte Loop und trennte mich von Moon. „Awww. Ok. Aber du kannst uns jederzeit besuchen wenn du willst.“ sagte Moon. „Ok. Danke.“ sagte ich leicht verwirrt und wurde von Loop sanft aus dem Zimmer geschoben. „Mach‘s gut und komm bald wieder!“ hörte ich Moon noch sagen bevor die Tür zuging.


    Von der Situation komplett verwirrt merkte ich erst gar nicht, dass die Schaufensterpuppe schon wieder vor mir stand. „Was willst du von mir?“ fragte ich die Puppe, doch sie antwortete nicht und blieb regungslos stehen. Ich ging langsam von der Puppe weg aber behielt sie noch im Auge. In der Lobby angekommen sah ich wie sich einige Leute vor dem großen Arena Fenster versammelten. Ein Kampf wurde angekündigt. Ich setzte mich zu der Menge da ich den Kampf nicht verpassen wollte.


    „Und mit Sharp haben wir unseren zweiten Kandidaten. Das wird sicher wieder ein aufreibender Kampf!“ beendete der Sprecher seine Ansage. Das Bild zeigte Sharp, einen großen kräftigen Mann mit Glatze. Sein Anzug war nur eine Hose, denn sein stämmiger mit Muskeln bepackter Oberkörper war frei. Auf seiner Ganzen Haut waren weiße Kriegsbemalungen zu sehen. Sein Gegner war nun auch zu sehen. Ein junger Mann, dem runde Platten aus dem Rücken standen wie bei einem Dinosaurier. Die Platten schimmerten in allen Farben wie ein Regenbogen. Seine Arme waren im Vergleich zu seinem Körper viel zu groß und er stand da wie ein Gorilla. Weiteres trug er eine steinerne Maske die sein Gesicht verdeckte, doch zugleich sein Gesicht wiedergab. Sharp machte den ersten Zug und warf ein paar Splitter auf seinen Gegner, doch der wehrte sie mit einer leichten Handbewegung ab. Sharp war unbeeindruckt und griff seinen Gegner weiter mit Splittern an die aus seinem Körper wuchsen. Nun hob der Gorilla seine Arme und deutete mit seinen Händen „Stopp“. Vor seinen Händen entstand eine kleine Verzerrung in der Luft und eine seiner Platten auf dem Rücken färbten sich Weiß. Alle Splitter die auf ihn zukamen, blieben an der kleinen Verzerrung kleben und sammelten sich dort.


    Vor seiner Hand schwebte nun eine kleine Kugel aus Splittern. Er zeigte mit der Kugel auf Sharp und die Splitter schossen in dessen Richtung. Sharp wurde von allen Splittern getroffen, doch er sah nicht so aus als würde ihn das stören. „Netter Versuch Klopfer. Aber meine Knochen fügen meinem Körper keinen Schaden zu.“ sagte Sharp zu Klopfer. Klopfer stand nun aufrecht. Er war etwas größer als Sharp. Klopfer fuhr mit beiden Handflächen über den Boden und es bildeten sich erneut Kugeln vor seinen Händen. Man sah wie die Kugeln vor seiner Hand immer kleiner wurden. Er strecke wieder beide Arme nach vorne und zielte mit den Kugeln auf Sharp. Die kleinen Brocken schossen Richtung Sharp, welcher versuchte sie mit Knochensplittern abzuwehren. Doch seine Knochen prallten einfach an den Kugeln ab. Im letzten Moment ließ sich Sharp auf den Boden fallen und die Kugeln verfehlten ihn nur haarscharf. Die Geschosse schlugen in die Wand ein die die Arena umgab und hinterließen beachtliche Krater. Sharp bekam große Augen als er sah mit was er es hier zu tun hatte. Ich bemerkte, dass zwei von fünf der Platten auf dem Rücken von Klopfer sich weiß gefärbt hatten. Die anderen Platten waren nach wie vor bunt.


    Sharp feuerte nun wieder Knochensplitter auf Klopfer doch er konnte ihnen ausweichen und sie flogen immer knapp an ihm vorbei. Doch plötzlich hörte man lauter klackende Geräusche. Die Splitter die längst an Klopfer vorbei geflogen waren, prallten in der Luft hinter ihm aufeinander und stießen sich voneinander ab. Sie änderten mehrmals die Flugbahn als sie immer wieder wild aufeinander prallten und schlussendlich bewegten sich zwei der Splitter wieder in Richtung Klopfer. Klopfer drehte sich um und werte die kleinen Splitter ab. Doch Sharp hatte in diesem kurzen Augenblick die Distanz zu Klopfer überwunden und zog auf einmal zwei riesige Knochen aus seinen Oberschenkeln. Klopfer versuchte sich noch weg zudrehen, aber Sharp war schneller. Er rammte beide Knochen in Klopfers Rücken, verfehlte dabei und traf stattdessen eine bunte Platte von Klopfer. Die Platte brach und splitterte da die Knochen sie durchbohrten. Klopfer schrie wütend auf und versuchte Sharp in seine Finger zu bekommen. Man sah wie eine bunte Platte auf seinem Rücken aufleuchtete und es entstanden wieder diese Verzerrungen vor seinen beiden Handflächen. Er wirbelte mit seinen Armen um sich herum und versuchte Sharp zu treffen, welcher wieder Distanz aufbauen wollte. Sharp wurde von seinen Füßen gehoben und landete mit seiner Brust genau auf den Handflächen von Klopfer. Das Geräusch des reißenden Fleisches und der brechenden Knochen war grauenhaft. Ich sah wie der Brustkorb von Sharp explodierte und musste mir die Augen zuhalten weil ich dieses grässliche Bild nicht ertragen konnte.


    Ich hörte nur noch wie er auf den Boden aufschlug und einen leisen Regen aus Blut und Fleisch. Als ich wieder hinschaute sah man Klopfer, dessen dritte Platte sich nun auch weiß gefärbte hatte. An der Stelle wo eine Platte abgebrochen war, strömte eine weiße zähe Flüssigkeit heraus. Das Bild zeigte nun wieder Sharp der flach auf dem Rücken lag in einer Pfütze aus dunkelrotem Blut und kleinen Fleischfetzen. Seine Brust war komplett offen. Man konnte sein Herz schlagen sehen, welches offen in der Wunde lag. Plötzlich wachte Sharp auf und fing zum Würgen an. Ich fragte mich wie er noch leben konnte da er doch keine Lungen mehr hatte, doch er machte einfach weiter. Seine Rippen wuchsen wider zu, aber die Wunde blieb offen. Aus ihr flossen Unmengen von Blut als er sich aufrichtete. Er stand auf und blieb eine kurze Zeit stehen. Als Klopfer zum Angriff ansetzten wollte, fiel Sharp auf die Knie. Man sah nun sein mit Tränen und Blut verschmiertes Gesicht. Er schaute auf die zwei Behälter in denen seine Geliebten waren. Er öffnete seinen Mund und versuchte etwas zu sagen. Doch man konnte nichts hören. Er schloss seine Augen und kippte nach vorne. „Er hat gekämpft wie ein Berserker und ist gestorben wie ein echter Krieger, doch nicht alle können die retten die ihnen am wichtigsten sind…“ hörte man den Sprecher.


    Der Kampf war beendet und es wurde lauter in der Lobby. Die Gestalten die hier versammelt waren, fingen an sich zu unterhalten, doch ich ging einfach wieder auf mein Zimmer. Ich überlegte kurz ob ich wieder trainieren sollte, aber ich wusste mein Körper stand am Rande des Abgrundes. Als ich mich gerade dazu entschieden hatte zu Kaltblut zu gehen meldete sich plötzlich Bee. „Nova! Dein Team wurde soeben ausgelost um an einem Turnier teilzunehmen. Ihr werdet nun zusammengerufen um euch vorzubereiten.“ sagte Bee und es öffnete sich auf einmal eine Tür in meinem Zimmer die zuvor noch nicht da gewesen war.


    Ich ging in den Raum der aus meinem Zimmer führte. Ich war in einem kleinen Zimmer mit einer Couch, einem niedrigen Tisch und einem großen Anzeigefenster. Die Wand schloss sich hinter mir wieder und ich spürte wie sich das ganze Zimmer bewegte wie ein Fahrstuhl. Mir blieb gar keine Zeit um mich zu setzen, da öffnete sich die Wand hinter mir bereits schon wieder.


    Kaltblut trat durch die Öffnung in der Wand und stolperte fast über mich da ich noch immer mitten im Weg stand. „Whoa!“ sagte Kaltblut überrascht und machte einen Schritt zur Seite. „Nova? Bist du das?“ fragte er. „Wer denn sonst, du Bohnenstange.“ antwortete ich und grinste ihn an. Wir setzten uns auf die Couch und das Zimmer fuhr wieder weiter. „Lange nicht gesehen.“ sagte Kaltblut. „Ja. Hattest du garkeinen Kampf in letzter Zeit?“ fragte ich ihn. „Doch und ich habe ihn auch gewonnen. Der Kampf war aber Nichts im Vergleich mit dem gegen dich.“ sagte er. „Schleimer.“ sagte ich zu ihm und er grinste mich nur an. „So. Was wird uns jetzt erwarten? Ich meine, warum müssen wir zwei jetzt als Team kämpfen?“ fragte Kaltblut. Doch als ich etwas dazu sagen konnte öffnete sich erneut die Wand und eine kleine Gestalt betrat den Raum.


    „Toni!“ rief ich als ich den orangenen Kater sah der langsam in den Raum kam. Sein Fell war auf seinen Hinterbeinen komplett verbrannt und er war sichtlich nicht sehr erfreut mich zu sehen. Ich sprang auf und nahm ihn trotzdem in meine Arme. Er war nun viel größer, fast so groß wie ich, doch das hinderte mich nicht daran in auf meinen Schoß zu setzen. „Bin ich froh dich zu sehen.“ sagte ich und versuchte Toni den Kopf zu streicheln. Allerdings ließ er dies nicht zu und hüpfte wieder von meinem Schoß. „Wer ist das?“ fragte Kaltblut. „Oh! Richtig, ihr kennt euch ja noch gar nicht. Das ist Toni alias „Stalker“. Ich habe ihn bei meinem letzten Kampf in unser Team aufgenommen.“ erzählte ich Kaltblut. „Ah! Schön dich kennen zu lernen. Ich bin Kaltblut.“ stellte sich Kaltblut vor. „Warte! Du bist Nova? Bist du außerhalb der Kämpfe immer so klein?“ fragte Toni erstaunt und starrte mich an. „Nein. Das ist nur passiert weil ich meine Flammen unvorsichtig benutzt habe.“ antwortete ich. „Hmm. Faszinierend.“ sagte Toni und wendete sich Kaltblut zu. „Die Freude ist ganz meinerseits.“ sprach er weiter und machte eine kleine Verbeugung vor Kaltblut. „Kann mir wer von euch sagen warum ich hier bin?“ fragte Toni. „Nun ja. Durch den Kampf gegen dich bin ich auf Rang 18 aufgestiegen und damit wurde mein Team bei einem Turnier eingetragen. Das ist alles was ich weiß.“ antwortete ich. „Du bist Rang 18? Wie hast du das geschafft? Ich bin erst Rang acht.“ fragte Kaltblut verwundert. „Welchen Rang hattest du bevor du gegen mich gekämpft hast“? fragte Toni. „Rang acht.“ antwortete ich kurz.


    „Was? Du kannst doch nicht zehn Ränge einfach so aufsteigen… Ich bin Rag 11. Wie ist das möglich?“ fragte Toni. „Ich weiß es auch nicht so genau, aber ich schätze es hat etwas mit der Rune zu tun, die ich von Kuro bekommen habe.“ sagte ich. „Kuro?“ fragte Toni. „Rune?“ fragte Kaltblut. Ich erzählte Toni von dem Duell gegen den Namenlosen und Kaltblut von dem, was in dem Kampf mit Toni passiert sei. Doch gerade als sie mich weiter fragen wollten leuchtete das Anzeigefenster auf und es erschien eine Liste mit Regeln. Eine weibliche Stimme kam aus der Wand und erklärte uns das Geschehen. „Grüße Teams. Ihr wurdet heute auserwählt um an einem unserer großen Turniere teilzunehmen. Unser heutiges Turnier trägt den Titel „Im Auge des Betrachters“. Bei diesem Turnier wird jedem Team eine Sphäre zugeteilt die nur von einem Teammitglied getragen werden kann. Die Sphäre gibt dem Träger Sicht über den Aufenthaltsort der anderen Sphären-Träger dieses Turniers. Dem Träger der Sphäre ist es allerdings unterbunden seine Fähigkeiten zu benutzen. Ziel des Spiels ist es die Sphären der anderen Teams zu zerstören oder ihre Träger zu besiegen. Das Team des letzten Sphären-Trägers der noch steht, gewinnt das Turnier und er oder sie und alle Teammitglieder erhalten ein hohes Preisgeld im Wert von 300 Punkten und einen zufälligen mächtigen Gegenstand. Alle weitere Informationen finden sie auf ihrer Anzeigetafel oder können von der Begleitereinheit abgerufen werden.“ beendete die Stimme ihre Rede.


    Auf der Tafel erschien eine Zeitanzeige von 10 Minuten welche Rückwerts tickte. „Wir müssen zusammen kämpfen?“ fragte Kaltblut. „Sieht ganz danach aus.“ antwortete Toni. „Taktik! Sphäre! Wer ist der schnellste von uns?“ redete er weiter. „Nova du bist nicht so schnell aber wir brauchen dich auch eher wegen deiner Feuerkraft. Toni du siehst schnell aus, aber wie geht es mit deinen Beinen?“ fragte Kaltblut. „Es sieht schlimmer aus als es ist. Wichtig ist auch noch wer am besten ohne seine Fähigkeit zurechtkommt, Kaltblut was ist deine Fähigkeit?“ fragte Toni. „Ich kann mein Blut manipulieren.“ antwortete Kaltblut kurz. „ Nova kannst du deine Flammen benutzen wenn du so klein bist?“ fragte er mich. „Ja, aber ich muss aufpassen.“ meinte ich. „Hmm. Dann sollte ich am besten die Sphäre tragen.“ meinte Toni. „Warum? Was hast du denn eigentlich für eine Fähigkeit?“ fragte ich Toni. „Ich kann mich durch die Luft ziehen.“ antwortete er. „Wie durch die Luft ziehen?“ fragte ich weiter. „Sagen wir es so, ich kann mich mit meinen Krallen an der Luft festhalten beziehungsweise von ihr Abstoßen.“ erklärte Toni. „Ja. Nein... Ich versteh‘s noch immer nicht…“ meinte ich. „Egal. Also ich werde die Sphäre tragen und ihr bildet einfach eine Mauer um mich herum. Ich führe euch dann zu den anderen Sphären-Trägern.“ saget Toni bestimmend. Wir stimmten beide dieser Strategie zu. „Ach ehm… Nova. Kannst du dich überhaupt bewegen in dem Ding da?“ fragte Toni und zeigte auf meinen Pullover. Er hatte Recht. Mein Pullover sah fast aus wie ein Kleid mit viel zu langen Ärmeln. „Ja, das geht schon. Ich muss nur die Ärmeln hochziehen.“ antwortete ich und lächelte ihn an. „Ok. Na gut. Gibt’s sonst noch irgendwelche Fragen?“ fragte uns Toni. Ich sah Kaltblut an der anscheinend schwer am Nachdenken war und zögerte deshalb mit meiner Antwort. „Nein. Keine Fragen mehr.“ antwortete Kaltblut nach kurzer Zeit. „Gut.“ meinte Toni und setzte sich neben mir auf die Couch. „Nova. Du bist das Schwert und ich bin das Schild. Ich werde versuchen das unausweichliche zu blocken und du schlägst zu, wenn du die Chance hast.“ sagte Kaltblut zu mir und setzte sich nun auch wieder auf die Couch. „Verstanden.“ antwortete ich kurz und holte eine kleine Sandfrucht aus meiner Innentasche und kaute auf ihr herum. Die Uhr zeigte noch knapp drei Minuten an. Schweigend und angespannt saßen wir da und warteten. Ich hob Toni wieder auf meinen Schoß und fing an seinen Kopf zu kraulen. Er knurrte kurz doch es wurde schnell zu einem Schnurren.


    Die Zeit war um und die Wand öffnete sich. Ein langer Gang wurde sichtbar der anscheinend in die Arena führte. Wir drei gingen durch den Gang und zu unserem Erstaunen mussten wir feststellen, dass es nicht die normale Arena war. Wir standen am Fuße eines Felsen mitten in einer kargen Wiesenlandschaft. Über uns der blaue Himmel auf dem ein paar kleine Wolken hingen. Aus der Ferne waren nur Bäume und kleine Hügel zu erkennen und es wehte ein sanfter Wind der das hohe Gras der es hin und her schaukeln ließ. „Wow! Das ist unglaublich!“ sagte ich und starrte in den Himmel. „Es fühlt sich gut an, aber ich weiß... es ist falsch...“ sagte Kaltblut und atmete tief durch. „Kaum zu glauben, dass das hier einfach nur eine Arena auf diesem großem Ding ist.“ fügte Toni hinzu. Plötzlich sammelte sich vor uns an einer Stelle in der Luft helles gelbes Licht. Es formte eine Kugel und wuchs heran, bis es circa die Größe eines Fasses erreicht hatte. „Das sieht fast aus wie die Sonne, nur in klein und zum Greifen nahe.“ sagte Toni. „Das mickrige Ding kannst du doch nicht mit der Sonne vergleichen!“ sagte ich laut zu Toni. Er starrte mich nur komisch an. „Er meint doch nur, dass es so aussieht wie die Sonne.“ mischte sich Kaltblut ein. „Das kannst du doch überhaupt nicht vergleichen! Du hast wohl noch nie die Sonne genauer betrachtet! Die Sonne schenkt uns Licht und Wärme und Energie die wir zum Leben brauchen. Auf dieser „Leinwand“ ist nicht Mal ein Abbild von ihr zu sehen. Kein Wunder, dass wir hier drinnen verrotten.“ regte ich mich weiter auf. „Nova! Nova! Komm wieder runter. Es bringt dir hier gar nichts dich aufzuregen.“ versuchte mich Kaltblut zu beruhigen. „Ist mir egal. Ich kann mich gar nicht mehr richtig erinnern wie meine echten Sonnen eigentlich aussehen.“ sagte ich und stand kurz davor in Tränen auszubrechen, da berührte Toni plötzlich die Sphäre.

    Krieg: I'll never forget the way her holes cried... The way she screamed in agony as she pushed the knife slowly into my sternum...
    Such a beautiful symphony of feelings, and at the end of it, she was so much greater! My operatic diva of flesh and steel!!

    Einmal editiert, zuletzt von JaySun ()

  • Das nächste Kapitel ist etwas länger als der Rest. Darum werde ich es in mehreren Teilen hochladen.


    An diesem Punkt möchte ich euch allen Frohe Ostern wünschen. Genießt die Feiertage, verbringt Zeit mit denen die euch wichtig sind und bemalt eure Eier mit bunten Farben.


    Kleine Osteraktion:
    Ich habe mir gedacht, für die die gerne etwas mehr über bestimmte Charaktere erfahren möchten, werde ich ein kleines Osternest gefüllt mit Hintergrundgeschichten dieser Person zukommen lassen.
    Viele Figuren haben nur sehr wenig Bildzeit oder wollen nicht gerne in der Geschichte darüber reden.
    Darum dachte ich mir, dass ihr von mir zu diesem Anlass über einen Charakter der euch vielleicht von der Person oder Fähigkeit her, gefallen hat, mehr erfahren wollt.


    In meinem Kopf hat jede Person in dieser Geschichte eine eigene kleine Hintergrundstory. Habt ihr nicht mittlereile auch schon eure eigenen Ideen was es mit den verschiedenen Personen auf sich hat?


    Ich für meinen Teil werde trotzdem damit vortfahren zwischendurch immer wieder kleine Einblicke über verschiedene Figuren zu geben.
    Ob diese es bis zum Ende der Geschichte überleben oder überhaupt nocheinmal einen Auftritt haben ist dahingestellt. Ihr wisst wie ihr es herausfinden könnt.


    Ich freue mich sehr darüber, dass diese Geschichte gelesen wird.


    Jason

    Krieg: I'll never forget the way her holes cried... The way she screamed in agony as she pushed the knife slowly into my sternum...
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  • Im Auge des Betrachters-1


    Mit Tränen in den Augen sah ich zu Toni hinüber. „Was machst du?“ fragte ich schluchzend. „Ich habe mich mit der Sphäre verbunden.“ sagte er und über ihm schwebte jetzt die leuchtende Kugel die durch eine Art Lichtkette mit Toni verbunden war. „Hey. Nova ist eine Priesterin der Sonne. Sag lieber nicht zu viel über die Sonne, ich glaube sie ist da etwas empfindlich.“ flüsterte Kaltblut Toni zu. „Hab ich schon gemerkt.“ flüsterte Toni zurück. „Hey! Ich kann euch hören!“ sagte ich und wischte mir die öligen Tränen aus dem Gesicht. „Tschuldigung…“ entschuldigte sich Kaltblut schnell. Toni hingegen sah sich nur in der Umgebung um. „Ich kann die anderen Sphären sehen. Es sind mit uns fünf Teams auf dem Feld.“ sagte er und starrte konzentriert in eine Richtung. „Gleich fünf Teams? Kannst du auch sehen wie viele Mitglieder in den anderen Teams sind?“ fragte Kaltblut. „Nein. Dafür muss ich näher ran.“ antwortete Toni. „Was machen wir jetzt? Ich meine, sollen wir einfach auf ein Team zu gehen? Wie weit werden die Anderen weg sein? 10 Kilometer?“ fragte ich. „10 Kilometer trifft es ganz gut. Laut Regeln gibt es kein Zeitlimit. Das heißt, dass wir hier Tage verbringen können. Ich weiß leider nicht wie stark die anderen Teams sind oder wie sie vorgehen, aber für den Anfang würde ich behaupten, dass wir uns langsam in Richtung des nächsten Teams bewegen. Wenn wir Glück haben müssen wir nur gegen das letzte Team kämpfen die dann vielleicht schon geschwächt sind.“ sagte Toni. „Ich weiß ja nicht was du isst aber ich weiß von Nova, dass sie öfters etwas zu essen braucht.“ sagte Kaltblut. „Ja. Ich hab leider nur noch eine Sandfrucht bei mir.“ sagte ich. „Das könnte allerdings ein Problem werden. Hmm… Ich habe auch keine Nahrungspillen bei mir.“ sagte Toni und sah sich weiter um. „Lasst uns trotzdem in Richtung eines der anderen Teams gehen.“ sprach Toni weiter. Wir gingen zu dem Baum. Auf dem Weg dorthin fiel mir auf, dass in dem Gras kleine Insekten waren und es war leicht zu erkennen, dass Toni Mäuse oder ähnliches gewittert haben musste, da er immer wieder stehen blieb und in das Gras schaute. Nachdem wir einige Zeit gewandert waren konnte Toni das erste Team sehen. „Es sind vier Wesen. Drei sind Humanoid und der Sphären-Träger ist ein Elementar-Typ.“ sagte Toni. „So wie ich?“ fragte ich. „Nein. Er ist bereits in seiner Elementar Form. Es sieht nicht so aus, als ob er dafür seine Fähigkeit aktivieren muss.“ berichtete Toni weiter. „Was ist mit den anderen drei? Kannst du da etwas Genaueres erkennen?“ fragte Kaltblut. „Nein. Ich kann sie nur sehen.“ antwortete Toni.


    Plötzlich sahen wir wie eine Sphäre in der Ferne in den Himmel flog und dort hell explodierte. „Wie's aussieht ist eines der Teams bereits ausgeschieden.“ sagte Toni und wir alle starrten in die Explosion. „Sie sind da!“ sagte Toni auf ein Mal. Unter dem Baum standen sie. Der Sphären-Träger sah aus wie ein laufender Steinhaufen über dem eine kleine gelbe Blase hing. „Hallooo!“ rief einer der vier und kam auf uns zugelaufen. „Hey! Cage! Was machst du da du Idiot!“ schrie ihn sein Teamkolege an. Cage blieb auf halben Weg stehen und drehte sich um. „Was ist denn Squall?“ schrie er fragend zurück. „Pass auf!“ schrie Squall. Ohne, dass ich es gemerkt hatte, war Kaltblut blitzschnell vor gestürmt und war kurz davor Cage zu erreichen. Plötzlich fing Cage an zu leuchten und verschwand. In einem Kreis um die Stelle wo er verschwand entstand ein hellblauer Ring der sehr schnell immer kleiner wurde. Cage tauche nur wenige Meter entfernt wieder auf, noch immer mit seinem Rücken zu uns gekehrt. Der Ring erfasste Kaltblut, der es nicht schaffte ihm auszuweichen. Er blieb mitten in der Bewegung stehen und man sah wie von ihm aus, ein kleinerer blauer Ring entstand. Nach einer Sekunde verschwand der Ring wieder und Kaltblut bewegte sich wieder weiter. Als er merkte, dass Cage verschwunden war, blieb er stehen und sah in dessen Richtung. „Mach nicht immer so eine Scheiße, Mann!“ schrie Squall wütend herum. „Was denn? Ist doch nichts passiert.“ versuchte Cage sich zu rechtfertigen. Cage drehte sich wieder zu uns um und jetzt sah ich sein Gesicht. Er hatte gar keine Augen. Er hatte kurze braune Haare und sein Anzug hatte ein gelbes Sternenmuster.


    Squall hingegen hatte zwei kurze rote geflochtene Zwillingszöpfe die von seinem Kopf ab standen. Sein Anzug bestand aus einer Jacke und einem T-Shirt. Seine Hose sah aus wie ein riesiger Stofffetzen der um seine Beine gewickelt war. Der Elementar hatte keinen Anzug an und der letzte aus dem Team gab auch nicht viel von sich zu erkennen. Er hatte eine Mütze auf und seine Hände waren in den Taschen seines grauen Anzugs. Ich holte schon aus Vorsicht meinen Elementarpuffer aus meiner Tasche.
    „Lass Kaltblut den ersten Zug. Wenn wir ihre Fähigkeiten sehen, können wir uns eine Strategie ausdenken.“ sagte Toni leise zu mir. „Geht klar.“ antwortete ich. „Hey! Was ist das eigentlich für ein komisches Team was ihr da habt? Eine kleine Katze, n' kleines Kind und n' Dino?“ fragte Squall. Ich sah zu Kaltblut und dann zu Toni. Irgendwie hatte er schon Recht. Kaltblut ging langsam auf Cage zu, der nicht den Anschein machte, kämpfen zu wollen. Kaltblut war nicht in Kampfposition und hatte auch noch nicht seine Fähigkeit benutzt. Er musterte seine Gegner genau. „Du! Dino! Ist das da ein dritter Arm der da auf deinem Rücken hängt?“ fragte Squall. „Halt deinen Mund. Du wirst es noch bereuen in meiner Gegenwart zu sprechen.“ sagte Kaltblut kalt. Er ritzte sich mit seiner Kralle seine Hand auf und machte eine werfende Bewegung. Ein richtiger Batzen fiel vor ihm ins Gras. „Was hatte das jetzt zu bedeuten?“ fragte Squall sichtlich verwirrt. Man hörte ein leises Quietschen und plötzlich sprang der kleine Batzen auf Squall zu. Squall reagierte schnell aber doch sichtlich überrascht. Aus seiner Hand kam eine große rote Blase die er dem Blutklumpen entgegen warf. Als sich die rote Blase und die dunkelblaue Blutkugel in der Luft trafen, gab es eine kleine Explosion. Die Blase platzte und das Blut spritzte in alle Richtungen. Kaltblut hatte genau das erwartet und wollte nun auch wissen was die Fähigkeit von dem Mützentyp war. Ich sah wie er einen kleinen Blutsplitter in seiner Hand formte. Kaltblut machte einen Schritt zur Seite und warf den Splitter auf den Kerl mit der Mütze. „Imp, der zielt auf dich!“ rief ihm Squall zu aber Imp wich ohne Aufwand aus.


    „Der Dino will uns nur austesten. Um den kümmere ich mich. Cage schau du, dass du die Katze schnappst. Imp behalte du die kleine Göre im Auge und Troll… Du bleibst einfach nur du selbst.“ gab Squall seinen Teamkollegen als Anweisungen. Imp, der Kerl mit der Mütze blieb einfach nur stehen und regte sich nicht. Doch Cage bewegte sich um Kaltblut herum und versuchte an Toni heran zukommen. Kaltblut versuchte Cage aufzuhalten doch er teleportierte sich wieder weg und die Energie-Welle lies Kaltblut erneut kurz erstarren. Ich bemerkte, dass Cage wieder mit dem Rücken zu seiner Ausgangsposition auftauchte. Als Kaltblut Cage folgen wollte, merkte er eine rote Blase die auf ihn zu kam. Er wich zur Seite doch die Blase verfolgte ihn hartnäckig. Ich konzentrierte mich auf Cage, welcher nun fast vor mir stand und gab gleichzeitig noch Acht auf Imp. Toni positionierte sich hinter mir und gab mir Tipps. „Der Blinde hat sich jetzt zwei Mal exakt dieselbe Distanz teleportiert. Ich glaube weiter kommt er nicht. Aber du hast gesehen wie er Kaltblut festgehalten hat, dort wo er verschwunden ist, oder?“ fragte Toni. „Ja. Aber wie soll ich mich dagegen wehren?“ fragte ich. „Lass ihn nicht in deine Nähe!“ antwortete Toni. Plötzlich gab es eine Explosion. Kaltblut hatte die Blase angegriffen und sie somit zum Platzen gebracht und auf einmal stand Cage vor mir. Er holte mit seinem Fuß aus und wollte nach mir treten. Doch ich schickte reflexartig eine Flamme aus dem Elementarpuffer. Es entstand ein großes Flammenschild welches den Tritt abfing. Cage schrie auf als seine Hose Feuer fing. Er machte ein paar Schritte zurück und ich wunderte mich warum er sich nicht weg teleportierte. Ich schlug mit einer Flammenpeitsche nach Cage aber er drehte mir den Rücken zu und versuchte zu entkommen. Meine Attacke schlug auf den Boden auf, Cage war verschwunden. Er stand wider circa fünf Meter weit entfernt, mit dem Rücken zur Stelle wo er eben noch war. „Die Kleine hat einen Flammenwerfer!“ schrie Cage und löschte sein brennendes Bein.


    Ich musste mir mein Grinsen verkneifen, da ich ihn erfolgreich getäuscht hatte was meine Fähigkeit anging. „Nova! Rechts von dir!“ schrie Toni und machte einen Satz nach hinten. Imp fegte mich mit einem Kick von den Füßen. Noch mitten im Fall sprang er über mich und landete vor mir und schlug mir den Puffer aus der Hand. Vollkommen überwältigt von seinem plötzlichen Einschreiten landete ich auf dem Boden. Auch als ich noch am Boden lag, hörte Imp nicht auf sich um mich zu bewegen. Ich richtete mich wieder auf und sah wie Cage meinen Elementarpuffer aufhob. Zugleich schlug mir Imp mit seiner Handfläche auf die Brust. Mir blieb der Atem weg und ich keuchte nach Luft. „Wie funktioniert denn das Ding?“ hörte ich Cage fragen als er den Puffer in seinen Händen herumdrehte. Imps Bewegungen waren Rhythmisch und ausgeglichen, als ob er zu einem Lied tanzen würde. Es half alles nichts. Ich entzündete meine Flammen, meine langen roten Haare glühten rot auf und schossen in die Luft und flackerten zusammen mit meinen zu langen Ärmeln durch das Feuer. Eine Feuerwelle war bereits auf dem Weg zu Imp, doch dieser sprang einfach über die Welle ohne seine Bewegung zu unterbrechen. „Woha!“ hörte ich Squall von der Seite rufen der sich wegen meinen Flammen erschrocken hatte. Kaltblut nutzte diese Chance und rammte seine Blutlanze in eine von Squalls Blasen die er in der Sekunde entstehen hat lassen. Die Druckwelle warf beide zurück und in dem Moment nutzte auch ich die Ablenkung und warf einen Feuerball auf Cage. Cage teleportierte sich ohne zu zögern seitlich vom Feuerball weg und landete knapp hinter Imp und direkt vor der, noch immer langsam fliegende Feuerwelle.


    Bei Cages Auftauchen entstand nicht nur dort wo er verschwunden war ein Energiering, sondern auch dort wo er landete. Der Ring schloss sich um Imp und um die Feuerwelle und hielt sowohl Imp als auch die Welle für einen Moment fest.


    Als er realisierte was eben geschah ließ sich Cage auf den Boden fallen und duckte sich unter die Feuerwelle. Als sie sich wieder bewegte, flog der Schwall aus Flammen nur haarscharf über seinen Kopf hinweg. Imp verlor durch den plötzlichen Stopp sein Gleichgewicht und machte einen ungewollten Schritt nach vorne. Ich reagierte blitzschnell und stieß mich mit meinen Flammen vom Boden ab und sprang in die Richtung Cage und Imp. Ich zückte jeweils eine Flammenlanze in meiner Hand und rammte sie beide, Imp und Cage mitten in die Brust. Beide gaben ein Stöhnen von sich, als ich sie in den Boden rammte. Aus dem Augenwinkel konnte ich erkennen wie Kaltblut sich mit seinem Schwanz und dem Arm auf seinem Rücken am Boden abstützte und sich selbst auf Squall schleuderte, der sich eben mit seiner eigenen platzenden Blase selbst umgeworfen hatte. Kaltblut segelte durch die noch immer in der Luft hängende Explosion und aus allen seiner sechs Extremitäten wuchsen Eislanzen. Er pfählte seinen Gegner wahrhaftig in den Boden. An seinen Beinen, Armen, seinem Bauch und an seinem Hals war Squall mit den Blutzapfen aufgespießt. Das Bild war um einiges schlimmer als das, was ich mit Cage und Imp gemacht hatte. Der Soforttod traf Squall. Troll sackte auf seine Knie. Sein ganzes Team war in einem Moment besiegt. Auch Toni stand die Angst ins Gesicht geschrieben. Kaltblut zog sein Blut wieder ein und beschmierte seinen Körper mit Squalls Blut. Ich hob meinen Elementarpuffer auf den Cage fallen hat lassen und löste die Feuerlanzen auf die bis dato noch in den beiden steckten. Als die Flammen erlöschen, holten sie beide tief Luft und blieben keuchend und hustend am Boden liegen. Anders als bei meiner Flammenklinge die durch den Körper schneidet, durchdringt meine Feuerlanze zwar den Körper aber beschädigt das Fleisch nur minimal. Allerdings filtert die Flamme den Sauerstoff aus dem Körper in dem sie steckt, was dem Opfer die Kraft raubt. „Du zeigst Mitleid für deine Gegner, Nova.“ sagte Kaltblut zu mir. „Anders als du habe ich auch Mitleid mit ihnen. Außerdem ist es unser Ziel die Sphäre zu zerstören.“ sagte ich und deutete auf die Sphäre die über dem verzweifelten Troll schwebte.


    „Und was geschieht jetzt mit ihnen?“ fragte ich. „Nun ja. Wenn die Regeln hier nicht abweichen, werden sie wie alle besiegten Gegner hingerichtet.“ meinte Toni. „Hey! Noch sind wir nicht fertig.“ sagte Kaltblut und ging auf den Troll zu. Er packte ihn an seinem runden Rücken und hielt ihm eine Blutklinge an die Brust. „Willst du einen schnellen Tod oder möchtest du noch auf ein Wunder hoffen?“ fragte ihn Kaltblut. „Sei nicht so gemein und mach einfach die Kugel kaputt.“ sagte ich empört. Kaltblut hob nebensächlich seinen dritten Arm und schlug auf die Sphäre. Die Sphäre fing an stärker zu leuchten, die Kette zu Troll löste sich und sie flog langsam in den Himmel. Als sie dann endlich explodierte hörte man ein Geräusch von den Begleiter-Einheiten der Gegner. Sofort fielen aus der blauen Decke kleine Drohnen mit Greifarmen. Sie packten die vier Körper unserer Gegner und verschwanden mit ihnen dorthin zurück wo sie hergekommen waren. „Hmpf.“ hörte ich von Kaltblut. „Vielleicht zählt das hier nicht als Kampf und es geht für sie ganz normal weiter. Bis auf Sqall…“ sagte Toni. „Kann gut möglich sein.“ sagte ich. „Nova wie sieht’s mir deinem Feuer aus? Kannst du direkt weiter machen oder brauchen wir eine Pause?“ fragte Kaltblut. „Sieht gut aus.“ antwortete ich nach Gefühl. „Sehr gut. Zwei Teams warten schließlich noch auf uns.“ sagte er und grinste dabei kampflustig. „Wie’s aussieht steuern die zwei Teams die über sind, gerade aufeinander zu.“ sagte Toni und deutete in dessen Richtung. „Ich hoffe unser nächster Kampf wird nicht so kurz und das andere Team sollte etwas mehr drauf haben als das von eben.“ sagte Kaltblut. „Ich hoffe das nächste Team ist schon so geschwächt, dass wir das Ganze schnell beenden können.“ sagte ich. „Wo bleibt denn da der Spaß?“ meinte Kaltblut. Darauf gab ich keine Antwort und wir bewegten uns langsam auf die zwei anderen Teams zu.
    „Warum hast du dir eigentlich das Blut von Squall auf deine Schuppen geschmiert?“ fragte Toni. „Das ist ein Brauch von dort wo er her kommt.“ antwortete ich. „Oh je. Wo bin ich hier nur gelandet. Eine schrumpfende Sonnenanbeterin und ein meuchelnder Wilder mit Blutfetisch.“ seufzte Toni. „Wirf mich nicht in einen Topf mit ihm! Außerdem wissen wir noch überhaupt nichts über dich.“ sagte ich. „Ich? Über mich gibt’s nicht viel zu erzählen. In meiner Welt leben ein Großteil der Tiere und Humanoiden in einer Art Symbiose. Allerdings durch Meinungsverschiedenheiten in einzelne Fraktionen aufgeteilt.“ erzählte Toni. „Also bist du ein Haustier?“ fragte ich. „Nein! Mein Leben ist genau so viel wert wie deines auch!“ erwiderte Toni gekränkt. „So hab ich das nicht gemeint.“ sagte ich. „Ich und das Rudel in dem ich lebe, haben einen Pakt mit einem Stamm geschlossen. Sie töten uns nicht und wir greifen sie nicht an. Dafür verteidigen wir sie und jagen zusammen.“ erzählte Toni weiter. Seine Welt war wieder ganz anders als die von Blink und Kaltblut, abgesehen von meiner. Ich überlegte ob ich mir ein Leben in einer dieser Welten vorstellen könnte und dann musste ich daran denken, dass ich bereits in einer anderen Welt bin. Ich musste an Zuhause denken. Dadurch, dass ich die Sonne nicht mehr sehen konnte, konnte ich auch nicht mehr zu ihr beten. Kaltblut hatte es sicher leichter. „Für wen kämpfst du eigentlich? Kaltblut? Eine Familie hast du ja nicht, so wie ich das mitbekommen habe.“ fragte ich ihn. „Für meine Eier.“ antwortete er kurz. „Deine Eier?“ fragte ich zurück. „Meine Nachkommen. Das ist der einzige Grund warum ich lebe. Meine Rasse kann sich nur fortpflanzen wenn du deine Eier mit deren Anderer verbindest.“ sagte er. „Also bist du jetzt ein Mann oder eine Frau?“ fragte ich verwundert. „Meine Rasse hat kein Geschlecht. Wie gesagt ich brauche die Eier eines Anderen damit sich meine Eier entwickeln können.“ sagte er.


    „Aber rein von der Funktion deines Körper bist du dann aber weiblich. Obwohl deine Stimme und dein Verhalten eher männlich ist.“ schlussfolgerte ich. „Ich glaube nicht, dass du das so betrachten kannst, Nova.“ mischte sich Toni ein. „In deiner Sprache höre ich mich vielleicht so an, aber meine Sprache wird ja auch in deine übersetzt und umgekehrt.“ sagte Kaltblut. „Stimmt auch wieder. Also klinge ich für dich wie eine Katze?“ fragte ich Toni und musste dabei lachen. „Ja. Du hörst dich zumindest nicht so an wie ein Mensch.“ sagte er und grinste zurück. „Jaja.“ sagte ich zurück und sah auf Kaltblut der seinen Arm komisch bewegte. „Ist alles in Ordnung?“ fragte ich plötzlich besorgt. „Hmm? Oh! Ja. Ich merke nur gerade wie sich meine Haut langsam ablöst.“ antwortete er. „Ist das was gutes oder was schlechtes?“ fragte Toni. „Nicht sonderlich schlimm. Nur brauchen die neuen Schuppen ein paar Stunden um aus zu härten. Aber ich häute mich nicht jetzt sofort.“ antwortete Kaltblut. „Dann wirst du endlich meine Narben los.“ sagte ich und lächelte Kaltblut an. Durch unser kleines Gespräch ist die Zeit schnell verflogen und wir hatten die zwei, noch immer kämpfenden Teams erreicht. Die Szene spielte sich an einem kleinen Wasserfall ab. Es sah schon mehr nach Kampfareal aus als mitten im hohen Gras. Die Landschaft sah unbeschädigt aus, aber es lag überall Geröll herum. Aus der Distanz konnte ich nur die Sphären-Träger erkennen, die allerdings mitten drinnen wahren im Gefecht. „Drei Leute im rechten Team, einer am Boden. Fünf Leute im linken Team, auch einer am Boden.“ sagte Toni. „Fünf gegen drei ist doch ein bisschen unfair, oder?“ meinte ich. „Möchtest du ihnen jetzt helfen? Lege diese Gedanken mal lieber auf die Seite. Das Team mit nur drei Leuten dürfte zurechtkommen, sonst würden da nicht noch zwei stehen. Und außerdem haben wir auch eben gen vier gewonnen.“ sagte Kaltblut. „Ist ja schon gut. Ich mein ja nur.“ sagte ich als wir uns dem Geschehen weiter näherten.

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  • Im Auge des Betrachters-2


    Auf der rechten Seite des Wasserfalls stand ein einzelner Mann. Er hatte dunkelgrüne Haut und war ziemlich gut gebaut. Sein Anzug bestand nur aus einem weißem Tank-Top und einer einfachen Leinenhose. In einem großen Abstand hinter ihm saß eine kleine graue Maschine über der die Sphäre hing. Neben ihr lag eine Person die anscheinend schon besiegt wurde. Die Person hatte keine besonderen Merkmale und ich schenkte ihr keine weitere Beachtung. Auf der anderen Seite des Wasserfalls standen noch vier Leute. Mitten unter ihnen der Sphärenträger. Neben ihm stand etwas das so ähnlich aus sah wie Kaltblut, nur noch mehr wie ein Tier. Er hatte keine Hand am Rücken und einen normalen Schweif. Sein ganzer Körper war mit großen, spiegelnden Schuppen überzogen, sie sahen mehr aus wie Platten. Weiteres hatte er ein langes großes Maul mit scharfen Zähnen. Ich gab ihm schon in meinem Kopf den Namen Raptor, da er aussah wie ein aufrecht stehender Raptor. Neben ihm stand ein Mann mit braun-grüner Haut. An den Stellen die nicht von seiner Kleidung bedeckt waren, konnte man Rillen in der Haut erkennen. Es sah aus als hätte er auf seinen Armen, Beinen und in seinem Gesicht überall große Fingerabdrücke. Der Sphärenträger selbst hatte überall kleine Löcher in seinem Körper. Ansonsten waren er und der vierte wieder vom Aussehen her nicht sonderlich auffallend. Als die zwei Teams uns bemerkten hielten sie kurz inne und sahen in unsere Richtung. „Ihr könnt ruhig weitermachen Jungs! Beachtet uns gar nicht. Wir können warten. Es sei denn ihr wollt, dass wir mitkämpfen, damit haben wir kein Problem.“ rief Kaltblut zu ihnen rüber und deutete etwas mit seiner Hand. „Warte. Ich komm gleich rüber zu dir. Lass mich hier nur schnell aufräumen.“ witzelte der grüne Mann lachend. Als ich ihn genauer betrachtete, musste ich feststellen, dass das der Kerl war der mich und Blink damals in der alten Lobby dämlich angesprochen hatte. „Lass dir Zeit, lass dir Zeit. Keine Eile.“ sagte Kaltblut zurück und grinste. „Sag mal. Kennt ihr euch?“ fragte ich Kaltblut. „Nein, aber Hey! Er dürfte ein lustiger Kerl sein.“ antwortete Kaltblut mit einem Schulterzucken. „Freu dich da lieber nicht zu früh.“ sagte ich noch leise ohne, dass Kaltblut mich hörte.


    „Check die mal aus, wir halten das hier schon.“ sagte der Sphären-Träger. Als keiner reagierte drehte er sich zu dem vierten um. „Fumy?“ fragte er ihn. „Was?“ fragte Fumy den Sphären-Träger. „Ich habe dich gemeint!“ sprach er etwas lauter. „Ach so. Entschuldigung.“ sagte Fumy und blieb stehe. Als wieder nichts passierte drehte sich der Sphären-Träger erneut um und wurde noch lauter. „Jetzt. Fumy. Jetzt!“ sagte er mit erregter Stimme. „Was‘n?“ fragte Fumy sichtlich verwirrt. „Gott! Ich hab dir eben eine Aufgabe erteilt! Mann! Pass doch auf!“ schrie er ihn an. „Ey. Sorry Steamer. Ich hab’s eben grad‘ nich‘ gehört.“ versuchte er sich raus zureden. „Du sollst das verdammte Team auschecken! Wie bist du eigentlich in das Team gekommen?“ brüllte Steamer wütend herum. „Oh! Wo kommen die denn her?“ fragte Fumy völlig verdutzt. „Bist du bescheuert oder was!? Die stehen da schon seit fünf Minuten! Seit fünf Minuten! Wie kann man nur…aaahhhwwrrrraaah! Jetzt bewege deinen Arsch und mach was ich dir gesagt habe!“ schrie ihn Steamer an und aus seinen Löchern stieg Dampf auf. „Is‘ ja gut! Beruhige dich Mann. Ich mach ja schon.“ sagte Fumy und kam in unsere Richtung geschlendert. „Und was ist mit Dagger hier?“ fragte Steamer und deutete auf den am Boden liegenden Körper aus ihrem Team. „Was soll mit ihm sein?“ fragte Fumy. „Ich hab dir doch vorhin gesagt, dass du dich um ihn kümmern sollst! Der liegt da noch genauso wie ihn dieser Frosch Typ da hingeworfen hat!“ schrie Steamer weiter. „Ah so ja. Keine Ahnung.“ antwortete Fumy. „Ganz im Ernst. Du bist zu nichts zu gebrauchen. Du bist zu nichts zu gebrauchen! Das war ein Kampf fünf gegen drei! Ja?! Und nur wegen so einer Scheiße verlieren wir jetzt hier? Oder was? Ne! Ne! Da hab ich echt keinen Bock drauf. Dann geh meinetwegen eben aus dem Team, oder mach sonst was. Denn wir sind alle hier aus demselben Grund, Ja? Aber dir ist das anscheinen völlig egal.“ Steamer verlor komplett den Faden. Ohne zu zögern, schritt Kaltblut zur Tat. Er stürmte frontal auf Steamer zu. Bereit seine Blutklinge mitten durch Steamer zu rammen rannte Kaltblut auf ihn zu. Es war für Steamer schon zu spät als er es bemerkte. Doch im letzten Moment blockte der Raptor Kaltbluts Klinge mit seinen Schuppen. Ich sah wie sie in Kaltbluts Fleisch schnitten. Er wich zurück und ging nun langsam zum Froschmann. „Zumindest hat einer noch ein Auge fürs Geschehen. Danke.“ sagte Steamer zum Raptor. „Hmm. Ich mach hier nur meine Arbeit.“ sagte er. „Ja ich weiß. Es wäre wirklich schön wenn sich alle hier so verhalten würden.“ sagte Steamer und wurde am Ende des Satzes lauter und sprach zu Fumy der nun vor uns stand und davon anscheinend wieder nichts mitbekommen hatte. „Was geht denn mit denen ab?“ fragte Kaltblut den Frosch. „Ich habe keine Ahnung. Ich glaube die nehmen das ganze hier nicht wirklich ernst.“ antwortete er. „Und was ist mit euch hier los?“ fragte Kaltblut weiter. „Mhm. Den Armen hier hat’s voll erwischt.“ sagte der Frosch und deutete auf den Körper neben dem kleinen Roboter. „Der hat eine volle Salve von dem Säure-Kerl da abbekommen.“ sprach er weiter und zeigte nun auf den Mann mit den Rillen in der Haut. „Und unser kleiner Golem hier hat nicht viel zu Sagen. Er befolgt einfach nur die Regeln und lässt sich von nichts treffen, was eigentlich ganz gut ist. Und selbst? Wie ich sehe schleppst du da n‘ kleines Kind und ein Hauskätzchen mit dir herum.“ fragte er Kaltblut und sah in unsere Richtung. „Ach die sind ganz OK. Könnte schlimmer sein. Ich find’s ziemlich witzig was hier abgeht. Ich meine, ja klar wir kämpfen hier um unser Leben und so, aber dieses Turnier macht echt Spaß.“ sagte Kaltblut. „Hey! Kaltblut! Wir sind nicht hier hergekommen um ein Kaffeekränzchen zu veranstalten. Deine Worte. Ich mein ja nur.“ rief ich zu ihm hinüber. „Hab schon verstanden.“ antwortete er mir. „Also wie sieht’s aus? Kümmern wir uns erst um das Team 'Ich schieß mich Tod' und dann regeln wir den Rest unter uns? Klingt doch nicht schlecht, oder?“ schlug Kaltblut dem Frosch vor. „Von mir aus. Aber der Kleine hier wird da Schätzungsweise nicht mitmachen.“ sagte der Frosch.


    „Ich bin übrigens Frog.“ fügte er noch hinzu. „Kaltblut.“ stellte sich Kaltblut vor. „War das eine Frage oder dein Name?“ fragte Frog leicht verunsichert. „Mein Name.“ antwortete er kurz. „Und die Zwei?“ fragte Kaltblut und drehte sich um. „Den Robo hab ich Golem getauft und der am Boden heißt Klette.“ antwortete Frog. „Das haarige kleine Ding heißt Nova und die andere Katze Toni.“ sagte Kaltblut und sah grinsend zu uns. „Nova sagt mir was…“ sagte Frog und sah zu mir, sagte aber nichts weiter. Als Steamer sah wie sich Frog und Kaltblut gemeinsam kampfbereit machten, war es klar, dass er das nicht so hinnehmen würde. „Soll das jetzt ein schlechter Witz sein?! Das ist doch wohl nicht euer Ernst?! Was soll das? Ist das überhaupt erlaubt?“ fing er wieder zum herum schreien an. Plötzlich verschwand Frog neben Kaltblut einfach und tauchte im selben Moment neben dem Kerl mit den Rillen wieder auf welcher wiederum plötzlich mehrere Meter durch die Luft segelte. Frog hatte ihn anscheinen mit solch einer Wucht getroffen, dass es ihn vom Boden gehebelt hatte. Frogs Schulter, mit der er ihn gerammt hatte, fing kurz darauf zu rauchen an. Anscheinend wurde er von der Säure von dem Rillen-Kerl erwischt. Ich sah kurz auf Fumy der einfach nur vor uns stand und planlos ins Nichts starrte. „Was ist mit dem?“ fragte ich Toni. „Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube der ist völlig benebelt. Mach dein Feuer auf ihn und schau wie er reagiert.“ sagte mir Toni. Also warf ich einen Feuerball auf Fumy. Als er ihn erreichte sah man wie Fumy sich in Rauch auflöste. Da wo er eben war, war nur noch eine große Rauchkugel. Als der Feuerball einfach durch die Kugel durchgeflogen war, wuchs aus dem Rauchball ein Rauchkörper heran und wurde dann wieder zu Fumy. „Interessant.“ sagte Toni. Fumy hatte meinen Angriff gar nicht bemerkt und stand weiter nur herum. „Komm. Wir helfen Kaltblut und dem Frosch.“ sagte ich zu Toni und ging an Fumy vorbei.


    Kaltblut und Raptor standen sich gegenüber. Raptor rasselte mit seinen Schuppen. „Deine Schuppen sehen toll aus, wie aus Metall.“ sagte Kaltblut. „Und deine etwas verbrannt.“ gab Raptor zurück und spähte in meine Richtung. „Kümmer dich um Fumy, der ist schon wieder abwesend.“ sagte Raptor zu Steamer der gerade den Bewusstlosen versorgte. „Was? Arg! Dieser Idiot. Wo ist der nur immer mit seinem Kopf. Als ob sein Hirn noch immer vernebelt wäre. Hey! Fumy! Aufwachen! Die Zwei spazieren gerade einfach an dir vorbei!“ schrie Steamer. „Hngr.“ hörte ich von Fumy der anscheinend gerade wieder aufwachte. Er schaute sich verwundert um, als er merkte, dass wir nicht mehr vor ihm standen. „Dageblieben! Ich muss euch auschecken!“ sagte er zu uns. Er kam wieder auf uns zu. Er holte aus drei Meter Entfernung zum Schlag aus und verwandelte sich mitten drinnen in Rauch. Die Rauchkugel flog schnell auf mich zu, doch ich konnte ihr einfach ausweichen. Neben mir wurde er wieder fest und versuchte nach mir zu greifen. Ich zündete meine Flammen an und versuchte ihn zu verbrennen, doch er verwandelte sich schon wieder in Rauch. Das Feuer konnte ihm nichts anhaben. Die weiße Rauchwolke hüllte mich plötzlich ein und als ich sie einatmete, blockierte meine Lunge. Ein stechender Schmerz durchzog meinen Hals bis runter zu meinen Lungen. Mein Kopf dröhnte und alles wurde weiß um mich herum. Ich machte einen Satz zur Seite und fing stark an zu husten. Keuchend rappelte ich mich wieder auf. „Atme das bloß nicht ein!“ sagte ich zu Toni. Er sah mich besorgt an. „Es tut mir Leid, Nova. Ich kann dir da echt nicht helfen.“ sagte er. „Ist schon in Ordnung. Wir haben es ja so ausgemacht.“ sagte ich noch immer keuchend. Plötzlich hatte ich eine gefährliche Idee. In seinem Gaszustand war Fumy ja anscheinend nicht antastbar. Aber meine Flammen verbrennen ja auch die Luft. Allerdings war sein Rauch ein nicht entflammbares Gas aber ich wusste nicht ob es ein Edelgas war oder nicht. „Toni. Geh besser ein paar Schritte zurück. Ich weiß nicht wie das hier ausgehen wird.“ warnte ich ihn.


    Ich formte auf meinen Fingern eine Zwiespalt-Flamme und stach damit auf den gerade wieder fest gewordenen Fumy ein. Er wurde, wie erwartet direkt wieder zur Wolke. Ich steckte meine Hand in die Wolke aus Rauch und es gab eine Reaktion. Der weiße Rauch fing Feuer und verbrannte. Schwarzer Qualm stieg auf und Fumy kam sofort aus der Wolke und wurde wieder fest. Seine weißen Haare und seine Schulter standen in Flammen. „Was zum…?“ sagte er und wechselte noch einmal den Zustand. Das Feuer auf ihm ging wieder aus als er zur Rauchkugel wurde. Doch nun war er in keiner seiner Formen vor mir sicher. Er nahm wieder Gestalt an. „Teufel?!“ beendete er seinen Satz. „Wie ich sehe hat dein Gasförmiger Aggregatzustand keine volle Elektronen Außenhülle.“ sagte ich grinsend. „Wie zum Teufel kannst du meinen Rauch anzünden?“ fragte er und griff sich an seine verbrannten Haare. „Was auch immer du für ein Element benutzt, ich kann die Verbindung vervollständigen und dich damit brennbar machen.“ antwortete ich und zeigte ihm die Zunge. „Was laberst du da! Was weißt du schon über Elemente? Du bist doch noch nicht mal zehn Jahre alt. Das kannst du mir nicht erzählen!“ sagte er. „Mein Körper gibt dir in diesem Zustand keine Information über mein Alter oder meine Erfahrung.“ sagte ich in meiner kindlichen Stimme und wusste wie unglaubwürdig ich klingen musste. Selbst ich war überrascht, dass dieses Wissen noch einmal nützlich sein würde.


    Er wurde wütend und versuchte mich nun wieder in seiner Wolke einzuschließen, aber ich stach ihn erneut mit meiner Zwiespalt-Flamme. „Whaaa! Das gibt’s doch nicht! Wie kann das sein!?“ schrie er als sich sein Arm entzündete. Er wechselte wieder zwei Mal die Form und löschte somit das Feuer. „Gut Nova! Weiter so!“ jubelte mir Toni zu. „Ne. Da hab ich keinen Bock!“ schrie Fumy und ging zurück zu Steamer. „Kümmer du die um den Rotschopf! Die kann meinen Rauch anzünden!“ klagte er. „Was? Wie denn das?“ fragte Steamer. „Keine Ahnung, Mann! Die labert irgendwas von Elementen oder so. Kämpf du doch gegen die.“ sagte Fumy. „Aber ich hab die Sphäre! Ich kann so nicht kämpfen!“ meinte Steamer. „Ja und? Ich auch nicht!“ schrie er zurück. „Ich spring für dich ein. Lass mich gegen Nova kämpfen. Übernimm du dafür Kaltblut hier. Der kann dir nichts als Wolke anhaben.“ mischte sich Raptor ein und rannte in meine Richtung. „Nova pass auf! Der hat unseren Kampf gesehen!“ rief mir Kaltblut zu und versuchte Raptor aufzuhalten, wurde aber von Fumy geblockt. „Alles klar! Atme ja nicht seinen Rauch ein! Der ist nicht gut.“ rief ich zu Kaltblut. Er wollte gerade antworten da stand er schon in der Wolke.


    Vor mir stand nun der Metallschuppen-Raptor der mit seinen Schuppen rasselte. Ich wusste nicht in wie fern mein Feuer gegen ihn was ausrichten konnte. Also schickte ich eine Feuerwelle auf ihn. Er blieb einfach stehen und lies sich treffen. Die Flammen zeigten keinen Effekt. „Sorry Nova. Ich bin Feuerfest.“ sagte er und kam auf mich zu. Seine Bewegungen waren recht langsam und es sah so aus als würden die Schuppen ein enormes Gewicht haben. Außerdem schienen sie sehr scharf zu sein. Ich überprüfte seinen Körper doch es gab keine Stelle an der keine Schuppen waren. Nur seine Augen waren nicht mit Schuppen bedeckt. „Sein Maul! Versuch ihn von innen zu verbrennen.“ sagte Toni. Jetzt sah ich es auch. Sein Zahnfleisch sah ganz normal aus. Ohne Schuppen. Ich musste es versuchen. Ich konnte ihm einfach entkommen da ich schneller war als er, aber ich wusste nicht genau wie ich es bewerkstelligen sollte sein Maul zu öffnen. Da kamen mir seine Augen wider in den Sinn. Ich schoss einen Feuerball in sein Gesicht und tatsächlich, er schloss seine Augen für einen kurzen Moment.


    Ich sah kurz zu Kaltblut der erfolglos versuchte Fumy zu treffen der sich immer in seinen Rauch verwandelte. Und noch weiter Hinten stand ein, anscheinend stark verätzter Frog. Doch sein Gegner sah auch nicht mehr so gut aus.
    „Augen auf das Ziel!“ schrie Raptor und beschleunigte kurzzeitig. Er versuchte mir mit seinem Kopf zu rammen, doch ich konnte noch immer einfach ausweichen. Plötzlich sah ich wie sein Schwanz von der Seite kam. Er traf meine ganze Seite, da sein Schweif so dick war wie mein Oberkörper. Die Schuppen schnitten tief in meinen Arm und drückten mich weg. Der Schweif glitt weiter über meinen Rücken und schlitzte auch dort alles auf. Der Schlag war fatal. Ich konnte mich kaum mehr bewegen. Konnte er mich wirklich mit bloß einem Treffer K.O. schlagen? Wäre das nicht passiert wenn ich meine normale Größe hätte? Egal. Ich durfte nicht aufgeben. Der Raptor wusste worauf ich aus war und wollte deshalb nur nach mir treten. Ich konnte meinen rechten Arm nicht mehr bewegen, aber ich rollte mich noch ein kleines Stück zur Seite. Er stieg genau auf meinen Arm. Ich schrie auf vor Schmerz. „Glaubst du sie können dir den Arm nochmals ersetzen?“ fragte er mich höhnisch.


    Ich pumpte mein gesamtes Öl in meine unverletzte Hand. Sofort aktivierte sich die Rune auf meinem Rücken und die zwei Flammenflügel erschienen wieder. Meine Haare wurden stechend weiß und meine Haut glühte dunkelrot. Raptor erschrak und hob seinen Fuß von meinem Arm. Ich drehte mich um und hielt ihm meine Hand von unten an den Bauch. In meiner Hand war eine kleine Feuerkugel. Sie brannte extrem laut und die Luft um sie herum übernahm die Hitze die sie ausstrahlte. Es war ein kleiner Stern mit all meiner Energie. Die Zeit wurde wieder langsamer und ich konnte schnell aufstehen, da meine Schmerzen unterdrückt waren. Ich führte den Stern zu Raptors Maul und drückte ihn gegen seine Zähne. Der Stern verschlang alles was er berührte und riss ihm die Zähne aus. In seinem Maul verlor ich die Kontrolle über den Stern und stürzte auf den Boden zurück. Die Flügel auf meinem Rücken gingen aus und auch meine Haut und Haare wurden wieder normal. Ich war am Ende meiner Grenzen. All meine Energie in einem Angriff. Doch der Stern hatte sein Dasein noch nicht beendet.

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  • Im Auge des Betrachters-3


    In Raptors Maul entfachte sich erst die wahre Stärke des Sterns. Er wuchs um ein vielfaches heran und verschlang den ganzen Körper von Raptor. Ein grausames Geräusch entstand als sein Körper verschluckt wurde. Seine Metallschuppen schmolzen im Kern des Sterns und der Stern wechselte die Farbe von orange-rot zu dunkelrot. Die Aura des Sterns war überwältigend. Toni machte sich aus dem Staub und rannte in Sicherheit. Die Hitzewelle verbrannte den Boden unter mir und den kleine Fluss, der vom Wasserfall kam, verdampfte. „Was hast du getan Nova!?“ schrie Kaltblut. „Ich…Ich weiß es nicht…“ antwortete ich völlig erschöpft. „Das ist doch nicht Normal!“ hörte ich Steamer aufschreien. „Großer Gott.“ fügte Frog hinzu. Fumy starrte nur auf den Stern und brachte kein Wort heraus.


    Abgesehen vom lauten Lodern des Sterns, war nichts zu hören. Keiner kämpfte mehr. Alle starrten sie auf den großen Feuerball der vor mir in der Luft hing, welcher eben Raptor verschlungen hat. Ich wusste nicht was ich da geschaffen hatte, oder wie ich dazu in der Lage war, doch durch diesen Stern hatte ich richtige Angst vor mir selbst. Durch die Rune auf meinem Rücken habe ich komplett das Gefühl für meine Grenzen verloren. „Geht das Ding jetzt hoch? Also ich ziehe mich zurück. Ihr könnt gerne weiter kämpfen wenn ihr wollt aber ich bin hinter dem Wasserfall da.“ sagte Steamer und bewegte sich langsam auf den Wasserfall zu. „Macht sie das immer so?“ fragte Frog Kaltblut. „Ist mir neu.“ antwortete er. „Verbrennt sie gar nicht wenn sie direkt da drunter liegt?“ fragte Frog weiter. „Das sind ihre Flammen. Soweit ich weiß solle Feuer generell nichts gegen sie ausrichten.“ antwortete Kaltblut weiter.


    „Acid! Steh nicht nur rum! Mach was!“ rief Steamer dem Säurespucker zu. Und da war es plötzlich zu hören. Ein lautes hallendes Knurren. Lauter als der Stern loderte. Alle starrten sich gegenseitig an, doch es kam von keinem von uns. Da fiel auf einmal etwas aus dem Himmel. Mehrere Stecken fielen einfach vom Himmel. Es öffnete sich nicht wie bei den Drohnen ein Loch, sie kamen einfach aus dem Nichts. Die Stecken landeten genau auf dem Stern und das Knurren verschwand wieder. „Was hat das jetzt gebracht?“ fragte Fumy verwirrt. „War das was für uns?“ fragte Frog. „Egal was es war, jetzt ist es…“ brach Kaltblut mitten im Satz ab. Der Stern bewegte sich. Er zuckte und veränderte die Größe. Er wurde immer kleine und die Hitze die er ausstrahlte immer intensiver. „Der Stern fällt in sich zusammen! Macht, dass ihr da weg kommt!“ schrie Steamer der gerade die Wand neben dem Wasserfall hochkletterte und nun noch schneller kletterte. „Nova! Ich komm nicht an dich ran!“ schrie Toni zu mir. Die Luft um mich herum glühte so stark, dass ich nicht mehr atmen konnte. Ich lag einfach nur regungslos auf meinem Rücken und starrte in den, in sich zusammenfallenden Stern. Umso kleiner er wurde desto dunkler aber auch gleichzeitig strahlender wurde die Farbe des Sterns. Plötzlich sah ich wie etwas Brennendes oben auf dem Stern stand. „Was ist das?“ fragte Fumy in die Runde. „Da steht ja jemand drauf!“ rief Steamer von weiter hinten verblüfft. Nun erkannte ich die Gestalt die auf dem Stern stand. Sein schwarzer Knochenarm steckte im Stern. Überall dort, wo noch Fleisch war, brannte sein Körper lichterloh. Kuro stand auf dem Stern mit einer Hand im Stern und der Stern schrumpfte. „Wer ist der Kerl?“ fragte Fumy. „Das kann doch gar nicht sein! Was macht der hier?“ sagte Frog. „Was? Wer ist das?“ fragte Fumy. „Das ist der Namenlose Schlächter!“ antwortete Frog. „Oh nein! Nova! Verschwinde da! Du musst da weg!“ schrie Kaltblut zu mir als auch er es verstanden hatte. „Willst du, dass sich das vom letzten Mal wiederholt? Beweg dich!“ rief Toni. „Verdammt!“ fluchte Kaltblut. Ich sah wie er sich mit seinem Blut einhüllte und in meine Richtung kam. Als er den Bereich betrat an dem der Boden anfing zu schmelzen, verdampfte sein Blut einfach so und seine schon einmal verbrannten Schuppen fingen wieder an zu pfeifen. Sie knackten in der Hitze und ich hörte ihn vor Schmerz stöhnen doch er kam nicht in meine Reichweite. Seine Schuppen fingen wieder Feuer, doch er Schritt weiter voran. „Nein… Geh zurück…“ winselte ich und rang nach Luft. Er sollte nicht schon wieder meinetwegen solche Verletzungen ertragen. Ich hob meine Hand und feuerte einen winzigen Feuerball auf ihn ab. Es reichte um ihn an den Rand des Areals zu werfen. Ich sah wie Toni um den Stern angerannt kam und sich auf den in Flammen stehenden Kaltblut warf. Beide nun in Flammen, doch außerhalb der Gefahrenzone, versuchten sie das Feuer zu löschen.


    Vor mir in dem Krater, den der Stern geschaffen hatte, stand nun ein schwarzes Skelett. Kuros Fleisch war verschwunden. In seinem Bauch waren noch seine Organe. Allerdings war es eine schwarze verkohlte, aber doch feuchte Masse. In seiner Hand war eine Silber-rote Murmel. Kuro starre mich mit seinen unheimlichen Augen an. Das eine Pech-schwarz und das andere bleich wie der Mond. Aus seinem deformierten, grinsenden Schädel ragten lauter kleine Knochenzacken. Auch an seinen Ellbogen, Knien, Schultern, Hüften und aus seinem Rücken ragten überall diese Zacken.


    Er packte mich mit seiner freien Hand am Hals und hob mich hoch. Ohne zu warten drückte er mir den murmelgroßen Stern in den Mund. Ich dachte mit mir würde jetzt genau dasselbe passierten wie mit Raptor, aber er wurde nicht wieder größer. Kuro ließ mich keuchend auf den Boden fallen und ich spürte wie nun die Hitze des Sterns in meinem Körper war. Es fühlte sich an, als ob ich von innen schmelzen würde, als ob es jeden Moment meinen Körper sprengen würde. Meine Haut färbte sich wieder dunkelrot und meine Haare weiß. Meterhohe Flammen stiegen von meinem Körper empor. Die Flügel aus den Runen glichen Engelsschwingen. Ich spürte wie ich alles um mich herum verbrannte und sich alles auflöste. Die Flammen griffen meine Haut an und sie riss auf und ich sprengte meinen Körper.


    Meine Arme und Beine wuchsen aus ihrem Fleisch heraus. Mein Brustkorb platzte auf und meine Rippen krachten. Ich wuchs langsam immer weiter und die Flammen schlossen sich um die Wunden und hüllten sie ein. In einer Art Trance sah ich mich selbst von oben, schreiend mit aufgerissenem Mund und Augen. Ich sah, wie aus der Decke Drohnen kamen um einzugreifen und ich sah wie sie jämmerlich in der Aura des Sterns verbrannten. Kuro stand noch immer vor mir aber seine Knochen hielten dem Inferno stand. Und dann war alles aus.


    Ich schnellte auf, vor Schreck und fand mich selbst inmitten des Kraters wieder. Ich hatte keine Schmerzen mehr und die Wunden waren anscheinend auch verheilt. „Ein Traum?“ dachte ich mir und stand auf. Außerhalb des Kraters standen Kaltblut, Frog und Toni bei dem kleinen Golem und starrten auf Kuro. Kuro hatte sich über den Körper von 'Dagger' gebeugt und drückte seine Hand auf Daggers Brust. Fumy stand unter dem Wasserfall, in sicherem Abstand und Steamer oben auf dem Wasserfall.


    „Nova? Du lebst!“ hörte ich Toni rufen. Er rannte auf mich zu und ich sah, dass seine Sphäre noch immer an ihn gebunden war. „Du bist gewachsen.“ sagte er als er bei mir ankam. Ich sah auf meine Hände die nun endlich vernünftig in den Pullover passten. „Was ist hier los?“ fragte ich noch leicht benommen. „Das fragst du? Das würden wir gerne wissen!“ antwortete er mir. „Das ist der Kerl von dem du die Rune und den Puffer hast? Richtig? Was hat er jetzt mit dir gemacht?“ fragte Kaltblut und kam auch auf mich zu. „Wie’s aussieht hat er mich geheilt und meinen Körper wieder regeneriert.“ antwortete ich. Ich ging zu Kuro und wollte mit ihm reden doch er kniete noch immer vor dem Körper. Als ich neben ihm stand sah ich, wie er ein großes Stück Fleisch in seinen Mund steckte. Bereits ein ganzer Arm und die Schulter fehlten von Dagger. Es war widerlich und ich musste mich sofort umdrehen. Mir wurde wieder übel und ich wollte am liebsten einfach nur weg. „Was macht er da…? Oh! Ehhh… Ein gutes Mahl soll man ja nicht verkommen lassen.“ sagte Kaltblut als er sah was Kuro machte. „Das ist echt abartig…“ sagte Frog der uns auch gefolgt war. „Jetzt sag uns doch, was er mit dir gemacht hat!“ drängte Toni. „Hab ich doch schon gesagt!“ sagte ich. „Ja aber was ist mit dem gewaltigen Feuerball passiert?“ fragte Toni weiter. „Damit hat er mich anscheinend geheilt.“ antwortete ich. „Ich verstehe gar nichts. Also kannst du dich mit deinen eigenen Flammen heilen?“ fragte Toni weiter. „Das ist alles sein Werk!“ unterbrach Kaltblut und zeigte auf Kuro. „Und wie kommt es, dass wir so vom Kampf abgewichen sind? Wir sind hier mitten in einem Turnier. Warum kann er da so einfach reinplatzen?“ fragte Kaltblut. „Ey! Jo! Knochenfuzzi! Gib Mal n‘ paar Antworten!“ rief Kaltblut zu Kuro rüber. „Pass auf. Ich hab gesehen wie er Leute mit einer Handbewegung zweiteilt.“ warnte ihn Frog. „Das kann ich auch. Ist nichts neues das hier zu sehen.“ gab Kaltblut zurück und ging auf Kuro zu. Er tippte ihn auf die Schulter und Kuro drehte sich zu ihm um. Die Hälfte seines Kopfes war wieder mit Fleisch und Muskeln überzogen und die Knochenzacken waren verschwunden. Er gab Kaltblut einen leeren Blick und kaute weiter auf einem Stück Fleisch herum, welches ihm aus dem noch offenen Kiefer hing.


    „Was machst du hier?“ fragte ihn Kaltblut. Wie erwartet, kam keine Antwort. „Hey! Ich hab dich was gefragt!“ sagte Kaltblut leicht verärgert. Kuro legte den Kopf schief als ob er die Frage nicht verstanden hätte. „Was hast du für ein Problem mit Nova?“ fragte Kaltblut weiter und packte Kuro an der Schulter. Kuro hörte auf zu kauen und ich wollte gerade etwas sagen, da sah ich nur noch wie Kaltblut aus seiner Haut gedrückt wurde. Seine alten schwarzen Schuppen standen vor Kuro und davor saß auf dem Boden der frisch gehäutete, blau-grüne Kaltblut. Seine Schuppen sahen noch weich aus, doch er stand auf und schlug seine alte Haut zur Seite. „Hey! Ich hab die extra für jemand anderes aufgehoben!“ sagte er und ich musste anfangen zu lachen.


    „Das ist nicht dein Ernst, oder?“ kicherte ich. „Was?!“ sagte Kaltblut zu mir. „Ich setze mich hier gerade für dich ein, also hör auf zu lachen!“ schimpfte er. Ich musste mir das Lachen verkneifen. „Wolltest du allen Ernstes Maw deine Haut geben?“ fragte ich. „Ja!“ antwortete er. „Warum?“ fragte ich und musste wieder loslachen. „Wegen… Weil halt!“ antwortete Kaltblut ungenau. „Ach! Ist mir doch egal! Ich gehe jetzt wieder kämpfen! Der Typ sagt eh nichts.“ sagte Kaltblut und stampfte zornig zum Wasserfall. „Ich dachte er wollte gegen mich kämpfen…“ sagte Frog den die Situation leicht verwirrte.


    Ich wusste nicht genau warum Kuro hier war, aber es sah für mich so aus als ob er mich beschützte. Ich wusste auch nicht warum er mich mit dem Stern geheilt hatte, doch ich spürte noch immer die Präsenz des Sterns. Kuro kam nun auf mich zu. Ich hatte keine Angst vor ihm aber ich war mir trotzdem nicht sicher was er vorhatte. Er hob seinen Knochenarm und tippte mir kurz auf die Stirn. Ich hatte eine Vision von dem, was eben passiert ist aus Kuros Perspektive. Er wollte mich stärker machen, mich aufputschen und mir mehr Kraft geben. Ich verstand seine Absichten nun etwas besser, aber sein Ziel lag weiter im Dunkeln.


    Als Kuros Haut und Haare wieder nachgewachsen waren, so wie ich ihn kannte ging er wieder. Ich wusste nicht wohin, doch er ging einfach geradeaus in eine Richtung. „Was ist das für ein komischer Typ?“ fragte Toni. „Das ist der unbesiegte Schlächter. Er ist auf dem höchsten Rang den es hier gibt und er hat selbst von den Leitern dieser Kämpfe keinen richtigen Namen bekommen.“ antwortete Frog. „Und der will, dass du ihn tötest? Das erscheint mir etwas unglaubwürdig.“ sagte Toni zu mir. „Wenn das hier alles nicht passiert wäre, würde ich es ja selbst nicht glauben.“ sagte ich. „Dadurch, dass sich die Eidechse verkrümelt hat, bist jetzt wohl du mein Gegner.“ sagte Frog plötzlich und verschränkte die Arme vor seine Brust. Toni nahm eine Kampfposition ein und nickte mir zu. Ich sah an mir runter und merkte, dass ich trotz Heilung kein Öl mehr hatte. Schlechte Karten für mich. Andererseits sah Frog schon etwas angeschlagen aus vom Kampf gegen den Säurenspucker. Und plötzlich sah ich, wie etwas weiter weg genau dieser und der kleine Golem am Kämpfen waren. „Willst du nicht deinem Freund da helfen?“ meinte ich und zeigte auf die beiden. Frog sah kurz hinüber. „Nein. Wir haben ihm nicht ohne Grund die Sphäre gegeben. Ich habe jetzt alle Zeit der Welt für dich. Ich bin schon sehr neugierig was für Tricks du mit deinen Flammen machen kannst.“ sagte er und musterte meinen Körper.


    Mir bleib keine andere Wahl. Ich musste gegen ihn kämpfen. Plötzlich verschwand Frog vor meinen Augen als ich gerade versuchen wollte meine Flammen an zumachen. Er stand auf einmal neben mir und rammte mich mit seiner Schulter. Der Stoß hatte solch eine enorme Kraft, dass es mich vom Boden hob. Ich stöhnte auf, da es mir die gesamte Luft aus den Lungen drückte und segelte ein paar Meter nach hinten. Der Aufprall war auch nicht gerade sanft und ich musste keuchend nach Luft ringen. Als ich wieder aufstand, tauchte er wieder neben mir auf und versuchte das Selbe noch einmal. Doch dieses Mal zündete ich meinen gesamten Körper an. Und wieder wurde ich aus den Socken geworfen. Noch so ein Rempler und meine Knochen würden brechen. Meine Flammen gingen mitten in der Luft aus aber ich konnte sehen, dass meine Flammen Frogs Arm und Schulter verbrannt hatten.


    Ich wusste nun, dass er sich mit seiner Fähigkeit teleportieren konnte und, dass ich seine Rempler vermeiden sollte. Dennoch war er zu schnell für mein Auge und ich konnte nur schwer sagen wann er genau das machen würde.


    Als ich wieder auf den Boden aufschlug, zündete ich sofort mein Feuer an. Die Rune auf meinem Rücken brannte auf meiner Haut und ich spürte wie sich wieder die Flammenflügel ausbreiteten. Meine Haute wurde rot und meine Haare färbten sich wie immer, wenn ich meine Lebensflamme benutzte für diese Zeit weiß und durch die Rune wurde auch die Zeit wieder etwas langsamer. Doch irgendetwas stimmte nicht. Ich hatte nicht mehr dieses aussaugende Gefühl in meinem Körper. Stattdessen spürte ich wie eine warme Quelle in meiner Brust pulsierte. Mein Herz? Nein. Mein Herz schlug normal. Es musste der Stern sein. Die betäubende Kälte meiner Lebensflamme war durch die Rune auch verschwunden und ich hatte nun volle Konzentration auf den Kampf.


    Frog verschwand wieder, doch dieses Mal konnte ich sehen wie er blitzschnell in meine Richtung gelaufen kam. Ich konnte gerade so reagieren, da stand er schon vor mir. Ich hatte keine Zeit meinen Elementar-Puffer herauszuholen und musste mich mit einer Druckwelle schützen. Als ich die Druckwelle aussendete, spürte ich den Stern in meiner Brust stärker pulsierte. Frog sah die Druckwelle kommen und sprang leicht nach hinten und um mich herum, alles mit wahnsinnigem Tempo. Ich sah den Schlag in meinen Rücken kommen, doch ich konnte mich nicht verteidigen.


    Er schlug mir von hinten auf meine Rippen. Sie knacksten und ich spürte den Schmerz trotz Lebensflamme. Doch Frog schleuderte mich nicht mit seinem Schlag weg. So schnell wie er zugeschlagen hatte, so schnell verschwand Frog auch schon wieder von dieser Position und versuchte einen weiteren Schlag von der anderen Seite. Wieder traf er mich ungeschützt. Doch auch wieder war sein Schlag um einiges schwächer. Meine Flamme hüllte seine Faust beim Aufschlag ein und verbrannte sie. Er zuckte weg und löschte das Feuer auf seiner Hand. „Ich habe auch immer das Glück gegen jemanden antreten zu dürfen, den ich nicht berühren sollte.“ beschwerte er sich. „Ich würde auch gerne gegen ein Papiermännchen kämpfen, aber man kann sich seinen Gegner hier leider nicht aussuchen.“ sagte ich.
    „Hinter dir!“ rief Toni und sprang auf mich zu. Auf einmal hatte ich zwei Fäuste im Rücken.

    Krieg: I'll never forget the way her holes cried... The way she screamed in agony as she pushed the knife slowly into my sternum...
    Such a beautiful symphony of feelings, and at the end of it, she was so much greater! My operatic diva of flesh and steel!!

  • Tag bzw. Abend ^^


    Ich hab ja schon versprochen nen Kommi zu posten und hier kommt er.^^Ich hoffe, dir mit diesem gute Kritik zu geben. Also, dann fang ich mal an:
    Erstmal an ein Lob an den Startpost. Da ist so ziemlich alles drin, was man sich unter einem Startpost vorstellen kann. Vor allem gefällt mir, dass du die Leser in deine Geschichte in Form von Anregungen, Ideen etc. integrieren möchtest, sowas kommt nicht oft vor.
    Dennoch würde ich vielleicht noch ein Bild in deinen Startpost einfügen, dass zum Beispiel die Atmosphäre deiner Story darstellt. Ich glaube, dass man mit der Optik sehr gut spielen kann, also dass du mit einem Bild deinem Startpost mehr Ausdruck verleihen kannst.
    Nun zu der Handlung:
    Der Protagonist kann in seinem Körper Feuer erzeugen? Klingt interessant.
    Beim Lesen der ersten Absätze habe ich sofort an eine Entführung gedacht. Vielleicht wurde der Protagonist aufgrund seiner Fähigkeiten gefangen worden ist und sich nun in einer Arena beweisen muss. Das weckt bei mir als Leser sofort das Interesse, weiterzulesen. Ich bin gespannt.
    Und auch in der Arena gibt es wieder eine besondere Person. Die Personen müssen nicht nur um ihr eigenes Überleben kämpfen, sondern auch Punkte sammeln um die ,,Geliebten“ zu retten.
    Und dass zur Unterhaltung der Zuschauer. Es erinnert eine bisschen an Panem, muss ich schon sagen.
    Aber trotzdem gefällt mir die Idee sehr. Außerdem finde ich, dass du denn Kampf zwischen Joker-dessen Name mir in so einer Situation bestimmt Angst machen würde;)-und der Hauptprotagonistin sehr authentisch erzählt und ich kann mir diesen Kampf sehr gut in meiner Fantasie vorstellen.
    Nur verstehe ich das mit den Öltanks nicht ganz. Sind jene etwa in ihrem Körper drin oder habe ich das falsch verstanden …?°°‘‘
    Und schon wieder steckt der die Hauptperson in neuen Schwierigkeiten. Wenn sie zuviel Flammen erzeugt, wird sie anscheinend sowas wie ,,sterben“. Und doch schafft sie es Jocker zu bezwingen.
    Dass sie ihn tötet, obwohl ihr die Situation fremd ist und für sie verwirrend ist, hätte ich nicht erwartet. Ich habe anfangs sogar gedacht, dass sie etwas naiv sei, dass sie eine friedliche Lösung für diesen Kampf finden möchte. Doch dann kommt der grausame Satz-Zitat-:,,„Ich brenne gerade von innen nach außen… Ich möchte dir gerne dieses Gefühl zeigen.“
    Ich habe sie wohl unterschätzt.
    Jedenfalls bin ich gespannt, wie es weitergeht. Hat sie doch zuviel Energie verbraucht?


    Ich werde die nächsten Tage natürlich auch die anderen Kapitel durchgehen und sie kommentieren.
    Ich wollte nur mal die ersten Eindrücke bei mir als Leser bei deinem ersten Kapitel wiedergeben.
    Wie gesagt, du hast mein Interesse geweckt und ich bleibe an deiner Story dran.^^
    Aber nun kommt ein sehr großer Kritikpunkt: Die Fehler bei den Kommata.
    Ich selber mache auch in der Grammatik immer wieder Fehler. Deine Sätze sind sehr schön und sie wären noch schöner und fließender, wenn die Kommas stimmen würden.
    Hier ein paar Beispiele:

    Zitat

    Das war das Erste was ich hörte als ich aufwachte.


    Richtig: Das war das Erste, was ich hörte als ich aufwachte.


    Zitat

    ...Jemand oder Etwas das mir diesen Schlag hätte versetzen können.


    Richtig: Jemand oder Etwas, das mir diesen Schlag hätte versetzen können.
    Mir ist aufgefallen, dass du bei den Relativsätzen besonders Schwierigkeiten hast.


    Wenn du willst, kann ich gerne den Job als Betaleserin übernehmen und könnte dich so auf die Kommafehler hinweisen kann.
    Ich hoffe, dass du mir diesen Kritikpunkt nicht übel nimmst, aber mir gefällt die Story sehr und ich möchte einfach helfen!^^


    Schöne Grüße
    ~Vorfreude

  • Erst einmal: Vielen herzlichen Dank!
    Ich freue mich riesig über deine Kritik.


    Ein Bild? Nur was? Natürlich habe ich überlegt, doch ich habe nur eine wage Vorstellung von dem, was ich als Bild gerne haben möchte und noch nicht das Passende gefunden.
    Wenn du oder jemand anderes eine Quelle wie Deviantart kennt, werde ich sie nicht abweisen. (Ich bin mit dem jetztigen noch immer nicht ganz zufrieden.)


    Die 'Öltanks' sind Novas Brüste. Ich wollte es in der Geschichte nicht umbedingt so plump darstellen, darum habe ich es etws umschrieben. Ihr Körper erzeugt dieses Öl und speichert es dann eben dort.
    Wenn sie ihr Öl verbraucht, verändert sich die Größe ihrer Brust. Daher auch Jokers Anspielung. Ich weiß nicht genau wie ich auf diese Idee kam, aber du wirst merken, mächtige Fähigkeiten bringen mächtige Nachteile mit sich.


    Zu ihrem Verhalten gegenüber Joker, wurde sie von ihm selbst gezwungen. Hättest du in Novas Situation anders gehandelt? Wer weiß? Vielleicht wäre es anders ausgegangen, wenn er ihr nicht mit dem Tod gedroht hätte und den Kampf einfach hingenommen hätte.
    Ich habe bewusst Joker als ersten Gegner gewählt, damit der Leser und Nova selbst, verstehen lernt, in welcher 'fantastischen' Welt sie gelandet und gefangen ist.


    Du hast eine große Herausforderung angenommen, wenn du jedes Kapitel kommentieren und/oder verbessern möchtest. Es sind nicht wenige. Wenn du dir die Zeit dazu nehmen möchtest, werde ich dich nicht davon abhalten. :smalleyes:


    Kommas und ich, wir vertragen uns nicht wirklich. Ich behaupte, dass Komma eine art Pause im Satz ist, um die einzelnen Teile des Satzes zu trennen. Das Komma selber, möchte aber gerne nicht nur als das betrachtet werden.
    Meine Sätze sind meist große Sauhaufen, die keinen wirklichen Sinn ergeben und erst nachdem ich 2-3 Mal drübergesen habe und sie ausgebessert habe, verständlich sind. Um sie dann noch abzurunden, streue ich wie bei einem Salat, Salz und Pfeffer, eine Hand voll Kommas über den Satz. Je mehr ich schreibe und lese, desto besser wird es, finde ich. Aber ich habe noch immer meine Probleme mit der Grammatik.


    Zitat

    Das war das Erste(,) was ich hörte.


    Der Satz hat keine Pause in meinem Kopf, trotzdem erkenne ich es, nachdem du mich darauf hingewiesen hast, dass da tatsächlich ein Komma hingehört. Gleiches gilt für dein zweites Beispiel.
    Das ganze Buch, so wie es jetzt ist, wurd von noch niemanden auser mir selber korrekturgelesen. Viele Fehler übersehe ich auch noch beim 6x durchlesen, weil ich sie einfach nicht erkenne.


    Ich kann mich nur über jede Kritik freuen, da sie meiner Meinung nach, den Sinn haben, etwas zu verbessern. Und es gibt immer etwas zu verbessern.
    Daher großen Dank an dich.


    Ich freue mich auf zukünftige Beiträge.


    Jason

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    2 Mal editiert, zuletzt von JaySun ()

  • Im Auge des Betrachters-4


    Frog stand vor mir und seine Augen weiteten sich vor Erstaunen. Auch Acid und der Golem waren zu sehen und Kaltblut ist zu Fumy und Steamer gegangen. Es passierte eine Sekunde lang nichts, doch dann hörte ich ein zischendes Geräusch. Ich spürte wie ich von den Fäusten weggedrückt wurde und bewegte mich immer schneller in Frogs Richtung. Ich verlor das Gleichgewicht und flog mit dem Kopf voran und konnte dadurch nach hinten sehen. Da stand Steamer. Aus den Löchern in seinen Armen stieg Dampf auf und er hielt seine B.E. in der Hand. Toni hüpfte an ihm vorbei und wich schnell wieder zurück. Ich krachte unsanft gegen den harten Körper von Frog und wir beide wurden umgeworfen. Steamer war der Zorn ins Gesicht geschrieben. Er hatte es anscheinend, irgendwie geschafft sich von Bee zu befreien und konnte seine Fähigkeit wieder benutzen. Ich wunderte mich da noch immer die Sphäre über ihm war. „Inkompetente Nichtsnutze! Alles muss man selber machen! Mir steht’s bis hier hin mit euch allen!“ schrie er wütend herum und bei jedem Wort stieg Dampf aus seinen Löchern. „Wow, wow, wow! Beruhig dich wieder!“ sagte Frog als er aufstand und schob mich dabei von sich runter. „Halts, Halts Maul! Du hässliche Schrumpfkopf-Kröte! Komm her wenn du was zu sagen hast!“ schrie Steamer weiter. Ich sah wie sich sein Körper von alleine merkwürdig bewegte, als ob etwas von Innen wühlen würde, aber Steamer schien das nicht zu stören. Frog ließ sich das nicht gefallen und setzte zum Angriff an. Als er neben mit verschwand, explodierte Steamer förmlich. Eine große Dampfwolke entstand um Steamer herum und ich hörte nur noch Frogs Schmerzensschreie und sah wie er oben aus der Wolke geschleudert wurde.


    Frog landete einige Meter hinter mir und blieb liegen. Die Haut auf seinen Armen war durch den Dampf weggebrannt und sein milchiges farbloses Blut kam aus den Wunden. Steamer saugte den Dampf durch seine Löcher wieder ein und ich konnte erkennen wie sein Bauch etwas dicker wurde. Ich hatte im Gegensatz zu Frog keine Verbrennungen am Rücken von Steamer, aber sein Dampf hatte dennoch eine enorme Kraft. „Was ist wohl heißer? Mein Dampf oder dein Feuer? Lass es uns herausfinden!“ versuchte er nun auch mich zu verspotten. Ich wusste nicht wie sich meine Flammen gegen seinen Dampf verhielten also wollte ich eben noch nicht in den Nahkampf. Ich warf erst ein paar Feuerbälle auf ihn, doch er konnte ihnen gut ausweichen. Ich packte meinen Puffer und probierte etwas Neues. Ich feuerte einen Pfeil aus Feuer ab. Der Pfeil war um einiges schneller als der normale Feuerball, doch sein Einschlag war nur auf eine sehr kleine Stelle begrenzt. Steamer wollte ausweichen doch ich hatte ihn am Bein getroffen. „Nah! Was?“ schrie er auf als sein Bein zum Brennen begann. Er konnte die kleine Flamme einfach ausblasen, doch das gab mir schon etwas Information. Wie es aussah, war sein Dampf wirklich Wasserdampf. Wie bei meinem Training mit Bee. Das heißt, ich konnte theoretisch den Dampf zu meinem Vorteil nutzen.


    Meine Zwiespalt-Flamme verbunden mit dem Puffer bewegte ich mich auf Steamer zu. Wie erwartet versuchte er mich mit seinem Dampf-Strahl zu treffen. Meine Zwiespalt-Flamme drang in die Wolke ein und ich sah wie der Dampf an meinem Puffer kondensierte und die Flamme die Wassermoleküle spaltete. Die Dampfwolke kondensierte immer weiter von innen nach außen und das Wasser wurde immer weiter gespalten. Der Dampf verwandelte sich in eine scharlach-rote Feuerwelle und hüllte mich ein. Ich band die Flammen an mich und schickte sie los auf Steamer. Steamer schickte aber direkt eine zweite Dampfwolke den Flammen entgegen. Der Dampf schob meine Flammen zur Seite und ich wurde von einem Wasserschwall getroffen. „Uwääääh!“ ekelte ich mich vor dem nassen Zeug. Es legte sich sofort über meine ganze Haut und blockierte mein Feuer. „Was war das denn jetzt schon wieder?! Das war nicht geplant.“ sagte Steamer. Das Gefühl von Wasser auf meiner Haut war grauenhaft. Meine Haare im Nacken stellten sich auf und ich musste mir auf die Zunge beißen. „Wääh! Bwrrr.“ äußerte ich mich lautstark als ich versuchte das Wasser abzuschütteln. „Was geht mit dir?“ fragte Steamer und starrte mich komisch an. „Das ist widerlich. Bäh! Ich bekomm das nichtmehr ab!“ regte ich mich auf und versuchte es von meiner Haut zu wischen. „Haha! Verträgst du etwa kein Wasser? Uhuhu. Dann bin ich ja dein perfekter Gegner.“ sagte Steamer lachend. „Das ist nicht lustig!“ schrie ich. „Aber wie! Huhuhu! Sag. Wie wäscht du dich eigentlich, wenn du kein Wasser magst?“ fragte er grinsend. „Mit Sand?! Mit was denn sonst?!“ antwortete ich. „Da wo ich herkomme gibt es kein Wasser.“ sprach ich weiter. „Warte mal… Was, wie, womit überlebt ihr denn dann da?“ fragte er verwirrt. „Mit normalem Lebensmitteln halt.“ antwortete ich. „Ja aber was trinkt ihr denn? Und woraus bestehen eure Flüsse und Seen?“ fragte er weiter. „Du meinst Alkohol oder was? Ich speziell halte nichts davon und ich kann auf Öl zurückgreifen, aber in unseren Seen ist meistens Quecksilber.“ antwortete ich wieder. „Was? Quecksilber? Das Zeug ist doch giftig wie sonst was! Und ich meine keinen Alkohol sondern Wasser. Was fließt denn bitte in deinen Adern? Etwa auch Quecksilber?“ fragte Steamer. „Na Blut.“ antwortete ich. „Ja ist klar. Aber da ist doch auch Wasser drinnen, sonst wäre es ja nicht flüssig.“ sagte er. „Nein. Wieso? Soweit ich weiß ist es eine Mischung aus Eisen das den Sauerstoff in der Luft bindet, Kohlenstoff und irgendeiner Metalllegierung die von Typ zu Typ unterschiedlich ist.“ antwortete ich. „Das ergibt doch überhaupt keinen Sinn! Man muss doch Metall erst auf was weiß ich wie viel Grad erhitzen, bevor es Flüssig wird. Das kannst du mir nicht erzählen!“ diskutierte Steamer herum. „Glaub was du willst. Ich bin keine Naturwissenschaftlerin. Ich weiß nur das, was ich in der Schule gelernt habe und das ist auch schon ein bisschen her. Als Priesterin habe ich genug damit zu tun, den Willen unserer Sonne zu folgen.“ beendete ich das Gesprächsthema.


    „Priesterin hin oder her, ich weiß jetzt zumindest, dass du kein Wasser magst.“ sagte er und setzte zum Angriff an. Ich konnte das Wasser auch nicht mit meinem Pulli abwischen da er auch nass war. Eventuell konnte ich den Elementar-Puffer noch benutzen. Ein kleines flackerndes Flämmchen kam aus dem Puffer. Ich hielt meine Hand hinein und versuchte so sie zu trocknen. Steamer hatte seine Strategie nun etwas verändert. Er bestrahlte mich nicht mehr mit starken Strahlen sondern Nebelte mich nur noch ein. Das Wasser in der Luft wurde immer mehr und es war erdrückend. Ich wusste nicht wie ich ohne Flammen richtig kämpfen sollte, da ich mich immer auf sie verlassen hatte. Doch auch mit Flammen würde ich den Dampf nur noch schneller kondensieren lassen.


    Es nutzte alles nichts. Ich musste auf die paar Techniken zurückgreifen, die ich von Blink in unserem Training gelernt hatte. Jede Bewegung war mühsam und das Atmen fiel mir auch schwer. Doch für mein Team und meine Familie musste ich mich durchsetzen.
    Meine Schläge waren schwach, ich konnte nichts gegen Steamer ausrichten. Er konnte jeden Schlag ausweichen oder mit seiner Fähigkeit abwehren und mich damit zurückstoßen. Zumindest konnte er mich damit nicht verbrennen. Toni, der die ganze Zeit zugesehen hatte, überlegte auch konzentriert und nachdem ich mehrmals versuchte, vergeblich auf Steamers Sphäre zu schlagen, sah auch er Ideenlos aus. „Kannst du nicht irgendwie auch Feuer spucken?“ versuchte er eine Methode zu finden die mir weiterhelfen könnte. „Nein. Meine Flammen entstehen durch das Öl in meinem Körper. *keuch* Ich kann es nur... durch meine Haut aus meinem Körper bringen... und nicht durch den Mund. *keuch*.“ gab ich erschöpft von mir. „Ja aber sieh dich doch an. Du hattest schon vorhin längst kein Öl mehr. Wie hat du da denn deine Feuer angemacht?“ fragte Toni. „Über meine Lebensflamme, das weißt du doch. Uff!“ antwortete ich und wurde auf den Boden geworfen. „Aber dann würdest du doch schrumpfen und das bist du nicht!“ sagte Toni. Das stimmte. Mein Körper ist nicht geschrumpft seitdem Kuro da war. „Ich glaube das liegt an der Rune.“ sagte ich. „Blödsinn! Im Kampf gegen mich hattest du die doch auch schon und vor wenigen Minuten warst du nicht viel größer als ich! Du schrumpfst nicht mehr seitdem der Knochenmann da war!“ sagte Toni. Das brachte mich zum Nachdenken. Es musste etwas mit dem Stern in mir zu tun haben. Ich konnte ihn fühlen aber ihn nicht benutzen da meine Haut nass war. „Ja ich glaube das hängt mit dem Stern zusammen.“ sagte ich zu Toni. „Das glaube ich auch. Der ist ja jetzt in dir. Nutze ihn für deine Flammen.“ sagte er mir. „Das kann ich nicht kontrollieren.“ antwortete ich. „Dann lerne es!“ rief Toni. „Nix da! Kein Feuer, kein Stern, nur bluten!“ mischte sich Steamer ein. Das war es! Mein Öl wurde in meinem Blut durch meinen Körper transportiert. Wenn ich es aus meinem Körper bringen würde könnte ich es auch entzünden.


    „Toni, kratz mich!“ rief ich ihm zu. „Was?“ fragte er. „Mach es einfach!“ sagte ich und baute Distanz zu Steamer auf. Toni kam auf mich zu aber wusste nicht was ich vorhatte. „Oh nein! Nichts da! Du bleibst hier!“ schrie Steamer. Er sprang zwischen Toni und mich und drückte mich mit einem Dampfstrahl weg. „Verdammt!“ hörte ich Toni und sah wie er einem Strahl von Steamer auswich. Ich kratzte mich selber, doch ich rutschte an meiner nassen Haut einfach nur ab und beißen half auch nichts. Auch der Puffer hatte keine scharfe oder spitze Stelle doch es war hart. Ich schlug mir damit mit voller Kraft auf die Stirn. Meine Augen flimmerten auf. Der Schmerz war es fast nicht wert. Ich griff mir auf die Stirn doch da war kein Blut. Ich holte zu noch einem Schlag aus. „Nova!“ hörte ich Toni rufen. „Im ernst?“ fügte Steamer hinzu. Mir wurde schwindelig und alles drehte sich. Mein Magen drehte sich um. Ich griff mir wieder an die Stirn. Dieses Mal war meine Hand grau. War es nur meine Einbildung? Doch plötzlich brannte meine Hand.


    „Ey. Komm schon. Ich kann dir doch das Feuer einfach ausblasen. Was hat dir das jetzt gebracht? Und außerdem. Ist Wasser nicht giftig für dich? Nur so nebenbei.“ sagte Steamer und grinste. Die Wunde schmerzte und mein Blut lief mir in mein Auge. Ich zündete auch meine Stirn an, damit ich das Blut aus meinem Auge bekam. Ich beeilte mich und warf einen Feuerball auf Steamer. Er wehrte ihn natürlich sofort mit einer Dampfwelle ab, doch es war kein reiner Feuerball. Ich hatte eine Hand voll brennendem Blut nach ihm geworfen. Das Blut spritzte auf seinen Körper und brannte dort weiter. Er schrie auf und versuchte es auszublasen, doch es hörte nicht auf zu brennen. „Scheiße! Ahh! Warum geht das nicht aus!?“ schrie er herum und rannte schnell zum Krater. Ich sah, dass der kleine Fluss vom Wasserfall in den Krater mündete. Steamer stürzte sich in den Krater. Es war gerade so viel Wasser in ihm, dass er untertauchen konnte. Das Öl trennte sich von meinem Blut und schwamm oben auf der Wasseroberfläche. Mein Blut hingegen sank auf den Grund hinab. „Was du kannst, kann ich schon lange!“ schrie Steamer als er wieder aus dem Wasser auftauchte. Er saugte durch die Löcher in seinen Beinen das Wasser in seinen Körper. Steamer beugte sich nach vorne und stützte sich mit seinen Händen am Boden ab. Er stöhnte auf und keuchte schwer und aus einem Rücken kam eine riesige Wolke. Der ganze Krater war in einen dichten Nebel gehüllt und es wurde immer mehr.


    Ich rieb inzwischen meinen Körper mit meinem Blut ein und konnte somit endlich das Wasser loswerden. Ich sah nun fast so aus wie Raptor, nur ohne die Schuppen. Ich musste meine Platzwunde am Kopf zuhalten da ich kaum noch stehen konnte. Die Wolke deckte nun das gesamte Feld in dem wir uns befanden ein. Der Dampf war nur warm und nicht kochen heiß, doch auch Toni musste schon schwer atmen. Durch den Nebel hatte ich ein komisches Pfeifen im Ohr, oder war es wegen meinem Blutverlust? Egal. Ich musste weitermachen. Als ich meinen ganzen Körper in Brand steckte, wurde das Pfeifen zu einem Dröhnen. Mit jedem Herzschlag pochte mein Kopf als ob er gleich platzen würde und meine Ohren dröhnten mit jedem Impuls des Sterns. Ich wusste nicht wie lange ich das noch aushalten würde. Meine Haare waren zum Teil nass zum anderen Teil in Blut getränkt. Der nasse Teil blieb einfach nur an meinem Körper kleben, der andere Teil stellte sich mit der Flamme auf und strahlte in einem hellen Silber. Der Dampf um mich herum regnete auf mich herab und verdampfte zugleich wieder. Es war eine reine Verschwendung meiner Energie. Ich nahm den Elementar-Puffer und steckte meine letzte ganze Kraft in einen Angriff. Ich formte eine Zwiespalt-Flamme. Sofort ging ein kleiner Teil der Wolke um mich herum in Flammen auf. Ich entsendete eine Welle über den Puffer mit der Kraft der Zwiespalt-Flamme.


    Die Welle fraß sich durch die Wolke und eine gigantische Feuerwalze entstand. Ich ließ nicht locker. Ich durfte nicht. Toni machte sich mit allem was er hatte, aus dem Staub. Er rannte um sein Leben, denn die Welle kam auch in seine Richtung. Ich konnte Nichts mehr sehen, Nichts mehr hören. Ich pumpte meine Energie immer weiter in den Puffer. Als ich merkte wie die Flamme begann meinen Körper zu verschlingen und ich dadurch zu schrumpfen begann, stoppte ich und ließ mich einfach auf den Rücken fallen.


    Meine Sinne kamen langsam wieder zurück und das Dröhnen in meinen Ohren verschwand. Ich konnte vom Boden aus sehen, dass das gesamte Areal und auch noch weit darüber hinaus verbrannt waren. Der Erdboden war verkohlt und die Felsen waren schwarz gefärbt. Nach gefühlt drei Stunden sah ich Tonis und Kaltbluts Gesichter über mir auftauchen. „Was zum Teufel hast du angerichtet?! Sieh dir Frog an! Was hast du mit ihm gemacht?“ fragte mich Kaltblut. Toni sah ihn böse an. „Dir ist Frog wichtiger oder wie? Die Verbrennungen hatte er auch schon bevor er in Novas Sturm geraten ist.“ sagte Toni forsch zu ihm. „Und wer bitte soll ihn verbrannt haben?“ fragte Kaltblut weiter. „Na der Dampfkessel den du einfach ignoriert hast! Der hat sich irgendwie von Bee befreit und ist auf Nova losgegangen.“ verteidigte er mich. „Einfach so? Bee abgemacht, mal eben Frog ausgeschalten und dann noch Nova hier fast tot geprügelt?“ fragte Kaltblut sarkastisch. „Ach sei leise. Nova kannst du mich hören?“ wandte Toni sich an mich. Aus meinem Mund kam nur ein zarter Hauch. „Ich nehme das als 'Ja' auf. Du hast wieder einen Feuersturm heraufbeschworen. Weißt du das? Aber du sieht nicht so schlimm aus wie ich es erwartet hätte.“ sagte Toni zu mir. „Dank dir ist Fumy einfach so verschwunden.“ sagte Kaltblut. „Du hast Steamer erfolgreich mit seiner eigenen Waffe geschlagen! Und du hast seine Sphäre zerstört, womit sein Team ausgeschieden ist.“ gratulierte mir Toni. „Ja das heißt, dass wir keine Gegner mehr haben. Frog ist K.O. und der kleine Golem da ist der einzige der über ist, da auch Acid verschwunden ist.“ sagte Kaltblut. Ich war erleichtert als ich das hörte. „Ich borge mir das hier eben kurz aus.“ sagte Kaltblut beiläufig und nahm sich meinen Elementar-Puffer. „Das gehört doch Nova!“ sagte Toni zu ihm. „Ich weiß, aber du hast doch selbst gesehen, dass es nicht nur in ihren Händen funktioniert.“ sagte Kaltblut zu ihm. „Ja und?“ erwiderte Toni. „Ich will den auch mal testen.“ sagte Kaltblut und jonglierte mit dem Puffer in seiner Hand herum. „Wenn du meinst…“ sagte Toni und Kaltblut marschierte zu dem kleinen Golem um das Turnier zu beenden. „Es tut mir leid, dass ich euch überhaupt gar keine Hilfe bin.“ sagte Toni nachdem Kaltblut weg war und ließ seine Ohren hängen. Ich hob mit aller Kraft meine Hand und drücke Toni an mich. „Deine Chance kommt schon noch.“ wollte ich sagen aber es kam nicht wirklich aus meinem Mund heraus. Doch Toni verstand was ich meine.


    Nach nicht allzu langer Zeit konnte ich mich wieder aufsetzten und sah gemeinsam mit Toni Kaltblut beim Kämpfen zu. Doch es war eher ein sehr einseitiger Kampf. Der Golem konnte Problemlos jeden Angriff von Kaltblut kontern oder ausweichen. Als ob er wüsste was er als nächstes machen würde. Jede seiner Bewegungen passte sich genau an Kaltbluts Bewegungen an, egal ob er sein Blut als Waffe benutzte und damit größere Reichweite hatte oder nicht. Der Golem griff allerdings nicht an. Er handelte rein passiv. Ich fragte mich was seine Fähigkeit sei, aber was sollte ein Roboter als Fähigkeit haben? Kaltblut gab nicht auf er versuchte mit mehreren verschiedenen Kombinationen den Golem zu treffen doch er konnte keine Lücke in seinem Bewegungsmuster erkennen. Da erkannte ich es. Der Golem hatte kein eigenes Bewegungsmuster. Alle Bewegungen die er ausführte, glichen denen von Kaltblut. Es sah so aus als ob Kaltblut das bereits such schon gemerkt hatte, denn er veränderte jetzt seine Kampfweise. Er schoss durch den Puffer aus seiner Hand am Rücken einen handgroßen Blutbatzen. Wie zu erwarten, wich der Golem aus. Doch er achtete nicht weiter auf den Blutbatzen der nun hinter ihm auf dem Steinboden lag. Nun formte Kaltblut mit seinem Blut zwei Klingen auf den Seiten des Puffers. Es sah aus wie ein Schwert dessen Klinge nach unten und oben ragte. Nun bogen sich die Klingen, bist die Spitzen parallel zueinander verliefen. Es sah sehr eigenartig aus doch es passte zu Kaltbluts Körper. Aus Seinen beiden anderen Armen kamen Sensen gleich einer Gottesanbeterin. Er sprang auf den Golem zu welcher nach hinten und leicht zur Seite versuchte auszuweichen. Plötzlich packte der Blutklumpen hinter dem Golem die Beine des Golems und hielt ihn somit auf dieser Stelle fest.


    Die Sensen schlossen sich um den kleinen aber doch gut gepanzerten, grau-schwarzen, metallenen Körper des Golems. Die Doppelklinge des Elementar-Puffers legte sich um den Trapez-förmigen Kopf, ohne Hals, des Golems und von hinten wurde er von dem Blutklumpen festgehalten. Er hatte keine Chance mehr diesem Angriff zu entkommen. Der Golem allerdings packte die Sensen mit seinen dicken Fingern und drückte mit seinem Kopf gegen den Puffer. Kaltblut veränderte instinktiv die Form seiner Sensen und es entstand ein Art Blut-Ring um den Golem herum. Der Blut-Ring war fest und der Golem konnte sich nun gar nicht mehr bewegen. Kaltblut hob seine dritte Hand und holte zum Schlag aus. Doch anstatt den Kopf des Golems abzutrennen, rammte er die Doppelklinge in die Sphäre.


    Ich war verwundert als die Sphäre platzte, dass Kaltblut sich dafür entschieden hatte, den Golem am Leben zu lassen. „Wenn die Drohnen kommen, sag ihnen, dass wir die zwei in unser Team aufnehmen.“ sagte Kaltblut zu mir. „Was ist mit dem Dritten aus deren Team? Ein Team darf nur maximal fünf Mitglieder haben. Und warum machst du das nicht?“ fragte ich. „Der ist nicht mehr am Leben. Die Säure hat ihn total zerfressen, also bleiben eben noch zwei. Und du bist der Leiter des Teams, ich habe nicht die Berechtigung dazu, aber es ist meine Entscheidung.“ antwortete Kaltblut. „Dann ist es ja wohl meine Entscheidung ob und wen ich ins Team aufnehme.“ sagte ich. „Mach es einfach! Vielleicht können wir Frog noch retten.“ sagte Kaltblut mit einem strengen Ton. „Ausnahmsweise…“ sagte ich.


    Die Sphäre platzte, die Drohnen kamen. Ich sagte ihnen, dass wir die beiden in unser Team aufnehmen wollten, doch ich bekam keine Antwort. „Es kann sein, dass wir sie gar nicht aufnehmen können.“ meinte Toni. „Wenn du jemanden besiegst und ihn nicht tötest kannst du ihn zu deinem Gefährten machen. So sind die Regeln. Sonst wären wir zwei nicht hier.“ sagte Kaltblut. „Ja ist mir bewusst. Aber hier gelten ja anscheinend andere Regeln.“ sagte Toni weiter. „Wer weiß. Apropos Regeln. Den Gewinnern wurde doch eine Belohnung versprochen. Wo bleibt die?“ sagte Kaltblut und schaute sich auf dem Gelände um. Und tatsächlich, in der Wand neben dem Wasserfall öffnete sich eine Tür oder ein Gang. Kaltblut stützte mich beim Gehen und wir machten uns auf den Weg dorthin.


    Angekommen waren wir wieder in dem Raum, wo wir hereingekommen sind. Es erschien uns wieder dieselbe Stimme die uns auch die Regeln erklärt hatte. „Herzlichen Glückwunsch! Ihr seid die Gewinner dieses Turniers. Erfolgreich wie ihr euch geschlagen habt, erhaltet ihr nun den Gewinn, welcher als Preis ausgeschrieben war. Der Preis ist, ein Bonus von 300 Arenapunkten für jeden Turnierteilnehmer des Siegerteams welcher ihnen soeben auf euer Konto gutgeschrieben wird und ein Gegenstand für den Kampf in den Arenen. Der Teamleiter muss entscheiden welches Teammitglied diesen Gegenstand benutzen darf, da es sich dabei um ein einzigartiges Werkstück handelt. Bitte wählt weise.“ sagte die Stimme und mitten im Raum erhob sich ein Podest. Auf dem Podest lag eine Kiste ohne Deckel. In ihr lag ein weißer Armreif. „Das sieht so harmlos aus wie dein Puffer hier.“ sagte Kaltblut und hielt den Elementar-Puffer zum Vergleich neben die Kiste. „Ah. Übrigens. Hier.“ sagte er direkt darauf und reichte mir den Puffer. „Und wem soll das jetzt gehören?“ fragte Toni neugierig. „Du hast ja schon eines also ist es nur gerecht wenn einer von uns es bekommt, oder?“ behauptete Kaltblut grinsend. „Bin ich auch dafür, aber was ist das eigentlich?“ stimmte Toni zu und sah mich fragend an. „Ich hab genauso wenig Ahnung wie ihr auch. Ich bin auch erst jetzt drauf gekommen, dass mein Puffer hier, anscheinend in den Händen von jedem funktioniert. Woher soll ich denn wissen was das kann.“ sagte ich. „Keine Ahnung. Ich dachte nur, da du schon einen solchen Gegenstand hast, weißt du mehr als wir.“ meinte Toni. „Nur so halb. Am einfachsten wäre es wohl das Ding im Trainingsraum zu testen. Und dann, würde ich sagen, je nachdem was es macht, entscheiden wir wer es von uns bekommt.“ sagte ich und alle willigten ein.

    Krieg: I'll never forget the way her holes cried... The way she screamed in agony as she pushed the knife slowly into my sternum...
    Such a beautiful symphony of feelings, and at the end of it, she was so much greater! My operatic diva of flesh and steel!!

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  • Moon:


    Moon ist ein in gewisser Hinsicht ein Mönch. Sie lebt ihr Leben entspannt und mit möglichst wenig Aufwand.
    Seitdem Moon in Gefangenschaft der Organisation lebt, verbringt sie einen Großteil ihrer Freizet damit ihren Körper, Geist und ihre Fähigkeit bis zur Perfektion zu trainieren.
    Ich habe sie als großherzige und starke Frau in meinem Kopf erschaffen und hoffe, dass ich das auch so rüberbringen kann.
    Sie kommt aus einer Welt ohne Tageslicht. Auf ihrem Heimatplaneten herrschte lange Zeit Krieg, der dazu führte, dass die Oberfläche seit Jahrhunderten unbewohnbar für die meisten Lebewesen wurde.
    Die Menschen, so wie ein Großteil der übergebliebenden Tiere sind unter die Erde geflüchtet und leben nun dort in Finsternis.
    Durch den Mangel an Licht ist Moons Haut extrem empfindlich gegnüber Licht und Strahlung. Durch ihren Anzug schützt sie ihre Augen und ihre Haut.

    Krieg: I'll never forget the way her holes cried... The way she screamed in agony as she pushed the knife slowly into my sternum...
    Such a beautiful symphony of feelings, and at the end of it, she was so much greater! My operatic diva of flesh and steel!!

  • Réunion


    Hier standen wir nun. Inmitten des Einführungsraumes. „Hier ist kein Ausgang.“ sagte Kaltblut nachdem er sich umgesehen hatte. „Blitzmerker.“ sagte ich zu ihm und verdrehte die Augen. „Bee? Wie kommen wir hier wieder raus?“ fragte ich Bee. „Dies ist die 'Teamlobby'. Sie ist in der 'Leere' stationiert. Ein Zielort muss in dem Steuerungsmodul, welches diesen Raum steuert, eingegeben werden. Das kann per Sprachbefehlt ausgeführt werden.“ antwortete Bee. „Wir haben eine Eigene Lobby?!“ fragte Toni erstaunt. „Oh. Ich dachte, das ist hier nur so ein Zwischenraum.“ meine Kaltblut. „Warum ist unsere Lobby so klein? Die von Moon war viel größer.“ sagte ich etwas enttäusch. „Die Größe der Lobby hängt von der Anzahl der Teammitglieder ab.“ sagte Bee. „Sind wir jetzt nicht fünf?“ fragte ich Bee. „Nein.“ antwortete Bee kurz. „Was? Hast du den Drohnen nicht gesagt, dass du Frog und den Golem aufnimmst?“ fragte Kaltblut. „Doch! Habe ich!“ antwortete ich. „In Turnieren können keine neuen Teammitglieder aufgenommen werden.“ klärte uns Bee auf. „So ein Dreck.“ sagte Kaltblut enttäuscht. „Mach dir nichts draus. Ich wette du kannst Frog jederzeit besuchen.“ versuchte ihn Toni aufzumuntern. „Jaja. Was auch immer.“ sagte Kaltblut genervt und setzte sich auf die Couch. Währenddessen untersuchte ich das Steuerpult und gab „Trainingsraum“ ein. Prompt öffnete sich eine Tür und dahinter war tatsächlich die Trainingshalle. „Funktioniert ja wie am Schnürchen.“ sagte ich und machte mich auf den Weg zu einem der Räume und Toni und Kaltblut folgten mir. Wenige Meter neben uns stand eine Gestalt die uns anscheinend schon erwartet hatte. Sie stand dennoch völlig regungslos da.


    Es war die Schaufensterpuppe die mich schon einmal verfolgte. „Nicht du schon wieder.“ seufzte ich. „Wer ist das?“ fragte Toni. „Ich habe keine Ahnung, aber immer wenn ich auf den Gängen bin wartet dieses Ding auf mich. Sie hat mich das erste Mal sogar angefallen. Da habe ich übrigens auch Moon kennen gelernt.“ sagte ich. „Was? Du schweifst ab. Was hat das mit der Puppe zu tun?“ fragte Kaltblut. „Neija. So habe ich eben…“ fing ich an zu erklären. „Ist mir egal! Was ist mit der da?“ unterbrach mich Kaltblut. „Ich weiß es nicht. Sie hat bis jetzt noch nichts zu mir gesagt oder so.“ antwortete ich. „Freundlich sieht die ja nicht aus.“ fügte Toni hinzu. „Dann ignoriere die doch einfach. Was will sie schon machen?“ meine Kaltblut. Als Kaltblut das sagte, bewegte sich die Puppe plötzlich. Sie kam mit zuckenden und sehr merkwürdigen Schritten auf uns zu. Vor uns öffnete sie ihren Mund und er riss wieder mit einem schauderhaften Krachen und entblößte dabei ihren Schlund. Sie blieb genauso vor uns stehen. „Was zum…?“ fragte Kaltblut und stupste die Puppe an. Sie rührte sich nicht mehr. „Was ist mit der?“ fragte mich Toni. „Ich weiß es wirklich nicht!“ sagte ich. „Willst du uns etwas sagen?“ fragte ich die Puppe. Sie klappte ihr Maul wieder zu und fing an zu ächzen und zu stöhnen. „Könnt ihr sie verstehen?“ fragte Toni und verzog sein Gesicht da ihm anscheinend die Töne unangenehm waren. „Ist Bee kaputt?“ fragte er weiter und tippte auf seinen Nacken. „Dies ist keine normale Kommunikation. Tonfragmente werden nicht als Sprache wahrgenommen.“ gab Bee von sich. „Tut uns leid, aber wir haben keine Ahnung was du uns mitteilen möchtest.“ sagte ich zur Puppe. Sie hörte auf die Geräusche zu machen. „Feuer. Gib.“ sagte sie plötzlich mit einer furchtbar raunen und kratzenden Stimme. „Du willst Feuer?“ fragte ich verwundert. Sie antwortete wieder mit einem Ächzen. Ich sah Toni und Kaltblut um Rat fragend an. „Sollen wir sie mitnehmen?“ fragte ich. „Mädchen. Ich habe keinen blassen Dunst was da zwischen euch gerade ab geht.“ sagte Kaltblut und hob verteidigend die Hände. „Wenn du das für richtig hältst.“ meinte Toni. „Hmm. Na gut. Dann komm einfach mit.“ sagte ich zur Puppe und deutete ihr uns zu folgen.


    In dem Trainingsraum angekommen packte ich das weiße kleine Armband aus. „Wer will zuerst?“ fragte ich in die Runde. Toni und Kaltblut sahen sich an. „Ich.“ antwortete Kaltblut darauf. Ich gab ihm das Armband. „Ich werde mich eben um unseren Gast hier kümmern.“ sagte ich und wandte mich der Puppe zu. Ich zündete meine Hand an und hielt sie ihr hin. „Und was machst du jetzt mit dem Feuer?“ fragte ich sie. Als sie das Feuer sah war sie völlig fixiert. Sie versuchte das Feuer mit ihren Händen zu packen, aber kurz bevor sie es erreichte, ließ ich die Flamme wieder erlöschen. Sie verhielt sich wie ein kleines Kind das zum ersten Mal Feuer sah. Verwundert suchte sie meine Hand nach dem Feuer ab. Ich zündete es wieder an und sie versuchte wieder danach zu greifen. „Bee, wer ist das?“ fragte ich. „Autorität beschränkt. Information nur begrenzt verfügbar. Name: Doll. Alter: Ohne Angabe. Geschlecht: Ohne Angabe, wird dennoch als weiblich eingestuft. Herkunft: Ohne Angabe. Rasse: Hüllenwanderer. Fähigkeit: Informationsabfrage verweigert.“ listete Bee auf. „Also bist du ein echtes Lebewesen. Du siehst so unecht aus.“ sagte ich zu Doll. Sie gab nur wieder ein klackerndes Geräusch von sich als ich das Feuer wieder ausmachte nachdem sie griff. „Hat sie ein Team?“ fragte ich Bee weiter. „Nein.“ antwortete Bee kurz. „Hmm. Irgendwie habe ich Mitleid mit ihr.“ sagte ich zu mir selbst.


    „Woha!“ hörte ich plötzlich von hinten. Ich drehte mich reflexartig um und sah Kaltblut dem ein massiver dunkelblauer Blutstachel aus dem Rücken ragte. Der Stachel war so groß, dass er seinen gesamten Arm am Rücken eingeschlossen hatte. „Was macht ihr da?“ fragte ich. „Das ist der Wahnsinn!“ rief Kaltblut. „Sie dir das an!“ freute er sich. „Was?“ fragte ich weiter da ich noch immer nicht verstanden hatte warum er sich so freute. „Sieh dir das Ding an! Das sind mindestens sieben Liter Blut!“ schrie er aufgeregt. „Ja und?“ fragte ich noch immer verwundert. „Ich habe nur circa neun Liter in meinem Körper! Aber ich... mir fehlt nichts.“ sagte er und nun verstand ich. Aus seinen Armen kamen noch zwei weitere Stacheln, zwar um einiges kleiner aber nun sah es wirklich so aus als ob all sein Blut außerhalb seines Körpers war. „Da geht noch mehr!“ sagte er und auf seinem Kopf wuchsen zwei Hörner aus Blut und an seiner Wirbelsäule entlang wuchsen auch noch kleine Stacheln. „Wau! Das ist unglaublich! Weißt du was ich mit so viel Blut machen könnte? Hahaha!“ schrie er herum und stampfte träge herum. Plötzlich hörte ich ein „Nom!“ und spürte wie etwas meinen Arm umschloss. Ich drehte mich wieder zu Doll und musste mitansehen wie mein Arm bis über den Ellenbogen in ihrem Hals steckte. „Wahhh!“ schrie ich verzweifelt auf und versuchte meine Hand wieder aus ihrem Maul zu ziehen, doch sie hatte sich fest in mein Fleisch gebissen. „Ihh! Lass los!“ kreischte ich und rüttelte an meinem Arm. Doll fing wieder an zu klackern und ich spürte wie irgendetwas in ihr drinnen auf meinen Arm klopfte. „Uwäääh! Helft mir doch!“ rief ich zu Kaltblut und Toni. „Was machst du denn da?“ fragte Kaltblut. „Wonach sieht’s denn aus? Frag nicht blöd und hilf mir!“ quietschte ich ihn an. „Ist alles ok?“ fragte Toni. „Nein! Sie versucht meinen Arm zu fressen!“ sagte ich und meine Stimme überschlug sich. Kaltblut fiel auf seinen Rücken und fing lautstark zum Lachen an. Nun fuhr eine große, fleischige und nasse Zunge über meinen Arm. Es stellte mir sofort sämtliche Haare auf meinem Rücken auf. Toni stand nur da und starrte schockiert auf Doll. Ich hielt es nicht mehr aus. Ich entzündete meinen Körper und auch meinen Arm in Doll. Als sie merkte, dass es in ihr wärmer wurde und ihr langsam Rauch aus der Nase qualmte ließ sie endlich locker. Langsam glitt mein Arm wieder aus ihrem Maul, klebrig von ihrem Speichel. Mir grauste es so fürchterlich und ich musste mich schütteln als mein Arm endlich wieder frei war. „Ich glaube sie mag dich! BWAHAHAHAAA!“ brüllte Kaltblut von hinten und wälzte sich auf dem Boden hin und her und hielt sich vor Lachen den Bauch. „Idiot! Das ist nicht witzig! Das war echt kein Spaß!“ schimpfte ich ihn. Toni stand fassungslos mit verzwickter Miene da und es sah so aus als ob auch er gleich in Tränen vor Lachen ausbrechen würde.


    „Ihr seid so gemein!“ rief ich den beiden zu. Kaltblut kugelte noch immer lachend vor sich her und Toni kicherte in seine Vorderpfoten. Doll stand da und hatte die Unschuldsmine aufgesetzt. Aus meinem Winkel sah Doll gar nicht mehr so furchteinflößend aus, als wie das erste Mal als ich sie sah. Es fehlte nun ein Ärmel von meinem Pulli der anscheinend in Doll verloren ging. Ich hatte außerdem Bissstellen am Oberarm von ihren unscheinbaren Zähnen. „Oh Mann! Ich hab mir fast in die Hose gemacht.“ sagte Kaltblut und setzte sich noch immer kichernd langsam auf. Als ich meinen Arm genauer betrachtete sah ich neben der alten Narbe, noch mehrere neue Narben. Sie dürften anscheinend von Raptor stammen, der mich an dieser Stelle stark erwischt hatte. Ich wandte mich wieder Doll zu. „Du darfst keine Leute beißen! Das macht man nicht!“ schimpfte ich sie. Doll hatte anscheinend verstanden was ich gesagt hatte und sah nun schuldig auf den Boden. „Und mit Feuer solltest du auch nicht spielen. Das kann man nur machen wenn man Feuerfest ist.“ sagte ich weiter zu ihr. „Und was habt ihr zwei jetzt eigentlich über das Armband herausgefunden?“ fragte ich Kaltblut und Toni. Toni verstummte aber Kaltblut stand nun wieder auf. „Dieser Armreif.“ sagte Kaltblut und nahm den Armreif ab und hielt ihn in die Luft. „Dieser Armreif hat das Blut in meinem Körper fast verdoppelt.“ sagte er nun. „Aber. Ich habe das erst bemerkt als ich es aus meinem Körper ließ. In mir war dieselbe Menge. In meinem Fall hat er die Kapazität meiner Ressourcen erhöht.“ schlussfolgerte er. Kaltblut warf das Band Toni zu. „Ich habe aber keine Ressourcen die ich für meine Fähigkeit brauche.“ meinte er als er das Armband um seine Pfote legte. „Dann wird er bei dir sicher eine andere Wirkung zeigen.“ meinte Kaltblut. Ich setzte mich nun nieder und wischte den restlichen Sabber von Doll mit meinem Pulli ab. Doll setzte sich neben mich und sah leicht in meine Richtung aber dennoch auf den Boden. Als Toni seine Fähigkeit benutze, leuchteten seine vier Vorderpfoten hell auf. Er sprang in die Luft, doch anders als bei unserem letzten Kampf fing er nicht wieder an sich herumzudrehen, sondern die Luft um seine Klauen herum verzerrte sich merkwürdig. Toni hing mitten in der Luft, an der Luft. „Wie machst du das?“ fragte Kaltblut. „Ich dachte du kannst dich nicht lange in der Luft festhalten.“ meinte ich. „Ja. Das geht auch normalerweise nicht aber ich habe hier gerade die Luft fest im Griff.“ sagte er und zog eine seiner Tatzen weg. Ein Schwall dieser Verzerrung schlug auf den Boden und ritzte drei tiefe Schnitte hinein. Toni wiederholte das noch mit den anderen drei Tatzen und es entstanden richtige Luft-Peitschenhiebe. Mit seinen Hinterläufen stieß er sich in der Luft ab und krallte sich einige Meter weiter wieder mit den Vorderpfoten zwei Meter über dem Boden fest. „Du kannst also doch fliegen!“ meinte Kaltblut erstaunt. „Ja. Die Kette ist echt toll! So bin ich im Kampf viel mobiler.“ sagte er und zog sich das Armband wieder aus. In dem Moment in dem er es abnahm fiel er wieder Richtung Boden, doch er krallte sich in der Luft fest und flog in meine Richtung weg. Er landete vor meinem Schoß und gab mir das Band. „Das ist unerwartet, aber das ist ein mächtiger Gegenstand.“ sagte Toni. „Soll ich das auch noch ausprobieren?“ fragte ich. „Sicher.“ meinte Toni. „Da bin ich gespannt wie sich deine Fähigkeit noch verstärken kann.“ meinte Kaltblut und verschränkte die Arme.


    Meine Flammen hatten sich nicht verändert. Anders als mit dem Puffer, konnte ich gleich wenige Formen bilden. Allerdings konnte ich die Flammen erstaunlich lange daran hindern aus zugehen. Ich hatte normalerweise keine Kontrolle mehr über meine Flammen nachdem sie von meinem Körper getrennt waren. Mit dem Elementar-Puffer konnte ich die Form der Flammen und ihre Reichweite stark beeinflussen. Doch mit dem Band war es mir möglich, meine Flammen nachdem sie ihr Ziel getroffen hatten, noch zu bewegen. Eine Art Fernsteuerung. Ich konnte sie zum Beispiel noch einmal stark aufhellen lassen oder eine Flammenwelle aus der Ferne zünden. Nur leichte Impulse. Keine direkten Befehle. Die Kombination dieser zwei Gegenstände war fast unvorstellbar.


    „Wer bekommt jetzt die Kette?“ fragte Toni. „Und sag bloß nicht du willst es behalten, das kannst du vergessen.“ fügte Kaltblut hinzu. „Nein. Der Puffer reicht mir. Aber ich…ich. Keine Ahnung! Er wäre euch beiden von Nutzen.“ sagte ich. „Das ist es ja! Er wäre jedem von Nutzen.“ sagte Kaltblut. „Und wie soll ich das deiner Meinung nach entscheiden?“ fragte ich Kaltblut. „Die einzige, für mich, beste Lösung wäre ein Kampf.“ sagte Kaltblut. „War ja klar, dass das von dir kommt.“ meinte Toni. „Ja! Was willst du denn sonst machen?“ fragte er Toni. „Was weiß ich! Schnapsen von mir aus.“ meinte Toni. „DAFÜR willst du den Zufall entscheiden lassen? Ich bin eher dafür wer ihn sich erarbeitet, hat ihn auch verdient.“ sagte Kaltblut. „Ich finde Tonis Idee auch gut.“ mischte ich mich ein. „Was? Und wie willst du das machen? Wir habe ja keine Münze oder so.“ sagte Kaltblut. Ich dachte kurz nach und sah dann hinunter auf Doll. „Nein.“ sagte Kaltblut als er schon wusste was ich vorhatte. „Doch.“ sagte ich und warf jeweils einen Feuerball vor die Füße von Kaltblut und Toni. Ich hatte noch immer das Band an, dadurch ging das Feuer auch nicht aus. Als Doll die kleinen Flammen sah, sprang sie sofort auf, doch sie stürmte nicht sofort auf sie los. Doll sah mich fragend an und wartete anscheinend auf eine Erlaubnis. Ich machte eine Handbewegung und sie huschte sofort los. Sie stand nun vor der Entscheidung. Links zu der Flamme vor Kaltblut oder rechts zu der Flamme vor Toni. Doll blickte von einer Flamme zur anderen. Sie konnte sich nicht entscheiden. „Komm schon. Komm zu mir!“ sagte Kaltblut und versuchte sie zu locken. Toni blieb still. Doll drehte sich nach rechts und griff nach der Flamme vor Toni. „Verdammt! Ich wusste es! Bei so was habe ich immer Pech.“ fluchte Kaltblut. Ich gab Toni das Band. „Ich weiß gar nicht was ich sagen soll.“ stammelte Toni vor sich hin und freute sich. „Dämliche Puppe!“ schimpfte Kaltblut weiter. Doll drehte den Kopf nach hinten und starrte in Kaltbluts Richtung, ihr Mund klappte auf und man konnte ihren aufgerissenen Kieferknochen sehen. Sie fauchte ihn laut an und sah ziemlich verärgert aus. „Whoa! Binde die besser an die Leine. Ich glaube die hat’s auf mich abgesehen.“ sagte Kaltblut mit einem unangenehmen Gesichtsausdruck. „Akzeptiere es einfach so wie es ist. Dolls Wahl fiel auf Toni und dabei bleibt es.“ sagte ich. Kaltblut grummelte noch irgendwelche Sätze vor sich hin als wir die Trainingshalle wieder verließen. Doll folgte uns, doch ich hatte nichts dagegen und Toni anscheinend auch nicht. Wir suchten wieder unser Zimmer um von dort aus auf unsere eigenen Zimmer zurückzukehren. Als wir durch die Tür in die kleine Teamlobby gingen, erwartete uns in unserem Zimmer überraschender Weise bereits jemand.


    Als Doll das Zimmer betrat fing sie an zu klappern und zu knurren. Ihr Knurren wurde von einem noch lauterem Knurren übertönt und sie wurde still vor Respekt. Kuro saß auf unserer Couch und starrte Geistlos in unsere Richtung. „Der schon wieder…“ sagte Kaltblut. Toni stand bereits in Kampfposition. Ich wusste nicht warum er hier war und wie er hier herein gekommen war, aber ich fühlte mich in seiner Gegenwart nicht wohl. Die Gestalten in diesem kleinen Raum waren bizarr, mit Ausnahme von mir sah hier niemand Menschlich aus. Kuro, halb in Bandagen gewickelt, sah noch am ehesten aus wie ein Mensch. Kaltblut stand mit seinem echsen-haften Aussehen und mit seinen blau-grünen Schuppen am stärksten hervor. Mit ihrer pinken Pagen-Perücke und ihrer steifen Figur war Doll auch weit vom menschlichen entfernt. Toni glich als orangener Kater mit blauen Streifen, Fühlern auf dem Rücken und seinen vier Vorderpfoten mehr einem wilden Tier. Doch ich hatte mittlerweile hier auch schon einige andere merkwürdige Wesen getroffen und irgendwie gewöhnte ich mich an diese Tatsache, was mich etwas beunruhigte.


    „Und was soll hier jetzt passieren?“ fragte Kaltblut da niemand etwas mit dieser Situation anfangen konnte. „Ich weiß ja nicht was ihr geplant habt, aber ich werde jetzt auf mein Zimmer gehen und mir überlegen was ich mit den 300 Punkten mache die ich soeben verdient habe.“ sagte ich und ging zum Steuerpult des Zimmers. „Aber was ist mit der Puppe hier und warum ist der Namenlose auch hier. Die haben nichts mit unserem Team zu tun!“ sagte Toni. „Doll kann hier bleiben, denn sie sieht nicht so aus, als ob sie etwas anderes vor hätte. Gegen Kuro kann ich nicht viel machen, da er mit mir noch kein einziges Wort geredet hat und meine Worte immer ignoriert. Und außerdem habe ich überhaupt gar keine Lust mir immer wegen ihm, meinen Kopf zu zerbrechen. Aus ihm werde ich eh nicht schlauer.“ sagte ich und wählte mein Zimmer aus. „Stimmt ja! Wir haben 300 Punkte!“ sagte Toni und schlug damit den Gedanken zur Seite. „Jaja Punkte. Aber ich will nicht mit zwei Leuten in einem Raum sein, von denen mich keiner von beiden verstehen kann. Wer weiß auf was für dumme Gedanken die kommen könnten.“ sagte Kaltblut. „Ja aber alleine können wir sie hier ja auch nicht lassen.“ sagte Toni. „Du kannst ja gerne hier bleiben, aber ich bleibe bestimmt nicht. Ich habe seit Tagen nichts mehr gegessen. Ich brauche was zwischen die Zähne.“ sagte Kaltblut und stellte sich neben mir an das Steuerpult. „Warum ich? Nova, das sind deine…Mitbringsel. Kümmre du dich um sie!“ sagte Toni zu mir. Ich stöhnte und setzte mich neben Kuro auf die Couch, als sich die Lobby zu meinem Zimmer bewegte. „Bee, wie sieht’s aus. Kann ich Kuro und Doll in mein Team aufnehmen?“ fragte ich Bee. „Oh nein! Ganz bestimmt nicht! Dieser geistesgestörte Wahnsinnige kommt unter keinen Umständen in das Team! Das kannst du vergessen!“ sagte Kaltblut und drehte sich zu mir um. „Die Aufnahme der namenlosen Kreatur ist allen Teams untersagt.“ antwortete Bee. „Hmm. Untersagt? Warum?“ fragte ich. „Die Einstufung seiner Fähigkeiten konnte nicht rechtsgemäß vollzogen werden, da die Fähigkeiten dieser Kreatur bislang unbekannt sind.“ erzählte Bee weiter. „Und was ist mit Doll?“ fragte ich weiter da ich die Antwort nicht wirklich verstanden hatte. „ Doll kann jederzeit bei ihrer Niederlage in das Team ihres Bezwingers aufgenommen werden, solange dem besagten Team nicht mehr als vier Mitglieder angehören.“ antwortete Bee. „Kann ich Doll durch ein Duell aufnehmen?“ fragte ich erneut weiter. „Nein. Teams können nur in den offiziellen Kämpfen vergrößert werden. Allerdings falls ein Teammitglied außerhalb eines regulären Kampfes um sein Leben kommt, ist er nicht länger ein Teammitglied.“ sagte Bee. „Wie denn auch wenn man Tod ist?“ fragte Kaltblut sarkastisch. „Das ist schade.“ sagte ich und sah zu Doll die noch immer vor dem Eingang stand. Ich patschte mit meinen Händen auf meinen Schoß und sofort kam sie her. Ich saß jetzt eingequetscht zwischen Doll, die sich breit machte und Kuro, auf der viel zu kleinen Couch. Toni stöhnte. „Na gut. Wenn es kein anderer macht dann mach’s ich halt.“ sagte Toni genervt. „Danke.“ sagte ich zu ihm und grinste ihn freudig an.


    Ich verabschiedete mich fürs Erste und ging in mein eigenes Zimmer zurück. Die Stille war erholsam. Ich holte mir eine ordentliche Portion zu Essen und dachte darüber nach, wen ich mit meinen nun 333 Punkten freikaufen sollte. Es schmerzte mich sehr als ich daran denken musste, dass ich meinen Paten nicht mehr retten konnte. Doch meine Eltern und meinen Bruder konnte ich noch retten.


    Nachdem ich eine Nacht geschlafen hatte, hatte ich auch eine Entscheidung getroffen. Ich konnte es mir in meinem Leben nicht verzeihen, wenn mein Bruder durch meine Hände sterben müsste. Natürlich waren mir meine Eltern auch wichtig doch sie hatten nie so eine enge Verbindung zu mir, wie ich zu meinem Bruder. „Bee ich möchte bitte meinen Bruder freikaufen.“ sprach ich in den Raum hinein. „Möchtest du wirklich das genannte Familienmitglied befreien?“ fragte Bee. „Ja. Meinen Bruder.“ antwortete ich. „Auftrag bestätigt. Ziel wird frei gelassen. Abzug der Punkte vom Konto.“ sprach Bee. „Und was macht ihr jetzt mit ihm?“ fragte ich Bee da ich sichergehen wollte, dass mein Bruder auch nach Hause kommt. „Das nun freigekaufte Ziel wird an den Punkt zurückgebracht, an dem er aufgenommen wurde.“ bestätigte Bee. Ich war erleichtert als ich das hörte.


    Ich machte mich nun auf in die normale Lobby da ich von Bee erfahren hatte, dass ich durch das Turnier nicht in meinem Rang aufgestiegen bin. Und als ich den ersten Schritt in die Lobby machte konnte ich seine langen abstehenden Ohren und seinen, unter den Arm geklämmten Zylinder schon sehen.
    Ich ging auf den, aus meinen Erinnerungen, höflichen Loop zu und wollte ihn grüßen. Er stand gerade vor einem der Verkaufsstände und redete mit dem Verkäufer als ich hineinplatzte. „Hiho!“ sagte ich zu ihm und grinste ihm frech ins Gesicht. „Mein Gott! Nova! Hast du mich erschreckt. Ich hätte beinahe das gute Gemüse fallen lassen. Du bist ja kaum wieder zu erkennen.“ sagte Loop und nahm meine Hand. „Ja. Ich hab wieder meine normale Größe erreicht.“ sagte ich als Loop meine Hand schüttelte. „Moon hat sich schon gefragt wie es dir ginge. Und ich habe dich selbstverständlich auch vermisst. Da ich gerade beim Einkaufen bin, darf ich dich in unser Zimmer zum Essen einladen?“ fragte mich Loop. Ich hatte zwar erst eben etwas gegessen aber sein Angebot konnte ich einfach nicht abschlagen. „Gerne. Mein letzter Aufenthalt bei euch war ja recht kurz. Wir hatten garkeine Zeit uns richtig kennen zu lernen.“ sagte ich. „Wohl war. Darf ich fragen was für eine Speise ich für dich zubereiten darf?“ fragte er. „Oh. Ich möchte keine Umstände bereiten. Ich habe noch ein paar Sandfrüchte…“ sagte ich und wurde unterbrochen. „Aber nicht doch. Sandfrüchte? Ich glaube ich weiß schon, was deinem Geschmack entspricht.“ sagte er und lächelte mich warm an. Ich folgte Loop noch kurz auf seinem Einkaufsweg und ging dann mit ihm in die Lobby von Moon zurück. „Root ist zurzeit nicht da. Er wurde anscheinend vor wenigen Stunden durch einen Kampf schwer verletzt und muss sich erst wieder erholen, ich hoffe du kannst ihm noch einmal verzeihen.“ sagte Loop zu mir als wir den Raum betraten. „Wo denkst du hin.“ sagte ich. „Da Root heute fehlt, werden wir nur zu dritt essen, sofern sich Moon die Zeit dazu nimmt.“ sprach Loop weiter. „Wart ihr nicht letztes Mal zu viert?“ fragte ich. „Ja, aber du musst wissen, Boom ist ein Ausnahmefall. Selbst ich habe nur selten die Ehre ihn zu Gesicht zu bekommen. Er ist meist mit schlafen beschäftigt. Ich weiß nicht ob es an seiner Art liegt oder ob es sein Körper ist, der nach so viel Schlaf verlangt aber ich kann es nicht ändern.“ erklärte Loop. Ich antwortete nur mit einem einfachen 'Mhmm' und sah mich im Raum um. Es hatte sich nichts verändert seit meinem letzten Aufenthalt. Booms Schlafecke war abgedunkelt und Moon lag auf der Couch. Sie hatte noch immer den braunen Anzug an, der ihren kompletten Körper bedeckte. Der Mantel den sie sonst immer trug, hing neben ihr auf der Couch.
    „Sieht so aus, als ob auch ihr Tag etwas anstrengender war.“ meinte Loop als er den Einkauf auspackte. „Schläft sie?“ fragte ich. „Wie ein Stein. Aber du kannst sie aufwecken, sie wird sich sicher freuen dich zu sehen.“ meinte er. „Hat sie diese Maske immer auf?“ fragte ich und musste an die Szene im Sandbad denken. „Seitdem ich das erste Mal gegen sie gekämpft habe.“ antwortete Loop. „Schade. Ich dachte du könntest mir sagen wie sie da drunter aussehen würde.“ sagte ich leicht enttäuscht. „Das wüsste ich auch nur zu gerne.“meinte Loop und schaute kurz zu Moon. In dem Moment gab Moon ein lautes Schnarchen von sich und drehte sich ein kleines Stück. Ich erschrak und fiel fast vom Sessel auf dem ich saß. Loop beobachtete das Ganze und als wir uns gegenseitig in die Augen sahen, mussten wir beide zum Lachen anfangen.


    Loop bereitete das Essen für Moon, ihn selbst und für mich zu, wobei er bei meinem Essen nur die Früchte aufschnitt. Doch ich war erstaunt wie harmonisch dieses Team war. „Wie lange kennt ihr euch schon, wenn ich fragen darf?“ fragte ich. „Nach meinem Zeitgefühl glaube ich fast drei Jahre.“ antwortete er nachdenklich. „Drei Jahre? Wie lange bist du denn schon hier?“ fragte ich geschockt. „Drei Jahre kommt hin, ja. Wie lange bist du denn schon hier?“ stellte er mir als Gegenfrage. „Keine vier Wochen. Aber was ist mit dir?“ sagte ich. „Sechseinhalb Jahre.“ antwortete er und betrachtete mich aus dem Augenwinkel. „Sechs Jahre?!? Wie geht das? Wie hältst du das aus? Was ist mit deiner Familie und wie kommt es, dass du erst in der Rang 15 Lobby bist?“ überhäufte ich Loop mit Fragen. „Langsam, langsam junge Dame. Zuerst. Du steigst nicht Ränge auf, nur weil du gewinnst. Du wirst einem Rang zugeordnet der zu der Stärke in Kombination mit deiner Fähigkeit passt. Meine Fähigkeit wurde eben auf Rang 15 eingestuft und hat sich bis jetzt auch nicht mehr verändert. Weiteres. Meine Familie hat diesen Ort schon lange verlassen, doch das heißt leider nicht, dass ich auch von hier weg kann. Und letztens. Alleine durch Moon habe ich es geschafft bis hier her zu kommen. Ich bin ihr einiges schuldig. Wäre sie nicht gewesen, hätte ich schon vor langer Zeit das Handtuch geworfen.“ antwortete Loop ausführlich. „Wow. Ich bin von deinen Antworten etwas überrascht. Du hast anscheinend schon einiges durchgemacht…“ sagte ich und dachte nach. Der Rang hängt von der Stärke meiner Fähigkeit ab. Das heißt, dass ich nicht durch meine Gegner aufgestiegen bin sondern weil ich an ihnen stärker wurde. Und warum war Loop noch immer hier obwohl seine Familie gar nicht mehr da war. Ich dachte bis jetzt, dass wir diesen Ort nachdem wir unsere Geliebten gerettet haben auch verlassen durften. Ich wollte noch dutzende Fragen stellen, da packte mich plötzlich jemand von hinten.


    Die schlanken Arme um meine Brust gewickelt, umarmte mich Moon von hinten. Sie gab ein fröhliches Kichern von sich und legte ihren Kopf auf meine Schulter. „Da hast du mir ja was Feines mitgebracht, Loop.“ sagte sie mit verschlafener Stimme. „Auch schön dich wieder zu sehen.“ sagte ich. „Du bist richtig groß geworden, Mäuschen.“ spracht Moon weiter als sie wieder locker ließ. „Wer weiß wie lange ich so groß bleibe.“ sagte ich und seufzte leise. „Schätzchen, du bist in jeder Größe zum Anbeißen. Mach dir da keine Sorgen.“ sagte sie und drehte sich um zu Loop und griff nach seinen Ohren. „Was gibt’s zum Essen, Meister?“ sagte sie nun zu ihm. „Ganz speziell, nur Heute und nur für dich. Leuchtkäfer ohne Beilage.“ sagte Loop als er einen dampfenden, durchsichtigen Käfer auf Moons Teller platschen ließ. Der Käfer war fast so groß wie mein Kopf und mir lief ein kalter Schauer über den Rücken. „Uhh. Welch rare Küche wir heute haben.“ sagte Moon sarkastisch und setzte sich an den Tisch. „Beschwert dich nicht bei mir, beschwere dich bei den Händlern.“ meinte Loop als er sein Gemüse auf den Tisch trug. „Wir haben nicht alle das Glück eine solch große Auswahl an Lebensmitteln zu haben.“ meinte Moon und sah nun wieder zu mir. Ich fühlte mich angesprochen, aber wusste nicht was ich sagen sollte.


    „Ich hab doch auch nur die Sandfrüchte hier!“ brachte ich dann doch noch heraus. „Nicht doch. Ich rede von Loop. Der verträgt jedes Gemüse. Ich wette er kann sogar das da essen.“ sagte Moon und zeigte auf meine Sandfrucht. „Jetzt iss deinen Käfer und gib Ruhe!“ meinte Loop und fing an ein Salatblatt abzuknabbern. Moon stülpte ihre Maske nur über ihren Mund hoch um den Käfer zu essen. Sie war bleich wie eine Leiche und ihre Lippen waren bläulich. Während des Essens gab ich den Zwei einen kleinen Überblick über das was bei mir so los war. „Und? Wie geht’s dir so?“ fragte Moon. „Besser als erwartet. Meine Rune schmerzt nicht, mein Körper weist keine Schäden auf, nur mein Öl kommt nicht mehr nach, was mich etwas wundert.“ sagte ich. „Und den Stern hast du einfach so geschluckt?“ fragte Moon weiter. „Nun ja. Er ist mehr mit mir verschmolzen.“ meinte ich. „Vielleicht nimmt der ja das Öl und verbraucht es damit sofort wieder.“ meinte Loop. „Du hast ja gesagt du kannst ihn in dir spüren.“ sagte Moon und legte kurz ihre Hand auf meinen Brustkorb. „Ja, ich spüre seine Wärme, aber ob der das ganze Öl direkt verbraucht?“ meinte ich. „Also ich spüre nix.“ sagte Moon und nahm ihre Hand wieder weg. „Hmm. Vielleicht staut er ja die Energie die er vom Öl bekommt in seinem Kern auf und du benutzt quasi ihn als 'Ölquelle' anstelle deines Vorbaus.“ sagte Loop. „Also meine Brüste bleiben glücklicherweise immer gleich groß.“ sagte Moon und streckte sich. „Haha.“ sagte ich sarkastisch zu Moon. „Ich habe dich noch nie in Aktion gesehen, daher kann ich dir nur in der Theorie helfen.“ sagte Loop. „Danke trotzdem.“ sagte ich. „Gut. Ich glaube ich werde mich wieder auf den Weg nach Hause machen.“ sagte ich und stand auf. „Warte! Ich wollte doch auch noch dein Team sehen.“ sagte Moon und stand auch auf. „Hmm.“ zögerte ich mit meiner Antwort. Kuro und Doll könnten Schwierigkeiten bereiten. „Los! Es ist entschieden! Kommst du auch mit?“ sagte Moon und beugte sich dann über Loop der auf der Couch lag. „Nein danke. Ein anderes Mal. Ich erwarte zurzeit einen Kampf.“ sagte er und stand auch auf. „Na wenn das so ist.“ sagte Moon und schob mich zur Tür. „Viel Spaß euch beiden.“ meinte Loop. „Dir auch.“ sagte Moon noch als die Tür sich schloss. „Wohin jetzt?“ fragte sie mich ratlos am Gang. Ich seufzte kurz und ging dann mit ihr erst zurück zu den Verkaufsständen in der Lobby und dann zu meinem Zimmer. Doch plötzlich sah ich eine vertraute Figur auf dem Gang zu meinem Zimmer. „Ah! Nova! Novaaa!“ rief sie mir schon entgegen. „Maw hat Zimmer vergessen! Du musst Maw helfen!“ schrie Maw aufgelöst doch noch immer mit ihrem Grinsen im Gesicht herum. „Kennst du sie?“ fragte Moon. „Ja. Unter gewissen Umständen…“ antwortete ich. Da stand sie auch schon vor mir und fing an mich zu rütteln.


    „Maw hat Blink verloren. Maw ist jetzt ganz alleine! Bring Maw zurück auf Maws Zimmer!“ sagte sie. „Aber ich weiß doch gar nicht wo dein Zimmer ist. Warum fragst du nicht einfach Bee?“ sage ich. „Aber Maw kann keine Karten lesen…Bee kann Maw nicht helfen.“ gab sie als Antwort. „Ahh. Ehhh. Uff.“ gab ich von mir als ich nicht wusste was ich mit ihr machen sollte. „Nimm sie doch einfach mit. Vom Zimmer aus, können wir ja dann ihr Zimmer suchen.“ meinte Moon. „Warte! Wir hätten doch eigentlich gleich von deinem Zimmer zu meinem Zimmer können, oder? Warum gehen wir jetzt den langen Weg?“ fragte ich. „Ehh… Hey! So können wir einer verlorenen Seele helfen.“ versuchte sich Moon rauszureden. „Ach egal. Maw, komm einfach mit, wir werden schon einen Weg finden.“ sagte ich und wir drei gingen zurück zu meinem Zimmer. Im Zimmer bestellte ich dann über die Wandtafel die Lobby. Als sich die Wand öffnete und wir nun hindurch konnten, hörte ich schon einen lauten Wirbel. „Nova! Gott sei Dank bist du hier! Die zwei machen mich wahnsinnig! Ich halte das keine Sekunde mehr aus!“ rief Toni und stürmte an uns vorbei in mein Zimmer.


    In der Lobby war die Hölle los. Es sah aus als ob jemand dort Dämonen beschworen hätte. Doll kletterte an der Decke herum und knurrte wie ein wildes Tier. Kuro hatte sich anscheinend dazu entschieden, sich dem Verhalten von Doll anzuschließen und randalierte mit ihr. „Die wollten mich fressen! Die haben mich in ihren Mund gesteckt! Warum hast du mich mit denen alleine gelassen!? Uwahwrr!“ jammerte Toni und schuttelte sich. „Was ist denn hier schief gelaufen?“ fragte Moon. „Ohh!“ gab Maw von sich als sie das Chaos sah. „Doll! Komm sofort auf den Boden zurück! Was soll das? Ihr könnt doch nicht das ganze Zimmer auf den Kopf stellen!“ schimpfte ich mit Doll. „Und was ist mit dir los? Von dir hätte ich besseres erwartet. Wie kleine Kinder!“ schimpfte ich herum. Doll löste sich von der Decke und landete auf der Couch die verkehrt in der Ecke lag. Kuro hingegen beruhigte sich nicht und machte einen sehr angriffslustigen Eindruck. „Nova, das sind nicht deine Teammitglieder, oder?“ fragte Moon.


    Kuro war nicht mehr ansprechbar. Er reagierte überhaupt nicht auf meine Worte. „Ich glaube ihr geht jetzt besser.“ versuchte Moon zu helfen. Sie griff nach ihrem Stab auf ihrem Rücken als Kuro sie ins Ziel nahm. Maw war wieder ganz still und sie grinste nicht mehr. Kuro übte eine starke Präsenz der Verzweiflung aus. „Was hast du vor?“ fragte ich Moon. „Na was wohl? Ich werde seinen Hintern hier rausbefördern.“ sagte sie gelassen. „Ehm. Du weißt schon wer das ist oder?“ fragte ich. „Ein kleiner bissiger Teufel.“ sagte sie und schwang ihren Stab nach Kuro. Sie traf ihn am Oberarm und er brüllte sie laut an. Erst bewegte sich Kuro keinen Zentimeter, doch dann machte Moon irgendetwas mit ihrem Stab. Kuro verlor das Gleichgewicht und beugte sich dem Schwung des Stabs. Er wurde mit dem oval förmigen Ende des Stabs an die Wand gedrückt. Er brüllte auf mit einem unheilvollen Kreischen, doch Moon blieb unbeeindruckt. Als die Mauer langsam Risse bekam sah man wie Kuro langsam nachgab. Er wurde ruhiger und wehrte sich nicht mehr.
    Plötzlich viel Moon ein kleines Stück nach vorne. „Huff!“ gab sie von sich und rappelte sich wieder auf. Kuro war durch die Wand verschwunden. Der Stab hatte eine große Delle in der Wand hinterlassen. „Wau!“ sagte Maw und ich gleichzeitig. „Wie hast du das gemacht?“ fragte ich. „Mädchen, Ich bin schon ne Weile hier. Ich weiß wie ich gegen wen vorgehen muss und wie ich die Regeln hier umgehen kann. Aber der Kerl ist und bleibt einfach nur komisch.“ sagte sie und schaute zur Wand und schüttelte den Kopf. Doll hatte sich um meine Füße gekauert und es sah so aus als ob sich vor Kuro und nun vor Moon fürchtete. „Was für ein großes Durcheinander…“ sagte Maw und ging durch das eigentlich recht kleine Zimmer und stellte die Stühle wieder auf. „Warum hast du ihn hier herein gelassen?“ fragte Moon. „Er war schon da als wir ankamen! Und gehen wollte er auch nicht.“ verteidigte ich mich. „Hmm. Der hat wohl wirklich ein Auge auf dich geworfen…“ sagte Moon nachdenklich. „Maw sieht nichts Gutes in dem Knochenmann.“ sagte Maw. „Aber ich kann nichts machen!“ sagte ich. „Dann werde stärker als er.“ meinte Moon.


    „Haha. Sehr lustig.“ antwortete ich. „Nein. Das meine ich ernst.“ sagte Moon. „Und wie stellst du dir das vor?“ fragte ich. „Trainieren, trainieren und trainieren. Mit der Zeit wirst du merken, dass die Gegner keine Chance mehr gegen dich haben.“ sagte Moon. „Das mache ich doch auch jetzt schon.“ meinte ich. „Ja. Mehr.“ sagte Moon seufzend. „Ok. Ich werde mich dran halten, aber jetzt bringen wir erst noch Maw zurück. Toni? Bist du noch da drinnen?“ sagte ich und rief in mein Zimmer hinein. Toni spähte um die Ecke und kam langsam auf uns zu. „Sooo süüüüß!“ rief Moon und stürtzte sich auf Toni. Sie war schneller als er reagieren konnte. „Was ist mit ihr?!“ rief Toni der schon längst im Griff von Moon gefangen war.
    „Darf ich dir vorstellen, Moon. Moon das ist Toni.“ sagte ich. „Warum macht sie das?“ fragte Toni weiter. „Hat sie mit mir auch gemacht, da musst du durch.“ meinte ich wieder. Ich verband die Lobby mit Maws Zimmer und wir verabschiedeten uns von ihr. Auch Moon und Toni gingen nun nach Hause. Ich war so erschöpft von diesem kleinen Event, dass ich mich sofort in mein Bett legte. Keine fünf Minuten waren vergangen da weckte mich Bee auch schon wieder auf. „Wenn du jetzt sagst, dass ein Kampf startet, dann dreh ich durch.“ sagte ich drohend. „Starte Rang Match.“ sagte Bee. „Ahh! Ich wusste es! Was? Rang Match?“ fragte ich verwirrt.


    Die Wand öffnete sich, ein langer, beleuchteter Gang wurde sichtbar. Das Geräusch von Tausenden jubelnden Stimmen schallte durch den Gang in mein Zimmer. Ich konnte den Sprecher schon hören.

    Krieg: I'll never forget the way her holes cried... The way she screamed in agony as she pushed the knife slowly into my sternum...
    Such a beautiful symphony of feelings, and at the end of it, she was so much greater! My operatic diva of flesh and steel!!

  • Ember

    „Lange haben wir auf diesen Tag gewartet. Unser hell, leuchtender Stern am Nachthimmel: Nova. Sie hat sich tapfer geschlagen, bis jetzt. Doch wird ihre Siegessträhne heute zu Ende gehen? Das kann uns nur eine Person beantworten. Der funkelnde, reine Diamant Alice. Wir haben sie schon eine Weile nicht mehr in Aktion gesehen. Ist sie dennoch fit genug, um sich Nova zu stellen? Wir werden es sehen. Lasst diesen strahlenden Kampf beginnen.“ beendete der Sprecher seine Rede. Alice, war der Name meines Gegners. Ich ging in die Arena. Ein großes Feld mit aufgetürmten Felssäulen und kleinen Gruben, in einer ausgetrockneten Landschaft. „Na Sternchen! Ausgeschlafen?“ hörte ich eine rauschende defuse Stimme. Ein Mädchen meiner Statur, landete vor mir. Ihr Körper bestand aus reinem Glas oder aus Diamanten. Ich konnte durch sie hindurchsehen, denn sie hatte keinen Anzug an. Sie hatte ein schönes Gesicht, doch es war ebenfalls aus Glas. Ihre Haare waren mehrere Splitter die lose in der Nähe ihres Kopfes herum schwebten, doch man konnte ihren langen Zopf erkennen. „Willst du nicht mit mir reden?“ fragte sich nachdem ich nicht antwortete. „Vollelementar?“ fragte ich und sah ihr in die schimmernden Augen. „Und du Elementar-Nutzer.“ antwortete sie. „Kannst du mir sagen, welche Umstände das hier zu einem Besonderen Kampf machen?“ fragte ich Alice weiter. „Hah. Du bist anscheinend schlecht über dein Gegenüber informiert, hmm? Ich werde es dir sagen. Ich bin der Umstand. Du hast heute die Ehre gegen DIE Alice anzutreten.“ sagte sie mit hochgezogener Nase. „Und was macht dich so besonders?“ fragte ich. Plötzlich änderte sich ihre Stimme und ihre Haut fing an sich zu bewegen. Ihre Haut lies eigenartige Geräusche entstehen. Es klang wie viele flüsternde Stimmen. „Du wirst es gleich zu spüren bekommen.“ sagte sie drohend mit dieser verzerrten Stimme.


    Ich spürte ihren nächsten Zug schon kommen und baute Distanz zu ihr auf. Sie war schnell. Ich konnte ihren Bewegungen kaum folgen. Als sie vor mir stand, ragte aus ihrem Arm eine riesige Scherbe, mit der sie mich halbieren wollte. Reflexartig zündete ich eine Nova. Die Druckwelle erfasste sie und ihr ganzer Körper splitterte. Doch nicht zu meinen Gunsten. Die Splitter kamen in meine Richtung geflogen und bohrten sich in meine Haut. Die kleinen Splitter fingen an sich in meinem Fleisch zu bewegen und schnitten sich weiter durchs Fleisch. Plötzlich fuhren sie wieder aus meiner Haut heraus und alle Splitter sammelten sich in der Luft vor mir. Alice baute sich langsam vor meinen Augen wieder neu zusammen. „Ahhh! Ich liebe dieses Gefühl.“ sagte sie als ihr Arm sich wieder zusammensetzte. „Das kann ich mittlerweile auch.“ sage ich und hüllte die kleinen Schnittstellen in Flammen ein. Der Stern fing an zu pulsieren und die Wunden schlossen sich in Windeseile. „Netter Trick. Aber ich weiß, dass dir irgendwann der Saft ausgeht.“ sagte sie spöttisch.


    Der Stern in mir pulsierte wie verrückt. Er schrie danach, benutzt zu werden. Seine Flammen trieben mich an. „Willst du gar nicht in deinen Inferno-Modus gehen?“ frage mich Alice. Ich sah sie nur mit zusammengekniffenen Augen an. „Du weißt schon. Wenn du so zum Glühen anfängst und deine Haare aufleuchten. Bis jetzt hast du doch damit alle besiegt.“ sagte sie und ich war überrascht wie viel sie über mich wusste. „Du meinst das hier?“ fragte ich und ließ meine Hand in der dunkelroten Lebensflamme aufhellen. „Ja. Genau das. Warum wird deine Haut dabei denn immer rot? Und was ist mit dienen Haaren los? Die werden immer Grau.“ meinte sie. Gut, sie wusste doch nicht so viel. „Meine Theorie ist ja, dass immer wenn du das machst, wirst du für die Dauer plötzlich ganz alt und wenn du es wieder ausmachst, kehrt sich der Effekt um und du wirst jünger.“ sprach sie weiter. „Das trifft es nicht ganz.“ sagte ich und bereitete mich auf ihren nächsten Angriff vor.


    „Ich kann mein Alter nicht bestimmen. Ich habe diesen Körper schon über 900 Jahre und bin seit dem kein Bisschen gealtert. Das ist einer der Vorzüge wenn man einen Elementarkörper hat. Unsterblichkeit…“ sagte sie und löste ihre Hand in Scherben auf die um das Zentrum kreisten. Die Scherben wurden schneller und Alice bewegte sich. Ich hatte so etwas schon geahnt. Mit dem Glassturm in ihrer Hand stürmte sie blitzschnell auf mich zu. Die Scherben würden mich in Fetzen reißen, wenn sie mich berühren würden. Ich durfte sie nicht berühren. Die klirrenden, hallenden Schreie wurden immer lauter als sie sich näher auf mich zu bewegte und die Luft sich an ihrer Haut aufrieb. Ohrenbetäubend. Sie zielte auf meinen, für Angriffe anfälligen, rechten Arm und legte fast Hand an, da stieß ich mich mit einer kleinen Welle vom Boden ab. Ich machte einen Satz auf die Seite und noch in der Luft konnte ich dem Druck des Sterns nicht mehr standhalten. Die Flammen sprudelten aus mir heraus. Monströse Wellen, aus alles verschlingenden Flammen breiteten sich rund um mich herum aus.
    Alice stand inmitten des Flammenmeers und brannte. Sie versuchte erst gar nicht da heraus zu kommen. Als sich mein Feuer wieder beruhigte und nur noch mein Körper brannte, sah ich wie Alice regungslos da stand. Die flüsternden und schreienden Stimmen waren verschwunden. Ihre fein geschliffene Haut war geschmolzen. Ihre Haare sind über ihre Schultern geronnen und sie war leicht angeschwärzt. „Genau auf das habe ich gewartet.“ hörte ich sie sprechen. Sie brach. Ihre Arme bröselten einfach auf den Boden als sie sich bewegte. Wie feiner weißer Sand rieselte ihr Körper langsam zu einem Haufen zusammen. „Oh! Du hast meine Kristallstruktur zerstört.“ sagte sie noch kurz bevor sie ganz verschwunden war.


    Ich traute der Situation nicht. Ich konnte es nicht glauben, dass das alles war, was sie zu bieten hatte. Doch der weiße Haufen rührte sich nicht. Misstrauisch warf ich einen Stein auf den Haufen, der von Alice übrig geblieben war. Der Stein versank nur direkt als er auf den Haufen traf. Noch immer mit meiner Lebensflamme an, ging ich nun auf die Überreste von Alice zu. Der Sprecher ließ nicht seine dummen Sprüche los. Alleine das war Zeichen genug, aber wie konnte ich sie sonst hervor locken.
    Und wie ich in ihrer Nähe war, erhob sie sich wie ein Phönix aus der Asche. In ihrer sandigen Form schlang sie sich um mein Bein, meinen Körper hinauf. Der feine Glasstaub fraß sich durch meine Haut. Alice ignorierte meine Flammen und bahnte sich ihren Weg an mir hoch. Mein ganzer Unterkörper war bedeckt von ihrem Sand, doch sie hörte nicht auf, weiter an mir hoch zu kriechen. Ich versuchte sie mit meinen Händen von mir ab zu wischen, aber ich schnitt mir nur meine Hände auf. Als sie nun meinen gesamten Körper bedeckte und nur noch mein Kopf nicht von dem Glasstaub eingeschlossen war, bekam ich Panik. „Tu es!“ hörte ich die Stimme von Alice sagen als sie nun auch meinen Kopf begann einzuschließen. „Worauf wartest du?! Verbrenn mich!“ sagte sie laut. Es gab keinen anderen Ausweg. Unfähig mich zu bewegen oder zu atmen, ließ ich dem Stern freien Lauf.
    Der Glasstaub isolierte die Flammen und hinderte sie daran an die Luft zu kommen. Eine unglaubliche Hitze staute sich auf. Ich hatte das Gefühl mein Körper würde sich selbst verschlingen. Irgendwer musste als ersten nachgeben. Da spürte ich es. Die Hitze war nun so stark, dass der Sand begann zu schmelzen. Er schmolz von innen nach außen und das flüssige Glas legte sich an meinen Körper. Plötzlich erloschen die Flammen und ein Stechen in meiner Brust machte sich breit.


    Wie versteinert stand ich in meinem eigenen Abbild aus Glas gefangen, unfähig auch nur zu atmen. Mein Herz hämmerte von innen gegen meinen Brustkorb und es fühlte sich so an, als ob es versuchen würde das Glas zu zerbrechen. Die Umgebung wurde immer schwärzer. Das pulsieren des Sterns und das schlagen meines Herzens waren im Rhythmus, doch nicht lange. Mein Herz wurde immer langsamer. Mein Hirn setzte aus. Kein Ausweg. Kein Ass im Ärmel. Das Ende für mich.


    Ein kleiner heller Funke leuchtete in der Ferne vor meinen Augen. Ich streckte meine Hand aus, da er mich blendete, doch meine Hand konnte ihn nicht verdecken. Ich hatte weiße, dünne Knochenfinger. Ich sah an mir hinunter und musste feststellen, dass nicht nur meine Hand so aussah. Ich war nur ein Skelett. Ein bleiches, hüllenloses Skelett. Ich starrte in den Funken, da ich sonst nichts in diesen Raum erkennen konnte. Ich versuchte näher an den Funken heran zu gehen. Egal wie weit ich ging, ich kam dem Funken keinen Schritt näher. Plötzlich veränderte sich der Funke. Eine junge Frau mit kurzen braunen Haaren hing dort in der Luft. Ihre grün funkelnden Augen starrten mich an und durchbohrten mich förmlich. Sie hatte ein langes weißes Kleid an und um sie herum waren Arme aus Feuer. Die Feuertentakel bewegten sich langsam auf mich zu, aber ich konnte mich nicht von meiner Position bewegen. Die Flammen packten mich und wickelten mich ein. Das Mädchen fing an zu schreien. Ich sah wie sich ihre Haut auflöste und sie von innen heraus zum Leuchten begann. Die Tentakel in der Luft glühten und pumpten etwas in meine Richtung. Mein ganzer Körper kribbelte und ich konnte durch meinen leeren Bauch erkennen wie langsam aus meiner Wirbelsäule fleischige Fäden wuchsen. Das Mädchen wurde immer löchriger und wurde immer mehr zu dem Funken der sie vorhin war und auf meinen Knochen bildeten sich immer mehr Muskeln, Sehnen und Gewebe. Als sich das Mädchen nun vollständig aufgelöst hatte, rissen die Feuerarme und lösten sich auf. Mein Körper hatte wieder Form angenommen. Ich hatte eine blasse Haut. Warum war meine Haut blass? Als ich mich genauer betrachtete, bemerkte ich, dass das nicht mein Körper war. Ich hatte den Körper eines dünnen blassen Jungen. Seine Haare hingen mir ins Gesicht und erschwerten die Sicht, obwohl es nichts zu sehen gab. Nur ich und der grüne Funke waren an diesem Ort. Doch der Funke blieb nicht grün, er wurde schwarz und bekam wieder eine andere Form. Es war nur ein Schatten seiner selbst, aber wieder packte mich ein Arm, ein einzelner dunkler Arm. Er riss mir die Haut, die ich eben bekommen hatte, wieder vom Laib. Ich verstand nichts mehr. Was passierte hier mit mir oder mit diesem Körper? Und warum befand ich mich an diesem eigenartigen Ort? Ich konnte es mir nicht erklären. Der Arm hatte nun meine ganze rechte Seite an sich genommen und ich konnte sehen wie der Funke immer kleiner wurde. Der Arm packte meinen, nun wieder nackten Knochen und es sah so aus als würde mein Knochen den dunklen Arm absorbieren. Der Knochen meines Arms färbte sich schwarz je mehr er von dem dunklen Funken aufnahm. Ich hatte langsam das Gefühl, dass ich in Kuros Geist eingedrungen war, aber ich konnte mir dafür keinen Grund erklären. Als der dunkle Funke nun endgültig mit mir verschmolzen war, verloren meine Füße den Halt am Boden und ich fiel in den finsteren Abgrund.


    Meine Augen öffneten sich. Meine Brust fühlte sich an als ob sie jeden Moment platzten würde. Und auf einmal konnte ich es sehen. Das Glas, welches auf meinen Augen lag. Ich konnte es sehen. Die Ketten der Moleküle. Die einzelnen Atome, ihre Präsenz, ich konnte sie wahrnehmen. Die Bausteine, die alles zusammen hielten, waren vor meinen Augen sichtbar. Der Stern in mir fühlte sich an, wie Zorn den man Jahre lang aufgestaut hatte. Ich gab dem Gefühl nach und eine Welle aus purer Hitze durchströmte meinen Körper.
    „Was!?“ hörte ich Alice verblüffte Stimme. „Wie? Arg! Unmöglich!“ fluchte sie.


    Ich war in meinem Gefängnis auf die Größe einer Sechsjährigen geschrumpft. Es ist ein Vakuum in der Glasstatue entstanden und es fing an meinen Körper auseinander zu ziehen. Meine Lungen hatten ihr Limit erreicht. Ich rang nach Luft, keuchend, japsend, hustend. Keine Luft. Es wurde wieder schwarz.
    Nein! Nicht Heute und auch nicht in der Zukunft. Ich fasste mir an die Brust und berührte den Stern. Die Aura des Sterns breitete sich in dem kristallenen Sarg aus. Das Vakuum wurde verdrängt. Das Glas brach.


    Die Luft rund um Alice verzerrte sich und wurde von meiner Aura eingesaugt. Alice Körper zersprang erneut in tausende kleine Splitter. Die Explosion die auf die Implosion folgte, verstreute ihre Splitter in der ganzen Arena. Meine Aura ging aus und ich holte so tief Luft, dass mir schwindelig wurde. Ich fiel rückwärts, platt auf den Boden und blieb keuchend liegen. Ich war am Ende meiner Kraft obwohl der Kampf erst begonnen hatte. Aus den Augenwinkeln konnte ich erkennen, wie sich die Scherben von Alice auf einem Fleck sammelten. „Du widerliche kleine Made! Du hast es nicht verdient zu leben! Sieh dir an was du mit meinem Körper gemacht hast!“ schrie Alice mich an. Ich sah zu ihr rüber und betrachtete ihren Körper. Ihre glatte, glänzende Haut, ihr makelloses Gesicht und ihre Haare waren nicht wieder zu erkennen. Ihre Haut war spröde, kantig und rissig. Ihr Gesicht sah nun mehr aus als ob es eingeschlagen worden sei und ihre Frisur war nur eine struppige Mähne aus Scherben. Sie sah aus wie eine alte Hexe. „Und… was soll ich…sagen?“ keuchte ich. „Sei still! Ich kann deine Stimme nicht mehr hören!“ fauchte sie und stand auf. Ihr Körper klirrte und brach bei jeder Bewegung. Ich stand auch langsam auf. „Weißt du eigentlich wie lange es dauert bis sich mein Körper davon wieder erholt hat? Ich brauche Tage bis ich meine Haut wieder glatt geschliffen bekomme!“ sagte sie und rieb sich ihren Arm der daraufhin leicht bröselte und unangenehme Quietschgeräusche machte. „Sei nicht so eine Diva. Mir geht’s auch nicht besser.“ sagte ich aber das hätte ich besser nicht gesagt. "Wroooaaaah!“ schrie Alice als sie auf mich zu gestürmt kam. Sie sah aus wie eine Wolke aus großen Scherben. Ich konnte nicht sehen ob sie überhaupt den Boden berührte. Aus ihrem Körper wuchsen mehrere große, lange, spitze und scharfe Scherben. Sie krachte wie eine Kanonenkugel in den Boden an der Stelle an der ich eben noch stand. Ich rannte so schnell ich konnte vor ihr weg und versuchte eine Flamme entstehen zu lassen. Eine magere, winzig kleine, stinknormale Flamme entstand in meiner Hand. Ich traute mich nicht einmal das Ding zu werfen. Ich biss mir auf die Zunge da ich absolut keinen Plan hatte wie ich jetzt noch aus der Situation unbeschadet herauskommen sollte. Ich riskierte kurz einen Blick zurück und sah Alice die mir dicht auf den Versen war. Ich wich blitzschnell hinter einer kleinen Steinsäule zur Seite und rannte in eine andere Richtung weiter. Alice rauschte um die Säule und eine ihrer Scherben schnitt einfach so den oberen Teil der Säule ab. Der abgetrennte Teil krachte auf den Boden und in dem Moment hatte ich einen Plan.


    Ich hörte nicht auf zu rennen. Ich benutzte meine restlichen Flammen um meinen Körper mit Energie zu versorgen. „Hey Alice! Bist du eigentlich mit Spiegeln verwandt?“ frage ich sie höhnisch. „Was? Machst du dich über mich lustig?“ fragte sie zornig und bretterte mit voller Geschwindigkeit in eine größere Säule vor der ich stand. Ich konnte ihr gut ausweichen da ihre Bewegungen nicht präzise waren, doch ich musste vor den großen Scherben achtgeben. Als sie sich wieder von der Säule abhob konnte ich sehr gut erkennen, dass meine Taktik soweit funktionierte.


    In und an der Säule, in die Alice gekracht war, befanden sich mehrere Splitter von ihrem Körper. Auch in dem abgeschnittenen Teil davor steckte eine große Scherbe. Ihr Körper blieb mehr und mehr an der Umgebung hängen. „Jetzt ehrlich. War deine Mutter ein Spiegel oder dein Vater? Oder wie kann ich mir das vorstellen?“ fragte ich sie weiter. „Halt dein Maul! Du Miststück! Du dreckiger kleiner Feuersalamander!“ schrie Alice weiter herum und sie wurde etwas schneller. Anscheinend hatte sie noch nicht gemerkt auf was ich hinaus wollte.
    Doch auch die beste Taktik hat ihre Lücken. Ich fand mich selbst in einer Sackgasse zwischen zwei großen Felsen, mit Alice hinter mir. „Die kleine Ratte sitzt in der Falle! Ha!“ sagte sie spöttisch. Ein schwer zu erkennendes Grinsen machte sich auf ihrem Gesicht breit und ihr Körper veränderte seine Form. Eine splittrige Glaswand baute sich vor mir auf. Eine Welle aus Scherben drohte mich zu begraben. Ich stieß mich mit voller Kraft und mit einer kleinen Flamme vom Boden ab und wollte durch die kleine Öffnung über mir die mir blieb, fliehen, aber Alice wusste was sie tat. Sie streckte ihren, mit unzähligen messerscharfen Splittern übersehenen Arm nach mir aus und griff nach meinen Beinen. Ohne den kleinen Schub der Flammen hätte sie mit Sicherheit nicht nur meine Beine erwischt. Sie packte mich zwar nicht und ich entkam der Zwickmühle, aber einige ihrer Scherben steckten nun in meinen Beinen. Ich musste weg von ihr. Ich musste Distanz aufbauen. Alice erhob sich langsam, nach ihrem schweren Angriff. Sie war träge in dieser Form. Meine Beine bluteten und ich konnte nicht richtig auftreten. Als ich versuchte die Scherben heraus zu ziehen, schnitt ich mir auch noch die Handflächen auf. Ich humpelte weg von ihr aber bei jedem Schritt schnitten die Scherben nur noch tiefer in mein Fleisch. Was konnte ich tun? Meine Energie, am Ende. Mein Körper, verwundet und bewegungsunfähig. Meine Flammen, erschöpft. Noch eine Chance wäre mir nicht vergönnt.


    Mit erhobenem Haupt sah ich meinem Ende entgegen. Alice, oder das was von ihr über war, baute sich vor mir auf. Ihr fragiler Körper bestand nur noch aus dünnem, brüchigem Glas. „Sieh dir an was du mit mir gemacht hast! Ich bin entstellt! Du kotzt mich echt an, du hässliche, kleine Göre!“ sagte sie zu mir und ihre Stimme war so brüchig wie ihr Körper. „Warum hast du so eine Abneigung gegen mich?“ fragte ich sie mit einer genauso brüchigen Stimme. Sie deutete mit ihrem Finger auf mich. „Du! Du kommst hier her und ziehst hier eine Show ab, als ob du die Königin der Arena wärst. Aber du bist nur eine kleine naive Göre, die das Glück hatte mit den Fähigkeiten eines Streichholzes auf die Welt zu kommen! Ich habe mir meinen Namen, meine Ehre, meinen Rang und Team schwer erarbeitet! Und du kommst hier einfach an und nimmst dir alles was dir zwischen die Finger kommt. Dein Team wurde dir regelrecht hinterher geschmissen und was ist eigentlich mit deiner Fähigkeit los? So eine Entwicklungskurve habe ich noch nie gesehen!“ erzählte sie mir. Ich wusste nicht was ich sagen sollte. Warum warf sie mir diese Vorwürfe an den Kopf? Warum war ihr das so wichtig? „Was glaubst du, wie es sich anfühlt wenn dir deine ganze Familie weggenommen wird und du absolut, rein gar nichts dagegen unternehmen kannst!?! Nicht alle hier haben auch nur ansatzweise das Potenzial so hoch über das Ziel zu schießen wie du! Ich kann die Tage schon nicht mehr zählen, seit dem sie mich hier hergebracht haben.“ sprach Alice weiter. „Wie lange bist du denn schon hier?“ fragte ich. Sie drehte mir den Rücken zu und hob die Arme. „Ich war einer der ersten zehn Antiken. Mich gibt es hier schon seit Anbeginn der Arena. Ich bin Meisterin Alice Ember. Ich habe nichts mehr für das es sich zu kämpfen lohnt. Ich habe alles verloren... Mir bleibt lediglich mein Stolz.“ sagte sie und drehte sich wieder zu mir um. „Meinen Stolz und meinen Titel nimmst du mir nicht weg.“ sagte sie und ihre Hand wurde zu einer Sensen ähnlichen Scherbe. Alice hob ihren Arm. Es gab keinen Weg diesem Angriff zu entweichen. Ich schloss meine Augen und meine Hände schützend nach vorne. Doch der Angriff kam nicht.


    Ich öffnete meine Augen und sah auf Alice. Ihre Sense war abgebrochen. Die Scherben lagen vor ihr auf dem Boden. „Was!?“ sagte Alice völlig entsetzt als sie ihren zerbrochenen Arm betrachtete. „Was hast du mit mir gemacht?!“ schrie sie mich an als sich ihr Arm langsam wieder regenerierte. Ein Funke Hoffnung. Ihr Körper war auch an seine Grenzen gestoßen. Ich riss mich zusammen und stand auf. Alice löste sich auf. Immer mehr ihrer Splitter lösten sich von ihrem Körper. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich annehmen, dass sie weinte. Ich stand unsicher und voller Schmerzen auf meinen Füßen und versuchte eine Haltung einzunehmen. Es war ein Faustkampf ohne Fähigkeiten, ein Schlagabtausch ohne Blocken. Jeder Schlag der traf war für beide Seiten gravierend. Bei jedem Schlag den ich landete, brach ich ein paar mehr Splitter aus Alice heraus aber zog mir selbst auch welche ein. Mit jeden Schlag den Alice landen konnte, rammte sie mir noch ein paar mehr Splitter ins Fleisch, doch der Aufprall ließ sie noch mehr Scherben verlieren. Mit jedem Schlag wurden die Schmerzen unerträglicher und die Schläge von Alice schwächer. Meine Fäuste und Arme waren von meinem Blut überströmt. Ich hoffte, dass ich sie besiegen konnte bevor ich verbluten würde.


    Der nächste Schlag würde es entscheiden. Meine Hände, Arme, Schultern und Teile meines Rückens waren mit Glasscherben übersehen. Dementsprechend sah auch Alice aus. Sie war nicht mehr als ein Windspiel. Ein paar Scherben die noch irgendwie aneinander hingen. Ihr 'Haut' gab schon lange kein Gekreische mehr von sich, aber sie atmete schwer und es klang verschwommen und verzerrt. Ich war kein Stück besser dran. Ich konnte meine Arme nicht mehr oben halten. Sie hingen einfach nach unten und mein Blut tropfte von ihnen. Auch Alice machte nicht mehr den Anschein als ob sie die Kraft hätte noch weiter zu kämpfen. „Sssss achzzzzschhh iisszzzzschhh.“ ihre Worte waren nicht mehr zu übersetzen und ich hatte nicht mehr den Willen etwas zu sagen.


    Alice stand nur da. Ich wusste nicht einmal ob sie ob sie überhaupt noch bei Bewusstsein war. Ich hinkte langsam im Halbkreis um sie herum. Keine Reaktion. Ich holte aus um nach ihr zu treten und knickte dabei fast um. Mein rechtes Bein blieb mitten in der Luft hängen. Erschrocken sah ich, dass Alice mit ihren spindeldürren Ärmchen meinen kleinen Fuß gepackt hatte. „Schhhaaaa ssssszzzzchhhh.“ sie hob ihren anderen Arm und hackte zwei Mal auf meine Wade ein. Ich keuchte auf vor Schmerz und brach zusammen. Mein Fuß war taub. Das Blut floss in Bächen. Alice machte einen Schritt nach vorne und stellte sich vor mich. Sie hob ihr Bein und ihr Fuß fiel auf mich herunter. Die Scherben bohrten sich in meine Hüfte, doch Alice war verschwunden.


    Ich sah nur noch wie die kleinen Scherben vor mir einen Haufen bildeten. „Meine sehr verehrten Gäste. Eine Legende hat uns verlassen… Der Titel „Ember“ wird nun weitergereicht. Alice wird in unseren Herzen weiterleben. Sie hat ihre Meisterin getroffen. Nova Ember.“ sprach der Sprecher mit einer überraschenden ernüchternden Stimme.


    Der Kampf war vorbei. Von Alice waren nur mehr Scherben über und ein Großteil davon steckte in mir. Ich konnte mich nicht mehr rühren, unfähig meine Arme zu heben oder meine Füße zu bewegen. Eine Drohne kam herbei und ich betete, dass sie mich schnellstmöglich in mein Zimmer bringen würde. Aber dem war nicht so. Die Drohne packte eine Knochensäge aus, legte sie an mein taubes Bein an und begann damit es abzusägen. Ich schrie wie am Spieß, denn der Schmerz war demoralisierend. Als die Säge anfing meinen Knochen durch zu sägen verlor ich kurz mein Bewusstsein.

    Krieg: I'll never forget the way her holes cried... The way she screamed in agony as she pushed the knife slowly into my sternum...
    Such a beautiful symphony of feelings, and at the end of it, she was so much greater! My operatic diva of flesh and steel!!