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  • Hallo @#shiprekt,


    Ich dachte, ich lasse dir auch mal einen Kommentar dar, da mir beim überfliegen neuer Geschichten aufgefallen ist, dass es sich hierbei offenbar um eine Cyberpunk-Geschichte handelt. Und Cyberpunk ist und bleibt eins meiner absoluten Lieblingsgenre. :) Entsprechend habe ich einmal reingeschaut.


    ... Und viel zu spät, nämlich als ich mit der Geschichte durch war, festgestellt, dass es offenbar noch eine andere Geschichte mit Lex gab. Die habe ich jetzt aber erst einmal nicht gelesen. Entsprechend ist dieser Kommentar erst einmal nur zu Fox on the Run.


    Erst einmal: Die Geschichte hat mir sehr gefallen.


    Dann: Die Geschichte hat mich außerdem in mehr als einer Hinsicht sehr an Shadowrun erinnert. Was eine gute Sache ist. Ich mag mein Shadowrun. <3


    Das wollte ich jetzt erst mal loswerden. *durchatmet*


    Sooooooo...


    Also erst einmal: Ich hatte trotz der Tatsache, dass ich die andere Geschichte nicht gelesen hatte, an sich erst einmal keine Probleme, diese Story zu verstehen. Einzig eine Sache habe ich erst nach einer Weile - bzw. halt erst, als es explizit gesagt wurde - verstanden: Die Tatsache, dass CYPRESS ein Computership in Lex' Hirn ist.


    Ich gebe allerdings zu, dass ich mich dahingehend auch ein wenig gefragt habe, wie sie irgendwie die Gedanken von Lex mitzubekommen scheint, aber gleichzeitig nicht genau einschätzen kann wie dumm/intelligent Lex denn nun genau ist. Aber vielleicht habe ich da auch etwas über die Eigenschaften CYPRESS verstanden.


    Wozu ich dir gratulieren muss, ist die Erzählstimme von Lex. Ich habe sofort eine junge Frau vor Augen gehabt - also da hast du irgendetwas richtig gemacht :P Ich könnte nicht mal den Finger drauf legen, was es war. Aber ja, Lex klingt definitiv weiblich. :)


    Ähm, ja, was kann ich noch sagen?


    Ich fand Lex selbst auf jeden Fall sehr sympathisch und es hat mir durchaus Spaß gemacht, ihre Gedanken zu den ganzen Sachen zu lesen. Einzig eine Sache habe ich mir gewünscht: An ein paar Stellen noch ein mehr Beschreibungen der Gegend. Speziell im inneren der Villa, da hier der Kampf stattfand und es IMHO geholfen hätte, sich das ganze vorzustellen.


    Interessant fand ich die Geschichte um Lenmana herum und wie ihre Kräfte zustande kamen, bzw. zumindest was deren Hintergrund angeht. Ich fand es gut, die Geschichte mit den Krankheiten und dem zumindest teilweise unbeabsichtigten Genozid einzubringen. Hurray for that.


    Ich konnte mir außerdem richtig gut vorstellen, wie Lex sowohl im Kampf, als auch beim Laufen, ihre Cybergliedmaßen eingesetzt hat. Auch das fand ich cool.


    Ähm. Ja.


    Ich glaube, das ist soweit alles, was mir inhaltlich einfällt.


    Fehler in Richtung Tippfehler oder Rechtschreibfehler habe ich übrigens nicht gefunden, was ich ebenfalls toll fand. Einzig eine Sache ist mir aufgefallen... Doch dazu, wie auch zu ein oder zwei anderen Sachen, in den Zitaten :3






    Links ragte eine kleine Felswand in die Höhe.

    Ich weiß, was du hier meinst, allerdings hat mich hier beim Lesen die Formulierung doch etwas stutzen.
    Der Grund ist, dass ich bei "klein" an etwas denke, dass vielleicht gerade Menschengroß ist. Ich glaube aber nicht, dass eine Felswand so klein ist. Dazu kommt, dass ich als Klein etwas in seiner Gesamtheit (also inklusive Länge) verstehe.


    Entsprechend würde ich hier "klein" wohl eher durch "niedrig" ersetzen. Vielleicht sogar eher durch "relativ niedrig", um halt zu betonen, dass es für eine Felswand in den USA eine niedrige ist - nicht aber etwas gesamt niedriges. :P


    Blendende Voraussichten

    Voraussichten? Nicht eher Aussichten?


    Indianerin

    Ich gebe offen zu, dieses Wort hat mich gestört. Es gilt halt als, sagen wir es mal so, rassistisch angehaucht und hat halt einen unangenehmen Beigeschmack. Nicht nur das. Die meisten Amerikaner nutzen es nicht wirklich (also sagen wir es mal so, unter all den Amerikanern, die ich kenne, käme nie wer auf die Idee, einen Native American als Indian zu bezeichnen. Es wird eben immer "Native American", einfach nur "Native" oder der Name des Stammes genutzt), weshalb es auch seltsam klingt, dass Lex, die ja offenbar Amerikanerin ist, es nutzt. ^^" Zumal es gefühlt häufiger genutzt wurde, als der Name "Lenmana".




    Sie zögerte. Aber nur kurz.

    Hier hätte ich dann doch ein Komma statt einem Punkt gesetzt. ^^"



    Cyborg-Gliedmaßen

    Ich gebe offen zu, die Bezeichnung hat mich etwas stutzen lassen, auch wenn ich nicht weiß, ob sie im deutschen vielleicht üblicher ist. In den Büchern, die ich gelesen habe (viele davon aber englisch oder aus dem englischen übersetzt) lese ich allerdings immer Cybergliedmaßen/Cyber-Gliedmaßen.


    Dachte, ich merke das mal an. :P


    Der Aufprall presste sämtliche Luft aus meinen Lungen

    Hat sie mehrere Lungen?
    Die meisten Leute haben zwei Lungenflügel, aber beide gehören zu einer Lunge. ;)




    Und dann kommen wir zu meinem Steckenpferd...


    Ja, wer andere Kommentare von mir gelesen hat, weiß was jetzt kommt: Zeilenumbrüche! (Tadaaa~)


    *räusper*


    Ähm. Ja. Das war nämlich die eine Sache, die mich in den Beschreibungstexten am meisten rausgerissen hat. ^^" (Wieso bin ich die einzige Person, die darauf achtet?!)


    Ich habe ein paar Zitate dazu, allerdings nicht alle Stellen. Nur ein paar, bei denen mich der Mangel an Zeilenumbruch sehr gestört hat.


    Ein paar Schritte später hielt ich an und suchte meine Umgebung nach versteckten Gefahren ab. [Wechsel von einer Beschreibung von dem was Lex tut, zu einer allgemeinen Feststellung.] Es war beinahe totenstill.

    Ich gebe offen zu, dass finde ich hier nicht ganz so schlimm. Es war nur das erste Mal, wo ich pausiert habe.


    Zu beiden Seiten ragten hohe Hecken auf. [Wechsel von Beschreibung zu Feststellung. Da es aber dasselbe Thema ist, kann man hier auch den Umbruch lassen.] Wer auch immer da oben wohnte, er wollte nicht beobachtet werden. [Hier muss der Umbruch aber definitiv hin. Allein auch, da das ganze minimal zeitlich versetzt ist.] Die dünne Sandschicht knirschte unter meinen Turnschuhen.

    und ich konzentrierte mich. [Wechsel von Lex' Handlung zu Lenmanas.] Dunkle Augen blickten mich aus einem Gesicht mit beeindruckenden Wangenknochen und einem breiten Mund an.

    Man gelangte direkt in ein sehr geräumiges Wohnzimmer, das mit hellen Möbeln bestückt war. [Handlung zur Beschreibung] Ein gigantischer Fernseher hing an der hinteren Wand. [Beschreibung zur Handlung] Die junge Frau klatschte in die Hände, und die Deckenbeleuchtung sprang an. [Handlung zu Beschreibung] Warmes, gelbes Licht flutete den Raum. Ich sah, dass eine Wand komplett durch Glas ersetzt worden war, sodass man nach draußen auf den Pazifik sehen konnte. Ich schätzte, dass sogar der Teppich, auf dem die Sofas standen, mehr kostete als ich im Jahr verdiente. Das ganze Ensemble schrie förmlich nach Luxus.


    Wie gesagt, das waren nur ein paar Stellen. Aber fast in jedem Beschreibungsabschnitt fehlten irgendwo Zeilenumbrüche und teilweise hat es mich wirklich rausgerissen, da es eben auch eigentlich einen Einfluss auf das Lesetempo gibt und es dann im Kopf nicht richtig klang. ^^"


    Und ja, was halt auffällt, wenn man die Zeilenumbrüche richtig setzt, das ist mir jetzt erst aufgefallen, ist, dass es kaum Absätze gibt, die über mehr als drei Zeilen gehen, viele sind sogar nur eine Zeile lang, weil du eben sehr zwischen Beschreibung, Charakter, Beschreibung springst, wobei allerdings gerade die Beschreibungen eben doch etwas zu kurz kommen. Jedenfalls meiner Meinung nach. ^^" Wie gesagt: Ich hätte die Umgebungen und wahrscheinlich auch die Charaktere ein wenig ausführlicher Beschrieben.



    So.


    Das war's aber von mir.


    Ich hoffe, der Kommentar war hilfreich. :3



    Wobei.



    Moment.



    Eine Sache wollte ich noch loswerden: Ich fände es praktisch, wenn du im Startposts die Links mal Updatest und vielleicht auch noch hinzufügst, welche Geschichten zusammen gehören :P Genau. Das wollte ich noch sagen.


    So, jetzt aber!

  • Ahoy, mein Cptn!


    Ich möchte dir mal einen kleinen Kommentar zu "Air Witch Project" dalassen - das hat mich von Titel her einfach am Neugierigsten gemacht, zumal es ja in deiner eigenen Welt steht!




    Sou, interessante kleine Geschichte. Überhaupt ist es eine verdammt gute Idee, das eigene Universum durch One-Shots zu erweitern - manchmal bildet man es dadurch auch erst und baut es aus! Ein sehr schönes Werk mit sprachlich guter Ausführung jedenfalls, mach weiter so!


    Lg,


    ~ Deine Sheo

  • Ahoy, Mateys. Eigentlich wollte ich schon vor Ewigkeiten die Geschichte um Rick raushauen, aber irgendwie ist immer wieder was dazwischen gekommen, und jetzt ist bald Weihnachten, weswegen ich eher in Stimmung für einen neuen Daniel bin - für diejenigen, die Daniel und Anna kennen, dürfte der Name ja nicht neu sein. Jedenfalls widme ich mich an dieser Stelle den Zitaten aus den letzten Kommentaren und dem "Erfahrungsbericht" für Punch Intended.


    Los geht's.

    Meine persönliche Vorliebe am ausführlichen Beschreiben von Umgebungen lässt mich zwar manches Mal denken, dass man die ein oder andere Stelle noch etwas deutlicher — gerade in puncto Umgebung — hätte beschreiben können, andererseits schreibst du aus der Ich-Perspektive und wenn Lex es nicht für nötig hält irgendwas genauer darzustellen, dann … nun ja, hält sie es nicht für nötig. Da kann ich ja auch kaum was dagegen sagen.

    Ne, ist völlig richtig so, da muss ich nochmal ran, hatte ich auch schon lange mal vor. Werde ich über die Ferien mal erledigen. Lex on the Run ist eine der wenigen Stories, die ich ohne Generalüberholung hier gepostet habe, da merkt man schon an einigen Stellen, dass da was fehlt.

    Vor allem, ganz allein? Ist ja auch irgendwie komisch, aber ich kenne mich nicht aus mit Leuten, die übernatürliche Kräfte besitzen.

    Ich leider auch nicht, aber irgendwie scheint es auch bei vielen Vampirgeschichten und Unsterblichen so zu sein, dass die alle früher oder später reich werden. Ich meine - wenn man so viel Zeit hat, bleibt ja die eine oder andere Expertise nicht aus. Im Hinterkopf hatte ich Lenmana als Profi-Brokerin notiert, soll heißen, die weiß alles über Aktien, den Geldmarkt, Anlagen und so weiter. Allgemein ist die Gute wohl der komplizierteste Charakter, den ich im Lebensmalerei-Universum etablieren will, weil es so viele unglaublich exotische Dinge an ihr gibt, die man sich nur schwer vorstellen kann. Dazu kommt, dass sie beispielsweise in der Nacht nahezu unbesiegbar ist. Die Sonne ist ihr Kryptonit.

    Schön find ich’s ja immer, wie du die Parkour-Tricks — sagt man das so?

    Ja, kann man so sagen :)  

    (Interessant, dass sie im Nachhinein sagt, sie konnte nichts dafür tun. Also wusste die AI nichts von ihrer eigenen Programmierung? Oder ist die Programmierung bewusst von CYPRESS in diesem Punkt nicht steuerbar? Mann, ich bin so wahnsinnig neugierig, sorry.)

    Also, es gibt ein paar Protokolle, die eher "passiv" wirken und weder aktiviert noch deaktiviert werden können. Ein paar dienen zum Schutz, ein paar zum Angriff, und weder CYPRESS noch Lex können etwas gegen die tun. Das heißt, wenn etwas passiert, das eines dieser Protokolle triggert, dann zieht der Chip das durch.

    (Der Sprung durch die Glasscheibe war irgendwie so „Mirror’s Edge“ — gefiel mir.)

    Mirror's Edge war einer der drei Faktoren, die Lex am meisten beeinflusst haben. Ich glaube, das ist passiert, als ich darüber nachdachte, wie man einen Superhelden "balancen" kann. Wenn ein Charakter zu stark ist, macht man sich keine Sorgen um ihn, soll heißen, es kommt keine Spannung auf. Dass Lex eine Parkourheldin sein sollte, stand bereits 2015 fest, danach kam eben Feinschliff. CYPRESS' kleine Markierungen auf Lex' Netzhaut sind eine Hommage an die Runner-Vision, die man im Spiel sieht. Nur ist Lex' Farbe blau, nicht rot.

    Aber Lex hat am Ende ja einen Rick erwähnt, wenn der helfen könnte, wäre das sicher praktisch!

    Der kommt noch, versprochen.

    aber gleichzeitig nicht genau einschätzen kann wie dumm/intelligent Lex denn nun genau ist.

    Also, Lex ist wirklich nicht dumm, nur sehr ungebildet. Eher liegt es an CYPRESS' Humor, dass sie Lex ewig verarscht. Ich finde das Konzept der Butler-Lord-Beziehung irre spannend, und ich wollte mit CYPRESS eine Helferin anbringen, die zwar hilft, aber gleichzeitig ständig die intellektuelle Grenze ihrer "Lady" infrage stellt.

    Wozu ich dir gratulieren muss, ist die Erzählstimme von Lex. Ich habe sofort eine junge Frau vor Augen gehabt - also da hast du irgendetwas richtig gemacht Ich könnte nicht mal den Finger drauf legen, was es war. Aber ja, Lex klingt definitiv weiblich.

    Ich weiß auch nicht, woran es liegt, aber irgendwie fühlt Lex sich von allen Charakteren am besten zu schreiben an.

    An ein paar Stellen noch ein mehr Beschreibungen der Gegend

    Jop, wird gemacht.

    (also sagen wir es mal so, unter all den Amerikanern, die ich kenne, käme nie wer auf die Idee, einen Native American als Indian zu bezeichnen. Es wird eben immer "Native American", einfach nur "Native" oder der Name des Stammes genutzt

    Ich glaube, die haben gleichzeitig das Problem, dass "Indians" ja auch Inder sind, und weichen deswegen oft aus. Hatte aber sowieso vor, die ganze Reihe auch zu übersetzen, und werde das dann berücksichtigen.

    Ich gebe offen zu, die Bezeichnung hat mich etwas stutzen lassen, auch wenn ich nicht weiß, ob sie im deutschen vielleicht üblicher ist. In den Büchern, die ich gelesen habe (viele davon aber englisch oder aus dem englischen übersetzt) lese ich allerdings immer Cybergliedmaßen/Cyber-Gliedmaßen.

    Da hab ich mal nachgeschaut, und um ehrlich zu sein weiß ich auch noch nicht, was genau das eigentlich sind. Bionik bezeichnet die Imitation von Natur, Kybernetik bezeichnet Steuerung von Technik und lebenden Organismen. Lex' Prothesen sind dabei aber beides - sowohl soll mit ihnen das imitiert werden, was Lex einst verloren hat, andererseits sind die Steuermechanismen im Inneren digital. ich habe mich in Band drei, den ich gerade schreibe, auf die Bezeichnung "bionisch" verlegt, weil das Motiv der Imitation, des infrage gestellten Menschsein, und dem "was bin ich eigentlich" aus Ghost in the shell, dort immer wichtiger wird.

    Eine Sache wollte ich noch loswerden: Ich fände es praktisch, wenn du im Startposts die Links mal Updatest und vielleicht auch noch hinzufügst, welche Geschichten zusammen gehören Genau. Das wollte ich noch sagen.

    Wird gemacht!

    Das erinnert mich an Robert Langdons Mickey Mouse-Uhr. War Dan Brown da Inspiration für dich oder ist das Zufall?

    Das war Absicht. Frances ist quasi eine laufende Bücherei, wenn man so will, und wenn man aufpasst, findet man auch in "Punch Intended" und den Folgeromanen immer wieder kleine Anspielungen auf Literatur in Frances' Umgebung.

    Jedenfalls wenn man vom deutschen Wortgeschlecht ausgeht.

    Hatte da irgendwie "Küstenpfad" im Kopf :P  

    Ich persönlich find aber, dass die gute ein wenig zu schnell über die Sache mit der Magie hinwegkommt.

    Das ist auch richtig, werde ich bei der Überholung mal ändern. Problem ist nur, dass ich dieses "oh mein gott das kann ich gar nicht glauben" aus den Filmen so furchtbar klischeehaft finde, dass ich auf jeden Fall was anderes machen wollte. Zudem hat Lex ja schon einiges gesehen, aber vielleicht fällt mir ja echt eine bessere Lösung ein.

    Ohje ohje, Mädchen :(( Das wäre mein erster Gedanke gewesen ... die Kleine ist etwas naiv, oder? xD'

    Die hat den Kopf in den Wolken, ja.


    So, danke an alle Kommentare, ich finde es wirklich motivierend, dass auch die Shorts so gut ankommen. Wenn alles nach Plan läuft, werde ich bis Weihnachten ein kleines Special schreiben, das aber wie versprochen mit einem männlichen Protagonisten startet. Danach kommen dann die Story um Rick und eine zweite für Lenmana. Wie gut das klappt, weiß ich noch nicht, aber ich hoffe mal das beste.


    Hier nun ein kleiner Bericht zur Veröffentlichung von Alexis Clark - Punch Intended.
    An dieser Stelle folgt zunächst mal eine kleine Schleichwerbung für die Schneeflockenmethode, aber danach geht es auch direkt mit der Materie los.
    Ein Guide ist das hier nicht. Es ist ein kleiner Erfahrungsbericht, damit ihr euch anhand dessen auf das einstellen könnt, was euch erwartet, wenn ihr einen Roman veröffentlichen wollt.


    Als Prämisse: Einige von euch kennen meine Kurzgeschichten aus dem „Lebensmalerei“-Universum, und ich bin gerade dabei, um eine der Figuren eine Romanserie zu schreiben. Der erste davon ist im letzten Frühjahr fertig geworden, und das Erste, was ich getan habe, war, ein Exposé zusammen zu stellen, und dieses Exposé an eine Bandbreite von Verlagen zu schicken, in der Hoffnung, ein geeignetes Lektorat zu finden. Die Wartezeit dauert für gewöhnlich etwa vier Monate, weil Verlage generell überarbeitet sind. Von 14 Verlagen haben sich letztendlich nur 5 gemeldet, die allesamt keinen Platz in ihrem Programm hatten, also dachte ich mir: Okay, dann machst du das eben erst mal auf eine andere Weise.


    Und zwar scheint es heutzutage eher für Neuautoren einen anderen Weg zu geben: das e-Book. Zunächst muss man seinen Roman dafür natürlich schreiben, aber sobald das getan ist, kann man sich eine Plattform aussuchen. Die neobooks-Plattform vom Knaur-Verlag, zum Beispiel, oder TWENTYSIX, die mir vom CBT-Verlag vorgeschlagen wurde.
    Ich habe mich am Ende für Twentysix entschieden, vor allem, weil es dort viele Vorteile gibt – zum Beispiel die Chance darauf, dass einer der Lektoren der Random-House-Verlagsgruppe auf das Werk aufmerksam wird. Bei neobooks besteht diese Chance natürlich auch, nur hat Random-House wesentlich mehr Verlage unter seinem Schirm, ergo mehr Lektoren, die potenziell aufmerksam werden können.
    Bei Twentysix nun muss man zunächst einen Account anlegen, dann die Bestätigungs-Mail aufrufen, aber insgesamt ist dieser Vorgang nicht komplexer als eine Anmeldung in einem x-beliebigen Online-Forum. Anschließend kann man zwischen mehreren „Paketen“ wählen. Entweder entscheidet man sich NUR für die e-book-Publikation (0 Euro), oder man nimmt ein paar Extras dazu, 2 gebundene Ausgaben, zum Beispiel, aber das war für mich nicht relevant.


    Eigentlich könnte ich es nun dabei belassen, denn eine Konvertierung ins e-pub-Format ist nicht einmal notwendig, da man das gesamte Buch einfach in einen dafür vorgesehenen Editor kopieren kann. Achtung: Besondere Formatierungen sind hierbei ebenfalls nicht nötig, da kapitelweise kopiert wird, soll heißen, ihr legt im Editor ein Kapitel an, dann müsst ihr das Kapitel mit STRG-C und V dort einfügen, und dann legt ihr das nächste Kapitel an. Das ist furchtbar aufwändig, aber nicht anders machbar – zumindest hat der Editor meine Formatierung komplett zerschossen, als ich versuchte, das Originaldokument dort als Ganzes einzufügen. Kann sein, dass es auch nur an OpenOffice lag, mit dem ich immer schreibe.


    Wie auch immer, wenn das Buch fertig kopiert ist, kommen die Randdaten. Soll heißen: Klappentext, kurze Autorenbeschreibung, Titel, Untertitel, Preis. Hier kann man von 0,99 Euro aus hochgehen, wobei der Normpreis für das e-book eines Neuautors momentan bei 2,99 zu liegen scheint. Dabei kann man auch einen Aktionspreis angeben, 1,99, zum Beispiel, der dann, sagen wir: 4 Wochen lang gültig ist, bis das Buch am Ende seinen vollen Preis erhält.


    Jetzt ist Alexis Clark – Punch Intended bereits seit einigen Wochen im Verkauf, und ich kriege hin und wieder Nachrichten von Freunden (ein paar davon waren sogar Testleser) und Bekannten (unter ihnen ein Deutschlehrer, der Alexis vielleicht sogar im Unterricht anbringen will, holy crap), die den Roman natürlich zuerst gekauft haben. Ein paar Freundschaftsanfragen+“Fanpost“ auf Facebook waren auch schon dabei, und, was soll ich sagen, die Erfahrung ist super. Klar, es dauert immer eine Weile, bis Mund-zu-Mund-Propaganda funktioniert, aber ich hab natürlich nicht wirklich dieselben Mittel wie Verlage, was Werbung angeht.


    Darum zum Schluss ein kleiner Hinweis: Sollte einer von euch Interesse an einem Abenteuerroman haben, der den Grundstein für eine neue Superheldin legt, dann zögert nicht, euch mal die Leseproben anzuschauen. Und, wer weiß, vielleicht entscheidet sich ja einer von euch zum Kauf. Mich würde es jedenfalls ganz enorm freuen.


    Bis zum nächsten Mal,


    #shiprekt

  • Kleine Baustelle. Werde das Format innerhalb der nächsten Tage aufarbeiten, damit es vom Design her so aussieht wie alle anderen. Ist gerade alles ein wenig hektisch. Will aber jetzt jeden Tag bis Weihnachten einen Post hier haben, damit das am Ende 5 Geschichten sind. Muss viel editieren.


    Weihnachts-Fünfteiler Part 1: Daniel


    Tagebuch des Jägers, 19. Dezember 2011.
    Schnee fällt. Er überdeckt eine hässliche Welt und gaukelt ihr vor, jeder Mensch hätte nur noch Licht und Liebe im Sinn. Alles Lügen. Ich weiß es besser. Hätte es früher besser wissen müssen. Anna und Mom wären vielleicht noch am Leben. Innen drin sind wir alle nur Raubtiere. Wölfe, die sich mit dem Schafspelz der Menschlichkeit tarnen, um ein friedliches Zusammenleben mit anderen verkleideten Wölfen zu führen.
    Habe die Karte mitgenommen. Die Karte des Mädchens. Weiß nicht, wer sie ist. Recherche erfolglos. Vier Kontaktpersonen konnten auch nichts sagen.
    Telefonnummer hat funktioniert. Werde das Mädchen nachher treffen. Natürlich in Gesellschaft von Anna. Gehe nirgends ohne Anna hin. Feindseligkeit des Mädchens unwahrscheinlich, aber ich gehe kein Risiko ein. Risiko führt zum Tod. Tod kann ich nicht brauchen. Nicht, solange es noch so viele Menschen gibt, die dringend Vergeltung schmecken müssen.
    Mädchen hat sich am Telefon Lex genannt. Kurzform von Alexandra? Alexia? Alexis? Unwissen fühlt sich an wie ein loser Zahn. Hätte energischer nachforschen müssen.
    Dumm. Faul.
    Ich muss mich konzentrieren. Sie sagte, wir wären gar nicht so verschieden.
    Hoffentlich war das ein schlechter Witz.

    -Daniel Sherman


    Ich versuchte, diese Mischung aus Unwohlsein und Paranoia zu verdrängen, während ich über verschneite Straßen fuhr. Ringsum erstreckte sich das Bergland von Idaho. Auf der rechten Seite führte eine schroffe Felswand steil nach oben, links fiel sie ab und gab den Blick auf nahezu endlose Wälder frei. Normalerweise waren die Gipfel grün, jetzt waren sie rosafarben. Die Abendsonne färbte den Schnee und ließ ihn aussehen wie verdünntes Blut.
    Meine Reise hatte lange gedauert. Raus aus New York, quer durch mehrere Staaten, einer größer und leerer als der nächste, rein nach Idaho, immer dem GPS nach. Warum Lex mich ausgerechnet so weit hier draußen sehen wollte, wusste ich nicht, aber wenn sie mich hätte töten wollen, wäre der Friedhof ein ebenso leichter wie ironischer Ort gewesen.
    Paranoia. Schon wieder.
    Was wusste ich über sie? Vor ein paar Monaten hatte ich den ersten Anruf bekommen. Sie hatte die Nummer unterdrückt, darum war ich nie dahinter gekommen, wer mich anrief oder von wo aus sie mich anrief. Lex hatte mir Ziele gegeben, die ich abgeschossen hatte – jeder Schuss vernichtete eine Ladung Drogen, Waffen, oder sonstigen Müll, der sonst die Straßen New Yorks vergiftet hätte.
    Anfangs hatte ich mich noch gefragt, woher sie ihre Informationen bekam, aber irgendwann war mir nur noch das Ergebnis wichtig gewesen. Ich hatte Gutes getan. Eine Arbeit, die eigentlich die Cops erledigen sollten und es nicht konnten. Es hatte keine Rolle gespielt, wer mir die Infos gab. Einige Male hatte ich zwar das Gefühl gehabt, meine Seele an den Teufel verkauft zu haben und irgendwann den Preis zu zahlen, aber dann waren die Wochen ins Land gegangen, ohne dass Lex je irgendwas von mir verlangt hatte, und ich hatte mich mit unserer Partnerarbeit abgefunden.
    Bis jetzt. Jetzt forderte sie den Preis für ihre Informationen, nahm ich an. Es mochte leichtsinnig scheinen, dass ich wie ein folgsames Hündchen genau dahin fuhr, wo sie mich haben wollte, doch wie ich bereits sagte, glaubte ich nicht daran, dass sie mich umbringen wollte.
    Außerdem hätte ich eh keine Wahl. Wenn das Mädchen so gut war, dass sie Drogenlieferungen und Waffenimporte infiltrieren konnte, dann würde sie auch mich finden, sollte ich entscheiden, einen Alleingang zu machen und sie hängen zu lassen.
    Mein Handy klingelte. Ich langte herüber auf den Beifahrersitz, wo es lag, nahm den Anruf an, ging ein bisschen vom Gas, und sagte knapp: „Ja?“
    „Danny? Bist du das?“
    „Mein Name ist Daniel.“
    „Ich weiß, aber Danny hört sich lockerer an. Du bist zu verklemmt. Hör mal, ich will wissen, wo du bist.“
    „Etwa vier Kilometer vor der Adresse, die du mir gesagt hast“, antwortete ich mit hochgezogenen Brauen. Die Frage kam mir merkwürdig vor.
    „Cool.“
    „Warum rufst du an?“
    „Wollte deine Stimme hören. Und sicherstellen, dass dich keiner verfolgt hat. Du passt doch auf, oder?“ Sie klang streng, aber ich ahnte, dass das nur eines ihrer Spielchen war.
    „Natürlich passe ich auf. Ich bin kein Anfänger.“
    „Freut mich. Ich will nämlich keinen ungebetenen Besuch. Dann bis gleich“, sagte sie, und legte auf.
    Ich warf einen prüfenden Blick in den Rückspiegel. Tatsächlich war ich auf den letzten paar Kilometern ein bisschen nachlässig geworden, weil es hier ein paar Abzweigungen gab, auf die man aufpassen musste. Ich war noch nie in Idaho gewesen, da war es wohl verständlich, dass ich dem GPS mehr Aufmerksamkeit schenkte als ich es zum Beispiel in New York oder Washington tun würde.
    Hinter mir war aber abgesehen von einem silbernen SUV nichts zu sehen.
    Ich stutzte.
    Wie lange war der Wagen schon hinter mir gewesen? Ich hatte irgendwie das Gefühl, ihn schon vor zwei Stunden am Rand des Rückspiegels gesehen zu haben, aber ich konnte mich nicht recht erinnern. Es war wie ein silbriges Gespenst, nicht wirklich da aber definitiv auch nicht zu ignorieren.
    Wurde ich tatsächlich verfolgt?
    Ich fuhr weiter durch die eingeschneite Welt um mich herum. Die Sonne stand bereits tief und würde bald hinter dem Horizont versinken. Die Straße wurde immer kurviger, weil sie sich nun an einen der Berge schmiegte, und in ein paar Kilometern würde es hinauf in Richtung Gipfel gehen. Jedenfalls glaubte ich das. Ich hatte keine Ahnung, was mich hier erwartete.
    Als ich ein paar Minuten später nochmal einen Blick in den Rückspiegel warf, war der SUV hinter mir ein ganzes Stück näher gekommen. Abgesehen von den beiden Autos war die Straße vereinsamt. Es war eine Straße, die vermutlich nicht oft befahren wurde.
    Keine Zeugen. Alles geplant.
    Weiter konnte ich nicht darüber nachdenken, denn der SUV setzte zu einem Überholmanöver an. Ich schaltete blitzschnell, bremste, und ließ mich zurückfallen. Der SUV brauste vorbei, und falls er vorgehabt hatte, mich irgendwie abzudrängen, so hatte ich das nun verhindert.
    Im selben Moment merkte ich, dass ich vermutlich einen Fehler gemacht hatte. Lex war vor mir, nicht hinter mir, und um zu ihr zu gelangen, musste ich jetzt an dem SUV vorbei.
    Anna war im Kofferraum. Wenn ich mir den Weg frei schießen musste, sollte es wohl so sein.
    Ich trat auf die Bremse.
    Hatte nur die eine Chance.
    Mit hastigen Bewegungen löste ich den Sicherheitsgurt, riss die Tür auf, sprang aus dem Wagen, und rannte nach hinten zum Kofferraum. Ich öffnete ihn. Und dort lag er, Annas Sarg, ein schwarz glänzender Koffer mit einem vierstelligen Zahlenschloss. Meine Finger schlossen sich um den Griff. Ich zog. Ich rannte weg vom Auto, und als ich in Richtung des SUV's blickte, erhaschte ich einen ersten Blick auf meinen Gegner.
    Es war ein Mann. Hoch gewachsen, breit gebaut, mit einem schwarzen Bart und ebenso schwarzen Haaren, in denen es hier und da silbern schimmerte. Die Narbe, die sich von seiner Schläfe aus bis runter auf die rechte Wange zog, verriet mir, dass der Kerl ein Kämpfer war. Sein Blick war hart, unnachgiebig, emotionslos. Ich wusste, dass dieser Gegner mich töten würde, wenn ich nichts unternahm.
    Er war aus dem Wagen gestiegen und rannte auf mich zu. Ich ging in Kampfposition und versuchte, mich zu schützen. Einer inneren Eingebung nach riss ich den Sarg hoch. Die Faust des Mannes traf den metallenen Deckel, es knallte laut, und ich holte wieder aus. Meine nächsten zwei Schläge wurden weggewischt wie die Hiebe eines Kindes. Dann traf mich ein Schlag an der Schläfe, und ich sah Sterne vor meinen Augen tanzen.
    Es dauerte nur ein paar Momente, bis mir klar wurde, dass ich im Nahkampf keine Chance hatte. Die wenigen Treffer, die ich landen konnte, wurden von der Polsterung in der Kleidung des Mannes aufgesaugt. Er trug eine Tarnmusterhose, dicke Stiefel, ein schwarzes Shirt mit kurzen Ärmeln, und darüber eine Weste, auf die mindestens ein Dutzend kleiner Taschen genäht waren.
    Ich zögerte nicht länger. Ohne weiter nachzudenken hechtete ich nach links, ließ die Straße hinter mir und kullerte einen kleinen Abhang herab. Unten angekommen sprang ich wieder hoch, griff nach Annas Sarg, und ging hinter einem der großen Bäume in Deckung. Mein Atem ging stoßweise, ich wusste, dass ich nicht viel Zeit hatte, und so verhaspelte ich mich mehrmals, als ich den Sarg öffnen wollte.
    Endlich gelang es. Da lag sie, Anna, zerlegt in ihre Einzelteile, nur darauf wartend, wieder zusammengebaut zu werden.
    Es war Routine. Meine Hände schraubten Annas Lauf beinahe von allein wieder zusammen. Danach kam das Zielfernrohr, das Stativ, und innerhalb kürzester Zeit war sie einsatzbereit.
    Der richtige Name dieses Prototypen war M-X-21, eine Reihe aus nichts sagenden Zahlen und Buchstaben. Die Waffe war für optimale Leichtigkeit und maximale Schusskraft konzipiert. Ich aber nannte sie Anna, in Gedenken an einen Menschen, der diese Welt viel, viel zu früh verlassen musste.
    Ich könnte, wenn ich genug Distanz zwischen mich und den Kerl brachte, einen Kopfschuss versuchen.
    Nein. Nie im Leben. Er würde mir auf keinen Fall die Zeit geben, die ich brauchte.
    Ich stand für einige Momente noch dort, spürte den Stamm an meinem Rücken, atmete tief durch, und verließ meine Deckung mit zwei schnellen Schritten. Mein Plan war verzweifelt, quasi Selbstmord, aber in meiner Situation ging es nicht anders. Es war eine Situation, in die ein Scharfschütze sich niemals befinden wollte.
    Noch während ich meine Deckung verließ, hob ich Annas Visier vor mein Auge, schwenkte den Lauf herum, und zielte.
    Zuerst sah ich nur weiß. Schnee. Dann einen Ast, der am Visier vorbei zog. Die Leitplanke der Straße weiter oben folgte. Und dann sah ich den Mann. Er stand oben auf der Straße, und mittlerweile hatte er sich ebenfalls bewaffnet. In seinen Händen hielt er silberne Pistolen, die seltsam dünn aussahen.
    Und er sah mich ebenfalls.
    Mein Finger krümmte sich.
    Ich schoss.
    Der Rückstoß ließ meine Arme erzittern.
    Die erste Kugel aus Annas Lauf zerfetzte den gesamten Motorblock des SUV's, vor dem der Mann eben noch gestanden hatte, aber mein Gegner hatte sich in Sicherheit gebracht, vermutlich war er im letzten Moment gesprungen.
    Ich durfte nicht nachlassen, sonst würde er die Zeit nutzen, um einen Gegenangriff zu starten. Also schoss ich erneut, erwischte wieder das Auto, und sah dabei zu, wie die Beifahrertür in tausend Stücke gerissen wurde.
    Zwei Schüsse. Immerhin mehr als ich mir vorher zugetraut hatte.
    Im nächsten Moment stand mein Gegner vor mir.
    Die Läufe der Pistolen berührten fast meine Stirn.
    Ich schloss die Augen und hörte nur noch meinen Atem, der übermäßig laut klang.
    „Okay“, sagte ich, „bringen Sie es hinter sich.“
    Aber der Schuss kam nicht.
    „Zufrieden?“, knurrte der Mann.
    „Klaro“, antwortete ein Mädchen von irgendwoher, und ich riss die Augen wieder auf, denn ich kannte diese Stimme.
    „Du“, entfuhr es mir.
    Es war Lex. Die Japanerin. Das Mädchen, das mich hier hergelockt hat. Sie stand neben dem bärtigen Mann, hatte die Hände in die Hüften gestemmt, und sah mich aus ihren unheimlichen Augen an.
    „Ich“, erwiderte sie.
    „Du willst mich also doch umbringen.“
    „Warum denken das immer alle? Ich wollte dich nur testen, Alter.“
    Zuerst spürte ich Unglauben. Dann Wut. Und dann verpuffte die Wut und machte irgendeinem anderen Gefühl Platz. Etwas drückte in meinem Hals.
    „Testen.“
    Yeah. Also, Test bestanden. Du bist schnell im Kopf, Danny. Hast meinen Dad ganz schön auf Trab gehalten.“
    „Deinen Dad.“
    Wir drei starrten uns ein paar Momente lang an, dann zeigte Lex auf das qualmende Wrack hinter ihr. „Übrigens musst du uns jetzt mitnehmen. Du hast den Mietwagen zerlegt.“
    „Natürlich. Steigt ein.“
    „Du solltest dir angewöhnen, eine Handfeuerwaffe bei dir zu tragen“, sagte Lex' Vater, als er an mir vorbeiging. „Für den Nahkampf.“
    „Werde ich.“
    Er nickte mir knapp zu und stieg ein.
    Nach ihm kam Lex. Sie sah mich an und schlug mir sacht mir der Faust gegen die Brust. „Ich find's cool, dass du bei uns mitmachst.“
    „Du hast mir noch immer nicht gesagt, was mich hier eigentlich erwartet.“
    „Wenn ich dir das sage, würdest du mir eh nicht glauben. Also zeige ich es dir.“
    „Du zeigst es mir?“, fragte ich erstaunt.
    Yeah.“
    „Wann? Jetzt?“
    „Nö. Jetzt wird gefeiert. Los, komm schon!“ Sie stieg ebenfalls ein, und ich stand noch einige Momente wie ein Vollidiot im Schnee.
    Endlich stieg ich mit zu diesem verrückten Duo in den Wagen.
    Wo war ich da nur hinein geraten?

  • Hallo shiprekt! (:


    Hab mich ja schon drauf gefreut, mal wieder etwas von dir hier zu lesen und deshalb stürze ich mich auch gleich auf den nächsten Text — auch wenn er noch eine Baustelle ist.


    Daniel
    Lex hat einen Vater?!
    Okay, das ist irgendwie so die größte Erkenntnis aus dem Text gerade, ich bin bissl sprachlos. Vielleicht hab ich auch einfach nur in den vorherigen Geschichten vergessen, dass ihre Familie erwähnt wurde, aber irgendwie dachte ich, sie wäre eine Waise … ^^“


    Gut, genug Sprachlosigkeit, sonst krieg ich mein Feedback nicht zustande.
    Daniel ist mal so ein ganz anderer Charakter, als die davor. Das find ich spannend, weil man das irgendwie gleich merkt. Er hat eine andere Sicht auf die Welt, beschreibt sie etwas anders — hier gefiel mir die Beschreibung mit dem dünnen Blut sehr, weil das für mich irgendwie seinem Charakter entspricht — und er hat wohl auch andere Ziele. Der Start mit dem Tagebucheintrag hat mir sehr gefallen, da bekam ich schon einen kleinen Einblick in seinen Charakter. Er drückt sich etwas abgehackt aus, gehetzt und dann macht er doch solche Vergleiche mit Raubtieren und Wölfen im Schafspelz. Fand ich ungewöhnlich, weil der Tagebucheintrag danach eher militärisch klang und dann kommt die Beschreibung, dass sich Unwissenheit wie ein loser Zahn anfühlt. Unerwartet aber interessant zu lesen.
    Daniel ist also Jäger — ich schätze mal, das bezieht sich darauf, dass er die Leute jagt, denen Vergeltung zukommen soll? Oder das mit dem Jäger bezieht sich auf seine Selbstjustiz. Wo ich ja immer nicht so genau weiß, was ich davon halten soll, tbh. Einerseits ist es gut, wenn die Verbrecher bestraft werden, aber so abseits des Gesetzes, abseits von der Judikativen ist das doch immer etwas merkwürdig. Also, ja, das Ergebnis mag vielleicht „gut“ sein, aber der Weg dahin ist dann doch nicht rechtens. Verzwickte Sache.
    Jedenfalls hat Daniel losen Kontakt mit Lex. Und lässt sich jetzt von ihr nach Idaho lotsen. Irgendwie hat er keinen Grund ihr zu misstrauen und irgendwie ist das Ganze dann doch merkwürdig. Warum Idaho? Ich mein, das ist von New York ja doch — auch wenn meine geografischen Kenntnisse der USA nicht besonders gut sind — ein Stückchen weit weg. Aber okay, er scheint sich darauf einzulassen.
    Irgendwie war’s bissl vorhersehbar, dass wenn Lex sagt „Pass auf, dass dir keiner folgt“, genau dann(!) ein SUV hinter Daniel fährt. Und mir war dann auch klar, dass da was passieren muss und es geht ja auch dann sehr schnell. Weiß auch nicht, wie du das machst, einerseits war die Action hier etwas vorhersehbar, andererseits fand ich sie auch sehr gut gemacht. Also nicht langweilig sondern wirklich spannend. Möglicherweise weil man Daniel noch nicht kennt und deshalb gar nicht weiß, wie er reagiert.
    Du hast zwar geschrieben, dass er Ziele „abgeschossen“ hat, was darauf schließen lässt, dass er mit einer Waffe umgehen kann. Und irgendwie dachte ich auch kurz an einen Scharfschützen, aber es war dann doch spannend zu sehen, wie er sich in dieser Situation verhalten hat.
    An der Stelle muss ich erstmal sagen, dass ich bei Anna erstmal an einen Menschen dachte, demzufolge bei einem Sarg, an die klassische Größe und trotz der Tatsache, dass du Koffer geschrieben hast, erstmal im Kopf hatte, dass Daniel da mit einem großen Sarg rumhantiert. ^^“ Gut, das Bild hat sich dann wieder aus meinem Kopf verabschiedet, als klar war, dass Anna kein Mensch, sondern eine Waffe war, aber wow, das waren ein paar komische Bilder. Eventuell hätte es mir geholfen, wenn du die Größe des Koffers beschrieben hättest. Vielleicht bin ich aber auch die einzige, die das Bild eines Sarges nicht aus dem Kopf bekam. xD
    Jedenfalls ging dann alles ganz schnell. Der fremde Mann greift an, Daniel wehrt sich eher schlecht als recht, schafft dann etwas Abstand und benutzt Anna gegen seinen Gegner. Oder besser gegen das Auto, weil was anderes trifft er ja nicht. Fand hier übrigens die Beschreibung der beengten Sicht aus dem Zielfernrohr gut gemacht!
    Schließlich steht aber dann doch der Gegner vor ihm und entpuppt sich als Lex’ Vater. Also ich hätte ja nicht erwartet, dass Lex tatsächlich in der Nähe ist, aber das macht das Zusammentreffen nur noch interessanter. Sie möchte Daniel also etwas zeigen … Ist zeitlich etwas schwer einzuordnen, aber in einem der vorherigen Texte in denen es um Lex ging, hast du glaub ich eine Gruppe von Leuten erwähnt. Ob wir jetzt mehr über diese Gruppe erfahren werden?
    Spannend fänd ich’s ja schon, gerade jetzt, wo mit Lex Vater ein neuer Charakter aufgetaucht ist. Obwohl ich mir grad nicht sicher bin … es könnte sich auch einfach um eine Person handeln, die Lex zu ihrem Vater gemacht hat. Zuzutrauen wär’s ihr irgendwie.
    Hört jedenfalls sehr spannend auf und ich bin schon sehr gespannt darauf, was da noch passieren wird!