Pen & Paper Chatabend #4 - Ankündigung

Die Insel der Rüstung erwartet euch!


Alle Informationen zum ersten Teil des Erweiterungspasses "Die Insel der Rüstung" findet ihr bei uns auf Bisafans:

Zu den Rüstungsinsel-Infoseiten | Pokédex | Routendex
  • Zusammenfassung Teil 5

    Nachdem Cylara die grobe Richtung vorgegeben und ein Stück des dichten Gestrüpps durch Naturmagie begehbar gemacht hat, schlug sich die Gruppe weiter nach vorne. Scarlet ( Jacqueline) zerschnitt das Getrüpp mit ihrem Schwert, damit alle unbeschadet hindurch konnten. Die Gruppe kam auf diese allerdings nur sehr langsam voran.


    Tuan ( Gully Van Deckel) sammelte unterdessen ein paar seiner Ansicht nach berauschenden Kräuter und auf Anweisung von Scarlet hin auch etwas vom zerschnetzelten Geäst. Dank seiner Fingerfertigkeit konnte er es weitgehend verhindern, sich dabei an den Dornen zu verletzen.


    Naraya ( Venelia) erwachte inzwischen aus ihrer Bewusstlosigkeit und bemerkte, dass sie auf Pferdinand gesetzt wurde. Die Behandlung ihrer Verletzung durch Goldenar ( Feuerdrache) schien somit doch etwas gebraucht zu haben, denn außer einem leichten Schwindelgefühl war Naraya im Besitz ihrer Kräfte, und auch die Wucherung an ihrem Arm hatte sich zumindest nicht weiter ausgebreitet.


    Der Rest der Gruppe bemerkte das Erwachen ihrer Mitstreiterin allerdings erst, als sie vor einer Schlange warnte, deren Zischen sie als einzige gehört hatte. Tatsächlich versteckte sich nur wenige Meter weiter unter einem Strauch, den Scarlet zerhackte, eine "Danger Noodle". Tuan versuchte sie mit Tiergeflüster zu beruhigen, doch die Schlange schnellte im Affekt auf Scarlet zu, als diese aggressiv herumschrie. Die Rothaarige konnte noch rechtzeitig ausweichen und holte zum Vergeltungsschlag aus, doch auch die Schlange war alles andere als ungeschickt und verschwand schließlich im Gebüsch.


    Trotz des Protestes von Goldenar und Tuan entschloss sich Scarlet, den Weg weiter zu beschreiten und das Geäst im Weg zu zerschneiden, und so gelangte die Gruppe nach ein paar Stunden unter ein dichteres Blätterdach. Nachdem sie noch weiter voran kamen, schienen die Pflanzen am Boden aber irgendwie welk und schwächer zu werden.


    Nur wenig später rührte sich etwas im Boden und drei lebendige Dornenranken schossen hervor. Scarlet und Emilia ( Fenrir Kuroōkami) wurden umschlungen, während Tuan noch rechtzeitig ausweichen konnte. Es entbrannte ein Kampf, bei dem auch vier bösartige Käfer auftauchten.


    Einer von ihnen biss auch Pferdinand, woraufhin Naraya vom Pferd fiel und zwei der Käfer mit ihrem Dolch bekämpfte. Auch Goldenar, der Emilia von ihrer Ranke freischnitt, bekam es mit einem Krabbelviech zu tun, und der letzte belagerte Tuan zusammen mit der Ranke.


    Im Laufe des Kampfes konnten die Helden mit akzeptablen Verletzungen die Gegner zurückschlagen, doch Emilia und vor allem Scarlet wurden von den Ranken kritisch getroffen und zogen sich Vergiftungen zu. Scarlet konnte sich zumindest mit einer absolut zerstörerischen Attacke an der Ranke rächen, nachdem sie diese in ihrer Raserei zuvor zweimal verfehlt hatte.


    Eine Untersuchung der getöteten Ranken und Käfer ergab, das aus beiden eine lilafarbene Flüssigkeit austrat, und es schien sich laut Goldenar um irgendwie verseuchten Pflanzensaft und verseuchtes Blut zu handeln. Die Käfer hatten außerdem Ähnlichkeiten mit dem, der Naraya zuvor gebissen hat, allerdings waren sie deutlich größer.


    Da es schon später Nachmittag war und einige aus der Gruppe sich sichtlich erschöpft zeigten, beschlossen sie, zurück zum letzten Lagerplatz zu gehen und zu rasten. Immerhin hatten sie den Weg nun so weit freigeschnitten und würden relativ schnell wieder an die Stelle kommen, wo sie waren.

  • Zusammenfassung Teil 6

    Die Gruppe schlug ihr Lager auf, aber Scarlet ( Jacqueline) begab sich zuerst zum See um sich von dem lilanen Schleim zu aus dem Kampf zu waschen. Beim Ankleiden danach stellte sie allerdings fest, dass sie eine gefährlich aussehende Wunde am Bein hatte, und auch Goldenar ( Feuerdrache) bestätigte ihr, dass sie sich wohl entzündet hatte.


    Außerdem war auf dem Silbersee ein Schwan aufgefallen, den Scarlet füttern wollte, während Trinko ( Tragosso) die glorreiche Idee hatte, ihn für einen ordentlichen Braten zu jagen. Beide stiegen somit ins Wasser, während Tuan ( Gully Van Deckel) sich seinem Tagebuch und seiner Kräuterpfeife widmet. Auch Cylara ( Hieronymus Flex), Emilia ( Fenrir Kuroōkami) und Goldenar warten zunächst im Lager.


    Trotz der Drohgebährden des Schwans griff Trinko nach seinen Paddeln und konnte ihn so an der Wasseroberfläche fixieren. Seine Versuche, ihm den Hals umzudrehen, wurden jedoch mehrfach vom Schnappen des Schwans und auch von Scarlet, die Trinkos Vorhaben gar nicht so toll fand, vereitelt. Schließlich gelang es dem Tier, sich auf geisterhafte Weise von Trinko zu befreien und davonzuflattern.


    Der Schwan warf eine Art glitzernden Staub ab, der Scarlet für wenige Sekunden bruchstückartige Bilder in den Kopf setzte und Trinko auf eine andere Weise verzauberte. Er konnte plötzlich Scarlet, die er gerade zuvor noch vom Ertrinken bewahren wollte, nirgendwo mehr sehen. Tatsächlich war diese jedoch bereits auf dem Weg zurück zu den anderen und erzählte schockiert, was passiert war.


    Auch Trinko machte sich auf den Weg zurück zum Ufer und konnte Goldenar, der inzwischen zum See gekommen war um zu schauen was da passiert, weder sehen noch hören. Erst als dieser auf ihn zuschwamm, nahm Trinko ihn wieder war.


    Gemeinsam begaben sie sich zurück zum Lager, wo sie unterwegs auch Tuan begegneten. Scarlet hatte sich inzwischen an Emilia gekuschelt und saß zusammen mit dem Rest am Lagerfeuer, wo die Gruppe über die Geschehnisse am See diskutierte. Scarlet erzählte von ihren Visionen, die vor allem Tuan versuchte zu deuten, während Trinko berichtete, dass er sich einfach nur allein gefühlt hat nach der Begegnung.


    Wenig später gewann aber die Müdigkeit überhand und die meisten legten sich schlafen.

  • Zusammenfassung Teil 7

    Nachdem die meisten eingeschlafen waren, blieb Scarlet ( Jacqueline) noch eine Weile wach, das Ende der ersten Wache überließ sie aber schließlich Cylara ( Hieronymus Flex). Diese hatte erfolglos ihre Wölfe auf die Jagd geschickt und wollte sich nach ihrer Rückkehr auch hinlegen. Die zweite Wache übernahm Goldenar ( Feuerdrache) ohne Zwischenfälle. Der weckte dann später Emilia ( Fenrir Kuroōkami).


    Ihr fiel, wie auch den beiden Wachen vorher, eine Eule auf, die immer wieder in die ansonsten sehr stille Nacht hineinrief. Dann erwachte Tuan ( Gully Van Deckel), der sich zuerst einmal am See erleichtern wollte. Törichterweise nahm er aber kein Licht mit, und so stolperte er beim Rückweg durch die stockdunkle Nacht über einen Ast. Prompt versuchten irgendwelche Krabbelviecher auf ihn zu klettern, aber er konnte sie erfolgreich rechtzeitig abschütteln.


    Als er dann auch noch hörte, dass die Eule dicht über ihm herflog, reagierte er gereizt und provozierte damit das Tier, bis es ihn angriff. Durch eine Mischung aus Glück und Geschick konnte er den Raubvogel allerdings mit der Hand schnappen und klatschte ihn ein paar mal auf den Boden. Als sich die Eule schließlich losreißen konnte, spürte Tuan ein kribbeln in seinem Gesicht und stellte kurze Zeit später, als er panisch ein Feuer entzündete, fest, dass er trotzdem nichts sehen konnte.


    Emilia begab sich schließlich auf die Suche nach ihn und führte ihn zurück ins Lager, wo langsam auch der Tag anbrach. Laut Goldenar schienen seine Augen in Ordnung zu sein, obwohl er die letzte Stunde nichts als Finsternis sehen konnte. Die Heilmagie des Wanderers schien zumindest ein wenig zu helfen, denn kurz darauf konnte Tuan wieder etwas sehen, wenn auch sehr verdunkelt.


    Die Gruppe beschloss, da weiter zu machen, wo sie gestern aufgehört hatte, und so begab sie sich zu der Schneise im Dickicht. Das erste Stück, welches damals Cylara freigezaubert hatte, war zwar wieder zugewachsen, aber der deutlich längere Rest, durch den Scarlet sich stundenlang schneiden musste, war zum Glück noch offen.


    Am vorigen Kampfplatz angekommen, machte sich Scarlet weiter ans Werk und häckselte sich mehrere Stunden lang durch, bis sie schließlich einen weniger dichten Bereich erreichte. Die Pflanzen hier waren allerdings nicht nur am schwächeln, sondern hatten teilweise auch ein lila Zeugs auf sich.


    Wenig später begegneten die Helden einem seltsamen Mann, der mit gesenktem Haupt auf einem Stein saß und - nachdem sich als erstes Trinko ( Tragosso) ihm näherte - zunächst nur in Rätseln sprach. Mit der Zeit kam heraus, dass er der mysteriöse Totengräber (Special Credits an Picollo) war, der als Geist die Geschehnisse in Bislingen immer wieder beobachtet hatte. Er bezeichnete sich als das erste Opfer des Agenten und gab den eilig entschlossenen Kämpfern noch ein paar Warnungen mit auf den Weg.

  • Zusammenfassung Teil 8

    Endlich erreichte die Gruppe ihr Ziel – den Hain der Verzweiflung. Verdorrte Bäumer und Dornensträucher erstreckten sich in diesem Gebiet, und es wuchs kein Gras, sondern nur lila schimmernde Pilze und Moos. In der Mitte stand ein besonders großer und unheimlicher, aber ebenfalls abgestorben wirkender Baum. Ein violetter Nebel schirmte den trostlosen Bereich von der Sonne ab.


    Nachdem alle die Umgebung etwas untersucht hatten, näherte sich der altbekannte Schwan und benetzte Scarlet ( Jacqueline), Emilia ( Fenrir Kuroōkami) und Cylara mit einem seltsamen Staub, der sie sofort erstarren ließ. Goldenar ( Feuerdrache) konnte feststellen, dass sie sich in einer Art Trance befanden, bevor wenig später ein Rabe kam und auch die übrigen – nämlich Tuan ( Gully Van Deckel), Trinko ( Tragosso), Naraya ( Venelia) und als letztes auch Goldenar selbst in eine ebensolche versetzte.


    Prüfung der Einsamkeit

    Scarlet fand sich in einem unbekannten Stück Wald wieder. Anhand des westlichen Sonnenstandes am späten Abend gelang es ihr, sich zu orientieren, und sie bewegte sich nach Süden. Die Schlange, die ihr unterwegs fast begegnete, konnte sie souverän verjagen, und schließlich gelangte sie an den Lagerplatz, der nicht weit vom Silbersee entfernt war. Dort wartete bereits der Schwan, und Scarlet ließ ihn furchtlos herankommen und sich auf seltsame Weise selbst zum Schwan verwandeln.


    Auch Emilia wurde irgendwo in den Wald versetzt, anhand der Fauna konnte sie aber erahnen, dass sie irgendwo in der Nähe des damaligen Spinnenangriffs sein musste. Nachdem sie eine Weile herumirrte, versuchte sie sich, an den Spuren von Rehen zu orientieren, und gelangte auf diese Weise schließlich auch auf einen richtigen Pfad. An einer Gabelung fand sie einen Wegweiser und beschloss, umzudrehen und sich in Richtung des Sees zu begeben. Endlich angekommen fand Emilia zwei Schwäne vor, von denen einer sich ungewöhnlich zutraulich zeigte. Erst nach kurzem Zögern akzeptierte Emilia eine Berührung und wurde dadurch ebenfalls verwandelt.


    Der Schwan erklärte den beiden Frauen, nun ebenfalls in der Gestalt von Schwänen, dass er vom Agenten der Verzweiflung versklavt wurde, aber noch einen Teil seiner Seele behalten konnte und die Prüfung der Einsamkeit daher möglichst einfach gestaltet hatte. Die beiden hätten bereits ihr Ziel erreicht und müssten nun nur noch auf Cylara warten.


    Prüfung der Alpträume

    Trinko stand auf dem Waldweg und sah sein Ross Pferdinand mit Naraya davonreiten. Er konnte ihnen zunächst folgen, bis ihn ein Eichhörchen mit einer Schleuder ablenkte. Da er allerdings die grobe Richtung wusste, machte er sich weiter auf die Suche und fand Pferdinand schließlich ohne Naraya vor einer kleinen Gruft.


    Naraya selbst glaubte unterdessen, an einem Fluss am Wald zu sein. Es schien auf den ersten Blick ganz idyllisch, bis das Wasser sich lila färbte und Käfer daraus hervorkrabbelten. Naraya versuchte zu fliehen, was ihr auch halbwegs gelang, obwohl sie zwischendurch von einer Ranke aufgehalten wurde. Dann sah sie Pfarrer Esarius, begleitet von den als Zombies wiedererweckten Wutbürgern. Sie verschmolz mit den Schatten um an ihnen vorbeizukommen, doch sie hatten etwas gewittert und jagten der "Hexe" hinterher. Naraya blieb nichts anderes übrig, als in einen Tunnel zu flüchten, doch eine seltsame Gestalt hielt sie auf und lähmte sie mit schwarzer Magie.


    Trinko stieg die Treppe des Grufteingangs herunter und betrat damit den selben Tunnel von der anderen Seite. Auch er traf auf die Gestalt, die ihn mehrfach verspottete und Naraya als Gefangene beanspruchte. Nachdem das Licht heller wurde, konnte Trinko erkennen, dass es sich um einen Untoten handelte, der eine schimmernde grüne Aura um sich hatte und mit einem Metallstab bewaffnet war.


    Es entbrannte ein Kampf zwischen dem Ritter und dem Untoten, in dessen Verlauf sich auch Naraya aus ihrer Lähmung befreien konnte. Obwohl er kaum Verletzungen davontrug, konnten die beiden ihn mit einer gemeinsamen Attacke überrumpeln und kurz zu Boden werfen, um anschließend zu fliehen, während aus der anderen Richtung bereits Esarius und die übrigen Verfolger nahten. Sie bekamen noch mit, wie die Gestalt Esarius mit Namen ansprach, bevor sie dann die Gruft verließen und so schnell wie möglich auf Pferdinand davonritten.


    Nachdem sich ihre Umgebung immer weiter verzerrte, sahen sie Bilder des Raben, wie er etwas Glitzerndes fand und mitnahm, dann aber von einem großen Schatten verfolgt und schließlich gerissen wurde. Ein lila Nebel senkte sich über ihn, dann endeten die Visionen und die beiden ritten noch eine Weile durch das nichts, während sie sich über ihre Erlebnisse austauschten.


    Tuan sah sich an einen Baum gefesselt und versuchte sich mehrfach vergeblich zu befreien, bis schließlich Scarlet auftauchte und ihm den Auftrag gab, einen Edelstein von einer Hexe namens Serena in Bislingen zu stehlen. Sie erzählte etwas davon, dass die anderen alle geflohen seien und bedrohte Tuan, damit er ihren Auftrag ausführte.


    Dem blieb nichts anderes übrig als nach Bislingen aufzubrechen, was von seinem Standort aus nicht allzu weit war. Zuerst sah er sich in der Taverne um, doch dort lagen nur bewusstlose Leute herum. Selbst der Wirt war nicht da, und als Tuan versuchte, sich selbst Bier zu zapfen, stellte er fest, dass das Gebräu lila verfärbt war. Er wollte sich dann noch etwas an den Kunden bereichern, doch einer von ihnen war wohl noch bei Bewusstsein und fasste ihn am Arm.


    Er erzählte Tuan auf Nachfrage von der Hexe, wusste aber nicht genau wo sie sich aufhält. Einer seiner Vorschläge war das Rathaus, indem Tuan schließlich auch fündig wurde. Serena stellte sich ihm als neue Bürgermeisterin vor und erzählte, dass Scarlet die eigentliche Hexe sei. Als sie von dem verfärbten Bier hörte, schlussfolgerte sie außerdem, dass Scarlet nun auch den Stein der Verzweiflung habe und nur noch ihrer fehlen würde.


    Tuan hielt an seinem Plan, den Stein an sich zu nehmen, fest, und nachdem weder Überredungsversuche noch Drohungen etwas halten, begab er sich hinter den Schreibtisch und suchte selbst danach. Er konnte zwar kurz eine Handtasche an sich reißen, unterlag aber im darauffolgenden Kampf und landete schließlich vor Serena auf dem Boden.


    Nach einem kurzen Wortwechsel tauchte dann auch Scarlet selbst im Rathaus auf. Sie verspottete Tuan und machte ihm klar, dass sie sehr wohl eine Hexe ist, bevor sie anfing, mit Serena über die Steine zu reden. Tuan versuchte die Gelegenheit zu nutzen und mit der Handtasche zu fliehen, wurde aber mehrfach von Serena aufgehalten. Als diese sich jedoch mehr und mehr in ein Gespräch mit Scarlet über die Kräfte der Steine vertiefte, gelang es Tuan, den Stein aus der Handtausche zu nehmen, sich unfällig auf ihn zu legen, ihn dann später einzustecken und sich davonzuschleichen.


    Neugierig belauschte er den weiteren Verlauf des Gesprächs der beiden Frauen. Als denen auffiel, dass Tuan weg war, suchte Scarlet nach ihm, wurde aber dann außerhalb des Rathauses von Zombies aufgehalten, woraufhin sie ins Büro zurückkehrte und dann im Obergeschoss weitersuchte. Tuan fand zwar im Nebenzimmer, wo er sich versteckt hatte, nichts nützliches, wurde aber durch ein aufschlussreiches Gespräch draußen darauf aufmerksam, dass direkt unter dem offenen Fenster Stroh lag. Beherzt sprang er in die Freiheit und rannte so schnell wie er konnte davon.


    Als einziger von allen ging Goldenar davon aus, am selben Platz geblieben zu sein. Allerdings stellte er schnell fest, dass seine Kameraden alle tot zu sein schienen. Auf der Suche nach Verstärkung kam er am Totengräber vorbei und redete ihn an. Der reagierte sehr seltsam und sprach größtenteils in Rätseln, auf die sich Goldenar keinen Reim machen konnte. Anscheinend bot er ihm aber an, die Toten zu begraben, wenn Goldenar es wünsche. So machte er sich auf, eine Leiche nach der anderen zu ihm zu bringen.


    Er war drauf und dran, die Leiche von Emilia – da diese wohl am leichtesten war – zu vergraben, als der Rabe in die Gedankenwelt des Schwans eindrang und dem sagte, dass er Emilia nun auch für sich beanspruchen möchte, weil einer ihrer Freunde gerade scheitert. Der Schwan versuchte sie zu verteidigen und gab ihr noch den Hinweis, dass sie ein Signal geben könnte, aber Emilia war etwas unschlüssig. Sie beschloss schließlich, den Raben in ein Gespräch zu verwickeln und ihn dazu zu bringen, eine weiße Feder von ihr mitzunehmen. Der lehnte dies natürlich ab, da er keinen Sinn darin sah, doch Emilia brachte ihn dazu, weiter zu diskutieren und damit die Verbindung zwischen den Welten aufrecht zu erhalten.


    Auf diese Weise konnte Goldenar als Zeichen eine Feder bei Emilia finden und entschloss sich daher, mit dem Vergraben erstmal zu warten. Er bewegte zwar weiterhin die Körper seiner Kameraden zum Totengräber, bemerkte aber mit der Zeit noch weitere Zeichen, wie ein "Honk" in der Nähe von Scarlet und ein Pferdewiehern bei Trinko. Immer mehr wurde er sich bewusst, dass die ganze Situation vielleicht eine Illusion war, und weitere Indizien wie fehlende Abdrücke an den Stellen, wo alle lagen, bestärkten seine Vermutung. Er wusste allerdings trotz eines weiteren Gesprächs mit dem Totengräber zunächst nicht, wie genau er weiter vorgehen sollte.


    Erst als der Totengräber ihn mit einem Vergleich darauf hinweist, was einen Krieger zur Verzweiflung bringen würde und dass es für ihn selbst als Heiler vielleicht etwas anderes ist, kam er auf die Idee, dass die wichtigste Illusion vielleicht der Tod seiner Kameraden selbst sein konnte. Er wandte seine Heilmagie auf Trinko an – mit Erfolg. Dieser öffnete die Augen und Goldenar sah ihn erleichtert an, in der Hoffnung, auch die anderen retten zu können, selbst wenn ihm die Bedeutung der Prüfung noch immer nicht ganz klar war.


    Es gelang ihm, Kommunikation mit Trinko und später auch Naraya aufzubauen, die Goldenar dann in ihrer Realität hören konnten. Auch zu Emilia konnte er sprechen, doch diese war nicht in der Lage, verbal zu antworten. Nach und nach machte er sich daran, den Rest der Gruppe zu heilen.


    Letztendlich wachten alle wieder im Hain der Verzweiflung auf, mit Erinnerungen an die Prüfungen der Einsamkeit und der Alpträume.

  • Zusammenfassung Teil 9

    Nachdem die Helden aus ihrer Trance erwacht waren, tauschten sie sich kurz über das erlebte aus. Es dauerte allerdings nicht lange, bis das berüchtigte Krähen eines Hahnes das nächste Unheil einläutete. Scarlet ( Jacqueline) konnte das Tier zwar auf sie zurennen hören, aber nirgendwo sehen, und wurde schon bald von einem schrillen Klingeln im Ohr überwältig. Sie sank zu Boden und verlor das Bewusstsein, bevor das gleiche auch mit Trinko ( Tragosso) und Naraya ( Venelia) geschah.


    Goldenar ( Feuerdrache) versuchte noch erfolglos eine Diagnose zu stellen, schlug dann aber vor, die drei zurück zum sicheren Lagerplatz zu bringen. Doch wie auch Emilia ( Fenrir Kuroōkami) befürchtete, war es dafür zu spät. Sie, Goldenar und Tuan ( Gully Van Deckel) wurden von einer Eule heimgesucht und konnten kurz darauf ihre Umgebung überhaupt nicht mehr wahrnehmen.


    Prüfung der Unruhe

    Scarlet, Trinko und Naraya wachten in ihrem Herbergszimmer in Bislingen auf, geweckt vom Hahnenschrei und eher unausgeschlafen. In der Stadt schien etwas vor sich zu gehen, die Wachen waren bereits in großer Mannschaftsstärke unterwegs und die Bürger tuschelten aufgeregt. Als Scarlet an die Rezeption kam, warteten zwei Wachmänner auf sie, die sie für ein paar Fragen mitnehmen wollten.


    Da Scarlet noch in Schlafkleidung war, konnte sie die Wachen überzeugen, sich erst anziehen zu dürfen. Inzwischen waren auch Trinko und Naraya auf den Beinen, doch Scarlet sah nur ganz kurz nach ihnen, bevor sie sich wieder nach unten begab und unter Vorbehalt den Wachen folgte. Trinko fragte die Herbergsmutter, was denn los sei, und die erzählte etwas von einem Großinquisitor, der in die Stadt kommen wollte, um Hexen zu jagen.


    Danach verließen auch Trinko und Naraya die Herberge und machten sich auf in Richtung Westen, doch auch sie mussten feststellen, dass sich ihnen Wachen näherten, die schließlich hinter der Wachstube zu ihnen aufschlossen. Scarlet wurde unterdessen in eben dieser Wachstube verhört, und die Gesetzeshüter zeigten zunächst großes Interesse an dem Vorfall mit Alara, der sich ihrer Aussage nach nicht mit dem deckte, was Scarlet in Erinnerung hatte.


    Inzwischen hatten sich auch Naraya und Trinko auf ein Verhör eingelassen, unter der Bedingung, dass sie zusammen bleiben dürfen. Während sie sich in die Wachstube bewegten, wurde Scarlet in einem anderen Verhörzimmer durchsucht, doch die Wachen wurden dabei nicht auf die Ringe mit den Steinen aufmerksam. Nachdem sie bei der Befragung nicht weiterkamen und das Thema in Richtung des kurzweiligen Begleiters Arrior abwich, begaben sich die Wachen kurz vor die Tür, um sich zu besprechen.


    Im anderen Raum erhärteten sich inzwischen die Vorwürfe gegen Naraya, welche den Wachleuten allerdings nur als Rose bekannt war. Auf Nachfrage von Trinko erklärten sie die Verdachtsmomente aus den vergangen Wochen.


    Scarlet machte danach bekanntschaft mit einem Kleriker in edlen Roben und seiner Leibgarde, die in voller Rüstung, die sich aber klar von denen der Stadtwache unterschied, auftrat. Er begrüßte die Rothaarige und sprach einen "Segen der Wahrheit" auf sie, der als eine Art magischer Lügendetektor wirkte. Da Scarlet nach ihrer eigenen Erinnerung im Bezug auf Alara wahrheitsgemäß antwortete und sich bei der Frage nach okkulten Artefakten gezielt drumrum redete, ließen die verhörende Wache und die Besucher der Inquisition sie schließlich gehen, woraufhin sie sich erstmal in der Kneipe einen Schnaps gönnte.


    Auch Naraya und Trinko bekamen es mit einem Geistlichen zu tun, doch Naraya verweigerte den "Segen der Wahrheit", weshalb sich das Verhör zunächst eher auf Trinko konzentrierte. Dieser weicht aber vor allem der Frage nach Narayas magischen Fähigkeiten auffällig aus. Die Befrager wussten zwar, dass er etwas verheimlichte, kamen aber nicht weiter.


    In der Zwischenzeit unterhielt sich Scarlet mit dem Barkeeper und bekam ein paar interessante Zusammenhänge erklärt, die von Alara, der Inquisition und einem damaligen Dämonenkrieg handelten.


    Zum Verhör wurde schließlich der Großinqusitor hinzugezogen – ein älterer Mann namens Lord Horace van der Filb. Er legte einen Wahrheitszauber auf Naraya und befragte sie anschließend selbst. Diese verweigerte allerdings von Anfang an die Antwort.


    [Fortsetzung folgt.]


    Prüfung der Finsternis

    Als Emilia, Goldenar und Tuan wieder den Boden unter sich spüren konnten, war es noch immer keinem von ihnen möglich, irgendetwas zu sehen. Goldenar war zunächst sehr vorsichtig, da er sich fast sicher war, sich erneut in einer Illusion zu befinden und Angst vor möglichen Abgründen oder ähnlichem hatte. Emilia prüfte unterdessen den Boden, der sich kalt und hart anfühlte, mehr nach Stein als nach Waldboden. Als Tuan über sich einen Stalaktiten erfühlen konnte, bestätigte das die Befürchtung, dass die drei sich in einer Art Höhle befanden. Zusätzlich waren sowohl bei Tuan als auch bei Emilia die Feuersteine aus den Taschen verschwunden.


    Etwas später wurde Tuan von einem Schwindelanfall überwältigt, doch Emilia konnte ihn lokalisieren, während es ihr und Goldenar auch gelang, sich anhand der Stimmen zu orientieren und sich gegenseitig zu nähern. Sie beschlossen, Tuan erstmal mitzuschleppen.


    Beide bemerkten auch, dass in einiger Entfernung etwas plätschert. Sie bewegten sich vorsichtig auf die Quelle des Geräusches zu und konnten es nun an mehreren Stellen stetig tropfen hören. Leider gab es dort anscheinend auch keinen erreichbaren Ausgang, aber zumindest schien es sich um normales Wasser zu handeln – das allerdings am Boden langsam anstieg.


    Langsam bewegten sich Goldenar und Emilia in die entgegengesetzte Richtung. Durch die Dunkelheit und den bewusstlosen Tuan auf ihren Armen kamen sie nur schwer voran, aber irgendwann spürte Emilia, dass der Boden unter ihr weicher wurde. Die Füße beider lagen immer noch bis zum Knöchel unter Wasser.


    Die beiden stießen auf eine Wand und Emilia tastete sich in beide Richtungen an dieser entlang, bis sie einen Luftzug spürte. Sie folgte diesem zusammen mit Goldenar, während das Wasser langsam weiter anstieg. Die Luft kam aus Richtung der Wand, allerdings relativ weit oben, so dass die mögliche Öffnung nicht ohne weiteres erreicht werden konnte.


    [Fortsetzung folgt.]

  • Nachdem ich jetzt aus meinem Urlaub zurück bin, möchte ich einmal nachfragen, wann und wie es hier weiter geht. Wenn ich das richtig sehe, ist die Prüfung, die wir vor meinem Urlaub begonnen haben, noch immer nicht beendet - oder hat Impergator nur vergessen, eine Zusammenfassung davon zu veröffentlichen?

  • Wann habt ihr diese Woche Zeit? 6

    1. Dienstag, 05.11. (3) 50%
    2. Mittwoch, 06.11. (3) 50%
    3. Donnerstag, 07.11. (3) 50%
    4. Freitag, 08.11. (3) 50%
    5. Samstag, 09.11. (5) 83%
    6. Sonntag, 10.11. (4) 67%

    Nein, es hat noch keine weitere Session gegeben.


    Können aber diese Woche gerne weitermachen. Potentiell könnte ich an den meisten Tagen je nach Uhrzeit was einrichten, unter der Woche aber nur 3-4 Stunden maximal da ich noch arbeiten muss.


    Gehe nicht davon aus dass wir inklusive Endkampf mit der Mission in dieser Zeit fertig werden. Am Wochenende hätte ich ggf aber auch Zeit für eine längere Session.


    Feuerdrache  Fenrir Kuroōkami  Gully Van Deckel  Jacqueline  Tragosso  Venelia  Hieronymus Flex

  • Ok, dann würde ich morgen abend um 19:00 Uhr die Prüfung der Finsternis fertig machen mit Fenrir Kuroōkami  Feuerdrache und Gully Van Deckel.


    Die Prüfung der Unruhe mit Jacqueline  Tragosso und Venelia dann am Samstag, Uhrzeit können wir noch ausmachen. Je nachdem wieviel Lust ihr habt können wir danach auch mit dem eigentlichen Bosskampf anfangen oder nen Termin suchen wo jeder Zeit hat.

  • yoa, die Prüfungen sind zwar noch nicht ganz fertig, aber da es vermutlich erst nächstes Jahr weiter geht, hier schonmal die aktuelle Zusammenfassung.


    Zusammenfassung Teil 9a

    Prüfung der Unruhe

    Trinko ( Tragosso) war nach Narayas Verhalten nicht mehr in der Lage, sie weiter zu verteidigen, doch zumindest er selbst wurde dank seinem Ruf bei der Stadtwache freigelassen. Scarlet ( Jacqueline) machte sich unterdessen auf zur Kirche. Auf dem Marktplatz konnte sie sehen, wie Tempeldiener einen Scheiterhaufen aufbauten, und begegnete auch Trinko kurz, bevor sie ihren Weg fortsetzte.


    Die Kirche war an diesem Tag voller als sonst, und auch am Beichtstuhl standen einige Menschen Schlange. Ein Tempeldiener hatte ihr verraten, dass der Pfarrer aktuell in einem Gespräch war, da es ein paar Ungereimtheiten mit seiner Person gebe. Unschlüssig begab sich Scarlet zur Orgel und unterhielt die Anwesenden mit klassischer Kirchenmusik.


    Trinko hatte underdessen Pferdinand vom Stall abgeholt und in der Apotheke ein paar Salben für den Notfall besorgt. Auch hier war die Inquisition am Laufen, denn die Apothekerin musste einem Priester gerade erklären, was sie alles im Angebot hatte. Trinko ritt noch weiter durch die Stadt und wollte beim Krämer vorbeischauen, der heute allerdings geschlossen hat. Daraufhin machte der Ritter sich auf zur Kneipe und bestellte erst einmal ein Bier.


    Zwei Geistliche, einer in typischer Kleidung des Bislinger Pfarrers und ein Tempelpriester, verließen die Sakristei und begaben sich zusammen Richtung Ausgang. Scarlet, die ihr Orgelspiel beendet hatte, folgte ihnen und versuchte, etwas von der angeregten Diskussion mitzubekommen, was ihr auch halbwegs gelang. Der Pfarrer schien sich irgendwie erklären zu wollen dafür, dass ihn niemand kannte, er festgenommen wurde und mit der Gesandten früher gesehen wurde.


    Auf dem Marktplatz kam den beiden Männern Trinko entgegen. Der fragte zum Schein nach dem Weg, und der Pfarrer machte zuerst den Eindruck, als wolle er nicht erkannt werden, aber als dann auch noch Scarlet von hinten dazu kam, gab er sich als ihr früherer Gefährte Gunnar zu erkennen. Er wirkte etwas nervös, als das Thema der Hexenverbrennung aufkam. Scarlet erwähnte zum Spaß in diesem Zusammenhang die Herbergsmutter, woraufhin Gunnar erwidert, dass das einzig Verrückte an der ihre Geistergeschichte mit dem Hahn sei.


    Gunnar wurde schließlich zur Wachstube begleitet, und etwas später, als sich auch der Marktplatz langsam füllte, kam der Hauptmann der Wache, um nach dem Rechten zu sehen. Er sprach mit dem Tempeldiener über die Scheiterhaufen, dass zwei Hexen überführt worden seien und der dritte unnötig wäre. Als er dann auf Gunnar zu sprechen kam, mischte sich Trinko ein und beschuldigte ihn, hinter den Hexereien zu stehen, die den anderen zugeschrieben wurden.


    Nach einigem Hin und Her entschied sich der Hauptmann, eine öffentliche Befragung von Gunnar unter dem Segen der Wahrheit vorzuschlagen. Dies geschah auch, und nur wenig später wurde er von einem Gefolge an Priestern, Tempeldienern, Tempelrittern und Stadtwachen zum Marktplatz eskortiert, zusammen mit zwei anderen Gefangenen.


    Diese beiden schienen weiblich zu sein, waren aber von einem schwarzen Umhang bedeckt und wurden direkt an zwei der Scheiterhaufen gefesselt. Dann hielt der Großinquisitor eine Ansprache darüber, dass der Pfarrer möglicherweise etwas verbirgt und er ihn, zusammen mit den Bürgern, öffentlich verhören möchte, damit sich nicht wieder so etwas wie mit Esarius wiederholt.


    Gunnar gab sich relativ kooperativ und gestand, dass er nicht aus Filbstadt kam. Seine einzige verdächtige Aussage, die seine Haut in tiefes Gelb tauchte, war dass er noch nichts mit Hexerei zu tun hätte. Dies wurde aber schnell relativiert, als er Scarlet wahrheitsgemäßig erklärte, dass er selbst noch nie Zauberei gewirkt hatte. Trinko versuchte ihn mit weiteren Fragen in ein schlechtes Licht zu rücken, doch obwohl Gunnar unter dem Segen der Wahrheit einige Zugeständnisse machen musste, gab es zunächst nichts, das wirklich brisant wäre.


    Später zweifelte Trinko weiter die Eignung von Gunnar als Priester an, woraufhin einer der Hohepriester etwas mit dem Bürgermeister flüsterte und anschließend nach irgendeinem Boten fragte. Scarlet bohrte weiter bei Gunnars Verhältnis zur Hexerei nach, jedoch konnte sie ihm immer noch nichts genaueres entlocken. Dem Segen der Wahrheit nach war Gunnar definitiv kein Hexer, schien aber noch irgendetwas zu verbergen.


    Trinko diskutierte unterdessen mit den Offiziellen über die Effektivität des besagten Segens und schlug mehrfach eine mittelalterliche Hexenprobe vor. Dies wurde aber vehement von den Wachen und Priestern abgelehnt, die ihre Haltung auf die historischen Hexenprozesse von Filbstadt stützten. In diesem Zusammenhang erwähnten sie auf Nachfrage Scarlets hin auch einen sogenannten Hexenturm und ein Buch mit dem Titel "Im Bann des gelben Auges", in dem es um einen Feldzug gegen die Hexen dieses Turms gehen sollte.


    [Fortsetzung folgt.]


    Prüfung der Finsternis

    Während Tuan noch immer bewusstlos war, versuchten Goldenar ( Feuerdrache) und Emilia ( Fenrir Kuroōkami), mit einer Räuberleiter den Ursprung des Luftzuges an der Wand zu erreichen, scheiterten an dem Vorhaben in der Dunkelheit jedoch. Sie tasteten sich wieder an der leicht nach innen gewölbten Wand zurück bis zur Stelle mit dem lockeren Erdboden und anschießend noch weiter.


    Emilia fühlte eine weitere Stelle mit verändertem Boden, diesmal jedoch kieselig und nicht erdig. Irgendetwas bemerkte sie auch an der Wand, doch konnte sie noch nicht ganz ausmachen, was es war. Die beiden tasteten sich daraufhin weiter vorwärts, hörten dann aber, dass das Geplätscher lauter wurde und sie wieder zum Wasserzufluss kommen würden.


    Daraufhin schlug Emilia vor, noch einmal Wand im vorigen Bereich zu untersuchen. Goldenar konnte, nun wo er wusste worauf er achten musste, mehrere etwas rauere Stellen ertasten, die sich wie Linien über die Felswand zogen. Auch glaubte er, etwas ähnliches schon an anderer Stelle gefühlt zu haben.


    Nachdem sowohl Goldenar als auch Emilia die Linien mehrfach abtasteten, konnten sie herausfinden, dass diese eine unregelmäßige Form ähnlich einer Zwiebel bildeten. Sie spekulierten etwas über die Bedeutung und Goldenar glaubte, dass es sich um eine Art Karte handeln könnte und sie vielleicht in der Mitte der Höhle etwas finden würden.


    Also begaben sie sich mit Tuan im Schlepptau durch das oberschenkeltiefe Wasser ins innere der Höhle, im rechten Winkel zur Wand. Doch sie fanden zunächst nichts besonderes, bis sie wieder einen Luftzug spürten und kurze Zeit später auf eine Wand stießen. Auch hier fanden sie Linien, jetzt wo sie genauer darauf achteten, und Goldenar konnte so etwas wie eine Wolke und ein paar horizontale Linien ausmachen.


    Nach einiger Überlegung entschlossen sich die beiden, die Wand bei der weichen Erde weiter zu untersuchen und bewegten sich nach links. Emilia war schon ganz schwindelig von der Dunkelheit, doch dann endlich erwachte Tuan ( Gully Van Deckel) aus seiner Bewusstlosigkeit. Alle drei versuchten nun ein weiteres entdecktes Zeichen zu erfühlen, doch auf das wirre, unregelmäßige Mosaik konnten sie sich keinen Reim machen und gingen weiter.


    Vorbei an der Stelle mit den zwiebelartigen Linien ging es wieder auf das Geplätscher zu, und an der Wand direkt dahinter ertastete Goldenar ein viertes Aufkommen der Linien, das sich relativ deutlich als Wellensymbol entpuppte. Dies brachte Emilia dahinter, dass die Zeichen vielleicht etwas mit dem zu tun haben könnten, was sich in der Nähe befindet, an dieser Stelle Wasser und an einer anderen der Luftzug.


    Tuan warf daraufhin ein, dass die Zwiebel auch eine Flamme darstellen könnte. Goldenar tastete sich unterdessen weiter an der Wand entlang, kam aber zurück, als er merkte dass er wieder beim Luftzug angelangte. Gemeinsam fassten die drei den Plan, nochmal an der einzigen Stelle zu suchen, an der sie bisher nichts gefunden haben – bei der Zwiebel oder Flamme, denn Feuer könnten sie gerade gut gebrauchen.


    Ausnahmsweise bekam Tuan diesmal etwas hin und tauchte kurz in das inzwischen etwa 1 m tiefe Wasser, wo er unter den Kieselsteinen einen seiner verschwundenen Feuersteine identifizieren konnte. Da dieser allerdings noch zu nass war, musste Goldenar ihn erst einmal mit dem bisschen an trockenem Stoff, das noch an seiner Kleidung geblieben war, abtrocknen. Danach gelang es Tuan allerdings, den Stein gegen die Wand zu schlagen und einen Funken zu erzeugen.


    Dieser Funken sprang direkt auf das Zeichen an der Wand, das daraufhin aufleuchtete und nun für alle erkennbar eine Flamme darstellte. Es war zwar nicht hell genug, um den Raum zu erleuchten, aber zumindest endlich ein Sinneseindruck für die Augen. Erfreut begab sich Tuan auf Anraten von Goldenar zur Stelle mit der Erde und versuchte das gleiche, doch obwohl auch dort Funken schlugen, tat sich nichts am Zeichen der Wand.


    Dann kam Goldenar auf die Idee, dass an den anderen Stellen auch andere Elemente benötigt werden. Er wollte es allerdings zuerst einmal bei dem eindeutigeren auf der anderen Seite versuchen und es mit Wasser benetzen, was auch wie erwartet funktionierte. Das Luftzeichen kann Tuan kurz darauf durch Pusten zum Leuchten bringen, und als letztes fehlte nur noch das der Erde.


    Emilia war sogleich vor Ort und schmierte etwas von der weichen Erde an die Wand. Damit löste sie einen Mechanismus aus, der die ganze Höhle zum Erbeben brauchte und den drei Helden das inzwischen brusthohe Wasser ins Gesicht schwappen lies. Die Augen der Eule erschienen kurz in der Mitte der Höhle, doch dann öffnete sich die Decke und ließ das Sonnenlicht herein. Die Prüfung war bestanden.

  • Zusammenfassung (Teil 9b)

    Prüfung der Unruhe

    Im weiteren Verlauf der Verhandlung stellte sich heraus, dass irgendjemand zugunsten von Gunnar einen Boten aufgehalten hat, der aus Filbstadt geschickt wurde um dem Bürgermeister von Bislingen auszurichten, dass Gunnar entgegen seiner Behauptung keine priesterliche Ausbildung hat. Entsprechend verhärtete sich der Verdacht gegen den früheren Gefährten von Trinko ( Tragosso) und Scarlet ( Jacqueline), doch er weigerte sich, seinen Komplizen zu nennen.


    Schließlich einigte man sich darauf, dass er erstmal in Gewahrsam genommen und später für seinen Betrug zur Verantwortung gezogen wird, bevor er abgeführt wurde und sich alle wieder den vermeintlichen Hexen widmeten. Scarlet bot unterdessen an, sich erneut dem Segen der Wahrheit auszusetzen, um Naraya zu entlasten. Tatsächlich kamen durch ihre Überzeugungsarbeit auch den Geistlichen inzwischen Zweifel an Narayas Schuld.


    Die Bürger allerdings waren plötzlich deutlich aufgebrachter als noch zuvor und verlangten nach einer raschen Verbrennung der Hexen. Schließlich begann der Henker eigenständig und ohne Befehl mit der Exekution und zündete zunächst die zweite Gefesselte, Serena, an, woraufhin die Lage eskalierte. Scarlet versuchte, Naraya zu befreien, wurde aber genau wie der Henker von den Tempelrittern aufgehalten.


    Während die Wachen versuchten, die Bürger zu beruhigen, warfen diese mit brennenden Fackeln nach Naraya. Eine traf schließlich, und Scarlet schnappte sich Naraya und versuchte das Feuer zu ersticken, woran sie auch niemand von den offiziellen mehr hinderte. Die Umstehenden allerdings sehen sie als "Hexenfreundin" und bewarfen sie nun mit Steinen und anderen Dingen. Besonders schmerzhaft war ein glühendes Objekt, das aus der Menge auf sie zuflog. Schließlich kam Trinko ihr zur Hilfe und deckte sie.


    Die beiden versuchten, zusammen mit der bewusstlosen Naraya in Richtung Rathaus zu fliehen und kämpften sich durch die Menge. Eine Art Beruhigungszauber der Kleriker, die zusammen mit der Stadtwache noch immer versuchten der Lage Herr zu werden, verschaffte ihnen ein einfacheres Vorankommen. Am Rathaus angekommen, folgten sie dem ebenfalls geflohenen Bürgermeister und seinem Geleitschutz durch die Tür und ruhten sich erstmal aus.


    Nachdem sich die Lage etwas beruhigt hatte, entschlossen sich Trinko und Scarlet, Naraya in die Herberge zu bringen. Trinko ging vor um die Herbergsmutter abzulenken, dann winkte er Scarlet herein, welche die Bewusslose aufs Zimmer brachte. Trinko, der unterdessen vor der Tür wartete, wurde von zwei Wachen angesprochen und wegen des Verdachts auf Mordes auf die Wache begleitet.


    Dort erklärte der Hauptmann, dass Gunnar mit einem Schwert getötet wurde. Trinko sei der erste Verdächtige gewesen, weil er sich früh vom Marktplatz entfernt hat und einen auffälligen Groll gegen das Opfer hegte. Nachdem allerdings sein Schwert keinerlei Spuren aufwies und der Ritter ein vom Bürgermeister selbst gedecktes Alibi vorweisen konnte, lockerte sich der Verdacht.


    Zwei Tempelritter klopften an Scarlets Tür, die Naraya schnell versteckte und den Besuchern dann glaubhaft vermitteln konnte, dass sie sich mit ihr in der Kneipe treffen wollte und die Elfe schon vorgegangen war. Dort fanden sie allerdings niemanden vor und warteten bei einem Drink, da Scarlet eine baldige Rückkehr von Naraya aka Rose beteuerte.


    Trinko begleitete die Wachen zum Gefängnis, dem Tatort des Mordes an Gunnar. Er befand sich nah am Gitter und wurde vermutlich dadurch mit einem Schwert erstochen. Daraus folgerte Trinko, dass sich Gunnar keine Scheu gehabt haben konnte, an den Täter heranzutreten. Er erwähnte auch den Henker, der am Marktplatz ausgerastet ist, doch dieser wurde seit dem Nachmittag dort befragt und konnte den Ort nicht verlassen.

    Während Scarlet mit den inzwischen leicht angetrunkenen Tempelrittern tratschte, und dabei unter anderem von einem Banditenlord namens Cainard erfuhr, schlug Trinko dem Hauptmann der Wache einen Plan vor, um den wahren Mörder von Gunnar zu fassen. Es sollte die Information verbreitet werden, dass er schwer verletzt wurde und überlebt hat, und dass man auf seine Genesung warte, damit er aussagen kann.


    Zur Freude eines Wachmanns namens Klaus wurden der Leichnam von Gunnar und Trinko im hölzernen Gefängniswagen zur Kirche transportiert, wo es ein lange ungenutztes Zimmer zur Heilung gab. Durch den stylischen Wagen erregte man auch einiges an Aufmerksamkeit und die Wachen konnten die falsche Geschichte gut an die neugierigen Leute bringen.


    Trinko und ein paar der Wachen warteten in der Turmbibliothek über dem Krankenzimmer auf den Alarm, während eine Wache sich im Zimmer beim präparierten Gunnar aufhielt. Die Tempelritter hatten inzwischen Feierabend und kamen noch auf ein kurzes Bier in der Kneipe vorbei, wo sie dann auf ihre Kollegen trafen und auch die Neuigkeiten erwähnten. Schließlich verabschiedeten sie sich jedoch und machten sich auf den Weg zurück nach Filbstadt.


    Als Scarlet sich noch mit dem Wirt über die Agenten austauschte, fiel ihr ein, dass Serena vielleicht noch den Stein des Hasses bei sich gehabt haben könnte. Sie rannte zum Marktplatz, konnte aber in der Dunkelheit nichts finden. Ein paar Leute kamen dazu und stellten dumme Fragen, gingen dann aber wieder. Schließlich wurde Scarlet erneut von einem glühenden Objekt angegriffen. Am Boden liegend näherte sich ihr unbekannter Angreifer, doch der Hauptmann der Stadtwache kam zur Hilfe. Auch er wurde angegriffen und konnte deswegen keine Verfolgung aufnehmen, sprach aber mit Scarlet.


    Er gab seinen Kollegen kurz Bescheid, dass sie die Inquisition zurückholen sollen und ging dann zusammen mit der angeschlagenen Scarlet zur Kirche, weil sie die Fremde Gestalt in diese Richtung hat fliehen sehen. Trinko, der mit den Wachen in der Bibliothek Karten spielte, hörte den vereinbarten Alarm und eilte nach unten, fand dort jedoch nur einen schwer verletzten Wachmann sowie Gunnar mit einer großen Brandwunde vor.


    Der Verletzte redete etwas von einer Hexe, und auch der Hauptmann machte gegenüber Scarlet Andeutungen, als sie die Kirche betraten und die Tür hinter sich schlossen. In der Dunkelheit pirschten sie nach vorne um zum Krankenzimmer zu gelangen. Dann plötzlich wurde Scarlet von einem gleißenden Licht geblendet und spürte, wie etwas an ihrer Hand zerrte. Sie schlug mit ihrem Schwert nach dem Angreifer, doch mehr als einen kurzen Streiftreffer konnte sie nicht erzielen.


    Dann kamen auch Trinko und die übrigen Wachen ins Kirchenschiff. Nur mit dem Licht einer Kerze und seinem Schwert gewappnet, schritt Trinko mutig auf die finstere Gestalt zu und verpasst ihr einen gewaltigen Hieb. Sie glitt zurück und gab sich endlich in einem orangefarbenen Leuchten zu erkennen.


    Es war niemand anderes als Alara, die erklärt, dass in dieser Welt die Geschehnisse etwas anders verlaufen sind. Sie konnte Trinkos Armbrust nicht ausweichen, wodurch Alara selbst ein Schädeltrauma erlitt, was dem Agenten des Hasses es vereinfachte, die Kontrolle zu übernehmen. Zwar war der Körper, den er besaß, nun bewusstlos, aber durch den erstarkten Hass konnten die wütenden Bürger das Rathaus stürmen.


    Als Alara dann, nun vollkommen vom Agenten ergriffen, aufwachte, waren alle weg und sie konnte fliehen. Jeder hielt sie für tot, und sie setzte Gunnar als Maulwurf ein, dessen Vorgeschichte sie als Druckmittel nutzte. Sie ermöglichte ihm, Priester in Bislingen zu werden und über die Beichte die Geheimnisse der Menschen zu erfahren, die wiederum eine Grundlage für die vollkommene Beeinflussung des Agenten sein sollten.


    Der von Trinko geschürte Verdacht auf Gunnar hinderte Alara daran, den Hass der Menschen sofort aufzustacheln, denn wenn Gunnar öffentlich hingerichtet würde, dann würde er reden. Erst als er weggesperrt wurde, konnte sie den Vorgang antreiben, damit Naraya und Serena verbrannt werden würden und jeder danach glaubte, es sei vorbei. Das Chaos nutzte sie, um Gunnar im Gefängnis endgültig zum Schweigen zu bringen.


    Allerdings war sie tatsächlich auf Trinkos List hereingefallen und im Glauben, Gunnar habe überlebt. Als sie weiter mit Scarlet sprach verstand sie zuerst nicht, wovon diese redete, als sie meinte, Serena hätte ein Teil von ihr entfernt, doch dann gelang es ihr, durch die Kanalisation der Steine irgendwie in ihren Kopf einzudringen. Sie sah, dass sie tatsächlich aus einer anderen Realität stammten, und was passiert war, dass der Agent des Hasses besiegt wurde und der Agent der Verzweiflung weiterhin eine Bedrohung ist.


    Ein paar kryptische Andeutungen von Alara erwiderte Scarlet schnippisch, dann stürmte Großinquisitor Horace mit seinem Trupp herein. Er forderte Alara zum entscheidenden Kampf und befahl Scarlet, sich herauszuhalten und durch die Tür zu gehen, aus der Trinko kam. Denn dieser habe bereits "Ruhe gefunden" und die Welt verlassen. Es würde dort irgendein Opfer warten, das bereit sei, geschlachtet zu werden. Im Krankenzimmer fand Scarlet dann tatsächlich – anstelle von Gunnar – einen violett schimmernden Hahn vor.


    Sie sieht ihn eine Weile an, dann tut sie das, was Trinko getan hätte, sie erwürgt ihn. Scarlet wird schwindelig und schwarz vor Augen. Sie sieht verschwommene Bilder von der Geschichte des Hahns, wie er von den Riesenspinnen entführt und getötet, und anschließend vom Agenten der Verzweiflung als Bote wiederbelebt wird. Damit war auch diese Prüfung beendet.



    Soa, das hat etwas länger gedauert als geplant, aber das Szenario hat auch so viele Möglichkeiten geboten was auszuprobieren, und ich hoffe es war für die beiden Hauptbeteiligten auch unterhaltsam. Hab auch schon ein wenig für die spätere DnD-Runde in dem Setting geteasert. =) An dieser Stelle liebe Grüße an Eiswind und You, deren Charaktere als NPCs in der Welt der Prüfung ihr Leben gelassen haben - aber keine Sorge, das war nur sowas wie ein Traum.


    Ansonsten, gibt demnächst dann ne Umfrage für einen Termin zum Endkampf der Mission und damit auch der ersten PnP-Chatreihe. Ja, es ist endlich so weit. =)

  • Zusammenfassung (Teil 10)

    Goldenar ( Feuerdrache), Emilia ( Fenrir Kuroōkami), Tuan ( Gully Van Deckel), Scarlet ( Jacqueline) und Trinko ( Tragosso) wachten nach ihren bestandenen Prüfungen im Hain der Verzweiflung auf. Es war schon später Abend, und die vier Vögel versammelten sich auf den Ästen des alten und knorrigen Baumes, der in der Mitte des Haines stand.


    Eben dieser Baum schimmerte nun in einer violetten Aura auf und kurz darauf griffen die Vögel an. Der Schwan stürzte sich zunächst auf Trinko und lieferte sich einen Kampf mit ihm und seinem Ross Pferdinand. Der Rabe hatte einen Groll gegen Tuan und setzte ihm ordentlich zu. Der Hahn verblieb zunächst auf dem Baum, um mit seinem ohrenbetäubenden Krähen Unheil anzurichten, und die Eule versuchte vergeblich, ihren Hypnoseblick anzuwenden.


    Der Baum beschwor zwei giftige Schattenkäfer herauf, die sogleich auf unsere Helden zukrabbelten. Emilia, die Trinko bei seinem Kampf gegen den Schwan unterstützt hatte, musste sich mit einem von ihnen herumschlagen, der andere wandte sich Tuan zu und konnte ihn auch vergiften. Durch den verzweifelten Ruf des Schwans erschienen für alle Beteiligten die Gefährten verschwommen und gläsern, was Goldenar korrekt so interpretierte, dass er sie erstmal nicht heilen konnte.


    Stattdessen schoss er mit seiner Schleuder auf den Hahn, doch der Stein flog direkt durch hin hindurch. Dennoch entzürnt kam er vom Baum und mischte mit, doch Scarlet nutzte die Gelegenheit für einen Wirbelangriff. Der Schwan war mittlerweile so verletzt, dass er sich auf den Baum zurückzog und erstmal darauf beschränkte, seine Verbündeten mit einem magischen Staub zu heilen. Der Agent der Verzweiflung rief nun einen Todespilz hervor, dessen giftige Sporen ebenfalls nicht zu unterschätzen waren.


    Emilia konzentrierte sich, nachdem sie den nervigen Käfer erstochen hatte, genau wie Trinko erstmal auf den Hahn. Pferdinand, der zwischendurch etwas verschreckt war, versuchte mit wenig Erfolg den anderen Käfer plattzutreten, da dieser seinen Herrn vergiftet hatte. Am schlimmsten erwischte es aber Tuan, denn der Rabe ließ nicht nach und war erstaunlich präzise mit seinen Angriffen. So ging der Dieb als erster zu Boden, doch Goldenar heilte ihn sofort wieder.


    Vom Baum kam ab diesem Zeitpunkt noch eine Ranke dazu, mit der sich vor allem Emilia herumschlagen musste. Der Kampf ging weiter, und ein schriller Schrei des Hahns machte alle so hibbelig, dass sie sich nicht mehr genug konzentrieren konnten, um Angriffen auszuweichen. Tuan kippte nochmals um und wurde wieder zurückgeholt, die Eule hatte irgendwann genug davon, Leute wirkungslos anzustarren, und griff Goldenar an. Scarlet versuchte den Schwan mit ihrer Armbrust vom Baum zu holen, was aber erstmal nicht von Erfolg gekrönt war.


    Nun erzeugte der Agent der Verzweiflung einen finsteren und giftigen Nebel, den seine Widersacher aber glücklicherweise gut wegsteckten. Dennoch waren die meisten von ihnen inzwischen angeschlagen, und Tuan versuchte sich erstmal in Sicherheit zu bringen. Während sich Trinko und Emilia weiter mit dem Hahn herumärgerten und Pferdinand sich ein Duell mit dem Käfer lieferte, stürzte sich der Schwan auf den nun isoliert stehenden Tuan und brachte ihn zu Boden.


    Goldenar konnte den Rest mit seinem Vitalstaub zumindest ein wenig regenerieren, und Scarlet schaffte es mit einem weiteren Schuss ihrer Armbrust endlich, den Schwan zu erlegen. Er explodierte und eine Mischung aus Federn und silbernem Staub fiel an seiner Stelle zu Boden, während ein heftiger Energiestrahl auf den Baum schoss und seine Rinde anriss. Dieser griff nun noch einmal mit seinem Giftnebel an, der diesmal deutlich mehr Wirkung zeigte.


    Es sah nicht gut aus, doch noch war die Zeit der Verzweiflung nicht gekommen...


    [Fortsetzung folgt.]

  • Zusammenfassung (Teil 11)

    Der Rabe krächzte laut und sorgte damit dafür, dass hinter jedem der Helden verschwommene, schwebende Schatten auftauchten. Diese stürzten sich offenbar nach und nach auf ihr Gegenstück und fügten ihnen damit Schmerzen zu. Tuan ( Gully Van Deckel) erwachte, nachdem er genug von dem heilenden Staub des Schwans eingeatmet hatte, doch der Heiler Goldenar ( Feuerdrache) war zu stark verwundet und musste sich erstmal um sich selbst kümmern.


    Somit überstanden Trinko ( Tragosso) und Emilia ( Fenrir Kuroōkami) nicht mehr lange. Pferdinand versuchte seinen Herrn, der vom Hahn zu Boden gebracht wurde, zu rächen, hielt aber selbst auch irgendwann nicht mehr durch. Der Fall ihrer Gefährten brachte Scarlet ( Jacqueline) in Rage und sie schlug wie wild auf den Raben ein, der dann nach zwei mächtigen Schwerthieben auch schon explodierte. Wie der Schwan zuvor schoss ein Energieblitz gegen den Baum, und Staub und schwarze Federn fielen herunter.


    Als die Eule ihre Schrei ausstieß, sank die Sehkraft aller deutlich, und sie konnten nur noch verschwommene Umrisse wahrnehmen. Erkennbar war allerdings, dass sich der Schwan in geisterhafter Form wieder manifestierte. Er dankte Scarlet und Emilia für die bestandene Prüfung der Einsamkeit und seine Erlösung, dann heilte er die beiden ein wenig bevor er in die Nacht hinausflog.


    Goldenar konnte auch Trinko wieder auf die Beine bringen, der sich dann seinen lange ersehnten Moment erfüllt und dem verfluchten Hahn den Todesstoß versetzte, womit nur noch einer der vier Vögel übrig war. Das Unkraut und Ungeziefer am Boden sah aber immer noch sehr aktiv aus, weshalb Emilia sich entschloss, etwas gegen die Ranke zu unternehmen.


    Es schien gerade besser für die Gruppe auszusehen, doch waren alle noch immer fast am Ende ihrer Lebenskraft. Ein giftiger, violetter Nebel des Baumes wurde vieren der fünf Menschen zum Verhängnis. Lediglich Goldenar überstand den verheerenden Angriff und sah sich in einer Situation wieder, die er schon während seiner Alptraum-Prüfung erlebt hatte. Dies bemerkte auch der nun erlöste Rabe, der im geiste zu Trinko, Tuan und Goldenar sprach, es aber für das beste hielt, seine gesamte verbliebene Kraft dem Heiler zu überlassen.


    Der nutzte die Energie, um sich selbst zu Heilen und Emilia durch eine Nothilfe zu stabilisieren. Der Pilz konzentrierte sich nun auf Goldenar und versuchte ihn mit seinen Sporen zu paralysieren, doch dieser konnte dank Phasenverschiebung immer wieder entgehen. Rücken an Rücken mit Emilia mussten sich die beiden zu zweit eine Zeit lang gegen die Eule, die Ranke und den Pilz behaupten. Lediglich die beiden Schattenkäfer hatten genug von Goldenar und krabbelten zur bewusstlosen Naraya, um sie anzuknabbern.


    Irgendwann schafft es Goldenar, auch Scarlet wieder fit zu machen, welche sich gemeinsam mit Emilia um die zähe Eule kümmerte. Dem Dank und die zusätzliche Aufstachelung des Hahnes zum trotz konnte sich die Rothaarige nicht lange auf den Beinen halten, doch dank Goldenar konnte sie sich noch einmal aufrappeln und der Eule den Rest geben. Der Energieblitz, der von ihr ausging, zersplitterte die äußere Rinde des Baumes komplett, so dass dieser nun deutlich verwundbarer aussah.


    Die Gefahr war jedoch noch lange nicht vorüber. Emilia konnte zwar einen der Käfer, die nun wieder auf die wachen Kämpfer aufmerksam geworden sind, zerstechen, doch der Agent der Verzweiflung begann bereits, neue zu beschwören, und machte Scarlet zudem mit seinem Giftnebel zu schaffen.


    Goldenar heilte so er kann dagegen an und gab Scarlet somit die Gelegenheit, den Angriff gegen den Baum selbst zu eröffnen. Emilia konnte sich aber irgendwann nicht mehr gegen die ganzen Viecher durchsetzen und wurde besiegt, womit sich die Ranke auf Scarlet konzentrieren konnte und sie ebenfalls zu Fall bringen konnte.


    Ein weiteres Mal stand nur noch Goldenar, doch dieser erhielt für die bestandene Prüfung der Finsternis einen Segen von der Eule, die nun wie die anderen Vögel erlöst war und dankbar die Nacht verschwand. Dank diesem konnte er den Angriffen von Pilz und Pflanze erfolgreich ausweichen und Emilia heilen. Der schon länger bewusstlose Tuan erhielt von der Eule ebenfalls eine Hilfe, jedoch eine sehr eigenartige – er konnte dem Agenten der Verzweiflung die geistige Kontrolle über einen der Käfer entreißen.


    Diese nutzte er sofort, um die beiden anderen Käfer, sich sich bei Emilia befanden, anzugreifen und damit seine Mitstreiterin zu entlasten. Goldenar schaffte es inzwischen zwar, immer wieder den Sporen des Pilzes zu entgehen, bei den Versuchen, Scarlet zu heilen, hatte er aber weniger Glück. Der Tuankäfer lenkte seine beiden Artgenossen erfolgreich von Emilia ab und schaffte es gemeinsam mit ihr, sie zur Strecke zu bringen, wobei er dabei auch selbst draufging.


    Noch immer sah es allerdings nicht gut aus, und Emilia, etwas benommen von Pilzsporen, erinnerte sich daran, dass Naraya noch zwei Heiltränke bei sich hatte. Vorsichtig nahm sie diese aus ihrer Tasche und trank einen davon aus. Goldenar nutzte seine Magie, um sich selbst wieder etwas zu heilen, doch durch die ganzen Angriff des Unkrauts und Ungeziefers intensivierte sich langsam das Gift in seinem Kreislauf.


    Das zwang ihn, erst einmal mit Heilmagie und einer übrigen Gegengiftbeere zu verhindern, dass er selbst das Bewusstsein verlor, womit der Weg zur endgültigen Verzweiflung nur noch eine Frage der Zeit gewesen wäre. Um die Versorgung von Gefährten kümmerte sich unterdessen Emilia, die ihrer neuen besten Freundin Scarlet einen Heiltrank einflößte. Glücklich über das freundliche Gesicht und noch immer gestärkt vom Abschied des Hahns nahm Scarlet ihre Kräfte zusammen und wirbelte noch einmal herum, was den Baum zwar nur ankratzte, aber eine Ranke zerschnetzelte und auch dem Pilz neben ihr ordentlich zusetzte.


    Dem gab Emilia dann den Rest, doch ein neuer wurde direkt beschworen, und der schaffte es auch endlich mal, Goldenar zu lähmen. Der war sich damit nicht mehr so sicher was seine Heilmagie anging und nutzte seinen Heiltrank, um Trinko wieder zurück in den Kampf zu holen. Der Ritter ließ keine Zeit verstreichen und machte sich sofort auf, den Baum anzugreifen und den Pilz daneben mit seinem Schild zu unterdrücken.


    Scarlet eilte dann ihrem Heiler zu Hilfe und schlug nach einer der beiden Ranken, die ihn belagerten, und dieser half daraufhin Emilia, durchzuhalten und sich ebenfalls den Ranken zu widmen. Langsam konnte die Gruppe wieder die Oberhand gewinnen. Scarlet begab sich zurück zu Trinko an den Baum und zerstach die dort immer wieder hervorsprießenden Pilze, während Emilia Ranken zerschnitt und sich Goldenar um die Heilung kümmerte.


    Als die Lage wieder stabiler aussah, konnte sich Goldenar auch endlich mal daran machen, den stark verletzten Tuan zu heilen. Der nutzte eine neue Spezialtechnik, bei der er mit Hilfe seines brennbaren Öls Feuer versprühen konnte, um dem dagegen empfindlichen Baum heftigen Schaden zuzufügen. Da er allerdings seinen Dolch irgendwann im dunkeln auf die Eule geworfen und noch nicht wiedergeholt hatte, konnte er danach nicht mehr viel machen.


    Tatsächlich erwies er sich aber als nützlich, indem er einige Pilze, die Scarlets Schwertstich nur knapp überlebten, mit seiner Hand zerdrückte. Dem Agenten fiel es unterdessen immer schwerer, neue Diener zu beschwören, und er musste irgendwann anfangen, Teile seiner Lebenskraft dafür zu opfern. Als dann auch der letzte Käfer von Emilia zerstückelt wurde und nur noch eine einzelne Ranke überblieb, bäumte er sich zu einem letzten Widerstand auf.


    Durch seine Wurzeln beeinflusste er den Boden selbst, so dass ein waberndes, lilafarbenes Gift heraufstieg, das alle verletzte und in seiner Stärke stetig zunahm. Emilia und Tuan, der sich aufgemacht hatte, seinen Dolch zu suchen, konnten dies nicht lange aushalten und fielen zu Boden. Trinko verschaffte sich etwas Zeit, indem er sich auf sein Schild stellte, und Tuan tat das gleiche, nachdem Goldenar ihn wieder zurückgeholt hatte.


    Da er sonst aber noch nicht viel ausrichten konnte, suchte er den Baum nach einer Schwachstelle ab, und entdeckte dabei den Schatten einer einzelnen Frucht. Scarlet und Trinko schlugen derweil weiter auf den Baum ein, dem von diesem Zeitpunkt an mit jedem Hieb geisterhafte Schwaden entwichen und Äste abfielen. Schließlich zerberstete der Stamm nach einem herzhaften Schlag von Trinko. Energieblitze zuckten durch ihn hindurch, während sämtliche Äste und auch viele Holzstücke vom Stamm abfielen und nur ein toter und entzweiter Rest zurückblieb.


    Es war endlich vorbei – das Gift am Boden zog sich langsam zurück, der Nebel begann sich zu lichten und auch die letzte Ranke sank leblos zu Boden. Erschöpft sah sich Scarlet um, während Goldenar der bewusstlosen Emilia wieder auf die Beine half. Der Boden war bedeckt mit toten Käfern, Pilzstücken, zerrissenen Ranken und einer Menge menschlichem Blut. Ein grausiger Anblick, doch das Wissen, dass der Agent nun zerstört war, brachte Hoffnung.


    Zusammen mit Emilia konnte Scarlet zwischen den herumliegenden Zweigen eine seltsame und erstaunlich große Nuss finden. Während sie versuchte, diese mit ihrem Schwertknauf zu knacken, erschien der Geist des Totengräbers und erklärte, dass dies die Saat der Verzweiflung war. Würde man ihr die Möglichkeit geben, könnte daraus ein neuer Agentenbaum wachsen. Er selbst, so sagte der Totengräber, könnte nun endlich Ruhe finden und würde in wenigen Tagen diese Welt für immer verlassen. Bis dahin würde er auf dem Friedhof verweilen, falls er noch etwas für die Helden tun könnte.


    Langsam verschwand er, und Scarlet fuhr damit fort, die Nuss zu knacken. Wie von ihr erhofft befand sich darin ein violettes Juwel, das den beiden ähnelte, die sie an ihrem Ring trug. Das gab ihr die Gewissheit, dass der Agent nun wahrhaftig besiegt war, und sie steckte ihre neue Trophäe sogleich ein.


    Goldenar hatte inzwischen Pferdinand versorgt, und Trinko fütterte seinem geschwächten Gefährten nach dessen Erwachen sofort mit dem letzten Proviant, den er noch bei sich hatte. Der Kampf war überstanden. Was mit Naraya war, wusste niemand, außer dass ihr Körper vollkommen überwuchert war, die Farbe dieser Wucherungen jedoch anfing zu verblassen. Alle anderen hatten die Begegnung aber mehr oder weniger heil überstanden und waren sich einig, dass eine Nachtwanderung zurück in die Stadt das beste wäre.


    Nach fast einem halben Tag auf dem verseuchten Heim konnten sie endlich wieder die frische Luft des normalen Waldes einatmen, während sie durch den freigeschnittenen Pfad zurück auf die Straße gelangten. Während Trinko seine Elfenfreudin, über deren Zustand er immer noch im Ungewissen war, mit Hilfe von Pferdinand transportierte, wanderte Goldenar, ohne den gewiss niemand um ihn herum mehr leben würde, erschöpft und schweigend mit der Gruppe. Tuan hingegen sorgte mit einer Fackel für ausreichend Licht und unterhielt sich unterwegs mit Scarlet und Emilia angeregt über die Bedeutung der geheimnisvollen Steine und die Zukunft der Heldengruppe.


    Doch das ist andere Geschichte, denn hier endet die vierteilige Aktion im BisaChat. Die Abenteuer werden im bewährten Dungeons & Dragons-System mit den Beteiligten fortgesetzt, in einer neuen Gruppe auf dem Pen & Paper Discord Server des BisaBoards. Für Neueinsteiger wird es aber auch irgendwann wieder Aktionen geben, die in der gleichen Welt, aber vielleicht in einer anderen Zeit spielen. Die werden dann wahrscheinlich deutlich kürzer sein, aber mehr dazu, wenn es soweit ist. ^^


    Vielen Dank jedenfalls an alle, die mitgespielt haben, ich hoffe ihr hattet Spaß dabei. =)

  • Sol

    Hat das Thema geschlossen