Das beste Buch aller Zeiten! - Diskussionstopic

  • aber nach jedem Lesen total depressiv werde und für etwas Eskapismus lieber zum Sherlock greife.

    Das ist die klassische Problematik, was eigentlich "das beste Buch" ausmacht. Um einen früheren Beitrag von dir zu zitieren:

    Was nicht heißt, dass Sherlock Holmes jetzt objektiv schlechter sei

    Der Punkt ist ja, dass es mangels objektiver Kriterien, was ein gutes Werk (Buch, Film, Musik, Kunst, wasweißichnichtalles) ausmacht, gar kein objektiv besseres oder schlechteres Werk geben kann. Es ist also völlig legitim sich wahlweise selbst Kriterien zu bestimmen oder völlig subjektiv zu entscheiden. Wobei dein erstes Zitat gleichzeitig den Konflikt deutlich macht, als auch andeutet, was Momo den Sieg gebracht haben dürfte: Es funktioniert sowohl als eskapistisches Lesen zur Unterhaltung, als auch als ein Werk, in dem viel enthalten ist, was sich mitnehmen lässt. So lässt sich eben gut auf einen Nenner kommen, es ist kein "unangenehmes" Lesen, weil man zwar merkt, dass die Autorin was zu sagen hat, aber nicht irgendwelche Aspekte einfach anstrengend sind. Solche Aspekte machen die Bücher dann nicht weniger lesenswert und sicher kann ein solches Buch Erkenntnisgewinn bringen. Der Eskapismus, den viele Leserinnen suchen, bieten diese Bücher leider nicht. Wie gesagt, das ist wohl, warum Momo gewonnen hat, egal ob die Leserin Eskapismus oder Erkenntnisgewinn (bzw wenigstens kluge Gedanken) sucht, hier iwrd beides angeboten.