Beiträge von Zujuki

    Nacht 8



    Heute hatte Sesokitz Mipha Geburtstag. Freudig lief sie durch Trubelstadt und hoffte, das heute der letzte Übeltäter gefunden werden würde. Doch die anderen Pokemon waren nicht so richtig in Feierlaune. Es waren bereits viele versteinert worden. Selbst Mitschüler von Sesokitz. Und dann beschlossen die Dörfler auch noch, das Sesokitz zu den Übeltätern gehören müsste. Sesokitz hatte sich so sehr darauf gefreut, mit ihren Freunden in Trubelstadt Geburtstag zu feiern, wieso sollte sie da potenzielle Gäste in Steinstatuen verwandeln wollen? Doch die lebenden Pokemon waren anderer Meinung. Erst als das Sesokitz sich in eine Steinstatue verwandelt hatte, merkten die Pokemon, das Mipha nicht Imposter, sondern Miposter war. Keine Ahnung, ob das gut oder schlecht ist. Jedenfalls gesellte sich Sesokitz Mipha nun zu den Versteinerten und feierte mit ihnen auf der Apokalypse-Aftershow-Party Geburtstag.



    Mipha Sesokitz wurde versteinert und es beginnt Nacht 8, welche bis morgen 21 Uhr andauert.



    Tag 7


    Da war Biditza zu Besuch in Trubelstadt gekommen zm sich zu entspannen und nun stand er inmitten einer Katastrophe. Immerhin hatten sie gestern einen der Übeltäter erwischt. Bidiza hoffte, das sie bereits alle bösen Pokemon erwischt hatten. Am morgen machte er sich auf den Weg zum Versammlungsplatz. Er trat aus dem Hotel und sah die aufgehende Sonne zwischen den Häusern. Doch plötzlich wurde es dunkel. Bidiza war zu Stein erstarrt.


    Heute ist Kräme Bidiza versteinert worden und es beginnt Tag 7, welcher bis morgen 21 Uhr andauert. Denkt an den Lynchzwang!



    Außerdem wurde mal wieder eine Nachricht gefunden.


    Zitat

    Offenbar gab es letzte Nacht ein Missverständnis. Keinesfalls wollte euch jemand vom Elize-Lynch abraten oder implizieren, dass Sirius nicht Town war. Jemand wollte nur sichergehen, dass es bekannt ist, dass es einen Self-Tailor geben kann. Wahrscheinlich ist Sirius Town und der Mafia war es recht egal, in welches Paar zuerst gelyncht wird.

    Die Readliste war so gemeint, dass es (namentlich nicht genannte) ziemlich sicher unschuldige Personen gibt, die die genannten Personen verdächtigen. Aktuell stehen Mipha und Rexy auf der Scumliste ganz oben. TosTos, Brisingr und Kräme vermutlich Town.

    Leider gibt es keine Watcher-Reports, die einen weiteren Maf überführen könnten - nur die Info, dass Elize Onel getötet hat und dass der "Doppel-Hooker" nicht als Besuch zählt. Es gibt aber ein halbsehendes Auge, das heute Nacht auf Evoluna geht.



    Tag 6


    Xatu stand hoch oben seinem Berg. Von dort aus hatte er konnte er von der Forschungseinrichtung des Forscherteams über Trubelstadt bis nach Ruhenau schauen. Nichts entging seinem scharfen Blick. Wer vermochte schon zu sagen, was dieses Pokemon schon alles gesehen hatte. Als die Sonne aufging, stand am Rande des Berggipfels eine steinernde Statue. Die regungslosen Augen blickten weiterhin über das Land. Doch Xatu kam an diesem Tag nicht mehr ins Dorf. Und er sah auch nicht mehr, was dort vor sich ging und was dort noch vor sich gehen würde.


    Heute ist Impergator Xatu versteinert worden und es beginnt Tag 6, welcher bis morgen 21 Uhr andauert. Denkt an den Lynchzwang!



    Außerdem wurde mal wieder eine Nachricht gefunden.



    Nacht 6


    Die Lage der übrigen Pokemon wurde immer verzweifelter. So viele waren bereits versteinert worden. Diesmal standen Sirius und Elize Thorne im Fokus der Debatte. Als die Trubelstädter sich entschieden hatten, verwandelte sich plötzlich einer von beiden in eine Steinstatue.




    Hiermit wird Sirius Psiau versteinert und es beginnt Nacht 5, welche bis morgen 21 Uhr geht. Bitte die Nachtaktionen bis morgen spätestens 21 Uhr an uns.



    Tag 5


    Bamelin suchte die Tiefen des Meeres nach Hinweisen ab. Die ganze Nacht schwamm das Wasserpokemon umher, um etwas zu finden, das weiterhalf. Langsam dämmerte es und es wurde heller. Bamelin beschloss zur Oberfläche zurückzukehren und sich mit den anderen zu treffen. Vielleicht waren sie erfolgreicher gewesen? Doch Bamelin erreichte die Oberfläche nicht mehr. Später wurde eine an den Strand gespülte Steinstatue von Bamelin gefunden.


    Heute ist Gray Ninja Bamelin versteinert worden und es beginnt Tag 4, welcher bis morgen 21 Uhr andauert. Denkt an den Lynchzwang!



    Außerdem wurde mal wieder eine Nachricht gefunden.


    Zitat

    Jubelnd und feiernd schlendern die Einwohner durch die Stadt. War doch endlich ein weiteres Mafiamitglied seiner gerechten Strafe erteilt worden. Optimistisch sahen sie der Zukunft entgegen. Bald würde die ganze Stadt wieder den Dorfbewohnern gehören. Keine schlaflosen Nächte mehr, kein Zittern und Bangen mehr unwissend Wer als nächstes ein grausames Schicksal erleiden würde. Doch die Freude hielt nicht lange. Ein unheimliches Lachen hallte durch die Stadt,gefolgt von einer gruseligen Stimme die einem durch Mark und Bein ging: "Freut euch nicht zu früh! Wir geben niemals auf und glaubt uns, die folgenden Nächte werden nur noch schlimmer." Angst verbreitete sich im Dorf, doch nicht lange. Gab es doch immer noch das Rätsel dessen Lösung niemand wusste. Wird das Dorf wieder erfolgreich sein oder wird das Mitglied der Mafia seine Täuschung weiter aufrecht erhalten.


    Nacht 5


    Heute gab es eine hitzige Diskussion auf dem Dorfplatz. Sirius und Ryokun sollen gestern im Wald gewesen sein, wo sich die beiden uin der Nacht Versteinerten befanden. Am Ende entschieden sich die Trubelstädter für Ryokun.



    Hiermit wird Ryokun Icognito-? versteinert und es beginnt Nacht 5, welche bis morgen 21 Uhr geht. Bitte die Nachtaktionen bis morgen spätestens 21 Uhr an uns.



    Tag 4


    Am nächsten morgen gingen Flunkifer und Dedenne zusammen los um nach Hinweisen zu suchen. Sie erforschten einen Dungeon, in dem sie einen Unterschlupf der Bösen vermuteten. Leider fanden sie nach langem Suchen nichts als versteinerte Pokemon. Enttäuscht machten sie sich auf den Rückweg zum Dorf, als ihre Bewegungen plötzlich immer steifer und langsamer wurden. Als die anderen Dörfler sich, wie jeden Tag, auf dem Dorfplatz versammelten, waren Flunkifer und Dedenne nicht dabei. Sie waren beide längst zu Stein erstarrt.


    Heute sind Onel Dedenne und Isamu_17 Flunkifer versteinert worden und es beginnt Tag 4, welcher bis morgen 21 Uhr andauert. Denkt an den Lynchzwang!





    Außerdem wurde mal wieder eine Nachricht gefunden. Welche das wohl sein mag?


    Danke für dem Kommentar Rusalka.
    Jetzt kommt endlich das nächste Kapitel.


    Kapitel 7 - Sora aus der Kristallstadt



    Lucius


    In Gedanken war Lucius bei den anderen Schiffen. Er hoffte, dass sie es sicher nach Beke geschafft hatten. Zusätzlich war er frustriert darüber, dass sie nicht früher versucht hatten für mehr Sicherheit zu sorgen. Nun war ein Kampfmagier mit Soldaten auf dem Weg nach Netriem und Bekes Siedlung war bis auf ein paar Jäger unbewaffnet. Wie es aussah waren sie zu naiv und zu planlos vorgegangen. In ihrer Euphorie und Neugierde hatten sie geglaubt, das der Krieg ihnen nicht folgen würde. Und jetzt saß Lucius in der Zelle eines Kriegsschiffes. Nach ein paar Stunden wurde er an Deck gebracht und sah, dass sie sich wieder in Netriem befinden mussten. An Land waren viele Zelte und Menschen waren dabei Bäume zu fällen und zu bearbeiten. Es musste sich um Lumors Siedlung handeln, von der Bernd vor der Abfahrt erzählt hatte. Lucius fragte sich, ob Bernd bereits mit den Leuten hier gesprochen hatte. Falls nicht, sollte ihm sehr bald das Kriegschiff auffallen.


    Lucius wurde mit einem Beiboot zur Insel gebracht. Dort brachte ihn ein Matrose in einen Käfig.


    „Nur ein Pirat“, sagte der Kampfmagier den Anwesenden. „Die Soldaten dienen eurer Sicherheit und der Sicherheit unserer Forscher.“


    Die kleinen Boote wurden zurück zum Schiff gefahren und brachten immer mehr Menschen an Land.


    Der Magier kam auf Lucius zu.


    „Nehmt den Käfig und tragt ihn ein Stück in den Wald“, befahl er mehreren Soldaten. Nachdem sie den Käfig zwischen den Bäumen abgestellt hatten, gingen die Soldaten zur Siedlung zurück.



    „Ihr habt eine Forschungsgruppe hier nicht war“, fragte der Magier.


    „Wo ist sie?“


    „Woher soll ich das wissen“, antwortete Lucius verwundert.


    „Ich bin nicht dafür zuständig.“


    „Sagt mir alles, was ihr über Netriem wisst.“


    „Ich glaube nicht, dass euch das etwas angeht. Wenn es euch interessiert, hättet ihr auch netter fragen können.“


    Der Magier erzeugte eine Flamme in seiner Hand.


    „Sagt mir, was ihr wisst!“


    „Ich weiß nichts über Netriem. Außer das hier genug Platz zum Leben für alle ist und wir keinen Krieg wollen.“


    „Und das soll ich euch glauben“, fragte der Magier. Er ergriff Lucius Arm. Die Flamme war immer noch in seiner Hand, sodass sie eine Brandwunde hinterließ. Lucius schrie auf und riss den Arm zurück.


    „Ich weiß nicht was ihr von mir wollt! Ich bin Seemann, verdammt!“


    Der Magier ließ die Flamme erlischen.


    „Ich werde später zurückkommen.“


    „Lasst mich hier raus!“


    „Tut mir Leid, aber ihr gehört zu Lumors Feinden.“



    Diego


    Langsam ging Diego zurück zum Lager. Den Kapitän ließ er im Wald zurück. Er hatte nicht das Gefühl, das er etwas wusste. Aber man konnte nie sicher sein. Die nächste Befragung würde ein Soldat für ihn erledigen. Diego schickte mehrere Soldaten zur Bewachung des Gefangenen in den Wald. Für ihn war es oberste Priorität herauszufinden, was die Leute aus Beke über Netriem wissen. Außerdem musste er den Forschungstrupp finden, den die Universität von Beke Spionen zufolge losgeschickt hatte um die Gegend zu untersuchen. Den Forschern aus Lumor war leider nichts über dieses Land bekannt. Doch vor einigen Jahren war eine Flaschenpost tief in der Wildnis an einem Strand gefunden worden. Niemand wusste, wie lange sie dort gelegen hatte. Auch kannte niemand die Sprache mit der die Nachricht im Inneren der Flasche geschrieben worden war. Sie war schon stark verblasst, so dass nur ein Teil der Nachricht zu sehen war. Es war sehr schwierig den Text zu übersetzen, doch sie hatten es geschafft:


    „Mein Name ist Sora,


    seit 12 Sommern wohne ich in der Kristallstadt. Der große Turm in der Mitte leuchtet in allen möglichen Farben. Er ist wunderschön … Immer wenn sie sich öffnet … Ich bin gerannt so weit ich konnte, doch … Darum hoffe ich, das diese Flasche jemanden da draußen erreicht. Rettet uns!“


    Was war die Kristallstadt? Wer war Sora und wovor wollte er oder sie gerettet werden? Und was war mit der Blüte gemeint? Durch die ständigen Kriege hatten sie nie viele Möglichkeiten gehabt den Ursprung der Nachricht auszumachen. Doch als eine Gruppe Abenteurer aus Beke Netriem entdeckt hatte, vermutete man den Ursprung der Nachricht dort.


    Was immer hier versteckt war, Diego würde dafür sorgen, das es den Leuten aus Beke nicht in die Hände fiel. Er ging ins Lager zurück und sprach mit dem Aufseher. Dieser hatte offenbar ein Gespräch mit dem Bürgermeister von Bekes Siedlung gehabt. Dieser hatte bestätigt, dass es eine Forschergruppe im Wald gab. Außerdem war eine Gruppe Hunde verschwunden, was Diego wenig interessierte. Es bedeutete allerdings, das Jäger im Wald nach ihnen suchten. Und wer weiß, auf was diese dort stoßen konnten. Die Forscher aus Lumor wollten keine Zeit verlieren und direkt am nächsten Tag aufbrechen. Als Kampfmagier begleitete Diego die Forscher und schützte sie vor Gefahren im Wald. Er war allerdings kein einfacher Soldat, sondern gehörte zu einer Spezialeinheit, die ihre Befehle direkt vom König erhielt. Daher wusste er von der Nachricht. Neben dem Schutz vor Gefahren war es seine Aufgabe herauszufinden, was die Leute aus Beke über Netriem wussten. Da der Kapitän zur ursprünglichen Abenteurergruppe gehört haben soll, hatte Diego sein Schiff angegriffen. Da sie nicht wussten wie gut die Bekes Siedlung bewacht war, erschien dieser Angriff sicherer als ein Angriff auf die Siedlung. Auch hatten sie eigene Siedler vorgeschickt, die das Land für sich beanspruchen und etwas Vertrauen schaffen sollten.


    Am nächsten Tag hatten sie wieder den Gefangenen befragt. Jedoch führte die Befragung zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis. Der Kapitän schien nichts zu wissen. Der Auseher wollte heute in Bekes Siedlung reisen, um mehr herauszufinden. Da die Möglichkeit bestand, dass Bekes Forschergruppe noch nichts gefunden hatte, wollten sie nun zu einer eigenen Expedition aufbrechen und die Umgebung kartografieren.



    Sakira


    Der Aufstieg dauerte eine Weile, doch für die Assicht hatte es sich gelohnt. Sie waren auf der Spitze des Berges angekommen und hatten nun einen guten Überblick über den Wald. Der Berg war nicht besonders hoch im Vergleich zu den Bergen, welche weiter hinten zu sehen waren. Allgemein stieg die Landschaft immer weiter an, je weiter man ins Landesinnere am. Am Horizont konnte man gerade so das Meer ausmachen und auf der anderen Seite war die immer steiler werdende Landschaft, welche sich zu einem Gebirge formte. Sie sahen den Fluss den sie überquert hatten. Er kam aus dem Gebirge und ging einen Wasserfall herunter in einen tiefer liegenden Bereich. Von dort aus schlängelte er sich in großen Bögen durch den Wald bis zum Meer. „Eine schöne Aussicht“, sagte Sakira. Es ist schön ab und zu mit so einer Aussicht belohnt zu werden“, stellte John fest. Ben und Mara standen hinter ihnen und schauten sich ebenfalls um. Dann suchte sich Ben einen flachen Stein und breitete ein Papier aus. Dann begann er mehrere Zeichnungen anzufertigen.


    „Waldgeister findet man oft an Orten die unberührt, alt und dicht bewachsen sind“, erklärte Mara. „Das trifft zwar alles auf diesen Wald zu, aber wir können nach besonders dichten Stellen suchen. Sie halten sich gerne an besonders dicht bewachsenen Orten auf. Und sie scheinen Flüsse zu meiden. Das könnte der Grund sein, warum wir in der Nähe der Siedlung keine gefunden haben.“


    „Warum meiden sie Flüsse? Mögen sie kein Wasser“, fragte Sakira.


    Das ist nicht ganz klar. Es kann sein, das sie einfach Angst haben vom Wasser mitgerissen zu werden. Andererseits sieht es nicht so aus, als wenn sie sich nicht festhalten könnten. Eine andere Theorie ist, dass sie Flüsse als Reviergrenzen betrachten. Wobei es auch Wissenschaftler gibt die behaupten, das Waldgeister gar kein richtiges Revier hätten.“


    „Das könnte erklären, warum wir Nahe der Siedlung keine gesehen haben“, vermutete Sakira.



    „Seht euch das an“, rief Mara plötzlich und deutete auf einen Grünstreifen, der ins Gebirge führte. „Dort gibt es keine Bäume. Es ist möglich, dass dort mal ein Steinpfad war.“


    „Ich bin gleich soweit, dann können wir aufbrechen“, murmelte Ben.


    „Wir sehen uns das an“, beschloss Sakira.


    Nachdem Ben sene Karte fertig gezeichnet hatte, brachen sie auf. Sie wollten vor Einbruch der Dunkelheit die Stelle erreichen, auf die Mara gedeutet hatte und dort ihre Zelte aufbauen und etwas Nahrung sammeln.



    Ryan


    Ryan stolperte durch den Wald, bis die Steinwand die er hinuntergestürzt war flacher wurde. Er hatte immer noch Schmerzen am ganzen Körper, weshalb er nur langsam laufen konnte. Als die Steinkante weit genug unten war, kletterte Ryan hoch. Oben angekommen hörte er ein Geräusch. Jemand rief etwas.


    „Ryan“, hörte er plötzlich.


    „Ich bin hier“, antwortete Ryna laut. Nach kurzer Zeit tauchte Maike zwischen den Bäumen auf.


    „Zum Glück habe ich dich gefunden“, sagte sie erleichtert. „Wir gehen zurück.“


    Ja, so ein Mist“, fluchte Ryan. Maike und der übrige Jäger Jack nahmen die beiden Leichen und zogen sie durch den Wald. Außerdem fand Ryan sein Gewehr wieder, das er im Kampf verloren hatte.


    „Ich muss weitersuchen“, sagte Ryan.


    „Du bist verletzt. Komm erstmal mit zurück“, entgegnete Jack.


    „Ich komme zurecht“, antwortete Ryan und ging.


    „Wir können dich nicht einfach zurücklassen“, rief Maike ihm hinterher.


    Doch Ryan hörte nicht auf sie und ging. Ohne Shiva war es, als würde ihm etwas fehlen. Er musste sie einfach finden. Er wusste das es nicht besonders schlau war alleine in einen gefährlichen Wald hineinzu laufen, aber er hatte dennoch das Gefühl, es tun zu müssen. Statt zurück zu der Stelle zu gehen, wo sie den Fluss überquert hatten, nahm er den Weg bergauf. Das Gelände wurde steiler und das gehen fiel ihm schwerer. Daher musste Ryan des öfteren eine Pause einlegen. Als der Abend nahte, baute Ryan ein paar Fallen und ein Lager aus heruntergefallenen Ästen und Blättern auf. Nach einer kurzen Jagd machte er sich Feuer und zog sich nach dem Essen in sein provisorisches Zelt zurück. Von dort aus konnte Ryan die Sterne sehen. Er genoss die kühle Luft und lauschte den Geräuschen des Waldes. Rund um sein Lager hatte er mehrere Fallen aufgebaut, sodass er hören würde, wenn sich etwas nähert. Dennoch schlief er wenig und vesuchte wachsam zu sein.


    Nach einer Weile sah er plötzlich etwas zwischen den Bäumen. Es leuchtete und verharrte regunglos in der Luft.


    „Was macht ein blaues Irrlicht hier“, fragte sich Ryan. Plötzlich sauste es davon. Ryan lief hinterher, stolperte jedoch schnell über einen Ast und fiel hin. Da er das Irrlicht aus den Augen verloren hatte, ging er zurück zum Lager und legte sich wieder hin. Morgen würde er weiter nach den Hunden suchen.



    Nacht 4


    Aufgeregt rannte Dedenne auf den Dorfplatz. "Ich weiß wers ist. Rabigator hat mal für die Schurken gearbeitet!!! Er muss mit Darkrai unter einer Decke stecken!!!"

    Sofort gingen die Dörfler zum Haus von Rabigator um ihn zu lynchen. Doch er war bereits zu Stein erstarrt.


    Hiermit wird Coro Rabigator versteinert und es beginnt Nacht 3, welche bis morgen 21 Uhr geht. Bitte die Nachtaktionen bis morgen spätestens 21 Uhr an uns.


    Tag 2


    Wieder ging eine Nacht vorüber und ein neuer Morgen brach an. Da ein Übeltäter gefunden worden war, hofften alle, dass die Versteinerungen nun aufhören würden. Allerdings wurde am Tag wieder ein versteinertes Pokemon entdeckt. Bei der Statue handelte es sich um SuppE Ampharos Also versammelten sich die Pokemon wieder auf dem Dorfplatz und hofften, dass sie heute weitere Hinweise auf den Übeltäter finden würden.



    Heute Nacht ist SuppE Ampharos versteinert worden. Es beginnt Tag 1 und geht bis morgen 21 Uhr. Außerdem besteht Lynchzwang. Bei Gleichstand oder NL entscheidet der Zufall wer gelyncht wird.


    Außerdem wurde eine Nachricht gefunden:


    Zitat

    Schlägt man die Geschichtsbücher seiner Heimat auf, um über die prachtvolle Vergangenheit zu lesen, findet man früher oder später auch die dunklen Kapitel. Ob gewaltige Naturkatastrophen, verbrecherische Machenschaften oder das unheilvolle Böse persönlich... wenn ihr dies lest, hat ein weiteres dieser Kapitel begonnen und es liegt an euch es mit einem glücklichen Ende abzuschließen. Noch seid ihr in Dunkelheit gehüllt und die Angst mag euch bereits lähmen, doch da wo es Schatten gibt ist auch Licht . Jedes Mal, wenn die Sonne aufgeht, wird dieses Licht einen dunklen Pfad erleuchten, denn sobald es auf die Versteinerten trifft, offenbaren sich mystische Symbole, die bei der Suche nach dem Bösen wertvolle Informationen offenbaren.


    Die Trauer um den Tod von Neochu war bereits verflogen, als das Licht des beginnenden Tages eine Inschrift offenbarte, die die Absicht des Ohrdochs beschrieb, das während der ersten Nacht wohl versuchte ein Wesen namens "SuppE" vor dem Bösen zu schützen.



    Nacht 2


    Die Trubelstädter versammelten sich erneut auf dem Dorfplatz von Trubelstadt. Dort trugen sie die gesammelten Hinweise zusammen. Da es immer mehr Versteinerungen gab, war Eile geboten. Da langsam Panik aufkam, drohte jemand mit einer Pistole, um sich zu schießen. Doch daraus wurde nichts, denn es waren nur Platzpatronen drin. Also beschlossen die Dörfler einen der möglichen Übeltäter zu lynchen. Sie entschieden sich schließlich für Roxas Oblivion Darkrai.



    Damit wird Roxas Oblivion Darkrai gelyncht. Durch kurz vor seinem Tod verwandelt er sich in eine Steinstatue. Es beginnt Nacht 2. Diese geht bis morgen um 21 Uhr.


    Tag 1


    Als die ersten Versteinerungen begannen, war es in Trubelstadt, bis auf den üblichen Trubel, noch recht ruhig. Zuerst wurden nur in einzelnen Dungeons versteinerte Pokemon entdeckt, jedoch irgendwann auch in den Städten. Da es immer mehr Versteinerungen gab, versammelten sich die Bewohner von Trubelstadt auf dem Dorfplatz, um sich zu beraten. Auch Ampharos Forscherteam war dabei. Da Ampharos der Anführer des Teams war, versuchte er die Dorfbewohner zu beruhigen und versprach, dass er und sein Team alles tun würden, um die Versteinerungen zu beenden. Er schickte alle Teammitglieder in die Welt hinaus, damit sie nach Hinweisen suchen konnten. Bamelin sucht im Meer nach Hinweisen und Scoppel in der Erde. Flunkifer sucht in der Bibliothek nach altem Wissen und Jirachi beobachtet die Sterne. Neben den Mitgliedern des Forschungsteams machten sich auch die Bewohner von Trubelstadt und Ruhenau auf, nach Hinweisen zu suchen. Jeder wollte dabei helfen, die Verantwortlichen zu finden. Doch während sie noch planten, waren auch Schurken in der Gegend und beobachteten das ganze. Da sie für noch mehr Versteinerungen sorgen wollten, mussten sie die Pläne vereiteln. In der Nacht nach der Versammlung schlichen sie durch Trubelstadt und begannen, ihre eigenen Pläne umzusetzen.


    Als die Pokemon sich am nächsten Tag erneut auf dem Dorfplatz versammelten stellten sie fest, das jemand fehlte. In einem der Häuser fanden sie die Steinstatue von Neochu Ohrdoch.




    Heute Nacht ist Neochu Ohrdoch versteinert worden. Es beginnt Tag 1 und geht bis morgen 21 Uhr. Außerdem besteht Lynchzwang. Bei Gleichstand oder NL entscheidet der Zufall wer gelyncht wird.


    Die Lore enthält kein Reading Material.


    Nacht 1


    Willkommen zur Super Mystery Dungeon Mafiarunde


    In Trubelstadt erledigt das Pokemon Forscherteam fleißig Aufträge in den unterschiedlichsten Dungeons überall auf der Welt. Doch seit einiger Zeit kommt es immer wieder vor, dass sich einzelne Pokemon plötzlich in Steinstatuen verwandeln. Das Forscherteam macht es sich zur Aufgabe den Verursacher zu finden und die Versteinerungen zu beenden. Wird ihnen das gelingen, oder werden sie selbst nach und nach zu Stein erstarren?



    Regelwerk:

    Es handelt sich hierbei um ein Closed Roles-Setup, das heißt: Alle vorhandenen Rollen, ihre Fähigkeiten und die beteiligten Fraktionen werden vorab nicht bekannt gegeben und treten im Laufe der Runde ans Tageslicht. Außerdem gilt eine Besonderheit: Tote Spieler scheiden nicht automatisch aus der Runde aus! Aber keine Sorge, es wird oft nicht viel Zeit von den toten Spielern in Anspruch genommen.

    Weiterhin gilt das Standard-Regelwerk des Bereiches. Insgesamt hat diese Runde platz für 15 Spieler. Wenn es mehr Anledungen gibt, können wir die Runde auch vergrößern.


    Spielleitung:

    Terra

    Yara

    Zujuki


    Informationen zur Runde:

    • Es gibt keinen Voodoo.
    • Es gibt keine Konvertierungsrollen. Das bedeutet ein Wechsel der eigenen Fraktion während der Runde ist ausgeschlossen.
    • Es gibt keine Third-Party-Rollen und insbesondere keinen Fool.
    • Es gibt keinen Silencer.
    • Es gibt keine Sprachregeln.
    • Es besteht allgemeines Kommunikationsverbot.
    • Es gibt keinen Tailor, der andere Spieler verkleiden kann.


    Es beginnt Nacht 1! Diese geht bis morgen, 21 Uhr. Bitte schickt eure Nachtaktionen bis dahin als Antwort auf eure Rollen-PN an uns.

    Zu einem großen Teil beschreibst du hier Tätigkeiten, ohne direkt auf die Charaktere einzugehen.

    Erstmal danke für den Kommentar. Ich konzentriere mich tatsächlich recht stark auf die Handlung der Geschichte und nicht so sehr auf die Charaktere, da hast du recht. Maike ist für mich im Moment aber auch nicht sehr wichtig. Diesmal gibt es etwas mehr.


    Kapitel 6 – Die Blüte von Netriem



    Ryan


    Das Ungeheuer sprang auf Ryan zu und versuchte, ihn mit seinem Geweih zu rammen. Ryan rollte sich zur Seite und zog sein Schwert. Er versuchte es in das Herz des Biestes zu stechen, doch diese war schneller. Seine Pranke rammte ihn zur Seite. Ryan schaffte es einen Sturz zu verhindern und stolperte zur Seite. Dann rannte er los. Das Ungeheuer kam ihm brüllend hinterher. Plötzlich sah Ryan es über ihm und sprang zur Seite. Das Biest landete neben ihm, erwischte Ryan aber mit seinem Geweih. Das Wesen griff nach seinem Bein und warf ihn nach vorne. Ryan rechnete damit, auf dem Boden zu landen, doch da war keiner. Stattdessen fiel er ein paar Meter in die Tiefe und landete im Fluss. Er versuchte sich über Wasser zu halten und sah das Ungeheuer in der Ferne verschwinden, während die Strömung ihn mitriss. Ryan versuchte zum Rand des Flusses zu schwimmen, jedoch war die Strömung zu stark. Plötzlich hörte er ein Rauschen. Panisch versuchte Ryan ans Ufer zu gelangen, doch nach kurzer Zeit war es bereits zu spät. Er fiel einen Wasserfall herunter und landete einige Meter tiefer wieder im Wasser. Diesmal wurde Ryan von der Strömung gegen einen Felsen gedrückt, wodurch er ans Ufer klettern konnte. Er hustete und blieb erschöpft auf dem Boden liegen. Über ihm sah er die Sonne zwischen den Blättern und Ästen hindurchscheinen. Nach der hektischen gefahrvollen Situation wirkte plötzlich alles friedlich. Irgendwo zwitscherten Vögel und im Hintergrund rauschte der Wasserfall. Nur die starken Schmerzen durch Prellungen und Kratzer erinnerten ihn daran, was passiert war. Ansonsten war es fast wie zu Hause, wenn er die Geräusche des Waldes genoss. „Was hat uns dazu gebracht so weit fortzugehen, Shiva“, fragte Ryan. „War das meine Vorstellung von einem friedlichen Leben?“ Ryan erhob sich und sah sich um. Er war ein ganzes Stück gefallen und würde nicht ganz so leicht wieder nach oben kommen. Die Felskante war zu steil, um wieder hochklettern zu können. Ryan beschloss zu versuchen sie entweder zu umrunden oder eine geeignete Stelle zum hochklettern zu finden. Da er den Fluss nicht überqueren konnte ohne erneut von der Strömung mitgerissen zu werden, entschied er sich für die andere Richtung. Aufgrund seiner Verletzungen kam er allerdings nur langsam voran.



    Sakira


    Der Hund hatte schwarzes Fell und war von Brandverletzungen übersäht. Außerdem schien er noch nicht lange tot zu sein.

    „Vielleicht ein Tag, oder zwei“, vermutete John.

    „Der Arme. Ich frage mich wo er hergekommen ist. Die Jäger aus der Siedlung haben Hunde, aber wenn einer davon abgehauen wäre müssten er schon weit laufen“, meinte Sakira. „Wir sehen uns drinnen um, aber seit vorsichtig.“

    Sie gingen in die Höhle und Sakira nahm den Stab mit dem Irrlicht in die Hand. Blaues Licht erleuchtete die Wände. Sie wirkten nicht natürlich. Jemand schien die Höhle in den Berg gegraben zu haben. Es waren Spuren zu sehen, die von Spitzhacken stammen konnten.

    „Es scheint keine Mine zu sein“, meinte John. Er war ebenfalls Archäologe und hatte sich für diese Expedition anwerben lassen. „Vielleicht eine Art Grabmal oder ein Tempelflur. Ich habe schonmal einen unterirdischen Tempel gesehen, allerdings war dieser in einer natürlichen Höhle. Da waren wir weit im Norden von Beke unterwegs.“ Nach einer Weile kamen sie in einen großen Raum, der die Form eines Kokons hatte. In der Mitte stand etwas, dass Sakira nicht auf den ersten Blick erkennen konnte. Sie ließ das Irrlicht zur Decke hinauffliegen, wodurch der ganze Raum beleuchtet wurde. In der Mitte des Raumes stand eine gläsernes Objekt das einer geschlossenen Blüte glich.

    „Was ist das“, fragte Sakira staunend und ging näher heran. Vor dem Objekt stand eine Steintafel auf der etwas in unbekannter Sprache geschrieben stand. Sakira holte etwas zum schrieben aus ihrem Rucksack und zeichnete die Wörter ab. Später würden sie versuchen, den Text zu übersetzen. Da sie aber keine weiteren vergleichbaren Textstücke hatten, würde sich das Unterfangen als schwierig erweisen. Die Forscher sahen sich weiter in der Höhle um. Doch außer dem Gang und diesem Raum gab es nichts. An den Wänden waren kene Malereien zu sehen die Hinweise hätten geben können. Nur die Spuren von Spitzhacken zeugten davon, dass hier jemand gegraben hatte. Das blütenartige Objekt schien in einem Loch zu stehen, sodass eine Öffnung der Blüte nicht möglich war.

    „Ich frage mich, warum diese Höhle gegraben wurde. Sie ist hoch genug, um das Objekt rein- und raustragen zu können“, stellte John fest. „Vielleicht war es ein Lager. Oder sie haben es vor jemandem versteckt.“

    „Dann ist da noch die Sache mit dem Hund“, erinnerte der Kartograf Ben. „Was macht er hier und was hat ihn verbrannt?“

    „Wir brauchen mehr Leute um das Gebiet zu untersuchen. Wir gehen zurück zur Siedlung.“, beschloss Sakira.

    Doch der Eingang zur Höhle war plötzlich von Wurzeln versperrt. Sie bildeten ein Gitter, durch das die Forscher nicht würden durchklettern können.

    „Ich hatte gestern Nacht einen Waldgeist in der Nähe vermutet. Aber normalerweise lassen sie einen in Ruhe. Wie es scheint ist dieser hier etwas aufdringlicher.“

    „Seid vorsichtig“, warnte Mara. Sie war das vierte Mitglied der Forschungsgruppe und Botanikerin. „Ich würde empfehlen ihn zu ignorieren aber ich bezweifle, dass er zufällig hier ist. Irgendwas scheint ihn entzürnt zu haben.“

    „Vielleicht hat es mit diesem Ding zu tun“, vermutete John.

    „Was immer es ist, der Waldgeist scheint nicht sehr erfreut darüber zu sein, dass wir es entdeckt haben“, sagte Ben.

    Plötzlich krochen vor dem Eingang mehrere Wurzeln über den Boden. Sie verharrten in der Mitte und stiegen dann nach oben in dem sie aneinander emporklommen. Schließlich formten die Wurzeln eine Maske mit einem wütenden Gesichtsausdruck. Mehr Wurzeln kamen herbei und krochen durch das Gitter. Dann erschien im Hintergrund der eigentliche Waldgeist. Er wirkte beinahe menschlich, bestand jedoch komplett aus Wurzeln. Außerdem hatte er große Klauen als Hände und auf seinem Kopf trug er einen Hirschädel wie eine Maske.

    Sakira hob ihren Stab hoch. Sie bündelte Feuer an seiner Spitze und wollte es gerade nach vorne werfen, als das blaue Irrlicht hineinsauste. Der Feuerstrahl war nun viel stärker als er eigentlich gewesen wäre. Vom Gitter war nur noch Asche übrig. In all ihren Jahren als Magierin hatte Sakira nie einen derart starken Feuerstrahl abgefeuert. Sie war nie sonderlich gut im zaubern und interessierte sich viel mehr für die Forschung, als für den Kampf.

    „Seid wann können Irrlichter Magie verstärken“, fragte Sakira.

    Normalerweise schwirrten Irrlichter nur einige Zeit herum bis sie erloschen. Man konnte sie einfangen und als Lichtquelle nutzen, aber das war es. Doch dieses Irrlicht schien anders zu sein.

    Plötzlich erklang ein Schrei und der Waldgeist kam auf sie zugerannt.

    „Naja, soll mir recht sein“, sagte Sakira und grinste. Sie feuerte einen weiteren Feuerstrahl ab. Der Waldgeist wich aus und schnappten sich im Sprung einen Felsen. Dieser flog am Eingang gegen eine Wand. Erneut tauchten Wurzeln am Eingang auf, doch sie hatten keine Chance gegen Sakiras Feuerbälle. Sie rannte heraus und wurde dort von mehreren Wurzeln überrascht, die von oben gekommen waren. „Eine Falle“, schoss es ihr in den Kopf. Die Wurzeln schlangen sich um ihren Kopf und drückten ihn zusammen. Holz lag über ihren Augen, sodass sie nichts mehr sehen konnte. Atmen ging auch nicht mehr. Sie fiel bewusstlos um und plötzlich war sie ein Samenkorn. Ein Korn das erst von einem Insekt getragen und anschließend auf den Boden geworfen wurde. Dort versank sie in der Erde und wartete. Irgendwann würde aus ihr eine Pflanze sprießen. Ohne zu wissen was oben vor sich ging, wartete der Same. Irgendwann begann sie zu keimen und wurde zur Pflanze. In der Wärme der Sonne wuchs sie zum Baum heran. Bäume sehen und hören nichts, also konnte auch sie nicht sehen und hören. Aber sie konnte andere Wurzeln in der Erde fühlen. Sie war nicht allein. Der Baum wuchs weiter. Tag für Tag, Jahr für Jahr. Dann schlug ein Blitz ein und Sakira öffnete ihre Augen. Jemand hatte die Wurzeln auseinandergerissen. Leicht benommen sah sie auf die Reste des Wurzelkäfigs. Das Holz hatte die Form ihres Gesichts angenommen. Inmitten der hölzernen Gesichtshälfen klaffte das Loch, welches hineingerissen worden war.

    „Was war das“, fragte Sakira. Stark atmend stolperte sie nach vorne und sah die Klaue des Waldgeistes auf sie zukommen. In der Hand hielt er einen dicken Fels. Doch ehe dieser Sakira treffen konnte, fiel er zu Boden. Der Waldgeist fasste sich ans Gesicht und Sakira bemerkte, dass das Irrlicht den Stab verlassen hatte. Es saß nun hinter der Hirschmaske und brachte den Waldgeist zum brennen. Er schrie auf und ging in Flammen auf. Wenig später war von ihm nur noch Asche übrig. „Alles in Ordnung“, kam es aus dem Inneren der Höhle“. „Ja mir geht es gut“, rief Sakira. Sie atmete nochmal tief ein und aus.

    „Schade das er verbrannt ist“, meinte Mara.

    „Nun, es ging wohl nicht anders“, entgegnete Sakira. „Der Waldgeist hat mir etwas gezeigt. Eine Vision. Oder besser, seine Vergangeheit. Ich habe noch nie gehört, dass Waldgeister sowas könnten.“

    „Eigentlich nicht“, antwortete Mara. „Offenbar gibt es noch vieles, was wir nicht wissen. In Beke gibt es seit Ewigkeiten keine mehr und wenn man nicht gerade versucht den Wald zu zerstören, halten sie sich versteckt.“

    „Aber warum hat er uns angegriffen?“

    „Wenn ich das wüsste. Andere Waldgeister könnten uns vielleicht mehr übe rdas Objekt verraten.“

    „Ich möchte sowas eigentlich nicht nochmal erleben“, entgegnete Sakira.

    „Ich finde die Idee, die Vergangenheit selbst zu erleben interessant“, sagte John, der zusammen mit Ben aus der Höhle kam. „Lasst uns einen alten Geist finden, der uns mehr zu all dem hier zeigen kann. Ich bezweifle eh, dass wir unter den Siedlern viele interessierte Archäologen finden werden.“

    „Wahrscheinlich keine“, meinte Sakira. „Ich glaube, die meisten dort haben nicht mal viel Interesse an Ausgrabungen.“

    Ben sah den berg hinauf. „Zuerst sollten wir uns den Gipfel ansehen, dann können wir nach alten Geistern oder was uns sonst noch erwartet.“



    Lucius


    Lucius stand an Deck seines Schiffes und genoss die kühle salzige Luft des Meeres. Vor wenigen Stunden waren sie wieder Richtung Beke aufgebrochen. Die anderen Schiffe waren bereits am verherigen Tag aufgebrochen. Auf dem Schiff von Lucius gab es allerdings einen Unfall, aufgrund dessen sich die Abfahrt verzögerte. Er wollte sich gerade wieder auf den Weg in seine Kajüte machen, als ihm am Horizont ein Schatten auffiel, der schnell größer wurde.

    „Schiff in Sicht“, rief plötzlich jemand vom Mast. „Wer ist es“, fragte Lucius.

    „Ein Kriegsschiff mit Lumors Flagge.“

    Entsetzt rannte Lucius zum Bug des Schiffes und griff nach seinem Fernrohr. Das Schiff war sehr groß und fuhr direkt auf sie zu.

    „Wir weichen aus“, rief Lucius und ließ seine Männer das Schiff zur Seite steuern.

    „Kapitän, so steuern wir genau auf die Flanke des Schiffes zu. Wir sollten in die andere Richtung segeln.“, rief ein Matrose.

    „Wir werden einen Bogen machen, aber ich werde nicht die Richtung wechseln. Außerdem stellen wir keine Gefahr für das Schiff dar. Ich weiß nicht was sie vorhaben, aber das sind keine Freibeuter, die jedes Schiff angreifen.“

    „Was ist, wenn sie zur Siedlung wollen?“

    „Dann können wir nichts anderes tun als den König zu warnen. Wir können es nicht mit einem Kriegschiff aufnehmen.“

    Sie versuchten in einem Bogen um das Kriegsschiff herum zu fahren, jedoch fuhr dieses nicht einfach geradeaus weiter, sondern folgte ihnen.

    „Sie haben es auf uns abgesehen“, schrie ein Matrose. Wenig später knallte es und eine Salve Kanonenkugeln krachte in die Flanke des Schiffes.

    „An die Kanonen. Erwiedert das Feuer“, rief Lucius.

    „Kapitän, wir müssen fliehen. Das Schiff hat dreimal so viele Kanonen wie wir“, rief ein Matrose.

    „Das Schiff ist zu schnell“, entgegnete Lucius. „Wir werden kämpfen.“

    Plötzlich krachte ein Blitz in den Boden des Schiffes ein und hinterließ ein großes Loch.

    „Vedammter Magier“, schrie Lucius und rannte unter Deck. „Warum ist ein Magier hier?“

    Leider hatten sie keine eigenen Magier an Board, sodass sie magische Angriffe nicht kontern konnten. Lucius holte ein paar Bretter und versuchte das Loch im Rumpf zu stopfen, wo Wasser eindrang. Dann traf ein großer Feuerball den Mast. Krachend fiel dieser ins Wasser.

    Dann hörte Lucius Schreie. Ihm folgte Kampfgebrüll. „Wir werden angegriffen“, rief jemand. Lucius rannte zurück an Deck und sah, wie feindliche Soldaten an Board sprangen. Er zog sein Schwert und griff an. Er schaffte es einen Soldaten über Board zu schleudern, wurde jedoch von einem anderen zurückgestoßen.

    „Warum seid ihr hier“, brüllte Lucius wütend. „Der Krieg ist vorbei und wir wollen keinen neuen!“ Er traf einen Soldaten mit seinem Schwert und verwundete ihn tödlich.

    „Glaubt ihr wirklich, dass Lumor einfach stillsitzt, während Beke sein Reich vergrößert“, erklang plötzlich eine laute Stimme.

    Eine Druckwelle warf Lucius zurück als der Kampfmagier auf das Deck seines Schiffes sprang. Der Magier richtete seinen Stab auf ihn.

    „Nehmt den Kapitän gefangen und tötet den Rest“, befahl er seinen Soldaten.

    Dann wurde Lucius gefesselt und auf das Kreigsschiff gebracht.

    „Was wollt ihr von mir“, fragte er.

    Ohne zu antworten brachte ein Matrose Lucius in eine Zelle.