Beiträge von Zujuki


Pokémon Karmesin und Purpur sind erschienen!


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    ich wurde gestern am Ende leider nicht ganz schlau aus zujukis Vote. Einen Lynch zu nem NL machen "damit zumindest ein Lynch zustande kommt" statt Isamu einfach direkt zu voten versteh ich leider nicht ganz. Bis kurz vor Ende gab es keinen NL und ich wollte keinen Draw stehen lassen weil sonst am Ende die Mafia sich ein Target aussucht. Ein toter Johny hätte zumindest ein bisschen Readingmaterial gebracht, anders als bei Isamu.

    Mein Intention war übrigens dieselbe. Ich hatte nur nicht damit gerechnet, das in letzter Minute noch jemand votet. Eigentlich hatte ich extra bis zur letzten Minute gewartet, falls noch jemand votet. So war es Pech. Direkt voten hätte ich auch machen können, aber ich wollte Isamu17 ja eigentlich gar nicht lynchen. War also ein Kompromiss der eigentlich auf dasselbe hätte hinauslaufen sollen.

    Jetzt kommt das Finale. Kapitel 9 habe ich nochmal stark verändert, da es nicht so richtig passte. Ich hoffe, die Geschichte hat euch gefallen.



    Kapitel 10 – Sora von den Wurzeln



    Ryan


    Ryan war dem Gebell bis zu einer Höhle gefolgt. Dort wurde er von einem Hund angesprungen.


    „Shiva! Ich habe dich so sehr vermisst.“


    Er umarmte und streichelte seinen Hund und sah sich anschließend um. Es waren noch mehr Hunde aus der Siedlung zu sehen. Jedoch waren auch ein paar tote Tiere dabei. Sie hatten dieselben runden Brandflecken am Körper wie der Hund vor der Höhle.


    „Was ist mit euch passiert? Und was macht ihr hier“, fragte Ryan.


    Die Hunde gingen in eine Höhle, die vor ihnen lag. Sie sah aus wie der Bau eines Tieres und wurde von dicken Wurzeln umrandet. Da sie eine sehr niedrige Decke hatte, musste Ryan gebückt gehen. Die Decke war von Wurzeln gesäumt. Es sah aus, als würden sie die Höhle offenhalten. Außerdem flimmerten an manchen Orten kleine grüne Irrlichter, die wie Glühwürmchen zwischen den Wurzeln hin und her flogen und die Höhle in grünliches Licht tauchten. Die Hunde führten Ryan einige Meter tief unter die Erde, bis er schließlich in einem kleinen Raum ankam. Am Ende des Raumes lag ein Skelett auf einem steinernen Podest. An der Wand dahinter formten mehrere Wurzeln ein Gesicht. Das Gebilde sah aus wie eine Maske. Von der Größe her musste das Skelett der Körper eines Kindes gewesen sein. Es war mit Wurzeln gesäumt und mehrere grüne Irrlichter tanzten darüber durch die Luft.


    „Was ist das hier für ein Ort“, wunderte sich Ryan.


    Die Hunde saßen an den Rändern des Raumes und beobachteten ihn. Plötzlich hörte Ryan ein Knacken und die Wurzeln begannen sich zu bewegen. Von unten griffen mehrere nach seinen Beinen. Ryan versuchte sich zu befreien, doch der Druck war zu stark. Dan spürte er, wie andere Wurzeln nach seinen Armen griffen.


    „Was ist hier los“, rief Ryan und sah nach vorne. Dort bewegte sich die Maske und flog auf ihn zu. Ehe Ryan etwas machen konnte, schlang sie sich um seinen Kopf und alles wurde dunkel.


    Als er erwachte, war er in einem Haus. Er erhob sich und ging auf die Straße. Nun war er in einer Stadt, in deren Mitte ein in vielen Farben schimmernder gläserner Turm stand. Auf der Spitze des Turmes thronte eine leuchtende Blüte. Sora wusste, dass sie dazu in der Lage war, Irrlichter anzuziehen und mithilfe ihrer Energie einen Lichtstrahl abzufeuern. Die Blüte sah zwar harmlos aus, war jedoch eine Waffe. Die Magier der Kristallstadt luden die Waffe auf und schufen damit Irrlichter. Diese schossen sie anschließend auf andere Königreiche.


    Auch dieses Mal luden sie die Waffe mit Magie auf. Auch setzten sie zuvor erschaffene Irrlichter ein, die der Waffe noch mehr Macht verleihen sollte. Von weitem sah Sora die großen Irrlichter, die langsam in der Blüte versanken. Doch statt einen Strahl abzufeuern, geschah diesmal etwas anderes. Die Macht der Irrlichter war so groß, dass sie sich in alle Richtungen ausbreitete. Die Menschen begannen schreiend davonzurennen als Feuer auf sie niederregnete.


    „Sora“, rief plötzlich jemand.


    Sora wurde auf eine Kutsche gezerrt und befand sich nun auf dem Weg aus der Stadt und dem Tal hinaus. Während die Feuerwalze sich ausbreitete, raste die Kutsche durch den Wald, bis sie am Fluss zum Stehen kam. Das Pferd war umgeknickt und konnte nicht weiter. Sora verließ die Kutsche und sah zum Tal es sah aus wie ein Vulkanausbruch. Auf der Fahrt hatte er einen Brief geschrieben. Diesen steckte er nun ein eine Flasche und warf sie in den Fluss. Vielleicht würde jemand weiter unten an der Küste ihnen helfen können. Sora rannte mit den anderen Menschen zu Fuß weiter. Doch die Feuerwalze nahm an Geschwindigkeit zu und erreichte sie. Im letzten Augenblick sah Sora eine kleine Höhle und sprang hinein. Jedoch erwischte das Feuer ihn und er schrie auf. Plötzlich tauchte ein Waldgeist auf und versuchte ihn zu schützen. Doch Sora überlebte nicht. Aber sein Geist verband sich mit dem Waldgeist. Die Höhle stürzte ein und Sora konnte plötzlich spüren, was der Waldgeist spürte. Er spürte riesige Wurzeln, die den heißen Kristallturm hochkletterten und die Blüte von der Spitze schlugen. Und er spürte, wie das Feuer den großen Wald zerstörte. Es hörte erst auf, als die Blüte auf den Boden fiel und sich schloss. Anschließend war überall nur noch Asche zu sehen. Nun vergingen die Jahre im Zeitraffer. Der Wald kam zurück und von den Städten waren nur noch Ruinen übrig. Bis zur Küste hatte die Zerstörung gereicht. Weit hinter dem Gebirge um die Kristallstadt gab es noch Tiere, die nach und nach in das zerstörte Gebiet kamen. Neue Bäume wuchsen und irgendwann entstanden auch neue Waldgeister. Nach vielen Jahren kamen die Siedler aus Beke und bauten Häuser. Sora bemerkte, dass sie Hunde mitgebracht hatte. Er freute sich darüber und rief sie zu sich. Schließlich kamen sie und lockten eine Gruppe Menschen in den Wald. Eine andere Gruppe war bereits länger im Wald und stieß auf die Waffe. Die Irrlichter hatten sie dazu verleitet hinzugehen. Auch hatten sie die Menschen dazu gebracht die Waldgeister und den Turm anzugreifen. Die Waffe hatte nach und nach intelligente Irrlichter hervorgebracht. Diese hatten die Menschen in Versuchung geführt und ihre Aggressionen gegeneinander befeuert in dem sie die Magier stärkten. Damit sie die Waffe erneut einsetzen und mehr Irrlichter produzieren. Und erneut alles Leben in Netriem zu vernichten. Diesmal vielleicht auch im Rest der Welt. Auf eine Schrifttafel schrieben die Waldgeister eine Warnung, jedoch war sie für die Menschen unverständlich. Wut überkam Sora.


    „Ryan. Du bist einer von den Guten, oder? Du magst auch Hunde.“

    „Tut mir leid, aber ich brauche deinen Kopf. Wir müssen gegen die Bösen kämpfen.“

    „Was? Warte! Aaah…“



    Alle


    Eine Gruppe Hunde kam bellend aus dem Wald heraus.

    „Hört auf“, rief eine Kinderstimme.


    Dann brach ein riesiges Baummonster zwischen den Bäumen hervor. Es sah aus wie ein großer Hirsch. Nur das es große Krallenhände statt Hufen hatte und der Kopf trotz des Geweihs eher einem Raubtier glich. Das Monster war komplett aus Holz und stand auf zwei Beinen wie ein Waldgeist. An seiner Brust war ein Mensch zu sehen. Auf dem Kopf des Menschen war eine Krone, welche zur Hälfte sein Gesicht bedeckte. In der Hand hielt das Wesen einen großen Monolithen, der aussah wie ein steinernen Schwert.


    „Was in aller Welt ist das“, fragte Sakira erstaunt.


    Diego ließ von der Blüte ab und starrte verwundert Richtung Wald. Genau wie alle anderen. Das Monster hob sein Schwert und schlug zu.


    „Ihr seid böse!“


    Obwohl der Körper des Menschen aussah als würde er einem Erwachsenen gehören, sprach er mit der Stimme eines Kindes.


    „Die Kleidung habe ich schonmal gesehen“, bemerkte Diego.

    „Ich auch“, sagte Sakira.

    „Das ist der Jäger, der seinen Hund gesucht hat.“

    „Wer bist du“, rief Diego.

    „Ich heiße Sora und ich komme aus der Kristallstadt!“

    „Also bist du es, der die Flaschenpost schrieb.“

    „Ihr seid zu spät! Und ihr seid böse!“


    Das Monster holte mit dem riesigen Schwert aus und schwang es in Richtung der Magier. Sakira und Diego schafften es auszuweichen, doch Diego fiel wegen seiner Verletzung ins Gras. Er wirkt einen Heilzauber, der die Stelle, an der er verwundet war, betäubte. Dadurch würde sie zwar nicht schneller heilen, aber zumindest würde sie ihn nicht mehr ablenken. Die Jäger und die Soldaten richteten ihre Gewehre nun auf das riesige Monster und schossen. Dieses schützte Körper und Gesicht mit seinen Armen und sprang nach vorne. Dabei riss es den Monolithen nach oben und sprang in die Mitte des Schlachtfeldes. Die Erde bebte als das Wesen auf dem Boden aufkam. Incendia nutzte die Chance und sprang aus dem Graben heraus. Sie kletterte an einem der Wurzelarme hoch. Sora riss einen Wurzelarm hoch und warf sie in die Luft. Incendia flog über das Monster hinweg und schaffte es ihr Feuerschwert in seinen Rücken zu bohren und daran herunterzurutschen. Diego schleuderte mehrere Feuerbälle die Sora allerdings nicht viel ausmachten. Das Monster brüllte. Sakira versuchte es ebenfalls, jedoch waren ihrer Zauber nicht mehr sehr stark, da die Irrlichter bereits in der Blüte waren und sie so nicht mehr stärken konnten. Diego beschwor einen Blitz und ließ ihn in den Arm krachen. Er schaffte es ein Loch zu erzeugen. Jedoch schloss sich dieses direkt mit neuen Wurzeln. Sora verlängerte die Finger einer Klaue, sodass sie wie riesige Peitschen durch die Luft zischten. Diego konnte ihnen ausweichen, allerdings krachten sie als nächstes in die Soldatengruppe. Mehrere seiner Leute starben sofort. Incendia versuchte das Monster von hinten zu rösten, jedoch waren seine Regenerationsfähigkeiten zu stark. Sora drehte sich um und schwang den großen Felsbrocken. Incendia sprang hoch und wurde erneut hochgeschleudert. Dabei sah sie kurz das Kriegsschiff in der Ferne, welches offenbar von den übrigen Soldaten hergefahren worden war. Sie grinste kurz. Dann sprang sie über den Kopf des Wesens hinweg und wich einem Peitschenfinger aus. Sie landete auf dem Arm und rammte ihr Schwert hinein. Auf diese Weise rutschte sie runter und rannte Richtung Schiff. Unterdessen beschwor Diego noch mehr Blitze und ließ sie auf das Monster niedergehen. Dieses Mal stürzte es sich auf die Siedlung und zerstörte ein Haus beim Versuch die Jäger zu erwischen. Nun feuerten die Soldaten erneut und Sora drehte sich um. Dann schossen mehrere Blitze in sein hölzernes Bein und er kippte zur Seite. Sora richtete sich auf und bekam sogleich einen Feuerball von Diego ab, der ihn nach hinten taumeln ließ. Er fing sich und schlug mit der Peitschenhand zu. Diego wich den dicken Wurzeln aus und feuerte wieder Blitze. Sakira half mit Feuerbällen nach.


    Inzwischen hatte Incendia das Schiff erreicht. Sie kletterte am Rumpf hinauf und landete an Deck. Die überraschten Soldaten richteten ihre Gewehre auf sie.


    „Seht ihr das Monster? Wir werden es abschießen. Ladet die Kanonen!“

    „Ihr habt uns nichts zu befehlen“, entgegnete ein Soldat.

    „Ich nicht, aber vielleicht wollt ihr eurem Boss helfen“, schlug Incendia vor.

    „Na schön“, knurrte der Soldat.


    Sie luden mehrere Kanonen und Incendia wirkte einen Zauber auf sie. Die Kombination aus Magie und Technik machte aus Kanonenkugeln starke Bomben.


    „Feuer“, rief sie.


    Die Soldaten feuerten. Mehrere Kugeln gingen daneben, doch ein Arm des Monsters explodierte. Außerdem hatten sie es geschafft, den riesigen Monolithen zu sprengen.


    „Guter Schuss“, lobte Incendia die Soldaten.

    „Nochmal!“


    Während die Soldaten nachluden, feuerten Sakira und Diego Feuerbälle und Blitz, um Sora keine Zeit zum Regenerieren zu geben. Sich wichen den Peitschen aus und versuchten, nicht in Reichweite zu sein. Das Wesen rannte ihnen jedoch hinterher, was es schwierig machte, außer Reichweite zu bleiben. Die Magier beschlossen auseinanderzulaufen. Diego rannte nach rechts und Sakira nach links. Dadurch richtete das Monster sich auf und hielt kurz inne als wäre es unsicher, wen es verfolgen sollte. Im nächsten Moment gab das Kriegsschiff die nächste Salve Kanonenkugeln ab. Diesmal trafen sie deutlich besser. Sora ging unter den Explosionen zu Boden. Sakira und Diego setzten direkt mit Feuerbällen und Blitzen nach. Die Wurzeln verbrannten und zurück blieb Ryan, der inmitten von brennendem Holz lag und eine Krone trug. Er richtete sich auf.


    „Ihr seid gemein“, rief Sora durch Ryans Mund.

    „Gib ihn frei“, rief Sakira.

    „Nein! Ihr dürft die Waffe nicht nutzen!“


    Sakira hielt Ryan fest und versuchte ihm die Krone vom Kopf zu reißen. Unterdessen gab Diego den Soldaten auf dem Schiff zu verstehen, dass sie aufhören sollten zu schießen. Incendia kletterte das Schiff hinunter und schwamm an Land.


    „Nein“, rief Sora und schubste Sakira weg.


    Er rannte Richtung Wald und holte aus der Ferne Wurzeln heran. Sakira rannte hinterher.


    „Warte Sora! Wer bist du und was möchtest du. Was ist diese Waffe.“


    Sora beschwor einen großen Wurzelarm und wickelte die Waffe darin ein.


    „Versprecht ihr die Waffe nicht zu nutzen“, fragte Sora.

    „Ja“, antwortete Sora.

    „Wenn du uns erklärst, warum.“

    „Ich verspreche es auch“, rief Diego.


    Auch die anderen Anwesenden antworteten entsprechend.


    „Er kann es euch erklären“, sagte Sora.

    „Ich bin müde. Ich werde jetzt schlafen.“


    Ryan nahm die Krone vom Kopf.


    „Ruhe in Frieden, Sora“, sagte er und zerbrach die Holzmaske. Dann erzählte er den Anwesenden, was er erfahren hatte.

    „Wir beenden den Angriff“, befahl Diego seinen Soldaten.


    Er versammelte sich mit Sakira und Incendia bei der Waffe. Sie schafften es, sie wieder zu verschließen.


    „Was machen wir jetzt damit“, fragte Incendia.

    „Wir können die Waffe nicht entladen und die Irrlichter entfernen scheint auch nicht möglich zu sein“, antwortete Sakira.

    „Das würde auch das grundsätzliche Problem nicht lösen, da die Irrlichter noch da wären“, entgegnete Diego.

    „Wir können das Ding zu den Sternen schießen“, schlug Ryan vor.


    Incendia lachte.


    „Das ist zumindest ein kreativer Gedanke. Niemand würde je wieder darankommen.“


    Bernd kam auf die Gruppe zu.


    „Was wird jetzt aus dieser Situation“, fragte er.

    „Es tut mir leid, dass wir euer Schiff angegriffen haben“, antwortete Diego.

    „Wir befürchteten, ihr könntet uns angreifen und wollten euch zuvorkommen. Wenn ihr nicht vorhabt uns anzugreifen, würde ich gerne Frieden schließen.“

    „Habt bitte Verständnis dafür, dass ich euch nicht gleich traue“, entgegnete Bernd.

    „Das habe ich“, sagte Diego.

    „Ich denke wir können versuchen, die Blüte in den Himmel zu schießen. Wenn wir sie hochschweben lassen, könnte es funktionieren“, erklärte er.


    Die drei Magier schwebten mit der Blüte bis über die Wolken. Irgendwann, als es kühler wurde, schossen sie die Blüte mit vereinten Kräften ab. Von dort aus flog sie in die Ewigkeit, während die Magier auf die Erde zurückkehrten. Sie schlossen Frieden und gründeten ein neues Reich in Netriem. Bernd blieb Bürgermeister und Diego übernahm die Stadtwache. Sakira ging wieder auf Expedition und untersuchte mit ihrer Gruppe erneut die Tiefen des Waldes. Incendia und Ugne kehrten zu ihrem Leben als Fischer zurück und Ryan arbeitete erneut als Jäger und genoss das Leben zusammen mit seinem Hund Shiva.

    Kapitel 9 – Der Kampf um die Blüte



    Lucius


    Während die Sonne sich dem Horizont näherte, fasste Lucius einen Plan. Was ihnen an Kampfkraft fehlte, konnten sie vielleicht durch Feuerkraft wieder wettmachen. Mit den Kanonen des Kriegsschiffes konnten sie vielleicht einen Unterschied machen, falls sie angegriffen werden sollten. Lucius beriet sich mit Bernd und stellte eine kleine Gruppe zusammen. Mit dabei waren die Jäger Maike und Ugor. Außerdem Incendia und Ugne, die zumindest wussten, wie man ein Schwert schwang. Incendia und Ugne arbeiteten eigentlich als Fischer. Allerdings gab es Gerüchte, dass Incendia sich den Siedlern nach einem Gefängnisausbruch anschloss. Sie hatte sich nicht angemeldet und war an Board gesprungen, kurz bevor das erste Schiff nach Netriem aufbrach. Da sie mit 5 Schiffen aufbrachen und zusammen aufbrechen wollten, hatten sie sie mitgenommen. Doch Lucius hatte im Augenblick keine Zeit irgendwelchen Gerüchten nachzugehen. Die Gruppe machte sich auf, um Lumors Siedlung kurz nach Sonnenuntergang zu erreichen. Da die meisten Soldaten in den Wald gegangen waren, waren nur wenige Soldaten zur Bewachung abgestellt worden. Sie sahen zwei Männer mit Fackeln auf und ablaufen. Ansonsten waren die meisten in Zelten, oder provisorischen Holzbauten. Richtige Häuser hatten sie noch nicht. Da sie auch keinen Steg hatten, lag das Schiff etwas weiter draußen vor Anker. An Board war Licht zu sehen. Vermutlich patrouillierten dort ebenfalls ein paar Soldaten. Die Gruppe schlich sich an den Strand und überlegte, wie sie das Schiff am besten erreichen konnten.


    „Wie lange könnt ihr die Luft anhalten“, fragte Incendia.


    „Ihr wollt tauchen?“ Lucius grinste.


    „Nun, ich denke, bis dahin sollte ich schaffen. Maike und Ugor. Ihr bleibt hier.“


    „Das ist in Ordnung“, antwortete Maike.


    „Mit nassem Schießpulver kann ich nicht schießen.“


    „Wir geben euch Rückendeckung“, pflichtete Ugor bei.


    Lucius, Incendia und Ugne gingen zu einer felsigen Stelle, wo sie ungesehen ins Wasser gehen konnten. Lucius sah, dass Incendia neben ihrem Schwert auch einen langen Dolch bei sich trug.


    „Ihr seid nicht die einfache Bürgerin, die vorgebt zu sein, oder“, fragte er.


    „Wer ich früher war spielt keine Rolle mehr“, antwortete Incendia und ging langsam ins Wasser. Lucius und Ugne schwammen hinterher. Einmal mussten sie kurz auftauchen, doch beim zweiten Tauchgang erreichten sie ungesehen das Schiff. Incendia kletterte voraus und erreichte als erste den Reling. An Board patrouillierten zwei Wachen.


    Als eine Wache in der Nähe war, sprang Incendia auf das Schiff, zog einen Dolch und warf die überraschte Wache zu Boden. Lucius rannte zur anderen Wache, die überrascht ein Schwert aus der Scheide zog. Lucius rammte es mit seinem eigenen Schwert zur Seite und warf die Wache um.


    „Das ist dafür, dass ihr mein Schiff angegriffen habt“, zischte Lucius.


    Sie durchsuchten das Schiff und fanden mehrere Wachen schlafend vor. Nachdem sie diese getötet hatten, holten sie den Anker ein und lenkten das Schiff Richtung Meer. Da die Segel eingeholt waren, segelte es nur sehr langsam los. Die Bewegung des Schiffes alarmierte allerdings die Leute an Land, die sofort zum Strand rannten. Mehrere Soldaten schnappten sich kleine Ruderboote und ruderten auf das Schiff zu. Zwei kleine Boote kamen näher.


    „Hey, was macht ihr“, rief jemand.


    Doch er bekam keine Antwort.


    „Ist alles in Ordnung?“


    „Sollen wir sie ignorieren oder antworten“, fragte Ugne.


    „Wir lassen sie an Board kommen und überwältigen sie“, schlug Incendia vor.


    Erneut kamen Rufe von den beiden Ruderboote, die schließlich das sich drehende Schiff erreichten. Sechs Soldaten kletterten an Board. Lucius, Incendia und Ugne stürzten sich auf sie und überwältigten sie.


    „Jetzt sind wir dran“, sagte Lucius grinsend.


    Alles schien reibungslos zu laufen. Bis plötzlich am Waldrand etwas zu leuchten begann. Lucius nahm ein Fernrohr und sah blaue Lichter über den Bäumen aufsteigen. Von weiter hinten tauchten ebenfalls blaue Lichter auf und schwebten Richtung Siedlung. Dann kamen Feuerstrahlen zwischen den Bäumen hervor. Irgendwer schien dort zu kämpfen.


    „Das muss der Magier sein“, schloss Lucius.


    „Warum muss er gerade jetzt wieder kommen? Incendia, Ugne, klettert rauf und löst das große Segel. Wir müssen hier schnell weg. Ich übernehme das Ruder. Wegen der Klippen ist es riskant, aber wir haben es eilig.“



    Lucius beobachtete weiterhin den Wald. Plötzlich brach eine Feuerwalze durch die Bäume und setzte die Umgebung bis zum Waldrand in Brand. Dann sah Lucius den Magier in der Asche stehen. Hinter ihm schleppten Soldaten etwas Großes. Dann schienen die Bäume lebendig zu werden. Lucius sah riesige Wurzeln, denen der Magier gekonnt auswich. Er rief etwas, das Lucius aufgrund der Entfernung nicht hören konnte. Der Magier erschuf einen Flammenring um sich herum und vergrößerte ihn, sodass er und die Soldaten in einem Kreis aus Feuer eingeschlossen waren. Die Flammen erhellten Waldgeister, die zwischen den Bäumen standen und versuchten, die Feuerwand zu durchdringen.


    Unterdessen kamen die blauen Irrlichter langsam näher. So viele hatte Lucius noch nie gesehen. Mehrere stürzten sich auf die Waldgeister und verbrannten diese. Anschließend zogen sie sich wieder zurück und verschwanden im Wald. Die Soldaten hatten das Objekt beinahe aus dem Wald herausgebracht, als sich große Wurzeln darum schlangen und versuchten, es zurück in den Wald zogen.



    Diego


    Je näher sie dem Waldrand kamen, desto öfter wurden sie von Waldgeistern angegriffen. Mit dem Flammenring hatte er sie kurzzeitig auf Abstand halten können. Doch dann kamen die großen Wurzeln und zogen das Objekt zurück.


    „Verfluchte Geister“, rief Diego und versuchte die dicken Wurzeln zu verbrennen. Doch diese fingen nicht so leicht Feuer. Dann bemerkte er die Irrlichter in der Umgebung. Kurz fragte er sich, wie hier so viele sein konnten, doch dann kam ihm eine Idee. Diego hielt seinen Stab in die Luft.


    „Kommt her, Irrlichter!“


    Mehrere Irrlichter gehorchten. Sie versammelten sich um seinen Stab und kreisten darum herum. Sie bewegten sich immer schneller und flogen dabei immer kleinere Kreise, bis sie sich schließlich zu einem großen Irrlicht verbanden. Die Waffe war in der Lage die Irrlichter zu nutzen. Und Diego musste sie in Sicherheit bringen. Wenn sie dem Königreich Beke in die Hände fallen würde, dann wären sie alle verloren.


    Plötzlich hörte er Rufe aus der anderen Richtung. Mehrere Menschen aus der Siedlung liefen zum Waldrand und riefen etwas. Diego wandte sich ihnen zu und sah, dass das Kriegsschiff sich drehte.


    „Versucht jemand das Schiff zu stehlen“, fragte sich Diego überrascht.


    Unterdessen zogen die großen Wurzeln die Waffe zurück in den Wald. Diego überlegte, ob er sich um das Schiff kümmern, oder der Waffe hinterherlaufen sollte.


    „Kommt her Irrlichter!“


    Mithilfe der leuchtenden Kugeln erschuf Diego einen Feuersturm, der die großen Wurzeln verbrannte und eine brennende Schneise in den Wald legte. Anschließend erschuf er eine mehrere Meter hohe Flammenwand, die die Waldgeister nicht ohne weiteres durchdringen konnten. Dann rannte er zur Küste und formte eine Plattform aus magischer Energie, mit der er in die Luft schwebte. Plötzlich ertönte ein Schuss. Diego schrie auf, als eine Kugel sein Bein traf. Er stolperte und landete auf der Plattform, die über dem flachen Wasser hing. An der Küste sah er zwei Gestalten davonlaufen, welche sogleich von Soldaten verfolgt wurden. Es folgte ein Schusswechsel, den Diego jedoch nicht weiterverfolgte. Er zog sein Hemd aus und Band es um seine Beinverletzung. Im Sitzen flog er Richtung Schiff. Aufgrund der Dunkelheit konnte er nicht genau sehen, ob jemand an Board war. Erneut ertönte ein lauter Knall. Doch diesmal kam er vom Schiff. Eine leuchtende Kugel raste auf Diego zu. Er schaffte es knapp auszuweichen und sah, wie die Kugel an der Küste landete und explodierte. Sie hinterließ einen großen Krater im Sand, der sich sogleich mit Wasser füllte.


    „Die Kugel muss von einem Magier verstärkt worden sein“, dachte Diego.


    Er beschleunigte seine Plattform. Eine weitere Kugel raste an ihm vorbei. Diesmal jedoch im hohen Bogen, sodass sie die Siedlung traf und mehrere Zelte zerstörte. Weitere Zelte gerieten in Brand.


    „Diese Mistkerle“, fluchte Diego und antwortete mit Feuerbällen. Nun sah er drei Personen an Deck. Eine Frau stand an der Kanone und wollte gerade eine weitere Kanonenkugel zu einer magischen Bombe machen. Doch als sie den Magier sah, lief sie weg und versteckte sich hinter mehreren Kisten. Auf dem Deck lagen mehrere tote Soldaten. Dann sah Diego Lucius. Dieser sah ihm wütend entgegen. Diego schwebte über ihnen und ließ einen Feuerregen auf sie niedergehen. Dabei achtete er darauf, dass das Feuer das Schiff nicht in Brand setzte. Lucius und seine Mitstreiter hatten keine andere Wahl, als von Board zu springen. Die Magierin konnte seine Magie eine Weile abwehren. Dadurch hatte der Rest die Möglichkeit das Schiff zu verlassen. Da Diego langsam immer erschöpfter wurde, landete er. Er schleuderte erneut einen Feuerball, doch die Magierin wich aus und sprang mit gezücktem Dolch auf ihn zu. Sie stürzte sich auf, doch Diego schaffte es, sich rechtzeitig zur Seite zu rollen.


    „Ich habe euch schonmal gesehen“, sagte Diego.


    „Ihr seid ein Teil Lumors Armee. Incendia, Phönix Bataillon, nicht wahr? Bis ihr verschwunden seid.“


    „Ich war in Kriegsgefangenschaft“, antwortete Incendia.


    „Ihr wart in Beke im Knast? Und jetzt kämpft ihr für sie?“


    „Ich bin desertiert. Was denkst du, würde mich in Lumor wohl erwarten? Du weißt was mit Deserteuren passiert.“


    „Ja, Überläufer verdienen den Tod! Ihr habt die Soldaten getötet, nicht wahr?“


    Diego versuchte sich aufzurichten, jedoch schaffte er es aufgrund seiner Verletzung nicht. Incendia setzte ihren Dolch in Brand und sprang auf ihn zu. Der Dolch wurde zu einer brennenden Lanze, die auf Diego zuschoss. Diego bündelte die Magie der Irrlichter und schoss einen breiten Flammenstrahl auf die Magierin zu. Diese konnte diesmal nicht rechtzeitig ausweichen, flog im hohen Boden vom Schiff und landete im Wasser. Erschöpft kroch Diego zum Reling und sah mehrere Boote zum Schiff fahren. Mehrere Soldaten kamen auf das Schiff und halfen Diego, seine Schussverletzung zu verarzten.



    Ryan


    Während die Soldaten ein seltsames Objekt durch den Wald gezogen hatten, war Ryan zur Höhle gerannt. Der tote Hund war nicht Shiva, doch er gehörte einem der Jäger. Was machte der Hund hier? Und warum wies er Brandflecken auf? Hatte der Magier ihn getötet oder jemand anderes? Von Größe und Form der Wunden schloss Ryan zunächst auf Irrlichter. Doch er hatte noch nie gehört, dass diese jemanden angreifen würden. Blaue Irrlichter entstanden normalerweise durch heftige Kämpfe und irrten anschließend willkürlich umher. Hunde hielten von den weißen Lichtern in der Regel Abstand, um sich nicht zu verbrennen. Es kam vor, dass neugierige Hunde zu nah ran gingen und sich die Schnauze verbrannten, aber so großflächige Verbrennungen hatte Ryan noch nie gesehen. Das es der Magier war hielt Ryan ebenfalls für unwahrscheinlich. Dieser könnte den Hund mit einem gezielten Feuerstrahl töten oder ihn gänzlich in Brand setzen.


    Ryan sah sich in der Höhle um. Dort stand lediglich eine Schrifttafel, hinter der zuvor das seltsame Objekt gestanden haben musste. Als er wieder herauskam, sah er eine Gruppe Menschen durch den Wald gehen. Da sie ihn ebenfalls gesehen hatten, ging Ryan vorsichtig näher heran.


    „Wer seid ihr“, fragte er.


    Eine Frau mit einem Stab kam auf ihn zu.


    „Ich bin Sakira. Wir sind Forscher aus Beke.


    Ryan stellte sich ebenfalls vor. Er erzählte Sakira von dem seltsamen Objekt, dass der Magier mitgenommen hatte.


    „Es scheint eine Waffe zu sein“, sagte Ryan.


    „Wir müssen die anderen warnen.“


    „Wir sind gerade auf dem Rückweg zur Siedlung“, antwortete Sakira.


    Gemeinsam machten sie sich auf den Weg. Nach einer Weile begannen Irrlichter durch den Wald zu sausen und sie hörten Kampflärm in der Ferne. Die Gruppe in die Richtung aus der die Geräusche kamen. Plötzlich sahen sie überall kleine blaue Irrlichter aufleuchten.


    „Wo kommen die alle her“, fragte Sakira.


    „So viele dürfte es gar nicht geben. So viele findet man vielleicht auf einem Schlachtfeld, aber doch nicht in einem Wald, in dem wer weiß wie lange keiner mehr war. Irgendetwas stimmt mit ihnen nicht.“


    „Nachdem das Objekt den Strahl abgefeuert hatte, hatte ich kurz viele Irrlichter gesehen, die sich aber schnell in Luft aufgelöst hatten“, erklärte Ryan.


    „Vielleicht ist die Waffe dazu in der Lage blaue Irrlichter zu zerstören und die darauffolgende Explosion wird in eine Richtung herausgelassen und kann so als Waffe verwendet werden“, vermutete Sakira, „aber das erklärt nicht, warum hier so viele Irrlichter sind.“


    Sie machten sich auf in Richtung Siedlung, als Ryan plötzlich ein Geräusch hörte.


    „Shiva?“



    Sakira


    Sakira hörte ein Bellen und Ryan rannte direkt los.


    „Warte!“


    Doch Ryan war schon zwischen den Bäumen verschwunden.


    „Kommt! Wir müssen zurück.“


    Sakira wies ihre Gruppe an ihr zu folgen. Eine breite Schneise führte in Richtung Küste und überall waren blaue Irrlichter aufgetaucht. Sie waren zur Küste unterwegs und die forscher folgten ihnen. Einige Zeit nach Sonnenuntergang erreichten sie den Waldrand, wo ihnen eine hohe Flammenwand den Weg versperrte. Sakira erschuf eine Barriere um sich und ihre Kollegen, sodass sie die feurige Wand durchdringen konnten. Auf der anderen Seite waren Soldaten und der Kristall. Darüber tanzten blaue Irrlichter. Sakira hob ihren Stab.


    „Kommt her, Irrlichter!“


    Die Irrlichter begannen wild hin und her zu sausen, doch sie gehorchten. Sakira spürte eine enorme Menge an Energie an der Spitze ihres Stabes. Sie erschuf einen Feuerball, den sie sogleich auf die Soldaten schleuderte. Während die Soldaten zur Seite rannten, brachte Sakira den Kristall zum Schweben und befahl ihren Kollegen, ihn zu schieben. Mara, John und Ben gingen zum Kristall und drückten dagegen. Durch den schwebenden Zustand war der Kristall leichter und konnte so transportiert werden. Die Soldaten versuchten sie aufzuhalten, doch Sakira versperrte ihnen mit Feuer den Weg. Dann sah sie zwei Menschen aus der Ferne näherkommen, die von mehreren Soldaten verfolgt wurden.


    „Hey, helft uns“, rief jemand.


    „Wir sind Jäger aus Beke! Wir gehören zu euch!“


    Sakira schnitt den Verfolgern mit einer Flammenwand den Weg ab. Gemeinsam schafften sie es zur Siedlung, wo bereits erste Verteidigungslinien errichtet worden waren. Doch dann näherte sich etwas aus der Luft. Eine Gestalt, die auf einer magischen Plattform saß, kam langsam näher.


    „Dieses Ding darf ihnen nicht in die Hände fallen“, rief Sakira.


    „Wenn wir die Waffe laden und die Energie in den Himmel schießen, sollten die Irrlichter verschwunden und der Kristall nutzlos sein.“


    Sakira aktivierte den Kristall mit Magie und sah, wie die Blüte sich öffnete. Sofort begann das Objekt Irrlichter anzuziehen und hell zu leuchten.


    „Was auch immer ihr dort habt, ich hoffe es hilft uns.“


    „Wir haben eigentlich nicht vor sie zu bekämpfen“, entgegnete Sakira.


    „Wir vernichten die magische Energie, sodass sie nicht mehr eingesetzt werden kann.“


    „Ich fürchte, wir haben keine andere Wahl, als sie zu bekämpfen.“


    „Sieht so aus. Wir müssen das Objekt schützen!“


    Sakira sprang in einen Schützengraben und sah in der Ferne die feindlichen Soldaten näherkommen. Die Flammenwand hatte nicht mehr gehalten, sodass sie nun freie Bahn hatten. Vermutlich hatte der Magier sie vernichtet. Da die Irrlichter eingesaugt wurden, konnte Sakira sie nicht mehr nutzen.


    „Ich hoffe, wir überleben die Nacht“, sagte Bernd neben ihr. Ich hatte noch nicht die Gelegenheit zu fragen, was ihr gefunden habt.“


    „Das Ding zieht Irrlichter an und kann sie abschießen“, erklärte Sakira.


    „Also könnten wir sie gegen den Feind einsetzen“, fragte Bernd.


    „Immerhin sind sie in der Überzahl.“


    „Sieht nicht so aus, als würden sie uns eine Wahl lassen. Nach ein paar Minuten war der Kristall vollständig geladen. Er leuchtete hell und strahlte eine enorme Hitze aus. Unterdessen hatte der Magier die Siedlung erreicht. Seine Soldaten waren noch ein gutes Stück weiter hinten.


    „Keinen Schritt weiter“, rief Sakira, während sie die Waffe mit Magie nach vorne fallen ließ.


    Der feindliche Magier hielt dagegen und richtete die Waffe wieder auf. Plötzlich schoss ein Jäger, doch der Magier war nun durch eine Barriere geschützt.


    „Ihr seid keine Kampfmagierin. Ihr habt keine Chance“, rief er.


    Der Magier schleuderte einen Feuerball und Sakira sprang zur Seite. Dadurch verlor sie kurzzeitig die Kontrolle über die Blüte, wodurch diese sich in Richtung Siedlung neigte.


    „Ihr könnt nicht mal ausweichen und eure Magie aufrechterhalten“, rief der Magier und lachte. Plötzlich kamen mehrere Personen von der Seite. Ein Mann und zwei Frauen kamen näher. Sie sahen aus, als wären sie aus dem Meer gekommen.


    „Ah, die Verräterin“, stellte der Magier fest.


    Eine der Frauen zückte einen Dolch und ließ ihn in Flammen aufgehen. Sie schleuderte mehrere kleinere Feuerbälle und rannte auf den Magier zu. Dann ließ sie die Flammen an ihrem Dolch größer werden, wodurch dieser nun wie ein langes Feuerschwert aussah. Sie schwang es und durchbrach damit die Barriere. Der Magier landete auf einem Bein und setzte das andere verletzte Bein vorsichtig ab. Er parierte das Feuerschwert mit seinem Stab. Sakira nutzte die Chance, um die Blüte erneut zu kippen und beschloss zu feuern. Der Magier schaffte es seine Kontrahentin zur Seite zu stoßen und versuchte selbst, die Waffe abzufeuern. Nur in die andere Richtung. Die Soldaten kamen näher, sodass die Magierin mit dem Feuerschwert in Deckung gehen musste.


    „Hört auf“, schrie plötzlich jemand.


    Anschließend kam eine große Gruppe Hunde bellend aus dem Wald heraus.

    Zudem wurde erst relativiert, dass sie vermutlich nur ein bisschen Action machen wollte und jetzt wird ihr ein Strick daraus gedreht, dass sie so "vorwurfsvoll" war.

    Alao verdächtigst du eigentlich jemand anderes? Sirius zum Beispiel?

    Gegen einen Massclaim bei Mylo oder Lylo spricht in meinen Augen nichts, im Gegenteil, evt. erhalten wir durch die Fähigkeiten der PR's einen Widerspruch oder gar einen direkten CC, was uns im glücklichsten Fall zu einem Twoway führen könnte.

    Es spricht tatsächlich etwas gegen Massclaim bei Mylo oder Lylo. Der Autokrat. Den müssen wir vorher finden. Es gibt zwar 2 MLs und 2 NKs (oder Schutz durch Belebersamen oder evtl. auch Doc), aber wir sollten uns nicht unbedingt darauf ausruhen. Denn auch der Autokrat muss etwas faken. Und entweder passen Reports von Dörflern zusammen, oder eben nicht. Da er als gut erkannt wird, können wir den Autokraten eigentlich nur finden, wenn er einen Fehler macht.


    Ist keine große Sache, aber viel gibt es eh nicht. Daher fange ich mal bei dir an.


    Lynche Webu Johnson





    bin der Meinung da nicht falsch zu liegen.

    Warum meinst du?

    Außerdem kann die Mafia auch mit einer Fake-Vest + Dieb aufkommen, auch wenn mir da der wirklich krasse Nutzen abgeht, denn man damit generieren würde...

    Du meinst also, die Mafia verteilt eine Fakevest, um sie anschließend direkt zu stehlen?

    Nach deinem Zufallslynch, wie würdest du nun Dr. Fahrenheit beurteilen?

    Als Maf könnte man durchaus Gun claimen, damit der Gunsmith nicht öffentlich etwas anderes sagt. Das sie direkt geklaut wurde kommt mir weniger wie etwas vor, was man sich als Maf ausdenken würde. man könnte auch das Dorf ein Ziel wählen lassen und es abschießen. Außer natürlich, man hat Angst den Partner abschießen zu müssen.


    Anmerken könnte man noch, dass Roxas Oblivion ihm schnell glauben geschenkt hat. Ich würde aber im Moment bei Dr. Fahrenheit eher zum Dorf oder Third tendieren.

    Da wir anscheinend nen Dieb haben würde ich vorerst vermeiden Samen zu claimen.

    Und die Rollen die wir bis jetzt haben sind Autocrat, Thief, Santa/Gunsmith. Habe ich etwas übersehen?

    Also deswegen der Lynch an mich von dir?

    Es war ein Zufallslynch. Es waren schon mehrere am lynchen, also habe ich mir auch jemanden gesucht. Lynches ohne Begründung sidn in der Regel immer Zufallslynches. darauf einzugehen macht einen eher verdächtig, da man ja als Maf Panik bekommen könnte. Von der Idee (Random Voting Stage) halte ich zwar eigentlich nicht viel, aber warum nicht trotzdem mal machen.

    Massclaim wäre aber doch recht sinnlos, weil wir eigentliche keine CCs machen können. Schließlich gibt es nur jede Rolle einmalig. Das wäre schon ein großer Zufall wenn es dabei wirklich ein Two-Way geben würde... Für die Maf wäre das viel vorteilhafter, wenn sie sich einfach irgendwelche Rollen aussuchen kann und gleich sieht wen sie am besten töten sollte...

    Neben CCs wären auch Reports möglich. Etwa Spieler A claimt das Spieler B Spieler C vesucht hat. Spieler B claimt aber niemanden besucht zu haben. Wir können mit dem Massclaim aber auch noch etwas warten.

    Hab die Rollen durchgelesen und keine Ahnung was den Samen klauen kann.

    Der Thief steht oben bei Mafia an vierter Stelle. Der ist eigentlich schwer zu übersehen.

    und du anscheinend mehr weißt als ich

    Befürchtest du, dass ich einen Guilty-Report haben könnte? Was denkst du darüber, dass Webu Johnson Neochu lyncht?


    Was haltet ihr von einem Massclaim? Ich denke, wir sollten irgendwann einen machen. Vielleicht nicht direkt heute, aber spätestens, wenn wir keinen ML mehr frei haben.

    Das Lied kann man mMn auch veröffentlichen, falls da wer was gehört hat.


    Guns, die man erhalten hat (und nicht jene, die man durch die eigene Rolle von Beginn an hat) sollten wir aber veröffentlichen, da eine Gun sowohl bei der Mafia wie auch in Händen eines Aristokraten besonders gegen Ende hin spielentscheidend sein kann.

    Dann fangen wir am besten mal an. Das hier scheint ja die weniger aktive Runde zu sein. Und wenn wir heute noch lynchen wollen, sollten wir auch etwas zustande bekommen.


    Ich habe kein Lied gehört.

    Ich habe keine Gun.


    Lynche Dr. Fahrenheit

    Pummellug Vix hatte somit jetzt nicht die chance zu singen und dadurch sind keine 3 Namen gefallen wovon eine schlecht gewesen wäre.

    Da die Priorität des Carolers über dem Mafkill liegt, kann es durchaus noch einen Report verteilt haben.


    Daher hier die Frage, ob jemand einen Report erhalten hat. An Items kann es dann höchstens noch Guns oder Fakeitems geben. Puppe und Sonde scheidet aus, da es ja nur eine Thirdrolle gibt.



    Da es jede Rolle geben kann, können Mafia und Autokrat eine Menge faken.

    Wir haben 6:2:1. Wir haben also einen NL und einen ML.

    D1 6:2:1 NL

    N2 6:2:1 NK

    D2 5:2:1 ML

    N3 4:2:1 NK

    D3 3:2:1


    Theoretisch könnten wir aber auch den Autokraten zum Dorf zähen. Dann hätten wir 7:2.

    D1 7:2 ML

    N2 6:2 NK

    D2 5:2 ML

    N3 4:2 NK

    D3 3:2


    2 MLs und 2 NKs. Also insgesamt 4 Chancen den Autokraten bei unserer Suche nach der Mafia zu treffen. Entweder wir lynchen ihn oder er wird NKed. Daher würde ich vorschlagen, dass wir lynchen.