Film 12: Arceus und das Juwel des Lebens

  • Also ich möchte diesen Post nutzen, um direkt alle drei Teile zu bewerten - im Gesamtpaket sozusagen. Denn viele beschrieben es als Trilogie und was für ein Novum das für Pokemon sei. Naja.


    Für mich war, als ich ein kleiner Junge war und Pokemon der Film im Kino gesehen hab, ein Novum, dass Mewtu direkt zu Beginn einen Haufen Menschen bewusst und kaltblütig umbringt und plant weitere zu ermorden. DAS war ein Novum und es dauerte lange bis Pokemon ähnliches versuchten. Der extrem düstere erste Pokemon-Film, der traurig-düstere Soundtrack und sein Antagonist ist deshalb die Messlatte mit dem ich jeden anderen Film vergleiche. Die Weltherrschaftspläne eines Mewtus sollten doch eigentlich verblassen gegen einen Kampf der Götter. Oh meine Erwartungen waren so hoch.


    Der erste Teil entspricht dem sogar teilweise. Die Motivation von Dialgia und Palkia ist eher dürftig, wenn nicht sogar völlig dumm. Beide als Götter im Auftrag von Arceus, treffen sich und fangen an zu kämpfen, weil sie ihr Territorium bedroht sehen? Wieso sollte eines der Pokemon das tun, immerhin kennen sie die Konsequenzen (sind ja Götter und kein machtbessesenes Vogel-trio). Dennoch ist der Kampf zwischen den beiden ein Highlight und wirklich spannend. Der Schauplatz ist schön gewählt, obwohl ich ihn mir weniger sonnig gewünscht hätte. Mit der sichtbaren langsam Zerstörung der Stadt wird auch optisch deutlich was hier auf dem Spiel steht und das Heldenopfer Darkrais ist der Höhepunkt des Filmes ( wird allerdings dadurch entwertet, dass er nicht endgültig ist). Der Schauplatz war eigenltich aber recht schön .


    Ganz guter Anfang (für einen Pokemon-Film) dieser Trilogie eigentlich. Während ich Dalga und Palkia schon aufgrund ihres Designs eher weniger mochte (diese Augen...), freute ich mich auf Giratina in seiner Ur-Form (die andere ist ganz okay). Und es beginnt eigentlich super spannend, denn Giratina ist wirklich brutal zu Dialga und das Ringen zwischen ihnen (kein kämpfen) wirkt in dieser Zerrwelt wirklich wie eine Naturgewalt angesichts des Kollateralopfers: Shaymin. Und hier beginnt das Elend. Denn statt die Racheangriffe von Giratina gegenüber den Raum-Zeit-Pokemon als Aufhänger zu benutzen, sind es seine RAcheangriffe auf das unwichtige, total arrogante und nervige Shaymin - wieso verschwendet Giratina seine Zeit für Shaymin, wenn Palkia und Dialga da draußen rumgurken? Denn der mittlere Teil dieser Trilogie hat kaum noch was mit der Metageschichte zutun - es ist ein Nebenschauplatz. Die Behauptung im Arceus-Film "Giratina wird in ihren Kampf hineingezogen" ist angesichts zweier misslungener Mini-Angriffe einfach übertrieben. Es ist ein Kampf zwischen Götter ausgebrochen, ein Kampf zwischen Raum und Zeit - wo sind die Auswirkungen auf die echte Welt? Und warum zieht man diesem epischen Plot eine merkwürdige Obession eines Typen vor, der unbedingt die Zerrwelt wie ein König beherrschen will, obwohl es da keine Einwohner gibt, die er beherrschen kann. Und seine Behauptung sie zu retten ist witzig angesichts dessen, dass er sofort anfängt da alles kaputt zu ballern.


    Nun zum Finale der Trilogie. Wird jetzt der Kampf der Götter in den Fokus geraten? Jein. Es wird schon wieder eine neue Geschichte erzählt, statt die aus dem ersten Film konsequent fortzusetzen. Für sich allein genommen ist sie zwar ganz intressant, aber kein Finale.


    Was bleibt von der Trilogie übrig? Am Anfang kämpfen sie noch mal kurz, allerdings ist das schnell vergessen und plötzlich schützen sie sich gegenseitig. Der Kampf zwischen Giratina und Palkia ist zwar spannend und wirklich wie ein Kampf, den man nicht stoppen kann. Es sei denn man ist ein kleiner Junge aus Alabastia, der nur sein Gesicht zeigen muss. Man Palkia, Giratina ist unaufmerksam, zerfleisch ihm den Hals!!
    Dann erscheint Arceus und ich bin überrascht in mehreren Punkten.


    Zum einen wird die Göttlichkeit von Arceus nicht wirklich direkt kommuniziert. Die ganze Schöpfungsgeschichte und die Bezziehung zu dem Dimensionen-Trio hat leider kaum Platz in dem Film und es wird nur vermutet, dass er die Welt erschaffen hat. Ohne Vorwissen also nur ein sehr mächtiges Pokemon, das angefressen ist. Zum anderen, dass er ein rachelüsterner Gott ist. Und wie rächt er sich an der Menschheit? Er greift ne Ruine an. Es gab genug Folgen und auch Filme, wo Pokemon Städte angegriffen haben - man hätte die Rache Gottes also gut darstellen können. Nein man entschied sich für einen lokalen Kampf ohne viel Umgebung und mögliche Opferzahlen. Fast so uninspiriert wie der Showdown auf dem Flughafen von Leipzig in Civil War. Ja der Kampf gegen Mewtu war auch lokal, war aber zum einen sinnvoll (Klonprozess und Ego Mewtus unbedingt ein Pokemon-Trainer zu sein), zum anderen war der Turm ein athmosphärischer Ort, der allein schon mysterios wirkte. Die Ruinen können da leider kaum mithalten - Geröll in der Sonne (schon wieder ein Finalkampf bei hellem Sonnenleuchten).


    Und dann macht Arceus im Kampf ganze Zeit das Gleiche und seine Übermacht wird nur dadurch gezeigt, dass die anderen einfach schwach sind. Nicht sehr spannend dieser Kampf. Warum gibt sich Arceus eigentlich mit den Nervensägen ab.


    Dennoch fand ich die Zeitreise schön und intressant. Ich hätte sogar gerne mehr gesehen und Arceus wirkte in den Rückblenden wirklich göttlich und sympathisch. Als eigenständiger Film wäre das Ringen des Menschen mit Arceus interessant gewesen. Vor allem weil Marcus (bedeutet " dem Kriegsgott Mars geweiht" ) teilweise nicht nur für sich selbst handelt . Dass Arceus ein sterblicher Gott ist, fand ich auch sehr interessant und war angesichts der Kaltblütigkeit der Pokemon schon überrascht. Passte irgendwie nicht zu den Pokemon, die ja eigentlich sonst alles besser wissen wie die Menschen^^. Die Geschichte hätte eigenständig auch viel Potential gehabt. Allgemein wünsche ich mir mehr Pokemon in der Vergangenheit. Fand den Pokemon-Krieg im Lucario-Film sehr spannend.


    Ich glaube mein Problem ist, dass ich mir immer wünsche, dass Pokemon mit mir erwachsener wird. ich wünsche mir immer, dass Pokemon ernst und düster ist wie die ersten drei Filme (und der Lucario-Film oder Destiny Deoxys). Und deswegen habe ich mich auf die Trilogie gefreut - ich habe wirklich eine kindgerechte Endzeitschlacht erwartet, die über drei Filme geht. Dialga, Palkia und Giratina, die sich in rasender Wut um den Erdball prügeln (dabei natürlich nen Haufen Wälder, Berge und evtl. eine Stadt in Schutt und Asche legen ) und Arceus, der verzweifelt mithilfe von Ash versucht im Finale nicht nur die rasenden Götter-Bubis wieder einzufangen und auf Kurs zu bringen, sondern auch versucht den Shit rückgängig zu machen. Im Grunde genommen das Szenario des zweiten Pokemon Filmes, nur größer und auf vier Dimensionen verteilt.


    Ich fands auch sehr angenehm, dass das Dimensions-Trio sich nicht totgequatscht hat wie viele Pokemon in den Filmen, gab denen so etwas unnahbares (vor allem Urform Giratina :O ).

  • Ich fand den Film gut. Die Handlung hatte dank dem sehr angepissten Arceus mal ein komplett neues Feeling das in den 19 Pokemon Filme einzigartig war.
    Die Handlung ist auch von Anfang an komplett aufgedeckt worden und war sehr einfach zu verstehen.
    Gefallen hat mir das Giratina sich noch an Ash erinnern konnte, da hat man ein Gefühl das die 3 D und P Filme miteinander verknüpft sind, auch mit dem Auftauchen von Palkia und Dialga. Heatran kam zwar auch vor, aber hatte eher eine kleinere Rolle als Reittier...
    Der Kampf gegen das relativ plötzlich schnell auftauchende Arceus aus dem nichts ist einer der besten von allen Filmen, naja solange sie nicht in die Vergangenheit gereist sind um das zu ändern.
    Der Film ist gegen Mitte und Ende leider etwas langweiliger geworden. :S

  • Ein Film um das legendäre Pokemon Arceus, der eine imposante Story erzählt und dabei sind viele Pokemon mit von der Partie, auch wenn dieser sehr lokal stationiert ist, da hätte man mehr rausholen können.



    Wie auch schon im letzten Film spielt hier Dialga, Giratina und auch Palkia mit. Selbst für Heatran gibt es einen kleinen Auftritt, der aber eher wenig von Bedeutung ist. Man sieht hauptsächlich wie ein Arceus immer mehr in Raserei verfällt, hab irgendwie das meiste vorgespult damit es mal zum Ende kommt.


    Mit einem Fehler zum Abschluss, aber so ist es anscheinend mit der Synchronisation.