Freiheit existiert im Herzen





  • ~ 12. Kapitel - Wieder unter den Lebenden oder nur eine Lüge? ~


    Finsternis umwob ihren Leib und ließ sie nicht los. Wie eine feste Schlinge hatte sich die Schwärze um sie gelegt und würde sie ersticken, wenn sie nicht hier wegkam. Ertränkt in der Dunkelheit, wie würde sich das anfühlen? Sie versuchte aufzutauchen. Wollte hier weg, doch etwas griff nach ihr und zog sie immer weiter runter in die Tiefe, die sie so sehr fürchtete. Schreiend packte sie sich an die Kehle, doch es kam kein einziger Laut heraus. Nur die schwarze Masse drang in ihren Körper ein und schien ihn von innen heraus zu zerfressen. Wie ein gieriges Tier würde es sie auseinandernehmen und keiner würde es hören. Sie war allein mit ihren Sorgen, so wie immer. Plötzlich zog sich etwas Glitschiges um ihre blanken Beine. Erst jetzt bemerkte sie, dass sie keine Kleidung an ihrem Leib trug. Entblößt schaute sie herab und begann abermals zu schreien, als sie eine Art fleischigen Oktopus an sich vernahm. Wild mit den Beinen rudernd versuchte sie sich von dem Arm zu befreien, vergebens. Der stinkende Odem des Wesens kroch in ihre Nase und sie musste sich zwingen, nicht zu erbrechen. Blitzartig umschlang der Oktopus nun auch den Rest ihres Körpers und der Ekel übermannte sie, als die Tentakel sich um ihre Glieder schlangen. Ihre Augen aufgerissen konnte sie nicht glauben, was sich vor ihr abspielte. Wieso musste sie diesen Schrecken durchleben?


    Geschockt setzte sie sich im Bett auf. Ihr Atem ging schnell und auch ihr Herz raste. Auf ihrem Körper perlten kleine Schweißtropfen und ihre ganzen Glieder waren am Zittern. War das nur… ein Traum? Langsam kam sie wieder zur Ruhe und schaute sich nach allen Seiten um. Kein Oktopus und auch die Finsternis konnte sie nicht erblicken. Hingegen war sie in einem schmalen Raum, dessen lehmfarbene Wände ihr bekannt vorkamen. Sie selbst saß in einem weißen Bett mit braunem Gestell, was rechts direkt an die Wand gestellt worden war. Das Fenster lag hinterrücks, ließ jedoch kaum Licht in das Zimmer hereinfallen, da nur dunkle Wolken den Himmel zierten. Auf der linken Seite stand eine kleine braune Kommode, auf der eine rote buschige Blume in einer breit geformten Vase stand. Darunter ein gehäkeltes Tuch mit Blumenmusterung. Ansonsten war der Raum größtenteils leer, nur an den Wänden hingen noch ein paar Bilder, die meist eine ruhige Landschaft zeigten. Nachdenklich schaute sie auf die hölzerne Tür, auf der ihr Blick nach vorne fiel. Was war geschehen? Ihre Gedanken waren wie ausgelöscht.
    Unerwartet sprang die Tür auf und mit einem leicht erschrockenen Laut, warf sie schützend die Decke vor sich. Jedoch beruhigte sie sich wieder, als sie nur Emma, die kleine griesgrämige Gestalt wahrnahm.
    „Endlich aufgewacht, kleine Göre?“, sprach sie mit heruntergezogener Miene. Eve kümmerte es in diesem Moment nicht, wie sie mit ihr umging, denn sie war froh, einen Menschen vor sich stehen zu haben. Am liebsten hätte sie Emma auch in ihre Arme geschlossen, doch sie wusste, dass die alte Frau dies nicht befürwortete. Die faltigen Züge der Frau sahen düster aus, als hätte sie etwas auf dem Herzen. Als das braunhaarige Mädchen die Lippen öffnete, um sie danach zu fragen, winkte die alte Frau ab.
    „Spar dir die Mühe. Dein Untier hat hier alles verwüstet. Sobald du wieder gehen kannst, bist du hier weg, verstanden?“ Verwundert über ihre Äußerung, wollte sie abermals ihren Mund auftun, doch die Gestalt verließ einfach unbeeindruckt das Zimmer. Was war geschehen, dass Emma so kaltherzig erschien? Zwar war sie schon immer ein wenig sonderbar gewesen, aber das Meiste meinte sie nur im guten Sinne. Untier… wen meinte sie damit? Etwa Tiffany? Nein, das konnte nicht sein. Moment… Tiffany? Sie sprang aus dem Bett raus, ehe ein jäher Schmerz ihren Körper durchfuhr. Ihre Arme und Schultern waren in dicke Verbände gelegt und der Rest ihres Körpers war mit einem dünnen Gewand verhüllt. Mit vorsichtigen Schritten, um ihren Körper nicht zu viel abzuverlangen, ging sie aus dem Raum, der in einen kleinen tunnelartigen Flur grenzte. Auch er trug diese bräunliche Farbe auf den Wänden. Links von ihr hörte sie, als würde jemand kramen, woraufhin sie diese Richtung ein. Selbst wenn die alte Frau gereizt klang, sie musste einfach erfahren, was geschehen war.


    Als sie den weißen Behandlungsraum betrat, erschrak sie, denn er war mehr als nur verwüstet. Überall lagen Medikamente verstreut; Kapseln, Pillen und Salben. Zerplatze Gläschen und spitze Splitter zierten ebenso den Fußboden. Die Schränke, die an den Wänden hingen waren aufgesprungen und die sonst so sterilen Ablagen, auf denen man das Besteck für die Behandlungen legen konnte, waren abgewetzt. Hier und da kullerten noch ein paar Mullbinden herum. In der Mitte des Raumes stand zwar noch immer der kleine Behandlungstisch, jedoch war er deutlich zerkratzter als zuvor. Ihr Blick wanderte auf das Fenster, das ebenfalls in seine Einzelteile zersprungen war. Erst jetzt bemerkte sie, dass auf dem Boden die klein kümmerliche Gestalt hockte und versuchte, dass Chaos wieder sauber zu machen. Mit einem kleinen Handfeger machte sich die Frau daran, Splitter für Splitter aufzufegen. Als Eve noch einen Schritt tätigte, fuhr die Frau herum.
    „Bleib ja da! Ich flicke dir deine Füße nicht auch noch zusammen“, war alles, was sie von sich gab. Das Mädchen verharrte augenblicklich an Ort und Stelle, ließ ihren zielenden Blick jedoch nicht von der Frau ab. Ihre Füße waren ihr auch egal. Sollten sie doch von dem zerbrochenen Glas zerschnitten werden; Hauptsache es zeigte sich Klarheit.
    „Was willst du hören? Siehst du nicht, was los ist? Dieses schwarze Ungetüm, was ich behandeln wollte, hat meinen ganzen Raum zerlegt. Es hat alles zerstört und wieso das? Weil du dieses verfluchte Wesen bei dir aufgenommen hat. Deine Gutherzigkeit hat mich zerstört!“ Eve konnte es nicht glauben. Wie geschockt stand sie da und versuchte zu realisieren, was geschehen war. Es fühlte sich an, als hätte man eine Kugel durch ihre Seele geschossen. Der Mensch, der ihr am meisten bedeutete… konnte so fies sein? Von der Angst gepackt, lief das Mädchen aus dem Raum. Sie lief in das Zimmer zuvor, riss die Kommode auf und stülpte sich einen blauen dünnen Pullover, eine graue gemütliche Hose sowie Wollsocken über die Glieder. Diese Sachen hatte sie hier immer gelagert, falls sie mal von Bedarf waren. Dann schlüpfte sie in ein Paar Turnschuhe und rannte, ohne sich noch einmal umzudrehen, aus dem Haus. Die alte Frau störte dies nicht, sondern bemerkte nicht einmal, dass sie weg war. Noch immer wohnte Eve der Schmerz inne, doch sie ließ sich nicht davon stören, denn nun wollte sie einfach wissen, was wirklich geschehen war. Wieso hegte die alte Frau so einen Hass auf sie? Eve lief in Richtung Dorf, ließ all die kleinen Fachwerkhäuser mit den dunklen Giebeldächern nach und nach hinter sich. Der Schnee knirschte verräterisch unter ihren Schritten, als würde er sprechen wollen. Vom Himmel sanken sanfte Flocken und zierten ihre Haare wie kleine Perlen. Ein leichter Wind säuselte umher, als wäre er ein verspieltes Kind. Jedoch zu dem Zeitpunkt wusste Eve noch nicht, dass diesen Tag ein so schlechtes Omen bedeckte.




    ~


    Endlich war sie in der Dorfmitte angekommen, doch was sie erblickte, stimmte sie alles andere als fröhlich. Auch hier thronte Verwüstung und Zerstörung, denn das eigentlich so lustige Dorffest, von dem sie gehört hatte, war wortwörtlich in seine Einzelteile zerlegt worden. Kaum ein Mensch stand noch auf dem Platz, wo es hier doch zuvor nur so von Massen gewimmelt hatte. Kleine Bretterbuden waren nicht mehr als ein Trümmerhaufen. Bunte Bonbons, Lollis und Überreste von Zuckerwatte lagen verstreut umher, als hätte man sie achtlos durch die Gegend geschmissen. Der ehemalige Stand mit dem Schmuck war auch wie weggefegt und die edlen bunten Steine zierten glitzernd den weißen Schnee, der den Boden bedeckte. Auch Lebensmittel lagen wertlos umher. Eve ließ ihren Blick senken. Sie wollte nicht noch mehr sehen, was ihr Herz so erschwerte. Eine stumme Träne lief ihr über die Wange. Wer hatte all dies nur getan? Wer hatte das fröhliche Fest der Bewohner so ruiniert? Unerwartet hörte sie Schritte hinter sich, woraufhin sie herumfuhr. Hastig wischte sie sich mit ihrem Ärmel die Tränen weg und schaute in das Antlitz eines Kindes, was ebenfalls am Weinen war. Eve kam näher an es ran und hockte sich zu ihm herunter. Der Junge wich ein paar Schritte zurück und zeigte mit blankem Finger auf sie.
    „Es war dein Pokémon… es ist deine Schuld…“, stammelte er vor sich hin. Das Mädchen traute ihren Ohren nicht. Ihr Pokémon? Also… Tiffany? Ungläubig sackte sie auf die Knie. Das konnte alles nicht wahr sein. War sie etwa noch am Träumen? War sie immer noch gefangen in der Finsternis? Dicke Tränen tropften nun auf ihre Hände, die sie zitternd auf ihre Beine gelegt hatte. Schluchzend versuchte sie zu verarbeiten, was alles geschehen war. Sie war verletzt, Emma beschuldigte sie wegen etwas, was sie nicht kannte, und nun auch noch dieser Junge? Allmählich kamen mehr Menschen auf dem Platz und gingen auf Eve zu. Sie alle sagten das Gleiche, es wäre ihre Schuld, das das alles geschehen ist. Verzweifelt hielt sie sich die Ohren zu, denn sie wollte das nicht hören. Sie wollte nicht, dass man so von ihr redet. Doch es wurde einfach zu viel. Die Worte der Menschen regneten auf sie herab wie spitze Klingen und verletzten sie, mehr als das es jeder Feind hätte tun können. Allein unter dem Spott fühlte sie sich, als hätte sie niemanden, der ihren Schmerz vertreiben würde. Es war also… wie immer.


    Ohne auch nur noch einmal die Augen zu öffnen, rannte sie los. Wollte weg, von diesem grausamen Ort und alles vergessen, doch wie? Sie ließ Häuserreihen hinter sich, lief vorbei an den Wänden der Fachwerkhäuser, die sie am liebsten für immer aus ihrem Blickfeld verbannt hatte. Am Ortsende, den ein kleines gemütliches Haus bildete, blieb sie stehen und schaute auf die weißen Flächen, die sich vor ihr erstreckten. Alles eine weite Masse… fast schon trostlos, wenn man es länger betrachtete. Ein kleiner Pfad führte die Hügel hinauf und wurde oberhalb von zwei mächtigen Gebirgsketten wie eine Art Wall umgeben. War sie schon mal dadurch gegangen? Ohne es zu ahnen, spielte sie mit dem Gedanken, einfach wegzurennen, doch würde das helfen? Plötzlich riss sie etwas unsanft aus ihren Gedanken. Die ganze Erde begann zu beben und sie spürte, dass dies von den Bergen ausging. Erschrocken schaute sie die Hügel hinauf, denn sie wusste, was das zu bedeuten hatte: Eine Lawine, ihre alte Angst. Wie erstarrt blieb sie fassungslos stehen und ihr Herz schien sich regelrecht zu überschlagen. Wo… war Tiffany?


  • [size=8]Ich schiebe Dinge nicht gerne auf, deshalb schon jetzt mein Kommi. Aber überhaupt: man sehnt sich förmlich deine neuen Kapitel herbei. Schon allein deswegen fällt es mir kaum schwer, so verschwitzt wie ich bin und in Arbeitskluft wieder in die Welt von Lyoxo einzutauchen.


    Etwas makaber ist der Anfang deines neuen Kapitels ja schon, aber gerade deswegen habe ich mich erneut in die Geschichte verliebt. Endlich taucht Eve auch mal wieder auf der Bildfläche auf. Ich hätte nicht erwartet, dass die widerfahren Geschehnisse ihr so das kleine Herz brechen würden. Das alles hast du auch unglaublich toll herübergebracht . Ich kann es nur noch einmal wiederholen: Man leidet förmlich mit jedem deiner Charaktere mit. Alles ist so traurig und deshalb so gelungen. Ich liebe es.


    Du hast in diesem Kapitel unglaublich viel beschrieben. Vielleicht sogar für meinen Geschmack zu viel. Wobei: kann man das überhaupt? Nein, ich korrigiere. Gerade weil du einen Perspektivenwechsel reinbringst und für Eve alles um sie herum völlig neu erscheint ist es geradezu zwingen, jedes Detail so sorgfältig wie nur möglich zu schildern. Lyoxo hätte in seinem destruktiven Willen natürlich keinen Deut darum gegeben, den zu Nichte gemachten Ständchen nachzutrauern. Ganz anders natürlich Eve, deren Lebenswille nun sicherlich an einem seidenen Faden hängt.


    Mit dem Ende dieses Kapitels machst du klar zu verstehen, dass die drei Storylinien nun zu einer zusammenlaufen. Natürlich ist es und als Leser somit auch klar, wie lange Eve nun von Tifa und Lyoxo getrennt war. Sie hätte ja genauso gut noch Tage völlig weggetreten sein. Besser hätte sich die Geschichte aber wahrlich nicht entwickeln können. Man darf sehr gespannt sein, wie es jetzt weitergehen wird, wobei ich denke, dass es jetzt wohl etwas ruhiger zugehen wird (falls es nicht zu einem Massenaufstand der Dörfler kommen wird, wenn erst Lyoxo wieder auf der Bildfläche erscheint). Ich wiederhole: Man darf gespannt sein.[size]

  • Konnichi wa Noxa-san. ^^
    Meinen letzter Kommentar für den heutigen Tag widme ich deiner Fanfiction. ^^ Ist ja schon eine Weile her, seid du dein aktuelles Kapitel online gestellt hast und da möchte ich nicht allzu stark hinterher hinken. =) Außerdem, spornt einen Feedback immer sehr an, das weiß ich selbst sehr genau. Übrigens funktionieren die Links, durch die Umbenennung des Bereiches nicht mehr einwandfrei. Die müsstest du bei Gelegenheit mal erneuern.


    Wow, was für ein starkes Kapitel! Der Anfang ist gar nicht so makaber oder eklig, wie du zuerst meintest. Nur ließ mich die Sache mit dem Oktopus etwas stutzig werden, denn eigentlich solche Eve so etwas ja gar nicht kennen, gibt es ja nicht in ihrer Welt. Du könntest da nur mit Oktillery etwas Abhilfe schaffen, aber ich glaube, dass wäre dann irgendwie grotesk. o.o Vielleicht bleibst du bei fleischigen Ranken oder so ähnlich, ansonsten hat mir diese Stelle aber durch ihre starken und genauen Beschreibungen sehr gefallen. Am Anfang wusste man gar nicht, wem wir da eigentlich - gefangen in einem Albtraum - beobachten, aber dann wurde es natürlich klar. Schön, dass Eve auch einmal wieder vorkommt, ist ja eine der Hauptpersonen. Die Arme hat eine Menge verpasst und ausgerechnet die Verwüstung von Lyoxo musste sie mitbekommen. =/ Da wird man richtig wütend auf den Luchs, das kann ich dir sagen.
    Jetzt muss Eve nämlich nicht nur die schlechte Laune von Emma aushalten, was nun wirklich nicht schön ist, nein sie wird auch noch für seine Verwüstung verantwortlich gemacht. Schlimmer noch, Eve denkt, es wäre Tifa gewesen! Das macht es alles nicht gerade besser, da sie ja immer noch verletzt ist.
    Da sieht man wieder, wie gut du die Story im Blick hast, denn gerade die Ereignisse jetzt noch einmal aus der Sicht von Eve darzustellen ist wirklich wichtig, um den Überblick zu behalten.
    Jetzt gehen auch noch die Menschen auf die arme Eve los! D: Naja, wenigstens werden sie nicht handgreiflich, aber so verspottet zu werden tut sicher weh, was du auch sehr gut beschrieben hast. Und jetzt sieht sie die Lawine, die ins Tal rast. Irgendwo da oben sind Lyoxo und Tifa...


    Besonders lang war dieses Kapitel nicht, aber das macht eigentlich nichts. Ich finde es sogar sehr gut, dass dieses Kapitel nicht so lang ist, denn das steigert die Spannung. Man möchte jetzt schon wissen, wie Eve weiter machen möchte, ob sie Tifa suchen wird oder weiter forschen, was nun wirklich passiert ist. Letzteres wird aber sicherlich nicht gerade einfach werden, da keiner Lyoxo beim Namen nennen wird und so wird es bei der absolut aussagelosen Aussage „Pokémon“ bleiben. Ob die Menschen kapieren, dass es davon insgesamt 646 gibt? :D
    Jedenfalls hat es an Schilderungen nicht gefehlt, ob es der Albtraum war, die Gefühle von Eve oder die Zerstörung des Dorffestes sowie die Verwüstung des Behandlungszimmers von Emma - das alles hast du gut dargestellt, sodass man es sich sehr gut vorstellen konnte. Irgendwie fällt mir da gar nicht so viel ein, was ich schreiben könnte? .__. Und der Cliffhanger am Ende ist schon ziemlich gemein. Eve tut einem wirklich leid, sie weiß gar nicht was in der Zwischenzeit alles passiert ist und in welcher Gefahr Tiffany gerade schwebt. Ob noch alles irgendwie gut ausgehen wird?
    Wir werden es sehen, mit deinem nächsten Kapitel. =)
    Ich bin gespannt. ^^


    ~ Cynda

  • ~ Nach der kalten Zeit des Schweigens
    des Bedauerns und des Leidens
    kehrt sie zurück, hinaus aus der Stille
    Zeit des Besserns ist nun ihr Wille ~


    [tabmenu][tab=~]
    Entschuldigt bitte vielmals, dass diese Story so eingerostet ist. Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich es bedauere, mich nicht gemeldet zu haben. Grund dafür war… nun sagen will ich es nicht unbedingt, aber ich glaube, ich verlor für kurze Zeit das Interesse an meiner Geschichte. Gefolgt von dem Stress in der Schule, ging FeiH ziemlich unter, doch nun hat mich die Lust wieder vollends gepackt. Es gab eine Zeit, da wollte ich diese Story in den inaktiven Bereich verschieben lassen, doch nun hat mich die Motivation gepackt, sie bis zum Ende fortzuführen. Etwas einfach so abzubrechen… nein, das liegt mir nicht. =/


    Ich würde mich freuen, wenn ihr, meine Lieben Leser, auch weiterhin noch Interesse an der Geschichte habt. <3
    [tab=@Eagle]
    Entschuldige bitte, Eagle, dass ich bisher noch nicht auf deinen Beitrag eingegangen bin. Danke jedenfalls. :3


    Ja, ein wenig makaber musste wohl einfach sein, habe auch gemerkt, dass mein Schreibstil sich etwas in diese Richtung verkrampft hat, will es aber in dieser Geschichte nicht zu sehr durchdringen lassen. Auf die Gefühle hingegen möchte ich sehr viel Wert legen, wodurch es mich auch sehr freut, dass das nach wie vor zum Ausdruck kommt. Wenn es sehr traurige Gefühle vermittelt, will ich mich aber auch mal dazu bemühen, dass fröhliche Momente gut nachzuempfinden sind. Mal schauen, wann sich das schön anbietet und ich mich da mal austoben kann. ^^  


    Wirklich? Ich habe viel beschrieben. Mir kam es mehr so vor, als wäre es zu wenig gewesen, aber gut, dass dem doch nicht so ist. Ich habe das Gefühl, dass ich nun noch genauer zu beschreiben beginne, ich hoffe mal, dass du dich daran nicht stören wirst.
    Das stimmt, die Storylines habe ich wieder etwas zusammenlaufen lassen, dennoch habe ich mir auch etwas Fieses einfallen lassen, was die Neugierde der Leser für die nächsten Kapitel wohl ziemlich auf die Probe stellen wird. c; Mal gespannt, wie das ankommen wird.
    [tab=@Cynda-san]
    Auch die vielen Dank, Cynda-san, auch wenn ich bisher nicht auf deinen Kommentar eingegangen bin. Ich denke du weißt, wie sehr ich mich über Feedback freue, da es bei dir nicht viel anders ist, nicht wahr? :3


    Vielen Dank für das Auflisten der Fehler. Selbst durch mehrfaches Lesen lässt sich sowas wohl einfach nicht vermeiden.
    Du hast recht, bei der Beschreibung mit dem Oktopus muss ich mir noch etwas gescheites einfallen lassen, da es wirklich keinen Sinn ergibt, wenn ich nochmal genau darüber nachdenke. Manchmal bin ich wohl einfach zu sehr auf "gewöhnliche" Beschreibungen fixiert, da ich besonders Tiere gern in diese miteinbringe. Bei einer Pokémon-Story ist das alles ja etwas schwieriger, aber es freut mich dennoch zu hören, dass die Beschreibungen ansonsten ausreichend waren. Mir ist aufgefallen, dass ich mich in dieser Story mehr an den Gefühlen anstatt an den Beschreibungen festhalte. Vernachlässigen möchte ich natürlich beides nicht. :3


    Ja, das stimmt, Eve musste in diesem Part einiges aushalten. Ich habe mir aber auch gedacht, dass es sinnvoll wäre, noch einzubauen, vor allem weil sich die Kapitel am Anfang nun ziemlich gezogen haben und dadurch nochmal etwas "wiederholt" wurde, was in der kurzen Zeit alles passiert ist. Schön zu sehen, dass es gefällt. :3 Auf Lyoxo dürfte man wirklich manchmal einen gewissen Groll hegen, aber glaub mir, das wird sich noch ändern. x3 Ich glaube immer noch daran, dass er seinen guten Kern irgendwann erblühen lassen kann. Mehr verraten will ich aber vorerst nicht. ^_-
    Dennoch will ich gerne beenden, was ich hier als "erstes" angefangen habe. Wird aber wohl noch ein Weilchen in Anspruch nehmen. ^^  


    Das stimmt, es war auch wieder mal dazu da, meine lieben Leser neugierig auf das nächste Kapitel zu machen, was nun auch noch so lange auf sich warten musste. D: *shame* Ich hoffe, es besteht dennoch Interesse daran, wie es mit den Drei weitergehen wird. ^^  
    <3
    [tab=Noch ein paar Worte]
    Das neue Kapitel wird gleich hiernach erscheinen. :3 Ich muss sagen, ich bin wieder etwas gemein und verrate euch noch nicht wirklich, was passiert ist. Mehr kann man es nur rätseln, aber okay, seht selbst. ^^  


    Den Startpost bitte ich euch vorerst nicht zu berücksichtigen, ich werde ihm wohl bald einen frischen Anstrich verpassen. ^^
    [/tabmenu]

  • ~ 13. Kapitel - Wir werden Dunkelheit ernten ~


    Hast du jemals dem Tag des Todes – nein eher der Sekunde – ins Auge geblickt? Durftest du jemals spüren, wie es sich anfühlt? Glaub mir, dieser Schmerz frisst sich durch deinen Leib und wird dich vernichten – auf eine qualvolle Art und Weise. Darum lass dich niemals verschlingen, von den Fangzähnen dieser düsteren Schwärze.


    Lyoxo blieb keine Zeit zum Handeln. Die Verzweiflung war ihm wie ins Gesicht geschrieben. Vor ihm raste diese Kraft aus Schnee herab und würde sie lebendig begraben. Mit brüllenden Lauten kämpfte sich das Weiß den Hügel herab, riss die dunklen Tannen wie hilfloses Spielzeug mit sich. Immer näher kam es ihnen. Immer stärker war der Druck, der seine Brust durchflutete. Was sollte er denken? Was sollte er fühlen? Seine Gedanken waren ein Chaos; er war einfach noch nicht darauf vorbereitet. Es waren etliche Emotionen, die zu jener Zeit seinen Körper fluteten, doch war darunter kein Fünkchen Hoffnung, was er zu spüren vermochte. Es war aus. Der Schlussstrich war gezogen, die Kerze flackerte auf, würde bald verloschen sein und die schwarze, ja dunkle kalte, Tinte, würde bald vertrocknen. “Ich danke allen, die ich kennenlernen durfte. Entschuldige, Tiffany“, waren seine letzten Gedanken, geordneter und ruhiger als zuvor, als wäre alles andere in Sekundenschnelle verflogen. Auch wenn das tosende Geräusch der Lawine alles andere zu betäuben vermochte, in seinem Geist fand sich in diesem Moment Ruhe ein. Wie in das Gewand von friedlichem Schweigen gehüllt, sah er seinem Ende entgegen. Seinen Lippen entglitt fast noch ein zaghaftes Lächeln, ehe das Weiß, was er für wenige Augenblicke aus seinen Wahrnehmungen verbannt hatte, ihn und Tiffany übermannte. Das war es also, der letzte Laut auf dem Klavier des Schicksals wurde für seine Wenigkeit gespielt. Nun war er also in endlose Nacht gebettet.


    ~


    Es war ein seltsames Gefühl. Sie wusste es nicht zuzuordnen. Nur war es so, als würde irgendetwas sie dazu animieren, aufzuwachen. Dennoch konnte sie nicht die nötige Energie aufbringen, die Wahrnehmungen, die das Leben verhießen, durch ihren Körper fließen zu lassen. Also verweilte sie an Ort und Stelle, träge in ihren Traum gehüllt und von einer friedlichen Stimmung erfasst. Doch plötzlich kam etwas in ihr Blickfeld. Sie versuchte den Schatten zu erkennen, der undeutlich vor ihrem Blickfeld aufzuflackern schien. Eng zog sie ihre Lider zusammen, sodass sich ihre Augen zu dünnen Schlitzen verformten. Immer stärker versuchte sie ihren Blick zu fokussieren und endlich erkannte sie die schemenhafte Gestalt, die in ihrem wiegenden Traum wie von Nebel eingebettet war. Eine schwarze wilde Mähne, ein ernstes Gesicht, aus dem zwei funkelnde Augen herausblitzten, Fell in einer so einnehmenden Farbe, dass man es am liebsten ertastet hätte. Wie von einer fremden Kraft angetrieben ging sie vor, wollte dem Antlitz ihres Gegenübers näher kommen. Wollte dessen Nähe spüren, doch als sie unmittelbar vor ihm war, verschwand er. Wie Rauch löste er sich auf, verflog in das dunkle Schwarz, was sie in ihrem Traum einbettete. War einfach so davongeweht, als wäre er niemals da gewesen. Ihre Augen füllten sich mit dicken Tränen und blitzartig schoss sie hoch, war endlich aus ihrem Schlaf erwacht.


    Endlich war sie von diesem Albtraum erlöst, dass das, was ihr so wichtig war, einfach verschwinden würde. Ihr weißes Fell hing schweißnass an ihrem Körper, der sich bleichschwer, wie gefesselt, anfühlte. Prustend ging ihr Atmen und ihre tiefroten Augen waren weit aufgerissen, starrten umher, auf der Suche, nach dem, was sich so verloren anfühlte. Jedoch erschien ihr alles seltsam, so als würde die Realität sie erst Stück für Stück wieder einholen. Was genau war passiert? Sie wagte sich kaum noch zu erinnern, denn sie befürchtete, dass es nichts Gutes war, selbst wenn zu diesem Zeitpunkt die Erinnerungen noch nicht ihre Gedanken durchfluteten. Verwundert schaute sie sich in dem Raum um, der breit, aber dennoch sehr düster war. Aufgrund ihrer guten Augen vermochte sie jedoch selbst in dieser Finsternis zu sehen. Direkt vor ihr war eine massige Wand, bestehend aus grauem Stahl und ragte wie eine bedrohliche Grenze in die Höhe. Wenn sie sich umdrehte, konnte sie drei weitere Wände vermuten, jedoch waren sie mit schweren, eckigen Holzkisten zugestellt, sodass sie ihre graue Haut nicht preisgaben. Neugierig tapste sie ein paar Schritte durch den Raum, trat dabei mit ihren Pranken nur ganz sanft auf, sodass ihre Krallen sie nicht wohlmöglich noch verraten würden. Denn… wo war sie hier? Lauerte hier vielleicht irgendetwas auf sie? Immer wieder zuckte sie mit der Nase, versuchte vertraute Gerüche aufzunehmen, jedoch stieg ihr nur der Gestank nach kaltem Eisen durch die Atemwege. Auch zu hören war nicht sonderlich viel, selbst wenn sie lauschte. Nur hin und wieder war ein verräterisches Quietschen zu vernehmen. Täuschte sie sich? Oder hatte sich der Boden unter ihr gerade wirklich bewegt? Reflexartig warf sie sich mit ihrem Körper flach nieder, spürte dabei, wie ein durchdringender Schmerz durch ihren Brustkorb zuckte. Als sie sie langsam ihren Kopf zu der Quelle ihrer Qual umdrehte, sah sie den weißen Verband, der um ihren Leib gewickelt war. Plötzlich fluteten all die Ereignisse in ihr Gedächtnis zurück, die geschehen waren. Wie von einer schweren Faust getroffen, taumelte sie zurück, versuchte zu unterdrücken, welche Bilder sich vor ihren Augen abspielten. Und da war er! Lyoxo! Deutlich sah sie ihn als ein Geistesgut vor sich, doch wieder verschwand er, wie auch im Traum zuvor. Als ihre Erinnerungen allesamt wieder eingetroffen waren, sackte sie abermals auf den Boden, innerlich von Schwäche übermannt.
    „Wo bist du?“, wisperte sie und dabei lief ihr eine Träne die Nase hinab. Blieb dort kurz hängen, fiel schließlich und landete auf dem Boden, sodass es in ihren Ohren einen melodischen Klang erzeugte. Ihre Schnauze vergrub sie zwischen ihren Pranken und versuchte zu vergessen, welche Sorgen ihren Geist durchzogen.


    Nach einer Weile, wie sie da so lag, wurde das Ruckeln spürbarer, da war sie sich sicher. Dicht auf den Boden gekauert vernahm sie nun besser die Bewegungen, die wie in einem wiegenden Takt langsam hin und her zu schwingen schienen. War ihr vielleicht schwindelig? Oder bildete sie sich das Ganze sogar nur ein? Müde blickte sie abermals durch den Raum, in der Hoffnung, nochmal irgendetwas zu erblicken, dass ihr von Nutzen sein konnte. Vielleicht würde auch irgendetwas dazu beitragen können, ihre Fragen zu beantworten. Oder… suchte sie in Wirklichkeit vielleicht nicht doch nur Lyoxo? Heftig schüttelte sie ihren Kopf, als wolle sie so ihre Gedanken vertreiben. Ja, das tat sie wohl immer so, merkte sie, und musste augenblicklich schmunzeln. Im selben Moment jedoch, fiel ihr etwas Entscheidendes in die Augen. Etwas Rundes lag da am anderen Ende des Raumes. Kaum zu erkennen neben einer der verschlossenen Kisten. Sofort sprang sie auf, als hätte sie ihre schmerzenden Wunden augenblicklich aus ihrem Empfinden gelöscht, und lief zu dem kleinen Objekt hin, welches ihr Interesse geweckt hatte. Neugierig lief sie um es herum. Hob die Pranke, um es vorsichtig anzutasten, zog diese aber, kurz bevor sie es berührte, wieder zurück. Ihr Kopf ging aufgeregt auf und ab, sie versuchte abermals neue Gerüche wahrzunehmen, ohne jeglichen Erfolg. Endlich traute sie sich näher an dieses runde Ding, oben war es grün und unten weiß gefärbt. Es kam ihr seltsamerweise auch so bekannt vor. Schließlich berührte sie es sacht mit ihrer schwarzen Nasenspitze, sodass sich die Kugel leicht bewegte, einige Zentimeter davon rollte. Unerwartet erblickte Tiffany einen tiefen Riss, der sich deutlich über die Außenhülle kämpfte und das makellose Antlitz dieses Balles zerstörte. War er wohlmöglich kaputt? Ein weiteres Mal traute sie sich, den Ball zu berühren, jedoch schossen dadurch wilde grüne Blitze aus dem Objekt heraus, sodass das Absol-Weibchen erschrocken zurücksprang. Das aggressive Licht weitete sich im Raum aus, zischte bis zur Decke und leckte nach Gegenständen, so als würde es Hilfe suchen. Schließlich ertasteten die Blitze eine der Kisten, umkreisten sie einen Moment, bis plötzlich eine Art hölzerne Klappe nach vorne hin aufsprang, als hätte man einen Schalter betätigt. Danach erlosch der Schein wieder und verzog sich in den kaputten Ball zurück, der daraufhin noch einmal wild hin und her zuckte, ehe er ruhig liegen blieb. Tiffany sah noch für wenige Augenblicke auf das merkwürdige Objekt, doch dann wanderte ihre Sicht neugierig zu der geöffneten Kiste, die zwar außen wie Holz getarnt war, aber innen ebenso mit Stahl ausgekleidet war. Als ihre Augen nach dem Inhalt tasteten, durchfuhr ein Schrecken ihren Körper. Ungläubig schritt sie einige Meter zurück, wollte nicht glauben, womit sie schon die ganze Zeit umgeben war, ohne es wirklich geahnt zu haben.


    Dennoch traute sie sich langsam näher, wollte das Wesen, was dort in der Box lag, kennenlernen. Ihre Sinne arbeiteten auf Hochtouren, denn zu sehr hatte sie dies überrascht, als dass ihr nicht die Vorsicht geboten wäre. Doch irgendetwas sagte ihr, dass es richtig war, die kleine Gestalt genauer zu betrachten. Nur verunsicherte sie der Fakt, dass sie noch von etlichen weiteren Kisten umgeben war… was war, wenn sie einen ähnlichen Inhalt beherbergten? Tiffany war inzwischen nahe an die Klappe herangetreten und sah deutlich, was sich dort in die Ecke des hölzernen Gefängnisses gerettet hatte. Lange rosa Ohren mit wuscheligen Puscheln oben dran, waren das erste, was dem Chaospokémon auffiel. Das Gesicht war rundlich, jedoch kaum deutlich sichtbar in dem Dunkel dieses Raumes. Jedoch trug es eine hell beige Färbung mit einem sichelartigen Kreis oberhalb der Stirn, dass konnte sie noch erkennen. Der Körper sah sehr zierlich aus, war oberhalb wieder rosa, unterhalb trug es die Farbe des Gesichtes und vier kleine Füße hatten sich unter diesem vergraben. Tiffany bemerkte gar nicht, wie das kleine Wesen den Kopf gehoben hatte und sie ebenfalls abtastete, jedoch wirkten dessen Augen glasig und leer, während die des Absol-Weibchens rot zu funkeln schienen. Zuletzt fiel dem weißen Pokémon noch der dünne Schwanz auf, der aber in einem breiten Büschel endete, aus dem auch noch drei gelbe Perlen herausblitzen. Ein schönes Wesen war es, was da lag, dachte Tiffany. Doch spürte sie auch die Traurigkeit, die von der kleinen Gestalt ausging. Als das Absol noch näher kam, fing das katzenartige Wesen angsterfüllt an zu zittern und kniff die Augen zu, als würde es etwas Schreckliches erwarten. Dennoch traute sich das Absol-Weibchen weiter, setzte eine Pranke vor die andere. Als sie nur noch wenige Meter von der rosa Gestalt entfernt war, sprang dieses plötzlich auf und schaute sie mit durchringenden grünen Augen an. Wie hatten sie so plötzlich die Farbe geändert und wie hatte sich der Charakter dieses Pokémons so schnell ändern können? Verwirrt versuchte Tiffany ihre Gedanken zu sortieren, doch war ihr keine Verschnaufpause gegönnt. Ihr Gegenüber schien gereizt, stellte das Fell auf und biss die Zähne aufeinander.
    „Lass mich in Frieden“, fauchte das katzenartige Wesen wütend, „du kannst nicht helfen, Menschenseuche, denn auch du wirst gehorchen müssen, wenn es soweit ist!“ Daraufhin kehrte Totenstille ein. Nur das Wiegen des Frachters war zu spüren, wie ein trauriges, nie enden wollendes Spiel…

  • Hallo Noxa-san, ^^
    ja ich weiß, du bist gerade abwesend, aber mir ist heute beim Aufräumen meines Postfaches deine Benachrichtigungs-PN in die Hände gefallen und ich dachte mir "Oh, du meine Güte! Es geht ja weiter!" Das hatte ich natürlich ziemlich verplant. Nun ja, genau sieben Tage später komme ich dann mal dazu dir deinen zustehenden Kommentar zu verfassen und das kommt wohl ganz recht, so kannst du dich, wenn du wieder da bist, auf etwas freuen. ;D Deshalb an dieser Stelle ein lautes "Surprise, surpise!"

    Wow, was für ein Kapitel! Echt Noxa, dass war von den Beschreibungen her aller erste Sahne! Selten so etwas gelesen, mehr Emotionen kann man ja fast nicht mehr unterbringen. Bin schon fast richtig neidisch, wie du das alles hinbekomen hast. ^^ Besonders interessant finde ich aber deine Überschrift, um mit dieser mal zu beginnen. Habe ja schon öfter hier im BB das Zitat aus dem Bibelbuch Hosea Kapitel 8 Vers 7 gelesen: Denn Wind säen sie ständig, und Sturmwind werden sie ernten. Interessant, dass du das mit der Dunkelheit aufgegriffen hast. Da hätte fast ein Doppelkapitel gepasst, dass eine mit dem Beginn des Zitates und das andere mit dem Ende. ^^  
    Aber mir gefällt dieser Titel sehr, weil man sich fragt a) wer den nun die Dunkelheit erntet und b) mit dem Originalzitat im Kopf, was sie dafür gesät haben müssen. Aber das wird man wohl noch alles erfahren.
    Dein Einstieg war auf jeden Fall klasse - im ernst du hast dich enorm gesteigert, dass hier ist eines deiner besten Kapitel! -, besonders weil man sich fragt, wer das sagt. Oder sind es nur wirre Gedanken die Lyoxo durch den Kopf fliegen? Ich bin ja persönlich ein Freund von inneren Monologen, deshalb könnte ich mir auch gut vorstellen, dass das vielleicht ein ganz anderer Chara ist, der hier zu Wort kommt. So wie ich das in EgA auch gemacht habe. :D
    Und "Bang!", schon ist man bei Lyoxo, in der Sekunde, bevor die Lawine die beiden trifft. Man fragt sich schon fast, wo die Knarksel und der komische Typ hin sind, aber das stand vielleicht auch im letzten Kapitel und ich habe es aufgrund der Zeit vergessen. ^^" Jedenfalls ist es gigantisch wie du das hier gemacht hast, Lyoxo ist so unglaublich greifbar ich hatte die Szene total deutlich vor Augen. Man, man möchte schon fast irgendwie dazwischen springen, wenn man nicht wüsste, wie sinnlos dass in so einer Situation wäre. Man, nie ist ein Psycho-Pokémon mit Schutzschild/Bodyguard da, wenn man es braucht. v.v Gerade, weil man ja weiß, wie gefährlich diese unkontrollierbaren Schneemassen sind. Deine Metaphern und Vergleiche waren hier sehr plastisch und da merkt man, dass du durchaus mit Wörtern zeichnen kannst. Also nicht nur eine engagierte und erfolgreiche Zeichnerin, sondern auch noch eine sich stetig steigernde Autorin. ^^
    Und dann werden sie auch schon getroffen. ;__; Einerseits könnte man sich jetzt fragen, wo ist der Aufprall, andererseits, ist es so auch wundervoll gelöst, vor allem der Vergleich mit dem Klavier ist genial. Wie ich doch im Hintergrund tatsächlich den Ton hören konnte, wahnsinn. Also keinen konkreten, aber irgendwie war da schon das Klavier... ~


    Im ersten Moment dachte ich schon fast, du würdest jetzt zu Eve springen, aber nein, wir sind bei Tifa. <3 Die Arme, scheint ja ziemlich durcheinander zu sein. Gemeinsam mit ihr entdeckt man dann nach und nach den Ort, an dem sie sich jetzt befindet. Hier fand ich die ersten Beschreibungen, dieses schweben zwischen Wachsein und Traum sehr gut dargestellt und man merkt, wie sehr sie auf Lyoxo fixiert ist und ihn eigentlich sehen möchte. Der scheint aber irgendwie nicht da zu sein... Ob sie ihn in absehbarer Zeit findet? Mh, dort wo sie sich befindet ist also Bewegung, scheint als wäre sie in einem Fahrzeug. Gut hast du hier Gerüche und Geräusche eingebaut. ^^ Mir fehlt eigentlich nur noch, was sie unter ihren Pfoten konkret spürt. Wenn das auch Stahl ist, dann müsste es ja kalt sein und auch unangenehm. Liegt da echt ein Pokéball herum? o.o Einer der oben grün ist, mh... spontan würde mir da nur der Freundesball einfallen... Ob es ein solcher ist?
    Faszinierend, der Pokéball öffnet also den einen Käfig? Liegt das daran, dass er kaputt ist und eigentlich das Pokémon dort einsaugen wollte oder hast du da eine andere Erklärung? ;D Gespannt bin ich jedenfalls.
    Ein Eneko? Ich muss gestehen, am Anfang hatte ich ein paar Probleme das Pokémon zu erkennen, da du von seiner "Größe" gar nichts geschrieben hattest. Besonders genial fand ich die Beschreibung des Schweifes - die Anmerkung mit den Perlen - war sehr gelungen. Allgemein aber vielleicht versuchen, da noch etwas mehr darauf einzugehen - ich selbst mache das vielleicht ab und zu, etwas zu ausführlich -, aber man darf sich ruhig ein Bild daneben legen, wenn man ein Pokémon beschreibt. Inzwischen mache ich das sehr häufig, sich nur auf das Gedächtnis zu verlassen ist manchmal gar nicht soo gut. ^^
    Auf was für einem Transport ist die gute Tifa denn da gelandet? Das Eneko bezeichnet sie als "Menschenseuche", da läuft doch irgendwas quer? Arme Tifa, ich sehe schon, da kann ja nichts gutes auf sie zukommen. .___.


    Trotz der relativ häufigen Fehler - alle im Spoiler, die mir aufgefallen sind - ist dieses eindeutig eines deiner besten Kapitel (nicht dass die anderen schlecht waren, aber die Steigerung ist unverkennbar!). Deine Beschreibungen der Gefühle harmonieren hier wirklich wundervoll mit den sonstigen Beschreibungen, der Umgebung und äußeren Einflüssen. Du hast schöne, treffende Metaphern und Vergleiche verwendet - ich glaube letztere sogar eher, bringe die manchmal durcheinander. ^^" Hat sehr viel Freude gemacht dein Kapitel zu lesen und ich konnte gut mit den Charakteren mitfühlen. Der Film in meinem Kopf stockte nicht ein Mal, was absolut für dich und deinen Schreibstil spricht.
    Kann dein nächstes Kapitel kaum noch erwarten. ^___^


    ~ Cynda