Melodien der Erde [Buch 1] [Kapitel vier online!]

  • Melodien der Erde

    Buch eins
    »Freundschaft«


    http://img197.imageshack.us/im…973/06hawkgozooma1881.jpg
    Quelle


    .:Vorwort

    Herzlich willkommen zu meiner FF im Bereich Fantasy/Mystery!
    Ja, was kann ich euch erzählen? MdE entstand aus einer puren Laune heraus, der ich mich aber immer wieder gerne hingebe und sie wirklich genieße. Ich schwelge gerne in Tagträumen und so entstehen viele meiner Geschichten, auch wenn das hier meine zur Zeit einzige online-gestellte Story ist. Aber dafür stecke ich umso mehr Arbeit in sie hinein. Ich möchte, dass meine Leser sich beim Lesen (was sollten sie sonst tun? =D) entspannen können, sich selbst meinen eigenen Tagträumen hingeben können, die ich in meinen Geschichten verewige. Ihr sollt euch dabei wohlfühlen und versuchen, eurem stressigen Alltag zu entfliehen. Seht meine Geschichte als eine Art Zufluchtsort an, dann habe ich genau das erreicht, was ich wollte. =)


    .:Urheberrecht

    Das liegt natürlich allein bei mir. Jede Handlung und jeder Charakter ist © Elaine, 2011/12. Ich bitte euch, das zu respektieren und meine Geschichte auch meine sein zu lassen. Die Quellen aller Bilder gebe ich selbstverständlich an.


    .:Warnung

    Meine Geschichte soll ein Zufluchtsort sein, an dem allerdings auch hin und wieder blutige Szenen auftauchen werden. Wer Blut nicht leiden kann, der sollte meine Story vielleicht nicht lesen. Ich würde mich natürlich freuen, wenn ihr es doch tun würdet, aber bitte überfordert euch nicht. Mein Rating liegt übrigens bei 14. Ihr werdet später sehen, warum.


    .:Genres
    Fantasy//Mystery//Comedy//Horror//Romance
    Fantasy und Mystery werden logischerweise die größte Rolle spielen. Jedoch werde ich auch Comedy-,
    Romance- und Horrorelemente einbauen, damit meine Geschichte euch auch reichlich unterhalten kann.


    .:Benachrichtigungen
    Kitsune//Misana//Black Cat (GB)//Evoli159 (GB)


    .: Partner-Fanfictions
    Edelsteine von Misana
    Melodia von Evoli159



    .:Charaktere


    [tabmenu][tab=Information]Charaktereigenschaften, Vorlieben o.ä. wirst Du hier vergeblich suchen. Ich möchte, dass jeder Leser meine Charaktere allein und auf seine eigene Art und Weise "entdeckt". Und weil ich gleich zu Anfang noch nicht zuviel verraten möchte, werde ich die Auflistung der Story nach aktualisieren. Taucht ein neuer wichtiger Charakter auf, wird er hier vorgestellt. So gefällt es mir einfach besser. :3
    Sollte jemand keine Steckbriefe lesen wollen, kann er diesen Teil hier natürlich überspringen.
    [tab=Hauptcharaktere]Diese werden zum gegebenen Zeitpunkt vorgestellt.[/tabmenu]


    ALWAYS BE YOURSELF.
    UNLESS YOU CAN BE IRONMAN.
    THEN BE IRONMAN.
    Robert Downey Jr.

    19 Mal editiert, zuletzt von Ronya ()

  • Prolog
    Der Genuss des Friedens


    Die frühen Sonnenstrahlen fielen sanft durch das vom Herbst gefärbte Blätterdach. Es war der Morgen des 14. Oktobers im Jahre 1346 und die friedliche Stille, die der Wald nun endlich genießen konnte, wurde nur von den Geräuschen einer kleinen Maus gebrochen, die auf Futtersuche war.
    Viele Jahre der Zerstörung, des Krieges hatten den Wald tief in Mitleidenschaft gezogen und es war ein von Gott gegebenes Wunder, dass sich nach Monaten schon wieder die Tiere zurück in ihre alte Heimat trauten, obwohl sie nicht mehr das Paradies darstellte, das sie einmal gewesen war.
    Früher blühten hier alle Pflanzen. Der Duft ihrer Blüten war ein wahres Geschenk der Natur gewesen. Der Fluss, der fernab meines Baues floss, plätscherte damals gemütlich vor sich hin und war nicht die einzige, lebensnotwendige Wasserquelle gewesen wie er es heute war. Der Wald erfreute sich an geselligem Treiben seiner Bewohner und war deren Zuhause, ihr Schutz gewesen.
    Doch mit dem Auftauchen Fremder schien sich all dies zu ändern. Sie bedrohten die Tiere, verjagten sie aus ihrem Heim und zerstörten weite Teile des Waldes ohne jegliche Rücksicht auf Verluste. Diese Fremden waren stark gewesen und soweit mir bekannt war, stärker als wir es uns vorzustellen vermochten. Ihre Anwesenheit erfüllte nicht nur die Bewohner des Waldes mit Angst und Schrecken, nein, sie wurde auch weit außerhalb des Waldes gefürchtet. Doch mein Wald hatte Glück gehabt. Die Fremden, die erschienen waren, waren nur eine Vorhut böserer, stärkerer Mächte gewesen. Niemand wagte sich damals vorzustellen, was hätte passieren können, wenn die wahre Gefahr zu uns gekommen wäre, die Forlumís. Böse, von Rache und Wut getriebene Ungeheuer, die jede nur erdenkliche Form annehmen konnten und damit die Herrschaft Irlands an sich reißen wollten. Doch etwas schien sie damals in die Knie gezwungen zu haben, sodass die nördlichen Wälder, der unserer mit eingeschlossen, von der Vorhut der Forlumís befreit wurden und sich wieder von deren Schreckensherrschaft erholen konnten. Dieses Etwas, das niemandem in Irland bekannt war, wurde fortan mit dem Namen Erueret* geehrt und bewundert.


    Obwohl dem Wald bereits einige Monate zur Regeneration zur Verfügung standen, war noch lange nicht alles so, wie es vor der Besatzung gewesen war. Die Bäume trugen zwar wieder ihre bunten Blätter, doch ihre Rinden waren noch immer verkohlt von dem Feuer der Forlumís. Auch die Betten der Bäche, die einst quer durch den Wald geflossen waren, schienen sich nicht wieder füllen zu wollen. Die Hitze, die die Fremden mit sich gebracht hatten, hatte sie vollkommen austrocknen lassen und auch Beute war für mich und andere Raubtiere, die ihr Heim wieder bezogen hatten, immer noch rar.
    "Caoimhe! Bist du wach?"
    Eine junge, laute Stimme gefolgt von einer unvorsichtigen Pfote mit ausgefahrenen Krallen riss mich aus meinen Gedanken. Ich hob langsam den Kopf. Erst jetzt bemerkte ich, dass die Sonne während meiner inneren Erzählung bereits weit über den Himmel gezogen war. In ihrem Licht stand ein brauner, junger Wolf.
    "Feliks! Wie schön dich zu sehen", begrüßte ich meinen jungen Freund, "was tust du hier?"
    "Steh endlich auf, Cao. ich verhungere gleich!" Ungeduldig sprang er auf und hüpfte vor mir auf und ab, während ich mich aufsetzte.
    "Wenn du nicht erst fünf Monde alt wärst, dann würdest du verstehen. Du würdest wissen, welch unbezahlbarer Moment ein ruhiger Sonnenaufgang ist", sagte ich ihm. Seit Monaten versuchte ich nun schon, ihm den Wert solcher Gegebenheiten klarzumachen. Mich wunderte immer noch, wie er mit einer solchen Selbstverständlichkeit jagen gehen konnte, wo das noch vor einem Jahr undenkbar gewesen wäre.
    "Nur die Ruhe, Kleiner", sagte ich belustigt und stand auf. Ich schüttelte mir den Staub aus dem Fell und folgte meinem kleinen Freund. Ich betrachtete ihn zufrieden, glücklich, eine neue Generation heranwachsen zu sehen, die nicht solches Leid ertragen musste, wie die meine und die davor.
    Endlich herrschte Frieden und wir konnten das Leben in vollen Zügen genießen.


    * lat. zu deutsch: die Rettung

    ALWAYS BE YOURSELF.
    UNLESS YOU CAN BE IRONMAN.
    THEN BE IRONMAN.
    Robert Downey Jr.

    2 Mal editiert, zuletzt von Elaine ()

  • Ok, normalerweiße bin ich ja nicht so im Fanstorybereich aktiv aber deine Geschichte gefällt mir von der Wortwahl sehr gut. Hab ein bisschen reingelesen und dachte mir Kritik ist verdient.


    Fehlerchen und Unklarheiten:
    Doch mit dem Auftauchen vieler/dieser/jener/mancher Fremder schien sich all dies zu ändern.
    Hier würde ich noch ein Wörtchen hinzufügen. Einfach nur Fremder ist ein bisschen wenig und man kennt sich nicht gut aus.


    Ihre Anwesenheit erfüllte nicht nur die Bewohner des Waldes mit Angst und Schrecken, nein, sie wurde auch weit außerhalb des Waldes gefürchtet.
    Ohne Nein klingt das ganze flüssiger und schöner.


    Die Fremden, die erschienen waren, waren nur eine Vorhut böserer, stärkerer Mächte gewesen
    Wortwiederholung. Is nicht schön. Man könnte Ersatzwörter finden, aber hier fällt mir eigentlich auch keines ein...


    Auch die Betten der Bäche, die einst quer durch den Wald geflossen waren, schienen sich nicht wieder füllen zu wollen.
    Wie kann ein Bach etwas wollen? Flüsschen leben nicht.


    Die Hitze, die die Fremden mit sich gebracht hatten, hatte sie vollkommen austrocknen lassen und auch Beute war für mich und andere Raubtiere, die ihr Heim wieder bezogen hatten, immer noch rar.
    Schon wieder so eine Wortwiederholung. Das ist nicht schön zu lesen. Diesmal würde mir ein Ersatwort einfallen. Die Hitze, welche die Fremden.... vielleicht.


    Sonst sehr gut =) Gefällt mir.

    Benotung:

    Kommt jetzt darauf an in welcher Klasse du bist. Wäre dies deine Matura arbeit, würd ich sagen einen zweier. Zu viele Fehler. Für einen Einser würde das nie reichen. Durchgefallen, also ein fünfer, wäre es nie. Dafür ist die Arbeit zu gut =) Muss schon sagen. Ich finde deine Geschichte sehr gut =) WEiter so =D


    Note: 2


    lg, Psiana56

  • Hallu Elaine
    Sou, da mein PC zuvor abgekackt ist und ich aber fast fertig war und ich kein Bock hatte, weil ich zu sauer auf meinen PC war, versuche ich es nun erneut T-T
    [Psiana ich hoffe du nimmst er mir nicht übel, wenn ich jetzt nicht drauf achte, was du geschrieben hast .. ich bin immer noch voll Emo wegen meinem PC ...]


    Gut, kommen wir erstmal zum Startpost. Den finde ich wirklich sehr schön gestaltet. Er gibt alle wichtigen, mehr oder weniger ausführlich preis, da ja noch manchmal Dinge fehlen. Aber da du ja geschrieben hast, dass du das noch ändern willst, ist das ja völlig in Ordnung .. immerhin besser, als manche, die das ohne plausiblen Grund weglassen, sowas find ich schrecklich >-<
    Nein, damit bin ich wirklich sehr zufrieden, wie du deinen Startpost gestaltet hast, da du deine Wortwahl auch sehr schön gewählt hast, was die Qualität irgendwie auch steigert :B
    Auch der Header ist sehr schön gewählt. Er passt meines Erachtens wirklich sehr gut zum Titel, was ja eigentlich auch sein sollte, aber oftmals fällt es den einen oder anderen wirklich schwer und oftmals lassen die es ja auch weg xD
    Nja, dann komm ich auch mal zu deinem Titel.
    Auch hier gefällt mir dieser Punkt ganz gut. Solche Natur-Geschichten sind eigentlich immer ganz schön, zumindest sehe ich das so ^-^  
    Zwar lässt sich ja aus dem Titel nur erschließen, dass es um die Erde geht, aber wie ja schon gesagt, gerade sowas finde ich schön und auch der Titel baut schön Spannung auf .. immerhin gibt es ja auch Titel die zwar auch sowas aussagen, aber keinerlei Spannung aufbauen T-T
    Auch den 2ten Titel finde ich schön. Er klinkt noch ein wenig interessanter, bzw. mystischer, da es ja eig. gar nicht möglich ist .. omg was ich hier für einen Mist schreibe .o. .. Nein, also ich finde diesen Titel fast noch schön, ok eig. finde ich ihn schöner, als den ersten :B
    Nja, und da es ja allem Anschein um ein mehrteiliges Buch handelt [magic wie ich darauf komme], freue ich mich irgendwie auch darauf xD Denn das was ich gesehen habe, bzw. gelesen habe, gefiel mir schon jetzt total gut :B
    Also schreibe schön weiter und lasse es nicht so enden, wie deine anderen Geschichten, denn das fände ich wirklich schade .o.
    Nja, meine Begeisterung geht im Prolog weiter.
    Fehler habe ich so eigentlich keine gesehen und Verständnisschwierigkeiten hatte ich imo auch keine, mag wohl daran denken, dass ich eventuell etwas verdreht denke xD
    Wie du deinen Text beschrieben hast, finde ich auch sehr toll. Man kann sich richtig deine Umgebung vorstellen, bzw. man kann sich richtig hinein träumen *-* und sowas liebe ich ja wirklich an Geschichten. Solange sie gut geschrieben sind, interessiert mich die Story eig. gar nicht mehr weiter :B .. na klar interessiert mich die Story schon ein wenig, denn wenn die total schlecht ist, dann macht das Lesen ja auch nicht wirklich Spaß, aber wenn es gut geschrieben ist, kann man wenigstens ein wenig darüber hinweg schauen xD Aber das ist ja bei dir alles gar nicht der Fall.
    Auch schön finde ich, dass du am Ende noch eine Begriffserklärung gemacht hast. Da ich ja keine Ahnung von Latein habe, war es auch für mich eine wirklich große Hilfe .. wer Bio als 4 Hauptfach gewählt hat, kommt halt im Leben nicht weit xD


    Sou, was wollte ich noch sagen .. vorher hatte ich so viel und jetzt hab ich alles vergessen T-T
    Nja, wenn mir das wieder einfällt, ergänze ich noch .. von daher freue ich mich aber schon mal auf die neuen Kapitel, da deine Story wirklich gut ist ^-^


    mfg Kitsu


    ps: wegen der Antwort von yozakura .. sie hat ja schon recht viel gesagt, aber die ZAP's zählen am Ende 50% der Gesamtnote :B .. hat sie ja vergessen xD

  • Melodien der Erde


    Hallo, Elaine.


    Deine Geschichte hat mich schon vor einigen Tagen wie magisch angezogen und endlich komme ich dazu, sie zu kommentieren... Ich hoffe, mein Kommentar wird dir irgendwie nützlich sein, ich versuche es zumindest. Zu erst einmal zum Titel, der ist schön und Buch eins klingt super, dann kann ich noch mehr von dir lesen bald. Gefällt mir. Der Frontspruch ist auch sehr schön, wenn die Sonne den Mond berührt, hach. Bringt einen ja direkt zum Schmachten. Generell ist dein Startpost toll, das Frontbild ist ja wunderschön! Einfach unglaublich, könnte es mir stundenlang ansehen.
    Der erste Startpost ist einfach perfekt so. Wirklich gut gemacht, schöne Farben, die wichtigen Informationen sind auch enthalten, dass keine/kaum Charakterbeschreibungen vorkommen, ist umso besser. Schöne Tabmenüs, man sieht, du hast dir sehr viel Mühe gemacht. Glückwunsch! Zu deinen letzten FS schon eine Steigerung, obwohl die auch alles andere als schlecht waren. Würde mich wirklich freuen, wenn du diese hier zu Ende bringst (aber nicht so bald!).
    Der Name des Prologs ist ja hübsch. Der Genuss des Friedens. Habe ich noch nicht gehört, endlich einmal etwas Neues! 1346, wow. Das liegt wirklich schon sehr lange zurück. Momentan lese ich fast nur futuristische Geschichten, aber Abwechslung habe ich ja gerne. Eine kleine Maus auf Futtersuche, was? Süß. Irland ist auch nett, schönes Land. Die Ich-Perspektive ist hier wieder sehr subtil, aber ich liebe sie, lese ich wirklich gerne. Mittlerweile genauso wie personaler Erzähler, nur der allwissende Erzähler gefällt mir nicht. Schönes Ende, dass es ein Wolf ist, überrascht mich jetzt bei dir nicht. ;) Wäre mir aber ohne die Erwähnung gar nicht aufgefallen, vorher hätte es auch ein Mensch sein können. Egal, Wölfe sind toll!


    Ich freue mich auf mehr und hätte gerne eine Gästebuchbenachrichtigung, bitte. :)  

  • Kapitel eins
    Freudiges Wiedersehen


    Verwirrt schlug ich die Augen auf. Die Lichter des Flugzeuges waren gerade wieder angemacht worden und die Flugbegleiterin, die mir zugeteilt worden war, lächelte mir ins Gesicht. "Guten Morgen, Roxy", sagte sie und reichte mir ein Glas Wasser. Da ich noch nicht ganz wach war, murmelte ich erst einige Sekunden später ein verschlafenes "Morgen" und rieb mir mit meiner freien Hand die Augen. "Sind wir etwa schon da?"
    "Nein", antwortete Lauren, "wir werden vermutlich erst in einer Stunde landen. In der Nacht gab es einige Turbulenzen, deretwegen wir etwas verspätet in Dublin ankommen werden. Aber werd' du erstmal wach. Du siehst noch ganz verschlafen aus. Vorne neben den Toiletten gibt es einen Waschraum. Sobald er frei ist, kannst du dich dort waschen gehen."
    "Danke Lauren", flüsterte ich mit einem Lächeln auf den Lippen. Während unseres mehrstündigen Fluges war die blonde Flugbegleiterin mir eine eine tolle Vertrauensperson geworden und ich hatte sie richtig liebgewonnen.
    Ich trank mein Glas Wasser aus, um etwas wacher zu werden und schaute dann auf meine Uhr. Es war viertel nach sechs. Als ich aus dem Fenster schaute, entdeckte ich auch, dass die Sonne gerade erst aufging. Unter normalen Umständen wäre ich Lauren in diesem Moment vermutlich an den Hals gesprungen, wenn sie nicht schon längst auf dem Weg gewesen wäre, die anderen minderjährigen Passagiere zu wecken.
    Aber heute war ein ganz besonderer Tag. Heute würde ich nach Jahren endlich meinen Onkel wiedersehen, den ich so sehr vermisst hatte.
    Als ich nämlich noch ein kleines Mädchen von vier Jahren gewesen war und zusammen mit ihm, meiner Mutter und meiner Schwester in einem kleinen irischen Ort namens Howth gewohnt hatte, passierte etwas, das mein ganzes Leben hatte verändern sollen.
    Mein Vater, Thomas, war bereits vor meiner Geburt gestorben. Er war erst 32 Jahre alt und von Beruf Busfahrer gewesen. Ich weiß nicht mehr von ihm, als meine Mutter und meine sieben Jahre ältere Schwester Alice mir erzählen konnten. Er sei immer freundlich gewesen, hatte gerne Schach gespielt und war immer stundenlang mit unserem Hund Mika unterwegs gewesen. Er war ein gerechter, bemühter und intelligenter Mann gewesen, auf den ich stolz sein könne. Und das war ich auch. Wenn das alles der Wahrheit entsprach, was Alice und Mama mir erzählt hatten, dann hatte ich allen Grund dazu.
    Nach seinem Tod musste meine Mutter meine große Schwester und mich allein aufziehen. Es waren harte Zeiten gewesen, hatte sie uns erzählt. Sie hatte unseren Vater mehr vermisst als es sich irgendein Mensch vorstellen könne und das Geld hätte auch hinten und vorne nicht gereicht. Aber irgendwie hatte sie es geschafft, uns ein normales, glückliches Leben aufzubauen, das Alice und ich nur mehr als genießen konnten.
    Ein paar Jahre später, ich war ungefähr sieben Jahre alt gewesen, lernte meine Mutter bei einem Ausflug in die Hauptstadt einen Mann kennen, einen Japaner namens Masao Yasei. Dieser war mit einigen seiner Freunde nach Dublin gekommen, um dort die Ferien zu verbringen. Meine Mutter und er verstanden sich von Anfang an gut und wie das Leben so spielt, verliebten sie sich in einander. Auch Alice und ich kamen gut mit ihm zurecht und somit sprach nichts dagegen, dass Masao einige Monate später bei uns einzog. Die Hochzeit fand dann weitere drei Monate später statt, am dritten April 2003. Wenn ich jetzt so darauf zurückblickte, fand ich die Hochzeit ziemlich übereilt, aber da Masao und meine Mutter auch heute noch glücklich waren, war an der frühen Trauung nichts auszusetzen. Somit war er nun offiziell mein Stiefvater und ich trug von da an den Namen Roxane Yasei.
    Zusammen als von nun an vierköpfige Familie verbrachten wir in Howth ein schönes Jahr. Doch dann musste Masao geschäftlich wieder zurück nach Japan. Natürlich gingen wir mit ihm - schließlich waren wir seine Familie - und zogen dann 2005, als ich neun Jahre alt war, nach Akita.
    Seit dem lebten meine Familie und ich nun in Akita und waren glücklich dort. Sicher, wir mussten erst die Sprache lernen. Das stellte sich zwar als die schwierigste Hürde heraus, aber es war auch nicht unmöglich. Noch heute lernte ich in der Schule, der Mittelschule Akitas, die Schriftzeichen, die Aussprache und die Grammatik. Auch meine Mutter ging in eine Sprachschule und Masao half uns so gut er konnte. Mir viel englisch und irisch da ja viel leichter, aber es machte auch Spaß, eine so fremde Sprache lernen zu können. Alice studierte mittlerweile in Tokio und kam uns jedes Wochenende besuchen, was mich sehr wunderte, da ich es mir als sehr problematisch vorstellte, jede Woche zwei Tage zu verlieren, wo sie doch jede Menge Studienstoff vor sich hatte. Aber jedes Mal, wenn sie zu uns kam, erzählte sie uns, wie gut sie doch in der Universität zurecht kam.
    Alles in allem führten wir ein glückliches Leben, aber dennoch vermisste ich den Bruder meines Vaters, meinen Onkel, der seit dessen Tod wie ein Vater für mich gewesen war. Ich hatte ihn jetzt schon knappe vier Jahre nicht mehr gesehen und deshalb freute ich mich umso mehr darauf, ihn endlich wieder in die Arme schließen zu können.
    "Ladies and Gentlemen, wir bitten Sie sich auf Ihre Sitzplätze zu begeben. Wir befinden uns im Landeanflug zum Flughafen Dublins. Bitte schnallen Sie sich an."
    Die Durchsage unterbrach meine Träumerei. "Schnell Roxy, schnall dich an", sagte Lauren, während sie an meinem Platz vorbeihuschte, um selbst zu ihrem Sitz zu gelangen. Ich tat wie mir geheißen und schaute aufgeregt aus dem Fenster. Es stimmte, ich konnte schon die einzelnen, riesigen Passagierflugzeuge am Boden sehen, die die Landebahn für unsere Maschine räumten. Endlich würde ich in meinem Heimatland ankommen!
    Als die Maschine auf den Boden setzte, ruckte es kurz, und nachdem sie schließlich ganz zum Stillstand kam, herrschte wildes Treiben in meinem Abteil. Viele Leute liefen die Gänge entlang, einige holten bereits Gepäckstücke von den oberen Ablagen herunter. Wieder schaute ich auf meine Uhr. Jetzt war es zehn nach sieben. Ob Onkel Steven wohl schon am Empfang auf mich wartete?
    Ich wartete bis die meisten Passagiere aus meinem Abteil verschwunden waren und erhob mich erst, als Lauren wieder zu mir zurückkam. Sie half mir dabei, mein Gepäck zusammenzusuchen und verließ mit mir gemeinsam das Flugzeug. Während ich die Treppen des Airbus' hinabstieg, schaute ich mich nach der typisch irischen Landschaft um. Zu meinem Bedauern sah man hinter dem riesigen Flughafengebäude nur ein kleines Stück sattgrüne Wiese, aber ich fühlte mich trotzdem schon wie zu Hause.
    Eine viertel Stunde später standen Lauren und ich wie bestellt und nicht abgeholt in einem großen Warteraum und warteten auf meinen Onkel, der eigentlich schon hätte da sein sollen.
    "Glaubst du, er kommt noch?", fragte ich Lauren zögerlich. Jetzt hatte ich solange darauf warten und eine halbe Weltreise hinter mich bringen müssen, nur, damit mein Onkel mich vergaß?
    "Mach dir keine Sorgen", beschwichtigte Lauren mich, "er verspätet sich doch nur etwas." Sie strich mir liebevoll eine rote Haarsträhne aus dem Gesicht. Wie alt war Lauren überhaupt? Sie sah jung aus, vielleicht mitte zwanzig, aber sie kümmerte sich um mich wie eine ältere Frau es tun würde.
    "Du hast ja recht, aber trotzdem ..." Ich biss mir auf die Lippe und klopfte ungeduldig mit den Fingern auf einem der Koffer herum. Wie lange sollte es denn noch dauern?
    "Roxy? Bist du das?"
    Darauf hatte ich gewartet. "Onkel Steven?", rief ich hoffnungsvoll, während ich herumwirbelte. Und tatsächlich, da stand er. Mit einer braunen Cordhose, einer alten, abgenutzten Jeansjacke und einer Frisur, wie nur er sie hatte tragen können. Also genau so, wie ich ihn eben kannte.
    Glücklich stürmte ich auf ihn zu, vergaß dabei Lauren und meine Koffer völlig, und schmiss mich ihm an den Hals.
    "Da bist du endlich, Roxy. Ich habe schon auf dich gewartet", lachte Onkel Steven und fing mich nur schwer auf.
    "Ich habe dich auch vermisst, Onkel!" Auch ich musste lachen. Eine Träne rann mir über das Gesicht. Eine Freudenträne, deren Auslöser nichts besseres hätte sein können.


    ___________________________________________________________
    PS: Die Kommentare "kommentiere" ich erst später. Mir tut meine Hand weh, vor lauter Schreiben.^^
    Ich hoffe, das Kapitel gefällt euch!

    ALWAYS BE YOURSELF.
    UNLESS YOU CAN BE IRONMAN.
    THEN BE IRONMAN.
    Robert Downey Jr.

    5 Mal editiert, zuletzt von Elaine ()

  • Sou, way ein neues Kapitel. Da muss ich doch gleich was schreiben :3
    Jetzt scheint es ja richtig mit der Story weiter zu gehen :D


    Also deine Story fängt schon mal schön an. War sie zwar auch schon im Prolog, doch hier fing es ja, denke ich mal, erst richtig an.
    Zwar passiert nicht wirklich viel in dem Kapitel, aber ich denke, dass ist auch ganz gut so, denn immerhin braucht man ja auch Anlauf, bis man richtig mit der Story anfangen kann und das hast du wirklich schön hinbekommen.
    Du hast wirklich in dem Kapitel nur auf die wichtigen Dinge geachtet und da es ja eigentlich nur ein Rückblick war, fand ich auch nicht so schlimm, dass du nicht sooo sehr auf die Gefühle geachtet hast. Da sie sich ja eigentlich nur erinnert, kann man ja auch gar nicht alles nochmal so genau umschreiben, sonst wäre es ja eine Nacherzählung und für den Anfang reichen ja die wichtigsten Informationen völlig aus.
    Am Ende hast du aber die Gefühle doch noch schön umschrieben. Wie sie ihren Onkel sah, konnte ich mir ganz gut vorstellen, obwohl ich selbst sowas noch nie durchgemacht habe .o. .. das zeigt ja dann eigentlich nur, wie gut du das alles umschrieben hast.
    Nunja, Rechtschreibfehler habe ich so auch keine gesehen, was wirklich sehr schön ist. Und auch deine Ausdrucksweise gefällt mir in diesem Kapitel ganz gut. Z.B das Wort "deretwegen" kannte ich vorher noch gar nicht :o da lernt man doch gleich wieder was dazu xD
    Nun denn, aber das mit den Gefühlen war wirklich voll ok .. würde ich auch nicht anders schreiben :B
    Ich bin mal wirklich gespannt, was in den folgenden Kapiteln passiert, da ja jetzt noch nicht alles so spannend wirkt und du ja im Startpost geschrieben hast, dass es noch recht blutig werden soll.
    Määh jz will ich wissen, was noch passiert D:
    Nein, ok, ich muss mich ja einfach nur gedulden, bis die nächsten Kapitel da sind.
    Was ich noch wirklich sehr schön finde ist, dass du zwar als Genre einen relativ unrealistischen Bereich gewählt hast, aber es wirklich im Moment noch so wirkt, als ob dein Charakter ein ganz normales Mädchen ist. Gerade auch durch den Rückblick merkt man, dass ja in ihrem Leben nicht wirklich etwas übernatürliches passiert ist und gerade das finde ich an diesem Genre hier toll. Man kann es zwar so aussehen lassen, aber es ist dann doch wieder ganz anders.
    Und damit fängst du wirklich sehr gut an, wie ich finde. Das baut an sich wieder Spannung auf, auch wenn der Inhalt eventuell nicht so spannend ist.


    Nunja, da ich jetzt nicht mehr wirklich weiß, was ich schreiben soll, beende ich mein Kommentar einfach hier und sag mal, bis zum nächsten Mal :3


    mfg Kitsu

  • Freudiges Wiedersehen


    Hallo, Elaine!


    Der Titel deines neuen Kapitels passt ja ziemlich gut, weil ich mich auch freue, wieder hier zu sein... Gestern kam ich leider nicht gleich zum Kommentieren, das hole ich dafür jetzt nach. Habe mich farblich der Kapitelüberschrift angepasst.
    Die Länge wirkt auf den ersten Blick ganz gut, es ist schön, wenn die Anfangskapitel nicht so lang sind. Überhaupt ist alles über 2500 Wörtern oftmals zu viel, nicht immer natürlich... Also, schon einmal gut gemacht. Der Titel ist auch hübsch, mal sehen was er bedeutet.
    Dein Erzählstil ist wieder sehr ausgereift, die Ich-Perspektive wirkt, als käme sie direkt aus einem Buch. Kompliment. Dadurch fällt es mir auch relativ leicht, wieder in die Story hineinzufinden. Auch bei Rechtschreibung und Grammatik brauchst du nur noch wenige bis gar keine Übung mehr, man sieht, du hast seit früher sehr an dir gefeilt und dich weiterentwickelt. Bin wirklich stolz! Das mit dem Vater kommt mir etwas seltsam vor, weil ich gerade viele Krimis lese (oder vielmehr fresse, manchmal zwei am Tag, das ist krank, aber es sind ja schließlich Ferien) und ich demnach keinen netten, toten Charakteren traue, weil die oft genug nicht nett und nicht tot sind. *sehr logisch wieder einmal* aber das wird sich ja schließlich noch herausstellen.
    Die Geschichte mit dem Japaner, der ihr Stiefvater wird, ist sehr niedlich. Kann es geben und ist auch sehr realistisch beschrieben. Die Sprache ist wirklich krankhaft schwer, aber selbst Japaner lernen die ja ihr ganzes Leben lang und kein Mensch kennt alle Schriftzeichen. Solange es zum Verständigen reicht, muss man ja nicht mehr wissen. Ich wollte auch schon oft Japanisch lernen, aber irgendwann verliere ich immer die Geduld. v_v Bleibe ich halt bei meinen vier Sprachen, mehr kriege ich einfach nicht mehr hin. Seufz. Das mit Alice ist wieder so eine Sache, um so wenig Zeit für die Universität zu brauchen, muss sie ja ein ganz schönes Genie sein! Ob das mit rechten Dingen zugeht...? Vielleicht läuft es ja gar nicht so gut, wie sie behauptet.
    Dass der Onkel noch auftaucht, ist schön, hätte ich aber irgendwie nicht erwartet. Also ein schönes, rundes Ende. Süß! Bin jedenfalls gespannt, wie es jetzt wohl in dem neuen/alten Land weitergehen wird mit den Charakteren und was sie noch so erleben werden.


    Bis zum nächsten Mal!

  • Hallo!
    Boah, ihr glaubt gar nicht, wie sehr ich mich freue, dass meine Geschichte kommentiert wurde! Und gerade weil ich mich selbst immer riesig über Kommentare freue, die möglichst persönlich sind (einfach aus dem Grund, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass Kritik dann viel besser "funktioniert"), möchte ich meinen wenigen, aber feinen Lesern auch gerne persönlich auf ihre Kommentare antworten.^^


    Zunächst einmal zu Psiana56. Ich finde es wirklich toll, dass du meinen Startpost sowie meinen Prolog kommentiert hast, obwohl du eigentlich gar nicht so aktiv im FF-Bereich bist. Vielleicht habe ich dich ja dazu bewegt, es zu sein, wer weiß? Oder vielleicht liest du das hier auch gar nicht mehr. Aber das spielt keine Rolle, ich antworte trotzdem. ;] Die Fehler bzw Unklarheiten habe ich nicht ausgebessert, einfach deshalb, weil sie meinem Stil entsprechen. Und so lange es keine schwerwiegenden Grammatik- oder Rechtschreibfehler waren, bleibe ich auch dabei. Was die Sache mit den Noten soll, weiß ich nicht so recht, aber ich bin natürlich mächtig stolz auf meine Zwei.^^ Toll, dass dir meine Geschichte bis dahin gefallen hat. Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder.


    Und jetzt an Kitsune. Bitte nicht böse sein, aber ich musste echt lachen, als ich gelesen hab, dass du "immer noch voll Emo wegen deinem PC" warst. : D Ich hatte in dem Moment auch nicht gerade die beste Laune, aber das hat's echt übertroffen und mich richtig aufgemuntert.
    Vielen Dank für dein Lob hinsichtlich meines Startpostes. Obwohl er eigentlich nie Kernpunkt einer Geschichte ist, arbeite ich immer sehr fleißig an meinen Startseiten ("Seiten", weil ich nicht glaube, dass es von "Post" einen deutschen Plural gibt. Posts könnte richtig sein, aber es hört sich komisch an > . <). Ich liebe es, Sachen gestalten zu dürfen und da bietet sich sowas doch hervorragend an, nicht? Ist ja auch egal. Auf jeden Fall bin ich selbst auch zufrieden damit und somit sind wir zwei uns in dem Punkt einig.^^ Außerdem finde ich nicht, dass du da irgendeinen Mist geschrieben hast. Auch deine Kritik hat mir sehr geholfen, keine Angst. Und auch bei dir freut mich, dass meine Story dir bis hierhin gut gefällt. Ich konnte jetzt nicht unterscheiden, ob dir mehr am Inhalt oder am Stil einer Geschichte etwas liegt, aber solange bei mir für dich alles in Ordnung ist, bin ich froh und glücklich wie eine kleine Autorin es nur sein kann.
    Noch zu der Begriffserklärung. Ich habe die Rettung auch erst nachschlagen müssen, bevor ich gewusst habe, dass es eruet auf lateinisch heißt. Moment .... versteht man den Satz? Egal. Ich habe damals nämlich statt Latein Französisch gewählt, nebenbei bemerkt eines meiner Lieblingsfächer, ... genau wie Biologie. Noch ein Punkt, in dem wir uns einig zu sein scheinen. So, jetzt habe ich nur zu deinem ersten Kommentar etwas geschrieben, kommen wir doch zu deinem zweiten. Mann, du glaubst nicht wie froh ich bin, dass du überhaupt ein zweites geschrieben hast... Ui, ich war da ganz aufgeregt!
    Okay, zu Kommi Nr. 2. Da dir auch mein erstes Kapitel gefallen hat, fühle ich mich richtig motiviert, diese Story hier zu Ende zu schreiben. Nicht wie bei meinen älteren Geschichten, die ich dann einfach irgendwann aufs Eis gelegt habe... Ja, dieses Kapitel soll zur Einführung in die richtige Geschichte sein. Der Prolog spielte ja in einer ganz anderen Zeit, aber jetzt werden meine Leser in ein neues Zeitalter gejagt! Haharrr ... *räusper* 'Tschuldigung. Blut fließt noch keins, und das wird auch noch eine Weile dauern, wenn es dich beruhigt. Aber es wird spannend (hoffe ich), du verpasst also nichts, wenn du schön weiterliest.^^
    Und zum Schluss: Danke Kitsu, dass du kommentiert hast!


    Zu guter Letzt, Black Cat. Als ich gesehen habe, dass du dir meine FF wohl durchgelesen hast - musstest du ja wohl, wenn du kommentiert hast - habe ich mich auch echt gefreut. Ich weiß, dass Wort "freuen" habe ich mittlerweile schon recht häufig benutzt, aber was sollte ich denn tun, außer mich riesig zu freuen? Naja, darum geht es ja jetzt auch nicht. Ich will ja etwas zu deinem Kommi sagen, also sollte ich jetzt am besten damit anfangen. ;]
    Dass meine FF potenzielle Leser magisch anziehen kann, wusste ich gar nicht. Ich finde es aber wirklich toll! Das heißt ja, dass sie nicht ganz so unauffällig ist, wie ich dachte. Dir gefällt mein Startpost also auch, schön! Wie schon gesagt liebe ich es einfach, Dinge zu gestalten. Ich habe auch wirklich lange gebraucht, bis ich das Bild gefunden habe, das dir so gefällt. Mir übrigens auch, sonst hätte ich es ja nicht gewählt. ; P Außerdem möchte ich gern sagen, dass mir Titel für den Prolog z.B. einfach so einfallen. Wenn meine Titel also etwas besonderes sind, ist es ja umso besser. Dann weiß ich, dass ich ein kreatives Köpfchen habe.^^ Und es wundert mich auch nicht, dass es dich nicht wundert, dass in meinem Prolog ein Wolf vorkommt. Schließlich kennst du mich ja bereits ein bisschen. Und ich liebe Wölfe eben auch! Für mich war von Anfang an klar, dass ein Wolf in meiner Geschichte mitspielen wird.
    Da auch du mir ein zweites Kommentar geschickt hast, möchte ich auch etwas dazu sagen. Ich finde deine Idee gut, sich meiner Überschrift farblich anzupassen. Sowas macht dich sympathisch, wenn ich dir das so sagen darf, und ich habe sowas auch noch nie bei jemandem gesehen. Jetzt habe ich dir mal ein Lob verpasst, so. ;]
    Puh, bin ich froh, dass mein Kapitel für dich und hoffentlich auch andere lang genug ist. Ich habe mir die ganze Zeit den Kopf darüber zerbrochen, wie ich es wohl länger hinbekommen könnte, aber es ging partout nicht. Außerdem war das Wichtigste, was in dem Kapitel vorkommen sollte, bereits drin, was sollte ich also machen? Aber da das anscheinend kein Problem ist, sondern eher etwas Gutes, will ich gar nicht weiter darauf herumreiten.
    Letztens hast du futuristische Bücher gelesen, heute sind es Krimis. Hast du eigentlich ein Lieblingsgenre? Ich habe es bei noch niemandem erlebt, der von jetzt auch gleich eine komplett andere Richtung inSachen Büchern eingeschlagen hat. Nicht, dass ich es irgendwie kritisieren wollte oder so. Bloß das nicht! Ich finde es nur außergewöhlich. Und Mann, was bin ich neidisch!!! Ihr habt schon Ferien ... *heul*. Ich muss noch drei Wochen lang in der Schule rumsitzen und das, obwohl wir nichts mehr schreiben. Das ist echt deprimierend... Naja, man kann trotz Gemecker nichts daran ändern. Schule muss wohl sein, egal, ob es einfach nur eine Erfindung ist, um uns Kinder zu nerven, oder wirklich bildend. Wie dem auch sei, wenn ich es richtig verstanden habe, traust du Alice und Thomas nicht so ganz. Wir werden sehen, ob du damit recht hast.^^
    Japanisch ist schwer, das stimmt. Das du auch versuch(s)t (hast) es zu lernen, wundert mich nicht. Schließlich magst du Fremdsprachen ja, was man einfach daraus schließen kann, dass du bereits vier kannst. Ich möchte es auch eines Tages lernen, aber bis dahin befasse ich mich noch mit Spanisch, Englisch und Französisch.


    Okay, jetzt habe ich euch allen dreien geantwortet. Das war echt harte Arbeit ständig runterzuscrollen, um zu sehen, was jeder einzelne geschrieben hat, aber ich hoffe, es hat sich gelohnt. Euch allen möchte ich nochmal sagen, dass ich mich wirklich über euch als Leser freue und natürlich dürft ihr darauf gespannt sein, wie es mit Roxy in ihrem Heimatland Irland weitergeht. Nicht zuletzt deshalb, weil wir uns hier im Fantasy-Bereich befinden ....


    Liebe Grüße an alle und schöne Ferien an die, die sie schon genießen dürfen!

  • Ich hasse Doppelpost eigentlich, aber was soll ich sonst machen? Ich möchte euch mein zweites Kapitel ja nicht verheimlichen, auch, wenn es dieses mal ziemlich lange gedauert hat, bis ich damit fertig war. Nya, ich hoffe, es gefällt ... das nächste Kapitel wird spannender!


    Kapitel zwei
    Alte Geheimnisse


    Erschrocken fuhr ich aus dem Schlaf. Die Ursache dafür war mein bunter Wecker, den ich von zu Hause mitgebracht hatte. Ich schaltete ihn schnell aus, denn schließlich war es erst sechs Uhr morgens. Es drangen erst wenige Sonnenstrahlen durch das Fenster und die Vögel, die am Tage munter vor sich hin zwitscherten, schienen noch zu schlafen. Ebenfalls verschlafen schaute ich mich um.
    Ich befand mich in einem alten Kinderzimmer. Meinem alten Kinderzimmer, das Teil von Stevens Haus war und das seit meinem letzen Besuch hier nicht im Geringsten verändert worden war. Ich setzte mich auf und streckte mich, um meine müden Muskeln wachzurütteln. Sie würden heute einiges zu tun haben, denn ich war erst gestern hier angekommen und meine Koffer standen noch immer ungeöffnet vor der Tür. Auch das Zimmer könnte mal wieder eine Renovierung gebrauchen. Die Tapete kräuselte sich schon von der Decke und die Farbe, ein pastellfarbenes Pink, wollte mir auch nicht mehr so recht gefallen. Als ich das letzte Mal hier gewesen war, war ich ungefähr acht Jahre alt gewesen. Damals war pink meine Lieblingsfarbe, aber heute wollte ich lieber etwas unauffälligeres, etwas gemütlicheres. Auch die Möbel mussten neu lackiert werden. Sie waren morsch und verbeult. Vielleicht sollte ich meinen Onkel doch nach neuen fragen. Er würde bestimmt nichts dagegen haben.
    Nach einigen stillschweigenden Minuten stand ich widerwillig auf, ging ins Badezimmer, um mich zu waschen, und zog mich an. Mittlerweile war es halb sieben und ich machte mich daran, das Frühstück in der Küche vorzubereiten. Wenn ich nicht genau wüsste, dass mein Onkel immer um sieben Uhr morgens aufstand, hätte ich mich selbst gar nicht so früh aus dem Bett gequält. Ich wollte ihm aber mit einem netten Frühstück eine Freude machen und holte auch die Post aus dem Briefkasten.
    Es wunderte mich nicht, dass es draußen regnete, schließlich war ich ja nun in Irland. Ich schloss die Haustür auf - sie war verschlossen, weil Onkel Steven sich immer schon vor Einbrechern fürchtete - und machte einen Schritt hinaus in den Regen. Ich schloss die Augen und genoss das kalte Wasser, dass mir übers Gesicht rann und meine Haare und Kleidung durchnässte. Der irische Regen war ein weiteres Stück meiner Heimat, das ich in Japan vermisst hatte. Dort gab es auch regnerische Tage, aber diese waren bei weitem nicht so schön wie hier. Der Regen war wie ein persönliches Willkommen der Natur. Als würde auch sie sich freuen, mich wiederzusehen.
    Als ich die Klappe des Briefkastens öffnete, quietschte sie so laut und unangenehm, dass mir davon die Ohren schmerzten. Aber so, wie ich meinen Onkel kannte, interessierte es ihn wahrscheinlich recht wenig. Er kümmerte sich nie über solche Kleinigkeiten, hatte immer ein Auge fürs Wesentliche. Sein ganzes Haus, besonders sein Arbeitszimmer, stellte die vollkommende Verkörperung dieser Eigenschaft dar. In der Küche stapelte sich dreckiges Geschirr, das Wohnzimmer hatte zwar große Fenster, aber trotzdem war es immer stickig da drin. Und überall lagen Kleidungsstücke. Ja, Onkel Steven war ein wahrer Schmutzfink, aber dafür umso fürgsorglicher was mich betraf. Nach meiner gestrigen Ankunft am Flughafen, hatte er mir im Auto erzählt, was er alles vorbereitet hatte, um mir meinen Aufenthalt so bequem und schön wie möglich zu machen. "Ich habe dir dein Lieblingsfrühstück geholt, extra vom Bäcker", hatte er gesagt, "jetzt kannst du jeden Morgen Croissants essen, wenn du möchtest", und dabei gelacht. Es war wahr, ich liebte Croissants, aß sie dennoch nicht jeden Tag. Schließlich muss man ja ein bisschen auf seine Figur achten ... Aber sie schmeckten einfach viel zu gut, um sein Angebot abzulehnen. Sie waren für mich so wichtig wie die Luft zum Atmen. Ohne sie konnte ich einfach nicht sein.
    Ich schnappte mir die Zeitung und einige Briefe aus dem verbeulten, rostigen Briefkasten und schlenderte damit zurück in die Küche, wo ich beides auf den Küchentisch legte, als mir ein gelber Brief ins Auge stoch.
    Das Papier sah sehr alt aus und der Absender war von Hand geschrieben, anscheinend mit einer Feder. Woher der Brief kam, war nicht festzustellen. Jedenfalls nicht genau. Er kam auf jeden Fall aus Irland, denn die Briefmarke hatte ein irisches Siegel. Er sah eigentlich ganz unscheinbar aus, und trotzdem kam der Brief mir verdächtig vor. Doch ich hatte Achtung vor Stevens Privatsfähre, deshalb ließ ich den Brief ungeöffnet zusammen mit der anderen Post auf dem Tisch liegen und machte mich daran, die Küche und den Rest des Hauses aufzuräumen. Es wurde Zeit, dass das jemand in die Hand nahm.
    Knappe zwanzig Minuten später hörte ich Geräusche aus dem ersten Stock und schließlich Onkel Stevens Schritte, als er die Treppe hinunter zur Küche kam. Er betrat gähnend den Raum und blinzelte mich verschlafen an.
    "Oh, guten Morgen Roxy! Warum bist du denn schon wach?", begrüßte er mich sichtlich verwundert und täschelte mir im Vorbeigehen den Kopf. Ich lächelte, um zurückzugrüßen und ihm zu zeigen, dass ich ihn gehört hatte. Ich war noch nie sehr gesprächig gewesen.
    "Hast du ... du hast Frühstück gemacht? Wow, ich dachte, ich wäre derjenige, der dich verwöhnen sollte, und nicht umgekehrt." Steven setzte sich zu mir an den alten Küchentisch und rieb sich schon voller Vorfreude auf sein Spiegelei die Hände.
    "Ist doch egal. Wieso sollte ich dir keine Freude machen? Und so wie es aussieht, hast du dein Lieblingsfrühstück schon lange nicht mehr gegessen. Übrigens, danke nochmal für die Croissants. Sie haben wirklich gut geschmeckt." Während ich das sagte und ihn danach schweigend betrachtete, hatte mein Onkel schon ein Viertel seines Eis verdrückt.
    "Du hast schon gefrühstückt? Alle Croissants?", fragte Steven mit vollem Mund,"wie lange bist du denn schon wach?"
    "Schon seit sechs Uhr. Außerdem habe ich gar nicht alle gegessen. So verfressen bin ich nun auch wieder nicht ... Ich wollte einfach nicht mehr in meinem Bett rumliegen. Außerdem musste ich ja sowieso früh raus, weil ich meine Koffer noch auspacken und das Zimmer auf Vordermann bringen muss."
    Ich wartete bis Steven sein Spiegelei aufgegessen hatte. Das dauerte nicht lange, höchstens eine Minute. Er hatte morgens wirklich einen riesigen Appetit.
    "Keine Sorge, das Zimmer mache ich schon. Darum musst du dich nicht kümmern", er steckte sich und gähnte herzhaft.
    "Mh", machte ich, "trotzdem."
    "Wie lange hat dir deine Mutter eigentlich erlaubt hier zu bleiben? Es ist schön dich hier zu haben, ich möchte dich nicht gleich wieder hergeben", lachte er und verschluckte sich dabei. Er hustete, räusperte sich und fuhr fort: "Ich habe nicht viel zu tun, das heißt also, dass ich genügend Zeit für dich hätte."
    "Anders hatte ich das gar nicht erwartet. Mama hat gesagt, ich darf bleiben bis die Schule wieder anfängt. Sprich bis April", antwortete ich ihm.
    "Das ist ja noch über einen Monat hin!", rief er aus, "da haben wir ja Zeit, richtig viele Dinge zu machen, wir zwei."
    "Ja. Aber zuerst wird mein Zimmer gemacht. Ich schlafe nicht eine weitere Nacht in diesem Kabuff, hast du gehört?", lachte ich. Onkel Steven besaß einen sehr großen, wenn auch merkwürdigen Humor, der es ihm erlauben würde, trotz meines lahmen Versuchs, einen Witz zu machen, zu lachen. Und das tat er auch.
    "Haha, ist ja okay. Dann sollten wir langsam damit anfangen, nicht? Es ist immerhin schon halb acht und heute Nachmittag muss ich noch weg. Wir sollten uns also ranhalten, wenn dein Zimmer heute noch fertig werden soll."
    "Alles klar."


    In der Ferne hörte man die Kirchenglocke schlagen. Es war nun vier Uhr nachmittags und mein Onkel und ich waren gerade eben mit dem Aufräumen meines Zimmers fertig geworden. Jetzt konnte ich mich darin richtig wohl fühlen und war nicht mehr so eingeschüchtert von all den pinken Farben. Wir hatten die Tapete gewechselt, ein neues, dunkel Grün darüber gestrichen, die Möbel durch einige aus einem der Gästezimmer ersetzt und meine Koffer ausgepackt. Jetzt war alles erledigt. Jetzt konnte ich hier meine Zeit genießen und hatte ein Zimmer, das mir gefiel.
    "Roxy, ich gehe jetzt!", rief Steven vom Flur herein ins Wohnzimmer, wo ich ausgestreckt, völlig fertig aber zufrieden auf der Couch lag.
    "Ja, bis später!", verabschiedete ich ihn und ein paar Sekunden später hörte ich die Tür ins Schloss fallen. Onkel Steven wollte mir nicht sagen, wohin er ging, aber er wird schon seine Gründe haben. Schließlich hat er ja auch einiges zu tun .... was war eigentlich mit diesem alten Brief?
    Seit ich ihn gesehen hatte, ging er mir nicht mehr aus dem Kopf und ich wusste nicht, warum. Was sollte da schon drinstehen? Aber warum sah er dann so ... so alt, und offiziell aus und einfach so ... merkwürdig?
    Während ich vor mich hin döste, schwirrten mir lauter verrückte Gedanken durch den Kopf. Sie alle rankten sich um den Brief. Und auch nachdem mich der Schlaf geholt hatte, wusste ich nicht, warum.

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    Robert Downey Jr.

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  • Hi, FF-Partnerin.


    Ich habe dir gesagt, dass du meinen Kommentar am 20.7. hast und das schaffe ich auch.
    So als erstes komme ich zur Überschrift und ich habe es dir schon mal gesagt und schreibe es jetzt wieder: Die ist toll. Ob ich ein Buch/eine Geschichte lese liegt meistens am Titel und ich schließe mich Black Cat an und sage, dass er auch mich magisch anzieht, weil er einfach so schön ist. Und das Bild dazu ist auch sehr, sehr schön. Würde das Buch also in einem Buchhandel stehen, würde ich es in die Hand nehmen und mir den Klappentext durchlesen. Da deine Geschichte aber keinen Klappentext hat, habe ich den Prolog gelesen und war begeistert.
    Eine wunderbare Welt, in die der Prolog entführt. Ein Reich des Friedens nach einer großen Schlacht...*träum* so was ist wiklich schön. Der Prolog ist wirklich zum träumen und das ist schon mal ein schöner Einstieg in eine Fantasy-Geschichte. Wölfe? Toll! Ich liebe Wölfe. Sie sind so mysteriöse Tiere und und und... Ein toller Prolog. (Mir gehen schon jetzt die Adjektive aus, so blöd kann ich doch gar nicht sein!)
    Ich habe noch keine Ahnung, was das erste Kapitel mit dem Prolog zu tun hat, aber das ist ja öfters so und macht das Ganze nur interessanter. Warte *rechne**rechne* 639 Jahre später oder habe ich mich verrechnet? (war nur im Kopf, ist also möglich) Das ist schon ein gewaltiger Sprung und deshalb kann ich mir vorstellen, dass es etwas mit Zeitreisen zu tun hat... Naja, ich lasse mich überraschen. An sonsten ist dieses Kapitel als Anfang sehr gelungen. Man erfährt viele interessante Kriterien und kann sich einen ersten Eindruck der Lage machen, in der Roxy sich befindet. Da gibt es echt nichts zu meckern.
    Das zweite Kapitel ist auch schön, vor allem das mit dem alten Brief. (Zeitreise?) Ich will damit nicht nerven, aber im kommi-Guidesteht, man solle seine Vermutungen äußern, wie es weiter geht. OK, also die Spannung, die durch den Brief aufgebaut wird, finde ich gut. Da das bei mir immer und immer wieder angesprochen wurde, achte ich jetzt mehr darauf und muss sagen, dass mir ein wenig die Personenbeschreibungen fehlen. Es ist bestimmt nicht schön, dass von jemandem zu hören, der das auch nicht kann, aber z.B. an der Stelle, als ihr Onkel die Treppe herunter kam oder sie ihn schweigend betrachtete hätte eine Beschreibung gut gepasst.


    Mir gefällt die Geschicte bisher sehr gut und ich freue mich darauf die folgenden Kapitel lesen zu können.

  • Hehe, ein neues Kapitel.
    Da komm ich, zwar etwas verspätet, mal vorbei gedackelt und hinter lass dir mal ein kleines Komentar :B


    Wie ja wieder zu erwarten war, hat mir das Kapitel toll gefallen. Besonders was es mit dem Brief auf sich hat, interessiert mich jetzt wirklich. Man hat irgendwie wirklich das Gefühl, dass er noch eine wichtige Rolle haben wird, aber man weiß ja auch nicht genau was, daher kann man sich andererseits noch nicht wirklich festlegen & wartet lieber gespannt ab. Von daher freut man sich umso mehr auf das nächste Kapitel, wo man dann sehr hofft, dass dieses kleine aber feine Geheimnis aufgedeckt wird.
    Auch, wohin der Onkel geht, ist ja noch ein Rätsel. Zwar kann es etwas völlig simples sein, aber gerade, weil das auch mit dem Brief passiert war & der Onkel ihn ja, dem Anschein nach, nicht mal angerührt hat, wirkt es so, als ob diese scheinbar normale Tätigkeit, auch etwas zu bedeuten hat.
    Und sowas in einem Text zu finden, finde ich wirklich sehr gut. Man lässt die Leser über deinen Text nachdenken & dann möchten sie halt wissen, ob sie mit ihrer Theorie richtig liegen & lesen weiter. Zudem baut sowas halt auch enorm Spannung auf.


    Was ich wirklich irgendwie schon lustig fand war, dass die an einem Tag geschafft haben, das Zimmer zu renovieren. Kann gut möglich sein, dass man das schaffen könnte, aber wenn ich mir mal so mein Zimmer anschaue, was nicht wirklich das größte ist, dann würde ich tippen, wenn man das versucht an einem Tag fertig zu machen, bräuchte man schon so 24 Stunden D:
    Nja, vllt ist es ja ein noch kleines Zimmer und es ist irgendwie einfacher es zu renovieren, hehe :B
    Aber das ist ja auch irgendwie nur so eine Nebensache, zumindest bis jetzt.


    Und puuh. Wenn ich gerade so eine Reise hinter mir hatte, würde doch keiner um 6e aufstehen, oder? o-o
    Also ich würde den Wecker erstmal so kackendreist an die Wand schmeißen und mich umdrehen und weiterschlafen :B
    Aber nein ehrlich, ich bin ja jetzt schon die ganze Zeit am gähnen und es ist halb 9 ..
    Ok, jeder hat einen anderen Rhythmus, wobei wohl wirklich keienr so gerne um die Uhrzeit aufsteht .. und das auch noch nach einer Reise ..


    Aber ich muss sagen, du hast die Szene, als sie die Post reingeholt hatte, wirklich schön beschrieben. Ich konnte mir diesen Regen schon wirklich vorstellen und konnte ihn schon fast wirklich live erleben was wohl daran liegt, dass ich ein recht schräges Fenster habe & es bei uns gerade geregnet hatte, da der Regen ja dann schön aufs Fenster prasselt, hehe. Aber nein, deine Beschreibung hat den meisten Teil dazu beigetragen ^-^  


    Nunja, generell hast du eig. alles sehr schön beschrieben. Wie ich mich doch, Kommentar für Kommentar, wiederhole. Aber ist's, wie es ist.
    Rechtschreibfehler, konnte ich soa cuh nicht finden, wobei man sich einerseits nicht auf meinen Kopf & auf mein Word verlassen kann .. wtf, dass ist älter als 2003 D':



    Nun, ich denke mal, dass wars von mir, mal wieder.
    Das Kapitel war wirklich schön & ich freue mich sehr auf die nächsten. Deine Story verspricht wirklich etwas sehr gutes zu werden ^-^


    mfg Kitsu

  • gut, von mir kriegst du auch Mal kritik :)


    Ich freue mich schon auf das nächste Kapitel, ich will nämlich endlich wissen was in dem Brief steht und ich hoffe, man kann auch etwas herauslesen, worum es grob im Buch gehen wird... bis jetzt ist ja fast alles noch offen. Rechtschreibfehler habe ich übrigens keine gefunden^^ (naja, ich bin auch nicht wirklich gut darin sowas zu verbessern...). Jedenfalls finde ich, das du alles sehr gut beschrieben hast, ich konnte es mir gut vorstellen. Naja, jetzt zu der richtigen Kritik:


    Also, wie lange dauert denn so ein Flug von Japan nach Irland? Sicher lange, und ich glaube nicht das man so fitt danach ist, um am nächsten Morgen so früh aufzustehen... gut, vielleicht hat Roxy eben so einen Rhythmus, aber es ist schwer vorstellbar. Außerdem, in nichtmal einem Tag Tapeten wechseln, Möbel umräumen und Koffer ausräumen? Geht das nicht etwas zu schnell? Ich weiß was für ne Arbeit ein Tapetenwechsel ist, das geht nicht so schnell wie man sich das vorstellt, aber gut, sagen wir halt einfach Mal ihr Onkel hat das schon hunderte Male gemacht^^


    Wie gesagt, du hast alles schön beschrieben und Man konnte es sich gut vorstellen, ich freue mich schon auf das nächste Kapitel^^


    ~*lg Evoli159*~

  • Hallo and alle und vielen Dank für eure Kommentare!
    @ Misana: Vielen Dank, FF-Partnerin! Ich weiß nicht, ob ich dazu komme deine FF zu kommentieren, aber ich werde mich auf jeden Fall bemühen! Wenn du nach Richtlinien, die im Kommi-Guide stehen, finde ich das nicht verkehrt. So lange es deine Meinung ist und mir hilft, mich zu verbessern, kein Thema!
    @ Kitsune: Danke für dein Lob! Ich fand es, nachdem ich dein Kommentar gelesen habe, auch komisch, dass Roxy mit ihrem Onkel gleich das ganze Zimmer an einem Tag renovieren konnte, also habe ich das Ganze etwas umgeschrieben. Ich hoffe, das macht nichts.
    @ Evoli: Ich freue mich, dass du dich auf das nächste Kapitel gefreut hast. =)
    Und hier ist mein drittes Kapitel! Ich hoffe, es gefällt euch.


    Kapitel drei
    Kälte und Einsamkeit


    Ich schüttelte mir den Schnee von den Schultern, der schon seit Stunden auf mich hinab fiel. Das fallende Weiß nahm mir auch die Sicht auf den Pfad, den ich entlang schritt. Ich spürte meine Nase und meine Beine vor Kälte kaum noch, nur den Schmerz, den ich dadurch empfand. Dennoch fühlte ich mich auf seltsame und unerklärliche Weise wohl. Es mag daran liegen, endlich eine Aufgabe erhalten zu haben. Eine Aufgabe, die wirklich von Bedeutung war und deren Erfüllung eine der wichtigsten Dinge meines Clans war. Zum Glück war der Rest meines Körpers durch den Pelz vor der Kälte gut geschützt, sonst hätte ich meine Reise wohl schon vor einiger Zeit abbrechen müssen. Wahrscheinlich einer der Gründe, weshalb sie mich für die Mission ausgewählt haben.
    Die geschlossene Wolkendecke machte es mir nicht leicht zu erahnen, wie die Sonne gerade stand, aber ich war mir sicher, schon seit zwei Tagen unterwegs zu sein. Der Winter war dieses Jahr besonders schlimm, besonders kalt und brutal. Beute war rar und viele Kinder waren bereits verhungert oder an anderem Leiden gestorben. Es war ein schlechtes Jahr. Ein wirklich grausames und dunkles Jahr für meinen Clan. Das lag nicht nur am Winter.
    Im März dieses Jahres verstarb unsere Anführerin, unsere leitende Hand, Caoimhe. Ihr Tod hatte viele in Angst und Schrecken versetzt, da sie als beinahe unverwundbar galt. Doch das war sie nicht, wie sich herausstellte. Caoimhe war zwar eine alte Wölfin gewesen, aber dennoch stark. Sie wusste immer, was zu tun war und vor allem wie es zu tun war. Doch jetzt, nach dem Fund ihrer Leiche im Wald, war sich niemand im Clan mehr sicher, ob wir in unserem Heim wirklich wohl behütet waren. Denn viele ältere Mitglieder des Clans kannten die Geschichten der Forlumís nur zu gut und haben Angst, dass sie es waren, die Caoimhe getötet hatten. Denn eines konnte unsere Medizinerin Kaya genau sagen: Caoimhe war keines natürlichen Todes gestorben. Aber trotzdem konnte man keine Kampfspuren finden, sodass es nur noch eine Möglichkeit gab: Magie. Und Magie war etwas, das nur wenige Begabte beherrschten. Nicht zu letzt die Forlumís.
    Eine weitere, eiskalte Windböe ließ mich erschaudern und zwang mich dazu, meinen Gedankengang, der durch den monotonen Rhythmus meiner Schritte nur gefördert wurde, zu unterbrechen und mich weg zu ducken. Obwohl ich aus meinem Clan wohl am besten für diese Reise geeignet war, empfand ich es dennoch als ungerecht, mich allein auf eine so gefährliche Mission zu schicken. Sie war von aller höchster Wichtigkeit und wenn ich es nicht schaffte, war mein Clan verloren.
    „Mio, hör gefälligst auf dich mit so negativen Gedanken zu strafen!“, flüsterte ich und tadelte mich selbst, „du musst es schaffen, und das wirst du auch. Denk nur an deine Geschwister.“
    Ja, der Gedanke an meine Familie und daran, dass ich die Möglichkeit hatte, sie zu retten, gab mir Kraft und Mut. Sie würden auch stolz auf mich sein, sobald ich von meiner Mission heimkehrte.
    Ich raffte mich wieder auf und lief geduckt weiter durch den tiefen, endlosen Schnee. Ich schaute nach Osten, nach Westen, Norden und Süden, aber so weit das Auge reichte war nicht ein Anzeichen von Leben oder gar von meiner Position zu sehen. Ich war sprichwörtlich irgendwo im Nirgendwo. Aber ich lief weiter, immer weiter gerade aus, bis am Horizont schwacher, dünner Rauch zu sehen war. „Was ist das? Ein Feuer? Dann gibt es dort mit Sicherheit Leben!“, jubelte ich innerlich.
    Voller Vorfreude auf das Feuer, das mir mit oder ohne Gesellschaft Wärme spenden würde, beschleunigte ich meinen Gang und eilte auf die Stelle zu, wo ich meinen nächsten Rastplatz vermutete.
    Nachdem ich ein weiteres weites Tal durchquert und am anderen Ende einen steilen Hügel erklommen hatte, war endlich die Quelle des Rauches in Sicht, der mir soviel Hoffnung gespendet hatte. Es war eine große, noch immer glühende Feuerstelle. Doch trotz meines Glücksfundes stach mir das Messer der Enttäuschung in die Brust. Weit und breit war keine Menschenseele zu entdecken. Ich glitt in die Senke hinab, die an einem kleinen, steinernen Berg grenzte, und schürte das Feuer wieder, um mich ein paar Stunden daran aufwärmen zu können. Es hielt sogar die stetig fallenden Schneeflocken davon ab, bis zu mir dringen zu können. Als es mir gelungen war, legte ich mich ausgestreckt auf den erhitzten Steinboden und genoss das Knistern der Flammen neben mir. Es dauerte nicht lange bis die Müdigkeit mich zu überwältigen drohte und ich meine Augen kaum noch offen halten konnte.
    Ein letztes Mal vergewisserte ich mich, dass mich niemand verfolgt hatte, und schürte das Feuer noch einmal an, auf dass es so lange wie möglich brennen würde. Danach fiel ich in einen tiefen, traumlosen Schlaf.


    Ich erwachte einige Stunden später, mitten in der Nacht. Mein rettendes Feuer war ausgegangen und die Kälte schlich sich langsam aber sicher wieder durch meine müden Gliedmaßen. Doch zu meinem Glück hatte es aufgehört zu schneien und ich konnte mich auf eine trockenere Reise als noch vor einigen Stunden freuen.
    Eigentlich war ich viel zu erschöpft, um weiter zu gehen, aber ich hatte keine andere Wahl. Doch, die hatte ich. Ich könnte liegen bleiben und einsam und allein in der Kälte sterben, doch diese Option schien mir weitaus unattraktiver als die erste. Entschlossen, weit zu kommen, machte ich mich auf, in die tiefe, dunkle Nacht des Schnees.
    Nachdem ich wieder einige Zeit gewandert und stur mein Ziel verfolgt hatte, schaute ich mich noch einmal um, in der Hoffnung, wieder so ein Glück wie gestern Abend zu haben.
    Zu meinem Leidwesen war das nicht der Fall, doch etwas anderes ließ mich gefrieren und erforderte meine ganze Aufmerksamkeit.
    Ich starrte wie gebannt auf eine große, schwarze Gestalt, die mich von einem Hügel links von mir beobachtete und eine drohende Haltung an den Tag legte. Ich fauchte so laut ich nur konnte und machte dem Fremden damit klar, dass auch mit mir nicht zu spaßen war. Trotz meiner zierlichen Statur war ich sehr wohl in der Lage mich zu verteidigen und wenn nötig auch selbst anzugreifen.
    Die Antwort auf mein provozierendes Fauchen war ein donnerndes Knurren. Mein Beobachter kauerte sich auf den Boden und kam leise den Hügel hinuntergekrochen. Der Wind kam von hinten, sodass ich nicht wittern konnte, um wen oder um was es sich handelte. Doch ohne zu zögern nahm ich meine Kampfstellung ein und forderte mein Gegenüber zum Kampf heraus, indem ich im Halbkreis um ihn herum schlich. Und er nahm meine Herausforderung an, indem er genau dasselbe tat.
    „Was willst du? Wer bist du?“, rief ich gegen den Wind dem großen, braunen Wolf zu, den ich erst jetzt erkennen konnte.
    „Das fragst du mich? Was treibst du in unserem Gebiet?“ Die Stimme des Wildhundes war rau und scharf. Sie zeugte von einem jungen Alter und war zittrig, woran ich seine Nervosität erkennen konnte. Anscheinend hatte man ihn beauftragt, eine Grenze zu bewachen und ich war der Tollpatsch, der eingedrungen war.
    „Also, w-was willst du?“, wiederholte der Jungspund seine Frage, als ich nicht antwortete.
    Daraufhin blieb ich stehen, bemühte mich, mein Fell zu legen und nahm statt einer aggressiven eine neugierige Haltung an.
    Verwirrt blieb der Wolf stehen, während ich immer weiter um ihn herum ging. Um seine Frage schließlich zu beantworten, sagte ich: „Nichts.“
    „N-nichts? Warum bist du dann hier?“
    „Er ist so naiv. Er glaubt mir. Was wäre, wenn ich wirklich ein feindliches Tier wäre?“, dachte ich bei mir, doch ich antwortete vergnügt: „Ich bin auf der Durchreise, was dagegen?“
    Unschlüssig, was er darauf antworten sollte, stolperte der junge Wolf im Schnee herum und versuchte mich im Auge zu behalten. Er war wahrscheinlich auf einen Angriff oder ähnliches gefasst gewesen, aber sicherlich nicht auf ein Gespräch mit mir.
    „Sag“, begann ich selbstbewusst zu reden, obwohl auch ich mir meiner Sache nicht ganz sicher war, „kannst du mir sagen, wo ich mich hier genau befinde?“
    Als müsste er kurz über meine Frage nachdenken, grinste mir der Wildhund nach einiger Zeit frech ins Gesicht. „Hast dich wohl verlaufen, was?“
    Ich wollte ihm schon etwas Ruppiges entgegnen, doch ich dachte mir, dass ich mich lieber nicht auf einen wirklichen Kampf einlassen sollte. Auch wenn es nur ein verbaler war.
    „Nicht im Geringsten“, war meine knappe Antwort und ich wandte mich von dieser kleinen Nervensäge ab, um mich wieder stur geradeaus auf den Weg zu machen.
    „Hey! Warte doch!“, hörte ich ihn hinter mir rufen und kurz darauf hörte ich auch seine mir folgenden Sprünge im Schnee. „So warte!“ Aber ich dachte nicht im Traum daran. Ich würde meine wertvolle Zeit bestimmt nicht verschwenden.
    „Wie heißt du?“, fragte der Braune als er neben mir herlief. Er war um einiges kleiner als ich, dafür aber drahtig und robust gebaut. Das Leben hier schien nicht einfach zu sein, im Gegenteil. Sein glanzloses, struppiges Fell verriet mir etwas ganz anderes.
    „Es ist ganz egal wie ich heiße, weil du nämlich sofort umdrehen und mich in Ruhe lassen wirst!“, fauchte ich ihn dennoch an.
    „Erst, wenn ich weiß, wie du heißt.“
    „Na, wenn’s denn sein muss … und er mich danach in Frieden lässt…“, dachte ich entnervt und rollte mit den Augen. „Mio. Ich heiße Mio.“
    „Mio? Das ist … ein sehr … außergewöhnlicher und … schöner Name“, stotterte der Wolf verlegen. Ich konnte mir nicht vorstellen, warum, aber es war mir auch ziemlich egal. Er sollte mich nur wieder in Ruhe lassen.
    „Also ich heiße Naruah“, fuhr er nach kurzem Schweigen fort, „und warum bist du hier her gekommen?“
    Er wollte mich tatsächlich nicht in Ruhe lassen! „Sag mal, musst du nicht mal wieder zurück zu deinem Rudel? Du solltest doch eure Grenze bewachen, oder nicht?“
    „Ja, weißt du…“
    „Was?!“
    „Ich bin … ganz alleine hier.“
    Verwundert blieb ich stehen. Auf einmal war meine ganze Wut auf ihn verschwunden. Der ganze Ärger, den ich in den letzten paar Minuten verspürt hatte, löste sich in nichts auf. Wenn ich mir vorstellte, dass dieser kleine, junge Hund hier einsam gewacht hatte, empfand ich tiefes Mitleid für ihn und war böse auf mich selbst, weil ich ihn so mies behandelt hatte. „Oh“, machte ich nur, weil mir nicht besseres einfiel, als er mich mit seinen großen, runden Augen, den Augen eines Welpen, anschaute.
    Ich richtete meinen Blick wieder auf den Boden, fragte meinen Begleiter nicht über die Umstände aus, die ihn hierher verschlagen hatten, und ging langsamer als vorher weiter.
    „Darf ich … darf ich dich eine Weile begleiten? Ich möchte nicht wieder allein sein“, flüsterte Naruah, der etwas zurückgefallen war. Er war demütig und versuchte auf eine liebenswerte, verzweifelte Weise seinem Elend zu entfliehen.
    „Wenn ich es mir recht überlege, ist es gar nicht so verkehrt in einer solchen Gegend zu zweit zu sein“, setzte ich an, „gut. Du darfst mit mir kommen bis wir einen geeigneten Platz für dich finden, okay?“
    Mit glänzenden, vor Freude funkelnden Augen bellte er mir ein lautes „Danke!“ entgegen. Sein Gang änderte sich schlagartig. Er schlich nicht mehr neben mir, sondern sprang federnd vor meiner Nase auf und ab und schien sich einfach nur zu freuen, bei mir sein zu dürfen.
    Ich freute mich mit ihm, schalt mich aber dennoch. „Jetzt bin ich die Naive. Glaube einem Jungspund, den ich gerade mitten in der Pampa kennengelernt habe….“

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  • Dann werde ich mal als Erste dein neues Kapitel kommentieren.


    Man muss sich ein wenig reinlesen, da man nicht sofort erkennt, aus wessen Sicht dieses Kapitel geschrieben ist. Auch vom Inhalt her, weiß man relativ wenig und erfährt auch nicht genug, außer der eigentlichen Handlung. Natürlich ist z.B. das mit der Clan-Führerin erwähnt, jedoch nicht, was es mit dem Clan überhaubt auf sich hat. Auch wüsste ich gerne, wo sie sich überhaubt befinden. Die Gedanken an sich hast du allerdings ziemlich gut beschrieben. Ähm... und jetzt weiß ich nicht, was genau ich noch schreiben könnte... Man erfährt eben nicht so viel und ich bin auch keine so gute Kommentiererin, dass ich noch sehr viel mehr anbringen könnte. Aber ein paar Fragen oder Fehler habe ich noch:


    und mich weg zu ducken
    Diesen Ausdruck habe ich noch nie gehört. Ich hätte das "weg" weggelassen.


    Weit und breit war keine Menschenseele zu entdecken
    Will Mio denn Menschen treffen? Kennt sie Menschen überhaubt?

    Ich glaube, ich hatte noch was, aber das habe ich vergessen und nicht mehr wiedergefunden... Nun dann will ich noch was zu deinem neuen Startpost schreiben. Ich persönlich fand den alten schöner. Wenn dieser hier besser zur Geschichte passt bitte, aber das wollte ich gesagt haben. Es war so ein poetischer Untertitel und ein freundliches, einladenes Bild. Das jetztige Bild lässt den Ganzen Startpost etwas dunkel wirken und ich finde auch noch nicht, dass es passt (zum Beispiel zum netten Titel "Freundschaft"), aber ich kenne ja auch nicht den Rest der Geschichte du schon. Ich will nochmal sagen, dass du dich von dem, was ich hier schreibe nicht beeinflussen lassen solltest. Wenn du es so für besser hälst, dann lass es so. Du kannst nur froh sein, dass ich schon vorher von deiner Geschichte überzeugt war, denn wie schon gesagt, Bücher beurteile ich nach dem Einband bzw. hier dem Startpost und dieser zieht mich nicht mal halb so magisch an. Die Geschichte allerdings ist und bleibt wirklich sehr gut. Ich will nich mit meiner Kritik am Startpost nicht kränken, sondern einfach offen meine Meinung sagen.


    Also dann, bis zum nächsten Kapitel!

  • Misana : Vielen, vielen Dank für dein Kommentar! Bitte sei mir nicht böse, wenn ich jetzt nicht weiter drauf eingehe ...
    Es tut mir schrecklich leid, dass schon so lange kein neues Kapitel erschienen ist! Aber ich hatte ... private Probleme. Jetzt bin ich wieder da und werde euch (hoffentlich) eine gute Geschichte zaubern!!


    Kapitel vier
    Töten - oder sterben


    Der eisige Wind wehte noch immer unerbittlich über die kahle, uns mittlerweile vertraute Landschaft. Naruah, der trotz des schlechten Wetters freudig vor mir herlief, hatte heute noch nicht ein Wort gesagt. Ich mochte es nicht, wenn ich nicht wusste, was mein Partner dachte.
    Seit unserer Begegnung war bereits über eine Woche vergangen, und doch ließ sich mein Ziel, das, weshalb ich überhaupt hier war, am Horizont nicht blicken.
    Weil ich die Stille hasste während ich Gesellschaft hatte, versuchte ich schon seit einigen Stunden mit Naruah zu sprechen, doch er blockte jedes Mal ab. Dabei sah er aber keines Wegs böse, verletzt oder verärgert drein, sondern viel mehr belustigt und freundlich. Das verstand ich nicht. Aber ich gab auch ebenso wenig auf.
    „Naruah, hast du Hunger? Mir knurrt der Magen schon seit einiger Zeit …“, rief ich ihm gegen den Wind zu. Die Flecken auf meinem Fell waren noch nie sehr aus dem Grau herausgestochen, aber seit ich meine Reise angetreten hatte, waren sie kaum noch sichtbar. Sie verblassten einfach und das betrauerte ich sehr. Diese Flecken hatten meinen Pelz erst schön gemacht und ich war immer unglaublich stolz auf sie gewesen, und nun trug ich nur noch ein plumpes, graues Haarkleid. Plötzlich rempelte ich gegen den brauen Wolf.
    „Was soll das? Wieso bleibst du einfach so stehen!?“, schnauzte ich ihn an.
    „Sch“, machte er, „Beute. Schau.“ Er wies mit einem Kopfnicken auf einen dürren, toten Baum, etwa fünfzig Meter von uns entfernt. Dort standen ein paar Rehe, die wohl aus dem abgebrannten Wald geflüchtet waren, den wir vorgestern gesehen hatten. Sie waren noch nicht abgemagert, ein wahrer Festschmaus, vorausgesetzt Naruah und ich würden in der Lage sein, eins dieser flinken Tiere zu fangen.
    „Was meinst du?“, fragte er mich. Erst redete er den ganzen Tag nicht mit mir, und jetzt sollte ich? Ich konnte mir nicht denken, was dieser Wolf damit bezwecken wollte, aber ich hatte keine andere Wahl als mit ihm zu reden. Schließlich wollte ich hier ja nicht verhungern und allein würde ich es nie schaffen.
    „Einkreisen“, sagte ich ruppig, „du links, ich rechts rum. Siehst du das Kleine? Es scheint ausgewachsen zu sein, aber kleiner und schwächer als die anderen und ist trotzdem am dicksten.“
    „Ja, richtiges Glück haben wir heute, was?“ Naruah knuffte mich freundschaftlich in die Schulter, was gar nicht mit seinem heutigen Verhalten unter einen Hut passte. Er sah mir kurz in die Augen und wand sich dann von mir ab. Er schlich sich bereits geduckt an die kleine Herde heran. Ich tat dasselbe und nutzte die großen Schneehügel, um mich vor den Rehen zu verbergen.
    Auf der anderen Seite des von uns begrenzten Feldes sah ich Naruah, wie er versuchte sein braunes Fell im Schnee nicht auffallen zu lassen. Er stellte sich dabei ziemlich tollpatschig an, sodass ich fast laut losgelacht hatte, als er ausrutschte und hinfiel. Er schaute so beispiellos verwirrt drein, dass ich fürchtete, er hatte seine Aufgabe vergessen.
    Seit unserer Begegnung hatte ich angefangen ihn zunehmend zu mögen. Er war in beinahe jeder Situation sehr lustig und konnte mich während unseres beschwerlichen Weges gut unterhalten und das erste Mal seit langem konnte ich wieder von Herzen lachen. Er hatte mir bei all meinen bisherigen Problemen geholfen, nicht zuletzt leistete er mir einfach Gesellschaft und vertrieb so meine Einsamkeit. Außerdem war Naruah sehr zielstrebig und ehrgeizig. Zwei Eigenschaften, die mir bei meiner Mission nur helfen konnten.
    Während ich darüber nachdachte, schlich ich mich weiter an das Wild heran. Zu unserem Glück blies uns der Wind entgegen, sodass uns die Rehe nicht wittern konnten. Jetzt lag alles nur an unseren Anpirschkünsten und unserer Ausdauer.
    Und dann ging alles ganz schnell. Naruah preschte auf die Herde zu und schreckte sie auf, sodass sie in meine Richtung davon rannte. Das kleine Dicke fest im Blick, rannte ich in die Herde hinein, fauchte und brüllte laut, damit sie auseinanderstoben und wir unser Ziel isolieren konnten.
    Unsere Beute von den anderen getrennt, jagte Naruah hinter ihr her und erschöpfte sie solange, bis ich ohne große Mühe um sie herumrennen und von der Seite anspringen konnte.
    Im Todeskampf mit mir, meinen Krallen und meinen Reißzähnen, wand sich das Reh verzweifelt um sich selbst und versuchte mich von sich zu werfen, doch ich dachte nicht daran, meine Krallen einzufahren. Ich schaffte es auf dem Rücken des Tieres zu bleiben, bis es vor lauter Desorientierung zu Boden ging. Entkräftet lag es neben mir im Schnee, laut schnaufend und vor Angst wild mit den Augen rollend.
    Fest entschlossen stand ich schnell auf und presste das Wild mit meinen Vorderpfoten zu Boden. Einen Moment lang zögerte ich. Konnte ich wirklich jemandem sein Leben nehmen, nur um selbst nicht sterben zu müssen? Aber was würde aus Naruah werden, wenn wir nichts aßen?
    Diese Fragen erschienen so plötzlich in meinem Kopf, dass mich das Reh vor lauter Verwirrung und Unachtsamkeit von sich stoßen konnte.
    Erschrocken fand ich mich im eiskalten, nassen Schnee wieder und bekam auf einmal ein schlechtes Gewissen. Ich hatte soeben Naruahs und meine lebenswichtige Nahrung entkommen lassen. „Ich hätte nicht zögern sollen! Was habe ich mir dabei gedacht!?“, flüsterte ich aufgebracht vor mich hin, „Wie kann man nur so dumm sein?“
    Ohne weiter darüber nachdenken zu wollen stand ich auf und schüttelte mir den Schnee aus dem Fell. Was Naruah wohl dazu sagen würde? Mit Sicherheit lachte er mich aus, würde mir gar nicht böse sein. Er war noch so jung, naiv und unerfahren … Wo war er eigentlich?
    Ängstlich schaute ich mich um. Ich war die Ältere. Ich hatte die Verantwortung für ihn. Wo war er hin? Ich konnte ihn weit und breit nirgends sehen.
    „Naruah? Naruah! Wo bist du?“, rief ich. Nicht einmal mein Echo bekam ich zu hören, geschweige denn eine Antwort auf meine Frage. „Na-ru-ah!“
    Ich öffnete das Maul, um seine Spur besser wittern zu können. Er war hier gewesen, also musste sie ja irgendwo hinführen. Der Wind war zwar sehr stark, aber er hatte Naruahs Fährte nicht ganz weggeblasen. Ich konnte sie noch riechen! Ich folgte ihr und den vereinzelt auftauchenden Pfotenspuren im Schnee. Was konnte passiert sein? War Naruah vielleicht von selbst weggelaufen? Nein, wieso sollte er das tun? Was, wenn ihn jemand angefallen hatte?? Letzteres konnte ich zum Glück ausschließen, weil ich nur Naruahs Geruch und den des Rehs wittern konnte.
    Nach ungefähr einer Meile konnte ich Naruah zusammengekauert und hinter einem Schneehügel Schutz vor dem Wind suchend erkennen. Schnell preschte ich vorwärts und schon von weitem konnte ich sehen, dass er nicht allein war. Doch, das war er, aber er hatte das kleine dicke Reh bei sich.
    „Gott sei Dank, Naruah! Ich dachte schon, dir sei etwas passiert!“ Erleichtert trabte ich auf den jungen Wolf zu, aber er starrte mich resigniert an. Und ich wusste warum.
    „Es tut mir ehrlich leid, Naruah“, begann ich, „ich weiß auch nicht, wieso ich es habe laufen lassen. Bitte entschuldige.“
    Noch immer starrte Naruah mich kalt an. Einen solchen Ausdruck hatte ich noch nie in seinem runden, fröhlichen Gesicht gesehen, und er passte ganz und gar nicht zu ihm. Nach einiger Zeit geduldigem Wartens seufzte er und seine Gesichtszüge entspannten sich wieder.
    „Weißt du Mio, ich habe mich gerade gefragt, wie du ohne mich nur überleben konntest. Ich meine, du wärst verhungert, hätte ich das Reh nicht weiterverfolgt. Ist dir das bewusst? Ich weiß, dass ich um einiges jünger bin als du, aber selbst ich kann mich selbst versorgen. Du hattest das Reh doch schon zu Boden gezwungen, wieso hast du es entkommen lassen?“ Er schaute mich ungläubig mit seinen braunen Augen an.
    „Ich kann es dir nicht wirklich erklären. Ich … ich könnte es einfach nicht töten“, stotterte ich, „es hat auch verdient zu leben, wer berechtigt mich, sein Leben zu beenden?“
    Fassungslos riss Naruah Maul und Augen weit auf. „Das Leben? Du konntest es nicht beenden? Sag mal Mio, geht’s dir gut? Das ist das Gesetz der Natur! Der Stärkere überlebt und in diesem Fall wärst du das gewesen. Niemand gibt dir das Recht zu töten, aber du hast ein Recht aufs Überleben, klar? Diese Art von Töten ist vollkommen in Ordnung, du darfst nur nie morden, okay? Ich will nie wieder sehen, dass du das vergisst. Denn das ist es, was dich hat stocken lassen.“
    Ich war überrascht von Naruahs Worten. Ernster kannte ich ihn nicht. Es war ein … völlig anderer, neuer Naruah, der hier vor mir stand. „Okay“, flüsterte ich.
    „Gut. Bitte entschuldige mich. Aber ich weiß was es heißt, kurz vor dem Verhungern zu stehen und so konnte ich einfach nicht mit ansehen, wie du deine Überlebenschance in Form dieses Rehs hast entwischen lassen. Aber genug jetzt, lass uns was essen.“ Ohne ein weiteres Wort wendete Naruah sich dem Wild zu. Er stand bereits kurz vor dem Verhungern? Nicht ungewöhnlich, wenn jemand in einer solchen Gegend lebte, aber trotzdem ließen seine Worte mir auch in der folgenden Nacht keine Ruhe …

  • Hi, du!^^
    Ich kommentiere jetzt einfach, ich weiß aber nicht, ob es ein so guter Kommentar wird...


    Das Kapitel an sich ist nach meinem Gefühl momentan eher auf einer alten Weisheit (Fressen oder Gefessen werden/Leben oder Leben lassen) aufgebaut, als dass es die Geschichte vorantreibt. Allerdings weiß ich ja noch nicht, ob es später nicht noch sehr wichtig wird. Es ist seltsam, Naruah, den man, so zu sagen, als kleinen Springensfeld kennengelernt hat, so ernst zu erleben, aber ich weiß ja gar nichts von seinem Innersten oder seinen Absichten. Allerdings weiß ich, glaube ich, auch nichts so Genaues über Mios Absichten (sollte es im dritten Kapitel erwähnt worden sein, dann tut es mir leid, es ist schon etwas her, dass ich das gelesen habe). Es ist übrigens sehr schön beschrieben, wie sie das Reh jagen und fangen und theoretisch sehr gut gelöst, dass Mio das Reh eigentlich aus Überzeugung (mir ist nichts besseres eingefallen) nicht tötet, da du so blutige Szenen vermeidest und es schön in die Handlung einbaust. Ich weiß jedoch nicht, warum Mio die Worte Naruahs die ganze Nacht keine Ruhe mehr ließen. Vielleicht bin ich ja einfach zu blöd das zu verstehen, aber es ist so.


    doch ich dachte nicht daran, meine Krallen einzufahren
    Mio ist doch ein Wolf, oder? Und Wölfe können doch eigentlich (genau wie Hunde) ihre Krallen nicht einziehen oder irre ich mich da jetzt komplett? (Das Hunde das nicht können, weiß ich ganz sicher.) Wobei es ja auch sein könnte, dass das gar nicht so wörtlich gemeint war... Klär mich bitte auf!


    Das war's dann erst mal von mir. Ich hoffe mal für dich, dass sich noch mehr dazu aufraffen, dieses Kapitel zu kommentieren. :rolleyes: