In meinem Kopf

  • Ach ja, werde mir wirklich überlegen, ob ich da nicht eines Tages weiterschreibe, Danke für den Anstoß. ^^ Das erste ist mein Gastbeitrag zum Saisonfinale mit dem Thema Licht und Schatten. Der zweite Text war meine Abgabe zum April-Funwettbewerb mit dem Thema Bla - oder so. ^__^





    Koma



    Licht und Schatten, klar und trüb, hell und dunkel, weiß und schwarz... Leben und Tod?
    Ich weiß nicht wo ich bin, aber ich fühle mich genau dazwischen. Ich blicke um mich, doch sehe nichts als
    Grau.
    Ich weiß nicht, ob mir warm oder kalt ist. Fühle ich irgendwas? Wahrscheinlich nicht, sonst müsste ich mir diese Frage gar nicht erst stellen. Ich erinnere mich leider an nichts, weiß nicht, was ich getan habe, bevor ich hier wach wurde. Aber wo ist hier? Müsste ich nicht sagen, bevor ich nirgends wach wurde?
    Mir ist auch nicht bewusst, wie weit ich sehen kann, ist es hier eng und klein, oder weit und riesig? Oder gar beides zur selben Zeit? Zu viele Fragen, auf die ich keine Antwort weiß.
    Apropos, weiß ich irgendwas? Wer bin ich?
    Meine Beine zu bewegen, ist mir nicht möglich. Besitze ich überhaupt Beine?
    Verdammt.
    Auch meine Ohren nehmen nichts wahr. Kein Rauschen, Knistern oder sonst etwas. Pure Stille. Welche Sinne besitze ich noch?
    Ich atme tief ein, rieche nichts. Ob das um mich herum Luft ist? Noch eine weitere Frage.


    Schmecke ich etwas? Besitze ich eine Zunge mit Geschmacksknospen? Besitze ich einen Mund? - Hallo?
    Was ich höre ist bloß mein Gedanke an das Wort "Hallo", das spricht wohl dafür, dass ich tatsächlich keinen Mund habe... oder nur nicht sprechen kann.
    Ich besitze also nichts, als meine Gedanken. Klingt ziemlich einsam.
    Habe ich überhaupt Augen? Ist mir weinen möglich? Auch das kann ich nicht sicher sagen, aber in diesem Moment, genau jetzt, fühle ich mich ziemlich traurig. Warte,
    existiere ich? Bin ich?
    Ich merke wie aus meiner Trauer Wut wird, aber auf wen bin ich wütend? Auf mich selbst? Ich denke nicht, dass ich etwas getan habe, um das zu verdienen. Oder bin ich ein schlechtes Individuum? Ich benutze absichtlich nicht das Wort Mensch, weil ich nicht sicher sein kann, einer zu sein. Woher kenne ich überhaupt Menschen? Habe ich gelebt bevor mir dies zugestoßen ist, oder existiere ich erst seit dem Moment, in dem ich das Grau wahrgenommen habe? War ich davor jemand?
    Dann kommt die Frage in meinem Kopf, ob meine Gedanken jemand hören kann.
    Wenn ja, dann sollte er oder sie oder es mich schleunigst hier herausholen, denn ich weiß nicht, wie lange ich das hier noch ertragen kann. Und daraufhin merke ich, dass ich nichts gegen mein sein hier tun kann. Wie soll ich dem ein Ende setzen? Ich muss das hier ertragen. Wie soll ich eine Antwort hierauf finden? Wie? Wie? Wie? Wie? Wie?
    Zu gerne würde ich jetzt müde werden. Schlafen. Diesen Ort hier vergessen. Aber es scheint mir nicht vergönnt.
    Als nächstes schießt mir einen großes Wort in den Kopf, zumindest vermute ich, dass dieses Wort groß ist und ich bin mir tatsächlich sicher, dieses Wort zu kennen: Gott.
    Ist das nicht die Antwort auf alles? Gottes Schuld. Gottes Prüfung. Gottes Strafe. Ja, Gottes Wille. Oder Gottes Unfall?
    Mein Hass sollte ihm gebühren, denn er gibt mir keine Antworten und zugleich ist er die Antwort. Ergibt das überhaupt einen Sinn? Gibt es überhaupt einen Sinn?
    Auf welche Gedanken ich hier in dem Grau komme, so muss es sein verrückt zu werden, wahnsinnig zu werden. Zu Beginn dieses Prozesses verliert man sich selbst.


    Alles was ich habe sind Worte. Ob ich mir selbst eine Geschichte zu dem hier ausdenken sollte? Ob ich das vielleicht sogar muss? Am Anfang war das Leben und ich bin mir sicher, dass ich lebe, sonst hätte ich keine Worte, keine Gedanken und selbstverständlich keine Fragen.
    Was ist Wärme? Es ist die Sonne, es ist Energie und Wärme ist sicher auch Leben.
    Was ist Kälte? Die Abwesenheit von Wärme, aber nicht die Abwesenheit von Leben. Oder? Natürlich nicht, sonst würde im kältesten Winter und am Nordpol nichts leben, alles tot sein. Kann man die Kälte brauchen? Wahrscheinlich, sonst könnten doch auch keine Eisbären überleben. Aber wie ist das biologisch möglich?
    Will ich mir wirklich Gedanken darüber machen? Ich glaube nicht, wobei das Denken kurze Zeit Ablenkung für mich geschaffen hat.
    Und dann, ganz plötzlich aus dem nichts, also aus dem hier, fällt mir noch etwas ein.
    Vorstellung.
    Vielleicht genügt das, genügt es, wenn ich mir nur ganz sehr, mit vollster Konzentration, etwas vorstelle und dann wird es Wirklichkeit. Aber an was soll ich denken? Was wünsche ich mir am meisten?


    Und nach einiger Überlegung denke ich an...
    Ich weiß nicht, was ich denken soll. Das was ich jetzt brauchen würde, ist zu Abstrakt:
    Liebe. Wärme. Antworten.


    Also denke ich jetzt tatsächlich an eine rote Rose. Stelle mir, so gut es geht, ihren Duft vor. Ihre spitzen Dornen. Ihren stabilen Stil und gleichzeitig ihre Verletzlichkeit. Denke an das satteste Rot.
    Doch, wie zu erwarten, Nichts.
    Doch da ist nicht Nichts, ich spüre wie mich eine Welle Müdigkeit umhüllt, mich in ihren Bann zieht, nicht von mir ablässt. Meine Gedanken werden träge, ganz langsam. Endlich.
    Schlafe ich? Erneut umgibt mich Nichts. Ist das ein traumloser Schlaf? Oder ist das hier gar ein Traum? Ich weiß es nicht, doch erneut ist da das Grau. Das Grau ist überall.
    Licht und Schatten, klar und trüb, hell und dunkel, weiß und schwarz - all das ist mir nicht vergönnt, denn alles ist


    Grau.




    Das Bla?


    Als Bla eines Nachts wach wurde, wusste er erst nicht, wo er war, doch dann erkannte er den riesigen Pappaufsteller. Es war natürlich Spider Bla. Er befand sich im Kino der Stadt Bla. Wie er dorthin gekommen Bla, wusste er natürlich nicht, aber zumindest war ihm nun bewusst, an welchem Ort er sich befand. „Schlafwandele ich Bla?“ Noch immer leicht irritiert kratze er sich den Bla. Er erhob sich vom Boden und blickte sich Bla. Außer ihm schien Bla hier zu sein. „Bla?“ Doch auch auf sein Bla hin passierte Nichts.
    Natürlich gingen die Türen Bla auf und so musste er wohl so lange warten, bis das Kino wieder öffnete - obwohl, natürlich gab es auch Telefone im Kino, also ging er schnurstracks zur Kasse. Die große Eingangshalle wirkte sehr Bla auf ihn, immerhin war er noch nie allein in einem derart großen Gebäude gewesen. Bla nahm den Hörer in die Hand, doch die Leitung schien gekappt worden zu sein, denn es war kein Geräusch in der Leitung zu hören. Sehr Bla! „Verdammte Bla!“ Er hatte nicht die geringste Bla noch so viele Stunden hier zu sein und zu warten, denn durch die Fenster konnte er erkennen, dass es noch ziemlich früh war. Sein Gefühl sagte Bla, dass es gegen 4 Uhr sein könnte.
    Am liebsten würde er weiter schlafen und so begab er sich zu den Sälen, denn wenn er irgendwo hier schlafen könnte, dann in den Luxus Blas von Saal 10. Schon mehrere Male schlief er dort während einer Spätvorstellung ein und vielleicht würde es ihm auch Bla gelingen. Wenigstens sperrten sie nicht die einzelnen Blas zu, dachte er sich während er die große Flügeltür aufstieß. Dann erstarrte Bla. Der Saal war tatsächlich mit Blas gefüllt, allerdings lief kein Film. „Hey, ein Glück sind hier doch noch Blas, ich dachte schon, ich müsste jetzt einige Stunden hier allein verbringen.“ Doch niemand regte Bla.
    Die Menschen waren nicht lebendig, sie waren Bla! Ein Raum voller toter Blas, was hatte das zu bedeuten? Was Bla hier vor sich? Und wieso war er Bla? Viele Fragen schossen ihm in den Bla, doch woher sollte er Antworten bekommen? Das merkwürdige war, ihre Blas waren voller Farbe. Egal ob Rot, Blau, Lila, Grün oder Bla. Dann knackte es Bla und auf der Leinwand begann ein Film. Ziemlich schlechter Bla, dachte er sich, als er die Qualität der Aufnahmen bemerkte. „Wieso du hier Bla? Gute Bla und ich werde es dir sagen, alle Menschen sind tot, nur mehr wir beide sind übrig, ist das nicht wunderbar? Natürlich ist es Bla. Wir beide werden eine neue Bla beginnen, alle Menschen werden durch uns gezeugt werden. Sie alle werden vollkommen und anbetungswürdig Bla. Ich werde dich lieben und du wirst Bla lieben. Bist du Bla?“
    „Ich glaube ich Bla im falschen Film“ gab er nur von sich, kehrte um und lief. Wohin wusste er auch Bla, Hauptsache weg. Alles was Bla jetzt noch retten konnte, war Apfelkuchen, doch woher sollte er den nehmen? Es gab hier weder Küche noch Material um einen zu Bla und so entschied er sich einfach, auf die Toilette zu rennen und sich einzusperren, etwas besseres fiel im leider wirklich nicht ein. Angekommen kniete er sich Bla die Schüssel und begann zu beten. Er betete zum Apfelkuchengott und dass er doch alles wieder Bla machen sollte. Die Tür zu den Toiletten knallte Bla. „Du kannst Bla nicht verstecken, wir sind füreinander Bla“ hörte er die selbe Stimme wie aus dem Film, oder was auch immer Bla war.
    „Apfelkuchen unser im Bla, geheiligt werde Dein Name. Dein Rezept komme, dein Bla geschehe, wie auf dem Teller so im Magen. Unseren täglichen Apfelkuchen gib uns Bla. Und vergib uns unsere Gier, wie auch wir vergeben unseren Bla. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bla. Denn dein ist der Apfel und das Mehl und die restlichen Zutaten in Bla. Apfelkuchen.“
    Bla erwachte, in seinem Zimmer und alles schien normal, doch im Spiegel von seinem Bett aus, konnte er Farbe in seinem Gesicht erkennen...

  • Hallo Nortia,


    nachdem du endlich vom Fluch der de Pies befreit bist, bekommst du nun einen Kommentar zu deiner Gastabgabe fürs Saisonfinale. Licht und Schatten gibt ja als Thema einiges her und da waren verschiedene Ansätze natürlich vorprogrammiert und sehr willkommen. In deinem Fall ist es diese Zwiegespaltenheit, die sich durch den gesamten Text - oder besser gesagt den inneren Monolog - zieht und das macht das Lesen sehr interessant. Mit dem Titel im Hintergrund lässt sich auch schnell feststellen, warum der Charakter in dieses Gedankenspiel verfällt. Das kann womöglich schon etwas zu stark vorausgreifen, weil das Ende so natürlich abzusehen ist; muss man im Endeffekt wohl einfach mögen.
    Auf jeden Fall lesen sich diese vielen Gegensätze gut und schaffen einen kontinuierlichen Verlauf durch den Text und das Grau. Dazu trägt auch die angenehme Wortwahl bei und die vielen Fragen leiten weiter voran in die tiefesten Tiefen des Geistes bis hin zur ultimativen Erkenntnis. Es geht hierbei mehr um simplere Dinge als die wirklich komplizierten, fernab von Besitz und Reichtum; um innere Werte und die eigenen Gefühle und Gedanken. Das hat mich auch gut unterhalten und ich hoffe, man liest bald wieder von dir!


    ~Rusalka


  • Ich liebe Collabs mit FF Anteil und es war schnell klar, dass ich bei FFxMVP mitmachen werde. Bin wirklich froh, auch so einen wundervollen Partner wie Leon abbekommen zu haben :blush: Woher die Idee der Geschichte kam, weiß ich schon gar nicht mehr, sowas sollte ich mir vielleicht mal merken. Bin jedenfalls froh, dass größtenteils positives Feedback, wenn überhaupt haha, dabei war und würde echt sagen, dass ich sogar ziemlich zufrieden mit meinem Teil der Abgabe bin (aber auch mein Vorleser hat das natürlich wunderbar gemacht <3). Der Titel war so ziemlich das einzige, was mir so eingefallen ist und brauchbar war, könnte sicher besser und ansprechender sein, aber whatever.






    Weiße Weihnacht



    "Nummer 7.548 bereit machen zum Absprung.
    Ich wiederhole, Nummer 7.548 bereit machen zum Absprung,"
    ertönt die Stimme von einer der Oberschneeflocken.
    In wenigen Sekunden bin ich an der Reihe. Dann habe ich, zusammen mit all den anderen Schneeflocken, die Aufgabe, dem Land unter uns eine weiße Weihnacht zu bescheren. Es ist eine Ehre, am 24. Dezember die Wolken zu verlassen, denn niemand wünscht sich Schnee mehr, als zu heilig Abend.
    "Nummer 7.552 bereit machen zum Absprung.
    Ich wiederhole, Nummer 7.552 bereit machen zum Absprung."
    Wir Schneeflocken leben wahrlich nur ein kurzes Leben, aber dieses Leben beinhaltet von vorne bis hinten pure Spannung. Und Überraschung, denn niemand weiß, wo genau er am Schluss landen wird. Ob man sich im Garten einer Familie befindet, ob man eine Schneeflocke ist, die in einem riesigen Meer landet, oder ob man sich am Ende auf dem Dach eines Auto befindet und womöglich noch eine kleine Reise miterlebt.
    Man mag es kaum glauben, aber hier oben in den Wolken geht alles geregelt zu. Man darf die Wolke nur verlassen, wenn man dazu aufgefordert wird. Drängeln ist strengstens untersagt, ebenso wie das Schubsen.
    "Nummer 7.560 bereit machen zum Absprung.
    Ich wiederhole, Nummer 7.560 bereit machen zum Absprung."
    Als nächstes bin ich an der Reihe, ich merke wie ich schon jetzt vor Unruhe zittere.
    "Nummer 7.561 bereit machen zum Absprung.
    Ich wiederhole, Nummer 7.561 bereit machen zum Absprung."
    Und dann geht es ganz schnell, ich springe von der Wolke ab, hinunter ins Ungewisse. Erst jetzt merke ich, dass es draußen bereits dunkel wird. Ob bei manchen Kindern bereits der Weihnachtsmann mit seinen Geschenken war? Ich weiß es nicht und je nach dem, wo ich lande, werde ich das auch niemals erfahren.
    Es ist ziemlich kalt, sogar für eine Schneeflocke wie mich. Der Wind rauscht umher, erfasst mich, trägt mich viele Meter weit. Mal geht es abwärts und ehe man sich versieht, wurde man vom nächsten Luftzug erwischt und wieder etwas in die Höhe getragen. Ich sehe so viele von uns umher tanzen, manche allein, einige zusammen. Es ist anzusehen wie ein großes Spektakel. Noch kann ich den Boden unter mir nicht erkennen. Von hier oben ist es mir nur möglich Lichter in der Ferne auszumachen und abgesehen vom Rauschen des kleinen Sturmes, herrscht pure Stille. Es ist irgendwie magisch.
    Ich wirbele umher, mir wird sogar beinahe etwas unwohl, so fremd ist mir die Kontrolllosigkeit. Man ist nicht Herr seines Körpers, kann nicht wirklich beeinflussen in welche Richtung man weht. Der Sprung nach draußen ist für jeden etwas Einmaliges. Man hört innerhalb der Wolke zwar Gerüchte, wie es draußen so ist, aber woher sollen diesen Erzählungen stammen? Es ist noch keiner zurückgekehrt und somit ist eigentlich vollkommen klar, das all diese Geschichten gelogen oder viel mehr erfunden sind.
    Mittlerweile kann ich mehr von der Welt dort unten erkennen. Westlich in der Ferne kann ich einen Wald ausmachen, aber auf diesen möchte ich eigentlich nicht zusteuern, denn die Wälder sollen ziemlich langweilig sein. Östlich hingegen befindet sich ein kleines Dorf. Das dürfte schon interessanter sein. Und ich scheine Glück zu haben, denn der Wind zieht mich eher Richtung Menschen, in das Dörfchen. Direkt unter mir befindet sich dagegen eine Straße, auf der ich lieber nicht niederkommen möchte. „Bitte Wind, bringe mich noch etwas mehr Richtung Norden“, denke ich mir und in diesem Moment, als hätte mich der Wettergott oder sonst jemand gehört, ergreift mich erneut ein stärkerer Luftzug und schwingt mich in die richtige Himmelsrichtung. Ich vollbringe ein paar Saltos, ehe ich erneut ruhig gen Dorf schwebe. In wenigen Augenblicken bin ich nicht mehr weit von den Dächern entfernt. Hoffentlich lasse ich mich nicht auf einem Dach nieder, denn so schön das Schneespektakel auch sein kann, ist es nicht das letzte, was ich sehen möchte.
    Auch dieses Gebet scheint erhört worden zu sein, denn jetzt befinde ich mich tatsächlich auf dem besten Weg, in einem Garten, nicht weit eines Wohnzimmerfensters, zu landen. Noch schätzungsweise ein Meter trennt mich von der erholenden Rast auf der Erde. Ich schließe die Augen, bin dankbar diese Reise bis hier hin überstanden zu haben. Mit dem Gewissen, nicht dort gelandet zu sein, wo man vielleicht von einem Menschen, mit einem Eiskratzer, erledigt wird. Doch ich spüre, dass ich mich auch jetzt noch bewege. Was soll das? - Ich öffne die Augen und realisiere, wo oder besser gesagt auf wem, ich mich befinde. Tatsächlich liege ich auf dem Fell einer... einer Katze! Zu dumm, dass ich mit ihr nicht kommunizieren kann, zu gerne hätte ich ihr ein paar Fragen zu dieser Welt gestellt.



    Ich bin gespannt, was als nächstes passieren wird. Geht sie jetzt auf die Jagd, oder kommt sie gerade wieder nach Hause, nach einem kleinen Spaziergang? Beides könnte in der Tat noch spannend werden und wenig später wird mir klar, dass sie nun vor der Terrassentür einer Wohnung sitzt. Sie maunzt vor sich hin, wartet, dass ihr die Tür geöffnet wird. Ein Kind im Wohnzimmer wird auf uns, oder eher die Katze, aufmerksam und lässt sie herein. „Mama, es schneit ja! Wir haben also doch wieder weiße Weihnachten.“
    Jetzt befinden wir uns drinnen und viele Sinnesdrücke wirken auf mich. Hier duftet es nach Plätzchen und ein Vanillegeschmack liegt in der Luft. Es ertönt eine fröhliche Melodie aus den Lautsprechern eines Radios, das Licht ist gedimmt und aus einer Ecke strahlt schwach die Christbaumbeleuchtung in rot und blau. Es ist viel Wärmer als draußen und ich bin mir nicht sicher, wie lange ich diese Temperaturen aushalten werde. Ich sehe auch, dass noch weitere Schneeflocken ihren Weg auf die Katze gefunden haben und bin froh, nicht komplett allein zu sein, wenngleich ich nicht viel von den anderen meiner Art mitbekomme. Sie alle werden überwältigt von dem Moment sein, denke ich mir.
    „Mama, wann bekommen wir endlich unsere Geschenke“, höre ich erneut die junge Mädchenstimme und in diesem Moment denke ich mir, dass auch ich gerne die Geschenke des Mädchens sehen wollen würde.
    Die Katze springt neben das kleine Kind, auf das Sofa und macht es sich bequem.
    Die Wärme scheint mich immer mehr zu erdrücken. Langsam bemerke ich, dass der Schmilzprozess beginnt; Ich kann mein Eiskleid nicht mehr komplett fühlen, mir schwinden die Gliedmaßen und ich werde schläfrig. Meine Augen werden schwer und ich muss immer mehr dagegen ankämpfen einzuschlafen. Doch wenige Sekunden später, wird es zu anstrengend und ich schmilze dahin. Ich hoffe, dass die weiße Weihnacht in der Erinnerung des Mädchens bleiben wird, denn ich war ein Teil davon. Ich habe die Welt ein kleines bisschen weißer gemacht.


  • Yo


    Ich gebe einen Fukano auf den Kommi-Guide



    Ich könnte mir deine Geschichte ganz ehrlich als Pixar-Film vorstellen. Wie das große Krabbeln, Toy Story usw. Kleinen Wesen oder unbelebten Sachen eine Persönlichkeit zu geben ist immer eine Herausforderung für sich und die Perspektive eine ganz spannende, die du hier gut umgesetzt hast.


    #Oberschneeflocken
    -> Wie im Ameisennest. xD Genau das meine ich, diese Atmosphäre kommt da direkt rüber!



    #In wenigen Sekunden bin ich an der Reihe. Dann habe ich, zusammen mit all den anderen Schneeflocken, die Aufgabe, dem Land unter uns eine weiße Weihnacht zu bescheren. Es ist eine Ehre, am 24. Dezember die Wolken zu verlassen, denn niemand wünscht sich Schnee mehr, als zu heilig Abend.
    -> Was ja in den letzten Jahren nie funktioniert hat. Der Schnee fällt immer, nur schmilzt er in mehreren hundert Metern Höhe. <_<


    #Ob man sich im Garten einer Familie befindet, ob man eine Schneeflocke ist, die in einem riesigen Meer landet, oder ob man sich am Ende auf dem Dach eines Auto befindet und womöglich noch eine kleine Reise miterlebt.
    -> Oder die wird in einen Schneemann verbaut.;v;


    #Man mag es kaum glauben, aber hier oben in den Wolken geht alles geregelt zu. Man darf die Wolke nur verlassen, wenn man dazu aufgefordert wird. Drängeln ist strengstens untersagt, ebenso wie das Schubsen.
    -> Wie auch immer das physikalisch möglich ist, aber das sollte auch für Schulkinder gelten! :@ Die Schneeflocken in deiner Geschichte können sich also aus freien Stücken in den Wolken bewegen, wie Frogmetri. :o


    #Es ist ziemlich kalt, sogar für eine Schneeflocke wie mich. Der Wind rauscht umher, erfasst mich, trägt mich viele Meter weit. Mal geht es abwärts und ehe man sich versieht, wurde man vom nächsten Luftzug erwischt und wieder etwas in die Höhe getragen.
    -> Die haben sehr viele menschliche Züge bei dir, wie eine Art kleine Winterfee, die sich von den Windböen packen lässt. °.°


    #Es ist noch keiner zurückgekehrt und somit ist eigentlich vollkommen klar, das all diese Geschichten gelogen oder viel mehr erfunden sind.
    -> Ja, es wartet ein relativ schmerzhaftes und monotones Schicksal auf sie. ;v; Entweder wird man dauerhaft von Skiern plattgefahren, von einem Hund blondiert ... jaja. Es ist überhaupt beeindruckend, dass du für dieses kurze Szenario generell so viel an Gedanken und Fragestellungen herausholen konntest. :D


    #Wettergott
    -> Rooooobeeeer- ... äh Schätzelein, dat is doch der Räiqwazza! Aber vermutlich ist das eine Geschichte ohne Pokemon. xD Das Zusammenleben mit den Altaria und dem Rayquaza wäre sicher auch "interessant" gewesen. ^^


    #Mit dem Gewissen, nicht dort gelandet zu sein, wo man vielleicht von einem Menschen, mit einem Eiskratzer, erledigt wird.
    Ja genau. Das wäre schon wieder ein Thema für sich. Hundert qualvolle Arten zu sterben für ... Schneeflocken/Schokonikoläuse etc o_O


    Ich liebe Katzen.;v; Süßeste Tiere ever. Aber so darf die Flocke noch etwas länger überleben, hat auch was. Die Hauttemperatur wird irgendwann zuschlagen. Am Fenster wäre doch ein toller Ort zur Landung!


    #Hier duftet es nach Plätzchen und ein Vanillegeschmack liegt in der Luft.
    -> Ohne Augen, ohne Nase ... solche Geschichten sind die einzigen, in denen ich über Unlogische Dinge in Pokemon und überall sonst hinwegsehen kann. xD Weil sind wir mal ehrlich. Eine Geschichte ohne Sinneswahrnehmung wäre einfach langweilig. Vielleicht ist es ja wirlich so eien Art Fee. Ich mein, wenn Pantimos schon eine ist ... (aber Heiteira nicht lol wtf).


    #„Mama, wann bekommen wir endlich unsere Geschenke“, höre ich erneut die junge Mädchenstimme und in diesem Moment denke ich mir, dass auch ich gerne die Geschenke des Mädchens sehen wollen würde.
    ->


    "Woooooo isch dea Nickolaos, Moda?!" Gib dem ein Aschtrid!


    #Ich kann mein Eiskleid nicht mehr komplett fühlen, mir schwinden die Gliedmaßen
    -> Hmmm ... die Antwort werden wir wohl nie erfahren! Könnte eine Fee sein, könnte keine Fee sein. Man weiß es nicht, man weiß es nicht.


    Ist aber nicht schlimm. Eine hübsche, kleine Geschichte mit vielen tollen weihnachtlichen Beschreibungen, die deine Sehnsucht nach Weißer Weihnacht ausdrückt und die viele andere wohl teilen. Vielleicht klappt es ja nächstes Jahr :D Im Januar bis April <_< braucht den Schnee dann auch keiner mehr. :(

  • Danke für den süßen Kommentar, habe mich heute, genau so wie damals, über ihn gefreut. :3
    Nächster Text ist grad in nicht mal einer Stunde entstanden, dementsprechend viele Wiederholungen sind locker drin, aber mir geht es hier mehr um die Aussage, wenngleich das etwas (aber nur etwas) übertrieben dargestellt sein kann. Glaube, dass ich im Moment mit keinem Titel zufrieden wäre, also lasse ich den mal noch weg. Sagt mir vor allem, wie ihr das letzte Wort findet! Lassen, weil Auflösung, streichen, weil selbst denken?






    Ich mache meine Augen wieder auf und sie ist nicht da.
    „Mama?“, rufe ich ängstlich, doch ich kann keine Antwort vernehmen. Ich blicke nach allen Seiten, es ist dunkel hier, ein widerlicher Gestank liegt in der Luft und ich höre noch mindestens vier weitere Stimmen, die ihre Mütter suchen und nicht finden können.
    Das kann doch nicht sein, wo sollen denn all unsere Mamas hin sein? Ich vermisse ihren Geruch und ihre Anwesenheit schon jetzt.
    Ich versuche auf meine schwachen Beine zu kommen und merke, wie ich direkt ins wanken gerate. Es ist pure Anstrengung für mich, meine Muskeln spannen sich und erneut gerate ich ein wenig ins Wackeln, doch schließlich ist es geschafft und ich stehe still und gerade auf meinen vier Beinen. Durch meine Bewegung habe ich Unmengen an Fliegen aufgescheucht, die sich wohl auf mir befanden. „Igitt, verschwindet“, doch es scheint keinen Zweck zu haben, denn sie fliegen weiterhin aufgeregt um mich herum und lassen sich schließlich wieder auf mir nieder. Fragend blicke ich mich wieder um, es kann doch nicht sein, dass meine Mutter mich hier allein gelassen hat.
    Es fühlt sich überhaupt nicht gut an, auf diesen Gittern zu stehen, doch wie es aussieht, besteht der gesamte Boden an diesem Ort nur aus Gittern.
    Ich will hier raus, sofort, zu meiner Mama und etwas trinken. Oh ja, trinken wäre jetzt gut. Meine Kehle fühlt sich an wie ausgetrocknet und es ist ein unangenehmes Gefühl zu schlucken. Was soll ich jetzt nur machen?
    Und wie als wäre es eine Antwort auf meine Frage, erhellt sich der Raum an einer Stelle und ich sehe das Tageslicht von draußen hereinströmen. Erst jetzt bemerke ich, wie groß der Raum zu sein scheint und wie viele von meiner Art hier drin sind, eingesperrt, ohne Mutter oder Vater, ohne Nahrung.
    Meine Neugier und mein Überlebensinstinkt - ich weiß nicht, wie lange ich es ohne Trinken aushalten kann - treiben mich in Richtung Licht und die Fliegen folgen mir auf Schritt und Tritt. Und es scheint mehreren wie mir zu gehen, denn so ziemlich jeder bewegt sich jetzt auf die Helligkeit, auf draußen zu. Werden uns unsere Mütter dort draußen erwarten?
    Ich bete darum.
    Ich blinzele, als ich mich außerhalb des Gebäudes befinde, blicke an mir herab und merke, dass ich voll Schmutz bin. „Ekelhaft“, denke ich mir.
    So langsam haben sich meine Augen an die Helligkeit gewöhnt und ich erkenne weitere Häuser, die so aussehen, wie das, aus dem ich gekommen bin. Ein großes Etwas steht nur wenige Meter von mir entfernt. Es befinden sich schon einige von uns in diesem Ding und ums, die sich noch außerhalb davon befinden, reihen sich Geschöpfe auf zwei Beinen und ein paar weitere auf ebenfalls vier Beinen. „Was wollen die von uns?“
    Aber ich fühle mich übermannt von dem Gruppenzwang und begebe mich auf in das Innere des Etwas, ohne einen Aufstand anzufangen.
    Wir werden immer mehr und ich muss mich gegen paar meiner Art drücken, damit auch der Rest hineinpasst. „Merken die denn nicht, dass das viel zu eng ist?“
    Es ist kein Platz vorhanden und mit dieser Erkenntnis wacht etwas wie Platzangst in meinem Inneren auf. Ich möchte sofort wieder... ein lautes Geräusch unterbricht meine Gedanken und lässt mich zusammenzucken. Auf einmal wackelt der Boden unter unseren Füßen und ich kann die Panik in den Augen einiger erkennen.
    Es hört nicht auf, der wackelige Boden, die Unruhe hier drin, der Hunger, die Ungewissheit.
    Irgendwann muss ich trotz allem eingeschlafen sein, denn ein Quietschen weckt mich auf. Ich sehe mich um und bemerke, dass jetzt einiger wieder raus aus diesem Ungetüm, das nie zu ruhen scheint, können. Nein, sogar wir alle kommen wieder heraus und das erfüllt mich mit Erleichterung. Möglicherweise hat man uns zu unseren Müttern gebracht? Ja, das kann ich mir gut vorstellen, so muss es sein!
    Doch das alles hier scheint ein großer Scherz zu sein, denn es erwarten uns weder grüne Wiesen, noch unsere Mütter. Das einzige das uns erwartet, ist erneut ein graues Gebäude, das mich an das erinnert, aus dem wir vor unbestimmter Zeit erst gekommen waren. Doch der Eingang ist anders, Gitterstäbe scheinen eine Art Gang zu bilden, der uns durch eine große offene Tür ins innere geleitet.
    Besser gesagt werden wir hinein gescheucht, man scheint keine Zeit oder Geduld zu haben, sobald einer von uns stolpert und in der Hektik zu Boden geht, wird er mit einer Art Stock geschlagen. „Halt aufhören, das könnt ihr nicht machen! Er hat Schmerzen, seht ihr das nicht“, doch sie ignorieren mich, verpassen ihm oder ihr noch ein paar weitere Hiebe und schließlich, unter größter Anstrengung, ist er oder sie, wieder auf den Beinen und es geht weiter voran.
    Wenige Meter nachdem man im Inneren angekommen ist, sind überall Blutspritzer. An den Wänden, auf dem Boden, sogar ein paar von uns sehen verwundet aus. „Grauenhaft“
    Jetzt sehe ich, was uns am Ende dieses Marsches zu erwarten scheint;
    Wir werden an einer Art Seil, an unseren hinteren Beinen aufgehängt, nachdem man uns einen kräftigen Schlaf auf den Kopf verpasst, und dann noch oben gezogen, bis wir kopfüber hängen, dann geht alles so schnell, die Panik ist wieder in meinen Gedanken und meinem Körper präsent, bevor ich realisieren kann, was ich da sehe. Wir werden getötet, manche noch bei Bewusstsein. Ich will weg, umdrehen und fliehen, doch wie es scheint, bin ich als nächstes an der Reihe.
    Kalbfleisch.

  • Na Jenny,


    gestern noch darüber gesprochen und heute beglückst du uns schon mit einem neuen Text. Dass du dem Ganzen auch keinen Titel geben wolltest bzw. konntest, kann ich im Nachhinein sogar verstehen, weil da eigentlich jedwede Information schon zu viel ist und die Pointe am Ende - nämlich genau das letzte Wort, zu dem du die Kritik willst - vorwegnimmt. Ich glaube, hätte ich das so nicht gelesen, dann wäre ich gar nicht auf den Gedanken gekommen, dass du das so meinen könntest. Ich würde daher also mal behaupten, ja, das letzte Wort ist überaus passend und notwendig; an diesem Punkt kommt erst die Wende und jeder kann die Geschichte so aus einem ganz neuen Winkel betrachten.
    Es spricht nämlich für sich, dass du im Ganzen recht allgemein geblieben bist und alle Erlebnisse genau so beschrieben hast, dass sie theoretisch auf jedes Lebewesen zutreffen könnten. Man liest diese Dinge ja öfter: Durst nach einem langen Schlaf, der Weg ins Licht und noch so vieles mehr. Und das alles hast du zu einem guten Gesamtpaket geschnürt, dessen Ausgang nicht sofort ersichtlich ist und der eine interessante Pointe liefert; auch in Hinsicht auf so manche aktuell herrschende Situation.


    Wir lesen uns wieder!

  • 1 circa 10-Minuten Drabble, oder so, von mir für euch.
    Wäre mal cool, n paar Wochen lang, jeden Tag n Drabble zu schreiben, das geht so schön schnell, das sollte ich vielleicht mal machen!



    Schlaflos
    Ich bleibe wach. Jede Nacht, seit drei Tagen schon. Der Dunkelheit kann man nicht trauen. Keine Minute kann ich meine Augen zu machen, ohne Angst zu haben. Vielleicht wache ich nicht wieder auf, bin dann tot. Medikamente halten mich wach, Koffein hält mich wach, doch vor allem die Todesangst hält mich wach. Wenn die anderen Menschen wüssten, in welcher Gefahr sie schweben, wenn sie schlafen. Man ist machtlos: man kann nicht sehen, man kann nicht hören, man kann sich nicht wehren. Ein gefundenes Fressen - ist der schlafende Mensch - für alle Monster dieser Welt - die nur darauf warten - dass du schläfst.


  • Heyho @Medea!


    Ja, Drabble sind wirklich eine tolle Schreibübung und können so manch einem wieder zu Inspiration verhelfen! Wenn du mal eine Challenge brauchst, meld dich ;3


    "Schlaflos" hat ja erstmal einen romantischen Touch, wenn man damit als erstes "Schlaflos in Seattle" assoziiert, im Allgemeinen aber auch Sehnsucht und Unruhe. Unruhe beschreibt dein Drabble auch, aber auf eine eher düstere, forshadow-hafte Art und Weise. Letztendlich lässt mich das sehr an das "Schlaflied" der Ärzte denken und eigentlich könnte das hier ein prima Klappentext oder Mini-Prolog für eine längere Geschichte sein.
    Ich mag sehr, wie du hier mit diesen wenigen Worten Athmosphäre, eine düstere noch dazu, schaffen konntest. Schreib wirklich mal ab und zu ein paar Drabble, das scheint dir Spaß zu machen und das Ergebnis kann sich auch sehen lassen!


    Ein etwas kurzer Kommentar an dieser Stelle, aber ich habe zu "Schlaflos" auch keine Verbesserungsvorschläge parat. Das heißt: "wach.Wenn" - da fehlt eine Lücke nach dem Punkt :3


    Kurzkommi Ende, wir lesen uns!


    Deine Sheo

  • 1 neuer Tag, 1 neues Glück Drabble
    Möchte hier eigentlich gar nicht viel mehr verraten, lasst es auf euch wirken (xd) und teilt mir dann gerne eure Meinung mit! ^_^
    Und Danke an dich, Sheo. Wenn es dir gefällt, oder zu zumindest nichts auszusetzen hast, gefällt es mir direkt besser, kek. <:




    Hitze.
    So drückend.
    Jeden Tag mehr.
    Ventilator, Sonnenbrille, Wasser, Schatten.
    Bekämpfen Wärme mit allen Mitteln.
    Wir schwitzen und schwitzen und schwitzen.
    Anfangs haben wir uns gefreut, doch jetzt?
    Verfluchen den Sommer, wünschen uns kühle Temperaturen zurück.
    Der Mensch, so unzufrieden und nörgelnd wie eigentlich immer.
    Es wird weiter geschwitzt, Tropfen um Tropfen, immer so weiter.
    Wir wollen den Zustand, den wir nicht haben können.
    Irgendwann steht der kalte Winter vor der Tür.
    Wir werden wieder über unser Leid klagen.
    Dann zitternd, bibbernd, frierend und fröstelnd.
    Heizen, ohne Rücksicht auf Verluste.
    Wünschen uns Wärme zurück.
    Jeden Tag mehr.
    So sehnsüchtig.
    Hitze.

  • Hey Jenna,


    ich widerspreche mal klar und deutlich, dass sich jeder über den Sommer freut, aber grundsätzlich ist an deiner Aussage etwas dran, dass sich die Gedanken über den Sommer mit der Zeit wandeln, wenn man nicht gerade frei und Wasser in seiner Nähe hat. Du weist da auch generell auf ein Problem der Gesellschaft hin, sich einfach immer aufregen zu müssen, wenn etwas nicht passt. Vergessen darf man dabei nur nicht, dass man sich ja auch irgendwie Luft machen muss, um wieder runterzukommen. Insofern hat es ja auch etwas Gutes, sich etwas zu wünschen. Wünsche treiben einen schließlich voran, nicht wahr?


    Wir lesen uns!

  • Für Samstag und Sonntag habe ich heute zwei Doppel-Drabble dabei. Mit dem ersten bin ich nicht so 100% zufrieden, weil ich dafür einfach noch mehr Worte gebraucht hätte, aber was solls.
    Das zweite ist gerade entstanden, weil ich, als ich gerade nach Hause kam, mich auch noch mal umgedreht habe und meine Paranoia dachte - stell mal vor da steht jetzt jemand. Also Setting ist so circa mein Reallife xd




    Wolkenschloss

    Es lebte einst eine Königin in unserem Lande, die sich nichts sehnlicher wünschte, als fliegen zu können. Sie schickte ihr Volk an, diesen Traum wahr werden zulassen, egal wie, Hauptsache sie könnte einmal die Welt von oben sehen und eine Wolke berühren.
    Wochen und Monate vergingen, doch niemand hatte eine Idee, wie man es verwirklichen könnte.
    Bis eine ältere Dame das prunkvolle Schloss betrat und der Königin verkündete, sie könnte ihren Wunsch verwirklichen. Lediglich einen Berg müsse sie erklimmen, der so weit reichte, dass die Wolken nur einen Sprung entfernt waren.
    Die Herrscherin war entzückt, lies eine Kutsche bespannen und machte sich mit der Frau auf den Weg.
    Es dauerte Stunden, denn die Pferde brauchten mehrere Pausen, da der Aufstieg sehr steil war.
    Oben angekommen, stieg die Königin aus der Kutsche.
    „Stellt euch an den Abgrund des Berges und ihr werdet sehen, es gleicht dem Fliegen“.
    Die Königin war zu überwältigt, als dass sie Angst empfand und so trat sie an die Schlucht, beugte sich nach vorne und war tatsächlich nur wenige Zentimeter von einer Wolke entfernt.
    Doch dann gab ihr die Dame einen Stoß und sie fiel in den sicheren Tod. Seitdem wurde sie Königin von Wolkenschloss genannt.




    Beobachtet

    Ich steige aus dem Auto, eine kühle Novemberbriese umstreift meine Beine, die nur durch eine Strumpfhose geschützt sind. Wieso lies ich mich auch überreden und trage lediglich noch einen kurzen Rock? Ich schüttele den Kopf über mich selbst; ich lasse mich zu leicht beeinflussen.
    Ich inhaliere die frische Luft und gehe dann die wenigen Schritte Richtung Haustüre, steige die Stufen hinauf und der automatische Lichtsensor aktiviert eine Lampe.
    Es ist schon spät - kurz vor 12 - alles außerhalb des Lichtpegels ist finster.
    Ich blicke noch einmal zurück; auf der anderen Seite der Straße, befindet sich der Garten unserer Nachbarn, der alte Zaun wurde abgerissen und übermorgen soll ein neuer gebaut werden
    - und ich erblicke eine schwarze Gestalt. Ich kann kein Gesicht erkennen, doch mein Instinkt sagt mir, sie blickt in meine Richtung.
    Sie setzt sich in Bewegung. Panisch versuche ich den richtigen Schlüssel an meinem Schlüsselbund zu finden. Ich wähle einen, er passt nicht.
    Ich drehe mich noch einmal um. Die Gestalt befindet sich neben meinem Auto, bewegt sich unermüdlich fort.
    Ich wähle den nächsten Schlüssel, er passt, steckt bereits im Schloss.
    Dann fühle ich eine schwere Hand auf meiner Schulter.
    - Ein Schrei durchfährt die Nacht.

  • Gut, momentan hab ich etwas weniger Zeit für Drabbles, aber dann poste ich der Vollständigkeit halber einfach meine Reimverbot-Abgabe. Glaube so viele Kommentare beim Wettbewerb, auf die ich irgendwie antworten muss, gibt es auch gar nicht. Ihr dürft das Werk interpretieren wie ihr wollt. Ich bin nicht gläubig - ist vermutlich das einzige was ich dazu sagen sollte und es hat mir erstaunlichen Spaß gemacht es zu schreiben, auch, wenn das ziemlich fix ging.




    Alles gehört nur dir«


    Wer hört, was ich denke?
    Ist es nur für mich bestimmt,
    oder gibt es noch jemanden,
    der mich beim Denken unterstützt?
    Meine Gedanken gehören nur dir.



    An wen kann ich mich wenden,
    wenn ich Unterstützung brauche?
    Worte an jemanden gerichtet,
    dessen Namen man nicht kennt.
    Meine Gebete gehören nur dir.



    Jeder Tag eine Herausforderung.
    An was kann man heute noch glauben?
    So viel Gutes, so viel Schlechtes,
    doch alles hat seinen Platz.
    Mein Glaube gehört nur dir.



    Wem haben wir Leben zu verdanken?
    Wer hat uns das gegeben
    und nimmt es jeden Tag?
    Irgendwann kehren wir zurück.
    Mein Geist gehört nur dir.



    Du begleitest mich auf jedem Weg.
    Gibst Mut, gibst Hoffnung,
    aber auch Trauer und Schmerz.
    Ist am Ende alles vorbei?
    Mein Leben gehört nur dir.

  • Aepfel sind lecker
    Kann man jeden Tag essen
    Ob früh oder spät
    Perfekt für Kuchen
    Egal ob grün oder rot
    Einfach immer gut
    Findest du nicht auch
    Dass sie total köstlich sind?
    Mal süß, mal sauer
    Eigentlich perfekt
    Bissen für Bissen ein Fest
    Für jung oder alt
    Liebe muss das sein
    Kann nicht darauf verzichten
    Unwiderstehlich


    Danke an Sheo, für die Idee <:

  • Heyho Apfelkuchenkönigin,


    wie ich dir schon gedroht habe, folgt nun mein Hasskommentar zu deinem letzten Update – also lass uns nicht allzu viel Zeit verlieren, und zwar nicht zuletzt deswegen, weil ich nicht weiß, wie lange dieses lustige Hotelinternet noch flüssig läuft…
    An sich mag ich die Idee sehr, wie du dein Gedicht aufgebaut hast – dankeschön an @Sheogorath für die Unterbreitung dieses Vorschlags! Und da ich Äpfel beziehungsweise Apfelkuchen auch mag, letztes allerdings nur ohne Rosinen – ich meine, wer mag schon Rosinen? – spricht es mich vom Hauptgedanken ebenfalls an. Außerdem lässt es sich recht schön lesen, wie ich gerne anmerken möchte, wobei man diesen Effekt möglicherweise noch mit Satzendungen, zum Beispiel Kommata, Punkten, Semikola oder sonstigen, unterstreichen könnte.
    Du beginnst deinen ersten Vers gleich mit dem Plural des eigentlichen Begriffs und hast dadurch natürlich das Problem, dass dessen Anfangsbuchstabe sich nicht mit deiner gewünschten Struktur ergänzt, sodass du nun auf die Umschreibung angewiesen warst. Ich würde dir deswegen raten, hier eventuell etwas anderes zu formulieren, wie beispielsweise Alles was ich brauche oder ähnlichem, was zum Gedicht passt. Ansonsten, so finde ich, hast du geeignete Wörter beziehungweise Wortgruppen gefunden, um deine eigentliche Grundidee gut umzusetzen, besonders perfekt und Liebe für die jeweiligen Buchstaben, aber auch sehr gut das Unwiderstehlich als letzten Vers, da dieses eine Wort alles bis auf den letzten Punkt nahezu perfekt zusammenfasst und dadurch auch schön betont wird.
    Apropos, was mir noch während des Lesens aufgefallen ist, ist, dass das Metrum nicht ganz so passen mag, wie man es sicht eigentlich vorstellt – ich weiß, dass dieses Wort bei manch einen für Albträume sorgt, aber wenn ich das einmal aus meiner Perspektive sehe, dann hat mich das mehrmalige Kritisieren des fehlenden Metrums erst dazu gebracht, darauf gezielt zu achten und so eine weitere Struktur miteinzubringen.
    Das war's dann im Großen und Ganzen mit meinem Kommentar – es ist zwar etwas kurz ausgefallen, aber wenn ich soweit alles angesprochen habe, was ich dir mitteilen wollte, passt das doch hoffentlich.


    Ich hol' mir jetzt erst Mal einen Apfelsaft!

  • Rost«
    Die Garage öffnet sich langsam. Zentimeter für Zentimeter drückt sich die Sonne in den Raum, erhellt, was hinter dem Tor verborgen ist. Ein modriger und kalter Geruch, steigt mir in die Nase. Dort steht es. Das Auto, das mich und meine Frau einst durch die Straßen vieler Länder gebracht hat. Immer verlässlich, damals noch in einem strahlenden Rot. Irgendwann nahm mir der Lauf der Zeit meine Frau. Doch meine Erinnerungen, die ich mit ihr und diesem Auto gesammelt habe, können mir nicht entrissen werden. Hier steht der Wagen, verrostet, doch in meinen Gedanken immer noch wunderschön, wie meine Frau.

  • Hey Jenna,


    interessante Idee, das Auto als eine Art Erinnerungsquelle zu verwenden, mit dem sich der Erzähler identifiziert. Dadurch erhält man schnell den Eindruck, dass es ihm sehr wichtig ist und dass er letztendlich nicht loslassen kann, eben weil da so viel dran hängt. Der Zusatz, dass es ihn an seine verstorbene Frau erinnert, war dabei nicht mal zwingend notwendig, schafft aber einen Bezug zu seinem persönlichen Leben und nicht nur den Erlebnissen, die er in der Vergangenheit hatte. Fraglich finde ich da nur den modrigen Geruch in der Garage, da es so wirkt, als hätte er das Auto schon lange nicht mehr angefasst. Gerade wenn einem das Auto wichtig ist, kümmert man sich eigentlich umso mehr darum.


    Wir lesen uns!

  • Machen wir uns nichts vor! Das ist die nicht-überarbeitete Version und eigentlich wollte ich über die Kurzgeschichte noch mal drübergehen, ein paar mehr Details etc. einbringen, aber ich werde das vermutlich niemals machen, deswegen nun doch die "Rohfassung". Ich hoffe mit den ganzen "Ichs" ist das alles nicht zu schwammig und wirr formuliert und man kann alles/das meiste nachvollziehen. Ach ja, Titel kam grad sehr spontan. :shrug:



    Ich und Ich



    Ich öffne die Augen und das erste was ich sehe bin…ich? Aber ich verspüre ein merkwürdiges Gefühl, als würde ich von jemandem gesteuert werden. Aber von wem?
    Ich blicke mir selbst tief in die dunkelbraunen Augen, die vereinzelt grüne Akzente haben. Es sieht aus wie ein eigenes kleines Universum, das erst noch entdeckt werden muss. Ich fahre mir durch die ebenfalls braunen Haare, spüre wie weich sie sind. Sie schimmern im Sonnenschein und ich rücke sie hier und da zurecht. Aber nicht, weil ich will, sondern weil ich…muss?
    Jetzt sieht mein Gegenüber erstaunt aus, blickt sich um und so blicke ich mich um, aber sehe nur Schwarz.
    Wie kann das sein, wenn sich doch genau vor mir mein Zimmer erstreckt?
    Ich bin verwirrt.
    Wir öffnen zeitgleich den Mund, aber bringen nur ein „Was?“, heraus.
    Ich streiche mir über meine Haut und sie streicht sich über ihre; sie ist alles andere als makellos, gezeichnet von den Zeichen der Pubertät. Mein ich, dem ich in die Augen sehe, scheint so langsam zu verstehen, doch in mir macht sich immer noch Ratlosigkeit breit.
    „Ich kann es nicht fassen. Ich bin du“, höre ich meine Stimme sagen.
    „Und du hast nicht die geringste Ahnung. „Lass es mich erklären: Ich bin dein Spiegel-Ich. Eigentlich lebe ich hinter der Welt eurer Spiegel, habe kein eigenes Leben, weil ich nur das deine darstelle, in den Momenten, in denen du in diese Wand zwischen den Welten blickst. In der Zeit, in der für dich kein Spiegel in der Nähe ist, lebe ich in bloßer Dunkelheit. Es macht einen wahnsinnig, aber man kann nicht fliehen oder sich sonst irgendwie wehren, weil man nur das tut, was DU willst“, sie speit mir die letzten Worte praktisch entgegen und ich brauche noch einige Augenblicke, ehe ich wirklich verstehe, was sie mir da gerade gesagt hat.
    Was ich mir da gerade gesagt habe.
    Es gibt eine Welt hinter Spiegeln? Das kann doch gar nicht sein.
    Ich weiß nicht, ob sie meine Gedanken hört oder spürt, aber ein breites Grinsen macht sich auf ihren Lippen breit - und so auf meinen, obwohl ich gar nicht will.
    „Weißt du, ich kann nicht riskieren, dass ich, sobald ich schlafen gehe, wieder hinter dem Spiegel lebe. Ich muss diese Chance nutzen und darauf hoffen, dass ich nach dem hier, ein eigenes Leben bekomme. Sie dreht sich um und im selben Moment drehe auch ich mich um. Hinter mir ist nur Schwarz, ich kann nicht sehen, was sie macht, was sie vor hat.
    Es dauert nicht lange und wir bewegen uns wieder auf uns zu. Jetzt sehe ich etwas, das mich sofort erschrecken lässt: Sie hält eine Schere in den Händen.
    Wir blicken uns noch einmal in die Augen und ich weiß, was passieren wird.
    Sie sticht sich mit dem spitzen Ende in den Bauch, zieht die Schere wieder raus und sticht noch weitere Male, verteilt auf ihren Oberkörper ein, auf meinen Oberkörper ein. Sie hat so viel Kraft und Wut in sich und wir sacken zusammen, sie holt erneut aus und sticht sich in den Hals. Ich spüre keinen direkten Schmerz, aber ich fühle, wie ich schwach werde, wir blinzeln, liegen nun auf dem Boden. Sie in meinem Zimmer, ich in dieser schwarzen Welt und unser Leben weicht aus unseren Körpern.

  • Hey Jenna,


    interessanter Text, den du geschrieben hast. Dialoge mit dem Spiegel-Ich können sehr erleuchtend und manchmal auch richtig abstrakt sein, wie du hier gegen Ende gut dargestellt hast, was sie auch recht besonders macht. Auf diese Weise ist es auch möglich, den Charakter näher zu beleuchten, der da mit einem selbst spricht (oder womöglich schon einen anderen Charakter angenommen hat, sodass es zwei verschiedene sind) und daraus können interessante Konflikte entstehen. Die Umsetzung dessen ist dir also mal gut gelungen.
    Ich muss auch dazu sagen, dass sich einige Logiklücken eingeschlichen haben, die mit der zugrunde liegenden Idee zu tun haben. Aber ich führ's mal etwas genauer aus.


    Das wäre zum einen die Welt hinter dem Spiegel. Während Schwarz eine Leere beschreibt, in der sich das Spiegel-Ich bewegen muss (oder gar nicht kann), was den Konflikt am Ende beschreibt, ist das nicht das, was wir sehen. Wir sehen einen Ausschnitt der Welt, die der Spiegel spiegelt und dass diese im Spiegel nicht vorhanden ist, kann daher gar nicht möglich sein. Ansonsten würde der Charakter auch nicht existieren, weil der ja gar nicht weiß, wie er selbst ist, geschweige denn, dass er weiß, was ein Spiegel ist oder dass er in einem lebt. Die Welt hinter dem Spiegel kann also nur teilweise existieren, während der Rest eigentlich Nichts ist. Man weiß nicht, wie der Rest ist, also ist er nicht. Den Wahnsinn kann man am Ende dadurch erklären, dass das Spiegel-Ich immer nur für kurze Momente ein Bewusstsein bekommt, während er sonst nichts ist. Was auch keine schöne Vorstellung ist.
    Daraus folgt, dass das Ich, das am Ende durchs Umdrehen in die Schwärze (oder eher in die eigene Spiegelwelt) sieht, eigentlich ganz genau wissen müsste, was das Spiegel-Ich gerade macht. Es ist die selbe Welt und sie machten bisher die selben Bewegungen, also warum weiß das Ich plötzlich nicht, dass das Spiegel-Ich eine Schere aufgenommen hat? Der Überraschungseffekt wird hier also leider durch Bequemlichkeit am Plot zurechtgebogen, um einen akuten Schockeffekt zu erzeugen, der nicht notwendig war. Derselbe Effekt hätte auch durch das bloße und bewusste Aufnehmen der Schere des Ichs im Spiegel erzeugt werden können, um den Charakter und den Leser langsam vorausahnen lassen zu können, was damit gemacht wird. Nach der eher destruktiven Rede bleiben nicht viele Möglichkeiten übrig, was das Spiegel-Ich damit machen könnte und die Szene wäre dadurch weiter vertieft worden.
    Zuletzt bleibt noch die Frage: Wie haben die beiden überhaupt die Körper getauscht? Das Warum kann man durch den Plot erklären, damit das Ich durch die Einwirkungen des Spiegel-Ichs gesteuert wird. Das kann ich nachvollziehen. Aber die ganze Motivation dafür bleibt irgendwie außen vor. Warum an diesem einen Tag und nicht sonst wann anders, mit welchen Hilfsmitteln (dem Vollmond werden ja beispielsweise mystische Kräfte zugeschrieben) und warum die beiden keinen Dialog führen oder mal geführt haben, wie man damit umgehen will. Das ist diese typische Situation, bei der man selbst immer mehr Ärger in sich selbst anstaut, bis man es wutartig loswerden möchte und da find ich's schade, dass das nicht ausdiskutiert wurde.


    Das hört sich vermutlich nach mehr an, als es am Ende ist. Wie gesagt, ich mag die grundsätzliche Idee sehr gern, weil viele Möglichkeiten eröffnet werden, was man damit machen kann. Der Dialog mit dem Spiegel-Ich ist eine gute Basis und du hast auch eine sprachliche gute Umsetzung im Text. Nur muss man bei diesen Geschichten sehr darauf aufpassen, wie man etwas beschreibt, weil sich sonst schnell mal ein paar Logikfallen anhäufen. Ich bin mir aber sehr sicher, dass du das in Zukunft noch besser umzusetzen weißt. Aus dem Spiegel vernehme ich ein bestätigendes Nicken.


    Wir lesen uns!