Pokémon Adventures (auf unbestimmte Zeit auf Eis gelegt)

  • Huhu @Dragon D. Arrior . ^^
    Du weißt, wie immer, der Kommentar ist rein konstruktiv und ich hoffe, du bist mir nicht böse :)


    Dein Schreibstil ist weiterhin angenehm und flüssig. Die Beschreibungen des Kampfes sind auch ziemlich anschaulich geworden bzw. fand ich sie spannender, als gegen Veit. IMHO ^^


    Allerdings lässt du sehr viele Zufälle passieren, die sich nicht so sauber ins Geschehen einfügen.
    Da steht einfach eine Frau und schenkt ihm ein sehr starkes Impoleon? Er bekommt einfach so ein Rioluei? Wie bereits gesagt, passiert sowas oft im Spiel. Obwohl da kein Impoleon hergeschenkt wird. Da wirkt es ja auch anders. In einer FF wirkt es so, als wolltest du deinen Charakter bloß andauernd beschenken. ^^"
    Stell dir vor ein Typ kommt auf der Straße zu dir: "Ich schenke dir diesen Rottweiler!" - und verschwindet. XD
    Das wär iwie genauso, wie die das im Game machen. In einer FF wirkt es wie im Real-Life. Ziemlich unglaubwürdig. ^^"


    Ein wichtiger Punkt: Er soll sich seine Pokemon selbst fangen, sich anstrengen, Probleme dabei haben, sie selbst hochtrainieren.


    Der allerwichtigste Punkt: Alexander ist leider extrem überpowert, meiner Meinung nach. Er ist erst eine Woche unterwegs und besiegt ALLE auf dem Schiff, sowie er bereits nach wenigen Tagen Reise Veit (der das schon lange macht, man führe sich das vor Augen) wie einen absoluten Volldeppen aussehen ließ. xD
    Mein Tipp ist auch weiterhin: Lass ihn die Dinge selbst erarbeiten. Impoleon folgt zwar nicht, aber er siegt auch alleine, wozu sollte er also folgen? Es ist abzusehen, dass es bald folgen wird und dann ist Alexander "noch unbesiegbarer", wenn ich das so sagen darf. ;)  
    Du verschwendest imo leider viel Potential. ^^


    LG Bastet :)

  • So, da ist es, das achte Kapitel. Ich frage mich, wer von den Leuten, die eine Kritik verfasst hat, noch meine FanFiction (wird das so geschrieben?) liest.
    Aber egal, hier ist es, dass Kapitel, aus dem mein Zitat von Beginn stammt.


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    Kapitel 8
    Mysteriöse Begegnung


    „Finsteraura!“
    Snibunna formte in seinen Klauenartigen Pfoten den Strahl aus lila Kreisen, und feuerte ihn auf das feindliche Pokémon ab.
    Doch es traf nicht. Das Pokémon wich mit einer unfassbaren Geschwindigkeit, zu schnell für das menschliche Auge, aus.
    Dann ging Snibunna in gleißenden Licht unter, nur um ein paar Sekunden später vor seinem Besitzer zu landen.
    Sein Brustkorb hob und sank sich schnell, und sein schwarzer Anzug mit den grünen Streifen anstatt der Nähte spannte sich. Er beorderte das Pokémon zurück. „Wie kann das sein?“, rief er verzweifelt, „Ich habe doch Typ-Vor…“
    Weiter kam er nicht, denn der Trainer des gegnerischen Pokémon stand plötzlich vor ihm, packte ihn am Kragen, und obwohl er den Anzugträger nur bis zur Brust ging, hob er diesen ohne Probleme hoch, dass seine Füße über den Boden baumelten.
    „Das ist doch…“, keuchte er. Dann bewegte er sich langsam über den felsigen Untergrund auf eine Klippe zu, die einen beeindruckenden Blick über die umliegenden Wälder bot.
    „Warte!“, rief der Anzugträger, „Coul, hilf mir!“ Doch Coul bewegte sich nicht.
    Er lehnte an einen der vielen Felsen auf der abgeflachten Spitze eines der Berge; Blut floss aus einer kleinen Wunde an seinen Kopf, den er sich hielt.
    Dann hatte der kleinere die Klippe erreicht. Er stand an dessen Rand, und streckte den Arm, mit dem er den Anzugträger hielt, von sich.
    Der Arm war absolut Waagerecht, ohne zu zittern. Dafür zitterte der Anzugträger umso mehr.
    „Bitte nicht“, sagte er verzweifelt. Keine Reaktion im Gesicht seines gegenüber.
    Dann öffnete dieser die Hand, und der Anzugträger stürzte in die Tiefe.
    Der Trainer richtete seine Jacke, dann beorderte er sein Pokémon zurück, und machte sich auf den Weg, die Bergspitze zu verlassen. Dabei kam er an Coul vorbei.
    „Bastard!“, sagte dieser, „Wie kannst du nur so grausam sein?“
    Der Trainer schaute ihn an. „Das gleiche könnte ich dich und deine Organisation fragen.“ Mit den Worten ging er auf den Trampelpfad zu, und verließ den Berg.



    Riolu nahm ein bahnbrechendes Tempo an, rannte auf Panpyro zu und traf es. Panpyro wurde nach hinten geschoben, hielt aber stand.
    Riolu sprang zurück und brachte Abstand zwischen sich und Panpyro.
    „Nicht schlecht“, kommentierte Alexander den Zug, „Aber versuch das nächste Mal, nicht direkt auf deinen Gegner zuzulaufen, sondern davor ihn ein wenig zu verwirren.“
    Doch stattdessen schien Riolu verwirrt, schaute ihn an, und schickte ihn über die Aura das Gefühl der Verwirrung. Alexander kratzte sich am Kopf.
    „Es wäre besser“, versuchte Alexander zu erklären, „wenn du, bevor du den Gegner triffst, im Zick-Zack läufst, um den Gegner nicht einfach die Möglichkeit geben deine Attacke abzuwehren.“
    Riolu dachte kurz nach, dann versuchte es nochmal, rannte mit Ruckzuckhieb im Zick-Zack auf Panpyro zu und traf. Doch dieses Mal schlug Panpyro mit Tempohieb zurück.
    Neun Tage waren vergangen, seit Riolu aus dem Ei geschlüpft war. Vor acht Tagen waren sie im Pokémon Center von Prismania City, wo an Riolu nichts Ungewöhnliches festgestellt wurde. Nun waren sie wieder im Wald, und dabei, ein großes Gebirge zu umgehen, dass sich mitten im Wald auf ihrem Weg nach Marmoria City befand.
    Es zu überqueren war Alexander nicht bereit. Er hatte keine Ausrüstung, von Erfahrung in den Bergen ganz zu schweigen. Also war der längere Weg um das Gebirge die einzige Option. ‚Wenigstens hat das freie Kämpfen Erfolg‘, dachte Alexander. Das freie Kämpfen hatte sich Alexander von seinen Vater abgeschaut.
    Dabei kämpften zwei oder mehrere Pokémon gegeneinander, ohne dass ihr Trainer dabei Befehle gab. Dies hatte zwei Vorteile.
    Zunächst konnten sich die beiden Pokémon Taktiken und gelegentlich sogar Attacken voneinander abschauen. Des Weiteren können sich die Pokémon so eigenständiges Handeln in Kämpfen aneignen. So können die Pokémon auch versuchen Attacken auszuweichen, wenn es der Trainer nicht befiehlt.
    Das barg zwar laut @PokéExpertin das Risiko, dass die Pokémon nicht mehr auf ihren Trainer hörten, aber laut seinem Vater bestand das Risiko nicht.
    Man musste nur ihnen immer noch zeigen, wer das Sagen hat. Sein Vater hatte es mit jedem seiner Pokémon gemacht. Das hatte unter anderem den Vorteil, dass die Pokémon auch dann, wenn der Trainer nichts sah, zum Beispiel bei einem Kampf nachts oder wenn der Trainer wegen einer Staubwolke nichts sehen konnte, so konnte das Pokémon gegen den Gegner auch ohne direkte Anweisungen des Trainers handeln.
    Man musste nur oft genug zeigen, dass der Trainer hauptsächlich die Befehle gab. Bisher hatten sich Erfolge noch nicht gezeigt, aber Alexander vertraute auf die Trainingsmethoden seines Vaters. Die waren es auch, die ihn ins Viertelfinale der letzten Weltmeisterschaft gebracht hatte. Und wenn sein Vater es damals mit den Methoden bis zum Viertelfinale geschafft hat, dann schafft er es damit bestimmt weiter. Bei Impoleon hatte er versucht, im Kampf gegen wilde Pokémon sein Vertrauen zu gewinnen.
    Das Ende vom Lied: Ein besiegtes, wildes Pokémon, ein entwaldetes Gebiet und keine wilden Pokémon in seinen Umkreis für einige Tage.
    Er beobachtete die beiden Pokémon noch eine Weile. Dann erhob er sich von seiner Wurzel, auf der er die ganze Zeit über saß.
    „Also dann“, sagte er und klatschte in die Hände, „Gehen wir.“
    Panpyro und Riolu beendeten ihren Kampf, und folgten Alexander, nachdem dieser seine Jacke, Cappie und Rucksack geschnappt hatte, durch den Wald.



    Alexander umging einen umgestürzten Baum, der im Weg war. Panpyro und Riolu sprangen unter und über den Stamm. Alexander genoss die Stille, die ihn umgab.
    Nur er, seine Pokémon, der Wind, der durch die Baumkronen wehte, das Rascheln des Grases.
    Plötzlich blieb Riolu stehen, schaute sich um, und knurrte. Alexander und Panpyro blieben stehen, und schauten zu Riolu.
    „Was ist los?“, fragte Alexander. „Panpyro?“, fragte es. Riolu sah sich erneut um, dann sah es Alexander an und gab einen kleinen Laut von sich.
    „Was ist los?“, fragte Alexander erneut.
    „Dein Pokémon ist ein guter Wächter“, sagte plötzlich eine Stimme, „Es hat mich gespürt, obwohl ich mich versteckt habe.“
    Alexander drehte sich um.
    Ein Junge, nicht größer als er selbst, mit weißen Shirt, blauer Jeans und einer schwarzer Jacke, die fast bis zum Knie reichte und schwarzen, ungekämmten Haaren stand auf einer etwa einen Meter großen Erhöhung des Waldboden.
    Alexander verdaute den Schreck, dann fragte er berechtigter Weise:
    „Wer bist du?“
    „Gute Frage“, erwiderte sein Gegenüber nachdenklich, während er von der Erhöhung runtersprang; dabei bemerkte Alexander an seinen Gürtel ein paar Pokébälle, „Ich bin Misuteri, und ein Trainer auf Reisen.“
    Bei den letzten Worten legte er die Hand auf die Brust und verbeugte sich leicht.
    „Dein Riolu hat eine beeindruckende Aura. Wie ist dein Name?“
    Alexander war klar, dass es unhöflich war, nur den anderen nach den Namen zu fragen, also sagte er hektisch:
    „Mein Name ist Alexander. Ich bin auch ein Trainer. Freut mich.“
    Es entstand ein kurzes Schweigen, dann fragte Alexander:
    „Warum bist du auf Reisen?“
    Misuteri dachte kurz nach. „Aus verschiedenen Gründen. Und du?“
    „Ich sammle Arenaorden, um eines Tages bei der Weltmeisterschaft teilnehmen zu können“, erzählte Alexander, „Wohin reist du gerade?“
    „Ich bin auf den Weg nach Vertania City“, sagte Misuteri, „Dort, mein Freund, ist das Ziel.“
    Misuteri sah zu Boden.
    Ihm war wohl, wie Alexander klar, dass er gerade etwas Blödes gesagt hatte.
    „Entschuldige, ich hab nicht oft Kontakt mit anderen Menschen“, sagte Misuteri, und kratzte sich dabei am Kopf. „Wohin willst du?“, versuchte er vom Thema abzulenken.
    „Ich will nach Marmoria City. Dort wartet ein Arenaorden auf mich“, sagte Alexander. Er sah sich um.
    „Wir beide müssen jeweils um dieses Gebirge herum“, überlegte er, „Wir können doch, bis wir dann in unterschiedliche Richtungen müssen, den Weg gemeinsam gehen.“
    Misuteri blickte geistesabwesend in Richtung des Gebirges.
    „Warum nicht“, meinte er lächelnd.



    Die Stunden vergingen, und langsam näherte sich die Sonne den Horizont. Alexander und Misuteri unterhielten sich über alles Mögliche, über Kämpfe, Pokémon, Arenaorden, den Liga-Turnieren, der Weltmeisterschaft, den Champs der Regionen und vielen mehr. Nur ein Thema schien Misuteri immer gekonnt zu umlenken:
    Seine Herkunft und Vergangenheit.
    Alexander fand sich damit nach dem ersten Mal fragen ab, und vergaß es nach ein paar Schritten auch wieder.
    Dann berührte die Sonne die Baumspitzen, und Alexander machte auf der Lichtung, auf der sie sich gerade befanden, halt.
    „Ich würde sagen, hier machen wir für heute eine Pause und machen hier unser Lager“, erklärte Alexander, während er sich auf der Lichtung umsah.
    „Ich nehme mal an, wir teilen unsere Aufgaben auf, oder?“, fragte Misuteri, „Dann melde ich mich fürs Feuerholzsammeln. Stellst du ein Zelt auf?“
    Alexander lachte. „Für ein Zelt ist in diesem Rucksack kein Platz“, meinte er, „Ich schlafe unter dem freien Himmel.“
    „Da ist es bei mir nicht anders“, meinte Misuteri, dann verschwand er im Unterholz, um seine sich selbst zugeiteilte Aufgabe zu erfüllen.
    Alexander machte schon einmal einen Kreis aus kleinen Steinen, um das Feuer dann einzugrenzen. Dann holte er das wenige, was er zum Vorbereiten einer Mahlzeit benötigte aus dem Rucksack.
    Als er gerade eine Aluplatte vorbereiten wollte, kam Misuteri mit einem Haufen Feuerholz zurück.
    Er stellte es auf, während Alexander Panpyro und Riolu Futter gab.
    Als Panpyro das Feuer entfachte, schaute Misuteri auf das Essen - vier Toast mit Käsescheiben – und fragte:
    „Ist das alles, was du hast?“
    „Leider ja“, erklärte Alexander, „Das Pokémon-Futter nimmt zu viel Platz weg.“
    „Das macht nichts. Ich kann aus Beeren in der Umgebung einen Salat machen.“
    Misuteri verschwand wieder in der Umgebung, während Alexander die Aluplatte in den glühenden Teil des Feuers schob.
    Ein paar Minuten später war Misuteri mit einigen Beeren wieder da.
    „Hast du eine Schüssel und ein Messer?“, fragte er.
    Alexander konnte nur mit einem kleinen Brotmesser dienen; eine nicht benutzte Aluplatte diente als Schüssel.
    Misuteri schnitt die Beeren, die er gesammelt hatte, in kleine Scheiben. Bei ein paar Beeren, unter anderem der Amrenabeere, schnitt er feine Streifen der Schale ab Für den Geschmack, wie er meinte.
    „Du hast Erfahrung mit dem Zubereiten von Salaten, oder?“, fragte Alexander.
    „Ja“, bestätigte Misuteri, „Ich habe kein Gepäck, wie du siehst, ich mache mein Essen immer aus Beeren. Aber einen Salat habe ich schon lange nicht mehr zubereitet.“
    Misuteri gab die geschnittenen Beeren und die Schalenstreifen auf die Aluplatte, mischte es gut durch, und gab noch ein paar geschnittene Käsescheiben dazu.
    „Fertig. Wir können essen.“



    Der Salat schmeckte großartig, und in Verbindung mit dem geschmolzenen Käse auf den Toastscheiben konnte Alexander nach gefühlten Ewigkeiten endlich mal wieder komplett seinen Magen füllen.
    Nachdem sich Alexander, Misuteri ebenfalls, eine geeignete Wurzel zum Schlafen.
    Alexander unter dem einen, Misuteri unter dem anderen Baum. Die beiden unterhielten sich noch bis spät in die Nacht, bis Alexander irgendwann einschlief.
    Der Morgen kam viel zu früh, und als Alexander durch die Sonnenstrahlen aufwachte, saß Misuteri bereits am Lagerfeuer, das inzwischen wieder glühte.
    „Gut geschlafen?“, fragte er.
    Alexander gähnte. „Ich denke schon.“
    Er bereitete für sie beiden jeweils zwei Toast zu.
    „Wenn ich in Marmoria City bin“, sagte Alexander, „hol ich mir einen größeren Rucksack. Ich kann bald keine Toasts mehr sehen.“ Misuteri lachte.
    Dann brachen sie auf.



    Nach ein paar Stunden, so um die Mittagszeit rum, blieb Misuteri plötzlich stehen; Riolu auch.
    „Was ist?“, fragte Alexander. Misuteri zögerte.
    „Hör zu“, sagte er gedämpft, „Es werden gleich ein paar Typen hier auftauchen, die mich fangen wollen. Wenn sie dich mit mir sehen, werden sie dich ebenfalls jagen.“
    Alexander schaute ihn perplex an.
    „Das ist ein Witz“, meinte er.
    Doch als er Misuteris ernstes Gesicht sah, vergaß er es wieder.
    „Warum sind die hinter dir her?“
    „Das hat verschiedene Gründe. Aber ich habe nichts verbrochen, und dass ist auf keinen Fall die Polizei. Ich will dich nicht mit in die Sache hineinziehen, deswegen frage ich dich.“
    Alexander dachte nach, während ihn Panpyro und Riolu ernst ansahen.
    „Was wäre ich denn für ein Freund, wenn ich dich einfach so im Stich lasse.“
    Misuteri stockte. „Betrachtest du mich als Freund?“, fragte er unsicher.
    Alexander schaute ihn an, als wäre dass die dümmste Frage aller Zeiten. „Natürlich.“
    Misuteris Gesicht war kurz unergründlich, dann wurde er ernst.
    „Ich danke dir.“ Weiter kam er nicht. Denn plötzlich war im Unterholz das Knacken eines Astes zu hören.
    „Sie kommen“, sagte Misuteri, dann stellten sich die beiden Trainer Rücken an Rücken auf die kleine Lichtung, Panpyro und Riolu standen an der Seite ihres Trainers.
    Dann traten vier Männer aus den Schatten der Bäume.
    Ihre Anzüge sah Alexander zum inzwischen zweiten Mal, und beim zweiten Mal hatte er mehr als genug Zeit, sie sich einzuprägen.
    Die schwarzen Anzüge mit den grünen Streifen anstatt der Nähte würde er inzwischen überall wiedererkennen.
    „Die schon wieder!“, rief Alexander aus.
    Doch Misuteri schien nicht nur die Anzüge zu erkennen.
    Er starrte einen Mann mit schwarzen Haaren und einer merkwürdig, metallisch glänzenden Hand an.
    „Du lebst“, sagte Misuteri ernst.
    „Überrascht?“, fragte der Mann, „Ich ebenfalls, auch wenn es mit viel Schmerzen zu tun hatte.“
    „Du bist eine Klippe hinuntergefallen“, meinte Misuteri, „Du kannst das nicht überlebt haben.“
    „Hätte ich auch nicht“, meinte der Mann, und hob seine glänzende Hand – sie bestand komplett aus Metall -, „Doch ich habe mich verzweifelt an einen Felsvorsprung festgehalten. Mein Arm riss ab, doch dadurch wurde mein Sturz gebremst, und ich viel nur noch drei Meter.“
    Der Mann lächelte, als er Alexander entdeckte.
    „Du Idiot“, meinte er grinsend, „Du weißt doch, was passieren wird, wenn du andere Außenstehende in diese Situation mit hineinziehst. Aber egal“, er zückte einen Pokéball, zeitgleich mit den anderen, „Wir lassen keinen von euch entkommen.“
    Misuteri zückte zwei Pokébälle. Es erschienen zwei Pokémon an seiner Seite, die Alexander heimlich mit den Pokédex analysierte.
    ‚Guardevoir und Galagladi‘, schoss es ihm durch den Kopf.
    „Alexander“, sagte Misuteri plötzlich, „Ich brauche deine Hilfe. Kann ich mich auf dich verlassen?“
    Alexander schaute Riolu und Panpyro an, die bereits in Kampfstellung gingen.
    „Natürlich.“



    Es endete in einen Doppelkampf.
    Während Misuteri mit Guardevoir und Galagladi den Mann mit der Metallhand und dessen Kollegen übernahm, kümmerte sich Alexander um die übrigen zwei.
    „Ein kleiner Trainer, der gegen uns antreten will?“, höhnte einer der beiden, als er einen Pokéball zückte, „Das wird nicht schwer. Nidoking!“
    „Tentoxa!“, rief der andere.
    Alexander konnte es sich auch nach der Analyse nicht erklären, wie Tentoxa einfach so über den Waldboden schwebte, doch dass kümmerte ihn auch nicht.
    Alles wurde aus seinen Kopf gefegt und wich einer blanken Hochkonzentration.
    „Panpyro, Riolu, los geht’s!“
    Die beiden Pokémon sprangen vor.
    „Ruckzuckhieb auf Nidoking, Kratzer auf Tentoxa!“
    Die beiden Pokémon sprangen vor.
    Riolu zu schnell, als dass Nidoking reagieren konnte. Der Angriff richtete nicht viel Schaden an, aber immerhin wurde Nidoking nach hinten geschoben, und dazu war Tentoxa abgelenkt, sodass Panpyro ebenfalls treffen konnte.
    „Verarsch uns nicht!“, rief der Besitzer von Tentoxa, „Aquawelle!“
    „Nidoking, Vielender!“
    „Riolu, Ruckzuckhieb, halt Tentoxa auf! Panpyro, benutz Tempohieb zum Ausweichen!“
    Riolu sprintete los, traf Tentoxa, bevor es Angriff.
    Panpyro gelang es knapp, mithilfe von Tempohieb Nidokings gefährlichem Horn zu entkommen.
    Und da trug Alexanders freies Training Früchte, denn Panpyro setzte Kratzer ein, als es hinter Nidoking gelangte.
    „Sehr gut!“, lobte Alexander seine Pokémon und genoss den kurzen Moment der Euphorie.
    „Gifthieb!“, riefen beide gleichzeitig.
    „Ausweichen!“
    Riolu gelang es mit Ruckzuckhieb auszuweichen, doch Panpyro wurde getroffen und traf hart auf den Boden auf.
    Es war mehr Glück als Verstand, dass Panpyro nicht vergiftet wurde.
    „Kratzer und Ruckzuckhieb!“
    Alexander konnte aufgrund der Typen und er Attacken, die seine Pokémon beherrschten, keine anderen Attacken einsetzten.
    ‚Und Einwechseln fällt auch aus‘, dachte er grimmig.
    „Beenden wir es“, meinte Nidokings Besitzer.
    „Toxin!“, riefen beide.
    Panpyro und Riolu wurden von den lilalen, dampfenden Pfützen getroffen.
    Die beiden gingen zu Boden, und kamen nur mit Mühe wieder auf die Beine. Sie stöhnten vor Schmerzen.
    Alexander biss sich auf die Lippe.
    „Verdammt!“, zischte er durch die Zähne.
    „Beenden wir es“, sagte Nidokings Besitzer.
    Sie streckten die Arme nach vorn, ihre Lippen formten die Befehle, Alexander wollte seinen Pokémon zu Hilfe eilen, wollte sie austauschen.
    Doch da leuchtete die gesamte Lichtung im gleißenden Licht auf.
    Alexander konnte nichts mehr sehen. Die Männer riefen durcheinander.
    „Was ist das?“
    „Ich sehe nichts mehr!“
    „Was passiert da?!“
    Dann hörten die Rufe auf einmal auf, und das Licht erstarb nach ein paar Sekunden.
    Nachdem sich Alexanders Augen an die normale Helligkeit gewöhnt hatten, sah er sich um.
    Die Männer lagen ohnmächtig am Boden. Ihre Brustkörbe hoben und senkten sich. Ihre Pokémon waren verschwunden.
    Und Panpyro und Riolu hatten keine Verletzungen mehr.
    Misuteri beorderte gerade seine Pokémon zurück.
    „Was ist passiert?“, fragte Alexander.
    Misuteri schwieg. Dann sagte er:
    „Ich habe…“, er stockte, „…Guardevoir gebeten, den Männern ihr Gedächtnis zu löschen. Sie werden sich nicht mehr daran erinnern können, dass sie uns, und speziell dich, gesehen haben.“ Er drehte sich zu ihm um. „Du darfst niemanden davon erzählen, was hier passiert ist. Verstanden?“
    Alexander schauderte wegen dem Ernst in Misuteris Stimme.
    „Verstanden“, murmelte er.
    „Verschwinden wir von hier“, meine Misuteri, „die wachen bald wieder auf.“
    Er ging los, und nach kurzem Zögern folgte Alexander, begleitet von Panpyro und Riolu, ihn in den Wald.



    Es war später Nachmittag, als Misuteri plötzlich fragte: „Hast du noch andere Freunde?“
    Alexander erstaunte die Frage, doch er beantwortete sie Wahrheitsgemäß und erzählte ihn kurz von Barry und Lucius.
    „Und warum reist du nicht mit ihnen zusammen?“ Alexander überlegte kurz, und blickte dann an seine Seite, wo Panpyro und Riolu liefen.
    „Ich weiß nicht, warum ich alleine reise. Aber da ich es mit meinen Pokémon tue, würde ich nicht sagen, dass ich mich einsam fühle.“
    Misuteri nickte.
    Sie liefen noch eine Weile, dann blieb Misuteri plötzlich stehen. Alexander drehte sich zu ihm um.
    „Ich muss jetzt in die Richtung“, erklärte Misuteri und zeigte Richtung Westen.
    Alexander nickte. „Ich muss weiter nach Nord-Westen“, erklärte er. Misuteri nickte.
    „Also gut. Pass gut auf dich auf. Ich werde versuchen, dich nicht mehr mit in diese Angelegenheiten hineinzuziehen.“
    „Nein“, sagte Alexander entschlossen, „Wenn du meine Hilfe brauchst, kannst du auf mich zählen.“
    Misuteri verdrehte die Augen.
    „Na gut“, stimmte er letzten endlich zu, „Aber geh bitte kein unnötiges Risiko ein.“
    Er wollte gerade gehen, als Alexander ihm hinterherrief:
    „Der eine Kerl mit der Metallhand, kanntest du ihn?“
    Misuteri drehte sich um.
    „Ich bin ihm und einen anderen von dieser Organisation in den Bergen dort begegnet, die wir umgangen haben“, dabei deutete er auf das Gebirge, „Dort habe ich versucht, ihn loszuwerden, und dieser Organisation gezeigt, was passiert, wenn sie versuchen, mich zurückzuholen.“
    Das ließ Alexander so im Raum stehen. „Dann pass du aber auch auf dich auf. Nicht, dass ich dich nie wieder sehe.“
    „So schnell lass ich mich nicht schnappen“, grinste Misuteri.
    Alexander hielt ihm die offene Hand hin. Misuteri zögerte, dann nahm er seine Hand und schüttelte sie.
    „Wir sehen uns“, meinte Alexander. „Verlass dich drauf“, sagte Misuteri. Dann drehte er sich um und verschwand im Unterholz.
    Alexander blickte im noch nach, dann schlug er den Weg in Richtung Marmoria City ein.
    ‚Ich muss stärker werden‘, dachte Alexander verbissen. ‚Ich brauche mehr Pokémon. ‘



    Misuteri lief ein wenig durch den Wald.
    Dann blieb er stehen, und blickte nach rechts durch den Wald. Dort sah er Alexander durch das Unterholz streifen, begleitet von Panpyro und Riolu.
    „Es war also ein Riolu, dass aus dem Ei geschlüpft ist“, murmelte er, „Er hat sich verzweifelt daran geklammert, selbst als er ohnmächtig war.
    Wenn ich damals nicht seinen Sturz abgebremst hätte, wäre er jetzt nicht mehr am Leben.“
    Misuteri schaute noch kurz Alexander hinterher, dann schlug er den Weg nach Vertania City ein.


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    Ihr könnt, wie immer, gerne eine Kritik hier im Topic hinterlassen.
    Ich bin nächste Woche in Rom, deswegen kann ich die nächsten Kapitel erst nach meiner Rückkehr am 1. Juni verfassen. Ich bitte dies zu entschuldigen.

  • Hallo liebe BB's, Leser, treue Leser, Fans, und Hater, auf die ich sch*ße, ^_^


    Das hier sollte das Vorwort von Kapitel 9 werden, doch als mir aufgefallen ist, wie lang das Vorwort wird, hab ich beschlossen, es separat zu machen.


    Zunächst einmal möchte ich mich dafür entschuldigen, dass solange kein neues Kapitel mehr kam. Ich war in den Vorbereitungen für die Abschlussprüfung und die hat meine volle Aufmerksamkeit erfordert. Ich kann vor Glück sagen, dass ich überhaupt noch auf BB aktiv sein konnte.
    Seit knapp zwei Wochen sind die Prüfungen vorbei, doch da fehlte mir, wenn ich ehrlich sein will, die Motivation.


    Desweiteren möchte ich jetzt ein paar Dinge ankündigen:
    Da ich meinen Abschluss geschafft habe, bin ich ab dem 1. September in der Ausbildung. Ab dann möchte ich endlich meinen Lebenstraum erfüllen, den ich seit Jahren aufschiebe. Und zwar das schreiben meines Buches. (ich spiele sogar mit den Gedanken, die Kapitel hier auf BB zu veröffentlichen)
    Das wird meine Aufmerksamkeit fordern, sodass ich diese FanFiction (wird das so geschrieben?) bis dahin zu Ende bringen möchte.
    Das bedeutet, dass ich diese FanFiction (wird das so geschrieben?), die ohnehin schon mit 50(!) Kapiteln zu lang gewesen wäre. Aus diesen Grund habe ich Pokémon Adventures um einige Kapitel runtergekürzt. In Zukunft werden nur noch wichtige Arenakämpfe und andere Kapitel, die wichtig sind erscheinen.


    Aber natürlich soll das nicht meine einzige FanFiction (wird das so geschrieben?) gewesen sein. Ich habe noch ein paar andere erscheinen. Im Moment habe ich zwei im Kopf, aber ich bin mir nicht sicher, welche ich davon niederschreiben soll. Deswegen frage ich einfach euch, indem ich euch den Titel der beiden sowie eine Kurzbeschreibung gebe:


    Pokémon Adventures The next Generation
    Fünf Jahre sind seid den Reisen von Alexander vergangen. Was machen die jungen Trainer inzwischen?


    Pokémon OLP Generation
    Die Menschen von Kanto, Johto, Hoenn und Sinnoh leben ein normales, friedliches Leben. Nur die wenigsten von ihnen wissen, dass sich die Vereinten Regionen am Rande eines Krieges mit der sogenannten "Pokémon Company" befindet. Doch die Vereinten Regionen verfügen seit dem Weltkrieg mit der Organisation vor 70 Jahren über kein Heer. Erneut sehen sich die Vereinten Regionen gezwungen, sich an die Geheimorganisation OLP zu wenden, die schon in dem Weltkrieg die Pokémon Company zurückzuschlagen.
    Doch als sich die Agenten der OLP auf den Krieg vorbereiten, müssen sie erkennen, dass nicht nur das Schicksal der Vereinten Regionen, sondern der ganzen Welt auf dem Spiel steht.
    Denn der Krieg zwischen Licht und Finsternis droht erneut wieder auszubrechen...


    Soweit, so gut.
    Doch neben diesen FanFictions (wird das so geschrieben?) habe ich noch anderes vor.
    Zunächst will ich endlich "Arriors Zeichenecke" online bringen, meinen Bereich für meine Artworks und anderen Werken (unter anderem von meinem Buch Mission Camelot)
    Außerdem möchte ich auch meinen Manga "Overworld" zeichnen, den ich selbstverständlich auch hier auf BB veröffentlichen werde.


    Ihr seht also, ich habe noch eine Menge vor. ^_^


    Kritik und Meinungen zu meinen Plänen könnt ihr immer gerne an meine Pinnwand schreiben. :grin:


    Jetzt hab ich euch aber lange genug eure Zeit gestohlen, ich wünsche euch viel Spaß mit Kapiten 9. ^_^


    LG, euer (Dragon D. ) Arrior

  • Kapitel 9
    Gewitter im Wald


    Ein Blitz leuchtete über den dunklen, mit schwarzen Wolken verhangenen Himmel.
    Alexander zuckte unwillkürlich zusammen, als der Donner den Boden erzittern ließ. Auch Panpyro und Riolu schraken zusammen, und hielten sich die Ohren zu.
    Dazu prasselte der Regen in Strömen vom Himmel, und die Temperatur war um einige Grad runtergegangen. Alexander zog die Beine näher an sich heran, damit seine Hose nicht nass wurde, und versuchte sich bequemer auf die Wurzel des Baumes zu setzen. Die Lichtung, auf der Alexander sein Abendessen machen wollte, war inzwischen mit Pfützen übersät.
    Auf einer dieser Pfützen trieb die Alufolienplatte, auf der das Stück Brot langsam aufgeweicht wurde und zerlief. Auch Panpyro drückte sich näher an den Baum, und versuchte, die Flamme auf der Spitze seines Schweifes vor den Regentropfen zu schützen.
    „Du magst echt kein Wasser, oder, Kumpel?“, fragte Alexander leicht im Scherz. Seitlich von sich bemerkte Alexander erneut das Leuchten eines Blitzes, doch es kam kein Donner. Er schaute in die Richtung aus der das Leuchten kam, und sah einen Blitz. Der kam aber nicht vom Himmel, sondern vom Boden.
    „Was zum…“, zischte Alexander, als ein weiterer Blitz über den Himmel zuckte und ein Donner durch den Wald hallte. Der Regen wurde stärker, und es tropfte aus dem Blätterdach über ihn. „Das wird eine lange Nacht“, sagte Alexander zu sich, zog die Jacke enger zusammen und versuchte zu schlafen, was ihm erst spät in der Nacht gelang.



    Der nächste Morgen kam viel zu früh. Alexanders Beine waren verspannt, und er selbst fror bis auf die Knochen. Panpyro und Riolu schmiegten sich an ihn, schliefen scheinbar noch.
    „Ach ihr zwei“, schmunzelte Alexander. Er bewegte sich vorsichtig und sah sich auf der Lichtung um. Der starke Regen hatte inzwischen aufgehört, aber die Lichtung hat sich in ein Matschfeld verwandelt. Alexander stöhnte vor Schmerzen, als er seine Beine voll ausstreckte und versuchte aufzustehen.
    Als er einen Schritt gehen wollte, bemerkte er, dass sein Fuß im Schlamm steckte.
    „Na ganz toll“, brummt er, als er versuchte, seinen Fuß aus den Schlamm zu ziehen. Er setzte sich wieder auf die Wurzel und griff nach seinen Rucksack, der auf der Wurzel neben ihn lag. Im Gegensatz zu seinen Besitzer war der Rucksack trocken geblieben. Panpyro und Riolu sprangen auf den Wurzeln herum und trugen eine Art Scheinkampf aus. Alexander kramte in seinen Rucksack und holte ein Stück Toast raus. Als er gerade Panpyro darum bitten wollte, seinen Toast zu rösten, als ein Blitz über den Himmel zuckte.
    Doch es war kein Donner zu hören, und als Alexander in die Richtung sah, entdeckte er einen Blitz, der vom Boden kam.
    „Da stimmt doch was nicht“, murmelte Alexander. Dann verschwand der Blitz auch wieder.
    Alexander beschloss gerade, die Sache nicht weiter zu beachten, als erneut der Blitz vom Boden aus in den Himmel schoss. Alexander blickte das Stück Toast in seiner Hand an, hörte seinen Magen knurren, und blickte wieder in die Richtung, aus der der Blitz kam.
    „Ach verdammt“, sagte Alexander, steckte den Toast weg, und schulterte den Rucksack. Panpyro und Riolu unterbrachen ihren Kampf und schauten ihn an.
    „Gehen wir und sehen uns das mal an“, meinte Alexander, nicht ganz von seinem Vorhaben überzeugt.



    Der Vertania Wald unterschied sich nicht großartig von den Wäldern, in denen Alexander die letzten Tage gewandert war.
    Der einzige sichtbare Unterschied waren die breiteren Wege, die durch den Wald führten. Dazu gab es immer wieder ein paar Informationsschilder, die darauf hinwiesen, dass die Besucher des Waldes keinen Müll oder ähnliches zurücklassen sollen.
    Im Vertania Wald, so hatte Alexander festgestellt, gab es keine wilden Bäume. Sie alle waren von derselben Baumart und sogar in einem erkennbaren Muster angeordnet. Doch das, so glaubte der junge Trainer, fiel ihm nur auf, weil der so lange in „wilden“ Wäldern unterwegs war.
    Die breiten Waldwege mied er aber, da die durch den Regen sich in Schlamm verwandelt hatten. Also ging er durch das Gras, das sich seitlich der Wege befand. Dadurch wurden zwar seine Schuhe nass, da das Gras selbst noch vom Regen nass war, aber er hatte erkannt, dass nasse Schuhe, die später wieder trocken werden können, als verschlammte Schuhe, die er davor auch noch putzen musste. Panpyro und Riolu liefen neben ihm und tollten herum. Auch wenn Alexanders eigentliches Ziel das Ende des Weges ist, sah er sich immer wieder nach dem Blitz um, der immer wieder vom Boden aus in den Himmel schoss. Je näher Alexander dem Waldrand kam, desto besser konnte er den Blitz sogar hören.
    Als er den Blitz einmal hörte, aber nicht mehr sah und zurückschaute, sah er ihn seitlich des Weges über die Baumwipfel schießen. Alexander schaute den Weg entlang, der aus dem Wald führte.
    „Ach verdammt“, meinte er, dann schlug er den Weg in die Richtung ein, aus der der Blitz kam.



    Alexander schlug sich durch das Unterholz.
    Er hatte gehofft, nie wieder abseits von Waldwegen unterwegs zu sein, doch der Blitz hatte sein Interesse geweckt und die Neugier hat ihn gepackt.
    Panpyro und Riolu folgte ihm, sahen sich immer in der Umgebung um. Immer wieder leuchtete der Blitz auf, und lotste ihn in die richtige Richtung.
    Plötzlich öffnete sich der Wald, und es tat sich eine Lichtung vor Alexander auf.
    Auf der Lichtung sah er etwas, das ihn den Atem raubte.


    Eine gigantische, runde Maschine stand auf der Lichtung.
    Nicht größer als zwei Meter und nahm fast die gesamte Lichtung ein. Auf der Maschine war in einer Art Kugel befestigt, die nur aus Streben bestand, sodass man in das Innere der Kugel schauen konnte. Im dieser wahr ein Pikachu, dass mit Kabeln an die Maschine angeschlossen war. Elektrizität floss durch die Kabel in die Maschine.
    Plötzlich rief das Pikachu aus, und ein Blitz schoss in den Himmel. Dann blickte sich Alexander auf der Lichtung um, und sah die Männer mit den grünen Streifen auf den Anzügen.
    „Das gibt’s doch nicht“, zischte Alexander, „die schon wieder!“
    Und um den ganzen die Krone aufzusetzen, war scheinbar nicht nur der Glatzkopf mit der Tätowierung, sondern auch der Kerl mit der Hand aus Metall. Ein dritter Mann war ebenfalls anwesend, der scheinbar von den beiden Befehle entgegen nahm.
    „Doktor Codera hatte recht“, sagte der Mann mit der Metallhand zufrieden, „Die Werte entsprechen ganz der Simulation. Nur noch ein paar Testläufe, und wir können unsere Zelte abbrechen.“
    „Dieses Sprichwort ist mehr als fragwürdig“, meinte der Glatzkopf Cole, im selben, unbeteiligt Tonfall wie schon auf der Eiseninsel, „Immerhin haben wir keine Zelte hier.“
    Der Mann mit der Metallhand schaute Cole an, als sei er von einem anderen Stern.
    „Wie auch immer“, meinte er, und reichte sein Datenpad den dritten Mann. „Wie gesagt, wir machen noch drei Testläufe, Sie bringen schon mal die Bomben an.“
    „Ja Colonel Mox“, sagte der dritte Mann, „Soll ich auch die Bomben auch an Pikachu anbringen?“
    „Ja, wäre besser“, meinte Mox nachdenklich, „Ich habe Gerüchte gehört, dass zwei von Giovannis Untergebenen mit einem sprechenden Mauzi in das Pokémon-Center von Vertania City eingedrungen sind. Die Aufnahmen der Kamera gehen durch die Kreise der Wissenschaft, schon bald könnte es von sprechenden Pokémon nur so wimmeln. Und wenn das Pokémon von einem Trainer gefangen wird und es redet, haben wir ein großes Problem.“
    „Meinen Sie das ernst, Sir?“, fragte der dritte Mann unsicher.
    „Natürlich nicht, Sie Trottel!“, brüllte Mox den dritten Mann an, „Als ob so etwas passieren würde! Davor können Milktank’s Fliegen erlernen! Und jetzt fangen sie an, bevor ich zur Bombe werde und die an Ihnen anbringe!“
    „Ja Sir. Sofort Sir“, sagte der dritte Mann, steckte das Datenpad weg und holte ein paar kleine Halbkugeln aus einer Kiste, und begann, sie an der Maschine zu befestigen.
    „Die wollen das Pikachu töten“, flüsterte Alexander. Panpyro und Riolu schienen damit auch nicht sehr zufrieden zu sein, zumindest ließ das leise Knurren ihres Namens darauf schließen.
    Da gingen Cole und Mox um die Maschine herum, und kamen dabei Alexander nahe genug, dass er sie verstehen konnte.
    „Schon bald hat Olympus eine neue autarke Energiequelle“, meinte Mox zufrieden, „Eine Energiequelle, die keinen radioaktiven Abfall produziert, keine fossilen Brennstoffe verbraucht und dabei nicht die Umwelt verschmutzen; eine Energiequelle, die nicht auf die Launen der Natur mit Sonne, Wind und Wasser angewiesen ist. Das einzige, was wir brauchen, sind Elektro-Pokémon, die wir, wenn sie ausgepowert sind, mit den Medizinmischungen vollgepumpt werden, sodass sie innerhalb von wenigen Stunden wieder Elektrizität erzeugen. Rund um die Uhr Energie. Die OLP hat keine Chance. Der Krieg ist bald geschlagen.“ Cole nickte bestätigend.
    „Wo sollen die alten Reaktoren eigentlich gesprengt werden? Im Johto Hauptquartier? Im Hoenn Hauptquartier?“
    „Das weiß ich nicht“, sagte Cole teilnahmslos, „Das wissen nur die oberen.“
    Plötzlich drehte er sich um und sah in Alexanders Richtung.
    „Kaum zu glauben, dass ich dich nach der Eiseninsel hier nochmal treffe“, meinte er im identischen Tonfall, „Wie lange willst du dich verstecken?“
    Alexander gab sein Versteck auf und ging mit Panpyro und Riolu auf die Lichtung.
    „Kennen sie diesen Jungen, Sergeant?“, fragte Mox.
    „Allerdings“, erklärte Cole, „Ich habe ihn auf der Eiseninsel in Sinnoh getroffen. Da hat er mir beim Wildern von Pokémon einen Strich durch die Rechnung gemacht.“
    Er schnippte mit den Fingern, und wie auf Kommando erschien der dritte Mann.
    „Kümmere dich um ihn“, befahl Cole.
    „Ja Sir.“ Der dritte Mann ging auf Alexander zu.
    „Riolu, Ruckzuckhieb!“, befahl dieser. Riolu preschte vor, und der dritte Mann zuckte zurück.
    „Okay, wie du willst“, meinte dieser, zückte einen Pokéball und ließ ein Lektrobal erscheinen.


    „Riolu, Ruckzuckhieb!“, befahl Alexander. Riolu sprintete vor und traf Lektrobal.
    „Walzer!“, befahl sein Gegenüber.
    Riolu war zu nah an Lektrobal, um noch ausweichen zu können.
    Riolu wurde getroffen und flog durch die Luft.
    Trotzdem schaffte es Riolu noch, auf seinen Beinen zu landen.
    Gerade als Alexander einen Befehl geben wollte, reagierte Riolu von selbst, und jagte erneut auf Lektrobal mit Ruckzuckhieb zu und traf.
    „Sehr gut gemacht Riolu!“, rief Alexander.
    „Glaub ja nicht, dass mich das aus der Ruhe bringt“, knurrte der dritte Mann, während Lektrobal über den Boden kullerte, „Walzer!“
    Lektrobal kullerte weiter, doch jetzt kontrolliert, und es rollte auf Riolu zu.
    „Setzt Konter ein!“, rief Alexander.
    Riolu blieb stehen, ließ sich treffen, landete sicher, sammelte Energie in seiner Faust und hieb damit nach Lektrobal. Es traf, Lektrobal flog durch die Luft und kullerte über den Boden.
    „Du sollst dich um ihn kümmern und nicht mit ihm spielen“, sagte Cole plötzlich.
    „J-Ja, Sir“, sagte der dritte Man verunsichert, „Tja, Kleiner, ich weiß war nicht was du da tust, aber unser ‚Spiel‘“, und dabei machte er mit seinen Fingern Anführungszeichen, „ist vorbei.“ „Wer hat gesagt, dass ich spiele?“, fragte Alexander mit einen Grinsen, „Panpyro, jetzt!“
    Wie auf Kommando drehten sich alle zur Maschine um.
    Auf die war inzwischen Panpyro geklettert und stand direkt vor der Kugel, indem sich das Pikachu befand. Auf Alexanders Befehl hin setzte es Tempohieb ein und zerstörte die Kugel.
    Pikachu entfernte die Kabel von seinen Backen. Dann schlug Panpyro ein Loch in die Maschine.
    „Hey Pikachu!“, rief Alexander, „Wenn du es diesen Kerlen heimzahlen willst, dann setzt doch deinen Donnerblitz auf die Maschine ein!“
    Pikachu überlegte kurz. Dann erschien ein Grinsen auf seinem Gesicht und sprang in die Luft.
    „Pikachuuuu!“ Ein Donnerblitz wie er im Buche steht fuhr auf die Maschine nieder.
    Panpyro sprang von der Maschine, gerade rechtzeitig, bevor die Maschine explodierte. Die Druckwelle der Explosion schleuderte alle auf der Lichtung von den Füßen.
    Alexander sprang kurz vor der Explosion vom Boden ab und schaffte es gerade so, Panpyro aus der Luft zu fangen, bevor er auf den Boden aufschlug.
    Rauch und Feuer stiegen von den Überesten der Maschine auf und trieben über die Lichtung.
    Alexanders Ohren taten weh, als er sich wieder aufrappelte. Die drei Männer waren am nächsten der Explosion.
    Nun lagen sie bewusstlos auf der Lichtung und rührten sich nicht.
    Alexander sah sich nach Panpyro und Riolu um. Die beiden standen neben ihm, von der Explosion ein wenig verwirrt.
    „Wir sollten von hier verschwinden“, meinte Alexander. Plötzlich kam das Pikachu auf ihn zu. Es hatte ein Lächeln auf den Lippen.
    Erst da viel Alexander auf, dass es auf dem linken Ohr auf der schwarzen Spitze einen kleinen, gelben Strich hatte das senkrecht auf den Rest des gelben Ohrs zulief.
    Alexander schaute zu den Männern.
    „Wenn du nicht wieder geschnappt werden willst, solltest du lieber von hier verschwinden“, meinte Alexander. Pikachu schaute ihn noch kurz an, dann verschwand es im Gebüsch.
    „Und wir sollten auch verschwinden“, sagte Alexander zu Panpyro und Riolu. Als er ins Gebüsch ging, fragte er sich:
    „Mit wem rede ich hier überhaupt?“



    Als sich die Sonne dem Horizont neigte, die Schatten länger wurden und der Himmel orange wurde, erreichte Alexander endlich den Waldrand.
    Er schaute in die Ferne und entdeckte am Rand des Gebirges Marmoria City.
    „Endlich“, sagte Alexander, und er fühlte, wie ihm jemand hundert Zentner Gewicht von seinen Schultern genommen.
    Alexander wollte gerade den Weg nach Marmoria City bewältigen, als er ein
    „Pikachu“ hinter sich hörte.
    Er drehte sich um, und da stand tatsächlich das Pikachu, dass er aus der Maschine gerettet hat.
    „Bist du etwa mir bis hierher gefolgt?“, fragte er leicht im Scherz.
    „Pikachu.“
    „Ahaa…“
    Alexander überlegte kurz. Dann lächelte er.
    „Willst du meinem Team beitreten? Willst du mit mir auf eine Reise gehen?“
    Pikachu hob seinen Arm und lächelte. Alexander erwiderte es.
    „Na dann“ Er zückte einen Pokéball und Pikachu berührt ihn. Pikachu verschwand in diesem, und nach dreimaligem Blinken rührte sich der Pokéball nicht mehr.
    „Willkommen im Team, Pikachu“, lächelte Alexander, befestigte den Pokéball an seinem Gürtel und machte sich auf den Weg nach Marmoria City.



    Mox erwachte langsam. Sein Kopf schmerzte, und ihm tat alles weh.
    „Dieser verlogene kleine…“, knurrte er.
    „Hätte ich mir ja denken können, dass bei der Menge von euch Anzugträgern er früher oder später in euch läuft“, sagte jemand nicht weit entfernt von ihm.
    Mox sah sich um und erblickte Misuteri über sich.
    „Du bist…!“, rief er aus.
    Da packte Misuteri den Kopf von Mox seitlich mit seinen Händen, die plötzlich aufleuchteten.
    „Dann muss ich dein Gedächtnis erneut löschen, wie du das deinen Vorgesetzten erklärst, kann du dir ja überlegen“, knurrte er.
    Mox packte Misuteris Handgelenke, doch er hatte keine Kontrolle über seinen Körper und aus seinem Mund kam nichts anderes als abgehackte Laute.
    Dann verdrehten sich Mox Augen und er wurde ohnmächtig.
    Misuteri ließ seinen Kopf los und ging zu den anderen. „Und nun zu euch.“




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    Wie immer dürft ihr gerne eine Kritik in diesem Topic hinterlassen.
    Das nächste Kapitel wird in den nächsten Tagen erscheinen, freut euch drauf (wenn ihr wollt)

  • Hallo BB's, Leser, treue Leser und Hater, auf die ich sch*ße ^_^


    Ich schätze, die meisten haben es bereits bemerkt, aber ich habe diese FanFiction (wird das so... ach egal) nicht wie eigentlich angekündigt bis 1. September zu Ende geführt. Es gibt mehrere Gründe dafür, einer ist der, das mir den gantzen August über Inspiration und Motivation gefehlt hat, um diese FanFiction weiterzuführen.


    Da ich im Moment außerdem durch den Beginn meiner Ausbildung verdammt viel um die Ohren habe, fehlt mir noch zusätzlich Zeit, diese FanFiction weiterzuführen.



    Das bedeutet, das Pokémon Adventures bis auf weiteres auf Eis liegt

    Ob, und vorallem wann, ich diese FanFiction weiter-/zuende führe, kann ich derzeit noch nicht sagen, aber den Fan-Fiction-Bereich oder das Schreiben an sich habe ich noch lange nicht aufgegeben ^_^


    Also dann, wir sehen uns ^_^


    (Dragon D.) Arrior