P. G. A. – Die Wege der Freiheit

Die Insel der Rüstung erwartet euch!


Alle Informationen zum ersten Teil des Erweiterungspasses "Die Insel der Rüstung" findet ihr bei uns auf Bisafans:

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  • Die Wege der Freiheit



    Das kleine Herz schlägt emsig in der Brust des Staralili. Männer und Frauen in weißen Uniformen haben es umzingelt und Kramurx versperren den Weg in die Freiheit, kesseln es immer weiter ein, reißen mit ihren nach unten gebogenen Schnäbeln Feder um Feder aus, fügen ihm immer wieder Schmerzen zu. Sie tun das nicht, um es zu fangen, sie tun es aus Freude, sie machen das, was ihnen gefällt, denn die Welt, wie sie sie jetzt noch kennen, wird bald nicht mehr sein. Das Staralili wird ohnehin niemand vermissen, es ist nur eines unter vielen. Ein unwichtiges Leben ohne jegliche Besonderheiten. Und das Herz, es rast, rast immer weiter, bis der kleine Vogel keine Federn mehr am Leibe trägt. Das Herz rast und dann stoppt es. Ein weiterer Schlag. Es setzt aus. Vorbei.


    Die Wolken am Kraterberg ziehen sich zusammen und violette Blitze schlagen in die Spitze ein. Der Anführer der Verbrecherorganisation steht kurz vor der Vollendung all seiner Träume. Auch sein Herz rast. Doch seines rast vor Vorfreude auf eine neue Welt. Nur zwei Menschen stehen ihm jetzt noch im Weg, die sich gegen ihn verbündet haben, um seinen glorreichen Plan zu durchkreuzen. Seine Kommandanten sind geschlagen, aber er begibt sich in eine Welt aus Dunkelheit, eine Zerrwelt, um seine Ideale umzusetzen, die das Leben aller Regionen innerhalb eines Wimpernaufschlags beenden sollen. Er ist am Ziel angelangt, als die beiden - lediglich Kinder - sich ihm in den Weg stellen, all ihre Pokémon einsetzen, um Menschen wie Pokémon zu schützen und zerstören alles, was er jemals aufgebaut hat. In der Nähe ein Mann im braunen Mantel, der ihn abführen will, als er sich tiefer in diese Welt begibt und in den Schatten verschwindet.


    Der Mann in seinem braunen Mantel heißt LeBelle. Er ist Kommissar eines Geheimdienstes. Ein Agent der Pokémon Guardian Agency, auch Internationale Geheimpolizei genannt. Im Verborgenen und hinter vielen Gesichtern leben sie ein Leben, um das aller anderen zu schützen. So gut wie niemand weiß von ihnen; doch sie sind da, um die Menschen und Pokémon mit all ihren Fehlern und Schwächen zu retten.



    Wichtige Informationen



    Diese Geschichte ist vielmehr eine Sammlung als eine einzige Geschichte. Sie baut auf einem Hauptstrang auf und mehreren verschieden langen Nebensträngen, die zum Ende hin ein gemeinsames Finale bilden. Die meisten Stränge haben verschiedene Hauptcharaktere und sind aus verschiedenen Sichten geschrieben. Dabei wird jedoch immer zu Beginn genau angezeigt, um welchen Strang es sich handelt. Jede Geschichte hat einen anderen eigenen Leitfaden, andere wichtige Themen und andere Verbrecherorganisationen.


    Am häufigsten taucht die Geschichte Zoé auf, deren Hauptsetting Illumina City darstellt. Die Geschichte spielt ein paar Monate nach Lysanders Ableben bei der Explosion in Cromlexia und wird nicht direkt auf Team Plasma eingehen. Im zweiten Teil des Startposts werden mehr Informationen zu der Geschichte und den Charakteren geliefert.


    Sechs weitere Stränge, von denen zwei aus weniger als fünf Kapiteln bestehen werden, spielen in anderen Regionen und werden sich mit anderen, teilweise bereits bekannten Charakteren näher auseinandersetzen und ihnen neue Facetten verleihen.



    Benachrichtigungen



    Sollte jemand informiert werden wollen, wenn neue Kapitel eingestellt worden sind, kann er sich melden und wird hier (für meine Übersicht) gekennzeichnet.


    @Obelisk
    @Rusalka



    Inhaltsverzeichnisse



    Zoé — Wunderland



    Kapitel 1
    Kapitel 2
    Kapitel 3
    Kapitel 4



    Zwischenspiele



    Zwischenspiel zu Blau, Teil 1
    Zwischenspiel zu Cynthia, Teil 1


    Im nachfolgenden Post finden sich alle plot-relevanten Inhalte, die bisher wichtig sind. Dieser wird immer wieder erweitert, um ein möglichst spoilerloses Geschehen zu ermöglichen.


  • Plot-Relevantes



    Im folgenden Startpost finden sich alle wichtigen Informationen zu relevanten Inhalten der Handlung zu den insgesamt sieben Strängen. Zuerst folgen allgemeine Punkte, daraufhin gekennzeichnet welche zu den angegebenen Geschichten.




    Was ist die P. G. A.?



    Die Pokémon Guardian Agency, die in einigen Regionen auch schlicht als die Internationale Geheimpolizei bekannt ist. Ihre wichtigste Aufgabe besteht darin, Verbrechersyndikate und Organisationen zur Strecke zu bringen, um so den Frieden der Regionen zu sichern und den Schutz der Menschen und Pokémon zu gewährleisten. Jede größere Region beherbergt eine Zentrale, von denen aus die sog. Chiefs oder Leiter, die oftmals Symbole der Stärke ihrer Region sind, also beispielsweise (ehemalige) Champs oder Kampf-Koryphäen, die Agentinnen und Agenten auf Missionen zu schicken.
    Auf internationaler Ebene gibt es noch zwei Ränge über ihnen, die die Geschehnisse weltweit unter Kontrolle haben und über neue Chiefs ein finales Wort haben. Insgesamt baut das System auf einem Elf-Level-System auf, bei dem Agenten mehr Zugriffe haben, je höher ihr Level in der Organisation ist.



    Hierarchie der P. G. A.



    [tabmenu]
    [tab=Agenten in Ausbildung]
    [subtab=Erläuterung]
    In der P. G. A. ist allen Agenten die Sicherheit junger Rekruten sehr wichtig. Damit diese nicht Gefahr laufen, bei den ersten Missionen zu sterben, wurden drei Akademien errichtet, die für Anwärter offen stehen, um dort innerhalb von drei Jahren alles zu lernen, was sie brauchen, um sich vor Feinden effektiv zu schützen. Weiteres zu den Akademien im Tabmenu zu den Akademien.
    [subtab='Level 1 „Juniors/Freshmen“']

    Juniors sind alle Anwärter bei der PGA, egal ob Schüler der Akademien oder neue Agenten, die vorher nicht auf einer der Akademien waren.
    [subtab='Level 2 „Sophomores/Midmen“']

    Midmen sind in der Mitte ihrer Ausbildung und werden besonders in Kampfsportarten oder Wissenschaften und dazu Kämpfen trainiert. Dieser Rang kann nur in den Akademien erreicht werden.
    [subtab='Level 3 „Seniors/Beginners“']

    Seniors sind Level-3-Mitglieder der PGA und meist im letzten Jahr einer der Akademien. Sie erhalten Zugang zu ersten besonderen Dateien und das Recht auf echte Missionen, solange sie mit ranghöheren Agenten zusammenarbeiten. Dieser Rang kann nur in der Akademie erreicht werden, gilt aber als richtiger Agenten-Rang.
    [tab=Rangniedrige Agenten]
    [subtab=Erläuterung]
    Nur der Level-4 und Level-5-Rang wird als rangniedrig bezeichnet. Die meisten Agenten befinden sich die ersten Jahre auf diesem Rang.
    [subtab=Level 4 „Agenten“']

    Der zweitniedrigste wirkliche Agenten-Rang. Mitglieder des Ranges finden sich nur in Teams oder in den Basen, teilweise als Schüler der Level-7- oder ranghöheren Agenten. Sie haben nie längere Erfahrung, können aber auch auf Level 4 zurückgestuft worden sein, wenn sie Vertrauensbruch begangen haben oder zurückgestuft werden wollten, um Traumata in der Zeit zu überwinden.
    [subtab='Level 5 „Delta-Agenten“']

    Level-5-Agenten sind nie alleine anzutreffen, wenn sie nicht spezielle Aufträge dafür erhalten haben. Es befinden sich durchschnittlich doppelt so viele Level-5-Agenten in der PGA als ranghöhere Agenten zusammen. Teilweise arbeiten sie auch als Ausbilder oder Trainer in den Akademien für neue Anwärter, nur selten finden sie sich als Teamleiter, können aber auch dazu berufen werden. Um ihre Stärke trotz ihres recht niedrigen Rangs zu symbolisieren, wird ihr Rang in Anlehnung an die drei höheren Ränge bezeichnet.
    [tab=Elite-Agenten]
    [subtab=Erläuterung]
    Die Agenten von Level 6 bis 8 werden auch als Elite-Agenten bezeichnet, da sie berechtigt sind, ohne Partner oder ganze Teams auf Missionen zu gehen und Teams mit Agenten zu leiten.
    [subtab='Level 6 „Gamma-Agenten“']

    Die Level-6-Agenten sind die rangniedrigsten Agenten, die alleine auf normale Missionen gehen können, obwohl rangniedrigere Agenten auch temporäre Berechtigungen dazu erhalten können. Sie sind meist als Feld-Agenten ausgebildet und starke Trainer, die nur von Vize-Chiefs oder höher berufen werden können. Die meisten Level-6-Agenten finden sich dennoch in Teams, nicht alleine oder mit einem einzigen Partner, können es jedoch theoretisch dennoch.
    [subtab='Level 7 „Beta-Agenten“']

    Die Level-7-Agenten sind gut ausgebildete und erfahrene Agenten, die meist Einsatzteams leiten, in Duos arbeiten oder in seltenen Fällen sogar alleine. Sie finden sich immer im aktiven Einsatz und sind gut geschult im Kampf mit Waffen und dem eigenen Körper sowie mit den Pokémon. Außerdem erhalten sie eine besondere Schulung in den Bereichen des Verhörens und des Widerstands (bei Verhörungen und auch in scheinbar ausweglosen Situationen). Sie übernehmen generell nur wenige Verwaltungsaufgaben.
    [subtab='Level 8 „Alpha-Agenten“']

    Die Alpha-Agenten sind die stärksten Agenten im regulären Dienst und arbeiten oft als Vize-Chiefs (die jedoch anders als normale Level-8-Agenten Agenten bis auf Level 6 befördern können) oder bei den schwersten und gefährlichsten Missionen, unter anderem beim Untergraben und Zerschlagen feindlicher Syndikate, beim Beenden großer Geiselnahmen, bei Kriegspräventionen und so weiter. Sie haben Zugang zu etwa 80% der Dateien und sind bei den meisten Missionen vertreten. Ein Agent muss mindestens Level-8-Status besitzen, um eine mobile Basis leiten zu können.




    Zoé Garion Lukas Bennett Mark Stine Flavia Fler Wibke Volante
    Kalos Kalos Hoenn Hoenn Hoenn
    - - - Leiterin 'Silver Lining' Pilotin 'Silver Lining'
    - - Zebritz
    Stahlos
    Glurak
    Austos
    Qurtel
    Quappo
    - -
    Neil Assombrir Cato Vagen Felix ? ?
    Oblivia Kanto Einall ? ?
    Leiter 'Sky Dive' Vize-Leiter 'Sky Dive' Vize-Chief ? ?
    - - - ? ?



    [tab=Ranghöchste Agenten]
    [subtab=Erläuterung]
    Die P. G. A. ist eine riesige Organisation, die weltweit agiert und in vielen Regionen Chiefs einsetzt, die das Tagesgeschäft der Einheiten der Regionen regeln und zum laufen bringen. Diese Agenten sind meist als Legenden der Pokémon-Trainer bekannt und waren häufig selbst einmal Champs oder ähnlich starke Trainer.
    [subtab='Level 9 „Chiefs“']

    Jede größere Region besitzt einen eigenen Leiter der Organisation, der Chief genannt wird. Sie sind nach den drei Kommandanten und dem Direktoren die höchsten Instanzen der Organisation und haben auf mehr als 90% der Dateien Zugriff. Jeder von ihnen hat das Recht, Level-8-Agenten zu befördern, die sie auch als Vize-Chiefs einsetzen können. Außerdem hat jeder von ihnen Befugnis, die mobilen Basen für sich zu nutzen, ebenso mehrere private Jets. Die meisten von ihnen sind Champs einer oder mehrerer Regionen, müssen das aber nicht in jedem Fall sein. Die genaue Zahl der Chiefs schwankt um die Hundert, oft spricht man aber nur von legendären Chiefs der größten Regionen (Kanto & Johto, Kalos, Sinnoh, Einall, Hoenn und wenige weitere).




    Blau Eich Professor Hastings Diantha Cynthia Calisto Farewell Primus Troy Trumm
    Kanto, Johto, Sevii Fiore, Oblivia Kalos Sinnoh, Almia Einall Orre Hoenn
    dauerhaft dauerhaft dauerhaft dauerhaft temporär temporär dauerhaft
    Feelinara, Starter
    Tauboss, erstes gefangenes Pokémon
    Rihornior, zweites gefangenes Pokémon
    Gewaldro, Geschenk Professor Birks
    Glurak, Geschenk seines Großvaters
    Impoleon, Geschenk Professor Eibes
    Manaphy, geschlüft aus einem Ei in Almia
    Drifzepeli, gefangen in Oblivia
    Schlapor
    Schlurplek
    Mamutel
    Brockoloss
    Guardevoir
    Resladero
    Viscogon
    Pumpdjinn
    Monargoras
    Amagarga
    Knakrack, stärkstes Pokémon
    Lucario, Aura-Pokémon
    Roserade
    Washakwil, Flug-Pokémon
    Milotic
    Glaziola
    Toxiquak, Signaturpokémon
    Galagladi
    Togekiss
    Golgantes
    Arkani
    Kramshef
    Venuflibis
    Skorgro
    Vivillon
    Mega-Metagross
    Panzaeron
    Stolloss
    Liliep
    Armaldo
    Lepumentas



    [subtab='Level 10 „Kommandanten“']

    Die drei Commander der PGA sind nach dem Direktor die höchste Instanz der Organisation und haben Zugriff zu allen Dateien außer den „Operation Blizzard“-Dateien, deren Herkunft niemand außer dem Direktor kennt. Sie haben die Befugnis Agenten zu Level-9-Agenten zu befördern und gelten als die stärksten Trainer und am besten ausgebildeten Agenten der PGA. Sie kümmern sich um das internationale Geschehen und müssen vor ihrer Beförderung mindestens Level-7-Agenten gewesen sein, nicht jedoch Chief einer Region. Sie können als einzige die mobilen Basen unter Agenten delegieren, während Chiefs sie nur temporär für sich nutzen können, sollten diese frei stehen.



    Rebecca Joy Derek „Storm“ Trumm Sapius Mider
    Kanto Hoenn Sinnoh
    Vize-Direktorin Stärkster Agent der PGA De facto Leiter des Skyfortress
    Ehemaliger Chief Einalls Ehemaliger Chief Orres und Hoenns Ehemaliger Chief Sinnohs
    Heiteira
    Kramshef
    Brutalanda
    Mega-Ohrdoch
    Florges (weiß)
    Chevrumm
    Rabigator
    Washakwil
    Blitza
    Rasaff
    Quaxo
    Zebritz
    Shardrago
    Golgantes
    Mega-Lucario
    Tandrak
    Florges (schwarz)
    Avalugg



    [subtab='Level 11 „Direktor“']

    Der Direktor der Pokémon Guardian Agency ist der Leiter über alle Agenten und oberste Befehlshaber der Organisation. Er hat Zugang zu allen Dateien und kann als einziger Agenten auf Level 10 befördern oder temporär Zugang zu Level-11-Dateien gestatten. Um Direktor zu werden, muss man zuvor ein Commander gewesen sein, nicht jedoch Chief. Es kann zu jeder Zeit nur einen Direktoren geben, jedoch zwei Agenten mit Level 11. Nur bei den gefährlichsten Aufträgen tritt er in Erscheinung. Nur Agenten über Level 9 wissen sonst, wo er sich befindet. Es ist außer seinem Namen und seinem Aussehen nichts über ihn oder seine Herkunft bekannt.



    Elias Barrett, Direktor der PGA
    Nachtara — Fiaro — Durengard — Dragoran — Despotar — Simsala
    [/tabmenu]




    Akademien der P. G. A.



    [tabmenu]
    [tab=X]Es gibt drei verschiedene Akademien der PGA, die Anwärter der P. G. A. besuchen können, um dort auf alle Begebenheiten des Agentendaseins vorbereitet zu werden. Das ist vor allem deswegen wichtig, damit junge, meist naive Trainer mit tollkühnen Träumen nicht sofort sterben, weil sie ihre Feinde unterschätzen. Zwei der Akademien sind direkt offen für alle Anwärter, die dritte jedoch erst für Absolventen der ersten beiden. Je nach Ausrichtung kommt nur eine der beiden Akademien in Frage.
    [tab=Triakademie]
    Die erste und größte Akademie ist die Triakademie, die man auch einfach ‘die Akademie’ nennt. Hier werden die Agenten ausgebildet, die keine wissenschaftlichen Einflüsse mitnehmen werden. Sie befindet sich in Kalos, wo auch Zoé und Lukas studiert haben. Die meisten Feldagenten waren hier. Geleitet wird sie von Narcisse, dem Wasser-Top-Vier der Kalos-Liga, und Major, einem geheimnisvollen älteren Mann, der einst eine Legende der PGA gewesen sein soll.
    [tab=Septerne]
    Die zweite Akademie wird Septerne genannt und befindet sich entsprechend ihres Namens in Septerna City. Wissenschaftler der PGA und Experten theoretischer Felder kommen hierhin, um ihr Wissen noch zu steigern, weswegen aber auch nur Anwärter mit einer Qualifikation angenommen werden. Die Leiter der Akademie sind die ehemalige Arenaleiterin Aloe mit der Unterstützung der Professoren Esche (vielmehr aber der Professorin).
    [tab=Academia]
    Die letzte Akademie ist die Academia in Sinnoh und wird von Frida geführt, die als Hüterin des Blizzach-Tempels bereits seit ihrer Jugendzeit für die PGA arbeitet. An diese Akademie kommen nur Agenten ab Level 3, die also bereits eine Ausbildung an einer Akademie absolviert haben oder aufgrund besonderer Ereignisse ohne eine Akademie-Laufbahn aufgenommen worden sind. Abgänger erreichen nach erfolgreichem Abschluss Level 6 und die besten fünf Prozent sogar Level 7.
    [/tabmenu]




    Hauptstrang




    Zoé



    Wunderland



    Zoé ist die Hauptgeschichte dieser Fanfiction. Der gleichnamige Hauptcharakter ist eine junge Agentin, die zusammen mit ihrem Partner Lukas Missionen auf der ganzen Welt ausübt. Entsprechend ihrer Region hat auch Zoé sich auf Undercover- und Befreiungs-Missionen spezialisiert und gilt als eine Meisterin der Verkleidungen. Einige Charaktere sind bereits aus der anderen Fanfiction, Miranda, bekannt, die im gleichen fiktionalen Universum spielt wie diese Stränge.
    Lukas ist der Deuteragonist, also der zweite Hauptcharakter und Held der Geschichte, der einen wichtigen Teil der Geschichte einnehmen wird. Dazu kommt der charismatische Morton, der in seinem jungen Alter schon jetzt als wichtiger Geschäftsmann zählt. Doch was hat es mit seinem vermeintlichen Ruhm auf sich und was steckt hinter all den Vorhängen, die das Leben dieses Mannes verhüllen?



    Charaktere



    [tabmenu]
    [tab=Zoé]
    [subtab=Charakter]

    Name: Zoé Yvonne Garion
    Geburtsort: Vanitéa
    Geburtstag: 21. April (23)
    Haarfarbe: Braunblond, offen, manchmal lockig
    Augenfarbe: Blaugrau
    Größe: 1.65m
    Gewicht: 56kg
    Merkmale: Feine Nase, hohe Wangenknochen, ausgefallener Kleidungsstil
    Eigenschaften: Lässig, unter Stress ernst, besorgt, selbstsicher, selbstständig, altruistisch, mag das Rampenlicht, musikalisch, empathisch
    Organisation: PGA (Kalos)
    Rang: Level 8
    [subtab=Charakterbeschreibung]

    Zoé ist eine 23-jährige Dame und seit etwas mehr als drei Jahren eine feste Agentin der PGA, die zu Beginn ihrer Karriere als Trainerin begann und ihr erstes Pokémon vom damals noch sehr jungen Professor Platan erhielt. Dieses war ein Fynx, das sie Musashi nannte.
    Sie ist eine schlanke Frau mittlerer Größe, etwa 1,65m, hat glatte braunblonde Haare, die sie die meiste Zeit offen trägt, blaugraue Augen und eine feine Nase. Ihre Haut ist nicht ganz bleich, jedoch auch nicht wirklich braun, wirkt jedoch eher gesund als fahl. Man sieht ihr an, dass sie ihre Augenbrauen zupft und dass sie Make-Up nicht abgeneigt ist, auch wenn ihr Auftreten niemals übertrieben geschminkt wirkt, sondern es einfach nur untermalt. Sie schminkt sich nicht für andere, sondern weil es ihr selbst gefällt.
    Gewiss zeichnet sie ein ganz besonderer Kleidungsstil aus. Oftmals trägt sie auch während ihrer Arbeitszeit als Agentin eher ungewöhnliche Kleidung, beispielsweise lange Abendkleider, in denen sie nicht besonders gut laufen kann. Je nach Mission trägt sie jedoch auch Uniformen, die in der Farbe der Einheit ihrer Region gehalten sind. Je nach Situation können aber auch andere Uniformen getragen werden. So würde sie natürlich eine Uniform der Verbrecherorganisation tragen, gegen die sie undercover ermittelt. Der wahre Verkleidungsexperte des Duos ist sie jedoch nicht. Das ist nämlich Lukas.
    In ihrer Freizeit ist sie noch mal etwas experimentierfreudiger, auch wenn das kaum möglich erscheint, trägt gerne hohe Heels, deren Absätze auch gerne mal aussehen können wie Quajutsu, die die Hacke mit ihrer Zunge oben halten, oder Schuhe, die auf einer Zehn-Zentimeter-Sohle stehen. Zwar würde jeder diesen Schuhen zugestehen müssen, dass sie schwer sind und ebenso schwierig beim Laufen, doch Zoé tut das gerne als eine Kleinigkeit ab und läuft weiter - so elegant wie eine Frau auf kleinen Absätzen.
    Und damit wird aus der 1,65-Meter-großen Frau schnell eine mit einer Größe von 1,80m.
    Außerdem trägt sie sehr gerne Kleider, Röcke und elegante Hosen, Kleidung, die ihre Figur betonen und sie weiblich erscheinen lassen. Dies kann jedoch teilweise auch sehr extrem enden, denn um ein schwarzes Kleid zu tragen, das sie unglaublich toll gefunden hatte, hat sie auch schon ihre braunblonden Haare in einen Silberton gefärbt, damit auch alles passt.
    Ihr restlicher Stil lässt sich ebenso beschreiben. So trägt sie sehr gerne Hüte, ob nun Zylinder, Fedoras, Baskenmützen oder sonst was, sie ist für so gut wie jeden Hut - eine Ausnahme sind solche, die man auf Gallopa- oder Zebritz-Rennen tragen würde - zu haben und kombiniert diese auch mit anderen ausgefeilten Accessoires wie Sonnenbrillen oder normalen Brillen. Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
    Worin sie jedoch nicht so kreativ ist, ist das Thema Taschen, denn sie besitzt nicht wirklich viele und benötigt auch nicht wirklich viele, schließlich hat sie ihre unglaublich tolle Schuh- und Hut-Sammlung, um die sie so manches Modekaufhaus beneiden würde.


    Zoé ist sehr besonnen und achtet stets darauf, wie ihre Umwelt sie aufnimmt. Zwar sind ihr Meinungen über ihren Kleiderstil egal und sie interessiert sich auch nicht für “Hater”, aber wenn sie merkt, dass ihr bester Freund und Teamkollege Lukas etwas auszusetzen hat, dann hört sie darauf und auch bei anderen Menschen, denen sie vertraut bzw. die sie nicht verachtet, versucht sie immer den richtigen Ton zu treffen und sich möglichst gut darzustellen. Manche mögen es als Unsicherheit abstempeln, aber in Wirklichkeit ist es einfach nur ihr Wunsch, dass man sie richtig kennenlernt und nicht auf eine Weise, wie sie nicht ist. Sie würde sich ebenso wenig verstellen für andere, um sich mit diesen anzufreunden, weswegen sie die Reaktionen ihrer Umgebung nur insofern nutzt (auch hier ist Lukas wieder eine Ausnahme, aber das erklärt sich ja von selbst), als dass sie dadurch schaut, ob sie in diesem Moment anders drauf ist als gewöhnlich. Denn dann würde sie sich ja verstellen und das will sie nicht.
    Des Weiteren ist sie sehr beschützend und prägt das vor allem gegenüber Lukas aus, der durch seine Unsicherheiten und seine sexuelle Orientierung eine schwere Zeit durchgemacht hat, was beinahe an mütterliche Gefühle erinnerte und weniger an freundschaftliche Anteilnahme an solch einer Situation (sofern man es überhaupt als eine Situation bezeichnen kann), aber zu der Zeit hatte er das ganz gut gebrauchen können, schließlich war er zu dieser Zeit erst dreizehn Jahre alt und nur kurze Zeit Trainer, musste sich sein Selbstvertrauen also erst aufbauen.


    Sie ist sehr mitfühlend und hilft jedem Menschen, den sie mag, wo sie kann, damit Probleme nicht zu groß werden. Man könnte sagen, dass sie jemand ist, der sich gerne selbst mehr auflädt, damit andere es nicht tun müssen. Zwar hat sie das inzwischen in den Griff bekommen, weil Lukas ihr eine Menge der Arbeit abnimmt, schließlich sind beide gleichberechtigte Partner im Team, doch manchmal tritt diese Eigenschaft noch sehr stark zum Vorschein.
    Daraus ableitend ist wohl klar, dass sie sehr selbstsicher und selbstständig ist, dabei aber nicht wirklich selbstbezogen oder selbstsüchtig und dennoch jemand, der gerne etwas Aufmerksamkeit spürt, denn auf Grund dessen, dass sie nicht gerade schlecht aussieht, wurde sie seit ihrer Teenagerzeit von der Männerwelt unglaublich gut behandelt und auf Händen getragen, was sie auch weiterhin erwartet.
    Ansonsten ist sie zwar musikalisch, kann zwar kein Instrument spielen, dafür jedochrelativ gut singen. Sie kann jedoch nur durchschnittlich gut tanzen, was durch das bestehende Taktgefühl mehr oder weniger gesichert ist; ihr fehlt einfach dieses Gefühl fürs Tanzen, das andere haben. Da sie sich als Agentin aber ohnehin genug bewegt und während jeder Mission viel zu vielen Rüpeln hinterherrennen muss, ist das sicherlich kein Problem für ihren körperlichen Zustand.


    [subtab=Pokémon]
    Jedes Pokémon von Zoé trägt einen Spitznamen, um die persönliche Beziehung zwischen Trainer und Pokémon zu symbolisieren und da jedes Pokémon seinen eigenen Charakter hat. Auf den Pokébällen befinden sich in Braille-Zeichen jeweils die ersten zwei Buchstaben des Namens der Pokémon, damit Zoé sofort erkennt, welcher Pokéball zu welchem Pokémon gehört, ohne schauen zu müssen.



    Musashi Fennexis



    Pokéball-Codierung: ⠍⠥
    Spezies: Fennexis
    Größe: 1,6 m
    Gewicht: 43 kg
    Geschlecht: männlich
    Besonderheiten:
    Der Ast, den Musashi bei sich trägt, hat drei Zweige am vorderen Ende, an denen drei kleine Flammen lodern.


    Beschreibung:
    Musashi war Zoés erstes Pokémon, das sie damals von Professor Platan erhielt, als sie erst kurze Zeit in Kalos wohnte. Damals war der Plan gewesen, dass sie die Chance bekommen sollte, ein solches Pokémon zu trainieren, um Freunde in der Region zu finden und auf ein großartiges Abenteuer gehen zu können. Während dieser Abenteuer hat sich das Band der Beiden so stark entwickelt, dass sie keine Worte mehr brauchen, um sich zu verständigen.
    Es ist eher ruhig und bedacht und befindet sich meist außerhalb des Pokéballs, um bei möglichen Hinterhalten sofort agieren zu können. Wenn es einen Anführer in Zoés Team gibt, dann ist es Musashi.


    Charakter:
    Ruhig — Bedacht — Taktisch — Umsichtig — In sich gekehrt




    Kijiro Fiaro



    Pokéball-Codierung: ⠅⠊
    Spezies: Fiaro
    Größe: 1,5 m
    Gewicht: 30,1 kg
    Geschlecht: männlich
    Besonderheiten:
    Fiaro hat eine Flügelspannweite von 360 cm.


    Beschreibung:
    Kijiro war das erste Pokémon, das sich Zoé fing, als sie ihre Reise durch die Kalos-Region begann, weshalb sie ein ähnlich enges und kommunikatives Verhältnis zum Fiaro wie zu Musashi hat. Dieses Vogel-Pokémon jedoch ist sehr viel stürmischer und angriffslustiger als Musashi, agiert oftmals ein wenig vorschnell und kann wirklich eingeschnappt werden, ist jedoch in Gefahrensituationen einer der besten Kampfpartner, die man sich wünschen kann und das weiß auch Zoé seit langer Zeit zu schätzen.


    Charakter:
    Stürmisch — Wild — Angriffslustig — Beharrlich — Fröhlich



    Yamato Florges



    Pokéball-Codierung: ⠽⠁
    Spezies: Florges
    Größe: 1,11 m
    Gewicht: 10,1 kg
    Geschlecht: weiblich
    Besonderheiten:
    Midori hat eine gelbe Blüte


    Beschreibung:
    Kurze Zeit nach Kijiro fing Zoé auch ein Flabébé mit gelber Blume, das sie Yamato nannte, nach dem Schwester-Flaggschiff des berühmten Kampfschiffs Musashi. Schon bald stellte sich Yamato als eine herausragende Stütze des Pokémon-Trios heraus und ist es durch die große Verteidigungskraft noch immer. Ihr Charakter lässt sich als fröhlich, aber stets bedacht zusammenfassen und ihre Angriffe sind meist elegant und dennoch imposant, haben so manchen schweren Kampf beendet und werden von Zoé wegen all dieser Punkte geliebt.


    Charakter:
    Fröhlich — Elegant — Willensstark — Friedlich — Bedacht



    Midori Matrifol



    Pokéball-Codierung: ⠍⠊
    Spezies: Matrifol
    Größe: 1,32 m
    Gewicht: 21,1 kg
    Geschlecht: weiblich
    Besonderheiten:
    Midori hat blaue Augen.


    Beschreibung:
    Midori, auch als Slicing Queen, also schlitzende Königin, bekannt, tritt stets mit königlichem Erscheinen auf, ist bekannt für ihre starken Schneide-Attacken und war einst ein Geschenk an Zoé, als sie nach Einall reiste, um dort mit Lauro zu trainieren, was relativ kurz nach Beginn ihrer Reise war. Dieses Ereignis stellte für Trainerin und Pokémon einen ganz besonderen Abstecher in eine andere Region dar, da sie so von Anfang an intensiv zusammen trainieren konnten. Midori ist stolz und stark, greift mit großer Geschwindigkeit an und weiß sich aus brenzligen Situationen zu retten.


    Charakter:
    Stolz — Mutig — Majestätisch — Umsichtig — Bedacht



    Kuro Snibunna



    Pokéball-Codierung: ⠅⠥
    Spezies: Snibunna
    Größe: 1,08 m
    Gewicht: 33,7 kg
    Geschlecht: männlich
    Besonderheiten:
    Das Juwel auf der Stirn ist silbern.


    Beschreibung:
    Kuro war noch ein Ei, als Zoé es erhielt, und kennt somit nur das Leben mit Zoé zusammen. Wenn man nun meinen würde, dass dieses Snibunna deswegen anders wäre als ein wild gefangenes Snibunna, der irrt, denn Kuro ist schneller und angriffslustiger als jedes andere Individuum seiner Spezies - weiß sich aber natürlich in Grenzen zu halten, wenn es sein muss. Inniges Vertrauen gegenüber seiner Trainerin zeichnen die Beziehung zwischen Kuro und Zoé auf einer besonderen Ebene aus.


    Charakter:
    Wild — Temperamentvoll — Ungeduldig — Zutraulich — Sprunghaft — Eitel



    Shiro Viscogon



    Pokéball-Codierung: ⠎⠓⠊
    Spezies: Viscogon
    Größe: 2,15 m
    Gewicht: 153,4 kg
    Geschlecht: weiblich
    Besonderheiten:
    Dieses Viscogon ist etwas größer als die üblichen Vertreter der Spezies.


    Beschreibung:
    Shiro, das Zoé meist zusammen mit Kuro einsetzt und öfter auch mit Midori (im Vergleich zu den anderen drei Pokémon), ist wohl Zoés von der Kraft her stärkstes Pokémon und ebenso wie Yamato ein wahrer Meister der speziellen Verteidigung. Obwohl dieses Pokémon sehr freundlich erscheint und es gegenüber Menschen mit reinem Herzen auch stets ist, zeigt sich eine ganz andere Seite, wenn sie Feinden gegenüber steht und diese besiegen muss. Sie hat einen Narren an Morton gefressen und liebt weiße Schokolade.


    Charakter:
    Beschützend — Wählerisch — Ruhig — Verträumt — Neugierig — Pfiffig
    [tab=Lukas]
    [subtab=Charakter]
    Name: Lukas Baptiste Bennett
    Geburtsort: Illumina City
    Geburtstag: 10. Mai (23)
    Haarfarbe: Braunblond, oben lang, seitlich kurz
    Augenfarbe: Gelbgrün
    Größe: 1.79m
    Gewicht: 68kg
    Merkmale: Junges, nicht zu markantes Gesicht; weiche Nase; eleganter, edler Kleidungsstil
    Eigenschaften: Höflich, sensibel, taktisch, tolerant, offenherzig, eher ruhig, wirkt schüchtern, bei Bekannten oder auf Missionen aber zielstrebig und selbstbewusst
    Organisation: PGA (Kalos)
    Rang: Level 8
    [subtab=Charakterbeschreibung]

    Lukas ist neunzehn Tage jünger als Zoé, also ebenfalls 23 Jahre alt und einer der beiden Deuteragonisten dieser Geschichte. Er ist seit dreieinhalb Jahren Agent der PGA und hat sich mit siebzehn Jahren am selben Tag bei der Akademie eingeschrieben wie seine beste Freundin, Zoé. Auch er war zu Beginn seiner Karriere ein normaler Trainer und hatte Zoé am Tag, als er sein Froxy erhielt, kennengelernt, wodurch sie die ersten Monate eine große Rivalität zueinander aufbauten.
    Der junge Mann weiß seit seit seinem dreizehnten Lebensjahr, dass er schwul ist, im Nachhinein hatte er es aber schon seit frühester Kindheit gewusst, denn er hatte nie Gefühle gegenüber Frauen, die auch nur ansatzweise auf einer sexuellen oder emotionalen Ebene stattfanden, zu Männern jedoch umso stärker. Zwar hatte er es einige Zeit verleugnet, aber auch das war nur eine Frage der Wochen gewesen und im Endeffekt hatte jeder mit seiner Natur leben können.
    Seit nun etwas weniger als drei Jahren (neun Monate nach Bestehen der Triakademie), ist er mit Morton zusammen, der zwei Jahre älter als er ist und bereits jetzt als erfolgreicher Geschäftsmann arbeitet. Er liebt ihn mehr als jeden Menschen zuvor in seinem Leben und glaubt in ihm den einzig wahren Mann gefunden zu haben, der ihn glücklich machen kann.
    Früher war Lukas eher dünn und nicht sonderlich sportlich, doch inzwischen besitzt er einen fast schon athletischen Körperbau, da er häufig für seine Missionen trainieren muss. Zudem hat er ein leicht abgerundetes, aber nicht dickliches Gesicht, kurze braunblonde Haare (was das angeht, könnte er Zoés Bruder sein), die an den Seiten sehr viel kürzer sind als oben; gelbgrüne Augen, die ein wenig an die von Katzen erinnern; eine relativ schmale, beinahe weibliche Nase; und eine dünne Augenbrauenpartie. Seine Haut hat einen ähnlichen Teint wie die von Zoé und er ist ungefähr 1,79m groß, also etwa zehn Zentimeter kleiner als Morton und einen Kopf größer als Zoé.
    Sein Kleiderstil ist nicht zurückhaltend, jedoch keinesfalls übertrieben.
    So trägt er gerne Westen aus edlen Stoffen in verschiedenen Farben, wie zum Beispiel bordeauxrot, kieferngrün, nachtblau, aber auch in einigen anderen Farben, dazu Hosen und sportliche Schuhe in der passenden Farbe und die meiste Zeit ein weißes Hemd darunter.
    An anderen Tagen trägt er jedoch auch gerne eine einfache, nicht zu enge, aber auch nicht zu weite Jeans (Slim leg), darüber ein normales, helles T-Shirt und Sweatshirtjacken, Pullover, Pullunder oder im Sommer auch einfach so.
    Seine Schuhe sind generell eher sportlich, er hasst Sandalen und kurze Hosen, würde draußen niemals eine Jogging-Hose anziehen und ist stets darauf bedacht, von der Kleidung her positiv aufzufallen.


    Lukas ist in vielen Situationen eher ruhig und wirkt schüchtern. Wenn man ihn jedoch besser kennenlernt oder er leicht angetrunken ist, zeigt er diesbezüglich seine wahre Natur und redet ohne Punkt und Komma, sehr schnell, aber bedacht. Zwar wird das teilweise durch ebenjene Geschwindigkeit und Menge untergraben, doch wenn man sich die Mühe macht, mit ihm zu sprechen, wird man auf jeden Fall mit einigen tollen Gesprächen belohnt werden können und vielleicht auch etwas dazulernen. Aber so etwas wie seine hohe Intelligenz würde er nie als klaren Fakt hinstellen, denn er ist ein eher bescheidener Mensch, der lieber die Intelligenz anderer Menschen genießt - weswegen er Morton wohl auch mit jedem Tag mehr liebt, denn er lernt nach jedem Gespräch etwas Neues.
    Er selbst gibt offen zu, dass er seinen Freund unglaublich bewundert. Dennoch würde er sich nicht schlechter machen, als er ist und sich auch nicht unter Morton stellen, denn er weiß, wie dieser darauf reagieren würde, wenn er das wüsste.


    Durch seine Erziehung und eigenen Erfahrungen ist Lukas sehr tolerant, akzeptiert Randgruppen und kann sich auch in Mitglieder verbrecherischer Syndikate hineinversetzen, was ihm nicht nur einen sehr viel objektiveren Überblick über Aufträge verschafft, sondern auch hilft, wenn er undercover ist und dementsprechend ein Mitglied solch einer Organisation spielen muss.
    Das Gute hieran ist, dass er die Grenzen zwischen Arbeit und eigene Realität dabei niemals verschwimmen lässt und der Fachmann ist, der er sein muss, um seine Aufträge erfolgreich abzuschließen. Viele sagen ihm nach, dass er in der Beziehung wie LeBelle ist, als dieser noch jünger war, nur längst nicht so verpeilt.
    Dieser Mann ist eher sensibel, wenn man wunde Punkte seiner Persönlichkeit angreift, von denen zwar nicht viele existieren, aber sehr tief verankert und deshalb umso schmerzhafter. In solchen Momenten, in denen er angegriffen ist, verkriecht er sich dann meistens und benötigt erst einmal Zeit für sich.
    Sein Leben hat sich ziemlich auf die beiden wichtigsten Menschen seines Lebens, Zoé und Morton, ausgerichtet, was Lukas zwar weiß und bemerkt, was ihm aber genau richtig vorkommt, denn er weiß, dass sie ihn nicht so schnell verlassen werden.
    Lukas ist nicht ganz so extrem sportlich, wenn es nicht um leichte Sachen geht wie zum Beispiel Laufen, Fahrrad fahren oder dergleichen. Jonglieren und Ähnliches kann er überhaupt nicht und auch wenn ihn das in den meisten Augenblicken nicht weiter interessiert, zeigt sich schon ein gewisser Neid, wenn er sieht, dass andere Menschen so etwas können, ohne dafür groß üben zu müssen. Dafür ist er jedoch ziemlich schnell und relativ stark.


    [subtab=Pokémon]
    Quajutsu Quajutsu „Ao“


    Ao war Lukas’ erstes Pokémon, das er am selben Tag erhielt wie Zoé ihr Fynx, weshalb sie sich an diesem Tag auch das erste Mal trafen und von Beginn an eine extreme Rivalität zueinander aufgebaut hatten, die heute zwar nicht mehr so wichtig ist wie früher, jedoch noch immer vorhanden ist. Dieses Pokémon ist ruhig, sehr listig und klaut sich gerne süße Sachen von Lukas, was dieser nur selten schnell bemerkt. Beide Seiten verstehen sich blind und ohne große Worte. Es scheint sich sehr schnell an Morton gewöhnt zu haben.


    Ruhig — Listig — Liebt Süßes — Fröhlich — Genügsam



    UHaFnir UHaFnir „Oto“


    Damals ein paar Tage nach dem Erhalt Aos, fand Lukas ein schwer verletztes eF-eM, dessen er sich sogleich annahm und es einige Zeit gesund pflegte, weshalb er Zoé zwar einen großen Vorsprung ermöglicht hatte, jedoch auch einen sehr starken Partner dazu gewinnen konnte, denn seither ist Oto einer der mächtigsten Partner von Lukas im Kampf gegen die Verbrecher der Welt. Oto selbst ist seiner Spezies entsprechend eher laut und ausgelassen, kämpft gerne mit Kijiro und gegen jeden anderen Gegner.


    Ausgelassen — Wild — Stolz — Immer glücklich — Rabiat



    Trombork Trombork „Mori“


    Eines späten Abends, Lukas war noch nicht lange wieder auf dem Weg durch die Kalos-Region, kam er durch einen Wald durch, der eine gruselige Aura besaß. Immer wieder ertönten Schreie, die nach Hilfe riefen und Lukas, der schließlich sehr jung war, traute sich nicht, in die Nähe der Stimmen zu gehen, die immer näher kamen. Doch das kleine Geist-Pokémon, das genau Lukas damit erschrecken wollte, erschien und wurde Teil seines Teams. Folglich liebt Mori es, andere zu erschrecken und das heute noch.


    Schreckhaft — Erschreckt selbst gerne — Temperamentvoll — Offenherzig — Frech



    Lucario Lucario „Sencho“


    Zu der Zeit, als Zoé in Einall war - Lukas hatte inzwischen wieder auf seiner Arena-Reise aufholen können und war mit ihr gleichauf -, reiste Lukas nach Sinnoh und wurde dort in Elyses von Cynthia trainiert, die zu der Zeit noch kein Champ der Liga war, da es zu der Zeit noch Professor Eibe war, aber bereits zu dem Zeitpunkt als stärkste Trainerin der Region galt. Dort fand er eines Tages auch ein Riolu, das ebenso fleißig trainierte wie er und seine Pokémon, weshalb er fragte, ob es sich anschließen möge, was es wollte. Sencho ist ruhig und zu jeder Zeit sehr entschlossen.


    Ruhig — Geheimnivvoll — Entschlossen — Willensstark — Mutig



    Blitza Blitza „Tenmetsu“
    Feelinara Feelinara „Karui“


    Ebenso fand er in einer in der Nähe liegenden Stadt, Herzhofen, zwei Evoli, die sich nie trennten und immer miteinander kämpften. Es dauerte teilweise Stunden, bis eines der beiden aufgab oder besiegt war und diese Stärke bewundernd fing Lukas beide Evoli, denn sie besaßen Eigenschaften, die er in seinem Team brauchte. Das eine Evoli, Tenmetsu, war stets ein wenig hibbelig und hüpfte gerne herum, während das andere Evoli, Karui, immer eher ruhig war, nicht so schnell auf die Hyperaktivität des anderen einging und dennoch eine sehr spontane Ader hatte. So dauerte es nicht lange, bis sich Karui zu Feelinara entwickelte und als Lukas’ Pendant zu Zoés Florges wurde, während Tenmetsu kurze Zeit später einen Donnerstein fand und sich zu Blitza entwickelte, wodurch es für Kuro eine echte Bedrohung darstellen konnte und bei speziellen Angriffen etwa so stark war wie Karui, wodurch beide auch gegenüber Shiro und Musashi gewappnet waren.


    Hibbelig — Ungestüm — Stürmisch — Hastig — Pfiffig
    Ruhig — Genügsam — Bedacht — Leichtfüßig — Anmutig
    [tab=Journée]
    [subtab=Charakter]
    Name: Journée Duree
    Geburtsort: Batika City
    Geburtstag: 11. Januar (22)
    Haarfarbe: Rotpink, zwei lange Strähnen umrahmen das Gesicht
    Augenfarbe: Rotbraun
    Größe: 1.72m
    Gewicht: 60kg
    Merkmale: Weiches Gesicht, dünne Nase
    Eigenschaften: Selbstbewusst, frech, unbedacht, selbstlos, durchsetzungsfähig, zielsicher, zielstrebig, mutig, empathisch
    Organisation: PGA (Kalos)
    Rang: Level 7
    [subtab=Charakterbeschreibung]

    Journée Duree ist gewiss eine bekannte Trainerin in Kalos und die zweite Deuteragonistin dieser Geschichte. Bereits seit vielen Jahren ist sie zusammen mit ihren Schwestern nicht nur Châtelaine des Kampfhauses, sondern auch eine führende Agentin der PGA im weniger bewohnten Süden der Region. Zwar wird ihrer Familie nachgesagt, sie kämen aus Hoenn, es ist aber tatsächlich nur der Vater, der seine Wurzeln in Hoenn hat und mit seiner Familie dort lebte, bis seine Frau ein hohes politisches Amt in Kalos auszuüben begann.
    Sie ist 22 Jahre alt und die zweitälteste der Koryphäen des Kampfhauses.


    Charakterlich ist sie nah an Zoé zu setzen, die sie ebenfalls seit Jahren hin und wieder gesehen hatte, wenn wichtige Ereignisse es zuließen. Sie ist selbstbewusst und von sich überzeugt, weiß ihre Reize spielen zu lassen und ist deswegen in solchen, aber auch einigen anderen Situationen etwas voreilig und unbedacht. Das tut sie jedoch nicht aus wirklicher Arroganz, sondern aus bloßer Unbekümmertheit, die sie ihr Leben lang so begleitet hat, was gepaart mit ihrem Mut nicht immer gut endet.
    Ein wenig frech und bissig an manchen Tagen versteht sie sich darauf, auf jeden blöden Spruch etwas zu kontern, trifft dabei zielsicher in die richtige Richtung, hört aber schnell wieder damit auf, da ihre große Empathie es ihr nicht möglich machen, andere Leute wirklich zu verletzen. Das ist auch eine Ausprägung ihrer Selbstlosigkeit, weil sie, selbst wenn sie jemand aufs Schärfste beleidigt, nicht ohne Verstand reagiert, sondern einen oder zwei Sprüche kontert und dann aufhört.
    Als eine von vier Schwestern und berühmte Trainerin weiß sie sich durchzusetzen und kann sich auch gegen sehr viel stärkere Gegner ohne große Schwierigkeiten verteidigen.


    Journée ist etwa sieben Zentimeter größer als Zoé und trägt ähnlich, aber nicht so extrem auffällige Kleidung wie sie. Ihre Nase ist dünn und ihr Gesicht wirkt weich und warm, ohne dass dabei ihre Wangenknochen hinter Rundungen verschwunden wären. Rotbraune Augen und rotpinke Haare sind Eigenschaften, die ihr Aussehen mit Sicherheit außergewöhnlich und erinnerungswürdig machen.


    [subtab=Pokémon]
    Gallopa Gallopa, „Blend“
    Chevrumm Chevrumm, „Individual“
    Staraptor Staraptor, „Defiant“
    Mamutel Mamutel, „Knowledgeable“
    Libelldra Libelldra, „Slick“
    [tab=Morton]
    [subtab=Charakter]
    Name: Morton Matthew Andrews
    Geburtsort: Illumina City
    Geburtstag: 18. August
    Haarfarbe: Braun, links kurz, rechts lang (zur Seite gekämmt und mit mehr Volumen)
    Augenfarbe: haselnussbraun
    Größe: 1.90m
    Gewicht: 79kg
    Merkmale: Businessmann, eleganter Kleidungsstil, feine, aber männliche Nase
    Eigenschaften: Selbstbewusst, bescheiden, offenherzig, stolz, herzlich, lässig, fröhlich, spontan, durchsetzungsfähig, durchdacht, zielstrebig
    Organisation: Aliwo-Gruppe
    Position: Präsident der Aliwo-Gruppe
    [subtab=Charakterbeschreibung]

    Morton ist ein 25-jähriger Mann, der seit seinem 22. Lebensjahr in einer Beziehung mit Lukas ist. Sein jetziges Leben baut auf ihm auf, wie Lukas’ Leben auf ihm aufbaut. Es ist ein stetiges Geben und Nehmen, doch fühlt es sich nicht an wie Geben und Nehmen, denn sie sind eine Einheit und Morton würde das niemals auch nur in einer klitzekleinen Weise ändern wollen.
    Im Gegensatz zu Lukas und Zoé, die er inzwischen auch sehr gut kennt, hat er kein Pokémon von Professor Platan erhalten, denn als er begann, war Augustine auch noch ein junger Trainer und sein größter Rivale. Da der drei Jahre ältere Trainer jedoch schon sehr kurze Zeit darauf bei Professor Eibe in Sinnoh lernte, was es braucht, um ein Pokémon-Professor zu werden, hielt diese Rivalität nicht ganz so lange an und beide schworen sich, ihre Ziele zu verfolgen, bis sie es erreicht haben. Das hieß für Professor Platan Pokémon-Professor in Kalos und für Morton ein starker Trainer werden. So kam es, dass Augustine im Alter von nur siebzehn Jahren bereits alles gelernt hatte, was er lernen konnte und in Illumina City als Professor arbeiten konnte - zwar noch unter einem anderen Professor, aber es war schon etwas. Dies war wohl auch die Zeit, als Lukas sein Pokémon erhalten hatte und um die zwölf Jahre alt war. Heute fragt sich Morton oft, was gewesen wäre, wenn sie sich bereits dann kennengelernt hätten.


    Er ist ein athletischer, junger Mann, , hat kurze braune Haare, die auf einer Seite kurz sind und auf die andere Seite gekämmt werden, wodurch ein lässiger, aber für Besprechungen angemessener Look entsteht. Seine Augen sind in einem warmen Haselnussbraun gehalten und werden zur Pupille hin heller, bis sie direkt an der Pupille grau sind, was sehr viele Menschen sehr fasziniert. Seine Nase ist nicht unbedingt markant, aber „männlicher“ als die von Lukas. Er selbst ist etwa 1,90m und besitzt einen hellen Teint.
    Sein Arbeitskleiderstil ist stets elegant und verhalten, er trägt gerne Anzüge, dabei speziell Ein-Reiher mit gebrochen fallendem Revers, darunter eine dunkle Weste, ein dunkles Hemd und eine bunte Krawatte, die dem sonst so konservativen Stil eine Auflockerung verpasst und deswegen auch ein dauerhaftes Muss ist. Es kann aber auch sein, dass er diese Kleidung in einer ganz weißen Variante anzieht. Dann braucht es auch keine bunte Krawatte.
    In seiner Freizeit trägt er generell etwas gemütlichere, aber immer noch elegante Kleidung, sprich dunkle Hosen, enge T-Shirts, über denen er dann noch fein hergestellte Jacken trägt, was insgesamt einen Eindruck von nicht unbedingt übertrieben gemütlicher Kleidung hinterlässt, ihm aber so umso besser gefällt. Das zeigt sich auch darin, dass er darin gerne mal in der Vergangenheit nach anstrengenden Arbeitstagen eingeschlafen war und so von Lukas auch gerne mal auf der Couch vorgefunden wurde, was diesen oft zum Schmunzeln brachte.
    Morton ist ein sehr offener Mensch, der versucht, jeglicher Meinung gegenüber vorurteillos zu begegnen, merkt jedoch selbst immer wieder, dass es ihm in so mancher Situation mehr als schwer fällt, keinen giftigen Kommentar abzulassen, der die Person, die diese Meinung hat, in Grund und Boden stampft. Doch wie gesagt, fällt es ihm zwar schwer, aber er schafft es dennoch jedes Mal wieder, denn er versucht jedem seine eigene Meinung zu lassen, bis er selbst mit seiner Meinung überzeugen kann, denn das ist für Morton der einzige Weg, wie andere Meinungen bestmöglich und dauerhaft angenommen werden können.
    Er ist sehr selbstbewusst, wodurch er eine ganz andere Erfahrung mit seiner Sexualität machen konnte, als der eher schüchterne Lukas es tat, denn so hatte er nie Probleme damit, dass andere ihn schlechtmachten oder in irgendeiner Weise damit angriffen; es hat ihn schlichtweg nicht interessiert.
    Auch er ist ein eher bescheidener Mensch, der den Personen und Pokémon seiner Umgebung gerne Erfolge zuschiebt, die eigentlich ihm zustehen würden. Da er jedoch viel lieber sieht, wie andere sich daran erfreuen und merken, dass sie wichtig für etwas sind, geht er das sehr gerne ein und genießt stattdessen einfach die Ruhe, die er dadurch mit Lukas hat.


    [subtab=Pokémon]
    Guardevoir, Lumière, das Licht,
    Guardevoir war Mortons erstes Pokémon und steht seither für ihn symbolisch für das Licht der Welt und damit ihm Gleichgewicht zu seinem Pokémon der Finsternis, was von der Typenkombination her auch sehr gut passt. Damals hatte er es sich noch als Trasla gefangen, obwohl “Fangen” nicht richtig ist, denn das Trasla hatte sich ihm sofort angeschlossen und war sogar von selbst gekommen. Seither ist Guardevoir, dessen Mega-Stein Morton sogar besitzt, sein vertrautester Partner.
    Trikephalo, Ténèbris, die Finsternis,
    Im Gleichgewicht zu Lumière steht Ténèbris, das symbolisch für die Finsternis in der Welt steht. Als Unlicht-Pokémon macht das Trikephalo dieser Symbolik alle Ehre und auch seine Attacken spiegeln sich darin wieder, der Charakter dieses Pokémons ist jedoch eher friedlich und ruhig, nicht voller Zorn und Kampfeslust. Wenn es jedoch darauf ankommt, kämpft Ténèbris auch für seinen Trainer, der es einst als Kapuno gefangen und seit dieser Zeit aufgezogen hatte und immer behandelte wie einen guten Freund.
    Washakwil, Aérien, der Wind,
    Dieses Pokémon hatte Morton einst als Geronimatz gefangen, als dieses noch nicht einmal richtig fliegen konnte, doch bereits von seiner Mutter verlassen wurde, denn diese wurde von einem größeren Rudel Magnayen erbeutet. Voller Mitgefühl für dieses Pokémon hatte er es also in sein Team aufgenommen und zu einem mächtigen Pokémon der Lüfte entwickelt. Aérien steht für die Luft und steht somit im Gleichgewicht zu Feuer, Wasser und Erde. Sein Charakter ist fröhlich und immer entschlossen.
    Despotar, Sol, die Erde,
    Die Macht der Erde wird in Mortons Team durch Despotar, Sol, symbolisiert. Obwohl Sol ein Despotar ist, findet sich keine Vergleichsmöglichkeit mit diesen, denn es ist größer, stärker und schneller, besitzt keine rote Panzerung, sondern eine grüne und ist ebenso wenig von Zorn erfüllt wie es Ténèbris ist. Dafür ist Despotar ein wenig verspielt, was bei seiner Größe das ein oder andere Mal zu Problemen führen konnte, mit dem Trikephalo jedoch durch einen Spielpartner kompensiert wird, der ebenso stark ist.
    Walraisa, Eau, das Wasser,
    Eau ist ein sehr ruhiges Walraisa und bereits seit seines Schlüpfens ein Teil des Teams. Es steht für die Macht des Wassers und das zeigt sich in jeder Attacke. Ebenso zeigt sich durch Eau, wie wandelbar dieses Element ist, denn sowohl Attacken des Eises als auch des Wassers sind Wasser. Zusammen mit Incendies bildet Eau das direkte Gleichgewicht und mit den anderen beiden das Gleichgewicht der Natur. Das Vertrauen zwischen Morton und Eau ist unglaublich stark und vergleichbar mit dem von Geschwistern.
    Skelabra, Incendies, das Feuer,
    Incendies ist das wohl temperamentvollste Pokémon im Team des Bosses einer Verbrecherorganisation und ebenso die spezielle Geheimwaffe. Die Flammen des Skelabras leuchten in einem dunklen Rot und erinnern eher an Blut als an Feuer. Trotz seiner dunklen Erscheinung, ist Incendies friedlich und keineswegs gewalttätig und scheint sich sehr gut mit Lukas’ Oto zu verstehen, aber auch sehr gut mit Mori, denn beide Pokémon teilen die Vorliebe für geisterhaften Schrecken.
    [tab=Diantha]
    [subtab=Charakter]

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  • »Und was kann ich dafür, wenn so ein Arsch meine Tasche klauen wollte und ich dem hinterherrennen musste? Der ist wirklich bis zum Süd-Boulevard gerannt und dann gestürzt und meinte dann noch so etwas, wie ‘Sie hören noch von meinem Anwalt!!’. Und das nur weil ich angeblich ein Ariados nach ihm geworfen haben soll! Kann man das denn glauben? Also ich nicht. Einfach unfassbar. Die Diebe von heute haben auch keinen Respekt mehr vor den Ordnungshütern der Welt«, sprach eine braunblonde Frau in ihr modernes mit Touch-Display ausgestattetes Handy und verdrehte beim Reden merklich die Augen.
    Sie lief in einem eleganten weinroten Kleid über den Nord-Boulevard der Stadt Illumina City und wechselte beim Telefonieren des Öfteren die das Handy haltende Hand. Das Kleid erinnerte an ein Abendkleid im Cocktail-Stil, lag eng an und war schulterfrei. Der Rückenausschnitt zog sich bis zum Hüftansatz und ließ einen großen Abschnitt ihres Körpers vollkommen unbedeckt. Ihre Schuhe waren hochhackig und ebenfalls rot. Das Besondere an diesen war, dass die Absätze die Form von Jiutesto besaßen, die die Arme nach oben hoben, um die Sohle in die Höhe zu halten. Dabei verzogen sie das Gesicht so, dass man ihnen den Schmerz nachempfinden konnte, man beinahe Mitleid mit ihnen empfand. Ein skurriles Bild gaben sie ab, wenn man es sich genau anschaute, aber die wenigsten ließen ihren Blick beim ersten Mal auf den Schuhen haften, dafür war die restliche Person zu einzigartig.
    Denn nebst der eleganten Kleidung und des schlichten, hell gehaltenen Make-Ups war ein Haarreif in das Haar der jungen Frau eingewoben. Dieser würde wohl kaum auffallen, wäre nicht auf der rechten Hälfte des Reifes ein winziger Zylinder aufgearbeitet worden.
    Ganz zu schweigen von ihrer außergewöhnlichen Tasche. Diese hatte ironischerweise die Form eines relativ blassen, ja, schon kränklichen Ariados, dessen vorderstes Beinpaar die Taschenhenkel bildeten. Diese Frau war sicherlich eine Besonderheit und nicht einmal die Bewohner von Illumina City, durch die vielen Touristen an noch mehr Stile gewöhnt, würden es so schnell vergessen, sie gesehen zu haben. Sie, Zoé, war definitiv eine Augenweide. Und kaum wer würde vermuten, dass dies ihre heutige Arbeitskleidung sein würde. Noch weniger, als was sie arbeitete.
    »Das ist schon das dritte Mal diesen Monat, dass du das getan hast...haben sollst. Hast du dir wirklich noch nicht überlegt, vielleicht mal einen Anti-Aggressions-Kurs zu besuchen? Ich denke, dass dir das echt helfen würde. Es ist ja nicht so, als wären das die ersten drei Male gewesen. Der Mann jetzt kann nur froh sein, dass du kein Nasgnet gefunden hast wie letzten Monat. Oder davor die beiden Kleinstein, die geschlafen haben und aufgewacht sind, als sie auf der armen Frau landeten. Ich würde nur zu gerne mal wissen, woher du all diese Kraft nimmst, um solche Brocken zu werfen«, entgegnete eine männliche Stimme mit ernster, aber unterschwellig belustigter Stimme durch das Smartphone und fügte hinzu: »Du solltest dich aber auch echt beeilen, uns wird heute endlich wieder ein neuer Fall zugewiesen. Und ich will nicht ein weiteres Mal nach Orre reisen müssen, die Region ist mir zu einfach sandig und die Menschen zu sehr in den 90ern stecken geblieben. Denk nur mal an die Afro-Dame. Oder war es ein Kerl? Du weißt jedenfalls, was ich meine.«
    »Ja, tut mir ja Leid, dass die Chefin uns die letzten Male nur solche Fälle zugewiesen hat, aber Lukas, du kannst nicht sagen, dass ich das Schuld bin! Warst nicht du es, der unbedingt nach Orre wollte, weil ein gewisser anderer Jemand mal von den wunderschönen Stränden und einmaligen architektonischen Meisterleistungen erzählt hat und du das auf jeden Fall mal gesehen haben wolltest? Wie geht es ihm denn?«, erwiderte Zoé daraufhin und lachte leise.
    »Der hat heute irgendeine wichtige Veranstaltung, an die er teilnehmen muss. Er wusste nicht genau, wie lange sie dauern wird, aber ich sei dann eh schon am schlafen, meinte er«, sprach er und schwieg dann. Keine Antwort auf die erste Aussage von Lukas. Sie hatte Recht. Doch daran hatte es für Zoé auch keinen Zweifel geben können.
    Also fuhr sie weiter fort: »Außerdem bin ich ja bald am Rogue Plaza. Ich brauche vielleicht noch... fünf Minuten, vielleicht zehn.«
    »Gut, dann sehen wir uns gleich ja. Du bist natürlich für einen sofortigen Einsatz entsprechend gekleidet, wie ich weiß. Bis gleich also«, antwortete die Stimme und legte auf. Es war eine so typische Aussage von Lukas, dachte die junge Frau und grinste weiter, schaute in das schwarze Display, um dieses als Spiegel zu nutzen, bog in die Straße ein, die den Nord-Boulevard mit dem Rogue Plaza verband und schaute weiter in den provisorischen Spiegel, bis sie ihre Frisur gerichtet und perfektioniert hatte und es mit einem zufriedenen Nicken als erfolgreich beendet ansah.Jetzt konnte sie sich sehen lassen. Nein, sie sah verdammt gut aus, musste sie sich eingestehen.
    Zoé hob den Blick an, erwartete vor sich die schwarze Seitentür, die in das Hauptgebäude der PGA Kalos führte, doch da war nichts. Wobei, nein, das Problem war nicht, dass da nichts war, sondern dass sie nicht eine ihr bekannte Seitentür sehen konnte, sie sah eine Reihe von Seitentüren vor sich, die in Restaurants und in Bürogebäude führten. Dutzende, vielleicht drei Dutzend.
    Der Geruch von vergammelten Nahrungsmitteln aus den uralten und riesigen Müllcontainern stieg ihr in die Nase. Diese waren wohl noch aus der Zeit, in der Einall mehr solcher Container gebaut hatte als irgendetwas anderes. Zu Beginn noch für die Hauptstadt der Region, Stratos City gedacht, wurden sie nur wenige Monate später in alle Welt verschifft, da es ein paar tausend zu viel gewesen waren. Es kam also mal etwas Nützliches aus Einall, nur leider stanken sie mehr als alles andere auf der Welt. Sie schienen den Geruch von altem Fleisch sogar noch zu verstärken.
    Es war keine große Straße und überhaupt nicht mit den Avenues, die ins Zentrum der Stadt führten, zu vergleichen und noch viel weniger mit den beiden Boulevards, die die Stadt umzogen wie eine lebendige Mauer aus Massen von Menschen, aber dennoch geschäftig und mit mehr Leben erfüllt als die meisten anderen Städte in Kalos. Dies war einfach die Hauptstadt und eine der wichtigsten Städte der Welt, ein Handels- und Industrie-Zentrum, das seinesgleichen suchte und wohl nur mit Stratos City, Jubelstadt, Saffronia City oder wenigen anderen Städten der Welt vergleichbar war. Viel mehr und wichtiger für die Einwohner noch, war Illumina eine der schönsten Städte, die je erbaut wurden. Doch diese Straße stank einfach nur und die meisten Leute liefen mit zugedrückter oder gerümpfter Nase herum, damit sie auch ja keine Aromen einatmen mussten, die in ihnen Übelkeit hervorrief. Zoé war da zum Glück etwas härter im Nehmen.
    Diese Stadt war ansonsten einfach fantastisch und Zoé konnte fast nur Liebe für sie empfinden. In solchen Momenten jedoch war eines klar: ebenso leicht wie großartig war es, sich hier zu verlaufen. Das war nicht die Rogue-Plaza-Alley. Inzwischen aber durch das gezielte Suchen nach Schildern und ihr bekannten Restaurants erkannte sie: sie war in der Nähe des Bleu-Plazas, viele, viele Meilen vom Rogue-Plaza entfernt.
    Wie konnte ihr nur so etwas passieren? Mit den fünf Minuten wird es jetzt sicherlich nichts mehr werden, dachte Zoé und seufzte. Sie durfte sich nachher sicherlich eine Menge anhören. In diesem Fall zurecht, musste sie zugeben, denn eigentlich sollte sie diese Stadt so gut kennen wie ihre Westentasche. Normalerweise tat sie das auch. Nur heute nicht. Sie verlief sich sonst nie. Na ja, selten. Manchmal. Wenn man ehrlich war, geschah es durchaus oft, Zoé war ein verpeilter Mensch.
    Diese verdammte Stadt, ärgerte sie sich und eilte los.
    Nun rannte sie in ihren High Heels aus der Seitenstraße raus und sah einige Taxen in ihrer Umgebung die Straße entlangfahren, die extra langsamer wurden, um sie mitzunehmen. Was sie nicht wussten, war der Fakt, dass sie es hasste in solchen Autos zu fahren und noch weniger Geld ausgeben wollte, um ihren eigenen Fehler auszubügeln. Das war nicht ihre Art.
    Schnell nahm sie das Handy wieder aus ihrer Tasche, tippte die Nummer ein, die sie anrufen wollte und wartete, bis Lukas’ Stimme wieder ertönte. Als würde er es ahnen und von einem leicht wissenden Unterton begleitet, fragte er: »Um wie viele Minuten wirst du zu spät kommen?«
    »Ich bin gerade … in der Nähe vom Bleu-Plaza und laufe in Richtung des Centrico-Plazas, um von dort mit Kijiro schnellstmöglich zum Rogue-Plaza zu kommen. Es kann sich nur um eine Stunde handeln, wenn ich mich beeile!«, antwortete sie hastig und lief währenddessen auf ihren High Heels weiter. Sie durfte keine Zeit verlieren, sonst würde Lukas nur noch wütender werden.
    Diesem entfuhr ein Seufzer und sogleich erwiderte er: »Dann ruf sie aber bitte an. Sie ist gerade am Palais Chaydeuvre, wo sie momentan einen Film dreht. Wie du weißt, wird sie in wenigen Minuten in den Flieger steigen und in weniger als anderthalb Stunden in der Zentrale sein. Und du solltest nicht so aussehen, als wärst du gerade erst angekommen. Sei nur froh, dass du ihre Lieblings-Agentin bist.«
    »Das bin ich gar nicht! Ich erledige meine Arbeit nur schnell und effektiv und das mag sie an uns Beiden!«, klagte Zoé vehement und schüttelte den Kopf, auch wenn Lukas es nicht sehen konnte.
    Dieser meinte daraufhin: »Wir beide wissen, dass das nicht der Fall ist, auch wenn sie meine Arbeit sicherlich auch wertschätzt. Euch verbindet einfach die Liebe zu besonderer Kleidung, die noch weniger für den Einsatz geeignet ist als ein Dummisel zum Fliegen. Aber das ist auch okay so, denn trotz eurer Geschmäcker seid ihr großartige Agenten.«
    Sie hasste es, wenn er Recht hatte. Allgemein mochte sie es nicht, wenn ein Anderer Recht hatte und sie nicht, doch bei Lukas war es ein ganz anderer Fall. Lukas war seit Jahren ihr bester Freund, hatten sie ihre Reise schließlich damals als Trainer zusammen begonnen und waren zusammen der PGA beigetreten. Doch wenn er Recht hatte, dann war es eine Sache, die ihr nicht bekam. Denn er hatte meist bei wichtigen Dingen Recht und da er jünger als sie war (19 Tage, aber jünger war jünger), sollte sie eigentlich diejenige sein, die besonnen war und Recht hatte.
    »Wieso wartest du darauf, Kijiro einzusetzen, bis du am Rogue Plaza bist? Es würde doch auch dort gehen, wo du gerade bist. Schlimmer als das Bewerfen von Dieben mit Ariados und Nasgnet und anderen Pokémon ist das lange nicht. Außerdem wärst du viel schneller da«, führte er fort, als keine Antwort von Zoé kam und verabschiedete sich dann noch. Er erwartete von ihr, dass sie tat, was er sagte. Das war schließlich sein gutes Recht.
    Und auch wenn es gegen ihrer normalen Neigung war, schon auf solch einer Straße ihr Pokémon zu rufen, tat sie es Lukas zu Liebe, zückte den Pokéball aus der Ariados-Tasche und warf diesen in die Luft. Hellblaues Licht entfuhr der Kapsel und ließ zuerst den Blick auf weite Schwingen frei, die außen schwarz waren und mit einem Muster aus Flammen abrupt ins Orangebraune übergingen. Diese wiederum endeten in einem weiteren Flammenmuster am Körper des Vogels und wurden von einem mitteldunklen Grau abgelöst. Der Kopf war an den Torso gedrungen, die Augen lagen in einer Vertiefung in Form eines Schlitzes, der Schnabel klein und schwarz mit einem gelben Schnabelansatz. Die kräftigen, muskulösen Beine selbst waren gemustert und hatten orangerote Flecken, die aussahen wie Funken, die sich von den Flammen des Oberkörpers lösten. Gelbe Klauen mit Krallen waren die Füße. Und obgleich der Vogel mit 120cm Körperlänge und 250cm Flügelspannweite große Ausmaße annahm, beinahe bedrohlich wirkte, landete der Vogel direkt vor Zoé, drückte sich mit dem Kopf an ihre Hand und befahl ihr damit, gestreichelt zu werden. Dies war Kijiro, ein Pokémon, das sie schon am zweiten Tag ihrer Trainerreise gefangen hatte und das seither einer ihrer engsten Partner war, ihr Pokémon zum Fliegen und für schnelle Kämpfe, der Kundschafter in vorher nicht gut einschätzbaren Situationen und vor allem ein glühender Zeitgenosse, in Kämpfen angriffslustig und teilweise etwas vorschnell. Und dennoch war Kijiro einer der besten Kampfpartner, die man sich nur wünschen konnte, schnell und voller Kraft.
    Also streichelte sie ihr Pokémon zärtlich und schwang sich daraufhin auf den Rücken des Feuer-Vogels, der das Ziel schon wusste. Zoé musste nicht sagen, wo es hingehen sollte. Sie verstanden sich durch die Jahre lange Kenntnis auch ohne irgendein noch so kleines Wort.
    Erneut nahm Zoé ihr Handy und wählte die Nummer des Chiefs der Einheit der Pokémon Guardian Agency in Kalos. Diantha.


  • »Zoé! Wie kann ich dir helfen? Und wieso rufst du mich nicht aus der Zentrale an?«, sprach Diantha, Champion der Kalos-Liga, Leiterin der Einheit der PGA in Kalos und berühmte Schauspielerin, die schon in vielen Pokéwood-Produktionen mitgespielt hatte. Ja, Zoé redete gerade mit einer Berühmtheit. Und ja, sie duzten sich.
    Andere wären bei diesem Gedanken wohl förmlich ausgerastet. Doch die Brünette, die solche Telefonate schon des Öfteren mit Diantha geführt hatte, antwortete schlicht: »Man hat mal wieder versucht, mich zu bestehlen und mir meine Tasche entwenden wollen. Ich musste dem Dieb dann doch tatsächlich bis zum Süd-Boulevard hinterherrennen, um meine Tasche zurück zu erobern. Nachdem ich ihn geschnappt habe, habe ich mich aber verlaufen, weswegen ich nun zu spät kommen werde. Lukas bat mich, dich deswegen anzurufen, damit du nicht ihm die Schuld gibst oder den Kopf abreißt, weil ich zu spät komme. Was irgendwie so noch weniger Sinn macht als ohnehin schon. Aber na ja, du kennst ihn ja.«
    »Wieso sollte ich ihm die Schuld geben? Ihr seid die wohl fähigsten Agenten der PGA in der ganzen Umgebung und habt nicht nur einen enorm guten Ruf in Kalos. Erst vor Kurzem sprach ich wieder mit Cynthia, die mich fragte, ob ich euch ihr nicht kurz ausleihen könne. Ich meinte natürlich, dass das nicht gehe, weil ihr euch auf die Undercover-Missionen spezialisiert habt und nicht auf die Art von Missionen, die Cynthia gerne an euch vergeben würde. Das hat sie dann verstanden, schließlich war sie auch einmal eine Undercover-Agentin. Aber ich schweife mal wieder ab, tut mir Leid. Jedenfalls ist alles in Ordnung, ich bin ja selbst erst etwas später da. Der Jet hatte erst Verspätung. Als wir dann bis vor zehn Minuten noch immer nicht losgeflogen sind, habe ich ihnen gesagt, dass ich los müsse und habe dann einfach Resladero genommen, weil es sowieso viel schneller ist als so ein Flieger. Das Gepäck wird dann zwar wohl nachkommen, auch wenn das männliche Personal des Flugzeugs so aussah, als würden sie die drei Koffer lieber dort stehen lassen, weil diese für sie eine zu große Last waren, aber gut. Wie heißt es doch so schön: Die Laster der Frauen sind viele, die der Männer zweierlei: was sie tun und was sie sagen. Und ist unser Laster die Kleidung, so können wir damit gut leben, nicht?«, führte die Dame auf der anderen Seite des Hörers aus und lachte lieblich.
    Zoé wusste durch diese Aussagen, warum sie Diantha so mochte. Lukas hatte es bereits gesagt: die beiden Frauen waren sich sehr ähnlich und wann immer sie miteinander sprachen, lachten sie eine Menge, lästerten natürlich über alle möglichen Leute, munterten sich gegenseitig auf, beglückwünschten sich ob erledigter Aufträge oder großartiger Ereignisse, litten miteinander, wenn eine Liebelei endete und so weiter. Doch Lukas hat einen Aspekt ignoriert, dachte Zoé. Er war nämlich bei solchen Gesprächen auch immer von der Partie.
    Außerdem war Diantha keine Chefin, wie man sie sich üblicherweise vorstellte. Sie konnte zwar streng und knallhart sein, was sie durch den Betrieb ihres Cafés gelernt hatte, doch meist war sie eher ruhig und freundlich, griff zum Zuckerbrot und nicht zur Peitsche. Wenn sie es aber doch mal tat, konnte man ihr nicht lange böse sein. Und sie dem Betroffenen noch weniger. Zoé hatte nur selten solche Momente mitbekommen, selbst war sie nie das Opfer solch eines Tadelns geworden. Diantha schätzte jede Leistung für den Schutz der Menschen und Pokémon der verschiedenen Regionen und war es eine noch so kleine Tat. Jeder Schritt zählte.
    Schließlich antwortete Zoé: »Nun gut, dann bin ich beruhigt und sehe dich gleich in der Zentrale.«
    Auch Diantha sprach: »Das tun wir. Wir sollten uns beide beeilen, weil heute etwas Wichtiges ansteht. Wichtiger als üblich.«
    Wichtiger als üblich. Das musste etwas aus Dianthas Mund heißen.
    »Okay!«, erwiderte Zoé abschließend und legte daraufhin auf, ließ das Handy zurück in die Ariados-Tasche gleiten. Lange konnte es ohnehin nicht mehr dauern, bis sie die Zentrale erreichen würde, da sie bereits in der Nähe des Bleu-Plazas mit Kijiro gestartet war.


    Es verging etwa eine weitere halbe Stunde, bis Zoé sich vor einer schlichten Tür in einer Seitenstraße am Rogue-Plaza befand. Sie bedankte sich bei ihrem Fiaro mit einem Lächeln und rief dieses dann zurück in den Pokéball, denn sie war nun angekommen.
    Eilig aktivierte sie das Schloss der Tür der PGA-Zentrale, indem sie ihre Hand an eine festgelegte Stelle der Tür hielt. Sogleich ruckelte eine Stelle neben der vermeintlichen Tür und ließ den wahren Eingang zum Vorschein kommen, den sie gleich nutzte.
    Langsam ging sie durch einen kleinen weißen Gang, der merklich in die Tiefe führte, den sie schon so oft abgelaufen war, dass dieser sie nur noch langweilte. Sie schaute sich hier nicht um, erkannte nur aus dem Augenwinkel die blauen Leuchten, die eine eigenartige Wirkung auf Neuankömmlinge hatten. Es wirkte durch diese surreal und futuristisch.
    Nach einer Minute des Gehens kam sie auch schon in der riesigen weißen Halle der PGA an, in der Lukas bereits auf sie wartete. Heute trug er eine kieferngrüne Weste aus edlem, glänzendem Stoff, eine in derselben Farbe gehaltene Hose, Schuhe mit weißem Liga-Symbol an den Seiten, die in den letzten Jahren zu einem Trend geworden waren, dass man sich wundern musste, warum Zoé solche Schuhe nicht besaß, unter der Weste ein weißes Hemd und eine grüne Krawatte, die relativ schlank war und deren Ende hinter der Weste verschwand. Wie bei Zoé würde man bei ihm wohl kaum glauben, dass er so gekleidet bei der PGA arbeitete. Nun, vielleicht etwas weniger überraschend als bei ihr.
    Lukas schaute sie mit ernster Miene an, lief in ihre Richtung und sprach voll theatralischer Einlagen beim Reden: »Endlich bist du da! Ich hatte schon befürchtet, Diantha käme vor dir an. Hast du denn mit ihr gesprochen? Wird sie Gnade walten lassen?«
    »Wie du dich mal wieder ausdrückst, Lukas. Du weißt genauso gut wie ich, dass Diantha uns niemals wegen so einer Sache tadeln würde, besonders weil sie selbst des Öfteren zu spät kommt. Außerdem wird sie heute ganz andere Sorgen haben, denn irgendetwas Wichtiges scheint heute zu passieren«, entgegnete Zoé leicht angenervt und fing sich beinahe sofort wieder, lächelte Lukas an und war still, als dieser antwortete: »Das kannst du laut sagen. Heute sind zwei Leiter aus anderen Regionen angereist und ein dritter soll auch noch ankommen. Es sind Cynthia Delo, Blau Eich und Calisto Farewell. Den kennst du bestimmt noch als LeBelle, wir haben vor seiner Beförderung mal mit ihm zusammen in Einall gearbeitet. Es scheint einen großen Auftrag zu geben, der sich weit über die Grenzen von Kalos erstreckt.«
    Zoé war überrascht zu hören, dass Calisto Farewell, LeBelle, inzwischen befördert worden war, da sie ihn besonders als schnell verwirrbaren Menschen kennengelernt hatte, der so nie in eine leitende Agentenposition gepasst hätte. Anders als sie oder Diantha vor ihrer Beförderung war LeBelle ein Kommissar gewesen, der im Gegensatz zu Agenten wie Zoé oder Lukas alleine arbeitete und nur bei besonderen Fällen detektivischer Natur auf den Plan trat. Wenn sie es sich jedoch genauer überlegte und betrachtete, was LeBelle schon alles erreicht hatte, dann kam es doch gar nicht so überraschend, dass er inzwischen zum Leiter einer Einheit befördert worden war, denn er hatte schon einige große verbrecherische Organisationen in verschiedenen Regionen ausschalten können.
    Von Cynthia hatte sie natürlich schon eine Menge erlebt, sie war vor zwei Jahren sogar einmal mit ihr und Diantha zusammen im Nachtleben Illuminas unterwegs gewesen und hatte sie als eine Person kennenlernen dürfen, die zwar so aussah, als würde sie nichts trinken können, dann jedoch Unmengen vertrug. Natürlich war das für ihren Berufsstand nur selten wichtig und für Cynthia als die Leiterin einer Einheit, die sich vor allem um die Erkundung alter Ruinen kümmerte, noch weniger, aber Zoé konnte Menschen nach solchen Trinkgelagen sehr viel besser einschätzen. Beide hatten sich ähnlich gut verstanden, wie es Diantha und Zoé auch taten (obschon Cynthia wohl kaum so viele Kleiderprobleme hatte wie die Beiden, weil Zoé sie immer nur in schwarzen Kleidern sah und generell nur in Hosen).
    Blau Eich kannte sie persönlich gar nicht und konnte ihn nicht einschätzen. Sie hatte nur von ihm gehört, dass er der Rivale Rots war, der als einer der stärksten Trainer der Welt galt und Champion Kantos, Johtos und einiger kleinerer Regionen war. Von seinem Opa und natürlich seinen eigenen großartigen Leistungen in der Pokémon-Forschung hatten Zoé und Lukas zwar schon eine Menge auf ihren Missionen in Kanto, Johto oder Hoenn hören können, doch den legendären Trainer mal selbst zu sehen, war für Zoé beinahe so aufregend wie das erste Mal, als sie Diantha getroffen hatte.
    Doch lange konnte sie nicht mehr darüber nachdenken, denn sogleich räusperte sich jemand in der Nähe und Zoé drehte sich nach verwirrtem Umschauen um. Und sie erkannte die Person sofort, von der das Räuspern gekommen war. Hinter ihr stand Cynthia, über die sie soeben noch nachgedacht hatte. Diese sagte zur Begrüßung schlicht: »Zoé! Wir haben uns lange nicht gesehen! Es freut mich zu erkennen, dass das Feuer in deinen Augen noch immer so stark wütet wie vor zwei Jahren. Wie ist es dir ergangen?«
    Ohne sie genauer anschauen zu können, umarmten sie sich beinahe schon freundschaftlich und Zoé meinte fast schon traurig: »Ach, ich kann nicht klagen, nachdem ich diese Schuhe endlich in einem Laden in Marea City finden konnte. Das hat mich Wochen gekostet, sie zu finden. Aber es freut mich viel mehr, dich wiederzusehen, auch wenn der Grund scheinbar nicht der Beste ist. Vermutlich wird es heute nichts mit einem Besuch im Café Noir, nicht?«
    »Ich würde mir wirklich wünschen, dass ich etwas anderes sagen könnte, aber ich glaube, dass du Recht hast. Es ist so viel passiert in den letzten Wochen, dass die harte Realität schneller wieder beginnen wird als uns lieb sein kann. Leider«, antwortete sie und beendete ihre Aussage mit einem tiefen und langgezogenen Seufzer. Dann fügte sie nach einer kurzen Pause noch hinzu: »Du hast nicht zufällig Diantha, Blau oder Calisto gesehen? Ich weiß zwar, dass ich gerne etwas verfrüht auftauche, aber dass ich jetzt noch die Einzige von uns Vieren bin, die in der Kalos-Zentrale ist, kann ich mir kaum vorstellen.«
    Noch bevor Zoé etwas sagen konnte, antwortete Lukas: »Diantha befindet sich auf dem Weg hierher, weil sie gerade einen Film in der Nähe des Palais Chaydeuvre gedreht hat. Sie müsste in Kürze auch auftauchen. Mr. Farewell ist momentan noch im Flugzeug aus Einall, da er dort den Fall, den wir vor kurzer Zeit beendet haben, noch abarbeiten musste. Blau Eich befindet sich hier im Gebäude in der Abteilung für Forschung. Diese finden sie in der dritten Etage.«
    »Wie höflich du bist. Du kannst mich aber durchaus duzen, so alt bin ich nun auch noch nicht. Auch wenn ich mich natürlich geschmeichelt fühle«, kommentierte Cynthia und lachte freudig. Sie hat zwar eben noch gesagt, dass am Ende des Tages wieder die harte Realität beginnen würde, aber sie scheint viel zu fröhlich zu sein, als dass etwas wirklich Schlimmes geschehen sein kann, dachte Zoé überrascht und erforschte den Gesichtsausdruck der Blonden. Keine Spur von Angespanntheit.
    »Ihr besitzt doch bestimmt die Freundlichkeit mich dorthin zu bringen, oder? Ich weiß, dass ihr viel zu tun habt, aber wie ich mich kenne, werde ich mich ansonsten verlaufen und dann kann man mich irgendwann vom Boden abkratzen. Das fänd ich nicht so toll«, meinte sie und lachte wieder.
    Zoé und Lukas nickten gleichzeitig und gingen vor, wobei sie dennoch relativ nah bei Cynthia blieben, um sich mit ihr zu unterhalten. Und Zoé hatte endlich die Zeit, sich anzuschauen, wie Cynthia gekleidet war, weil sie irgendetwas an ihr verwunderte. Irgendetwas irritierte Zoé am Stil der Sinnoh-Liga-Meisterin.
    Es dauerte etwas, bis Zoé es bemerkte und sich danach fragte, wo sie nur mit dem Kopf war: Cynthia trug kein Schwarz! Viel mehr noch war sie ähnlich elegant gekleidet wie Zoé.
    Sie trug ihre Haare geflochten, große Schlingen vorne, die nach hinten immer kleiner und feiner wurden. Ihre sonst so langen Haare fielen somit nicht, sondern thronten auf ihrem Kopf wie ein Diadem. Wenn man sie so anschaute, würde man kaum glauben, wie lang ihre Haare eigentlich waren. Auch erkannte Zoé dunklere Strähnen, die jedoch so angerichtet waren, dass sie natürlich aussahen. Doch als wäre das nicht bereits genug trug Cynthia ebenfalls ein langes eng anliegendes Etuikleid in einem mittleren Pflaumenton. Dieses besaß Rüschen an den Schulterenden und war ärmellos, besaß einen kleinen, dezenten Ausschnitt, der in einer abgerundeten v-Form gehalten war, während eine etwa zwanzig Zentimeter breite Schleife die rechte Seite oberhalb der Brust zierte. Es ging etwa bis zu den Kniescheiben der blonden Frau, wo es etwas verengt seinen Schluss fand. Darunter trug Cynthia eine durchsichtige Strumpfhose, hochhackige Schuhe aus ineinander verschnörkelten Bändern und einem Plateau an den Zehenspitzen in einem ähnlichen Pflaumenton ließen die ohnehin schon große Frau noch größer aussehen. Dazu noch eine elegante Clutch in einem dunkleren Pflaumenton und ihr Outfit war komplett. Elegant, schlicht und dennoch einzigartig wie Cynthia selbst. Besonders zu sehen war, dass die violetten Töne der Kleidung die grünen Augen der Forscherin strahlen ließen.
    »Wie elegant du heute gekleidet bist, Cynthia. Selbst im Café Petit warst du in einem bodenlangen schwarzen Kleid mit Ärmeln und Kragen gekleidet. Wie kommt es?«, fragte Zoé überrascht und schaute die andere gespannt an.
    Diese antwortete wiederum: »Ich denke, wenn du Blau siehst, wird dir auch bei ihm auffallen, dass er besonders gekleidet ist. Jedenfalls so wie ich ihn kenne.«
    Schnell stiegen die drei jungen Menschen in den gläsernen Kapsel-Aufzug der großen Halle und Lukas drückte auf die Taste, auf der in digitaler Schrift “3” stand. Von hier aus konnte man über die gesamte große Halle auf der einen Seite sehen, während auf der anderen Seite die erste und zweite Etage zum Vorschein kamen und wieder in der Tiefe verschwanden.
    Auf Etage 3 angekommen liefen sie raus und Lukas meinte: »Jetzt nur noch geradeaus und wir sind in der Forschungszentrale.«
    Auch hier deutete er wieder den Weg vorraus und öffnete die große Tür mit seinem Handabdruck auf einer gläsernen Scheibe. Darüber stand auf einem Display “Lukas H. Eldor” mitsamt eines Bildes von ihm und einigen weiteren Daten des Agenten. Das nicht weiter beachtend schritt er in die Forschungszentrale hinein und hielt den beiden Damen hinter sich die Tür auf, die sich bedankten, was Lukas mit einem lächelnden “Bitte” kommentierte.
    Cynthia entdeckte umgehend Blau und sprach mehr oder weniger leise: »Blau!«
    Daraufhin drehte sich ein junger, braunhaariger Mann um, der lächelte und die Blondine umarmte. Und was diese wenige Minuten zuvor gesagt hatte, stimmte: Blau war ebenso elegant angezogen wie sie, Zoé oder Lukas. Nur warum bloß? Was war der Grund für diese Kleidung?


  • Blau Eich war gewiss ein Mensch, von dem in den letzten vierzehn Jahren die meisten Menschen in Kanto und Umgebung etwas gehört hatten. Er war nicht nur der jüngste Champ in der Geschichte der Kanto-Pokémon-Liga gewesen, sondern auch jener, der die kürzeste Zeit amtierte. Besonders war hierbei, dass sein Kontrahent aus dem gleichen winzigen Dorf stammte wie er, im selben Alter wie er war und sogar am selben Tag mit etwa zwei Stunden Verspätung seine Reise begonnen hatte. Und diese zwei Stunden waren es, die Blau als Champion der Pokémon-Liga als stärkster Trainer Kantos galt.
    Lange Zeit war es ihm ein Groll zu wissen, dass der Mensch, den er Jahre lang nur als Loser angesehen hatte, nun stärker war als er und nicht nur in Kanto einen Ruf besaß, der von seiner Stärke sprach, da dieser innerhalb eines Jahres auch noch Meister der Johto-Liga wurde. Ihm jedoch war nur ein Recht geblieben: der Platz des stärksten Arenaleiters.
    Nachdem ein ebenso rachsüchtiger wie machtgeiler Mensch versucht hatte, die Welt zu beherrschen, indem er mit Hilfe einiger Erfindungen der weltweit agierenden Silph Coorperation ein Pokémon erschuf, das die Macht besaß, ganze Städte aus zu löschen, dieser dann besiegt worden war und seine gesamte Organisation daraufhin den Bach runterging, weil ihr Boss wahnsinnig wurde, war nämlich ein Platz freigeworden, den Blau sofort ergriff, noch immer getrieben vom Zorn, der in ihm aufgestiegen war, als er gegen den Menschen verloren hatte, der nie eine Konkurrenz für ihn dargestellt hatte. Schließlich war er Blau Eich, Enkel des berühmten und weltweit führenden Professor Samuel Edgar Eichs. Und wer war sein Kontrahent schon gewesen? Ein Junge, dessen Mutter Sinelbeerenkompott liebte, dessen Vater niemand außer seiner Mutter kannte, dessen erstes Pokémon ein Pikachu war, das ihn zu Beginn nicht einmal mochte. Wie konnte so eine Entwicklung schon fair sein?
    Blau suchte nach weiteren Möglichkeiten, etwas zu schaffen, suchte hier und da nach Möglichkeiten, seinem Leben einen Sinn und wieder etwas Spannung zu verleihen, und wurde daraufhin Teil der PGA in Kanto, die bereits bei der Auflösung Team Rockets geholfen hatte. Siegfried nämlich, ein Mann, den Blau seit Jahren kannte, war ebenfalls Teil der PGA und hatte Blau angeworben, nachdem er erfahren hatte, dass dieser etwas suche, was ihm die Langeweile der meist leeren Arena nahm.
    Der junge Mann ging zusammen mit einigen Partnern auf Missionen und erledigte diese mit Leichtigkeit. Doch war sein Großvater, der Leiter der PGA zu der Zeit, nicht sehr erfreut, hatte sein Enkel nämlich Vorstellungen einer Missionserfüllung, die mit moralischen Werten nichts zu tun hatten.
    Ein ernster Streit entfachte sich zwischen Blau und seinem Großvater, der darin endete, dass Blau die PGA verließ, keinen Kontakt mehr zu Professor Eich aufnehmen wollte und noch gelangweilter wurde.
    Zu allem Überfluss war es dann auch noch so, dass Blau keinen weiteren Kontrahenten hatte, der auch nur ansatzweise stark genug war, um ihn zu besiegen. Und wer ihn nicht besiegte, konnte nicht zum Silberberg, wo sein erbitterter Rivale die letzten Jahre trainierte. Ein Jahr und über hundert Kontrahenten später jedoch begegnete Blau einem Mädchen mit braunem Haar, deren Namen die Melodie ankündigte, die in ihr verborgen war, das alles ändern sollte. Sie, ein Mädchen aus Neuborkia, einem Dorf mit ähnlicher Geschichte wie die Alabastias, konnte ihn, Blau, endlich besiegen. Vielmehr noch: sie konnte seinen Kontrahenten besiegen.
    Wer nun glauben möchte, dass Blau seinen Groll gegenüber dem anderen vergaß, der täuscht. Blau war ein Mensch, der inzwischen so sehr von der Rivalität mit dem jungen Mann geprägt war, so lange nur den Weg des Grolls gegangen war, dass ihm auf einmal etwas fehlte. Denn zuvor hatte er ein Motiv, an Rot, so hieß der Junge, zu denken. Doch nun, wo dieser selbst besiegt worden war, war der Grund für die Gedanken verschwunden. All das, was sich Blau die letzten Jahre eingeredet hatte, war in Luft aufgelöst. Und er musste sich eines eingestehen: er vermisste den Gedanken an diesen einen Menschen, der ihn immer gefordert hatte, der sein Rivale war, aber auch sein bester Freund geworden war, den er weggestoßen hatte, nachdem dieser erneut bewiesen hatte, dass er stärker war als Blau.
    Er erkannte. Er suchte den Mann auf, der Rot inzwischen war, noch immer ein Trainer unvergleichbar mit anderen, einzig geschlagen von Lyra, der neuen Liga-Meisterin, die Team Rocket erneut in die Knie gezwungen hatte. Und sie kämpften erneut miteinander. Rot mit seinem Pikachu gegen Blau mit seinem Psiana, ein Kampf mit nur einem Pokémon, mit den Pokémon, die sie erhalten hatten, als sie ihren Weg als Trainer begonnen hatten. Blau wusste, dass er keine Chance hatte, denn Rot war noch stärker geworden, sein Pikachu strömte mehr Energie aus als noch zwei Jahre zuvor.
    Blau sollte Recht behalten, denn er verlor nach einem viele Stunden andauernden Kampf. Rot war noch immer stärker, doch Blau spürte keinen Groll wie nach dem letzten Kampf. Stattdessen umarmte er den anderen, der perplex dasselbe tat. Blaus Zorn war ein Vorwand gewesen für etwas anderes, für den jungen Mann unaussprechliches. Und wer konnte ahnen, dass es auf Gegenseitigkeit beruhte?
    Es vergingen weitere Jahre und Blau, der inzwischen als Arenaleiter aufgehört hatte, ging an die Universität von Saffronia City, um dort die Wissenschaft der Evolution zu studieren. Denn ähnlich wie sein Großvater vierzig Jahre zuvor verspürte auch der junge Mann eine Verbindung zur Wissenschaft, die ihm in der Zukunft noch eine Menge einbringen sollte. Erst durch den Kampf mit Rot und den resultierenden Ereignissen hatte er erkannt, dass der Kampf nicht das war, wonach er sich sehnte, sondern vielmehr noch nach dem Wissen, das er sammeln konnte, wenn er die wundersamen Wesen erforschte, die die Pokémon waren. Er konnte sich nichts Großartigeres vorstellen als das Wissen, dass er etwas entdecken könnte, was kein Mensch vor ihm erkannt hatte. Blau hatte das erste Mal seit vielen Jahren wieder Ambitionen und kümmerte sich enorm um diese Dinge.
    So kam es, dass der junge Mann nach fünf Jahren mit Summa cum Laude sein Studium abschloss und in den Laboratorien seines Großvaters noch weiter lernte, bis er schließlich nach einem weiteren Jahr sein eigenes Labor in Vertania City eröffnete, um möglichst nah am Silberberg zu sein. Später würde sich noch herausstellen, dass dies der perfekte Platz für Blau war.
    Einige Monate vergingen und Blau entdeckte einige wichtige Informationen über Pokémon, die halfen, eine Krankheit zu besiegen, die besonders Feuer-Pokémon befiel, da die Erreger extreme Temperaturen bevorzugten. Dies war das erste Mal, dass Blau wieder etwas von der PGA hörte, nachdem er fast drei Jahre zuvor ausgestiegen war.
    Es kam noch des Öfteren zu Treffen zwischen den beiden Parteien und so wurde Blau wieder Teil der PGA, nahm an Sitzungen teil, wie er es früher nie wollte, half seinem Großvater in seinem Labor, übernahm besondere Missionen in Regionen wie Orre oder Phiore und stieg in der Ranghierarchie auf, bis er der Stellvertreter des jetzigen Leiters, Siegfried, war. Doch an seinen Laborarbeiten änderte das nichts.
    Eines Tages besuchte ihn ein junger Mann mit kurzen weißblonden Haaren, der von weither aus Einall angereist war, um Blau seine Aufwartung zu machen, weil er diesem eine Idee vorstellen wollte. Der Mann, so stellte sich heraus, war ein Forscher auf dem Gebiet der Stärke der Pokémon und seit Jahren auf der Suche nach einem Labor, das ihm ermöglichen würde, seine Arbeiten voranzutreiben. Dies war ihm natürlich wie jedem anderen Forscher sehr wichtig, da er glaubte, damit eine Möglichkeit zu finden, für die Zukunft der Wissenschaft noch schneller Informationen über Pokémon zu sammeln.
    Anfangs interessiert an der Idee bemerkte Blau bald, dass der junge Mann Ideale und Vorstellungen besaß, die auf keiner moralisch vertretbaren Grundlage aufbauten. Um diesem mitzuteilen, dass die Unterstützungen seines Labors beendet werden müssten, wenn der Mann seine Vorstellungen nicht ändern würde, entdeckte er, dass der Blonde bereits verschwunden war. Einzig ein Brief war hinterlassen worden, auf dem stand, dass der Mann zurück nach Einall gehe, weil er dort in der Nähe seiner Heimat einen Geldgeber gefunden habe. Er entschuldige sich für die überraschende und unannehmliche Lage, aber wisse, dass es das Beste für alle Parteien sei.
    Überrascht von dieser Aussage und die durch die Missionen und das Wissen der PGA geschulten Ohren spitzend verfolgte er den jungen Mann und erkannte den Geldgeber des jungen Mannes: G-Cis, der Leiter eines Verbrecher-Syndikats in Einall. Alarmiert von dieser Erkenntnis informierte er umgehend Rebecca Joy und Calisto Farewell, auch als LeBelle bekannt, ebenso wie Diantha, Troy, Cynthia, Professor Hastings und wenige andere, da diese als Leiter der größeren Einheiten der PGA sicherlich noch eine große Unterstützung für die Einall-Einheit darstellen würden. Außerdem gab es Hinweise auf Aktivitäten in anderen Regionen, sodass es ohnehin ein internationales Problem darstellte.
    Es vergingen etwa anderthalb Jahre, bis die Geldgeber des jungen Mannes einer Reihe an Straftaten bezichtigt werden konnten. Dies war unter anderem der Verdienst von fünf Mitgliedern der PGA, bzw. zwei Mitgliedern der PGA Kalos, zwei späteren Mitgliedern der PGA Einall und einem Mitglied des ALV. So kam es, dass Blau Lukas und Miranda kennenlernte, ohne dass sie ihn kennenlernten.
    Einige weitere Monate vergingen und Blau stieg zum Leiter der Einheit der PGA in Kanto und Johto auf, da Siegfried sich nun auf seine Aufgaben als Mitglied der Top Vier und des Arenaleiter-Verbandes konzentrieren sollte, war er vor kurzem nämlich zum Vize-Leiter des Letzteren ernannt worden.
    Inzwischen war Blau 24, vierzehn Jahre lang war er bereits Trainer und seit acht Jahren gestand er sich zu, was er für den einen Menschen spürte, der immer das Salz in seiner Suppe war. Und als eines der wichtigsten Mitglieder der PGA, berühmter Forscher und Enkel des noch berühmteren Professor Eichs war er nun auch weit über die Grenzen Kantos bekannt, man sprach sogar in Einall von ihm und Lauro in einem Atemzug.

  • Hallo werte Abenddämmerung,


    nachdem ich schon lange bei Miranda dabei bin, wird es ja endlich mal Zeit, die andere Seite kennenzulernen. Also Zoé, von der du mir schon so viel erzählt hast und in Anbetracht dessen, wie lang das Topic schon steht, war das überfällig. Ich bin demnach auch sehr überrascht über die vielen Informationen im Startpost und wie gut du alles gegliedert hast, auch mit begleitenden Sprites. Die Aufmachung wirkt dadurch sehr liebevoll.
    Demzufolge komme ich erst einmal mit ein paar Quotes, die mir während des Lesens aufgefallen sind:



    Gut. Ein bisschen bin ich ja schon auf Zoé eingegangen, aber sie macht tatsächlich einen interessanten ersten Eindruck im Kapitel. Auch wegen des Aussehens, aber vorwiegend, weil sie doch ziemlich aufdreht und mal zeigt, wie sie geschnitzt ist. Das sieht man eher selten für den Beginn einer Story, passt aber gut zur Situation und du erklärst im weiteren Verlauf auch, was sie schließlich nach Illumina geführt hat. Ist ja nicht so ohne, wenn ein Auftrag mit zwei ranghohen Mitglieder der P.G.A auf sie wartet. Auf jeden Fall wirkt sie nach den ersten Minuten sympathisch und zielbewusst, gleichzeitig auch menschlich und das gefällt mir so weit an ihr.
    Viel ist bis dahin aber noch gar nicht passiert, außer dass du die Charaktere vorgestellt hast und auch einige ihrer Macken aufzählst. Das soll es vorerst aber auch gewesen sein. Besonders Blaus Hintergrundgeschichte bleibt gut im Gedächtnis, weil man ihn und seine Motivationen durch die langjährige Erfahrung erahnen kann. Die größten Überraschungen sind hierbei natürlich abseits der ersten zwei Generationen zu finden. Der Streit mit seinem Großvater, die Abkehrung von der P.G.A; da spielte einiges mit, bis er sich schließlich besonnen und gemerkt hat, woran es ihm wirklich liegt und mit der Zeit hat er sich durchaus gemausert. Mal sehen, wie er sich im Auftrag der Geheimpolizei und mit den anderen macht.


    Generell fällt auf, dass die Charaktere sehr viel auf einmal reden und Interaktionen eher schleppend vorangehen. Ich weiß nun nicht, wie lange diese Kapitel schon existieren, wollte das aber mal anmerken, da sich so viele Erklärungen auf einmal sammeln. Ebenso sind die Abschnitte zwischen den Gesprächen sehr ausführlich und ausschweifend geschrieben, teils auf Dinge eingehend, die auch in ferner Vergangenheit passiert sind. Es ist anders als bei Miranda, wo du gezielt auf vergangene Ereignisse eingehst, um so die Geschichte zu erzählen und das macht die Erfahrung wiederum neu und spannend. Dass diese Ausschweifungen dabei auch immer interessant bleiben und du schreiberisch gut unterwegs bist, muss ich dir wohl nicht mehr sagen.


    In dem Sinn freue ich mich auf das nächste Update; bis dahin!

  • @Rusalka:
    Zoé ist grundsätzlich eine Frau, die nie aufhört zu reden. Sie redet bis fünf Uhr morgens, wenn sie kann, weil sie es einfach liebt. Dabei wird sie dann ausschweifender als ich. Und du kennst mich, ich rede gerne, wenn ich einmal anfange. Ohne Ende, wenn es geht. Nehme mich dann zwar eher zurück irgendwann, aber sie hat das Bedürfnis nicht. Es liegt aber auch ein wenig daran, dass ich Zoé angefangen habe, als ich in den letzten RPG-Hoch-Zeiten war und dementsprechend noch gewöhnt war an die Masse an Informationen. Dass das bei Miranda so nicht passierte, liegt daran, dass Miranda einfach weniger redet als Zoé.
    Shit, ich weiß gar nicht, wieso ich da Rogue Plaza stehen hatte, schreibe das eigentlich wirklich Rouge Plaza. Kann aber auch sein, dass die Google Sheets das automatisch korrigiert haben und mir das nicht aufgefallen ist. Wird in Zukunft auf jeden Fall nicht mehr vorkommen.
    Ich muss gestehen, dass ich Blau als Charakter liebe. Seit HGSS besonders und seit dem Schreiben der Geschichte sogar noch mehr. Er taucht in Zukunft auch häufiger auf, als ich am Anfang geplant hatte. Generell verlief da aber einiges anders als erwartet.


    »Könntet ihr mir jetzt denn bitte sagen, warum hier alle so elegant angezogen sind? Also dass ich das von Lukas und mir gewohnt bin, ist ja eine Sache. Aber dass auch die Chiefs der anderen Regionen nicht nur hier sind, sondern auch in feinste Schale geschmissen sind, ist mir doch etwas zu hoch. Also bitte erklärt es mir«, kommentierte Zoé die Kleidung der Anwesenden mit einer beinahe flehenden Bitte und schaute sich in diesem Moment auch Blau an. Er war ein junger Mann in bester Form, seine drahtigen Muskeln drückten sich unter der Kleidung etwas ab, aber nicht so extrem, dass man ihm unterstellen würde, er würde posieren wollen. Vielmehr war es eine Untermalung seines ohnehin schon guten Aussehens. Seine Haare saßen so perfekt. Ja, er konnte sogar mit Lukas mithalten und das konnte kaum einer in ihren Augen.
    Wie geil seine Augen sind, die sind so leuchtend blau …, aber wenn die Gerüchte zu Blau stimmen, ist er schwul. Und dann ist es schon wieder richtig traurig, dass die wirklich gut aussehenden Männer schwul sind, seufzte Zoé im Gedanken und schaute Blau weiter an. Sie hatte einen Narren an seinen Haaren gefressen. Die saßen einfach perfekt und standen ihm. Und an seinen Augen hatte sie auch ihre blanke Freude. Denn sie waren blau und ausdrucksstark und leuchteten. Und sein Kleidungsstil war einfach unbeschreiblich.
    Dieser trug nämlich passend zu seinem Namen einen nachtblauen Anzug, darunter eine dünne dunkelblaue Weste und darunter wiederum ein dunkles blaues Hemd, also einen klassischen Dreiteiler. Eine weiße Fliege zierte den Kragen und ließ das Outfit dadurch etwas verspielter, jugendlicher, vor allem aber heller wirken.
    Eine ebenso dunkle Hose aus edlem Stoff und schwarze Schuhe, deren lackierter Stoff glänzte wie Metall, waren weitere Bestandteile seiner Kleidung. Und wie sehr sie ihm stand. Wenn man den Chiefs der beiden Einheiten eins zugestehen musste, dann ihr Stilbewusstsein. Zwar waren sie im Gegensatz zu Zoé oder Lukas eher dunkel und einfarbig angezogen, doch das tat dem Gesamteindruck keinen Eindruck. Nein, es verstärkte diesen sogar noch.
    »Gedulde dich noch ein paar Augenblicke, dann wird man es dir sagen. Ich glaube mich zu erinnern, dass man uns gesagt hat, wir dürften euch nichts sagen. Diantha will nämlich dabei sein, wenn wir euch davon erzählen. Und das sei ihr auch gegönnt«, antwortete Blau, dem die Blicke Zoés durchaus aufgefallen waren. Doch da es anscheinend keine neue Erfahrung für ihn war, ließ er es unkommentiert zu und wandte sich an Cynthia: »Wie geil du heute auch aussiehst, Cynthia. Ich hatte ehrlich gesagt die Vorstellung, dass du ein schwarzes Kleid wie Sabrina in ihrem Film ‘Frühstück im Café Belle’ anziehst. Sie hat vor kurzer Zeit erst damit angegeben, als ich sie in der Silph Co. getroffen habe. Ich weiß zwar nicht, ob sie dem Glauben verfallen ist, dass jeder Kleider tragen will, seitdem sie es getan hat, aber ich gönne ihr ihren Erfolg. Vor allem nach ihren Problemen mit der Liga-Administration, als sie öffentlich einen Gegner ausgelacht hat. Zurück zu dir: Das pflaumenfarbene Kleid steht dir noch viel besser als ein schwarzes, denn das Rot darin lässt deine Augen leuchten. Auch wenn ich natürlich nicht die größte Ahnung habe.«
    Cynthia lächelte belustigt und erwiderte: »Leider hast du dich genauso angezogen, wie es dein Name uns versprochen hat. Aber dass es dir steht, ist, denke ich, klar. Wahrscheinlich hat er dich eingekleidet, nicht? Das scheint er in letzter Zeit ja gerne zu tun. Ich erinnere mich nur an euren Auftritt beim Pokémon World Tournament in Einall. Das war so richtig kitschig. Vorher habe ich ihm das ja nicht zugetraut.«
    Er. Zoé seufzte innerlich erneut. Ihre Befürchtung stellte sich also als wahr heraus. Keine Zoé Eich also.
    Nicht, dass sie verzweifelt nach jemandem suchte, weiß Arceus nein, doch sie genoss das Wissen, dass sie denjenigen haben konnte, den sie wollte. Auch wenn sie Blau nicht wollte, konnte sich der Gedanke, ihn haben zu können, wenn sie dann doch wollte, schon wie Balsam für die Seele anfühlen. Da sie jedoch auch wusste, dass eine große Schar an Männern hinter ihr her war, war es wohl zu verkraften, dass beide Männer, die an diesem Gespräch teilnahmen, unpässlich waren. Mehr oder minder.
    »Erwischt«, bejahte Blau die Aussage Cynthias und grinste, »ich mag seine Auswahl aber. Er wird heute Abend leider nicht kommen können, weil er in Oblivia einige Termine wahrnehmen muss. Der Champ so vieler Regionen hat eine Menge Verpflichtungen, denen nachzukommen sind. Besonders, wenn es sich um einen so ungeduldigen Menschen wie Hastings handelt. Das war grausam, muss ich sagen. Vor nicht einmal drei Tagen ruft er so an und verlangt eine Audienz mit ihm, weil er einige Hinweise auf eine Verbrecherorganisation an den Grenzen Kantos erhalten hat. Ist zwar eigentlich meine Aufgabe, aber der gute Professor war ja noch nie ein großer Fan von mir, weil ich der verwöhnte Enkel des großen Professor Eichs bin. Damals wollte er ja auch jemand Anderes an der Spitze sehen. Wir werden wohl leider nie gute Freunde, obwohl er sich so gut mit meinem Großvater versteht.
    Jedenfalls müsste er jetzt in Oblivia gelandet sein. Rot ist mit mir nämlich gestern nach Kalos geflogen und heute morgen dann zur Isla Sophita. Das war unheimlich lieb von ihm. Auch wenn ich ihn nicht darum beneide, dass er kaum Schlaf haben wird. Seine Augenringe sahen schon gestern furchtbar aus.«
    Blau sprach von diesem anderen Mann voller Liebe in der Stimme. Zoé erinnerte sich noch an eine ähnliche Situation, die sie erst vor kurzer Zeit beim Telefonat mit Lukas gehört hatte. Solch eine Liebe musste großartig sein, egal wen oder was man liebte, egal was andere davon hielten. Das war für Zoé selbstverständlich.
    Cynthia schien dasselbe zu denken, denn sie antwortete: »Diese Liebe, die euch verbindet, muss etwas Wunderbares sein. Ich wünschte, ich hätte einen Menschen, mit dem ich mich so gut verstehen würde wie ihr Beiden. Dann wäre sicherlich auch der ganze Stress, der mal wieder in Sinnoh vorgefallen ist, leichter zu ertragen. Ihr habt ja sicherlich alle davon gehört, Blau sowieso.«
    Zoé musste kurz überlegen, was Cynthia meinte, doch dann wurde es ihr klar, denn es war ein Fall gewesen, an dem sich Diantha und einige andere Chiefs persönlich vor Ort beteiligt hatten. Vor wenigen Monaten nämlich hatte eine Verbrecherorganisation mit Wurzeln in Kanto und Johto versucht, die Pläne Team Galaktiks weiterzuführen, nachdem dessen Anführer Zyrus in die ewigen Weiten der Zerrwelt verschwunden war. Der Anführer dieser neuen Organisation, die allgemeinhin als Team Space bekannt war, war niemand Geringeres als das ehemalige Team-Rocket-Vorstands-Mitglied Atlas, der es beinahe geschafft hatte, das legendäre Pokémon Giratina zu fangen. Kurz vor Vollendung seines Planes jedoch hatte ihn der Champ Sinnohs Lucas, der der Nachfolger Cynthias war, besiegen können. Giratina, voller Zorn und Kraft, floh jedoch aus seinem Gefängnis und wütete in der ganzen Sinnoh-Region. Einzig durch das gemeinsame Bemühen des Champs und Cynthias konnte dieses Pokémon fernab der Städte gehalten werden, bis andere Agenten der dortigen Zentrale angekommen waren. Sie hatten jedoch nicht damit gerechnet, dass Giratinas Aura solch eine Stärke besitzen würde, dass die wilden Pokémon ebenfalls in Rage gerieten und Trainer und ihre Pokémon angriffen. Um diesem Chaos ein Ende zu bereiten, hatte es neben den beiden Liga-Meistern sieben Trainer gebraucht, unter denen zwei Top Vier, Lucian und Ignaz, zwei Arenaleiter, Volkner und Frida, sowie drei weitere Chiefs, nämlich Diantha, Blau und Professor Hastings, aus anderen Regionen waren. Die Schäden an Straßen und Wegen waren noch immer nicht vollständig behoben, hatte Zoé gehört.
    »Oh ja, ich erinnere mich gut daran, Cynthia. Aber inzwischen gibt es ja nur noch kleine Probleme an den Rändern der Zivilisation und da sind sowieso fast nur die zwanzig Elite-Ranger von Sinnoh unterwegs«, erwiderte Blau mit einem kühnen Lächeln auf den Lippen und fügte nach einigen Momenten noch hinzu, »Ich hatte auch nicht gedacht, dass es so sein würde, eine Beziehung auszuleben. Vor allem nicht mit einem Menschen wie Rot. Früher war er immer so still und fast schon langweilig, aber er hat sich extrem verändert. Wahrscheinlich wusste ich das vorher auch, konnte es jedoch nicht richtig einordnen. Es ist einfach ein Teil meines Lebens geworden, ohne den ich nicht ich wäre. Er hat mich in den letzten Jahren zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Als Rivale und als Weggefährte.«
    »Cool … ich will nicht stören, aber wo bleiben eigentlich Diantha und dieser unwiderstehlich attraktive Mr. Farewell? Wollten sie nicht längst kommen?«, fragte Lukas völlig ernst in die Runde rein. Er hatte nicht das beste Timing der Welt und irgendwie war seine Aussage merkwürdig, aber jetzt wo er es sagte, fragte sich auch Zoé, wo sie blieben.
    Doch noch bevor sie etwas sagen konnte, sprach jemand mit Zoés eigener Stimme: »Ja, ich mache mir auch Sorgen um die beiden wohl großartigsten Undercover-Agenten unserer Zeit. Diantha ist mein absolutes Vorbild und Idol!«
    »Und Mr. Farewell meines! Hach, wäre ich gerne wie er«, sprach Lukas’ Stimme - doch Lukas war es nicht, das sah Zoé.
    Cynthia, Blau, Lukas und natürlich Zoé drehten sich abrupt um und sahen, wie dort Diantha und ein Mann, Calisto Farewell, standen. Diantha trug ein enges, sommerliches Kleid ohne Träger und dreieckigen Ausschnitten an der Taille. Das Auffälligste waren jedoch die Flügel, die anders als bei ihren normalen Outfits nicht nur schematisch dargestellt, sondern wirklich Engelsflügeln waren. Ihre High Heels machten Zoés Konkurrenz, denn diese hatten die Form von Togetics, deren Köpfe die Zehen verdeckten. Die Flügelchen bildeten Schnüre und die langgezogenen Füße waren die Absätze. Calisto Farewell war in einen dunkelbraunen, vielleicht beigefarbenen Anzug gekleidet. Seine Schuhe waren elegant, aber wirkten schon etwas älter. Er sah von allen Anwesenden am gewöhnlichsten gekleidet aus.
    Was man den beiden Menschen nicht ansah, war, dass sie wohl tatsächlich die besten Undercover-Agenten waren, denn sie verstanden es blind, ihre Stimmen zu verstellen und konnten in der Vergangenheit schon Stimmen anderer Menschen relativ realistisch nachmachen, ohne ihre Stimmen tatsächlich zu kennen, denn sie hatten bereits so viel Erfahrung gesammelt, dass sie den Resonanzraum des Klangs nur durch den Hals und Unterkiefer des imitierten Menschen erkannten. Das war etwas, was Zoé wie höchstes Fachchinesisch vorkam, denn sie hatte keine Ahnung von Physik und Akustik.
    »Wann wäre es wohl aufgefallen, wenn wir ernsthaft vorgegangen wären? Die Verwirrung in Zoés Augen war einfach zu großartig«, sprach Diantha und lachte herzhaft.
    Zoé, die sich in diesem Moment ärgerte, dass es ihr nicht sofort aufgefallen war, überging diese ganze Situation einfach und meinte ein wenig beleidigt: »Jetzt seid ihr ja endlich da. Also könnt ihr mir auch erzählen, warum alle heute so elegant gekleidet sind. Alle wissen es, nur Lukas und ich nicht, obwohl es anscheinend etwas mit uns zu tun hat.«
    »Um genau zu sein, hat es nicht explizit etwas mit euch Beiden zu tun. Aber kommt erst einmal mit, der Konferenzraum ist angenehmer und wärmer. Und ich hab Hunger«, antwortete Diantha und ging allen voran aus der Abteilung, um in den Aufzug zu steigen und auf den Knopf mit der digital dargestellten Eins zu drücken, als alle eingestiegen waren.
    Auf der ersten Etage angekommen, schritt Diantha wieder voran und öffnete die gläserne Tür, die zum Flur des großen Konferenzraums der Zentrale führte.
    Die Wände waren violett gestrichen. Die Decke war mit sattbraunem Holz verkleidet, das lackiert war und wie ein Spiegel glänzte. Das eigene Gesicht konnte man ohne Schwierigkeit darin erkennen. Kreisrunde Leuchten waren in gleichmäßigen Abständen an der Decke angebracht. Der Boden war ebenfalls mit glänzendem Holz ausgelegt, Leisten am unteren Ende der Wände angebracht, hinter denen Kabel und die möglichen unsauberen Übergänge von Boden und Wand versteckt waren.
    Wenige Momente gelaufen kamen die sechs Menschen an einer weiteren gläsernen Tür an und Dianthia öffnete diese mit einem Handdruck auf einem Sensor. Dieser erkannte sie als Leiterin der Einheit und begrüßte sie mit einem auf dem Display angezeigten “Level 9. Herzlich willkommen zu Hause, Chief Diantha!”.
    In diesem Raum, der enorm in die Breite gezogen war, befand sich ein Eichentisch mit zweiunddreißig Plätzen, an denen jeweils ein schwarz gepolsterter Drehstuhl stand. Anders als der Flur waren Wände und Decken in hellen Farben gehalten. Ein großer Bildschirm fand sich auf der rechten Seite des Raumes, dort, wo an den Tisch nur ein Stuhl passte, der anders als die anderen etwas größer und edler war. Hier saß bei Besprechungen normalerweise Diantha.
    Nun jedoch setzten sich alle nebeneinander und zu Dianthas sichtlicher Freude kam auch gleich ein Mitarbeiter aus der Küche der Zentrale und brachte der Gruppe warmes, frisch gebackenes Brot aus einem alten Ofen, wie man ihn nicht mehr oft in Kalos sehen konnte.
    Sofort nahmen sich alle ein Stück und aßen, bevor Blau dann erläuterte: »Da Diantha jetzt hier ist und sie sicherlich erst einmal essen möchte, kann ich euch Beiden ja erklären, warum wir hier und so gekleidet sind und warum es euch zwar betrifft, ihr aber nicht explizit damit zu tun habt.« Blau atmete kurz ein, schaute zu Diantha und sah ihr Nicken, weshalb er fortfuhr: »Heute findet im Sternensaal der Aliwo Inc. eine Gala statt, die vom Präsidenten dieser Firma, Morton Andrews, veranstaltet wird. Dazu wurden nicht nur wir vier eingeladen, sondern auch jeweils drei Mitarbeiter unserer Geschäftsstellen - wie ihr wisst, ist die PGA in verschiedenen Regionen als Café-Kette getarnt, deren Vorstand natürlich zufälligerweise wir, Professor Hastings und Lucian aus Sinnoh bilden. Mr. Andrews scheint sich rege Hoffnungen zu machen, dass wir ein neues Produkt seiner Firma in den Cafés benutzen, um dafür Werbung zu machen. Da es sich um eine wichtige Firma handelt und wir natürlich unsere Deckung wahren müssen, werden wir dort alle mit ein paar unserer fähigsten Mitarbeiter auftauchen. Es ist jedoch nicht alles...«
    Wieder schaute er zu Diantha, die nun fertig mit dem Essen war. Diese fügte dem Gesagten hinzu: »Wir haben von der Illumina-City-Polizei erfahren, dass ein Drohbrief an die Firmenleitung der Aliwo gegangen ist. Um ein Unglück zu verhindern, müssen wir also besonders aufpassen. Zumal man nicht weiß, ob es vielleicht die Rückkehr Team Flares bedeutet. Einige der Vorstandsmitglieder dieser Vereinigung sind ja noch immer auf freiem Fuß.«
    »Aber wieso seid ihr jetzt schon umgezogen und nicht erst heute Abend?«, fragte Zoé, die jetzt schon sah, wie die Kleidung der Chiefs bis zum Abend vollkommen eingesaut sein würde. Sie malte sich aus, wie einer einen Kaffee trinken würde und der dann durch ein katastrophales Erdbeben auf allen Outfits gleichzeitig landen würde.
    Cynthia lachte und antwortete stellvertretend für alle: »Es freut mich, dass du dir so große Sorgen darum machst, aber für uns beginnt der Gala-Auftritt gleich schon. Mr. Andrews wollte nämlich vorher mit uns reden, da er während der ganzen Gala beschäftigt sein wird.«
    Zoé blickte Lukas an. Sie konnte nur ahnen, was in ihm vorging.
    Doch noch bevor sie ihn anflüstern konnte, sprach er: »Glaubst du wirklich, dass das eine gute Idee ist, Diantha? Du weißt doch, in welchem Verhältnis ich zu dieser Firma stehe. Jemand könnte dahinter kommen, wer wir wirklich sind, wenn ich dabei bin.«
    Diantha schien bereits mit dieser Aussage gerechnet zu haben und erwiderte: »Darüber habe ich mir auch schon Gedanken gemacht, aber ich bin mir der Gefahr bewusst und werde sie eingehen. Ihr Beiden seid ein Team und zusammen sicherlich fähiger als ich, so viel ist klar. Da kann man das Risiko auch mal eingehen. Man muss es sogar.«
    Zoé war sich sicher, dass Diantha ihr eigenes Licht unter den Scheffel stellte, doch mit der Aussage hatte der Chief das erreicht, was sie erreichen wollte. Lukas schaute sicherer und nickte leicht.
    Das hieß also, sie würden auf eine Gala voller Reicher und Wohlbetuchter gehen. Aber Zoé machte sich dennoch Sorgen um Lukas. Er war wahrscheinlich nicht wirklich begeistert, auch wenn er seine Pflicht erkannte.
    Die vier Chiefs verabschiedeten sich und fuhren gemeinsam mit dem gern rasenden Calisto Farewell am Steuer zum Aliwo-Tower, der das Hauptquartier der Aliwo-Gruppe und damit auch der Aliwo Inc. bildete.

  • Hallo Dusk,


    du hast es ja weiter oben schon erwähnt, dass du Zoé in deiner RPG-Zeit angefangen hast und das erklärt dann für mich auch, wie es zu den langen Dialogen kommt, um dazwischen wieder mit Informationen zu glänzen. Es ist nach wie vor ungewohnt, weil ich an RPGs nie geschrieben habe und daher auch die Posting-Kultur nicht so gut kenne und daher wirkt das alles etwas steif. Das wollte ich nur noch mal erwähnt haben, weil es mir im Speziellen bewusst geworden ist, aber du arbeitest ja sehr aktiv dran, das zu ändern.


    Auf jeden Fall: Gut zu wissen, dass Blau in einer Beziehung steckt und wie es aussieht, unterstützt du das Pallet-Shipping. Mal davon abgesehen mag ich es, wie der Dialog hier sehr gemütlich abläuft und jeder ein bisschen aus seiner persönlichen Vergangenheit erzählt. Trotz der hochrangigen Mitglieder ist das nur natürlich und ich finde es gut, dass du diese herzliche Freundlichkeit untereinander auch so vermittelst. Anders habe ich das aber auch kaum erwartet.
    Der schlussendliche Auftrag klingt, trotz der Dringlichkeit, gar nicht so spannend und mich wundert ja, dass niemand von ihnen deswegen herum mault. Scheint wohl so, als würde so etwas auch einfach schon zur Tagesordnung gehören. Ich bin ja schon sehr gespannt, ob diese Stimmenverstellung in der Mitte des Kapitels auch wieder zum Einsatz kommen wird oder ob das einfach nur eine Zurschaustellung der Fähigkeiten war. Ganz umsonst war das sicherlich nicht, besonders mit Farewell im Hintergrund, der sich auch erstaunlich schick gemacht hat.
    Apropos, du neigst wohl gerne zu ausgefallenen Outfits, kann das sein? Wenn ich mir ansehe, wie extravagant du Diantha gekleidet hast, fällt das schon recht stark auf.


    Mehr gibt es in dem Sinn aber auch nicht zu sagen. In diesem Sinn: Bis dahin!

  • Yo @Rusalka schreibe jetzt mal nur einen Rekommi, das Kapitel kommt dann demnächst!


    Eigentlich bin ich niemand, der irgendwelche Shippings unterstützt, muss aber ehrlich zugeben, dass ich es in dieser Geschichte insgesamt als passend erachtet habe, diese beiden Charaktere in eine Beziehung zu stecken, weil ich sie als das Duo schlechthin sehe und überlegt habe, was genau sie vereint haben könnte, wenn sie sich am Anfang doch (oder eher Blau gegenüber Rot) nicht sonderlich mochten und Blau ihn sogar verabscheute, weil er gegen Rot verloren hatte. Am Ende war es für mich so, dass ich mich dafür entschieden habe, sie so zu vereinen, weil es gerade bei homosexuellen Beziehungen teilweise zu innerer Ablehnung kommt, schlussendlich kommen beide aus einem Dorf und leben ihr Leben zwar in einer modernen Welt, aber irgendwo hat jede Moderne eben doch Grenzen.
    Sie sind alle Menschen und verstehen sich mehr oder weniger gut, soweit sie das überhaupt einschätzen können. Am Ende sind eben doch alle irgendwo Freundesfreunde oder richtige Freunde und das zu zeigen, war mir wichtig, weil es in den Spielen nur vergleichsweise wenige solche Eckpunkte gibt, durch die man Freundschaften erkennen kann. Mir persönlich fallen gerade nur Ignaz' und Volkners Freundschaft ein und Agathes und Professor Eichs Rivalität. Und selbst das ist ja eher einmal erwähnt und nie richtig gezeigt.
    Am Ende ist die Aufgabe eines Agenten eben, Kommandos zu folgen. Und das machen sie auch ohne Wenn und Aber, schließlich gehören sie zu den besten ihres Levels und es gibt keine schlechten Aufgaben, nur schlechte Menschen.


  • Die Sonne war bereits hinter den riesigen Gebäuden der noch riesigeren Stadt verschwunden und so langsam legte sich der Trubel der Arbeitswelt, um in Kürze vom Trubel der Nachtwelt abgelöst zu werden. Erste Besucher der frühen Partys und abends geöffneten Cafés gingen über die gigantischen Boulevards, die breiten Straßen und die weniger breiten Wege, unterhielten sich über die neuesten Themen der Mode- und kulturellen Welt der Kalos-Region (manchmal auch nur über das Wetter) und lachten immer mal wieder auf, manche schrill und durchdringend, andere leise und in sich hinein. Sie alle waren mehr oder weniger elegant gekleidet, doch kein einziger der Vertreter dieser Menschen kam an die erlesenen Gäste der Aliwo-Gala heran, die im Aliwo-Tower abgehalten werden würde.
    Der Aliwo-Tower befand sich nördlich des Prismaturms und war im Gegensatz zu diesem von außen bereits als Wunderwerk der Technik zu erkennen. Völlig verglast und bis weit in die Wolken ragend thronte dieses Bauwerk über den sonst sehr viel niedrigeren Gebäuden und Bürotürmen wie das Zeugnis einer Architektur neuer, nie zuvor dagewesener Ordnung. Alles im Vergleich dazu erschien alt und verbraucht.
    Zoé war hier bereits einige Male gewesen, denn sie kannte so manchen Mitarbeiter seit Jahren und darunter waren sogar auch ranghohe Mitglieder des Vorstands zu finden. Die Mitglieder der PGA in Kalos kannten die Aliwo sehr gut. Doch niemand von ihnen kam an Lukas heran, der diesen Ort beinahe täglich besuchte, wenn er nicht auf einer Mission war.
    In großen, weiß leuchtenden LED-Buchstaben stand über den automatisch öffnenden Eingangstüren ALIWO, die Schrift elegant und charakterstark.
    Vor dem Haupteingang fand sich ein roter Teppich, der von Fotografen aus der Stadt, aber auch von außerhalb belagert wurde. Bekannte Schauspielerinnen und Schauspieler, Konzernmagnate und andere wichtige Personen des Stadtgeschehens liefen über den Teppich und blieben mal hier, mal da stehen, um sich fotografieren zu lassen, mit Reportern zu sprechen oder anderen Gästen der Veranstaltung wegen irgendwelcher Auszeichnungen oder Leistungen zu gratulieren, während alle die Kamera auf sie richteten. Ja, der rote Teppich war stets ein Pflaster, auf dem sich die Reichen und Schönen trafen, um all den Glanz und Glamour auch auf die normalsterblichen Menschen abfärben zu können. Was macht man schließlich ohne seine Fans? Natürlich posieren! Und das war das Mindeste, was sie für die tun konnten. Anders verhielten sich jedoch Zoé und Lukas, die zwar kurz mal lächelten, dann aber sofort hinein gingen. Aber Fotografen hatten sowieso kein allzu großes Interesse an Zoé. Wobei. Gerade schon.
    Sie hatte sich nämlich in den letzten Stunden noch mal nach Hause aufgemacht und umgezogen. Es hatte sie einige Zeit gekostet, das perfekte Outfit für ein solches Medienereignis zu finden, denn auch wenn sie beruflich unterwegs war, musste sie als nicht ganz so bekannte Persönlichkeit einen gewaltigen Eindruck schinden, um ansatzweise auffallen zu können. Und wer Zoé kannte, wusste, dass sie gerne auffiel und gerne alles dafür tat, dass es auch so blieb.
    Nun trug sie also ein smaragdgrünes Kleid mit einer gelben Musterung an den Seiten, die an jene auf Rayquazas Körper erinnerten. Es besaß einen Träger auf der rechten Seite, wobei eine dezente, feine Schleife diesen zierte, auf der linken Seite war es hingegen trägerlos. Sie trug ein dezentes Make-Up mit dunklen Augen und blutroten Lippen, was einen starken Kontrast zum Grün des Kleides lieferte. Ihre Haare trug sie nun offen, fielen auf ihre Schultern. Inzwischen waren sie gelockt und durften deswegen nicht nass werden. Sollte es regnen, würden sich ihre Haare aber auch ohne die Effekte der frischen Dauerwelle zusammenziehen, also passte Zoé sowieso in jeder Situation darauf auf, dass nichts dergleichen passierte.
    Doch ihre Schuhe waren mal wieder der Blickfang ihres ohnehin besonderen Outfits, denn die Schuhe waren Kokowei. Der gesamte Körper war der Absatz des Schuhs, die Köpfe waren Accessoires am Sprungbein, die Blätter waren der restliche Schuh mit Sohle, Kappe und feinen Schnüren. Insgesamt entsprach das Design eher der geschlossenen Variante, die Zehen waren verdeckt. Dazu noch eine Clutch in Form eines Natu und ihr Outfit war komplett. Lukas hatte sich nicht umgezogen, war noch immer mit kieferngrüner Weste, gleichfarbiger Hose, grüner Krawatte, weißem Hemd und grünen Schuhen ausgestattet und nun im perfekten Partnerlook mit Zoé, was den Anschein, sie seien Geschwister, noch weiter verstärkte.
    Schnell waren sie im Gebäude drin und fanden sich auch schon in der Masse der Reichen und Schönen wieder, suchten nach einem bekannten Gesicht, doch entdeckten keines. Also gingen sie umher und wandten sich nach dem Ort, an dem sie die anderen am ehesten finden konnten: an der Bar des Turms, die zwar nur provisorisch hier eingerichtet worden war, aber nicht wirklich danach aussah. Viel eher sah es so aus, als wäre dieser Ort schon seit Jahren ein etablierter Club oder ein berühmtes Café mit Bar und nicht das berühmte Hauptquartier eines riesigen Konzerns.
    Zoé und Lukas setzten sich auf zwei leere Hocker und schauten sich um. Doch nicht sie waren es, die die anderen fanden, die anderen fanden sie - zusammen mit Morton Andrews, dem Präsidenten der Aliwo-Gruppe.
    Morton Andrews war gewiss nicht, wie man sich einen Konzernmagnaten so vorstellen würde. Er war gerade einmal fünfundzwanzig Jahre alt, wirkte eher wie ein Athlet, nicht wie ein Mann, der viele Stunden am Tag in seinem Büro saß und dort nur sein Köpfchen brauchte. Kurze, braune Haare zierten seine markanten, aber nicht extrem maskulinen Gesichtszüge, die Haare auf der linken Seite waren länger als auf der rechten Seite und nach rechts gekämmt, sodass die Haare diagonal nach oben liefen. Das wirkte auffällig, aber dennoch businesstauglich. Haselnussbraune, warme Augen und eine fein geschnittene Nase vervollständigten das durchaus hübsche Gesicht des Geschäftsmanns. Dazu trug er einen weißen Anzug mit dunkelblauem Einstecktuch und ebenfalls dunkelblauer Krawatte. Doch was in diesem Moment am auffälligsten war, war sein Gesichtsausdruck, als er Lukas sah. Es war eine gewisse Verwunderung in seinen Augen zu sehen und auch sein Mund war einige Millimeter geöffnet (sehr zu Zoés Gefallen, weil sie diesen Gesichtsausdruck bei Männern, die eh schon nicht mit einem Pferdehuf ins Gesicht geschlagen wurden, liebte). Er schien Lukas nicht hier erwartet zu haben. Umso schneller fasste er sich aber wieder und schaute ihn strahlend an.
    »Lukas, ich hatte ja keine Ahnung, dass du zu den Mitarbeitern gehörst. Diantha meinte ja, sie nähme drei ihrer vertrautesten Mitarbeiter mit. Ich wusste zwar, dass du für sie arbeitest, aber hätte ich gewusst, dass du kommen wolltest, hätte ich dich einfach selbst mitgenommen. Sonst sagst du doch immer, dass du solche Veranstaltungen nicht magst«, Morton klang ein wenig traurig, weil nicht er es war, der Lukas eingeladen hatte.
    Lukas lächelte und stand von seinem Hocker auf, um den einen Kopf größeren Mann zu umarmen. Eilig antwortete er: »Ich wusste es bis vor ein paar Stunden selbst nicht. Ich wurde einfach so von ihr überrumpelt! Außerdem kann ich meiner Chefin«, er schaute zu Diantha und grinste sie verschmitzt an, »schlecht absagen, wenn sie mich bittet mitzukommen. Das wäre doof von mir gewesen. Bin aber froh, dass ich doch herkommen durfte. Dann kann ich mehr Zeit mit dir verbringen.«
    Morton schien sich über diese Antwort zu freuen und wandte sich an Zoé: »Zoé, du bist elegant und wunderschön wie immer. Ich hoffe, dass du die Gala genießen wirst. Du bist einfach ein Mensch - wie unsere bezaubernde Diantha hier -, der trotz der vielen schönen Menschen immer noch auffällig ist. Und das ohne billig zu wirken, versteh mich nicht falsch! Das Gleiche gilt natürlich auch für Cynthia. Aber dürfte ich euch um Erlaubnis bitten, Lukas kurz zu entführen?«
    »Wer kann die Bitte eines höflichen Typs schon abschlagen?«, erlaubte Zoé Morton seine Bitte und schaute zu den anderen Vieren: »Wir Fünf werden uns schon noch an der Bar hier zurechtfinden.«
    Lukas schaute kurz von Morton zu Zoé und zurück und meckerte dann: »Fragst du sie sonst auch, wenn du ein Date mit mir willst?«
    Aber noch bevor jemand darauf antworten konnte, waren beide Männer weg und Zoé mit den vermeintlichen Café-Ketten-Besitzern alleine. »Setzt euch, sonst fühle ich mich alleine!«, befahl Zoé den Menschen, die sonst ihre Chefs waren und verscheuchte jeden möglichen anderen Anwärter auf die Plätze mit wildem Gefuchtel ihrer Arme. Einer schaute sie sogar beleidigt an und gab ein beleidigtes Schnauben von sich. Doch das war ihr egal.
    Sogleich setzte sich Diantha direkt rechts neben Zoé, Cynthia links von ihr, daneben dann Blau und dann Calisto Farewell.
    Der Barkeeper mit blauen Augen und haselnussbraunen Haaren schaute sie an und fragte dann mit einer männlichen Stimme: »Was kann ich Ihnen bringen?«
    Zoé lächelte dem Mann zu, schaute die anderen Vier kurz an und antwortete freundlich: »Fünf Aliwo Specials, danke.«
    »Glaubst du, es ist gut, jetzt etwas zu trinken?«, fragte Calisto Farewell und schüttelte dann den Kopf mit einem Grinsen im Gesicht: »Ich versteh schon. Wir wollen schließlich unsere Fassade wahren.«
    »So kann man es natürlich auch sehen«, reagierte Cynthia belustigt, die bereits an ihrem gerade gemixten Drink nippte und sichtlich überrascht war, als sie merkte, woraus dieser bestand. Zoé wusste es selbst nicht, schaute dann aber in die Karte und sah es: Wodka, Gin, Tequila, weißer Rum, Amaretto, Vanilleextrakt und Eis. Diese Mischung hatte es wahrscheinlich in sich.
    Inzwischen hatte auch sie ihr Glas. Der Cocktail war bräunlich mit einer leichten Trübung durch den Vanilleextrakt. Sie nippte am Getränk und schmeckte erst eine angenehme Süße, dei von einer bitteren Note gefolgt wurde. Und dann zum Abschluss die Stärke des Alkohols. Ja, diese Mischung hatte es nicht nur wahrscheinlich in sich. Wäre Zoé ein Neuling in dem Metier gewesen, wäre sie sicherlich aus den Latschen gekippt.
    »Vielleicht hätten wir doch etwas nehmen sollen, was wir kennen. Das wird uns schneller umhauen als ein Rabigator im Fightclub. Dass Morton aber auch immer solche Cocktails nach seiner Firma benennt«, merkte sie an und schaute in die Richtung, in die Morton und Lukas vor wenigen Minuten gegangen waren. Inzwischen waren sie sicherlich irgendwo in der Menge weit weg von der Bar.
    »Ich muss dich wohl enttäuschen, Zoé. Diesen Cocktail hat Alice Chao konzipiert, nachdem noch einer für die Karte gefehlt hat und man keine mangelhafte Auswahl zur Verfügung stellen wollte«, sprach eine tiefe, männliche Stimme hinter ihr. Eine Stimme, die Zoé inzwischen so gut kannte wie die von Lukas, denn es war die eines guten Freundes.
    »Noah!«, rief Zoé freudig aus und umarmte den Mann, der gerade gesprochen hatte.
    Noah war ein alter Freund von Morton und seit Jahren ein Mitglied des Vorstands der noch relativ jungen Firma. In den letzten drei Jahren hatte auch Zoé diesen Mann als einen guten Freund kennengelernt und mit ihm viele Stunden in Bars, Cafés und Bibliotheken verbracht. Auffällig waren an ihm besonders seine grauen Augen, die von den silbernen Haaren noch unterstützt wurden. Er war schlank und trug einen ebenholzfarbenen Anzug mit weißer Fliege.
    »Es freut mich, dich hier zu sehen. Wie es scheint, schmeckt allen das Aliwo Special. Der ist eher … für Kenner. Für alle anderen hat der dann doch zu viele Umdrehungen«, kommentierte er den Cocktail und verabschiedete sich auch schon wieder: »Es tut mir Leid, aber ich muss Verpflichtungen nachkommen. Wenn ich jetzt nicht gehe, wird mir Morton noch eine Pfanne über meinen Kopf ziehen. Und den wollte ich eigentlich unbeschadet nach Hause bringen.«
    Schelmisch schaute er Zoé an und zog seine Hand von ihrer Taille, winkte der Gruppe zum Abschied und verschwand sogleich wieder in der Menge. Ihr war gar nicht aufgefallen, dass er sie noch immer berührt hatte. Aber unangenehm war es ihr nicht.
    »Alice Chao ist schon eine eigenartige Person. Sie hat nicht nur einen eigenartigen Cocktail-Geschmack, sondern auch eine sehr abweisende Ader, die sie mir nicht gerade sympathischer macht«, sprach Blau und verteidigte sich, nachdem er die verständnislosen Blicke der anderen gesehen hatte: »Findet ihr nicht? Sie hatte so eine Art, dass ich gedacht habe, sie würde uns gleich in einem Loch im Boden verschwinden lassen.«
    Cynthia nickte. Auch Diantha war der Ansicht. Einzig Calisto Farewell meinte: »Du musst ihr aber auch zugestehen, dass es nicht das Einfachste sein muss, gleich drei Champs zu begegnen. Das ist für kaum jemandem alltäglicher Umgang.«
    »Na ja, da hast du natürlich Recht. Außerdem hat sich das zum Ende hin ja gelockert«, überlegte Blau und trank seinen Cocktail aus. Er war der erste von ihnen, der dieses Getränk bis zum letzten Schluck runtergekippt hatte.
    »Wir in Kanto sind schon einiges mehr gewohnt als solche Kindergartengetränke. Da haltet ihr mit euren Paradiesregionen wohl nicht so mit«, meinte er und lachte.
    Diantha entgegnete: »Wir sind Damen, wir genießen Cocktails. Und Calisto ist eben ein Gentleman und wartet, bis wir fertig sind. Vergiss das bitte nicht.«
    Als sie alle ausgetrunken hatten, strebten sie der Masse entgegen, die sich inzwischen etwas gelichtet hatte. Bald würde das große Dinner beginnen, das das Highlight dieser Gala war. Köche aus vielen Regionen waren extra eingeflogen worden, um den Gästen die erlesensten Speisen zubereiten zu können. Auch wenn die Küche in Kalos als eine der extravagantesten der ganzen Welt galt, gab es dennoch einige Speisen, die die Bewohner dieser Region liebten, die von außerhalb kamen.
    Im großen Saal angekommen, in dem das Essen später serviert werden würde, fand Zoé mindestens zwei Dutzend riesiger, kreisrunder Tische mit jeweils bis zu zwanzig Plätzen vor sich. Der größte Tisch jedoch, der am anderen Ende des Saals befand, hatte noch mehr Plätze, dreißig oder vierzig. Je weiter die Tische am Rand des Saals auf der rechten oder linken Seite standen, desto weniger Plätze boten sie.
    Große Kronleuchter erleuchteten den Saal und ließen Strahlen auf den vielen glänzenden Kleidern der Frauen und den Anzügen der Männer miteinander tanzen wie Menschen auf einem ekstatischen Ball. Farbenspiele jeder Art zogen sich durch den Raum und ließen jeden Winkel anders wirken. Eine geradezu surreale Welt eröffnete sich in diesem Moment vor Zoé, die sich sicher war, dass dieser Eindruck nicht vom Alkohol kam. Dafür bedurfte es schon etwas mehr.
    Zusammen gingen sie herum und suchten nach ihren Plätzen, bis sie sahen, dass sie an einem Tisch direkt neben der großen Tafel sitzen würden. Hier saßen bereits sieben andere Menschen, vier Frauen und drei Männer, die Zoé nicht kannte. Da sie allerdings hier saßen, nahm Zoé an, dass sie alle Teil der PGA waren. Sie verband also etwas.
    Zu aller Überraschung setzten sich bald auch die vier Kampf-Châtelaines an den Tisch, die sofort eifrig mit Diantha sprachen. Schnell fragte sie Cynthia flüsternd: »Was machen die Châtelaines denn hier? Ich weiß zwar, dass sie Mitglieder der PGA sind, aber sie müssen sich zu viert schließlich um den gesamten Süden kümmern.«
    »Diantha nimmt die Drohung gegenüber der Aliwo-Gruppe sehr ernst, denn es gibt einige Anzeichen dafür, dass es ein großer Angriff irgendeiner Organisation werden wird. Und die Kampf-Châtelaines scheinen zu den wenigen Agenten zu gehören, die bei Diantha dasselbe Vertrauen genießen wie du, Lukas oder Olympia aus Fluxia City. Und die koordiniert mit den Arenaleitern alleine den Osten und Süden der Region, damit Matin, Journée, Nuit und Soir heute herkommen konnten, um Berühmtheiten wie Ventice Silph aus Kanto oder seine Frau aus Einall zu beschützen«, antwortete Cynthia mehr sprechend als flüsternd.
    Eilig blickte Zoé sich um, um Lukas zu suchen und schnell fand sie ihn. Er saß direkt neben Morton am großen Tisch und hatte seine Wange an seine Schulter gelehnt. Wer wohl dafür seinen Platz hatte räumen müssen? Und überhaupt. Ihnen war egal, wie die Welt darauf reagieren würde, dass zwei Männer so beieinander saßen, solange sie zusammen waren. Sie seufzte und ahnte schon, dass er wohl kaum an diesen Tisch kommen würde. Aber sie freute sich mit ihm, weil er Zeit mit Morton verbringen konnte.
    Langsam setzten sich alle hin und die ersten Gänge wurden angerichtet. Die Kellner hoben die Speiseglocken ab.
    Doch was sich darin fand, war nichts Essbares.



    Entsprechend der Benachrichtigungs-Liste natürlich: @Rusalka @Cantor; wenn ihr nicht mehr kontaktiert werden wollt, müsst ihr mir nur schreiben. Werde auch nicht lange weinen. o/

  • Hallo Dusk,


    die Frage, die ich mir jetzt ja stelle, ist, ob die Kellner von dem nicht essbaren Essen wussten oder genauso überrascht sind. In ersterem Fall wäre die ganze Gala und das Auftreten der P.G.A. eine Falle für ebendiese gewesen. Ich rechne jetzt mal mit Pokémon und einem Überfall auf die Gäste, lasse mich aber auch gerne überraschen.


    Der Barkeeper mit blauen Augen und haselnussbraunen Haaren schaute sie an und fragte dann mit einer männlichen Stimme: »Was kann ich Ihnen bringen?«

    Der nette Herr scheint sehr sprachgewandt zu sein, wenn er sie mit einer männlichen Stimme anspricht. Im nächsten Kapitel erwarte ich seine weibliche Seite!

    Olympia aus Fluxia City.

    Hier ist interessant, dass du sie Olympia und nicht Astrid nennst, wie es eigentlich in der deutschen Version gebräuchlich ist. Hat das einen bestimmten Hintergrund oder liegt es einfach am Klang des Namens?


    Speziell in diesem Kapitel ist mir auch aufgefallen, dass du großen Wert auf das Aussehen legst. Es vergeht eigentlich keine neue Szene, ohne dass du Zoé oder jemand anderen der Gruppe mal kurz begutachtest und bis ins Detail beschreibst. Dadurch bekommt die Geschichte an sich einen sehr modernen Touch und eine recht modische Ader, da alles sehr aktuell angelehnt wirkt. Vor allem hältst du dich hier aber auch nicht mit zu vielen Kleinigkeiten auf und es bleibt interessant zu lesen. Immerhin bleibt es ja doch eher nebensächlich, wenn du dich im weiteren Verlauf nicht nochmal darauf beziehen solltest und die Charaktere leben ihre Geschichte.


    Wir lesen uns!

  • Hi @Rusalka!
    Ich muss gestehen, dass ich deinen Kommentar mit der Eloquenz nicht verstehe; mit einer männlichen (sprich: tiefen, vollen Bariton- oder gar Bass-) Stimme zu sprechen, ist doch nicht wirklich etwas außergewöhnlich Ungewöhnliches, oder? Jedenfalls sei hier auch noch eine Referenz geliefert: In der Originalfassung stand die Aussage mit der männlichen Stimme nicht; nachdem ich aber vor etwas mehr als einem Monat eine ganze Ansammlung an großen, breit gebauten Männern erlebt habe, deren Stimmen so hoch waren, obwohl der Hallraum ihres Kopfes viel zu groß ist, um diese Stimmlage natürlich entstehen zu lassen.
    Astrid ist ein überaus dummer Name, wenn man sie als Olympia mit einem gottgleichen Ort und einer Familie von Göttern gleichsetzt. Dementsprechend ist das notwendig gewesen!!
    Nein, Quatsch, ich habe die letzten Spiele immer nur auf Englisch gespielt; ich bin kein Fan der deutschen Namen, weil ich mich an die englischen gewöhnt habe. Wobei es bei manchen Charakteren genau andersherum ist.


    Anders als bei Miranda (oder eigentlich jeder anderen Geschichte) handelt es sich bei Zoé und ihrer Umgebung, also den großen Helden der Geschichte, um Menschen, deren Alltag das Kämpfen ist; dass sie sich also trotz des für andere Menschen unmenschlichen Stresses (wobei das bisher natürlich wirklich geht) auch problemlos mit vielen anderen Sachen beschäftigen, ist ja klar. Gerade bei Zoé ist das die Mode (und - in dieser Version zumindest abgeschwächt - Alkohol, wie es bei vielen Menschen in dem Alter eben so ist), weswegen ich darauf auch großen Wert lege. Hatte damals sogar Skizzen dazu, aber die zeige ich hier mal nicht. Sind zu schäbig. ):


    Danke sehr für deinen Kommentar, freue mich immer wieder darüber!

  • Cynthia. Trainerin. Forscherin. Archäologin. Expertin für alle Fälle.
    In Elyses im größten Haus des Dorfes geboren war Cynthia bereits in jungen Jahren eine Expertin auf dem Gebiet des Kampfes. Ihr erstes Pokémon, ein Kaumalat, war bereits nach wenigen Wochen ein Knarksel und die kleine Trainerin hatte im frischen Alter von elf Jahren schon sechs der acht nötigen Orden für die Pokémon-Liga ergattert. Doch es sollte ein Ereignis folgen, das ihr Leben für immer in eine ganz neue Richtung bringen sollte. Ein Ereignis, das sie erst im Alter von zwanzig Jahren zur Besitzerin aller acht Orden machen würde.
    Das junge Mädchen, das mit vier Pokémon, einem Knarksel, einem Lucario, einem Milotic und einem Evoli, herumreiste, war gerade auf dem Weg nach Sonnewiki, wo sie ihren siebten Orden erkämpfen wollte. Dort sollte nämlich eine der stärksten Arenaleiterinnen überhaupt arbeiten, eine Trainerin, der sich auf den Einsatz von Boden-Pokémon spezialisiert hatte. Ihr Name lautete Teresa und sie war die Schwester von Agathe, die ihrerseits als Geist-Trainerin in Kanto einen Ruf besaß. Doch noch bevor Cynthia in Sonnewik ankam, musste sie von Ewigenau aus wieder über den Klirrberg nach Elyses und von dort aus in den südlicheren Bereich Sinnohs, wo sich die Stadt der Sonne befand.
    Sie war in der Nähe des Klirrbergs aufgewachsen, es gab kaum einen Berg, den sie so gut kannte wie diesen. Doch als sie dieses Mal durch die verwinkelten Pfade ging, kam sie irgendwie vom Weg ab. Es war merkwürdig, denn sie war nicht anders gegangen, als sie es sonst tat, doch trotzdem sah es hier anders aus als alles, was sie vorher gesehen hatte. Denn die Höhlenwände waren inzwischen nicht mehr im üblichen Braun gehalten, sondern cremefarben, beinahe schon weiß. Als wäre das nicht eigenartig genug, war sie innerhalb kurzer Zeit auch schon an einem Treppenaufgang, den sie noch nie zuvor gesehen hatte. Eins war sicher: diese Treppenstufen waren von Menschenhand erschaffen, ihr Alter hingegen war sicherlich höher als es für solch eine saubere Arbeit möglich war. Irgendjemand oder irgendetwas hielt diese Treppen instand und Cynthia war sich unterbewusst sicher, dass es kein Mensch war, der sich jetzt noch darum kümmerte.
    Nach einigen Minuten war sie an der Spitze der weißen Treppenstufen angekommen. Doch nur wenige Meter von ihr entfernt fanden sich weitere Treppenstufen aus einem eigenartig leuchtenden Material, das sie zwar an Glas erinnerte, aber dafür zu stark die Sonne reflektieren würde. Die Treppen schimmerten wie azurfarbene Edelsteine. Und obwohl Cynthia Angst bei dem Gedanken verspürte, in die Höhe zu steigen, zog sie etwas magisch an. Sie fühlte innerlich geradezu den Zwang die Treppenstufen zu erklimmen und nachzusehen, was sich dort befand. Und so tat sie, wie ihr Inneres ihr befahl, erklomm die Stufen in den Himmel und schien kein Ende vor sich zu sehen. Umso überraschender war es, als sie plötzlich auf einer gläsernen Ebene stand und vor sich ein Pokémon erkannte, das sie nie zuvor gesehen hatte. Doch in ihrem Kopf hämmerte ein Gedanke und brannte sich in ihr Gedächtnis ein. Arceus. Der Gott aller Pokémon, die Herkunft allen Lebens und Schöpfer der Welt. Sie stand an diesem Ort direkt vor dem mächtigsten Wesen aller Zeiten, doch sie verspürte weder Angst noch irgendein anderes mulmiges Gefühl. Der einzige Gedanke, der sie erfasste, war es, dem Pokémon eine Frage zu stellen, das sie aus weisen Augen anschaute und nur darauf zu warten schien.
    »Wieso hast du mich auserkoren, dich zu finden, Arceus?«, fragte sie mit der Neugier eines elfjährigen Mädchens und der Intelligenz einer erwachsenen Frau.
    Aus demselben Grund, aus dem du auf dieser Welt wandelst. Die Welt ist voller wundersamer Geschichten und Ereignisse und nur jene unter euch, egal ob Mensch oder Pokémon, die eines reinen Herzens sind und dem Pfad ihrer Seele folgen, werden diese Geschichten schätzen lernen. Die Welt ist ein grausamer Ort voller Krieg und Zerstörung geworden. Doch wer sie nur als solch einen Ort erkennt, der verleugnet die Schönheit, die sie dennoch darstellt. Menschen und Pokémon leben zusammen, sie vertrauen einander. Menschen lieben einander. Pokémon beschützen sich, egal ob sie verwandt sind oder nicht. Du erkennst beide Seiten des Lebens an und das in deinem Alter. Das Leben ist nicht immer schön, doch ihr alle könnt die Welt schöner machen.
    Cynthia verstand zumindest teilweise. Sie nickte und fragte eine weitere Frage: »Legenden sprechen von dir, doch viele Menschen glauben nicht mehr an dich und deine Taten. Wie kannst du als Erschaffer der Welt damit leben, dass man dich verleugnet?«
    Menschen verleugnen viel, wenn es ihnen dadurch besser geht. Anders geht es auch nicht den Pokémon. Wir sind allesamt keine rationalen Wesen, selbst die mechanischsten Nachkommen dieser Welt nicht. Das große Nichts hat mich erschaffen und ich erschuf die Materie und die Raumzeit. Sie erschufen Gefühle, Wissen und Willenskraft, Raum und Zeit, Mew wurde der Vorfahr aller Pokémon. Ich bin nur ein Teil der Kette und nicht wichtiger als du oder deine Pokémon.
    Sie nickte. Doch sie konnte es nicht wollen. Stattdessen sprach sie: »Ich werde einen Weg finden, die Legenden zu beweisen, dich und die anderen Erschaffer der Welt wieder in diese Welt zu bringen. Ich verspreche es dir!«
    Etwas anderes habe ich von dir nicht erwartet, junge Cynthia. Doch strebe nicht das Unendliche an, bevor du nicht das Endliche bezwungen hast. Begib dich erst auf deine Reise und gehe dann deinen ausgewählten Weg.
    Ja, das würde sie tun. Das nächste Bild, das Cynthia sah, war sie in einem dunklen Raum, erwachsen, ein Junge in ihrem jetzigen Alter mit roter Mütze stand ihr gegenüber und gewann den Kampf. Hingegen jeder Vorstellung sah ihre erwachsene Version aber nicht traurig aus. Nein, sie erfreute sich an ihrer Niederlage, denn nur so hatte sie diesen einen Trainer gesehen, der alles erforderte, um ihr wahres Ziel zu erreichen: Arceus in die Welt zu holen.
    So sah also ihre Zukunft aus. Sie müsste Champ werden, um ihr Ziel zu erreichen. Doch das hatte Zeit. Erst einmal musste sie zurück in ihr Dorf gehen, um dort eine uralte Stätte, ein Zeugnis der ersten Stunde der Welt zu besuchen. Vorher musste sie jedoch trainieren.
    Es dauerte einige Zeit, bis sie erreicht hatte, was sie wollte, doch ihr Knarksel entwickelte sich weiter und wurde zu Knakrack. Ihr Evoli bereits ein Glaziola, gesegnet von der Kraft des stärksten aller Pokémon. Nun war sie bereit.
    Cynthia verabschiedete sich von Arceus, doch sie merkte nicht, dass sieben Jahre vergangen waren, seit sie den Klirrberg betreten hatte. Sie war inzwischen achtzehn Jahre alt und hatte weder Hunger noch Durst verspürt. Die Zeit war vergangen, doch es war ihr wie wenige Tage vorgekommen. Dieses Ereignis änderte ihr Leben und bestärkte sie in den Wünschen nach Realisierung, Erkenntnis und Beweisen für Arceus. Sie war es ihm schuldig.
    So machte sich Cynthia nach Sonnewik auf, fest der Überzeugung, dass ihre Gegnerin Teresa sein würde. Doch diese war bereits seit fünf Jahren ein Mitglied der Top Vier und abgelöst worden von einem jungen Trainer namens Volkner, der eine ganz besondere Beziehung zu einem Mitglied der Top Vier besaß. Vor allem aber liebte er seine Pokémon und würde sie mit seinem Leben beschützen, so viel sah Cynthia in diesem Kampf, den sie jedoch mit Leichtigkeit gewann. So hatte sie bereits sieben Orden erhalten.
    Nur noch ein Orden fehlte, den sie ohne Schwierigkeiten in Blizzach gewann, wo sie das erste Mal den Blizzach-Tempel betreten durfte. Dort angekommen, hörte sie erneut die Stimme Arceus’, der sie an einen anderen Ort teleportierte. Instinktiv wusste sie, dass sie sich nicht mehr in Blizzach befand, doch hier befand sich eine Macht, die sehr viel mehr Kraft ausübte, als sie noch auf der Speersäule gespürt hatte.
    Arceus begrüßte sie und sie begrüßte ihn.
    Hier, am Rande der Sinnoh-Region, befindet sich der Ursprung des Universums. Das Ei aus dem Nichts ist hier entstanden und hier wurde ich erschaffen. Und hier wurden auch die Herrscher der Dimensionen erschaffen, die sie mir als Wächter halfen. Nachdem du bereits ein treues Herz bewiesen hast, ist es nur dein Recht, diesen Ort zu sehen. Dieser Ort ist der Shinto-Tempel.
    »Der Ursprung des Universums...«, wiederholte Cynthia. Die Besonderheit dieses Orts war nicht in Worte zu fassen. Auch wenn der Tempel ähnlich gebaut war wie jener in Blizzach, wirkte dieser wie das Original, während sein Pendant nur wie eine billige Kopie an einem unwichtigen Ort stand und immer in der regen Hoffnung in die Ewigkeit schaute, irgendwann ähnlich wichtig zu sein.
    Deine Reise ist nicht mehr weit. Ich wünsche dir allen Erfolg dieser Welt für deine letzten Kämpfe.
    Und Cynthia befand sich nicht mehr am Shinto-Tempel und auch nicht in Blizzach. Nun befand sie sich direkt vor der Liga.
    Alle vier Top Vier, Teresa, Luke (Lucas’ und Lucias Vater), Lucian und Ignaz, waren innerhalb kurzer Zeit besiegt. Nun stand nur noch ein Gegner ihr gegenüber: der Champion der Sinnoh-Liga und renommierte Professor, Gregor Eibe.
    Sein Team bestand aus einem Porygon-Z, einem Mamutel, einem Blitza, einem Heiteira und einem Rihornior. Im Gegensatz zu allen Kämpfen, die Cynthia innerhalb der letzten anderthalb Jahre bestritten hatte, war dies ein Kampf, den sie gut hätte verlieren können, denn ihr Gegner war stark und unbestritten der stärkste Trainer der Region. Mit den vereinten Kräften ihres Teams und Arceus’ Segen jedoch konnten sie ihn und sein Team besiegen.
    Cynthia war 20, als sie Champ wurde. Es dauerte fünf Jahre, bis sie gegen Lucas verlor. An dem Tag, als sie gegen ihn verlor, war sie ihm in erster Linie dankbar, denn sie hatte die Ziele ihrer Vision erfüllt und ihr kurz zuvor geholfen, drei legendäre Pokémon zu besiegen. Zwei dieser Pokémon waren nun seine Begleiter, das dritte herrschte weiter über die Parallelwelt, das die Ordnung dieser Welt aufrecht erhielt. Die drei Wächter Arceus’ waren bewiesen und es galt als so gut wie ausgeschlossen, dass es nicht auch Arceus gab. Ja, Cynthia hatte ihr Ziel erreicht.
    Doch das sollte es noch nicht gewesen sein, denn nach all der Zeit, die sie in Tempeln und Ruinen verbracht hatte, die Cynthia durch die Weisungen des großen Gottes der Pokémon gesehen hatte, hatte ihr Interesse an der Erforschung uralter Kulturen immer mehr ihren Alltag eingenommen und war inzwischen zu ihrer neuen Hauptaufgabe geworden: sie, der Chief der PGA in Sinnoh.

  • Hallo Dusk,


    Aufgrund des Feedbackketten-Topics bin ich auf deine Geschichte aufmerksam geworden und wollte dir nun mein Feedback dalassen. Da ich ja schon ewig in diesem Bereich herumschwirre kann ich dir vielleicht den ein oder anderen nützlichen Tipp dalassen :)


    Was ich bei meinen Kommentaren gern anmerke ist, dass ich Kommentare von Vorpostern immer erst lese, wenn ich selber kommentiert habe. Sollte ich etwas wiederholen, was schon gesagt wurde, tut mir das leid.


    Dein Startpost gefällt mir gut, du fasst alles Nötige zusammen und hast ihn meiner Ansicht nach auch schön gestaltet. Da kann ich nicht viel anmerken. Nein, ich kann gar nichts anmerken. Gefällt mir sehr gut! Ich finde es übrigens sehr spannend, wie du deine Geschichte in verschiedene Stränge einteilst, die dann ein Finale ergeben sollen. Dazu braucht es nicht nur Planung sondern auch Timing und wenn du das vereinst, dann hast du schon meinen Respekt. Erinnert mich ein bisschen an den Stil von J.R.R Tolkien, der Herr der Ringe auch so geschrieben hat. Wenn man dann am Ende alles zusammenführen kann, dann hat man wirklich was geschafft.


    Zoé scheint mir eine sehr selbstbewusste und zielstrebige Frau zu sein, solche Charaktere mag ich. Auch wenn sie Aufträge mit ranghöheren Mitgliedern hat, das sagt viel Gutes über sie aus. Überdies beschreibst du sie auch sehr lebendig, fast so, als würde man sie wirklich kennen. Allerdings fällt mir auf, dass du sehr viele Gespräche in deinen Kapiteln hast, wo du andererseits immer aufpassen solltest, dass du diese sowohl lebendig hältst als auch spannend gestaltest. Lesefluss ist ja immer eine Abwechslung zwischen viel und wenig Inhalt. Man merkt, dass du Blau als Charakter liebst und du stellst ihn auch wirklich so dar, wie ich ihn mir vorstelle :D


    Was man den beiden Menschen nicht ansah, war, dass sie wohl tatsächlich die besten Undercover-Agenten waren, denn sie verstanden es blind, ihre Stimmen zu verstellen und konnten in der Vergangenheit schon Stimmen anderer Menschen relativ realistisch nachmachen, ohne ihre Stimmen tatsächlich zu kennen, denn sie hatten bereits so viel Erfahrung gesammelt, dass sie den Resonanzraum des Klangs nur durch den Hals und Unterkiefer des imitierten Menschen erkannten.


    Klingt sehr spannend was du da schreibst. Es gibt Menschen, die wirklich gut darin sind, andere nachzuahmen. Leider gehöre ich nicht dazu, aber spannend finde ich den Gedanken dennoch...Generell finde ich die Idee cool, eine Geschichte zur internationalen Polizei zu lesen, da ich dich ein grosser Krimifan bin. Kombiniert mit Pokémon konnte mir das ja nur zusagen :)


    Dass du schreibtechnisch gut bist und man dir nicht reihenweise Fehler rauspicken muss weisst du sicherlich. Zusammenfassend soll das heissen: ich bewundere und anerkenne dein Talent und würde gern mehr von dir lesen.


    Bis bald!

  • Hallo @Lauriel,
    Ich danke dir sehr für deinen Kommentar und freue mich, mal wieder einen Kommentar zu lesen, der von jemand anderem ist als Rusalka (auch wenn seine Kommentare natürlich auch wundervoll sind, ist es immer eine Freude zu sehen, dass mehr als eine Person liest, was man schreibt haha)!
    Du würdest wohl schnell merken, dass sich bei den Dialogen viel ändert im Laufe der Kapitel. Gerade die ersten zehn Kapitel hatte ich in zwei oder drei Tagen geschrieben und die Kapitel daraufhin kamen alle mehr oder wenige mit Monaten Pause dazwischen. Allerdings habe ich hier ja nicht wirklich viel gepostet, weswegen das wohl nicht sonderlich gut dargestellt ist.


    Ich freue mich über das Lob, danke sehr!




    Zu einem anderen Punkt, der indirekt damit zu tun hat: Ich habe relativ wenig gepostet, was wohl auch daran liegt, dass ich seit einiger Zeit nicht ganz zufrieden bin mit dem Aufbau der Geschichte. Während ich am Anfang die Geschichte noch vorgestellt habe als Story einer Agentin, die verschiedene Fälle löst, habe ich seit Kapitel 3 einen ganz anderen Weg eingeschlagen. Das ist bei den Geschichten, die später einsetzen, dann anders, aber da Zoé tatsächlich die absolut zentrale Figur ist, hat mich das oft etwas gestört.


    Deswegen habe ich auch entschieden, diesem Projekt (bzw. treffender: diesem Thema) an dieser Stelle einen Cut zu setzen und Zoé stärker in die Richtung zu bringen, die ich mir vorgestellt habe. Das heißt dann übrigens nicht, dass die bisher nicht erschienenen Kapitel auch unveröffentlicht bleiben, die Geschichte bleibt die gleiche. Aber ich setze alles noch mal auf Anfang und bitte deswegen @Kräme oder @Shiralya dieses Thema zu archivieren. Die neue Version der Geschichte wird dann hoffentlich schon relativ bald erscheinen und in die Richtung gehen, die ich gehen will.