Herz aus Glas

Die Kronen-Schneelande erwartet euch!


Alle Informationen zum zweiten Teil des Erweiterungspasses "Die Schneelande der Krone" findet ihr bei uns auf Bisafans:

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  • Hoothoot there!



    Deine Geschichte entwickelt sich langsam und man merkt, dass man auf einen Punkt zusteuert, wo sich der Hauptplot stärker zu entfalten beginnt. Spannungstechnisch ist zwar noch nicht so viel passiert, aber es gibt verschiedene Ansätze, die einem zeigen, dass das noch kommen wird. Du hast da einige interessante Punkte drin und ich bin gespannt, was du daraus machst!


    lg


    ~ Sheo

  • Ist ja nicht so, dass das Kapitel schon ewig fertig auf dem Rechner liegt...okay ist es ich war nur zu dumm um dran zu denken.

    Kapitel 11 Neustart





    Es war seltsam. Azarni wusste nicht, ob sie sich freuen sollte oder ein schlechtes Gewissen haben sollte. Immerhin hatte sie das Fiffyen mehr oder weniger einfach ausgesetzt. Vielleicht war es am Ende auch eine Mischung aus beidem. Das Dumme daran war nur, dass Sesokitz sie jederzeit daran erinnerte. Noch dazu rief es immer und immer mehr den Wunsch in ihr wach, mehr über diese Sache zu erfahren.
    Entgegen ihrer eigenen Vernunft, hatte Azarni begonnen von sich aus auf das Pokémon zuzugehen. An den ersten beiden Tagen hatte es sich genauso verhalten, wie es sollte, nachdem es sich am ersten Tag so berühren ließ. Nach mittlerweile einer Woche, in der sie es zu Hause immer außerhalb des Balles hielt, konnte sie dennoch einige Veränderungen feststellen.
    Das Pokémon wurde tatsächlich zutraulicher und ließ sich freiwillig von ihr berühren. Es veränderte sich immer mehr und legte einige Züge des Verhaltens an, wie es das Fiffyen und Rayons Fynx getan hatten.


    Genau das war der Grund, aus dem sie glaubte, dass sie vielleicht einen Fehler gemacht hatte. Gerne hätte sie jemanden um Rat gefragt, aber sie wusste einfach nicht wen. Serena traute sie nicht über den Weg und Rayon hatte sie wohl für immer verscheucht. Nicht, dass sie ihm vertrauen würde. Selbst ihr Vater schien wie vom Erdboden verschluckt.
    Zwar lag immer wieder ein neuer Zettel auf dem Tisch, dass er noch zu tun hatte und einen Tag hatte sie ihn aus dem Haus eilen sehen, aber normal war das nicht. Selbst für die Arbeit in der Arena war das etwas zu extrem, besonders da diese bereits seit einer Woche geschlossen war. Hatte ihr Vater sich da etwa auch in etwas verrannt? Ein wenig Sorgen machte sie sich schon, aber in dem Bereich war sie machtlos.


    Lustlos scrollte Azarni durch ihren Smart-Log, während sie auf ihrem Bett lag. Es war Samstagmittag und sie hatte nichts Besseres zu tun. Roe und Itoe waren beide nicht zu erreichen, wahrscheinlich hatten sie zu tun und allein durch die Straßen wandern wollte sie auch nicht.
    Der helle Ton einer ankommenden Nachricht ließ sie aufschrecken und leicht kräuselte sie die Stirn. Die Nachricht auf ihrem Smart-Log kam weder von Roe noch von Itoe, sondern von der Trainerplattform des Netzes. Itoe hatte sie irgendwie dazu gedrängt sich endlich ein richtiges Trainerprofil anzulegen. Sie hatte nicht damit gerechnet dort eine Kampfeinladung zu bekommen, immerhin hatte sie offiziell noch nicht einen Kampf ausgetragen. Umso mehr wunderte es sie, dass sie nun doch eine bekam. Im ersten Moment dachte sie an einen Trainer, der einen leicht Sieg für seine Statistik suchte. Als sie das Profil ihrer Herausforderin ansah, erschien ihr das unwahrscheinlich. Die Siege und Niederlagen hielten sich die Waage und normalerweise waren Profile solcher Trainer leicht zu durchschauen. Dann ergab die Kampfanfrage noch weniger Sinn.


    Heute 14 Uhr auf dem Place Verte


    Dort hatte sie vor etwas mehr als einer Woche gegen Rayon gekämpft, stellte sie fest. Ihr Blick schweifte zur Uhr, während sie fast automatisch nach ihrem Gürtel griff, an dem Sesokitz Pokéball hing. Noch etwa eine Stunde bis der Kampf anfangen sollte und sie hatte nicht wirklich etwas Besseres zu tun. Warum also nicht? Es reizte sie zu sehen, warum jemand gegen sie kämpfen wollte. Schnell verfasste sie eine Nachricht an ihre Herausforderin. Sie würde wohl wissen, dass sie keinen starken Gegner bekam.
    An Shiho: Ich werde da sein.
    Wenn sie noch pünktlich sein wollte, dann müsste sie sich beeilen. Zu Fuß würde sie das niemals schaffen. Kurzerhand hielt sie vor der Tür ein Taxi an, das sie direkt zum Place Verte bringen sollte. Wenn man den obligatorischen Stau mal außen vor ließ, aber sie war noch nie in der Stadt unterwegs gewesen ohne nicht wenigstens in einen Stau geraten zu sein.
    Sogar zehn Minuten zu früh kam sie am Place Verte an, der erwartungsgemäß gefüllt war. Auf fast allen Kampffeldern herrschte Betrieb und Zuschauertrauben hatten sich darum gebildet. Nur auf einem Kampffeld war es still und bis auf eine einsame Person war niemand zu sehen. Sofort erkannte sie ihre Herausforderin in ihr und ging auf sie zu. Unter dem schwarzen Hut schauten ebenso schwarze, kurzgeschnittene Haare hervor. Passend dazu trug sie noch ein weißes Kleid, mit einem leichten, schwarzen Muster. Sie musste etwa in ihrem Alter sein.


    „Shiho, nehme ich an?“, fragte Azarni nach, als sie bei dem Mädchen angekommen war. Erst jetzt realisierte sie, was jeden anderen Menschen zuerst verwundert hätte. Neben dem Mädchen hockte ein kleines, rötliches Pokémon. Das flauschige Fell an Hals und Schweif waren dagegen beige gefärbt. Im ersten Moment war ihr das gar nicht ungewöhnlich vorgekommen, aber nun fielen ihr auch einige verwirrte Blicke von Passanten auf, die sich von diesem Kampffeld absichtlich fernhielten. Shiho schien das nicht im Geringsten zu stören.
    „Richtig und du bist Azarni, was? Wenn du willst, können wir sofort anfangen, ich habe das Kampffeld schon reserviert. In deinem Profil stand, dass du erst ein Pokémon hast, also werde ich nur mit meinem Flamara kämpfen“, erklärte Shiho sofort und deutete zu dem Pokémon neben ihr. Flamara war ein Feuer-Typ und sollte gegen ihr Sesokitz ein leichtes Spiel haben. Dennoch nickte sie leicht und stellte sich an ihren Platz.
    Shiho startete bereits das Kampffeld, bevor ihr Flamara es auch schon betrat.
    „Dann mal los“, murmelte Azarni leise und griff nach ihrem Pokéball. Sesokitz erschien auf dem Kampffeld und sah sich eine Sekunde lang um, bevor es seinen Gegner fokussierte.
    „Bitte, du kannst anfangen“, bot Shiho großzügig an. Wusste sie, dass Azarni keine Chance hatte? Dieser Kampf würde ziemlich schnell vorbei sein.


    „Sesokitz, Energieball“, wies Azarni an. Sie wusste, dass eine Pflanzen-Attacke kaum Wirkung haben würde. Aber seiner Attacken wegen war dieses Sesokitz auch zum Zuchtrest geworden. Ohne zu zögern, formte es einen Ball aus reiner Energie vor sich, der direkt auf Flamara zuschnellte. Das Feuer-Pokémon warf einen Blick zu seiner Trainieren, die den Kopf schüttelte und rührte sich nicht vom Fleck. Es nahm den Treffer einfach hin und schüttelte anschließend sein Fell.
    „Sehr schön, dann greifen wir mal mit Ruckzuckhieb an.“ Es wunderte Azarni, dass Shiho keine Feuer-Attacke befahl. Flamara musste eine besitzen. In rasender Geschwindigkeit setzte Flamara auf ihr Pokémon zu und Azarni konnte ihm kaum mit den Augen folgen. Sie hatte nur den Bruchteil einer Sekunde zum Überlegen und eigentlich müsste Sesokitz den Treffer einstecken können. Etwas anderes passierte auch nicht, denn so schnell hatte sie nicht reagieren können.
    „Ich dachte, darüber sind wir hinaus?“, fragte Shiho mit einem Mal und verwirrte Azarni nun völlig. „Wie wäre es, wenn wir richtig kämpfen und nicht So?“ Was sie damit meinte, darüber war Azarni sich nicht sicher, aber im Moment spielte das wohl keine Rolle. Flamara war nah genug, damit Sesokitz angreifen konnte.
    „Tackle, Sesokitz“, schaltete sie diesmal ein wenig schneller. Sesokitz schaffte es seinen Gegner mit seinem Körper zu rammen, aber wirklich davon beeindrucken ließ es sich nicht, sondern setzte nach dem Treffer einfach ein Stück zurück.
    „Sternschauer, meine Schöne.“ Der Schweif des Flamara wurde von einem hellen Schein umgeben und tausend Sterne schossen auf Sesokitz herab, während Azarni nur dastand und zusah. Das war nicht richtig, das spürte sie irgendwie. Aber sie hatte Sesokitz offensichtlich unterschätzt, denn noch stand es.


    „Noch einmal Energieball“, entschied Azarni. Der Kampf war doch schon verloren, wieso sich also anstrengen? Die Attacke würde sowieso nicht wirklich viel bewirken können.
    „Schlag ihn zurück.“ Eine ungewöhnliche Art sein Pokémon agieren zu lassen und tatsächlich ließ Flamara die Attacke erst auf seinem Schweif aufkommen, nur um die Energie anschließend zurück zu schleudern. Der Angriff, den Azarni von Anfang an erwartet hatte, ließ nun auch nicht mehr auf sich warten.
    „Flammenwurf, beende es.“ Das war es dann. Die Flammenwand kam unwiderruflich auf Sesokitz zu und Azarni reagierte erneut intuitiv. Es hatte ihr beim letzten Mal zwar nur Ärger eingebracht, aber sie konnte nicht anders. Sie wusste, was eine Feuer-Attacke für Schaden anrichten konnte.
    „Weg da, Sesokitz!“ In der ersten Sekunde rührte sich das Pokémon nicht, stolperte dann jedoch ein Stück zur Seite, aber bei weitem nicht genug.
    Der Feuerstrahl verfehlte Sesokitz und bevor Azarni das richtig realisiert hatte, erlosch das Kampffeld bereits. Ausgewichen war ihr Pokémon nicht, also musste das Flamara ziemlich daneben gezielt haben.
    „Ich denke, wir können das hier beenden“, stellte Shiho klar und beugte sich zu ihrem Pokémon. Leicht strich sie ihm über den Kopf, bevor sie auf Sesokitz zuging und ihre Handlung bei ihm wiederholte.
    „Ich hoffe, Kasai hat dich nicht so sehr erschreckt?“ Anschließend richtete sie sich wieder auf und sah Azarni so direkt an, dass diese das Gefühl hatte, Shiho wüsste alles. Wirklich alles.


    „Ich hatte eigentlich mehr erwartet, nachdem du bei Serena warst.“ Azarni riss es den Boden unter den Füßen weg. Waren die Anhänger dieses Mädchens hinter ihr her oder einfach nur überall?
    „Du gehörst zu Serena?“, fragte Azarni, während sie Sesokitz wieder in seinen Pokéball schickte.
    Zu ihrer Erleichterung schüttelte Shiho den Kopf und deutete zum Rand des Kampffeldes. Dort, wo sie vorher gestanden hatte, fanden sich bereits zwei weitere Trainer, die darauf warteten, dass sie den Platz räumten.
    „Ich gehöre nicht zu Serena“, begann Shiho. „Ich kenne sie und stimme stellenweise sehr mit ihren Idealen überein, aber bei weitem nicht mit ihrer Art zu handeln. Aber wahrscheinlich weißt du davon nicht wirklich viel und ich will dich damit nicht langweilen. Ich wollte nur sehen, wen Serena so alles anlockt und in ihren Bann zieht.“
    „Ich bin nicht freiwillig da rein geraten“, wehrte Azarni sofort ab, was Shiho zum Lachen brachte.
    „Ich auch nicht. Genauso wenig wie Rayon oder Naoto. Wobei Naoto schon ein Sonderfall ist. Ich frage mich ja, was Rayon jetzt mit dem armen Fiffyen vorhat, das er aufgegriffen hat. Na ja, das interessiert dich sicher nicht, man sieht sich.“ Diese rein zufällige Erwähnung des Fiffyen war schon fast zu zufällig, beinahe auffällig. Shiho drehte sich bereits um und ging, während das Flamara noch immer geschmeidig neben ihr her lief.
    „Wieso hast du das erwähnt? Und wer ist Naoto?“, fragte Azarni noch einmal direkt nach. Shiho zuckte die Schultern und drehte sich wieder zu ihr.
    „Nur so. Ich glaube, er wird es in den Zwinger geben, es scheint ihm nicht mehr zu gehorchen. Wurde wohl zweimal von herzlosen Menschen ausgesetzt.“ Eine Antwort auf ihre zweite Frage bekam sie nicht. Dieses Mal ließ Shiho sich nicht aufhalten, selbst als Azarni ihr noch einmal nachrief. Von herzlosen Menschen und einer davon war sie.
    Sie wollte aus der Sache rauskommen, aber nun steckte sie nur noch tiefer drinnen. So tief, dass sie langsam an diesen ganzen Unsinn glaubte.


    Ohne nachzudenken, setzte sie sich in Bewegung. Sie sollte aufhören sich zu wehren, es hatte doch keinen Sinn. Dass ihre Schritte sie daher in die Richtung des alten Labors führten, war nicht weiter verwunderlich. Irgendwie hatte sie sich entschieden, sich für den Moment darauf einzulassen. Was hatte sie schon zu verlieren, außer ihrem Verstand? Und an dem zweifelte sie in letzter Zeit sowieso. Natürlich hatte sie mal wieder eine kurze Hose an, was den Disteln im Vorgarten schlichtweg egal war. Sie hätte sich natürlich umziehen können, aber noch einmal bis nach Hause laufen, wollte sie nicht und ihrem Geldbeutel würde eine weitere Taxifahrt auch nicht gefallen.
    Die Hintertür ließ sich erneut ganz einfach öffnen und ihre Schritte führten sie direkt zum Fahrstuhl, welcher allerdings gerade unten sein musste. Noch einmal atmete sie tief ein. Wollte sie das wirklich? Aber wo sie schon hier war, da war es doch sowieso schon zu spät.
    „Banette?“, erinnerte sie sich an den Namen des Pokémon. „Ich muss zu Serena!“ Anschließend lauschte sie, doch es tat sich nichts. Vielleicht war es einfach nicht da?
    Der Fahrstuhl bewegte sich mit einem Ruck nach oben und fast hätte Azarni gelacht. Nicht Serena, sondern Rayon stand vor ihr und diesmal sah er ziemlich unfreundlich aus. Das hätte sie nicht erwartet, dass jemand wie er unfreundlich aus der Wäsche schauen konnte.


    „Was willst du?“, fragte er direkt und Azarni musste schlucken. Erfreut sie zu sehen, war etwas anderes.
    „Das Fiffyen“, erklärte sie kurz. Rayon zuckte die Schultern.
    „In der Stadt gibt es bestimmt genug, besorg dir eben eines. Hast du doch mit deinem neuen Pokémon nicht anders gemacht, nicht?“ Er deutete an ihren Gürtel. Seine kühle Antwort nahm sie ihm nicht ab. Es war wie ein Wissen, dass sie nicht haben durfte, aber sie nahm es ihm einfach nicht ab.
    „Gut, ich möchte mein Fiffyen“, wurde Azarni genauer.
    „Es gehört dir nicht, nicht mehr. Du hast es immerhin einfach verschenkt.“ Noch hielt sie seinem Blick stand und es war ungewiss, wer eher nachgeben würde.
    „Stimmt und das war ein Fehler, also?“ Sie würde nicht gehen, bevor sie nicht hatte, weshalb sie gekommen war. Unverrichteter Dinge zu gehen, war nicht ihre Art. Rayons Blick war starr auf sie gerichtet und sie sah ihm an, wie schwer es ihm fiel dieses Minenspiel aufrecht zu erhalten. Das war entgegen seiner gesamten Art.
    „Gut, morgen kämpfen wir. Wenn du mir beweisen kannst, dass du es ernst meinst, dann bekommst du ein Fiffyen“, knickte Rayon nun doch ein. Azarni sah schwarz. Wie sollte sie Rayon besiegen?
    „In Ordnung, aber ich bekomme das Fiffyen, dass…“, einen Moment zögerte sie. „Auf den Namen Echo hört.“ Sie hatte ihm diesen Namen nie gegeben, aber sie hoffte einfach, dass es sie wiedererkennen würde.
    An einen Sieg glaubte sie dabei nicht einmal. Rayon nickte nur und der Fahrstuhl rumpelte wieder nach unten.


    Ein weiteres Mal an diesem Tag fühlte sie sich wie vor den Kopf gestoßen. Sie hatte doch gar keine Chance Fynx zu besiegen. Nicht nur, dass Rayon mehr Erfahrung hatte, er war auch noch im Typen-Vorteil. Das konnte nur in einem Desaster enden. Da konnte sie auch gleich aufgeben, aber das würde sie nicht tun.
    „Und, was hast du jetzt vor?“ Erschrocken zuckte Azarni zusammen und drehte sich zur Tür. Einen Moment hatte sie wieder mit der Polizei gerechnet, aber zum Glück war es nur Shiho. Ihr Flamara stand noch immer treu neben ihr. War sie eigentlich heute überall oder hatte sie Azarni verfolgt?
    „Ich dachte, du gehörst nicht zu Serena?“, fragte sie stattdessen nach, weil sie keine Antwort wusste.
    „Das ist auch so. Aber diesen Ort hier kenne ich trotzdem. Also? Meinst du, dass du ihn nur mit Sesokitz besiegen kannst? Ich meine, ich könnte dir ein Pokémon leihen, aber das wäre wohl nicht das Gleiche. Sonst kannst du kein Pokémon bekommen? Kauf dir doch noch eins.“ Die unterschwellige Provokation spürte selbst Azarni, aber auch wenn sie es gekonnt hätte, sie hätte sich wohl kein Pokémon gekauft.
    „Ich bin blank“, gestand sie schulterzuckend. Ihr letztes Geld war bereits für Sesokitz drauf gegangen. Sie konnte froh sein, sich das Taxi leisten zu können. Ihr blieb also nur eine Möglichkeit, wenn sie noch ein Pokémon wollte.
    „Und sonst hast du gar keine Idee?“ Shihos Blick sagte mehr als tausend Worte. Sie wusste genau, an was Azarni gerade dachte. Konnte das Mädchen Gedanken lesen, ähnlich wie Rayon es konnte? Oder war sie einfach nur so durchschaubar geworden?
    „Also, hast du eine?“, fragte sie erneut nach.
    „Das weißt du, oder?“ Für Azarni stand klar fest, dass sie ihre Gedanken kannte. Ihr Lächeln bestätigte sie darin nur noch.
    „Wenn du willst, dann helfen Kasai“, Shiho deutete auf das Flamara. „Und ich dir.“




    AN: Zuerst, wie immer, ein großer Dank an meine Beta @Alexia.





    Ps. an manchen Tagen hasse ich Spoilerformatierung....

    Danke an Evali von Pokefans für den tollen Avatar, den sie als Preis für eine Aktion im Bisaboard angefertigt hat.

    8 Mal editiert, zuletzt von Eisseele ()

  • Hallöle, @Eisseele, da bin ich wieder!



    Oho, Azarni wird also zum ersten Mal selbst ein Pokémon fangen, ja? Interessant, interessant ... ich bin schon gespannt, wie sie sich dabei wohl anstellen wird.
    Die Kampfszene fand ich im Übrigen schön und spannend geschrieben, wenn sie auch recht kurz war. Du hättest allerdings noch ein wenig mehr Reaktionen von Sesokitz zeigen können - zumindest hat mir da ein bisschen etwas gefehlt, wenn es von der einen oder anderen Attacke getroffen wurde.
    Was Spekulationen zu Seiner Identität angeht ... bis auf Azarnis Vater fällt mir gerade kein geeigneter Kandidat ein, aber das sind solche Aspekte, die auch zum Wiederlesen anregen können und gar nicht schlecht für eine Geschichte sind!


    Ich freue mich aufs nächste Mal!


    ~ Sheo

  • Hallo Eisseele,


    ich finde den Grund, dass Azarni wieder zu Serena zurück und Fiffyen abholen wollte, interessant. Nachdem sie eigentlich schon damit abgeschlossen hatte, benötigte es schon eine triftige Ausrede dafür, da sie ja schon Sesokitz hatte. Andererseits musste sie ja auch selbst davon überzeugt werden, dass bei den Pokémon nicht nur der Kampf zählt, sondern jenseits der Stadt noch viele andere Abenteuer warteten. Rayons abweisende Art war daher nachvollziehbar, nachdem sich Azarni so gewehrt hat und Shiho bleibt wohl vorerst mal mysteriös. So ganz kauf ich ihr noch nicht ab, dass sie nichts weiß, weil sie definitiv zu viel weiß und vor allem auch zu viel mitbekommt, wie man am Ende des Kapitels sieht. Dass sie nur einen Scheinkampf organisiert, hatte ich mir bei der Anfrage schon gedacht und die paar Bemerkungen haben ja schlussendlich auch dazu geführt, dass sich Azarni bewusst wird, was sie eigentlich gemacht hat. Bleibt nur noch zu hoffen, dass sie Fiffyen zurückbekommt und vor allem zu sehen bekommt, wie die Pokémon in der Natur sind. Dann kann sich auf jeden Fall etwas an ihrer Einstellung ändern und wer weiß, wie sie letztendlich zur Sache beitragen wird, diesen Züchterirrsinn zu beenden. Wenn es denn mal so weit kommt. Fand das auf jeden Fall recht interessant zu lesen und ich freu mich schon drauf, wenn sie hoffentlich ihr erstes eigenes Pokémon fängt.


    Wir lesen uns!