Die Suche nach dem Sturm

  • Eine Geschichte von @Alphys (lyrischer Teil) und @Undyne (epischer Teil)




    Von ihrem langen Weg geschlaucht
    erblickten sie den Berg, so alt.
    Die Kraft schon komplett aufgebraucht,
    war eine Pause recht im Wald.


    Von hohen Bäumen gut versteckt,
    so sanken sie zu ihrer Rast,
    als vor ihnen das Köpflein reckt'
    ein Pokémon, gefall'n vom Ast.



    „Du bist aber ein großer Vogel!“, piepste es.
    „Hm?“, machte Resharp und hob seinen Kopf. „Wer hat das gesagt?“
    „Da drüben, kuck“, sagte Gladi und deutete auf einen Busch in der Nähe. Darauf saß ein kleines, blaugraues Vogel-Pokémon mit einem weißen Flaum, der seinen Kopf nahezu vollständig einhüllte.
    „Oh, hallo“, begrüßte Resharp das Küken. „Ich glaube, du verstehst das falsch. Ich bin nämlich gar kein Vogel, sondern ein Drache.“
    „Aber du hast Federn, wie meine Mama!“, zwitscherte das kleine Pokémon. „Kannst du mir helfen? Bitte, bitte!“
    „Also die Logik find ich cool“, grinste Gladi. „Reshi hat Federn, also isses n Vogel.“
    Resharp antwortete nicht darauf, sondern machte behutsam einen Schritt auf das Kleine zu. „Wobei brauchst du denn meine Hilfe? Und wo ist denn deine Mama?“
    Unbeholfen purzelnd und mit seinen kleinen Flügelchen schlagend hüpfte das Küken von dem Blattwerk des Gebüschs hinunter.
    „Ich bin heut Nacht aus dem Nest gefallen. Und ich kann noch nicht fliegen. Jetzt komm ich nicht mehr rauf“, erklärte es. „Aber meine Mama hat immer gesagt, alle kleinen Geronimatz treffen den besten Freund der Vögel, wenn sie groß werden. Der soll mir zeigen, wie man fliegt! Sie hat gesagt, er heißt Sturm. Jetzt suche ich ihn, damit ich ganz bald fliegen kann.“
    „Du suchst … den Sturm?“ Etwas ratlos drehte sich Resharp zu Gladi um. Diese zuckte mit den Schultern.
    „Tun wir's halt, der Flauschball wird sonst eh nur gefressen“, sagte sie. „Heut Abend reicht's ihm, dann bringen wir das kleine Ding heim und fertig.“



    Sie suchten weit, sie suchten breit,
    sie suchten eine lange Zeit,
    sie dachten schon, sie finden nie
    das Ziel des kleinen Kindes.


    Die Sonne traf den Horizont
    und bald schon, da erschien der Mond,
    doch irgendwann entdeckten sie
    den grünen Geist des Windes.



    „Sturm, Sturm!“, jubelte das Geronimatz. „Es ist der Sturm!“
    „Ich bin Boreos, mein Flügelschlag ist der Wind und in meinem Namen braust der Orkan. Weshalb seid ihr gekommen?“, fragte der grüne Vogel mit der Stimme eines gut gelaunten Greises.
    Bevor Resharp oder Gladi ein Wort sagen konnten, qietschte das Küken lauthals los.
    „Zeig mir, wie man fliegt, Sturm! Ich will heim!“
    „Hohoho!“ Ein vergnügtes Jauchzen entfuhr Boreos' Kehle. „Mein Kind, breite deine Schwingen aus!“
    Das Geronimatz tat, wie ihm gesagt wurde, und reckte seinen Kopf in die Höhe.
    „Hmhm, mein junger Schützling, da haben wir es ja schon! Du bist noch nicht reif genug, dich in die Lüfte zu schwingen und eins mit den Winden zu sein.“
    Sprachlos ließ es die Flügel wieder hängen.
    „Na super“, raunte Gladi. „Gleich gibt’s n Heulkonzert.“
    Doch Boreos hatte noch nicht zu Ende gesprochen.
    „Sei unbesorgt, Kind!“, donnerte es. „Du sollst heute noch heimkehren.“ Mit diesen Worten breiteten sich die Wolken, die die Schwanzfedern des Sturmgeistes bildeten, aus und umgaben das Küken, das fasziniert vor sich hin piepte.
    „Werde ich trotzdem fliegen, Bororos?“, fragte es.
    „Ja, ich erlaube es dir dieses eine Mal“, sprach der grüne Vogel und lachte herzhaft. „Und mein Name lautet Boreos.“
    „Das war's dann wohl“, sagte Gladi und winkte.
    „Sieht so aus. Mach's gut, Kleines, und fall nicht wieder aus dem Nest“, verabschiedete sich Resharp.
    „Tschüss, Drachenvogel! Und danke!“, quietschte das Geronimatz.



    Sie ritten auf der Wolke nun
    in Windeseile fort,
    sie stürmten schnell wie ein Taifun
    zu Kükens Heimatort.


    Nichts war für sie ein Hindernis,
    die Welt war einerlei,
    nichts hielt die beiden auf gewiss
    -- nichts ist wie Sturm so frei.





    Alles Gute zum Geburtstag, @Thalfradin Sturm-Sucher!

    Gladiantri..107626-81915eb0.png..Reshiram (schillernd)

    „In dir fließt mein Blut, Kind. In dir lodert meine Flamme. Dennoch sei gewarnt, denn du bist nicht Reshiram. Meine Bestimmung ist es, eine Welt der Wirklichkeit zu schaffen. Deine Aufgabe soll eine andere sein, dein Weg von dir selbst gewählt.“

  • Das wäre doch nicht nötig gewesen
    Nun, lässt sich nicht vermeiden. Wenlok, Sturm-Sucher
    der Nachname meines TES Char und des BisaBoard Acc heißt so, weil die Familie Tradionen der Nord aus Atmora (sehr lange her) übernommen hat. Indes bin ich aber ein Namekianer. Bzw. ein Grüner Dunmer.


    Anyway, danke auch für die Rührende Geschichte, Undyne und (Keksi?)!

    "Das Leben selbst vergeht. Die Taten derer die du getan hast aber werden je nachdem wie Erfolgreich jene waren, nicht vergessen werden. In unglücklichen Fällen können Ärzte wie Hua Tuo können einen gar Unsterblich machen. Tja, seit meinem Unfall mit Hua im Jahre 120 lebe ich seit 90 im Aussehen eimes 30 Jährigen. Auch wenn mein Alter von 1929 Jahren etwas gewöhnungsbedürftig ist.", Lynneth Bucherstede, Lu Bus Bruder (25.02.2019)